Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 10 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutung Quine
 
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Willard V. O. Quine
Davidson: I 143
Quine verbindet Bedeutung und Inhalt mit dem Feuern von Sinnesnerven (Kompromissvorschlag) Dadurch wird seine Erkenntnistheorie naturalistisch. (laut Rorty): Begriff, Bedeutung: Quine: bloß eine Spezies von Intentionen. Und alle Intentionen sollen gekippt werden. "Bedeutet", "glaubt" und »wünscht« haben keine behavioralen Äquivalente. "Meinung" und "Wunsch" sind ebenso entbehrlich wie die Begriffe "Begriff" und "Anschauung".

Quine I 89f
Reizbedeutung ist unabhängig von der Zahl der Sprecher. - Beobachtungsnähe: gesellschaftlich: Ähnlichkeit der Reizbedeutung innerhalb der Gemeinschaft - Beobachtungsnähe hoch: Farben - niedrig: "Junggeselle".
I 92
Reizsynonymie: für jeden Sprecher:"Junggeselle" = "Unverheirateter Mann" - Aber die Reizbedeutung ist nicht gleich für verschiedene Sprecher!
I 92
Gaurisankar: Gelegenheitssätze schließen sich aus. Nach Entdeckung fallen Reizbedeutungen zusammen. x Bedeutung von "Neutrino" nicht sprachneutral! nicht übersetzbar in Eingeborenensprache - Theorie ewig unterbestimmt, - echte kulturelle Gegensätze - Synonymie undefinierbar - Wahrheit von wissenschaftliche Methode undefinierbar! (nur innerhalb der Theorie).
I 317
Gesetze: aus Bedeutung von Termini! Dass Sokrates nur auf einen zutrifft, ist nicht so zufällig - Gesetz aus der Bedeutung des allgemeinen Terms - nicht aus den Umständen.
II 61ff
Benennen: Name oder singulärer Term - Bezeichnen: Prädikat - beides ist Bezugnahme, nicht Bedeutung.
II 61 ff
Bedeutung: etwas, das ein Ausdruck haben kann, als etwas Äußerliches - Homonyme haben verschiedene Bedeutungen. - Der Ausdrucksbegriff darf den Bedeutungsbegriff nicht voraussetzen - Schlüssel: Ersetzbarkeit (bei Bejahung, nicht absolut). "Bedeuten" ist intransitiv - bei gleicher Bedeutung folgt nicht ein gemeinsames Ding - jetzt aber: nach Voraussetzung von "Gleichbedeuten" können wir eine Bedeutung annehmen! (Ontologie).
VI 74
Def Bedeutung/Quine: Klasse aller mit einem Ausdruck bedeutungsgleichen Ausdrücke.- Kann man dann ein Ding a als Klasse aller a-gleichen Dinge definieren? - Nein, weil ein Hund nicht mit der Klasse der Hunde gleichgesetzt werden kann.
VI 75
Bedeutung/Quine: nur prüfbare Sätze haben empirischen Gehalt - Problem: Bedeutung von Junktoren usw. - Lösung: Substitutivität? - geht nicht von Sprache zu Sprache.
XII 94f
Bedeutung/Erfahrung/Holismus/QuineVsPeirce: wenn Bedeutung das ist, was einen Unterschied für die Erfahrung macht, dann betrifft das ganze Theorien, nicht einzelne Erfahrungssätze. - Pro: das ist dann die Erfahrungsgrundlage. - Falsifikation/QuineVsPopper: zeigt nur die Falschheit einer oder mehrerer Aussagen, aber nicht welcher.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Behauptbarkeit Putnam
 
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Rorty I 307
Begründete Behauptbarkeit/Putnam: (laut Rorty): wenn man sich darauf zurückzieht kann man sagen, dass sich Bsp "X ist Gold" zu Archimedes Zeiten begründet behaupten lässt, und heute nicht mehr begründet behauptbar ist. Aber die Aussage, dass X in der Extension von Gold lag, müsste er genauso wie die Aussage, dass "X ist Gold" wahr war, als sinnlos verwerfen. ( > de re/ de dicto). Putnam: (laut Rorty): verfolgt 3 Gedankengänge:
1. Gegen die Konstruktion von "wahr" als Sinn gleich mit »begründete Behauptbarkeit « (oder irgendeinen anderen "weichen" Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann.
2. Eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind.
3. Nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht « auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden.
Wright:Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Putnam: (Vernunft, Wahrheit und Geschichte): PutnamVs Gleichsetzung von Wahrheit und Behauptbarkeit ("rationale Akzeptierbarkeit"), aber aus anderen Gründen:
1. Wahrheit zeitlos, Behauptbarkeit nicht.
2. Wahrheit ist eine Idealisierung der rationalen Akzeptierbarkeit.
Bsp Idealisierung : reibungsfreie Oberflächen nicht zu erzielen, aber das Reden über sie zahlt sich aus, weil wir ihnen in hohem Maße nahe kommen.

VI 30
Rorty: "Gerechtfertigte Behauptbarkeit": (Pragmatismus, Dewey) PutnamVs: "naturalistischer Fehlschluss": eine gegebene Überzeugung kann alle derartigen Bedingungen erfüllen und trotzdem falsch sein. PutnamVsRorty et al.: lassen die Notwendigkeit außer Acht, die Existenz "echter Gerichtetheit" bzw. "Intentionalität" zuzugeben. Putnam: eine "Ideale Hörerschaft" (vor der eine Rechtfertigung ausreicht) kann es nicht geben. Zu jeder Hörerschaft lässt sich eine bessere annehmen.

Putnam I 96
ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn. wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen
I 141
Wahrheit/Behauptbarkeit/Tarski/Putnam: aus seiner W-Def folgt auch Behauptbarkeit - die Wahrscheinlichkeit eines Satzes in der Metasprache entspricht der in der Objektsprache. I 246 Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung - PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben - und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bestätigung Quine
 
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Willard V. O. Quine
Fodor IV 37ff
Bestätigung/Quine: kann nicht aus Bedeutung folgen. - Tarski/(s): bei "Schnee ist weiß" kann es natürlich überhaupt nicht um Bestätigung gehen. - Aussagen werden zwar über ihre Inhalte individuiert, d.h. dass sie ihnen wesentlich sind, aber daraus folgt nichts in Bezug auf mögliche Bestätigung. - ((s) wohl aber über Bestätigungsbedingungen) QuineVsPeirce: (Peirce These Bedeutung = Methode der Verifikation): es kann sich alles als falsch herausstellen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Junktoren Putnam
 
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I 87
Reinterpretation/Putnam: keine Darstellung, sondern Erzeugung. - Bsp klassische Junktoren werden mit Hilfe der intuitionistischen Junktoren nicht dargestellt, sondern die klassischen Theoreme werden erzeugt - Putnam: die Bedeutung der Junktoren ist nach wie vor nichtklassisch, weil diese Bedeutungen mit Hilfe von Beweisbarkeit und nicht von Wahrheit erklärt werden. - Bedeutungsänderung: Bsp angenommen, wir wollten Newtons Gesetze in intuitionistischer Mathematik formulieren, dann müssten wir die reellen Zahlen begrenzen, (z.B. auf die 30. Stelle).
II 88
Dann würden die Junktoren in der klassischen Theorie auf "Beweisbarkeit in B1" und in der anderen auf "Beweisbarkeit in B2" referieren. Dann würden die Junktoren ihre Bedeutung ändern, wenn sich das Wissen ändert.
I 95
Realismus/Putnam: die realistische Auffassung von Junktoren sichert, dass eine Aussage nicht allein deshalb wahr ist, weil sie aus (irgend) einer Theorie folgt.
I 96
Ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn: wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen.
I 97
Wahrheit/Logik/Putnam: die Bedeutung von "wahr" und der Junktoren ist nicht durch deren formale Logik festgelegt - >Holismus - >Quine: die Unterscheidung zwischen der ganzen Theorie und einzelnen Aussagenbedeutungen ist nutzlos.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Konjunktion Fraassen
 
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I 83
"Konjunktions-Einwand"/PutnamVsFraassen: eine Konjunktion von Theorien muss Wahrheit erhalten, nicht aber empirische Adäquatheit. PutnamVsPositivismus: also gibt es keinen positivistischen Ersatz für den Wahrheitsbegriff. - PutnamVsAkzpetierbarkeit - PutnamVsRorty - PutnamVsPeirce - zwei inkompatible Theorien können jede für sich empirisch adäquat sein.
Problem: die Konjunktion zweier geglaubter Theorien muss nicht geglaubt werden. - Bsp die eine ist eine Korrektur der anderen.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Methode Putnam
 
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V 258
Methode/Wissenschaft/Methodenfetischismus: wenn es keine Methode gibt, wie soll man dann den Erfolg der Wissenschaft erklären? - Putnam: es gibt wohl Methoden, aber sie müssen einen Begriff der Rationalität voraussetzen.
V 261f
Wissenschaft/Methode/Popper nur die am leichtesten zu falsifizierenden Hypothesen zulassen. - ((s) wegen zu geringer Wahrscheinlichkeit, die anderen zu widerlegen. - PutnamVsPopper: das beinhaltet eine Auswahl aufgrund willkürlich angenommener Prädikate (Ausschluss von glau usw.). - Das ist immer noch eine zu enge Rationalitätsauffassung, sie schließt auch die Evolutionstheorie aus. PopperVsPeirce: VsAbduktion, VsBeste Erklärung. - ((s) Eine vage Methode führt zu schwer interpretierbaren Resultaten).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Skeptizismus Rorty
 
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Richard Rorty
Rorty VI 225
PragmatismusVsSkeptizismus: (derbe Version): "Wir brauchen gar nicht auf den Skeptizismus zu reagieren, es macht eh keinen Unterschied, ob wir darauf reagieren, oder nicht". (WilliamsVs).
Horwich I 447
Skeptizismus/Peirce/Rorty/Leeds: PeirceVsIdealismus/PeirceVsPhysikalismus: beide haben den Fehler gemeinsam, "Korrespondenz" eine Relation zwischen Stücken von Gedanken und Stücken von Welt ist, die ontologisch homogen sein muss - (Ontologische Homogenität: z.B. nur Relation zwischen Repräsentationen, nicht zwischen Repräsentationen und Objekten ((s) > Berkeley). - Peirce: diese Homogenität muss gar nicht bestehen. - PlantingaVsPeirce: doch, wenn die Objekte z.B. nur existieren können, indem sie ihre Struktur zeigen. - RortyVsPlantinga: das verwechselt ein Kriterium mit einer Kausalerklärung. RortyVsPeirce: "ideal" unklar.
I 448
Lösung/James: "wahr von" ist keine analysierbare Relation - damit fällt die Korrespondenz weg - Lösung/Dewey: es ist nur der Versuch, Sprache als Zwischeninstanz zwischenzuschalten, was das Problem interessant erscheinen lässt.
Rorty I 129
Skeptizismus/Tradition/RortyVsDescartes: nicht ob andere Schmerzen haben ist interessant - der Skeptizismus wäre nie interessant geworden, wenn der Begriff des "natürlich Gegebenen" nicht aufgekommen wäre.
VI 223ff
Skeptizismus: Hauptvertreter: Stroud: ernsthaftes ständiges Problem - Michael WilliamsVsStroud: entsteht nur aus absurder Totalitätsforderung: dass alles zusammen erklärt werden müsse - Aussagen haben aber nur in einer Situation Sinn.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrheit Nagel
 
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I 186
Peirce/Nagel: spricht von idealen und ewigen Wahrheiten. ((s)VsPeirce: ewige Wahrheiten werden kaum pragmatisch zu definieren sein.)

