Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff

zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Gegenstücktheorie Plantinga Schwarz I 57
Gegenstück/Gegenstücktheorie/PlantingaVsLewis/PlantingaVsGegenstück Theorie: (1974(1),115f,1987(2),209): Lewis zufolge hätten (...) alle Dinge streng genommen all ihre Eigenschaften essentiell, da es keine mögliche Welt gibt, in der sie selbst, (nicht nur irgendwelche Stellvertreter) andere Eigenschaften haben. >Wesen, >Essentialismus, >Eigenschaften, vgl. >Kontingenz, >Mögliche Welten.
Bsp Wäre es heute ein Grad kälter, würden wir alle nicht existieren, weil dann eine andere Welt wirklich wäre, und keiner von uns wäre dort.
((s) Nach Lewis existiert kein Ding in zwei Welten).
>Gegenstücke/Lewis, >Gegenstücke, >Gegenstückrelation.

Ähnlich Kripke:
KripkeVsGegenstück Theorie/KripkeVsLewis: Bsp Wenn wir sagen „Humphrey hätte die Wahl gewinnen können“ reden wir nach Lewis eben nicht von Humphrey, sondern von jemand anderem. Und nichts könnte ihm gleichgültiger sein („he couldn’t care less“). (Kripke 1980(3),44f).

Gegenstück/GT/SchwarzVsKripke/SchwarzVsPlantinga: Die beiden Einwände missverstehen Lewis: Lewis behauptet nicht, dass Humphrey die Wahl nicht hätte gewinnen können, im Gegenteil: „er hätte die Wahl gewinnen können“ steht genau für die Eigenschaft, die jemand hat, wenn eins seiner Gegenstücke die Wahl gewinnt. Diese Eigenschaft hat Humphrey, kraft seines Charakters. (1983d(4),42).
>Modale Eigenschaften, >Kontrafaktisches.
Eigentliches Problem: Wie macht Humphrey das, dass er in der und der Welt die Wahl gewinnt?
Plantinga: Humphrey hätte gewonnen, wenn der entsprechenden Welt (dem Sachverhalt) die Eigenschaft des Bestehens zukäme.
>Sachverhalte, >Situationen, >Tatsachen.
Lewis/Schwarz: Diese Frage hat mit den Intuitionen auf die sich Kripke und Plantinga berufen, nichts zu tun.

1. Alvin Plantinga [1974]: The Nature of Necessity. Oxford: Oxford University Press
2. Alvin Plantinga [1987]: “Two Concepts of Modality: Modal Realism and Modal Reductionism”. Philosophical
Perspectives, 1: 189–231
3. Saul A. Kripke [1980]: Naming and Necessity. Oxford: Blackwell
4. D- Lewis [1983d]: Philosophical Papers I . New York, Oxford: Oxford University Press

Plant I
A. Plantinga
The Nature of Necessity (Clarendon Library of Logic and Philosophy) Revised ed. Edition 1979

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Mögliche Welten Plantinga Schwarz I 68
Def Mögliche Welten/MöWe/Plantinga: Mögliche Welten fasst Plantinga als maximal mögliche Sachverhalte auf. („Magischer Ersatzismus“). >Ersatz worlds.
Schwarz I 69
Das sind dann Sachverhalte als abstrakte Entitäten, über deren Struktur sich nicht viel sagen lässt. >Sachverhalte, >Abstrakte Gegenstände.
Jedenfalls sind sie keine realen Universen oder Konstruktionen aus realen Dingen.
Existenz/“Bestehen“/Plantinga: Existenz bzw. Bestehen ist eine grundlegende Eigenschaft, die nicht weiter analysiert werden kann. Andere Sachverhalte bestehen nicht, könnten aber bestehen.
>“es gibt“, >Existenz.
Def Maximaler Sachverhalt/Plantinga: Ein Sachverhalt ist maximal, wenn sein Bestehen für jeden anderen Sachverhalt entweder dessen Bestehen oder Nicht-Bestehen impliziert.
Vgl. >Maximum, >Abhängigkeit, >Begriffliche Abhängigkeit, >Kontrafaktische Abhängigkeit, >Logische Abhängigkeit.
Mögliche Welt/Plantinga: Mögliche Welten sind maximal mögliche Sachverhalte. Bsp Dass „in“ einer Welt Esel sprechen können, heißt, dass Esel sprechen könnten, wenn der Sachverhalt die Eigenschaft des Bestehens hätte.
VsPlantinga: Dieser Zusammenhang zwischen einer primitiven Eigenschaft abstrakter Entitäten und der Existenz sprechender Esel muss als unerklärbar akzeptiert werden. Insbesondere hat er nichts mit der internen Struktur oder Zusammensetzung der abstrakten Entität zu tun: Diese enthält weder einen sprechenden Esel noch ein Bild oder Modell eines Esels, noch einen Satz oder ein Zeichen, dass irgendwie sprechende Esel repräsentiert.

LewisVsPlantinga:
1. Warum kann diese abstrakte Entität nicht jene primitive Eigenschaft haben, obwohl es keine sprechenden Esel gibt? Woher diese notwendige Beziehung zwischen distinkten Entitäten? 2. Plantingas Sachverhalte machen eine Reduktion modaler Wahrheiten auf Wahrheit darüber, was für Dinge mit was für Eigenschaften es gibt, unmöglich. Plantinga setzt in der Charakterisierung von Welten damit schon Modalität voraus. ((Lewis 1986e(1),§3,4)
3. Wir wollen auch nicht nur über Welten, sondern auch über deren Bewohner reden. Plantinga muss Sherlock Holmes als irreduzible abstrakte Wesenheit annehmen. (Plantinga 1976(2),262, 272).
>Fiktionen.
Dies ist eine nicht qualitative (haecceitistische) Eigenschaft, die notwendig genau dann von einen Gegenstand x instanziiert wird, wenn x Holmes ist.
>Haecceitismus.
Wenn wir im modalen Realismus also unzählige bloß mögliche Dinge haben, dann haben wir bei Plantinga unzählige Wesenheiten bloß möglicher Dinge.
>Modaler Realismus, >Realismus, >Possibilismus, >Possibilia, vgl. >Aktualismus.

