Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 123 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Abstraktion Geach
 
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I 223
Abstraktion/FregeVs: bloßes Absehen von Unterschieden schafft keine (identischen) Eigenschaften. - Geach: Bsp Def "Zumensch"/surman: Zumenschen sind identisch, wenn ihre Zunamen identisch sind - also eigentlich Teilmenge der Menschen, aber identisch mit Menschen, wenn von Unterschieden abstrahiert wird. - GeachVs: das würde das Wort "Zumensch" nicht erklären. Lösung/Quine: "Tangibilität": Eigenschaften hätten wenig Sinn, wenn man "rot" usw. nur als Namen von Eigenschaften gebrauchen würde. - GeachVsQuine: dann sind alle Probleme wie die Probleme mit Klassen: Bsp "Eigenschaft, eine Eigenschaft zu sein, die nicht auf sich selbst zutrifft" wäre parallel zu Russells Antinomie.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Allgemeinheit Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 10
Unterscheidung sing/allg Term: von Reizbedeutung unabh. - Name oder allgemeiner Term für Raum-Zeitsegmente: gleiche Reizbedeutung ("Kaninchenheit").
I 238
Plural: abstrakter singulärer Term: "Löwen sterben aus" -Disposition: "frisst Mäuse" (31)
I 412
QuineVsEigenschaften: Fehlschluss der Subtraktion: aus "über" und "handelt von" Existenz abzuleiten -"rund" und "Hund" sind Termini für physikalische Gegenstände - aber nicht zusätzlich Eigenschaften! "Rund" und "Hund" allgemeine Termini für Gegenstände, nicht singuläre Termini für Eigenschaften oder Klassen! Dasselbe Argument wäre für Klassen statt Eigenschaften: allg Term symbolisiert ebenso gut seine Extension, wie seine Intension
I 415
Eigenschaften: nicht jeder allgemine Term redet zwangsläufig von Eigenschaften oder Klassen - Eigenschaften und Klassen sind akzeptabel als Werte von Variablen.
IX 194~
Allgemeinheit/Quine: ist zweideutig: a) verschiedene Indizes anwendbar - b) ungeteilte Quantifikation über eine erschöpfende Allklasse.
Tugendhat I 380
Generelle Aussagen/Allgemeinheit/Quine: These: die Grundaussagen sind generelle Aussagen, und es gibt gar keine singulären Aussagen. StrawsonVsQuine: es sind gerade die generellen Aussagen selbst, die bei der Angabe ihrer Wahrheitsbedingungen auf singuläre Aussagen verweisen - man kann die Verwendungsweise eines generellen Satzes gar nicht ohne die Voraussetzung der Verwendungsweise singulärer Sätze erklären.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Allgemeinheit Russell
 
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Bertrand Russell
Tugendhat I 377
Existenz/Russell/Tugendhat: Russell interpretiert die singuläre prädikative Aussage als Existenzaussage und diese als generelle (allgemeine) Aussage. - Schon von Kant und Frege antizipiert - dann Bsp der Satz "Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl." ist falsch.
Tugendhat I 380
Generelle Aussagen/Allgemeinheit/Quine: These die Grundaussagen sind generelle Aussagen, und es gibt gar keine singulären Aussagen. StrawsonVsQuine: es sind gerade die generellen Aussagen selbst, die bei der Angabe ihrer Wahrheitsbedingungen auf singuläre Aussagen verweisen. - Man kann die Verwendungsweise eines generellen Satzes gar nicht ohne die Voraussetzung der Verwendungsweise singulärer Sätze erklären.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Allgemeinheit Strawson
 
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IV 68
Allgemeinheit/Strawson: die Frage nach allgemeinsten Kategorien von Dingen oder Begriffen ist nicht logisch beantwortbar, die Beantwortung braucht Erkenntnistheorie.
Tugendhat II 25f
Allgemeinheit/StrawsonVsQuine: allgemeine Aussagen sind nur als singuläre Aussagen verständlich! Existenz von Einzeldingen (ED) ist bereits vorausgesetzt.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Analytizität/Synthetizität Fodor
 
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IV 57
Bedeutung/Quine: nicht aus Sprecherbedeutung, nicht aus Akzeptanz von Inferenzen des Sprechers - die Sprecherbedeutung hängt von der Weltsicht ab, und damit von einer Absicht, was die Wörter bedeuten sollen - dabei kann man nicht unterscheiden, welche Ansichten der Sprecher a priori akzeptiert - also gibt es keine analytischen Sätze. - Vs Unterscheidung analytisch/synthetisch: "wahr kraft Bedeutung": dafür gibt es kein epistemisches Kriterium.
IV 177ff
Analytizität/Block/Dummett/Devitt/Bilgrami: VsQuine: vielleicht "graduelle Analytizität"? - Fodor/Lepore Vs: würde Gleichheit der Bedeutung statt Identität voraussetzen: Problem: am Ende ist alles nur "so ungefähr": Sätze drücken nur ungefähr Propositionen aus, weil "John" so ungefähr auf John referiert - nicht analytisch: Bsp "braune Kühe sind gefährlich". - Daher ist es keine Inferenz aus "Kühe sind gefährlich" und "Braune Dinge sind gefährlich". - Daher gibt es hier dann keine Kompositionalität.
IV 186
Analytizität/analytisch/Fodor/Lepore: wenn Bedeutungen Stereotype sind, ist dennoch keiner der einzelnen Züge definierend -" Bsp die stereotype braune Kuh kann gefährlich sein, obwohl das Stereotyp "gefährlich" nicht zum Stereotyp "braun" oder zum Stereotyp "Kuh" gehört. - Daher schlägt die Unterscheidung analytisch/synthetisch fehl - Pointe: auch wenn man die analytisch/synthetisch-Unterscheidung ablehnt, zeigt sich, dass Bedeutungen niemals Stereotype sind.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Analytizität/Synthetizität Searle
 
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John R. Searle
V 18
Analytizität/Quine: Bsp ich weiß nicht, ob die Aussage "Alles Grüne ist ausgedehnt" analytisch ist - Searle: das ist raffiniert: man kann bestreiten, dass Sinnesdaten ausgedehnt sind. SearleVsQuine: umgekehrt: um zu zeigen, dass Kriterien für Analytizität fehlen, müssen wir Analytizität schon verstehen.
V 19
Analytizität/SearleVsQuine. wir verstehen Analytizität, sonst könnten wir nicht so gute Beispiele finden.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Analytizität/Synthetizität Strawson
 
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Wright I 198
Strawson/Grice: Bsp unser alltägliches Reden über Analytizität stellt eine soziologische Tatsache dar, und weist daher genügend Disziplin auf, um als minimal wahrheitsfähig gelten zu können. StrawsonVsQuine/GriceVsQuine: es ist hoffnungslos, zu leugnen, dass eine Unterscheidung existiert, wenn sie auf nicht vorvereinbarte, aber wechselseitig einigungsfähige Weise innerhalb sprachlicher Praxis gebraucht wird.
QuineVsStrawson/QuineVsGrice: das steht völlig im Einklang mit einer kognitiven Psychologie des praktischen Gebrauchs der Unterscheidung, die nicht davon ausgeht, dass wir auf Exemplifizierungen der Unterscheidungen reagieren.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Angeborenes Churchland
 
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Fodor IV 76/77
Angeborenes/Churchland: Bezogenheit auf eine bestimmte Sprache ist unwahrscheinlich.
IV 78
ChurchlandVsQuine: wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es einen "anglophonen Hyperraum" mit einer anglophonen Hyperfläche für englische Sätze gäbe. Fodor/Lepore: es ist schon sehr unwahrscheinlich, dass die Grammatik des Englischen angeboren wäre.


Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Attributiv/referentiell Millikan
 
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I 215
Beschreibend/referentiell/Kennzeichnung/Klassifikation/Millikan: man kann erzwingen, dass eine beschreibende Kennzeichnung referentiell funktioniert, Bsp „Er sagte, dass der Gewinner der Verlierer war“. Bsp (Russell): „Ich dachte, deine Yacht wäre größer als sie ist“.
I 216
Lösung: „der Gewinner“, und „größer als deine Yacht“ müssen als nach dem angepassten (adaptierten) Sinn klassifiziert angesehen werden. Dagegen:
„Der Verlierer“: hat wahrscheinlich nur beschreibenden Sinn-
„Deine Yacht“: wird durch beides klassifiziert: durch angepassten und durch relationalen Sinn, nur „dein“ ist rein referentiell.
Quine: (klassisches Beispiel) Bsp „Phillip glaubt, dass die Hauptstadt von Honduras in Nicaragua liegt“.
MillikanVsQuine: das ist nicht, wie Quine glaubt, offensichtlich falsch. Es kann als wahr gelesen werden, wenn „Hauptstadt von Honduras“ relationalen Sinn in diesem Kontext hat.
Referentiell/beschreibend/Glaubenszuschreibung/intentional/Millikan: es gibt Ausnahmen, wo die Ausdrücke nicht beschreibend, aber auch nicht rein referentiell funktionieren, sondern auch durch relationalen Sinn oder Intension.
Bsp „der Mann der uns nach Hause fuhr“ sei jemand, der Sprecher und Hörer sehr gut bekannt ist. Dann muss der Hörer annehmen, dass hier jemand anderes gemeint ist, weil der Name nicht gebraucht wird.
Regel: hier wird die zweite Hälfte der Regel für intentionale Kontexte verletzt, „setzte welchen Ausdruck auch immer ein, der die Referenz erhält“. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass die erste Hälfte verletzt ist: „ein Zeichen hat nicht nur Referenz, sondern auch Sinn oder Intension, die erhalten werden müssen. Warum sollte man sonst eine so umständliche Kennzeichnung („der Mann der uns nach Hause fuhr“) gebrauchen, statt des Namens?


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Aussagen Quine
 
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Willard V. O. Quine
Quine: "jede Aussage kann revidiert werden".
Fodor IV 44ff
Aussage/semantischer Holismus/Fodor/LeporeVsQuine: Quine vermeidet konsequent zu sagen, was eine Aussage ist. - Eine Formel oder Proposition oder etwas, das den semantischen Wert betrifft. - Wenn sie Formeln sind (morpho-syntaktisch), kann ein und dieselbe Aussage verschiedene Bedeutungen haben. - Formeln treten anders in Bestätigungen ein als Sätze. Es ist sinnlos zu fragen, ob eine Form eine andere bestätigt. - Bestätigung hängt von den Bedeutungen ab! - Aussagen mit Formen (Formeln) zu identifizieren, widerspricht der Quine-Duhem-These. - Sie wäre dann nicht substantiell.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Bedeutung Davidson
 
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Dav I 64
Quine hat unsere Auffassung von Kommunikation revolutioniert, indem er gezeigt hat, dass es mit der Bedeutung nicht mehr auf sich hat, als was eine Person mit den gehörigen Anlagen zu lernen oder beobachten vermag. Kausale Theorie der Bedeutung. VsDescartes: Sinne spielen keine Rolle - nur beim Lernen, aber dann kontingent (VsSkeptizismus).
I 47
Def Satzbedeutung/Davidson: die Bedeutung (Interpretation) eines Satzes wird dadurch angegeben, dass dem Satz ein semantischer Platz zugeordnet wird in der Struktur von Sätzen, aus denen die Sprache besteht. Die Bedeutung eines Satzes besteht darin, diesen und keinen anderen Platz in der Makrostruktur der Sprache innezuhaben. Dies ist für Davidson der einzige Inhalt des Bedeutungsbegriffs.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt ist prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen). Putnam/Kripke: Kausaltheorie: richtige Verknüpfung Wort/Gegenstand - DavidsonVsPutnam: Interpretation ganzer Sätze.

Rorty VI 419
DavidsonVsQuine/Rorty: Davidson lehnt Begriff der "Reizbedeutung" ab: das sei wie Newtons Versuch, sich zum "Newton des Geistes" emporzuschwingen". Stattdessen: distale Bedeutungstheorie. Es gibt kein "mittleres Gebiet" zwischen sprachlich formulierten Überzeugungen und der Physiologie.

Dav I 95
Kausaltheorie der Bedeutung: Sinne spielen keine Rolle - nur beim Lernen, aber dann kontingent (VsSkeptizismus).
I 99
DavidsonVsPutnam: dass Bedeutungen nicht im Kopf sind, liegt nicht an speziellen Namen für natürliche Arten, sondern am umfassenden sozialen Charakter der Sprache.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
II 50
Bedeutung/Davidson/Glüer: die Interpretation wird dadurch angegeben, dass dem Satz ein semantischer Platz zugeordnet wird in der Struktur von Sätzen, aus denen die Sprache besteht - (mehrere Sprachen = W-Theorien) möglich. - Def Bedeutung/Davidson: besteht dann darin, diesen und keinen anderen Platz in der Makrostruktur der Sprache innezuhaben.
II 51
Bedeutung/Tarski/Davidson: Tarski-artige Theorien beziehen sich nicht auf Bedeutung als festgelegte Entitäten. (Davidson pro: Bedeutung letztlich nicht fixierbar) - Konsequenzen: 1. DavidsonVsTarski: die tatsächlich gesprochene Sprache ist letztlich irrelevant
2. Die triviale These, dass Bedeutung konventionell ist, muss aufgegeben werden.

Frank I 672
Sonnenbrand-Beispiel/Davidson: So wie Sonnenbrand immer noch eine Rötung meiner Haut ist, obwohl er von der Sonne verursacht wurde - genauso führt externe Verursachung nicht dazu, dass Bedeutungen nicht im Kopf sind - sonst pro Putnam: Bedeutungen nicht im Kopf, wohl aber einfache propositionale Einstellungen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Bedeutung McDowell
 
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I 160ff
Bedeutung/Quine: Neu: "empirische Bedeutung": ist intellektuell angesehen, weil er vollständig durch die gesetzmäßig ablaufenden Operationen der Rezeptivität erklärbar ist. Der alte Bedeutungsbegriff steht dagegen auf der falschen Seite dieser Dualität. (> McDowell, s. auch Inhalt). Bedeutung/Quine: der Witz besteht bei Quine darin, dass Bedeutung im intuitiven Sinn nicht durch exogene Faktoren bestimmt werden kann.
I 184/5
McDowell: wenn wir nun das Dritte Dogma (Schema/Inhalt) fallen lassen, ist es nicht überraschend, dass die Bedeutung nun durch die "empirische Bedeutung" unterbestimmt ist.
I 185
McDowell: die "empirische Bedeutung" kann ja sowieso gar keine richtige Bedeutung sein, da sie als Gegenstück zur "begrifflichen Souveränität" nichts mehr mit Gründen und Rechtfertigung zu tun haben kann. McDowellVsQuine: das zeigt aber nicht, dass Bedeutung überhaupt unterbestimmt ist! Dazu müsste man zeigen, daß wir einen untilgbaren Spielraum haben, wenn wir nach einer Art von Verstehen suchen, die uns aus dem Gebiet der "empirischen Bedeutung" herausbringt. Ein Verstehen, das zeigt, wie Lebensphänomene in der Ordnung der Rechtfertigung, dem Raum der Vernunft, strukturiert werden. Das kann man nicht von Quine lernen.
I 119
Bedeutung/McDowell: wir dürfen sie nicht "sozialpragmatisch" oder "kommunitaristisch" konstruieren. (Das hat Wittgenstein auch nicht getan). Sonst ist sie nicht mehr autonom. Ungezügelter Platonismus wäre hier ein Hang zum Okkulten.
Wittgenstein: hat nicht behauptet, dass Bedeutung nichts anderes wäre als Zustimmung oder Ablehnung durch die Gemeinschaft. (>Kripke).
I 119
Kripkes Wittgenstein/McDowellVsKripke: kommt zu dem Ergebnis, dass es nichts gibt, was die Empfänglichkeit für die Forderung konstituiert, die die Bedeutung an uns stellt, stattdessen müssen wir die Rolle des Gedankens in unserem Leben mittels unserer Partizipation in der Gemeinschaft verstehen.
I 121
These: Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung bürgt dafür, dass die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das lässt keine echten Fragen über Normen aufkommen.
EMD II XIV
Bedeutung/McDowell: Wahrheitstheorie ist nicht ausreichend für eine Bedeutungstheorie wegen der Äquivalenz von "Schnee ist weiß" und "Gras ist grün". - Das ist wahr, aber nicht bedeutunggebend. - McDowell: These: wir brauchen zusätzlich psychologische Begriffe. -
II XV
Problem: dann müssen die propositionalen Einstellungen genauso fixiert sein wie die Bedeutungen. - > Radikale Interpretation/RI.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Bedeutung Rorty
 
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Richard Rorty
Horwich I 449
Bedeutung/DavidsonVsDummett/DavidsonVsQuine/Rorty: sie stimmen mit dem Grundprinzip überein, dass Bedeutung auf Erfahrung zurückgeführt werden muss - oder auf das Gegebene oder Reize (also Zwischeninstanz zwischen Überzeugung und Objekten). Problem: Skeptizismus: Bedeutung wird dann epistemisch - Wahrheit und Bedeutung werden getrennt.
Horwich I 464
Bedeutung/Wittgenstein/Davidson/Rorty: als Entitäten: müsste Doppelrolle spielen: als Ursache und gleichzeitig Rechtfertigung - Bsp Sinnesdaten, Bsp Reize.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Begriffe Geach
 
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I 26ff
Begriff/Frege/Geach: die Bedeutung von "Menschen" ist nicht "viele Menschen" sondern der Begriff.
I 220
Begriff/GeachVsFrege: Frege: "Der Begriff Pferd ist kein Begriff": also muss er ein Gegenstand sein: das ist ein Fehlschluss! - Gegenstände sind nicht realisiert, sondern Begriffe. - (Ersteres ist keine Falschheit, sondern Unsinn). - Richtig: Bsp "Der Begriff Mensch ist realisiert" teilt sich auf in "Mensch" und "der Begriff ... ist realisiert" - letzteres = "etwas ist ein..". - Was nicht so aufgeteilt werden kann, ist sinnlos: Bsp "der Begriff Mensch ist zeitlos".
I 226
Begriff/Frege: rein extensionale Sicht - daher nicht "Sinn des Namens", sondern Referenz des Prädikats. - ((s) Referenz/(s): Menge der bezeichneten Gegenstände = Extension.) - aber: Extension/Frege: Gegenstand - Begriff/Frege: kein Gegenstand - Grund: der Begriff ist ungesättigt, der Gegenstand ist gesättigt. - "Rot" steht nicht für einen Begriff, sonst wäre der Begriff ein Name.
I 228f
Begriff/Geach: "Der Begriff Pferd" kein Begriff, weil sonst Begriffe Namen hätten - (...+...) - Ein Begriff ist auch keine logische Einheit. - Genauso wenig wie Bsp "Napoleon war ein großer General und der Besieger von Napoleon war ein großer General". - Bsp "Ein Mensch ist weise" ist nicht eine Instanz von "___ist weise" ("ein Mensch" ist kein Name) sondern von einem abgeleiteten Prädikat "ein ... ist weise" - Sätze, aus denen "der Begriff Mensch" nicht eliminiert werden kann, sind sinnlos! - Bsp "Der Begriff Mensch ist eine abstrakte Entität" - Sätze über Begriffe brauchen einen Quantor.
I 230
Begriff/Geach: kann keinen Eigennamen haben. - Wir referieren stattdessen mit dem Prädikat auf den Begriff. - VsFrege: dieser benutzt Pseudo-Eigennamen für Begriff: "Die Extension des Begriffs x schnitt x’ Kehle durch." Pseudo-Name: "der Begriff x schnitt x" - Geach: richtig: der Name der Extension ist "der Bereich von x für x schnitt x’s Kehle durch."
I 234
Begriff/Gegenstand/Quine: die Unterscheidung ist unnötig! - GeachVsQuine: sie ist nötig! - Ihr entspricht in Verkleidung auch die Quinesche Unterscheidung zwischen Klasse und Element.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Begriffe Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 216
(laut Rorty):Begriff, Bedeutung: Quine: bloß eine Spezies von Intentionen. Und alle Intentionen sollen gekippt werden. "Bedeutet", "glaubt" und "wünscht" haben keine behavioralen äquivalente "Meinung" und »Wunsch« sind ebenso entbehrlich wie die Begriffe "Begriff" und "Anschauung". RortyVsQuine: Begriffe und Bedeutung sind solange harmlos, als sie zur Erklärung unseres Verhaltens postuliert werden. Die Schaden erst, wenn sie Quelle einer speziellen Art von Wahrheit sein sollen.
Rorty VI 170
Sprache/Welt/Quine/Rorty: Vs Trennung zwischen Begrifflichem und Empirischem.
Stroud I 216
Begriffliche Souveränität/Quine/Stroud: magerer Input: hell/dunkel, Temperaturschwankungen usw. reichhaltiger Output: Theorien über die Welt. Souveränität: wir entdecken auch etwas über die Magerkeit und entdecken damit, in welchem Ausmaß die Wissenschaft unsere "freie Kreation" ist.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Begriffsschemata Davidson
 
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I 41/42
Drittes Dogma/Begriffsschema/DavidsonVsQuine: Schema: Sprache mitsamt Ontologie und Welttheorie - Inhalt: gestalthaftes Feuern der Neuronen - (bei Quine statt Sinnesdaten). - QuineVsDavidson: Trennung nicht beabsichtigt, sie erscheint nur in Davidsons Darstellung so. - Der Begriff des uninterpretierten Inhalts sei aber nötig, um den Begriffsrelativismus deutlich zu machen. - Begriffsrelativismus: das Begriffsschema ist menschliche Schöpfung, willkürlich. - "begriffliche Souveränität".
I 44
DavidsonVsQuine: es gibt keine letzen Daten, daher auch keine Subtraktion.
I 87~
Begriffsschema/Trennung Schema/Inhalt > Relativismus - "Strom der Erfahrung"-"uninterpretiertes Gegebenes" - Begriffsrelativismus.
I 96
Schema/Inhalt: sind als Paar ins Spiel gekommen, (Cl.I. Lewis) nun können wir sie auch als Paar ausscheiden lassen. - Dann bleiben keine Gegenstände übrig, in Bezug auf die die Frage der Repräsentation aufgeworfen werden könnte. - Überzeugungen sind wahr oder falsch, aber sie repräsentieren nichts!
I 98
Drittes Dogma/Schema/Inhalt/Irrtum/Täuschung/Davidson: Täuschung nach Abschaffung der Trennung Schema/Inhalt kein Problem mehr, keine Frage, ob wir zur Erkenntnis der Welt und des Fremdpsychischen fähig sind. - Umso mehr, wie! - Aber das sind jetzt keine erkenntnistheoretischen Fragen mehr, sondern solche nach dem Wesen der Rationalität.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 133
Inkommensurabilität setzt Trennung Schema/Inhalt (3.Dogma) voraus.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Begriffsschemata Rorty
 
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Richard Rorty
Horwich I 454
Begriffsschema/DavidsonVsKorrespondenz/Rorty: alle diese Zwischenglieder werden wir zusammen mit der Korrespondenz los - Bsp BS, "Perspektive", Sprache, Kultur, "Sichtweise", -"tertia" - diese intentionalistischen Begriffe sind die Quellen des Skeptizismus.
Horwich I 454
Schema/Inhalt/Begriffsschema/DavidsonVsSkeptizismus/Rorty: der Dualismus Schema/Inhalt: mögliche Formen: "begrifflicher Rahmen", "intendierte Interpretation": diese sind mit den Dingen nicht kausal verbunden, die sie organisieren - sie variieren unabhängig vom Rest des Universums - ohne sie betrachten wir unsere eigenen Überzeugungen wie bei der Radikalen Interpretation (RI).
Horwich I 454
Radikale Interpretation/Begriffsschema/Davidson/Rorty: uns selbst mit der radikalen Interpretation zu untersuchen, macht Korrespondenzrelation, "intendierte Überzeugungen" usw. überflüssig.
Rorty I 300
Begriffsschema/3. Dogma/Rorty: sobald Begriffsschemata zu etwas Vergänglichem wurden, war die Unterscheidung von Schema und Inhalt selbst in Gefahr - dann wird Wissenschaft auch nicht ermöglicht durch einen a priori Beitrag unseres Wissens.
I 330
Begriffsschema/Davidson/Rorty: die Rede vom Schema oder Begriffssystem versucht den Wahrheitsbegriff von Bedeutungsbegriff zu trennen und muss daher fehlgehen - dann müsste es ein "alternatives Begriffssystem" geben, das "wahr aber unübersetzbar" wäre - das ist unverständlich.
I 338
Rorty: es gibt keine neutrale Basis, von der aus verschiedene Schemata verglichen werden können - genauso wenig haben wir Berechtigung, ein gemeinsames Schema anzunehmen - Lösung: ohne 3. Dogma (Schema/Inhalt) stellen wir den direkten Bezug zu den Gegenständen wieder her.
VI 64
Begriffsschema/Standpunkt/Putnam/Rorty wir müssen immer ein bestimmtes Begriffssystem verwenden (wir können gar nicht anders) - aber wir dürfen nicht behaupten, dies sei eigentlich nicht die Weise, in der die Dinge sich an sich verhalten.
VI 127
Begriffsschema/DavidsonVs 3. Dogma/Rorty: wir müssen aufhören, Aussagen danach zu sortieren, ob sie von »der Welt« oder von "uns" wahr "gemacht" werden - DavidsonVsVs Begriffsschema /DavidsonVsQuine
VI 129
Begriffsschema/Inhalt/Rorty: die Unterscheidung ist nicht zu verwechseln mit der Unterscheidung "ist"/"scheint".
VI 135
Wir können nicht angeben, welche "Gelenke" der Natur zum Schema und welche zum Inhalt gehören.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Beobachtbarkeit Peacocke
 
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I 90
Beobachtbarkeit/Peacocke: These: ist eine Eigenschaft bestimmter Begriffe und nicht anderer - die Phänomene, die entscheidend für den Begriff der Beobachtbarkeit sind, sind diejenigen, denen die Individuation der Fregeschen Gedanken und ihrer Konstituenten entspricht: die Phänomene der kognitiven Signifikanz und epistemischen Möglichkeit. - Das hat nichts mit dem korrekten Gebrauch des Worts "beobachten" zu tun.
I 103
Beobachtbarkeit/PeacockeVsQuine: ist nicht abhängig von der Raffinesse und Ausbildung des Beobachters auch nicht vom Stand der Wissenschaft. - ((s) Wegen Peacockes starker Betonung der empfindungsmäßigen Komponente.)

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Bezug/Referenz Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 219f
Unerforschlichkeit der Referenz/Quine: nicht die Rede davon, was die Gegenstände eine Theorie in einen absolut im Sinne sind, ist sinnvoll, sondern die Rede davon, wie eine Theorie über Gegenstände in einer anderen interpretiert oder reinterpretiert werden kann. Bsp wie kann man ermitteln, ob jemand alles auf dem Kopf sieht, oder in Komplementärfarben? Über untergeordnete Theorien zusprechen ist sinnvoll, aber nur relativ zur Rahmentheorie mit ihrer eigenen vorgängig angeeigneten und letztlich unerforschlichen Ontologie. Hartry FieldVsQuine: hat gezeigt, dass sich Quines Rede von der "Relativierung auf eine Hintergrundsprache" und vom "Wörtlichnehmen der Referenz" mit seiner allgemeinen Argumentationsweise nicht vereinbaren ist.
RortyVsQuine: ein echter Holismus würde die Frage "beziehen wir uns in Wirklichkeit auf Kaninchen oder Kaninchenteile? Auf Formeln oder auf Gödelzahlen?" weder für sinnlos halten noch für sinnvoll nur relativ auf eine Hintergrundsprache, sondern in Wirklichkeit für eine Frage wie beispielsweise "sprechen wir in Wirklichkeit über Nationen oder über Gruppen individueller Personen?" "Sprechen wir von Hexen oder Halluzinationen?" Diese Fragen haben Sinn, wenn wir Ihnen Sinn geben. Das heißt ein von ihrer Beantwortung irgend etwas anderes abhängt.

Quine I 273
Geteilter Bezug: Termini, nicht Gegenstände! - Trotzdem ist es Wasser, was sich verteilt. - Massentermini: kumulativer Bezug,(grammatisch wie sing Term) - (singulärer Term: geteilter Bezug I 166) Undurchsichtiges Verb:"jagt Löwen" setzt gar nichts in Beziehung, bezeichnet keinen Löwen. - Relativer Term Polizei jagt einen Menschen.
II 13f
Theorien und Dinge: Voraussetzung eines Gegenstands ist nicht gleich Bezug, aber gleiche Motivation. - "Fido"-Fido-Prinzip: einzelne Stühle sind meist namenlos, mit "Stuhl" ist wirklich jeder Stuhl gemeint.
II 33
Bezug: kommt durch die Prädikation zum Vorschein: sie ist bei Hund und Milch dieselbe: Milch ist weiß, Fido ist ein Hund. - Aber: Milch und Hund sind nicht zu vergleichen. Unerforschlichkeit des Bezugs: kein Unterschied:"x ist ein Hund" oder:"x ist der Raum-Zeit-Strang, der von einem Hund ausgefüllt ist" - nur Aussage über die benutzte Terminologie und deren Übersetzung, nicht über physikalischen Gegenstand. (Stellvertreterfunktion) - Unerforschlichkeit: tritt ein bei Übersetzung oder Permutation.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
de dicto Searle
 
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John R. Searle
II 249
de dicto: allein die geistigen Gehalte betreffend. - de re: Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen. - SearleVsQuine, VsPutnam: alle Überzeugungen sind de dicto! - ((s) also sollen sie immer geistige Gehalte betreffen und nie Gegenstände?)
II 261
de dicto/Überzeugung/ SearleVsalle. alle Überzeugungen sind de dicto - de re Überzeugungen sind eine Teilklasse - QuineVs: irreduzible Überzeugungen de re: zwischen dem Glaubenden und den Gegenständen - zusätzlich zu den de dicto-Überzeugung - (viel stärkere These) - Gehirne im Tank: nur rein de dicto - SearleVsQuine;: wenn die Welt sich änderte, ändern sich die Überzeugungen, auch wenn im Kopf alles gleich beleibt.
II 262
Allgemeiner Wunsch nach einem Segelboot: de dicto - nach einem speziellen Boot: de re.
II 263
SearleVsQuine: dann im allg. Fall angeblich kontextfrei aber: BurgeVsQuine: kontextuell gebundene Überzeugungen lassen sich nicht vollständig durch ihren intentionalen Gehalt charakterisieren (als nicht bloß Relation zwischen Begriff und Gegenstand). de dicto/Burge: Bsp rote Mütze im Nebel: " da gibt es einen Mann, der..." -Searle: das reicht aus, um jedes de re-Gegenstück zu individuieren. - Derselbe Mann kann zu den Erfüllungsbedingungen für ganz verschiedene Wahrnehmungen gehören.
II 268
These: es gibt Formen der Intentionalität, die nicht begrifflich, aber auch nicht de re sind.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
de re Searle
 
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John R. Searle
II 247
de dicto: allein die geistigen Gehalte betreffend. - de re: Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen - SearleVsQuine,VsPutnam: alle Überzeugungen sind de dicto.
II 271
de re/dicto/SearleVsQuine: ist eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten des Berichts, - intentionale Zustände sind nicht an sich intensional -. das ist eine Verwechslung von log. Eig von Berichten mit den Zuständen selbst - es gibt keine "de re-Einstellungen" - nur indexikalische Ausdrücke (VsKaplan, VsPerry)
IV 182f
de re/de dicto/Searle: nicht zwei verschiedene Überzeugungen - Ralphs Überzeugungen sind in beiden Fällen dieselben - Unterschied: besteht darin, inwieweit der Berichtende sich festlegen will - Ralph kann diesen Unterschied gar nicht zum Ausdruck bringen - die Wahrheitsbedingungen sind dieselben.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Definitionen Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 302
Definition: Quines Angriff auf das erste Dogma hatte sie zweifelhaft gemacht. Operationale Definition: zusammen mit Sellars Lehre, "sinnliche Gegebenheit" sei eine Funktion von Sozialisation würde sie mit Quines holistischen Angriffen doppelt zweifelhaft.

Quine I 327
Definitionen: Anweisungen zur Transformation, stellen singuläre Termini wieder her! - flexibel, ohne Wahrheitswertlücken!
II 109
Carnap Quasianalyse - vollst Reduktion durch Definition - QuineVs: Zuordnung von Sinnesqualitäten zu Raumzeit-Punkten muss revidierbar gehalten werden - daher nicht zurückführbar auf Definitionen.
VII 24
Definition/Quine: kann entgegengesetzten Zwecken dienen: Abkürzung - oder sparsameres Vokabular (dann haben wir längere Ketten). - Teil und Ganzes sind durch Übersetzungsregeln gebunden. - Definition ist Schlüssel weder für Synonymie noch Analytizität.
a propos X 70
Definition/Objektsprache/OS/Metasprache/MS/Quine/(s): der Ausdruck, der definiert wird, kann nicht in der Objektsprache stehen, auch wenn der Rest der Definition (nicht immer) in der Objektsprache steht.
X 84
Definition/VsQuine: aus geeigneter Beweismethode ist uninteressant, weil die "Eigenschaft, durch eine bestimmte Methode beweisbar zu sein" uninteressant ist. - Erst im Zusammenhang mit Vollständigkeitssatz interessant. - QuineVsVs: logische Wahrheit dort gar nicht erwähnt.
X 101
Kontextdefinition: führt bloße facon de parler ein. - Das schafft jederzeitige Eliminierbarkeit ohne ontologische Verpflichtung.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Denken Dummett
 
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I 93 ff
DummettVsFrege: Umgekehrt steht seine Theorie der Wahrnehmung im Widerspruch zu seiner These, der Mensch könne nur diejenigen Gedanken fassen, die er als den Sinn von Sätzen begreift. davon kann man zwei Lesarten nehmen.
I 105
Gedanken/DummettVsFrege: sind nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema.
I 137 f
Stärkste Lesart: wir können nur in der Sprache denken. schwächste: keiner von uns kann einen Gedanken haben, den er nicht zum Ausdruck bringen kann.
I 141
DummettVsQuine,DummettVsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig.
III 209
Sprache/Denken/Wittgenstein/Dummett: die Rolle der Sprache als Vehikel des Denkens ist ihrer Rolle als Werkzeug der Mitteilung untergeordnet.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Eigenschaften Strawson
 
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IV 67/68
Eigenschaften/Strawson: man könnte einräumen, dass Attribute und Eigenschaften ontologisch zweitrangig sind - Bezug auf Eigenschaften setzt den Bezug auf Gegenstände voraus, aber nicht umgekehrt.
IV 69
VsQuine: Quantifikation über Eigenschaften: Bsp "es gibt eine Eigenschaft, die kein Ding hat: Vollkommenheit".
IV 67
Referenz/Strawson: auf Einzeldinge ohne Bezugnahme auf Eigenschaften ist möglich.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Einerklasse Russell
 
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Bertrand Russell
I 54
Einerklasse/ Frege/Peano/RussellVsQuine: ungleich Individuum: "i"x" die Klasse, deren einziges Element x ist" also: i"x = y^ (y = x) : "die Klasse von Gegenständen, die mit x identisch sind".

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
Einführung Strawson
 
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I 187
Term/Ausdruck/Sache/Einführen/Strawson: alles was durch einen Ausdruck in eine Äußerung eingeführt wird, ist eine Sache (Term: StrawsonVsQuine: hier auch nichtsprachlich, Sache!)) - I 188 VsGeach: dieser unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Arten der Einführung in die Rede - man kann sagen, eine Aussage sagt etwas über jede Sache, die in sie eingeführt wird, nicht nur über die Sachen, auf bezugnehmende Weise eingeführt wurden - (also auch über das Rauchen) - "ist weise" wird behauptend eingeführt, Sokrates nicht - I 192 Aber dennoch kein Unterschied zwischen behauptendem und dem sacheinführenden Modus, weil letzterer auch aussagend ist - I 193 Der Behauptungsmodus ist primär.
I 194
Einführung: indikativische Verbalform: führt Sache in eine Aussage ein - substantivische: hat keine solche Implikation, kann auch Listen von Sachen einführen - VsFrege: ist darauf festgelegt, dass Begriffe nur nicht-substantivisch eingeführt werden können - daher das Paradox, dass "ist weise" ein Objekt ist und kein Begriff - (nicht im behauptenden Modus eingeführt).
I 196
StrawsonVsFrege: dass die Teile des Satzes nur durch Ungesättigtes aneinanderhaften, ist bloß metaphorisch - RamseyVsFrege: kein Grund, irgendeinen Teil als ungesättigt zu betrachten.
I 232ff
Einzelding/Einführung: durch identifizierende Beschreibung - damit Sprecher und Hörer dasselbe ED meinen - I 234 Identifizierende Beschreibung muss nicht Beschaffenheit angeben: Bsp die Stadt in der ich lebte - aber wahre empirische Aussage - I 235 für Universalien nichts entsprechendes - I 236 aber keine Tatsachen über die Welt sondern über die Sprache! - ((s) keine Wahrmacher).
I 238
Wenn U in Sprache eingeführt, keine empirische Gewissheit über Wahrheit der Sätze notwendig - I 239: Sonderfall: wenn U nicht durch Ausdruck sondern durch Kennzeichnung eingeführt, dann Bestätigung durch empirischen Satz notwendig. - Bsp statt "Grippe": "Johns Krankheit".
I 239f
Universale/Einzelding/Einführung: Klasse (1): (U): Ausdrücke, von denen man (ohne empirische Tatsachen) nicht wissen kann, was sie einführen - Klasse (2) (ED) auch ohne empirische Tatsache möglich zu wissen, was sie einführen - beide sind unvollständig - (1) setzen implizite Aussagen voraus, haben faktisches Gewicht - (2) haben kein faktisches Gewicht
I 241
Subjekt/Prädikat/Ding/Einzelding/Universale: 3. Kriterium: Ausdrücke zur Einführung von "ED können niemals Prädikat-Ausdrücke sein - Def Subjekt-Ausdruck: präsentiert eine Tatsache aus eigener Kraft (vollständig) - Prädikat-A: unvollständig, "ist verheiratet mit John" ist keine Tatsache aus eigener Kraft - I 242 Bsp "Großmut ist eine liebenswertere Tugend als Klugheit" -"Großmut" und "Klugheit" präsentiert keine verdeckte gemeinsame Tatsache.
I 242
Allgemeines/Einzelnes: die Affinität zwischen dem grammatischen und dem kategorialen Kriterium für Subjekt/Prädikat-Unterscheidung erklärt auch die traditionelle Verkettung der beiden Unterscheidungen.
I 254ff
Einführung/Einzelding: bisher nur quasi wie Quantifikation nach einer empirischen Voraussetzung - neu: anderer Sinn von Einführen: E der Gepflogenheit, Einzelding im 1. Sinn einzuführen - dann auch E1: führt Einzeldinge ein , E2: Klassen von Einzeldingen. - Dann Voraussetzung2 V2: Klasse von Dingen (oder Universale) die eingeführt werden können. - Wo bleibt dann die Asymmetrie zwischen Einzelding und Universale?
I 258
Verbindung der beiden Theorien: eine EF1 eines Einzeldings der relevanten Klasse können wir in der Weise denken, dass sie eine Tatsache der v2 Klasse v1 - I 263 beide Theorien sind unabhängig, aber verbindbar.
I 259
Einzelding/Einführung: Sätze in denen gewisse Typen von Einzeldingen ef werden, können nicht auf solche zurückgeführt werden, in denen sie nicht vorkommen - Bsp Aussagen über Nationen nicht in A über Menschen zurückführbar - aber sie haben A über Menschen zur Voraussetzung2 - Problem: was steht am Ende der Kette? - >Grundzug-Universalien.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Erwähnung Wessel
 
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I 220
Gebrauch/Erwähnung/Wessel: in der Aussage "a und b sind identisch" wird nicht über die Termini "a" und "b" gesprochen, sondern über die durch sie bezeichneten Objekte. - D.h. die Termini "a" und "b" werden gebraucht und nicht erwähnt! - ((s) Wenn die Termini erwähnt würden, würde über die Termini gesprochen und nicht über die Gegenstände.)
I 286
Gebrauch/Erwähnung: logische Folgebeziehung: A I- B: spricht über Aussagen (d.h. gerade nicht inhaltlich) - Konditional: A --> B: spricht inhaltlich darüber, worüber in den Aussagen gesprochen wird (Bsp Strom, Magnetfeld) - Erwähnung/(s): liegt vor, wenn nicht inhaltlich über Aussagen gesprochen wird. - Gebrauch: liegt vor, wenn z.B. die Wahrheit festgestellt wird. - Aber: "A ist wahr" - heißt gerade nicht "der Strom fließt".
I 313
Gebrauch/Erwähnung/Wessel/(s): Bsp "Der Inselsberg wird mit dem Terminus Inselsberg bezeichnet": 1. Das Vorkommnis wird als Term gebraucht, und bezeichnet den Gegenstand,
2. Das Wort wird hier nicht als Term gebraucht, sondern als physischer Gegenstand erwähnt. - Berg: erwähnt, Name: gebraucht. - Erwähnen: = anführen (Anführungszeichen). - statt Aussagenfunktion: t: tA: Name der Aussage A - "die Aussage A".
I 352
Vorkommnis/Erwähnung/Gebrauch/Wessel: 1. Term oder Aussage A kommt als Term oder Aussage vor: in Bsp ~A oder A ∧ B. 2. Bloß als physisches Ding (Schwärzung, Laut) in Bsp "die Aussage A" (tA) , oder "der Sachverhalt dass A" (sA) - Bsp aus "Ließchen sagt A" (nur graphisch A) und A ↔ B folgt nicht "Ließchen sagt B". - Daher muss immer definiert werden, was als Vorkommen eines Terms anzusehen ist - ((s) Schwärzung kann nicht wahr oder falsch sein.)
a propos I 352
Erwähnung/Gebrauch/Schwärzung/Wessel/(s): unterschiedliche Schwärzung der Seiten: spielt gerade keine Rolle bei 2 + 2 = 4.
I 351
"Ungerade"/Frege: Vorkommen als bloß graphischer Teil - Extensionalitätsregel: Aussagen können durch bedeutungsgleiche ersetzt werden, aber nicht beliebige graphische Teile - Wessel: hier gar nicht anwendbar! - weil intensionale Regeln sehr ähnlich wie extensionale, aber manchmal auch Ersetzen von graphischen Teilen durch echte Aussagen erlauben.
I 353
Planeten/Wessel: Quine unterschiedet nicht zwischen graphischem und echtem Vorkommen- nur Identitätssätze AS = MS, Zahl der Planeten = 9 und dann Ersetzbarkeit für Identitäten. WesselVsQuine: als zusammengesetzte Ausdrücke ansehen: dann Abendstern ungleich Morgenstern - dagegen als einfache Ausdrücke: sind sie gleich. ((s) Wegen der Identität mit dem Gegenstand Venus).

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Essentialismus Lewis
 
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IV 32
Def Essentialismus/Aristoteles: wesentliche Eigenschaften sind nicht beschreibungsabhängig. QuineVs: das ist genauso kongenial wie die ganze Modallogik.
LewisVsQuine: das ist wirklich kongenial - und unabhängig von Analytizität.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Essentialismus Stalnaker
 
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I 71
Essentialismus/heute/VsQuine: die meisten Modallogiker heute akzeptieren den Essentialismus - QuineVsEssentialismus: falsch: zu sagen, eine Beschreibung sei besser als eine andere, weil sie wesentliche Eigenschaften eines Gegenstands besser charakterisierten.
I 72
Wesen/Essentialismus/wesentliche Eigenschaft/LeibnizVsQuine/Stalnaker: These jede Eigenschaft jedes Individuums konstituiert sein Wesen und nur die Existenz des Dings als ganze ist kontingent.
I 74
Anti-Essentialismus/quantifizierte Modallogik/Stalnaker/Fazit: um die beiden zu verbinden brauchen wir echte semantische Bedingungen für atomare Prädikate. Grund: (Ex)N(Fx) > (x)N(Fx) ist ein Theorem, nicht aber seine Substitutionsinstanz (Ex)N(Rxy) > (x)N(Rxy).- (wenn etwas notwendig Vater von x ist, dann ist alles notwendig Vater von x.
Es können natürlich nur intrinsische Prädikate in Frage kommen, aber das wird vorausgesetzt und nicht erklärt.
I 85
Essentialismus/Stalnaker: Fragen über ihn sind Fragen darüber, wie weit es sinnvoll und möglich ist, zu abstrahieren.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Existenz Searle
 
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John R. Searle
V 165f
Existenz/Ontologie/Kriterium/AlstonVsQuine: seine Übersetzungen Bsp a) "Länge-in-Meilen-von" oder
b) "(Ex)(E ist ein...)" -
1. Alston: Existenz-Annahmen hängen von Aussagen ab, nicht von Sätzen - QuineVsVs: die Übersetzung, zeigt, dass die Voraussetzung nur scheinbar gemacht wird
2. AlstonVsQuine: die Überetzung. würde ermöglichen, alles möglich zu sagen, wenn man es nur entsprechend umformuliert.
V 168
Searle (wie Alston): es gibt kein Kriterium der bloßen Notation. Searle/(s): Tatsachen, nicht Sprache ist ausschlaggebend.
SearleVsQuine: Bsp dann kann man das gesamte Wissen (W) behaupten, und doch nur diese Feder hier voraussetzen: man definiert ein Prädikat P(x) = diese Feder und W - dann nimmt man (W) als Axiom und diese Feder = diese Feder als Axiom, dann "diese Feder = diese Feder und Axiom (W)" dann "P(diese Feder)" dann "(Ex)(Px)". - Problem: das Wissen lässt sich in Paraphrasen darstellen, die dann dieselben ontologischen Voraussetzung haben müssten wie das Original. - ((s) QuineVsVs: die Voraussetzungen werden doch nur scheinbar gemacht.)
AlstonVsQuine: ~ was jemand sagt, ist wichtig, nicht wie er es sagt.
V 172
Ontologisch/epistemisch/ Searle: Bsp "gibt es schreckliche Schneemenschen" ist eine epistemische, keine ontologische Frage
V 173
Existenz/Ontologie/Searle: es gibt keine Klasse von irreduziblen Existenzvoraussetzungen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Extensionalität Simons
 
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Chisholm II 185
Extensionalität/Quine: Raumzeit-Punkte statt "dauerhafte Gegenstände" - SimonsVsQuine: Sprache ohne continuants (dauerhafte Ggst) nicht lernbar - Chisholm: wohl Zeit und Modalität, aber nicht zeitliche oder modale Teile: entweder a) Erscheinungen akzeptieren, Extensionalität ablehnen oder b) Erscheinungen ablehnen, Extensionalität für wirkliche dauerhafte Gegenstände fordern (> entia sukzessiva). SimonsVsChisholm: besser mit Aristoteles Dinge mit nichtnotwendigen Teilen annehmen: Bäume bestehen einfach aus Materie - mehr Evidenz als Wittgensteins Atome.
Simons I 3
Extensionalität/Simons: wenn sie zurückgewiesen wird, können mehr als ein Objekt exakt dieselben Teile haben und daher auch mehrere verschiedene Objekte zur selben Zeit am selben Ort sein - dann haben wir es mit continuants zu tun. continuant/Simons: alles, was kein Ereignis ist - (s.u.) alles was Masse haben kann.
I 11
CEM/Extensionalität/Simons: charakteristisches Merkmal: Relation "Teil-von-oder-identisch-mit": entspricht "kleiner-gleich"-Relation - Überlappen: kann als einziger Grundbegriff gebraucht werden - Grenzfall: Getrenntsein und Identität
I 105f
Teil/Vsextensionale Mereologie/Simons: 1. Ganzes manchmal nicht einer der eigenen Teile - 2. manchmal nicht transitiv - 3. Existenz von "Summen-Individuen" nicht immer garantiert - d.h. da die Axiome für Individuen, die einem beliebigen Prädikat gehorchen, falsch sind - 4. Identitätskriterien für Individuen, die alle Teile gemein haben, sind falsch. - I 106 5. liefert eine materialistische Ontologie vierdimensionaler Objekte - Teil/Simons: These: es gibt keine einheitliche Bedeutung von "Teil".
I 117
Extensionalität/Simons: wird mit der Zurückweisung des PPP (Proper Parts Principle) verlassen - PPP.
I 28
Proper Parts Principle/starkes/SSP/strong supplement-principle: wenn x nicht Teil von y ist, dann gibt es ein z, das Teil von x ist und von y getrennt ist - Lösung für Unterscheidung von Summe (Tib + Tail) und Ganzem (Prozess) Tibbles (Katze) - ((s) Intentionalität, intentionale Mereologie?) - Simons: Koinzidenz von Individuen: zeitweise ununterscheidbar (wahrnehmungsmäßig) - > Superposition: zur selben Zeit am selben Ort.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Formale Sprache Hintikka
 
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I 141
Formale Sprache/Logik/kanonische Notation/HintikkaVsQuine: wir sollten die logische Sprache als unsere Muttersprache ansehen, und nicht so viel Wert auf die Übersetzung in die Alltagssprache legen. Es geht sowieso nur um semantische Klarheit.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Gavagai Brandom
 
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I 576
BrandomVsQuine: Sätze über Kaninchenteile prädizieren zurechtgestutzte Eigenschaften, und zwar unter Heranziehung der verschmolzenen Gegenstände, zu denen sie gehören.
I 578ff
Gavagai/BrandomVsQuine: wenn man singuläre Termini für (Kaninchen-) Teile gebrauchen will, muss es Prädikationen von ihnen geben, die sie nicht bloß durch die Ganzheiten hindurch adressieren, in denen sie vorkommen. - Wenn "Gavagai" ein echtes Sortal sein soll, dann muss die Sprache Gegenstände individuieren können, die es sortiert - es muss einen Begriff geben für "dasselbe Gavagai" (im abgeleiteten Schema). - Keine natürliche Sprache kann so nichtautonom sein, dass sie eine reichere Metasprache (des Theoretikers) braucht - das können nur künstliche Sprachen.
I 580
Lösung/Brandom: es geht um Richtigkeit von Inferenzen, nicht Oberflächenreize. VsQuine: da keine natürliche Sprache in diesem Sinne nichtautonom sein kann. - Das kann nur eine künstliche Sprache sein, deren Gebrauch in einer reicheren Metasprache festgelegt ist. - Dann ist der Weg der umstandslosen Übersetzung vorzuziehen.
BrandomVsQuine: hier geht es um Richtigkeit von Inferenzen, nicht um Quines dürre Grundlage aus Oberflächenreizen.
Gavagai: wie will man entscheiden, ob die Kaninchenfliege oder das Aufleuchten des hellen Stummelschwanzes die Äußerung auslöst? Man kann es nicht wissen, es kommt nicht auf die VURDs und die entsprechenden Kausalketten an, sondern auf deren inferentielle Rolle.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Gavagai Field
 
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II 201
Unbestimmtheit/Gavagai/Theorie/Referenz/FieldVsQuine: die Unbestimmtheit bezieht sich nicht nur auf den absoluten Sinn. - Entweder a) auf die absoluten - b) auf die relative Referenz. - Absolute Referenz/Field: hier gibt es keine Tatsache die entscheidet, was Gavagai als Extension hat.
II 202
Korrespondenztheorie/Unbestimmtheit/Gavagai/Field: neue Korrespondenztheorie: partielle Signifikation: Gavagai hat die Relation der partiellen Signifikation - a) zur Menge der Kaninchen - b) zur Menge der Kaninchenteile. - Das ist nur interessant, wenn man damit Wahrheit erklären kann. - Dann ist "ist" entweder Identitätsrelation oder Teilidentität. - Unbestimmtheit: ist dann die These, daß es keine Tatsache gibt, die darüber entscheidet. - Das heißt nicht, daß es kein Zitattilgungsschema gibt. - Modifikation: "signifiziert partiell a und partiell b". - Partielle Signifikation/Alltagssprache: Bsp "großer Mann": 180-185cm?
II 204
Problem: relativierte Signifikation und Denotation führt wieder zum Museumsmythos. - Für jedes Prädikat T, Menge y (oder {x I Fx} und Übersetzungshandbuch M: T signifiziert {x I Fx} relativ zu M gdw. M T auf einen Term abbildet, der y signifiziert (oder {x I Fx}). Gavagai/FieldVsQuine: Quine braucht eine Verbindung zwischen "Kaninchen" ((s) nicht "Gavagai"!) in unserer Sprache und aktualen Kaninchen. - Aber seine Unbestimmtheitsthese leugnet die Existenz einer solchen, die nicht gleichzeitig genauso gut zu Kaninchenteilen besteht.
II 216
Gavagai/Metasprache/MS/Field: wir brauchen festgelegte Ausdrücke für die Beschreibung der partiellen Extension: - Bsp "Kaninchen" signifiziert partiell die Menge der Kaninchen und partiell die Menge der unabgetrennten Teile von Kaninchen. - Frage: wie kann das von jemand verstanden werden, für den die letzten beiden Tokens von "Kaninchen" unbestimmt sind? - Pointe: der Satz ist genauso verständlich und hat dieselben Wahrheitsbedingungen, wenn die MS unbestimmt ist!
II 220
Gavagai/Unbestimmtheit/Field: die Hinzufügung von "ist ein unabgetrennter Teil von" zur Sprache verringert die Unbestimmtheit. - (Das geht von einer inflationistischen Sicht aus).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Gavagai Peacocke
 
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I 84
Gavagai/EvansVsQuine: sein Vorschlag, Kaninchen als unabgetrennte Kaninchenteile zu interpretieren hat die Konsequenz, dass was immer von einem unabgetrennten Kaninchenteil wahr ist, auch wahr ist von einem anderen unabgetrennten Teil desselben Kaninchens. - Dann können Grenzen, wie vage auch immer, keine Rolle spielen - der Preis das zu leugnen, ist die Identifikation von Prädikaten empirisch unbeschränkt (beliebig) zu machen. - Das gilt auch für die Zuschreibung von Handlungen.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Gegenstände Putnam
 
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Horwich I 409
Gegenstand/Ding/Objekt/Sprache/interner Realismus/Welt/Putnam: These: Objekte selbst sind ebenso gemacht wie entdeckt. - FieldVsPutnam: dann müsste man unabgetrennte Teile als sprachabhängig auffassen, sie sind aber sprachunabhängig.
Putnam I 247
Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit-Stellen/Putnam: Kripke, Quine, Lewis sind uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit-Bereich, den er einnimmt? - Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit-Bereich. KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton) - der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit-Bereich einnehmen können. - QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind. -
Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft. - LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. - Putnam: es ist Unsinn zu fragen, ob der Stuhl mit der Materie identisch ist oder mit ihr koexistiert - keine Konvention: ob der Stuhl blau ist - Konvention: ob er ein Raumzeit-Bereich ist, und ob wir das entscheiden müssen!
Raumzeit-Punkte: stellen sich einige Autoren als Prädikate vor - dann ist der Raumzeit-Bereich eine Menge von Eigenschaften. - Putnam: das ist Ansichtssache - (>Vierdimensionalismus).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Handlungen Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 108
Handlung ist beschreibungsabhängig - Ereignisse sind beschreibungsunabhängig! Abendstern/Morgenstern - Einbrecher/Vater
Handlung: ist nicht definierbar in der Sprache der propositionalen Einstellungen (Einbrecher-Bsp). - Stattdessen: Primärgrund und richtige Verursachung.
Glüer II 109 f
Davidson kann gerade auf der Basis der Anomalismusthese für einen Monismus argumentieren: Monismus ergibt sich aus der Kombination zweier weiterer Prämissen aus der Handlungstheorie: (KI) Prinzip kausaler Interaktion. Zumindest einige mentale Ereignisse interagieren kausal mit physischen Ereignissen. (unbestreitbar)
(NK) Prinzip des nomologischen Charakters der Kausalität: Ereignisse, die in Ursache-Folge-Relation stehen, fallen unter strikte Gesetze.

