Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bewusstsein Dennett
 
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Rorty VI 161
Bewusstsein/Dennett: es ist eine Illusion zu glauben, das Bewusstsein sei die Ausnahme von der Regel, dass sich alles durch seine Beziehungen zu anderen Dingen erklären lässt. Es ist keine Ausnahme. - - -
Den I 534
Bewusstsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewusstsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Den II 23ff
Sprache/Tier/Bewusstsein/Dennett: da es keine Grenze für Bewusstsein (mit oder ohne Sprache) gibt, da es allmählich entstanden ist, ist die Frage, welche Tiere Bewusstsein haben, unentscheidbar - "Eine Frage des Stils" - Bewusstsein ist nicht gleich Denken! Dennett: kein Denken ohne Sprache, aber Bewusstsein ohne Denken. - - -
Metzinger/Rosenthal II 430
Bewußtsein/Dennett: selbst für die Erste Person nicht immer klar, was bewusst ist und was nicht - Bsp sich des Inventars eines Zimmers bewusst werden - Bsp Tapetenmuster: Vervollständigung durch Urteil, nicht sensorisch!
Metzinger II 475
Bewusstsein/Dennett: ist wie eine Simulation der Welt - verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen im Computer.
Metzinger II 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt - 2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben - BlockVsDennett: falsche Verschmelzung von P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein. - - -
Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
Chalmers I 229
Bewusstsein/Dennett/Chalmers: (Dennett 1993b) Bewusstsein ist, was in Gehirnprozessen hervorsticht. („Cerebral celebrity“). Solche Inhalte sind bewusst, die Ressourcen auf sich fixieren und monopolisieren. (p. 929). Chalmers: das ist nah bei meinem Ansatz, nur dass ich von potentiellen Hervorstechen spreche, Es muss nur möglichsein, dass ein Inhalt diese Rolle spielen kann.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Erscheinung Rorty
 
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Richard Rorty
VI 148
Erscheinen/Scheinen/Sprache/Erklärung/SellarsVsNagel/Rorty: was einem erscheint ist schon sprachrelativ .
VI 480
Schein/Erscheinen/Scheinen/Sein/RortyVsDerrida: mit Wittgenstein und Davidson können wir unsere Arbeit tun, ohne diese fragwürdige Unterscheidung (Sein/Schein) auch nur zu erwähnen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Identität Castaneda
 
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Frank I 168
Identität/Castaneda: wir sind kontingent mit unseren Denk- und Erfahrungsgehalten identisch (VsKripke, VsNagel).
I 168ff
Äquivalenz: schwächer als Identität: Aussagen der ersten und dritten Person nur äquivalent, nicht identisch.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identität Nagel
 
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Rorty VI 151
Identität/Holismus: stets beschreibungsabhängig. - VsNagel: falscher Essentialismus.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Identitätstheorie Jackson
 
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Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie Das Leib Seele Problem in der angelsächsischen Philosophie des Geistes von 1949 bis 1987 in Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993

Lanz I 285
Frank JacksonVsIdentitätstheorie: Bsp Angenommen, ein perfekt informierter Neurophysiologe hat nur über Schwarzweißbildschirme Zugang zur Welt. Er weiß alles, was es in den Begriffen der Wissenschaft über das visuelle System der Menschen zu wissen gibt. Nehmen wir an, er erhalte nun einen Farbbildschirm. Ist es nicht offenkundig, dass er jetzt etwas Neues lernt, nämlich wie farbige Gegenstände aussehen? VsMaterialismus: Dieser lässt das aus.
MaterialismusVs: (VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive contra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten! Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände.
Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt! (> Repräsentation).


Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000
Introspektion Ryle
 
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I 208f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: kann nicht das sein, was die Tradition von ihr erwartet, da ihr Gegenstand (Objekt) ein Mythos ist. - Bewusstsein: was ich über mich herausfinden kann ist ist von gleicher Art wie das was ich über andere herausfinden kann - die kleinen Unterschiede begünstigen gerade nicht die Selbsterkenntnis. - (RyleVsNagel).
I 216
RyleVsTradition: uns begegnen im Innern gar keine Erscheinungen - solche Ereignisse gibt es nicht.
I 221 f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: es gibt hier keine geisterhaften Objekte - aber angenommen, es gäbe sie, dann Regress: man müsste dann auch noch gleichzeitig wahrnehmen, dass man sie wahrnimmt. - schlechte Lösung: dann müsste man zugeben, dass es nichtwahrnehmbare innere Objekte gibt - ein Wissen darüber könnte nicht auf Introspektion beruhen.

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
Kognition Chalmers
 
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I 111
Kognition/Erklärung/Bewusstsein/Kognitive Modelle/Chalmers: Kognitive Modelle sind sehr gut, wenn es um die Erklärung von Dingen wie Lernen und Verhalten geht, nicht aber bei der Erklärung von bewusstem Erleben. Bei allem, was kognitiv erklärt wird bleibt die Frage, warum es von so etwas wie Bewusstsein begleitet wird.
I 112
Kognitive Modelle können sicher die psychologische Seite des Bewusstseins (Verhaltenserklärung, Lernen, Informationsverarbeitung) abdecken, nicht aber die phänomenale Seite des bewussten Erlebens.
I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsbverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und Chalmers I 370.
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
I 172
Kognition/Chalmers: es ist falsch anzunehmen, dass sie vom Bewusstsein getrennt ist, auch wenn sie zu einer anderen Sphäre (dem Physischen) gehört. Bsp man hat eine (physische) Wahrnehmung von etwas Grünem, die aber psychologisch individuiert wird. Andererseits haben wir auch Wahrnehmungen über unser Bewusstsein.
I 218
Kognition/Bewusstsein/Kognition/Psychologie/Chalmers: die Kohärenz zwischen bewusster Erfahrung und kognitiven Strukturen ist bemerkenswert. Wir können Prinzipien erkennen: Prinzipien: 1. Verlässlichkeitsprinzip: Unsere Urteile 2. Stufe über Bewusstsein sind im Großen und Ganzen korrekt.
I 219
Wenn ich urteile, dass ich etwas höre, dann höre ich normalerweise etwas. 2. Deduzierbarkeitsprinzip (umgekehrtes Verlässlichkeitsprinzip): auch wenn uns viele Erlebnisse entgehen, haben wir normalerweise die Fähigkeit, sie zu bemerken.
I 222/223
3. Prinzip der strukturellen Kohärenz: bewusste phänomenale Erlebnisse sind immer begleitet von (geeignet charakterisierter) psychologischer Bewusstheit.
I 223
Bsp Strukturelle Gegebenheiten des Gesichtsfelds finden sich in unseren Erlebnissen von größeren und kleineren, helleren und dunkleren usw. Gegenständen wieder und ebenso in unseren Reaktionen darauf. Das trifft auch auf implizite Strukturen wie Relationen zwischen Farben zu.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Kognition Dennett
 
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Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsbverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.


Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Leib-Seele- Problem Searle
 
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John R. Searle
I 120
Leib-Seele-Problem/Nagel: wir haben gegenwärtig nicht die begrifflichen Mittel, um uns eine Lösung überhaupt nur vorzustellen - weil Kausalerklärungen der Naturwissenschaft eine gewisse Notwendigkeit zukommt, die hier fehlt. - SearleVsNagel: Wissenschaft erklärt auch nicht, warum sich zwei Körper anziehen.
I 146f
Leib-Seele-Problem/Searle: allein Kausalität wichtig: Mikro (Physis) verursacht Makro (Geist) (von unten nach oben).
SearleVsSupervenienz: dadurch überflüssig - Festigkeit ist kausal supervenient gegenüber Molekülstruktur, aber dadurch nicht epiphänomenal.
II 328f
Leib-Seele-Problem/Searle: Geistzustände werden sowohl von den Aktivitäten des Hirns verursacht, als auch in der Struktur des Gehirns realisiert (wie Wasser/Molekülstruktur). - Es kann Verursachung und Realisierung an ein und demselben Stoff geben, vorausgesetzt, es geschieht auf verschiedenen Ebenen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Naturalismus Nagel
 
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Tetens IV 53
NagelVsNaturalismus: für den Naturalismus muß völlig rätselhaft bleiben, warum der Beobachter nicht die mentalen Erlebnisse selbst hat, die er an anderen beobachtet.
Tetens IV 72
NagelVsNaturalismus: die Sprache der Physik würde ihre Bedeutungen ändern, wenn ausschließlich sie zur Beschreibung von Erlebnissen gebraucht würde - TetensVsNagel: gerade nach Nagel soll doch das Erlebte das unmittelbar Gewußte sein.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Te I
H. Tetens
Geist, Gehirn, Maschine Stuttgart 1994