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
Wahrheit Peirce
 
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Wright I 66
Def Wahrheit/Peirce: das, was an einer idealen Grenze des Erkennens gerechtfertigt ist, wenn alle empirische Information eingeholt ist. PutnamVsPeirce: man kann einfach nicht wissen, wann man alle Information hat. Wright dito.

Horwich I 448
Wahrheit/Pragmatismus/Rorty: Peirce: ideales Endstadium. - JamesVsPeirce: vernachlässigt den Geist. - "Wahr von" ist gar keine analysierbare Relation - (jedenfalls nicht zwischen inhomogenen Entitäten). - Rorty: damit lässt James Korrespondenz weg. - Dewey: vollendet den Weg: nur der Versuch "Sprache" oder "Geist" zwischenzuschalten, lässt Intentionalität interessant erscheinen.

Peir I
Ch. S. Peirce
Philosophical Writings 2011

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrheit Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 217
Quine: "Dog ist das englische Wort für "Hund"" und "Robinson glaubt an Gott": das ist kein Wahrheitstyp, der einen "Tatbestand", etwas »tatsächliches« zum Ausdruck bringt. Quine bietet uns also anstelle der positivistischen Unterscheidung zwischen konventioneller und empirisch bestätigter Wahrheit sozusagen eine Unterscheidung zwischen Wahrheit kraft Konvenienz und Wahrheit kraft Korrespondenz an.
Quine: Wahrheiten über Bedeutung, Meinungen und propositionale sind irgendwie keine echten Wahrheiten - wie für die Positivisten galt, dass notwendige Wahrheiten nicht wirklich "von der Welt handeln".

Quine I 55
Wahrheit: QuineVsPeirce unendliche Bestätigung nicht ideal sondern immer korrigierbar - falsche Analogie des Grenzwerts einer Annäherung an Wahrheit I 117 Wahrheit von kategorischen Sätzen hängt von den Gegenständen ab. - Unser spezieller Apparat des Bezeichnens - aber Reizbedeutung für Eingeborene gleich - Goodmans Individuenkalkül übersetzbarer als Syllogistik.
I 232 Wahrheit nicht mehrdeutig, sondern allgemein: ein wahres Geständnis ist genauso wahr wie ein mathwmatisches Gesetz - Unterschied zwischen Gesetzen und Geständnissen! - Auch "Existenz" nicht mehrdeutig.
I 425/26
"Wahr machen": nimmt Tatsachen als etwas zu konkretes (VsDummett). Wahrheit: nicht Bestätigung durch Belege! - die wären immer uminterpretierbar - Wahrheit ist immanent, darüber gibt es nichts - Interpretation immer innerhalb einer Theorie.
II 55 f
DavidsonVsKorrespondenztheorie: Kein Ding macht Sätze wahr (wahrmachen)- Quine: Reize machen nicht wahr, sondern führen zu Überzeugungen.
Putnam II 205f
Wahrheit/Quine: ist keine Eigenschaft - (wo?) - erkennt aber nur immanente Wahrheit an - innerhalb sich entwickelnder Theorie - Problem: wie entkommt man dem Solipsismus?
Quine VI 109
Wahrheit/Bedeutung/Quine: 1. Sätze selbst Wahrheitsträger - 2. Satzbedeutung als W-Träger - Problem: Satzbedeutung unklar - auf andere Sätze angewiesen (zirkulär) - Wahrheitswert (WW) kann von Situation und Intention abhängen - also besser 1. Satz als W-Träger. - "Proposition": als Satzbedeutung nur bei zeitlosen Sätzen, der Wahrheitswert darf sich nicht ändern, auch wenn unbekannt.
VI 113
Wahrheit ist Zitattilgung
VII 35ff
Wahrheit/Quine: beruht auf zwei Komponenten: Sprache und außersprachlicher Wirklichkeit - das heißt aber nicht, dass Wahrheit in eine linguistische und eine Tatsachenkomponente aufgeteilt werden könnte - (s) weil es aus beidem besteht, kann es nicht getrennt werden.
VII 134
Wahrheit/Tarski/Quine: immer nur in Bezug auf eine Sprache - "is white dann und nur dann" ist einfach Kauderwelsch. - D.h. eine Buchstabenkombination, die nicht wahr sein kann.
X 34
Wahrheit/Sprache/Quine: Wahrheit ist von der Sprache abhängig, weil es möglich ist, dass Laute oder Schriftzeichen in einer Sprache mit Bsp "2 < 5" gleichbedeutend sind und in einer anderen mit "2 > 5" - wegen dieser Relativität ist es sinnvoll, nur Tokens Von Sätzen einen Wahrheitswert zuzuschreiben.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 17 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsPeirce Cartesianismus Vs Beste Erklärung
 
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I 4
VsBeste Erklärung/BE/Cartwright: die Falschheit der fundamentalen Gesetze ist eine direkte Konsequenz ihrer Erklärungskraft. Und gerade das spricht gegen den Schluß auf die Beste Erklärung (CartwrightVsAbduktion/CartwrightVsPeirce, CartwrightVsBeste Erklärung).
Tradition pro BE: Skeptizismus, Idealismus, Positivismus.
I 89
theoretische Entitäten/Beste Erklärung/BE/Cartwright: Argumente VsBE haben keine Auswirkung auf die Annahme von theoretischen Entitäten, denn Erklärungen, die theoretische Entitäten annehmen, sind Kausalerklärungen. BE: sind keine Kausalerklärungen, sondern theoretische Erklärungen.
I 90 Redundanz/Erklärung/Wahrheit/Duhem: (s.o.) weil es immer alternative Erklärungen gibt, muß Wahrheit unabhängig von der Befriedigung durch Erklärungen sein.
Duhem/Cartwright: sein Argument wird manchmal epistemisch gelesen: wir können nicht wissen, welche von mehreren alternativen Gesetzen wahr sind, dennoch sind sie letztlich inkompatibel.
CartwrightVs: das ist eine falsche Lesart. Denn das ist ein allgemeines Merkmal unseres Wissens und zeigt nicht das besondere an Duhems Attacke DuhemVsBeste Erklärung.
VsPeirce Schiffer Vs Beste Erklärung
 
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Stephen Schiffer
I 198
natürliche Sprache/Bsp Harvey/ Analogie zu uns/Beste Erklärung/Schiffer: ich habe eine Analogie zur Sinneswahrnehmung im Sinn: Bsp ein kurzer Blick auf einen typischen Collie wird uns glauben machen, dass dieses Wesen ein Hund ist. Dennoch glaube ich gleichzeitig nicht, dass eine hundeartige Erscheinung hinreichend ist dafür, dass etwas ein Hund ist. Ich würde nicht glauben, dass dieses Tier ein Hund ist, wenn er sich als Mutante von Schildkröten herausstellt. Problem: nun könnte man vermuten, dass es hier so etwas wie einen Schluss auf die beste Erklärung gibt. Vs: das funktioniert sowieso nicht bei Kindern. (SchifferVsPeirce, SchifferVsAbduktion).
Lösung/Schiffer: man sollte seinen Wahrnehmungen trauen, solange man nicht schon gegenteilige Glaubenseinstellungen hat.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsPeirce Quine Vs Carnap, R.
 
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Willard V. O. Quine
Carnap VII 151
intensionalistische These der Pragmatik/CarnapVsQuine: die Bestimmung der Intension ist eine empirische Hypothese, die durch Beobachtung der Sprachgewohnheiten überprüft werden kann.extensionalistische These/QuineVsCarnap: die Bestimmung der Intension ist letztlich eine Geschmacksfrage, der Linguist ist frei, weil es nicht überprüft werden kann. Dann stellt sich aber auch nicht die Frage nach der Wahrheit und Falschheit. Quine: das fertiggestellt Lexikon ist ex pede Herculem d.h. wir riskieren einen Irrtum, wenn wir am Fußende beginnen. Aber wir können daraus einen Vorteil ziehen! (?)
Wenn wir im Fall des Lexikons hingegen (?) eine Definition der Synonymität hinauszögern, taucht kein Problem auf, als nichts für Lexikographen, das wahr oder falsch wäre.
VII 154
Intension/Carnap: wesentliche Aufgabe: herauszufinden, welche Variationen eines gegebenen Exemplar in verschiedener Hinsicht (z.B. Größe, Gestalt, Farbe) im Bereich des Prädikats zugelassen sind. Intension: kann als Bereich des Prädikats definiert werden.
QuineVsCarnap: könnte antworten, daß der Mann auf der Straße nicht willens sei, etwas über nichtexistierende Gegenstände zu sagen.
VII 155
CarnapVsQuine: die Prüfungen, die die Intensionen betreffen, sind von Existenzfragen unabhängig. Der Mann auf der Straße ist sehr wohl imstande, Fragen in Bezug auf angenommene kontrafaktische Situationen zu verstehen.
Lanz I 271
QuineVsCarnap: Kritik an der Unterscheidung analytisch/synthetisch. Diese Unterscheidung war für den logischen Empirismus wichtig, weil sie ein Verständnis der Philosophie ermöglicht, das der Philosophie eine selbständige Aufgabe zuweist, die klar von derjenigen der empirischen Wissenschaften verschieden ist! Quine untergräbt diese Voraussetzung: das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien!
I 272
Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum.
Newen I 123
Quine/Newen: steht wie Carnap im Geist des Empirismus, hat diesen aber radikal modifiziert.
I 124
Gedanke/Frege: nichtreduzierbar. Gedanke/QuineVsFrege: strebt eine reduktive Erläuterung von Satzinhalten an(wie Carnap).
Basis/QuineVsCarnap: nicht individuelle Sinnesdaten, sondern objektiv beschreibbare Reize.
Satzbedeutung/Quine/Newen: ist durch zwei mengen bestimmt:
1. die Menge der Reize, die zu Zustimmung führt
2. die Menge der reize, die zu Ablehnung führt.
Das gilt aber nur für Gelegenheitssätze.
I 125
Def kognitiv äquivalent/Quine/Newen: = bedeutungsgleich: sind zwei Sätze, wenn sie das gleiche Zustimmungs- bzw. Abbildungsverhalten nach sich ziehen. Für die gesamte Sprache: wenn das für alle Sprecher gilt.
QuineVsCarnap: Sätze haben Vorrang vor Worten.

