Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Gehirn/ Gehirnzustand Penrose
 
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Genz II 333
Gehirn/Penrose: These: im Gehirn laufen unberechenbare quantenmechanische Vorgänge ab. GehirnforschungVsPenrose: Gehirnprozesse dauern viel länger als die von Penrose analog angenommenen quantenmechanischen Vorgänge. So lange kann die quantenmechanische „Kohärenz“ im Gehirn nicht aufrechterhalten werden.


Penr I
R. Penrose
The Road to Reality: A Complete Guide to the Laws of the Universe 2005
Gödel Deutsch
 
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I 222
DeutschVsPenrose: Bsp
Deutsch kann die Wahrheit diese Aussage nicht widerspruchsfrei beweisen.
I 222
Das kann ich nicht, obwohl ich sehe dass sie wahr ist, oder nicht? Und ich verstehe den Satz auch. So ist es zumindest möglich, dass eine Aussage für einen Menschen unbegreiflich ist, für jeden anderen jedoch selbstverständlich wahr sein kann!(> Gödel/Penrose)

Deu I
D. Deutsch
Die Physik der Welterkenntnis München 2000
Künstliche Intelligenz Chalmers
 
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I 185
Künstliche Intelligenz/Chalmers: Angenommen, wir hätten ein künstliches System, das rational reflektiert, was es wahrnimmt. Hätte dieses System einen Begriff von Bewusstsein? Es hätte sicher einen Begriff des Selbst, es könnte sich vom Rest der Welt unterscheiden, und zu seinen eigenen kognitiven Gehalten einen direkteren Zugang als zu dem von anderen haben. So hätte es eine gewisse Art von Selbstbewusstsein. Dieses System wird nicht über sich selbst sagen, es hätte keine Ahnung wie es ist, ein rotes Dreieck zu sehen. Es braucht aber auch keinen Zugang zu seinen Elementen auf einer tieferen Ebene (Hofstadter 1979, Winograd 1972). Pointe: ein solches System hätte damit eine ähnliche Einstellung zu seinem Innenleben wie wir zu unserem.
I 186
Verhaltenserklärung/Chalmers: um das Verhalten solcher Systeme zu erklären, brauchen wir niemals Bewusstsein zuzuschreiben. Vielleicht haben solche Systeme Bewusstsein, oder auch nicht, aber die Erklärung ihres Verhaltens ist unabhängig davon.
I 313
Künstliche Intelligenz/VsKünstliche Intelligenz/VsKI/Chalmers: DreyfusVsKünstliche Intelligenz: (Dreyfus 1972): Maschinen können nicht das flexible und kreative Verhalten von Menschen erreichen. LucasVsKünstliche Intelligenz/PenroseVsKünstliche Intelligenz/Chalmers: (Lucas 1961, Penrose 1989): Computer können niemals das mathematische Verständnis des Menschen erreichen, weil sie durch Gödels Theorem beschränkt sind auf eine Weise, in der Menschen es nicht sind. Chalmers: das sind externe Einwände. Die internen Einwände sind interessanter:
VsKünstliche Intelligenz: internes Argument: bewusste Maschinen können keine Geist entwickeln. SearleVsKünstliche Intelligenz: >Chinese Room-Argument. (Searle 1980). Danach ist ein Computer bestenfalls eine Simulation von Bewusstsein, ein Zombie.
Künstliche Intelligenz/ChalmersVsSearle/ChalmersVsPenrose/ChalmersVsDreyfus: es ist zwar nicht offensichtlich, dass gewisse physikalische Strukturen im Computer zu Bewusstsein führen, aber das gilt genauso für die Strukturen im Gehirn.
I 314
Def Starke Künstliche Intelligenz/Searle/Chalmers: These: Es gibt eine nichtleere Klasse von Rechenoperationen (computations) sodass die Implementierung jeder Operation aus dieser Klasse hinreichend ist für einen Geist und insbesondere für bewusste Erlebnisse. Das gilt nur mit natürlicher Notwendigkeit, denn es ist logisch möglich, dass jedwede Rechenoperation ohne Bewusstsein auskommt, aber das gilt auch für Gehirne.
I 315
Implementierung/Chalmers: diesen Begriff brauchen wir als Brücke für die Verbindung zwischen abstrakter Rechenoperation und konkretem physikalischem System in der Welt. Wir sagen auch manchmal, dass unser Gehirn Rechnungen implementiert. Implementierung/Searle: (Searle 1990b): These ist ein beobachterrelativer Begriff. Wenn man will kann man jedes System als alles implementierend betrachten, z.B: eine Wand.
ChalmersVsSearle: man muss die Implementierung spezifizieren, dann umgeht man dieses Problem.
I 318
Bsp ein kombinatorischer Zustandsautomat hat ganz andere Implementierungsbedingungen als ein endlicher Zustandsautomat. Die kausale Interaktion zwischen den Elementen ist unterschiedlich feinkörnig. Kombinatorische Automaten können zudem verschiedene andere Automaten reflektieren wie
I 319
Turingmaschinen und zelluläre Automaten, im Gegensatz zu endlichen oder unendlichen Zustandsautomaten. ChalmersVsSearle: jedes System implementiert die eine oder andere Computation. Es wird nur nicht jeder Typ (z.B. ein kombinatorischer Zustandsautomat) von jedem System implementiert. Die Beobachterrelativität bleibt, aber sie bedroht nicht die Möglichkeit der Künstlichen Intelligenz.
I 320
Über die Art der Kausalrelationen ist damit nicht viel gesagt.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Turing-Maschine Dennett
 
