Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bereiche Hintikka II 98
Individuenbereich/Mögliche Welten/Montague/Hintikka: These: Montague nimmt einen konstanten Individuenbereich an. HintikkaVsMontague: gerade das führt zu Problemen. Insbesondere in Glaubenskontexten.
Individuum/Montague: Individuen sind der Bereich der Funktionen, die als Sinn eines singulären Terms funktionieren.
Glaubenskontext/opaker Kontext/Glauben/prop Einst/HintikkaVsMontague: Problem: Montague widmet Kontexten mit propositionalen Einstellungen (Einstellungskontexten) keine gesonderte Behandlung. Bsp „wissen wer“, Bsp „sich erinnern wo“, Bsp „sehen was“. Das ist ein Mangel, weil Montague sein Interesse an propositionalen Einstellungen zugestanden hatte.

II 176
Bereich/Variable/Individuenvariablen/Quantifikation/Hintikka : mein eigener Ansatz (Semantik möglicher Welten) ist „Interpretation des beschränkten Bereichs“ genannt worden. HintikkaVs: das missversteht die logische Situation: es geht darum, dass die Individuen für die Menge von Welten wohldefiniert sein müssen, mit der wir es zu tun haben.
Pointe: die Menge von Welten wechselt mit den propositionalen Einstellungen. Sie muss die aktuale Welt z.B. gar nicht enthalten!
Propositionale Einstellungen/Hintikka/(s): verschiedene Einstellungen (Glauben, Zweifeln, Sehen usw.) verlangen verschiedene Mengen von Welten.
Variablen/Werte/Hintikka: es kann sein, dass der Bereich unserer Variablen eine Obermenge der Menge der aktualen Individuen ist (wenn die Menge der möglichen Welten nicht die aktuale Welt enthält).
Bsp es kann sein, dass jemand korrekte Überzeugungen über alle aktualen Individuen hat, aber zusätzlich fälschlicherweise glaubt, dass noch weitere Individuen existieren, die er sich aber nur vorstellt.
Hintikka: daher kann mein Ansatz mit gleichem recht einer des „erweiterten Bereichs“ genannt werden.
II 176
Individuenbereich/Bereich/Variablen/Werte/Russell/Hintikka: Russell scheint dagegen wirklich einen Satzes des beschränkten Bereichs vertreten zu haben, indem er ihn auf Objekte der Bekanntschaft beschränkte.
II 196
Mögliche Welt/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Welt zu Welt dieselben bleiben müssen. Rede von Welten ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. Mögliche Welten/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.
II 196
Spaltung/Hintikka: ist bei einigen wenigen Modellen der Querwelteinidentifikation, Re-Identifikation in der Zeit sinnvoll. Bsp ein Computer könnte auseinandergenommen werden uns zwei Computer daraus gebaut werden. Das könnte später wieder revidiert werden. Re-Identifikation/Reidentifikation/Hintikka: ist der Schlüssel zu Fällen von Spaltung und Fusion.
Spaltung/Hintikka: es gibt einen strukturellen Grund, warum sie so selten ist: wenn Weltlinien aus infinitesimalen Elementen zusammengesetzt sind wie die Lösungen von Differentialgleichungen (s.o.), entspricht die Spaltung einer Singularität, und dies ist ein seltenes Phänomen.
Spaltung/Hintikka: die Argumente gegen sie sind zirkulär in einem tiefen Sinn. Sie basieren auf der Idee, dass für Quantifikation der Individuenbereich fixiert bleiben sollte. (HintikkaVsKripke).

