Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 14 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Aktualismus Dennett I 143
Aktualismus/Dennett: These: Nnur das Wirkliche ist möglich.
I 163
Determinismus/Aktualismus/Dennett: einige Autoren: Wenn der Determinismus richtig ist, muss auch der Aktualismus stimmen. Oder umgekehrt: Wenn der Aktualismus falsch sei, müsse der Indeterminismus stimmen - DennettVs: das ist falsch! Bsp Dieses Sauerstoffatom kann sich mit zwei Wasserstoffatomen verbinden. Also ist etwas möglich, das jetzt nicht wirklich ist, also ist der Determinismus falsch. DennettVsAktualismus: er ist falsch, unabhängig von der Wahrheit oder Falschheit des Determinismus. >Determinismus.
I 249
Aktualismus/DennettVsNietzsche: Nietzsche glaubte nicht an irgendwelche Varianten, sondern an exakte Wiederholung. - Damit war er Anhänger des Aktualismus. >Wiederkehr/Nietzsche.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Buchstäbliche Wahrheit Nietzsche Danto III 57
Buchstäbliche Wahrheit/Nietzsche/Danto: wenn man die Metapher wie Nietzsche definiert (siehe Metapher/Nietzsche) und damit jeder Satz als metaphorisch gilt, muss – unsinnigerweise – jeder Satz auch unkonventionell sein. Dann ist schwer zu erkennen, was wir mit einer Metapher überhaupt meinen. Danto: Nietzsche würde wohl antworten: Metaphern sind Sätze, die niemals wahr, oder zumindest niemals buchstäblich wahr sind; kein Satz ist jemals in Bezug auf dasjenige, wovon er handelt, wortwörtlich zu nehmen; daher ist jeder Satz in einem gewissen Grad metaphorisch. Inder Praxis (oder auch Rhetorik) macht es kaum einen Unterschied, ob wir nun sagen, kein Satz sei buchstäblich wahr, oder aber, wie Nietzsche es später noch radikaler formulieren sollte, jeder Satz sei im buchstäblichen Sinne falsch. Die Frage ist lediglich, ob uns unsere Sprache im Leben behilflich sein kann.
Danto III 58
DantoVsNietzsche: Problem: wenn alle Sätze bloß metaphorisch sind, dann ist auch die These, dass Sätze bloß metaphorisch sind, selbst bloß metaphorisch, das heißt nicht buchstäblich wahr. ((s) Siehe das Argument VsInterpretationsphilosophie, VsAbel, G..
Danto III 62
Außerdem: Die ersten jemals artikulierten Sätze können einfach keine Metaphern gewesen sein.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Darwinismus Huxley Danto III 197
Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche/DantoVsNietzsche/Danto: Allzu oft verfällt Nietzsche in den dümmsten Fehlglauben des Darwinismus, indem er das Überleben mit Vortrefflichkeit gleichsetzt. Dabei übersieht er, was Th. H. Huxley schon feststellte: Evolution/Darwinismus/Huxley, T. H.: die kleinste Veränderung in der chemischen Zusammensetzung unserer Atmosphäre genügt, damit womöglich nur ein paar Flechten überleben und so zu den Herren der Welt werden.