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I 623
DennettVsPenrose: er sagt, das Gehirn sei keine Turingmaschine, er sagt aber nicht, dass das Gehirn von einer Turingmaschine nicht gut wiedergegeben wird.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsPenrose Penrose Vs Deutsch, David
 
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Dennett I 625/626
Penrose: selbst ein Quantencomputer (Deutsch) wäre noch eine Turingmaschine., die nur nachweislich berechenbare Funktionen berechnen kann. Penrose möchte aber darüber hinaus vorstoßen: mit "Quantengravitation".
DennettVsPenrose: warum glaubt er, eine solche Theorie müsse nicht berechenbar sein? Weil sonst die KI möglich wäre! Das ist alles.(Fehlschluß).

Penr I
R. Penrose
The Road to Reality: A Complete Guide to the Laws of the Universe 2005

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsPenrose Penrose Vs Künstliche Intelligenz
 
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Dennett I 617
PenroseVsKI: x kann hervorragend ein Schachmatt erreichen es gibt keine Algorithmus für Schach.
Deshalb ist die gute Leistung von x nicht damit zu erklären, daß x einen Algorithmus ablaufen läßt.
Dennett I 619
Penrose: wenn man einen beliebigen einzelnen Algorithmus nimmt, kann dieser nicht die Methode sein, mit der sich menschliche Mathematiker mathematischer Wahrheiten versichern. demnach bedienen sie sich überhaupt keines Algorithmus.
I 621
DennettVsPenrose: damit ist nicht gezeigt, daß ein menschliches Gehirn nicht algorithmisch arbeitet. Im Gegenteil: es macht deutlich, wie die Kräne der Kultur die Gemeinschaft der Mathematiker in dezentralen algorithmischen Prozessen ohne erkennbare Grenzen ausnutzen können.

Penr I
R. Penrose
The Road to Reality: A Complete Guide to the Laws of the Universe 2005

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsPenrose Dennett Vs Penrose, R.
 
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I 614
Gödel/Toshiba-Bibliothek/Dennett: "es gibt keinen einzelnen Algorithmus, der alle Wahrheiten der Arithmetik beweisen kann". Dennett: über alle andern Algorithmen in der Bibliothek sagt Gödel aber nichts!
I 615
Insbesondere sagt er nichts darüber, ob in der Bibliothek nicht Algorithmen für besonders eindrucksvolle Leistungen befinden, Sätze "als wahr zu bezeichnen"! "Mathematisches Gespür", riskante, heuristische Algorithmen, usw. DennettVsPenrose: er macht genau den Fehler, diese Gruppe möglicher Algorithmen zu ignorieren und sich allein auf jene zu konzentrieren, deren Unmöglichkeit Gödel nachgewiesen hatte. bzw. von denen Gödel überhaupt etwas aussagt.
Dennett: ein Algorithmus kann "mathematische Einsicht" hervorbringen, obwohl er kein "Algorithmus für mathematische Einsicht" war!
I 617
PenroseVsKI: x kann hervorragend ein Schachmatt erreichen - es gibt keine Algorithmus für Schach. - Deshalb ist die gute Leistung von x nicht damit zu erklären, daß x einen Algorithmus ablaufen läßt.
I 619
DennettVsPenrose: das ist falsch. Die Ebene des Algorithmus ist ganz offensichtlich die richtige Erklärungsebene. X gewinnt, weil er den besseren Algorithmus hat! I 617/618 Fehlschluß: Wenn der Geist ein Algorithmus ist, dann ist dieser sicher nicht erkennbar oder zugänglich für diejenigen, deren Geist er erzeugt. Bsp es gibt keinen speziellen Algorithmus, kursiv von fett zu unterscheiden, aber das heißt nicht, daß man es nicht unterscheiden kann. Bsp angenommen, in der Bibliothek von Babel gibt es ein einziges Buch, in dem alphabetisch alle New Yorker Teilnehmer stehen, deren Nettovermögen über 1 Mio. Dollar beträgt. ("Megaphonbuch"). Jetzt können wir mehrere Aussagen über dieses Buch beweisen: 1. Der erste Buchstabe auf der ersten Seite ist ein A. 2. Der erste Buchstabe auf der letzten Seite ist kein A.
Bsp daß wir keine Überreste der "Eva der Mitochondrien" finden können, bedeutet nicht, daß wir keine Aussagen über sie ableiten können.
Dennett I 619
Penrose: wenn man einen beliebigen einzelnen Algorithmus nimmt, kann dieser nicht die Methode sein, mit der sich menschliche Mathematiker mathematischer Wahrheiten versichern. demnach bedienen sie sich überhaupt keines Algorithmus.
I 621
DennettVsPenrose: damit ist nicht gezeigt, daß ein menschliches Gehirn nicht algorithmisch arbeitet. Im Gegenteil: es macht deutlich, wie die Kräne der Kultur die Gemeinschaft der Mathematiker in dezentralen algorithmischen Prozessen ohne erkennbare Grenzen ausnutzen können.
I 623
DennettVsPenrose: er sagt, das Gehirn sei keine Turingmaschine, er sagt aber nicht, daß das Gehirn von einer Turingmaschine nicht gut wiedergegeben wird.!
Dennett I 625/626
Penrose: selbst ein Quantencomputer (Deutsch) wäre noch eine Turingmaschine., die nur nachweislich berechenbare Funktionen berechnen kann. Penrose möchte aber darüber hinaus vorstoßen: mit "Quantengravitation". I 628 DennettVsPenrose: warum glaubt er, eine solche Theorie müsse nicht berechenbar sein? Weil sonst die KI möglich wäre! Das ist alles.(Fehlschluß).DennettVsPenrose: Idee mit Mikrotubuli ist nicht überzeugend: angenommen, er hätte recht, dann hätten auch Küchenschaben einen unberechenbaren Geist! Sie haben nämlich Mikrotubuli wie wir.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsPenrose Deutsch Vs Penrose, R.
 