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
de re Hintikka II 98
W-Fragen/wer/was/wo/Hintikka: These: W-Fragen sind nichts anderes als quantifizierte Phrasen.
II 99
logische Form: (1) John weiß, wer der Premierminister von Norwegen ist
als dass-Konstruktion analysiert:
(2) (Ex) John weiß, dass (der Premierminister von Norwegen = x) (= de dicto)
Problem: man muss den Individuenbereich festlegen, über den die Variable „x“ geht ((s) Anführungszeichen von Hintikka).
de re: (de re Lesart von (1)):
(3) (Ex)(x = Premierminister von Norwegen &
(Ey) John weiß, dass (x = y))
de re/de dicto/Hintikka: de re impliziert nicht de dicto (entails) d.h. (3) impliziert (entails) nicht (2).
((s) Weil sonst wieder Allwissenheit folgte).
Wissen/Hintikka: müssen wir hier nicht analysieren als die Relation zu den Alternativen, die in jeder mit dem Wissen kompatible Möwe ein und dasselbe Individuum herausgreift.
HintikkaVsMontague: Problem: dies alles funktioniert nicht in dem Rahmen von Montague. Problem: in der natürlichen Erweiterung der Montague-Semantik, die wir hier betrachten, sind die folgenden Sätze alle gültig:
(4) (x)(Ey)(x = y) > (Ey)(y = x & (Ez) John weiß, dass y = z)))
II 100
Alltagssprachliche Übersetzung/Hintikka : John weiß von jedem aktual existierenden Individuum, wer es ist (de re). (5) (x)(Ey)(John weiß, dass (x = y)) > (Ey)(y = x & (Ez) Bill weiß dass (y = z==
Alltagssprachliche Übersetzung/Hintikka: Bill weiß von jedem Individuum, dessen Identität John bekannt ist, wer dieses Individuum ist (wiederum de re),.
Problem: beide sind krass falsch.
Nichtexistenz/Hintikka: allerdings ist das unproblematisch, solange wir nicht die mögliche Nichtexistenz von Individuen in epistemisch möglichen Welten berücksichtigen müssen.
Hintikka: Problem. das ändert dennoch nichts am Problem.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Determinismus Montague Lewis V 37
Def Determinismus/Mögliche Welten/Lewis: wenn zwei Welten den Gesetzen perfekt gehorchen, dann sind sie entweder exakt gleich durch die ganze Zeit oder in keinen zwei Zeitabschnitte gleich. Nehmen wir um des Arguments willen einmal an, dass die Naturgesetze deterministisch seien. Meine Definition von Determinismus rührt von Montague her, weicht aber in zwei Punkten von ihm ab:
LewisVsMontague:
1. Ich vermeide seine mathematische Konstruktion von ersatz worlds (Ersatz Welten ((s) = Mengen von Sätzen)). 2. Ich nehme zeitweise Gleichheit von Welten als einfache Relation. Montague statt dessen nimmt die Relation, dieselbe vollständige Beschreibung in einer bestimmten Sprache zu haben, als Grundrelation, die er unspezifisch lässt.
Meine Definition setzt voraus, dass wir verschiedene Zeitabschnitte von einer Welt zur anderen identifizieren können.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Ereignisse Montague Lewis V 246
Def Ereignis/Richard Montague/Lewis: (Montague 1969): bestimmte Eigenschaften von Zei.t - Lewis: d.h. es wird mit der Eigenschaft identifiziert, eine Zeit zu sein, wann es passiert. LewisVsMontague: 1.in der Relativitätstheorie ist nicht immer klar, was Zeit überhaupt ist.
2. Bei Montague müssen wir den Ort erst finden, bei ir ist die Region schon gegeben - Ereignis/Quine: (wie Lewis): kann einfach mit der Region identifiziert werden - dann können in einer Region keine zwei Ereignisse stattfinden. - Wenn zwei in derselben, ist es ein einziges. - Falsch: zu sagen, Bsp das eine "qua Konferenz" das andere "qua Schlacht"œ (wenn es dasselbe ist).

