Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 17 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Allgemeinheit Stroud
 
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I 206
Allgemeines/Besonderes/Skeptizismus/Verifikationismus/Verallgemeinerung/innen/außen/Stroud: Descartes: bei ihm ist das Besondere repräsentativ und kann daher verallgemeinert werden. - VerifikationismusVsVerallgemeinerung: hält sie für verdächtig: nicht Aussagen des Systems auf das Systems selbst anwenden. StroudVsCarnap: das Problem innen/außen ist nicht dasselbe wie das des Allgemeinen und Besonderen.
StroudVsCarnap: der Satz, dass Descartes nicht weiß, ob er am Kamin sitzt ist gar nicht sinnlos, nur in Verbindung mit der skeptischen Vermutung, dass er nicht verifizierbar ist.
Problem: der Verifikationismus käme leicht in die Situation annehmen zu müssen, dass dann unsere ganze Alltagssprache sinnlos ist.
I 264
Allgemeinheit/Wissen/Stroud: es gibt sehr wohl allgemeine Aussagen über Wissen: Bsp dass jemand etwas über Sizilien des 4. Jahrhundert weiß. - Bsp dass niemand die Ursachen von Krebs kennt. - VsMoore: dass er keine allgemeine Aussage über Wissen zustande bringt, liegt aber nicht an fehlender Allgemeinheit.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Analyse Moore
 
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Avramides I 20
Analyse/Moore: zwei Arten der Analyse: 1. Verwirrung über einen Begriff beseitigen - 2. Unsere Gedanken klarer machen. Broad: pro 1. (> Quine, Word and Object) - Moore pro 2.
WisdomVsMoore: neue Ebene des Begriffs - (Asymmetrie: Bsp Analyse von Nationen deckt etwas über Individuen auf)).
MooreVsWisdom: wir müssen auf gleicher Ebene bleiben! (Symmetrie). - ad 1/Avramides: Verstehen eines Begriffs durch andere Begriffe - ad 2: Ort eines Begriffs im Netzwerk. - Das sind zwei Interpretationen desselben Bikonditionals.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Determinismus Pauen
 
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V 274
Determinismus/Van Inwagen/Pauen: das Prinzip der kausalen Geschlossenheit bezieht sich darauf, dass nur physikalische Erklärungen herangezogen werden dürfen - es geht nicht um Notwendigkeit bestimmter Kausalketten - nur Forderung: dass es zu jeder höherstufig beschreibbaren Veränderung eine physikalisch beschreibbare Veränderung gibt - These: aus einer vollständigen Beschreibung lassen sich spätere Zustände ableiten - Pauen: der Determinismus ist mehr als umstritten.
V 275
Determinismus/Handlungsfreiheit/Moore: der Determinismus berechtigt uns nicht zu der Feststellung, dass nichts anderes hätte geschehen können - Mehrdeutigkeit von "können": a) mögliche Handlungen
b) physikalische Unmöglichkeit.
Moore: im Sinne von a): ist es möglich zu sagen "ich hätte mich anders entscheiden können".("Konditionalanalyse").
VsMoore: Bsp psychischer Zwang würde von ihm fälschlich als "frei" bezeichnet.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Ethik Brentano
 
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Chisholm II = Peter Koller Ethik bei Chisholm in Philosophische Ausätze zu Ehren Roderick M. Chisholm Marian David/ Leopold Stubenberg (Hg), Amsterdam 1986

Chisholm II 276
Ethik/Brentano/Moore/Koller: Brentano und Moore konvergieren in erstaunlicher Weise.
II 277
Ethik/Brentano/Moore: Endzweck richtigen Handelns: "das Beste, was man tun kann":
II 279
die größtmögliche Summe des Guten, das (sic) sich erreichen läßt. (Lager) VsMoore/VsBrentano: das setzt nicht nur voraus, dass wir schon wissen, was das Gute ist, sondern auch das wir unter dem erreichbaren Guten jeweils das Beste erkennen können.
Also dass es etwas geben, das intrinsisch und erkennbar gut ist.
Brentano/Moore: behaupten deshalb, es gebe eine direkte unmittelbare Erkenntnis des in sich Guten. Unmittelbare Evidenz.
Gut/Ethik/Wert/Brentano/Moore: das Gute ist das, was man begehren sollte und richtigerweise für gut halten sollte!
Brentano: was es wert ist, es mit einer als richtig charakterisierten Liebe um seiner selbst willen zu lieben.
II 280
Bsp (Brentano): Lust, klare Einsicht, Wissen, Freude (wenn es nicht Freude am Schlechten ist), Richtigkeit unseres Urteilens und unserer Gemütstätigkeit, (unseres Liebens, Hassens und Wollens). Brentano: Prinzip der Summierung (des Guten:
1. Etwas Gutes ist besser als etwas Schlechtes
2. die Existenz des guten ist besser als seine Nichtexistenz
3. ein größeres Gutes ist besser als eine kleineres.
II 280
Ethik/Wert/Gut/Moore: Frage: welche Dinge sind in Isolierung, für sich allein für gut zu erachten? Das erfordert auch die Feststellung von Wertgraden.
II 281
Methode der Isolierung. Daher hat Lust, für sich allein genommen für Moore keinen großen Wert. Erst zusammen mit dem Erleben schöner Dinge hat sie eine wertstiftende Kraft. Das führt zum
Prinzip der organischen Einheiten: viele Dinge nehmen ganz verschiedene Eigenschaften an, abhängig vom Zusammenhang. (MooreVsBrentano). ((s) "synkategorematische" Werte. )
MooreVsBrentano: da der innere Wert durch Verbindung mehrerer einfacher Eigenschaften gekennzeichnet ist, kann er nicht einfach der Summe seiner Teile entsprechen.
Bsp wenn sich niemand eines schönen Gegenstands bewusst ist, hat er keinen Wert.
II 282
Methode der Isolierung/Moore: dass nun wiederum angewendet werden, um den Wert solcher organischer Einheiten zu erkennen. These alle Dinge, die wirklichen Wert haben, sind komplexe organische Einheiten.
Bsp die Freuden des menschlichen Umgangs, Genießen schöner Dinge.
Bsp Schlechtes: Genießen hässlicher Dinge, Grausamkeit, Hass auf das Gute usw.
Ausnahme: Schmerzen: sind schon ohne jegliche Verbindung mit anderem ein Übel.
gemischte Tugenden/Moore: als Ganzheiten eindeutig gut, enthalten jedoch etwas Schlechtes: Bsp Mut, Mitleid, (Hass auf Schlechtes) Erkenntnis schlechter oder hässlicher Dinge.
II 283
Handeln/Ethik/Brentano/Moore: das ist als Basis ausreichend, um die Frage: welches Handeln ist das Richtige? zu beantworten. Von mehreren Handlungsmöglichkeiten ist stets nur dasjenige richtig, das entweder mehr oder zumindest nicht weniger Gutes in der Welt zustande bringt. Dabei ist es gleichgültig, ob dieses Gute dem Handelnden selbst zugute kommt, oder anderen.
Eine Handlung ist also richtig, wenn sie richtige Folgen hat.
Kriterium/Ethik/Moore/Brentano: der Zweck, möglichst viel Gutes in der Welt zu leisten ist dann das Kriterium für richtiges Handeln.
Bewertung: Problem: unsere Kenntnis sind diesbezüglich immer lückenhaft.
II 284
Moore/Brentano: daher kann die Ethik keine allgemeingültigen Vorschriften liefern. Wir haben "Regeln von mittlerer Allgemeinheit". Diese gelten dann in der Mehrzahl der Fälle. Ethik/Werte/Ontologie/intrinsche Eigenschaften/Moore/Brentano/Koller: ontologische Frage: welches sind denn nun eigentlich die Gegenstände der intrinsischen Wertbegriffe, auf welche Dinge lassen sich die Begriffe des intrinsisch Guten und Schlechten überhaupt anwenden? Welche logische Struktur haben diese Begriffe, kann man die Methode der Isolierung immer anwenden?
II 287
KollerVsBrentano/KollerVsMoore: die Fragen nach der erkenntnistheoretischen Rechtfertigung intrinsischer Werturteile und die Frage nach der Eignung derselben für ein tragfähiges Fundament der Ethik sind gerade die Fragen, die den Ansatz von Brentano und Moore zweifelhaft erscheinen lassen.

Brent I
F. Brentano
Psychology from An Empirical Standpoint (Routledge Classics) London 2014

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Gut/Das Gute Moore
 
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Stegmüller IV 181
Argument der offenen Frage/gut/Definition/Moore: Angenommen jemand behaupte, "gut" könne man definieren als "der Lebensfreude förderlich". Dann könnten wir trotzdem immer noch die Frage verstehen: "zugegeben, es fördert die Lebensfreude, aber ist es auch gut?".
Fazit: "gut" muss eine einfache, nichtanalysierbare, nichtnatürliche Qualität bedeuten.
StegmüllerVsMoore: das kann sich nur auf das sittliche Gutsein beziehen.
IV 182
Wir könnten immer noch vermuten, dass es in moralischen und nichtmoralischen Kontexten einen gemeinsamen Bedeutungskern gibt.
IV 186
"Gut"/Moore/offene Frage/Mackie/Stegmüller: die Lösung von Moores Problem: diejenigen Erfordernisse, in Bezug wir fragen ob x gut ist, sind nicht identisch mit denen, für die wir bereits zugestanden haben, dass x ihnen genügt. Vs: manche meinen, nur die Annahme objektiver Werte könne dem Argument der offenen Frage widerstehen. Nur vom Standpunkt der "Gesamtwirklichkeit" seien alle Erfordernisse berücksichtigt.
MackieVs: es ist eine trügerische Hoffnung, dass es etwas gäbe, das allen denkbaren Arten von Erfordernissen genügen könnte.
Gut/Das Gute Putnam
 
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V 273
Non-Kognitivismus/Moore These: "gut" völlig außerhalb der Naturwissenschaften Bsp "gut" kann nicht = "trägt zur Nutzenmaximierung bei" sein, denn dann wäre es nicht nur falsch zu sagen "es ist gut, trägt aber nicht zur Maximierung bei", sondern selbstwidersprüchlich, und das soll ausgeschlossen sein. Eigenschaft/Begriff/PutnamVsMoore: Verwechslung von Eigenschaft und Begriff: daraus, dass zwei Begriffe verschieden sind, folgt nicht, dass Gut-sein nicht dieselbe Eigenschaft ist wie P-sein.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Gut/Das Gute Quine
 
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Willard V. O. Quine
V 77
"gut"/Sprachlernen/QuineVsMoore/QuineVsTradition: zwei Faktoren: Wahrnehmungs-Ähnlichkeit und Lust - Unterscheidung zwischen ästhetisch gut und moralisch gut: ersteres fühlt sich gut an, letzteres kündigt ersteres an. - Moral/Quine: wie Geschmack: Gemeinschaftssache.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Intern/extern Carnap
 
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II 207
Intern/extern/Carnap: intern: innerhalb eines Rahmens: Bsp ein Einhorn ist ein Fabelwesen - extern: Bsp Existenz von Zahlen oder physischen Dingen.
Stroud I 183
Extern/intern/Carnap/Quine/Stroud: Quine: Unterscheidung zwischen "Kategorien-Fragen" und "Teilmengen-Fragen": extern: nur eine Art Variable für alle Dinge - dann geht die Frage "Gibt es so und so?" über den ganzen Bereich (Kategorie) - intern: für jede Art Ding eine Variable: Teilmengen-Frage, wir kommen zur Allgemeinheit, indem wir eine Art Variable über alle Dinge gehen lassen. Stroud: dennoch gleiche Syntax. - Carnap: daher verschiedene Sprachen.
I 184
Dingsprache: hier sind Existenzfragen möglich.
I 185
Praktische Frage/Carnap: hier besteht die Lösung in einer Handlung. ((s) >Dummett: Manifestation) - Pointe: Carnap: Existenzfragen müssen als praktischen Fragen behandelt werden - Wahl der Frage ist eine praktische Frage (der Konvention). - Problem: CarnapVsMoore: Die Art der Wahl kann nicht intern beantwortet werden - Dingsprache: ist effizient, zeigt aber keine Realität der Welt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Moores Hände Carnap
 
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Stroud I 180
VerifikationismusVsMoore/Carnap/Moores Hände/Stroud: der Verifikationismus geht viel tiefer als Moore, weil er die Notwendigkeit einer Begründung in einer positiven Philosophie anerkennt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Moores Hände Stroud
 