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I 221
Penrose behauptet, dass schon die Existenz einer Art offener mathematischer Intuition, sich nicht mit der bestehenden Struktur der Physik und insbesondere nicht mit dem Turingprinzip verträgt. Wenn das Turingprinzip wahr ist, können wir das Gehirn (wie jedes andre Objekt) als einen Computer auffassen, der ein bestimmtes Programm ausführt. Ein solches Programm verkörpert eine Menge von Hilbertschen Beweisregeln, die nach Gödels Satz nicht vollständig sein kann.
Deshalb kann der Mathematiker, dessen Geist ein Computer ist, diese Aussage ebenfalls niemals als bewiesen anerkennen.
Penrose schlägt dann vor, die Aussage diesem Mathematiker vorzulegen. Der Mathematiker versteht den Beweis. Er ist ja schließlich selbstverständlich gültig, und deshalb kann der Mathematiker vermutlich sehen, dass er gültig ist. Aber das würde Gödel Satz widersprechen. Hier muss also irgendwo ein Fehler stecken. Und das ist nach Penrose" Meinung das Turingprinzip.
DeutschVsPenrose: Bsp Deutsch kann die Wahrheit diese Aussage nicht widerspruchsfrei beweisen.
Das kann ich nicht, obwohl ich sehe dass sie wahr ist, oder nicht? Und ich verstehe den Satz auch. So ist es zumindest möglich, dass eine Aussage für einen Menschen unbegreiflich ist, für jeden anderen jedoch selbstverständlich wahr sein kann! (>Gödel/Penrose).

Deu I
D. Deutsch
Die Physik der Welterkenntnis München 2000
VsPenrose Pinker Vs Penrose, R.
 
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I 126
Penrose: "The Emperor’s New Mind": nach Gödel folgt, dass Mathematiker keine Computerprogramme sein können. Da Mathematiker oft einfach sehen, ob etwas wahr ist (intuitiv).
VsPenrose: von vielen als Trugschluss aufgezeigt. 1. Fleisch soll einfach nicht so zuverlässig wie Maschinen sein.
2. Mikrotubuli: die quantenmechanischen Wirkungen müssten sich gegenseitig aufheben.
3. Mikrotubuli: sind in den Zellen allgegenwärtig.
4. Nicht der geringste Hinweis auf Wirkung der Quantenmechanik als Erzeuger von Bewußtsein.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
VsPenrose Quine Vs Penrose, R.
 
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Willard V. O. Quine
VI 155
Determinismus/Willensfreiheit/Quine: der Determinismus ist zwar von der Quantenphysik in Frage gestellt worden, aber das ist sicher kein Hintertürchen für die Willensfreiheit (VsPenrose). Ich glaube mit Spinoza und Hume, dass der Determinismus mit der Freiheit gar nichts zu tun hat.
Frei ist unser Verhalten gerade, weil es von inneren Motiven verursacht ist! Dass diese wiederum irgendwie verursacht sind, steht der Freiheit gar nicht im Wege.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003