Quine I 73
QuineVsCarnap: Unterschiede zu Carnaps empirischer Semantik: Carnap schlägt vor, Bedeutung zu erkunden, indem man die Versuchsperson fragt, ob sie ihn unter verschiedenen vorgestellten Umständen die ihr beschrieben werden, anwenden würde. Vorteil: Gegensätze von Termini wie "Kobold" und "Einhorn" werden bewahrt, auch wenn es in der Welt an Beispielen fehlt, die dergestalt voneinander abstechen können.
I 74
Quine: denselben Vorteil weist die Reizbedeutung auf, da es Reizmuster gibt, die zur Zustimmung zur Frage "Einhorn?" veranlassen würden, nicht aber zu "Kobold?" QuineVsCarnap Carnaps Ansatz setzt Entscheidungen darüber voraus, welche Beschreibungen imaginärer Zustände zulässig sind. So wäre z.B. "Einhorn" in Beschreibungen zur Sondierung der Bedeutung von "Einhorn" unerwünscht. Unterschied:
Quine schränkt den Gebrauch unerfüllter Konditionalsätze auf den Forscher ein, Carnap lässt seinen Forscher solche Urteile dem Gewährsmann selbst zur Beurteilung vorlegen. Reizbedeutung kann schon in den ersten Stadien der radikalen Übersetzung ermittelt werden, wo Carnaps Fragebogen noch gar nicht zur Verfügung steht.
Quine: Theorie hat in erster Linie mit Sätzen,
Carnap: mit Termini zu tun.

I 466
Carnap vertritt schon lange die Ansicht, dass die echten Probleme der Philosophie sprachlich sind. Pragmatische Fragen, die unser Sprachverhalten betreffen, nicht Gegenstände. Warum sollte dies nicht auf theoretische Fragen allgemein zutreffen?
I 467
Das geht Hand in Hand mit dem Analytizitätsbegriff.(§ 14) Schließlich lassen sich die theoretischen Sätze im allgemeinen nur pragmatisch rechtfertigen. QuineVsCarnap: Wie kann Carnap da eine Linie ziehen und behaupten, für gewisse Bereiche gälte das nicht?
Dennoch merken wir, dass es einen Übergang von Aussagen über Gegenstände zu Aussagen über Wörter gibt, wenn wir etwa von Fragen über die Existenz von Einhörnern zu Fragen über die Existenz von Punkten und Kilometern Klassen übergehen.

Durch das vielgebrauchte Verfahren des "semantischen Aufstiegs": der Übergang von Aussagen über Kilometer zu Aussagen über "Kilometer". Von der inhaltlichen zur formalen Redeweise. Es ist der Übergang von der Rede in bestimmten Begriffen zur Rede über diese Begriffe.
Es ist genau der Übergang, von dem Carnap meint, er entkleide philosophische Fragen ihres trügerischen Scheins und lasse sie in ihrer wahren Gestalt hervortreten.
QuineVsCarnap: diesen Teil akzeptiere ich jedoch nicht. Der semantische Aufstieg, von dem ich spreche, lässt sich überall anwenden. (Carnap: "inhaltlich" kann man auch "material" nennen.)
Bsp Wenn es darauf ankäme, ließe sich der Satz "In Tasmanien gibt es Wombats" so paraphrasieren: ""Wombat" trifft auf einige Lebewesen in Tasmanien zu".

IV 404
Carnap/(logische Partikel): (»Der logische Aufbau der Welt«): These: es ist grundsätzlich möglich, alle Begriffe auf das unmittelbar Gegebene zurückzuführen. QuineVsCarnap: das ist zu reduktionistisch: Dispositionsbegriffe wie »löslich« können nicht so definiert werden. (Von Carnap selbst später erkannt).
IV 416
QuineVsCarnap: Wozu all die erfinderischen Rekonstruktionen? Letztlich sind Sinnesreizungen das einzige, was wir haben. Wir müssen ermitteln, wie daraus das Bild der Welt konstruiert wird. Warum sich nicht mit Psychologie begnügen?
V 28
Disposition/Quine: Problem: die Angewiesenheit auf gewisse ceteris paribus Klauseln. Mögliche Störungen müssen ausgeschaltet sein. Lösung: einige Autoren: (z.B. Chomsky) Rückzug auf Wahrscheinlichkeiten.
V 29
Carnap: statt Wahrscheinlichkeit: Reduktionssätze als Idealisierungen aufgefasst, an denen Korrekturen stattfinden. Diese Korrekturen fasst Carnap als Umdefinitionen auf, d.h. sie führen zu analytischen Sätzen, die aus der Bedeutung wahr sind.
QuineVsCarnap: ich mache keine Unterscheidung zwischen analytischen und anderen Sätzen.
V 30
Reflexe/Holt/Quine: später konditionierte sind nicht grundsätzlich verschieden von angeborenen. Sie bestehen aus Nervenbahnen mit verringertem Widerstand. Quine: so kann man Dispo auch als diese Bahn selbst auffassen! ((s) Also quasi körperlich. Eben als physikalischen Zustand.)
Disposition/GoodmanVsQuine: ein Dispositionsausdruck ist ein Wechsel auf eine schließlich mechanische Beschreibung und daher zirkulär. Die mechanistischen Termini werden letztlich implizit Dispositionstermini sein.
QuineVsGoodman/QuineVsCarnap: ich bin, anders als die beiden, mit einem theoretischen Wortschatz zufrieden, von dem einige physikalische Grundprädikate zunächst mit Hilfe der Dispo Redeweise gelernt wurden. (Heuristische Rolle).

VII 40
Seine Arbeit ist aber immer noch nur ein Fragment des ganzen Programms. Seine Raum Zeit Punkt Quadrupel setzen eine bewegungsarme Welt voraus ("laziest world"). Prinzip der geringsten Bewegung, soll der Leitfaden für eine Konstruktion einer Welt aus der Erfahrung sein.
QuineVsCarnap: er schien nicht zu bemerken, dass es seiner Behandlung physikalischer Objekte an Reduktion mangelte! Die Quadrupel maximieren und minimieren gewisse allgemeine Eigenschaften (over all features) und mit zunehmender Erfahrung werden die Wahrheitswerte im selben Sinn revidiert.

X 127
Logische Wahrheit/Carnap: These: nur die Sprache und nicht die Beschaffenheit der Welt macht sie wahr. Wahrheit/logische Wahrheit/QuineVsCarnap: ist keine rein linguistische Sache.
Logik/QuineVsCarnap: die beiden Zusammenbrüche, die wir gerade gesehen haben, ähneln sich in Form und Wirkung:
1. Die Logik ist wahr aufgrund der Sprache nur insofern, als sie trivialerweise wahr aufgrund von allem und jedem ist.
2. Die Logik ist untrennbar von der Übersetzung nur insofern, als alles Evidente von der Übersetzung untrennbar ist.
Logik/Sprache/Quine: für die linguistische These scheint der semantische Aufstieg zu sprechen.
QuineVs: das Prädikat „wahr“ (W Prädikat) ist schon vorhanden und hilft gerade, die Logik von der Sprache zu trennen, indem es auf die Welt zeigt.
Logik: spricht zwar viel von Sprache, ist aber auf die Welt und nicht auf die Sprache orientiert. Das wird vom W Prädikat bewirkt.
X 133
Wir lernen die Logik, indem wir die Sprache lernen. VsCarnap: das unterschiedet aber die Logik nicht von anderen Gebieten des Alltagswissens!

XI 99
QuineVsProtokollsatz/QuineVsCarnap/Lauener: beschreibt private, nicht öffentlich zugängliche eigenpsychische Erlebnisse.
XI 129
Intension/Carnap/Lauener: (Meaning and Necessity): versucht Intensionen einzuführen, ohne sich dadurch in eine Metaphysik zu verwickeln. QuineVsCarnap: man kann nicht die Vorteile einer Theorie genießen, ohne die ontologische Rechnung zu begleichen. Daher müssen die angenommenen Gegenstände Werte der Variablen sein.
Eine andere Art wäre zu sagen, dass bestimmte Prädikate zutreffen müssen, damit die Theorie wahr wird. Aber das heißt so viel wie dass es die Gegenstände sind, die Werte der Variablen sein müssen.
Auf jeden Wert trifft ein Prädikat oder dessen Negation zu. ((s) >durchgängige Bestimmung).
XI 130
Umgekehrt ist alles, worauf ein Prädikat zutrifft, ein Wert einer Variablen. Denn ein Prädikat ist ein offener Satz.
XI 138
Ontologie/Carnap/Lauener: Bsp „x ist ein Ding“: auf höherer Allgemeinheitsstufe beziehen sich Existenzannahmen nicht mehr auf die Welt, sondern nur noch auf die Wahl eines geeigneten sprachlichen Rahmenwerks. QuineVsCarnap: das ist bloß ein gradueller Unterschied.
XI 142
Ontologie/Carnap/Lauener: (vorübergehend vertreten): These: philosophische Fragen sind immer Fragen nach dem Sprachgebrauch. semantischer Aufstieg/QuineVsCarnap: dieser darf nicht für ontologische Ausweichmanöver missbraucht werden.
XI 150
Ding/Gegenstand/Carnap/Lauener: Dinge anzunehmen bedeutet nur die Wahl einer gewissen Sprache. Es heißt nicht, an diese Dinge zu glauben.
XI 151
CarnapVsQuine: sein Existenz Kriterium (Wert einer gebunden Variablen zu sein) hat insofern keine tiefere Bedeutung, als darin nur eine Sprachwahl zum Ausdruck kommt. QuineVsCarnap: Sprache und Theorie können nicht so getrennt werden. Wissenschaft ist die Fortsetzung unserer täglichen Praxis.

