Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Definitionen Logik-Texte
 
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Hoyningen-Huene II 56
Definition/Wahrheitswert-Tabelle/Junktor/HH: die Tafeln definieren die Junktoren nur, wenn man sie mathematisch auffasst - nicht, wenn man sie extensional auffasst.
Hoyningen-Huene II 93
Definition/Hoyningen-Huene: synthetisch: hier wird ein Begriff geschaffen (Abkürzung) - kann nicht w/f sein - analytisch: beschreibende oder lexikalische Definition): hier wird ein vorhandener Begriff analysiert - Bsp Junggeselle unverheiratet - Explikation: zwischen analytischer und synthetischer Definition. - Diese kann fruchtbarer sein.
Re III 40
Die Definition der Wahrheit ist verschieden von den Adäquatheitsbedingungen.
Re III 265
Prior:"tonk": Verknüpfung nicht erst einführen und dann Bedeutung - kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist - Pointe: "analytische Gültigkeit" kann das nicht zeigen BelnapVsPrior:(pro analytisch Gültigkeit): darf nicht in Existenz hinein definieren, erst zeigen, wie es funktioniert - > klassische Negation ist illegitim - > negationsfreies Fragment) - (> Peircesches Gesetz.)
Sal IV 252
einige Wörter müssen auf nichtsprachliche Weise definiert sein
Sal IV 254
Def Kontextdefinition: viele logische Wörter werden durch Kontextdefinition erklärt. Bsp "Alle F sind G" ist gleich "Nur F sind G" Das ist eine Definition des Worts "nur".
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Einführung Belnap
 
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Brandom II 94
Def "tonk"/Belnap: 1. Regel: lizensiert den Übergang von p zu p tonk q für beliebige q. 2. Regel: lizensiert den Übergang von p tonk q zu q. Damit haben wir eine "Netzkarte für Inferenzen": jede beliebige Folgerung ist damit gestattet!
II 93
Konservativität/konservative Erweiterung/Dummett: wenn eine logische Konstante durch Einführungs und Eliminationsregeln eingeführt ist, können wir das eine konservative Erweiterung der Sprache nennen.
II 94
Bsp das könnte auf Belnaps "tonk" zutreffen: Einführungsregel der Disjunktion und Eliminationsregel der Konjunktion. PriorVsBelnap/PriorVsGentzen: das ist der Bankrott von Definitionen im Stile Gentzens.
BelnapVsPrior: man kann, wenn man logisches Vokabular einführt, solche Definitionen durch die Bedingung einschränken, daß die Regel keine Inferenzen mit ausschließlich altem Vokabular zulässt, die nicht bereits vor der Einführung des logischen Vokabulars erlaubt waren. (Konservative Erweiterung).
Eine solche Einschränkung ist notwendig und hinreichend.
Brandom: die expressive Analyse des logischen Vokabulars liefert uns nun einen tiefen Grund für diese Bedingung: nur so kann das logische Vokabular seine expressive Funktion ausüben.
Die Einführung neuen Vokabulars würde ohne die einschränkende Bedingung (Konservativität) neue materiale Inferenzen gestatten und würde so die Gehalte ändern, die mit dem alten Vokabular korreliert sind.



Beln I
N. Belnap
Facing the Future: Agents and Choices in Our Indeterminist World Oxford 2001

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Verknüpfungen Logik-Texte
 
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Re III 268ff
Tonk/Prior: Verknüpfung nicht erst einführen und dann Bedeutung zuweisen. - Das kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. - Pointe: analytische Gültigkeit kann das nicht zeigen.
Re III 269
Die Bedeutung, selbst die der logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen. BelnapVsPrior: (pro analytische Gültigkeit): man darf nicht in Existenz hinein definieren, wir müssen erst zeigen, wie es funktioniert.
Re III 271
> klassische Negation illegitim. - negationsfreies Fragment. - Peircesches Gesetz. - "Wenn P, dann Q, nur wenn P, nur wenn Q".
Re III 273
ReadVsBelnap: die wahre Meinungsverschiedenheit liegt jenseits von Konstruktivismus und Realismus. - Belnaps Bedingung (konservative Erweiterung) kann nicht zeigen, dass die klassische Negation illegitim ist.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Vokabular Brandom
 