W VII
H. Tetens
Tractatus - Ein Kommentar Stuttgart 2009
Qualia Dennett
 
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Rorty VI 144
Qualia/Dennett: wir glauben an Qualia und das Phänomenologische, weil wir uns eine bestimmte Menge von Metaphern zu eigen gemacht haben.
NagelVsDennett: sinnenfeindlich! DennettVsNagel: Geheimniskrämer!
Dennett: es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.
Rorty VI 145
Qualität/Qualia/Eigenschaften/DennettVsNagel/Rorty: es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.
Rorty VI 146
Qualia/Dennett: (wie Smart und Place): Wie sähe es denn aus, wenn es tatsächlich nichts weiter wäre, als eine Verbindung elektrochemischer Prozesse in deinem Gehirn? - ((s) Nämlich genau so).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Qualitäten Rorty
 
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Richard Rorty
VI 145
Qualität/Qualia/Eigenschaften/DennettVsNagel/Rorty: es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Kant
 
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Lanz in Hügli/Lübke, Philosophie des 20. Jahrhunderts, Reinbek 1993
I 279 ff
Repräsentation/Lanz: MaterialismusVs: (VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive kontra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten. Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es - ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände. Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt. (>Identitätsthese).
- - -
Brandom I 156
Repräsentation/Kant: ist in Folgerungsbeziehungen zwischen Urteilen eingebunden - Hegel: dreht das um: geht von Erfahrung als folgernder Tätigkeit aus. - - -
Danto I 211
Kant/Danto: Kant ist ebenfalls Representational. Es gibt keinerlei Phänomen der Kontinuität, welches die Kontinuität der Phänomene erklärt hätte. Geistige Synthesis. Wir brauchen ein x um die Kontinuität darauf zu beziehen, auch wenn Kontinuität selber nur das Ergebnis einer Arbeit des Geistes wäre. Diese Mechanismen sind niemals dem Bewusstsein gegenwärtig.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Schein Sellars
 
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Brandom I 425
Schein: Sellars: zwei Verwendungsweisen von »scheint« oder »sieht aus«: 1. generische »scheint«-Aussagen: Bsp das Huhn scheint eine Anzahl Flecken zu haben, aber es gibt keine bestimmte Anzahl, die es zu haben scheint. Bsp Es scheinen eine Menge Krümel auf dem Tisch zu liegen. Aber es scheinen nicht 998 Krümel auf dem Tisch zu liegen, oder 999.
2. die andere Verwendungsweise ist die Unterscheidung zwischen den folgenden Aussagen:
Es sieht so aus, als sei drüben ein Baum.
Da drüben ist etwas, das wie ein Baum aussieht.
Da drüben ist ein Baum.
Unterschiedliche Reichweite. Es ist eine parasitäre Beziehung zwischen diesen Zurückhaltungen einer Billigung und den riskanten Billigungspraktiken, aus denen sich ihre Bedeutung ableitet.
I 426
Brandom: was immer ihre Rolle in der Reihenfolge der Rechtfertigung sein mag, in der Reihenfolge des Verstehens setzt »scheint rot« »ist rot« voraus. - - -
Rorty VI 147/48
Erscheinen/Scheinen/Erklärung/SellarsVsNagel: die "Erscheinungen" die von der wissenschaftlichen Erklärung gerettet werden müssen, sind ihrerseits sprachrelativ. Was einem erscheint, ist davon abhängig, wie man zu reden gewohnt ist. - - -
Sellars I XVII
Scheinen: Sellars: wie Lewis und Chisholm: darüber wie jemand etwas erscheint, ist in der Tat jedweder Irrtum ausgeschlossen! Aber VsLewis: dadurch avancieren die Sätze dennoch nicht zum Fundament der Rechtfertigung. Der Satz, dass etwas für jemand rot zu sein scheint, hat den Gedanken, dass er in irgendeiner Beziehung zu irgend etwas steht, das rot ist, nicht als Teil seiner Bedeutung.
I 24
Sellars: scheinen prima facie = sein.
I 26
Scheinen/Sellars: Sein basaler als Scheinen - Scheinen keine Beziehung zwischen Person, Ding und Eigenschaft! - Sinnesdaten sollten Scheinen erklären - Sellars: unnötig - Erfahrung "ist grün" und "scheint grün" sind identisch! nur die erste ist bekräftigt. (Ryle: Erfolgswort) - Grün-scheinen setzt den Begriff des Grün-Seins voraus. Scheinen ist überhaupt keine Beziehung.
I 32
Erscheinen: der Begriff des Grün-Scheinens, die Fähigkeit zu erkennen, dass etwas grün zu sein scheint, setzt den Begriff des Grün-Seins voraus.
I 36
Sellars: es kann keine dispositionale Analyse von physikalischer Röte auf der Grundlage des Rot-Scheinens geben. Wir müssen zwischen qualitativem und existentialem Scheinen unterscheiden.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Selbst Nagel
 
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Stalnaker I 260
Objektives Selbst/Nagel/ NagelVsOntologische Sicht: wenn "ich sein" eine objektive Eigenschaft sein soll, bricht die Annahme, dass sie auch zu jemand anders in Relation stehen könnte, zusammen. Wenn es aber ein Aspekt des objektiven TN (Thomas Nagel) ist, kann ich erneut fragen "Welche von diesen Personen bin ich?". Egal wie vollständig wir den Begriff der nichtzentrierten Welt machen, die Tatsache, dass ich TN bin, wird fehlen. (Seite 56) - Stalnaker pro - aber: de objektive Eigenschaft erfüllt zwei Bedingungen:
1. Nur TN hat sie
2. Nur die Person die sie hat, kann sie zuschreiben. Problem: "TNs Selbst-Eigenschaft" ist nicht-starr. - Es gibt mögliche Welten, in denen TN und SK vertauscht sind.
I 262
Wahres Selbst/Nagel: ist nicht die Perspektive und hat auch keine Perspektive. (In der nicht-zentrierten Welt) - darum geht es, wenn ich die Welt als ganzes betrachte und frage: "Wie kann TN ich sein?" - Dabei geht es nicht um Ontologie.
I 263
StalnakerVsNagel: daraus, dass ich mir eine Situation vorstellen kann folgt nicht, dass ich darin sein könnte - siehe Stalnaker.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Selbst Stalnaker
 
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I 253
Selbst/semantische Diagnose/Nagel/Stalnaker: NagelVsSemantische Diagnose: unbefriedigend: VsOntologische Lösung: will die objektive, zentrumslose Welt auf falsche Weise anreichern. - Nagel: Mittelposition: es gibt ein objektives Selbst. StalnakerVsNagel: Die semantische Diagnose hat mehr Potential, als Nagel annimmt - einfache Lösung: kontext-abhängig oder subjektive Information.
I 255
Glaube/Überzeugung/Stalnaker: sind Mengen von nichtzentrierten möglichen Welten - = Selbstzuschreibung von Eigenschaft - siehe Nagel
I 264
Objektives Selbst/bescheidene semantische Sicht/Stalnaker: verzichtet auf subjektiven Inhalt, der mehr wäre als Selbstlokalisierung - kein Reich subjektiver Tatsachen.
I 269
Danach müsste man wissen, wie es für Napoleon ist, Napoleon zu sein, wenn man alle Tatsachen berücksichtigt hat - > minimales Subjekt.
I 270
Objektives Selbst/ StalnakerVsObjektivierung: (von subjektiven Inhalten) 1. Diese nimmt eine extravagante Metaphysik auf sich
2. Sie erfordert eine Erklärung der besonderen Relation, die wir immer noch dazu haben müssten.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Theorien Searle
 
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John R. Searle
I 43/44
"Themen-neutral" (Austin): nicht nomologisch - SearleVsThemenneutral: Verdauung braucht nicht zusätzlich einen Zustand, der extra beschrieben werden müsste.
I 121
Nagel: keine Theorie kann Notwendigkeit der Identität von Schmerz und physischem Zustand zeigen - SearleVsNagel: muss auch nicht, Gravitationstheorie zeigt keine Notwendigkeit der Gravitation.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Tiere McDowell
 