Brandom I 724
Handlung/Davidson: ist ein Akt, wenn es eine Beschreibung gibt, unter der er intentional ist - Brandom: zweierlei intentionale Erklärung: a) was versucht wurde - b) was gelungen ist - I 726 Erfolg/Problem: Nicole tötete das Tier (Kuh statt Hirsch) vor sich erfolgreich - beschreibungsabhängig - I 727 sie glaubte von einer Kuh (de re), ein Hirsch zu sein - falsch de dicto: sie glaubte "die Kuh ist ein Hirsch" ("dass die Kuh..") - I 728 Referenz: sie hatte (ohne es zu realisieren) in Bezug auf die Kuh die Absicht, sie zu schießen. - Es geht um den Gehalt der Festlegung nicht um die Art der Festlegung. - Wie bei Überzeugungen.
I 957
Akkordeoneffekt/Erfolg/Davidson: Bsp auch wenn das Pulver nass war, gelang es, den Finger zu krümmen - so gibt es in jeder Handlung Erfolg - Bsp Bergsteiger: I 958 Lösung/Brandom: Berufung auf VURD (Verlässlich unterscheidende Reaktionsdispositionen): es braucht nichts zu geben, was ich beabsichtigte und was mir auch gelang - I 729 Bsp ich greife nach dem Brot und verschütte den Wein - I 957 Absicht: heißt nicht zu wollen, dass ein Satz wahr werde (de dicto) - Absichten entsprechen nicht den eingegangenen sondern den anerkannten Festlegungen - Davidson: Muskelkontraktion braucht nicht Teil der Absicht zu sein - Brandom: aber intentional kann ich meine Muskeln nur in dieser Weise kontrahieren, indem ich nach dem Brot greife - man kann den Gehalt der Absicht damit de re angeben - damit kann man den Erfolg oder Misserfolg festlegen.
Glüer II 92
Quine: seine Ontologie beinhaltet nur physikalische Objekte und Klassen. - Handlung ist kein Gegenstand. - DavidsonVsQuine: Handlung ist Ereignis und Referenzobjekt.
Glüer II 96
Handlung/Ereignis/adverbiale Analyse/Davidson/Glüer: Problem zwei Arten von Adverbien widersetzen sich: 1. Bsp "beinahe" getroffen: synkategorematisch, nicht eliminierbar - 2. Bsp "gut", "groß", "klein" kann evtl. weggelassen werden - MontagueVsDavidson: Ereignisse sind überflüssig, "Modifier-Theorie" - KimVsDavidson: wir müssen Ereignisse nicht als individuierte Individuen auffassen, sondern mit Eigenschaften identifizieren - ((s) also umgekehrt).
Glüer II 110
Handlung/Davidson: nicht definierbar in der Sprache der propositionalen Einstellungen (Einbrecher-Bsp) - statt dessen: Primärgrund und richtige Verursachung - ((s) Weil z.B. eine abweichende Kausalkette eine Absicht überlagert und unwirksam macht. - Bsp Bergsteiger) - ((s) Etwas wird noch nicht Handlung, weil es gewollt ist, richtige Verursachung muß hinzukommen.)

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Holismus Brandom
 
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I 666
Bedeutung/Holismus/HarmanVsQuine: Bsp Wenn eine Wolke an der Sonne vorbeizieht, führt das dazu, dass sich die Bedeutung meiner Worte ändert? Mindestens erhält das Konditional "Wenn eine Wolke vor der Sonne steht, dann p" ein anderes Potential zur Transformation meiner Festlegungen. - Brandom: Unterschied: ob es um eine Änderung der Signifikanz oder des Inhalts geht.
I 666
Sozialer Holismus/Brandom: fordert, dass das Begreifen des semantischen Gehalts, dessen Billigung eine solche Signifikanz hat, von den Fähigkeiten der Kontoführer abhängt, Relationen zwischen den unterschiedlichen Perspektiven zu nutzen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Holismus Davidson
 
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McDowell I 188
DavidsonVsQuine: Wenn die "empirische Bedeutung" auch nicht Satz für Satz unter die einzelnen Sätze aufgeteilt werden kann, so zeigt das keineswegs, dass rationale Verantwortlichkeit gegenüber der Erfahrung nicht Satz für Satz unter einzelne Sätze aufgeteilt werden könnte. Dafür muß die Erfahrung aber wirklich als Tribunal aufgefasst werden.
Dav I 113
Holismus/Davidson: die der rein sprachlichen Bedeutung und die rein den Überzeugungen des Sprechers zuzuschreibenden Elemente seiner Äußerungen lassen sich nicht säuberlich auseinander halten.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 75
Bedeutung/Davidson/Glüer: bedeutungskonstitutiv ist immer auch eine Anzahl logischer Relationen - sonst könnten wir nie über denselben Gegenstand reden.
Glüer II 78
Aber Begründungsrelationen zwischen Überzeugungen sind nicht rein formallogisch fassbar - die wenigsten Überzeugungen ergeben sich als logische Wahrheiten aus anderen Überzeugungen.
Horwich I 463
Wahrheit/Holismus/DavidsonVsDummett: Wahrheit geht für den Holismus immer über die Belege hinaus - dann zeigt sich Verstehen niemals in den Manifestationen, die Dummett meint.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Identität Geach
 
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I 218
Identität/GeachVsFrege: ist keine Relation! - "Ist ein A" heißt nicht "hat Identität mit A" - (wobei "A" ein Name ist). - VsFrege: (in Frege, Grundlagen der Arithmetik) statt "Es gibt genauso viele Fs wie Gs": "Entweder ist jedes gegebene Objekt F gdw. es ein G ist, oder es gibt eine Relation, die eine Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen den Fs und Gs setzt". Das darf aber keine Identität sein.
I 226
Identität/Geach: nur Gegenstände können strikt identisch sein. - Bei Begriffen gibt es bloß analoge Identität: wenn sie koextensiv sind.
I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ. - Wenn jemand sagt "x ist identisch mit y" ist das ein unvollständiger Ausdruck. - Es ist eine Abkürzung für "x ist dasselbe A wie y". - (Geach: Komisch, das Frege das nicht vertreten hat).
Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden.
(1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt. - Daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab:
"l- a = a".
(Zeichenerklärung: l-: Behauptungsstrich).
Denn wenn wir nehmen "Fx" für "x ungleich a" dann liefert uns Schema (1):
(2) l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich "l-a = a".
I 240
Identität/Geach: wenn wir strikte Identität fordern, ungeachtet der Theorie, in der wir uns bewegen, geraten wir in die semantischen Paradoxien wie Grelling’s Paradoxie oder Richard’s Paradoxie. - Lösung: relative Identität auf Theorie bzw. Sprache, Ununterscheidbarkeit/ "Indiscernibility"/Quine - >partielle Identität.
Tugendhat I 37
Identität/Gleichheitszeichen/Dummett/Geach: "=" kann nur mit Bezug auf Gegenstände verwendet werden!

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Identität Goodman
 
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I 21f
Def Identifikation/Goodman: beruht auf der Einteilung in Entitäten und Arten. - Die Antwort auf die Frage: "Dasselbe oder nicht dasselbe?" muss immer lauten: "Dasselbe was?".
I 142
(16) In dem betreffenden korrekten System korreliert jeder Punkt mit einer Kombination aus einer vertikalen und einer horizontalen Geraden. (17) In dem (einem anderen) betreffenden korrekten System korreliert kein Punkt mit einer Kombination irgendwelcher anderer Elemente.
Da überdies der Isomorphismus Identität weder garantiert noch ausschließt (obwohl er durch sie garantiert wird), bedeutet (16) keine positive oder negative Festlegung auf etwas anderes als Geraden und Kombinationen aus Geraden, während (17) sich auf nichts festlegt, außer auf Punkte.

I 140
(14) Jeder Punkt wird durch eine vertikale und eine horizontale Gerade erzeugt. (15) Kein Punkt wird durch Geraden oder etwas anderes erzeugt.
I 142f
Sprechen (14) und (15) von den selben Punkten? Ist der Schirm, auf dem sich ein Fleck bewegt der selbe, wie der, auf dem sich kein Fleck bewegt? Ist der gesehene Tisch derselbe wie der Haufen Moleküle?
I 145
Goodman: Die Antwort auf solche in der Philosophie häufig gestellten Fragen ist ein kräftiges Ja und ein kräftiges Nein. Der Realist wird sich der Folgerung widersetzen, dass es keine Welt gibt. Der Idealist der Folgerung, dass konfligierende Versionen verschiedene Welten beschreiben. Goodman: beide Ansichten sind reizvoll. Schließlich ist der Unterschied zwischen ihnen rein konventionell!
Goodman IV 21
Individuation/Quine: > Individuation wird festgelegt durch ein Bündel wechselseitig aufeinander bezogener grammatischer Partikel und Konstruktionen. Pluralbildungen, Pronomen, Zahlwörter, das "ist" (der Identität) und die davon abgeleiteten "derselbe" und "ein anderer".
IV 21
GoodmanVsQuine: er versäumt es zu erklären, dass die Interpretation dieser Partikel nicht geleistet werden kann, ohne Berücksichtung der Dingorte, die sie individuieren. Die Interpretation ändert sich, wenn sie in unterschiedliche Systeme eingesetzt werden.
IV 77
Es gibt keine Möglichkeit, eine Welt zu individuieren, außer mit Hilfe einer Version.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Identität Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 208ff
Identität/Davidson/Quine: wir sind außerstande, die Beziehung herauszugreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist. Grund: jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden. Falls der Geist nur denken kann, wenn er eine eindeutige Beziehung zu dem Gegenstand herstellt, dann ist Denken unmöglich. (QuineVsRussell). Identität: nicht ohne Begriffsschema
Identität: QuineVsHume, QuineVsLeibniz: Verwechslung von Wort und Gegenstand: nicht Relation zwischen verschiedenen Gegenständen, sondern Beziehung zwischen singulären Termini - a = b verschiedene Bezeichnungen.
I 211
Kopula bildet unbestimmte singuläre Termini: nicht mehr Fa sondern a = b - Bsp Agnes = ein Lamm - aber: Agnes blökt: Fa.
I 211
Synonymie und Analytizität abgestuft, Identität absolut.
I 365
Identitätsbedingungen stark/schwach/(s): > Bsp Paul und Elmar.
II 23
Identität/absolut unterscheidbar: offener Satz nur durch einen Gegenstand erfüllt. - Relativ unterscheidbar: nur in gegebener Reihenfolge erfüllt. - Identität: Gegenstände, die nicht relativ unterscheidbar sind, nicht alle Gegenstände, die nicht absolut unterscheidbar sind.
I 397
Theseus Schiff: es geht nicht um den Ausdruck "dasselbe" sondern um den Ausdruck "Schiff" - jeder allg Term hat sein eigenes Individuationsprinzip.
II 156ff
Individuation: in unserer Welt Moment-zu-Moment-Individuation. durch Prädikate - für Gegenstände wahllos (alles kann Gegenstand sein), für Prädikate entscheidend > Wahrheitswert. - Identifikation zwischen möglichen Welten: hängt ab von den Prädikaten - für Körper auch von Raumverdrängung, Zusammensetzung usw., daher nicht querweltein - "Derselbe Gegenstand" ist nichtssagend. - > singulärer Term, statt Prädikat.
Geach I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ - wenn jemand sagt x ist identisch mit y, ist das ein unvollständiger Ausdruck - es ist eine Abkürzung für x ist dasselbe A wie y - (komisch, dass Frege das nicht vertreten hat) - Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden: (1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt - daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab: l- a = a. Denn wenn wir nehmen Fx für x ungleich a dann liefert uns Schema (1): (2)l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich l- a = a . - Geach I 240 Aber auch Geach pro relative Identität.
Quine V 86
Identität/Quine: zunächst nur Mittel zur Verlängerung des zeitlichen Zeigens - dann selbst relativer Massenterm: Bsp "derselbe Hund wie" - dient zur Individuation der absoluten allg Term Bsp "Hund" - Geach: das ist eine Reduktion auf einen relativen Term. - Quine: das geht nicht, wenn Gegenstände sich überschneiden.
V 89
Identität/Geach: nur bezüglich eines allgemeinen Terms derselbe was.
V 161
Identität: eingeschränkte: in Bezug auf allgemeine Termini: "derselbe Apfel" - uneingeschränkte: : Lernen: 1. jeder der den Sätzen [a = b] und [a ist ein g] zustimmt, stimmt auch [b ist ein g] zu ((s) Transitivität) - 2. Disposition, [a = b] zuzustimmen, wenn erkannt ist, dass man [b ist ein g] aufgrund von [a ist ein g] für ein beliebiges g zustimmen kann. Relative Identität: auch diese Identität ist relativ, weil der Identitätsmassstab von Wörtern abhängig ist - [a = b] kann falsch werden, wenn neue Termini hinzukommen.
I 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: x = y als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist - Charakterisierung der Identität durch Ausschöpfung aller Relativsätze.
V 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: mit Quantifikation über Klassen wird x = y definierbar als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist. - Sprachlernen: hier anfänglich noch substitutionale Quantifikation - dann nicht Klasse, sondern Ausschöpfung der Relativsätze.
VII 65ff
Identität/Quine: wichtig: die Forderung nach Prozessen oder zeitlich ausgedehnten Objekten - indem man Identität statt Flussverwandtschaft annimmt, spricht man vom Fluss statt von Stadien.
IX 24
Def Identität/Quine: können wir jetzt vereinfachen: anstatt y = z: y = z steht für ∀x(x ε y ↔ x ε z) - weil wir die Individuen mit ihren Einerklassen identifiziert haben.
X 90
Def Identität/Quine: dann definieren wir "x = y" als Abkürzung für: Ax ↔ Ay.(z)(Bzx ↔ Bzy . Bxz ↔ Byz . Czx ↔ Czy . Cxz ↔ Cyz .(z’) (Dzz’x ↔ Dzz’y . Dzxz’ ↔ Dzyz’. Dxzz’ ↔ Dyzz’)) - d.h. dass die Gegenstände x u. y durch die vier Prädikate nicht unterscheidbar sind, auch nicht in Bezug auf die Relation zu anderen Gegenständen z und z’.
X 99
Identität/Quine: (in unserer Scheintheorie der Mengenlehre) nur zwischen Variablen, nicht zwischen Abstraktionsausdrücken oder ihren Schemabuchstaben definiert.
XII 71
Relative Identität/Quine: resultiert aus ontologischer Relativität, weil keine Entität ohne Identität - nur in Rahmentheorie erklärbar. - Bsp Ununterscheidbarkeit von Einkommensklassen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Identitäts-Bedingungen Hintikka
 
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I 143
Eindeutigkeitsbedingung/W-Fragen/Antwort/Hintikka: die Bedingung dafür, das etwas eine vollständige und eindeutige Antwort auf eine Wer-Frage (mehrdeutig) ist, ist zunächst, dass (8) (7) implizieren muss, (6) Wer ist der Mann dort drüben?
(7) Ich weiß, wer der Mann dort drüben ist
Bsp es ist Sir Norman Brook.
(8) Ich weiß, dass der Mann dort Sir Norman Brook ist.
Problem: der Schritt von (8) nach (7) ist der einer existentiellen Generalisierung (EG).
I 144
Problem: dazu brauchen wir eine zusätzliche Prämisse. Bsp (13) (Ex) Ki (Sir Norman Brook = x).
(nicht-gespiegelter Quantor, wahrnehmungsmäßig)
„Ich weiß, wer Norman Brook ist.“
I 145
HintikkaVsQuine: Quine erkennt nicht die Rolle, die meine Eindeutigkeitsbedingungen spielen: Quine: sagt, dass man diese Bedingungen auch auf Glauben, Wissen usw. übertragen kann.
Quine: Hintikka verlangt, dass das Subjekt weiß wer oder was die Person oder das Ding ist. Wen oder was der Term designiert.
HintikkaVsQuine: dieser denkt, ich würde nur eine Art von Eindeutigkeitsbedingung gebrauchen.
Lösung: die semantische Situation zeigt den Unterschied: die Relation zwischen den Bedingungen für verschiedene propositionale Einstellungen (Glauben, Sehen, Wissen) ist eine der Analogie, nicht der Identität.
Lösung: die Mengen kompatibler Welten sind im Fall von Wissen, Sehen, Erinnerung, Glauben jeweils andere!

I 146
Identifikation/Glauben/Quine/QuineVsHintikka: jede Glaubenswelt wird unzählige Körper und Objekte enthalten, die gar nicht einzeln erkennbar sind, einfach weil der Glaubende glaubt, dass seine Welt unzählige solche Objekte enthält. Identität: Fragen nach der Identität dieser Objekte sind sinnlos.
Problem: wenn man in Glaubenskontexte quantifiziert, wie soll man sie ausschließen?
Lösung: man müsste den Bereich der Variablen auf solche Objekte einschränken, über die das Subjekt ausreichend klare Vorstellung hat.
Problem. wie soll man festlegen, wie klar diese Vorstellungen sein müssen?
HintikkaVsQuine: die Lösung ist ganz einfach, wenn wir über Individuen in doxastischen Welten quantifizieren:
Bsp Operator: „in einer Welt w1, kompatibel mit allem, was Jack glaubt“:
Lösung/Hintikka: wir können über Bewohner solcher Welten quantifizieren, indem wir einfach einen Quantor innerhalb des Operators gebrauchen.
((s) d.h. dass Jack, aber nicht wir unterscheiden?).
Problem: es könnte sein, dass wir die Bewohner als unsere Nachbarn aus der aktualen Welt w0 betrachten möchten. („Qua Nachbarn“).
Hintikka: das ist aber ein Problem für sich und hat nichts mit Eindeutigkeitsbedingungen zu tun.
Problem: liegt vielmehr an der Notation der konventionellen Modallogik, die nicht erlaubt, dass man den Bewertungsprozess, der von außen nach innen verläuft, niemals umdrehen darf, so dass er von innen nach außen verläuft.
Lösung/Saarinen: „rückblickende“ Operatoren.
Lösung/Hintikka: es kann dennoch sein, dass wir ein Individuum von w1 zurück zu w0 verfolgen können, selbst wenn es nicht die Eindeutigkeitsbedingungen erfüllt. (Diese erfordern, dass ein Individuum in allen Welten identifizierbar ist.
HintikkaVsQuine: dieser irrt sich, dass die Frage nach der Identität sinnlos ist, wenn die Eindeutigkeitsbedingungen nicht alle erfüllt sind.
Im Gegenteil: es muss sinnvoll sein, damit wir überhaupt in der Lage sind festzustellen, dass die Bedingungen nicht erfüllt sind!
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: wenn sie nicht erfüllt ist, heißt das nur, dass wir ein Individuum nicht in jeder Welt auffinden können.
I 150
Wahrheitsbedingungen/Eindeutigkeitsbedingungen/Hintikka: die Wahrheitsbedingungen der Eindeutigkeitsbedingungen sind ganz verschieden von den Wahrheitsbedingungen für andere Typen einfachster Sätze. Weltlinien/Hintikka: können daher auf verschiedene Weise gezogen werden, ohne die restliche semantische Situation umzukippen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Idiolekt Dummett
 
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I 144
Kripke/Dummett: (Pierre-Bsp, Londres-Bsp) Übersetzung ist keine Hypothese, sondern konstitutives Prinzip (öffentliche Sprache statt Idiolekt) - (> VsQuine: Idiolekt nicht vorrangig).
III 145
Idiolekt/DummettVs: Sprache ist keine Familie ähnlicher Idiolekte, sondern der Sprecher erklärt sich den eingebürgerten Gebrauchsweisen verantwortlich - ohne dass er sie ganz beherrscht.
III 150
Der Begriff des Idiolekts ist wichtig, um Abweichungen zu erklären, aber Idiolekt ist durch Sprache zu erklären, nicht umgekehrt.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Idiolekt Quine
 
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Willard V. O. Quine
Dummett I 139
Idiolekt/Quine: hat Vorrang vor dem Begriff der Gemeinschaftssprache. - Es ist nie sicher, dass die Bedeutungen die gleichen sind.
Dum I 139
Quine: Bedeutung und akzeptierte Theorie nicht auseinanderzuhalten. > Idiolekt (Two Dogmas) > Davidson: radikale Interpretation, Idiolekt aus bestimmter Zeit und Situation.
Dum I 141
DummettVsQuine, DummettVsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache vorrangig.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Kausaltheorie des Wissens Brandom
 
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I 310ff
Kausaltheorie des Wissens/GoldmanVs/Scheunenfassaden: klassische KT: Wissen aus falschen Gründen kein Wissen - Goldman: Bewohner der echte-Scheunen-Provinz drückt echtes Wissen aus - das des Bewohners der Fassenden-Provinz kein echtes Wissen - Problem: bloßer Zufall, ob echte Scheune - der Unterschied der Umstände hat Einfluss, auch wenn diese kausal irrelevant sind - Quantität: wenige (unerkennbare) Spatzenattrappen machen aus einem verlässlichen Beurteiler keinen unverlässlichen, wohl aber, wenn es viele Attrappen gibt - Verlässlichkeit ist der richtige Begriff für das Scheunen-Bsp - ((s) die Methode ändert sich aber nicht angesichts vieler Attrappen.)
I 312
Goldman: unterstreicht die Möglichkeit des Gerrymandering: es hängt davon ab, ob man sich im Zentrum oder am Rand der Provinz befindet, um Werte zuzuteilen.
II 149
Wissen/kausale Wissenstheorie/Goldman/Brandom: eine objektive Wahrscheinlichkeit lässt sich nur relativ zu einer Bezugsklasse spezifizieren - die Welt selbst greift aber keine solchen Klassen heraus - so ist die Wahl der Referenzklasse ihrerseits nicht durch naturalistisch spezifizierbare Tatsachen objektiv festgelegt.
II 149 f
Scheunenfassaden/Goldman/Brandom: VsKausaltheorie - Wegbereiter der Verlässlichkeitsheorien - die Kausalkette muss eine ideale sein - Bsp Schalen von Provinzen mit jeweils geänderten Praktiken: Fälschung/echte...usw - dann ist es völlig von der Wahl der Bezugsklasse abhängig, ob es sich beim Anblick einer echten Scheune um Wissen handelt - maximal verlässlich: die engste Bezugsklasse. Internalismus/Zwillingserde: könnte behaupten, dass die internen Zustände gleich seien - Goldman/Brandom: insgesamt ist das Vorhandensein von Fälschungen (Scheunenfassaden) in der Umgebung kausal unerheblich.
II 152
Brandom: die Umstände sind extern! ((s Widerspruch zu oben) - BrandomVsQuine: Goldman stützt aber nicht die naturalisierte Erkenntnistheorie, weil das Wissen unabhängig von der Wahl der Bezugsklasse ist - eine Argumentstelle bleibt also unausgefüllt. - Es hängt davon ab, wie wir den Überzeugten beschreiben: als einen Angehörigen des Landes, des Bundesstaates, usw. Und das wären gerade die naturalistisch formulierbaren. - Def Naturalistische Blinde Fleck der Verlässlichkeitstheorien/Brandom: ob ein Beobachter verlässlich ist, oder nicht, ist abhängig von der Wahl der Bezugsklassen (Scheunen-Provinz), und damit von externen Umständen, die mit dem betrachteten Objekt nichts zu tun haben.
II 155
Verlässlichkeitsheorie: ein guter Grund für eine Überzeugung ist nicht von guter Inferenz zu trennen - Unterschied: Wissen/Berechtigung zum Wissen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Korrespondenz-Theorie Field
 
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I 229
Korrespondenztheorie/Wahrheit/Field: braucht zusätzlich einen Begriff des wahrheitstheoretischen Inhalts von psychologischen Zuständen. - Und zwar wird er in einer Weise gebraucht, daß er nicht im Zitattilgungsschema auftreten kann.
I 250
Korrespondenztheorie/ FieldVsKorrespondenztheorie: selbst für eine inkonsistente Theorie ist es bei Annahme der Korrespondenztheorie konsistent, daß sie wahr ist, weil die logischen Wörter in ihr hätten unterschiedlich gebraucht werden können. - Daher sollte man die Wahrheit der Korrespondenztheorie nicht auf disquotationale Wahrheit anwenden, weil diese selbst ein logischer Begriff ist und die Instanzen des Zitattilgungsschemas als logische Wahrheiten angesehen werden müssen.
II 199
Korrespondenztheorie/Ontologische Verpflichtung/OV/Quine/Field: die OV scheint die Korrespondenztheorie auszuschließen. - FieldVsQuine: trotz der Unbestimmtheit sollten wir Korrespondenz zulassen. - > partielle Denotation.
Horwich I 416
VsKorrespondenz: welche ist die richtige? - Field: welche relevant ist, mag von epistemischen Werten abhängen, aber nicht davon, welche Werte "korrekt" sind. - Field pro "epistemischer Relativismus" -
I 419
RelativismusVsSkeptizismus: die Frage nach der "wirklichen" Rechtfertigung hat keinen Sinn.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Manifestation Dummett
 
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EM II 82/83
Manifestation/Dummett: die Wahrheitsbedingungen (WB) zu kennen ist nichts, was man tut, es zeigt sich nicht
EMD II 96
Manifestation/unentscheidbar/Dummett: Bsp wenn eine Fähigkeit niemals ausgeübt wird, kann es auch keine Wahrheitsbedingungen für einen subjunktivischen Konditional (kontrafaktischen Konditional) geben
EMD II 97
Manifestation/Kenntnis/Wahrheitsbedingungen/Dummett: es ist unvernünftig zu leugnen, dass jemand, der fähig ist, einen geraden Stock durch Sehen zu erkennen, auch weiß, was es für einen niemals gesehenen Stock ist, gerade zu sein.
Dum II 456
Manifestation/Übersetzung/Unbestimmtheit/DummettVsQuine: wenn Wissen in der Praxis manifestiert, haben zwei Sprecher die gleiche Auffassung.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Mengen Bigelow
 
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I 47
Mengen/Quine/Goodman/Bigelow/Pargetter: es könnte sein, dass wir, wenn wir Mengen zulassen, gar keine sonstigen Universalien mehr brauchen. Weil man mit Mengen fast alles machen kann, was die Mathematik brauch. Armstrong: glaubt dagegen an Universalien, aber nicht an Mengen!
BigelowVsQuine/BigelowVsGoodman: für die Wissenschaft brauchen wir noch weitere Universalien als Mengen, Bsp Wahrscheinlichkeit und Notwendigkeit.
I 95
Universalien/Mengen/Prädikate/Bigelow/Pargetter: wenn ein Prädikat keinem Universale entspricht, Bsp bei Hunden, nehmen wir an, daß sie wenigstens einer Menge entsprechen. Prädikat/Bigelow/Pargetter. wir können aber auch dann noch nicht einmal annehmen, daß jedes Prädikat einer Menge entspricht!
Menge/Bigelow/Pargetter: Bsp es gibt keine Menge X die alle und nur die Paare enthält für die x ein Element von y ist. (Paradoxie).
Allmenge/Allklasse/Bigelow/Pargetter: kann es auch nicht geben.
Prädikat: „ist eine Menge“ entspricht nicht einer Menge die alle und nur die Dinge enthält, auf die es zutrifft! (Paradoxie, wegen der unmöglichen Menge aller Mengen).
Mengenlehre/Bigelow/Pargetter: wir sind dennoch froh, wenn wir den meisten Prädikaten etwas zuordnen können, und deshalb ist die Mengenlehre (die aus der Mathematik stammt und nicht aus der Semantik) ein Glücksfall für die Semantik.
Referenz/Semantik/Bigelow/Pargetter: die Mengenlehre hilft, der Referenz mehr erklärende Kraft aufzubürden, um eine Wahrheitstheorie (WT) zu formulieren. Dabei bleibt noch offen, welche Rolle Referenz genau spielen soll.

I 371
Existenz/Mengen/Mengenlehre/Axiom/Bigelow/Pargetter: keins der folgenden Axiome sichert die Existenz von Mengen: Paarmengenaxiom, Extensionalitätsaxiom, Vereinigungsmengenaxiom, Potenzmengenaxiom, Separationsaxiom: sie alle sagen uns nur, was passiert, wenn es schon Mengen gibt. Axiome/ZF/Bigelow/Pargetter. ihre Axiome sind rekursiv: d.h. sie schaffen neues aus altem.
Basis: bilden zwei Axiome:
I 372
Unendlichkeitsaxiom/Zermelo-Fraenkel/ZF/Bigelow/Pargetter: (wird normalerweise so formalisiert, dass es das Leermengenaxiom enthält). Behauptet die Existenz einer Menge die alle natürlichen Zahlen nach von Neumann enthält. Omega/Bigelow/Pargetter: nach unserem mathematischen Realismus sind die Mengen in der Folge ω nicht identisch mit natürlichen Zahlen. Sie instanziieren sie. Deshalb ist das Unendlichkeitsaxiom so wichtig.
Unendlichkeitsaxiom/Ontologie/Bigelow/Pargetter: das Unendlichkeitsaxiom hat wirkliche ontologische Bedeutung. Es sichert die Existenz von genügend Mengen, um die reichen Strukturen der Mathematik zu instanziieren. Und die der Physik.
Frage: ist das Axiom wahr? Bsp Angenommen, eine Eigenschaft „diese Dinge zu sein“. Und angenommen, es gibt ein Extra-Ding, das nicht inbegriffen ist. Dann ist es sehr plausibel dass es die Eigenschaften geben wird, „jene Dinge zu sein“ die auf alle bisherigen Dinge plus Extra-Ding anwendbar ist. Dazu muss es zuerst diese Eigenschaften geben. Außerdem, wenn wir Realisten über solche Eigenschaften sind, kann eine solche Eigenschaft selbst als „ein Extra-Ding“ zählen!
I 373
Das stellt sicher, dass wenn es ein Anfangssegment von  gibt, das nächste Element der Folge auch existiert. Unendlichkeit: erfordert aber mehr als das. Wir müssen noch sicherstellen, dass die Gesamtheit ω existiert! D.h. es muss die Eigenschaft geben „eins dieser Dinge zu sein“ wobei dies eine Eigenschaft ist, die von allen und nur von Neumann-Zahlen instanziiert ist. das ist in unserer Konstruktion plausibel, weil wir Mengen als plurale Essenzen (s.o.) auffassen.
Problem: wir müssen nur noch ein Anfangssegment für die Neumann-Zahlen garantieren. Das sollte die leere Menge sein.
Leere Menge/Bigelow/Pargetter: wie plausibel ist ihre Existenz in unserer Metaphysik?

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Metaphysik Strawson
 
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Newen/Schrenk I 149
Strawson/Newen/Schrenk: pro deskriptive Metaphysik, VsRevisionäre Metaphysik - Def deskriptive Metaphysik/Strawson: spürt auf, welche Ontologie unser tägliches Tun und Sprechen nahelegt. Def revisionäre Metaphysik/StrawsonVsQuine: eine physikalistische Ontologie. Diese läuft dem Alltagsdenken zuwider.
StrawsonVsQuine: es geht Strawson nur um die Alltagssprache, nicht um die die Ontologie jeder beliebigen Sprache.
I 151
Person/Strawson: weiteres Basiselement unserer Alltagsontologie. Sie haben materielle und psychische Eigenschaften und sind weder auf die einen noch die anderen allein reduzierbar.
Strawson III 436f
Strawson: deskriptive Metaphysik : untersucht unser Begriffsschema und Begriffe wie Raum, Zeit, Identifikation, Wiedererkennen usw. - Fundamentalkontrast: Einzelnes/Allgemeines (Strawson pro Einzelnes) - Einzeldinge haben grundlegende Stellung - Vorrang: Einzeldinge, die mit Sortalen verbunden sind: Sortal: Universale mit Zählprinzip oder Unterscheidungsprinzip.
III 441
Begriffsschema: Begriffe wie Raum und Zeit müssen gegeben sein, damit uns die entsprechende Erfahrung möglich ist.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Methode Chomsky
 
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I 278
Methode/Theorie/Chomsky: Voraussetzung; wir müssen das, was die Person rezipiert, beschreiben können - das Perzept ist selbst ein Konstrukt erster Ordnung - seine Eigenschaften werden Experiment bestimmt - Grammatik: Konstrukt zweiter Ordnung - dazu muss man von den anderen Faktoren abstrahieren, die bei Gebrauch und Verstehen der Sprache beteiligt sind und sich auf internalisierte Kenntnis des Sprechers beziehen - VsBehaviorismus: schließt den Begriff dessen "was wahrgenommen wird" und "was man lernt" von vornherein aus.
I 297ff
Methode/Theorie: PutnamVsChomsky: bestimmte Mehrdeutigkeiten können erst durch Routine entdeckt werden, daher ist ihre postulierte Erklärung durch Chomskys Grammatik nicht so beeindruckend - ChomskyVsPutnam: das mißversteht er, in Wirklichkeit bezieht sich das auf Kompetenz und nicht auf Performanz - Routine spielt hier keine Rolle, sondern die inhärente Korrelation von Laut und Bedeutung.
I 303
Chomsky: meine universale Grammatik ist keine "Theorie des Spracherwerbs", sondern ein Element davon - meine These ist ein "Alles-auf-einmal-Vorschlag" und versucht nicht das Zusammenspiel zu erfassen zwischen dem vom Kind konstruierten tentativen Hypothesen und neuen, damit interpretierten Daten.
I 316
Methode/Theorie/Chomsky: "Assoziation", "Verstärkung", zufällige Mutation": verbergen unser Nichtwissen - (s) es kann auch etwas Unähnliches assoziiert werden.
I 321
Methode/Theorie/ChomskyVsQuine: sein Begriff der "Verstärkung" ist nahezu leer - wenn zum Lernen Verstärkung benötigt wird, läuft das darauf hinaus, dass Lernen nicht ohne Daten vonstatten gehen kann.
I 323
Sprachlernen/ChomskyVsQuine: erklärt er nicht: wenn nur Assoziation und Konditionierung, dann resultiert bloß eine endliche Sprache.
I 324
VsQuine: Begriff der Wahrscheinlichkeit eines Satzes ist leer: dass ich einen bestimmten deutschen Satz äußere, ist genauso unwahrscheinlich, wie ein bestimmter japanischer Satz von mir.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Namen Geach
 
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I 46f
Namen: direkte Referenz, Namen haben keine Teile (Aristoteles: syntaktisch einfach) (Geach pro) - Kennzeichnung: indirekte Referenz, Vermittlung anderer Zeichen, Kennzeichnungen können zusammengesetzt sein.
I 143
Kalkül des natürlichen Schließens/Gentzen/Geach: hier gibt es "mögliche Namen" (>Existenzeinführung) - aber nicht Quantifikation über sie. - GeachVsQuine: so kann er Namen nicht mehr als "verdeckte Kennzeichnungen" auffassen.
I 155
Namen/Geach: nicht die Kenntnis der Kausalkette ist wichtig, sondern ihre Existenz. - Das Recht einen Namen zu gebrauchen, kann bestehen auch wenn man das nicht weiß. - Russell: ein Eigenname muss etwas benennen (Geach pro). - GeachVsRussell: dann Fehlschluss auf: "nur ein Name, der etwas benennen muss, ist ein Name". - Ebenso falsch: Fehlschluss von "Was man weiß, muss sein" auf "Nur was so sein muss, kann gewusst werden".
I 162
Quasi-Namen/Geach: Bsp in Lexika, für fremde Gottheiten. - Quasinamen erscheinen nur in Objektposition nach intentionalen Verben. - Keine "Existenz 2. Grades". - Es gibt kein Identitätskriterium um zu entscheiden, ob verschiedene Völker denselben Gott verehren.
I 208
Namen/Geach: ob etwas ein Eigenname ist, hängt nicht davon ab, wem er verliehen wird. - Quasianführung ist kein Name!

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Namen Strawson
 
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VII 16
Namen/Strawson: Eigennamen haben keine Bedeutung. Unkenntnis des Namens ist nicht sprachliches Nichtwissen.
I 222
Namen/Adjektiv/Strawson: auch Namen können adjektivisch sein: Bsp "napoleonisch", "russisch", sogar mit Hilfsverb "ist ein Hitler".
I 224
Aber: napoleonische Geste ist nicht Verbindung von Geste mit Napoleon sondern zwischen Geste und Ähnlichkeitsprinzip der Zusammenfassung, das durch Napoleon ermöglicht ist - aber: Ramsey wir sagen wohl Weisheit ist ein Merkmal von Sokrates , aber nicht: "Weisheit sokratisiert" (das ist falsch!) - Ein Einzelding kann nicht prädiziert werden! - Lösung: Sprache hat ein Schein-U : "Merkmal-sein von".
I 226
Nur Schein-Universale weil sonst Regress: dadurch charakterisierend, dadurch charakterisierend.. zu sein.
VI 386f
Namen/allgemeine Termini/Strawson: können nicht syntaktisch hergeleitet werden.
VII 113
Namen/Strawson: Bedeutung nicht Gegenstand - (Verwechslung von Erwähnung und Gebrauch) - Referenz: Ausdrücke plus Kontext - Referieren heißt nicht sagen, dass man referiert - (Stufen).
VII 122
StrawsonVsRussell/VsQuine: Gipfel des Zirkulären: Namen als getarnte Kennzeichnungen zu behandeln - Namen werden willkürlich oder konventionell gewählt - sonst wären Namen deskriptiv.
VII 122
Quasinamen/Strawson: "Glorreiche Revolution", "Blaue Grotte", "Vaterländischer Krieg".

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Naturalisierte Erkenntnistheorie Stroud
 
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I 209
Skeptizismus/naturalisierte Erkenntnistheorie/ET/Stroud: S wird unvermeidlicher, je mehr wir die externe (distanzierte) Position einnehmen und Belege betrachten - es gibt keine unabhängige Information über die Welt - Bsp Raum mit Monitoren. - Gehirne im Tank/GIT - Kant: eine solche Unterscheidung zwischen Sinneserfahrung und anderem Wissen würde uns von der Welt abschneiden.
I 211
QuineVs: gilt nur für die traditionelle Erkenntnistheorie - Lösung: wir müssen nur eine "distanzierte" Position vermeiden. - QuineVsKant: so geht auch die Untersuchung des allgemeinen menschlichen Wissens!
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-Wissen.
I 250
Naturalisierte Erkenntnistheorie/NE/Wissen/Unterbestimmtheit/Skeptizismus/StroudVsQuine: Naturalisierte Erkenntnistheorie muss erklären: wie verursachen entferntere Ereignisse nähere? - wie wird unser überschießender Glaube verursacht? - aber das würde sie nicht erklären - (wie die "Lücke" zwischen Daten und Wissen überbrückt wird.) - Stroud: deshalb nicht, weil es gar keinen Sinn macht zu sagen, dass hier in einer Kausalkette eine Lücke klafft - dann kann man auch nicht von Unterbestimmtheit reden - dass ein Ereignis ein anderes "unterbestimmt". - ((s) Es gibt keine "Ursache, die nicht hinreichend" wäre.) Unterbestimmtheit/Quine: Bsp Wahrheiten über Moleküle sind unterbestimmt durch Wahrheiten über alltägliche Dinge.
Lücke/Stroud: Quine hat mit einer Lücke zu tun, weil er von Information ((s) Inhalt) spricht, nicht von bloßen Ereignissen.
I 251
Input/Stroud: der einzelne Input ist nicht "mager" - ((s) nur als Massenterm) - nicht mager, wenn er als Ereignis aufgefasst wird - also können wir bei Ereignissen nicht von Unbestimmtheit reden! StroudVsQuine: Problem: wenn der Input zu mager ist, erfordert der Übergang zum Überfließenden Output Bewusstsein - der "Beleg" muss auch einer sein!
I 253
Naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/StroudVsQuine: wir können nicht alle unsere Glauben als "Projektionen" betrachten. Und wir dürfen keine epistemische Priorität ((s) dass Sinneseindrücke näher an uns sind als die äußeren Gegenstände) annehmen.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Natürliches Schließen Geach
 
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I 143
Kalkül des natürlichen Schließens/Gentzen/Geach: hier gibt es "mögliche Namen" (>Existenzeinführung) - aber nicht Quantifikation über sie. - GeachVsQuine: so kann er Namen nicht mehr als "verdeckte Kennzeichnungen" auffassen.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Nichtexistenz Hintikka
 
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I 37
Nichtexistente Objekte/unverwirklichte Möglichkeiten/HintikkaVsQuine/Hintikka: These: es gibt nichtexistente Objekte, und zwar in der aktualen Welt. (>Possibilia). HintikkaVsQuine: die Philosophen, die sie ablehnen, haben zu stark in syntaktischen Bahnen gedacht.
Hintikka. These: man muss die Frage eher semantisch (modelltheoretisch) beantworten.
Fiktion/Ryle: Test: gilt die Paraphrase?
Terence ParsonsVsRyle: Ryles Test schlägt fehl in Fällen wie Bsp „Mr. Pickwick ist eine Fiktion“.
HintikkaVsParsons: die Relevanz des Kriteriums ist überhaupt fraglich.
I 38
Ontologie/Sprache/sprachlich/HintikkaVsRyle: wie sollten linguistische Fragen wie Paraphrasierbarkeit über ontologischen Status entscheiden? Lösung/Hintikka: für die Frage ob es nichtexistente Objekte gibt: Modelltheorie.
Bsp Puccinis Tosca: her geht es darum, ob die Soldaten Kugeln in ihren Gewehrläufen haben.
Pointe: selbst wenn sie welche haben, wären es nur fiktive!
Modelltheorie/Hintikka: liefert eine ernstzunehmende Antwort. ((s) „wahr im Modell“ heißt, in der Geschichte ist es wahr, dass die Kugeln da sind).
HintikkaVsParsons: man sollte nicht zu stark syntaktisch argumentieren, d.h. nicht bloß fragen, welche Schlussfolgerungen gezogen werden dürfen und welche nicht.
Akzeptanz/Akzeptierbarkeit/Inferenzen/Hintikka: fragen nach der Akzeptierbarkeit von Inferenzen und von Sprache und Intuitionen sind syntaktisch.
Singuläre Termini/ontologische Verpflichtung/Existenz/Parsons: Parsons spricht davon, dass der Gebrauch von singulären Termini uns zu einer existentiellen Generalisierung verpflichtet. Und damit auf eine Referenten. D.h. es ist eine Verpflichtung zu einer Inferenz.
HintikkaVsParsons.
I 39
Nichtexistente Objekte/Substanz/Welt/Tractatus/Hintikka: der Grund, warum Wittgenstein seine „Objekte“ als Substanz der Welt, ((s) die nicht vermehrt oder vermindert werden kann) postulierte ist, dass ihre Existenz nicht ausgedrückt werden kann.
I 40/41
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt. Mögliche Welten/Leibniz/Duns Scotus/Hintikka: solche Erwägungen führten Leibniz und vor ihm Duns Scotus dazu, die ungeordnete Menge nichtexistenter Individuen auf abgeteilte Welten zu verteilen.
Gesamtheit: aller nichtexistenter Objekte: ist ein nicht-wohlgeformte Gesamtheit.

Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der aktualen Welt.
bona fide-Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren Welten existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Welten dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 103
Nichtexistenz/nicht wohldefiniert/HintikkaVsMontague: die Montague-Semantik lässt es nicht zu, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz sinnlos sein könnte, weil ein Individuum in einer Welt nicht wohldefiniert ist. ((s) Weil bei Montague der Individuenbereich als konstant angenommen wird). Individuenbereich/Lösung/Hintikka: wir müssen zulassen, dass der Individuenbereich nicht konstant ist. Aber Problem:
Quantifikation/Glaubenskontext/Existenz/Wahrheit/Hintikka: im folgenden Beispiel müssen wir Existenz voraussetzen, damit der Satz wahr sein kann:
(11) John sucht ein Einhorn und Mary sucht es auch. ((s) Dasselbe Einhorn).
((s) Nummerierung sic, danach mit (8) weiter)
Reichweite/Quantor/Hintikka: in der einzig natürlichen Lesart von (11) muss man annehmen, dass die Reichweite des impliziten Quantors so ist, dass „ein Einhorn“ eine weitere Reichweite hat als „sucht“.
((s) d.h. dass beide dasselbe Einhorn suchen. Problem: wie kann man wissen, ob beide Subjekte an dasselbe Individuum glauben?)

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Nichtexistenz Parsons
 
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Hintikka I 37
Nichtexistente Objekte/unverwirklichte Möglichkeiten/HintikkaVsQuine/Hintikka: These: es gibt nichtexistente Objekte, und zwar in der aktualen Welt. (>Possibilia). HintikkaVsQuine: die Philosophen, die sie ablehnen, haben zu stark in syntaktischen Bahnen gedacht.
Hintikka. These: man muss die Frage eher semantisch (modelltheoretisch) beantworten.
Fiktion/Ryle: Test: gilt die Paraphrase?
Terence ParsonsVsRyle: Ryles Test schlägt fehlt in Fällen wie Bsp „Mr. Pickwick ist eine Fiktion“.
HintikkaVsParsons: die Relevanz des Kriteriums ist überhaupt fraglich.
I 38
Ontologie/Sprache/sprachlich/HintikkaVsRyle: wie sollten linguistische Fragen wie Paraphrasierbarkeit über ontologischen Status entscheiden? Lösung/Hintikka: für die Frage ob es nichtexistente Objekte gibt: Modelltheorie.
Bsp Puccinis Tosca: her geht es darum, ob die Soldaten Kugeln in ihren Gewehrläufen haben.
Pointe: selbst wenn sie welche haben, wären es nur fiktive!
Modelltheorie/Hintikka: liefert eine ernstzunehmende Antwort. ((s) „wahr im Modell“ heißt, in der Geschichte ist es wahr, dass die Kugeln da sind).
HintikkaVsParsons: man sollte nicht zu stark syntaktisch argumentieren, d.h. nicht bloß fragen, welche Schlussfolgerungen gezogen werden dürfen und welche nicht.
Akzeptanz/Akzeptierbarkeit/Inferenzen/Hintikka: fragen nach der Akzeptierbarkeit von Inferenzen und von Sprache und Intuitionen sind syntaktisch.
Singuläre Termini/ontologische Verpflichtung/Existenz/Parsons: Parsons spricht davon, dass der Gebrauch von singulären Termini uns zu einer existentiellen Generalisierung verpflichtet. Und damit auf eine Referenten. D.h. es ist eine Verpflichtung zu einer Inferenz.
HintikkaVsParsons.