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I 199
Konservativität/Erweiterung/Sprache/tonk/Brandom: pro konservative Erweiterung: wenn die Regeln nicht inferentiell konservativ sind, gestatten sie neue materiale Inferenzen und ändern damit die Gehalte, die mit dem alten Vokabular verbunden waren ï·" expressive Logik/Brandom: verlangt, daß keine neuen Inferenzen, die nur altes Vok enthalten dadurch angemessen gemacht werden (wenn sie es vorher nicht waren). I 200 Bsp "boche"/Dummett: nichtkonservative Erweiterung: Aussagen, die den Ausdruck nicht (!) enthalten, könnten erst jetzt aus anderen, die ihn auch nicht enthalten, gefolgert werden - Bsp Schluss aus deutscher Nationalität auf Grausamkeit - BrandomVsDummett: dabei geht es nicht um Nichtkonservativität: diese zeigt nur, daß der Ausdruck "boche" einen Gehalt hat, der in den anderen Ausdrücken nicht enthalten ist - Bsp der Begriff "Temperatur" hat sich auch mit den Messmethoden verändert - es geht nicht um Neuheit eines Begriffs, sondern um unerwünschte Folgerungen.
I 204
Gerade der materiale Gehalt von Begriffen geht verloren, wenn der begriffliche Gehalt mit den Wahrheitsbedingungen identifiziert wird.
I 427/8
Def Supervenienz/Brandom: ein Vokabular superveniert auf ein anderes genau dann, wenn es keine zwei Situationen geben könnte, in denen sich wahre Behauptungen (d.h. Tatsachen), formulierbar im supervenierenden Vokabular, unterscheiden würden, während sich die wahren Behauptungen, formulierbar im Vokabular, auf das superveniert wird, nicht unterscheiden - neutraler: wenn klar ist, worauf man in der einen Sprache festgelegt ist, ist auch klar, worauf man es in der anderen ist.
I 958
Ordnung/Zwillingserde/Brandom: es hilft nichts, in Begriffen dessen zu reden, was die Individuen unterscheiden können, denn worauf sie reagieren können, hängt davon ab, welche Reaktionen als verschieden gelten und dann tritt das gleiche Problem im Hinblick auf das verwendete Vokabular auf - Problem: ein Vokabular zu spezifizieren, das zwei Bedingungen erfüllt: 1. Die Zwillinge müssen in verschiedenen Umgebungen durch die Beschreibung in jenem Vokabular ununterscheidbar sein (und dazu genügt die physikalische Sprache nicht) - 2. Die Unterbestimmtheit der semantischen Eigenschaften ihrer Zustände in diesem beschränkten Vokabular muss irgend etwas Interessantes zeigen
II 76
Materiale Inferenz/Sellars/Brandom: von a östlich von b" auf "b westlich von a" - auch von Blitz auf Donner - braucht keine Logik.
II 79
Formal gültige Inferenzen lassen sich aus guten materialen Inferenzen ableiten, aber nicht umgekehrt - Beweis: gegeben sei eine Teilmenge irgendwie privilegierten Vokabulars, so ist eine Inferenz dann richtig, wenn sie material gut ist und sie kann nicht zu einer schlechten werden, wenn nichtprivilegiertes Vokabular durch nichtprivilegiertes Vokabular ersetzt wird - wenn man sich nur für logische Form interessiert, muss man in der Lage sein, zuvor einen Teil des Vokabulars als speziell logisches auszuzeichnen. - Bsp Wenn man theologische Inferenzen untersuchen will, muss man untersuchen, welche Ersetzung von nichttheologischem Vokabular durch nichttheologisches die materiale Güte der Inferenz bewahrt.
II 94
Def "tonk"/Belnap: 1. Regel: lizensiert den Übergang von p zu p tonk q für beliebige q. - 2. Regel: lizensiert den Übergang von p tonk q zu q. Damit haben wir eine "Netzkarte für Inferenzen": jede beliebige Folgerung ist damit gestattet - PriorVsBelnap: Bankrott aller Definitionen im Stile Gentzens - BelnapVsPrior: Lösung: Einschränkung: keine Inferenzen mit ausschließlich altem Vokabular, die nicht bereits vorher erlaubt waren - sonst würden die alten Gehalte rückwirkend geändert.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsPrior Prior Vs Belnap, Nuel
 