HuxleyA I
Aldous Huxley
Science, Liberty and Peace London 1946

HuxleyTh I
Thomas Henry Huxley
Lectures On Evolution Whitefish, MT 2010

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Darwinismus Nietzsche Pfotenhauer I 5
Darwinismus/Evolution/Nietzsche/NietzscheVsDarwinismus/Pfotenhauer: Darwins Evolutionstheorie die die Selektion nach Maßgabe (…) von Selektionsleistungen an externe Bedingungen zum Prinzip macht, ist Nietzsche zuwider, ja verhasst: „[…]so lautet Diese Moral…die Mittleren sind mehr wert als die Ausnahmen“ ..“Gegen die Formulierung [dieser] Moral empöre ich mich […].“ Nachgel. Fragm, Frühjahr 1888., KGW VIII, S. S 95ff).
Danto III 197
Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche/DantoVsNietzsche/Danto: Allzu oft verfällt Nietzsche in den dümmsten Fehlglauben des Darwinismus, indem er das Überleben mit Vortrefflichkeit gleichsetzt. Dabei übersieht er, was Th. H. Huxley schon feststellte: Evolution/Darwinismus/Huxley, T. H. .: die kleinste Veränderung in der chemischen Zusammensetzung unserer Atmosphäre genügt, damit womöglich nur ein paar Flechten überleben und so zu den Herren der Welt werden.
Danto III 268
Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche//Danto: Nietzsche war VsDarwin überzeugt, dass die Untauglichen überleben und die Tauglichen zugrunde gehen. Danto: abgesehen von dieser hartnäckigen Überzeugung, die von Huxleys berühmter Widerlegung ebenso leicht anzugreifen ist, wie ihre Kehrseite (Siehe Darwinismus/Huxley, Th. H.) ist schwer ersichtlich, wieso Nietzsche sich selbst als Anti-Darwinisten verstanden wissen wollte.
Danto III 269
Überleben/Nietzsche: Ob man sich selbst erhält oder nicht, hat nach Nietzsche nichts mit der blinden Ausübung des Willens zur Macht zu tun, der ja jedes Ding in jedem Augenblick kennzeichnet. Etwas überlebt, insofern es siegreich aus dem Kampf der Willen hervorgeht; es kämpft jedoch nicht, um zu überleben – wenn schon, wäre es genau umgekehrt: „Vor allem will etwas Lebendiges seine Kraft auslassen – Leben selbst ist Wille zur Macht - : die Selbsterhaltung ist nur eine der indirekten und häufigsten Folgen davon. (F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, KGW VI. 2, S. 21).

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Pfot I
Helmut Pfotenhauer
Die Kunst als Physiologie. Nietzsches ästhetische Theorie und literarische Produktion. Stuttgart 1985

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Glück Nietzsche Danto III 271
Glück/Glückseligkeit/Nietzsche/Danto: Aus Nietzsches Theorie des Willens zur Macht folgt, dass Glückseligkeit nicht das Ziel darstellt, um das wir in Wahrheit kämpfen. Nicht anders als dem Rest der Welt geht es den Menschen um Macht. Unverkennbar eignet den Menschen mehr Macht ((s) als anderen Lebewesen) und das hat nichts mit Glückseligkeit zu tun. Freude ist einfach die bewusste Reflexion unserer Überlegenheit in punkto Stärke. Der ‚letzte Mensch‘ der in Begriffen von ‚Frieden‘ und Glückseligkeit denkt, verwickelt sich dabei in Widersprüche. Ohne Kampf gibt es kein Glück. (Vgl. F. Nietzsche, Nachlass, Berlin 1999, S. 750.)
Danto III 272
Nietzsche/Danto: als Unlust erfahrene Hindernisse sind Stimuli für den Willen zur Macht und das Vorspiel zur Lust. Lust/Nietzsche/Danto: es gibt zwei einander entsprechende Arten der Lust – die Lust des Sieges und die Lust des Schlafes. Letzteres ist das Glück der nihilistischen Religionen und Philosophie. Die Reichen und Lebendigen wollen Siege, überwundene Gegner, Überströmen des Machtgefühls über weitere Bereiche als Bisher. (F. Nietzsche, Nachlass, Berlin 1999, S. 713.)
DantoVsNietzsche: Nietzsche verwendet hier den Begriff der Lust (wie öfters) zugleich in einem engeren und einem weiteren Sinn. Es ist absurd, wenn auf die Absicht, Unlust zu vermeiden, mit der allgemeinen Aussagen entgegnet wird, das Leben sei Kampf und Unlust, sodass die fragliche Absicht dem Leben entgegenstehe. (Vgl. F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, KGW VI. 2, S. 217.).
Danto: Nicht zuletzt trug Nietzsches Unfähigkeit, diesen Trugschluss zu durch schauen, dazu bei, dass er hinsichtlich sozialer Reformen so wenig Weitblick bewies.


Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Grammatik Nietzsche Ries II 35
Grammatik/Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne/Nietzsche: vorgezeichnete Relation von »akzidentellem« Prädikat und »zugrunde liegendem« Subjekt: Fiktion. Damit ist die Herrschaft des Wahns unaufhebbar geworden.
Ries II 75
Grammatik/Jenseits von Gut und Böse/Nietzsche: Subjektbildungen suggerieren reale Entitäten. Werturteile und Wirklichkeitsaussagen erscheinen in ihrer sprachlichen Form identisch. Begriffe werden mit Attributen verknüpft. So glaubt die Philosophie, die wirklichen Eigenschaften der Dinge vergegenwärtigt zu haben.
Danto III 209
Sprache/Grammatik/Nietzsche/Danto: Bsp Demut: ist keine Errungenschaft der Schwachen, sondern ihr Wesen, ebenso wie Brutalität kein Vergehen sondern die Natur der Starken darstellt. Danto: etwas Ähnliches hatte Thrasymachos in der Politeia aufgestellt: er trivialisierte seine Definition von Gerechtigkeit als Handeln im Interesse der stärkeren Partei. Analog ist ein Mathematiker kein Mathematiker, wenn er einen Fehler macht.
DantoVsThrasymachos/DantoVsNietzsche: beide sind über die Grammatik gestolpert: sie haben eine Trivialität der Logik zu einer Metaphysik der Moral erhoben.
NietzscheVsThrasymachos/Danto: Dennoch ist Nietzsche subtiler als Thrasymachos: für Nietzsche besteht die Welt in gewisser Weise eher aus Pulsationen als aus pulsierenden Gegenständen. Eine Pulsation kann aber sozusagen nicht pulsieren, das können nur Gegenstände.
Danto III 210
Nietzsche/Danto: Nietzsche war klar, dass es schwierig sein würde, eine Sprache für all das auszuarbeiten – eine Sprache, die sich, wie ich denke, aus Verben und Adverbien zusammensetzt, nicht jedoch aus Substantiven und Adjektiven.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Ries II
Wiebrecht Ries
Nietzsche zur Einführung Hamburg 1990

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Kopula Nietzsche Taureck I 84
"Ist"/VsNietzsche/Taureck: dieser verwechselte Kopula und Identitätszeichen: Z: Ungeheure Zeiten hindurch galt auf Erden ein Ding als gleich und zusammenfallend mit einem einzigen Merkmal, z.B. einer bestimmten Farbe.
Die Vielheit der Merkmale wurde mit der größten Langsamkeit zugestanden.
Noch aus der Geschichte der Sprache sehen wir ein Widerstreben gegen die Vielheit der Prädikate...

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Taureck I
B. H.F. Taureck
Die Sophisten Hamburg 1995
Metaphern Nietzsche Pfotenhauer IV 41
Metapher/Begriffe/Nietzsche: (F. Nietzsche, Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne, KGW, III, 2, S. 380ff): die Begriffe, die eine starre und reguläre Welt aufbauten, überdeckten einen fundamentalen „Trieb zur Metaphernbildung“ Die anthropomorphistische Tätigkeit, die auch der
Pfotenhauer IV 42
Wissenschaft zugrunde liege, aber eben versteckt, werde auf Grund dieses Triebes produktiv. Neue „Übertragungen, Metaphern, Metonymien“ (S. 381) würden hingestellt. Fortwährend zeige sich „die Begierde, die vorhandene Welt des wachen Menschen so bunt unregelmäßig folgenlos unzusammenhängend, reizvoll und ewig neu zu gestalten, wie es die Welt des Traumes ist.“ Pfotenhauer: Trost findet er nun auch nicht mehr in einer alle überhöhenden Kunstübung, Das ästhetische Spiel ist zum Moment eines Lebensvollzugs geworden….Der Wechsel der Affekte und die Kausalität der seelischen Prozesse ist in dieser Konzeption an die Stelle der überschwänglichen Sicht ästhetischer Möglichkeiten getreten.

Danto III 53
Metapher/Nietzsche/Danto: : (vgl. Wahrheit/Nietzsche (F. Nietzsche, Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne, KGW1/III, 2, S. 374f)). Hier ist von Metaphern die Rede. Man beachte, dass hier mit Metaphern sprachliche Ausdrucksmittel für Erfahrungen und nicht für Dinge gemeint sind. Dies macht es fast unabwendbar, dass der Ausdruck einer unkonventionellen Erfahrung so gut wie unverständlich sein wird. (Siehe Erfahrung/Nietzsche).
Danto III 58
DantoVsNietzsche: Problem: wenn alle Sätze bloß metaphorisch sind, dann ist auch die These, dass Sätze bloß metaphorisch sind, selbst bloß metaphorisch, das heißt nicht buchstäblich wahr. ((s) Siehe das Argument VsInterpretationsphilosophie, VsAbel, G.).
Danto III 62
Außerdem: Die ersten jemals artikulierten Sätze können einfach keine Metaphern gewesen sein.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Pfot I
Helmut Pfotenhauer
Die Kunst als Physiologie. Nietzsches ästhetische Theorie und literarische Produktion. Stuttgart 1985