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I 83
Moores Hände/Existenzbeweis/Stroud: Moore hat Kant falsch verstanden, dass er die Existenz unserer Außenwelt bezweifelte. - ((s) nur unser Wissen von ihr.) StroudVsMoore: das geht nur als Antwort auf eine bestimmter Frage - VsMoore: falscher Beweis: Irrtum, dass die Prämissen als wahr bekannt seien! - (Er ist nicht falsch, wenn er nicht VsSkeptizismus ist). - MalcolmVsMoore: bleibt Antwort auf Skeptizismus schuldig - sagt nicht, was an seinem Zweifel falsch ist - statt Händen könnte er nicht "den Baum da" nehmen und durch klare Sicht auf ihn beweisen - (aber genau das scheint er zu tun).
I 89
AmbroseVsMoore: nicht hinreichend als direkt empirische Position.
I 90
Malcolm: Moore argumentiert sprachlich - I 92 AmbroseVsMoore: dieser meint, der besondere Fall der Hände unterscheide sich von anderen Dingen der Außenwelt - das tun sie aber nicht.
I 93
Wittgenstein: wenn dir der Beweis der Hände gelingt, schenken wir dir den Rest - I 94 Moore selbst: hielt seinen Beweis nicht für linguistisch sondern empirisch.
I 99
Moores Hände/Skeptizismus/Stroud: der Skeptizismus bringt nichts vor, das Moore als falsch beweist - das ist die Wichtigkeit von Moores Beweis - es muss einen allgemeinen Satz geben, dass es keine äußeren Dinge gäbe, den Moore widerlegt - dann wäre der Skeptizismus noch viel komplexer und schwieriger.
I 114
Moores Hände/Skeptizismus/Stroud: "Ich weiß. dass hier eine Hand ist": man kann nicht leugnen, dass es Fragen gibt, auf die das eine Antwort ist. - VsMalcolm: Moore weiß auch, was er tut - er beantwortet nur nicht den Skeptizismus. - Einen Mangel in Moores Beweis gibt es nur, wenn es einen allgemeine Frage über Wissen gibt, dies es Moore unmöglich macht, zu antworten. Außenwelt/Stroud: anders als Skeptizismus: hier hat Moore die Existenz äußerer Dinge gezeigt (wie wir auch wissen).
I 115
Stroud: bei der Fragen nach der Existenz der Außenwelt wird kein bestimmtes philosophisches Problem beantwortet! - Bsp direkte Frage: gab es vor Christi Geburt Äpfel auf Sizilien? - dann haben wir eine Idee, wie wir es herausfinden (Historiker fragen). - Skeptizismus: das geht aber nicht, wenn man überhaupt nichts über die Welt weiß - ((s) Wissen/(s): wenn Wissensfragen beantwortet werden, ist Existenz schon impliziert.)
I 117/18
Skeptizismus/Stroud: kann nur aus der "distanzierten Position" (externes Wissen, philosophisch, nicht fachwissenschaftlich) widerlegt werden - dann kann ich mich nicht auf bestimmte Dinge wie Hände berufen. - Externes Wissen/Stroud: ist nicht eine allgemeinere Form von Wissen - (das zu glauben war Moores Fehler) - die philosophische Frage kann gar nicht durch eine gewöhnliche Form von Wörtern ausgedrückt werden! - pro Moore: gerade seine Weigerung, die externe Position einzunehmen zeigt die Wichtigkeit seiner Bemerkungen. Skeptizismus/Stroud: fragt nicht nur, was gewusst wird, sondern wie es gewusst wird. StroudVsMoore: sein Beweis ist nicht empirisch.
I 124
Allgemeines/Besonderes/Moores Hände/Skeptizismus/Stroud: an Moores Vorgehen ist nichts falsches (dass er die allgemeinen Fragen der Philosophen mit bestimmten Antworten versieht - wie sonst sollte man allgemeine Fragen beantworten?
I 133
Prämissen/Beweis/Moores Hände/Stroud: es war Moore bewusst, dass er seine Prämissen nicht bewiesen hat - das müssen Prämissen auch nicht - viele Dinge können direkt ohne Beweis gewusst werden.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Moral Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 153
Moral/Physikalismus/Positivismus: pro Moore: moralische Eigenschaften können nicht mit natürlichen Eigenschaften identifiziert werden aber. - VsMoore: daraus folgt nicht, dass es ein Reich von nicht-natürlichen (moralischen) Eigenschaften gäbe.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Notwendigkeit Putnam
 
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Kripke I 141
Notwendigkeit/notwendig/Putnam: "Katzen sind Tiere" ist weniger notwendig als "Junggesellen sind unverheiratet".
Putnam V 72
Metaphysisch notwendig/Kripke: Putnam: es ist "metaphysisch notwendig", dass Wasser H20 ist, doch das wird durch irdische Chemie und irdische Fakten über Sprecherabsichten hinsichtlich Bezugnahme erklärt. - Wenn man eine hypothetische Flüssigkeit beschreibt, die nicht H20 ist und Wasser bloß ähnelt, beschreibt man keine möglichen Welten, in der Wasser nicht H2O ist.
V 274
Metaphysisch notwendig/Wärme/Kripke/Putnam: Mögliche Welten, wo Wärme nicht mit Molekülbewegung korrespondiert, sind möglich - Sprache: aber dann sagen wir, dass dort ein anderer Mechanismus Wärmeempfindung auslöst. Identität/Wärme//Molekülbewegung/Kripke: notwendig, aber nicht a priori - die Aussage ist empirisch, aber notwendig.
Molekülbewegung ist eine wesentliche Eigenschaft der Temperatur - KripkeVsMoore: dann kann die Gleichsetzung von Güte mit Nutzenmaximierung nicht nur kontingent falsch sein!
KripkeVsNon-Kognitivismus: daraus, dass die Wörter nicht synonym sind, kann man nicht folgern, dass die Eigenschaften nicht identisch sind.
V 279
Pro Moore: dieser hatte recht, dass unsere naturwissenschaftlichen Begriffe im Gegensatz zu ethischen eher neutral sind. - VsMoore: doch das heißt nicht, dass das Gute nicht existierte.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Sprache Dummett
 
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I 11 ff
Sprache/Evans: These: Sprache ist durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (auch Frege)
II 448
DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig. (>Dogmas). 1.: Frege, früher Wittgenstein: Sprache als Mittel zur Darstellung oder Wiedergabe der Wirklichkeit: "Die Bedeutung eines Satzes ist seine Wahrheitsbedingung."
2. Später Wittgenstein, Austin, Strawson, Searle: Alltagssprache und Sprechakttheorie: die konstituierenden Regeln der Sprache sind nicht primär eine Repräsentation der Wirklichkeit, sondern ermöglichen Handlungen verschiedenster Art. »der Sinn eines Ausdrucks ist sein Gebrauch.«

McDowell I 152f
Sprache/Dummett: 1. Instrument der Kommunikation 2. Träger von Bedeutung. Keines soll primär sein.
Sprache/McDowellVsDummett: beide sind sekundär. Primär ist Sprache Quelle der Tradition. (McDowell pro Gadamer). Sprache zu erwerben heißt, Geist zu erwerben.

Dum III 81
Sprache/unendlich/Dummett: jede Wissensmenge ist endlich, muss aber ein Verstehen unendlich vieler Sätze ermöglichen.
III 145
Idiolekt/DummettVs: Sprache ist keine Familie ähnlicher Idiolekte, sondern der Sprecher erklärt sich den eingebürgerten Gebrauchsweisen verantwortlich - ohne dass er sie ganz beherrscht.
III 150
Der Begriff des Idiolekts wichtig, um Abweichungen zu erklären, aber Idiolekt ist durch Sprache zu erklären, nicht umgekehrt.
Horwich I 461
Sprache/DavidsonVsDummett: ist kein "Schleier" - sie ist ein Netz inferentieller Relationen. - Nichts, was "menschliche Fähigkeiten übersteigt". - Wie ein Stein, gegen den wir stoßen - und zwar Stein für Stein, Stück für Stück. - ((s) > Erfüllung, nicht wahr machen.) - Das gilt für "das ist gut" wie für "das ist rot". - DavidsonVsMoore/DavidsonVsDummett.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Spracherwerb Quine
 
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Willard V. O. Quine
V 68
Sprachlernen/Quine: der Erfolg hängt davon ab, ob die Ähnlichkeitsmaßstäbe übereinstimmen. - Was haben die Episoden gemeinsam?
V 71
Zustimmung/Lernen/Quine: statt Belohnung: ist allgemeiner. - Es gibt nicht genug Situationen für Belohnung, weil nicht alles ausgesprochen wird. - Sprachlernen: nicht nur durch sprachliche Aussagen, sondern durch nicht-sprachliche Reaktionen. - Auch Tiere. - Zustimmung: führt zum Äußern eigener Sätze - > Gavagai: wenn man bloß wartet, wann die Eltern "Kaninchen" sagen, wird man nicht herausfinden, dass alles was als Kaninchen bezeichnet wird, auch als Tier bezeichnet wird. - Radikale Interpretation: Frage-Antwortspiel ist hier unerlässlich. - Zustimmung muss erfragt werden. - ((s) Belohnung ist anders zu erfragen.)
V 75
1. "rot" vom Kind, "ja" von Mutter - 2. umgekehrt - Verallgemeinerung: durch früher gelernte Ausdrücke - Kriterium für Zustimmung: Bereitschaft, einen Beobachtungssatz von sich aus zu äußern .
V 77
"gut"/Sprachlernen/QuineVsMoore/QuineVsTradition: zwei Faktoren: Wahrnehmungsähnlichkeit und Lust. - Unterscheidung zwischen ästhetisch gut und moralisch gut: ersteres fühlt sich gut an, letzteres kündigt ersteres an. - Moral/Quine: wie Geschmack: Gemeinschaftssache.
V 113
Wahrheit/Sprachlernen/Quine: irgendwie ist eine solche Verbindung von Bedeutung und Wahrheit für das Lernen überhaupt kennzeichnend, unabhängig von den logischen Partikeln - wir lernen den Gebrauch von Aussagesätzen durch das Lernen der Wahrheitsbedingungen (WB) - aber Wahrheitswerte erst spät gelernt.
V 121
Übereinstimmung/Sprachlernen/Quine: im zwanglosen Gespräch - nicht von "verborgenen Bedeutungen". - ((s) "inneren Gegenständen".)
V 147
Mengenlehre/Sprachlernen/Spracherwerb/Quine: Mengenlehre/Sprachlernen/Quine: indem wir uns die substitutionale Quantifikation (sQ) als Simulation der referentiellen Quantifikation (refQ) vorstellen, denken wir uns die allg Term als Simulation von abstrakten sing Term, von Namen von Attributen oder Namen von Klassen. - Klassenname: abstrakter singulärer Term, nicht allgemeiner Term.
VI 89f
Ganzer Satz/holophrastisch/Sprachlernen/Quine: wir brauchen ganze Sätze, um festzulegen, daß Bsp ein gespiegelter Gegenstand gemeint ist - oder die Spiegelung. - ((s) Oder das Spiegeln.)

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Wissen Hume
 
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Stroud I 105f
Wissen/Existenzbeweis/Existenz/Hume/Stroud: zwei Prinzipien: 1. Niemand weiß von der Existenz von etwas, wenn er es nicht direkt wahrgenommen, > Apprehension: ungeordnet) hat oder dass er weiß, dass etwas, was er direkt wahrgenommen hat, ein Zeichen der Existenz dieses Dings ist.
2. Niemand kann wissen, dass ein Ding ein Zeichen von etwas anderem ist, wenn er diese beiden Dinge (Ding und Zeichen) nicht direkt wahrgenommen hat. (> Bekanntschaft)
MooreVsHume: beide Prinzipien sind falsch: Bsp ich weiß, dass dieser Stift existiert. - Nach Hume könnte ich das nicht, also sind sie falsch. - Das ist eine reductio ad absurdum.
StroudVsMoore: Humes Prinzipien sind gültig. - Moore: für ihn geht es darum, was sicherer ist, der Stift oder die Prinzipien. - Skeptizismus/Stroud/(s): ist aber keine Frage von Sicherheit.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
Wissen Kant
 
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Stroud I 130
Wissen/Skeptizismus/KantVsDescartes: wer einen Beweis liest, muss am Ende wissen. - Problem: das geht nur in den Wissenschaften, nicht in der Philosophie. KantVsTradition: behandelt Wissen von Außenwelt immer indirekt oder inferentiell.
Lösung/Kant: unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein von äußeren Dingen ist ein hinreichender Beweis ihrer Realität. - Mit inferentiellem Zugang wäre Skeptizismus unvermeidlich.
Pro Skeptizismus: der Skeptizismus zwingt uns zu zeigen, dass wir unser Wissen wohlerworben haben.
KantVsMoore: zeigt dies nicht.
I 134
Skeptizismus/Kant: ist nur durch einen Beweis des Realismus zu widerlegen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Wissen Wittgenstein
 
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McDowell I 82
Wissen/Zeigen/Messen/Wittgenstein : Bsp Jemand sagt: Ich weiß doch, wie hoch ich bin! und legt sich die Hand auf den Kopf. > Farben: Diese Tönung.
VI 212
Wissen/Gewißheit//WittgensteinVsMoore/Schulte: wenn Zweifel ausgeschlossen sind, ist "Wissen" kein sinnvoller Begriff. - Ich habe einfach Schmerzen, mit Wissen hat das nichts zu tun. - Bsp höchstens nach einem Unfall kann ich mich vergewissern, daß ich zwei Hände habe. - (>Moores Hände) -
Wissen/Wittgenstein/Bezzel: Wissen beruht auf Handeln. (Chris Bezzel Wittgenstein zur Einführung Hamburg, 1988 Seite? Seitenangabe?)

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 30 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsMoore Stroud Vs Ambrose, A.
 