XII 69
QuineVsCarnap/QuineVsAllwörter: es wird nicht gesagt, worin das Merkmal für den Geltungsbereich genau besteht. ontologische Relativität/QuineVsCarnap: lässt sich nicht durch interne/externe Frage-, Allwörter oder universelle Prädikate erhellen. Sie hat nichts mit universellen Prädikaten zu tun. Die Fragen nach einer absoluten Ontologie sind sinnlos. Dass sie in Bezug auf einen Rahmen sinnvoll sind, liegt im allgemeinen nicht daran, dass die Rahmentheorie einen umfassenderen Bereich hat.
absolute Ontologie/Quine: was sie sinnlos macht, ist nicht ihre Universalität sondern ihre Zirkularität.
Bsp „Was ist ein F?“ kann nur im Rückgriff auf einen weiteren Term beantwortet werden: „Ein F ist ein G“.

XII 89
Erkenntnistheorie/Geltung/Gültigkeit/QuineVsCarnap: Humes Problem (allg. Aussagen + Aussagen über Zukunft sind ungewiss, wenn als über Sinnesdaten oder Sinneseindrücke verstanden) ist bis heute ungelöst. Carnap/Quine: seine Konstruktionen hätten ermöglicht, alle Sätze über die Welt in Sinnesdaten bzw. Beobachtungsbegriffe plus Logik und Mengenlehre zu übersetzen.
XII 90
QuineVsCarnap: die bloße Tatsache, dass ein Satz mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungstermen ausgedrückt ist, bedeutet nicht, dass er sich mit logischen und mengentheoretischen Mitteln aus Beobachtungssätzen beweisen ließe. ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel. (innen/außen, Ebene, Zirkel).)
Erkenntnistheorie/Quine: Pointe: die Wahrheiten über die Natur mit der vollen Autorität der unmittelbaren Erfahrung ausstatten zu wollen, ist ebenso zum Scheitern verurteil wie die Rückführung der Wahrheiten der Mathematik auf die potentielle Einsichtigkeit der elementaren Logik.
XII 91
Carnap/QuineVsCarnap: wenn Carnap seine Konstruktion erfolgreich durchgeführt hätte, wie hätte er wissen können, ob es die richtige ist? Die Frage wäre leer gewesen! Jede wäre befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Das ist die rationale Rekonstruktion.
Def rationale Rekonstruktion/Carnap/Quine: Konstruktion physikalistischer Aussagen aus Beobachtungsbegriffen, logischen und mengentheoretischen Begriffen.
QuineVsCarnap: Problem: wenn das erfolgreich gewesen wäre, hätte es viele solche Konstruktionen gegeben und jede wäre gleich befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalistischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Aber jede wäre auch eine große Errungenschaft gewesen.
XII 92
QuineVsCarnap: leider liefert der „Aufbau“ keine Reduktion qua Übersetzung die die physikalistischen Begriffe überflüssig machen würde. Das würde er nicht einmal, wenn seine Skizze ausgearbeitet würde. Problem: die Stelle wo Carnap erklärt, wie den Orten im physikalischen Raum und physikalischen Zeit Sinnesqualitäten zuzuordnen seien.
Das bietet aber keinen Schlüssel für die Übersetzung wissenschaftlicher Sätze in solche, die aus logischen, mengentheoretischen und beobachtungsbegriffen gebildet sind.
CarnapVsCarnap: später: („Testability and Meaning“, 1936): Reduktionssätze statt Definitionen.
XII 94
Empirismus/QuineVsCarnap: der Empirismus hat 1. aufgegeben, die Wahrheit über die Natur aus der Sinneserfahrung zu deduzieren. Damit hat er ein wesentlichen Zugeständnis gemacht.
2. hat er die rationale Rekonstruktion aufgegeben, d.h. den Versuch, diese Wahrheiten in Beobachtungsbegriffe und logisch mathematische Hilfsmittel zu übersetzen.
QuineVsPeirce: Angenommen, wir meinten, dass die Bedeutung einer Aussage in dem Unterschied besteht, den ihre Wahrheit für die Erfahrung macht. Könnten wir dann nicht in einem seitenlangen Satz der Beobachtungssprache alle Unterschiede formulieren, die die Wahrheit ausmachen könnte, und könnten wir dies dann nicht als Übersetzung betrachten?
Problem: diese Beschreibung könnte unendlich lang sein, sie könnte dann aber auch in einer unendlichen Axiomatisierung eingefangen werden.
Pointe: damit gibt der Empirist die Hoffnung auf, dass sich die empirische Bedeutung typischer Aussagen über die Realität sich ausdrücken lässt.
Quine: das Problem ist nicht eine zu hohe Komplexität für eine endliche Axiomatisierung, sondern der Holismus:
XII 95
Bedeutung/QuineVsPeirce: was normalerweise Erfahrungsimplikationen hat („Unterschied für die Erfahrung“) betrifft nur Theorien als ganze, nicht einzelne Erfahrungssätze. QuineVsCarnap: auch der „Aufbau“ müsste einer sein, in dem die Texte, in die logisch mathematische Beobachtungsbegriffe übersetzt werden sollen, ganze Theorien und nicht bloß Terme oder kurze Sätze sind.
rationale Rekonstruktion/QuineVsCarnap: wäre eine merkwürdige „Übersetzung“: sie würde das ganze (ganze Theorien) aber nicht die Teile übersetzen!
Statt von „Übersetzung“ sollten wir einfach von Beobachtungsgrundlagen von Theorien sprechen.
pro Peirce: das können wir dann sehr wohl die empirische Bedeutung der Theorien nennen. ((s) Das Zuordnen ganzer Theorien zu Beobachtungen).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsPeirce Rorty Vs Habermas, J.
 
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Richard Rorty
Brendel I 133
Rechtfertigung/Rorty/Brendel: These: Wahrheit ist nicht ihr Ziel. Das ginge von einer falschen Trennung von Wahrheit und Rechtfertigung aus. Es gibt auch nicht die eindeutige wissenschaftliche Methode, die zur Wahrheit führt. epistemische Rechtfertigung: kann viele Ziele haben.
I 134
Korrespondenz/RortyVsKorrespondenztheorie/Rorty/Brendel: daher gibt es auch keine Korrespondenz zwischen Aussagen und unabhängiger Wirklichkeit. Wahrheit/RortyVsPutnam: ist auch nicht idealisierte rationale Akzeptierbarkeit.
Realität/PutnamVsRorty: es gibt eine bewußtseinsunabhängige Realität.
Wahrheit/Peirce/Rorty/Brendel: beide: These: es gibt keine prinzipiell unerfahrbaren Wahrheiten.
Realität/PeirceVsRorty: es gibt eine bewußtseinsunabhängige Realität.
Wahrheit/Peirce/Brendel: wird durch den Konsens einer idealen Forschergemeinschaft erlangt.
Konvergenz/Peirce/Brendel: These: es gibt eine Konvergenz der Forschung. Die entsprechende wahre Überzeugung drückt tatsächlich bestehende SV aus. (Habermas dito).
Konvergenz/RortyVsPeirce: gibt es nicht und damit auch keine universell gültigen Überzeugungen einer idealen Forschergemeinschaft.
I 135
RortyVsHabermas: dito. Kommunikation/RortyVsHabermas/Rorty/Brendel: ist kein Streben nach universell gültigen Aussagen. These: es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen kooperativer Suche nach Wahrheit und dem Verfolgen von Gruppeninteressen.

Rorty II 50
RortyVsHabermas: klingt so, als habe er die metaphysische Position übernommen, als ob alle alternativen Kandidaten für Glauben und Begehren bereits vorhanden sind und einzig sichergestellt werden muss, dass sie frei ausdiskutiert werden können. Ahistorisch universalistischer »Transzendentalismus«.
II 29
französische Philosophie/HabermasVsFranzosen: »das Vexierspiel jener Verdoppelungen: ein Erschöpfungssymptom«. RortyVsHabermas: vielmehr Zeichen von Vitalität. Ich lese Heidegger und Nietzsche als gute private Philosophen,
Habermas liest sie als schlechte Öffentliche. Er behandelt sie so, als zählten sie auf das ab, was er »universelle Gültigkeit« nennt.
II 43
Prinzip/Gültigkeit/Geltung/RortyVsHabermas: die Frage der »inneren Gültigkeit« der Prinzipien wird sich nicht stellen. Vor allem nicht, ob es sich um »universell gültige« handelt. Das einzige, was eine Gesellschaft davor bewahrt, die institutionalisierte Demütigung der Schwachen selbstverständlich zu finden, ist eine detaillierte Beschreibung dieser Demütigungen. Solche Beschreibungen werden von Journalisten, Anthropologen, Soziologen, Romanautoren, Dramatikern, Filmemachern und Malern gegeben.
II 94
Habermas/Rorty: unterscheidet zwischen einem strategischen und einem genuin kommunikativen Gebrauch von Sprache. Skala von Vertrauensgraden.
II 94/95
Rorty: wenn wir aufhören, Vernunft als eine Autoritätsquelle zu deuten, löst sich die platonische und Kantische Dichotomie zwischen Vernunft und Gefühl auf.
II 96
RortyVsHabermas: die Idee des »besseren Arguments« ist nur sinnvoll, wenn man eine natürliche, transkulturelle Relevanzbeziehung ausfindig machen kann.
III 113
Foucault/Rorty: die Gesellschaft verweigert den Raum für Selbsterschaffung und private Projekte. (VsHabermas).
III 119
RortyVsHabermas: Habermas hat mehr Angst vor einem »romantischen Umsturz« wie die Hitlers und Maos ihn vorgeführt haben, als vor der erstickenden Wirkung, die verkrustete Gesellschaften haben können. Er hat mehr Angst vor der Autonomie als vor dem, was Foucault »Biomacht« der Experten nannte.
III 120
RortyVsHabermas: ich bin sehr misstrauisch gegenüber der Idee einer »universellen Geltung« (Metaphysik). Dieser Anspruch ist nicht mehr glaubwürdig, wenn man von der »Kontingenz der Sprache« überzeugt ist.
III 231
Selbst/Literatur/Angemessenheit/RortyVsHabermas: für ihn ist das ganz traditionelle Bild des Selbst mit seinen drei Sphären: dem Kognitiven, dem Moralischen und dem Ästhetischen von zentraler Bedeutung. Diese Einteilung führt dazu, dass er Literatur als eine "Sache des angemessenen Ausdrucks von Gefühlen" und Literaturkritik als "Geschmacksurteil" ansieht.
III 232
Rorty: wenn wir diese Einteilung aufgeben, werden wir nicht mehr Fragen stellen wie: "Will dieses Buch Wahrheit oder Schönheit fördern?" "Will es richtiges Verhalten oder Vergnügen fördern?" und statt dessen fragen: "Welchem Zweck dient das Buch?"