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Metaphysik Nietzsche Adorno XII 136
Metaphysik/Nietzsche/Adorno: Nietzsche hat gezeigt oder zu zeigen geglaubt, dass (…) der Oberfläche des ein einem jeglichen Sinne sinnlichen Lebens zugerechnete Kategorien nach dem Maß seiner eigenen Metaphysik, nämlich einer Metaphysik eben des Lebendigen, das Tiefere seien gegenüber dem, was diese Oberfläche verleugnet und ihr gegenüber nur auf Verborgenes pocht, das doch dadurch dass man auf es pocht, sogleich in Ideologie sich verwandele. Bsp Carmen/Nietzsche: sei tiefer als der ‚Ring‘ von Wagner.
Adorno: in ihrem wesentlich Oberfläche-Sein, in ihrem wesentlich Sinnlich-Sein werden bestimmte mythische Verhaltensweisen getroffen. Dies begreift Nietzsche als angemessener im Gegensatz zum Wagnerischen, wo die Mythen zu einer Art von Hinterwelt oder latenter Bedeutung werden.
XII 137
Gehalt/Nietzsche/Adorno: die Pointe von Nietzsches Philosophie ist gewissermaßen, dass die Oberfläche, will sagen, das unmittelbare, leidenschaftliche, sinnlich sich manifestierende Leben selber gerade der Gehalt sei.
Ries II 46
Transzendentales/"Ideale Dinge"/Nietzsche: Philosophie, Religion, Kunst, Moral alles "höherer Schwindel“, da sie auf ihren Ursprung im Niederen, allzu menschlichen zurückgeführt werden.
Ries II 46
NietzscheVsMetaphysik: Bedeutungslosigkeit erhält Scheinbedeutung.
Ries II 77
Metaphysik/Moral/Jenseits von Gut und Böse/Nietzsche: Problem der Legitimität: in der bisherigen »Wissenschaft der Moral« fehlte noch das Problem der Moral selbst! Der Argwohn dafür, dass es hier etwas Problematisches gäbe«.
Ries II 78
Der abendländische metaphysische Gegensatz Gott/Teufel fällt fort. Damit auch die Grundlage einer metaphysisch fundierten Moral des »Guten an sich«.
Ries II 87
Metaphysik/Götzen-Dämmerung/Nietzsche: die gesamte Verfallsgeschichte der abendländische Metaphysik wird von Nietzsche auf einem einzigen Blatt zu Ende erzählt: »wie die wahre Welt endlich zur Fabel wurde. Geschichte eines Irrtums«.
Ries II 88
Metaphysik/Götzen-Dämmerung/Nietzsche: Entwicklung: Platon: räumliches Modell der Wahrheitsverhältnisse: »hier« und »dort« werden abgelöst von der zeitlichen Bestimmung »jetzt« und »dann«. Verzeitlichung der Metaphysik durch das Christentum, verfallener Platonismus.
Ries II 89
Kant/Götzen-Dämmerung/Nietzsche: Kant macht Gott und die »wahre Welt« unerreichbar, weil unbeweisbar.
Danto III 210
Metaphysik/Moraltheorie/Nietzsche/Danto: Es ist gibt einen komplexen Zusammenhang zwischen Nietzsches Moraltheorie und Metaphysik: Bsp Wenn ein Falke sich wie ein Lamm verhält, ist er – nach dieser Theorie – ein Lamm, weil ein Lamm das ist, was ein Lamm tut. So verhalten sich die starken unter allen Umständen stark. Sprache/Nietzsche/Danto: Nietzsche war klar, dass es schwierig sein würde, eine Sprache für all das auszuarbeiten – eine Sprache, die sich, wie ich denke, aus Verben und Adverbien zusammensetzt, nicht jedoch aus Substantiven und Adjektiven.
Danto III 209
Danto: etwas Ähnliches hatte Thrasymachos in der Politeia aufgestellt: er trivialisierte seine Definition von Gerechtigkeit als Handeln im Interesse der stärkeren Partei. Analog ist ein Mathematiker kein Mathematiker, wenn er einen Fehler macht. DantoVsThrasymachos/DantoVsNietzsche: beide sind über die Grammatik gestolpert: sie haben eine Trivialität der Logik zu einer Metaphysik der Moral erhoben.
NietzscheVsThrasymachos/Danto: Dennoch ist Nietzsche subtiler als Thrasymachos: für Nietzsche besteht die Welt in gewisser Weise eher aus Pulsationen als aus pulsierenden Gegenständen. Eine Pulsation kann aber sozusagen nicht pulsieren, das können nur Gegenstände.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