ParCh I
Ch. Parsons
Philosophy of Mathematics in the Twentieth Century: Selected Essays Cambridge 2014

ParTa I
T. Parsons
The Structure of Social Action, Vol. 1 1967

ParTe I
Ter. Parsons
Indeterminate Identity: Metaphysics and Semantics 2000

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Nominalismus Bigelow
 
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I 97
Mengen/BigelowVsNominalismus/Bigelow/Pargetter: wenn er Mengen eliminierte, würde sie durch die Regeln der Zusammensetzung durch die Hintertür wieder hereinkommen.
I 98
Bsp statt referiert auf die Menge der Kaninchen
könnte er sagen
trifft auf alle und nur Kaninchen zu.
„alle und nur“/Bigelow/Pargetter/(s): ist eine nominalistische Vermeidung von Mengen.
BigelowVsNominalismus: man könnte sagen, das ist nur eine Abkürzung für „die Menge aller und nur der Kaninchen“.
zutreffen/BigelowVsNominalismus/Bigelow/Pargetter. „trifft zu“ muss noch zusätzlich diskutiert werden, bevor diese Paraphrase irgendetwas ontologisches Beweisen könnte. ((s) BigelowVsQuine, >semantischer Aufstieg).
Mengen/Bigelow/Pargetter: ob man an sie glaubt, ist so eine Sache. Die Semantik entscheidet jedenfalls nicht darüber.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Nominalismus Rorty
 
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Richard Rorty
I 124
Def Nominalismus/Rorty: die These, alle Wesenheiten seien nominaler Art und alle Notwendigkeiten de dicto. Keine Gegenstandsbeschreibung trifft in höherem Maße die eigentliche Natur eines Gegenstands als irgend eine andere Beschreibung.
NominalismusVsPlaton: die Natur kann nicht an ihren Gelenken zergliedert werden.
Materialistische MetaphysikVsNominalismus: diese seien Vertreter eines "sprachgebundenen Idealismus". Die Materialisten glauben nämlich, Dalton und Mendelejew hätten tatsächlich die Natur an ihren Gelenken zerlegt. (Auch Kripke). Wittgenstein bloß von Worten betört.
II 125
Nominalismus: Protest gegen jede Art von Metaphysik. Von Hobbes wurde der Nominalismus irrtümlich mit dem Materialismus verknüpft. Quine bringt ihn immer noch damit in Verbindung. RortyVs: das handelt sich den Widerspruch ein, wenn sie meinen, durch Wörter für die kleinsten Materieteilchen werde die Natur in einer Weise zergliedert, in der das mit anderen Wörtern nicht gelingt! Ein widerspruchsfreier Nominalismus muss betonen, dass der Prognoseerfolg eines solchen Vokabulars für den »ontologischen Rang« ohne Bedeutung ist.
NominalismusVsHeidegger: Wörter wie "Physis" oder "Wesen" sind nicht "elementarer" als Wörter wie "Rosenkohl" oder "Fußball".
I 126
Nominalismus: (wie Gadamer): sofern wir überhaupt etwas verstehen, verstehen wir es mit Hilfe einer Beschreibung, und privilegierte Beschreibungen gibt es nicht! Nominalismus: was bei den Metaphysikern Annäherung an etwas feststehendes, verborgenes ist, ist bei den Nominalisten Erfindung eines Diskurses.
Nominalismus/RortyVsQuine: teilt die Natur nicht sicherer auf und schafft genauso wenig Sicherheit darüber, welche Ontologie die wahre ist. - (Vs Verknpfüung von Nominalismus mit Materialismus).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ontologie Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 94ff
Ontologie/Quine: beinhaltet für Quine nur physikalische Objekte und Klassen - Handlung ist kein Gegenstand - DavidsonVsQuine: Handlung ist ein Ereignis und Referenzobjekt. VsEreignisontologie: verschiedene Autoren: Ereignisse sind eigentlich überflüssig, weil adverbiale Modifikationen auch mit sparsamerer Ontologie realisiert werden können. Montague, Clark, Parsons: "Modifier-Theorie": keine Ereignisse, nicht beschränkt auf "restriktive" Adverbien, jedoch komplexerer logischer Apparat.
Jaegwon Kim: Ereignisse nicht als individuierte Individuen, sondern mit Hilfe von Eigenschaften identifizieren.
Davidson fundiert seine gesamte Philosophie durch die Ontologie partikularer Ereignisse. Unterscheidung zwischen Ereignistoken und Beschreibung.
Quine: "Keine Entität ohne Identität".
Die radikale Interpretation führt nicht notwendigerweise zu einheitlichen Ontologien für alle Sprecher.
Glüer II 121 ff
ontologische Kategorien: für Davidson Personen, materielle Gegenstände, Ereignisse. Ontologie/Davidson: ist als übergeordnetes Prinzip immer dann notwendig, wenn wir eine grammatische Kategorie anerkennen, der wir unendlich viele Ausdrücke zuordnen müssen. - Daher brauchen wir Ereignisse und Gegenstände: Gegenstände erlauben uns, Adjektive in den Griff zu bekommen. - Ereignisse: dasselbe für manche Adverbien. - ((s) Ontologie sprachlich motiviert.)
Glüer II 134
Ontologie/Davidson/Glüer: These: Personen, materielle Gegenstände, Ereignisse. Frage: könnten diese ontologischen Kategorien variieren? - Nein, wahrscheinlich nicht, weil sonst unterschiedliche Sortierung keinen Sinn ergibt.
Glüer II 137
Ontologie/mental/physisch/Davidson: ist bescheibungs-un-abhängig! - intentionalistischer wie physikalistischer Diskurs beruhen auf derselben Ereignisontologie.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Ontologie Searle
 
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John R. Searle
I 33
Erkenntistheoretisch ist es löblich, neurobiologisch einfach falsch, zu sagen, die gesamte Wirklichkeit sei objektiv.
I 40
Ontologie/Searle: falsche Frage: was für Arten von Sachen gibt es in der Welt? - richtig: was muss der Fall sein, damit unsere Empirie wahr ist?
I 78f
Zurückführbarkeit ist ohnehin eine seltsame Anforderung an die Ontologie, denn früher galt es ja als ein klassischer Nachweis der Nicht Existenz einer Entität, wenn man sie auf etwas anderes zurückführte.
I 118
Die Ontologie der Beobachtung ist im Gegensatz zu ihrer Erkenntnistheorie genau die Ontologie der Subjektivität.
I 182
Die Ontologie der unbewussten Geisteszustände besteht einzig und allein in der Existenz rein neurophysiologischer Phänomene.
I 183
Das scheint ein Widerspruch zu sein: die Ontologie der unbewussten Intentionalität besteht ganz und gar aus objektiven, neurophysiologischen Dritte Person Phänomenen, und dennoch haben diese Zustände eine Aspektgestalt! Dieser Widerspruch löst sich auf, wenn wir folgendes berücksichtigen: Der Begriff eines unbewussten intentionalen Zustands ist der Begriff von einem Zustand, der ein möglicher bewusster Gedanke ist.
Die Ontologie des Unbewussten besteht in objektiven Merkmalen des Gehirns, die fähig sind, subjektive bewussten Gedanken zu verursachen.
II 68
An die Repräsentation ist keine Ontologie geknüpft.
V 163
Ontologie: Hauptfrage: gibt es Kriterien für ontologische Voraussetzungen?
V 164
Existenz/Quine: etwas als eine Entität annehmen bedeutet, es als den Wert einer Variablen betrachten. Existenz/SearleVsQuine: dieses Kriterium (Wert einer Variablen für Existenz) ist verwirrend und gehaltlos.
Alternatives Kriterium: eine Theorie setzt die und nur die Entitäten voraus, von denen sie sagt, dass die existieren. (Muss nicht explizit geschehen.)
V 165
Ontologie/Searle: eine Schreibweise ist so gut wie eine andere, ontologische Schlussfolgerungen sollte daraus nicht abgeleitet werden. Es ist auch möglich, dass kein Übersetzungsverfahren existiert, durch das sich bestimmen ließe, welche Aussage die einfachere oder besser ist.
SearleVsQuine: nach Quines Kriterium würden zwei Aussagen, die in Wirklichkeit dieselben Voraussetzungen einschließen, verschiedene Voraussetzungen einschließen! (Dieses Argument wurde von William AlstonVsQuine vorgebracht).

Stalnaker I 181
Ontologie/Sprache/Metaphysik/Searle: man darf keine ontologische Konklusionen aus linguistischen Thesen ableiten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Ontologische Verpflichtung Davidson
 
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Horwich I 463
DavidsonVsontologische Verpflichtung/DavidsonVsMetaphysik/DavidsonVsQuine/DavidsonVsTatsachen: die "ontologische Verpflichtung" ist wie Dummetts "Tatsachen": Relikte der Metaphysik. - Sie gehören zum Dualismus Schema/Inhalt.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Opazität Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 263
Undurchsichtigkeit: nicht "Glauben" ist undurchsichtig, sondern "dass"! (Kronecker-Bsp).
I 268
Opaker Kontext: nichtbezeichnende Funktion - Frege: "Name eines Gedankens","Name einer Eigenschaft","Name eines Individuenbegriffs". - Russell:" propositionale Einstellung".
I 270
Undurchsichtiges Verb: "jagt Löwen" setzt gar nichts in Beziehung, bezeichnet keinen Löwen - relativer Term: die Polizei jagt einen Menschen.
XI 175
Quantifikation in opake Kontextes/FollesdalVsQuine: opake Kontexte müssten wir dann referentiell durchsichtig (was wahr ist, trifft auf den Gegenstand unabhängig von der Gegebenheitsweise zu) und zugleich extensional opak (einige Eigenschaften sind notwendig, andere akzidentell) machen. - Das ist der Essentialismus.
Perler/Wild I 103
referentiell undurchsichtig//Quine/Armstrong: grundlegend: zeigt tatsächlichen Gehalt von Überzeugungen, nicht koreferentiell ersetzbare Ausdrücke - durchsichtig: Ersetzbarkeit durch koreferentielle Ausdrücke: geeignet für Zuschreibung von Einstellungen an Tiere.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Phänomenologie Nagel
 
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I 49
NagelVsRorty, NagelVsSubjektivismus: strebt eine phänomenologische Reduktion von Gedanken an, um aus ihnen herauszukommen. - Das kann nicht gelingen - aus dem selben Grund scheitern Begriffsschemata: ich kann nicht sagen "p, aber ich weiß nicht, ob es wahr ist". - Begriffsschema/NagelVsQuine.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
Pierre-Beispiel Dummett
 
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I 144
Kripke/Dummett: (Pierre-Bsp, Londres-Bsp) Übersetzung ist keine Hypothese, sondern konstitutives Prinzip (öffentliche Sprache statt Idiolekt). - (> VsQuine: Idiolekt ist nicht vorrangig).

Pierre-Bsp/Londres-Bsp/Erklärung/(s): das Beispiel ist von Kripke: Pierre glaubt, dass Londres hübsch ist, von London hat er aber gehört, es sei hässlich.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Possibilia Hintikka
 
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I 40/41
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt. Mögliche Welten/Leibniz/Duns Scotus/Hintikka: solche Erwägungen führten Leibniz und vor ihm Duns Scotus dazu, die ungeordnete Menge nichtexistenter Individuen auf abgeteilte Welten zu verteilen.
Gesamtheit: aller nichtexistenter Objekte: ist ein nicht-wohlgeformte Gesamtheit.

Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der aktualen Welt.
bona fide-Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren Welten existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Welten dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 73
Possibilia/Hintikka: These: die Rede über menschliche Erfahrung macht die Annahme von Possibilia notwendig. (Unverwirklichte Möglichkeiten). HintikkaVsQuine. Intentionalität/Husserl/Hintikka: nach Husserl ist das Wesentliche des menschlichen Denkens in einer Beziehung zu unverwirklichten Möglichkeiten.
Possibilia/Hintikka: wir brauchen sie, um mit logisch inkompatiblen Entitäten gleichen logischen Typs umzugehen.
Semantik möglicher Welten/Hintikka: ist die entsprechende Modelltheorie.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Possibilia Husserl
 
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Hintikka I 73
Possibilia/Hintikka: These: die Rede über menschliche Erfahrung macht die Annahme von Possibilia notwendig. (Unverwirklichte Möglichkeiten). HintikkaVsQuine. Intentionalität/Husserl/Hintikka: nach Husserl ist das Wesentliche des menschlichen Denkens in einer Beziehung zu unverwirklichten Möglichkeiten.
Possibilia/Hintikka: wir brauchen sie, um mit logisch inkompatiblen Entitäten gleichen logischen Typs umzugehen.
Semantik möglicher Welten/Hintikka: ist die entsprechende Modelltheorie.

E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Prädikate Geach
 
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I 110
Prädikat/Geach: "predicables": unecht: Bsp "--- rauchte Pfeife" - "5 ist teilbar durch 5 und durch 1", genauso für "3..." - predicate: echt: "Russell rauchte Pfeife" - Die Identität von Prädikaten mit Reflexivpronomina ist nicht sicherzustellen.
I 216
Prädikat/Geach: darf nie mit Namen verwechselt werden - der Begriff denotiert das Objekt nicht.
I 224
Prädikate/Geach: ist eher eine gemeinsame Eigenschaft von Sätzen - aber nicht eigentlicher Ausdruck im Satz.
I 224
"Stehen für"/Geach: es ist gar kein Unterschied, ob ich sage, ein Prädikat "steht für" eine Eigenschaft oder sei ihr Name. (GeachVsQuine)
I 224
Prädikat/Geach: das Prädikat kommt gar nicht als eigentlicher Ausdruck im Satz vor. - Geach: es gibt kein Identitätskriterium für Prädikate. - Man kann nicht wissen, ob zwei Prädikate für dieselbe Eigenschaft stehen. - Gleichheit des Gebrauchs ist notwendige Bedingung für gleiche Referenz. - ((s) D.h. die Extension, aber nicht die Intension ist gleich.) - GeachVsQuine: deshalb darf man Eigenschaften nicht mit Klassen identifizieren.
I 239
Prädikat/Terminologie/Geach: Prädikate nenne ich nur so, wenn sie als Hauptfunktor in einer Proposition gebraucht werden, sonst "predicables". I-Prädikablen/I-Prädikat/Geach/(s): Diejenigen Prädikate, in Hinblick auf die zwei Gegenstände in einer gegebenen Theorie ununterscheidbar sind. - Wenn in einer erweiterten Theorie Unterscheidungen getroffen werden können, dann ändert das I-Prädikat nicht seine Bedeutung, es ist nur kein I-Prädikat mehr - Bsp "gleichförmig" für (verschiedene, aber noch gar nicht unterschiedene) Tokens von Wörtern, später werden die Tokens erst unterschieden, sind aber immer noch "gleichförmig".
I 301
GeachVs Zwei-Namen-Theorie: Fehler: dass, wenn zwei Namen dasselbe Ding benennen, dass sie dann dieselben Prädikate zulassen. (((s) Sie lassen sie nicht zu).
I 301
Prädikat/Geach: Prädikate wie "werden" können nur konkreten Termini zugeschrieben werden.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Prädikate Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 174f
Prädikation: Verbindung von allgemeinem Term mit singulärem Term. - Allgemeiner Term: auch Verb, Adjektiv,(auch attributiv),Substantiv. - Singulärer Term vor "ist" - danach allgemeiner Term ("ist" = Präfix).
I 311
Singulärer Term: kann immer auf die Form "=a" zurückgeführt werden (außer wenn Variable) - d.h. eigentlich allgemeiner Term. (Prädikat)! Bsp "=Mama","=Sokrates","=Pegasus".
I 323
Elimination von singulären Termini: Verschmelzung von "=" mit einem Stück Text - "=" bleibt aber. - Zusammen mit Variablen in prädikativer Position - "=" prädikativer allg Term.
II 61 ff
Benennen: Name oder singulärer Term - Bezeichnen: Prädikat - beides ist Bezugnahme, nicht Bedeutung.
II 199
Prädikat: Satz mit Lücke - allgemeiner Term: spezielle Art Prädikat mit Lücke an bestimmtem Ende.
II 205
Prädikat/Tradition: nicht immer abgetrennte, kontinuierliche Zeichenkette (anders als allg Term) - Prädikat-Buchstabe F musste immer mit Argument verbunden bleiben. - Neu: Terminusabstrakta lassen Prädikate zu allgemeinen Termini zusammenfassen. - Logische Operation der Prädikation.
VII 115
Prädikat/Quine: keine Namen von Klassen - Klassen sind ihre Extensionen: die Dinge, von denen das Prädikat wahr ist. - Theorie der Gültigkeit appelliert an Klassen, aber nicht die einzelnen Sätze.
X 7ff
Prädikat/Quine: damit meine ich hier nur solche verbartigen Ausdrücke, die Aussagen hervorbringen, wenn man sie mit Variablen oder Individuentermen vervollständigt. Keine Attribute.
IX 128
Existenz/Subjekt/Prädikat/Quine: wenn die Existenz fraglich ist, verwendet man besser ein Prädikat. - ((s) Bsp beckmesserisch anwendbar, auch wenn die Figur des Beckmesser nicht existiert.) - Quine: statt Klassenterm "Seq" für transfinite Folgen, die NO (Klasse der Ordinalzahlen) als Argument haben können, besser Prädikatterm "SEQ" - ((s) >Lambda-Operator).
X 50
Prädikate/Quine: sind nicht Namen von Eigenschaften. - Daher kann man sie synkategorematisch nennen. - andere AutorenVsQuine.
X 102
Prädikat/Quine: nie Name von Eigenschaften, wohl aber von Gegenständen.
XII 68
Universelle Prädikate/Quine: gibt es! - Bsp Selbstidentität - Bsp "ist von Hans verschieden oder singt" - Allwörter/Carnap: quasisyntaktische Prädikate: zutreffend auf alles, ohne Empirie, nur aufgrund der Bedeutung - Quine: keine Lösung für ontologische Relativität. - ((s) D.h. die Frage, worauf wir uns letztlich beziehen.)

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Propositionen Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 332
Satz = Universale! - Wert der Variablen: Proposition (Gegenstand) - bleibt auch nach singulären Termini bestehen - Proposition widersteht Wechsel des Wahrheitswerts - Proposition bleibt in "x0p" namenlos Wörter bezeichnen - Sätze nicht. (keine singulären Termini) - Dennoch hat ein Satz Bedeutung: den durch Einklammerung des Satzes gebildeten singulären Term (keine Proposition).
I 343
Modallogik: Church/Frege: modaler Satz = Proposition.
I 347
Proposition hier:Vervollständigung des entsprechenden Satzes zu einem zeitlosen Satz. - Zeitloser Satz Die Tür ist offen (welche Tür?) bezeichnet nichts.
I 355
VsPropositionen: auch Übersetzungen müssen Propositionen bedeuten. - Tatsächlich richtige Propositionen sind nicht durch Verhalten zu erforschen (> Gavagai). - Propositionen eliminiert: Synonymie undefinierbar. - Wissenschaftliche Wahrheit undefinierbar (nur innerhalb der Theorie)(> §16)
I 358
Proposition: nicht gemeinsame Bedeutung von übersetzten Sätzen: Unbestimmtheit der Übersetzung - Propositionen könnten alle ganz verschieden sein.
I 358
Proposition als Wahrheitsträger: kein Grund, warum man sich auf zeitlose Sätze und nicht auf die Sätze selbst berufen sollte! Satz: Die Tür ist offen - Einklammerung: nötig, um herauszufinden, was der Satz in einer Situation ausdrückt.- Was hätte Sprecher sagen können? (Propositionen helfen da nicht).
VII 109
Propositionen/Quine: wenn überhaupt, sollten sie als Namen von Aussagen angesehen werden.
VII 157
Proposition/Quine: ist in Bezug auf Sätze wie Attribute in Bezug auf offene Sätze - Proposition Zahl der Planeten >7 ungleich Proposition 9 > 7
X 32
Proposition/Gegenstand/Quine: wenn ein Satz Name einer Proposition sein soll (manche Autoren pro, QuineVs), dann ist die Proposition ein Gegenstand. - Dann korrekt: " "p oder nicht p" für alle Propositionen p" - dann hier ist "p" nicht einmal Variable über einen Gegenstand, und einmal Schemabuchstabe für Sätze, sondern nur Variable - (kein semantischer Aufstieg nötig).
XII 39
Satz/Proposition/propositionale Einstellung/Übersetzung/ChurchVsQuine: wenn Satz statt Proposition Bedeutungsträger dann Problem: Bsp "Edwin glaubt den deutschen Satz S" in Englisch übersetzen: a) Satz belassen, b) englisch in indirekter Rede wiedergeben: dann beide nicht äquivalent. - QuineVsVs: zugegeben, aber unklarer Begriff der alltagssprachlichen Äquivalenz - Quine: dennoch sprachliche Formen nicht als Objekte von propositionalen Einstellungen annehmen: zu künstlich.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Proximale Theorie Davidson
 
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I 53
Proximal/Bedeutungstheorie/BT/Davidson: These: gleiche Bedeutung liegt vor bei gleichen Reizmustern. - distal: bei gleichen Gegenständen - hier muss mehrmals übersetzt werden. - 1. Inbeziehungsetzen der sprachlichen Reaktion zu Veränderungen der Umwelt - 2. Ein eigener Satz, den der radikale Interpret selbst äußern würde.
I 53f
Distal/DavidsonVsQuine: gleiche Gegenstände und Ursachen für Sprecher - hier mehrmals Übersetzung - DavidsonVsQuine: die proximale Theorie führt zum klassischen Skeptizismus - Bsp Gavagai: beide Sprecher könnten dasselbe meinen, wobei dieselben Umstände für denen einen alle Sätze wahr und für den anderen falsch machen. - proximal/Quine: Belege primär - distal/Davidson: Wahrheit primär: die Bedeutung ist mit den Wahrheitsbedingungen verknüpft - Quine/DummettVsEvans: Bedeutung nicht an Wahrheitsbedingungen ausrichten! - DavidsonVs: zu vereinfachend, jede Theorie muss Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen - Belege/Davidson: sind Beziehungen zwischen Sätzen. - (Keine letzten Daten, nur Beboachtungssätze) - Vs distal: Problem: es gibt vermutlich mehrere Anwärter auf den Posten der gemeinsamen Ursache, z.B. jedes umfassendere Segment des Universums bis hin zur Geburt des Sprechers für die Äußerung von "dies ist rot". Und damit wäre es zugleich Ursache für jegliche sonstige Disposition des Sprechers. - Das würde die Bedeutung aller Beobachtungssätze gleichsetzen.
I 58
Proximal: bietet keine Garantie, dass unsere Theorie der Welt im Entferntesten zutrifft. - Unterschied proximal/distal: wie zwischen Bedeutungstheorien, die a) den Belegen (proximal, Reizmuster) oder b) der Wahrheit (distal, Gegenstände) den primären Status zuerkennt. - Quine pro a) (proximal).
I 58
QuineVsEvans, DummettVsEvans: Bedeutung nicht aus Wahrheitsbedingungen - statt dessen: proximale Theorie: Reizmuster (Belege) statt Gegenstände - das ist vereinfachend, denn jede Bedeutungstheorie muss Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen.
I 59
DavidsonVsPutnam/DavidsonVsDummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen - cartesianisch.
I 59
Belege/Davidson: müssen Beziehungen zwischen Sätzen sein - das kann die Theorie bloß nicht von außen stützen.
I 61
proximale Bedeutungstheorie: - ähnlich Descartes, Dummett, Frege - Reizmuster statt Gegenstände entscheidend.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Proximale Theorie Proust
 
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Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

Perler I 227
Proximal/Proust: primitive Lebewesen wie der Seehase (Meeresnacktschnecke) reagieren auf einen proximalen Zustand der Rezeptoren.
I 227
Proximal/Proust: z.B. Schnecke: kann eine Information nur dann verarbeiten, wenn Kontakt zu ihren Rezeptoren besteht. Distal: Vögel und Säugetiere brauchen keinen Kontakt zu ihren Rezeptoren. Daher können sie ganz andere räumliche Begriffe entwickeln! (VsQuine).
I 228
Raum/Tier/Denken/Proust: intuitiv ist der Raum eine Art von leerem Rahmen für mögliche Wahrnehmungsgehalte. Die Relation, die für uns von Interesse ist, ist das Vorkommen am gleichen Ort, d.h. die Äquivalenzklasse für alle Wahrnehmungserfahrungen, die die gleiche Lokalisierung in der Umgebung betreffen.
Proust: diese Relation ist interessant, weil sie weder den Begriff von Raum noch den Begriff von einem Begriff voraussetzt. Sie ist rein logisch.
Proust: das Vorkommen am gleichen Ort ist auch wesentlich als Grundlage für Wiedererkennen von Objekten.
I 229
Def Kalibrierung/Proust: Anpassung eines auditiven Musters an ein visuelles. ((s) Koordinierung von Sinneseindrücken.) Proust: dieser Mechanismus ist unerlässlich, um die sinnlichen Inputs zu korrigieren.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Proximale Theorie Rorty
 
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Richard Rorty
VI 421 f
Reiz/distal/DavidsonVsQuine/Rorty: lehnt Begriff der "Reizbedeutung" ab - statt dessen: distale Bedeutungstheorie. - Es gibt kein "mittleres Gebiet" zwischen sprachlich formulierten Überzeugungen und der Physiologie.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Prozess/ Fluss Simons
 
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I 124f
Fluss/Heraklit/ChisholmVsQuine: Quine braucht räumliche und zeitliche Ausdehnung auf gleicher Stufe - Chisholm: nicht jede Summe von Flussstadien ist ein Fluss-Prozess - wir müssen sagen, welche Bedingungen eine Summe erfüllen muss, um ein Fluss-Prozess zu sein. - Problem: das setzt wiederum continuants voraus: Ufer, Beobachter - oder: absoluten Raum - oder Einführung von "ist kofluvial mit" - dieses wäre nur zirkulär zu erklären durch "ist derselbe Fluss wie" - damit hat der Vierdimensionalismus nicht alle sing oder allg Term eliminiert, die continuants denotieren. SimonsVsQuine: man badet nicht in einem Flussstadium, sondern im ganzen Fluss. - Fehler: zu versuchen, das Subjekt zu verändern, um das Prädikat unverändert zu lassen.
I 125
Zeitstadium/ Flußstadien/SimonsVsVierdimensionalismus: Stadien irreführend: Bsp ein Philip-Stadium ist nicht betrunken, sondern der ganze Mensch - man badet nicht in einem Flussstadium - konsequente Beschreibung im Vierdimensionalismus nur durch höhere Wesen - für uns nicht entscheidbar - Terminologie: Prozess-Ontologie hier = Vierdimensionalismus. - Simons: nicht unmöglich, nur sprachfremd.
I 127
SimonsVsV: bequeme Darstellung des Minkowski-Raums, aber Darstellung ist kein ontologisches Argument.
I 126
Prozess/Geach/Simons: hat alle seine Eigenschaften zeitlos, d.h. was verschiedene Eigenschaften hat, sind die zeitlichen Teile - nicht der ganze Prozess - daher keine Veränderung - Bsp wie der Feuerhaken, der am einen Ende heiß und am anderen kalt ist.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Querweltein- Identität Quine
 
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Willard V. O. Quine
II 158f
Identifikation zwischen möglichen Welten: hängt ab von den Prädikaten - für Körper auch von Raumverdrängung, Zusammensetzung usw, daher nicht "querweltein" (von Welt zu Welt). - "Derselbe Gegenstand" ist nichtssagend. - > singulärer Term statt Prädikat.
II 149
Mögliche Welt/Quine: anschauliche Weise, essentialistische Philosophie geltend zu machen - um einen Gegenstand in einer möglichen Welt zu identifizieren, sind wesentliche Eigenschaften notwendig.

Hintikka I 137
QuineVsModallogik: Problem der Querwelteinidentifikation. Querwelteinidentifikation/cross-identification/Quine/(s): Problem der Identitätsbedingungen. Wenn keine Identitätsbedingungen gegeben sind, ist die Frage sinnlos, ob ein Individuum „dasselbe wie“ eins in einer anderen möglichen Welt ist.
HintikkaVsQuine: mein modifizierter Ansatz geht über die Reichweite von Quines Kritik hinaus.
Weltlinien/Hintikka: werden von uns fixiert, nicht von Gott. Dennoch sind sie nicht willkürlich. Ihre Begrenzungen sind durch Kontinuität von Raum und Zeit, Erinnerung, Lokalisierung usw. gegeben.
I 138
Es kann sogar sein, dass unsere Präsuppositionen sich als falsch herausstellen. Daher kann es keine Menge von Weltlinien geben, die alle möglichen Welten umfassen, die wir in der alethischen Modallogik brauchen. Modallogik/Quantifikation/Quine/Hintikka: eine realistische Interpretation der quantifizierten alethischen Modallogik ist unmöglich. Aber aus Gründen, die tiefer gehen als Quine angenommen hat.
Querwelteinidentifikation/HintikkaVsQuine: ist nicht intrinsisch unmöglich.
Quine/Hintikka: hat das in letzter Zeit sogar mit Einschränkungen anerkannt.
Lösung/Hintikka: Querwelteinidentifikation als Re-Identifikation.


Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Radikale Interpretation Davidson
 
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I 70f
Radikale Interpretation/RI/Davidson: Vorgehensweise: zuerst das Thema unabhängig herausfinden, dann fragen, ob die Aussagen wahr sind. - Denn die Situation, die normalerweise zu einer Überzeugung Anlass gibt, bestimmt auch die Wahrheitsbedingungen.
I 112
Radikale Interpretation/Davidson: es geht nicht um eine in der Metasprache formulierte Herstellung einer Beziehung zwischen Äußerungen zweier Sprachen, sondern um eine strukturell aufschlussreiche Theorie der Deutung einer Objektsprache - der Bezug auf die bekannte Sprache fällt weg.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 40
Übersetzung/Interpretation/RI/Davidson/Glüer: Übersetzungswissen ist nicht Interpretationswissen - Bsp Nabokov "My sister, do you remember the mountain and th tall oak, and the Ladore?" - Übersetzung des russischen Satzes "..." - dass das korrekt ist, daraus folgt nicht, daß ich auch nur einen der beiden Sätze verstehe.
II 40
radikale Interpretation/RI/Davidson/Glüer: Problem: gegenseitige Abhängigkeit von Überzeugung und Bedeutung - es ist nicht eins ohne das andere zu erschließen - Ausgangspunkt: Minimalüberzeugung: dass ein Satz zu einer bestimmten Zeit (Gelegenheit) wahr ist - Gelegenheitssätze: erlauben Konstruktion hypothetischer W-Äquivalenzen.
II 66
RI/DavidsonVsQuine: generelle Wahrheitsunterstellung - > Externalismus: die Überzeugungsinhalte sind nicht unabhängig von der Welt.
Frank I 626ff
Radikale Interpretation/Davidson: Gehalt mentaler Zustände nicht unabhängig vom sprachlichen Verhalten zu bestimmen - Wahrheit der geglaubten Sätze wird vorausgesetzt - sonst aus der Umgebung keine Evidenz zu entnehmen, Verhalten würde sinnlos - Kenntnis der Wahrheitsbedingungen wird beim Sprecher vorausgesetzt, sonst Verhalten nicht interpretierbar. Frank I 634 +

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Realität Davidson
 
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I 90
Realität/Welt/Quine: proximale Theorie (die Bedeutungen sind an den Nervenenden lokalisiert): abgeschottet gegen die Welt, die vielleicht ganz anders beschaffen ist. - Letzte Quelle der Belege: Reizungen - DavidsonVsQuine: cartesianische Trennung, Lücke. - Außerdem Trennung Schema/Inhalt - DavidsonvsDescartes/DavidsonVsQuine: hat man sich für diese Lücke entschieden, kann man nicht mehr angeben, wofür die Belege eigentlich Belege sind.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Rechtfertigung McDowell
 
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I 18
Logischer Raum der Gründe/Logischer Raum der Natur/McDowell: These: neben dem Raum der Gründe (Begriffe) gibt es einen logischen Raum der Natur: der Naturgesetze, nicht normative Beziehungen. a) logischer Raum der Gründe: Rechtfertigung, Wissen, Überzeugung, funktionale Begriffe.
b) logischer Raum der Natur: Gegenstände, Sinneseindrücke.
Das ist nicht eine Aufspaltung von "natürlich" und "normativ".
I 31
Rechtfertigung/Urteil/McDowell: die Beziehungen, kraft derer Urteile gerechtfertigt werden, lassen sich nur als Beziehungen im Raum der Begriffe (Gründe) verstehen. Es ist eine Sache, frei von Schuld zu sein, und eine andere, eine Rechtfertigung zu haben. Frei von Schuld: die rohe Einwirkung der Kausalität (Wirkung der Welt auf unsere Sinne) entzieht sich der Kontrolle der Spontaneität.
Es ist eine Entschuldigung, wenn jemand von einem Tornado in eine Gegend verschlagen wurde, in der er nichts zu suchen hatte.
Was wir aber wollen ist: dass die Ausübung der Spontaneität einer Kontrolle ausgesetzt ist, die die Welt selbst ausübt, jedoch so, dass die Anwendbarkeit der Spontaneität nicht untergraben wird (indem wir qua Entschuldigung nicht mehr verantwortlich wären).
Rechtfertigung/McDowell: jeder Begriff, der nun dadurch gebildet wird, dass er in einer Rechtfertigungsbeziehung zu einem bloß Gegenwärtigen besteht, müsste ein rein privater Begriff sein.
I 161
Rechtfertigung/Quine: kann nicht durch Erfahrung geleistet werden. Nur durch Ereignisse, die den Naturgesetzen unterworfen sind. McDowellVsQuine: Widerspruch: Wenn Erfahrung nicht innerhalb der Ordnung der Rechtfertigung steht, kann sie von Weltsichten nicht überschritten werden. Das verlangt aber die "begriffliche Souveränität".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Relative Termini Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 270
Undurchsichtiges Verb: "jagt Löwen" setzt gar nichts in Beziehung und bezeichnet keinen Löwen. - Relativer Term: die Polizei jagt einen Menschen.
I 370ff
Bsp Paul und Elmar: Glauben produziert keine Sätze wie Sagen. - Nicht entscheidbar: dass Paul wahr-glaubt, und Elmar nicht. - Wenn der Wahrheitswert egal ist, ist Glauben kein relativer Term. - Wahr-glaubt x ist kein Prädikat. - Bsp Wahr-glaubt "p": "p" ist kein Term!
I 439
Abstrakter Term: "Äquator" usw.: können und müssen umformuliert werden: näher am Äquator als: relativer Term - Oder: nach Sonnenstand - vierdimensionale Raumzeit-Koordinaten (Quintupel, Hyperkörper, nicht Cartesisch) > Wiedereinführung der geometrischen Gegenstände an den Raumzeit-Punkten. ((s) FregeVsQuine: Äquator ist ein Gegenstand).
V 86
Relativer allgemeiner Term: "kleiner als", "Mutter von" usw. - Das sind keine Beobachtungstermini. Relativer Massenterminus/(Stoffterminus): "dunkler als", "röter als" - Punkte werden paarweise genommen - absoluter Massenterm: "dunkel".
Absoluter allgemeiner Term: "klein".

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Relativsätze Geach
 
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I 106
Zusammengesetzte Ausdrücke/komplexe Termini/Relativsatz/Geach: Beziehung Pronomen-Antezedens analog zur Beziehung Variable-Operator - uneindeutig. - Lösung: Auflösung durch ein zusätzliches Pronomen: "wenn", "und" usw. - ((s) Es geht nicht um Einheit, sondern um Auflösung der Einheit.) Symbolische Sprache/Geach: (z.B. Mengenlehre): kann Einheit durch Definition auflösen: Bsp "y gehört zur Klasse der Ps": unterschiedlich je nachdem, ob mit Gleichheitszeichen oder Epsilon: > "für eine Klasse x, y gehört zu x und wenn irgend etwas zu x gehört, ist es P". - Bsp falsch: "Nur eine Frau, die jedes Schamgefühl verloren hat, wird betrunken". - richtig: "Eine Frau wird nur..., wenn sie.." sonst folgt: Männer werden nie betrunken.
I 120
Relativsatz/Geach: Unterschied: Bsp "Mann, der seinen Bruder tötete" / "Mann, sodass...". "sodass"/Principia Mathematica/Russell: undefinierter Grundbegriff
GeachVsQuine: das ist ebenso unklar - Geach: "sodass" kann in Quantorennotation nicht von "und" unterschieden werden. - Bsp "Die Frau, die jeder Engländer vor allem schätzt, ist seine Mutter": Der Relativsatz ist hier kein allgemeiner Term: sonst schätzen alle dieselbe Mutter! Aber wohl in "Die Frau, die jeder Engländer vor allem schätzt, ist seine Königin."
Lösung/Geach: das hat nichts mit dem Relativsatz zu tun, sondern mit der Reichweite von applikativen Ausdrücken. > Lateinsatztheorie/Latin prose theory/Terminologie.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Richtigkeit Millikan
 
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I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt. Übereinstimmung/MillikanVsWittgenstein/MillikanVsQuine/Millikan: beide sehen nicht die Wichtigkeit der Subjekt-Prädikat-Struktur mit Negation. Daher verkennen sie die Wichtigkeit der Übereinstimmung im Urteil.
Übereinstimmung: dabei geht es nicht darum, dass zwei Leute zusammenkommen, sondern dass sie mit der Welt zusammenkommen.
Übereinstimmung/Nichtübereinstimmung/Millikan: sind nicht zwei gleichwahrscheinliche Möglichkeiten ((s) >Nozick. Inegalitäre Theorie). Es gibt viel mehr Möglichkeiten für einen Satz falsch zu sein, als für denselben Satz, wahr zu sein.
Wenn nun ein ganzes Muster (System) übereinstimmender Urteile auftaucht, die denselben Bereich abbilden (z.B. Farbe) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer einen Bereich draußen in der Welt abbildet, überwältigend.
Bsp nur weil meine Urteile über den Zeitablauf fast immer mit denen anderer übereinstimmen, habe ich Grund zu glauben, dass ich die Fähigkeit habe, meine Erinnerungen richtig in den Zeitablauf einzuordnen.
Objektivität/Zeit/Perspektive/Medium/Kommunikation/Millikan: These: das Medium, das andere Personen mit ihren Äußerungen bilden, ist für mich die am besten zugängliche Perspektive, die ich im Hinblick auf die Zeit haben kann.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Sätze Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 252f
"Rein bezeichnend" eindeutig (Ersetzbarkeit der Identität) nicht:"Tullius war ein Römer" ist trochäisch - Bsp Steuerrpüfer/Direktor - > propositionale Einstellung - Ein Ausdruck in Anführungszeichen ist nicht rein bezeichnend - mehrdeutiger Bezug - jede Wahrheitsfunktion ist zeichnungsdurchsichtig.
I 332
Satz = Universale! - Wert der Variablen: Proposition (Gegenstand) - bleibt auch nach singulären Termini bestehen! - Die Proposition widersteht Wechsel des Wahrheitswerts - die Proposition bleibt in "x0p" namenlos.
I 337
Satz: nicht Klasse seiner Äußerungen, sonst nichtgeäußerte = Nullklasse (alle gleiche Bedeutung) - Satz auch nicht Eigenschaft von Äußerungen. Lösung:Satz als Folge: Klasse von Paaren - Teilzeichen: Klasse von Äußerungsereignissen.
I 336
Wörter bezeichnen - Sätze nicht! (keine sing Term)! - Dennoch hat ein Satz Bedeutung: den durch Einklammerung des Satzes gebildete singuläre Termini!(keine Proposition!) - Proposition hier:Vervollständigung des entspr Satzes zu einem zeitlosen - zeitloser Satz "Die Tür ist offen": welche Tür? bezeichnet nichts.
Prior I 35
Satz/Quine: kein Gegenstand! - dann auch keine Quantifikation, keine gebundenen Variablen dafür - PriorVsQuine: unproblematisch: Bsp "J. glaubt p": J. glaubt irgendetwas, das steht letztlich für einen Satz.
Quine VII 109~
Satz/QuineVsFrege: Sätze müssen nicht als Namen angesehen werden und "p" ,"q" nicht als Variablen, die Entitäten als durch Aussagen benannte Entitäten als Werte annehmen
X 31
Satz/Quine: von Sätzen sprechen wir nur, wenn wir verallgemeinern wollen - (und das nicht über Gegenstände können)
X 35
Semantischer Aufstieg/Quine: diese Erwähnung von Sätzen ist nur eine technische Notwendigkeit, die entsteht, wenn wir in einer Dimension verallgemeinern wollen, die sich nicht durch eine Variable erfassen lässt.
XII 39
Satz/Proposition/propositionale Einstellung/Übersetzung/ChurchVsQuine: wenn Satz statt Proposition Bedeutungsträger dann Problem: Bsp "Edwin glaubt den deutschen Satz S" in Englisch übersetzen: a) Satz belassen,
b) englisch in indirekter Rede wiedergeben: dann sind beide nicht äquivalent.
QuineVsVs: zugegeben, aber unklarer Begriff der alltagssprachlichen Äquivalenz - Quine: dennoch sprachliche Formen nicht als Objekte von propositionalen Einstellungen annehmen: zu künstlich.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Schema/Inhalt McDowell
 
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I 186
Schema/McDowellVsQuine: der Gedanke einer Struktur, die in jedem verständlichen Begriffsschema zu finden sein muss, muss nicht zur Folge haben, dass man sie das Schema als eine Seite des Dualismus von Welt und Schema vorstellt.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Schmerz Lewis
 
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Frank I 129
Marsmenschenschmerz/LewisVsQuine/VsNaturalisierte Erkenntnistheorie. - Physikalistisches Vokabular muss nicht zutreffen.
Lewis I 39f
Schmerz/Lewis: eine Theorie des Geistes sollte die Möglichkeit von verrücktem Schmerz (gleiche Zustände, abweichende Auswirkung) und Marsmenschenschmerz: andere Zustände, gleiche Auswirkungen) nicht ausschließen - aber es sollte einen einfachen Sinn von Schmerz geben, in dem wir alle Schmerzen haben können. - verrückter Schmerz /Marsmenschenschmerz: zeigen dass kausale Rolle, Schmerz und physikalische Realisierung nur kontingent verknüpft sind.
I 41
Problem: wie können wir trotz der Anerkenntnis dieser Tatsache, Schmerz a priori durch kausale Rolle charakterisieren? - Identitätstheorie: löst das Problem beim Verrückten Schmerz, scheitert aber am Marsmenschenschmerz. - Behaviorismus: bei ihm ist es umgekehrt.
I 42
Schmerz/Lewis: wenn ein bestimmter neuronaler Zustand mit Vorliebe Schmerzen verursacht, dann ist dieser Zustand Schmer - aber der Begriff des Schmerzes ist nicht der Begriff dieses neuronalen Zustands. - "Der Begriff des..." ist ein intensionaler Funktor. - Die beiden Begriffe hätten auf etwas verschiedenes zutreffen können, wenn die kausale Rolle anders wäre - Schmerz wäre etwas anderes gewesen. - Es hätte sein können, dass der Inhaber der Rolle sie nicht innehat und irgendein Nichtinhaber sie innehat. Lewis/Armstrong: Schmerz ist nicht-starr - dennoch kein zufälliges Zusammentreffen zweier Zustände (Schmerz plus neuronaler Zustand) sondern ein einziger.
Schmerzen sind also definiert durch das, was die Mehrheit üblicherweise... (I 33 ff)
I 40
Verrückter Schmerz: gleiche Zustände - verschiedene Auswirkung. Von ihm lernen wir, dass Schmerz bloß kontingent mit seiner kausalen Rolle verknüpft ist.
I 42
Marsmenschenschmerz: andere Zustände (als unsere) - gleiche Auswirkungen. Von ihm lernen wir, dass Schmerz mit seiner physischen Realisierung bloß kontingent verknüpft ist. Aber der Begriff des Schmerzes ist nicht der Begriff dieses neuralen Zustands. (>Begriff, >Identität).
I 42
Der Begriff des.. ist ein intensionaler Funktor. Die beiden Begriffe hätten auf etwas verschiedenes zutreffen können, wenn die kausale Rolle anders wäre. Lewis/Armstrong: Der Begriff des Schmerzes ist ein nichtstarrer Designator.
I 52
Identität Schmerz/neuraler Zustand: kontingent. Aber ich sage nicht, dass wir zwei Zustände haben. Wenn der Betreffende Schmerz empfindet, ist es Schmerz, gleichgültig, welche kausale Rolle oder physische Beschaffenheit der Zustand hat. Andernfalls ist es kein Schmerz.
Schwarz I I 146
Schmerz/Lewis/Schwarz: Zustand mit der und der kausalen Rolle. - ((s) Dann auch biochemischer Zustand(-styp) mit der gleichen kausalen Rolle: daher Identifikation über ebendiese Rolle.) -((s)Vs(s): dann zirkulär: > Theorie der Referenz).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Selbstbezüglichkeit Searle
 
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John R. Searle
II 283
Selbstbezüglichkeit/Searle: wird gezeigt, aber nicht gesehen - Zwillingserde: "dieser Mann" unterschiedlicher Fregescher Sinn, auch wenn Erlebnisse typidentisch : Wahrnehmung und Äußerung sind selbstbezüglich, sie würden bei Vertauschung nicht erfüllt - Selbstbezüglichkeit/Freges"vervollständigender Sinn": intentionale Gehalte niemals unbestimmt.(SearleVsQuine: kein unbestimmtes Segelboot kann gewünscht werden).
II 275f
Indexikalität/vervollständigender Fregescher Sinn/Heimson/SearleVsKaplan: ich, du, dies, hier usw. haben immer eine Form der Selbstbezüglichkeit: sie bringen immer einen intentionalen Gehalt zum Ausdruck, weil der Sprecher auf eine bestimmte Entität Bezug nimmt - das ist Freges "Sinn von Eigennamen".
II 278
Selbstbezüglichkeit/Searle: Bsp da ist eine Hand, und dass da eine Hand ist, verursacht dieses visuelle Erlebnis - die Selbstbezüglichkeit wird gezeigt, aber nicht gesehen - die der indexikalischen Äußerung wird ebenfalls gezeigt, aber nicht behauptet.
II 284f
SearleVsKaplan: Humes und Heimsons Äußerungen sind selbstbezüglich - sie drücken verschiedene intentionale Gehalte aus - die Verwendung des indexikalischen Ausdrucks legt die Bedingungen fest, unter denen er zutrifft.
III 62
Zirkel: nur Problem in Definitionen, nicht im Gebrauch: solange das Objekt die Rolle spielt, brauchen wir in der Definition das Wort gar nicht! - sprachliche "Erklärungen kein Zirkel: Sprache ist dazu gedacht, sich selbst zu erklären, sie bedarf keiner Sprache, weil sie schon Sprache ist.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Singuläre Termini Strawson
 
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Substitutionen/Strawson/(s):
von singulären Termini: umkehrbar
von Prädikaten: nicht umkehrbar.
I 198
Singulärer Term/QuineVsGeach/QuineVsFrege/QuineVsRamsey: (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. - Singulärer Term: Quantifizierbar, allgemeiner Term: nicht quantifizierbar.
StrawsonVsQuine: das ist gar nicht so bedeutend.
I 198
Singulärer Term/Quine: abstrakte singuläre Termini: Bsp "Frömmigkeit", "Weisheit": Namen abstrakter Objekte - keine allg Term! - Namen konkreter Objekte: Bsp "die Erde" - dagegen allgemeiner Term: Bsp "Philosoph". StrawsonVsQuine: keine gute Erklärung: wir würden nicht gern sagen, dass das von vielen Dingen wahr sei - Lösung/Quine: in Wirklichkeit Unterscheidung zwischen singulärem Term und Prädikaten. - Allgemeiner Term/Quine: die Stelle, die von ihnen eingenommen wird, hat gar keinen eigenen Status. - Entscheidend: Prädikate können nicht quantifiziert werden.
I 203
"Ein Philosoph"/Quine: ist kein singulärer Term.
IV 63
QuineVs singuläre Termini: eliminierbar. - StrawsonVsQuine.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Sinneseindrücke Sellars
 
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McDowell I 168
Sinneseindrücke/Sellars: unterschieden von Stücken des Gegebenen. Keine direkte Beziehung zur Erkenntnis. Tätige Rezeptivität. Aber die Rezeptivität kann nicht selbst auf rationale Weise mit der Spontaneität zusammenwirken. (VsQuine).
---
I IX
Sellars: keine Abkehr von Sinneseindrücken in toto. (Anders als Quine).
I XXIII
Sinneseindrücke/Quine: Mannigfaltigkeiten, die durch verschiedene Theorieentwürfe zu strukturieren sind. (SellarsVs).
I XXIII
Sellars: Physisches und Mentales stehen nicht in kausalem Verhältnis, sondern gehören verschiedenen Weltbildern an. Nur durch Struktur der Weltbilder vermittelt. (Vs obige). Die Rahmen hängen durch ihre Struktur und nicht durch Inhalte zusammen. Es ist einfach eine falsch gestellte Frage, wie sich Eindrücke und elektromagnetische Felder vertragen.
I XXIX
Theorie der Sinneseindrücke spricht nicht von inneren Gegenständen!
I XXXVII
Sellars: Sinneseindrücke nur kausale Folgen externer physischer Gegenstände. Ein roter Sinneseindrücke kann auch dann entstehen, wenn der externe Gegenstand Rot zu sein scheint. Beide Konzeptionen erklären, warum der Sprecher jedesmal von etwas rotem spricht. Nur ist der Sinneseindruck bei Sellars kein Objekt des Wissens, ja selbst die Kategorie des Objekts wird von Sellars in Frage gestellt.
I XL
Zunächst aber sind diese Zustände Zustände einer Person. Nicht eines Gehirns. Auf alle Fälle sind sie nicht wahrnehmbar.
I 101
Sinneseindrücke: weder besitzen sie eine Farbe, noch haben sie eine Form! (>Wahrnehmung). Eindrücke: dass es sich um theoretische Entitäten handelt, zeigt uns, wie man sie auf intrinsische Weise charakterisieren kann: nicht nur als Kennzeichnungen: "Entität derart, die das Anschauen eines roten und dreieckigen Gegenstandes unter den und den Umständen als Standardursache hat". Sondern vielmehr als Prädikate.
Diese sind keine Abkürzungen für Kennzeichnungen von Eigenschaften. Bsp wenn man davon spricht, dass Moleküle eine Masse haben, dann ist das Wort "Masse" keine Abkürzung einer Kennzeichnung der Form "die Eigenschaft, die...".
"Eindruck eines roten Dreiecks" bedeutet nicht nur "Eindruck, wie er durch rote und dreieckigen Gegenstände...." Obgleich es sich um eine Wahrheit, und zwar um eine logische Wahrheit über Eindrücke von roten Dreiecken handelt.
I 103
Eindrücke müssen intersubjektiv sein können, nicht restlos in Verhaltenssymptome aufzulösen Eindrücke: Zustände (aber nicht physiologisch) - Eindrücke sind keine Gegenstände.
I 106
Sellars: Rylesche Sprache: tatsächlich Erklärung, mehr als nur Code: Begriffsgefüge sind öffentliche Gegenstände in Raum und Zeit. - Sprache der Eindrücke: verkörpert die Entdeckung, dass es solche Dinge gibt, ist aber nicht eigens auf sie zugeschnitten (Einzeldinge sind keine vorgängigen Gegenstände des Denkens).
II 328
VsHume: weil er nicht klar zwischen Gedanken und Eindrücken unterscheidet, kann er annehmen, dass einer natürlichen Ableitung nicht nur eine logische, sondern auch eine zeitliche Abfolge entspricht. Seine Theorie muss so erweitert werden, dass sie auch Fälle wie den obigen umfasst oder auch rückwärts:Jetzt Donner, also vor einem Moment Blitz. Hume sieht nicht, dass die Wahrnehmung einer Konfiguration auch eine Konfiguration von Wahrnehmungen ist.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Skeptizismus Quine
 
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Willard V. O. Quine
II 37
Skeptizismus: Verwechslung von Wahrheit und Belegen - als solcher nicht inkohärent (glau, Zeitpunkt t) - Zweifel auch noch immanent.
Davidson I 54
"alles könnte anders sein"/Skeptizismus/Stroud: es könnte sein, dass alles anders wäre, als wir es uns vorstellen - Quine: das wäre eine Unterscheidung ohne Unterschied: da die Beobachtungssätze holophrastisch auf Reizungen konditioniert sind, bleiben die Beziehungen zu den Belegen unverändert - bewahre die Struktur und wirst alles bewahren - ((s) dann war gestern auch schon alles anders.)
Stroud I 223
Skeptizismus/Wissen//Quine: wenn alles Wissen zugleich auf dem Prüfstand steht, kann man sich auf keinen Teil davon berufen - das macht Sinneserfahrung notwendig -
Stroud I 225
Skeptizismus/Quine: die Tradition hat ihre Stärke gar nicht erkannt. Der Zweifel am Wissen entspringt aus dem Wissen selbst - die Lösung auch - Illusion: gibt es nur relativ zu vorher akzeptierter Annahme echter Körper -
Stroud I 227
Quine/Stroud: macht nicht den Fehler von Austin: (Verzerrung von Bedeutung, s.o.) - es geht nicht um die Bedeutung eines bestimmten Terms - Quine geht an die Ursprünge (Sprachlernen) - I 228 skeptische Zweifel sind wissenschaftliche Zweifel.
Stroud I 228
Skeptizismus/Quine: wenn die Wissenschaft wahr ist, kann sie wegen der Magerkeit des Inputs dennoch nie sagen, ob die Welt so ist, wie wir sie wahrnehmen - dann wäre genauso wenig Wissen möglich, wie wenn die Wissenschaft falsch ist.
Stroud I 231
Skeptizismus/QuineVsSkeptizismus: ist eine Überreaktion auf die Ungewissheit einzelner Möglichkeiten - Lösung: reflektion spielt sich innerhalb der Wissenschaft ab, nicht jenseits von ihr.
Stroud I 248
Skeptizismus/StroudVsQuine: wenn alle Überzeugungen nur Projektionen aus mageren Daten sind (Unterbestimmtheit) - Wissen: ist dann eine Kombination aus vielen subjektiven und wenigen objektiven Faktoren - dann sind alle Hypothesen "echte Konkurrenten" - keine objektive Überlegenheit - Pointe: das ist genau die Sichtweise der traditionellen Erkenntnistheorie.
Stroud I 248
QuineVsSkeptizismus: wenn wir die Philosophie ihres "externen Standpunkts" berauben, ist das hinreichend den totalen Skeptizismus auszuschließen - (naturalisierte Erkenntnistheorie) - StroudVsQuine: das funktioniert nicht, solange wir unser eigenes Wissen als Projektion über die Daten hinaus) auffassen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Sprache Chomsky
 
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I 279ff
Sprache/Chomsky: hat abgesehen von ihrer mentalen Repräsentation keine objektive Existenz. Daher brauchen wir hier nicht zwischen "Systemen von Überzeugungen" und "Wissen" zu unterscheiden
I 319
Sprache/ChomskyVsQuine: Quine muss Sprache und Theorie trennen - sonst könnten zwei Sprecher derselben Sprache keine Meinungsverschiedenheiten haben.
I 330
Sprache/Chomsky/Quine: kein Rahmen einer tentativen Theorie wie bei der Physik - mehrere analytische Hypothesen nicht nur möglich sondern sogar notwendig - ChomskyVsQuine: Vs "Eigenschaftsraum": nicht sicher ob die Begriffe der Sprache mit physikalischen Dimensionen erklärt werden können - Aristoteles: eher mit Handlungen verknüpft - VsQuine: es ist nicht evident, dass Ähnlichkeiten in einem Raum lokalisierbar sind - es geht um Prinzipien, nicht "gelernte Sätze".
I 333
VsQuine: kann nicht von "Dispositionen zur Reaktion" abhängig sein, sonst wären Stimmungen, Augenverletzungen, Ernährungsstand usw. zu maßgeblich.
I 343
Sprache muss vielleicht gar nicht gelehrt werden.
Graeser I 121f
Sprache/ChomskyVsGrice: Frage: sollte der Hauptaspekt wirklich Kommunikation sein? - Searle: eher Repräsentation, aber nicht als Gegensatz. Meinen/VsGrice: die meisten Sätze einer Sprache sind niemals geäußert worden, daher kann schwerlich jemand jemals etwas mit ihnen gemeint haben.
Bedeutung/VsGrice: Sprecherbedeutungen können wir überhaupt nur ausfindig machen, weil wir wissen, was der Satz bedeutet. - Schüler von Grice: Strawson und Searle.