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I 89
Skeptizismus/Ambrose/Malcolm/Stroud: beide denken, dass der Skeptizismus - richtig verstanden – nicht empirisch - durch die Sinne - widerlegt werden kann. Skeptizismus/Ambrose: These: der Skeptizismus kann nicht einmal beschreiben, welche Art Ding einen Beweis für "Es gibt Dinge der Außenwelt" darstellen könnte. Es gibt keine beschreibbaren Umstände, in denen man sagen könnte, dass jemand als das wissend beschrieben werden könnte. Also kann der Satz „Niemand weiß, ob Dinge existieren“ nicht falsifiziert werden (A. S. 402) Der Skeptizismus argumentiert für eine logische Unmöglichkeit des Wissen von der Außenwelt und nicht für eine empirische Tatsache.
Jeder Satz wie "Ich weiß nicht, ob da ein Dollar in meiner Tasche ist"
I 90
ist für den Skeptiker "notwendig wahr".
I 91
MalcolmVsMoore/AmbroseVsMoore/Stroud: sie richten sich gegen das, was Moore zu tun glaubt. Er könnte es auch gar nicht! StroudVsAmbrose/StroudVsMalcolm: wir werden sehen, dass diese beiden Kritiken fehlschlagen, aber dafür müssen wir einen weiten Weg mit Moore zusammen gehen, um zu sehen, wie er seinen Beweis meint und dass er damit sogar das tut was er glaubt, auch wenn er etwas anderes erreicht.
I 92
AmbroseVsMoore: für sie ist Moore nicht in der Position das zu tun was er tun möchte, nämlich einen direkten empirischen Beweis geben zu können. Pointe: Moore möchte auf Dinge zeigen, die sich in ihren Eigenschaften von anderen Dingen unterscheiden“ Aber das kann er gar nicht, weil die einzigen Dinge auf die er zeigen kann und auch zu zeigen beabsichtigt, "externe Dinge" sind, und die haben alle dieselbe Eigenschaft, "extern" zu sein. D.h. er hat gar keinen Kontrast zu anderen Dingen, den er aber haben müsste, um überhaupt etwas über externe Dinge im allgemeinen zu sagen. Er kann nur auf einige externe Dinge im Gegensatz zu anderen externen Dingen zeigen, um Unterschiede zwischen diesen zu zeigen, aber damit kann er keinen Existenzbeweis für externe Dinge im allgemeinen leisten. (Zirkel)
Existenzbeweis/Oberbegriff/allgemeines /Besonderes/Lösung: man kann die Existenz von Münzen beweisen, indem man auf einen Groschen zeigt.
MooreVsAmbrose: (Moore S. 672): besteht darauf, dass sein Beweis empirisch ist, und dass er damit den Satz "Es gibt keine äußeren Dinge" als falsch beweist.
I 93
Bsp so wie wenn man auf einen Groschen zeigt, damit beweisen kann, dass es wenigstens ein äußeres Ding gibt. Moore gibt zu, dass es Unterschiede zwischen den Begriffen "äußeres Ding" und "Münze" gibt, aber nicht in Bezug auf die Möglichkeit, auf Instanzen zu zeigen.
Zeigen/MooreVsMalcolm/MooreVsAmbrose: kann man sicher nur auf äußere Dinge, aber auf innere Objekte kann man die Aufmerksamkeit lenken. Damit hat der Term "äußeres Ding" wohl einen signifikanten Kontrast zu anderen Dingen, die nicht unter diese Klasse fallen: es sind eben Dinge, auf die man zeigen kann.
"äußeres Ding"/Moore: ist wie "Münze" einfach ein allgemeinerer Term. Aber er ist genauso empirisch wie "Münze".
Moore: die einzige Widerlegung könnte in seinen Augen sein, dass man zeigt, dass er nicht bewiesen habe, dass hier eine Hand ist und dort eine andere.
Stroud: dann wäre der einzige Einwand, dass die Prämissen nicht wirklich gewusst werden. Das scheint Wittgenstein in "Über Gewissheit" im Sinn zu haben:
Moores Hände/Wittgenstein: "wenn du weißt, dass hier eine Hand ist, gestehen wir dir den Rest zu". (on certainty, 1969, §1).
MooreVsAmbrose/Stroud: weil Moore seinen Beweis für empirisch hält, geht er über Ambrose’ Einwand hinweg, er mache bloß eine Empfehlung für den Sprachgebrauch.
I 94
Er sieht sich selbst so, dass er mit einer Tatsache - hier ist eine Hand – eine andere beweist: - dass es äußere Dinge gibt. Sprachgebrauch/Existenzbeweis/Sprache/MooreVsAmbrose: ich kann nicht angenommen haben, dass die Tatsache, dass ich eine Hand habe, etwas darüber beweist, wie der Ausdruck "äußere Dinge" gebraucht werden sollte. (Moore, 674)
Genauso wie nichts über der Sprachgebrauch von Bsp "Ich weiß, dass hier drei Druckfehler sind" gezeigt wird, wenn ich zeige, dass es auf dieser Seite drei Druckfehler gibt. Hier geht es um nichts Linguistisches. Nichts darüber, wie Wörter gebraucht werden sollten folgt aus den Prämissen.

MooreVsMalcolm/Stroud: dann muss auch Malcolms Interpretation falsch sein. Dass hier eine Hand ist, beweist überhaupt nichts darüber, wie irgendwelche Ausdrücke gebraucht werden sollten.
MalcolmVsMoore: Malcolm glaubt, dass Moore ihn nicht zurückgewiesen hat und ihm sogar eigentlich zustimmt.
StroudVsMalcolm: das kann aber nicht sein, wenn Moore das tut, was er sagt.
MalcolmVsMoore: weiteres Argument: er kann gar nicht das getan haben, was er tun wollte
Skeptizismus/Sprache/MooreVsAmbrose: der Skeptiker mag denken, er habe a priori Gründe für die Leugnung von äußeren Dingen oder von Wissen darüber.
I 96
Aber selbst dann bedeutet das nicht, dass er nicht empirisch zurückgewiesen werden könnte. Angenommen, jemand behauptet, er habe a priori Gründe dafür, dass es keine Dinge der Außenwelt gibt. Gerade dann kann er durch einfaches empirisches Zeigen solcher Gegenstände widerlegt werden.
Moore/StroudVsMalcolm/StroudVsAmbrose: die Reaktion von Ambrose und Malcolm ist immer noch , dass Moore genau das tut, was er zu tun glaubt.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsMoore Putnam Vs Austin, John L.
 
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Hacking I 179
AustinVsMoore: es gibt doch eine unabhängige Möglichkeit, Tatsachen herauszugreifen: Zeigen. Sodann stellen wir Behauptungen auf, indem wir bezugnehmende Ausdrücke und Namen für Eigenschaften und Relationen verbinden. PutnamVsAustin: muß nun annehmen, daß dieses Vorgehen von Austin durch Löwenheim zum Scheitern gebracht wird, indem es keine Möglichkeit unabhängiger Bezugnahme gibt.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsMoore Stroud Vs Burnyeat, M.
 
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I 123
Skeptizismus/BurnyeatVsMoore: (in Philosophy 1977 S 396f) er kann sich nicht aus der traditionellen epistemischen Position befreien. Er müsste die Sicherheit seiner Beispiele erklären können. Er brauchte ein allgemeines Grundprinzip, das seinen Glauben erklärt. StroudVsBurnyeat: ich sehe nicht, wie eine allgemeine Erklärung und Rechtfertigung
I 124
der Idee, "dass Einzelbeispiele das erste sind, auf das ein Philosoph antworten sollte", Moore von der traditionellen epistemischen Position ausnehmen sollte. Burnyeat: Moore sollte wissen, worauf der Skeptizismus aus ist, und sollte erklären, warum er das nicht erfüllen könne.
Allgemeines/Besonderes/StroudVsBurnyeat: an Moores Vorgehen ist nichts falsches (dass er die allgemeinen Fragen der Philosophen mit bestimmten Antworten versieht. Wie sonst sollte man allgemeine Fragen beantworten?
Moore/Stroud: erklärt nicht, wie die Fragen des Skeptizismus zustande kommen oder warum sie nicht gestellt werden könnten. Er leugnet sie einfach.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsMoore Stroud Vs Cavell, St.
 
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I 260
Skeptizismus/Cavell/Stroud: pro Cavell: er zeigt einen Lösungsweg in der richtigen Allgemeinheit.
I 261
CavellVsSkeptizismus/Stroud: keine Aussage; die der traditionelle Erkenntnistheoretiker hervorbringen kann, ist repräsentativ für unsere epistemische Situation gegenüber der Welt in der Allgemeinheit, die er anstrebt. Das Urteil des Erkenntnistheoretikers oder des Skeptikers ist stets partikulär. Es kann nicht verallgemeinert werden. Stroud: Cavell muss zeigen, dass der Philosoph (Skeptiker, Erkenntnistheoretiker) die Bedeutung jeder partikularen Behauptung falsch konstruieren muss, um seine Verallgemeinerung vorzutäuschen.
StroudVsCavell: ist es denn wahr, dass Bsp Descartes gar keine „konkrete“ Behauptung aufstellt? Die ganz allgemeine Tatsache, dass die verschiedenen Sprachhandlungen (Sprechakte?) wie Behaupten, Fragen usw. alle ihre eigenen Äußerungsbedingungen haben, ist nicht hinreichend, um seinen Cavells Punkt zu begründen. Wir müssen wissen, was die Bedingungen sind, um etwas zu behaupten um zu zeigen, dass sie nicht erfüllt sind in den Fällen, die der Philosoph erwägt. Und es genügt auch nicht nur für Behauptungen, es muss gezeigt werden, dass die Bedingungen für keine Weise etwas zu sagen oder zu denken, die die Zwecke des Philosophen erfüllen könnten,
I 262
hier erfüllt sein könnten. Problem: aber was sind denn „alle“ möglichen Weisen, etwas zu sagen?
Es scheint, dass es nur eine bestimmte (einzelne, partikulare)) Instanz von Wissen geben müsste, die wir alle als Wissen betrachten würden.
Bsp er stellt sich vor (oder findet sich vor in der Situation) am Kamin zu sitzen. Er fragt sich, ob er weiß und wie er weiß, dass er dort sitzt. Selbst wenn er hier keine Behauptung aufstellt, sieht es so aus, als ob er (StroudVsCavell) dennoch fragen könnte, ob er weiß, ob er in dem Augenblick dort sitzt und eine Basis entdeckt für jedes solche Wissen, und dann anschließend die Verlässlichkeit dieser Basis einschätzen kann.
StroudVsCavell: er könnte dann zu dem Schluss kommen, dass er es nicht weiß, obwohl er gar
keine (Wissens-)Behauptung aufgestellt hat! Wenn das richtig ist, scheint er doch keine konkrete Behauptung (Kontext) zu brauchen, um seine Position in dieser Situation zu bewerten.
Stroud: damit beschreibe ich Descartes’ Projekt als Versuch, sein Wissen zu überprüfen.
Stroud: damit will er die Verlässlichkeit von allem überprüfen, das er seit seiner Jugend behauptet hat. Es scheint dann nicht wesentlich, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Behauptung aufstellt oder aufgestellt hat. Ich kann immer noch fragen, wie ich etwas wüsste, wenn ich es wüsste.
I 263
StroudVsCavell: Bsp ich lese einen Kriminalroman, und stelle fest, dass ich – ohne eine Behauptung aufzustellen – vorausgesetzt habe, dass etwas bestimmtes unmöglich wäre. Und dass ich für diese Annahme gar keine verlässliche Basis habe, dass es doch möglich sein könnte, obwohl ich das nie explizit gesagt habe. Ich kann dann nachträglich die Position einschätzen (bewerten) in der ich war, und sie unzulänglich finden. ((s) Nach Cavell wäre das nicht möglich, weil er vorher eine explizite Behauptung verlangt, die den Kontext eindeutig festlegt.) Dennoch:
Stroud pro Cavell: ich glaube er hat recht, dass der traditionelle Erkenntnistheoretiker für jeden konkreten Fall Äußerungsbedingungen braucht, die eine Verallgemeinerung unmöglich machen.
StroudVsCavell: ich möchte nur zeigen, dass man dazu gar nicht zeigen muss, dass gar keine Behauptung aufgestellt wurde.
StroudVsSkeptizismus: wenn es so aussieht, dass er seine Position einschätzen kann, sogar ohne dass eine bestimmte Behauptung aufgestellt wurde, müsste sich die Diagnose darauf konzentrieren zu zeigen, dass jede Einschätzung (Bewertung) seiner Position, die der Philosoph vornimmt, nicht die Bedeutung haben kann, von der er denkt, dass sie sie hat. Das ist der entscheidende Punkt.
I 264
Allgemeinheit: welche allgemeine Schlussfolgerung sucht der skeptische Philosoph und warum kann sie nicht gegeben werden? StroudVsCavell: es ist nicht hinreichend zu sagen, dass er eine allgemeine Folgerung sucht, denn es ist nicht wahr, dass die Untersuchung eines Einzelfalls keine allgemeine Folgerung über menschliches Wissen zulässt: Bsp ich lerne, dass Historiker etwas über Äpfel im Sizilien des 4. Jahrhunderts vor Christus wissen. Das zeigt, dass jemand Wissen über Sizilien hat und das ist eine allgemeine Aussage über menschliches Wissen.
Bsp dass niemand die Ursachen von Krebs kennt, ist ebenfalls eine solche allgemeine Aussage über Wissen.
VsMoore: wenn er keine allgemeine Aussage über menschliches Wissen zustande bringt, wie sie der traditionelle Erkenntnistheoretiker sucht, dann liegt das nicht an einer fehlenden Allgemeinheit! Sie wird in genau denselben allgemeinen Ausdrücken ausgedrückt wie sie der Philosoph gebrauchen würde.
Lösung/Stroud: wir müssen eine Unterscheidung von zwei Gebrauchsweisen derselben Wörter einführen. >Thompson Clarke: "Repräsentativität" (…+…)

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsMoore Moore Vs Descartes, R.
 
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Stroud I 120
Traum/MooreVsDescartes: wenn ich nicht weiß dass ich nicht träume, dann weiß ich auch nicht, dass ich gerade aufstehe. StroudVsMoore: eben diese Konsequenz von Descartes führt gerade zum Skeptizismus. Ich verstehe nicht, wieso Moore sie akzeptiert.
I 121
MooreVsDescartes: das ist aber kein Problem, weil es "beide Richtungen abschneidet". Denn wenn ich weiß, dass ich aufstehe, weiß ich, dass ich nicht träume. Also: weil ich weiß, dass ich nicht träume, weiß ich, dass ich aufstehe! StroudVsMoore: daher glaubt er, dass sein Argument empirisch ist. Ich sehe aber nicht, wie das daraus folgt.
Der Skeptizismus kann natürlich das Gegenteil (Konverse) sagen. ((s) Wenn ich nicht weiß, dass ich nicht träume, weiß ich nicht, dass ob aufstehe oder träume, aufzustehen).
Stroud: das eine Argument ist so gut wie das andere.
Stroud: ist das gerechtfertigt?
Bsp Skeptiker: man weiß nicht, ob man aufsteht – das ist analog zum Argument Bsp DetektivVsAssistent, dass die Liste nicht vollständig ist.
StroudVsMoore: daraus kann man aber kein „Unentschieden“ folgern. Das Argument ist nicht "in beiden Richtungen abgeschnitten". Er kann nicht sagen. Bsp "Weil ich weiß, dass der Butler der Täter war, weiß ich, dass die Liste vollständig ist". Der Assistent hat die Liste nicht geprüft.
StroudVsMoore/(s): Moore beruft sich immer nur auf Dinge auf der Liste.
StroudVsMoore: er müsste aber zeigen, dass er weiß, dass die Liste nicht unvollständig sein kann.
I 122
Er kann nicht einfach das Argument des Skeptikers so umdrehen, wie er das tut. ((s) Weil er eine distanzierte Position (externes Wissen) braucht, die der Skeptizismus einnimmt, nicht indem er etwas bestimmtes behauptet, sondern etwas allgemeines).
Pointe: natürlich kann sich der Detektiv geirrt haben und der Assistent hätte die Liste vollständig gecheckt haben. D.h. in der Behauptung des Detektivs gibt es nichts, das etwas impliziert, das unerfüllbar wäre. ((s) Die Position des Skeptizismus ist also nicht, die Unvollständigkeit der Liste oder eine fehlende Berechtigung der Liste zu zeigen.)
Erklärung: die "Liste" impliziert nicht, dass ein externer Standpunkt unmöglich wäre.).
Skeptizismus/Moore/Stroud: es gibt andere Stellen in seinem Werk, wo er sich auf den Skeptizismus zubewegt (+) er scheint niemals damit zufrieden gewesen zu sein. Er gesteht sogar die „logische Möglichkeit“ zu, dass wenn seine gesamten Sinneseindrücke Traumbilder sein könnten, er nicht wissen würde, dass er nicht schläft.
I 123
Lösung/Moore: Erinnerung an unmittelbar Vorhergehendes. Skeptizismus/StroudVsMoore: er zeigt nicht, dass diese logische Möglichkeit nicht besteht.
VsMoore Moore Vs Hume, D.
 