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I 142
Tier/McDowell: es ist nicht so, dass Tiere Automaten wären. Sie können findig, begabt, listig, freundlich usw. sein. Sie haben eben nur kein Selbstbewusstsein. Ein Tier kann sich auch ohne Bild von sich selbst in seiner Umwelt orientieren.
Das Tier hat mit einer Abfolge von Problemen zu tun, begreift sie aber nicht als Abfolge von Problemen.
Eher Proto-Subjektivität als Subjektivität. Keine "Gerichtetheit auf die Welt".
I 142
Tier/Mensch/Gadamer: Mensch: lebt in der Welt Tier: lebt in einer Umwelt
Welt: gestaltet
Umwelt: Andrang von Zwängen.
I 142
Mensch/McDowell: wesentlich: "Gerichtetheit auf die Welt".
I 144
Mensch/Gadamer: "freies, distanziertes Verhalten". - McDowell: Emanzipation vom Zwang, Anklänge an Theorie.
I 145
Tier/Mensch/Marx: das menschliche Leben ist nichts, sofern es nicht aktiv ist. - Der Arbeiter ist auf seine tierischen Funktionen reduziert.
I 146
Umwelt/Gadamer: ist dem Lebewesen im wesentlichen fremd. Der "Andrang des von der Welt her Begegnenden". Welt: kann besessen werden. (Durch Sprache angeeignet).
Umwelt: kann nur bewohnt werden.
I 149ff
Bsp Fledermaus/McDowellVsNagel: Nagel These: Fledermäuse besitzen eine ausgereifte Subjektivität, deren Charakter außerhalb unserer Begriffe liegt. McDowellVsNagel: falsches Bild des "nichtbegrifflichen Inhaltes", den wir in Begriffe ummünzen könnten. ((s) Wissen-wie)).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Tiere Radner
 
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Daisie Radner Heterophänomenologie: wie wir etwas über die Vögel und die Bienen lernen in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt 2005

Perler I 419
Tier/Innenwelt/Radner: man muss Bienen gar keine Erlebnisse zugestehen! "Wie ist es für eine Biene, Ultraviolett zu sehen?" kann man auf drei Arten beantworten: 1. Irgendeine Beschreibung einsetzen, dabei nimmt man ein Erlebnis der Bienen an
2. "Wenn sie ein Erlebnis haben...ist es wie...". Keine Verpflichtung zur Wahrheit, stattdessen Konditional.
3. Bienen haben kein Erlebnisse: das hieße, es ist auch nicht "wie irgendetwas..."

Perler I 423
RadnerVsNagel: Nagel geht der Methode, sich vorzustellen, man lebe das Leben einer Fledermaus, aus dem Weg. Nagel: ich kann mir das Leben der Fledermaus nicht vorstellen, indem ich etwas zu meiner Erfahrung hinzudenke oder weglasse...
Radner: (dito): Innenweltheterophänomenologie kann nicht aus der Sicht der 1. Person unternommen werden.
I 424
Bsp J. van Lawick Goodall: Schilderung ekelerregender Nahrungsaufnahme aasfressender Hyänen. RadnerVsGoodall: sie kommt nicht einmal so weit wie Nagel: sie stellt sich einfach vor, dass ihr dabei das Wasser im Mund zusammenläuft.
I 425
Bsp O.und K. Heinroth: "Ein Vogel hat keine Elternpflichten, sondern nur Elternfreuden und tut nur das, was ihm gewissermaßen "Spaß macht". ". Radner pro: dieser Schluss beruht nur auf Überlegungen dazu, wie sich Vögel verhalten, nicht auf irgendeiner vorgestellten Übernahme der Vogelrolle.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Wissen wie Loar
 
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Chalmers I 142
Wissen-wie/Qualia/Intension/primäre/sekundäre Intension/LoarVsJackson/ LoarVsMaterialismus/Loar/Chalmers: Loar (1990) geht in seiner Kritik tiefer als Horgan (1984b), Tye (1986), Churchland (1985), Papineau (1993), Teller (1992), McMullen (1985): die Beispiele mit Wasser/H2O, Superman/Clark Kent usw. erlauben immer noch, dass die physikalischen bzw. phänomenalen Begriffe unterschiedliche primäre Intensionen haben. Bsp Wärme und z.B. mittlere kinetische Energie designieren dieselbe Eigenschaft (sekundäre Intension) aber führen gleichzeitig verschiedene Eigenschaften (primäre Intensionen) ein! Aber das wird nicht a priori gewusst. Pointe: dann war Marys Wissen über die phänomenalen Eigenschaften von Farben
I 143
schon ein Wissen über physikalische bzw. funktionale Eigenschaften, aber sie konnte die beiden zuvor nicht verbinden. VsJackson/Chalmers: Weitere Einwände: (Bigelow/Pargetter (1990): BigelowVsJackson, PargetterVsJackson: selbst für ein allwissendes Wesen gibt es eine Lücke zwischen physikalischem und indexikalischem Wissen (siehe Bsp Rudolf Lingens mit Gedächtnisverlust liest in der Bibliothek seine eigene Biografie).
I 144
ChalmersVsBigelow/ChalmersVsPargetter/ChalmersVsLoar: der Mangel an phänomenalem Wissen ist ein ganz anderer als der an indexikalischem Wissen. Wissen/Indexikalität/Nagel/Chalmers: (Nagel 1983): es gibt hier eine ontologische Lücke.
ChalmersVsNagel: wir können viel direkter argumentieren: es gibt keine vorstellbare Welt, in der die physikalischen Fakten sind wie in unserer Welt, in der jedoch die indexikalischen Fakten sich von unseren unterscheiden.


Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Zombies Nagel
 
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Tetens IV 69
Zombies/NagelVsZombieproblem: eine Existenz als Zombie ist gar nicht vorstellbar: wir weichen doch vor dem Auto aus! - TetensVsNagel: Du redest zu viel vom Verhalten und gar nicht vom Erleben, das Dir so wichtig ist.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Te I
H. Tetens
Geist, Gehirn, Maschine Stuttgart 1994

W VII
H. Tetens
Tractatus - Ein Kommentar Stuttgart 2009

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 21 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsNagel Nagel Vs Armstrong, D.
 
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Frank I 65
NagelVsArmstrong/KripkeVsArmstrong: die epistemische Natur des psychischen Zustands ist gewiss, also könnte ich sie haben, ohne mir notwendigerweise bewusst zu sein, dass ich funktionale Zustände habe. ShoemakerVsNagel/VsKripke: zu Idealismus freundlich.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsNagel Davidson Vs Cartesianismus
 
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Avra I 109
DavidsonVsCartesianismus/DavidsonVsPhysikalismus/Avramides: sein Zweifel (und auch Nagels Argument) führen zu einer Ablehnung sowohl des Cartesianismus (der ja nicht reduktiv ist) als auch des reduktiven Physikalismus. Davidson/Nagel/Avramides: beide sagen, die Unmöglichkeit des direkten Zugangs zum Mentalen liegt in der Methode!
Geist/CartesianismusVsNagel//Physikalismus/Avramides: Pointe: beide (Cartesianismus und Physikalismus) machen den Geist zu etwas Objektivem. Und damit prinzipiell einer Beobachtung zugänglich für ein Wesen, das die geeigneten Fähigkeiten hat.
I 110
Aber die Argumente von Nagel und DavidsonVsPhysikalismus treffen auch VsCartesianismus. (1979c, S.211).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsNagel Nagel Vs Dennett, D.
 