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Jeder/Alle Hintikka II 40
Jeder/Alle/Niemand/Ontologie/Existenz/Nichtexistenz/Hintikka: wenn wir zulassen, dass der Bereich unserer Quantoren auch für nichtexistente Objekte erweitert wird, ist die dringendste Frage: Wo sind diese nichtexistenten Objekte?
Bsp Jedermanns Liebhaber – Bsp niemandes Geliebter.
Beide sind offensichtlich möglich. Aber anders als Meinongs rundes Quadrat.
Bsp „der Neider von allen“ – Bsp „der von jedem beneidet wird“.
Pointe: beide sind unvereinbar. Ersterer muss den Letzteren lieben, aber der letztere kann nicht vom ersten geliebt werden.
Jeder/alle/niemand/Hintikka: es ist hier keine Lösung zu behaupten, dass „jeder“ bzw. „niemand“ über nur über existente Objekte ginge. ((s) D.h. Wir müssen hier nichtexistente, oder mögliche Objekte (Possibilia) zulassen.)
Meinong/Hintikka: schöpfte die Kraft seiner Argumente aus der Tatsache, dass wir hier nichtexistente Objekte zulassen müssen. (Auch >Nichtexistenz/Terence Parsons).
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt.
II 106
Quantifikation/Quantoren/Mehrdeutigkeit/any/HintikkaVsMontague: im Großen und Ganzen zeigt die Montague-Semantik, wie Mehrdeutigkeit entsteht durch das Zusammenspiel von Quantoren und intensionalen Ausdrücken. Bsp (12) Eine Frau liebt jeden Mann
(13) John sucht einen Hund.
HintikkaVsMontague: erklärt nur, warum gewissen Ausdrücke mehrdeutig sein können, aber nicht, welche es tatsächlich sind. Er sagt im allgemeinen zu viele Mehrdeutigkeiten voraus. Denn er geht nicht auf die grammatischen Prinzipien ein, die oft Mehrdeutigkeiten mit Quantoren auflösen.
Reichweite/Hintikka: bestimmt die logische Reihenfolge.
Quantor/Quantifikation/jeder/er/Montague/Hintikka: Bsp
(14) wenn er sich anstrengt, wird er glücklich sein
(15) wenn jeder sich anstrengt, wird er glücklich sein.
Problem: im Englischen hat „wenn“ Vorfahrt in Bezug auf „jeder“ so dass „jeder“ in (15) dem „er“ nicht als Pronomen vorausgehen kann („pronominalize“).
II 107
HintikkaVsMontague: wir brauchen also zusätzliche Regeln für die Reihenfolge der Anwendung der Regeln.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Mehrdeutigkeit Montague Hintikka I 106
Quantifikation/Quantoren/Mehrdeutigkeit/any/HintikkaVsMontague: im Großen und Ganzen zeigt die Montague-Semantik, wie Mehrdeutigkeit entsteht durch das Zusammenspiel von Quantoren und intensionalen Ausdrücken. Bsp (12) Eine Frau liebt jeden Mann
(13) John sucht einen Hund.
HintikkaVsMontague: erklärt nur, warum gewissen Ausdrücke mehrdeutig sein können, aber nicht, welche es tatsächlich sind. Er sagt im allgemeinen zu viele Mehrdeutigkeiten voraus. Denn er geht nicht auf die grammatischen Prinzipien ein, die oft Mehrdeutigkeiten mit Quantoren auflösen.
Reichweite/Hintikka: bestimmt die logische Reihenfolge.
Quantor/Quantifikation/jeder/er/Montague/Hintikka: Bsp
(14) wenn er sich anstrengt, wird er glücklich sein
(15) wenn jeder sich anstrengt, wird er glücklich sein.
Problem: im Englischen hat „wenn“ Vorfahrt in Bezug auf „jeder“ so dass „jeder“ in (15) dem „er“ nicht als Pronomen vorausgehen kann („pronominalize“).
I 107
HintikkaVsMontague: wir brauchen also zusätzliche Regeln für die Reihenfolge der Anwendung der Regeln.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Mereologie Norvig Norvig I 470
Mereologie/Programmierung/Wissensrepräsentation/Norvig/Russell: [in diesem Buch] wird die Proposition angenommen, in welcher Substanzen Objektkategorien sind;[sie] wurde von Richard Montague (1973)(1) verteidigt. Sie wurde auch im Rahmen des CYC-Projekts übernommen. VsMontague: Copeland (1993)(2) führt einen schwerwiegenden, aber nicht unüberwindbaren Angriff durch.
Mereologie: Der im Kapitel erwähnte alternative Ansatz, bei dem Butter ein Objekt ist, das aus allen butterigen Objekten des Universums besteht, wurde ursprünglich vom polnischen Logiker Lesniewski (1916)(3) vorgeschlagen. Seine Mereologie (der Name leitet sich vom griechischen Wort für "Teil" ab) nutzte die Teil-Ganzes-Beziehung als Ersatz für die mathematische Mengenlehre, mit dem Ziel, abstrakte Entitäten wie Mengen zu eliminieren. Eine besser lesbare Darstellung dieser Ideen wird von Leonard und Goodman (1940(4) gegeben, und Goodmans The Structure of Appearance (1977)(5) wendet die Ideen auf verschiedene Probleme der Wissensrepräsentation an.
Trotzdem einige Aspekte des mereologischen Ansatzes umständlich sind - zum Beispiel die Notwendigkeit eines separaten Vererbungsmechanismus, der auf Teil-Ganzes-Beziehungen basiert - erhielt der Ansatz die Unterstützung von Quine (1960)(6). Harry Bunt (1985)(7) hat eine umfassende Analyse seiner Verwendung in der Wissensrepräsentation vorgelegt. Casati und Varzi (1999)(8) behandeln Teile, Ganzes und die räumlichen Standorte.