Ries II
Wiebrecht Ries
Nietzsche zur Einführung Hamburg 1990

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Mitleid Nietzsche Danto III 225
Mitleid/Nietzsche/Danto: Gegen das Mitleid hat Nietzsche (mindestens) zwei Einwände. 1. Dass der Mitleid Verspürende tatsächlich mitleidet, und damit auf die gleiche Ebene wie der Gegenstand des Mitleids gebracht wird – was ihn wiederum „krank und melancholisch“ (F. Nietzsche Morgenröthe, KGW V. 1, S. 124) macht. Danto: So ist es auch zu verstehen, wenn Zarathustra sagt, Gott sterbe am Mitleid, nachdem er, wie man annehmen sollte, am Leiden derjenigen erkrankt ist, in die er sich eingefühlt hat. Von den Starken Mitleid zu verlangen heißt (in dieser eigentümlichen Hinsicht) von ihnen zu verlangen, schwach zu werden.
Christliche Ethik/Nietzsche: hier beobachtet Nietzsche, dass das Mitleid zum „Grundprinzip der Gesellschaft“ erhoben wird. Für Nietzsche erweist es sich hier als das, was es ist: als Wille zur Verneinung des Lebens.“ (F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, KGW VI. 2, S. 217).
DantoVsNietzsche: das ist eine zentrale Unstimmigkeit in Nietzsches Denken: Definitionsgemäß steht der vornehme Mensch über seinen Gefährten Darüber hinaus ist er gesund, mächtig und strotzt vor Lebenskraft. Das Gegenteil von vornehm ist gewöhnlich. Die Gewöhnlichen sind – im Gegensatz zur vornehmen Persönlichkeit – krank, erschöpft und schwach. Folglich besteht die Herde aus Kranken, Schwachen und Machtlosen.
Danto III 226
Es lässt sich wohl kaum ein irreführenderer Schluss ziehen, dennoch lässt sich nicht verhehlen, dass Nietzsche ihn gezogen hat: Nietzsche: Es gibt bei dem Menschen wie bei jeder anderen Tierart einen Überschuss an Missratenen, Kranken, Entartenden, Gebrechlichen, notwendig Leidenden; die gelungen Fälle sind auch beim Menschen immer die Ausnahme. (ebenda, S. 79).
Danto: entsprechend wird der außergewöhnliche Mensch nicht bloß als statistisch abweichend betrachtet, sondern als Prachtexemplar seiner Gattung, das aus einer Masse von Fehlbesetzungen und Minderwertigem heraussticht. Nur wenn wir die Niedrigstehenden als Maßstab nehmen, vermögen wir anderes zu glauben. Doch wäre diese Glaube, wie Nietzsche entgegnen könnte, alles andere als gerechtfertigt.
Danto: Nach Nietzsche wird also der durchschnittliche Bewerber abgelehnt, weil man erwartet, die Stelle mit der besten Person zu besetzen.
DantoVsNietzsche: dass die meisten Menschen nicht gesund seien, ist einfach falsch. Bei Epidemien wiederum werden Starke genauso wie die Schwachen hinweggerafft.


Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Nietzsche Löwith Pfotenhauer IV 22
Nietzsche/Löwith: (K. Löwith, Heidegger. Denker in dürftiger Zeit, Frankfurt 1953, S. 76ff.): Karl Löwith setzt sich mit Heideggers Nietzsche-Interpretation auseinander. Er bezweifelt den Kontext, in den (sic) durch die Rückbindung an die abendländische Metaphysik Nietzsche mit Aristoteles, Leibniz oder Hegel zu stehen kommt. (S. 90).
Löwith glaubt Nietzsche von Heidegger überschätzt, weil er an ihm seine eigenen Denkmotive demonstriere. Löwith ist Nietzsche wichtiger in den Äußerungen seiner subjektiven Betroffenheit, die, philosophisch gesehen, Pascal oder Kierkegaard näher stünden. (S. 96).
Ewige Wiederkehr/Nietzsche/Löwith: (K. Löwith, Nietzsches Philosophie der ewigen Wiederkehr des Gleichen, Stuttgart 1956, S. 120ff): Nietzsche sei die Erfahrung der natürlichen Rhythmen wichtig als Anstoß zur philosophischen Besinnung auf transsubjektive Ordnungen. Die Erhaltung und Wiederkehr der Kräfte bestimmten demnach unsere physische Existenz und verpflichteten unser Denken.
Pfotenhauer IV 23
Christentum/Nietzsche/Löwith: Nietzsches Kritik des christlichen Spiritualismus wolle im Grunde die geschichtsphilosophische Vorstellung (Vgl. „Von Hegel zu Nietzsche. Der revolutionäre Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts“, Stuttgart 1964, S. 356ff) einer uns aufgegebenen Beherrschung und Überwindung vorgegebener Lebensbedingungen treffen. Dis nähre nur selbstquälerische Ressentiments gegenüber den eigenen, unüberholbaren Existenzvoraussetzungen. Sie verführe zum Nihilismus, sie verleite zu Projektionen einer Daseinserfüllung in eine unerreichbare Zukunft. Löwiths Begriff von antiker Naturauffassung, die er glaubt, bei Nietzsche wiedererkennen und affirmieren zu können, ist entgegen allem positivistischen Naturalismus (K. Löwith, 1956, S. 208ff) unübersehbar humanistische geprägt.
Pfotenhauer: Es liegt ihm ((s: K. Löwith) das Leitbild klassischer Mäßigung und Sublimierung moderner Subjektansprüche zugrunde. Folglich muss er Nietzsches Rückwendung zum vorsokratischen Denken gegen dessen eigene, oft schrille Betonung des Willens in Schutz nehmen. Denn nicht die Souveränitätsansprüche des Individuums bestimmten im Grund das Leben. (LöwithVsNietzsche).