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Brandom I 198
"tonk": (Belnap) PriorVsBelnap: Bankrott von Definitionen der inferentiellen Rollen im Stile Gentzens."Netzkarte für beliebige Folgerungen". (>Dummett: "boche", konservative Erweiterung). Prior:"tonk":Verknüpfung nicht erst einführen und dann Bedeutung - kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. - Pointe: "analytische Gültigkeit" kann das nicht zeigen. BelnapVsPrior:(pro analytische Gültigkeit): darf nicht in Existenz hinein definieren, erst zeigen, wie es funktioniert - > klassische Negation ist illegitim - > negationsfreies Fragment. - (Peircesches Gesetz : Read, III 268)
Read III 269
Prior: These: es ist absurd, eine »analytische Gültigkeit« anzunehmen, eine "carte blanche", eine Möglichkeitsverknüpfung einzuführen und ihnen dann eine Bedeutung zu geben indem man sie einfach festlegt. Sein bekanntes Beispiel war "tonk". Absurd: wie kann die einfache Einführung einer neuen Verknüpfung zur Folge haben, dass ein beliebiges Paar von Aussagen (ohne "tonk") äquivalent ist?
Wenn wir erführen, was "tonk" bedeutete, würden wir sehen, dass die eine oder andere Folgerung nicht wahrheitserhaltend ist. Aber und das ist Priors Pointe:
der Vertreter der Ansicht der analytischen Gültigkeit kann das nicht sagen, denn er hat keine unabhängige Erklärung der Bedeutung von "tonk" bezüglich der er zeigen könnte, dass die Folgerungen ungültig sind.
Bedeutung: die Bedeutung, selbst die logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen! (>BelnapVsPrior).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsPrior Lewis Vs Präsentismus
 