Münch III 320
Sprache/Chomsky/Holenstein: ist keine natürliche Art.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Sprache Dummett
 
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I 11 ff
Sprache/Evans: These: Sprache ist durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (auch Frege)
II 448
DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig. (>Dogmas). 1.: Frege, früher Wittgenstein: Sprache als Mittel zur Darstellung oder Wiedergabe der Wirklichkeit: "Die Bedeutung eines Satzes ist seine Wahrheitsbedingung."
2. Später Wittgenstein, Austin, Strawson, Searle: Alltagssprache und Sprechakttheorie: die konstituierenden Regeln der Sprache sind nicht primär eine Repräsentation der Wirklichkeit, sondern ermöglichen Handlungen verschiedenster Art. »der Sinn eines Ausdrucks ist sein Gebrauch.«

McDowell I 152f
Sprache/Dummett: 1. Instrument der Kommunikation 2. Träger von Bedeutung. Keines soll primär sein.
Sprache/McDowellVsDummett: beide sind sekundär. Primär ist Sprache Quelle der Tradition. (McDowell pro Gadamer). Sprache zu erwerben heißt, Geist zu erwerben.

Dum III 81
Sprache/unendlich/Dummett: jede Wissensmenge ist endlich, muss aber ein Verstehen unendlich vieler Sätze ermöglichen.
III 145
Idiolekt/DummettVs: Sprache ist keine Familie ähnlicher Idiolekte, sondern der Sprecher erklärt sich den eingebürgerten Gebrauchsweisen verantwortlich - ohne dass er sie ganz beherrscht.
III 150
Der Begriff des Idiolekts wichtig, um Abweichungen zu erklären, aber Idiolekt ist durch Sprache zu erklären, nicht umgekehrt.
Horwich I 461
Sprache/DavidsonVsDummett: ist kein "Schleier" - sie ist ein Netz inferentieller Relationen. - Nichts, was "menschliche Fähigkeiten übersteigt". - Wie ein Stein, gegen den wir stoßen - und zwar Stein für Stein, Stück für Stück. - ((s) > Erfüllung, nicht wahr machen.) - Das gilt für "das ist gut" wie für "das ist rot". - DavidsonVsMoore/DavidsonVsDummett.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Spracherwerb Chomsky
 
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I 281
Lernen/Chomsky: ein Kind lernt genauso gut Japanisch wie Englisch - es ist sinnlos zu fragen, "welche Hypothesen es reduziert". - Es muss mehr als Fähigkeit zur Assoziation geben. - Strukturelle Grammatik ergibt nicht die Strukturen, die wir als generative Grammatik postulieren müssen.
I 283
Innere Organisation spielt für die Wahrnehmung eine große Rolle, sie bestimmt ein äußerst restriktives Anfangsschema.
I 285
VsGoodman: Lernen der Zweitsprache ist nicht so verschieden vom lernen der Erstsprache.
I 299
Lernen/Chomsky: ob die Bewertungsfunktion erlernt wird oder die Grundlage des Lernen ist, ist eine empirische Frage.
I 324
Sprachlernen: behavioristisch/Quine: Konditionierung, Assoziation - ChomskyVsQuine: zusätzlich Prinzipien, nur so unendlich viele Sätze erklärbar.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Superposition Simons
 
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I 128
Superposition/Simons: verschiedene Individuen mit identischen Teilen zur selben Zeit am selben Ort. - SimonsVsQuine: statt "Inhalt einer Portion Raumzeit" - Solche Okkupanten müssen sowieso continuants sein. Ereignisse: bei ihnen wird das Extensionalitätsprinzip erfüllt. - Massen: brauchen verschiedene Bedeutungen von "Teil".
I 211f
Superposition statt Koinzidenz: Bsp Ring/Gold. - Bsp Person/Körper. - Nicht zwei Individuen, sondern Relation Eins-Vieles. - Sie sind nicht identisch, nehmen aber denselben Raum ein - Bsp Ring/Gold: verschiedene Geschichte.
I 223
Superposition/SimonsVsWiggins: dass verschiedene Objekte superponieren können folgt aus der Tatsache, dass ein einzelnes Stück Materie in einem solchen Zustand sein kann, dass es gleichzeitig verschiedene Bestehensbedingungen erfüllt. - ((s) Also intensional). - Bestehensbedingungen: werden durch den Sortalbegriff festgelegt. - (sprachlich) verschiedene Bestehensbedingungen: die Dinge können verschieden lange existieren. - Und dennoch am selben Rot sein. - Bsp ((s) Ein Astronaut in der Umlaufbahn kann Onkel werden.)
I 237
Superposition/Doepke/Simons: wann immer a und b superponiert sind, müssen sie einen gemeinsamen Teil haben, sie müssen vollständig aus einem Dritten, c zusammengesetzt sein.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Synonymie Chomsky
 
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I 335
Synonymie/ChomskyVsQuine: falsche Idealisierung: nicht "Gleichheit in den Bedingungen" verursachen synonyme Äußerungen und auch nicht Behauptbarkeitsbedingungen (Umstände). Stattdessen geht es um die Unterscheidung von langue und parole, zwischen Kompetenz und Performanz.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Syntax Geach
 
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I 116
Syntax/Geach: Ersetzen salva congruitate: die Wortkette bleibt beim Ersetzen korrekt. - QuineVs: Ersetzen ändert die Syntax: Bsp Kopernikus war ein Vollidiot, dann und nur dann, wenn die Erde eine Scheibe ist. - Verschiedene Reichweiten: a) Kopernikus mit Prädikat + Satz - b) komplexes Prädikat - dann gibt es keine zweideutige Wortkette, sondern verschiedene Analysen sind möglich. - Zweideutig: "Ein Astronom war ein Vollidiot gdw. die Erde flach ist" kann als Operator angesehen werden (wie Negation). - (Verschiedene Klammern sind möglich).
I 116
Syntax/Quine/Geach: 1. Einsicht syntaktische Einsicht Quines: unechte Namen: Problem der Reichweite - Für echte Namen besteht das Problem nicht. - GeachVsQuine: er selbst verwischt die Unterscheidung, indem er Namen als Abkürzungen bestimmter Kennzeichnungen ansieht.
I 120
3. syntaktische Einsicht Quines: Bsp "λx(2x² + 3x³)" - Diese (this) ist Funktion einer Zahl: zweimal ihr Quadrat plus dreimal ihre 3. Potenz - solche komplexen Kennzeichnungen sind eliminierbar durch Gebrauchsdefinition. (Russell): > Relativsatz.
I 126
4. syntaktische Einsicht Quines: Einführen eines Prädikats durch einen Schemabuchstaben F. - Problem: Bsp "Jeder Satz oder sein Gegenteil ist wahr" darf nicht zu "(Jeder Satz ist wahr) oder sein Gegenteil ist wahr" werden. - Lösung: "F( ) ist dann -__oder __'s Gegenteil ist wahr". - Geach: Nebensätze (Relativsätze) und Pronomen sind nicht bloße Stellvertreter. - Das ist sogar ein Fehler in modernen Logikbüchern.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Termini Strawson
 
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I 197
Term/StrawsonVsQuine: auch nichtsprachlich: Sache!

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Theorien Field
 
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I 249ff
Theorie/Objektebene/Field: wir nehmen hier eine Theorie selbst an statt Wahrheit der Theorie. - Problem: die Theorie verlangt mathematische Entitäten.
I 262
Physik/Theorie/Sprache/Ontologie/Field: These: in der typischen physikalischen Sprache sind Sätze für die Beschreibung von Beobachtungen wesentlich, die mathematische Entitäten (mE) enthalten. - Dann erlaubt eine Theorie ohne mE keine Inferenzen über Abstände und Massen. - Lösung: neue (vergleichende) Prädikate: Bsp der Abstand zwischen x und y ist r-mal der Abstand zwischen z und w usw. - Bsp die Geschwindigkeit von y relativ zu y multipliziert mit der zeitlichen Differenz zwischen z und w ist r-mal der räumliche Abstand zwischen u und v (Def Beschleunigung ohne Zahlen). - r: ist eine rationale Zahl. - Diese unterschiedet die Prädikate in der Familie - NominalismusVs: das sind zu viele Prädikate.
II 46
Theorie/Wahrheit/Field: es ist die Behauptung, daß die Axiome der Theorie wahr von ihren Gegenständen zu bestimmten Zeitpunkten (oder alle Zeitpunkten) sind - nicht die Theorie selbst. - Variablen: lassen wir hier oft weg, aber sie müssen als implizit vorhanden verstanden werden. - Statt "Schmerz hat die und die kausale Rolle" müssen wir sagen: "Für jedes t und jedes c (Organismus) von Typ S zu t, Schmerz hat die und die kausale Rolle in c zu t".
II 187
Ideale Theorie/Quine/Field: (Quine 1960,23-4): Bsp angenommen, es gäbe eine ideale Theorie (in der Zukunft) die als vollständig wahr betrachtet werden könnte: - Problem: diese ideale Theorie könnte die Wahrheitswerte unserer aktualen (jetzigen) einzelnen Sätze nicht korrigieren. - Grund: es gibt keinen allgemeinen Sinn, in dem man einen einzelnen Satz einer Theorie mit einem einzelnen Satz einer anderen Theorie gleichsetzen kann. - Quine/(s): es gibt keine inter-theoretische Übersetzbarkeit. - Damit gibt es kein W-Prädikat für einzelne Sätze einer Theorie - Die Falschheit ist auf die ganze Theorie verteilt. - Es gibt keine Tatsache, die Falschheit auf einzelne Sätze verteilt. - FieldVsQuine: deshalb sind die Sätze aber nicht "intertheoretisch bedeutungslos". - Lösung/Field: "partielle Denotation": Newtons Masse denotierte partiell. - FieldVsKuhn/FieldVsInkommensurabilität: denotationale Verfeinerung: (später nur noch Teilmenge) bedeutet keine Inkommensurabilität.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Theorien McDowell
 
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I 188
Theorie/Quine/Duhem: die Anfechtbarkeit durch Erfahrung (Bsp hier ist ein schwarzer Schwan) kann nicht unter den Sätzen der Theorie verteilt werden. Das ist tatsächlich ein Argument für die Unbestimmtheit der Bedeutung.
I 189
McDowellVsQuine: aber das Argument ist nur dann haltbar, wenn unsere Erfahrungssprache von der Theoriesprache unterscheidbar ist, so daß die relevante Erfahrung nicht schon sozusagen die Theoriesprache spricht. s. Unbestimmtheit.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Theorien Sellars
 
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I XXII/XXIII
Theorie/SellarsVsQuine: die Datenbasis selbst ist schon Bestandteil der Theorie. Sinneseindrücke bzw. Sinnesreizungen sind wir Sellars quasi-theoretische Entitäten einer Alltagstheorie von Wahrnehmung.
I XLIII
Theorie/Sprache: die Sprache des naturwissenschaftlichen Weltbildes muss die grundlegenden Strukturen des alltäglichen Weltbildes bewahren. Zum Beispiel sind Farben homogene Eigenschaften. (Nach dem naturwissenschaftlichen Bild aber nicht). So führt Sellars später den Begriff der Sensa ein, die nur in empfindenden Organismen vorkommen. Wo der Alltagsmensch etwas Blaues empfindet, tritt auf der Seite der Naturwissenschaften das Sensum auf den Plan. Sensa selbst sind nicht farbig, genauso wenig wie das die Zustände des Empfindens sind. Farbig sind allein die Gegenstände der Alltagswelt. Auch nicht die physikalischen Gegenstände! Denn sonst müsste man eine farbige Oberfläche isolieren und nach ihrer Dicke fragen, was zu Widersprüchen führt.
I 74
Verdinglichung der methodologischen Unterscheidung von theoretischem und nicht- theoretischem Diskurs, falsche substantielle Unterscheidung von theoretischer und nicht-theoretischer Existenz.
I 85f
Theorie/Tradition: These eine Theorie erklärt Gesetze, indem sie theoretische Entsprechungen dieser Gesetze aus einer kleinen Menge von Postulaten über unbeobachtete Entitäten ableitet. SellarsVsTradition: die Annahmen einer Theorie werden nicht durch einen uninterpretierten Kalkül gebildet, sondern durch ein Modell. - ((s) Uninterpretiert: weil durch Unbeobachtbares gestützt.)
Def Modell/Sellars: die Beschreibung eines Bereichs bekannter Gegenstände, die sich auf gewohnte Weise verhalten. - Ein Modell bekommt einen Kommentar. - Dieser schränkt Analogien ein. - Sellars: kontinuierlicher Übergang zur Alltagswelt.
I 87
SellarsVs logistisches Bild der Theorienbildung: die meisten Erklärungen sind nicht fertig dem Haupt der Theoretiker entsprungen. Zwischen Wissenschaft und Alltag herrscht ein kontinuierlicher Übergang. Die Unterscheidung von Theoriesprache und Beobachtungssprache gehört zur Logik der Begriffe von inneren Episoden.
I 100
Bei den von der Theorie eingeführten Entitäten handelt es sich um Zustände des wahrnehmenden Subjekts, nicht etwa um eine Klasse von Einzelgegenständen.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
Two Dogmas Fodor
 
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IV ~45
Bedeutung/Two Dogmas: wenn Bestätigung revidierbar ist und Bedeutung von Bestätigung abhängt (Peirce), dann können Aussagen ihre Bedeutung nicht wesentlich haben - PeirceVsQuine: Bestätigung konstituiert Bedeutung und kann daher nicht kontingent sein - dann sehen QDT und Peirce" These unverträglich aus - aber TD scheint beiden verpflichtet zu sein -

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Two Dogmas Millikan
 
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I 321
Wissen/Zusammenhang/Holismus/Quine/MillikanVsQuine/Millikan: hängt nicht alles Wissen von „kollateraler Information“ ab, wie Quine sie nennt? Wenn alle Wahrnehmung mit allgemeinen Theorien verwoben ist, wie können wir dann einzelne Begriffe unabhängig vom Rest testen?
Two Dogmas/Quine/Millikan. These: Unsere Feststellungen über die äußere Welt stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung, sondern nur als Korpus.
Daraus folgt: keine einzelne Überzeugung ist immun gegen Korrektur.

Test/Überprüfung/MillikanVsHolismus/MillikanVsQuine/Millikan: die meisten unserer Überzeugungen stehen niemals vor dem Tribunal der Erfahrung.
I 322
Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Überzeugung jemals durch andere Überzeugungen gestützt oder widerlegt wird. Bestätigung: einzige Bestätigung: durch meine Fähigkeit, die Gegenstände wiederzuerkennen, die in meinen Einstellungen vorkommen.
Daraus, dass Überzeugungen zusammenhängen folgt nicht, dass die Begriffe ebenso zusammenhängen müssen.
Identität/Identifikation/Millikan. die Erkenntnistheorie der Identität ist vorrangig vor der der Urteile.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Übersetzung Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 217
Quine: Unbestimmtheit der Übersetzung: betrachten wir die Gesamtheit aller Wahrheiten über die Natur, auch unbekannte und nicht beobachtbare sowie zukünftige. Meine These besagt, dass die Unbestimmtheit der Übersetzung sich sogar der Gesamtheit dieser Wahrheiten widersetzt, der ganzen Wahrheit über die Natur. Es gibt die Frage der richtigen Wahl nicht wirklich. Es gibt auch innerhalb der zugestandenen unter Bestimmtheit jeder Theorie über die Natur hier keinen objektiven Tatbestand. VsQuine: viele Kritiker halten das für ein Überbleibsel des traditionellen Empirismus (Chomsky).
PutnamVsQuine: warum sollten wir nicht einfach sagen: Übersetzung nach Maßgabe derjenigen Handbücher, die dieser Eigenschaft haben? Das ist eine Variante des Essentialismus: derzufolge wir von vornherein wissen, dass etwas, dass sich nicht ins Vokabular der Physik des Tages packen lässt, so unwesentlich ist, das ist bloß »in den Augen des betreffenden« besteht. (Subjektive Konvenienz).
Quine I 90
Reizbedeutung/RB: objektive Realität, die der Sprachforscher braucht - Übersetzung, nicht Identität sondern Annäherung an Reizbedeutung.
I 81
Übersetzung: Unabhängig von Reizbedeutung "soltero"= "Junggeselle" nicht wegen eines bestimmten Gesichts - aber Wörter lernen wir zunächst durch Reizbedeutung, später Abstraktion.
I 117
Wahrheit von kategorischen Sätzen hängt von den Gegenständen ab. - Unser spezieller Apparat des Bezeichnens - aber Reizbedeutung für Eingeborene gleich - Goodmans Individuenkalkül übersetzbarer als Syllogistik.
I 129ff
Übersetzung: übersetzbar: Beobachtungssätze, Wahrheitsfunktionen (Konjunktion, Negation, Alteration) - identifizierbar: reizanalytische Sätze, reizsynonyme Gelegenheitssätze der Eingeborenen. - Nicht übersetzbar: reizsynonyme Gelegenheitssätze.
I 368
Tier: Furcht entspricht deutschem Satz - Church: viele unterschiedliche Übersetzungen.
I 431
Paraphrase (keine Synonymie): man könnte Newton relativistisch umformulieren - wie Kirche: "in höherem Sinne wahr" = manchmal akzeptabel.
II 34
Permutation: möglich, wenn Satz-für-Satz-Struktur erhalten bleibt
II 37
Tatsächliches: radikale Übersetzung: kein Tatbestand entscheidet, welches der Handbücher recht hat - Tatsächliches ontologisch, naturalistisch. - Weder transzendental noch epistemologisch - physikalische Bedingungen, nicht empirische Fähigkeiten - Uminterpretation nur bei anderen, nicht bei uns! - Tatsächlichkeit wie Schwerkraft,unserer Natur intern.
II 61 ff
Kognitive Synonymie: verschiedene Zeitpunkte, Individuum > Gemeinschaft > Wortaustauschbarkeit - gleiche Verdikte - nicht bei Übersetzung!
VII 60f
Übersetzung/Quine: (früh): a) Lautsequenz mit Umständen in Verbindung bringen - b) eine Synonymie dieser Lautsequenz mit englischer Lautsequenz, die mit ähnlichen Umständen verknüpft ist, vermuten - Problem: die relevanten Eigenschaften der Umstände sind in der Person des Sprechers verborgen (>Gavagai) - Cassirer/Whorf/Quine: Sprache nicht vom Rest der Welt zu trennen - Die Unterschiede entsprechen Unterschieden der Lebensform - Morgenstern kann dennoch eine gute Übersetzung von Abendstern sein.- Wir verwechseln Bedeutung und Referenz, weil wir gewohnt sind, auf Dinge zu zeigen - Problem: während der Arbeit Entfernung von direkten Berichten, dadurch nimmt die Klarheit möglicher Konflikte ab.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Überzeugungen Millikan
 
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I 5
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.
I 13
Überzeugungen: insoweit unsere Bedeutungen und unsere Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen richtig und gültig sind,
I 14
sind die meisten unserer Überzeugungen und Urteile wahr. ((s) >Davidson).
I 62
Überzeugung/Millikan: 1. entsteht zum Teil aus der inneren Beschaffenheit des Subjekts (Nerven, Verschaltung usw.) Aber nicht zwei Leute mit denselben Verschaltungen müssen dieselben Überzeugungen haben.
I 63
2. Nicht die ganze innere Hardware ist im Einsatz, wenn man etwas glaubt. Überzeugung/Haben/Gebrauch/Millikan: ich kann eine Überzeugung haben, während ich sie gar nicht gebrauche, Bsp dass Kolumbus Amerika entdeckt hat, brauche ich fast nie, vor allem nicht, wenn ich mir die Zähne putze.
Entdeckung/Überzeugung/Millikan: Bsp ein Mathematiker, der wach liegt und nach einem Beweis sucht und ihn endlich findet: man kann nicht von ihm sagen, dass er ihn vorher schon geglaubt hat!
Imperativ/Millikan: nun ist es sicher so, dass ein Hörer, wenn er gefragt wird, ob der Sprecher intendiert habe, dass er dem Befehl gehorcht, sicher sofort „ja“ antworten wird.
I 64
Aber das heißt nicht, dass er diese Überzeugung beim Gehorchen gebraucht hat.
I 67
Glauben/Millikan: These: wenn man etwas glaubt, glaubt man normalerweise durch Beobachtungsurteile. Problem: Hintergrundinformation, die einen von dem Urteil abhalten könnte, ist nicht notwendig eine Information, deren Leugnung man im Normalfall gebrauchen würde, würde, um die Überzeugung zu stützen!
I 68
Dieses Prinzip werde ich gebrauchen MillikanVsQuine. Theorie/Beobachtung/Quine: These: beide sind unlöslich miteinander verwunden.
MillikanVsHolismus.
Gricesche Intentionen/Millikan: sollte man nicht als Mechanismus auffassen. Allerdings:
Bsp Einen Motor: kann man auch als Hierarchie auffassen, wobei höhere Levels niedrigere stoppen können. Dabei muss ich als Benutzer auch wenig über die Funktionsweise der niedrigeren Stufen wissen.
I 127
Glauben/Überzeugung/Intention/Millikan: Überzeugungen sind innere intentionale Icons, vielleicht auch Sätze in einer inneren Sprache.
I 300
Überzeugung/Gauben/Wahrheit/Welt/Erkennen/Millikan: die grundlegenden Dinge, die wir lernen müssen zu unterscheiden, wenn wir wahre Überzeugungen über die Welt erwerben wollen, sind Eigenschaften und Substanzen. Eigenschaften/Eigenschaft/Millikan: dazu gehören auch Handlungen (Akte) wie Bsp Sitzen.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Unbestimmtheit Chomsky
 
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I 325
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine/Chomsky: nach dieser These sollen "alle Vorschläge für die Übersetzung mit der Totalität der Sprechdispositionen verträglich, aber untereinander unverträglich" sein können. (Quine, Word and Object, 27) - Chomsky: das geht wegen der Probleme in Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit nicht, wenn alle Wahrscheinlichkeiten ununterscheidbar sind, sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Sprache. - Quine: umgeht das Problem, indem er nicht von der "Totalität der Dispositionen" sondern von der "Reizbedeutung" ausgeht.
I 325
Übersetzungsunbestimmtheit, Unbestimmtheit: ChomskyVsQuine: Disposition entweder in Bezug auf Reiz, oder in Bezug auf Gesamtkorpus der Sprache: dann sind alle Sätze gleichwahrscheinlich - (> Bezugsklassen).

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Unbestimmtheit Field
 
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II IX
Unbestimmtheit/Korrespondenz/Lewis/Kit Fine/Field: Unbestimmtheit ist kein großes Problem für die Korrespondenztheorie. - Lösung: Supervaluation für vage Sprachen. - Dagegen: Unbestimmtheit ist ein Problem für den Deflationismus (innerhalb der eigenen Sprache)(Quine). - Einige Autoren VsQuine: die Behauptung einer Unbestimmtheit innerhalb der eigenen Sprache ist inkohärent. - Unbestimmtheit/Mathematik/Field: gibt es in der Mengenlehre, aber nicht in der Zahlentheorie.
II 180
Unbestimmtheit/Referenz/Begriffswandel/Theoriewechsel/Field: These: "Masse" war unbestimmt und ist es noch heute. Zwei Lehrbücher der Speziellen relativitätstheorie können differieren, indem sie unter Masse einmal "Eigenmasse" und einmal "relativistische Masse" verstehen. - Dann ist diese entweder in allen Bezugssystemen gleich oder verschieden.
II 192
Unbestimmtheit/Theorie/Quine: wissenschaftliche Begriffe sind bedeutungslos außerhalb ihrer Theorie. > Immanenz der Wahrheit. - Wahrheit immer nur in Bezug auf ein Begriffsschema. - Ein objektiver (nicht-relativer) Wahrheits-Begriff könnte nur in Begriffen der Denotation und Signifikation versucht werden, aber das geht nicht, wenn diese Begriffe relativ auf ein Bezugssystem sind. - FieldVsQuine: Denotation ist eine perfekt objektive Relation, die zwischen Ausdrücken und außersprachlichen Gegenständen besteht. - Referentielle Unbestimmtheit/Field: zeigt nur, dass Denotation in bestimmten Situationen nicht wohl-definiert ist.
II 271ff
Übersetzungsunbestimmtheit/Brandom/Field: Bsp Wurzel - 1 nicht "i" und "-i". (+)
II 355
unbestimmt/Sprache/McGee/Field: = Nicht-Standard-Modelle habend. - Lösung: Erweiterung durch Prädikat: Bsp "Standard-natürliche Zahl". - FieldVs: das ist Mogelei. - Neue Axiome mit neuem Vokabular sind nicht besser als neue Axiome im alten Vokabular. - Mogelei: wäre es anzunehmen, dass die neuen Prädikate bestimmte Extensionen haben. - (Dennoch FieldVsIndeterminismus)
II 359
Unbestimmtheit/Übersetzung/System/Field: Bsp angenommen, zwei Sprecher haben verschiedene Annahmen über natürliche Zahlen. - Dann muß der eine letztlich annehmen, daß der andere einen weiteren Begriff hat als er selbst. - Problem: Asymmetrie: ein als weiter angenommener fremder Begriff kann dann nicht in die eigene Sprache zurückübersetzt werden. - ((s) Es könnte sich eine unintendierte Interpretation einschleichen.) - Field: dabei haben wir außerdem auf jeder Seite Unbestimmtheit der Referenz.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Unbestimmtheit McDowell
 
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I 184
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine: die Ergebnisse der "begrifflichen Souveränität" sind weit davon entfernt, durch naturwissenschaftlich erfassbare Tatsachen über die "empirische Bedeutung " bestimmbar zu sein.
I 184
McDowellVsQuine: wenn wir das Dritte Dogma zurückweisen, hat das fatale Auswirkungen für Quine: er braucht für seine Argumentation die Aufrechterhaltung des Dualismus endogen/exogen, den DavidsonVsQuine auch ablehnt.
I 189
Theoriesprache/Beobachtungssprache/McDowellVsQuine: nun kann es sein, dass beide tatsächlich unterscheidbar sind. dann wäre die Beobachtungsbedeutung eines einzelnen theoretischen Satzes unbestimmt. Aber wir könnten daraus keine allgemeine Bedeutungsunbestimmtheit ableiten! Wenn wir das versuchen, sind wir mit dem Dritten Dogma konfrontiert.
Dann stehen wir vor einem Grenzfall der Trennung der Sprachen: wir schieben die ganze Bedeutung in die Theorie und lassen die Erfahrung überhaupt keine Sprache mehr sprechen. Dann fehlt natürlich die rationale Beziehung.
Diese rationale Beziehung brauchen wir aber für Duhems Argument. Diese kann nun bloß noch lokaler Natur sein.
Indem wir uns den Weg durch das Dritte Dogma bahnen, stutzen wir Duhems Gedanken auf die richtige Größe zurecht. (> Theorie).

EMD II 64
Unbestimmtheit/Unterbestimmtheit/Begriffsschema/McDowell: die Wahl eines Schemas ist immer unterbestimmt durch die Daten - verlangt Begriffe, die die Subjekte nicht erworben haben. - Nach dem starken Verifikationismus ist das nicht möglich, dieser setzt Verifikation mit Empfänglichkeit für Belege gleich. Begriffsschema/McDowell: brauchen wir in der realistischen Wissenschaft.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Unbestimmtheit Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 227
McDowellVsQuine: Wenn Wahrheit unterbestimmt durch die Gesamtheit des Beobachtbaren ist, dann muss sie davon unabhängig sein! Das ist für Verifikationisten absurd, daher darf man das nicht realistisch verstehen. Diese Strategie würde jedoch implizieren, dass man die Biologie einschließt, die Übersetzung jedoch ausschließt.
ChomskyVsQuine: es gibt nur eine einzige Unbestimmtheit: die altbekannte Unterbestimmtheit einer jeden Theorie durch alle Beobachtungen.
((s) Man weiß nie, ob alle Beobachtungen berücksichtigt sind, bzw. schon gemacht sind.)

Quine I 257
Unbestimmte sing Term bezeichnen keine Gegenstände! - Ein unbestimmter sing Term muss daher in rein bezeichnender Position stehen: Bsp "Der Steuerprüfer sucht jemand" (Position bezeichnend - "jemand" ist nicht bezeichnend).
I 283
Unbestimmter singulärer Term: verschwindet in Quantifikation "etwas ist ein x, sodass", "alles ist ein x.."
I 285
Glaubenssätze und Zitate können als unendlich viele verschiedene Dinge verstanden werden (Unbestimmtheit)
II 33
Unerforschlichkeit des Bezugs: kein Unterschied: "x ist ein Hund" oder: "x ist der Raumzeit-Strang, der von einem Hund ausgefüllt ist" - nur eine Aussage über die benutzte Terminologie und deren Übersetzung, nicht über physikalische Gegenstände (Stellvertreterfunktion). - Unerforschlichkeit: tritt auf bei Übersetzung oder Permutation.
VI 69
Unbestimmtheit der Übersetzung/Syntax/Quine: die Unbestimmtheit erstreckt sich nicht auf die Syntax - wohl aber auf den referentiellen Apparat: Pluralendungen, Gleichheitszeichen, Quantoren - diese gehören aber nicht zur Syntax!
XII 60
Übersetzungsunbestimmtheit/Quine: Bsp Zahlen von Neumann, Frege, Zermelo: jede Definition ist korrekt, aber alle sind miteinander unverträglich. - Lösung: wir denken uns mengentheoretische Modelle aus, die die Gesetze erfüllen sollen, die die Zahlen in nicht-explizitem Sinn erfüllen - Problem: man weiß nicht, ob man über die Ausdrücke oder über die Gödelzahlen redet. - (> verschobene Ostension).
XII 62
Übersetzungsunbestimmtheit/ÜU/Muttersprache/Quine: Übersetzungsunbestimmtheit gilt auch in einer Sprache: Bsp wir übersetzen "hoffentlich" eines bestimmten Sprechers vielleicht besser anders. - Prinzip der Nachsicht: rechtfertigt Abweichungen von der homophonen Übersetzung, der Wiedergabe durch die gleiche Phonemfolge. - Kompensation: kann durch Korrekturen an den Prädikaten vorgenommen werden - Problem: wir können nicht fragen: "Beziehst du dich wirklich auf Gödelzahlen?" - Weil die Antwort: "auf Zahlen" ihr Recht auf homophone Übersetzung verloren hat - ((s) Wegen des Prinzips der Nachsicht).
XII 97
Unbestimmtheit/Übersetzung/Gavagai/Linguistik/Quine: der Sprachwissenschaftler kommt natürlich immer zu einer eindeutigen Übersetzung, aber nur, weil er unbewusst willkürliche Entscheidungen trifft - entscheidend: der Holismus: Aussagen sind nicht isolierbar. - ((s) Jede Abweichung ist in anderen Teilsatzübersetzungen kompensierbar.)

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Unerforschlichkeit Newen, A./Schrenk, M.
 
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NS I 76
Unbestimmtheit/Gavagai/Quine/Newen/Schrenk: 1. Unerforschlichkeit der Referenz: Bsp unabgetrennte Kaninchenteile erfüllen dieselben Beobachtungssituationen. - 2. Unbestimmtheit der Übersetzung: Bsp unabgetrennter Kaninchenteil: kann a) -ždasselbe sein-œ b) -žzum selben Ding gehören-œ (jeweils in der fremden Sprache! Das ist weitergehend als die Unerforschlichkeit des Bezugs. - 3. Unterbestimmtheit (einer Theorie) durch die Daten: (entspricht der Übersetzungsunbestimmtheit): es kann rivalisierende Theorien geben, die zu derselben Menge von Beobachtungen passen. - VsQuine: es kommt nie zu radikalen Übersetzungen, weil viele Aspekte der Sprache evolutionär im Gehirn festgeschrieben sind und gar nicht so stark variieren können. -(ChomskyVsQuine) - Dann bleibt nur die 3. Unbestimmtheit.
Universalien Strawson
 
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I 88
Universale/Strawson: Bsp sich wiederholender Ton - derselbe Akkord in verschiedenen Konzertsälen
I 176
Universalen/Strawson: Tradition: nur Universalien und Einzelding-Universalien (Bsp Verheiratet-sein mit John) können prädiziert werden - Einzeldinge können niemals prädiziert werden
I 215
a) Art-Universalien: liefert Klassifikationsprinzip, setzt keins voraus-Bsp Gattungsnamen b) charakterisierende Universalien (Ch-U): Bsp Verben, Adjektive: liefern Klassifizierungs-Prinzipien nur für zuvor eingeteilte Einzeldinge - aber auch Einzeldinge selbst liefern "Prinzip der Zusammenfassung": Bsp Sokrates ebenso wie Weisheit - > "attributive Bindung": (nicht-relationale Bindung zwischen Einzeldingen unterschiedlichen Typs).
I 216
Bsp der charakterisierende Bindung zwischen Sokrates und dem Universale Sterben entspricht die attributive Bindung zwischen Sokrates und seinem Tod - siehe Kopula.
I 251
Universalien/Quine/Strawson: sollten nur als Prädikate erscheinen - pro "Nominalismus" - StrawsonVsQuine: die sprachlichen Termini dieser Analyse setzen die Existenz von Subjekt-Ausdrücken schon voraus
I 250
Grundzug-Universalien/grundzug-lokalisierende Feststellungen/Strawson: Bsp es regnet jetzt - Schnee fallt - hier ist Wasser - keine Subjekt-Prädikat-Sätze - hier keine Ch-U, sondern Arten von Stoff - auch keine Art-U - das mindeste, um überhaupt empirische Aussagen zu machen - Einführung mit Demonstrativum - Pointe: setzt noch kein Einzelding voraus - Bsp Katzen-Grundzug: a) für dieselbe Katze,
b) für andere Katzen.
I 277
Grundzug-Universale/grundzug-lokalisierend/Strawson: die entsprechenden Grundzug-Feststellungen führen tatsächlich Sachen ein - aber sind keine Subjektausdrücke bzw. Subjektsätze - "hier"/"jetzt" legen keine Grenzen fest - (auch wenn sie quantifizierbar sind: "es gibt einen Zeitpunkt").
I 279
Durch Zeit- und Raum-Adverbien werden keine Sachen eingeführt.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Unterbestimmtheit Chomsky
 
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I 337
Unterbestimmtheit/Unbestimmtheit/Theorie/ChomskyVsQuine: jede Hypothese geht über die Daten hinaus, sonst wäre sie uninteressant.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Unterbestimmtheit Rorty
 
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Richard Rorty
I 227
Unterbestimmtheit/Daten/McDowellVsQuine: wenn Wahrheit unterbestimmt durch die Gesamtheit des Beobachtbaren ist, dann muss sie davon unabhängig sein. - Dann müsste man aber Biologie einschließen, während man Übersetzung ausschließt.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Variablen Prior
 
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Prior I 30
Zahlenvariablen/Prior: sind keine Namen! Bsp wenn genau 3 Dinge φ und genau 4 Dinge ψ sind, dann sind mehr Dinge φ als ψ. Dann "3" kein Name sondern untrennbarer Teil des Verboperators "Genau 3 Dinge __".
I 33
Variablen/Quine: (gebundene) dürfen nur für Namen stehen. Also für Dinge, nicht für Sätze - QuineVsFrege: Namen stehen nicht für Sätze, nur für Dinge - Bsp "Für ein φ, φx" ist die einzige Möglichkeit, das zu lesen, dass es mindestens ein Ding gibt, sodass x dieses Ding "tut". - Quine selbst macht das nicht, aber er hat z.B. "ε" für "ist Element von".
I 35
Gebundene Variable/Namen/Prior: Bsp offener Satz "x ist rothaarig": wofür steht x? - Das hängt davon ab, wie wir "stehen für" verstehen: a) x steht für einen Namen, z.B. "Peter" (Stellvertreter) - oder b) für einen Gegenstand (Peter). - PriorVsQuine: gebundene Variablen können auch für Sätze stehen: "J. glaubt, dass p" (irgendetwas), steht dann für einen Satz.
a propos Wittgenstein I 93 (extern):
Satzvariable/Wittgenstein: Tractatus: Der Ausdruck setzt die Formen aller Sätze voraus, in welchen er vorkommen kann. - ((s) Also schafft er selbst keine Satzformen). - 3.312 Er wird also dargestellt durch die allgemeine Form der Sätze, die er charakterisiert. ((s) Charakterisierung/Goodman) - Wittgenstein: und zwar wird in dieser Form der Ausdruck konstant und alles übrige variabel sein. - Satzvariable: Aristoteles" Neuerung. "A" für einen ganzen Satz.

Prior I 148
gebundene Variablen/Prior: stehen für logische Eigennamen - "Für ein x: 1. x φt , 2. Nichts anderes als x φt und 3. Es ist nicht der Fall, dass x ψt".
I 164f
Gebundene Variable/PriorVs viele amerikanische Logiker: nicht jede steht für einen Namen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Verifikation Millikan
 
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I 297
Verifikation/Überprüfung/Erkenntnis/Erkenntnistheorie/Realismus/Naturalismus/Millikan: unser Problem der Erkenntnis von Identitäten ist ein anderes als das gewöhnliche Erkenntnisproblem der Realisten. Bei uns geht es nicht darum, dass es einen inneren Test für die korrekte Abbildung der Welt gibt. Wir müssen nur zeigen, dass es Tests geben kann, die
I 298
festlegen, ob Begriffe, wenn sie unter Normalen Bedingungen angewendet werden, abbildende Sätze hervorbringen. Korrespondenz/Kohärenz/Tradition/Millikan: für die Tradition muss es Kohärenz sein, wenn Korrespondenz nicht das richtige ist.
Test/Millikan: Bsp das Herz kann nur zusammen mit Nieren getestet werden.
Sprache/Bedeutung/Referenz/Welt/Realität/Abbildung/Millikan: wir versuchen nur zu verstehen, wie es einen Test geben kann, der in dieser unserer Welt historisch auf menschliche Begriffe angewendet wurde, und dessen Resultate mit der Welt korreliert sind aus Gründen, die wir angeben können.
Problem: wir sind hier stärker gehandicapt als der Realismus.
I 299
Es geht um die Möglichkeit von Bedeutungshaftigkeit und Intentionalität überhaupt.
Holismus/MillikanVsHolismus: der epistemische Holismus ist falsch.
Stattdessen wäre ein Test auf Nichtwiderspruch, wenn er nur auf eine kleine Gruppe von Begriffen angewendet wird, ein relativ effektiver Test für die Adäquatheit von Begriffen.

I 312
Begriff/Gesetz/Theorie/Test/Überprüfung/Millikan: wenn ein Begriff in einem Gesetz vorkommt ist es notwendig,
I 313
ihn zusammen mit anderen Begriffen zu testen. Verknüpft sind diese Begriffe nach gewissen Schlussregeln. Begriff/Millikan: dass Begriffe aus Intensionen bestehen, sind es die Intensionen, die getestet werden müssen.
Test: heißt aber nicht, dass das Vorkommen von Sinnesdaten vorausgesagt würde. (MillikanVsQuine).
I 317
Theorie/Überprüfung/Test/MillikanVsQuine/Millikan: ist es wirklich wahr, dass alle Begriffe zusammen getestet werden müssen? Tradition: sagt, dass nicht nur einige, sondern die meisten unserer Begriffe nicht von Dingen sind, die wir direkt beobachten sondern von anderen Dingen.
Test/logische Form/Millikan: wenn es ein Ding A gibt, ds identifiziert wird, indem Effekte auf B und C beobachtet werden, wird dann nicht die Gültigkeit der Begriffe von B und C zusammen mit der Theorie, die die beobachteten Effekte auf den Einfluss von A zurückführt, zusammen mit dem Begriff von A getestet?
Millikan. Nein!
Aus der Tatsache, dass meine Intension von A auf Intensionen von B und C zurückgeht folgt nicht, dass die Gültigkeit der Begriffe, die B und C regieren, getestet wird, wenn der Begriff, der A regiert, getestet wird und umgekehrt auch nicht.
Und zwar folgt es nicht, wenn A eine bestimmte Kennzeichnung ist Bsp „der erste Präsident der USA“ und es folgt auch nicht, wenn die explizite Intension von A etwas kausal Abhängiges repräsentiert Bsp „das Quecksilber in dem Thermometer hier stieg auf die Marke 70“ als Intension für „die Temperatur betrug 70 Grad“.
I 318
Begriff/Millikan; Begriffe sind Fähigkeiten – und zwar die Fähigkeit etwas als selbstidentisch zu erkennen. Test/Überprüfung: die Überprüfungen der Gültigkeit meiner Begriffe sind ganz unabhängig voneinander: Bsp meine Fähigkeit, einen guten Kuchen zu machen ist ganz unabhängig von meiner Fähigkeit Eier zu zerschlagen, auch wenn ich Eier zerschlagen muss, um den Kuchen zu machen.
I 320
Test/Überprüfung/Theorie/Millikan: dass ein Test funktioniert kann oft gewusst werden unabhängig davon zu wissen, wie er funktioniert.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Verifikationismus Esfeld
 
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I 60ff
Holismus/FodorVsQuine: Verifikationismus bezieht sich auf Sprachliches - Bestätigungsholismus dagegen auf Sprachübergreifendes: Propositionen. - EsfeldVsFodor: Überzeugungen verbinden beides.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Vorhersage Millikan
 
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I 314
Vorhersage/Voraussage/voraussagen/Prognose/MillikanVsQuine/Millikan: wir bilden die Welt ab, um sie zu bewohnen, nicht um sie vorherzusagen. Wenn Voraussagen nützlich sind, so doch nicht von Erlebnissen an unseren Nervendenden. Bestätigung/Voraussage/Millikan: ein Wahrnehmungsurteil impliziert vor allem sich selbst. Bsp wenn ich verifizieren möchte, dass dieser Behälter einen Liter fasst, muss ich nicht voraussagen können, dass die einzelnen Kanten eine bestimmte Längehaben.
D.h. ich muss keine bestimmten Sinnesdaten vorhersagen können.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Wahrheitsprädikat Grover, D.L.
 
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Horwich I 356
W-Prädikat/Verallgemeinerung/semantischer Aufstieg/Quine: (1970): das W-Prädikat wird gebraucht, nicht um Bsp "Dick ist sterblich", "Tom ist..." zu verallgemeinern, ((s) das geht mit "x") sondern für die Verallgemeinerung von "Tom ist sterblich oder nicht sterblich".) - ((s) Wenn "a oder b" wahr ist, dann ist a wahr oder b wahr oder beide. Wobei jetzt "a" für einen ganzen Satz steht und nicht die "x" für ein Individuum). CGBVsQuine: das ist in Ordnung, aber ohne Quantifikation über Sätze, denen eine Charakteristik (Wahrheit) zugeschrieben wird.
Grover, D. L.

Gro I D. Grover A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992

Kamp/Grover/Belnap
D.L.Grover, J.L.Kamp, N.D. Belnap
Philosophical Studies 27 (1) 73 – 125 (1975)

Es wird auf externe Quellen verweisen.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrnehmung Quine
 
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Willard V. O. Quine
Münch III 296
Def Wahrnehmung/Quine/Schnelle: Gewahrwerden einer Reizung.
III 298
Quine: Bsp "Das Tier reagiert auf den Halbkreis auf dem Bildschirm". - SchnelleVsQuine: woher weiß er das? - Vielleicht nur Schmerzvermeidung.
Quine VI 2
Wahrnehmung/Quine: Input: nicht Gegenstände, sondern Aktivierung unserer Sinnesrezeptoren. - Wir müssen uns mit Reizeinflüssen selbst begründen. - Reizeinflüsse statt "Beobachtung" und statt Belegen.
VI 100
Wahrnehmung/Quine: im Prinzip neurophysiologisch beschreibbar - Überzeugungen nicht.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Wahrscheinlichkeits- Funktion Rorty
 
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Richard Rorty
I 230
Wahrheitsfunktion/WaFu/Extension/Intension/DavidsonVsQuine/Rorty: wahrheitsfunktionale Vokabulare sind nicht besonders geeignet, die endgültige Struktur der Wirklichkeit wiederzugeben. - Die Unterscheidung Extension/Intension ist nicht interessanter als die zwischen Nationen und Personen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Weltlinien Hintikka
 
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I XVI
Weltlinie/Querwelteinidentität/Hintikka: 1. wir müssen erlauben, dass einige Objekte in gewissen Welten nicht nur nicht existieren, sondern dass ihre Existenz dort undenkbar ist! D.h. Weltlinien können aufhören zu existieren – mehr noch: es kann sein, dass sie in gewissen Welten nicht definiert sind. Problem: in der gewöhnlichen Wissenslogik (Glaubenslogik) ist das nicht gestattet.
2. Weltlinien können auf zwei Arten gezogen werden:
a) Objekt-zentriert
b) Agent-zentriert.
Analogie: das kann man mit Russells Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und durch Beschreibung in Beziehung setzen.
I 20
Weltlinie/Hintikka: sollen Gegenstücke eines Individuums in verschiedenen Welten verbinden. Wenn wir ein Geflecht von Weltlinien (in Bezug auf ein Wissenssubjekt) haben, haben wir Wahrheitsbedingungen für quantifizierte Sätze in einer epistemischen Logik 1. Stufe.
I 22
Weltlinie/epistemische Logik/Wissenslogik/Bekanntschaft/Beschreibung/Wissen/Hintikka : es muss hier zwei Arten von Weltlinien geben : a) öffentlich: Wissen durch Beschreibung (psychologisch: semantisches Gedächtnis).
b) privat: Wissen durch Bekanntschaft. Bsp visuelle Wahrnehmung (inklusive Erinnerung). Nur auf ein Subjekt bezogen. (psychologisch: episodisches Gedächtnis).
Diese Weltlinien sind dann an ein Szenario gebunden.
Quantifikation: Problem: wir brauchen dann zwei Paare von Quantoren.
Schreibweise: (∀x)/(∃x) für die öffentlichen, beschreibenden – (Ax)/Ex) für die privaten, durch Bekanntschaft zustande gekommenen Weltlinien. Dann
(2.5) (Ex) {b} K(d = x)
d.h. in einer visuellen Wahrnehmungssituation kann b eine Nische finden für d unter seinen visuellen Objekten.
allgemeiner: b ist bekannt mit d, b kennt d.
I 59
Weltlinie/Hintikka: gebrauchen wir anstelle von Freges „Weise des Gegebenseins“.
I 105
Weltlinien/Mögliche Welten/Semantik/Hintikka: ein typischer Fall wäre, wenn es zwei Mengen von Weltlinien für eine Menge von Welten gibt, diese auch jedes Individuum mit einem Individuum in einer anderen Welt verbinden, die beiden Mengen sich aber darin unterscheiden, welches Individuum mit welchem verbunden wird. Wahrnehmung/ Beobachtungssprache/Beobachtungsbegriffe/Hintikka: für Wahrnehmungsverben brauchen wir eine solche Möglichkeit ((s) Weil es sein kann, dass man ein Objekt für ein anderes hält.)