Löw I
Karl Löwith
Heidegger. Denker in dürftiger Zeit Göttingen 1960

Pfot I
Helmut Pfotenhauer
Die Kunst als Physiologie. Nietzsches ästhetische Theorie und literarische Produktion. Stuttgart 1985
Psychologie Nietzsche Ries II 79
Psychologie/Ressentiment/Zur Genealogie der Moral/Nietzsche: Grundbegriff der Psychologie des Christentums. Erklärt, wie die durch die Natur vorgegebene Hierarchie der Macht sich zur Herrschaft der Ohnmächtigen verkehren konnte.
Danto III 130
Psychologie/Nietzsche/Danto: Nietzsche hielt sich selbst für einen geborenen Psychologen. DantoVsNietzsche: in seinem Denken war eine ganze Menge zirkulärer Argumente. Unsere psychologischen Theorien sind Teil unserer Perspektive; unsere Perspektive muss jedoch anhand psychischer Phänomene, die Teil von ihr sind, erklärt werden. Unsere moralischen Einstellungen sind für unsere (…) Perspektiven mitverantwortlich. Auf die Psychologie beruft man sich aber, um zu erklären, warum wir unsere moralischen Perspektiven, und gerade sie, einnehmen.
Danto III 132
Psychologie/Nietzsche/Danto: Wenn es nichts Materielles gibt, dann auch nichts Immaterielles ((F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 537).
Danto: man könnte sagen, es gibt keine Substanz, die zu erkunden die Aufgabe der Psychologie wäre.
Moral/Psychologie/Nietzsche/Danto: Nietzsche kämpfte zugleich an zwei Fronten: Einerseits hoffte er, die Moral anzugreifen, indem er die Psychologie, der sie anhing, als unlogisch entlarvte, andererseits wollte er eben diese Psychologie attackieren, indem er die durch sie vorausgesetzte Moral angriff.
Philosophie/Nietzsche: Der Angriff auf die Seele oder das Selbst – worin er das Wesentliche der neuzeitlichen Philosophie zu finden behauptete – war gleichzeitig „ein Attentat auf die Grundvoraussetzung der christlichen Lehre. (F. Nietzsche Jenseits von Gut und Böse, KGW VI.,2 S. 33).
Danto III 134
Ich/Nietzsche/Danto: (Die Vernunft) glaubt an’s „Ich“, an’s Ich als Sein, an’s Ich als Substanz und projiziert den Glauben an die Ich-Substanz auf alle Dinge – es schafft erst damit den Begriff ‚Ding‘…Das Sein wird überall als Ursache hineingedacht, untergeschoben; aus der Konzeption ‚Ich‘ folgt erst, als abgeleitet, der Begriff ‚Sein‘… (F. Nietzsche, Götzen-Dämmerung, KGW VI,3 S. 71.)
Danto III 200
Psychologie/Nietzsche/Danto: zwei Begriffe spielen in Nietzsches Psychologie eine herausragende Rolle: Ressentiment und schlechtes Gewissen. Ressentiment/Sklavenmoral: der Sklave fürchtet nicht nur die Bosheit des Herren und bauscht sie auf: er verübelt (Ressentiment) die Stärke des Herrn ebenso wie seine eigenen verhältnismäßige Ohnmacht.
Danto III 201
Er kann seine Feindseligkeit nicht auf den Wegen ausagieren, die den Aristokraten offenstehen. Strategie des Sklaven: den Herren dazu zu bringen, dass er die Wertetafel des Sklaven akzeptiert und sich selbst aus der Perspektive des Sklaven einschätzt. Schließlich wird der Herr in seinen eigenen Augen böse. (Siehe auch >Umwertung aller Werte).
Danto III 208
Herren/Sklaven/Nietzsche: es wäre ein Fehler, von der Bestie verlangen zu wollen, sie solle ihre animalischen Instinkte unterdrücken. Ebenso haben die Menschen gar nicht die Wahl, anders zu sein, als sie sind. Nietzsche: Von der Stärke verlangen, dass sie sich nicht als Stärke äußere (…) ist gerade so wiedersinnig als von der Schwäche verlangen, dass sie sich als Stärke äußere. (F. Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, KGW VI. 2, S. 293.).
Stärke/Nietzsche: Die Starken sind einfach Handlungen der Stärke, nicht Individuen, die nach Gutdünken auf starke Weise handeln. So wie ein Blitz keine Entität ist, die etwas tut, sondern das Aufleuchten selbst. Es steht dem Starken nicht frei, seine Stärke zu zeigen oder nicht zu zeigen. (ebenda S. 294.)
Danto III 209
Demut: ist keine Errungenschaft der Schwachen, sondern ihr Wesen, ebenso wie Brutalität kein Vergehen sondern die Natur der Starken darstellt. Danto: etwas Ähnliches hatte Thrasymachos in der Politeia aufgestellt: er trivialisierte seine Definition von Gerechtigkeit als Handeln im Interesse der stärkeren Partei. Analog ist ein Mathematiker kein Mathematiker, wenn er einen Fehler macht.
DantoVsThrasymachos/DantoVsNietzsche: beide sind über die Grammatik gestolpert: sie haben eine Trivialität der Logik zu einer Metaphysik der Moral erhoben.
NietzscheVsThrasymachos/Danto: Dennoch ist Nietzsche subtiler als Thrasymachos: für Nietzsche besteht die Welt in gewisser Weise eher aus Pulsationen als aus pulsierenden Gegenständen. Eine Pulsation kann aber sozusagen nicht pulsieren, das können nur Gegenstände.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Ries II
Wiebrecht Ries
Nietzsche zur Einführung Hamburg 1990