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Schwarz I 19
Vergangenheit/Zukunft/LewisVsPräsentismus: es gehört zum gesunden Menschenverstand, dass die letzte Mondlandung 1972 war und dass gewisse Arten längst ausgestorben sind. Präsentismus: beruft sich aber genauso auf den gesunden Menschenverstand und behauptet, dass diese Dinge nicht mehr real sind. Vergangen sein heißt, nicht mehr zu existieren, Auch zukünftige Arten wird es erst geben, wenn sie da sind. Es gibt nur, was jetzt existiert (geben/existieren/ „es gibt“).
LewisVsPräsentismus: „es gibt“: Lewis behauptet nicht, dass „jetzt Dinosaurier existieren“. Aber es gibt sie (wenn auch nicht heute). Es gibt sie nur in der Vergangenheit. Das akzeptiert aber auch der Präsentist. Was ist dann der Streitpunkt?
Schw I 20
Lösung: hat mit Bereich von Quantifikation zu tun. Quantifikation/Bereich/Schwarz: unbeschränkte Quantoren sind selten und gehören zur Metaphysik. Bsp „es gibt keinen Gott“ bezieht sich auf das ganze Universum. Bsp „Es gibt kein Bier“: bezieht sich auf den Kühlschrank.
Existenz/Lewis/Schwarz: dann gibt es also verschiedene „Existenzweisen“. Zahlen existieren auf eine andere Weise als Tische.
Existenz/Präsentismus: seine Aussagen darüber, was es gibt, sind absolut unbeschränkt.
Vierdimensionalismus/Existenz: Aussagen darüber, was es gibt ignorieren aus seiner Sicht Vergangenheit und Zukunft. Wenn wir sagen, dass es keine Dinosaurier gibt, ((s) dann dehnen wir (fälschlicherweise) die Gegenwart in die Vergangenheit aus.) Schwarz: wir deuten durch die Gegenwartsform an, dass wir nicht von absolut allen, sondern nur von gegenwärtigen Dingen reden.
Quantifikation/Schwarz: kann aber auch im Präsens neutral sein. Aber auf die Grammatik kommt es nicht an.
Schw I 21
Lösung: wahr machen: was macht die Sätze wahr, Bsp dass Sokrates den Schierlingsbecher trank? Vierdimensionalismus Wahrmacher: die Ereignisse in einem vergangenen Teil der Realität.
Präsentismus: glaubt nicht an vergangene Teile der Realität. Dann muss der Wahrmacher aber ein Merkmal der Gegenwart sein!
VsPräsentismus: Problem: die Gegenwart ist logisch nicht von der Vergangenheit abhängig. Es ist möglich, dass die Welt erst vor 5 Minuten erschaffen wurde.
Realität/Präsentismus: (einige Vertreter) man erfasst die Realität nicht, indem man nur feststellt, was für Dinge es gegenwärtig gibt. , Dass es Sokrates gab ist nicht wahr, weil es jetzt gewisse Dinge gibt, sondern weil es sie damals gab. Aussagen darüber was es gab und geben wird, drücken grundlegende Tatsachen aus, die nicht auf Aussage darüber was ist, reduzierbar sind. Dann sind die Satzoperatoren „es war der Fall dass,“ und „es wird der Fall sein“ primitiv und unanalysierbar. (Prior, 1969).
Eigenschaften/LewisVsPrior/LewisVsPräsentismus: Vs diese primitiven Operatoren: Alle Wahrheiten müssen darauf beruhen, was für Dinge mit welchen Eigenschaften es gibt. Die beiden obigen Operatoren würden ja auch nicht ausreichen. Bsp „Sokrates wird heute noch bewundert“ ((s) Das unterscheidet die Gegenwart nicht so wie hier gewünscht, von der Vergangenheit.) Bsp „Es gab mehrere englische Könige namens Charles“: Problem: es gab keinen Zeitpunkt, zu dem es mehrere gab. Dann muss man also unter anderem auch plurale Vergangenheits Quantoren akzeptieren.
Vierdimensionalismus/Lewis: Lösung: Temporaloperatoren verschieben einfach den Bereich der Quantoren Bsp „...1642“ ist wie „...in Australien“. Dann: mit „es gab mehrere englische Könige namens Charles“ quantifizieren wir über einen größeren Ausschnitt der Vergangenheit, vielleicht über alle vergangenen Dinge zusammen.
Präsentismus: (einige Vertreter) versuchen sich das anzueignen, ohne die Metaphysik zu teilen: Bezugnahme auf „Sokrates“ oder „1642“ ist dann irgendwie abstrakt und von ganz anderer Art als die auf konkrete Dinge (Bigelow 1996). Vielleicht sind vergangene Zeiten sprachliche Fiktionen, Sätze und ihre Bewohner darin enthaltene Kennzeichnungen (Beschreibungen). Dann würde Bsp ...Schierlingsbecher“ nicht verlangen, dass es jemand aus Fleisch und Blut gibt, der irgendetwas tut. (!). Es reicht, wenn eine Fiktion davon erzählt ((s) >Field).
Schw I 22
Andere Lösung/Präsentismus: solche Sätze über vergangene Dinge als mengentheoretische Konstruktionen aus gegenwärtigen Dingen: der Sokrates des Jahres 399 ist dann eine Menge jetzt existierender Eigenschaften, darunter auch die Eigenschaft, den Schierlingsbecher zu trinken. VsPräsentismus: nicht alle Dinge, die es je gab, sind in unserer Sprache beschreibbar oder aus gegenwärtigen Ereignissen konstruierbar. Außerdem gibt es viele Fiktionen, denen nichts entspricht. Was unterscheidet die „echten“ von den „falschen“?
Vierdimensionalismus: „Surrogat V“ („Ersatz V“): fasst andere Zeiten und ihre Bewohner als metaphysisch grundlegende Entitäten auf. Bsp „Sokrates“ bezieht sich auf eine irreduzible Entität („Wesenheit“), die irgendwie mit den Eigenschaften die wir von Sokrates annehmen, verknüpft ist. (LewisVs)
Problem: die Verknüpfung darf nicht darin besteht, dass die Entität diese Eigenschaften hat! Denn das wäre dann der echte Vierdimensionalismus.
LewisVs „ersatz world“: es lässt sich keine Theorie von Ersatz-Sokratessen entwickeln, wo diese wirklich „abstrakt“ sind.
PräsentismusVsVierdimensionalismus: kehrt wesentliche Aspekte der Realität unter den Teppich: was wird aus dem Fluß der Zeit, dem Wandel der Dinge und der Besonderheit der Gegenwart? Das vierdimensionale Block Universum ändert sich nie. , seine Zeit Dimension „fließt“ nicht. Bsp dann kann ich mich nicht freuen, dass der Zahnarztbesuch vorbei ist, weil er immer noch genauso real ist.
VierdimensionalismusVsPräsentismus: Bsp Zahnarztbesuch: ich bin froh, dass er jetzt nicht mehr ist, nicht, dass er aus der Realität getilgt wurde. Genauso, wie ich froh bin, dass der Anschlag nicht hier geschah, sondern woanders.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsPrior Belnap Vs Prior, A.
 