V 9
Welt/Sprache/RortyVsHabermas: Vs Forderung, die welterschließende (poetische) Kraft der Sprache (Heidegger, Foucault) müsse der innerweltlichen Praxis untergeordnet werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsPeirce Peirce Vs Idealismus
 
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Horwich I 447
Skeptizismus/Peirce/Rorty: sieht Lücke zwischen Kohärenz und Korrespondenz. Sie wird durch Def Realität/Peirce: „was am Ende als existierend bezeichnet wird“ überbrückt. Denn sie reduziert Kohärenz auf Korrespondenz ohne Metaphysik oder weitere empirische Untersuchung. Es ist eine einfache Neuformulierung (Re Analyse) von „Realität“.
RortyVsPeirce: ich denke nicht mehr ( wie ich es früher tat) dass das so richtig ist.
PeirceVsIdealismus/PeirceVsPhysikalismus: beide haben den Fehler gemeinsam, „Korrespondenz“ eine Relation zwischen Stücken von Gedanken und Stücken von Welt ist, die ontologisch homogen sein muss.
Korrespondenz/Idealismus: alles was einer Repräsentation entspricht, muss selbst eine Repräsentation sein (von Berkeley inspiriert). Damit VsSkeptizismus: die Welt bestehe sowieso nur aus Repräsentationen
I 448
Korrespondenz/Physikalismus: die K Relation muss kausal sein. Damit VsSkeptizismus. Fodor: das ist so wie zu sagen, dass die Korrespondenztheorie mit der Realität korrespondiert.
Lösung/PericeVsIdealismus/PeirceVsPhysikalismus: die Korrespondenzrelation kann sehr wohl ontologisch verschiedene Relata verbinden, es gibt kein Problem der „ontologischen Homogenität“.
Anti Realismus/PlantingaVsPeirce: wirft doch Probleme der ontologischen Homogenität auf: wenn Objekte ihre Struktur schulden und wenn sie nicht existieren könnten, ohne diese zu zeigen, dann schulden sie auch ihre Existenz unserer Kreativität.
RortyVsPlantinga: das verwechselt ein Kriterium mit einer Kausalerklärung:
Bsp Peirce: „wenn es Steine gibt, werden sie ihre Struktur am Ende zeigen“
Bsp Idealist: „wenn wir keine Untersuchung hätten, gäbe es keine Steine“.

Peir I
Ch. S. Peirce
Philosophical Writings 2011

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPeirce Rorty Vs James, W.
 
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Richard Rorty
Horwich I 443
Wahrheit/James/Rorty: These: keine Wahrheitstheorie (WT) kann eine Korrespondenzrelation erklären.
I 444
Korrespondenz/James: gibt es nicht als etwas Neutrales zwischen wahrnehmungsmäßigen, theoretischen, moralischen oder mathematischen Wahrheiten. Korrespondenz kann keine erklärende Rolle übernehmen. Wahrheit/VsJames: Theorien sind nicht wahr, weil sie funktionieren, sondern umgekehrt. Sie funktionieren, weil sie wahr sind.
JamesVsVs: diese Kritiker haben den Punkt nicht verstanden: These: „wahr“ ist ein Begriff der Wertschätzung.
Wahrheit/Rechtfertigung/RortyVsJames: leider beschränkte James sich nicht auf diesen negativen Punkt, sondern er schloss von einer falschen Prämisse:
Wenn wir einen Begriff von „gerechtfertigt“ haben, brauchen wir nicht den Begriff der Wahrheit“
auf
„wahr“ muss etwas wie „rechtfertigbar“ bedeuten
Das ist eine Form des idealistischen Irrtums des Schließens von
Wir können dem Begriff von Wahrheit als Korrespondenz keinen Sinn abgewinnen
auf
Wahrheit muss in idealer Kohärenz bestehen.
RortyVsJames: der Fehler besteht darin anzunehmen, dass „wahr“ eine Definition benötigt und dann aus der Tatsache, dass sie nicht als eine Relation von Überzeugungen zu Nicht Überzeugungen definiert werden kann auf die Sichtweise, dass sie als Relation zwischen Überzeugungen definiert werden müsste.
naturalistischer Fehlschluß/PutnamVsJames:
Bsp „es könnte wahr sein, aber nicht X“ ist immer sinnvoll, egal was man für X einsetzt. (Dasselbe behauptete Moore im Zusammenhang mit „gut“.
Wahrheit/RortyVsPeirce: es war ein Fehler, sie mit „Endpunkt der Untersuchung“ zu identifizieren.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPeirce Wessel Vs Leibniz, G.W.
 
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I 221
Def Identität/Leibniz: Übereinstimmung in allen Eigenschaften (Geht auf Aristoteles zurück). Identität/WesselVsLeibniz: unzweckmäßig, weil es die Suche nach zwei Gegenstände zum Vergleich und Überprüfung der Eigenschaften nahelegt.
In der modernen Mathematik umgeht man das Problem, indem man eine festen Bereich mit genau definierten Prädikaten vorgibt.
Beim Versuch, Leibniz’ Definition auf die Empirie anzuwenden, versuchte man, die Identitätsrelation unmittelbar ontologisch zu begründen, ohne ihren Ursprung in den Eigenschaften der Sprache zu sehen.
Falscher Ansatz: in der relativen zeitlichen Beständigkeit der Gegenstände:
Dilemma: aus a = a ergibt sich nicht viel mehr als "Sokrates ist Sokrates". Problem: man muss dann fordern, dass Sokrates zu allen Zeiten seines Leben die gleichen Eigenschaften gehabt haben muss.
Tatsächlich haben einige Autoren die Verneinung der Möglichkeit von Veränderung daran geknüpft.
I 228
Def Verschiedenheit/Leibniz: "was nicht dasselbe ist oder wobei die Substitution manchmal nicht zutrifft". Identität/Leibniz: Ersetzbarkeit salva veritate.
x = y =def AP(P(x) ↔ P(y)). (s) Alle Eigenschaften des einen sind auch die des anderen und umgekehrt).
WesselVsLeibniz: die entsprechende Bisubjunktion (= ohne def) ist existentiell belastet und deshalb nicht logisch wahr.
Identität/PeirceVsLeibniz: "sein Prinzip ist gänzlich Unsinn. Ohne Zweifel sind alle Dinge voneinander unterschieden, aber dafür gibt es keine logische Notwendigkeit".
Identität/Peirce:
x = y ↔ AP(P(x) u P(y) v ~P(x) u ~P(y)) WesselVsPeirce: das ist ebenfalls existentiell belastet!.
Identität/Ununterscheidbarkeit/Wessel: in der Literatur wird zwischen dem Prinzip der Identität des Ununterscheidbaren.
(x)(y)AP((P(x) ↔ P(y)) > x = y) (e)
und dem Prinzip der Ununterscheidbarkeit des Identischen (auch Substitutionsprinzip):
(x)(y)(x = y > AP(P(x) ↔ P(y))) (n)
unterschieden.
Identität/Vagheit/WesselVsLeibniz: bei Vagheit gilt das Leibnizsche Prinzip der Identität des Ununterscheidbaren nicht, da in der nichttraditionellen Prädikationstheorie die Formeln.
P(x) ↔ P(y) und
-i P(x) ↔ -i P(y)
nicht äquivalent sind.
Zusätzliche Forderung (Wessel 1987; 1988):
es müssen auch die gleichen Prädikate abgesprochen werden!
strenge Identität:
x = y =def AP((P(x) ↔ P(y)) u (-i P(x) ↔ -i P(y))). WesselVsWessel: das ist aber nicht aufrechtzuerhalten, weil die entsprechende Bisubjunktion existentiell belastet ist!.
I 229
In der Terminitheorie werden wir die Identität mit Hilfe der Bezeichnungsrelation definieren.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsPeirce Putnam Vs Metaphysischer Realismus
 