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Sprache Nietzsche Ries II 35
Sprache/Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne/Nietzsche: Verführung durch die Sprache: lässt die Täuschung intellektueller Urteilsleistungen als Naturzusammenhang erscheinen.
Ries II 86
Sprache/Götzen-Dämmerung/Nietzsche: »grobes Fetischwesen«: produziert Vernunft Vorurteile: Subjekt, Kausalität und Substanz.
Danto III 51
Sprache/Denken/Ordnung/Nietzsche/Danto: Nietzsche zieht seine pessimistischen Folgerungen aus es seinen epistemologischen Analyse (wie später B. Russell): ihnen zufolge können unsere Wahrnehmungen ihren Ursachen nicht ähnlich sein, sodass die von uns gebrauchte Sprache (…) die Welt nicht wirklich beschreibt. Ordnung/Nietzsche/Danto: An dieser Stelle vermutet Nietzsche, dass es in der Welt eine Ordnung oder Struktur geben könne, welche zu begreifen wir nicht befähigt seien.
Danto III 107
Sprache/Nietzsche/Danto: Es liegt eine philosophische Mythologie in der Sprache versteck, welche alle Augenblicke wieder herausbricht, so vorsichtig man auch sonst sein mag.“ (F. Nietzsche, Der Wanderer und sein Schatten, KGW IV, 3. S. 215).
Danto III 209
Sprache/Grammatik/Nietzsche/Danto: Bsp Demut: ist keine Errungenschaft der Schwachen, sondern ihr Wesen, ebenso wie Brutalität kein Vergehen sondern die Natur der Starken darstellt. Danto: etwas Ähnliches hatte Thrasymachos in der Politeia aufgestellt: er trivialisierte seine Definition von Gerechtigkeit als Handeln im Interesse der stärkeren Partei. Analog ist ein Mathematiker kein Mathematiker, wenn er einen Fehler macht.
DantoVsThrasymachos/DantoVsNietzsche: beide sind über die Grammatik gestolpert: sie haben eine Trivialität der Logik zu einer Metaphysik der Moral erhoben.
NietzscheVsThrasymachos/Danto: Dennoch ist Nietzsche subtiler als Thrasymachos: für Nietzsche besteht die Welt in gewisser Weise eher aus Pulsationen als aus pulsierenden Gegenständen. Eine Pulsation kann aber sozusagen nicht pulsieren, das können nur Gegenstände.
Danto III 210
Nietzsche/Danto: Nietzsche war klar, dass es schwierig sein würde, eine Sprache für all das auszuarbeiten – eine Sprache, die sich, wie ich denke, aus Verben und Adverbien zusammensetzt, nicht jedoch aus Substantiven und Adjektiven.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Ries II
Wiebrecht Ries
Nietzsche zur Einführung Hamburg 1990