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I 104
Wissen/Existenzbeweis/Existenz/Hume/Stroud: zwei Prinzipien: 1. Niemand weiß von der Existenz von etwas, wenn er es nicht direkt wahrgenommen (apprehended, >Apprehension: ungeordnet) hat oder dass er weiß, dass etwas, was er direkt wahrgenommen hat, ein Zeichen der Existenz dieses Dings ist.
2. niemand kann wissen, dass ein Ding ein Zeichen von etwas anderem ist, wenn er diese beiden Dinge (Ding und Zeichen) nicht
I 106
direkt wahrgenommen hat. (>Bekanntschaft). Moore: daraus folgt, dass man nicht von materiellen Dingen wissen kann, wenn sie nicht direkt wahrgenommen werden. Dazu brauchen wir Bewusstseinsakte, Sinnesdaten und direkt wahrgenommene Bilder.
StroudVsMoore: ich verstehe nicht, warum er das (MooreVsDescartes) akzeptiert. Ich verstehe auch nicht, wieso er die Konsequenzen der Sinnesdaten-Theorie übersieht.
MooreVsHume: die beiden Prinzipien sind falsch: Bsp ich weiß, dass dieser Stift existiert, aber wenn Humes Prinzipien wahr wären, könnte ich das nicht. Daher sind sie, eins oder beide, falsch.
Moore/Stroud: akzeptiert, dass wenn man von Humes Position ausgeht, dann folgt, dass er nicht weiß, dass da ein Stift ist.
StroudVsMoore: beide Argumente sind gültig. Und sie haben eine gemeinsame Prämisse. Für Moore läuft die Frage, welche Konklusion man akzeptieren sollte darauf hinaus, ob es sicherer ist, dass er weiß, dass dies ein Stift ist oder sicherer, dass Humes Prinzipien wahr sind.
I 107
MooreVsHume: Bsp Stift: ist sogar das stärkste Argument um zu beweisen, dass seine Prinzipien falsch sind.
VsMoore Kant Vs Idealismus
 
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Stroud I 130
Def problematischer Idealismus/Kant/Stroud: These: dass die von uns unabhängige Welt unwissbar sei. Oder dass sie zweifelhaft sei oder nicht zu verlässlich wie andere Dinge, die wir wissen. Das lässt alles problematisch. (B 274) KantVsIdealismus: missdeutet unsere aktuale Situation in der Welt.

Stroud I 142
Wissen/KantVsMoore: das Wissen des alltäglichen Lebens muss "wohlerworben" gezeigt werden. Aber das ist eine philosophische Aufgabe, nicht Bsp das Problem ob man einem Zeugen vor Gericht glauben darf oder dem Wissenschaftler. "Skandal"/Kant/Stroud: impliziert nicht, dass der Wissenschaftler oder der Mensch im täglichen Leben die Welt nur aufgrund von Glauben annimmt.
Leben/Alltag/Wissen/Kant: hier muss das Wissen nicht bewiesen werden. Es ist vollständig und unproblematisch.
Wissen/Verstehen/KantVsIdealismus: um unser Wissen aber zu verstehen, muss der Idealismus abgelehnt werden.
Wissen/Wie-ist’s-möglich-Frage/WIMF/Kant: wenn wir überlegen, "Wie ist’s möglich?", gleiten wir schnell in den Idealismus ab.
I 143
KantVsSkeptizismus: dieser gerät aber in einen Zwangslage, wenn er allgemein erklären soll, wie unser Wissen von der Welt möglich ist.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsMoore Stegmüller Vs Intuitionismus
 
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Stegmüller IV 187
Metaethischer Fehlschluss/Intuitionismus der Ethik/Stegmüller: andere Art von m. F.: beim Intuitionismus: eine echte moralisch Erkenntnis könne es nicht geben ohne ein entsprechendes Erkenntnisobjekt. StegmüllerVsMoore/VsIntuitionismus: das beruht auf der falschen Prämisse, dass "gut" im moralischen Sinne eine "nichtnatürliche" und nicht analysierbare Eigenschaft bezeichne.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsMoore Moore Vs Korrespondenztheorie
 
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Hacking I 179
MooreVsKorrespondenztheorie: eine wesentliche Bedingung der Theorie ist, daß ein wahrer Satz von der Wirklichkeit, im Verhältnis zu der seine Wahrheit bestehen soll, immer dann in spezifischer Weise abweicht, wenn die Realität nicht selbst wieder ein Satz ist. Es ist die Unmöglichkeit , einen solchen spezifischen Unterschied zwischen einer wahren Aussage und der vermeintlich mit ihr übereinstimmenden Wirklichkeit ausfindig zu machen, welche die Theorie widerlegt.

Horwich I 45
Korrespondenztheorie/CartwrightVsMoore: Problem: dann gibt es auch eine Eigenschaft des Übereinstimmens (Korrespondenz) die die falsche Proposition nicht hat. Und das scheint unleugbar von der Welt abzuhängen! Von einer Tatsache. Tatsache: die Proposition ist wahr, wenn es eine Tatsache ist, dass es U Bahnen in Boston gibt, sonst falsch.
CartwrightVsMoore/CartwrightVsRussell: es ist genau dies, was die Theorie der Wahrheit als einfacher, unanalysierbarer Eigenschaft ignoriert.
Aber dessen waren sich die beiden bewusst. („Meinongs Theory“ , S 75).
Sie hielten daran fest wegen:
RussellVsKorrespondenztheorie, MooreVsKorrespondenztheorie.
I 46
Wahrheit/Moore: ( Baldwin Dictionary, früh)): manche glauben, sie bestehe in einer Relation einer Proposition zur Realität. („Korrespondenz“). MooreVsKorrespondenztheorie: setzt voraus, dass sich die Wahrheit von der Realität unterscheidet (um überhaupt eine Relation eingehen zu können). Aber eine solche Differenz ist überhaupt nicht zu finden!
Lösung/Moore:
Proposition/Moore/früh: These: ist nicht identisch mit dem Glauben, sondern das Glaubensobjekt. ((s) >Relationstheorie).
Wahrheit/Moore/früh: These: ist identisch mit der Realität. Sie unterscheidet sich nicht von ihr….+…

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsMoore Nagel Vs Metaphysik
 
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I 126
Moores Hände/NagelVsMoore: Moore begeht eine petitio principii, indem er sich auf die Realität seiner Hände beruft, denn wenn es keine materiellen Gegenstände gibt, gibt es auch seine Hände nicht, und er kann seinerseits nicht dazu beitragen, das zu klären.
III 105
Identität/Person/personale Identität/zeitliche/Objektivität/Subjektivität/Nagel: Problem: die Suche nach den Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um zwei zeitlich getrennte Erlebnisepisoden ein und derselben Person zugeschrieben werden können. Lösungsversuch: Kontinuitäten physikalischer, mentaler, kausaler oder emotionaler Natur werden in Betracht gezogen.
Grundproblem: selbst wenn eine beliebige Menge von Bedingungen erfüllt ist, stellt sich die Frage erneut, ob wir es unter diesen Bedingungen immer noch mit demselben Subjekt zu tun haben!
(s) Bsp "Ist es dasselbe Subjekt, für das diese kausale Kontinuität gilt?" usw.).
Nagel: Bsp "Würde dieses künftige Erlebnis tatsächlich mein Erlebnis sein?"
III 106
Person/Identität/NagelVsMetaphysik: selbst die Annahme eines metaphysischen Ego lässt die Frage erneut aufkommen. Wenn auf der anderen Seite die zeitliche Identität allein dadurch gegeben wäre, dass es immer noch mein Ego ist, dann kann es nicht dasjenige Individuum sein, dessen Fortbestehen meine personale Identität garantiert.
Außenperspektive: hier scheint das Problem gar nicht mehr zu existieren: Personen entstehen und vergehen in der zeit und so müssen sie auch beschrieben werden!#
Subjektive Perspektive: hier scheint die Frage nach der Identität nun aber einen Gehalt zu haben, der aus keiner externen Beschreibung erfasst werden kann.
III 107
Man kann sich innerlich die Frage nach seiner Identität stellen, indem man sich einfach auf seine gegenwärtige Erlebnisse konzentriert und die zeitliche Ausdehnung ihres Subjekts bestimmt. Denn der Begriff des Selbst ist ein psychologischer.
III 124
NagelVsMetaphysik/Problem: sobald diese Dinge zur objektiven Realität gehören sollen, stellen sich die alten Probleme für sie aufs neue! Es hilft uns nicht, unser Bild der objektiven Welt um das zu bereichern, was uns die subjektive Perspektive aufdeckt, denn das Problem besteht nicht darin, dass irgendetwas ausgelassen worden ist.
Das gilt auch für die Prophezeiung ( der Hirnforschung), dass die mentalen Phänomene, sobald wir sie systematisch verstanden haben werden, zu den physikalischen rechnen werden.
NagelVsPhysikalismus: wir können diese Probleme nicht dadurch lösen, dass wir der objektiven (oder auch nur der physikalischen) Welt all das einverleiben, was nicht bereits in ihr enthalten ist.
Vielleicht führt Distanzierung und Transzendierung gar nicht zu einer besseren Weltbeschreibung.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
VsMoore Austin Vs Moore, G.E.
 
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Hacking I 179
AustinVsMoore: es gibt doch eine unabhängige Möglichkeit, Tatsachen herauszugreifen: Zeigen. Sodann stellen wir Behauptungen auf, indem wir bezugnehmende Ausdrücke und Namen für Eigenschaften und Relationen verbinden.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsMoore Ayer Vs Moore, G.E.
 
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Horwich I 52
RussellVsPropositionenRussellVsRussell: (später, Logic and Knowledge, 1956, S 223): ich dachte früher, es gäbe welche. Aber das wären nur schattenhafte zusätzliche Dinge zu Tatsachen. CartwrightVsRussell: wir wissen immer noch nicht, was der Einwand gegen sie ist!“
I 53
Tatsache/AyerVsMoore: drückt sich unklar aus, wenn er sagt, „die Tatsache besteht nicht“ . Richtig muss es heißen. „Es gibt keine Tatsache“. ( „es gibt“ /existieren/“bestehen“). (Ayer, Russell and Moore, S 210). CartwrightVsMoore: es bleibt immer noch ein schlechtes Argument: man kann nicht schließen, dass, weil ein falscher Glaube keine Tatsache als Objekt hat, es deswegen überhaupt kein Objekt hat.
Was Moore meinte wird eher deutlich in „Some Main Problems..“: die Proposition „dass Löwen existieren“ ist auf jeden Fall im Universum, wenn jemand das glaubt, egal ob es wahr oder falsch ist. Denn die Ausdrücke „dass Löwen existieren“ und „die Existenz von Löwen“ sind Namen für das, was geglaubt wird. (S.260).
Cartwright: das sieht zunächst wie ein Fehler aus, ist aber keiner: denn er scheint (mit Russell) angenommen zu haben, dass das, was geglaubt wird mit einem Zeitwort („verbal noun“) benannt werden kann.
I 54
Dann scheinen wir eine Demonstration zu haben, dass es kein solches Ding gibt wie die Proposition Bsp dass es keine U Bahnen in Boston gibt. Denn wenn es das gäbe, müsste es auch so ein Ding wie die Nichtexistenz von U Bahnen in Boston geben. Und das kann es nicht geben, weil es U Bahnen in Boston gibt. Cartwright: worauf gründet sich dieses Argument, die Annahme, dass das was geglaubt wird, durch ein Zeitwort (verbal noun) bezeichnet werden kann?
CartwrightVsMoore: das Argument ist nicht sehr überzeugend: Vielleicht ist ja der Satz Bsp „Brown glaubt, dass Gott existiert“ synonym mit „Brown glaubt an die Existenz Gottes“. Aber daraus folgt nicht, dass das, was Brown glaubt, die Existenz Gottes ist. Und das ist kein deutscher Satz. ((s) Der „Gegenstand“ (Glaubensobjekt) ist einmal ein dass Satz, das andere Mal die Existenz). (FN 19).
Der Grund dafür liegt in Russells Zugang zu Propositionen:
(8) Brown ist größer als Smith
I 56
Tatsache/Proposition/CartwrightVsMoore/CartwrightVsRussell: Problem: jetzt wird es genauso schwer zu sehen, wie eine Proposition etwas anderes sein kann als wahr! (FN 23). Wenn in (8) Brown so mit Smith verknüpft ist, wie oben gesagt, wie kann Brown dann etwas anderes sein als größer als Smith? Russell: Bsp die Proposition „A unterscheidet sich von B“. Die Komponenten scheinen nur A, Differenz und B zu sein. Dennoch konstituieren diese nicht die Proposition, wenn sie so nebeneinander stehen. Die Proposition verbindet die Teile noch mehr als eine bloße Liste. (FN 24).
Cartwright: dennoch, wenn die Proposition die Teile so verbindet, dann kann sie nicht falsch sein!
Cartwright: wenn eine Proposition wie (8) existiert, dann ist Brown größer als Smith.
Russell: auch in „Principles“ war er sich bewusst, dass hier eine Schwierigkeit ist, aber als Lösung konnte er bloß vorschlagen:
Russell: wenn eine Proposition wahr ist, hat sie eine weitere Qualität, jenseits dessen, was sie mit anderen Propositionen teilt. (S.49).
Cartwright: diese zusätzliche Qualität solle natürlich die einfache, unanalysierbare Wahrheit sein. Aber diese Anrufung kommt zu spät! Entweder sind die Komponenten richtig verbunden, dann ist die Proposition unweigerlich wahr, oder sie sind es nicht, dann haben wir gar keine Proposition.
A.J.Ayer
I A.J. Ayer Wahrheit, aus G. Skirbekk (Hrsg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt/M 1996
II Hügli/Lübke (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsMoore Carnap Vs Moore, G.E.
 
