Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Geldpolitik Keynesianismus Mause I 24
Geldpolitik/Keynesianismus/KeynesianismusVsNeoklassiker: Liquiditätsfalle/liquidity trap: wenn das Zinsniveau niedrig ist, so dass kein Akteur weitere Zinssenkungen erwartet, wird die zusätzliche Liquidität geldpolitischer Maßnahmen nicht mehr zum Ankauf von Anleihen genutzt. In diesem Fall kommt es nicht zu den gewünschten Zinssenkungen, die eine zusätzliche gesamtwirtschaftliche Güternachfrage bewirken soll. Man spricht in diesem Fall von einer Liquiditätsfalle (liquidity trap), die zur Unwirksamkeit der Geldpolitik führt.
VsNeoklassiker: VsKapitalmarkttheorie: Siehe Kapitalmarkttheorie/Neoklassiker.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Konjunktur Keynesianismus Mause I 226
Konjunktur//Keynesianismus: Konjunkturschwankungen können im Sinne keynesianischer Ansätze auf der Nachfrageseite der Gütermärkte liegen, wenn die Ausgabeentscheidungen von Unternehmen und privaten Haushalte von Verunsicherung und Überschwang getrieben werden (sog. animal spirits bei Keynes). Ebenfalls kann die Einkommensverteilung die Güternachfrage beeinflussen, beispielsweise wenn die oberen Einkommensgruppen eine geringere marginale Ausgabenneigung aufweisen als die unteren Einkommensgruppen. (1) Siehe Angebot/Neoklassiker. Keynesianische Modelle begründen die Konjunkturzyklen mit der inhärenten Instabilität des privaten Sektors (Schwankungen in der privaten Konsum- und Investitionsnachfrage, in den Nettoexporten und der Geldnachfrage). Bei einer Unterauslastung der Produktionskapazitäten auf Grund einer Nachfrageschwäche sollten die Zentralbank bzw. der Staat durch einen Mix auf Zinssenkungen, Steuersenkungen und höheren Ausgaben (sog. expansive Geld- und Fiskalpolitik) stabilisierend eingreifen. Siehe Konjunktur/Neoklassische Theorie. KeynesianismusVsNeoklassiker).


1. Behringer, Jan, Christian A. Belabed, Thomas Theobald, und Till van Treeck. Einkommensverteilung, Finanzialisierung und makroökonomische Ungleichgewichte. Vierteljahreshefte zur Wirtschaftsforschung 82 (4), 2013, S. 203– 221.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Neoklassische Theorie Sen Brocker I 881
Neoklassische Ökonomik/SenVsNeoklassiker: Sen richtet sich gegen alle Tendenzen der Wirtschaftswissenschaften, als Quasi-Naturwissenschaft die Welt mit mechanistischen Modellen zu beschreiben.(1) Dabei sei gegen die Voraussetzung von Rationalität nichts einzuwenden, wohl aber gegen die Annahme einer allgegenwärtigen Selbstsucht.(2)
I 882
Weder Egoismus noch Altruismus sei zu unterstellen.(3) Allerdings wird dieser Altruismus von einigen Autoren umgedeutet: >Altruismus/Becker.
I 882
SenVsNeoklassische Ökonomik: 2. VsMathematisierbarkeit: Das Programm quantitativer Maximierung basiert ja auf der Annahme einer Kommensurabilität aller Nutzenfunktionen. Diese setzt die Austauschbarkeit jeglicher Güter und Leistungen voraus. Jene aber ist, Sen zufolge, nicht gegeben. Menschen zielen ständig auf verschiedenartige und oftmals gänzlich inkommensurable (hedonistische wie moralische, materielle wie ideelle, praktische wie ästhetische etc.) Güter zugleich und wägen flexibel ab, welche jeweils den Vorrang haben sollen. >Handeln/Sen, >Märkte/Sen.


1. Amartya Sen, Ökonomie für den Menschen. Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft, München 2000, S. 101f.
2. Ebenda S. 147
3. Ebenda S. 332

Claus Dierksmeier, „Amartya Sen, Ökonomie für den Menschen (1999)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

EconSen I
Amartya Sen
Collective Choice and Social Welfare: Expanded Edition London 2017

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Wettbewerb Smith Mause I 40
Wettbewerb/Adam Smith: Bei Smith steht eindeutig die dynamische Funktion des Wettbewerbs, d.   h. seine Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, im Vordergrund, nicht dagegen die (statische) Effizienz, d.   h. die allokative Vorteilhaftigkeit eines Marktgleichgewichts, wie später bei den Neoklassikern. (SmithVsNeoklassiker.)

EconSmith I
Adam Smith
The Theory of Moral Sentiments London 2010

EconSmithV I
Vernon L. Smith
Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018