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Wiederholung Nietzsche Danto III 46
Ewige Wiederkehr/Nietzsche/Danto: Nietzsches Nihilismus gipfelt in der Lehre von der Ewigen Wiederkunft, laut der die Welt sich endlos und genau wiederholt. Nietzsche hielt sie für eine seriöse wissenschaftliche Erkenntnis und die einzige Alternative zu jener Auffassung, laut der die Welt ein Ziel, einen Zweck oder einen Endzustand hat oder haben kann. ((F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 684). Wenn jeder Weltzustand (insofern überhaupt davon die Rede sein kann, da Nietzsche die Welt als formlos bezeichnet) unbegrenzt oft wiederkommt, kann auch kein Zustand endgültig sein,, und was die Beschaffenheit der Dinge angeht, kann es weder Fortschritt noch Regression
Danto III 47
geben, vielmehr wiederholt sich stets das Gleiche.
Danto III 244
Wiederkunft/Wiederholung/Ewigkeit/Nietzsche/Danto: Nietzsches Gedanke der ewigen Wiederkehr lautet, dass alles, was es gibt, wiederkehren wird, und dass alles was es gibt eine Wiederkunft seiner selbst ist, dass alles bereits geschehen ist und wieder geschehen wird, und zwar jedes Mal in exakt derselben Weise, auf immer und ewig. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, und auch keine Mitte in der Geschichte (story) der Welt: es gibt nur das monotone Auftauchen der stets gleichen Episode. Torweg/Danto: in der Torweg-Episode ist der Zwerg die Personifikation der Schwere.
Danto III 245
Nietzsche: Von diesem Torweg läuft eine lange ewige Gasse rückwärts: hinter uns liegt eine Ewigkeit…Muss auch dieser Torweg nicht schon – dagewesen sein?...Und nicht solchermaßen nicht fest alle Dinge verknotet, dass dieser Augenblick alle kommenden Dinge nach sich zieht? Also – sich selber noch? ((F. Nietzsche, Zarathustra, KGW VI. 1. S. 196). Zarathustra: Ich selber gehöre zu den Ursachen der ewigen Wiederkunft (Ebenda, S. 272.)
Danto III 247
Abgesehen vom Zarathustra und von ein oder zwei Erwähnungen in Jenseits von Gut und Böse und im Ecce homo (sowie von einige frühen Hinweisen in der Fröhlichen Wissenschaft) erscheint die Lehre von der ewigen Wiederkehr so gut wie nie in den veröffentlichen Werken. Danto: für die Lehre der Wiederkunft kann es keinerlei Beweisstücke oder Belege geben. Wenn sich die Wiederholungen exakt gleichen, können sie keine Spuren oder Abdrücke früherer Episoden tragen.
((s)VsNietzsche: Problem: Es ist nicht klar, wo die Nahtstellen der Episoden verlaufen sollten bzw. wo eine neue Episode einsetzen sollte. Z.B. kann es nicht passieren, während ein Gegenstand fällt, da der Fall nicht unterbrochen wird; jedenfalls beinhaltet die Lehre nicht die Unterbrechung von Prozessen. Da nun ständig Prozesse im Gang und beobachtbar sind, ergeben sind auf dieser Ebene keine Punkte, an denen eine Wiederholung einsetzen könnte.)
Danto III 252/253
Wiederholung/Poincaré/Danto: Poincaré bewies 1890 eine Theorie der Phasen, der zufolge ein bestimmtes, innerhalb der Statistischen Mechanik zu spezifizierenden Bedingungen genügendes mechanisches System in einer ausreichend lange Periode jedem seiner Zustände unendlich nahekommen muss und dies unendlich oft. Danto: Doch „unendlich nahe“ entspricht Nietzsches Lehre nicht weit genug, um das Problem zu tangieren.


Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005