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Horwich I 390
Wahrheit/ metaphysischer Realismus /Putnam: These: Wahrheit sei radikal nicht epistemisch. weil wir alle Gehirne im Tank sein könnten, könnte sogar die schönst und idealste einfachste und konservativste Theorie falsch sein. Verifikation/mR: dann impliziert „verifiziert“ nicht „wahr“.
Peircescher Realismus/Putnam: These: es gibt eine ideale Theorie (schwächer: als regulative Idee, die durch die Begriffe „wahr“ und „objektiv“ vorausgesetzt wird).
PutnamVsMetaphysischer Realismus: ich kritisiere genau das Merkmal, das ihn vom Peirceschen Realismus unterscheidet. Bsp
T1: sei eine ideale Theorie so wie wir sie verstehen. Wir stellen uns vor, dass sie jede Eigenschaft außer objektiver Wahrheit habe; z.B. sie ist vollständig, konsistent, sagt Beobachtungen korrekt voraus (so wie wir sehen und erfüllt alle „operationalen Beschränkungen“, sie ist „schön“ , „einfach“ usw.
Putnam: These:: T1 kann dennoch falsch sein.
Bsp WELT/PutnamVsmetaphysischer Realismus: Angenommen, sie kann in unendlich viele Teile aufgeteilt werden. Und T1 sagt, dass es unendlich viele Teile in ihr gibt, so dass sie in dieser Hinsicht „objektiv richtig“ ist.
T1: sei (per Hypothese) konsistent und habe nur endliche Modelle.
Vollständigkeits Theorem: nach ihm hat dann T1 ein Modell für jede unendliche Mächtigkeit (cardinality).
M: sei ein Modell mit derselben Mächtigkeit wie die WELT. (Diese ist endlich.) Die Einzeldinge (ED) von M seien eins zu eins auf die Teile der WELT abgebildet. Die Abbildung gebrauchen wir, um die Relationen von M direkt in der WELT zu definieren.
SAT: ist dann das Resultat daraus: eine Erfüllungs Relation, eine „Korrespondenz“ zwischen dem Termen von L und Mengen von Teilen der WELT. ((s) Mengen wegen der Prädikate).
Wahrheit: die Theorie kommt dann als „wahr“ heraus, wenn wir „wahr“ als „WAHR(SAT) interpretieren. (I 403 dabei ist SAT vom selben logischen Typ wie „erfüllt“ und WAHR (SAT) sei definiert in Begriffen von SAT so wie „wahr“ in Begriffen von „erfüllt“ bei Tarski definiert ist).
I 391
WAHR(SAT): ist dann die Eigenschaft der Wahrheit, determiniert durch die Relation SAT. ideale Theorie: Frage: was wird aus der Behauptung, dass sogar die ideale Theorie „in Wirklichkeit“ falsch sein könnte?
Lösung: es könnte sein, dass SAT nicht die intendierte Korrespondenzrelation ist (unintendiertes Modell).
„intendiert“/Putnam: was heißt das in dem Fall? T1 erfüllt alle operationalen Beschränkungen. Bsp wenn „es ist eine Kuh vor mir zu dem und dem Zeitpunkt“ zu T1 gehört,
I 392
dann wird das natürlich wahr erscheinen, wenn dann dort eine Kuh vor mir ist. Aber SAT ist eine wahre Interpretation von T!.
Def operationale Bedingungen/Putnam/(s): dass ein Satz falsifiziert werden kann, wenn das Objekt nicht die Eigenschaften hat, die der Satz ihm zuschreibt.
T1 ist WAHR(SAT). So ist der Satz „wahr“ in diesem Sinn, in dem Sinn von WAHR(SAT).
Andererseits: wenn „das ist eine Kuh vor mir zu dem und dem Zeitpunkt“ operational „falsch“ ist (falsifiziert!) ist, dann ist der Satz FALSCH(/SAT).
Referenz: erfüllt damit die „operationalen Bedingungen“.
theoretische Bedingungen: die Interpretation von „Referenz“ als SAT erfüllt alle theoretischen Bedingungen für Referenz.
Pointe: damit wird die „ideale“ Theorie T1 wahr. ((s) Problem: wir wollten fragen, wie sie nach dem metaphysischen Realismus auch falsch sein kann).
unintendiert: Frage: welche zusätzlichen Bedingungen für Referenz gibt es, die SAT als „unintendiert“ herausgreifen könnten und eine andere Interpretation als intendiert?
Putnam: These die Annahme, dass sogar eine „ideale“ Theorie „in Wirklichkeit“ falsch sein könnte, sollte dann unverständlich werden.
Kausaltheorie/Referenz/metaphysischer Realismus/Putnam: eine Kausaltheorie der Referenz würde hier nicht helfen, denn wie „Ursache“ eindeutig referieren sollte, ist nach dem mR ebenso ein Rätsel wie „Kuh“ eindeutig referieren kann.
I 393
Referenz/Anti Realismus/Verifikationismus/Dummett/PutnamVsmetaphysischer Realismus: Verstehen/Anti Realismus/Dummett: These die Theorie des Verstehens sollte in Begriffen der Verifikation und Falsifikation betrieben werden.
DummettVsPhänomenalismus/Putnam: neu: ist daran, dass es keine „Basis“ von „harten Tatsachen“ gibt (z.B. Sinnesdaten) im Hinblick auf die man letztlich die wahrheitskonditionale Semantik, Logik und realistische Begriffe von Wahrheit und Falschheit gebraucht.
Verstehen/Dummett: einen Satz verstehen heißt zu wissen, was seine Verifikation wäre.
Analogie: zum Intuitionismus: den konstruktiven Beweis kennen, heißt, einen mathematischen Satz zu verstehen.
Behauptbarkeitsbedingung/Behauptbarkeit/Dummett: dann ist Bsp „Ich sehe eine Kuh“ nur behauptbar, wenn er verifiziert ist.
Verifikation/Dummett/Putnam. Pointe: wir sagen der Satz ist dadurch verifiziert, dass er ausgesprochen wird! >Firth:
Def Selbst Bestätigung/Roderick Firth/Putnam: Bsp „ich sehe eine Kuh“ ist selbst bestätigend. Er wird dadurch verifiziert, dass er ausgesprochen wird. Das heißt nicht, dass er unkorrigierbar ist! Er muss auch nicht vollständig bestimmt (bivalent) sein.
Tatsachen/Dummett/Putnam: These: in diesem Sinn (der „Selbstbestätigung von Beobachtungssätzen“ (Firth)) sind alle Tatsachen „weich“.
I 394
Pointe: dabei werden die realistischen Begriffe von Wahrheit und Falschheit gar nicht gebraucht! Pointe: das Problem, wie die „einzig richtige“ Referenz Relation identifiziert wird, stellt sich gar nicht! Denn der Begriff „Referenz“ wird nicht gebraucht.
Referenz: können wir dann à la Tarski einführen, aber dann wird „„Kuh“ referiert auf Kühe“ eine Tautologie und das Verstehen dieses Satzes braucht keinen metaphysischen Realismus.
Tatsachen/Verifikationismus/Dummett/Putnam: man sollte die verifikationistische Semantik nicht in Begriffen von „harten Tatsachen“ betreiben. (Auch nicht von Sinnesdaten). Denn sonst könnte man alle Einwände Vsmetaphysischen Realismus wiederholen auf der Ebene, dass die MS unverständlich wird (das wäre eine Entsprechung zu Wittgensteins Privatsprachen Argument). (?).
Lösung/Dummett: wir müssen den Verifikationismus auch in der MS und der Meta MS usw. anwenden.
Verstehen/WB/Dummett/Putnam: Dummett und ich sind uns einig, dass man Verstehen nicht als Kenntnis der WB behandeln kann.
Problem: dann wird es umgekehrt unverständlich, worin diese Kenntnis bestehen sollte!
Bedeutung/BT/PutnamVsDummett: ich denke aber nicht, dass eine Theorie des Verstehens die gesamte BT sein könnte.
I 395
Vsmetaphysischer Realismus: damit können wir ihn mit Dummett widerlegen. (Durch eine Theorie der Referenz, nicht BT). Realismus/Putnam: dann ist er nicht per se falsch, sondern nur der metaphysische, der sowieso nur ein Bild war. (so könnte man zumindest sagen).
Lösung:
Interner Realismus: ist alles was wir brauchen.
Problem: das ist nicht die ganze Geschichte:
Peirce: der mR bricht an einem bestimmten Punkt zusammen, und dieser Punkt sagt uns etwas, dann es ist gerade der Punkt, an dem der mR behauptet, vom Peirceschen Realismus unterscheidbar zu sein. (d.h. von der These, dass es eine ideale Theorie gibt).
PeirceVsmetaphysischer Realismus/PutnamVsPeirce: irrt sich, wenn er sagt, dass der mR genau an der Stelle zusammenbricht. Und ich selbst habe mich auch in dem Punkt geirrt! > Bsp
PutnamVsmetaphysischer Realismus/PutnamVsPeirce: der mR ist an anderer Stelle inkohärent:
Bsp Angenommen, die WELT sei bloß eine gerade Linie.
Dann kann man 2 Geschichten über die WELT erzählen:
Geschichte 1: es gibt Punkte. D.h. die Linie hat Segmente, die unendlich klein sein können. Dieselbe Relation „Teil von“ gilt zwischen Punkten und Segmenten die sie enthalten
I 396
und zwischen Segmenten und größeren Segmenten. Geschichte 2: es gibt keine Punkte. Linie und alle Segmente haben Ausdehnung. Damit wird nicht behauptet, dass Geschichte 1 falsch wäre, Punkte sind einfach logische Konstruktionen aus Segmenten. Rede über Punkte ist abgeleitete Rede über Segmente.
I 397
PutnamVsmetaphysischer Realismus: Problem: wenn man nicht sagen kann wie die WELT Theorie unabhängig ist, wird die Rede von all diesen Beschreibungen leer. Putnam: das sagt Quine in „Ontologische Relativität“. Bsp
Theorie: wenn wir eine vollständige Theorie haben, können wir eine Äquivalenzrelation (ÄR) definieren: „beweisbarer Koextensivität“, mit der Eigenschaft, dass wenn zwei Terme zu verschiedenen Äquivalenzklassen (ÄKI) gehören, kein Modell der Theorie auf denselben Referenten referiert, während, wenn sie zur selben ÄK gehören, sie in jedem Modell denselben Referenten haben.
Das nutzen wir aus.
Wenn nun unser Bild korrekt ist (siehe Abbildung oben)
I 399
dann gibt es eine eindeutige Referenz erhaltende „Übersetzung“ , die die beiden Sprachen verbindet. Problem: es ist bekannt, dass es oft nicht äquivalente Interpretationen einer Theorie innerhalb einer anderen Theorie gibt. Geschichte 1 kann in Geschichte 2 interpretiert werden, und zwar auf viele verschiedene Weisen. Bsp „Punkte“ können als Mengen von Segmenten mit negativer Potenz von 2 verstanden werden. Oder Mengen von Segmenten deren Längen negative Potenzen von 3 sind.
Vsmetaphysischer Realismus/Problem: wenn das so wäre, müsste es eine Tatsache geben, darüber, welche Übersetzung „wirklich“ die Referenz erhält.
Putnam: nun können wir das Bild wieder komplizierter machen, um auch dem zweiten Einwand zu begegnen: wir erlauben, dass die Sprache mehr als eine Weise hat, wie sie auf die WELT angewendet werden kann. (>Gebrauchsweise).
Problem: dann können wir das Bild selbst nicht mehr festhalten. Wenn das, was eine eindeutige Menge von Dingen innerhalb einer korrekten Theorie ist, „in Wirklichkeit“ keine eindeutige Menge sein könnte, dann haben wir kein Bild mehr.
interner Realismus/Putnam: warum wird er von all diesem nicht widerlegt?
Vsinterner Realismus: Bsp er könnte fragen: „woher weißt Du, dass „Kuh“ auf Kühe referiert?“. Immerhin gibt es andere Interpretationen der Sprache als ganzer, die eine ideale Theorie wahrmachen würden (in Deiner Sprache).
VsVs: Bsp Angenommen, Gott gab uns die Menge aller wahren Sätze. Das wäre die „perfekte Theorie“.
Problem: dann gäbe es immer noch unendlich viele mögliche Interpretationen dieser perfekten Theorie, die alle operationalen und theoretischen Bedingungen erfüllen würden. Sogar der Satz „„Kuh“ referiert auf Kühe“ wäre in allen diesen Interpretationen wahr. Woher weiß man dann, dass es in diesem Sinn von „wahr“ wahr ist, dass es eine eindeutige „intendierte“ Interpretation gibt? „Woher weiß man, dass „Kuh“ auf Kühe referiert in dem Sinn von Referenz auf eine bestimmte Menge von Dingen im Gegensatz zu einer bestimmten Menge von Dingen in jeder zugänglichen Interpretation?“
Putnam: das ist gerade der Einwand des iR VsmR, jetzt aber in umgekehrter Richtung.
Referenz/interner RealismusVsVs: dass „Kuh“ auf Kühe referiert, folgt direkt aus der Definition von Referenz. Es wäre sogar wahr, wenn der iR falsch wäre! Relativ zur Theorie ist es eine logische Wahrheit.
Unrevidierbarkeit: es ist aber nicht absolut unrevidierbar, dass „Kuh“ auf Kühe referiert, aber um es zu revidieren müsste man die ganze Theorie verwerfen.
mRVs: die Frage ist damit nicht beantwortet: „“Kuh“ referiert auf Kühe“ ist sicher analytisch relativ zur Theorie, aber es geht darum, wie die Theorie verstanden wird. Dass „Kuh“ auf Kühe referiert ist in allen zugänglichen Interpretationen wahr, aber das war nicht die Frage.
I 401
Interner RealismusVsmR/Putnam: der mR macht es zu einem Rätsel, wie es a priori Wahrheiten geben kann, selbst im kontextuellen Sinn, selbst als Grenzfall. Eine a priori Wahrheit müsste durch eine mysteriöse Intuition gegeben sein. Sogar Bsp „Junggesellen sind unverheiratet“ wäre nur aufgrund einer Intuition a priori. Wenn es aber eine „verbale“ Wahrheit ist ((s) >„analytisch“, wahr aufgrund der Bedeutung der Wörter) dann ist das eine Abkürzung für Bsp „Alle unverheirateten Männer sind unverheiratet. Und das ist eine Instanz von „Alle AB sind A“. Und warum ist das wahr?
I 404
PutnamVsmetaphysischer Realismus: ist dazu verdammt, a) die Logik entweder als empirisch zu betrachten (d.h. nicht bloß revidierbar, wie ich selbst glaube) sondern in dem Sinn, dass sie überhaupt keine konventionelle Komponente hat, oder b) er muss die Logik für a priori halten in dem Sinn, der überhaupt nicht durch den Begriff der Konvention erklärbar ist.
I 414
PutnamVsmetaphysischer Realismus: (V,W u.G. S. 135f,142f, 210f): These mR führt zu einer Dichotomie Tatsachen/Werte. Und diese Führt zum Relativismus und dieser Relativismus widerlegt sich selbst.
I 440
Theorie Wechsel/WW/Putnam: nicht jeder Satz ändert den WW, wenn er von einer akzeptablen Theorie in eine andere akzeptable Theorie wechselt. PutnamVsmetaphysischer Realismus: aber um sein Bild aufzubrechen genügt es zu zeigen, dass sein Projekt einer vollständigen Beschreibung der Welt ohne solche Sätze, die die WW wechseln, undurchführbar ist.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPeirce Brandom Vs Peirce, Ch.S.
 