1. Montague, R. (1970). English as a formal language. In Linguaggi nella Societ`a e nella Tecnica, pp. 189-224. Edizioni di Comunit`a.
2. Copeland, J. (1993). Artificial Intelligence: A Philosophical Introduction. Blackwell.
3. Lesniewski, S. (1916). Podstawy og´olnej teorii mnogo´sci. Moscow
4. Leonard, H. S. and Goodman, N. (1940). The calculus of individuals and its uses. JSL, 5(2), 45–55.
5. Goodman, N. (1977). The Structure of Appearance (3rd edition). D. Reidel
6. Quine, W. V. (1960). Word and Object. MIT Press.
7. Bunt, H. C. (1985). The formal representation of (quasi-) continuous concepts. In Hobbs, J. R. and
Moore, R. C. (Eds.), Formal Theories of the Commonsense World, chap. 2, pp. 37–70. Ablex.
8. Casati, R. and Varzi, A. (1999). Parts and places: the structures of spatial representation. MIT Press

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Mereologie Russell Norvig I 470
Mereologie/Programmierung/Wissensrepräsentation/Norvig/Russell: [in diesem Buch] wird die Proposition angenommen, in welcher Substanzen Objektkategorien sind;[sie] wurde von Richard Montague (1973)(1) verteidigt. Sie wurde auch im Rahmen des CYC-Projekts übernommen. VsMontague: Copeland (1993)(2) führt einen schwerwiegenden, aber nicht unüberwindbaren Angriff durch.
Mereologie: Der im Kapitel erwähnte alternative Ansatz, bei dem Butter ein Objekt ist, das aus allen butterigen Objekten des Universums besteht, wurde ursprünglich vom polnischen Logiker Lesniewski (1916)(3) vorgeschlagen. Seine Mereologie (der Name leitet sich vom griechischen Wort für "Teil" ab) nutzte die Teil-Ganzes-Beziehung als Ersatz für die mathematische Mengenlehre, mit dem Ziel, abstrakte Entitäten wie Mengen zu eliminieren. Eine besser lesbare Darstellung dieser Ideen wird von Leonard und Goodman (1940(4) gegeben, und Goodmans The Structure of Appearance (1977)(5) wendet die Ideen auf verschiedene Probleme der Wissensrepräsentation an.
Trotzdem einige Aspekte des mereologischen Ansatzes umständlich sind - zum Beispiel die Notwendigkeit eines separaten Vererbungsmechanismus, der auf Teil-Ganzes-Beziehungen basiert - erhielt der Ansatz die Unterstützung von Quine (1960)(6). Harry Bunt (1985)(7) hat eine umfassende Analyse seiner Verwendung in der Wissensrepräsentation vorgelegt. Casati und Varzi (1999)(8) behandeln Teile, Ganzes und die räumlichen Standorte.