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Stroud I 186
Sprache/Existenzbehauptung/Carnap: die Wahl einer Sprache ist für Carnap eine praktische Frage der Konvention. CarnapVsMoore: die Art der Wahl kann aber nicht intern beantwortet werden, wie Moore das versuchte.
praktische Lösung: kann von theoretischen Erwägungen beeinflusst werden. Es kann um Fruchtbarkeit und Einfachheit gehen.
Dingsprache/Carnap: ist zwar effizient, aber damit wird sie zwar attraktiv, aber sie zeigt damit nicht irgendwelche Evidenz der Realität der Welt. (ESO, 208).

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsMoore Danto Vs Moore, G.E.
 
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I 92
Argument der offenen Frage/Intuitionismus/Moral/G..E. Moore: soll »ruft Freude hervor«: alles das wirklich sein, was „gut“ bedeutet? Nein: dann würde es heißen »ruft Freude hervorrufen Freude hervor« ? Und die Antwort darauf wäre absolut nichtssagend. Bekannt als das »Argument der offenen Frage«. Moore gebrauchte es, um zu zeigen das "gut" undefinierbar ist.
gut/Definierbarkeit/Moore: »Rot« ist eine Qualität oder Eigenschaft der Dinge selber, einfach wie gelb. Auf Grund unserer »Intuition« können wir sagen, ob etwas gut ist, genauso wie wir sagen können dass etwas gelb ist. Wir argumentieren nicht, und sei es auch indirekt, dass etwas gut oder schlecht sei, wir sehen einfach, dass es das ist!
I 108
DantoVsMoore: VsArgument der offenen Frage: wird stumpf, wenn wir von vollständigen Ausdrücken ausgehen – Bsp „guter Ehemann“.
I 95
Gut/Güte/DantoVsMoore: können wir uns überhaupt vorstellen, dass zwei Dinge genau gleich sein können, mit dem einzigen Unterschied, dass das eine gut ist und das andere nicht?
I 108
Gut/Güte: Wäre die Güte dann eine Art Duft? Könnte das Gute abwesend seien, ohne dass das Schlechte anwesend ist? Das zeigt, dass etwas verkehrt sein muss eine Idee, daß das Gute einfach und somit undefinierbar ist. Die beiden Dinge müssen sich noch irgendwie anders unterscheiden.
DantoVsMoore: sein Argument der offenen Frage wird stumpf, wenn wir von vollständigen (synkategorematischen?) Ausdrücken wie »guter Ehemann« statt vom Fragment »gut« allein ausgehen.
I 112
DantoVsMoore: er geht moralische Fragen zu kognitiv an: die Frage, welche Dinge gut sind, hängt in seiner Sicht zu sehr davon ab, ob sie als solche erkannt werden.
Danto2 I 119
Moore: scheint wohl das Gefühl gehabt zu haben, auf einen Punkt im Grundinventar der Welt selber gestoßen zu sein. Das der Begriff "gut" zu den Atomen der Realität selbst gehöre und das so das Verstehen, das Wissen, und die Welt die gleiche Architektur besitzen. DantoVsMoore: wenn sich das aber als Illusion herausstellt, versinken ganze Kontingente der Philosophie. Das verleiht dem Begriff »Definition« ein umso größeres Gewicht, Definitionen binden die Grundbegriffe nämlich in größere Zusammenhänge ein. Sie dürfen nicht verwundbar sein.

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsMoore Nagel Vs Moore, G.E.
 
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I 126
Moores Hännd/NagelVsMoore: begeht eine petitio principii, indem er sich auf die Realität seiner Hände beruft, denn wenn es keine materiellen Gegenstände gibt, gibt es auch seine Hände nicht, und er kann seinerseits nicht dazu beitragen, das zu klären.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
VsMoore Prior Vs Moore, G.E.
 
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I 21
Korrespondenztheorie/Prior: jetzt können wir damit umgehen, dass Wahrheit und Falschheit nicht nur auf Propositionen angewendet werden, sondern auch auf Glauben und Behauptungen. Wahrheit/Glauben/logische Form/Prior:
Bsp "X glaubt, dass es einen Atomkrieg geben wird und es wird einen geben."
(X glaubt dass) p und p. (Klammer!).
Falschheit:
Bsp "X glaubt, dass es einen Atomkrieg geben wird aber es wird keinen geben."
((s) aber = und.)
X glaubt dass p und ~p.
Korrespondenztheorie: Aquins "adaequatio intellectus et rei" geht auf den jüdischen Neoplatonisten Isaac Israeli aus dem 10. Jahrh. zurück.
locus classicus der Moderne:
Koorespondenztheorie/Moore: (Some main problems of philosophiy)
I 22
Bsp Angenommen, ein Freund glaub fälschlicherweise, dass er (Moore) in die Ferien gefahren ist und sagt: Moore: wir sollten natürlich sagen, dass wenn dieser Glaube wahr ist, dann muss ich in die Ferien gefahren sein
und umgekehrt (konvers):
wie sollten sagen, dass wenn ich gefahren bin, dieser Glaube natürlich wahr ist.
Prior: so weit ist das Aristotelisch.
Jetzt geht Moore aber weiter und sagt:
Obwohl sein Fernsein eine notwendige und hinreichende Bedingung dafür ist, dass der Glaube seines Freundes wahr ist, kann es nicht das sein, was damit gemeint ist, dass der Glaube wahr ist! Denn:
Moore: wenn wir behaupten, "der Glaube, dass ich weg bin, ist wahr" meinen wir, dass der Glaube eine bestimmte Eigenschaft hat, die er mit andern wahren Glaubenseinstellungen teilt.
Aber wenn wir äußern: "ich bin weg", schreiben wir überhaupt keiner Proposition eine Eigenschaft zu!
Wir äußern nur eine Tatsache, und diese Tatsache könnte auch bestehen, wenn niemand das glaubt!
Pointe/Moore: wenn niemand das glaubt, existiert der Glaube nicht, und dann muss dieser Glaube falsch sein, auch wenn ich weggegangen bin!
((s) Dann muss er überhaupt nicht falsch sein, denn nichts, was nicht existiert muss irgendwas sein oder irgendwelche Eigenschaften an sich haben.)
PriorVsMoore: er wird dazu getrieben, das zu sagen, weil er davon ausgeht, dass Glauben in einer Beziehung zwischen diesem Glauben und einer Tatsache besteht. Einer Relation, die zwar nicht definierbar sei, aber "wohlvertraut".
((s) > „übergreifendes Allgemeines“: wenn der Glaube selbst aus einer Relation zwischen (sich") dem Glauben und einer Tatsache besteht, kommt der Glaube zweimal vor. Problem, wenn er durch dies Relation definiert sein sollte. Aber das sagen hier weder Moore noch Prior. Stattdessen: Trennung der Ebene. Glaube/Name des Glaubens.)
Moore: der "Name des Glaubens" soll sein: "Der Glaube, dass ich weg bin".
Name der Tatsache: "dass ich weg bin".
Korrespondenz/Moore: die Beziehung zwischen "dem Namen des Glaubens und dem Namen der Tatsache" nennt er die Korrespondenz.
PriorVsMoore: (hat er wahrscheinlich sowieso später verworfen). das ist zweifelhaft in zweierlei Hinsicht:
1. Der Grund, den er angibt, dass sein Wegsein konstitutiv für die Wahrheit des Glaubens seines Freundes sein soll ist gleichzeitig der Grund dafür, zu sagen, dass "das erstere keine hinreichende und notwendige Bedingung für das letztere" wäre.
2. Wenn wir das nun aber mit einer wirklich hinreichenden Bedingung korrigierten, würde uns diese Korrektur eben auch eine Definition liefern.
D.h. der Glauben ist dann wahr, wenn
X glaubt dass p und es ist der Fall dass p.
Mehr wäre Korrespondenz dann nicht. (Eben Übereinstimmung mit den Tatsachen).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsMoore Russell Vs Moore, G.E.
 
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Bertrand Russell
Horwich I 44
wahr/Moore: (Baldwins Dictionary Artikel): ist zweideutig, je nachdem ob es auf Glauben
I 45
angewendet wird dann unterscheiden sich Smith’ und Browns Glauben oder auf Propositionen: Bsp Angenommen, jemand glaubt, dass es keine U Bahnen in Boston gibt, dann ist das falsch, aber das Glaubensobjekt (=Proposition) existiert auf jeden Fall.
Wahrheit/Moore: (früh) ist eine einfache, unanalysierbare Eigenschaft, die eine falsche Proposition einfach nicht hat.
I 64
Falschheit/Moore: definierbar in Begriffen von Wahrheit. RussellVsMoore: beide Begriffe sind unanalysierbar.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsMoore Searle Vs Moore, G.E.
 
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John R. Searle
III 191
SearleVsMoore: die Existenz der Außenwelt ist eine Wahrheitsbedingung der Aussage, dass ich zwei Hände habe. Unterschied: zwischen Wahrheitsbedingungen und Bedingungen der Intelligibilität.. Es gibt Verstehbarkeitsbedingungen des Diskurses. Sie sind Voraussetzung für unser Denken und unserer Sprache. Wir können sie nicht aufgeben, wie die Vorstellung, dass die Erde flach ist. (>Bedingungen dres Verstehens, Verständnisbedingung).
III 193
Genauso ist der externe Realismus keine Hypothese, sondern eine Bedingung der Verstehbarkeit anderer Thesen. Sie schafft einen Raum von Möglichkeiten. Hintergrund/SearleVsMoore: wir halten es für ausgemacht, dass seine Hände in einer bestimmten Beziehung zu seinem übrigen Körper stehen. Sie sind nicht in einem Bankschließfach. Das Halten wir einfach für selbstverständlich.
III 195
Der Witz ist, dass wir in unserem Normalverständnis eine Menge für selbstverständlich halten, aber viele der Bedingungen unseres Normalverständnisses nicht ohne beträchtliche Verzerrung als Wahrheitsbedingungen der Äußerung gedacht werden können. Dies sind die Formen von Bedingungen, die uns helfen, die Wahrheitsbedingungen unserer Äußerungen festzulegen. Sie sind nicht selbst Teil dieser Wahrheitsbedingungen.

V 264
naturalistischer Fehlschluss/SearleVsMoore: das Sein kann wohl aus dem Sollen abgeleitet werden: Äußerung einer der Verpflichtung, > Brandom: Eingehen und Zuweisen einer Festlegung.
1. Jones hat geäußert, „hiermit verspreche ich, dir, Smith 5 Dollar zu zahlen.“ Jones ist verpflichtet Jones muss...

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsMoore Strawson Vs Moore, G.E.
 
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IV 45
Philosophie/Moore: wichtigste Aufgabe, Beschreibung des ganzen Universums, wobei zu unterscheiden ist, von welchen Dingen wir wissen, dass sie darin sein müssen, und von welchen wir es nicht wissen.
IV 48
StrawsonVsMoore: mit dem Wort "wichtig" kommen wir nicht weit. Es läuft auf die Frage nach den allgemeinsten Dingen und allgemeinsten Begriffen hinaus. ((s) Dinge können nicht allgemein sein, es sind immer Begriffe, von denen Allgemeinheit behauptet wird.).

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsMoore Verschiedene Vs Moore, G.E. Grice I 266ff
Induktion/Hungerland These Vs "induktive Auffassung" des Paradigmas der Kontext-Implikation: p behaupten, impliziere, zu glauben, daß p.
Hungerland: Stattdessen: These: Erklärungs-Modell, wenn eine Behauptung normal ist, ist alles impliziert, was man daraus folgern darf.
Hängt von drei unterschiedlichen Dingen ab:
1.Kontext des Behauptens
2.Vorannahmen über das, was als normal gilt
3.Regeln für den richtigen Gebrauch von Ausdrücken
Bsp (Moore) "Er ist ausgegangen, aber ich glaube es nicht."
Hungerland: das ist kein Widerspruch! Kein logische Absonderheit in der Gemeinschaft.

Brendel I 14
Begriffsanalyse/Moore/Brendel: notwendige Bedingung: Synonymie der Begriffe. epistemologisches Kriterium/Synonymie/Moore: „Niemand kann wissen,
I 15
dass das Analysandum auf einen Gegenstand zutrifft ohne zu wissen, dass das Analysans auf ihn zutrifft. (Moore 1942, 663). Synonymie/Cooper LangfordVsMoore/Brendel: wenn die Begriffe dann synonym sind, (die Analyse also als korrekt angesehen wird) ist sie trivial. („Paradox der Analyse“).
Synonymie/KünneVsMoore: ist gar keine notwendige Bedingung für eine korrekte Begriffsanalyse.
I 16
Def Ko-Implikation/Künne/Brendel: Lösung: „Ko-Implikation“ = notwendige extensionale Gleichheit. (Künne 1990. 37). logische Form: „x ist A“ und „x ist BC“ implizieren sich wechselseitig in allen möglichen Welten (MöWe).
Problem. das ist selbst für kompetente Sprecher nicht immer ersichtlich.
Intensionsgleichheit/Brendel: Bedingung für sie ist notwendige Extensionsgleichheit: haben zwei Ausdrücke dieselbe Intension, dann haben sie in allen MöWe dieselbe Extension.
Intension/Extension/einige Autoren: das gilt aber nicht umgekehrt. Bsp Kirkham: „2+2=4“ und „36+7=29“ und Bsp „Dies Objekt hat eine Form“ und „Dies Objekt hat eine Größe“ sind zwar extensional äquivalent, indem sie in allen MöWe denselben WW haben, aber sie sind nicht intensional äquivalent (nicht synonym).
I 17
Begriffsanalyse/Kirkham/Brendel: manchmal geht es nur um Extensionsgleichheit in der WiWe. Extensionsgleichheit/Umfangsgleichheit/stärker/schwächer/Brendel: auch in allen MöWe ist sie immer noch etwas schwächeres als Synonymie.