1. David Lewis [1986e]: On the Plurality of Worlds. Malden (Mass.): Blackwell
2. Alvin Plantinga 1976]: “Actualism and Possible Worlds”. Theoria, 42: 139–160. In [Loux 1979]

Plant I
A. Plantinga
The Nature of Necessity (Clarendon Library of Logic and Philosophy) Revised ed. Edition 1979

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Propositionen Bigelow I 180
Propositionen/Bigelow/Pargetter: Propositionen würden auch existieren, wenn der Mensch nicht existierte! Ebenso wie Kombinationen von Individuen und Universalien. >Existenz, >Welt/Denken, >Sprache, >Referenz, >Sätze, >Platonismus, >Ontologie, >Realität, >Welt.
Propositionen haben aber keine Struktur, im Gegensatz zu Kombinationen von Individuen und Universalien.
>Individuen, >Universalien.
Proposition/Plantinga: (Plantinga, 1974(1), 1987(2)): Propositionen sind abstrakte und wesentlich repräsentationale Entitäten.
LewisVsPlantinga: (Lewis 1986a(3), S 174-91, 1986c(4)).
>A. Plantinga, >D. Lewis.

1. Plantinga, A. (1974). The nature of necessity. Oxford: Clarendon Press.
2. Plantinga, A. (1987). Two concepts of modality. Modal realism and modal reductionism. Philosophical Perspectives Vol I: Metaphysics (ed. J. E. Tomberlin). pp.189-231. Atascadero, Calif., Ridgeview.
3. Lewis, D. K. (1986a) On the plurality of worlds,. Oxford: Blackwell Publishers.
4. Lewis, D. K. (1986a) Comment on Armstrong and Forrest. Australasian Journal of Philosophy 64, pp.92-3.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Skeptizismus Rorty Rorty VI 225
PragmatismusVsSkeptizismus: (derbe Version): "Wir brauchen gar nicht auf den Skeptizismus zu reagieren, es macht eh keinen Unterschied, ob wir darauf reagieren, oder nicht". (Michael WilliamsVs, siehe unten.) >Pragmatismus.

Horwich I 447
Skeptizismus/Peirce/Rorty/Leeds: PeirceVsIdealismus/PeirceVsPhysikalismus: Beide haben den Fehler gemeinsam, "Korrespondenz" eine Relation zwischen Stücken von Gedanken und Stücken von Welt ist, die ontologisch homogen sein muss. - (Ontologische Homogenität: z.B. nur Relation zwischen Repräsentationen, nicht zwischen Repräsentationen und Objekten. > Repräsentation/Berkeley).
Peirce: Diese Homogenität muss gar nicht bestehen.
PlantingaVsPeirce: Doch, wenn die Objekte z.B. nur existieren können, indem sie ihre Struktur zeigen.
RortyVsPlantinga: Das verwechselt ein Kriterium mit einer Kausalerklärung.
>Kriterien, >Kausalerklärung.
RortyVsPeirce: "ideal" ist unklar.
I 448
Lösung/James: "Wahr von" ist keine analysierbare Relation - damit fällt die Korrespondenz weg. >Korrespondenz, >Skeptizismus/James.
Lösung/Dewey: Es ist nur der Versuch, Sprache als Zwischeninstanz zwischenzuschalten, was das Problem interessant erscheinen lässt.
Rorty I 129
Skeptizismus/Tradition/RortyVsDescartes: Nicht ob andere Schmerzen haben ist interessant - der Skeptizismus wäre nie interessant geworden, wenn der Begriff des "natürlich Gegebenen" nicht aufgekommen wäre. >Skeptizismus/Descartes.
VI 223ff
Skeptizismus: Hauptvertreter: Stroud: Der Skeptizismus ist ein ernsthaftes ständiges Problem. >Skeptizismus/Stroud.
Michael WilliamsVsStroud: Der Skeptizismus entsteht nur aus absurder Totalitätsforderung: dass alles zusammen erklärt werden müsse.
>Skeptizismus/Michael Williams.
Rorty: Aussagen haben aber nur in einer Situation Sinn.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
mereolog. Essentia Plantinga, A. Simons I 275
mereologischer Essentialismus/Mittelweg/Zwischenposition/Plantinga:
These 1.
für jedes x und y: wenn x jemals ein Teil von y ist, dann ist y notwendig so, dass x zu der einen oder anderen Zeit Teil von ihm ist .
ChisholmVsPlantinga.
Simons: das ist nichts anderes als WME:
WME (N)(x ‹‹ y › N(E!y › (Et)[x ‹‹t y]))

These 2.
für jedes x. y und t, wenn x y als Teil hat zu t, dann hat x notwendigerweise y als Teil zu t.
neu: das ist zeitlich starrer mereologischer Essentialismus:
mereologischer Essentialismus/Zwischenposition/Chisholm/Simons: es gibt noch eine weitere, die Chisholm ablehnt: daß einige Teile wesentlich sind und andere nicht. Das ist meine Position.
ChisholmVsSimons: alle Teile sind notwendig.
Simons: These einige Teile sind wesentlich (nicht notwendig!).

Simons I
P. Simons
Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987