1. Montague, R. (1970). English as a formal language. In Linguaggi nella Societ`a e nella Tecnica, pp. 189-224. Edizioni di Comunit`a.
2. Copeland, J. (1993). Artificial Intelligence: A Philosophical Introduction. Blackwell.
3. Lesniewski, S. (1916). Podstawy og´olnej teorii mnogo´sci. Moscow
4. Leonard, H. S. and Goodman, N. (1940). The calculus of individuals and its uses. JSL, 5(2), 45–55.
5. Goodman, N. (1977). The Structure of Appearance (3rd edition). D. Reidel
6. Quine, W. V. (1960). Word and Object. MIT Press.
7. Bunt, H. C. (1985). The formal representation of (quasi-) continuous concepts. In Hobbs, J. R. and
Moore, R. C. (Eds.), Formal Theories of the Commonsense World, chap. 2, pp. 37–70. Ablex.
8. Casati, R. and Varzi, A. (1999). Parts and places: the structures of spatial representation. MIT Press

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Modaloperatoren Cresswell II 148
Modaloperator/MO/Montague/Cresswell: (Montague 1974(1), 286-302): Beweis, dass MO keine Prädikate von Sätzen sind. (Auch Anderson 1983) - SkyrmsVsMontague: (1978)(3): bestreitet die Wichtigkeit dieses Ergebnisses. Es gäbe sicher einen Sinn, in dem Modaloperatoren eine metasprachliche Semantik gegeben werden könnte.

1.Formal Philosophy: Selected Papers of Richard Montague / ed. and with an introd. by Richmond H. Thomason. New Haven: Yale Univ. Press. 1974

3. B Skyrms An immaculate conception of modality or how to confuse use and mention- The Journal of Philosophy, 1978 - JSTOR

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Modaloperatoren Montague Cresswell II 148
Modaloperator/MO/Montague/Cresswell: (Montague 1974, 286-302): Beweis, dass Modaloperatoren keine Prädikate von Sätzen sind. (Auch Anderson 1983). SkyrmsVsMontague: (1978): bestreitet die Wichtigkeit dieses Ergebnisses. Es gäbe sicher einen Sinn, indem Modaloperatoren eine metasprachliche Semantik gegeben werden könnte.
VsSkyrms/Cresswell: dafür zahlt er den Preis einer sehr strengen Typenhierarchie.


Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Montague-Semantik Hintikka II 12
Montague/Hintikka: ihm ging es vor allem um einen Rahmen für allgemeine Bedeutungsanalyse. Mögliche Welt/Hintikka: Montague würde alle linguistisch (semantisch, analytisch) möglichen Welten brauchen. Aber es würde stärkere Argumente brauchen als die, die Montague zur Verfügung hatte, um diese so zu beschränken, dass diese weniger wären, als die logisch möglichen Welten.
Das macht seinen Gebrauch von Nicht-Standard-Semantik im späteren Werk noch rätselhafter.
II 97
Quantor/Quantoren/natürliche Sprache/HintikkaVsMontague: seine Theorie ist nicht angemessen wegen seiner Behandlung der Quantoren. Terminologie: „PTQ“: Montague: „The proper Treatment of Quantification in Ordinary English“.
Montague: Thesen:
(i). Bedeutungen (meaning entities) sind Funktionen von MöWe auf Extensionen.
(ii). semantische Objekte ((s) Wörter) sind mit bedeutungsvollen Ausdrücken durch Regeln verbunden, die eins-zu-eins den syntaktischen Regeln entsprechen, durch die die Ausdrücke zusammengesetzt werden. D.h. die semantischen Regeln funktionieren von innen nach außen.
(iii) Quantoren: Bsp „ein Mädchen“, Bsp „jeder Mann“
II 98
verhalten sich semantisch wie singuläre Termini. D.h. Bsp „John ist glücklich“ und „Jeder Mann ist glücklich“ sind auf ein und derselben Stufe. Hintikka: ad (i) liegt der Semantik möglicher Welten zugrunde. (Es ist eine Verallgemeinerung von Carnaps Ansatz).
ad (ii) ist eine Form des Frege-Prinzips (Kompositionalitätsprinzip).
ad (iii) ist von Russell in Principia Mathematica vorweggenommen worden.
Individuenbereich/Mögliche Welten/Montague/Hintikka: These: Montague nimmt einen konstanten Individuenbereich an.
HintikkaVsMontague: gerade das führt zu Problemen. Insbesondere in Glaubenskontexten.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Nichtexistenz Hintikka II 37
Nichtexistente Objekte/unverwirklichte Möglichkeiten/HintikkaVsQuine/Hintikka: These: es gibt nichtexistente Objekte, und zwar in der aktualen Welt. (>Possibilia/Hintikka). HintikkaVsQuine: die Philosophen, die sie ablehnen, haben zu stark in syntaktischen Bahnen gedacht.
Hintikka. These: man muss die Frage eher semantisch (modelltheoretisch) beantworten.
Fiktion/Ryle: Test: gilt die Paraphrase?
Terence ParsonsVsRyle: Ryles Test schlägt fehl in Fällen wie Bsp „Mr. Pickwick ist eine Fiktion“.
HintikkaVsParsons: die Relevanz des Kriteriums ist überhaupt fraglich.
II 38
Ontologie/Sprache/sprachlich/HintikkaVsRyle: wie sollten linguistische Fragen wie Paraphrasierbarkeit über ontologischen Status entscheiden? Lösung/Hintikka: für die Frage ob es nichtexistente Objekte gibt: Modelltheorie.
Bsp Puccinis Tosca: her geht es darum, ob die Soldaten Kugeln in ihren Gewehrläufen haben.
Pointe: selbst wenn sie welche haben, wären es nur fiktive!
Modelltheorie/Hintikka: liefert eine ernstzunehmende Antwort. ((s) „wahr im Modell“ heißt, in der Geschichte ist es wahr, dass die Kugeln da sind).
HintikkaVsParsons: man sollte nicht zu stark syntaktisch argumentieren, d.h. nicht bloß fragen, welche Schlussfolgerungen gezogen werden dürfen und welche nicht.
Akzeptanz/Akzeptierbarkeit/Inferenzen/Hintikka: fragen nach der Akzeptierbarkeit von Inferenzen und von Sprache und Intuitionen sind syntaktisch.
Singuläre Termini/ontologische Verpflichtung/Existenz/Parsons: Parsons spricht davon, dass der Gebrauch von singulären Termini uns zu einer existentiellen Generalisierung verpflichtet. Und damit auf eine Referenten. D.h. es ist eine Verpflichtung zu einer Inferenz.
HintikkaVsParsons.
II 39
Nichtexistente Objekte/Substanz/Welt/Tractatus/Hintikka: der Grund, warum Wittgenstein seine „Objekte“ als Substanz der Welt, ((s) die nicht vermehrt oder vermindert werden kann) postulierte ist, dass ihre Existenz nicht ausgedrückt werden kann.
II 40/41
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt. Mögliche Welten/Leibniz/Duns Scotus/Hintikka: solche Erwägungen führten Leibniz und vor ihm Duns Scotus dazu, die ungeordnete Menge nichtexistenter Individuen auf abgeteilte Welten zu verteilen.
Gesamtheit: aller nichtexistenter Objekte: ist ein nicht-wohlgeformte Gesamtheit.

Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der aktualen Welt.
bona fide-Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren Welten existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Welten dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
II 103
Nichtexistenz/nicht wohldefiniert/HintikkaVsMontague: die Montague-Semantik lässt es nicht zu, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz sinnlos sein könnte, weil ein Individuum in einer Welt nicht wohldefiniert ist. ((s) Weil bei Montague der Individuenbereich als konstant angenommen wird). Individuenbereich/Lösung/Hintikka: wir müssen zulassen, dass der Individuenbereich nicht konstant ist. Aber Problem:
Quantifikation/Glaubenskontext/Existenz/Wahrheit/Hintikka: im folgenden Beispiel müssen wir Existenz voraussetzen, damit der Satz wahr sein kann:
(11) John sucht ein Einhorn und Mary sucht es auch. ((s) Dasselbe Einhorn).
((s) Nummerierung sic, danach mit (8) weiter)
Reichweite/Quantor/Hintikka: in der einzig natürlichen Lesart von (11) muss man annehmen, dass die Reichweite des impliziten Quantors so ist, dass „ein Einhorn“ eine weitere Reichweite hat als „sucht“.
((s) d.h. dass beide dasselbe Einhorn suchen. Problem: wie kann man wissen, ob beide Subjekte an dasselbe Individuum glauben?)