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Rorty VI 193
Wahrheit/BrandomVsPutnam/BrandomVsPeirce/BrandomVsHabermas: Brandom ist nicht darauf festgelegt, "wahr" epistemisch zu definieren. Also nicht das, was "von allen Mitgliedern der Gemeinschaft oder den Sachverständigen für wahr gehalten wird (oder unter idealen Bedingungen)" . Vielmehr gibt es gar keine Vogelperspektive.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPeirce Putnam Vs Peirce, Ch.S.
 
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Wright I 66
Def Wahrheit/Peirce: das, was an einer idealen Grenze des Erkennens gerechtfertigt ist, wenn alle empirische Information eingeholt ist. PutnamVsPeirce: man kann einfach nicht wissen, wann man alle Information hat! Wright dito.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsPeirce Quine Vs Peirce, Ch.S.
 
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Willard V. O. Quine
I 54
Methode/Quine: Die Frage nach dem, was es gibt ist die Frage nach den Belegen.Die letzte Schiedsstelle in dieser Sache ist die wissenschaftliche Methode, so amorph sie auch sein mag. Wie auch immer im einzelnen definiert, die wiss. Methode bringt Theorien hervor, deren Verbindung mit allen möglichen Oberflächenreizungen einzig und allein in der wiss. Methode besteht, ohne unabhängige Prüfinstanzen, durch die sie gestützt würden. In diesem Sinne ist sie der letzte Schiedsrichter der Wahrheit! Peirce war versucht, die Wahrheit geradewegs als wissenschaftliche Methode zu definieren. Nämlich als ideale Theorie, der man sich als einem Grenzwert nähert, wenn man nicht davon ablässt, die (vermeintlich kanonischen) Vorschriften der Methode auf die sich ständig erneuernde Erfahrung anzuwenden.
Def Wahrheit/Pierce: Ideale Theorie
QuineVsPeirce: an dieser Analogie stimmt eine ganze Menge nicht: Berufung eines Organons für unendlichen Prozess, Grenzwert fehlerhafter Gebrauch der Analogie mit Zahlen, denn der Begriff des Grenzwerts ist vom Begriff des "näher als" abhängig. Und dieser ist zwar für Zahlen, aber nicht für Theorien definiert.
I 55
Vs: wir haben aber trotz allem keinen Grund zur Annahme, dass die Oberflächenreizungen der Menschen, selbst wenn man sie in die Ewigkeit hinein berücksichtig, eine bestimmte Systematisierung zulassen, die wissenschaftlich gesehen besser oder einfacher ist, als mögliche Alternativen. Die wiss. Methode ist zwar der Weg zur Wahrheit, aber sie ermögliche noch nicht einmal eine Definition der Wahrheit.
Ebenso ist jede sogenannte pragmatische Wahrheitsdefinition zum Scheitern verurteilt (QuineVsPragmatismus).

I 444
Def geordnetes Paar: stellt die Möglichkeit bereit, zwei Gegenstände als einen zu behandeln. Man kann damit Relationen Klassen angleichen, indem man sie als Klassen geordneter Paare auffasst. Fußnote: uns interessieren hier "Relationen-in-Extension". Sie verhalten sich zu den Relationen-in-Intension wie Klassen zu Eigenschaften (Unterschied Klasse/Eigenschaft.). Bsp Die Vater-Relation wird zur Klasse genau derjenigen geordneten Paare, deren - jeweiligen Elemente - etwa (Abraham, Isaak), ein Mann und eines seiner Kinder sind. Peirce: Def Geordnetes Paar: (furchtbar umständlich mit geistigen Diagrammen usw.)
QuineVsPeirce: einfach ein defektives Substantiv, das nicht in allen Fragen und Antworten zu Hause ist, in die wir völlig ausgewachsene allgemeine Termini einzubetten gewohnt sind. Mathematische
I 445
Def: (1) Wenn (x,y) = (z,w), so x = z und y = w.
Wenn Relationen Klassen geordneter Paare sind, dann müssen Paare auf der gleichen Ebene wie andere Gegenstände als Elemente von Klassen verfügbar sein. Das geordnete Paar spielt die Rolle eines Gegenstands, der die Aufgabe von zweien erfüllt.

X 23
Verifikationstheorie/Peirce/Quine: in etwa: „sag mir, welchen Unterschied die Wahrheit/Falschheit eines Satzes für die mögliche Erfahrung machen würde, und du hast alles über seine Bedeutung gesagt.“. QuineVsPeirce: auch das setzt den Begriff der Proposition mit dem Begriff der objektiven Information gleich.
Grundordnung: ist hier die Gesamtheit der möglichen Unterscheidungen und Kombinationen von Sinneswahrnehmungen.
Introspektion: einige Erkenntnistheoretiker würden diese Alternativen durch Introspektion der Sinnesdaten katalogisieren, andere (Naturalisten) würde die Nervenreizung (an den Nervenenden) beobachten.
Problem: man kann die Sinnesbelege nicht eindeutig einzelnen Sätzen zuordnen. (Unterbestimmtheit der Empirie).

XII 94
Empirismus/QuineVsCarnap: der Empirismus hat 1. aufgegeben, die Wahrheit über die Natur aus der Sinneserfahrung zu deduzieren. Damit hat er ein wesentlichen Zugeständnis gemacht.
2. hat er die rationale Rekonstruktion aufgegeben, d.h. den Versuch, diese Wahrheiten in Beobachtungsbegriffe und logisch mathematische Hilfsmittel zu übersetzen.
QuineVsPeirce: Angenommen, wir meinten, dass die Bedeutung einer Aussage in dem Unterschied besteht, den ihre Wahrheit für die Erfahrung macht. Könnten wir dann nicht in einem seitenlangen Satz der Beobachtungssprache alle Unterschiede formulieren, die die Wahrheit ausmachen könnte, und könnten wir dies dann nicht als Übersetzung betrachten?
Problem: diese Beschreibung könnte unendlich lang sein, sie könnte dann aber auch in einer unendlichen Axiomatisierung eingefangen werden.
Pointe: damit gibt der Empirist die Hoffnung auf, dass sich die empirische Bedeutung typischer Aussagen über die Realität sich ausdrücken lässt.
Quine: das Problem ist nicht eine zu hohe Komplexität für eine endliche Axiomatisierung, sondern der Holismus:
XII 95
Bedeutung/QuineVsPeirce: was normalerweise Erfahrungsimplikationen hat („Unterschied für die Erfahrung“) betrifft nur Theorien als ganze, nicht einzelne Erfahrungssätze. QuineVsCarnap: auch der „Aufbau“ müsste einer sein, in dem die Texte, in die logisch mathematische Beobachtungsbegriffe übersetzt werden sollen, ganze Theorien und nicht bloß Terme oder kurze Sätze sind.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsPeirce Rorty Vs Peirce, Ch.S.
 
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Richard Rorty
Horwich I 444
Wahrheit/RortyVsPeirce: es war ein Fehler, sie mit „Endpunkt der Untersuchung“ zu identifizieren.
I 448
ideal/Idealisierung/RortyVsPeirce: sein Term „ideal“ ist genauso unklar (fishy) wie „korrespondiert“. Problem;: Bsp „woher weißt du, dass du am Ende deiner Untersuchung angekommen bist?“.
Bsp „Woher weißt du, dass wir der Realität korrespondieren, statt nur eine Konvention nachzuvollziehen?“
Ideal/Rorty: würde Sinn machen, wenn wir eine asymptotische Annäherung feststellen könnten.
Damit bliebt Peirce auf halbem Wege stehen. Und zwar, weil er „Geist“ ausließ und an „Zeichen“ kleben blieb.
Lösung/James/Rorty: James ging den Rest des Weges, indem er sagte, dass „wahr von“ nicht nur eine Relation zwischen inhomogenen Entitäten ist, sondern selbst überhaupt keine analysierbare Relation ist.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPeirce Wessel Vs Peirce, Ch.S.
 