Putnam I 195
BurnyeatVsMoore: "er philosophiert, als ob Kant nie existiert hätte". (a propos "Moore’s Hände").





Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsMoore Stroud Vs Moore, G.E.
 
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Brendel I 267
Moores Hände/Brendel: Moore ist sich bewußt, dass sein Beispiel den Skeptiker nicht widerlegt. VsMoore/Brendel: sein Kritiker gehen jedoch von einem Wissensbegriff aus, den er selbst nicht teilt. Er gib zu, dass er die Prämissen seines Beweises nicht beweisen kann.
Wissen/Moore: Pointe: daraus folgt aber nicht, dass er nicht wissen kann, dass er zwei Hände hat! These: Wissen ist auch ohne Beweis möglich.
I 268
StroudVsMoore: Moore hat sich nicht wirklich auf die skeptische Hypothese eingelassen. Sein „Beweiß der Außenwelt“ ist eine interne Reaktion. Das ist inadäquat. Skeptizismus/Stroud: These seine Frage kann nicht innerhalb eines bestimmten Wissenskontextes gestellt werden.
extern/intern/Skeptizismus/Moores Hände/Stroud/Brendel: zum zu zeigen, dass Moore recht hat müsste man zeigen, dass die skeptische Hypothese gar nicht extern formuliert werden kann.
Moores Hände/BrendelVsStroud: könnte man aber auch als durchaus externe Behauptung verstehen. Denn dass ein Subjekt etwas ohne Rechtfertigung wissen kann, ist typisch externalistisch (s.o.).
BrendelVsExternalismus: (s.o. 8.3.3).
I 270
Moores Hände/BrendelVsMoore/pro Stroud/Brendel.
Stroud I 115
Wissen/Skeptizismus/Stroud: Bsp Frage: gab es 400 vor Christus Äpfel auf Sizilien? Ich weiß es nicht, aber ich habe eine Idee wie ich es herausfinde: neue Frage: ist es bekannt, ob es...? Dann könnte ich Historiker fragen. Einige werden sagen "Ich weiß..."
Wenn mich dann jemand fragt, kann ich sagen: "Ja, es ist bekannt, dass ..."
Das alles sind Fragen über Wissen, die ganz direkt beantwortet werden.
StroudVsMoore: das gleiche geht aber nicht, wenn man überhaupt nichts über die Welt weiß. Im Beispiel ist impliziert, dass man überhaupt etwas über Sizilien weiß ((s) dass man weiß, dass es überhaupt existiert Existenzannahmen sind schon impliziert, wenn Wissensfragen beantwortet werden).
Moore/Stroud: nimmt an, dass man solche Fragen nicht ernst zu nehmen braucht,
I 116
weil es ganz leicht ist, sie zu beantworten. Wissen/Stroud: es geht darum, dass es allgemeine Wahrheiten über menschliches Wissen gibt, die einfach aus der Tatsache folgen, dass überhaupt etwas gewusst wird.
Moore/Stroud: eine solche allgemeine Frage könnte also mit Hinweis auf ein bestimmtes Stück Wissen beantwortet werden. So scheint Moore es zu verstehen. Bsp die Geologie erklärt etwas über Gesteinsschichten, also gibt es materielle Dinge, Bsp es gibt neun Planeten, also gibt es mindestens neun materielle Dinge.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsMoore Cartwright Vs Moore, G.E.
 
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Horwich I 45
Korrespondenztheorie/CartwrightVsMoore: Problem: dann gibt es auch eine Eigenschaft des Übereinstimmens (Korrespondenz) die die falsche Proposition nicht hat. Und das scheint unleugbar von der Welt abzuhängen! Von einer Tatsache. Tatsache: die Proposition ist wahr, wenn es eine Tatsache ist, dass es U Bahnen in Boston gibt, sonst falsch.
CartwrightVsMoore/CartwrightVsRussell: es ist genau dies, was die Theorie der Wahrheit als einfacher, unanalysierbarer Eigenschaft ignoriert.
Aber dessen waren sich die beiden bewusst. („Meinongs Theory“ , S 75).
Sie hielten daran fest wegen:
RussellVsKorrespondenztheorie, MooreVsKorrespondenztheorie.
I 47
Tatsache/wahre Proposition/Moore/Cartwright: (Moore: Some Main P, 262f): scheint seine frühere Theorie dort selbst falsch dargestellt zu haben: Tatsache/MooreVsMoore: (spät): besteht doch nicht darin, dass eine Proposition eine einfache Eigenschaft hat, wobei die Proposition dieselbe bleibt, egal ob sie wahr oder falsch ist. Selbst wenn wir die Existenz von Propositionen zugestehen. Die Relation der Proposition zur Tatsache besteht nicht einfach darin, dass die Proposition eine Komponente (constituent) der Tatsache ist, eins der Elemente aus denen sie zusammengesetzt ist.
Moore/Cartwright: sonst müsste man sagen, dass Bsp die Tatsache, dass Löwen existieren, eine Tatsache über die Proposition, dass Löwen existieren wäre. Aber wie weit ist das relevant für Moores frühere Theorie? Denn darum ging es dort gar nicht, sondern vielmehr darum, dass die Tatsache, dass Löwen existieren einfach die Proposition ist. (Moore, früh: Tatsache = wahre Proposition, nicht Teil von ihr).Die einfache Eigenschaft (Wahrheit) wird von der Proposition selbst besessen.
I 48
Jeder der glaubt, dass die Proposition, dass Löwen existieren, wahr ist, glaubt die entsprechende Proposition. Die Tatsache hier besteht darin, dass die Proposition wahr ist. Tatsache/Moore: (früh): besteht darin, dass die Proposition die einfache Eigenschaft der Wahrheit besitzt.
Tatsache/Moore/spät: (Some Main P, falsche Darstellung seiner früheren Theorie): besteht nun im Besitz der Wahrheit (einfache Eigenschaft) durch die Proposition.
Pointe: dann besteht die Identität Tatsache = wahre Proposition nicht: denn die Identität besteht nicht darin, dass sie selbst eine Eigenschaft besitzt. (DF A besteht nicht darin, dass A die Eigenschaft F hat, > Bestehen in, Bestehen aus, Identität).
Moore/Cartwright: zur Zeit von “Some Main..” war er zu der Ansicht gelangt, dass die Relationstheorie des Glaubens (Annahme von Glaubensobjekten) unvereinbar ist mit der Identifikation von Tatsachen mit wahren Propositionen. Nun wurde eine Relation statt der Identität gesucht und seine Lösung war die Relation des „Bestehens in“:
Def Tatsache/Moore: (Some Main Problems): besteht im Besitz der Wahrheit durch eine Proposition. (immer noch einfache Eigenschaft).
CartwrightVsMoore: dieser sah selbst, dass das nicht sehr erfolgreich war: es gibt Tatsachen, die nicht darin bestehen, dass eine Proposition eine bestimmte einfache Eigenschaft hat.
CartwrightVsMoore: schlimmer noch: wenn Tatsachen und Propositionen erst unterschieden sind, dann braucht man gar keine einfache Eigenschaft (Wahrheit) mehr. Statt dessen haben wir ja jetzt Tatsachen als Korrespondierendes! Gerade die Unfähigkeit, Propositionen und Tatsachen zu unterscheiden, hatte Moore und Russell ja zu der These von Wahrheit als einfacher unanalysierbarer Eigenschaft geführt!
Tatsache/Proposition/Moore/Cartwright: was hatte nun Moore dazu gebracht neuerdings zu glauben, dass Propositionen und Tatsachen nicht identifiziert werden können?
I 49
Bsp Angenommen, Brown glaubt, dass es U Bahnen in Boston gibt. Moore/Russell/früh: dann gibt es eine entsprechende Proposition, die Brown glaubt.
Problem: selbst wenn der Glauben falsch gewesen wäre, hätte Brown ein Glaubensobjekt
gebraucht. Denn was jemand glaubt, kann nicht von seiner Wahrheit abhängen!
Also ist die geglaubte Proposition auf jeden Fall im Universum. Falls aber die Proposition falsch ist, gibt es keine entsprechende Tatsache im Universum. Also können Propositionen nicht mit Tatsachen identisch sein.
Ayer: das ist ein zwingendes Argument.
Cartwright: für mich widerlegt es aber nicht die frühe Theorie!
Russell/Moore/früh/Cartwright: sicher, wenn etwas wahr ist von einer Proposition, und es nicht wahr von der entsprechenden Tatsache, dann sind Proposition und Tatsache nicht identisch. Aber ist dieser Fall hier gegeben? Die Proposition wäre nach der frühen Theorie sowieso im Universum, selbst wenn sie falsch wäre.
Frage: hat Moore recht damit, dass dasselbe nicht von der Tatsache gilt?
CartwrightVsMoore: es ist nicht einleuchtend, dass wenn der Glaube, Bsp dass es U Bahnen in Boston gibt, falsch wäre, dass es dann notwendig wäre, dass etwas, das tatsächlich im Universum ist, (nämlich dass es U Bahnen in Boston gibt) dann im Universum fehlen müsste. Sicher wäre es keine Tatsache, aber das heißt nicht, dass eine Entität fehlen müsste, wenn der Glaube falsch gewesen wäre.
I 50
Analogie: Bsp es gibt jemand im Universum der korrekt beschrieben werden kann als der Autor von Word and Object ( nämlich Quine). Nun hätte es leicht sein können, dass Quine das Buch nicht geschrieben hätte. Das würde aber nicht verlangen, dass Quine (= Autor von W+O) nicht im Universum existiert! Bsp es hätte auch jemand anderes das Buch schreiben können. Außerdem hätten alle Personen, die tatsächlich im Universum sind, nicht im Universum sein müssen. Moore/früh/Cartwright: nach Moores früher Theorie hätte man annehmen können, dass analog dazu auch etwas im Universum sein könnte, das „korrekt beschrieben wird“ als dass es U Bahnen in Boston gibt, was aber, in dem Fall wo es keine U Bahnen in Boston gäbe, keine Tatsache wäreDas ist falsch wegen der falschen Analogie zwischen Personen und abstrakten Glaubensobjekten).
CartwrightVsMoore: (früh): ein Vertreter der frühen Theorie hätte folgende zwei Sätze dieselbe wahre Proposition ausdrücken lassen:
(3) Die Tatsache, dass es U Bahnen in Boston gibt, hätte nicht die Tatsache sein müssen, dass es U Bahnen in Boston gibt.
und
(4) Der Autor von Word and Object hätte nicht der Autor von Word and Object sein müssen.
CartwrightVsMoore: (früh): hätte damit angenommen, dass „die Tatsache dass“, ein starrer Designator gewesen wäre.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsMoore Malcolm Vs Moore, G.E.
 
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Stroud I 87
Wissen/Skeptizismus/Kompatibilität/Moores Hände/Stroud: wie kann der Skeptizismus misinterpretiert werden, wenn es um die Kompatibilität mit unserem Alltagsverstand geht? Zwei Möglichkeiten:
I 88
Existenzbeweis/Außenwelt/Moores Hände/Norman MalcolmVsMoore: (Malcolm: Moore on Ordinary Language, (in Schilpp Phil.of Moore, New York 1952, S. 348ff „S“): bleibt die Antwort VsSkeptizismus schuldig. Moore sagt nicht, was an den Zweifeln des Skeptikers an der Existenz seiner Hände falsch ist. Es wäre zwecklos für Moore zu sagen Bsp "Ich weiß, dass da ein Baum ist, weil ich eine klare Sicht auf ihn habe". Aber genau das scheint Moore zu tun.

Malc I
N. Malcom
Problems of Mind: Descartes to Wittgenstein (Harper Essays in Philosophy) 1971
VsMoore Verifikationismus Vs Moore, G.E.
 
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Stroud I 180
VerifikationismusVsMoore/Stroud: der Verifikationismus geht viel tiefer als Moore, weil er die Notwendigkeit einer Begründung in einer positiven Philosophie anerkennt. Wir müssen leere Illusionen aus unserer intellektuellen Karte tilgen können. positiver Ansatz/Carnap/Stroud: damit bietet er das an, was er für eine korrekte Beschreibung unserer alltäglichen Position in Bezug auf die Außenwelt hält, und in Bezug auf die Frage, wie ist’s möglich, dass wir etwas wissen.
VsMoore Newen Vs Moore, G.E.
 
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New I 131
Metaethik/Newen: soll klären, welchen Status ethische Aussagen haben - nicht, welche Art von Ethik die richtige ist. Moore: ist Utilitarist. Moore pro Utilitarismus.
Gut/Moore/Newen: 1. These: man macht niemals eine rein empiriche Behauptung, wwenn man sagt, etwas sei gut.
2. gut ist keine natürliche Eigenschaft, also eine nichtnatürliche.
3. dafür benötigen wir moralische Intuition.
Def richtige Handlung/Moore/Newen:
I 132
Diejenige, durch die mehr Gutes als durch jede Alternativhandlung hervorgebracht wird. "richtig": ist also weiter analysierbar.
Naturalistischer FehlSchluss/Moore/Newen: die falsche Absicht, Werteeigenschaften empirisch zu definieren. Damit werden zwei Welten durcheinandergebracht. Die natürliche und die nichtnatürliche.
gut/Moore: da die Substitution in "Was wir alle wünschen, wünschen wir alle" durch "Was wir alle wünschen ist gut" nicht trivial ist, kann "gut" nicht dasselbe bedeuten wie "was wir alle wünschen".
I 133
NewenVsMoore: daraus kann man aber nicht schließen, dass "gut" eine nichtanalysierbare und nichtempirische Eigenschaft ist. Paradox der Analyse/Moore/Newen: (Lösung s.o. I 15) ein Begriffszusammenhang gilt notwendigerweise und er ist informativ, wenn er nicht Teil der üblichen Sprachkompetenz ist, sondern erst durch systematische Untersuchungen begrifflicher Zusammenhänge erkannt werden ann. Diese Möglichkeit gilt - wie für alle Ausdrücke - auch für "gut".
I 133/134
gut/Moore/StevensonVsMoore/Newen: Angenommen, Moore habe gezeigt, dass "gut" keine natürliche Eigenschaft sei. Daraus folgt aber nicht, dass es eine nichtnatürliche Eigenschaft ist. Es würde voraussetzen, dass "gut" überhaupt eine beschreibbare Eigenschaft ist. Moore hat zwar recht, dass entsprechende Aussagen keine empirischen sind, aber daraus folgt nicht, dass sie nichtempirische wären.
Wert/Werte/Stevenson: These: Werteaussagen sind überhaupt keine Behauptungen, die wahr oder falsch sind, sie drücken keine Meinungen und Überzeugungen aus, sondern sie dienen dazu, Haltungen hervorzurufen. Diese These wurde Emotivismus genannt.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsMoore Stegmüller Vs Moore, G.E.
 