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Nichtexistenz Montague Hintikka I 103
Nichtexistenz/nicht wohldefiniert/HintikkaVsMontague: die Montague-Semantik lässt es nicht zu, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz sinnlos sein könnte, weil ein Individuum in einer Welt nicht wohldefiniert ist. ((s) Weil bei Montague der Individuenbereich als konstant angenommen wird). Individuenbereich/Lösung/Hintikka: wir müssen zulassen, dass der Individuenbereich nicht konstant ist. Aber Problem:
Quantifikation/Glaubenskontext/Existenz/Wahrheit/Hintikka: im folgenden Beispiel müssen wir Existenz voraussetzen, damit der Satz wahr sein kann:
(11) John sucht ein Einhorn und Mary sucht es auch. ((s) Dasselbe Einhorn).
Reichweite/Quantor/Hintikka: in der einzig natürlichen Lesart von (11) muss man annehmen, dass die Reichweite des impliziten Quantors so ist, dass „ein Einhorn“ eine weitere Reichweite hat als „sucht“.
((s) d.h. dass beide dasselbe Einhorn suchen. Problem: wie kann man wissen, ob beide Subjekte an dasselbe Individuum glauben?).
I 103
Existenz/W-Frage/Einhorn/Hintikka: dennoch zeigt das Beispiel (11), dass die Lesart uns nicht dazu verpflichten sollte, die Existenz von Einhörnern anzunehmen. Nichtexistenz/epistemischer Kontext/intensional/Glauben/Hintikka: es ist offensichtlich möglich, dass zwei Leute dasselbe Ding suchen können, auch wenn es nicht existiert.
Lösung: wir erlauben, dass wohldefinierte Individuen in einigen Welten nicht existieren. Dazu ist nur eine leichte Modifikation notwendig.
Problem: bei etwas komplexeren Sätzen kommen alle Probleme wider:
I 104
Bsp John weiß nicht, ob Einhörner existieren, dennoch sucht er ein Einhorn, weil Mary es sucht.
Problem: hier muss John in der Lage sein, ein spezielles Einhorn wiederzuerkennen. (denn sonst wäre der Satz, der „es“ gebraucht, nicht wahr) obwohl er die mögliche Nichtexistenz erwägt.
Weltlinie/Hintikka: um die Montague-Semantik zu erweitern, müssen wir also mehr oder weniger unnatürliche Weltlinien zulassen.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Proposition Thomason, R. Cresswell I 100
Proposition/Thomason: Propositionen haben mindestens so viel Struktur wie die Sätze, die sie ausdrücken. Er nimmt Propositionen als einfache Grundbegriffe, die die Bedeutungen von Sätzen sind um Dinge anderer Kategorien funktional zu analysieren. (Cresswell 1966 dito). Proposition/Montague: (1974, Kapitel 10) dito, VsQuotationale Theorie.
Cresswell: es gibt Argumente VsThomason, VsMontague, meine Argumente Vsquotationale Theorie haben mit seinen nichts zu tun.
Proposition/CresswellVsThomason: wenn sie sui generis ist, müssen wir erklären, was sie wahr macht ((s) im Gegensatz zu dem, was den entsprechenden Satz wahr macht).
Lösung: Semantik möglicher Welten, die Mengen von möglichen Welten zuschreibt bzw. extensionale Interpretation, die Wahrheitswerte direkt der Satz-Bedeutung (=Proposition) zuschreibt.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984