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Rorty VI 144
Erklärung/Dennett/Rorty: es reicht aus, zu erklären, warum es etwas Phänomenologisches zu geben scheint also warum es so zu sein scheint " dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Denken .. dass etwas rosarot erscheint, und dem, dass etwas wirklich rosarot erscheint. (!) VsDennett: seine Kritiker glauben, dass sein Buch bloß dazu taugt, das Bewusstsein wegzuerklären.
Glauben/Existenz/Dennett/Rorty: sollte erwidern, dass es eine gute Sache ist, etwas wegzuerklären, also zu erklären, dass wir dem Etwas in unserem Bild keinen Platz einräumen müssen, sondern nur dem Glauben an dieses Etwas.
NagelVsDennett/Rorty: prokusteshafte Anpassung an Objektivität. Stattdessen sollten wir uns um eine Objektivität bemühen, die den Standpunkt der ersten Person mit dem der dritten Person verbindet.
Erste Person/Nagel/Searle/Rorty: (u.a.): Kenntnis von intrinsischen, nichtrelationalen Eigenschaften geistiger Ereignisse.
RortyVsNagel/VsSearle: falls sie die Maxime: "hat man alle relationalen Eigenschaften (alle Ursachen und Wirkungen) erklärt, so hat man die Sache selbst erklärt" akzeptieren, so werden sie erkennen, dass sie hier den Kürzeren ziehen.
I 145/146
Nagel: (laut Rorty) daher muss er darauf beharren, dass nichtrelationale Eigenschaften unmöglich auf relationale zurückführbar sind. Bewusstsein/Nagel/Rorty: dass ein Mensch Bewusstsein hat, ist nicht bloß ein Glaube, sondern eine Schlussfolgerung aus den Belegen.
Also gibt es eine Lücke (laut Rorty) zwischen den Belegen und dem Schluss aus den Belegen, die Lücke zwischen der Gesamtheit der Relationen zwischen dem Bewusstsein und der übrigen Welt und der intrinsischen Beschaffenheit des Bewusstseins andererseits.
VI 147
NagelVsDennett/Rorty: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
VI 149
Heterophänomenalismus/DennettVsNagel: er sollte den "Heterophänomenalismus" als neutrale Beschreibung akzeptieren. RortyVsDennett, RortyVsNagel: beides ist verfehlt! Der Heterophänomenalismus beansprucht, das was Nagel für unsagbar hält, auszusprechen. Nagel hat hier recht, wenn er dem eine petitio principii vorwirft, denn damit werden alle interessanten Fragen vorentschieden.
DennettVsNagel: vielleicht ist man nur jetzt nicht in der Lage, und später sehr wohl, gewisse Dinge zu beschreiben!
NagelVsDennett: etwas "anderes, Beschreibbares" interessiert mich gar nicht! Man soll das Unbeschreibbare nicht durch etwas Beschreibbares ersetzen.
VI 150
Das wäre so, als wollte man von Kant verlangen, nach der Rezeption von Hegel doch noch das Ding an sich zu erkennen.
VI 151/152
Def Heterophänomenologie/Rorty: nimmt für sich in Anspruch, dem anderen mitzuteilen, worüber dieser "eigentlich geredet hat". VsQualia, Vs unerkennbares Wesen, Vs Wissen, das nicht durch Redeweise beeinflussbar ist, (Reduktionismus) . (RortyVsDennett: dieser glaubt fälschlich, er sei neutral).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsNagel Nagel Vs Funktionalismus
 
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Frank I 64
Subjekt/Körper/Nagel: wenn ich mit meinen psychischen Zuständen notwendig direkt, also nicht über Wahrnehmung vertraut bin, Wahrnehmungsbefunde aber umgekehrt nur über die direkte Vertrautheit als die meinigen ansprechbar sind, dann habe ich einen Grund, das Subjekt der Psyche nicht im Körper zu suchen.
Im Übrigen bin ich auch dann in einem beliebigen psychischen Zustand, wenn ich keine Ahnung über seine deskriptive Deutung habe.
((s)VsNagel: (mit Sellars): Zugang nur über die Sprache).
NagelVsFunktionalismus: hätte er recht, so gälte notwendig von psychischen Zuständen, dass sie identisch wären mit funktionalen Zuständen, aber nur zufällig, dass sie psychische Zustände sind, denn letzteres hängt ab von ihren kausalen Rollen, und nicht von ihrer inneren epistemischen Natur.
- - -
Nagel III 21
NagelVsFunktionalismus/VsReduktionismus: der gewöhnliche Begriff des Psychischen enthält bereits die Anfänge einer ganz anderen Konzeption der objektiven Wirklichkeit. Wir können den Gedanken eines anderen Bewusstseins gar nicht verstehen, wenn wir ihn auf eine Weise interpretieren, die unverständlich wird, wenn wir den Gedanken auf uns selbst anzuwenden versuchen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsNagel Jackson Vs Identitätstheorie
 
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Lanz I 285
Frank JacksonVsIdentitätstheorie: Bsp Angenommen, ein perfekt informierter Neurophysiologe hat nur über Schwarzweißbildschirme Zugang zur Welt. Er weiß alles, was es in den Begriffen der Wissenschaft über das visuelle System der Menschen zu wissen gibt. Nehmen wir an, er erhalte nun einen Farbbildschirm. Ist es nicht offenkundig, dass er jetzt etwas Neues lernt, nämlich wie farbige Gegenstände aussehen? VsMaterialismus: Dieser läßt das aus. MaterialismusVs: ( VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive contra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten! Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände.
Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt! (> Repräsentation).

Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000
VsNagel Ryle Vs Introspektion
 
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I 208f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: kann nicht das sein, was die Tradition von ihr erwartet, da ihr Gegenstand (Objekt) ein Mythos ist – Bewusstsein: was ich über mich herausfinden kann, ist von gleicher Art wie das was ich über andere herausfinden kann – die kleinen Unterschiede begünstigen gerade nicht die Selbsterkenntnis – (RyleVsNagel).
I 216
RyleVsTradition: uns begegnen im Innern gar keine Erscheinungen – solche Ereignisse gibt es nicht.
I 221
Introspektion/Tradition/Ryle: ein Ideal einer wahrheitlichen Wahrnehmung, aufmerksame Beobachtung, nur hie und da ausgeführt. Wogegen Bewusstheit ein andauernder Bestandteil aller geistigen Vorgänge sein soll. RyleVsIntrospektion: angenommen, es gibt gewisse geisterhafte Dinge, die man da wahrnehmen könnte, dann müsste dieser Beobachter immer zwei Dinge auf einmal tun, bei der Realisierung des Plans rechtzeitig aufzustehen, müsste er auch auf den Vorgang der Planeinhaltung achtgeben. Das würde schnell unendlich. (>Regress).
I 222
Wenn man aber zugibt, dass die Zahl der wahrnehmbaren inneren Dinge beschränkt ist, dann folgt daraus, dass es nichtwahrnehmbare innere Dinge geben muss. Nicht-introspektive Akte nämlich, jene Akte der Introspektion, die schon die größtmögliche Zahl gleichzeitiger Aufmerksamkeitsakte enthalten. Dieses Wissen könnte dann nicht auf Introspektion beruhen. Dann stellt sich aber die Frage, ob es jemals darauf beruht. Dann müsste man wieder eine andere Form des privilegierten Zugangs postulieren. Scylla und Charybdis.

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
VsNagel Nagel Vs Mackie, J.L.
 
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III 61
Ethik/Objektivität/Nagel: die Annahme objektiver Werte und Gründe lässt sich anfechten, wenn eine subjektive Auffassung plausibler ist. Auch die Annahme einer radikalen Falschheit unserer Ethik ist nicht widersprüchlich.
Der Realismus hilft dann aber, gewisse Alternativen für plausibler zu halten als andere.
Realismus/Ethik/Nagel: ich glaube, dass sich grundsätzlich die Möglichkeit des Realismus durch nichts beweisen lässt. Wir können nur Argumente für seine Unmöglichkeit widerlegen.
III 62
Argumente VsRealismus: 1. VsRealismus/Ethik/Mackie: petitio principii: wenn Werte etwas Wirkliches sind, dann muss es sich bei ihnen um wirkliche Gegenstände einer ontologisch grundverschiedenen Art handeln.
Mackie: These: Werte sind kein Teil des Gewebes der Welt. Wären sie es, so wären sie "Wesenheiten, Qualitäten oder Beziehungen von sehr seltsamer Art, die von allen anderen Dingen in der Welt ganz verschieden wären". (Position).
NagelVsMackie: er ist offensichtlich im Besitz eines ganz bestimmten Bildes von der Welt (z.B. ohne die "nichtnatürlichen Qualitäten" Moores).
Aber die Annahme ist nicht richtig! Der Aspekt, im unpersönlichen Sinne schlecht zu sein, ist keine geheimnisvolle zusätzliche Eigenschaft des Schmerzes.
Die Anerkennung von Werten bedeutet nicht, dass sie etwas Okkultes sind, sondern, dass sie wirkliche Werte sind!
Das bedeutet in der Konsequenz, dass unsere Aussagen über Gründe im Zusammenhang mit diesen Werten wahr oder falsch sein können!
III 63
MackieVsNagel: dieser habe ihn falsch dargestellt: sein Zweifel beziehe sich nicht auf absonderliche Entitäten, sondern auf die Gründe selbst. Und eben diese Gründe würden nicht benötigt, um etwas zu erklären, was geschieht. Deshalb gibt es auch keine Veranlassung an ihre Existenz zu glauben.
NagelVsMackie: das wirft das Problem auf einer anderen Ebene erneut auf: petitio principii: die Annahme, dass Brauchbarkeit ein Kriterium für Existenz sei.
NagelVsMackie: die These, dass es besondere Gründe gibt, ist eine normative These und keine Aussage über die beste Erklärung!
Beste Erklärung/BE/Nagel: setzt man voraus, dass nur das, was in der besten Erklärung der Welt vorkommen muss, wirklich ist, so unterstellt man, dass es keine irreduziblen normativen Wahrheiten gibt.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
VsNagel Nagel Vs Materialismus
 