I 148
Weltlinien/Identifikation/Querwelteinidentität/Hintikka: These: die Weltlinien müssen gezogen werden, bevor die Bedingungen überhaupt angewendet werden. Das Ziehen der Weltlinien ist niemals ein Teil der Anwendung der Eindeutigkeitsbedingungen. ((s) sonst zirkulär). Wahrheitsbedingungen/atomar/Atomsatz/Hintikka: für meine Theorie ist das Zusammenspiel von Wahrheitswerten von atomaren und nicht-atomaren Sätzen wesentlich: sie zeigt, wie Bsp die Wahrheitswerte von Sätzen der Form
„weiß + -ein-W-Wort“-Sätzen von den Wahrheitswerten von Sätzen der Form (18) – (19) abhängt.
(18) (∃x) K(b = x)
(19) (Ex) K(b = x)
HintikkaVsQuine: seine Kritik ist, dass diese Bedingungen immer indiziert (indexikalisch) sind, d.h. dass sie kontext-abhängig sind. D.h. dass es nur in einer bestimmten Situation darum geht, ob ein Individuum dasselbe ist. ist analog zu einer, die traditionelle Wahrheits-Tabellen deswegen kritisieren würde, dass einige der Sätze, die sie zusammenzusetzen dienen, ihrerseits unscharf sind. Epistemische Logik/Hintikka; diese wird aber von dieser Kritik nicht berührt. Alles was sie behauptet ist, dass, wenn die Weltlinien einmal gezogen sind, der Rest der Semantik bleibt wie er war.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Wiedererkennen Hintikka
 
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I 209
Re-Identifikation/Hintikka: auch bei diesem Problem sitzen Situations-Semantik und Semantik möglicher Welten im selben Boot. Situations-Semantik: verschleiert das Problem aber eher. Bei überlappenden Situationen nimmt sie z.B. an, dass der überlappende Teil derselbe bleibt.
Re-Identifikation/Quine/Hintikka: hält sie für hoffnungslos, weil man nicht erklären kann, wie sie funktioniert.
Re-Identifikation/Kripke/Hintikka: Kripke dito, aber deswegen sollten wir sie einfach postulieren, zumindest für physikalische Objekte.
HintikkaVsQuine/HintikkaVsKripke: das ist entweder zu pessimistisch oder zu optimistisch.
Aber das Problem zu verkennen hieße, eins der größten philosophischen Probleme zu vernachlässigen.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Wiedererkennen Millikan
 
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I 13
MillikanVsHolismus: es geht darum, ohne Holismus und ohne Mythos des Gegebenen zu verstehen, wie wir unsere anscheinenden Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen und unsere anscheinenden Bedeutungen testen.
I 299
Nichtwiderspruch/Millikan: der Test auf sie ist gleichzeitig ein Test auf unsere Fähigkeit, etwas zu identifizieren, wie auch darauf, dass unsere Begriffe das abbilden, was sie abbilden sollen. MillikanVsQuine: dabei geht es aber nicht „Bedingungen für Identität“ aufzustellen. Und auch nicht um „geteilten Bezug“ („derselbe Apfel wieder“). Das gehört zum Problem der Einheitlichkeit, nicht der Identität. Das ist nicht das Problem zu entscheiden, wie eine Ausschließlichkeitsklasse aufgeteilt wird.
I 300
Bsp zu entscheiden, wann rot aufhört und orange anfängt. Stattdessen geht es darum zu lernen, Bsp Rot unter anderen Umständen wiederzuerkennen.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Wissen Dummett
 
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II 456
DummettVsQuine: Wissen wird in der Praxis manifestiert: zwei Sprecher zeigen die gleiche Auffassung. Quine/Davidson: >Unbestimmtheit der Übersetzung, >Radikale Interpretation.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Zeit Geach
 
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I 303
Zeit/GeachVsQuine: VsZeitschnitte, Vs "stundendicke Scheiben". Raum und Zeit sind nicht gleichberechtigte Achsen. - Sonst gälten genauso Temperaturkurven als "Weltlinien" im "Temperatur-Zeit-Kontinuum". - Es ist nicht wahr, dass Quantoren nur auf vierdimensionale Raumzeit-Punkte angewendet werden könnten.
I 314
Raum/Zeit/Geach: sind radikal verschieden: dass "zwischen" bei beiden gebraucht wird, ist irreführend - räumliche Ordnung: betrifft individuelle Objekte. Zeitliche Ordnung: was hier geordnet wird, wird durch komplexe Sätze repräsentiert.
Geach: im Zeitlichen können immer komplexere Gebilde aufgebaut werden, im Räumlichen nicht. - Bsp "x ist zwischen (y ist über w) und z". Das ergibt keinen Sinn.
I 316
Zeit/Modallogik/Geach: ich bin überzeugt, die grundlegenden Zeitbestimmungen "vorher", "nachher" usw. gehören zur formalen Logik. - Ich denke, dass sie mit "möglich" und "notwendig" zu tun haben. - Man hat gemeint, dass eine Welt in der der modus ponens nicht mehr gilt, als eine Welt beschrieben werden könnte, in der die Zeit zweidimensional ist oder die Vergangenheit veränderbar. - Wenn die grundlegenden Wahrheiten über Zeit logisch sind, dann wäre eine zeitlich anders verfasste Welt eine Schimäre.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Zwillingserde Searle
 
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John R. Searle
II 89
Zwillingserde/Erfüllungsbedingung/Searle: was am Gehalt ist ausschlaggebend, dass die Gegenwart von Sally und nicht Zwillings-Sally zu den Erfüllungsbedingungen gehört? - (qualitativ identische visuelle Erlebnisse) - wie man das feststellt, ist nicht die Frage, sondern was hier auf der Erde zuvor identifiziert wurde, kann die Bedingungen erfüllen. SearleVs: das ist Standpunkt der Dritten Person, wir brauchen aber den Standpunkt der Ersten Person
a propos II 255
Zwillingserde: Putnam/(s): nicht eine andere Art Wasser (Tradition) sondern eine andere Art Flüssigkeit.
II 283
Selbstbezüglichkeit/Searle: wird gezeigt, aber nicht gesehen. - Zwillingserde: "dieser Mann" unterschiedlicher Fregescher Sinn, auch wenn Erlebnisse typidentisch: Wahrnehmung und Äußerung sind selbstbezüglich, sie würden bei Vertauschung nicht erfüllt. Selbstbezüglichkeit/Freges"vervollständigender Sinn": intentionale Gehalte niemals unbestimmt.(SearleVsQuine: kein unbestimmtes Segelboot kann gewünscht werden).
II 316
Zwillingserde/Referenz/Searle: Bezug kann sich nicht auf deskriptiven Gehalt berufen, unsere Namen bezögen sich bei identischer Wahrnehmungssituation immer noch auf unsere heimischen Gegenstände - SearleVsPutnam: kausale Selbstbezüglichkeit reicht aber aus!

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 103 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsQuine Frege Vs Analytizität
 
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EMD II 133
Wie Frage/Frege/Dummett: gehört in die Epistemologie und nicht in die Bedeutungstheorie. Sinn/DummettVsFrege: das scheint auf den ersten Blick klar. Aber, wenn der Sinn nicht auf die Methode der Verifikation bezogen ist, warum erlaubt Frege dann nicht zwei analytisch äquivalenten Sätzen, denselben Sinn zu haben?
EMD II 134
Analytizität/FregeVsQuine/Dummett: dieser hatte eine gut entwickelte Theorie der Analytizität. Wohingegen, wenn zwei analytisch äquivalente Sätze sich im Sinn unterscheiden dürfen, es kein Kritierium für Identität gibt.
FregeVs/Dummett: natürlich, wenn die Konzession zugestanden wäre (welche?) könnte nicht aufrechterhalten werden, dass die Sinne der Sätze (die Gedanken) die Objekte von Glaubenseinstellungen sind. D.h. der Sinn ist der Referent der prop Einst.
DummettVsFrege: aber diese These braucht selbst wieder die Annahme, dass Sinn mit der Weise des Wissen wie bzw. mit den Glaubensgründen verbunden ist.
Frage: kann man sagen, dass der Sinn nur das Objekt, also das "was" bestimmt, oder auch das "wie" oder "warum" es geglaubt wird?
Problem: auf den ersten Blick sind die beiden zu stark miteinander verknüpft, um einzeln gesehen zu werden. Warum sollten zwei Dinge A und B nicht denselben Sinn haben? Die einzige Möglichkeit scheint zu sein, dass X das eine glauben (oder wissen) kann, ohne das andere zu glauben (oder zu wissen),. (opaker Kontext).
Was das überhaupt ermöglicht ist, dass die Äußerungsgründe verschieden sein können.
Daraus folgt, dass ein Unterschied in den Äußerungsgründen einen Unterschied in den Glaubensobjekten beinhaltet.
II 135
DummettVsFrege: sein Fehler ist, versäumt zu haben darauf zu insistieren, dass die Theorie des Sinns erklären muss, worin sich das Erfassen des Sprechers manifestiert.
II 136
Bedeutungstheorie/BT/Verifikation/DummettVsFrege: eine verifikationistische BT erklärt Bedeutungen in Begriffen aktualer Fähigkeiten Wahrheit von Sätzen zu erkennen.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsQuine Reduktionismus Vs Benacerraf, P.
 
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Field II 214
Reduktion/Denotation/BenacerrafVsReduktion/Field: (Benacerraf, 1965): Problem: hier kann es mehrere Korrelationen geben, so daß man unmöglich von dem „wirklichen Referenten“ von Zahl-Wörtern sprechen kann. mögliche Lösung/Field: jemand könnte sagen daß es nicht wichtig ist, daß die Zahl-Wörter gerade auf diese Objekte referiert, es ist hinreichend (könnte er sagen), daß wir die Rede über Zahlen durch die Rede über Objekte ersetzen können. (Quine 1960. § § 53,54).
FieldVsQuine: das würde die Lehrsätze von Euler und Gauß zu Sätzen erklären, die mit ihren Zahl-Wörtern auf nichts referieren und letztlich falsch wären.
Benacerraf/Field: scheint damit jede Reduktion auszuschließen.
ReduktionismusVsBenacerraf/Field: Autoren, die glauben, daß es abstrakte Gegenstände gibt, die keine Mengen sind, (d.h. Zahlen) könnten sagen: alles was Benacerraf damit zeigt, daß es eine eineindeutige Relation gibt. Zur Reduktion braucht man aber nur eine Erklärung zahlentheoretischer Wahrheit in Begriffen einer Korrespondenz zwischen Zahlwörtern auf der einen Seite und physischen Objekten und/oder Mengen auf der anderen Seite. (Mit einer Verallgemeinerung gilt das auch für Gavagai).
II 214/215
Bsp „prim“: relativ zu jeder  -Sequenz s die mit den Zahlen korreliert ist, signifiziert „prim“ ((s) nicht partiell!) die Prim-Positionen von s. Pointe: dann ist ein Satz wie Bsp „Die Zahl zwei ist Cäsar“ weder wahr noch falsch (OWW).
FieldVsBenacerraf: seine Beobachtung ist also umgehbar. Wir können mathematische Wahrheit bewahren. (>Wahrheitserhalt).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsQuine McDowell Vs Brandom, R.
 
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Esfeld I 185
McDowell: (1996,S 31 32): wir werden von einer Oszillation zwischen zwei Positionen gefangengehalten: 1. einem Kohärentismus, der rationale Beziehungen nur zwischen Überzeugungen zuläßt.
2. dem Mythos des Gegebenen, der eine kausale Beziehung mit einer rationalen verwechselt. D.h. er gibt uns eine Entschuldigung statt einer Rechtfertigung.
I 186
McDowellVsKohärenztheorie: läßt unsere Überzeugungen im Leeren kreisen, weil keine rationale Einschränkung von seiten der Welt zugelassen ist. Lösung:
Begriff/Welt/McDowell: These der begriffliche Bereich ist so anzusehen, daß er keine Grenzen hat: er endet nicht dort, wo Personen und ihre Interaktionen aufhören, er umfaßt vielmehr den gesamten physikalischen Bereich.
Inhalt/McDowell: die Tatsachen selbst, aus denen die Welt besteht.
Eine Grenze zwischen Begrifflichem und Nichtbegrifflichem zu ziehen, würde verhindern, daß wir eine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ansetzen könnten.
Esfeld: das könnte man so verstehen, daß diese Grenze nur verschoben wird, so daß das Begriffliche die Erfahrung mit einschließt, aber dann wäre die Beziehung zwischen der Welt und der Erfahrung immer noch eine bloß kausale.
Welt/McDowell: ist selbst begrifflich!
McDowellVsBrandom: Vs inferentielle Semantik.
McDowellVsQuine: Vs Bestätigungs Holismus.
I 187
McDowell/Esfeld: eröffnet die Perspektive auf einen umfassenden Holismus auf der Basis eines Holismus der Philosophie des Geistes. Der Überzeugungs Holismus bezieht sich auf den gesamten begrifflichen Bereich. Mit McDowells unbegrenztem begrifflichen Bereich, wird damit auch der Überzeugungs Holismus ausgedehnt.
Die physikalische Welt selbst liegt nicht außerhalb des Bereichs der Verständlichkeit.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsQuine Quine Vs Carnap, R.
 
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Willard V. O. Quine
Carnap VII 151
intensionalistische These der Pragmatik/CarnapVsQuine: die Bestimmung der Intension ist eine empirische Hypothese, die durch Beobachtung der Sprachgewohnheiten überprüft werden kann.extensionalistische These/QuineVsCarnap: die Bestimmung der Intension ist letztlich eine Geschmacksfrage, der Linguist ist frei, weil es nicht überprüft werden kann. Dann stellt sich aber auch nicht die Frage nach der Wahrheit und Falschheit. Quine: das fertiggestellt Lexikon ist ex pede Herculem d.h. wir riskieren einen Irrtum, wenn wir am Fußende beginnen. Aber wir können daraus einen Vorteil ziehen! (?)
Wenn wir im Fall des Lexikons hingegen (?) eine Definition der Synonymität hinauszögern, taucht kein Problem auf, als nichts für Lexikographen, das wahr oder falsch wäre.
VII 154
Intension/Carnap: wesentliche Aufgabe: herauszufinden, welche Variationen eines gegebenen Exemplar in verschiedener Hinsicht (z.B. Größe, Gestalt, Farbe) im Bereich des Prädikats zugelassen sind. Intension: kann als Bereich des Prädikats definiert werden.
QuineVsCarnap: könnte antworten, daß der Mann auf der Straße nicht willens sei, etwas über nichtexistierende Gegenstände zu sagen.
VII 155
CarnapVsQuine: die Prüfungen, die die Intensionen betreffen, sind von Existenzfragen unabhängig. Der Mann auf der Straße ist sehr wohl imstande, Fragen in Bezug auf angenommene kontrafaktische Situationen zu verstehen.
Lanz I 271
QuineVsCarnap: Kritik an der Unterscheidung analytisch/synthetisch. Diese Unterscheidung war für den logischen Empirismus wichtig, weil sie ein Verständnis der Philosophie ermöglicht, das der Philosophie eine selbständige Aufgabe zuweist, die klar von derjenigen der empirischen Wissenschaften verschieden ist! Quine untergräbt diese Voraussetzung: das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien!
I 272
Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum.
Newen I 123
Quine/Newen: steht wie Carnap im Geist des Empirismus, hat diesen aber radikal modifiziert.
I 124
Gedanke/Frege: nichtreduzierbar. Gedanke/QuineVsFrege: strebt eine reduktive Erläuterung von Satzinhalten an(wie Carnap).
Basis/QuineVsCarnap: nicht individuelle Sinnesdaten, sondern objektiv beschreibbare Reize.
Satzbedeutung/Quine/Newen: ist durch zwei mengen bestimmt:
1. die Menge der Reize, die zu Zustimmung führt
2. die Menge der reize, die zu Ablehnung führt.
Das gilt aber nur für Gelegenheitssätze.
I 125
Def kognitiv äquivalent/Quine/Newen: = bedeutungsgleich: sind zwei Sätze, wenn sie das gleiche Zustimmungs- bzw. Abbildungsverhalten nach sich ziehen. Für die gesamte Sprache: wenn das für alle Sprecher gilt.
QuineVsCarnap: Sätze haben Vorrang vor Worten.

Quine I 73
QuineVsCarnap: Unterschiede zu Carnaps empirischer Semantik: Carnap schlägt vor, Bedeutung zu erkunden, indem man die Versuchsperson fragt, ob sie ihn unter verschiedenen vorgestellten Umständen die ihr beschrieben werden, anwenden würde. Vorteil: Gegensätze von Termini wie "Kobold" und "Einhorn" werden bewahrt, auch wenn es in der Welt an Beispielen fehlt, die dergestalt voneinander abstechen können.
I 74
Quine: denselben Vorteil weist die Reizbedeutung auf, da es Reizmuster gibt, die zur Zustimmung zur Frage "Einhorn?" veranlassen würden, nicht aber zu "Kobold?" QuineVsCarnap Carnaps Ansatz setzt Entscheidungen darüber voraus, welche Beschreibungen imaginärer Zustände zulässig sind. So wäre z.B. "Einhorn" in Beschreibungen zur Sondierung der Bedeutung von "Einhorn" unerwünscht. Unterschied:
Quine schränkt den Gebrauch unerfüllter Konditionalsätze auf den Forscher ein, Carnap lässt seinen Forscher solche Urteile dem Gewährsmann selbst zur Beurteilung vorlegen. Reizbedeutung kann schon in den ersten Stadien der radikalen Übersetzung ermittelt werden, wo Carnaps Fragebogen noch gar nicht zur Verfügung steht.
Quine: Theorie hat in erster Linie mit Sätzen,
Carnap: mit Termini zu tun.

I 466
Carnap vertritt schon lange die Ansicht, dass die echten Probleme der Philosophie sprachlich sind. Pragmatische Fragen, die unser Sprachverhalten betreffen, nicht Gegenstände. Warum sollte dies nicht auf theoretische Fragen allgemein zutreffen?
I 467
Das geht Hand in Hand mit dem Analytizitätsbegriff.(§ 14) Schließlich lassen sich die theoretischen Sätze im allgemeinen nur pragmatisch rechtfertigen. QuineVsCarnap: Wie kann Carnap da eine Linie ziehen und behaupten, für gewisse Bereiche gälte das nicht?
Dennoch merken wir, dass es einen Übergang von Aussagen über Gegenstände zu Aussagen über Wörter gibt, wenn wir etwa von Fragen über die Existenz von Einhörnern zu Fragen über die Existenz von Punkten und Kilometern Klassen übergehen.

Durch das vielgebrauchte Verfahren des "semantischen Aufstiegs": der Übergang von Aussagen über Kilometer zu Aussagen über "Kilometer". Von der inhaltlichen zur formalen Redeweise. Es ist der Übergang von der Rede in bestimmten Begriffen zur Rede über diese Begriffe.
Es ist genau der Übergang, von dem Carnap meint, er entkleide philosophische Fragen ihres trügerischen Scheins und lasse sie in ihrer wahren Gestalt hervortreten.
QuineVsCarnap: diesen Teil akzeptiere ich jedoch nicht. Der semantische Aufstieg, von dem ich spreche, lässt sich überall anwenden. (Carnap: "inhaltlich" kann man auch "material" nennen.)
Bsp Wenn es darauf ankäme, ließe sich der Satz "In Tasmanien gibt es Wombats" so paraphrasieren: ""Wombat" trifft auf einige Lebewesen in Tasmanien zu".

IV 404
Carnap/(logische Partikel): (»Der logische Aufbau der Welt«): These: es ist grundsätzlich möglich, alle Begriffe auf das unmittelbar Gegebene zurückzuführen. QuineVsCarnap: das ist zu reduktionistisch: Dispositionsbegriffe wie »löslich« können nicht so definiert werden. (Von Carnap selbst später erkannt).
IV 416
QuineVsCarnap: Wozu all die erfinderischen Rekonstruktionen? Letztlich sind Sinnesreizungen das einzige, was wir haben. Wir müssen ermitteln, wie daraus das Bild der Welt konstruiert wird. Warum sich nicht mit Psychologie begnügen?
V 28
Disposition/Quine: Problem: die Angewiesenheit auf gewisse ceteris paribus Klauseln. Mögliche Störungen müssen ausgeschaltet sein. Lösung: einige Autoren: (z.B. Chomsky) Rückzug auf Wahrscheinlichkeiten.
V 29
Carnap: statt Wahrscheinlichkeit: Reduktionssätze als Idealisierungen aufgefasst, an denen Korrekturen stattfinden. Diese Korrekturen fasst Carnap als Umdefinitionen auf, d.h. sie führen zu analytischen Sätzen, die aus der Bedeutung wahr sind.
QuineVsCarnap: ich mache keine Unterscheidung zwischen analytischen und anderen Sätzen.
V 30
Reflexe/Holt/Quine: später konditionierte sind nicht grundsätzlich verschieden von angeborenen. Sie bestehen aus Nervenbahnen mit verringertem Widerstand. Quine: so kann man Dispo auch als diese Bahn selbst auffassen! ((s) Also quasi körperlich. Eben als physikalischen Zustand.)
Disposition/GoodmanVsQuine: ein Dispositionsausdruck ist ein Wechsel auf eine schließlich mechanische Beschreibung und daher zirkulär. Die mechanistischen Termini werden letztlich implizit Dispositionstermini sein.
QuineVsGoodman/QuineVsCarnap: ich bin, anders als die beiden, mit einem theoretischen Wortschatz zufrieden, von dem einige physikalische Grundprädikate zunächst mit Hilfe der Dispo Redeweise gelernt wurden. (Heuristische Rolle).

VII 40
Seine Arbeit ist aber immer noch nur ein Fragment des ganzen Programms. Seine Raum Zeit Punkt Quadrupel setzen eine bewegungsarme Welt voraus ("laziest world"). Prinzip der geringsten Bewegung, soll der Leitfaden für eine Konstruktion einer Welt aus der Erfahrung sein.
QuineVsCarnap: er schien nicht zu bemerken, dass es seiner Behandlung physikalischer Objekte an Reduktion mangelte! Die Quadrupel maximieren und minimieren gewisse allgemeine Eigenschaften (over all features) und mit zunehmender Erfahrung werden die Wahrheitswerte im selben Sinn revidiert.

X 127
Logische Wahrheit/Carnap: These: nur die Sprache und nicht die Beschaffenheit der Welt macht sie wahr. Wahrheit/logische Wahrheit/QuineVsCarnap: ist keine rein linguistische Sache.
Logik/QuineVsCarnap: die beiden Zusammenbrüche, die wir gerade gesehen haben, ähneln sich in Form und Wirkung:
1. Die Logik ist wahr aufgrund der Sprache nur insofern, als sie trivialerweise wahr aufgrund von allem und jedem ist.
2. Die Logik ist untrennbar von der Übersetzung nur insofern, als alles Evidente von der Übersetzung untrennbar ist.
Logik/Sprache/Quine: für die linguistische These scheint der semantische Aufstieg zu sprechen.
QuineVs: das Prädikat „wahr“ (W Prädikat) ist schon vorhanden und hilft gerade, die Logik von der Sprache zu trennen, indem es auf die Welt zeigt.
Logik: spricht zwar viel von Sprache, ist aber auf die Welt und nicht auf die Sprache orientiert. Das wird vom W Prädikat bewirkt.
X 133
Wir lernen die Logik, indem wir die Sprache lernen. VsCarnap: das unterschiedet aber die Logik nicht von anderen Gebieten des Alltagswissens!

XI 99
QuineVsProtokollsatz/QuineVsCarnap/Lauener: beschreibt private, nicht öffentlich zugängliche eigenpsychische Erlebnisse.
XI 129
Intension/Carnap/Lauener: (Meaning and Necessity): versucht Intensionen einzuführen, ohne sich dadurch in eine Metaphysik zu verwickeln. QuineVsCarnap: man kann nicht die Vorteile einer Theorie genießen, ohne die ontologische Rechnung zu begleichen. Daher müssen die angenommenen Gegenstände Werte der Variablen sein.
Eine andere Art wäre zu sagen, dass bestimmte Prädikate zutreffen müssen, damit die Theorie wahr wird. Aber das heißt so viel wie dass es die Gegenstände sind, die Werte der Variablen sein müssen.
Auf jeden Wert trifft ein Prädikat oder dessen Negation zu. ((s) >durchgängige Bestimmung).
XI 130
Umgekehrt ist alles, worauf ein Prädikat zutrifft, ein Wert einer Variablen. Denn ein Prädikat ist ein offener Satz.
XI 138
Ontologie/Carnap/Lauener: Bsp „x ist ein Ding“: auf höherer Allgemeinheitsstufe beziehen sich Existenzannahmen nicht mehr auf die Welt, sondern nur noch auf die Wahl eines geeigneten sprachlichen Rahmenwerks. QuineVsCarnap: das ist bloß ein gradueller Unterschied.
XI 142
Ontologie/Carnap/Lauener: (vorübergehend vertreten): These: philosophische Fragen sind immer Fragen nach dem Sprachgebrauch. semantischer Aufstieg/QuineVsCarnap: dieser darf nicht für ontologische Ausweichmanöver missbraucht werden.
XI 150
Ding/Gegenstand/Carnap/Lauener: Dinge anzunehmen bedeutet nur die Wahl einer gewissen Sprache. Es heißt nicht, an diese Dinge zu glauben.
XI 151
CarnapVsQuine: sein Existenz Kriterium (Wert einer gebunden Variablen zu sein) hat insofern keine tiefere Bedeutung, als darin nur eine Sprachwahl zum Ausdruck kommt. QuineVsCarnap: Sprache und Theorie können nicht so getrennt werden. Wissenschaft ist die Fortsetzung unserer täglichen Praxis.

XII 69
QuineVsCarnap/QuineVsAllwörter: es wird nicht gesagt, worin das Merkmal für den Geltungsbereich genau besteht. ontologische Relativität/QuineVsCarnap: lässt sich nicht durch interne/externe Frage-, Allwörter oder universelle Prädikate erhellen. Sie hat nichts mit universellen Prädikaten zu tun. Die Fragen nach einer absoluten Ontologie sind sinnlos. Dass sie in Bezug auf einen Rahmen sinnvoll sind, liegt im allgemeinen nicht daran, dass die Rahmentheorie einen umfassenderen Bereich hat.
absolute Ontologie/Quine: was sie sinnlos macht, ist nicht ihre Universalität sondern ihre Zirkularität.
Bsp „Was ist ein F?“ kann nur im Rückgriff auf einen weiteren Term beantwortet werden: „Ein F ist ein G“.

XII 89
Erkenntnistheorie/Geltung/Gültigkeit/QuineVsCarnap: Humes Problem (allg. Aussagen + Aussagen über Zukunft sind ungewiss, wenn als über Sinnesdaten oder Sinneseindrücke verstanden) ist bis heute ungelöst. Carnap/Quine: seine Konstruktionen hätten ermöglicht, alle Sätze über die Welt in Sinnesdaten bzw. Beobachtungsbegriffe plus Logik und Mengenlehre zu übersetzen.
XII 90
QuineVsCarnap: die bloße Tatsache, dass ein Satz mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungstermen ausgedrückt ist, bedeutet nicht, dass er sich mit logischen und mengentheoretischen Mitteln aus Beobachtungssätzen beweisen ließe. ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel. (innen/außen, Ebene, Zirkel).)
Erkenntnistheorie/Quine: Pointe: die Wahrheiten über die Natur mit der vollen Autorität der unmittelbaren Erfahrung ausstatten zu wollen, ist ebenso zum Scheitern verurteil wie die Rückführung der Wahrheiten der Mathematik auf die potentielle Einsichtigkeit der elementaren Logik.
XII 91
Carnap/QuineVsCarnap: wenn Carnap seine Konstruktion erfolgreich durchgeführt hätte, wie hätte er wissen können, ob es die richtige ist? Die Frage wäre leer gewesen! Jede wäre befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Das ist die rationale Rekonstruktion.
Def rationale Rekonstruktion/Carnap/Quine: Konstruktion physikalistischer Aussagen aus Beobachtungsbegriffen, logischen und mengentheoretischen Begriffen.
QuineVsCarnap: Problem: wenn das erfolgreich gewesen wäre, hätte es viele solche Konstruktionen gegeben und jede wäre gleich befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalistischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Aber jede wäre auch eine große Errungenschaft gewesen.
XII 92
QuineVsCarnap: leider liefert der „Aufbau“ keine Reduktion qua Übersetzung die die physikalistischen Begriffe überflüssig machen würde. Das würde er nicht einmal, wenn seine Skizze ausgearbeitet würde. Problem: die Stelle wo Carnap erklärt, wie den Orten im physikalischen Raum und physikalischen Zeit Sinnesqualitäten zuzuordnen seien.
Das bietet aber keinen Schlüssel für die Übersetzung wissenschaftlicher Sätze in solche, die aus logischen, mengentheoretischen und beobachtungsbegriffen gebildet sind.
CarnapVsCarnap: später: („Testability and Meaning“, 1936): Reduktionssätze statt Definitionen.
XII 94
Empirismus/QuineVsCarnap: der Empirismus hat 1. aufgegeben, die Wahrheit über die Natur aus der Sinneserfahrung zu deduzieren. Damit hat er ein wesentlichen Zugeständnis gemacht.
2. hat er die rationale Rekonstruktion aufgegeben, d.h. den Versuch, diese Wahrheiten in Beobachtungsbegriffe und logisch mathematische Hilfsmittel zu übersetzen.
QuineVsPeirce: Angenommen, wir meinten, dass die Bedeutung einer Aussage in dem Unterschied besteht, den ihre Wahrheit für die Erfahrung macht. Könnten wir dann nicht in einem seitenlangen Satz der Beobachtungssprache alle Unterschiede formulieren, die die Wahrheit ausmachen könnte, und könnten wir dies dann nicht als Übersetzung betrachten?
Problem: diese Beschreibung könnte unendlich lang sein, sie könnte dann aber auch in einer unendlichen Axiomatisierung eingefangen werden.
Pointe: damit gibt der Empirist die Hoffnung auf, dass sich die empirische Bedeutung typischer Aussagen über die Realität sich ausdrücken lässt.
Quine: das Problem ist nicht eine zu hohe Komplexität für eine endliche Axiomatisierung, sondern der Holismus:
XII 95
Bedeutung/QuineVsPeirce: was normalerweise Erfahrungsimplikationen hat („Unterschied für die Erfahrung“) betrifft nur Theorien als ganze, nicht einzelne Erfahrungssätze. QuineVsCarnap: auch der „Aufbau“ müsste einer sein, in dem die Texte, in die logisch mathematische Beobachtungsbegriffe übersetzt werden sollen, ganze Theorien und nicht bloß Terme oder kurze Sätze sind.
rationale Rekonstruktion/QuineVsCarnap: wäre eine merkwürdige „Übersetzung“: sie würde das ganze (ganze Theorien) aber nicht die Teile übersetzen!
Statt von „Übersetzung“ sollten wir einfach von Beobachtungsgrundlagen von Theorien sprechen.
pro Peirce: das können wir dann sehr wohl die empirische Bedeutung der Theorien nennen. ((s) Das Zuordnen ganzer Theorien zu Beobachtungen).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Searle Vs Chomsky, N.
 
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John R. Searle
SearleVsChomsky: ging einen Schritt zu weit: er hätte leugnen sollen, daß das Sprachorgan überhaupt eine Struktur hat, die sich als Automat beschreiben läßt. So hat er sich der analytischen Technik ausgeliefert.
Dennett I 555
Sprache/SearleVsChomsky: Man kann den Spracherwerb so erklären: es gibt tatsächlich eine angeborene Spracherwerbsvorrichtung. Es wird aber der Hardware-Erklärung nichts hinzugefügt, wenn man tief unbewußte universalgrammatische Regeln annimmt. Das steigert nicht den Vorhersagewert. Es gibt die nackten, blinden neurophysiologischen Vorgänge und es gibt Bewußtsein,. Darüber hinaus gibt es nichts. ((s) sonst Regress durch Zwischeninstanzen).

Searle I 273
SearleVsChomsky: für die Universalgrammatik gibt es eine viel einfachere Hypothese: Es gibt tatsächlich eine Spracherwerbsvorrichtung. Sie bringt Einschränkungen mit sich, welche Sprachtypen für den Menschen erlernbar sind. Und es gibt eine funktionale Erklärungsebene, welche Sprachtypen das Kleinkind erlernen kann, wenn es diesen Mechanismus anwendet.
Durch unbewusste Regeln wird der Erklärungswert keineswegs gesteigert.

IV 9
SearleVsChomsky/SearleVsRyle: es gibt weder alternative Tiefenstrukturen noch bedarf es spezieller Konversationspotulate.
IV 204
Sprechakttheorie/SearleVsChomsky: oft wird im Anschluss an Chomsky gesagt, die Sprache müsse endlich vielen Regeln gehorchen (für unendlich viele Formen).
VI 205
Das ist irreführend, und war nachteilig für die Forschung. Besser ist dieses Bild: Zweck der Sprache ist die Kommunikation. Deren Einheit ist der illokutionäre Sprechakt. Es geht darum, wie wir von Lauten zu den Akten gelangen.

VIII 411
Grammatik/Sprache/Chomsky/Searle: Chomskys Schüler, (von Searle "Jungtürken" genannt) verfolgen Chomskys Ansatz radikaler über Chomsky hinaus. (s.u.). Aspekte der Syntaxtheorie/Chomsky: (reifes Werk, 1965) ambitiösere Ziele als bisher: Erklärung aller sprachlichen Beziehungen zwischen dem Lautsystem und dem Bedeutungssystem.
VIII 412
Dazu muss die Grammatik aus drei Teilen bestehen: 1. syntaktische Komponente, die die interne Struktur der unendlichen Anzahl von Sätzen beschreibt, (Herz der Grammatik)
2. phonologische Komponente: Lautstruktur. (rein interpretativ)
3. semantische Komponente. (rein interpretativ),.
Auch der Strukturalismus verfügt über Phrasenstrukturregeln.
VIII 414
Dabei wird nicht behauptet, dass ein Sprecher einen derartigen Prozess der Anwendung von Regeln (z.B. "Ersetze x durch y") tatsächlich bewusst oder unbewusst durchläuft. Das anzunehmen wäre eine Verwechslung von Kompetenz und Performanz. SearleVsChomsky: Hauptproblem: es ist noch nicht klar, wie die vom Grammatiker gelieferte Theorie der Konstruktion von Sätzen genau die Fähigkeit des Sprechers repräsentieren und in genau welchem Sinn von "kennen" der Sprecher die Regeln kennen soll.
VIII 420
Sprache/Chomsky/Searle: Chomskys Auffassung der Sprache ist exzentrisch! Entgegen der common sense Auffassung diene sie nicht zur Kommunikation! Statt dessen nur allgemeine Funktion, die Gedanken des Menschen auszudrücken.
VIII 421
Falls Sprache doch eine Funktion hat, so gibt es dennoch keinen signifikanten Zusammenhang mit ihrer Struktur! These: die syntaktischen Strukturen sind angeboren und besitzen keinen signifikanten Zusammenhang mit Kommunikation, obwohl man sie natürlich zur Kommunikation verwendet.
Das Wesentliche an der Sprache ist ihre Struktur.
Bsp Die "Bienensprache" ist überhaupt keine Sprache, da sie nicht die richtige Struktur besitzt.
Pointe: wenn der Mensch eines Tages zu einer Kommunikation mit ganz anderen syntaktischen Formen käme, besäße er keine Sprache mehr, sondern irgendetwas anderes!
Generative Semantik/"Jungtürken"VsChomsky: einer der entscheidenden Faktoren bei der Bildung syntaktischer Strukturen ist die Semantik. Selbst Begriffe wie "grammatisch korrekt" oder "wohlgeformter Satz" verlangen die Einführung semantischer Begriffe! Bsp "Er nannte ihn einen Republikaner und beleidigte ihn".
ChomskyVsJungtürken: Scheinstreit, die Kritiker haben die Theorie lediglich in einer neuen Terminologie reformuliert.
VIII 422
Jungtürken: Ross, Postal, Lakoff, McCawley, Fillmore. These: die Grammatik beginnt mit einer Beschreibung der Bedeutung eines Satzes.
Searle: wenn die Generative Semantik recht hat und es keine syntaktischen Tiefenstrukturen gibt, wird die Linguistik erst recht interessant, wir können dann systematisch untersuchen, wie Form und Funktion zusammenhängen. (Chomsky: hier gibt es keinen Zusammenhang!).
VIII 426
angeborene Ideen/Descartes/SearleVsChomsky: Descartes hat zwar die Idee eines Dreiecks oder der Vollkommenheit als angeboren angesehen, aber von Syntax natürlicher Sprache hat er nichts behauptet. Er scheint ganz im Gegenteil angenommen zu haben, dass Sprache willkürlich ist: er nahm an, dass wir unseren Ideen willkürlich Wörter beilegen!
Begriffe sind für Descartes angeboren, Sprache nicht.
Unbewusstes: ist bei Descartes nicht zugelassen!
VIII 429
Bedeutungstheorie/BT/SearleVsChomsky/SearleVsQuine: die meisten Bedeutungstheorien begehen denselben Fehlschluss: Dilemma:
a) entweder die Analyse der Bedeutung enthält selbst einige zentrale Elemente des zu analysierenden Begriffs, zirkulär. ((s) > McDowell/PeacockeVs: Verwechslung Erwähnung/Gebrauch).
b) die Analyse führt den Gegenstand auf kleinere Elemente zurück, denen seine entscheidenden Merkmale abgehen, dann ist sie unbrauchbar, weil sie inadäquat ist!
SearleVsChomsky: Chomskys generative Grammatik begeht denselben Fehlschluss: wie man von der syntaktischen Komponente der Grammatik erwartet, dass sie die syntaktische Kompetenz des Sprechers beschreibt.
Die semantische Komponente besteht aus einer Menge von Regeln, die die Bedeutungen der Sätze bestimmen, und setzt dabei sicherlich richtig voraus, dass die Bedeutung eines Satzes von der Bedeutung seiner Elemente sowie von deren syntaktischer Kombination
abhängt.
VIII 432
Dasselbe Dilemma: a) Bei den verschiedenen Lesarten mehrdeutiger Sätze handelt es sich lediglich um Paraphrasen, dann ist die Analyse zirkulär.
Bsp Eine Theorie, die die Kompetenz erklären will, darf nicht zwei Paraphrasen von "Ich ging zur Bank" anführen, weil die Fähigkeit, die Paraphrasen zu verstehen, genau die Kompetenz voraussetzt, die sie erklären will! Ich kann die generelle Kompetenz, Deutsch zu sprechen nicht dadurch erklären, dass ich einen deutschen Satz in einen anderen deutschen Satz übersetze!
b) Die Lesarten bestehen nur aus Listen von Elementen, dann ist die Analyse inadäquat: sie kann nicht erklären, dass der Satz eine Behauptung ausdrückt.
VIII 433
ad a) VsVs: es wird behauptet, dass die Paraphrasen lediglich illustrativen Zweck hätten und nicht wirklich Lesarten seien. SearleVs: doch was können die wirklichen Lesarten sein?
Bsp Angenommen, wir könnten die Lesarten als Steinhaufen interpretieren: für einen sinnlosen Satz gar keine, für einen analytischen Satz wird die Anordnung im Prädikat Haufen in dem Subjekthaufen enthalten sein usw.
Nichts in den formalen Eigenschaften der semantischen Komponente könnte uns davon abhalten, aber statt einer Erklärung der Beziehungen zwischen Laut und Bedeutung ieferte die Theorie eine nicht erklärte Beziehung zwischen Lauten und Steinen.
VsVs: wir könnten die wirklichen Lesarten in einem zukünftigen universalen semantischen Alphabet ausgedrückt finden. Die Elemente stehen dann für die Bedeutungseinheiten in allen Sprachen.
SearleVs: dasselbe Dilemma:
a) Entweder ist das Alphabet eine Art neuer künstlicher Sprache und die Lesarten wiederum Paraphrasen, nur diesmal in Esperanto oder
b) Die Lesarten in dem semantischen Alphabet sind lediglich eine Liste von Merkmalen der Sprache. Die Analyse ist inadäquat, weil sie einen Sprechakt durch eine Liste von Elementen ersetzt.
VIII 434
SearleVsChomsky: der semantische Teil seiner Grammatik kann nicht erklären, was denn der Sprecher eigentlich erkennt, wenn er eine der semantischen Eigenschaften erkennt. Dilemma: entweder steriler Formalismus oder uninterpretierte Liste.
Sprechakttheorie/SearleVsChomsky: Lösung: Sprechakte haben zwei Eigenschaften, deren Kombination uns aus dem Dilemma entlässt: sie sind regelgeleitet und intentional.
Wer einen Satz wörtlich meint, äußert ihn in Übereinstimmung mit gewissen semantischen Regeln und mit der Intention, seien Äußerung gerade durch die Berufung auf diese Regeln zum Vollzug eines bestimmten Sprechakts zu machen.
VIII 436
Bedeutung/Sprache/SearleVsChomsky: es gibt keine Möglichkeit, die Bedeutung eines Satzes ohne Berücksichtigung seiner kommunikativen Rolle zu erklären.
VIII 437
Kompetenz/Performanz/SearleVsChomsky: seine Unterscheidung ist verfehlt: er nimmt anscheinend an, dass eine Theorie der Sprechakte eher eine Theorie der Performanz als eine der Kompetenz sein muss. Er sieht nicht, dass Kompetenz letztlich Performanz Kompetenz ist. ChomskyVsSprechakttheorie: Chomsky scheint hinter der Sprechakttheorie den Behaviorismus zu argwöhnen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsQuine Dummett Vs Davidson, D.
 
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Dummett I ~28
DavidsonVsTarski: ... braucht man ein vorheriges Verständnis des Wahrheitsbegriffs. - Nicht aber der Bedingungen! denn diese Kenntnis wird ja durch die Wahrheitstheorie festgelegt werden! Dummett: Was jedoch eingebracht werden muß, ist die Erkenntnis des begrifflichen Zusammenhangs zwischen Bedeutung und Wahrheit.
DummettVsDavidson: Bei Davidson bleibt vieles implizit, z.B. eben dieser Zusammenhang, der von jedem Sprecher benötigt wird. Ohne die genaue Beschaffenheit dieses Zusammenhangs ist mit der Beschreibung der W-Theorie noch keine zulängliche Erläuterung des Bedeutungsbegriffs gegeben. Korr-Th/Koh-Th: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung (WahrheitsBedingungen später durch Theorie festgelegt) - Dummett beide zusammen!
I 142
Da sich der Wortschatz ändert und verschieden eingesetzt werden kann, faßt Davidson nicht mehr die Sprache einer bestimmten Einzelperson als Ausgangseinheit auf, sondern die Disposition zum Sprachgebrauch. DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache vorrangig
I 146
Davidson def Idiolekt (verfeinert): Sprache, Zeitpunkt, Sprecher, bestimmter Hörer. Gäbe es eine Sprache, die nur von einem einzigen gesprochen würde, könnten wir sie alle dennoch lernen. DummettVsDavidson: Dabei bleibt aber ungeklärt: der Zusammenhang zwischen Wahrheit und Bedeutung, genauer: zwischen Wahrheitsbedingungen und Verwendung.
Dummett: jeder Gesprächsteilnehmer hat seine eigene Theorie, was die Wörter bedeuten. Und diese Theorien decken sich oder doch beinahe.
I 187
DummettVsDavidson,DummettVsQuine: Es ist unzulässig, davon auszugehen, daß Bedeutung und Verstehen von der privaten und nicht mitteilbaren Kenntnis einer Theorie abhängen. Es ist nicht natürlich, ausgerechnet den Idiolekt in erster Linie als Werkzeug der Verständigung aufzufassen. Man ist dann eher versucht, einen inneren Zustand der betreffenden Person als dasjenige anzusehen, das den Ausdrücken des Idiolekt ihre jeweiligen Bedeutungen verleiht.
I 149
Bsp Das, was ein Schachzug bedeutet, leitet sich nicht von der Kenntnis der Regeln durch die Spieler her, sondern von den Regeln selbst. DummettVsDavidson: Wenn man Sprachphilosophie als eigentlich Philosophie des Handelns beschreibt, ist nicht viel gewonnen, es ist im Handeln ja nichts für die Sprache spezifisches.

Avramides I 8
DummettVsDavidson: nicht WB, sondern Verifikationsbedingungen. Die Bedeutungstheorie muss erklären, was jemand weiß, der eine Sprache versteht. (Das ist eine praktische Fähigkeit).
I 9
Diese Fähigkeit muss sich manifestieren können, und zwar durch den Gebrauch von Ausdrücken der Sprache. DummettVsDavidson/Avramides: eine realistisch interpretierte Wahrheitstheorie kann keinen Bedeutungsbegriff
I 87
Dummett: spricht davon, eine Klasse von Sätzen zu übersetzen, die ein fragliches Wort enthalten. DavidsonVsDummett: diese Klasse weitet sich automatisch zur ganzen Sprache aus! (Holismus). (s) Es gibt also sozusagen diese "Klasse relevanter Sätze" nicht.
DavidsonVsDummett/Avramides: dennoch glaubt auch Davidson, dass man ein Korpus verbundener Sätze braucht, nur differiert er mit Dummett darüber, wie man es identifiziert. Es mag Sätze geben, die das untersuchte Wort nicht enthalten, aber dennoch Licht auf es werfen. Es mag auch wichtig sein zu wissen, in welchen Situationen das Wort geäußert wird.
Lösung: "Übersetzung ohne Ende".
EMD II 108
Wahrheitstheorie/WT/Dummett: Es gibt sicher einen großen Bereich der nicht klassischen Logik für den es möglich ist eine WT zu konstruieren, die triviale W Sätze liefert. DummettVsDavidson: wann immer das getan werden kann, ist die Situation exakt umgekehrt wie sie für eine Davidsonsche WT gefordert wird. Ein triviales Axiom für jeden Ausdruck zeigt nicht selbst das Verständnis, sondern schiebt die ganze Aufgabe des Erklärens in die Theorie des Sinns, die erklärt, was es bedeutet, die Proposition zu erfassen, die von dem Axiom ausgedrückt wird.

Putnam I 148
Wahrheit/Dummett: weder Tarskis Wahrheitstheorie noch Davidsons Bedeutungstheorie hat (bei Annahme einer geist unabhängigen Welt) irgendeine Relevanz für die Wahrheit oder Falschheit dieser metaphysischen Ansichten. DummettVsDavidson: man muss fragen, worin diese "Kennen der Wahrheitstheorie" denn selbst bestehe.
Einige (naturalistische) PhilosophenVsDummett: der Geist denkt eben bewusst oder unbewusst die Aussagen.
VsVs: aber wie denkt er sie denn, in Worten? Oder in Gedankenzeichen? Oder soll der Geist ohne Repräsentationen direkt erfassen, was es bedeutet, dass Schnee weiß ist?

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsQuine Fodor Vs Davidson, D.
 
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IV 68
Problem: der logische Apparat, den die Metasprache braucht, um korrekte W Sätze zu produzieren, produziert automatisch auch unbestimmt viele unkorrekte W Sätze. Fodor/Lepore VsDavidson: es gibt zur Zeit keine Vorschläge, wie ein theorie neutraler Begriff von kanonischer Ableitung aussehen sollte!
IV 69
Daher weiß man dann nicht, was als kanonische Ableitung zählen soll, wenn die Syntax von Wahrheitstheorie (WT) zu WT variiert. "Kanonisches Axiom"/Fodor/Lepore: so etwas würde sicher keinen Sinn machen: außerdem würde das Problem der angehängten logischen Wahrheit sofort auch dieses Axiom identifizieren.
Q: hängt gar nicht davon ab, dass die logische Wahrheit LW hinten, also auf der rechten Seite angehängt ist.,
QuineVsDavidson: zeigt, dass es auch früher eingeschmuggelt werden kann: Bsp
(x)(x erfüllt "ist weiß" dann und nur dann, wenn (x ist weiß und LT).
könnte als Axiom genommen werden, und dann wäre die Ableitung von Q ein "kanonischer Beweis".
Das zeigt erneut, dass die Kompositionalität keine hinreichende Bedingung ist, um das Extensionalitätsproblem auszuschließen.
Bsp Angenommen, die Schwierigkeiten wären soweit gelöst, dann hätten wir ein Argument, dass eine WT, die W beinhaltet und eine WT, die T beinhaltet unterschieden werden können dann (und vielleicht auch nur dann), wenn die Sprache L Sätze beinhaltet, in denen "Schnee", "weiß", "Gras", und "grün" in Konstruktionen mit Demonstrativa vorkommen.
Das scheint eine holistische Konsequenz zu sein.
Vs: aber das ist verfrüht.
Sprache/Radikale Interpretation/RI/Davidson/Quine: These: nichts kann überhaupt eine Sprache sein, was nicht der RI zugänglich ist!
D.h. eine korrekte WT muss durch diejenigen Belege herausgefunden werden können, die die Beobachtung erlaubt.
Fodor/Lepore VsQuine/Fodor/Lepore VsDavidson: es ist nicht vernünftig, dieses Prinzip aufzustellen: im Gegenteil, wenn man die RI so versteht, ist es vorstellbar, dass eine perfekt koshere Sprache wie das Englische gar keine Sprache ist!
Dann gibt es also zwei mögliche Weisen, die Gleichsetzung der Belege für die Auswahl einer WT mt Belegen über Sprecherverhalten zu rechtfertigen:
1. dass das Kind und der Feldlinguist damit Erfolg haben. A fortiori muss es dann möglich sein.
IV 74
Vs: das ist aber trügerisch. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Wahl der WT nur durch die verfügbare Verhaltensbeobachtung determiniert wird, zusammen mit so etwas wie einem Kanon. Linguistik/Fodor/Lepore: die reale Linguistik versucht immer, so etwas wie die Intuitionen ihrer Informanten auszubeuten, ist also nicht in der epistemischen Situation der RI.
Sie hat einen Hintergrund sehr machtvoller theoretischer Vermutungen.
Aus Sicht der RI ist dieser Hintergrund zirkulär: die Belege für die Akzeptanz dieser Vermutungen (Hintergrund) ist der bisherige Erfolg des Linguisten. (>hermeneutischer Zirkel).
Dazu gehören auch Vermutungen über kognitive Psychologie, Universalien, usw.
IV 84
Fodor/Lepore VsDavidson: seine Idee, dass W Sätze selbst Gesetze sein könnten, ist nicht plausibel. Selbst wenn sie es wären, gäbe es keine garantierte Inferenz von der Gesetzesartigkeit der W Sätze auf den Inhaltsholismus. W Sätze sind keine Gesetze. Wie könnten sie es, angesichts der Konventionalität der Sprache!
IV 98
"Sam glaubt, dass Schnee weiß ist" ist wahr, dann und nur dann, wenn Sam glaubt, dass Schnee F ist. Prinzip der Nachsicht/Fodor/LeporeVsPdN/Fodor/Lepore VsDavidson: das PdN hilft hier gar nicht! Wenn wir Sam interpretieren als glaubend, dass Schnee weiß ist und glaubend, dass Schnee F ist, macht beides Sams Glauben wahr!
IV 100
PdN/RI/Fodor/Lepore VsDavidson: wir haben nur einen Fall gesehen, wo das PdN auf die RI angewendet werden könnte: wenn es Ausdrücke gibt, die 1. nicht in token reflexiven Äußerungen vorkommen
2. diese syntaktisch atomistisch sind.
Die Interpretation solcher Ausdrücke kann nicht durch ihr Verhalten in token reflexiven Äußerungen fixiert werden. , sie kann auch nicht durch die Kompositionalität der Interpretationen ihrer Teile gewonnen werden.
IV 101
wir wissen gar nicht ob es solche Formen gibt. Bsp Vielleicht "Proton" . In solchen Fällen wäre dann das PdN nichteliminierbar.
> Verhalten/Wunsch IV 120ff

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsQuine Quine Vs Davidson, D.
 