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Stegmüller IV 181
Argument der offenen Frage/gut/Definition/Moore: Angenommen, jemand behaupte, "gut" könne man definieren als "der Lebensfreude förderlich". Dann könnten wir trotzdem immer noch die Frage verstehen: "zugegeben, es fördert die Lebensfreude, aber ist es auch gut?".
Fazit: "gut" muss eine einfache, nichtanalysierbare, nichtnatürliche Qualität bedeuten.
StegmüllerVsMoore: das kann sich nur auf das sittliche Gutsein beziehen.
IV 182
Wir könnten immer noch vermuten, dass es in moralischen und nichtmoralischen Kontexten einen gemeinsamen Bedeutungskern gibt.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsMoore Hacking Vs Putnam, H.
 
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I 40
Wahrheit/Vernunft/Putnam: hängen aufs engste zusammen. HackingVsPutnam.
I 148
Bedeutung/Wissenschaft/HackingVsPutnam: wir sollten über Arten von Gegenständen reden, nicht über Arten von Bedeutung. Bedeutung ist kein sonderlich guter Begriff für Wissenschaftstheorie.
I 156
HackingVsPutnam: Bezug ist letztlich doch nicht ausschlaggebend! (Bsp Myon,). Für Physiker war "Meson" zunächst gleichbedeutend mit "was immer der Vermutung Yukawas entspricht". Das ist so etwas wie Fregescher Sinn. Als man merkte, daß dieser Sinn nicht dem Gegenstand entsprach, wurde die Taufe annuliert und es fand eine neue Namengebung statt.
I 163
PutnamVsMetaphysischer Realismus: Vs Vorstellung von "feststehender Gesamtheit geistesunabhängiger Gegenstände". HackingVsPutnam: das hat doch niemals jemand vertreten!
I 164
HackingVsPutnam: verknüpft seine unterschiedlichen Thesen, als seien sie logisch miteinander verbunden. Das sind sie aber nicht! HackingVsPutnam: früher vertrat er einen wissenschaftlichen Realismus. Er hat aber nicht die Partei gewechselt, er hat den Krieg gewechselt.
I 179
HackingVsPutnam: doch hat er eigentlich nichts weiter gezeigt, als das Misslingen der Bezugnahme durch Nennung einer Menge wahrer Aussagen, die in der Logik erster Stufe zustande gebracht werden.(>Löwenheim,>AustinVsMoore)
I 181
Löwenheim-Skolem/Prämissen/Hacking: 1. der Satz handelt nur von Sätzen der Logik erster Stufe. Bisher hat niemand nachgewiesen, daß man die Sprache der Physiker in diesen Rahmen pressen könnte. Umgangssprachen beinhalten Indikatoren: "dies" und "das". Montague These: die Umgangssprache bringt in erster Linie Quantoren zweiter Stufe zum Einsatz. Wittgensteins Argumente gegen das Zeigen, wonach es nicht möglich sei, Bedeutung mit Hilfe von Regeln vollständig anzugeben, besagen nicht, dass es in unserer sprachlichen Praxis etwas gebe, was wesentlich unbestimmt sei. Löwenheim und Skolem haben über große Zahlen gesprochen und über diese können wir nur reden. Über Katzen oder Kirschen können wir aber nicht bloß reden.Putnam behauptet, es sei möglich, Wörter wie "bezeichnen" und "bezugnehmen" ihrerseits umzudeuten.
HackingVsPutnam: um Bezug zu nehmen brauche ich keine Theorie der Bezugnahme. Und es ist eine - eventuell unter Berufung auf Wittgenstein zumindest vertretbare Auffassung - dass es eine allgemeine Theorie der Bezugnahme gar nicht geben könne.
I 182
wissenschaftliche Artikel über Myonen sind voll von Photographien! - Bsp Myonen: man hat herausgefunden, daß die Masse des Myons das 206,786fache der Masse des Elektrons beträgt. wie haben wir die Zahl seinerzeit herausbekommen?
I 183
Aus einem ganzen Bündel komplizierter Rechnungen mit einem Bündel von Größen und einer Reihe von Beziehungen zwischen Naturkonstanten. Diese bestehen nicht nur aus Sätzen, sondern sind mit experimentellen Feststellungen verknüpft. Außerdem sind sie von unabhängigen Wissenschaftlern und Labors gefunden worden.
I 184
Der Satz von Löwenheim-Skolem ist nicht konstruktiv. D.h. es gibt prinzipiell kein den Menschen zu Gebote stehendes Verfahren zur Erzeugung einer nichtintendierten Interpretation. - Bsp wir reden auch von "Perserkatze" und "Herzkirsche". Diese Artbezeichnungen fungieren nicht wie gewöhnliche Adjektive des Typs "süß", denn süße Herzkirschen sind süßes Obst und nicht "Herzobst". - Lösung: das geht nicht bzw. fällt auf, denn die Anzahl der Unterarten ist nicht gleich: die Zahl der Kirschenarten ist verschieden von der Anzahl der Katzenarten. Also wird kein Entsprechungsverhältnis die Struktur der Artbezeichnungen bewahren. Außerdem backt man Kuchen ja nicht mit Katzen! Wie sollen die Kirschen-Fakten in der Katzen-Welt zum Vorschein kommen?
I 185
Putnam begeht den vielleicht schwersten Fehler, der in der Philosophie möglich ist, er nimmt einen Satz zum Beispiel, den vielleicht noch niemand geäußert hat und der außerhalb der Logik witzlos wäre. Der nächste Schritt ist dann, zu behaupten, genauso wie "Kirschen" umzuinterpretieren sei es möglich "Bezeichnen" umzuinterpretieren. Bezug: seine Gewährleistung hängt nicht in erster Linie von der Äußerung wahrer Sätze ab, sondern von unseren Interaktionen mit der Welt. Selbst auf der Ebene der Sprache ist weit mehr Struktur gegeben, als Putnam einbezieht.
I 220
HackingVsPutnam: dieser ist ein transzendentaler Nominalist (Antirealist). Es sei nicht möglich, aus dem Denksystem herauszutreten und eine Basis der Bezugnahme festzuhalten, die nicht zum eigenen System der Bezugnahme gehört. HackingVsPutnam: das ist eine verfehlte Dichotomie von Denken und Handeln (Wie Dewey).
Hacking These: der Mensch ist ein darstellendes Wesen. (Ein Volksstamm ohne Bilder ist für mich kein Menschenstamm).

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsMoore Kant Vs Skeptizismus
 
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Stroud I 129
Skeptizismus/Wissen/KantVsDescartes: die Relation zwischen der philosophischen Frage und unserem alltäglichen oder wissenschaftlichen Wissen ist indirekter und komplexer als er dachte. ((s) (s.u.): aber für Kant ist die Wahrnehmung äußerer Dinge sehr direkt).
Descartes/Stroud: für ihn ist der Skeptizismus unvermeidlich!
Kant: würde dem zustimmen. Deswegen entwickelt er einen anderen Begriff.
"Skandal"/Kant: dass in der Geschichte der Philosophie niemals eine Theorie entwickelt wurde, die den Skeptizismus vermeidet.
Wissen/Theorie/Kant/Stroud: es gibt Bedingungen, die jede Wissenstheorie erfüllen muss: sie darf nicht leugnen, dass es äußere Dinge gibt.
Angenommen, es gäbe keine äußere Welt, dann verlöre Descartes Skeptizismus seinen Stachel! Dann gäbe es keine Begrenzung für mein Wissen, dass ich nichts von den Dingen außer mir wüsste, weil es ja dort nichts gäbe.
I 130
Def problematischer Idealismus/Kant/Stroud: These: dass die von uns unabhängige Welt unwißbar sei. Oder dass sie zweifelhaft sei oder nicht zu verlässlich wie andere Dinge, die wir wissen. Das lässt alles problematisch. (B 274) KantVsIdealismus: mißdeutet unsere aktuale Situation in der Welt.
Wissen/Kant/Stroud: wer den Beweis liest, muss am Ende wirklich wissen, dass das Bsp ein Goldfink oder drei Druckfehler sind.
Stroud: das sind nicht wirklich hohe Standards. Das scheint jeder Zugang zum Wissen erfüllen zu müssen.
Problem: praktisch keine philosophische Theorie erfüllt diese Bedingung!
KantVsDescartes: (Ende der 1. Meditation) erfüllt sie nicht.
KantVsSkeptizismus: um ihn zu vermeiden, muss daher jeder inferentielle Ansatz vermieden werden.
Welt/Realität/Kant: die äußeren Dinge von denen wir wissen, müssen eine "Realität" ((s) eine besondere Eigenschaft?) haben, die es nicht erlaubt, inferentiell erschlossen zu werden. (A 371). ((s) Kant hier ähnlich wie Hume: direkte Wahrnehmung von Dingen)).
unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein/Kant/Stroud: von Dingen (dieser Art) ist dann ein hinreichender Beweis ihrer Realität! ((s) >Existenzbeweis). (A 371).
Stroud: damit sind wir in der Alltagssituation, wo die (Kant): "äußere Perzeption ... den unmittelbaren Beweis von etwas Realem im Raum" liefert. (A 375).
DescartesVsKant: könnte sagen, dass Kant dazu gar nicht in der Lage ist.
Stroud: es geht hier aber nicht darum, welcher von beiden die richtige Beschreibung der Situation gibt.
KantVsDescartes: seine Beschreibung kann nicht korrekt sein. Aber er gibt nicht einfach eine konkurrierende Alternative. Er stellt vielmehr Bedingungen für den Zugang zu Wissen auf.
I 132
Zumindest müssen solche Theorien dem traditionellen Skeptizismus Rechnung tragen. Bsp wenn Descartes recht hätte, könnten wir nichts über die Außenwelt wissen. Das ist der Grund, warum Kant kein inferentielles Wissen von äußeren Dingen erlaubt. Sonst ist der Skeptizismus nicht zu vermeiden.
Stroud: also verlangt er genau die Art Wissen, die Moore liefert!
I 140
Def "Epistemische Priorität"/Terminologie/Stroud: so kann man Descartes’ These nennen, dass Sinneserfahrung, Wahrnehmungen, Repräsentationen (was Descartes "Ideen" nennt, epistemisch vorrangig sind vor den wahrgenommenen Gegenständen.
I 141
Stroud: d.h. dass die epistemisch nachrangigen Dinge nicht gewusst werden können, ohne dass epistemisch vorrangige Dinge gewusst werden. Und nicht umgekehrt. D.h. letztere sind weniger wißbar. D.h. die äußere Welt ist weniger wissbar als unsere Sinneserfahrungen. KantVsDescartes/KantVsEpistemische Priorität: das muss zurückgewiesen werden, diese Sicht kann nicht erklären, wie Wissen überhaupt möglich ist!
Wahrnehmung/KantVsDescartes: wir nehmen die Dinge direkt wahr, ohne Schlussfolgerung.
Stroud: wir verstehen Kant nur, wenn wir Descartes verstehen.
Realismus/KantVsSkeptizismus/KantVsDescartes: die Überlegungen, die ihn ins Spiel bringen sind gerade die, die zur epistemischen Priorität (Vorrang der Sinneseindrücke (bzw. "Ideen") vor den Gegenständen) führen.
I 142
Das müssen wir verstehen, um Kants Version des Realismus zu verstehen. (VsMoores einfachen Realismus). D.h. den Realismus der erklärt: wie-ists-möglich, dass wir etwas von der Welt wissen?. (Bedingungen der Möglichkeit von Wissen).
I 146
Wissen/KantVsSkeptizismus/Stroud: wenn äußere Wahrnehmung ((experience, Erfahrung) die Bedingung für innere Erfahrung ist, und wenn äußere Erfahrung unmittelbar ist, dann können wir wissen, (im Allgemeinen) dass es eine äußere Realität gibt, die unseren Sinneserfahrungen (Sinneseindrücken) entspricht.
I 147
Dann kann es Täuschung im Einzelfall geben, aber keine allgemeine skeptische Infragestellung. KantVsSkeptizismus/KantVsDescartes: kann nicht auf alles ausgedehnt werden, nur in Einzelfällen kann er sich melden.
Wahrnehmung/KantVsDescartes: Pointe: könnte man in jedem Fall den Skeptizismus annehmen, müsste man annehmen, dass unsere Wahrnehmung nicht direkt, sondern indirekt, inferentiell (via Schlussfolgerung) zustande käme.
KantVsDescartes: dieser geht nicht tief genug und verlässt sich zu stark auf die „Zeugnisse“ unserer alltäglichen Äußerungen.
I 148
Descartes hätte die Bedingungen untersuchen müssen, die Erfahrungen überhaupt möglich machen. KantVsSkeptizismus: selbst die „inneren Erfahrungen“ von Descartes sind nur möglich, wenn er zunächst äußere hat. Daher verletzt die skeptische Konklusion die Bedingungen von Erfahrung überhaupt. Descartes Position selbst ist unmöglich:
keine Untersuchung unseres Wissens könnte zeigen, dass wir immer etwas anderes wahrnehmen als die unabhängigen Objekte, von denen wir glauben, dass sie um uns herum existieren.
Skeptizismus/Kant/Stroud: Kant akzeptiert zumindest die konditionale Kraft ((s) d.h. die Prämissen) des traditionellen Skeptizismus.
KantVsDescates: er weist aber die skeptische Konklusion zurück: sie widerspreche jeder adäquaten philosophischen Theorie von Wissen.
Lösung/Kant: was wir wissen, betrifft die Erscheinungen.
KantVsSkeptizismus/Stroud: das Antezedens der skeptischen Konklusion kann nur wahr sein, wenn das Konsequens falsch ist.
Wissen/Welt/KantVsMoore/Stroud: damit hat er ein anderes Verständnis der Relation zwischen philosophischer Untersuchung von Wissen und dem Wissen im alltäglichen Leben.
I 159
Wissenschaft/Realität/Alltag/Wissen/KantVsDescartes/Stroud: unser alltägliches und wissenschaftliches Wissen ist unverwundbar durch den Skeptizismus. KantVsMoore: aber es gibt keine Schlussfolgerung von unseren Wahrnehmungen auf Wissen über unabhängige Dinge.