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Brandom I 198
BelnapVsPrior: wenn man logisches Vokabular einführt, muß man solche Definitionen durch die Bedingung einschränken, daß die Regel keine nur altes Vokabular enthaltende Inferenzen zuläßt. LL. Das heißt, die neuen Regeln müssen das Repertoire konservativ erweitern. > Bsp "boche"
Brandom II 93
Brandom: Wenn diese Regeln nicht inferentiell konservativ sind, gestatten sie neue materiale Inferenzen und ändern damit die Gehalte, die mit dem alten Vokabular verbunden waren. Die expressive Auffassung der Logik verlangt, daß keine neuen Inferenzen, die nur altes Vokabular enthalten, dadurch angemessen gemacht werden.
Konservativität/konservative Erweiterung/Dummett: wenn eine logische Konstante durch Einführungs-und Eliminationsregeln eingeführt ist, können wir das eine konservative Erweiterung der Sprache nennen.
II 94
Bsp das könnte auf Belnaps "tonk" zutreffen: Einführungsregel der Disjunktion und Eliminationsregel der Konjunktion: Def "tonk"/Belnap: 1. Regel: lizensiert den Übergang von p zu p tonk q für beliebige q. 2. Regel: lizensiert den Übergang von p tonk q zu q. Damit haben wir eine "Netzkarte für Inferenzen": jede beliebige Folgerung ist damit gestattet!
Read III 269
PriorVsBelnap/PriorVsGentzen: das ist der Bankrott von Definitionen im Stile Gentzens. BelnapVsPrior: man kann, wenn man logisches Vokabular einführt, solche Definitionen durch die Bedingung einschränken, daß die Regel keine Inferenzen mit ausschließlich altem Vokabular zuläßt, die nicht bereits vor der Einführung des logischen Vokabulars erlaubt waren. (Konservative Erweiterung).Eine solche Einschränkung ist notwendig und hinreichend.
Brandom: die expressive Analyse des logischen Vokabulars liefert uns nun einen tiefen Grund für diese Bedingung: nur so kann das logische Vokabular seine expressive Funktion ausüben.Die Einführung neuen Vokabulars würde ohne die einschränkende Bedingung (Konservativität) neue materiale Inferenzen gestatten und würde so die Gehalte ändern, die mit dem alten Vokabular korreliert sind. ((s) rückwirkende Änderung, auch der Wahrheitswerte etablierter Sätze).
Read:Bedeutung: die Bedeutung, selbst die logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen.
Read III 270
Belnap: kam der Ansicht der »analytischen Gültigkeit« zu Hilfe. Was ihr fehlt, sagte er, ist jeder Beweis, daß es eine solche Verknüpfung wie "tonk" überhaupt gibt. Das ist ein Problem für Definitionen allgemein. Man kann nicht in die Existenz hinein definieren. Man muss zuallererst zeigen, dass es ein solches Ding (und nur 1) gibt. Bsp "Pro-Summe" zweier Brüche. (a/b)!(c/d) wird definiert als ( a+c)/ (b+d).
Wenn man Zahlen einsetzt,kommt man schnell zu Ergebnissen, bei denen völlig falsche Rechenergebnisse herauskommen.Zwar ist es leicht, usprünglich passende Zahlen zu finden, doch sie lassen sich nicht kürzen.(> Dubislav).
Belnap: wir haben nicht gezeigt, und können es nicht zeigen, dass es eine solche Verknüpfung gibt. Dasselbe gilt für "tonk".
Read: Ein Problem bleibt: wieso gibt es hier überhaupt eine Analogie zwischen Definitionen und Verknüpfungen. Es kann nicht immer falsch sein, eine Sprache durch neue Verknüpfungen zu erweitern. Man könnte sich Rechenregeln für »konservative« Erweiterungen von Sprachen vorstellen. Die alten Regeln müssen fortbestehen.

Beln I
N. Belnap
Facing the Future: Agents and Choices in Our Indeterminist World Oxford 2001

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsPrior Kripke Vs Prior, A.
 