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Willard V. O. Quine
Davidson I 42
QuineVsDavidson: antwortete in "Der Kerngedanke des dritten Dogmas" (Th. und Dinge): Davidsons Darstellung seines Dualismus von Schema und Inhalt involviere eine Trennung von Begriffsschema und Sprache, aber er habe nicht an Trennung gedacht sondern der Begriff des uninterpretierten Inhalts sei nötig, um den Begriffsrelativismus begreiflich zu machen.
Davidson II 92
Quine: privilegierter Zugang - Davidson Handlung/QuineVsDavidson: "well-swept ontology": nicht mehr als physikalische Objekte und Klassen. ((s) Also Handlung kein Gegenstand, aber Ereignis?) (> Ontologie).
II 97
Eine Identitätsaussage "a = b" für Ereignisse ist genau dann wahr, wenn a und b identische Ursachen und Folgen haben.
II 98
Idee: daß er kausale Nexus aller Ereignisse eine Art Koordinatensystem analog dem von materiellen Dingen in Raum und Zeit aufspannt, in dem jedes Ereignis eindeutig bestimmt ist. QuineVsDavidson: das Kriterium setze bereits voraus, daß wir wissen, was es uns erst sagen soll. Ursachen und Folgen sind wieder Ereignisse, und jedes Ereigniss hat genau eine Platz im Netz. Unendl. Regreß. Davidson verwirft daraufhin seine Idee. Er übernimmt Quines Identitätskriterium, für materielle Objekte: Eine Identitätsaussage "a = b" für materielle Objekte ist genau dann wahr, wenn a und b dieselben Raum-Zeit-Koordinaten haben.

Quine II 56
Empirismus/Quine: Reize machen nicht wahr, sondern führen zu verbrieften Überzeugungen. Quine: Davidson hat recht, dass Tarski nichts hinzuzufügen ist, wenn es um den Wahrheitsbegriff geht.
QuineVsDavidson: Worin ich jedoch eine Verquickung von Wahrheit und Glauben verspüre, ist dass Davidson wenn er von "Erfahrungsgesamtheit" und "Oberflächenreizung" spricht, keinen Unterschied macht zwischen diesen und den "Tatsachen" und der "Welt".
Quine: Erfahrung und Oberflächenreizungen sollen nicht Grundlage der Wahrheit abgeben, sondern Grundlage der verbrieften Überzeugung.
Empirismus: Wenn der Empirismus als Wahrheitstheorie gedeutet wird, dann ist es zu recht, dass Davidson ihm das dritte Dogma unterstellt und verwirft, zum Glück geht damit der Empirismus als Wahrheitsteheorie über Bord.
Empirismus: Als Theorie der Belege bleibt uns der Empirismus jedoch erhalten. Allerdings minus die beiden alten Dogmen.
Quine: das Dritte Dogma bleibt unangetastet: jetzt allerdings mit Bezug auf verbriefte Überzeugungen! Es hat sowohl einen deskriptiven, als auch einen normativen Aspekt. Und in keinem dieser Aspekte kommt es mir vor wie ein Dogma. Es ist das, wodurch wiss. Theorie zum Teil empirisch wird, nicht bloß ein Streben nach innerer Kohärenz.

Quine VI 57
proximal/distal/DavidsonVsQuine: der Reiz sollte lieber in der gemeinsamen Welt lokalisiert werden als an den privaten Außenflächen des Körpers. Die Welt sollte die gemeinsame Ursache sein. Lieber eine gemeinsame Situation als ein Kaninchen oder irgendein Körper. Wir sollten uns eine Ontologie von Situationen zu eigen machen.
VI 58
proximal/distal/QuineVsDavidson: ich bleibe lieber dabei, unsere Reizungen am neuralen Input festzumachen. Mich interessiert ja gerade die Frage des Transports der Wahrnehmungsindizien von den Nervenenden bis zur Proklamation der Wissenschaften. Mein Naturalismus würde es mir (wenngleich nicht dem interpretierten Individuum) erlauben, mich freizügig auf Nervenenden, Kaninchen oder beliebige sonstige physikalische Objekte zu beziehen.
VI 59
"Gemeinsame Situationen" sind mir zu vage.
VI 62
private Reizbedeutung/QuineVsDavidson: ich lokalisiere sie nach wir vor an den Außenflächen des Individuums (proximal): damit bleiben auch seine Reizbedeutungen privat. Es wäre mir im Grunde völlig gleichgültig, wenn sie so idiosynkratisch ausfielen wie die internen Nervenstrukturen der Individuen selbst!
VI 63
Draußen an der Luft haben wir es jedenfalls mit unserer allgemein zugänglichen Sprache zu tun, die ein jeder von uns ungehindert auf seine je eigene Weise neuronal internalisieren mag.
VI 136
Theorie/empirische Äquivalenz/empirisch äquivalent/Quine: : wir schränken unsere Betrachtung nun auf globale Weltsysteme ein, um die Frage nach der der Einbettung beider Theorien in einen umfassenden Kontext zu vermeiden. Bsp wir stellen uns also ein alternatives Globalsystem vor, dass mit unserem empirisch äquivalent ist, aber auf exotischen Termen beruht.
VI 137
Wenn diese Theorie genauso einfach wie unsere ist, eliminieren wir alle exotischen Terme wie "Phlogiston" oder "Entelechie", da sie keine Vorhersagekraft haben. Hier greifen also tatsächlich Kohärenzerwägungen! (>Kohärenztheorie).
Tatsächlich gibt es aber Fälle, wo wir auf theoriefremde Elemente zurückgreifen: Bsp Computer zur Lösung des Vierfarbenproblems, Bsp zusätzliche Wahrheiten der Zahlen Theorie durch Exkurse in die Analysis.
Angenommen,, die alternative Theorie sei genauso einfach. Die exotischen Terme decken aber keine neu hinzukommenden beobachtbaren Sachverhalte ab.
VI 138
Quine: empfiehlt den "sezessionistischen" Standpunkt: man verwerfe alle Kontexte, in denen die exotischen Terme vorkommen. Durch diese Ungleichbehandlung rechtfertigen wir zwar nicht damit, dass unsere eigene Theorie die elegantere ist, doch wir können geltend machen, dass wir über unsere eigene Theorie hinaus keinen Zugang zur Wahrheit haben. Der umgekehrte Standpunkt wäre der ökumenische: beide Theorie wären demnach zugleich wahr.
VI 139
Davidson: Variante: man lasse beide Theorien gelten und fasse das Wahrheitsprädikat so auf, dass es in einer umgreifenden und theorieneutralen Sprache, in der beide Theorien formuliert sind, zitattilgend operiert. QuineVsDavidson. das wirft Fragen im Hinblick auf die umfassende Sprache auf. die Variablen müssten sich weiter erstrecken, aber wieviel weiter? Wie stünde es mit der Wahrheit? Wir müssen hier irgendwo Einhalt gebieten. Wir wollten ja keine dritte Theorie.
Der sezessionistische Standpunkt kann ebenso gut den gleichen Anspruch der konkurrierenden Globaltheorien würdigen. Das Gütezeichen des Berechtigtseins, wenn auch nicht der Wahrheit, vermag er nach wie vor unparteiisch zu vergeben.
VI 140
Er kann auch zwischen beiden Theorien wechseln, und jeweils solange die Terme der anderen Theorie für sinnlos, die der eigenen für wahr erklären.
XI 156
Ereignis/Identität/QuineVsDavidson/Lauener: die Identität von Ereignissen ist ein Pseudoproblem.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsQuine Quine Vs Descartes, R.
 
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Willard V. O. Quine
I 56
Die Wahrheitszuschreibungen sitzen im selben Boot wie die wahren Sätze selbst. QuineVsDescartes: Selbst wenn wir mitten im Philosophieren sind, behalten und verwenden wir - anders als Descartes - unsere augenblicklichen Überzeugungen bis wir sie hier und da aufgrund der wissenschaftlichen Methode verbessern.

Stroud I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymy) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein „einziger Punkt“ ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkepticismVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine McDowell Vs Duhem, Pierre
 
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I 188
Theorie/Quine/Duhem: die Anfechtbarkeit durch Erfahrung (Bsp hier ist ein schwarzer Schwan) kann nicht unter den Sätzen der Theorie verteilt werden. McDowell: das ist tatsächlich ein Argument für die Unbestimmtheit der Bedeutung!
McDowellVsQuine: aber das Argument ist nur dann haltbar, wenn unsere Erfahrungssprache von der Theoriesprache unterscheidbar ist, so daß die relevante Erfahrung nicht schon sozusagen die Theoriesprache spricht.
I 189
Theoriesprache/Beobachtungssprache/McDowellVsQuine: nun kann es sein, daß beide tatsächlich unterscheidbar sind. Dann wäre die Beobachtungsbedeutung eines einzelnen theoretischen Satzes unbestimmt. Aber wir könnten daraus keine allgemeine Bedeutungsunbestimmtheit ableiten! Wenn wir das versuchen, sind wir mit dem Dritten Dogma konfrontiert.
Dann stehen wir vor einem Grenzfall der Trennung der Sprachen: wir schieben die ganze Bedeutung in die Theorie und lassen die Erfahrung überhaupt keine Sprache mehr sprechen. Dann fehlt natürlich die rationale Beziehung.
Diese rationale Beziehung brauchen wir aber für Duhems Argument. Diese kann nun bloß noch lokaler Natur sein.
Indem wir uns den Weg durch das Dritte Dogma bahnen, stutzen wir Duhems Gedanken auf die richtige Größe zurecht.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsQuine Davidson Vs Empirismus
 
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I 48
Belege/Davidson: was ist denn nun genau die Rolle der Belege (bei Quine sinnlich wahrnehmbare Auslöser)? Bei Quine nicht deutlich, wir müssen herausfinden, wie Sinnesreizungen die Bedeutung - den Inhalt - der Beobachtungssätze bestimmen.
I 60
Belege/DavidsonVsQuine: Wir können nicht sagen daß die Sinnesreizungen die Belege seien, da der Akteur sie weder beobachten noch über sie Bescheid wissen kann! (>Anderson: Menschen sehen keine Reize!) Ebensowenig kann man sagen, die Sinnesreizungen lieferten die Belege, denn die von ihnen hervorgerufenen Überzeugungen sind keine Basisbelege, sondern beruhen ihrerseits auf solchen Belegen.
Belege/Davidson: es gibt offenbar gar nichts, was man als solche Belege bezeichnen könnte, aber das ist auch nicht sonderlich wichtig. Nach Quine braucht sich die Theorie der Belege nicht um die Belege zu kümmern, sie kann sich damit begnügen, die Beziehungen zu untersuchen zwischen Sinnesreizungen und deren Bejahung und Verneinung. DF innen/außen.
Quine: Zwei Hauptthesen des Empirismus:
1. "alle wirklichen Belege der Wissenschaften sind sinnlich gegebene Belege."
2. "jegliches Einprägen von Wortbedeutungen muß letztlich auf sinnlich gegebenen Belgen beruhen."
DavidsonVsQuine: das läuft auf nichts weiter hinaus als auf einen farblosen Empirismus, mit der Trivialität, daß die Sinnesorgane ausschlaggebend sind.
II 130
Davidson: Der Empirismus lebt von der Unterscheidung zwischen Begriffsschema und Inhalt, Begriffsschemata seien die Arten, Erfahrung zu gliedern, Kategorienssysteme, die Sinnesdaten Gestalt verleihen sollen, Standpunkte, von denen aus Individuen oder Kulturen die "passing show" überblicken. "Uninterpretiertes Gegebenes".

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsQuine Prior Vs Extensionalität
 
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I 48
Extensionalismus/Fehlschluss des/Extensionalität/Extension/extensional/Prior: Ontologie/PriorVsQuine: Existenz als "Wert einer gebundenen Variable zu sein" ist nur ein unbewiesenes Dogma.
Quantoren: es gibt noch ein unbewiesenes Dogma: dass man gemischte Konstruktionen wie "__ ist grün und __" auch " glaubt dass__" nicht in die gleiche Kategorie zählen kann wie die einfachen.
Insbesondere meint man, dass "X glaubt, dass __" nicht in die gleiche Kategorie soll wie "Es ist nicht der Fall, dass__".
D.h. sie sollen angeblich nicht beide einstellige Verbindungen sind.
Der Widerstand kommt von den formalen Logikern, die ihre Systeme dadurch vereinfachen wollen, dass sie sagen, dass wenn die Sätze S1 und S2 denselben Wahrheitswert (WW) haben, dann hat jeder zusammengesetzte Satz, der nur darin differiert, dass er S1 als Teilsatz hat, wo der andere S 2 als Teilsatz hat, auch denselben WW.
Das ist das "Gesetz der Extensionalität".
PriorVsExtensionalität: wenn das Gesetz wahr wäre, dann müssten die beiden folgenden Sätze dasselbe bedeuten:
a) "X denkt, dass Gras pink ist"
b) X denkt, dass Gras purpur ist".
Aber jeder weiß, dass man das eine denken kann, ohne das andere zu denken.
Pointe: "X denkt, dass Gras pink ist" ist kein echter zusammengesetzter Satz mit "Gras ist pink" als Komponente.
Technisch ausgedrückt:
Es ist keine echte Funktion mit "Gras ist pink" als Argument.
Extensionalität/Prior: aber ich kann, abgesehen von einer gewissen Engstirnigkeit daraus nicht ableiten, dass das Gesetz der Extensionalität falsch ist.
Man muss zugeben, dass es eine lange und interessante Geschichte der Logik gibt, in der es zutrifft, so wie die klassische Mechanik in der Physik.
I 49
Andererseits, wenn seine Verteidiger von intuitiver und sofortiger Erkenntnis seiner Wahrheit sprechen, dann kann ich nur sagen, ich habe gegenteilige Intuitionen. Extensionalität/Extension/Lesniewski/Lukasiewicz/Prior: die beiden Schulen sagen uns, dass wenn man die E. fallen lässt, zugeben muss, dass einige Propositionen dann weder wahr noch falsch sind.
Das wird mit der klassisch so begründet, dass es nur vier Fälle gibt,
a) "wahr p": ist immer wahr, ob "p" wahr oder falsch ist,
b) falsch p": umgekehrt
c) Nicht p: dreht den WW um
d) "Behauptet p": wahr, wenn p wahr, sonst falsch.
Außerdem: wenn "p" und "q" denselben WW haben, dann hat Funktion von "p" den gleichen WW wie die Funktion von "q".
Wenn nun eine Funktion dem Gesetz der Extensionalität nicht gehorcht, kann es keine von diesen vieren sein und wenn es andere neben diesen gibt, muss es mehr als zwei Wahrheitswerte geben. (PriorVs).
Vs: der erste Schritt dieses Arguments setzt schon voraus, was es beweisen soll: nämlich, dass die einzige Eigenschaft von "p" , von dem sein WW abhängt, sein WW ist.
Bsp "Wenn X denkt, dass p" eine Funktion von "p" wäre.
Es gibt aber keine Funktionen, die falsch mit wahren Argumenten sind.
I 50
Warum sollte aber nicht der WW von einer Funktion von "p" von anderen Eigenschaften von "p" abhängen als von seinem WW? Zu sagen, das sei unmöglich, wäre dasselbe, wie zu sagen, dass es für jede Funktion fx einer Zahl x, die Frage, ob x > 0 davon abhängt, ob x > 0 ist, was einfach falsch ist.
Bsp fx = x 1: denn in einigen Fälle, wo x > 0 , z.B. x = 2, ist x 1 >0, während in anderen Fällen z.B: x = 1, ist x 1 nicht > o.
Ob also diese Funktion von x selbst > 0 ist, hängt nicht davon ab, ob x selbst > 0 ist, sondern ob x > 1.
Genauso, ob X glaubt, dass p, hängt nicht davon ab ob es der Fall ist oder nicht, dass p.
Prior: warum um alles in der Welt nicht? ((s) Beides stimmt, aber die Analogie muss nicht stimmen.)

I 101
Protothetik/protothetisch/Lesniewski/Prior: unser System ist ein Fragment von Lesniewskis "Protothetik". (20er Jahre). 1. normaler Aussagenkalkül, ((s) p,q..u,v,>,...)
2. Quantorenlogik
3. normale Identitätsgesetze.
Zur vollständigen Protothetik gehört noch das Gesetz der Extensionalität. (Tarski scheint es zu stützen, weil er seine Unabhängigkeit bewiesen hat.
PriorVsExtensionalität.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsQuine Quine Vs Field, H.
 
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Willard V. O. Quine
Field I 128
Quine Putnam Argument/VsField: (s.o. Einleitung): wir müssen die Wahrheit mathematischer Aussagen annehmen, um Wissenschaft betreiben zu können. FieldVs: die einzige Möglichkeit das zu umgehen: zu zeigen, daß die nominalistischen Ressourcen für gute Wissenschaft adäquat sind. Das ist keine Konsequenz der Konservativität.
Field II 202
partielle Signifikation/Field: ist gar nicht so ungewöhnlich: wir wenden sie implizit oft im Fall von vagen Ausdrücken an. Bsp was ist die Extension des Ausdrucks Bsp „großer Mann“ im Deutschen? Hier gibt es keine Tatsache die entscheidet, ob 185 oder 180 cm. Lösung: „großer Mann“ signifiziert partiell eine Menge und partiell andere Mengen. Nämlich die Mengen der Form
{xI x ist ein Mensch größer als h}.
FieldVsQuine: das ist ganz anders als bei Quine.
QuineVsField: es ist nicht nötig, die normalen semantischen Begriffe der Denotation und Signifikation aufzugeben. Stattdessen können wir sie relativieren.
(1) für fremde Sprache: hier brauchen wir nicht darauf zu verzichten, über die Signifikation eines fremden Worts zu sprechen. Aber wir müssen sagen, daß es relativ zum offensichtlichen Übersetzungshandbuch...
FieldVsQuine: das hat aber anscheinend gar keinen Sinn. (1) scheint zu suggerieren, daß wir relative Signifikation so erklären könnte:
(2) Zu sagen, daß ein Term T, der in einer Sprache gebraucht wird, die Menge der Kaninchen signifiziert, relativ zu einem ÜH M, heißt eigentlich, daß M T als „Kaninchen“ übersetzt.
FieldVs: das ist nicht hinreichend.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsQuine Quine Vs Frege, G.
 
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Willard V. O. Quine
Quine I 425
VsFrege: Tendenz zu Gegenstandsorientierung. Tendenz, Sätze Namen anzugleichen und dann Gegenstände zu setzen, die sie benennen sollen.
Quine I 209
Identität/Aristoteles/Quine. Aristoteles dagegen hat die Dinge richtig gesehen: "was immer von dem einen prädiziert wird, sollte auch von dem anderen prädiziert werden." QuineVsFrege: auch Frege in "Über Sinn und Bedeutung" falsch.
QuineVsKorzybski: nochmalige Verdoppelung: Korzybski "1=1" muss falsch sein, weil linke und rechte Seite der Gleichung räumlich verschieden! (Verwechslung von Zeichen und Gegenstand)
"a =b": Wenn man sagt, a=b ist nicht identisch, denn der erste Buchstabe des Alphabets kann nicht der zweite sein: Verwechslung von Zeichen und Gegenstand.
Gleichung/Quine: die meisten Mathematiker würden Gleichungen gerne so ansehen, als setzten sie Zahlen zueinander in Beziehung, die irgendwie gleich aber doch auch verschieden sind. Whitehead hat diese Ansicht einmal verteidigt: 2+3 und 3+2 seien nicht identisch, die unterschiedliche Reihenfolge führe zu unterschiedlichen Gedankenprozessen.(QuineVs) .
I 264
nach Russell "Propositionale Einstellungen": glaubt, sagt, bemüht sich, dass, macht geltend, ist überrascht, befürchtet, wünscht, usw...
I 265
Propositionale Einstellungen schaffen opake Kontexte, in die nicht hineinquantifiziert werden darf. (>) Man darf hier nicht einen sing Term durch einen gleichbezeichnenden Term ersetzen, ohne den Wahrheitswert in Mitleidenschaft zu ziehen. Auch nicht einen allgemeiner Term durch einen gleichumfassenden. Auch Querverweise aus opaken Kontexten heraus sind verboten.
I 266
Frege: in einer Konstruktion mit einer propositionalen Einstellung darf ein Satz oder Terminus keine Wahrheitswerte, keine Klasse und kein Individuum bezeichnen, sondern funktioniert als "Name eines Gedankens" oder Name einer Eigenschaft oder eines "Individuenbegriffs". QuineVsFrege: ich lasse mich auf keinen dieser Schritte ein. Die Störung der Ersetzbarkeit verbiete ich nicht, sondern sehe darin nur einen Anhaltspunkt für eine nichtbezeichnende Funktion.

II 201
Frege betonte den "ungesättigten" Charakter der Prädikate und Funktionen: sie müssen durch Argumente ergänzt werden. (Bedenken gegen verfrühte Vergegenständlichung von Klassen oder Eigenschaften). QuineVsFrege: Frege hat nicht erkannt, dass man allg Term schematisieren kann, ohne dass man Klassen oder Eigenschaften reifiziert. Damals war die Unterscheidung zwischen Schemabuchstaben und quantifizierbaren Variablen noch unklar.
II 202
"so dass" ist ontologisch harmlos. Trotz der traurigen Geschichte der Verwechslung von allgemeinen Termini und Klassennamen, schlage ich vor, die Schreibweise für den harmlosen Relativsatz aus der Mengenlehre zu nehmen und zu schreiben:
"{x:Fx} und "ε" für die harmlose Kopula "ist ein". (Enthaltensein)
(Also die Umkehrung von "so dass").
Dann bestreiten wir einfach, damit auf Klassen Bezug zu nehmen!
Eigenschaften specken wir ab, sie werden wegen der wohlbekannten Vorteile der Extensionalität zu Klassen.
Die Quantifikation über Klassen begann mit einer Verwechslung des Allgemeinen mit dem Singulären.
II 203
Man erkannte später, dass nicht jedem allg Term seine Klasse zukommen könne, wegen der Paradoxien. Die Relativsätze (geschrieben als Terminusabstrakta "{x:Fx}") oder so dass Sätze konnten auch weiterhin in der Eigenschaft allgemeiner Termini ohne Einschränkung weiter fungieren, doch einigen von ihnen konnte man nicht gestatten, als Klassennamen eine Doppelfunktion auszuüben, während andere das konnten. Entscheidend ist, welche Mengenlehre man übernehmen will. Bei der Spezialisierung eines quantifizierten Ausdrucks darf eine Variable nicht durch ein Abstraktum wie "{x:Fx}" ersetzt werden. Ein solcher Schritt würde eine Prämisse der Form (1) voraussetzen, und das wäre eine höhere Form der Logik, nämlich Mengenlehre:
(1) (Ey)(y ={x:Fx})
Diese Prämisse sagt uns, dass es eine solche Klasse gibt. Und an diesem Punkt geht die Mathematik über die Logik hinaus!
III 98
Term/Terminologie/Quine: "Termini" hier als allgemeine absolute Termini, in Teil III einstellige Prädikate.
III 99
Termini sind niemals Sätze. Term: ist neu in Teil II, weil wir erst hier beginnen, Sätze zu zerlegen.

Zutreffen: Termini treffen zu.
Kentaur/Einhorn/Quine: "Kentaur" trifft auf jeden Kentauren zu und sonst gar nichts, also auf gar nichts, da es keine Kentauren gibt.
III 100
Zutreffen/Quine: Problem: "böse" trifft nicht auf die Qualität der Bosheit zu und auch nicht auf die Klasse der bösen Menschen, sondern nur auf jeden einzelnen bösen Menschen.
Term/Extension/Quine: Termini haben Extensionen, aber ein Term ist nicht die Bezeichnung seiner Extension.
QuineVsFrege: ein Satz ist nicht die Bezeichnung seines Wahrheitswertes (WW). ((s) Frege: "bedeutet" - nicht "bezeichnet").
Quine: Vorteil: dann müssen wir keine abstrakten Klassen annehmen.

VII 108
Variablen/Quine: "F" usw.: nicht bindbar! Sie sind nur Scheinprädikate, Leerstellen im Satzdiagramm. "p", "q", usw.: stehen für ganze Aussagen, sie werden manchmal so angesehen, als brauchten sie Entitäten, deren Namen diese Aussagen sind.
Proposition: diese Entitäten werden manchmal Propositionen genannt. Das sind eher hypothetische abstrakte Entitäten.
VII 109
Frege: alternativ: seine Aussagen benennen immer die eine oder die andere von genau zwei Entitäten: "das Wahre" oder "das Falsche". Die Wahrheitswerte. (Frege: Aussagen: Namen von WW.) Quine pro Frege: besser geeignet, um das Ununterscheidbare zu unterscheiden. (s.o.: Maxime, WW ununterscheidbar im propositionalen Kalkül (s.o. VII 71).
Propositionen/Quine: wenn sie notwendig sind, sollten sie besser als Namen von Aussagen angesehene werden.
Alltagssprache/Quine: am besten kehren wir zur Alltagssprache zurück:
Namen sind eine Art von Ausdruck und Aussagen eine andere!
QuineVsFrege: Sätze (Aussagen) müssen nicht als Namen angesehen werden und
"p", "q" nicht als Variablen, die Entitäten als durch Aussagen benannte Entitäten als Werte annehmen.
Grund: "p", "q" usw. sind keine gebundenen Variablen! Bsp "[(p > q) . ~p] > ~p" ist kein Satz, sondern ein Schema.
"p", "q", usw.: überhaupt keine Variablen in dem Sinne, dass sie Werte annehmen könnten! (VII 111)

VII 115
Namen/QuineVsFrege: es gibt keinen Grund, Aussagen als Namen von Wahrheitswerten oder überhaupt als Namen zu behandeln.
IX 216
Induktion/Fregesche Zahlen: diese sind anders als die von Zermelo und von von Neumann gegen den Ärger mit der Induktion gefeit (zumindest in der TT), und mit ihnen müssen wir sowieso in NF arbeiten. New Foundations/NF: ist aber wesentlich eine Abschaffung der TT!
Problem: die Abschaffung der TT lädt einige unstratifizierte Formeln ein. Damit kann der Ärger mit der Induktion wieder auftreten.
NFVsFrege: ist andererseits befreit von dem Ärger mit der Endlichkeit, den die Fregesche Arithmetik in der TT berührte. Dort wurde ein UA gebraucht, um die Eindeutigkeit der Subtraktion zu gewährleisten. (Sonderzeichen)
Subtraktion/NF: hier gibt es kein Problem der Uneindeutigkeit, denn NF hat unendliche Klassen - vor allem ϑ - ohne ad hoc-Forderungen.

Ad 173 Anmerkung 18:
Sätze/QuineVsFrege/Lauener: benennen nicht! Daher können von ihnen keine Namen (durch Anführungszeichen) gebildet werden.
XI 55
QuineVsFrege/Existenzgeneralisierung/Modallogik/notwendig/Lauener: Lösung/FregeVsQuine: das ist ein Fehlschluss, weil in ungeraden Kontexten eine Verschiebung zwischen Bedeutung und Sinn stattfindet. Hier referieren Namen nicht auf ihren Gegenstand, sondern ihren normalen Sinn. Das Substitutionsprinzip bleibt nämlich gültig, wenn wir für „)“ einen synonymen Ausdruck einsetzen.
QuineVsFrege: 1. wir wissen nicht, wann Namen gleichbedeutend sind. (Synonymie).
2. in Formeln wie Bsp „(9>7) u N(9>7)“ kommt „9“ sowohl innerhalb als auch außerhalb des MO vor. So dass durch existentielle Generalisierung
(Ex)((9>7) u N(9>7))
herauskommt und das ist unverständlich. Denn die Variable x kann in der Matrix nicht beide Male für das gleiche Ding stehen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Millikan Vs Frege, G.
 
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I 102
Abbildungsrelation/Sprache/Millikan: wir beginnen damit, dass wenigstens einige Wörter mit Gegenständen koordiniert sind. Entsprechend korrespondieren wahre Sätze mit Tatsachen in der Welt.
Problem: falsche Sätze korrespondieren keiner Tatsache. Frage: wie können Wörter, die einzeln sehr wohl Gegenständen korrespondieren so zusammengesetzt werden, dass am Ende der ganze Satz nicht korrespondiert?
Bsp „Theaitetos fliegt“: „Theaitetos“ korrespondiert Theaitetus“, „fliegt“ korrespondiert fliegen.
falsche Lösung: zu sagen, dass es an der Relation zwischen Theaitetos und dem Fliegen läge. Denn die Relation korrespondiert schon etwas, dies kann instantiiert (Bsp zwischen Theaitetos und Gehen) oder uninstantiiert sein. Alles korrespondiert mit etwas - nur nicht der gesamte Satz „Theaitetos fliegt“.
Lösung/Frege: er verband sing Term mit „Werten“, die die Gegenstände in der Welt waren.
I 103
Satz/Frege/Millikan: interpretierte er damit ähnlich wie Namen, als komplexe Zeichen, die am Ende das Wahre oder das Flasche bezeichneten. (Millikan pro Frege: “elegant!”) Lösung/Wittgenstein/WittgensteinVsFrege/Millikan: (Millikan: besser als Frege): Komplex aRb, wobei im Fall vom falschen Sätzen die Korrespondenz mit der Welt fehlt.
Korrespondenz/Wittgenstein/Millikan: das ist aber ein anderer Sinn von „korrespondiert“! D.h. Wörter sollen anders mit Dingen korrespondieren, als Sätze mit der Welt. ((s) doppelter Unterschied: 1. aRb anders als 2. sLw!. Es hätte ja auch schon einen Unterschied gemacht, wenn man aRb und sRw gegenübergestellt hätte.).
((s) Sinn/Wittgenstein/(s): entspricht der Möglichkeit von Abweichungen.)

I 190
real value/indexikalischer Adaptor/Kennzeichnung/Millikan: Bsp „der ___ N der….“ indexikalischer Adaptor: muss ein real value von „N“ sein in dem eingebetteten Satz „N ist…“ .und ein real value von „das“ im eingebetteten Satz „das…“
fokussierte Eigenfunktion/EF: in einen inneren Namen übersetzt zu werden, der das Individuum N benennt. Diese hat die gesamte Kennzeichnung, wenn sie richtig adaptiert ist.
intentionales Icon: Bsp „der ___m der…“ enthält damit zwei intentionale Icons bzw. Abbildungen auf Tatsachen. Aber diese unterscheiden sich vom Zweck des Satzes als ganzem bzw. eines Teilsatzes.
eingebetteter Satz: will nicht bloß den Hörer in eine Tatsache einführen, sondern zeigen, zu welcher komplexen Kategorie dasjenige gehört, dem das Subjekt im unabhängigen Satz korrespondiert, das den eingebetteten Satz enthält.
Referent; so wird der Referent einer Kennzeichnung bestimmt.
Sinn/Millikan: jetzt wird klar, warum ich den Sinn die regeln genannt habe. Denn die verschiedenen Kennzeichnungen unterscheiden sich in Bezug auf die Regeln, selbst wenn sie denselben Referenten haben.
Fregescher Sinn/Millikan: diese Differenz der Regeln ist die Differenz im Sinn.
Sinn/Referent/MillikanVsFrege: aber einen Referenten zu haben ist bloß einen Sinn einer bestimmten Art zu haben. Damit gibt es etwas, das vorher schon unterschieden wurde, bevor der Sinn des Rests des Satzes identifiziert wurde.
I 191
Referent/Sinn/Millikan: aber das Haben von Sinn bzw. eines Referenten sind sehr ähnliche Arten von „Haben“.
I 274
Eigenschaft/Gegenstand/Prädikat/Substanz/Individuum/Ontologie/Millikan: Strawsons Unterscheidung zwischen „monogamen“ und „nichtmonogamen“ Entitäten ist nicht absolut, sondern relativ: Gegenstand/Ding: Bsp wenn mein Ring aus Gold ist, kann er nicht gleichzeitig aus Silber sein.
polygam: ist Gold relativ zu meinem Ring ((s) Er hätte auch aus Silber sein können – das Gold hätte zu einem anderen Gegenstand gehören können.). Dann ist Gold eine Eigenschaft (im Gegensatz zu einer anderen) und mein Ring eine Substanz.
Aber relativ zu anderen Substanzen scheint die Identität von Gold wie die Identität eines Individuums zu sein.
Ontologie/MillikanVsFrege/MillikanVsRussell: die starre Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand bzw. Einzelding und Eigenschaft müssen wir fallenlassen.
I 275
Variante: nicht nur Prädikate sind Varianten in Weltzuständen, sondern auch Substanzen bzw. Individuen (sie können ausgetauscht werden). Substanz: wenn wir Gold als eine Eigenschaft auffassen, hindert das nicht, es auch als eine Substanz aufzufassen. Wie Aristoteles meinte:
Individuen/Aristoteles/Millikan: sind bloß primäre Substanzen, nicht die einzigen Substanzen, die es gibt, D.h. Substanzen, die nicht Eigenschaften von etwas anderem sind.
Substanz/ Millikan. ist eigentlich eine epistemische Kategorie.
Substanz/Millikan: Bsp Gold, Bsp Hauskatze, Bsp 69er Plymouth Valiant 100.
Substanz/Kategorie/Millikan: Substanzen fallen in Kategorien, definiert durch die Ausschließlichkeitsklassen, in Hinblick auf die sie bestimmt sind.
Bsp Gold und Silber fallen in dieselbe Kategorie, weil sie zu denselben Ausschließlichkeitsklassen gehören: einen Schmelzpunkt haben, Atomgewicht, usw.
Millikan I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsQuine Wessel Vs Frege, G.
 
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I 27
Syntaktik/Syntax/Wessel: manche behaupten, in der Syntaktik würden "sinnfreie" Zeichen untersucht. (Klaus/Buhr, 1969) WesselVs: das ist eine verzerrte Vorstellung von Sprache: man kann Syntax, Semantik und Pragmatik gar nicht trennen: es gibt keine "sinnfreien Zeichen", weil ein physischer Gegenstand, der nichts bedeutet, eben kein Zeichen ist.
Semantik: die Bedeutung des Terminus "Tisch" kann nicht als besonderer Gegenstand angesprochen werden, den es gilt, irgendwo zu suchen.
WesselVsFrege: man kann ja nicht sagen: "Die Bedeutung des Terminus "Müller" geht spazieren"

I 157
Wahrheitswertlücken/Wessel: liegen vor, wenn der Gegenstand, dem Eigenschaften zu oder abgesprochen werden sollen, überhaupt nicht existiert. WesselVsFrege: ein Satz mit leerem Subjektterminus ist nicht bedeutungslos, er kann auch nicht wahr sein, aber er muss deswegen nicht ohne Wahrheitswert sein.

I 352
Intension/WesselVsFrege/WesselVsQuine: Vs Unterscheidung Intension/Extension: hilft bei den Problemen nicht weiter. Allein der Hinweis, dass es sich um intensionale Kontexte handelt, reicht nicht.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsQuine Quine Vs Geach, P.
 
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Willard V. O. Quine
V 18
Wahrnehmung/Quine: hat mehr mit Bewusstsein zu tun als Rezeption von Reizen. Aber auch sie ist Verhaltenskriterien zugänglich. Sie zeigt sich in der Konditionierung von Reaktionen.
V 18/19
Dispositionen/Quine: durch Konditionierung entstandene Gewohnheiten.
V 89
Identität/Geach: (Reference and generality, p. 39f): ist nur bezüglich eines allg Terms sinnvoll wie Bsp "derselbe Hund". QuineVsGeach: das trifft sicher auf den Anfang des Sprachlernens zu.
Identität/Zeigen/Quine: Problem: es hat keinen Zweck, zweimal zu zeigen und zu sagen, "Dies ist dasselbe wie jenes". Dann könnte man immer noch fragen. "Dasselbe was?".
Bsp man hätte einmal auf den Hund und einmal bloß auf das Ohr zeigen können.
Lösung: man kann ohne weiteres sagen a sei identisch mit b. Ob a derselbe Hund oder dasselbe Ohr ist, hängt davon ab, ob a ein Hund oder ein Ohr ist.
QuineVsGeach: damit wird sein Relativismus unhaltbar, wenn man sich an die Identitätsredeweise gewöhnt hat.
Identität/Quine: ist aber in einem tieferen Sinn immer noch relativ. (s.u. § 30)

V 129
Pronomina/Pronomen/Quine: sind das Urbild der Variablen in Logik und Mathematik. Alltagssprache: hier sind Pronomina wichtiger Teil von Relativsätzen.
Relativsatz/Sprachlernen/Quine: Bsp "Ich kaufte Fido von einem Mann, der ihn gefunden hatte".
Funktion: der Relativsatz ermöglicht, den Gegenstand von dem zu trennen, was der Satz von ihm aussagt.
Relativsatz: wird zum allg Term, wenn man das Pronomen für den Namen des Gegenstands voranstellt: Bsp "den ich von einem Mann kaufte, der ihn gefunden hatte" ist ein allgemeiner Term!
Dieser allg Term sagt von Fido dasselbe wie der ursprüngliche Satz.
Relativsatz/GeachVsQuine: (Reference and generality, S. 115 122, außerdem “Quines syntaktische Einsichten”).
Relativpronomen/Geach: stattdessen im Sinne von „und er“ auffassen: Bsp „Ich kaufte Fido von einem Mann und er hatte ihn gefunden". ((s) parataktische Analyse).
Oder auch mit "wenn er" oder "da er".
V 130
Das nennt Geach die "Lateinsatz-Theorie" (latin prose theory). Def Lateinsatztheorie/Geach: These: es ist falsch, "der ihn gefunden hatte" überhaupt als Terminus oder eigenständige grammatische Entität anzusehen.
Eselssatz/Geachs Esel/Quine: Bsp
Jeder Mensch der einen Esel besitzt, schlägt ihn;
Mancher Mensch, der einen Esel besitzt schlägt ihn nicht.
Problem: das würde in Unsinn übergehen:
Jeder Eselbesitzer schlägt ihn
Mancher Eselbesitzer schlägt ihn nicht.
Lösung/Geach: Analyse des Relativpronomens "der" mit "wenn er":
Jeder Mensch, wenn er einen Esel besitzt, schlägt ihn.
Bsp (von Emmon Bach): ((s) >Brandom, Bach Peters Sätze)
Ein Junge, der ihr etwas vormachte, küsste ein Mädchen, dass ihn liebte.
Geach: hier kann man „Junge der ihr etwas vormachte“ nicht als eigenständigen Terminus behandeln, da dann das freischwebende Pronomen "ihr" keine Referenz hätte, auch nicht auf "Mädchen, das ihn liebte", weil das freischwebende Pronomen "ihn" dann keine Referenz hätte.
Lösung/Geach:
Ein Junge küsste ein Mädchen, und sie liebte ihn wirklich, aber er machte ihr bloß etwas vor.
Quine: pro Geach.
((s) Reihe von Hauptsätzen.)
V 131
Relativsatz/Bach Peters Sätze/Eselssatz/Geachs Esel/Geach/Quine: Geach stellt die Quantifikation in den Vordergrund (1) (Ex) (x ist ein Mann und ich kaufte Fido von x und x hatte Fido gefunden)
(2) (x)(y)(wenn x ein Mensch und y ein Esel ist und x besitzt y, dann schlägt x y).
(3) (Ex)(Ey) (x ist ein Mensch und y ist ein Esel und x besitzt y und nicht (x schlägt y))
(4) (Ex)(Ey) (x war ein Junge und y war ein Mädchen und y küsste y und y liebte wirklich x aber x machte y bloß etwas vor).
QuineVsGeach: die Beschreibung der richtigen Grammatik ist eine Sache, eine einleuchtende Beschreibung des kindlichen Sprachlernens eine andere. Es wäre schön, wenn beides übereinstimmte, was nach Halle, Bloomfield und Chomsky zu erwarten ist.
QuineVsGeach: bevor das bewiesen ist, neige ich zu einer dualistischeren Ansicht. Geachs Lateinsatztheorie beschreibt die Grammatik richtig, nicht aber das Lernen. Die meisten Beispiele für Relativsätze entsprechen dem Fido-Beispiel.
Das Kind ist hin und hergerissen zwischen Analogien,
V 132
die am Ende richtig von Geach beschrieben werden. Relativsatz/Quantifikation/Sprachlernen/QuineVsGeach: eine Umformulierung des Relativpronomens je nach Umständen in "und er" oder aber "wenn er" usw. ist zu kompliziert. Außerdem müsste die Quantifikation vor den Relativsätzen gelernt werden. Statt dessen kommt das Kind umgekehrt über den Relativsatz zur Quantifikation.

Strawson I 198
QuineVsGeach/QuineVsFrege: Singuläre Ausdrücke (singular terms) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. Sing Term: quantifiable, Allg. Term: nicht quantifiable.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsQuine Bigelow Vs Goodman, N.
 
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I 47
Mengen/Quine/Goodman/Bigelow/Pargetter: es könnte sein, daß wir, wenn wir Mengen zulassen, gar keine sonstigen Universalien mehr brauchen. Weil man mit Mengen fast alles machen kann, was die Mathematik brauch. Armstrong: glaubt dagegen an Universalien, aber nicht an Mengen!
BigelowVsQuine/BigelowVsGoodman: für die Wissenschaft brauchen wir noch weitere Universalien als Mengen, Bsp Wahrscheinlichkeit und Notwendigkeit.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsQuine Quine Vs Grice, P.H.
 
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Willard V. O. Quine
Wright I 198
Disputationale Supervenienz/Wright: ein Diskurs superveniert den anderen, wenn Meinungsverschiedenheiten im einen, von Meinungsverschiedenheiten im anderen abhängen. StrawsonVsQuine/GriceVsQuine: es ist hoffnungslos, zu leugnen, dass eine Unterscheidung existiert, wenn sie auf nicht vorvereinbarte, aber wechselseitig einigungsfähige Weise innerhalb sprachlicher Praxis gebraucht wird.
QuineVsStrawson/QuineVsGrice: das steht völlig im Einklang mit einer kognitiven Psychologie des praktischen Gebrauchs der Unterscheidung, die nicht davon ausgeht, dass wir auf Exemplifizierungen der Unterscheidungen reagieren.
Strawson/Grice: Bsp unser alltägliches Reden über Analytizität stellt eine soziologische Tatsache dar, und weist daher genügend Disziplin auf, um als minimal wahrheitsfähig gelten zu können.
QuineVsGrice/QuineVsStrawson: das ist weit davon entfernt, nachzuweisen, dass darin eine Art intuitiver Realismus gesehen werden darf. Hindernis: es bleibt zu erklären, wie modale Urteile generell Kognitive Nötigung ausüben.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
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Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
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Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
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Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
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Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsQuine Quine Vs Hintikka, J.
 
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Willard V. O. Quine
I 73
Possibilia/Hintikka: These: die Rede über menschliche Erfahrung macht die Annahme von Possibilia notwendig. (Unverwirklichte Möglichkeiten). HintikkaVsQuine. Intentionalität/Husserl/Hintikka: nach Husserl ist das Wesentliche des menschlichen Denkens in einer Beziehung zu unverwirklichten Möglichkeiten.
Possibilia/Hintikka: wir brauchen sie, um mit logisch inkompatiblen Entitäten gleichen logischen Typs umzugehen.
MöWe-Semantik/Hintikka: ist die entsprechende Modelltheorie.
I 137
QuineVsModallogik: Problem der Querwelteinidentifikation. Querwelteinidentifikation/cross-identification/Quine/(s): Problem der Identitätsbedingungen. Wenn keine Identitätsbedingungen (IB) gegeben sind, ist die Frage sinnlos, ob ein Individuum „dasselbe wie“ eins in einer anderen Möwe ist.
HintikkaVsQuine: mein modifizierter Ansatz geht über die Reichweite von Quines Kritik hinaus.
Weltlinien/Hintikka: werden von uns fixiert, nicht von Gott. Dennoch sind sie nicht willkürlich. Ihre Begrenzungen sind durch Kontinuität von Raum und Zeit, Erinnerung, Lokalisierung usw. gegeben.
I 138
Es kann sogar sein, dass unsere Präsuppositionen sich als falsch herausstellen. Daher kann es keine Menge von Weltlinien geben, die alle MöWe umfassen, die wir in der alethischen Modallogik brauchen. Modallogik/Quantifikation/Quine/Hintikka: eine realistische Interpretation der quantifizierten alethischen ML ist unmöglich. Aber aus Gründen die tiefer gehen als Quine angenommen hat.
Querwelteinidentifikation/HintikkaVsQuine: ist nicht intrinsisch unmöglich.
Quine/Hintikka: hat das in letzter Zeit sogar mit Einschränkungen anerkannt.
Lösung/Hintikka: Querwelteinidentifikation als Re-Identifikation.
I 139
prop Einst/epistemische Logik/Hintikka: wir werden uns hier auf das Problem der propositionalen Einstellungen konzentrieren.
I 140
Quantifikation in epistemische Kontexte/Glaubenskontexte/intensional/Hintikka: Bsp (1) Albert weiß, wer Coningsby geschrieben hat
(2) (Ex) K Albert (x schrieb Coningsby)
Schreibweise: (Ex) perspektivische (wahrnehmungsmäßige) Identifikation (Bekanntschaft) im Buch: nicht-gespiegeltes E).
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: z.B. (2) kann nur dann gefolgert werden aus
(3) K Albert (Beaconsfield schrieb Coningsby)
d.h.
(3)* Albert weiß, dass Beaconsfield Coningsby schrieb.
…nur dann gefolgert werden, wenn wir eine Zusatzprämisse haben:
(4) (Ex) K Albert (Beaconsfield = x)
D.h.
(5) Albert weiß, wer Beaconsfield ist.
Quine pro Hintikka: diese Lösung ist besser als ein Kriterium für starre Designatoren (Starrheit, QuineVsKripke).
Alltagssprache: es ist einfach sehr natürlich so zu sprechen, dass man sagt man weiß, wer oder was etwas ist.
HintikkaVsQuine: er lobt mich aus falschen Gründen. Er stellt die Dinge auf den Kopf. Er begeht zwar nicht den Fehler, den ich kritisiere, aber er verzeiht ihn.
I 141
Formale Sprache/Logik/kanonische Notation/HintikkaVsQuine: wir sollten die logische Sprache als unsere Muttersprache ansehen, und nicht so viel Wert auf die Übersetzung in die Alltagssprache legen. Es geht sowieso nur um semantische Klarheit.
I 145
HintikkaVsQuine: erkennt nicht die Rolle, die meine Eindeutigkeitsbedingungen spielen: Quine: sagt, dass man diese Bedingungen aufch auf Glauben, Wissen usw. übertragen kann.
Quine: Hintikka verlangt, dass das Subjekt weiß wer oder was die Person oder das Ding ist. Wen oder was der Term designiert.
HintikkaVsQuine: dieser denkt, ich würde nur eine Art von Eindeutigkeitsbedingung gebrauchen.
Lösung: die semantische Situation zeigt den Unterschied: die Relation zwischen den Bedingungen für verschiedene propositionale Einstellungen (Glauben, sehen, wissen) ist eine der Analogie, nicht der Identität.
Lösung: die Mengen kompatibler MöWe sind im Fall von Wissen, Sehen, Erinnerung, Glauben jeweils andere.
I 146
Identifikation/Glauben/Quine/QuineVsHintikka: jede Glaubenswelt (MöWe) wird unzählige Körper und Objekte enthalten, die gar nicht einzeln erkennbar sind, einfach weil der Glaubende glaubt, dass seine Welt unzählige solche Objekte enthält. Identität: Fragen nach der Identität dieser Objekte sind sinnlos.
Problem: wenn man in Glaubenskontexte quantifiziert, wie soll man sie ausschließen?
Lösung: man müsste den Bereich der Variablen auf solche Objekte einschränken, über die das Subjekt ausreichend klare Vorstellung hat.
Problem. wie soll man festlegen, wie klar diese Vorstellungen sein müssen?
HintikkaVsQuine: die Lösung ist ganz einfach, wenn wir über Individuen in doxastischen MöWe quantifizieren:
Bsp Operator: „in einer Welt w1, kompatibel mit allem, was Jack glaubt“:
Lösung/Hintikka: wir können über Bewohner solcher Welten quantifizieren, indem wir einfach einen Quantor innerhalb des Operators gebrauchen.
((s) d.h. dass Jack, aber nicht wir unterscheiden).
Problem: es könnte sein, dass wir die Bewohner als unsere Nachbarn aus der WiWe w0 betrachten möchten. („qua Nachbarn“).
Hintikka: das ist aber ein Problem für sich und hat nichts mit Eindeutigkeitsbedingungen zu tun.
Problem: liegt vielmehr an der Notation der konventionellen Modallogik, die nicht erlaubt, dass man den Bewertungsprozeß, der von außen nach innen verläuft, niemals umdrehen darf, so dass er von innen nach außen verläuft.
Lösung/Saarinen: „rückblickende“ Operatoren (s.o.)
Lösung/Hintikka: es kann dennoch sein, dass wir ein Individuum von w1 zurück zu w0 verfolgen können, selbst wenn es nicht die Eindeutigkeitsbedingungen wie (16)-(127) erfüllt. (Diese erfordern, dass ein Individuum in allen MöWe identifizierbar ist.
HintikkaVsQuine: dieser irrt sich, dass die Frage nach der Identität sinnlos ist, wenn die Eindeutigkeitsbedingungen nicht alle erfüllt sind.
Im Gegenteil: es muss sinnvoll sein, damit wir überhaupt in der Lage sind festzustellen, dass die Bedingungen nicht erfüllt sind!
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: wenn sie nicht erfüllt ist, heißt das nur, dass wir ein Individuum ((s) oder sein Gegenstück) nicht in jeder MöWe auffinden können.
Eindeutigkeitsbedingung/QuineVsHintikka: Quines ernstester Einwand ist, dass diese Bedingungen immer indiziert sind, (indexikalisch) d.h. dass sie kontext-abhängig sind. D.h. dass es nur in einer bestimmten Situation darum geht, ob ein Individuum dasselbe ist.
I 147
Wissen-wer/Wissen-was/Kontext/Quine: Bsp „Wer ist er?“ hat nur Sinn in einer bestimmten Situation. HintikkaVsQuine: er hat natürlich recht, dass die WB mit der Situation variieren, aber das zerstört nicht die Eindeutigkeitsbedingungen für epistemische Logik.
HintikkaVsQuine: er mißversteht nur die Rolle, die diese Bedingungen spielen.
WW/Hintikka: die WW von Sätzen der Form
(18) (Ex) K(b = x)
und genauso von
(19) (Ex) K(b = x)
werden unabhängig von den WW anderer Typen einfachster Sätze! Frage/Antwort/W-Frage/Hintikka: wir erhalten eine neue Klasse von Atomsätzen!
Lösung: Unterscheidung zwischen Identifikation durch Bekanntschaft/durch Beschreibung.
I 148
Weltlinien/Identifikation/Querwelteinidentität/Hintikka: These die Weltlinien müssen gezogen werden, bevor die Bedingungen überhaupt angewendet werden. Das Ziehen der Weltlinien ist niemals ein teil der Anwendung der Eindeutigkeitsbedingungen-. ((s) sonst zirkulär). WB/atomar/Atomsatz/Hintikka: für meine Theorie ist das Zusammenspiel von WW von atomaren und nicht-atomaren Sätzen wesentlich: sie zeigt, wie Bsp die WW von Sätzen der Form
„weiß + -ein-W-Wort“-Sätzen vo den WW von Sätzen der Form (18) – (19) abhängt.
HintikkaVsQuine: seine Kritik ist analog zu einer, die traditionelle WW-Tabellen deswegen kritisieren würde, dass einige der Sätze, die sie zusammenzusetzen dienen, ihrerseits unscharf sind.,
epistemische Logik/Hintikka. wird aber von dieser Kritik nicht berührt. Alles was sie behauptet ist, dass, wenn die Weltlinien einmal gezogen sind, der Rest der Semantik bleibt wie er war.