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III 30
Objektivität/Realität/Nagel: mit der akzeptierten Einschränkung, dass wir die spezifische Qualität einer jeden Erlebnisperspektive nur von innen her erfassen können, geben wir den Gedanken on einer Welt, wie sie in Wirklichkeit unabhängig von der Erscheinung für irgendeinen von uns an sich beschaffen ist, gerade nicht auf. Nagel. die Welt, wie sie ist, enthält auch Erscheinungen und es gibt keine privilegierte Perspektive, sie zu erfassen.
Das ist die Negation des Idealismus in bezug auf das Bewusstsein.
Die Welt ist weder meine Welt noch ist sie unsere (nicht einmal auf die psychische Welt trifft das zu)!
NagelVsMaterialismus: basiert letztlich auf einer Art Idealismus: dem Idealismus der Objektivität
Objektivität/Nagel: ist nicht die Wirklichkeit, sie ist nur eine Möglichkeit, die Wirklichkeit zu verstehen. ((s) >Searle: Realismus als Methode und Bedingung, Hypothesen zu bilden).
III 31
Sie ist aber dennoch sinnvoll, weil die Suche nach einem objektiven Verständnis die einzige Möglichkeit ist, unsere Erkenntnis zu erweitern. Sonst müsste man auch auf die Mathematik verzichten, weil sie nicht vollständig sein kann.
- - -
Rorty IV 64
NagelVsMaterialismus/Rorty: lässt das »Bewusstsein« außer Acht, also die Art, wie die Dinge aus dem Inneren des Menschen betrachtet aussehen. RortyVsNagel: der »Blick von innen« lässt zwar einige, aber nicht alle inneren Ursachen des Verhaltens erkennen. Diese Ursachen können unter »mentalen« Beschreibungen aufgezeigt werden. Das Ich des Menschen sind nicht Organe und Teilchen, sondern größtenteils seine Überzeugungen und Wünsche.
IV 65
Introspektion/Rorty: die Fähigkeit zur Berichterstattung hängt nicht davon ab, dass etwas »dem Bewusstsein gegenwärtig« sei, sondern davon, dass der Gebrauch von Worten lehrbar ist! (Bsp man muss wissen was Fieber ist, um feststellen zu können, dass man es hat). »Bewusstsein«/Rorty: statt Bewusstsein sollten wir »Ich« sagen: das
Def »Ich«/Rorty: besteht aus den geistigen Zuständen des Menschen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsNagel Dennett Vs Nagel, Th.
 
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II 191
Fledermaus-Beispiel/DennettVsNagel: Schon der Titel lenkt uns auf die falsche Fährte: er veranlaßt uns, all die anderen Wege zu übersehen, auf denen Fledermäuse (und andere Tiere) ihre verblüffenden Leistungen vollbringen können, ohne daß es sich für sie irgendwie "anfühlt". Wir schaffen uns selbst ein angeblich undurchdringliches Geheimnis.
Wie fühlt es sich für einen Vogel an, ein Nest zu bauen?, Nun gut, wie fühlt es sich für uns an, unsere Schuhe zuzubinden?

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsNagel Evans Vs Nagel, Th.
 
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Gareth Evans
Frank I 507
Selbstidentifikation/Verstehen/EvansVsNagel: ich habe schon implizit erklärt, was es heißt, eine solche Identitätsaussage zu verstehen (Allgemeinheitsklausel). Personen sind von anderen unterschieden wie gewöhnliche materielle Gegenstände von anderen materiellen Gegenständen.
Eine Identitätsaussage muss für eine raumzeitliche Karte der Welt keinen Unterschied machen, wohl aber für die Art, wie die unmittelbare Umgebung betrachtet wird.
EvansVsNagel: dieser suchte an der falschen Stelle nach einer Auswirkung.
Es ist wahr, dass wir in einer nicht indexikalischen Identitätsaussage nicht feststellen können, ob sie wahr ist.
Aber warum sollten wir annehmen, dass alles, was wahr ist, in dieser Weise dargestellt werden könnte?
Objektivität/Selbstidentifikation/Nagel: eine Proposition wie [ich bin t] ist nicht objektiv vom Standpunkt der Ewigkeit aus, wahr!
Evans: pro! Eine solche Proposition kann ja nur von der Person selbst gefaßt werden.
((s) Und die existiert nicht in der Ewigkeit). Aber
EvansVsNagel: d.h. nicht, dass wir nicht verstehen, was es heißt, dass wir mit raumzeitlichen Gegenständen identisch sind.
Fra I 507/508
Sonst könnte unser Denken über uns selbst nicht der Allgemeinheitsklausel unterliegen. Evans: wir müßten dann annehmen, wir hätte eine idealistische Konzeption des Selbst.
Oder genauso gut, wie Anscombe, fordern, "ich" beziehe sich auf gar nichts.
ich/Selbstidentifikation/Objektivität/EvansVsNagel: umgekehrt könnte man sagen, ebenso wie unsere Gedanken über uns selbst fordern, dass diese Verbindung mit der für "objektiv" gehaltenen Welt verständlich ist, erfordert auch unser "objektives" Denken über die Welt, dass diese Verbindung verständlich ist.
Denn man kann niemand ein "objektives" Modell der Welt zusprechen, wenn er nicht versteht, dass er ein Modell der Welt in der er lebt, entwirft!
Daher glaube ich, dass Nagels "Kluft" zwischen Objektivem und Subjektivem nur scheinbar besteht.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsNagel McDowell Vs Nagel, Th.
 
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I 149 +
Fledermaus-Beispiel/McDowellVsNagel: Nagel These Fledermäuse besitzen eine ausgereifte Subjektivität, deren Charakter außerhalb unserer Begriffe liegt. McDowellVsNagel: falsches Bild des "nichtbegrifflichen Inhaltes", den wir in Begriffe ummünzen könnten.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsNagel Putnam Vs Nagel, Th.
 
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IV 151/152
PutnamVsNagel: es ist ein Fehler, anzunehmen, dass Gödel gezeigt hätte, dass der menschliche Geist komplizierter ist, als die komplizierteste Maschine bisher.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsNagel Searle Vs Nagel, Th.
 
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John R. Searle
I 120
Thomas Nagel/Searle: hat in seinen Schriften sehr wirkungsvolle Argumente gegen die Möglichkeit jedweder Lösung des Körper/Geist Problems vorgelegt. Seine Argumentation: wir haben gegenwärtig nicht die begrifflichen Mittel, um uns eine Lösung auch nur vorzustellen. Und zwar aus folgendem Grund: Kausalerklärungen in den Naturwissenschaften kommt eine gewisse kausale Notwendigkeit zu.
I 121
Bsp das Verhalten von Molekülen, die das Flüssigsein von Wasser verursacht: die Molekulartheorie zeigt nicht nur, dass Systeme unter gewissen Bedingungen flüssig sein werden; sie leistet mehr, denn sie zeigt auch, warum das System in flüssigem Zustand sein muss. Wissenschaftliche Erklärungen implizieren Notwendigkeit, und Notwendigkeit impliziert die Unvorstellbarkeit des Gegenteils.
Nagel: diesen Typ von Notwendigkeit können wir nun aber im Falle des Verhältnisses von Materie und Bewusstsein nicht erreichen. Keine Theorie könnte erklären, warum Schmerzen eine notwendige Folge gewisser Arten von neuronale Feuerungen. Wir können uns jederzeit eine Sachlage vorstellen, in der das neurophysiologische Geschehen keine derartigen Konsequenzen hat. Wir können uns einfach das Gegenteil vorstellen.
Daher keine Notwendigkeit. Nagel zieht die verzweifelte Schlussfolgerung, dass unsere begrifflichen Ausrüstung einer Überholung bedürfte.
SearleVsNagel: diese Argumentation überzeugt mich nicht. So wird z.B. Gravitation durch das Massenanziehungsgesetz erklärt, aber es wird und damit nicht gezeigt, warum Körper Gravitationskraft ausüben müssen.
I 123
Wir machen uns von der Notwendigkeit ein Bild, das auf unserer Subjektivität beruht, aber wir können uns nicht in der gleichen Weise ein Bild von der Notwendigkeit der Beziehung zwischen Subjektivität und neurophysiologischen Phänomenen machen, denn dann sind wir ja schon aus der Subjektivität herausgetreten. Bsp Angenommen, angenommen, Gott oder irgend eine Maschine könnte kausal notwendige Beziehungen ohne weiteres entdecken; dann gäbe es für Gott beziehungsweise für die Maschine keinen Unterschied zwischen Materie/Materie Notwendigkeitsformen und Materie/Geist Notwendigkeitsformen.
Und weiter: selbst wenn wir einräumen dass wir uns nicht von beiden Seiten der Beziehung zwischen Bewusstsein und ihren in der Weise ein Bild machen können, wie wir das bei der Beziehung zwischen Flüssigkeit und Molekülbewegung können, so könnten wir doch indirekt zu den Kausalbeziehungen gelangen.
I 124
Wir könnten eines Tages doch zu einer Theorie gelangen, die eine Kausalerklärung von Bewusstsein liefert. Nagel hat nicht die Unlösbarkeit des Problems nachgewiesen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsNagel Sellars Vs Nagel, Th.
 
