Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Makroökonomie Muth Mause I 57f
Makroökonomie/MokroökonomieVsMonetarismus/MakroökonomieVsKeynesianismus/Muth /Lucas: Probleme des Monetarismus bzw. des Keynesianismus sind die fehlende Erklärung der Lohn- und Preisrigiditäten bzw. der Lohn- und Preisbildung überhaupt oder das willkürliche Vorgehen bei der Modellierung der Erwartungen der Wirtschaftssubjekte. Letztlich fehlte eine mikroökonomische Fundierung der Makroökonomie. Diese Lücke bemühte sich die Neue Klassische Makroökonomie, zu deren Hauptvertretern John F. Muth (1930– 2005) und Robert E. Lucas (geb. 1937) gehören, seit den 1970er-Jahren zu schließen. Grundlegend für diesen Ansatz sind zwei Annahmen: Zum einen wird davon ausgegangen, dass die Erwartungen rational sind, d.   h. dass die modellierten Wirtschaftssubjekte alle modellimmanenten Informationen verwerten und deshalb zu denselben Prognosen wie das Modell selbst gelangen. Zum anderen werden Preisflexibilität und die permanente Ausgeglichenheit der Märkte unterstellt. Dementsprechend werden Schwankungen von Produktion und Beschäftigung nicht als Ungleichgewichte interpretiert, sondern als eine Abfolge von Gleichgewichtspositionen.
Neue Klassische Makroökonomie These: Es gibt keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit!
VsMuth/VsLucas/VsMakroökonomie: die beobachteten makroökonomischen Probleme wurden mehr oder weniger wegdefiniert. Es gab keine wirkliche Fundierung durch einen mikroökonomischen Ansatz.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Monetarismus Friedman Brocker I 397
Monetarismus/Friedman: Friedman wurde zum Begründer einer »monetaristischen« Wirtschaftspolitik, die infolge ihrer Fixierung auf den Geldmengen-Inflations-Zusammenhang und ihrer Relativierung des Vollbeschäftigungsziels im politischen Interessenspektrum als eher rechtsgerichtet wahrgenommen und von gewerkschaftsnahen Gruppierungen bekämpft wurde. Monetarismus: Eine Politik des stetigen Geldmengenwachstums als notwendige und hinreichende Bedingung gesamtwirtschaftlicher Stabilität, das heißt vor allem zur Wahrung des Geldwertes.
VsMonetarismus: dies sei eine offenbar interessengeleitete Stabilisierungsstrategie kapitalistischer Wirtschaftsbeziehungen, die die Handlungsoptionen des Faktors Arbeit systematisch beschneidet: Marktwirtschaft als gesellschaftliche Ordnung, die primär der Freiheit des Kapitals verpflichtet ist.
MonetarismusVsVs: das führt in die Irre: in Friedmans Buch Kapitalismus und Freiheit geht es vor allem darum, wissenschaftliche Konzepte und wirtschaftspolitische Institutionen zu propagieren, die Entscheidungen von Politikern in ein enges Regelsystem einbinden oder − besser noch − überflüssig machen. Friedmans Denken richtet sich (…) nicht gegen die Freiheit der Arbeiter, sondern gegen unbeschränkte Handlungsspielräume von Politikern, bei denen er nicht unbedingt die gute Absicht, aber immer wieder die Kompetenz bezweifelte. FriedmanVsNotenbanken, GewerkschaftenVsFriedman.


Peter Spahn „Milton Friedman, Kapitalismus und Freiheit“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Econ Fried I
Milton Friedman
The role of monetary policy 1968

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018