I 160
Def Wissen/Hintikka: das, was in allen Wissens-MöWe (Wissenswelten) eines Subjekts wahr ist. Und umgekehrt: was in allen W-MöWe einer Person wahr ist, ist ihr Wissen. Pointe: die Weltlinien können aber dennoch anders gezogen werden, wobei die Bewertungen (der nicht-logischen Konstanten) gleich bleiben.
Die Variation der Weltlinien „sieht“ man dann an der Variation der semantischen Kraft von Phrase n der Form weiß + indirekte Frage.
I 161
Solche Variation hat Quine zur Ablehnung der MöWe-Semantik von Sätzen mit „Wissen-dass geführt. HintikkaVsQuine: ihm ging es eigentlich um das strukturelle (nicht das referentielle) System. Und dies bleibt unangetastet.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
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Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
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Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

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Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

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Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
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From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
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Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Rorty Vs Hobbes, Th.
 
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II 125
Nominalismus/Rorty: NominalismusVsMetaphysik. Hobbes: verknüpfte den Nominalismus irrtümlich mit dem Materialismus.
Quine bringt ihn immer noch damit in Verbindung.
Sprache/Welt/Ordnung/RortyVsHobbes/RortyVsQuine: das handelt sich den Widerspruch ein, wenn sie meinen, durch Wörter für die kleinsten Materieteilchen werde die Natur in einer Weise zergliedert, in der das mit anderen Wörtern nicht gelingt!
Ein widerspruchsfreier Nominalismus muss betonen, dass der Prognoseerfolg eines solchen
Vokabulars für den »ontologischen Rang« ohne Bedeutung ist.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsQuine Rorty Vs Holismus
 
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Richard Rorty
I 190
RortyVsHolismus/RortyVsQuine/RortyVsSellars: diese holistischen Aussagen klingen sinnlos und paradox, denn die infragestehende Genauigkeit erfordert eine Theorie privilegierter Darstellungen. pro: Rechtfertigung ist nicht eine Funktion besonderer Relationen zwischen Ideen (oder Wörtern) und Gegenständen, sondern eine Funktion der sozialen Praxis. Die Rechtfertigung eines Gespräches ist sozusagen von Natur aus holistisch.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
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Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

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Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
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I 10
Subjekt/Prädikat/Kohärenz/Sprache/Welt/Millikan: Subjekt-Prädikat-Struktur: ich versuche zu zeigen, wie das Gesetz des Nichtwiderspruchs (SvW?) (das Wesen der Kohärenz) in die Natur passt. Dazu brauche ich Fregeschen Sinn als Hauptbegriff. Wie man sich beim Wissen irren kann, so auch in der Bedeutung.
I 11
Holismus/MillikanVsHolismus: versuchen wir zu umgehen. Dann werden wir verstehen, warum wir trotz allem immer noch etwas von der Welt wissen können. Realismus/Millikan: ich bleibe nahe am Aristotelischen Realismus.
Eigenschaften/Art/Millikan: gibt es nur in der aktualen Welt (WiWe).
MillikanVsNominalismus.
I 13
MillikanVsHolismus: es geht darum, ohne Holismus und ohne Mythos des Gegebenen zu verstehen, wie wir unsere anscheinenden Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen und unsere anscheinenden Bedeutungen testen. Beobachtungsbegriffe/Millikan: wir haben viel mehr davon, als man gemeinhin annimmt.
Für sie gibt es gute – wenn auch fehlbare – Tests, die von unseren Theorien unabhängig sind.
Überzeugungen: insoweit unsere Bedeutungen und unsere Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen richtig und gültig sind,
I 14
sind die meisten unserer Überzeugungen und Urteile wahr. ((s) >Davidson). Angemessenheit/Millikan: indem wir unsere Urteile dazu bringen, mit denen anderer in einer Gemeinschaft zu interagieren, haben wir zusätzliche Belege dafür, dass sie angemessen sind. So werden auch neue Begriffe entwickelt, die unabhängig von Theorien getestet werden können, oder auch nicht.

I 67
Glauben/Millikan: (s.u. Kapitel 18, 19): These: wenn man etwas glaubt, glaubt man normalerweise durch Beobachtungsurteile. Problem: Hintergrundinformation, die einen von dem Urteil abhalten könnte, ist nicht notwendig eine Information, deren Leugnung man im Normalfall gebrauchen würde, würde, um die Überzeugung zu stützen!
I 68
Dieses Prinzip werde ich gebrauchen MillikanVsQuine. Theorie/Beobachtung/Quine: These: beide sind unlöslich miteinander verwunden.
MillikanVsHolismus.
Gricesche Intentionen/Millikan: sollte man nicht als Mechanismus auffassen. Allerdings:
Motor: kann man auch als Hierarchie auffassen, wobei höhere Levels niedrigere stoppen können. Dabei muss ich als Benutzer auch wenig über die Funktionsweise der niedrigeren Stufen wissen.

I 298
Test/Millikan: Bsp das Herz kann nur zusammen mit Nieren getestet werden. Sprache/Bedeutung/Referenz/Welt/Realität/Abbildung/Millikan: wir versuchen nur zu verstehen, wie es einen Test geben kann, der in dieser unserer Welt historisch auf menschliche Begriffe angewendet wurde, und dessen Resultate mit der Welt korreliert sind aus Gründen, die wir angeben können.
Problem: wir sind hier stärker gehandicapt als der Realismus.
I 299
Es geht um die Möglichkeit von Bedeutungshaftigkeit und Intentionalität überhaupt („Wie ist’s möglich?“ WIMF). Holismus/MillikanVsHolismus: der epistemische Holismus ist falsch.
Statt dessen wäre ein Test auf Nichtwiderspruch, wenn er nur auf eine kleine Gruppe von Begriffen angewendet wird, ein relativ effektiver Test für die Adäquatheit von Begriffen.
Begriffe/Adäquatheit/Millikan: wenn sie adäquat sind, üben Begriffe ihre Eigenfunktion in Übereinstimmung mit einer Normalen Erklärung aus. Ihre Eigenfunktion (EF) ist es, einer Variante der Welt zu korrespondieren. Ein adäquater Begriff produziert korrekte Akte der Identifikation der Referenten seiner Tokens.

I 318
Holismus/Theorie/Beobachtung/Begriff/Abhängigkeit/MillikanVsHolismus/Millikan: die Auffassung, dass wir die meisten Dinge die wir beobachten nur durch Beobachtung indirekter Effekte beobachten, ist falsch. Wir beobachten sowieso nur Effekte von Dingen, nämlich auf unsere Sinnesorgane.
I 319
Unterschied: es geht um den Unterschied zwischen Informationserwerb durch Wissen von Effekten auf andere beobachtete Dinge und dem Informationserwerb ohne solches zwischengeschaltetes Wissen von anderen Dingen. Problem: hier entsteht leicht ein Irrtum: dieses Wissen muss überhaupt nicht eingesetzt werden.

I 321
Two Dogmas/Quine/Millikan. These: ~ „unsere Feststellungen über die äußere Welt stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung, sondern nur als Korpus“. Daraus folgt: keine einzelne Überzeugung ist immun gegen Korrektur.
Test/Überprüfung/MillikanVsHolismus/MillikanVsQuine/Millikan: die meisten unserer Überzeugungen stehen niemals vor dem Tribunal der Erfahrung.
I 322
Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Überzeugung jemals durch andere Überzeugungen gestützt oder widerlegt wird. Bestätigung: einzige Bestätigung: durch meine Fähigkeit, die Gegenstände wiederzuerkennen, die in meinen Einstellungen vorkommen.
Daraus, dass Überzeugungen zusammenhängen folgt nicht, dass die Begriffe ebenso zusammenhängen müssen.
Identität/Identifikation/Millikan. die Erkenntnistheorie der Identität ist vorrangig vor der der Urteile.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsQuine Putnam Vs Kant, I.
 
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Horwich I 402ff
Wissen/Ich/Kant/Putnam: Kants Bild von Wissen faßte dieses als „Repräsentation“ auf, eine Art von Spiel. Der Autor dieses Spiels bin ich.
Ich: aber der Autor des Spiels kommt auch in dem Spiel selbst vor (wie bei Pirandello).
„empirisches Ich“/Kant/Putnam: der Autor im Spiel ist nicht der “richtige Autor“, er ist das „empirische Ich“.
transzendentales Ich/Kant/Putnam: ist der „reale“ Autor des Spiels. (Außerhalb des Spiels).
Ich/interner Realismus/PutnamVsKant: ich würde sein Bild in zwei Hinsichten modifizieren;:
1. die Autoren (im Plural, mein Bild ist sozial!) schreiben nicht eine, sondern mehrere Versionen.
2. Die Autoren in den Geschichten sind die realen!
PutnamVsSkeptizismus: Pointe: das wäre „verrückt“ wenn das nur Fiktionen wären. Denn ein fiktiver Charakter kann kein realer Autor sein. Aber dies sind wahre Geschichten.

Putnam V 52
Determinismus/Kant: meinte, dass eine solche Verteidigungsbestandteil der Rationalität selbst ist. Das Prinzip des Determinismus entdecken wir nicht, sondern wir schreiben es der Welt vor. PutnamVsKant: das geht zu weit. Der Preis wäre eine zu große Komplizierung unseres Wissenssystems.

V 88
Putnam: man könnte Kant so lesen, als habe er als erster die Position des Internalismus bezogen. Natürlich nicht explizit.
V 89
Ich schlage vor, ihn so zu lesen, als sagte er, dass Lockes These über die sekundären Qualitäten auf alle Qualitäten zutrifft: auf die einfachen, die primären und die sekundären.
V 90
Falls alle Eigenschaften sekundäre sind: dann hat alles was wir über einem Gegenstand sagen die Form: er ist so beschaffen, dass er uns auf diese und jene Weise affiziert. Unsere Vorstellungen der Gegenstände sind keine Abbilder geistesunabhängig der Dinge.
PutnamVsKant: heute gilt der Begriff der noumenalen Welt als unnötiges metaphysisches Element in seinem Denken.
V 118
Rationalität/Putnam: ist nicht durch unveränderliche Regelverzeichnisse festgelegt, noch, wie Kant glaubte, unserer transzendentalen Natur ein beschrieben. PutnamVsKant: die ganze Idee einer transzendentalen Natur (noumenal) ist unsinnig.

Putnam I 93
Referenz/Theorie/Putnam: man kann es auch ganz kurz sagen. "Elektron" referiert auf Elektronen wie sonst sollten wir innerhalb eines begrifflichen Systems mit "Elektron" als primitivem Terminus sagen, worauf "Elektron" referiert? Das löst auch gewissermaßen das "Dilemma von Quine" und Kant: "Quinesches Dilemma"/Putnam: (auch bei Kant): es gibt eine wirkliche Welt, aber wir können sie nur mit unserem Begriffssystem beschreiben!
PutnamVsQuine/PutnamVsKant: na und? Wie sollten wir sie denn sonst beschreiben? sollten wir das Begriffssystem von jemand anderes verwenden?

I 169
Noumenon/nomenale Welt/PutnamVsKant: wird heute als unnötiges metaphysischen Element angesehen. Eigenschaften/Kant/Putnam: Pointe: der subtile Punkt ist, dass Kant meint, all dies treffe ebenso auf Empfindung ("Gegenstände des inneren Sinns") wie auf äußere Gegenstände zu.
Bsp "E ist so wie dies hier" (wobei man sich auf E konzentriert) heißt: "E ist so wie E".: Kant: in Wirklichkeit ist gar kein Urteil zustande gekommen.
Puntam: bloß ein unartikulierter Laut, ein Geräusch.
I 169/170
Putnam: wenn "rot" andererseits ein echter Klassifikationsausdruck ist, wenn ich behaupte, dass diese Empfindung E zur selben Klasse gehört, wie Empfindungen, die ich zu anderen Gelegenheiten "rot" nenne, dann geht mein Urteil über das hinaus, was unmittelbar gegeben ist. Empfindung/Ähnlichkeit/Noumenon/PutnamVsKant: ob die Empfindungen, die ich zu verschiedenen Zeiten habe, "wirklich" (noumenal) alle ähnlich sind, diese Frage macht gar keinen Sinn!
Das ignoriert Kant völlig!
Die Empfindungen, die ich "rot" nenne, können ebensowenig direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden, um zu sehen, ob sie dieselbe noumenale Eigenschaft haben, wie die Gegenstände, die ich "Gold" nenne, direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden können, um zu sehen, ob sie dieselbe noumenale Eigenschaft haben.
Die Gegenstände sind für mich ähnlich, sie sind für mich rot. Das ist meine Empfindung.
Eigenschaften/PutnamVsKant: wenn er sagt, alle Eigenschaften sind sekundäre (d.h. sie sind Vermögen!) dann wäre das wohl das Vermögen eines noumenalen Gegenstands, in uns den Eindruck von z.B. Kiefernholz hervorzurufen.
I 170/171
An diesem Punkt ist er nahe daran zu sagen, dass er die Korrespondenztheorie aufgibt. Def Wahrheit/Kant: "die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstande".
PeirceVsKant: das ist eine Nominaldefinition der Wahrheit.
Vermögen/Kant: wird der ganzen noumenalen Welt zugeschrieben.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsQuine Quine Vs Kant, I.
 
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Willard V. O. Quine
Danto2 I 132
QuineVsKant, QuineVsAnalytizität: Kants Auffassung von Widerspruch ist ziemlich unklar. Sie setzt den Begriff der Analytizität bereits voraus, anstatt dass sie ihn aufhellt. Quine: Def Widerspruch»P und nicht-P«. Aber: »Junggesellen sind keine unverheirateten, erwachsenen Männer« ist formal gesehen nicht widersprüchlich! Das wurde von Kant nicht erkannt.

Quine IV 407
Analytizität/QuineVsKant: die Rede vom »Enthaltensein« ist a) in Bezug auf Begriffe metaphorisch. Sie ist
b) zu eng, da sie auf Subjekt Prädikat Sätze zugeschnitten ist. Auf Relationen ist sie nicht so ohne weiteres anwendbar: Bsp »Wenn Hans der Vater von Peter ist, so ist Peter nicht der Vater von Hans«.
c) die Angabe, ein Satz sei analytisch, wenn seine Negation kontradiktorisch sei, hilft nicht weiter, da »kontradiktorisch« hier genauso erklärungsbedürftig ist.
Analytisch/Kant/Quine: Kant erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht!

Quine VII 20
Analytizität/Kant/Quine: hergeleitet von Humes Unterscheidung zwischen Relationen von Ideen und
Relationen von Tatsachen.
Leibniz: Unterscheidung von
Tatsachenwahrheiten und
Vernunftwahrheiten. (Von denen wir hören, dass ihre Negation selbstwidersprüchlich sein soll!)
VII 20/21
QuineVsKant: zwei Unzulänglichkeiten: 1. es ist begrenzt auf Aussagen der Subjekt Prädikatform
2. es appelliert an einen Begriff der Begrenzung, der sich auf metaphorischer Ebene bewegt.
analytisch/Quine: kann aber reformuliert werden als wahr kraft der Bedutungen und unabhängig von den Tatsachen.

Quine XI 72
analytisch/QuineVsLeibniz/Lauener: der Begriff der möglichen Welt ist selbst wieder erklärungsbedürftig. QuineVsKant: der Selbstwiderspruch, in den man sich nach Kant bei der Leugnung analytischer Sätze verwickelt, ist selbst wieder erklärungsbedürftig.

Stroud I 210
Erfahrung/Empirie/Sinneserfarhung/Sinneseindrücke/Realität/Welt/Kant/Stroud: so sah es für Kant aus: eine völlig allgemeine Unterscheidung zwischen dem was wir durch die Sinne erfahren und Wahrheiten über die Welt würde uns für immer vom Wissen ausschließen.
I 211
Stroud: vielleicht gibt es diese fatalen Konsequenzen aber nur innerhalb der traditionellen philosophischen Vorstellung der Aufgabe der Episteme. (> QuineVstraditionelle Erkenntnistheorie, QuineVsKant: kein a priori-Wissen). Skeptizismus/Quine/Stroud: würde dann nur für den distanzierten Standpunkt (außerhalb des Bezugssystems) gelten! Dann könnten wir aber den Skeptizismus vermeiden und die allgemeine Unterscheidung zwischen dem empirisch Gegebenen ((SellarsVs!) und dem, was über die Außenwelt wahr oder falsch ist, beibehalten.
Alles was wir vermeiden müssten, wäre eine "distanzierte Position" (außerhalb des Bezugssystems).
Stroud I 214
naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/Stroud: Kant unterschiedet Philosophie von allem anderen (>“prima philosophia“). QuineVsKant: hier gibt es gar kein a priori-Wissen.
Skeptizismus/Kant/Quine/Stroud: beide akzeptieren das „"keptische Konditional" bzw. die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, wäre die skeptische Konklusion (dass wir nichts wissen) korrekt.
I 215
Skeptizismus/Quine/Stroud: es ist nicht klar, ob Quine die skeptische Frage überhaupt beantwortet. Wissen/Quine: fragt, wie wir zu einer Theorie über die Welt gelangen. Das sieht nach einem sehr allgemeinen Problem aus.
Input/Quine: ist "mager": Bsp Lichtreflexe, Hell/Dunkel-Kontraste, Temperaturschwankungen, usw.
Output/Quine: ist dagegen äußerst reichhaltig. Damit kommen wir zur Unterbestimmtheit der Empirie. Wir erhalten ein äußerst differenziertes dreidimensionales Bild, und eine Geschichte der Welt allein durch Vermittelung der Oberflächen der Gegenstände uns unserer Nervenenden.
Realität/Welt/Wissen/Quine: die Relation zwischen Input und Output ist selbst Gegenstand einer Untersuchung, sie ist selbst ein Naturphänomen.

Stroud I 248
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Stalnaker Vs Kaplan, David
 
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I 206
Def Charakter/character/Kaplan: (= Satzbedeutung): eine Funktion von Kontext auf Inhalt. Kontext/Stalnaker: kann als zentrierte Welt (zentrierte MöWe) repräsentiert werden.
Zentrierte Welt/Zentrierte mögliche Welt/ MöWe/Stalnaker: soll hier den Kontext repräsentieren.
I 207
Inhalt: wird hier durch Propositionen repräsentiert Proposition: Funktion von MöWe auf Wahrheitswerte.
Charakter/Kaplan/Stalnaker: ist dann eine zwei-dimensionale Intension. (Kaplan 1989b)
StalnakerVsKaplan: dieses Paradigma beantwortet noch nicht die Fragen der grundlegenden Semantik nach den Tatsachen, die die semantischen Werte festlegen. Es gehört zur deskriptiven Semantik. D.h. es ist keine Theorie über die Interpretation von Gedanken.
Gedanken/Interpretation/Stalnaker: ist eine Frage der grundlegenden Semantik, d.h. nach den Tatsachen.
Charakter/Inhalt/Kaplan/Stalnaker: die ursprüngliche Motivation für die Trennung war, dass Satzbedeutungen nicht die ausgedrückten Gedanken repräsentieren.
Inhalt/Stalnaker: = sekundäre Intension.
Inhalt/Kaplan: das, was gesagt wird. Der Gedanke, die Information, die der Sprecher zu übermitteln intendiert.
I 208
Lösung/StalnakerVsKaplan: Kaplans Ansatz muss um eine Theorie der Gedanken und eine Sprachtheorie erweitert werden. Damit können wir einen größeren Bereich von Ausdrücken als kontext-abhängig behandeln als normalerweise.
II 5
Doppelte Indizierung/double index/Kaplan/Stalnaker: (Kaplan Demonstratives, 1968): These: 1. a) die Bedeutung eines Satzes bestimmt den Inhalt, relativ zum Kontext aber
b) der Inhalt bestimmt einen Wahrheitswert nur relativ zu einer MöWe.
Stalnaker: damit war Kaplans Theorie zweidimensional oder doppelt indiziert.
Kontext/Kaplan/Stalnaker: wurde durch einen Index wie den von Montague repräsentiert und Sätze wurde relativ zu diesem Index interpretiert
Inhalt/Kaplan/Stalnaker: die eigentliche Werte der Interpretationsfunktion waren dann aber die Inhalte und nicht die Wahrheitswerte, wobei
Def Inhalt/Kaplan: eine Funktion von MöWe auf Wahrheitswerte.
2. Kaplan zweie Modifikation:
Index/Kaplan/Stalnaker: wurde beschränkt:
Index/Montague/Stalnaker: nur eine Liste von Zeit, Sprecher, Ort, evtl. MöWe)
Index/Kaplan: nur: auch die Relationen zwischen diesen müssen berücksichtigt werden. D.h. ein Index kann den Inhalt nur repräsentieren, wenn der Agent tatsächlich an dem Ort in der MöWe ist.
II 6
Kontextabhängigkeit/Stalnaker: ist jedoch durchdringend: Adjektive wie Bsp "groß" werden interpretiert relativ zu kontextuell bestimmten Vergleichsklassen. Ebenso Bsp "ich" "hier", "jetzt" (Indexwörter). StalnakerVsKaplan: darüber sagt Kaplan (1968) nichts.

II 10
Charakter/Kaplan/Stalnaker: bei Kaplan ging es um Satztypen. propositionaler Begriff/pB/StalnakerVsKaplan: sind dagegen assoziiert mit bestimmten Äußerungs-Tokens.
Dieser pB ist abhängig von den semantischen Eigenschaften die diese Tokens in den MöWe haben, in denen sie vorkommen.
Das ist kein Widerspruch zwischen Kaplans Theorie und meiner. Es geht einfach um verschiedene Fragestellungen.

II 162
de re/Glauben/Zuschreibung/Kaplan/Stalnaker: ("Quantifying in", 1969) Kaplan hat eine Zwischenposition (zwischen Quine und Stalnaker): Zuschreibung/Kaplan: (wie Quine) es wird keine bestimmte Überzeugung zugeschrieben.
de re/logische Form/Quine/Kaplan: de re-Zuschreibung: Existenzquantifikation.
Wahrheitsbedingungen/WB/de re/KaplanVsQuine/Stalnaker: hier folgt Kaplan dem semantischen Ansatz: Zuschreibungen de re sind nur dann wahr, wenn der Glaubende in einer Relation der Bekanntschaft stehen muss.
Verstärkung: der Name muss das Individuum denotieren. Bsp „a ist ein Spion“: hier muss a nicht nur Ortcutt denotieren, sondern es gibt zusätzliche Bedingungen
1. für den Inhalt
2. für die Kausalrelation zwischen dem Namen, dem Individuum und dem Glaubenden. Pointe/Stalnaker: immer noch ist es möglich, dass alle Bedingungen von zwei verschiedenen Namen erfüllt werden. Damit können die Beispiele beschrieben werden, ohne widersprüchlichen Glauben zuschreiben zu müssen.
KaplanVsQuine/Stalnaker: sein Ansatz deckt auch Fälle ab, wo Quines Analyse zu liberal war.
StalnakerVsKaplan: sein Ansatz ist ein ad hoc-Kompromiss.
Bekanntschaft/Zuschreibung/Stalnaker: in der semantischen Analyse ist Bekanntschaft selbstverständlich, ohne sie kann man nichts glauben. Man kann nicht eine Proposition glauben, ohne dass man die vorkommenden Ausdrücke in den Begriffen erfasst, in denen sie definiert sind.
StalnakerVsKaplan: 1. das Erfordernis der Bekanntschaft verliert aber seine Motivation, wenn es dem Quineschen Ansatz aufgepfropft wird.
2. Kaplan behält die künstliche Annahme, dass de re-Zuschreibungen keinen bestimmten Glauben zuschreiben und er ist an den Sententialismus (Sätze als Glaubensobjekte) gebunden.
II 163
Wenigstens müssen es satz-ähnliche Objekte mit Namen-ähnlichen Konstituenten sein. de re/Zuschreibung/Glauben de re/StalnakerVsQuine/StalnakerVsKaplan/Stalnaker: These: wir nehmen stattdessen Propositionen als Mengen von MöWe an.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsQuine McDowell Vs Kohärenztheorie
 
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I 49
McDowellVsKohärenztheorie: droht Gedanke und Realität zu trennen.
Esfeld I 185
McDowell: (1996,S 31 32): wir werden von einer Oszillation zwischen zwei Positionen gefangengehalten: 1. einem Kohärentismus, der rationale Beziehungen nur zwischen Überzeugungen zuläßt.
2. dem Mythos des Gegebenen, der eine kausale Beziehung mit einer rationalen verwechselt. D.h. er gibt uns eine Entschuldigung statt einer Rechtfertigung.
I 186
McDowellVsKohärenztheorie: läßt unsere Überzeugungen im Leeren kreisen, weil keine rationale Einschränkung von seiten der Welt zugelassen ist. Lösung:
Begriff/Welt/McDowell: These der begriffliche Bereich ist so anzusehen, daß er keine Grenzen hat: er endet nicht dort, wo Personen und ihre Interaktionen aufhören, er umfaßt vielmehr den gesamten physikalischen Bereich.
Inhalt/McDowell: die Tatsachen selbst, aus denen die Welt besteht.
Eine Grenze zwischen Begrifflichem und Nichtbegrifflichem zu ziehen, würde verhindern, daß wir eine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ansetzen könnten.
Esfeld: das könnte man so verstehen, daß diese Grenze nur verschoben wird, so daß das Begriffliche die Erfahrung mit einschließt, aber dann wäre die Beziehung zwischen der Welt und der Erfahrung immer noch eine bloß kausale.
Welt/McDowell: ist selbst begrifflich!
McDowellVsBrandom: Vs inferentielle Semantik.
McDowellVsQuine: Vs Bestätigungs Holismus.
I 187
McDowell/Esfeld: eröffnet die Perspektive auf einen umfassenden Holismus auf der Basis eines Holismus der Philosophie des Geistes. Der Überzeugungs Holismus bezieht sich auf den gesamten begrifflichen Bereich. Mit McDowells unbegrenztem begrifflichen Bereich, wird damit auch der Überzeugungs Holismus ausgedehnt.
Die physikalische Welt selbst liegt nicht außerhalb des Bereichs der Verständlichkeit.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsQuine Schiffer Vs Kompositionalität
 
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Stephen Schiffer
I 220
SchifferVsKompositionalität: meine Ablehnung beruht die ganze Zeit auf der Ablehnung der Relationstheorie für Glauben. Hier ist es schwierig darüber zu spekulieren, welche Art Bedingungssätze für "glaubt“"eine Bedeutungstheorie erfordern würden, die keine wahrheits-theoretische Semantik wäre. Wie könnte eine solche Bedeutungstheorie überhaupt aussehen?
Bsp Semantik der begrifflichen Rolle: (Schiffer Vs: s.o. Abschnitt 4.3).
Bsp Spieltheoretische Semantik/Spieltheorie/Hintikka/Schiffer: (Hintikka 1982): das ist keine Alternative zur konventionellen Theorie.
PeacockeVsHintikka: (1978) hat gezeigt, dass spieltheoretische Regeln entsprechende wahrheits-theoretische oder modelltheoretische Axiome liefern.

I XV
SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprachen haben keine kompositionalen Bedeutungstheorien (BT).
I 137
Paul und Elmar/SchifferVsQuine: Quine: es gibt keine zählbaren Glaubensobjekte. Bsp Wenn John glaubt, dass Schnee weiß ist und Mary glaubt, dass Schnee weiß ist, muss es etwas geben was beide glauben. Schiffer: dieser Konditional ist falsch:
I 138
entweder das oder die angebliche Quantifikation über Glaubensobjekte ist nicht das, was sie dem Quineschen Auge zu sein scheint.
I 144
SchifferVsQuine: harmlose scheinbare Quantifikation. SchifferVsKompositionalität: wir können jetzt schließen, dass keine natürliche Sprache eine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) hat. Denn sonst wäre die Relationstheorie korrekt.
Außerdem hat sie auch keine kompositionale Bedeutungstheorie denn dann musst sie auch eine kompositionale Semantik sein.
Verstehen/SchifferVsFrege: also sind kompositionale Semantiken nicht erforderlich um Sprachverstehen zu erklären!
I 182
SchifferVskompositionale Semantik: sie ist falsch, auch unabhängig von der Falschheit der Relationstheorie des Glaubens. ((s) Kompositionale Semantik/(s): berücksichtigt nicht die Wahrheitsbedingungen sondern spricht nur von den Beiträgen der Bedeutung der Wörter zur Satzbedeutung.)
Schiffer. 1. es ist nicht plausibel, dass Sprachen eine kompwtSem haben, außer sie folgt aus der stärkeren Behauptung, dass sie kompositionale BT haben, die selbst wahrheits-theoretisch sind. (> stärker/schwächer).
I 192
SchifferVsKompositionalität/öffentliche Sprache/Mentalesisch/Schiffer: wenn ich recht habe, dass auch keine öffentliche Sprache eine kompositionale Semantik hat, muss ich einen Fehler in (U) finden. Mein Ziel ist nicht zu zeigen, dass Sprachverstehen nicht impliziert, dass die natürlichen Sprachen kompositionale Semantik haben, Die Erklärung unseres Verstehens wäre eine empirische Aufgabe. Ich will vielmehr ein Gegen-Bsp VsKompositionalität geben.
Bsp (1) Harvey versteht unbestimmt viele neue Sätze einer Sprache E1, die selbst unendlich viele Sätze enthält.
(2) eine Erklärung seiner Fähigkeiten erfordert keine kompositionale Semantik.
E1: ist keine voll-entwickelte natürliche Sprache.
I 193
Harvey: sei in der hier betrachteten möglichen Welt eine informations-verarbeitende Maschine, der in Maschinensprache denkt: "M": Glauben/Überzeugung: hat Harvey gdw. er in einer bestimmten computationalen Relation zu einem verkörperten (tokened) Satz von M steht. ((s) Mentalesisch: es gibt also immer noch eine interne Relation zur eigenen Gedankensprache).
B: ist eine Box in Harveys Kopf, in der ein Satz von M genau dann als Glauben vorliegt (tokened), wenn ein Token von dem Satz in B vorkommt. (Angenommen, Harvey hat nur endlich viele Überzeugungen).
Glauben: für jeden gibt es genau einen Satz in Mentalesisch, dessen Vorkommen in B ihn realisiert.
µ: ist eine Formel in M so dass Harvey glaubt, dass Schnee weiß ist.
Realisation/“Bedeutung“/Schiffer: da Sätze von M (Maschinensprache, Mentalesisch) Glauben realisieren, haben sie ipso facto auch semantische oder repräsentationale Eigenschaften. Dann ist es fair zu sagen, dass µ "bedeutet" dass Schnee weiß ist. Und auch, dass eine Komponente von µ als inneres Gegenstück des Worts in der öffentlichen Sprache auf Schnee referiert.

I 195
Sprachverstehen/Verstehen/Schiffer: ohne Kompositionalität: Bsp (Fortsetzung: E1: gesprochene Sprache (ohne Zweideutigkeit und Indices)
M: Mentalesisch für Harvey
begriffliche Rolle: soll den Übergang von (1) zu (2) erklären. (und alle anderen, die dem entsprechend).
Sätze im inneren Code: (bzw. Repräsentationen davon:
(3) Nemrac derettu "sum"-"sno"-"iz"-"pör-pol"
((s) Englisch rückwärts, [Lautsprache], Metasprache (MS) und Objektsprache (OS) gemischt)
(4) Nemrac dias taht emons wons si elprup
((s) Englisch rückwärts, aber explizite Sprache, MS)
und
(5) Nemrac ecnarettu si eurt ffi emos wons si elprup
((s) Metasprache und Objektsprache! "wahr" und "gdw" in Maschinensprache, aber ohne alltagssprachliche Bedeutung bzw. "eurt" muss nicht "wahr" heißen! Begriffliche Rolle statt Bedeutung).
I 196
begriffliche Rolle/bR/SchifferVsKompositionalität: damit zeigen wir, dass "dias taht" und "eurt" begriffliche Rollen haben können die a) keine kompositionale Semantik voraussetzen,
b) den Übergang von einem Vorkommnis von (3) in Harveys B-Box zu einem Vorkommnis von (4) und (5) erklärt.
Dazu brauchen wir gar nicht die vollständige begriffliche Rolle zu spezifizieren! Ich nehme einfach an, dass (4) und (5) eine Rolle haben ("welche auch immer"), die kraft ihres Formelseins in Harvey diesen Glauben auslöst. Und nichts davon macht eine kompositionale Semantik notwendig:
Begründung: Bsp man könnte einfach eine Abbildungsrelation für Sätze zwischen zwei verschiedenen Sprachen haben, nach der jemand, der die andere Sprache gar nicht versteht, weiß, wann ein Satz der anderen Sprache wahr ist. (…+…) I 200, 202f, 208.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsQuine Quine Vs Korrespondenztheorie
 
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Willard V. O. Quine
VI 112
Proposition/Tatsache/Korrespondenz/Quine: eine gepflegtere Theorie postuliert Tatsachen, denen wahre Sätze dann als ganze entsprechen sollen.
VI 113
Aber: QuineVsKorrespondenztheorie: für eine Erklärung der Welt werden zwar Gegenstände in Hülle und Fülle benötigt, und zwar abstrakte wie konkrete, doch außer einer solchen Scheinfundierung einer Korrespondenztheorie tragen Tatsachen nicht das mindeste dazu bei. Wir können "es ist eine Tatsache, dass" schlicht aus unseren Sätzen streichen.

X 18
Satzbedeutung/Quine: ist anscheinend mit Tatsache identisch: z.B. dass Schnee weiß ist. Beide haben denselben Namen: dass Schnee weiß ist. Das klingt nach Korrespondenztheorie, als solches ist es aber leeres Gerede.
QuineVsKorrespondenztheorie: hier: leeres Gerede. die Übereinstimmung besteht nur zwischen den zwei nichtgreifbaren Elementen, auf die wir uns als Zwischenglieder, die zwischen dem deutschen Satz und dem weißen Schnee stehen, berufen haben: Bedeutung und Tatsache.
VsQuine: man könnte einwenden, das nimmt die Zwischenglieder (Bedeutung und Tatsache) zu wörtlich.
X 19
Wenn man von Bedeutung als Faktor der Wahrheit des Satzes spricht, kann man sagen, dass der englische Satz „Snow is white“ falsch gewesen wäre, wenn z.B. das Wort „white“ im Englischen auf grüne Dinge angewendet würde. Und der Bezug auf eine Tatsache sei nur eine Redensart. Quine: sehr gut. Solange wir dazu nicht Propositionen annehmen müssen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Quine Vs Kripke, Saul A.
 
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Willard V. O. Quine
Putnam I 247
Def "kleiner Realismus"/Putnam: („realism with a small r"): hier bedeutet zu sagen, was wir sagen und zu tun, was wir tun ein "Realist" zu sein. Das bringt aber Probleme mit Realismus und "Wirklichkeit":
Wirklichkeit/Realismus/Wittgenstein: (Bäume und Stühle), "die dies und das, auf die wir zeigen können" sind Paradigmen für das, was wir wirklich nennen. (1971, Vorlesung 25).
Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit Stellen/Putnam: hier sind Kripke, Quine, Lewis uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit Bereich, den er einnimmt?
Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit Bereich.
KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton). Der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit Bereich einnehmen können!
QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind.
Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft.
LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. (Nicht "genau dieser Stuhl" im Sinne des logischen Begriffs der Identität (=).).
Putnam: also gibt es drei Fragen:
1. ist der Stuhl mit der Materie identisch oder koexistiert der Stuhl irgendwie in dem Raumzeit Bereich mit der Materie?
2. Ist die Materie mit den Feldern identisch?
3. Sind die Felder mit den Raumzeit Bereichen identisch?
Putnam: diese Fragen sind wahrscheinlich alle drei unsinnig, zumindest aber die erste!

Quine II 209 ff
Replik auf Saul Kripke Der Begriff der möglichen Welt (MöWe) hat einen Beitrag geleistet zur Semantik der Modallogik. Kripke: bedeutungsvolle Modelltheorie der Modallogik.
Def Modelle/Quine: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise. Sie haben auch heuristischen Wert, aber eine Erläuterung bieten sie nicht. >Modell.
II 210
Sie mögen noch so klar sein, sie können uns dennoch völlig im Dunkeln lassen hinsichtlich der primären, intendierten Interpretation. QuineVsKripke: bei MöWe folgende Fragen: 1. wann sind Gegenstände zwischen verschiedenen Welten gleichzusetzen, 2. wann ist ein Bezeichnungsausdruck starr, 3. wo ist metaphysische Notwendigkeit auszusagen?
Die Art, in der sich Kripke auf Bischof Butler beruft, ist verblüffend:
"Wie Bischof Butler gesagt hat, "Alles ist, was es ist und nicht ein ander Ding". Also wird "Wärme ist Molekularbewegung" nicht kontingent sondern notwendig sein." (Kripke S. 160)
QuineVsKripke: Ich kann den Bischof auch meinen eigenen Zwecken entsprechend interpretieren: Alles ist, was es ist, frag nicht, was es sein kann oder sein muss.
MöWe/QuineVsKripke: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise, aber keine eindeutige Interpretation wann sind Gegenstände gleich? Bischof Buttler ("kein ander Ding"): Identität folgt nicht notwendig.
Kripke zur Identität von Geist und Körper: Der Identitätstheoretiker, der meint, Schmerz sei der Gehirnzustand...muss behaupten, dass wir uns täuschen, wenn wir denken, es sei vorstellbar, Schmerzen hätten ohne Gehirnzustände existieren können.
...Der Materialist sieht sich also einem überaus kniffligen Einwand gegenüber: er muss nachweisen, dass etwas, dessen Möglichkeit wir für vorstellbar halten, in Wirklichkeit nicht möglich ist.
QuineVsKripke: nur insoweit der Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt, wird er die Kniffligkeit von Kripkes Einwand spüren. Ich kann Kripke dankbar so lesen, dass er mich in meinem Bestreben unterstützt, zu zeigen, was für ein verwickeltes Netz der Vertreter des Modalitätsgedankens flicht.
II 210f
KripkeVsIdentitätstheorie: vorstellbar: Schmerz ohne Gehirnzustand für Materialisten schwierig auszuschließen QuineVsKripke: nur schwierig, wenn Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsQuine Hintikka Vs Kripke, Saul A.
 
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I XIII
Mögliche Welten/MöWe/Semantik/Hintikka: der Ausdruck ist irreführend. (Begann Ende der 50er Jahre). Kripke-Semantik/HintikkaVsKripke: ist kein gangbares Modell für die Theorie logischer Modalitäten (logischer Notwendigkeit und logischer Möglichkeit). (Essay 1).
Problem: die richtige Logik kann nicht axiomatisiert werden.
Lösung: die Kripke-Semantik als Nichtstandard-Semantik interpretieren,
XIV
Im Sinn von Henkins Nichtstandard-Interpretation der Logik höherer Stufen, während die richtige Semantik für logische Modalitäten analog wäre zu einer Standard-Interpretation. MöWe/HintikkaVsQuine: müssen wir nicht ganz aufgeben, aber eine vollständige Theorie wird es wohl nie geben. Meine Theorie hat Verwandtschaft mit Kant.
Ich nenne sie „Epistemologie der Logik“.
I XVI
Querwelteinidentität/Hintikka: Quine: hält sie für ein hoffnungsloses Problem
HintikkaVsKripke: dieser unterschätzt das Problem und hält sie für garantiert. Dabei mogelt er.
Weltlinie/Querwelteinidentität/Hintikka: 1. wir müssen erlauben, dass einige Objekte in gewissen MöWe nicht nur nicht existieren, sondern dass ihre Existenz dort undenkbar ist! D.h. Weltlinien können aufhören zu existieren – mehr noch: es kann sein, dass sie in gewissen Möwe nicht definiert sind.
Problem: in der gewöhnlichen Wissenslogik (Glaubenslogik) ist das nicht gestattet.
2. Weltlinien können auf zwei Arten gezogen werden:
a) Objekt-zentriert
b) Agent-zentriert. (Essay 8).
Analogie: das kann man mit Russells Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und durch Beschreibung in Beziehung setzen. (Essay 11)
I 2
Kripke-Semantik/Modallogik/logische Möglichkeit/logische Notwendigkeit/HintikkaVsKripke/ HintikkaVsKripke-Semantik: Problem: wenn wir die Operatoren N, P so interpretieren, dass sie logische Modalitäten ausdrücken, sind sie inadäquat: wir brauchen für logische Möglichkeit und Notwendigkeit mehr als eine willkürliche Auswahl von MnöWe. Wir brauchen wahrheit in jeder logische möglichen Welt. Aber in der Kripke-Semantik ist es nicht erforderlich, dass alle solchen logisch möglichen MöWe in der Menge der Alternativen enthalten sind. ((s) D.h. es kann logisch mögliche Welten geben, die nicht berücksichtigt sind). (s.u. logische Möglichkeit bildet die weiteste Klasse von Möglichkeiten).
Problem: Kripke-Semantik ist daher inadäquat für logische Modalitäten.
Modallogik/Hintikka: der historisch frühste Zweck für den sie entwickelt wurde, war aber gerade der Umgang mit logischen Modalitäten. Das war der Zweck, für den die Lewis-Systeme entwickelt wurden.
HintikkaVsKripke: hat nicht nru ein Gerippe im Schrank, sondern dieses Gerippe gespenstert nun im ganzen Haus herum.
Äquivalenzrelation/Hintikka: wenn gefordert wird, dass R reflexiv, symmetrisch und transitiv ist, liefert das nicht die Lösung: es garantiert immer noch nicht, dass alle logisch möglichen Welten in der Menge enthalten sind. Es kann (evtl zusammen mit Verbundenheit) nur garantieren, dass w0 eine maximale Anzahl von Mengen als ihre Alternativen hat, die sozusagen schon in SF sind.
I 3
KripkeVsVs/Hintikka: man könnte einwenden, dass dies noch nicht zeigt, dass die Kripke-Semantik falsch ist. Man muss sie nur verstärken. Bsp Nino Cocchiarella: Cocchiarella: zusätzliche Bedingung: alle Modelle (im üblichen Sinn 1. Stufe) mit demselben Individuenbereich do(w0) müssen unter den Alternativen MöWe zu w0 auftreten. ((s) es dürfen keine neuen Individuen hinzukommen oder verschwinden, in Bezug auf die ursprüngliche MöWe w0).
Hintikka: technisch ist das natürlich möglich.
„alt“: (= Kripke-Semantik): Nicht-Standard-Semantik
neu: F muss alle Modelle einschließen, die denselben Individuenbereich do(w0) von wohl-definierten Individuen haben wie w0.
Individuum/Individuen/Modallogik/Hintikka: ein Individuum muss wohl-definiert sein, es muss aber nicht existieren! ((s) D.h. man kann dann ausdrücken, dass es fehlt, z.B. in einer MöWe hat der Held keine Schwester).
Individuenbereich: für jede MöWe ist dann eine Teilmenge des Bereichs D.
I 4
HintikkaVs: Problem: das ist unrealistisch interpretativ: dieser flexible Zugang erlaubt nämlich auch nicht-wohlgeformte Individuen. Dann hat es keinen Sinn zufragen, ob dieses Individuum existiert oder nicht. Fusion/Spaltung: eine flexible Semantik muss auch Spaltung und Fusion zulassen von einer Möwe zur anderen.
Def wohldefiniert/Individuum/Hintikka: ein Individuum ist wohldefiniert, wenn es durch einen Name an einem Knoten der Weltlinie herausgegriffen werden kann.
Weltlinie: kann nicht-existente Verkörperungen von Individuen verknüpfen, so lange sie wohldefiniert sind, für alle Möwe, in denen ein Knoten der Weltlinie lokalisierbar ist.
WB: sind dann einfach: (Ex) p(x) ist wahr in w gdw. es dort ein Individuum gibt., z.B. mit Namen z, so dass p(z) wahr ist in w.
Modale Semantik/Hintikka. Über eine so definierte (neue) Semantik kann man einiges sagen:
Kripke-Semantik/Hintikka: entspricht einer Nicht-Standard-Semantik, währen die
„neue“ Semantik (mit fixiertem Individuenbereich) einer Standard-Semantik entspricht. (für Logik höherer Stufe).
Standard-Semantik/höhere Stufe: erhalten wir wir indem wir fordern, dass die Quantoren höherer Stufe über alle extensional möglichen Entitäten des angemessenen logischen Typs gehen (höher als Individuen) so wie in der Standard-Semantik für Modallogik die Quantoren über alle extensional möglichen MöWe gehen sollen.
Dies ist sogar ein Parallelismus der stärker ist als eine Analogie:
Entscheidungsproblem: für Logik 2. Stufe reduziert sich auf das für Standard-Modallogik 1. Stufe.
Standardmäßigkeit: im letzteren Sinn macht denselben Job wie im ersteren Sinn.

Quantifizierte Standard-Modallogik 1. Stufe/Hintikka: das alles führt dazu, dass diese Logik sehr stark ist, vergleichbar in der Stärke mit Logik 2. Stufe. Daraus folgt, dass sie nicht axiomatisierbar ist. (s.o. HintikkaVsKripke).
Je stärker eine Logik ist, desto weniger handhabbar ist sie.
I 12
Kripke/Hintikka: hat epistemische Logik und die Logik von propositionalen Einstellungen gemieden und sich auf reine Modalitäten konzentriert. Daher ist es merkwürdig, dass er Nicht-Standard-Logik gebraucht.
Aber irgendwie scheint ihm klar zu sein, dass das für logische Modalitäten nicht geht.
metaphysische Möglichkeit/Kripke/HintikkaVsKripke: hat nie erklärt, was diese mystischen Möglichkeiten eigentlich sind.
I 13
Schlimmer: er hat nicht gezeigt, dass sie so restriktiv sind, dass er seine extrem liberale Nicht-Standard-Semantik gebrauchen kann.
I 77
Objekt/Ding/Gegenstand/Kripke/Hintikka: Kripke These: die Existenz von permanenten (dauerhaften, enduranten) Objekten muss einfach als Grundbegriff vorausgesetzt werden. HintikkaVsKripke: diese Forderung ist nicht wohlfundiert. Vielleicht muss man aber die Kriterien der Identifikation und der Identität nur für traditionelle Logik und logische Semantik voraussetzen. Aber das heißt auch nicht, dass das Problem der Identifikation nicht ein bleibendes Problem für die Philosophen wäre.

I 84
KripkeVsHintikka: Problem: die Lösungen dieser Differentialgleichungen müssen keine analytischen Funktionen sein oder Funktionen, die eine explizite Definition der Gegenstände erlauben. Hintikka: dabei scheint Kripke aber vorauszusetzen, dass man immer die Relationen, die durch die Weltlinien verkörpert werden, definieren können muss.
HintikkaVsKripke: das ist zu streng.
Weltlinie: wir erlauben statt dessen umgekehrt, dass sie durch die Lösungen der Differentialgleichungen implizit definiert werden.
I 86
HintikkaVsKripke: unser Modell ermöglicht es, dass wir Objekte nicht als garantiert voraussetzen müssen wie Kripke. ((s) es kann sein, dass eine Kurve in einem Zeitschnitt nicht geschlossen ist).
I 116
Querwelteinidentität/Starrheit/HintikkaVsKripke: es geht eher um die weise der Identifikation (öffentlich/perspektivisch, s.o.) als um Starrheit oder Nichtstarrheit. Die Weise der Identifikation entscheidet darüber, was als ein und dasselbe Individuum zählt.
HitikkaVsKripke: seinem Begriff der Starrheit liegt unausgesprochen Russells Begriff des logischen Eigennamens zugrunde. Es gibt aber keine ausgezeichnete Klasse von starren Bezeichnungsausdrücken.
Eigenname/Namen/HintikkaVsKripke: sind keineswegs immer starr. Bsp es kann sein, dass ich nicht weiß, auf wen der Name N.N. referiert. Dann habe ich verschiedene epistemische Alternativen, mit verschiedenen Referenten. Deshalb macht es Sinn, zu fragen „Wer ist N.N.?“.
öffentlich/perspektivisch/Identifikation/Russell/Kripke/Hintikka: Russell: konzentriert sich auf die perspektivische
I 117
Kripke: auf die öffentliche Identifikation.
I 195
Identität/Individuen/Hintikka: es ist viel weniger klar, wie die Identität für bestimmte Individuen beim Übergang zu einer anderen Möwe fehlschlagen kann. D.h. dass Weltlinien sich verzweigen können (Spaltung). Spaltung/KripkeVsSpaltung/SI/Hintikka: Kripke schließt Spaltung aus, weil für ihn die (SI) gültig ist. Eine Spaltung würde nach ihm die Transitivität der Identität verletzen. Nach einer Spaltung wäre die Individuen keinesfalls identisch, selbst wenn sie es nach der Transitivität sein sollte. Daher ist für Kripke die (SI) unverletzlich.
HintikkaVsKripke: das ist zirkulär:
Transitivität der Identität/Hintikka: kann zweierlei bedeuten:
a) Transitivität innerhalb einer Möwe
b) zwischen MöWe.
Die Plausibilität der Transitivität gehört zur ersteren, nicht zur letzteren.
Transitivität der Identität zwischen Möwe zu fordern hieße einfach, Spaltung auszuschließen. Das ist das Zirkuläre an Kripkes Argument.
I 196
MöWe/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Möwe zu Möwe dieselben bleiben müssen. Rede von Möwe ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. ((s) geht das denn nicht, bei konstantem Bereich? Es könnten doch auch Eigenschaften teilweise (nicht gänzlich) vertauscht werden. Möwe/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.
I 209
Re-Identifikation/Hintikka: auch bei diesem Problem sitzen Situations-Semantik und MöWe-Semantik im selben Boot. Situations-Semantik: verschleiert das Problem aber eher. Bei überlappenden Situationen nimmt sie z.B. an, dass der überlappende Teil derselbe bleibt.
Re-Identifikation/Quine/Hintikka: hält sie für hoffnungslos, weil man nicht erklären kann, wie sie funktioniert. (?).
Re-Identifikation/Kripke/Hintikka: Kripke dito, aber deswegen sollten wir sie einfach postulieren, zumindest für physikalische Objekte.
HintikkaVsQuine/HintikkaVsKripke: das ist entweder zu pessimistisch oder zu optimistisch.
Aber das Problem zu verkennen hieße, eins der größten philosophischen Probleme zu vernachlässigen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsQuine Stegmüller Vs Leibniz, G.W.
 