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Rorty VI 147
Erscheinen/Scheinen/Sprache/Erklärung/SellarsVsNagel/Rorty: die "Erscheinungen", die von der wissenschaftlichen Erklärung gerettet werden müssen, sind ihrerseits sprachrelativ. Was einem erscheint, ist davon abhängig, wie man zu reden gewohnt ist.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsNagel Verschiedene Vs Nagel, Th. Te I 153
Nagel: Erlebnisinhalt kann niemals mit etwas Physischem identisch sein! Te I 153
Te I 59
Nagel scheint zu schließen. wenn x und y identisch sind, dann muß derjenige, der x wahrnimmt, auch y wahrnehmen. D.h. wenn ein Beobachter die physische Welt wahrnimmt, müßte er auch den Erlebnisinhalt einer anderen Person wahrnehmen, wenn diese identisch wären.
Er nimmt ihn aber nicht wahr, also kann er nicht identisch sein!
Identität/(s)VsNagel: Bsp Wasser und H20 sind identisch, aber man nimmt eigentlich immer nur Wasser wahr. Die Wahrnehmungen müssen nicht identisch sein.
TetensVsNagel: es kommt ja auch noch das Wissen hinzu: wenn jemand weiß, daß er x wahrnimmt, folgt daraus nicht, daß er weiß, daß er y wahrnimmt!
Erleben/Wahrnehmung/Nagel: "..und schließlich empfinden wir den Geschmack von Schokolade..."
Te I 60
Erleben/Wahrnehmung/TetensVsNagel: warum sagt er nicht einfach: "indem sich das alles Im Organismus , insbesondere im Gehirn abspielt, ißt und schmeckt der Betreffende Schokolade"?. Dann wäre er nicht so leicht der Versuchung erlegen, die folgende Frage anzuschließen:
Nagel: "Was ist der Geschmack von Schokolade jedoch?"
Tetens: er hätte gut daran getan, nur folgendes zu sagen: "er steckt sie in den Mund und nimmt sie auf spezifische Weise wahr, denn man kann durch Kauen Schokolade identifizieren."
Der Geschmack ist nicht etwas Zusätzliches zum Vorgang des Schmeckens.
(s) DF Tätigkeit statt Gegenstand - Schmecken statt Geschmack ("Verdinglichung").
Tetens: das würde uns auch vor der Frage bewahren: "Wo befindet sich der Geschmack?".
TetensVsNagel: er verrätselt die Frage und Bsp tut so wie ein Blinder, der die Farben in Frage stellen wollte: weil er sie nicht tasten oder riechen kann, wieso kommen sie dann in der Welt vor?
Es sind einfach physische Eigenschaften physischer Dinge in der Welt.
Te I 72, 73 +
NagelVsTetens: wir haben nicht ohne Grund zwei Sprachen! TetensVsNagel: richtig, aber die beiden unterscheiden sich nicht darin, daß die eine - die "Empfindungssprache" - näher an der" Realität" liegt als die andere!
Te I 75
Tetens: Lösung: wo ist da noch ein Rätsel, wenn der Naturalist sagt: "wenn eine bestimmte Wellenlänge reflektiert wird, erlebt man etwas, auf das man in unserer Kultur mit Farbwörtern zu reagieren gelernt hat".




VsNagel Cartesianismus Vs Nagel, Th.
 
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Avra I 109
Geist/CartesianismusVsNagel//Physikalismus/Avramides: Pointe: beide (C. und Ph.) machen den Geist zu etwas Objektivem. Und damit prinzipiell einer Beobachtung zugänglich für ein Wesen, das die geeigneten Fähigkeiten hat.
I 110
Aber die Argumente von Nagel und DavidsonVsPhysikalismus treffen auch VsCartesianismus. (1979c,S.211)
VsNagel Peacocke Vs Nagel, Th.
 
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I 167
Nagel/Peacocke: (erste Tanner Lecture 1980) Bsp "Ich bin TN" scheint auf der einen Seite eine echte Tatsache auszudrücken, die nicht von einem bestimmten Gesichtspunkt der Welt aus beschrieben werden kann, ((s) um wahrer zu sein als von einem anderen Gesichtspunkt aus.)
I 168
auf der anderen Seite scheint es so zu sein, dass es keine irreduziblen Tatsachen der ersten Person geben kann. Nagel:~ "TN, wie der Rest von Ihnen, stellt sich heraus, nicht bloß als einzelne Kreatur mit spezieller Perspektive auf die Welt von der Position in seinem Innern aus,.
Jedes andere menschliche Wesen beinhaltet genauso eine ganz eigene Art von Subjekt.
Die "zusätzliche Tatsache" dass ich TN bin, ist die Tatsache, dass diese unpersönliche Konzeption der Welt (Übersetzung: can close over istself) sich vervollständigen kann ? durch die Lokalisation des Subjekts, das sie in einem bestimmten Punkt der Welt formt, indem es sie wahrnimmt.
Diese Tatsache ist an die Perspektive von TN gebunden. Und weil es keine irreduzible Tatsache der ersten Person ist, kann sie Teil der realen Welt sein!"
PeacockeVsNagel: gibt er hier wirklich eine Tatsache der realen Welt an? In dem Satz "das Subjekt lokalisieren, das sie (die Welt) formt" ist eine implizite Indexikalität. Diese kommt hier klarer heraus:
Nagel: ~"wenn ich den philosophischen Gedanken habe: "Ich bin TN" dann erkenne ich, dass das objektive Einzel Selbst, das das Subjekt dieser zentrumslosen Vorstellung einer Welt ist, in der TN lokalisiert ist, gleichzeitig die Welt durch die Perspektive von TN sieht.

Vorstellung/PeacockeVsNagel: Vorstellungen mögen
a) öffentliche Typen sein, die von verschiedenen Leuten geteilt werden können. Oder sie können
b) dem Prinzip "ein Denkender, eine Vorstellung" (Token) entsprechen, selbst wenn die gleiche Vorstellung bei verschiedenen Gelegenheiten aufkommen kann.
Nagel: muss letzteren Begriff benutzen, weil im Sinnes des Typs nichts ist, was einem Subjekt entsprechen könnte.
Peacocke: aber im Sinne des Tokens scheint es so zu sein, dass der Inhalt indexikalisch ist. Nämlich die Person mit dieser bestimmten Vorstellung von TN (Peacocke: konstitutive Rolle).
Dies ist zugegebenermaßen kein Gedanke der ersten Person.
Peacocke: aber die Motivation Nagels, dass keine irreduziblen Gedanken der ersten Person in der Welt geben kann, scheint auf alle demonstrativen Gegebenheitsweisen zuzutreffen.
I 169
Bsp Angenommen, Nagel denkt in einem Augenblick über seine objektive Vorstellung der Welt nach und denkt "Ich bin TN" Peacocke: das ist potentiell informativ, wenn es epistemisch möglich ist, dass die Person, die das gerade denkt, nicht TN ist.
Nagel: das Problem mit "ich bin TN" ist kein Pseudo-Problem, das mit einem Mißverständnis der Logik von Indexwörtern zusammenhängt.
Def Charakter/Kaplan: ("On the Logic of Demonstratives"): der Charakter eines Ausdrucks ist eine Funktion von Kontexten auf Inhalte und diese beinhalten keinerlei indexikalische Gegebenheitsweisen.
PeacockeVsNagel: wenn wir das zugrundelegen, ist es gar nicht so verwunderlich, dass die Gegebenheitsweise einer Tatsache - im Unterschied zur Tatsache selbst - irreduzibel indexikalisch sein sollte.
Nagels Punkt, dass wir in der Lage sind, von unserem Standpunkt zurückzutreten, und eine objektivere Vorstellung zu bilden, in der der Standpunkt seinerseits lokalisiert ist, ist von größtem philosophischen Interesse. Dennoch sollte er formuliert werden mit Bezug auf die unterschiedlichen Weisen in denen wir über uns selbst nachdenken, wenn wir eine solche Trennung vornehmen.
Wenn wir also eher eine andere GW als eine andere Art von Objekt haben, dann können wir die Frage aufgeben: "Ist dieses objektive Selbst meins?"
Für Nagel ist diese Frage nur sinnlos, wenn das eine bloße facon de parler wäre für "die Person mit dieser objektiven Vorstellung".