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Prior I 169
Namen/Prior: These: was nicht existiert, kann einfach nicht benannt werden, genauso wie es nicht mit dem Fuß gestoßen werden kann. Und zwar weder von jemand, der an die Existenz glaubt, noch von jemand der nicht an sie glaubt.
In Umständen, wo das Objekt x abwesend ist, kann x nicht als Eigenname in Sätzen gebraucht werden und es gibt keine Tatsachen mit x.
Namen/KripkeVsPrior: hat Systeme entwickelt, in denen einfache Sätze mit x dann falsch sind, wenn x nicht existiert und die Wahrheitswerte (WW) komplexer Sätze
I 170
bestimmten Regeln folgen. Z.B. Negationen dieser einfachen Sätze werden wahr. Ordnung/Prior: das führt zu einer Absolutheit der Unterscheidung zwischen einfachen und komplexen Sätzen.
Namen/Kripke: sind auch bei ihm logisch strukturlos.
Aber, weil bei Lesniewski aber anders als bei Kenny, kann ein Ungläubiger auch die Namen für die Objekte verwenden, deren Existenz er anzweifelt. Es gibt natürlich auch Namen für bloß Vorgestelltes oder eben MöWe.
Bsp es ist möglich, dass Kinder Phantasien über etwas von ihnen Imaginiertes entwickeln, und ein Erwachsener sie damit ärgert, dass er andere Phantasien entgegenhält.
Die Frage ist dann, ob dasselbe Objekt benannt wird. Das ist auch das Problem bei rein zukünftigen oder bloß möglichen Individuen.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsPrior Lewis Vs Prior, A.
 
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IV 19
Perspektive/Index/Indexikalität/Zeit/Lewis: wenn wir einen zeitlosen Gesichtspunkt annehmen und unsere eigene Lokalisation in der Zeit vernachlässigen, dann verschwindet der große Unterschied zwischen der Gegenwart und anderen Zeiten. Das liegt aber nicht daran, dass wir dann alle Zeiten als gleich betrachten, sondern daran, dass wir
IV 20
die Möglichkeit verlieren, indexikalische Zeitwörter wir "gegenwärtig" zu gebrauchen! Mögliche Welt/MöWe/Perspektive: genauso, wenn wir einen a priori Standpunkt einnehmen, und unsere Lokalisation in den Welten vernachlässigen, dann verlieren wir die Unterscheidung zwischen den Welten.
Das ist aber nicht, weil wir alle Welten als gleich betrachteten, sondern weil wir Index Wörter wie "aktual" nicht mehr gebrauchen könnten.
Prior: das Wort "aktual" kann dann nicht mehr genommen werden, um eine Welt zu klassifizieren, die realer ist als andere!°
LewisVsPrior: damit ist er selbst hereingefallen: "real" kann auch nicht mehr als Index Wort gebraucht werden.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsPrior Chisholm Vs Prior, A.
 
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I 182
Wiederkehr/Zeit/Prior: wenn ein Weltzustand wiederkehrt, kehrt er unendlich oft wieder: wenn wir ihn zumindest n mal gehabt haben, dann haben wir ihn bereits zumindest n + 1 mal gehabt. Wiederkehr/Zeit/ChisholmVsPrior: das ist nicht zwingend: daraus, daß ein gegebener Weltzustand wieder auftritt, folgt nicht, daß andere Weltzustände wieder auftreten.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
propos Quantifik. Grover, D.
 
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II 58
propositionale Variablen/Quantifikation/Suppes/Heidelberger: (Heidelberger 1968, S 214): These: propositionale Variablen müssen entweder Namen von Propositionen, daß-Sätze oder Namen von Sätzen nehmen. HeidelbergerVsRamsey: (a propos Ramsey: "Tatsachen und Propositionen")
Ramsey: Bsp
Er hat immer recht:
Paraphrase:
(p)(wenn er behauptet p dann p). (s) ohne "daß"!)
HeidelbergerVsRamsey: es ist nicht klar, ob das letzte Vorkommnis von "p" innerhalb oder außerhalb der Reichweite des Allquantors fällt.
II 146
propositionale Quantifikation/sQ/Grover: These es gibt sie in der Alltagssprache (Englisch).
Prior: (1967) dito.
StrawsonVsPrior/StrawsonVsGrover: gibt es nicht in der Alltagssprache.