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I 228
Identität/PeirceVsLeibniz: "sein Prinzip ist gänzlich Unsinn. Ohne Zweifel sind alle Dinge voneinander unterschieden, aber dafür gibt es keine logische Notwendigkeit".
Identität/Peirce:
x = y ↔ AP(P(x) u P(y) v ~P(x) u ~P(y)) WesselVsPeirce: das ist ebenfalls existentiell belastet.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsPeirce Fodor Vs Positivismus
 
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II 107
AlltagsspracheVsPositivismus: die Formalisierung ist nur brauchbar, wo ihre Struktur die natürliche Sprache spiegelt. Im übrigen kann man Sprachen so konstruieren, dass sie jede gewünschte Eigenschaft hat.
II 108
Wenn ein System willkürlich gewählt wird, kann man keine Lösungen erwarten. formale Sprache/Fodor: es kann so viele künstliche Sprachen geben, wie es Lösungen für ein Problem gibt.
II 109
Die meisten sind nach dem Modell von Principia Mathematica gebildet worden. Das ist ungünstig, die Alltagssprache ist viel komplexer. Der Positivist wendet hier ein, dass vieles außeracht gelassen wird, weil es unsystematisch ist.
II 110
FodorVsPositivismus: dieser behauptet dann, seine Theorie treffe zu mit Ausnahme derjenigen Fälle, in denen sie nicht zutreffe.
II 112
Positivismus/Sprache: unterscheidet zwei Zweige der Semantik: 1. Die Theorie der Bedeutung: Beziehungen zwischen linguistischen Einheiten: Analytizität, Synonymie, Bedeuten.
2. Die Theorie der Bezeichnung: Beziehungen zwischen linguistischen Einheiten und der Wirklichkeit: Benennen, Bezeichnen, Wahrheit, Begriffsumfang.
In Bezug auf natürliche Sprachen sind semantische Theorien in denen solche Begriffe unanalysierte Grundbegriffe sind, empirisch leer.
Lösungsversuch: jene Grundbegriffe operational zu bestimmen.
II 113
Vs: das läßt die Möglichkeit außer acht, eine systematische Theorie der semantischen Struktur einer natürlichen Sprache zu konstruieren. Außerdem ist nicht zu erwarten, dass die Suche nach operationalen Bestimmungen die semantischen Elementarbegriffe klärt, wenn nicht gleichzeitig der zweite Weg beschritten wird.
II 117
Bezeichnung/FodorVsTarski: es ist offensichtlich, dass solche Systeme die Bezeichnungsprobleme in natürlichen Sprachen nicht erfassen können. Bsp "Ich möchte Papst sein" bezeichnet den Papst nicht.
Bsp "Ich möchte den Papst treffen" bezeichnet den Papst.
Bsp "Ich erschoß den Mann mit der Pistole" kann auf "den Mann" oder auf "den Mann mit der Pistole" hinweisen.
Bsp "Das schwarzblaue Kleid" kann das karierte oder das dunklere Kleid bezeichnen.
FodorVsPositivismus: nach der Befragung der positivistischen Bezeichnungstheorien wissen wir nicht mehr über die Beziehung zwischen der natürlichen Sprache und der Umwelt als zuvor.

Fodor/Lepore IV 49
Propositionen/Fodor/Lepore: wenn Aussagen Propositionen sind, dann haben sie ihre Inhalte wesentlich (weil sie darüber individuiert werden):
IV 49/50
Wenn nun Inhalte durch ihre Verifikationsmethode bestimmt werden (Peirces These), dann haben Aussagen ihre Bestätigungsweisen wesentlich QuineVsPeirce: die Quine-Duhem-These sagt, dass Bestätigungsbedingungen kontingent sind! (Es kann sich immer als falsch herausstellen, aus der Bedeutung folgt nichts über Bestätigung).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsPeirce Wright Vs Putnam, H.
 
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I 58
"Putnams Äquivalenz"/(Wright): P ist wahr dann und nur dann, wenn P unter idealen epistemischen Umständen gerechtfertigt werden könnte.
Konvergenzforderung/Putnam: keine Aussage, die unter epistemisch idealen Umständen gerechtfertigt ist, kann gleichzeitig mit ihrer Negation behauptet werden.
Wright: das ist natürlich von der Forderung nach Vollständigkeit zu unterscheiden: nicht alle Fragen sind entscheidbar.(Quantenmechanik).
Wright: es scheint hier, dass sogar ideale epistemische Umstände nicht neutral in bezug auf Negation sein können. ((s) Bsp (s) wenn der Ort des Elektrons nicht fixiert werden kann, ist das keine negative Aussage über diesen oder einen anderen Ort.)
I 59
Negation/Minimalismus: verlangt die übliche Negationsäquivalenz: "Es ist nicht der Fall, dass P" ist wahr dann und nur dann, wenn es nicht der Fall ist, dass "P" wahr ist.
Das funktioniert nicht für die Quantenmechanik.
WrightVsPutnam: die Bsp aus der Quantenmechanik oder auch aus der Mathematik (Unentscheidbarkeit) sind tödlich für Putnams Ansatz.(Bsp generalisierte Kontinuumshypothese).
Es gilt sicher nicht einmal für empirische Aussagen a priori, dass jede davon unter idealen Umständen entscheidbar wäre.
I 60
(Also bestätigbar oder widerlegbar). A priori/Minimalismus/Wright: die minimalen Plattitüden gelten vermutlich a priori.
WrightVsPutnam: wenn also Putnams informelle Erläuterung a priori korrekt wäre das muss sie sein um überhaupt korrekt zu sein dann würde a priori zu gelten haben, dass auch die Negation einer Aussage, die unter idealen Umständen nicht gerechtfertigt werden kann (Elektron) gerechtfertigt sein würde.
Wright: genau das kann aber a priori nicht der Fall sein.
WrightVsPutnam: irrtümlich apriorischer Anspruch. Aber es kommt noch schlimmer: die Erweiterung der Argumentation macht jeden Versuch, Wahrheit als wesentlich evidenzunabhängig (>Evidenz, Quantenmechanik) zu bestimmen, zunichte.
Anti Realismus, semantischer/Evidenz: mag sich nun im Gegensatz zu Putnam mit einer "Einbahnstrasse" zufrieden geben: (EC, epistemische Einschränkung):
EC Wenn P wahr ist, dann gibt es Evidenz dafür, dass es so ist.
Evidenz/WrightVsPutnam: Wahrheit wird durch Evidenz engeschränkt. Das führt zu einer Revision der Logik.
I 64
WrightVsPutnam: er muss intuitionistische Revisionen vornehmen.
I 66
I 66
Def Wahrheit/Peirce: das, was an einer idealen Grenze des Erkennens gerechtfertigt ist, wenn alle empirische Information eingeholt ist. PutnamVsPeirce: man kann einfach nicht wissen, wann man alle Information hat! Wright dito
I 68/69
Def Superassertibilität: eine Aussage ist superassertibel, wenn sie berechtigt ist, oder berechtigt werden kann, und wenn ihre Berechtigung sowohl die beliebig genaue Prüfung ihrer Abstammung als auch beliebig umfangreiche Ergänzungen und Verbesserungen der Information überleben würde. Wright: für unsere Zwecke reicht es aus, dass der Begriff "relativ klar" ist.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsPeirce Putnam Vs Sellars, W.
 
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III 131
Abbilden/Sellars: anders als Wahrheit und Bezugnahme: unsere normalsprachlichen Schemata bilden die Welt mehr oder weniger angemessen ab. Einige Schemata sind adäquater als andere, obwohl sie in keiner objektiven semantischen Beziehung zu dieser Welt stehen. Das hat zu einer Spaltung der Schüler von Sellars geführt: Sellarssche Linke: Rorty verzichtet auf den Begriff des Abbildens.
PutnamVsSellars: erklärt nicht, wie die Abbildung dem Rahmen des idealwissenschaftlichen Schemas möglich wäre.
III 132
Um eine "Perspektive" abzugeben, müssen Schriftzeichen und Laute etwas abbilden. Um eine objektive Beschreibung ergeben, müssen sie etwas beschreiben. Absolute Auffassung/Williams: sie wird uns, aber nicht unbedingt fremden Forschern erklären, wie wir diese Auffassung verstehen.
Putnam: also wird die "Theorie des Irrtums" nicht von der absoluten Auffassung geliefert, sondern von der " lokalen Perspektive ". Sei es auch eine Perspektive, die von der absoluten Auffassung geprägt ist. Behauptet Williams etwa, dass die Existenz der absoluten Auffassung ein Element unserer lokalen Perspektive ist? Dem könnte sogar Rorty zustimmen.

I 96
Realismus/Theorie/Wissenschaft/Peirce/Sellars: beide versuchen, die Vorstellung beizubehalten, dass die Theorie B1 - (B) Eine Aussage kann falsch sein, auch wenn sie aus unserer Theorie folgt (oder unserer Theorie plus der Menge der wahren Beobachtungssätze)
- falsch sein könnte (ja, sich früher oder später als falsch herausstellen wird) ohne einen realistischen Begriff von Wahrheit zu verwenden, indem sie sie nicht mit gegenwärtig gerechtfertigter Behauptbarkeit , sondern mit idealer gerechtfertigter Behauptbarkeit identifiziert haben.
Das ist es, was beide für die Bedeutung der Behauptung halten, die Venus könnte auch kein Kohlendioxyd haben.
Realismus/Wahrheit/PutnamVsPeirce/PutnamVsSellars: das setzt jedoch voraus, dass wir ohne einen Rahmen von Raumzeit Verortungen, Gegenständen usw. den Begriff des "idealen Limits" sinnvoll füllen und die Bedingungen für die Wissenschaft spezifizieren könnten. Und das geht nicht! Zudem setzt es Konvergenz voraus.
Wenn es keine Konvergenz gibt, (also einfach häufigere Fälle des Scheiterns von Konvergenz als des Gelingens) wie Kuhn und Feyerabend glauben, dann geht es dem "idealen Limit" genauso schlecht wie dem Realismus.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsPeirce Fodor Vs Verifikationismus
 
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IV 53
Fodor/Lepore VsVerifikationismus: wir glauben nicht, dass er wahr ist. (Fodor/Lepore VsPeirce). Die Gemeinde der Philosophen ist allerdings überwiegend der Meinung, dass er wenigstens ein bisschen wahr sein könnte!
Fodor/Lepore: wenigstens wahr genug, um soviel Semantik zu kaufen, dass davon der Bedeutungsholismus abgeleitet werden könnte.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Verifikation Quine, W.V.O.
 
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Fod/Lep IV 37
QuineVsPeirce: (Peirce These: Bedeutung = Methode der Verifikation): es kann sich alles als falsch herausstellen, d.h. ~ sogar die Bedeutung.
Quine VII 40
Reduktionismus/Dogma/Quine: 2. raffiniertere Form: jeder Äußerung ist ein einheitlicher Bereich von möglichen Sinneseindrücken assoziiert, so daß jedes Vorkommnis entweder die Wahrscheinlichkeit (likelihood) der Wahrheit der Aussage vergrößert VII 41 - oder schmälert. Das ist natürlich in der Verifikationstheorie enthalten.
Quine These (kommt von Carnaps "Aufbau" her): unsere Aussagen stehen vor dem Tribunal der Erfahrung nicht einzeln, sondern als ganzes Korpus. (>Duhem).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003