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsNagel Stalnaker Vs Nagel, Th.
 
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I 20
Objektives Selbst/Nagel/Stalnaker: Nagel beginnt mit dem Ausdruck eines allgemeinen Gefühls der Verwirrung über den eigenen Platz in einer unpersönlichen Welt. Ich: wenn jemand sagt "Ich bin RS" scheint es, dass die Person eine Tatsache darstellt.
I 21
Pointe: es ist eine objektive Tatsache, ob eine solche Feststellung wahr oder falsch ist, unabhängig davon, was der Sprecher denkt. Problem: unser Begriff der objektiven Welt scheint gar keinen Platz für eine solche Tatsache zu lassen! Eine vollständige Darstellung der Welt wie sie in sich selbst ist, wird keine bestimmte Person als mich herausgreifen. (single out). Sie wird mir nicht sagen, wer ich bin.
Semantische Diagnose: versucht eine Darstellung von Index-Wörtern oder Selbst-Lokalisierung als Lösung.
NagelVsSemantische Diagnose: das trifft nicht den Kern der Sache.
StalnakerVsNagel: eine bestimmte Variante kann unser spezielles Problem hier lösen, aber es bleiben viele andere in Bezug auf die Relation zwischen einer Person und der Welt die sie bewohnt, und zwar darüber, was genau die subjektiven Tatsachen über die Erfahrung uns sagen, wie die Welt in sich selbst ist.
Selbst-Identifikation/Selbst-Lokalisation/Glauben/Stalnaker: nichts könnte einfacher sein: Wenn EA am 5. Juni 1953 sagt "Ich bin ein Philosoph" dann ist das wahr, gdw. EA am 5 Juni 1953 ein Philosoph ist.
Problem: was ist der Inhalt der Aussage?
Inhalt/Wahrheitsbedingungen/WB/Selbst-Identifikation/Ich/Stalnaker: der Inhalt, die Information wird nicht durch die WB erfasst, wenn die WB zeitlos und unpersönlich gemacht werden.
((s) Die Wahrheitsbedingungen bei Selbstidentifikation oder Selbst-Lokalisation sind nicht homophon!. D.h. sie sind ich die Wiederholung von „Ich bin krank“, sondern sie müssen um Ort, Datum und Angaben über die Person ergänzt werden damit werden sie zeitlos und wahrheitsfähig.
Problem/Stalnaker: der Sprecher könnte geglaubt haben was er sagt, ohne das Datum und den Ort selbst überhaupt zu kennen oder seine Zuhörer könnten die Äußerung verstanden haben, ohne das Datum usw. zu kennen.
Lösung: die semantische Diagnose braucht eine Darstellung des subjektiven oder kontextuellen Inhalts.
Nagel: ist sich jedenfalls sicher, dass er die umgekehrte Lösung ablehnt: eine ontologische Sicht die die Selbst-.Eigenschaften objektiviert.
Stalnaker: das wäre so etwas wie die Behauptung, dass jeder von uns eine bestimmte irreduzible Selbst-Eigenschaft hat, mit der er bekannt ist. ((s) >Käfer-Bsp, Wittgenstein dito), versuchsweise nehme ich an, dass das in der Objektivierung des phänomenalen Charakters der Erfahrung exemplifiziert werden könnte.
- - -
I 253
Selbst/Thomas Nagel/Stalnaker: Nagel findet es verwunderlich, dass ausgerechnet er von allen Thomas Nagel sein muss. Selbst/subjektiv/objektiv/Stalnaker: allgemeines Problem: den Standpunkt einer Person in einer nichtzentrierten Vorstellung einer objektiven Welt unterzubringen. Es ist nicht klar, wie man diese Relation darstellen soll.
Selbst/Ich/Nagel/Stalnaker: Bsp "Ich bin TN".
Problem: es ist nicht klar, wieso unsere Welt Raum für solche Tatsachen hat.
Dilemma: a) solche Tatsachen müssen existieren, weil Dinge sonst unvollständig wären
b) sie können nicht existieren, denn so wie die Dinge sind, enthalten sie solche Tatsachen nicht. (Nagel 1986, 57).
Selbst/semantische Diagnose/Nagel/Stalnaker: NagelVsSemantische Diagnose: unbefriedigend:
NagelVsOntologische Lösung: will die objektive, zentrumslose Welt auf falsche Weise anreichern.
Nagel: Mittelposition These: es gibt ein objektives Selbst.
StalnakerVsNagel: das ist schwer zu fassen und weder notwendig noch hilfreich.
I 254
Semantische Diagnose/StalnakerVsNagel: hat mehr Potential als Nagel annimmt. Mein Plan ist:
1. semantische Diagnose
2. Skizze einer metaphysischen Lösung
3. objektives Selbst ist ein Fehler
4. allgemeines Problem subjektiver Standpunkte
5. kontext-abhängige oder subjektive Information - einfache Lösung für qualitative Erlebnisse.
Selbst/subjektiv/objektiv/semantische Diagnose/Nagel/Stalnaker: (in Stalnakers Version):
Dazu gehört nicht, dass
"Ich bin TN" angeblich ohne Inhalt ist.
StalnakerVsNagel: die Identität der ersten Person ist nicht "automatisch und daher uninteressant".
semantische Diagnose: beginnt mit den Wahrheitsbedingungen (WB).
WB: "Ich bin F" geäußert von XY ist wahr, gdw. XY F ist.
Was für eine Information wird damit übermittelt?
I 255
Inhalt/Information/Selbst/Identität/Stalnaker: eine Lösung: wenn folgendes stimmt: Glaube/Überzeugung/Stalnaker: sind Mengen von nichtzentrierten MöWe
Inhalt/Selbstzuschreibung/Stalnaker: ist dann Menge von zentrierten MöWe.
Bsp Ich bin TN ist wahr gdw. es durch TN geäußert wird,
Inhalt: wird repräsentiert durch die Menge der zentrierten MöWe die TN als ihr ausgezeichnetes Objekt haben.
Inhalt/Überzeugung/Lewis/Stalnaker: mit Lewis kann man Glaubensinhalte auch als Eigenschaften auffassen. (Lewis 1979).
- - -
I 257
Semantische Diagnose/NagelVsSemantische Diagnose/Stalnaker: "Sie macht nicht, dass das Problem weggeht". Stalnaker: was ist denn nun das Problem?
Problem/Nagel: eine adäquate Lösung müsste die subjektiven und die objektiven Begriffe in Harmonie bringen.
I 258
StalnakerVsNagel: dazu muss man aber die Quellen des Problems besser artikulieren als Nagel es tut. Analogie. Bsp Angenommen, ein allzu einfach gestrickter Skeptiker sagt: "Wissen impliziert Wahrheit, also kann man nur notwendige Wahrheiten wissen".
Vs: das ist eine Verwechslung verschiedener Reichweiten der Modalität.
VsVs: der Skeptiker könnte dann antworten "Diese Diagnose ist unbefriedigend, weil sie nicht macht, dass das Problem weggeht".
Problem/Stalnaker: allgemein: ein Problem kann sich als raffinierter herausstellen, aber auch dann kann es bloß ein linguistischer Trick sein.
Illusion/Erklärung/Problem/Stalnaker: es reicht nicht zu erkennen, dass an der Wurzel des Problems eine Illusion besteht. Einige Illusionen sind hartnäckig, wir fühlen ihr Bestehen sogar noch nachdem sie erklärt sind. Aber das impliziert wiederum nicht, dass es ein Problem ist.
I 259
Warum-Fragen/Stalnaker: Bsp „Warum sollte es möglich sein, dass...“ (z.B. dass physikalische Gehirnzustände Qualia hervorrufen). Solche Fragen haben nur Sinn, wenn es eher wahrscheinlich ist, dass das Zugrundeliegende nicht möglich ist.
I 260
Selbsttäuschung/Gedächtnisverlust/Selbst/Irrtum/Stalnaker: Bsp Angenommen, TN täuscht sich darüber, wer er ist, dann weiß er nicht, dass TN selbst die Eigenschaft hat, TN zu sein, obwohl er weißt, dass TN die Selbst-Eigenschaft von TN hat! (Er weiß ja nicht, dass er selbst TN ist). Er weiß nicht, dass er die Eigenschaft hat, die er „ich sein“ nennt. ((s) „Ich sein“ ist hier nur auf TN zu beziehen, nicht auf jeden beliebigen Sprecher). objektiv/nichtzentrierte Welt/Selbst/Stalnaker: das ist eine Tatsache über die objektive, nichtzentrierte Welt, und wenn er sie kennt, weiß er, wer er ist. So sagt der Vertreter der ontologischen Sicht.
Ontologische Sicht/StalnakerVsNagel/StalnakerVsVs: die Strategie ist interessant: zuerst wird das Selbst objektiviert – indem selbst-lokalisierende Eigenschaften in Merkmale der nichtzentrierten Welt verwandelt werden.
Dann versucht man, den wesentlich subjektiven Charakter durch die subjektive Fähigkeit es Erfassens zu erhalten.
I 263
Nagel: These: weil die objektive Vorstellung ein Subjekt hat, gibt es auch seine mögliche Präsenz in der Welt und das erlaubt mir, subjektive und objektive Sicht zusammenzubringen. StalnakerVsNagel: ich sehe nicht, wie das daraus folgt. Warum soll daraus, dass ich mir eine mögliche Situation vorstellen kann folgen, dass ich darin sein könnte?.
Fiktion: hier gibt es sowohl den teilnehmenden Erzähler als auch den Erzähler von außerhalb, allwissend oder nicht.
I 264
Semantische Diagnose/Stalnaker: mag hinreichend sein für normale Selbst-Lokalisierung. Aber Nagel will mehr: einen philosophischen Gedanken. StalnakerVsNagel: ich glaube nicht, dass an einem philosophischen Gedanken hier mehr dran ist, als an dem normalen. Vielleicht ist es eine andere Einstellung (Haltung) aber das verlangt keinen Unterschied im Inhalt!
Subjektiver Inhalt/Stalnaker: (so wie er von der semantischen Diagnose identifiziert wird) scheint mir ein plausibler Kandidat zu sein.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsNagel Nominalismus Vs Nagel, Th.
 