I 168
Wissen/Erklärung/StroudVsKant: wir könnten aber auch auf eine andere Weise einer Erklärung entbehren: nicht weil der Skeptizismus wahr wäre (und damit nichts zu erklären wäre) , sondern weil die allgemeine philosophische Frage nicht schlüssig gestellt werden kann! (>Carnap, s.u.). Kant/Stroud: Pointe : plädiert in einer Weise für eine eingeschränkte ("deflationary") Sicht, die dieser Kritik entspricht. ((s) "deflationär": hier: nicht auf den umfassendsten Rahmen gerichtet).
KantVsDescartes: wenn seine Frage kohärent gestellt werden könnte, wäre Skeptizismus die einzige Antwort. Daher ist die Frage illegitim.
StroudVsKant: dieser erklärt damit aber nicht, worüber Descartes besorgt war.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsMoore Cavell Vs Skeptizismus
 
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I 52/53
Skeptizismus/Cavell: Asymmetrie: du nimmst an, daß dein Unvermögen ((s) den Schmerz vorzuführen) gleichsam die gleiche Bedeutung hat wie das des Skeptikers: er müßte in der Lage sein zu zeigen, was er vor Augen hat, wenn es denn verständlich ist. Sonst nimmst du an, der Skeptiker könne nicht zeigen, daß seine Position verständlich ist.
Für den Skeptiker gibt es allerdings eine andere Asymmetrie: er muß die Verständlichkeit seines Unvermögens nicht nachweisen.
Der Kritiker des Skeptizismus muß also zeigen, daß auch der Skeptiker keine Verwendung für seine Worte hat.
Bsp Solange man nicht zeigen kann, daß es möglich ist, durch die Gegenstände hindurchzusehen, ist es sinnlos (unverständlich) von der Unfähigkeit des Durchsehens zu sprechen.
Warum kann der Skeptiker nicht einfach sagen: "Du verstehst nicht, was ich meine".
I 54
Die Quelle der Verständlichkeit sind die Worte selbst dann kann man sagen: VsSkeptizismus: er benutzt die Worte in einem Fall. wo sie nicht mehr sinnvoll sind.
SkeptizismusVsVs: das ist zweischneidig: der Einwand zeigt, daß der Skeptiker den Kontext wechselt, das zeigt aber auch, daß das, was der Skeptiker sagt, verständlich ist!

Stroud I 256
Skeptizismus/Cavell/Stroud: (Cavell, The Claim von Reason, Wittgenstein Skepticism, Morality and Tragedy (Oxf. 1979, „CR“, S. 45ff) wir müssen den Unterschied festhalten zwischen der skeptizistischen Behauptung, dass wir niemals etwas wissen und der alltäglichen Feststellung, dass wir in Einzelfällen etwas nicht wissen. Stroud: Frage: wie kann die philosophische Frage nach der allgemeinen Möglichkeit von Wissen überhaupt entstehen, während wir es mit der Einschätzung (Bewertung) eines Einzelfalls zu tun haben?
I 257
Cavell: ist das Beispiel, das der Skeptiker hervorbringt, als ein Beispiel für einen Einzelfall zu verstehen? Descartes/Stroud: wir nehmen sie eher als ganz alltägliche Fragen. Bsp ich weiß nicht, ob ich wirklich am Kamin sitze mit einem Stück Papier in der Hand.
Basis/Terminologie/CavellVs: These: im Fall von Descartes ist die Basis nicht völlig natürlich eingeführt. Das ist der Schlüssel zur Diagnose.
CavellVsSkeptizismus: These: „Der Skeptiker tut nicht, was er zu tun glaubt“. D.h. aber nicht, dass er die Bedeutungen der verwendeten Begriffe verzerrt. ((s.o. AustinVsMoore).
I 258
Pointe: hier geht es gerade darum, dass die Weise, etwas zu sagen, wesentlich dafür ist, was gemeint ist (Cavell, The Claim von Reason, Oxf. 1979, 208) Gebrauchstheorie/Cavell: geht von Einzelsituationen aus.
GebrauchstheorieVsErkenntnistheorie/Stroud: dies ist ein besonderer Zweig der Kritik am Skeptizismus.
CavellVsSkeptizismus: es ist nicht so, dass er die Dinge nicht meinen kann, die er zu meinen glaubt, weil seine Konklusion widersprüchlich wäre. Vielmehr ignoriert er überhaupt die Bedingungen seiner skeptischen Behauptungen, während seine Wörter die ganz normale Bedeutung behalten. ((s) Kein Bedeutungswandel).

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
VsMoore Cresswell Vs Verschiedene
 
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II 58
Computation/Cresswell: (Vertreter: z.B. Moore/Hendrix, 1981) erwecken den Anschein als hätten sie ein Problem gelöst, an dem die Logiker seit Jahren vergeblich herumlaborieren. CresswellVs: das sind zwei ganz verschiedene Fragen: ((s) Die Logiker schlagen sich mehr mit der semantischen, die Computation-Leute mit psychologischen Fragen herum). Inhalt/Cresswell: (eines Komplement-Satzes) kann als Äquivalenzklasse aller Objekte aufgefaßt werden, die als Repräsentationen dieses Satzes gelten. Glaubensobjekte/Moore/Hendrix: (Hendrix 1981) einige dieser Objekte (die Objekte von mentalen Zustände wie Glauben) sind Sätze in einer interne Sprache des Geistes, andere in öffentlicher Sprache. Es kann auch welche geben, die in gar keiner Sprache sind. (Bsp Logische Formeln).
II 59
Inhalt/Bedeutung/Cresswell: zwei Sätze haben dieselbe Bedeutung, wenn sie denselben Inhalt haben, vorausgesetzt, es kommen keine Index-Wörter vor. (5) Die Karte zeigt an, daß es 12 km sind bis Lower Moutere.
… Das setzt voraus, daß jeder Satz schon eine Bedeutung hat, so daß die Einstellung dann einfach eine Einstellung in Bezug auf die Bedeutung ist.
CresswellVsMoore/CresswellVsHendrix: d.h. daß wir das Problem von Moore und Hendrix eben nur lösen können, wenn wir schon eine Semantik haben.
Synonymie/Cresswell: wenn die Synonymie-Relation ~~ (Schreibweise: im Buch zwei Tilden übereinander) so definiert wird, kann man sie für die ganze Sprache kompositional aufbauen. Ich habe keine Ahnung wie das gehen soll, aber Hendrix und Moore unterlassen es jedenfalls. CresswellVsHendrix: sie zeigen nicht, wie die Synonymie-Klassen erhalten werden.
Das Rezept, um die Wahrheitsbedingungen (WB) von (6) zu erhalten würde überhaupt nur funktionieren, wenn die Bedeutung durch die WB bestimmt würde.

HC I 260
Non Standard Systeme/Hughes/Cresswell: haben andere Grundoperatoren als L und M. Bsp Halldén (1949b): Beschränkung auf einen einzigen dreistelligen Operator, durch den alle anderen modalen und wahrheitsfunktionalen Operatoren definiert werden können: [p,q,r] mit der Bedeutung: "entweder ist p falsch oder q ist falsch oder r ist unmöglich". Also (~p v ~q v ~Mr).
Dann: Negation, Konjunktion, Möglichkeit:
~a = def [a,a,a]
(a . b) = def [a,b[a, ~a,a]]
Ma = def ~[[a, ~a,a],[a ~a,a],a]
I 261
Hughes/CresswellVsHalldén: das macht einen unnatürlichen Eindruck.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Sketpizismus Cavell, St.
 
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Stroud I 257
Def "Basis"/Terminologie/Cavell/Stroud: ist ein Satz, der einen speziellen Anspruch vorbringt Basis/Terminologie/CavellVs: im Fall von Descartes ist die Basis nicht völlig natürlich eingeführt. Das ist der Schlüssel zur Diagnose.
CavellVsSkeptizismus: These "Der Skeptiker tut nicht, was er zu tun glaubt". D.h. aber nicht, daß er die Bedeutungen der verwendeten Begriffe verzerrt. ((s.o. AustinVsMoore).
I 258 Pointe: hier geht es gerade darum, daß die Weise, etwas zu sagen, wesentlich dafür ist, was gemeint ist (CR, 208)
I 258
Gebrauchstheorie/Cavell: geht von Einzelsituationen aus.
I 258f
Skeptizismus/CavellVsSkeptizismus: der Skeptiker tut nicht, was er zu tun glaubt - er sagt nichts! - dann kann er auch nichts meinen - traditionelle Erkenntnistheorie: sagt erstaunlich wenig - behauptet kein Wissen! - Def Basis/Cavell: ein Satz, der einen speziellen Anspruch hervorbringt - CavellVsDescartes: hat auch keine Behauptung gemacht - Unterschied: sich vorzustellen, am Kamin zu sitzen, und sich vorzustellen zu behaupten, dieses zu wissen - so kann die Lösungsmethode nicht einmal unseren alltäglichen Methoden ähnlich sehen - Behauptung: erfordert Kontext, der nicht allgemein zu übertragen wäre - das skeptische Urteil wäre nicht repräsentativ - I 261 das Urteil des Erkenntnistheoretikers oder Skeptikers ist stets partikular - I 261 StroudVsCavell: ich kann feststellen, daß ich eine Voraussetzung gemacht habe, die nicht erfüllt ist - dann stellt das mein Wissen in Frage, ohne daß ich das vorher in einem Wissensanspruch ("Basis") vorgebracht habe - dennoch: wie Cavell: StroudVsErkenntnistheorie: braucht jedesmal einen konkreten Wissensanspruch, der eine allgemeine Beantwortung unmöglich macht -
I 263
Stroud pro Cavell: ich glaube er hat recht, daß der traditionelle Erkenntnistheoretiker für jeden konkreten Fall Äußerungsbedingungen braucht, die eine Verallgemeinerung unmöglich machen. StroudVsCavell: ich möchte nur zeigen, daß man dazu gar nicht zeigen muß, daß gar keine Behauptung aufgestellt wurde.
Skeptizismus Descartes, R.
 
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Stroud I 11
Descartes: die Sinne zeigen uns nicht mit Sicherheit, ob die Situation in der wir uns zu befinden glauben, tatsächlich vorliegt. Das zeigt, daß wir überhaupt nichts über die Außenwelt wissen können. Descartes: These: ich kann Wachheit nicht von Traum unterscheiden.
I 18
Descartes/Traum/Skeptizismus/Stroud: beide Schritte von Descartes’ Überlegungen sind korrekt. Dennoch: StroudVsDescartes: wir können manchmal wissen, daß wir nicht träumen.
I 19
StroudVsDescartes: man kann auch etwas über die Welt wissen, wenn man träumt (s.u.).
I 24
schwächere These/ StroudVsDescartes: die unleugbare Wahrheit ist bloß, daß wenn man träumt, daß einem dann Wissen fehlt. Skeptizismus/Stroud: wird nur mit der stärkeren These erreicht!
I 111
Skeptizismus/Descartes/Stroud/VsMoore: Descartes gelangt zu seiner These durch eine Einschätzung all unseres Wissens. - Quelle: waren bei ihm die Sinne.
I 140
"Alles anders"/Skeptizismus/Descartes/Stroud: erreicht seine skeptische Konklusion aus der These, daß unsere Wahrnehmung genau so sein könnte, wie sie ist, auch wenn es gar keine äußeren Dinge gäbe. Lücke/Stroud: für Descartes gibt es einen Lücke zwischen Erscheinung und Realität.

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Skeptizismus Ambrose, A.
 
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Stroud I 89
Skeptizismus/Ambrose/Malcolm/Stroud: beide: Sk kann nicht empirisch widerlegt werden - Ambrose These: der Sk kann nicht einmal beschreiben, welche Art Ding ein Beweis für ein "Ding der Außenwelt" wäre - daher kann "niemand weiß, ob Dinge existieren" nicht falsifiziert werden - AmbrosVsSkeptizismus: der Sk kann nicht anders als sich der Dinge über die er spricht, bewußt zu sein - I 91 Bsp wenn er sagt "Ich weiß, daß ich drei Doller in der Tasche habe" spricht er über etwas mögliches! - ((s) wenn er es für unmöglich hielte, wäre er nicht Skeptiker) - er gibt zu, daß es nicht notwendig eine Falschheit ist, die Sprache so zu gebrauchen - AmbroseVsMoore: kann daher nicht zeigen, daß der Sk die Sprache falsch gebraucht - VsMoore: argumentiert, als ob der Satz Wniemand weiß ob Hände existierenW eine notwendige Wahrheit wäre
Skeptizismus Malcolm, N.
 
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Stroud I 89
Skeptizismus/Ambrose/Malcolm/Stroud: beide: Skeptizismus kann nicht empirisch widerlegt werden. - Ambrose These: der Skeptizismus kann nicht einmal beschreiben, welche Art Ding ein Beweis für ein "Ding der Außenwelt" wäre. Daher kann "niemand weiß, ob Dinge existieren" nicht falsifiziert werden - AmbroseVsSkeptizismus: der Skeptizismus kann nicht anders als sich der Dinge über die er spricht, bewusst zu sein.
I 91
Bsp wenn er sagt "Ich weiß, dass ich drei Dollar in der Tasche habe" spricht er über etwas mögliches! Er gibt zu, dass es nicht notwendig eine Falschheit ist, die Sprache so zu gebrauchen. AmbroseVsMoore: kann daher nicht zeigen, dass der Skeptizismus die Sprache falsch gebraucht.
VsMoore: dieser argumentiert, als ob der Satz "Niemand weiß ob Hände existieren" eine notwendige Wahrheit wäre.