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Frank I 133
Nominalismus/VsNagel: Standardeinwand: es hat keinen rechten Sinn, Fragen aufzuwerfen, die sich aus prinzipiellen Gründen nicht beantworten läßt. Bsp wie es sei, eine Fledermaus zu sein.
I 134
NagelVsNominalismus/NagelVsReduktionismus: seine Konsequenzen sind intuitiv unakzeptabel. Steht im Gegensatz zu unserem Realismus der Welt gegenüber, von dem wir uns zwar verbal distanzieren, den wir aber nicht wirklich aufgeben können.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsNagel Verschiedene Vs Qualia Te I 50
Wahrnehmung/Tetens: wir unterscheiden Modalität: riechen, schmecken, hören, sehen - und Inhalt (oft als "Quale", "Qualia" bezeichnet). Genausogut können wir vom "Erlebnisinhalt" reden, oder einfach vom "Erlebnis".
Te I 72
Qualia/Farbe/Nagel/Tetens: der Antinaturalist würde sagen, Farbe ist die gesehene Farbe, der Farbeindruck, das kann nie und nimmer mit elektromagnetischer Strahlung identisch sein. Qualia/Farbe/TetensVsNagel: also nehme ich die Farben zugegebenermaßen wahr. Aber bei der Wahrnehmung kann niemand von meiner Beschreibung meiner Wahrnehmung absehen.
Nun könnte ich von Anfang an gelernt haben, auf "der Gegenstand dort reflektiert elektromagnetische Strahlung von der und der Wellenlänge" zu reagieren.
(s)VsTetens: funktioniert nicht a) wegen Sorites, b) (> Danto2): gleicher Farbeindruck bei verschiedenen Kombinationen von Wellenlängen.
TetensVsVs: ich müßte zusätzlich gelernt haben, unter gewissen Versuchsbedingungen die Wellenlängen genauer einzuteilen als mit bloßen Auge.
(s)VsTetens: das hilft doch nicht im Alltag?
Tetens: dann wäre ich nie auf die Idee gekommen, zwischen objektivem physikalischem Geschehen und subjektiven Erlebnissen zu unterscheiden.
Te I 71
Qualia/Erlebnisinhalt/Tetens: um nicht Spielverderber zu sein, müssen wir dann nicht sagen "ich sehe etwas Rotes" sondern "ich habe eine Rotempfindung". ((s) Verdinglichung)




VsNagel Nagel Vs Tetens, H.
 
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Tetens IV 69
Zombieproblem/Tetens: geben wir um des Argumentes willen für die Wahrnehmungen einmal zu, sie ließen sich strikt abtrennen von ihrer Beschreibung und vom Verhalten. Naturalismus/TetensVsNagel: gerade dann sollte der Antinaturalist konsequent sein und über die Wahrnehmung jenseits allen Verhaltens nichts mehr sagen.
Antinaturalismus/NagelVsTetens: der Antinaturalist schweigt aber keineswegs und erklärt Farben und Töne zum Inhalt unseres Erlebens.
Außerdem können die erlebten Farben und Töne auf keinen Fall etwas Physisches sein.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Te I
H. Tetens
Geist, Gehirn, Maschine Stuttgart 1994

W VII
H. Tetens
Tractatus - Ein Kommentar Stuttgart 2009

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Farbforscherin Jackson, F.
 
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Metzinger II 259
Frank Jackson: "Knowledge Argument" - "Argument des Unvollständigen Wissens": Bsp Farbenforscherin Mary wächst in einem abgeschlossenen Raum auf, einziger Kontakt zur Außenwelt ist ein Schwarz-Weiß-Monitor. Sie lernt alles über Farben, aber nicht, "wie es ist" Farben zu sehen.
These dadurch, daß sie freigelassen wird und zum ersten Mal Farben sieht, erwirbt sie neues Wissen.
VsJackson: die Mehrzahl der Autoren argumentiert, daß das Argument nicht zu dem intendierten Resultat des Existenz nichtï·"physikalischer Tatsachen führe.
Problem: wie der Wissenszuwachs überhaupt zu beschreiben wäre.
Nida-RümelinVsNagel: These: die Formulierung "Wie es ist" verfehlt den Kern.
II 265
Nida-Rümelin: es läßt sich aus allen diesen Fällen oder Beispielen nicht ableiten, daß eine Qualia-Vertauschung bei funktionaler Übereinstimmung möglich wäre.
II 275
Wissen/Glauben/Nida-Rümelin: bei phänomenalem Wissen handelt es sich um Wissen im strengen Sinne: nämlich, um Wissen über etwas, das der Fall ist.
II 280
Argument des unvollständigen Wissens/Jackson: sollte in der ursprünglichen Fassung zeigen, daß es nicht-physikalische Tatsachen gibt, d.h. solche Tatsachen, die in physikalistischem Vokabular nicht formuliert werden können.
Pauen V 179
Farbenforscherin Mary/Jackson/Pauen: JacksonVsMonismus - These 1. Neurobiologisches Wissen ist im Hinblick auf phänomenale Erfahrungen prinzipiell unvollständig - 2. Der Monismus ist falsch, phänomenale Eigenschaften können nicht identisch mit neuronalen Eigenschaften sein! Phänomenale Eigenschaften sind kausal wirkungslose Nebeneffekte mentaler Zustände - Epiphänomenalismus.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Fledermaus McDowell, J.
 
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I 149 +
Bsp Fledermaus/McDowellVsNagel: Nagel These Fledermäuse besitzen eine ausgereifte Subjektivität, deren Charakter außerhalb unserer Begriffe liegt. McDowellVsNagel: falsches Bild des "nichtbegrifflichen Inhaltes", den wir in Begriffe ummünzen könnten.
Sem. Analyse Nagel, Th.
 
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Staln I 253
Nagel: Mittelposition These es gibt ein objektives Selbst -" StalnakerVsNagel: die semantische Diagnose hat mehr Potential, als Nagel annimmt -" einfache Lösung: kontext-abhängig oder subjektive Information
VsNagel Stalnaker, R.
 
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I 253
Nagel: Mittelposition These es gibt ein objektives Selbst -" StalnakerVsNagel: die semantische Diagnose hat mehr Potential, als Nagel annimmt -" einfache Lösung: kontext-abhängig oder subjektive Information
I 263
Nagel: These weil die objektive Vorstellung ein Subjekt hat, gibt es auch seine mögliche Präsenz in der Welt und das erlaubt mir, subjektive und objektive Sicht zusammenzubringen. StalnakerVsNagel: ich sehe nicht, wie das daraus folgt. Warum soll daraus, daß ich mir eine mögliche Situation vorstellen kann folgen, daß ich darin sein könnte?.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Konvergenz Nagel, E
 
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Hacking I 119
Ernest Nagel: These: Erkenntnis hat die Tendenz zur Akkumulation. Eine neue Theorie subsumiert ältere Theorien. KuhnVsNagel, Ernest.