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Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist!
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (s.o. KantVsDescartes).
IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten! Existenz/Kontingenz/StegmüllerVsLeibniz: wir könnten notwendige Existenz als Negation von Kontingenz auffassen.
Problem: 1. Die Prämisse, die Welt als ganzes sei kontingent (es würde nicht existieren, wenn etwas anderes anders gewesen wäre), müsste fallengelassen werden: Selbst wenn jeder Teil der Welt kontingent ist, spricht nichts für die Annahme, dass die Welt als ganze nicht existieren würde, wenn nicht (sic?) etwas anderes anders wäre oder gewesen wäre.
Der Schluss von der Kontingenz jeden Teils auf die Kontingenz des Ganzen ist unzulässig.
2. Alternative: Kontingenz: etwas sei kontingent, wenn es auch nicht existieren könnte.
IV 392
Das muss man mit der obigen Bemerkung kombinieren, dass es nicht logisch unmöglich wäre, dass das behauptete notwendige Wesen auch nicht existieren könnte. Das aber ist unverständlich. zureichender Grund/VsLeibniz: (ad (i)): Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund haben muss? Bisher hat niemand eine Notwendigkeit a priori dafür zu zeigen vermocht. Das hätte auch keine Plausibilität:
1. Es ist richtig, dass wir immer nach Symmetrien suchen, aber es gibt keine Garantie, dass wir sie immer finden.
2. Wir halten uns immer innerhalb unserer Welt auf, Extrapolationen sind unzulässig!
Selbst wenn nun alles innerhalb der Welt einen zureichenden Grund hätte, hätten wir kein Recht, auf einen zureichend Grund außerhalb der Welt zu schließen.
Verbreitetes Argument: die Dinge müssen durch und durch verstehbar sein.
MackieVs: das stimmt überhaupt nicht!
IV 393
Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass sich das Universum nach unseren intellektuellen Bedürfnissen richtet.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsQuine Martin Vs Lewis, David
 
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Arm II 182
Abwesenheit/Lewis: wie Quines "Anbetrachten" nur eine facon de parler eine "happenstance of idiom". MartinVsLewis/MartinVsQuine: das muß man überhaupt nicht deontologisieren.
Anbetracht/Martin: ("sake"): ist der angenommene Nutzen von etwas, durch Instantiation eines Zustands oder einer Bedingung durch eine Aktion oder Unterlassen. Es genügt, daß wir ungefähr wissen, nach was in der Welt wir Ausschau halten sollen, wenn von "Anbetracht" die Rede ist. Auch wenn meistens herauskommt, daß es in Begriffen der theoretischen Physik nicht darstellbar (zu vervollständigen) ist. Aber auf der Ebene, wo wir über die beobachtbare Welt reden ist solche Vollständigkeit unnötig.
Abwesenheit/Löcher/MartinVsLewis: auch hier ist eine Deontologisierung überflüssig.
Lösung: statt "wie die Dinge sind" sollte man besser sagen: "Wie die Welt ist" oder "Wie es ist" entweder zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, oder auch ganz allgemein. Dann werden "Dinge" gar nicht erwähnt.

Arm II 183
MartinVsLewis: aber der Satz "Es gibt keine Falschmacher für "es gibt keine arktischen Pinguine"" ist genauso ein negativer Existenzsatz. Lösung/Martin: es ist kein negativer Existenzsatz über Dinge, sondern es geht um einen Zustand einer Raumzeit Region. Der Satz über die Abwesenheit von Falschmachern braucht einen Satz über einen Weltzustand als Wahrmacher.
Problem: und zwar genauso wie "Es gibt keine arktischen Pinguine". Daher kann er auch nicht gebraucht werden, um zu zeigen, dass der letztere Satz keinen Zustand als Wahrmacher braucht.
II 186
Leere/Abwesenheit/MartinVsLewis: dieser will immer den Doughnut ansehen und nicht das Loch. Das kann man aber durchaus konkreter fassen: Bsp wenn wir ein Hemd ohne Flecken aussuchen, dann halten wir nicht nach dem reinen Nichts Ausschau, sondern nach der Abwesenheit von Flecken.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsQuine Dummett Vs Metaphysik
 
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Horwich I 463
Metaphysik/Frege: die einzige Lösung für Meinungsverschiedenheiten hier ist semantischer Aufstieg. Dummett: pro:
Rorty: wir können weiter gehen und verbieten, dass Sprachphilosophie den angeblichen Kontrast wieder aufstellt zwischen „objektiver Realität“ und „nützlichen Fiktionen“.
DavidsonVsontologische Verpflichtung/DavidsonVsMetaphysik/DavidsonVsQuine: die „ontologische Verpflichtung“ ist wie Dummetts „Tatsachen“: Relikte der Metaphysik. Sie gehören zum Dualismus Schema/Inhalt.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsQuine Quine Vs Modallogik
 
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Willard V. O. Quine
Chisholm II 185
QuineVsModallogik: statt dessen R-Z-Punkte als Quadrupel. Grund: dauerhafte Gegenstände (continuants) scheinen die Extensionalität zu bedrohen. SimonsVsQuine: die Achillesferse ist, daß wir Zweifel haben müssen, ob irgend jemand eine Sprache lernen könnte, die nicht auf dauerhafte Gegenstände (continuants) referiert.

Lewis IV 32
QuineVsModallogik: welche Eigenschaften notwendig bzw. akzidentiell sind, ist dann beschreibungsabhängig. Def Essentialismus/Aristoteles: wesentliche Eigenschaften sind nicht beschreibungsabhängig.
QuineVs: das ist genauso kongenial wie die ganze Modallogik.
LewisVsQuine: das ist wirklich kongenial!

Quine I 338
Logische Modalität hat damit jedoch gar nichts zu tun. Hier völlig unpersönlich. Die Modallogik wie wir sie kennen, beginnt mit Clarence Lewis "A survey of Symbolic Logic" 1918. Seine Interpretation der Notwendigkeit, die Carnap später noch schärfer formuliert lautet: Def Notwendigkeit/Carnap: Ein Satz der mit "es ist notwendig, dass" anfängt, ist dann und nur dann wahr, wenn der restliche Satz analytisch ist.
Quine vorläufig brauchbar, trotz unserer Vorbehalte gegen Analytizität.
I 339
(1) Es ist notwendig, dass 9 > 4 wird dann folgendermaßen erklärt:
(2) "9 >4" ist analytisch.
Es ist zweifelhalt, ob Lewis sich jemals auf diese Sache eingelassen hätte, wenn nicht Russell und Whitehead (Frege folgend) nicht den Fehler gemacht hätten, die Philonische Konstruktion:
"Wenn p so q" als "~(p und ~q)"
wenn sie also diese Konstruktion als materiale Implikation statt als materiales Konditional zu bezeichnen.
C.I.Lewis: legte Protest ein und meinte, eine so definierte materiale Implikation dürfe nicht lediglich wahr sein, sondern müsse zugleich analytisch sein, wenn man sie zu Recht als "Implikation" bezeichnen wolle. So kam es zu seiner Konzeption der "strikten Implikation".
Quine: Am besten betrachtet man "impliziert" und "ist analytisch" als allg Termini, die von Sätzen prädiziert werden, indem man sie prädikativ an Namen (d.h. Zitate) von Sätzen anfügt. Im Gegensatz zu "und", "nicht" ,"wenn so" die nicht Termini sondern Operatoren sind.
Whitehead und Russell, die die Unterscheidung zw. Gebrauch und Erwähnung auf die leichte Schulter nahmen, schrieben "p impliziert q" (im materialen Sinn) als sei es mit "Wenn p, so q" (im materialen Sinn) austauschbar.
I 339
Materiale Implikation "p impl q" nicht gleich "p > q" (Erwähnung/Gebrauch) "impliziert" und "analytisch" am besten allgemeine Termini statt Operator. Lewis tat das gleiche, schrieb also "p impliziert strikt q" und erklärte das als "Es ist notwendig dass nicht (p und nicht q)" Daher kommt es, dass er eine Modallogik entwickelte, bei der "notwendig" satzbezogener Operator ist.
Wenn wir (1) in der Form von (2) erklären, dann fragt es sich, warum wir überhaupt Modallogik brauchen.
I 340
Ein scheinbarer Vorteil ist die Möglichkeit, in modale Positionen zu quantifizieren. Denn wir wissen, dass wir nicht in Zitate hineinquantifizieren können, und in (2) wird ein Zitat verwendet. Das lag auch sicherlich in Lewis Absicht. Aber ist es legitim?
I 341
sicher ist (1) bei jeder plausiblen Deutung wahr und folgendes falsch: (3) Es ist notwendig, dass die Anzahl der Planeten > 4
Da 9 = die Anzahl der Planeten können wir schließen, dass die Position von "9" in (1) nicht rein bezeichnend und der Notwendigkeitsoperator folglich undurchsichtig ist.
Die Widerspenstigkeit der 9 beruht darauf, dass sie sich auf verschiedene Weisen spezifizieren lässt, denen die notwendige Äquivalenz abgeht.(z.B. als Anzahl der Planeten, und als Nachfolger der 8) so dass bei der einen Spezifizierung verschiedene Merkmale notwendig folgen (etwas "größer als 4" ) und bei der anderen nicht.
Postulat: Immer wenn jeder von zwei Sätzen den Gegenstand x eindeutig bestimmt, sind die betreffenden Sätze notwendig äquivalent.
(4) Wenn Fx und ausschließlich x und Gx und ausschließlich x, so ist notwendig, dass (w)(Fw dann und nur dann, wenn Gw)
I 342
(Das macht jeden beliebigen Satz p zu einem notwendigen Satz!) Dieses Postulat macht jedoch modale Unterscheidungen zunichte: denn wir können die Gültigkeit von "Es ist notwendig, dass p" daraus ableiten, ohne dass es eine Rolle spielt, welchen wahren Satz wir für "p" einsetzen!
Argument: "p" stehe für einen beliebigen wahren Satz, y sei irgendein Gegenstand und x = y . Dann gilt offenkundig:
(5) (p und x =y) und ausschließlich x
sowie
(6) x = y und ausschließlich x
dann können wir aufgrund von (4) aus (5) und (6) schließen:
(7) Es ist notwendig, dass (w)(p und w = y) dann und nur dann, wenn w = y)
Die Quantifikation in (7) impliziert aber insbesondere "(p und y = y) dann und nur dann, wenn y = y" was wiederum "p" impliziert; und so schließen wie aus (7), dass es notwendig ist, dass p.
I 343
Die Modallogischen Systeme von Barcan und Fitch lassen uneingeschränktes Quantifizieren in modale Kontexte zu. Wie eine solche Theorie interpretiert werden kann, ohne die katastrophale Annahme (4) zu machen, ist alles andere als klar.
I 343
Modallogik: Church/Frege: modaler Satz = Proposition Churchs System ist anders aufgebaut: Er schränkt die Quantifikation indirekt ein, indem er Variablen und andere Symbole in modalen Positionen uminterpretiert. Für ihn (wie für Frege) bezeichnet ein Satz, dem ein modaler Operator übergeordnet ist, dann eine Proposition. Der Operator ist ein Prädikat, das auf die Proposition angewandt wird. Wenn wir die Modalitäten ebenso behandeln, wie zuvor die propositionalen Einstellung, dann könnten wir (1) zunächst als
(8) [9 > 4] ist notwendig
(eckige Klammern für Klasse)
uminterprtieren, und die Undurchsichtigkeit der intensionalen Abstraktion anhängen.
Man würde also Propositionen als das auffassen, was notwendig und möglich ist.
I 344
Dann könnten wir das Modell aus § 35 weiterverfolgen und die Modalität versuchen, selektiv durchsichtig wiederzugeben, indem wir selektiv von Propositionen zu Eigenschaften übergehen: (9) x(x > 4) ist notwendig in Bezug auf 9.
Dies steht insofern im Gegensatz zu (8) als "9" hier eine rein bezeichnende Position erhält, in die man quantifizieren und in der man "9" durch "die Anzahl der Planeten" ersetzen kann.
Das schien sich im Fall der en durchaus zu lohnen, als wir z.B. sagen können wollten
(§ 31) es gäbe jemand, von dem man glaubt, er sei ein Spion (> II).
Im Fall der Modalausdrücke kommt aber etwas sehr verblüffendes heraus. Die Redeweise von einem Unterschied von notwendigen und kontingenten Eigenschaften eines Gegenstands.
Bsp Man könnte sagen, Mathematiker seien notwendigerweise rational und nicht notwendigerweise zweibeinig, während Radfahrer notwendigerweise zweibeinig aber nicht notwendigerweise rational. Wie verhält es sich aber mit einem radfahrenden Mathematiker?
Insoweit wir rein bezeichnend von dem Gegenstand sprechen, ist es nicht einmal andeutungsweise sinnvoll, von einigen seiner Eigenschaften als kontingent und anderen als notwendig zu sprechen.
I 344
Eigenschaften/Quine: keine notwendigen oder kontingenten E.(VsModallogik) nur wichtige und weniger wichtige Eigenschaften Freilich gelten einige seiner Eigenschaften als wichtig und andere als unwichtig, einige als dauerhaft und andere als vorübergehend, aber es gibt keine, die notwendig oder kontignet sind. (> Eigenschaften).
Kurioserweise hat gerade diese Unterscheidung philosophische Tradition. Sie lebt fort in den Ausdrücken "Wesen" und "Akzidenz". Man schreibt die Unterscheidung Aristoteles zu. (Wahrscheinlich werden einige Gelehrte protestieren, aber das ist eben die Strafe dafür, dass man Aristoteles irgendetwas zuschreibt.)
I 345
Aber wie ehrwürdig diese Unterscheidung auch immer sein mag, sie lässt sich sicher nicht rechtfertigen. Und damit muss die Konstruktion (9) die diese Unterscheidung so elegant vollzieht ebenfalls scheitern. Wir können die Schuld an den diversen Gebrechen der Modalität nicht der Analytizität in die Schuhe schieben.
Es gibt zu (1) und (2) noch eine Alternative, die uns zumindest ein Stück weit auf so etwas wie Modallogik festlegt. Wir können
"P ist notwendig" als "P = ((x)(x = x))" definieren.
Ob (8) dadurch wahr wird, oder ob sie überhaupt mit der Gleichsetzung von (1) und (2) in Einklang steht, wird davon abhängen, wie eng wir die Propositionen hinsichtlich ihrer Identität konstruieren. Sie dürfen in der Tat nicht so eng konstruiert werden, dass sie den prop. Einst. angemessen sind.
Aber wie sonderlich die Definition auch sein mag, es kommt etwas dabei heraus, das einer Modallogik ohne Quantoren isomorph ist.

VI 41
Abstrakte Gegenstände/Modallogik/Putnam/Parsons: Modaloperatoren können abstrakte Gegenstände einsparen QuineVsModallogik: statt dessen Quantifikation (Postulieren von Gegenständen) damit straffen wir die Wahrheitsfunktionen. Modallogik/Putnam/Parsons/Quine: Putnam und Charles Parsons haben gezeigt, wie im Rückgriff auf Möglichkeitsoperatoren abstrakte Objekte eingespart werden können.
Quine: ohne Modaloperatoren:
Bsp "Alles ist derart, dass es, sofern es eine Katze ist und verdorbenen Fisch ist, und ihm schlecht wird, in Zukunft Fisch vermeiden wird."
((s) logische Form/(s): (x) ((Fx u Gx u Hx) > Vx).
So kann das Postulieren von Gegenständen unsere nur locker bindenden Wahrheitsfunktionen straffen, ohne dass wir zu Modaloperatoren greifen müssen.

VI 102
Notwendigkeit/Möglichkeit/Quine: sind insofern intensional, als sie sich der Substitutivität der Identität nicht fügen. Erneut Schwanken zwischen de re und de dicto.
VI 103
Kontrafaktische Bedingungssätze, irreale Bedingungssätze/KoKo/Quine: sind wahr, wenn ihr Konsequens logisch aus dem Antezedens in Konjunktion mit Hintergrundprämissen folgt. Notwendigkeit/Quine: durch Satzkonstellationen, die von Gruppen akzeptiert werden. (Geht über den einzelnen Satz hinaus).
VI 104
QuineVsModallogik: ihre Freunde wollen der Notwendigkeit einen objektiven Sinn geben.
XI 52
QuineVsModallogik/Lauener: es ist gar nicht klar, auf welche Gegenstände wir uns hier beziehen.
XI 53
Notwendig/Quine/Lauener: („Three Grades of Modal Involvement“): 3 progressive Verwendungsweisen: 1. als Prädikat für Namen von Sätzen: Bsp „N „p““ : „p ist notwendig wahr“. (N: = Quadrat, Box). Das ist harmlos, einfach mit Analytizität gleichzusetzen.
2. als Operator, der sich auf geschlossene Sätze erstreckt: Bsp „N p“: „es ist notwendig wahr, dass p“
3. als Operator auch für offene Sätze: Bsp „N Fx“: daraus durch Existenzgeneralisierung: „(Ex) N Fx“.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsQuine Bigelow Vs Nominalismus
 
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I 62
NominalismusVsBigelow: wird versuchen, unseren Apparat von Relationen von Relationen zu vermeiden. BigelowVsNominalismus: wir brauchen Relationen und Relationen von Relationen in der Wissenschaft.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, ihn hier bewiesen zu haben. Er ist aber die einzige Möglichkeit, um das Problem des Gleichen und des Verschiedenen (Problem der Quantitäten9 zu lösen (und zwar mit den 3 Ebenen).
Einfachheit/BigelowVsNominalismus: wird nie so einheitlich sein können wie unsere realistische Erklärung. Der Nominalismus würde komplexe relationale Prädikate als primitiv annehmen müssen.
I 97
Mengen/BigelowVsNominalismus/Bigelow/Pargetter: wenn er Mengen eliminierte, würde sie durch die Regeln der Zusammensetzung durch die Hintertür wieder hereinkommen.
I 98
Bsp statt referiert auf die Menge der Kaninchen
könnte er sagen
trifft auf alle und nur Kaninchen zu.
BigelowVsNominalismus: man könnnte sagen, das ist nur eine Abkürzung für „die Menge aller und nur der Kaninchen“.
zutreffen/BigelowVsNominalismus/Bigelow/Pargetter. „trifft zu“ muß noch zusätzlich diskutiert werden, bevor diese Paraphrase irgendetwas ontologisches Beweisen könnte. ((s) BigelowVsQuine, >semantischer Aufstieg).
Mengen/Bigelow/Pargetter: ob man an sie glaubt, ist so eine Sache. Die Semantik entscheidet jedenfalls nicht darüber.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsQuine Hintikka Vs Parsons, Ter.
 
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I 37
Nichtexistente Objekte/unverwirklichte Möglichkeiten/HintikkaVsQuine/Hintikka: These: es gibt nichtexistente Objekte, und zwar in der wirklichen Welt (WiWe). (>Possibilia). HintikkaVsQuine: die Philosophen, die sie ablehnen, haben zu stark in syntaktischen Bahnen gedacht.
Hintikka: These: man muss die Frage eher semantisch (modelltheoretisch) beantworten.
Fiktion/Ryle: Test: gilt die Paraphrase?
Terence ParsonsVsRyle: Ryles test schlägt fehlt in Fällen wie Bsp „Mir. Pickwick ist eine Fiktion“.
HintikkaVsParsons: die Relevanz des Kriteriums ist überhaupt fraglich.
I 38
Ontologie/Sprache/sprachlich/HintikkaVsRyle: wie sollten linguistische Fragen wie Paraphrasierbarkeit über ontologischen Status entscheiden? Lösung/Hintikka: für die Frage ob es nichtexistente Objekte gibt: Modelltheorie.
Bsp Puccinis Tosca: her geht es darum, ob die Soldaten Kugeln in ihren Gewehrläufen haben. ((s) sic, von Puccini, nicht von Verdi).
Pointe: selbst wenn sie welche haben, wären es nur fiktive! ((s) innerhalb der Geschichte).
((s) D.h. damit die Geschichte überhaupt erzählt werden kann, muss man annehmen, dass über den entsprechenden Satz mit "wahr" oder "falsch" entschieden werden kann, abhängig davon, ob Kugeln in den Läufen sind. Sonst wäre der Satz unverständlich.)
Modelltheorie/Hintikka: liefert eine ernstzunehmende Antwort. ((s) "wahr im Modell" heißt, in der Geschichte ist es wahr, dass Kugeln in den Läufen sind).
HintikkaVsParsons: man sollte nicht zu stark syntaktisch argumentieren, d.h. nicht bloß fragen, welche Schlußfolgerungen gezogen werden dürfen und welche nicht.
Akzeptanz/Akzeptierbarkeit/Inferenzen/Hintikka: fragen nach der Akzeptierbarkeit von Inferenzen und von Sprache und Intuitionen sind syntaktisch.
sing Term/ontologische Verpflichtung/Existenz/Parsons: Parsons spricht davon, dass der Gebrauch von sing Term uns zu einer existentiellen Generalisierung verpflichtet. Und damit auf eine Referenten. D.h. es ist eine Verpflichtung zu einer Inferenz.
HintikkaVsParsons.
I 41
Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt (WiWe)? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der WiWe. bona fide Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren MöWe existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Möwe dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 42
Existentielle Generalisierung/EG/HintikkaVsParsons: das zeigt, dass sein Kriterium der EG falsch ist, denn sie kann fehlschlagen aus Gründen, die nichts mit Nichtexistenz zu tun haben. Bsp
(1) Königin Victoria wußte, dass Lewis Carroll Lewis Carroll ist
daraus kann man nicht schließen, selbst obwohl Caroll existierte, und dies von der Königin gewusst wurde, dass
(2) (Ex)Königin Victoria wußte, dass Lewis Carroll x ist.
Und daher
(3) Jemand ist so, dass Königin Victoria wußte, dass er Lewis Carroll ist
(2) und (3) sagen dasselbe wie
(4) Königin Victoria wußte, wer Lewis Carroll ist.
Das ist aber nicht von (1) impliziert (entailed).
Existentielle Generalisierung/EG/Hintikka: die Äquivalenz von (2)-(3) mit (4) ist aber ganz unabhängig davon, ob die Quantoren nur über existente oder auch über nichtexistente Objekte gehen.
Der Grund für das Fehlschlagen der EG ist nicht ein Fehlschlagen der Eindeutigkeit.
Eindeutigkeit schlägt allerdings fehl, denn in verschiedenen Situationen, die mit dem Wissen der Königin kompatibel sind, kann der Name Lewis Carroll auf verschiedene Personen angewendet werden. Daher kann nicht nur ein einzelnes, bestimmtes Objekt als Wert von „x“ fungieren.
Daher findet die EG keine Anwendung und (1) und dennoch kann sie so verstanden werden, dass sie den Äußerer auf die Existenz von Lewis Carroll verpflichtet. Daher schlägt Parsons Kriterium fehl.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsQuine Searle Vs Platonismus
 
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John R. Searle
V 170
SearleVsPlatonismus/SearleVsQuine: einfacher Beweis: Bsp "q"sei der Eigenname des Satzes, der durch die Konjunktion aller bekannten wahren Sätze gebildet wird. Dann kann das gesamte Wissen folgendermaßen symbolisiert werden (wobei für »p« Sätze einzusetzen sind):
(Ep)(p = q . p ist wahr)
Nach Quines Kriterium wäre also das einzige, was wir voraussetzen müssten, ein einziger Satz.
2. VsSearle: Diese Argumente stützen sich auf den Begriff der Synonymie, den Quine ablehnt.
SearleVsVs: 1. Nein, weil dann das angeblich neutrale Kriterium in die Auseinandersetzung hineingezogen wird.
2. Wichtiger: Nein, weil die einzigen Synonymien hier durch eine explizite Festsetzung eingeführt worden sind. Daher greifen Quines Einwände hier nicht.
3. VsSearle: Solche "Prädikate" wie "P" sind unlogisch und unsinnig.
V 170/171
SearleVsVs: Quine selbst könnte einen solchen Einwand nicht vorbringen. Er selbst verwendet solche Mittel gegen die Modalität.
V 245/246
SearleVsPlaton: das ist der Grundfehler der Metaphysik, der Versuch, wirkliche oder vermeintliche Eigenschaften der Sprache in die Welt zu projizieren. Die gewöhnliche Erwiderung VsPlaton:
1. Dass Gegenstände bloß Komplexe von Eigenschaften seien. (Unterscheidung zwischen Verweisen und Prädizieren).
2. Tautologie, dass alles, was über einen Gegenstand gesagt werden kann, in Beschreibungen dieses Gegenstandes gesagt werden kann.
SearleVs: beides ist sinnlos. Es ist absurd anzunehmen, ein Gegenstand sei eine Kombination aus eigenschaftslosem Wesen und Eigenschaften. Genauso absurd: Gruppe von Eigenschaften.

IV 80
Fiktion/Literatur/Searle: nicht alle Fiktion ist Literatur (Comic), nicht alle Literatur ist Fiktion. Ich halte es nicht für möglich, Literatur so zu untersuchen, wie ich es jetzt mit der Fiktion tun werde.
IV 81
Es gibt kein gemeinsames Merkmal aller literarischen Formen oder Werke. Dagegen einen stetigen Übergang vom Literarischen zum Nichtliterarischen. SearleVsPlaton: es ist falsch, die Fiktion für eine Lüge zu halten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsQuine Quine Vs Popper, K.
 
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Willard V. O. Quine
Quine XI 32
HolismusVsPopper/Quine/Lauener: der Holismus verhindert einen extremen Falsifikationismus.
XI 106
QuineVsPopper/Lauener: weniger extreme Haltung: erlaubt, dem psychologischen Moment des Erwerbens von bedingten Reflexen, d.h. der Gewöhnung und des Lernens gerecht zu werden.
XI 125
Beobachtungssatz/Konvention/QuineVsPopper/Lauener: Beobachtungssätze sind nicht durch Konventionen vorläufig fixiert, sondern sie werden wegen einer konservativen Strategie aufrechterhalten, solange nichts dagegen spricht. Quine pro Popper: alle Sätze sind grundsätzlich revidierbar.
Normen/Quine/Lauener: sollen zum Bestand der Natur gehören, wenn auch nicht zur Wissenschaft.
XI 126
LauenerVsQuine: Problem: wie erklärt man den den Schritt vom „Sein“ zum „Sollen“. (>Naturalistischer Fehlschluss).
XII 95
Falsifikation//Holismus/QuineVsPopper: zeigt nur, dass eine oder mehrere Aussagen eins Netzwerks falsch sind, aber nicht welche.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Quine Vs Putnam, H.
 
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Willard V. O. Quine
Schurz I 211
Realismus/Wissenschaftstheorie/Schurz: zwei Arten: a) metaphysisch
I 212
b) hypothetisch konstruktiver Realismus: These: die Frage, ob ein theoretischer Terminus (TT) referiert, kann nicht a priori entschieden werden. Das hängt vom Erfolg des Begriffs in der Erfahrungserkenntnis ab. Dann konvergiert die realistische Begründungsfrage mit der instrumentalistischen Bedeutungsfrage!
Wunderargument/PutnamVsQuine/PutnamVsUnterbestimmtheit: (pro Realismus): es wäre ein Wunder, wenn Theorien, die lange empirisch erfolgreich waren, nicht auch realistisch wahr wären.
Unterbestimmtheit/QuineVsPutnam/QuineVsRealismus: These: es ist immer möglich, zu einer gegebenen Theorie T empirisch äquivalente Theorien T* mit stark unterschiedlichem oder sogar inkompatiblem theoretischen Überbau zu konstruieren, so dass unmöglich T und T* zugleich wahr sein können. Derartige empirisch äquivalente Theorietransformationen sind jedoch immer post hoc.
Wunderargument: (Worrall 1997, 153ff, Carrier 2003, §4): kann nur dann Geltung besitzen, wenn man unter empirischem Erfolg die Fähigkeit versteht, qualitativ neue Voraussagen zu machen.
CarrierVsQuine/WorrallVsQuine//Schurz: keine post hoc konstruierte Theorie T* hat das jemals gekonnt.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsQuine Armstrong Vs Quine, W.V.O.
 
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Arm II 88/89
ArmstrongVsQuine: (wie Martin): selbst 4 dimensionale Raumzeit Punkte müssen als Träger von Eig beschrieben werden. Die Eig können nicht "mathematisch gemessen" werden. Es kann keine Quantitäten und Zahlen in Abwesenheit von Eig geben, die sie unterscheiden.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsQuine Block Vs Quine, W.V.O.
 
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Fodor/Lepore IV 184
Block/Fodor/Lepore: ist selbst kein Holist und er akzeptiert die analytisch/synthetisch Unterscheidung. BlockVsQuine: pro Unterscheidung analytisch/synthetisch. (>Lager).
Sein Argument dafür ist vielleicht sogar, den Holismus zu vermeiden, indem er ein Individuationsprinzip vorschlägt, das grobkörnig genug ist, um inferentielle Rollen zu individuieren.
Block kann das anerkennen, was wir über den Zusammenhang von Analytizität und Kompositionalität gesagt haben.
Begriffliche Rolle/CRT/Block: das Problem: ein Kriterium für die Individuation inferentieller Rollen ist nicht in Sicht.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsQuine Brandom Vs Quine, W.V.O.
 
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I 577
Bsp Gavagai: Sätze sind die kleinsten Einheiten, die einen Zug im Sprachspiel machen können. Daher bleibt ein Spielraum wie die Verantwortung zwischen den subsententialen linguistischen Einheiten aufgeteilt sein könnte.
I 578
BrandomVsQuine: Sätze über Kaninchenteile prädizieren zurechtgestutzte Eigenschaften, und zwar unter Heranziehung der verschmolzenen Gegenstände, zu denen sie gehören. Wenn man sing Termini für Teile gebrauchen will, muß es Prädikationen von ihnen geben, die sie nicht bloß durch die Ganzheiten hindurch adressieren, in denen sie vorkommen.
I 579
Für den Gebrauch von Sätzen als übersetzte müssen also einige symmetrische EMSIFs maßgebend sein - die Substitutionen von einem Kaninchenteil-Terminus auf einen anderen erlauben - und dabei auf einer feineren Unterscheidung als der, daß sie zu dem gleichen Ganzen gehören, bestehen! Wenn "Gavagai" ein echtes Sortal sein soll, dann muß die Sprache Gegenstände individuieren können, die es sortiert. Es muß einen Begriff geben für "dasselbe Gavagai". (Im abgeleiteten Schema).
Ohne absurde Klimmzüge kann die Eingeborenen-Sprache auch keine Ausdrücke für Kaninchen-Moleküle haben.
I 580
VsQuine: da keine natürliche Sprache in diesem Sinne nichtautonom sein kann - das kann nur eine künstliche Sprache sein, deren Gebrauch in einer reicheren Metasprache festgelegt ist - ist der Weg der umstandslosen Übersetzung vorzuziehen. Untauglicher Vorschlag zur Lösung: "reindividuierende Übersetzungen": statt von Kaninchen von "integralen Kaninchenteilen" zu reden, oder noch gröbere Individuierungen: "Kaninchenheit" reden: genügt nicht.
BrandomVsQuine: hier geht es um Richtigkeit von Inferenzen, nicht um Quines dürre Grundlage aus Oberflächenreizen.
I 601
Gavagai: wie will man entscheiden, ob die Kaninchenfliege oder das Aufleuchten des hellen Stummelschwanzes die Äußerung auslöst? Man kann es nicht wissen, es kommt nicht auf die VURDs und die entsprechenden Kausalketten an, sondern auf deren inferentielle Rolle! Diese kann z.B. festlegen, ob es um etwas fliegendes oder etwas aufleuchtendes geht.
II 217/218
BrandomVsQuine: schwankt ständig, ob seine "Netze von Überzeugungen" oder "Gesamttheorien" individueller oder gemeinschaftlicher Art sind. Daher ist nicht klar, ob er unsere Kommunikation generell unter diesem Aspekt sieht. I 666 Die Signifikanz einer Überzeugung hängt davon ab, wovon man sonst noch überzeugt ist. (Holismus).
II 224
BrandomVsQuine: dann aber meinen zwei Gesprächspartner unterschiedliche Dinge, wenn sie unterschiedliche Überzeugungen besitzten. (Mit den gleichen Äußerungen). So wird nicht klar, wie die Kommunikation als eine Sache des Teilens von Bedeutungen verständlich gemacht werden kann.
BrandomVsQuine: hielt sich zu sehr an seiner Abneigung gegen sing Term fest und schlug sich mit der Frage herum, wann die "Exportation" legitim sei.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsQuine Burge Vs Quine, W.V.O.
 
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Wol I 260
Namen/Taufe/Burge: These: (wie Kripke): ein Name trifft zu, wenn der Gegenstand den Namen in geeigneter Weise erhalten hat. Der Name geht selbst in die Bedingungen seiner Anwendbarkeit ein. Darin unterscheiden sich Namen von vielen Prädikaten. Bsp das Prädikat "ist ein Hund": ein Gegenstand könnte auch dann ein Hund sein, wenn das Wort "Hund" niemals als ein Symbol verwendet wurde.
Aber ein Gegenstand könnte nicht ein Jones sein, wenn nicht jemand "Jones" als eine Namen verwendete.
Bsp
(2) Jones ist notwendigerweise ein Jones
(3) Diese Entität namens "Jones" ist notwendigerweise eine Entität namens "Jones"
beide erweisen sich als falsch! Namen verhalten sich wie gewöhnliche Prädikate: sie treffen nicht notwendigerweise auf Gegenstände zu.
I 261
BurgeVsQuine/BurgeVsRussell: wir vermeiden die Künstlichkeit indem wir nicht annehmen, daß Namen irgenwelche Prädikate abkürzen noch künstliche Prädikate herstellen. Unsere Theorie scheint auch dem Vorwurf zu begegnen, daß Eigennamen keine Information über den Gegenstand vermitteln und keine Eigenschaften zuschreiben.
Burge: man vermittelt immerhin die Information, daß Bsp jemand Aristoteles heißt.

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010
VsQuine Carnap Vs Quine, W.V.O.
 
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II 173
Analytisch/synthetisch: CarnapVsQuine: versuchte, die Schwierigkeiten zu bewältigen, um die Unterscheidung aufrechtzuerhalten. Einschränkung: die Unterscheidung sollte nur für die sogenannten konstruierten Sprachen gelten. Klare Regeln, wann eine Zusammensetzung erlaubt ist.
VII 147
Pragmatik/Carnap: zusätzliches Problem: ob die Gegenstände existieren. Quine: bezweifelt, daß beim Fehlen eine Explikation der Wörter möglich ist., da er klare behavioristische Kriterien verlangt. So werden diese Wörter sinnlos.
CarnapVsQuine: es ist theoretisch möglich, ohne pragmatische Grundlage (Sprachhandeln, behavioristisch), die Fruchtbarkeit semantischer Begriffe durch die weitere Entwicklung von Sprachsystemen aufzuzeigen. (operationale Verfahren).
VII 151
intensionalistische These der Pragmatik/CarnapVsQuine: die Bestimmung der Intension ist eine empirische Hypothese, die durch Beobachtung der Sprachgewohnheiten überprüft werden kann.extensionalistische These/QuineVsCarnap: die Bestimmung der Intension ist letztlich eine Geschmacksfrage, der Linguist ist frei, weil es nicht überprüft werden kann. Dann stellt sich aber auch nicht die Frage nach der Wahrheit und Falschheit. Quine: das fertiggestellt Lexikon ist ex pede Herculem d.h. wir riskieren einen Irrtum, wenn wir am Fußende beginnen. Aber wir können daraus einen Vorteil ziehen. Wenn wir im Fall des Lexikons hingegen (?) eine Definition der Synonymität hinauszögern, taucht kein Problem auf, als nichts für Lexikographen, das wahr oder falsch wäre.
VII 152
Lösung/CarnapVsQuine: der Linguist muß nicht nur die wirklichen Fälle in Rechnung stellen, sondern auch die möglichen.
VII 153
CarnapVsQuine: die extensionalistische These ist unangemessen: Bsp Eintragung im Lexikon: (3) Einhorn, unicorn Kobold, goblin
andererseits die falsche Eintragung:
(4) Einhorn, goblin Kobold, unicorn
Carnap: die beiden deutschen Wörter haben hier dieselbe Extension, nämlich die Nullklasse (Carnap pro). Wenn die extensionalistische These richtig ist, gibt es dann keinen wesentlichen, empirisch überprüfbaren Unterschied zwischen (3) und (4).
VII 154
QuineVsCarnap: könnte antworten, daß der Mann auf der Straße nicht willens sei, etwas über nichtexistierende Gegenstände zu sagen.
VII 155
CarnapVsQuine: die Prüfungen, die die Intensionen betreffen, sind von Existenzfragen unabhängig. Der Mann auf der Straße ist sehr wohl imstande, Fragen in Bezug auf angenommene kontrafaktische Situationen zu verstehen.
Quine XI 150
Ding/Gegenstand/Carnap/Lauener: Dinge anzunehmen bedeutet nur die Wahl einer gewissen Sprache. Es heißt nicht, an diese Dinge zu glauben.
XI 151
CarnapVsQuine: sein Existenz Kriterium (Wert einer gebunden Variablen zu sein) hat insofern keine tiefere Bedeutung, als darin nur eine Sprachwahl zum Ausdruck kommt. QuineVsCarnap: Sprache und Theorie können nicht so getrennt werden. Wissenschaft ist die Fortsetzung unserer täglichen Praxis.

Stroud I 221
Traum/Quine/Stroud: Quine schließt an keiner Stelle die Möglichkeit aus, dass wir die ganze Zeit träumen. (>Descartes). Skeptizismus/Empirie/Carnap: kann nicht empirisch beantwortet werden.
Wissen/Carnap: allerdings kann es empirische Untersuchungen geben, die zeigen, wie wir zu Wissen gelangen.
naturalisierte Erkenntnistheorie/Quine: soll das leisten.
CarnapVsQuine: Pointe: eben weil sie eine empirische Untersuchung ist, kann sie die traditionelle Frage des Philosophen nicht beantworten.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsQuine Chomsky Vs Quine, W.V.O.
 
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I 319
Sprache/Quine: Geflecht von Sätzen. Theorie/Sprache/ChomskyVsQuine: Quine selbst muß sogar voraussetzen, daß beide getrennt sind: er ist sicher nicht der Ansicht, daß zwei monolinguale Sprecher der selben Sprache keine Meinungsverschiedenheiten haben können!
((s) Wenn Sprache und Theorie identisch wären, könnte man sich nicht streiten, da selbst nach Quine die Theorien eine gewisse Einheitlichkeit haben müssen).
Chomsky: sonst wäre nach Quine jeder Streit völlig irrational, wie zwischen zwei Sprechern verschiedener Sprachen.
I 320
Def Sprache/Quine: "Komplex von vorliegenden Dispositionen zu verbalem Verhalten, in denen sich Sprecher derselben Sprache notgedrungen einander angeglichen haben". (W+O,27) Sprache/ChomskyVsQuine: dann müßte sich unsere Disposition zu einem bestimmten Verbalverhalten durch ein bestimmtes System erklären lassen. Das ist sicher nicht der Fall.
I 321
Verstärkung/ChomskyVsQuine: sein Begriff der "Verstärkung" ist nahezu leer. Wenn zum Lernen Verstärkung benötigt wird, läuft das darauf hinaus, daß Lernen nicht ohne Daten vonstatten gehen kann. Das ist noch leerer als bei Skinner, der im Gegensatz zu Quine nicht einmal verlangt, daß verstärkende Reize einwirken. Hier genügt es, daß die Verstärkung bloß vorgestellt ist.
I 324
Sprachlernen: behavioristisch/Quine: Konditionierung, Assoziation ChomskyVsQuine: zusätzlich Prinzipien, nur so unendlich viele Sätze erklärbar. Wahrscheinlichkeit/Sprache/ChomskyVsQuine: der Begriff der "Wahrscheinlichkeit eines Satzes" ist völlig nutzlos und leer:
I 325
Übersetzungsunbestimmtheit, Unbestimmtheit: ChomskyVsQuine: Disposition entweder in Bezug auf Reiz, oder in Bezug auf Gesamtkorpus der Sprache: dann alle Sätze gleichwahrscheinlich (Bezugsklassen)
I 326
logische Wahrheit/Quine: wird bei ihm von Konditionierungsmechanismen hergeleitet, die bestimmte Satzpaare miteinander assoziieren,
I 327
so daß unsere Kenntnis der logischen Relationen als ein finites System verknüpfter Sätze repräsentierbar sein muß. ChomskyVsQuine: dabei bleibt unklar, wie wir logische von kausalen Relationen unterscheiden.
Wahrheitsfunktionen/Quine: erlauben eine radikale Übersetzung ohne "nicht verifizierbare analytische Hypothesen" daher lassen sie sich aus dem empirischen Datenmaterial unmittelbar erlernen (W+O § 13)
ChomskyVsQuine: seine Bereitschaft, diese Dinge innerhalb des Rahmens der radikalen Übersetzung anzusiedeln, zeigt möglicherweise, daß er bereit ist, Logik als eine angeborene erfahrungsunabhängige Basis für das Lernen anzusehen.
Dann ist es jedoch willkürlich, gerade diesen Rahmen als angeboren zu akzeptieren, und nicht auch vieles andere, das man ebenfalls beschreiben oder sich vorstellen kann.
I 328
ChomskyVsQuine: sein eng gefaßter Humescher Rahmen (Chomsky pro) mit der Sprache als endlichem (!?) Geflecht von Sätzen ist mit diversen Binsenwahrheiten unverträglich, die auch Quine sicherlich akzeptieren würde
I 329
analytische Hypothese/Reizbedeutung/Quine: Reizbedeutung involviert im Gegensatz zur analytischen Hypothese lediglich "normale induktive Ungewißheit". Da die entsprechenden Sätze Wahrheitsfunktionen enthalten können, führen sie zur "normalen Induktion". Das ist noch keine "Theoriekonstruktion" wie bei den analytischen Hypothesen.
ChomskyVsQuine: die Unterscheidung ist nicht klar, weil die normale Induktion auch innerhalb der radikalen Übersetzung vorkommt.
I 330
ChomskyVsQuine: Vs "Eigenschaftsraum": nicht sicher ob die Begriffe der Sprache mit physikalischen Dimensionen erklärt werden können Aristoteles: eher mit Handlungen verknüpft VsQuine: nicht evident, daß Ähnlichkeiten in einem Raum lokalisierbar sind Prinzipien, nicht "gelernte Sätze" I 333 VsQuine: kann nicht von "Disposition zur Reaktion" abhängig sein, sonst wären Stimmungen, Augenverletzungen, Ernährungsstand usw. zu maßgeblich I 343 Sprache muß vielleicht gar nicht gelehrt werden.
I 335
Synonymie/ChomskyVsQuine: (dieser hatte vorgeschlagen, daß Synonymie "grob gesprochen" in annähernder Gleichheit der Situationen, und annähernd gleicher Wirkung bestehe). Chomsky: es besteht nicht einmal annähernde Gleichheit in den Bedingungen, die mit Wahrscheinlichkeit synonyme Äußerungen hervorbringen.
ChomskyVsQuine: Synonymie kann man also nicht mit Hilfe von Gebrauchsbedingungen (Behauptungsbedingungen) oder Wirkungen auf den Hörer charakterisieren. Es ist wesentlich, zwischen langue und parole, zwischen Kompetenz und Performanz zu unterscheiden.
Es geht um sinnvolle Idealisierung, Quines Idealisierung ist sinnlos.
I 337
Übersetzungsunbestimmtheit/ChomskyVsQuine: die These läuft in einem psychologischen Kontext auf eine unplausible und ziemlich gehaltlose empirische Behauptung hinaus, nämlich darüber, welche angeborenen Eigenschaften der Geist zu Spracherwerb beisteuert. In einem erkenntnistheoretischen Kontext ist Quines These lediglich eine Version der bekannten skeptischen Argumente, die genauso gut auf die Physik oder anderes angewendet werden können.
I 337
Unterbestimmtheit/Unbestimmtheit/Theorie/ChomskyVsQuine: jede Hypothese geht über die Daten hinaus, sonst wäre sie uninteressant
Quine V 32
Def Sprache/Quine: „Komplex von Dispositionen zu sprachlichem Verhalten“. ((s) das könnte man zirkulär nennen, weil „sprachlich“ vorkommt. Vs: dann soll damit ausgedrückt werden, dass es neben dem Verhalten eben nicht noch eine Sprache gibt.)
Disposition/ChomskyVsQuine: so ein Komplex lässt sich vermutlich als eine Menge von Wahrscheinlichkeiten darstellen, unter bestimmten Umständen eine Äußerung zu machen.
Vs: der Begriff der Wahrscheinlichkeit bringt gar nichts: die Wahrscheinlichkeit, mit der ich einen bestimmten englischen Satz äußere, ist gar nicht zu unterscheiden von der Wahrscheinlichkeit, mit der ich einen bestimmten japanischen Satz äußere.
QuineVsChomsky: man vergesse nicht, dass Dispositionen ihre Bedingungen haben.
V 33
Diese finden wir durch das Verfahren von Frage und Zustimmung.
Quine XI 115
Sprache/Theorie/ChomskyVsQuine/Lauener: die Sprache einer Person und ihre Theorie sind auf jeden Fall verschiedene Systeme, auch wenn man Quine sonst zustimmen würde.
XI 116
Quine: (dito). Unbestimmtheit der Übersetzung: wegen ihr kann man nicht von einer gegenüber Übersetzungen invarianten Theorie sprechen.
Man kann auch nicht sagen, dass eine absolute Theorie in verschiedenen Sprachen formulierbar sei, oder auch umgekehrt, dass verschiedene (sogar einander widersprechende) Theorien in einer Sprache ausgedrückt werden können.
((s) >Wegen der ontologischen Feststellung, dass ich nicht über Ontologie streiten kann, indem ich dem anderen sagen, dass es die Dinge, die es bei ihm gebe, bei mir nicht gibt, weil ich dann den Selbstwiderspruch aufstelle, dass es Dinge gibt, die es nicht gibt).
Lauener: das entspräche dem Irrtum, dass die Sprache die Syntax, die Theorie aber den empirischen Gehalt beisteuere.
Sprache/Theorie/Quine/Lauener: d.h. nicht, dass es gar keinen Gegensatz zwischen beiden gäbe: insofern dennoch zwei verschiedene Theorien in derselben Sprache niederlegt werden, heißt das dann, dass die Ausdrücke nicht in allen Ausdrücken austauschbar sind.
Es gibt aber auch Kontexte, wo die Unterscheidung Sprache/Theorie keinen Sinn hat. Daher ist der Unterschied graduell. Die Kontexte, wo Sprache/Theorie austauschbar sind, sind die, wo Quine von einem Netzwerk spricht.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Churchland Vs Quine, W.V.O.
 
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Fodor/Lepore IV 78
ChurchlandVsQuine: wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es einen "anglophonen Hyperraum" mit einer anglophonen Hyperfläche für englische Sätze gäbe.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
VsQuine Davidson Vs Quine, W.V.O.
 
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I 41
Quine verbindet Bedeutung und Inhalt mit dem Feuern von Sinnesnerven (Kompromißvorschlag) Dadurch wird seine Erkenntnistheorie naturalistisch. - DavidsonVsQuine: Quine sollte das fallenlassen (den Naturalismus beibehalten) aber das, was nach Abzug der ersten beiden Dogmen von Empirismus übrigbleibt. - DavidsonVsQuine: nennt: "Drittes Dogma"(>Quine, Theorien und Dinge, Antwort) Dualismus von Schema und Inhalt. Davidson: Schema: Sprache mitsamt der in ihr enthaltenen Ontologie und Welttheorie; I 42 - Inhalt: das gestalthafte Feuern der Neuronen. Argument: so etwas wie der Begriff des uninterpretierten Inhalts sei nötig (DF) um den Begriffsrelativismus begreiflich zu machen. Bei Quine eben neurologischer Ersatz für Sinnesdaten als Grundlage für den Begriffsrelativismus. Davidson: Quines Trennung von Schema und Inhalt wird aber an einer Stelle deutlich: (Wort und Gegenstand) . Quine: "...indem wir diese Anhaltspunkte von der Weltsicht des Menschen subtrahieren, erhalten wir als Differenz das, was er selbst zu dieser Weltsicht beiträgt. Diese Differenz markiert das Ausmaß der begrifflichen Souveränität des Menschen, den Bereich, in dem er seine Theorie revidieren kann, ohne etwas an den Daten zu ändern." I 43 - A propos QuineVsStroud: "Wenn alles anders wäre": wir würden nichts merken ... -DavidsonVsQuine: Ist das überhaupt richtig? Nach der proximalen Theorie könnte man angenommen: der eine sieht ein Kaninchen, der andere ein Warzenschwein und beide sagen: Gavagai! (Ähnliches könnte bei Blinden, Taubstummen, Fledermäusen oder sogar bei geringem Astigmatismus geschehen. Gehirne im Tank können sich sogar in dem Maße irren, wie Stroud es befürchtet. Doch jeder verfügt über eine Theorie, die seinen Empfindungen ihre Struktur bewahrt! I 55 Dann kann man Cresswell schon verstehen, wenn er CreswellVsQuine sagt: er habe ein Reich reifizierter Erfahrungen oder Erscheinungen, welches einer unerforschlichen Realität gegenüberstehe. QuineVsCresswell >Quine III) - DavidsonVsQuine: er sollte unverblümt für die distale Theorie eintreten, und die aktive Rolle des Interpreten anerkennen. Der Sprecher muß dann auf die für beide Seiten auffälligen Ursachen in der Welt von der beide reden, Bezug nehmen. I 64
DavidsonVsQuine: Sein Versuch ist an der ersten Person orientiert, und damit cartesianisch. Ebenso wenig glaube ich, wir könnten ohne einige wenigstens stillschweigend zu eigen gemachte Normen auskommen. ProQuine: sein beherzt in der dritten Person vorgetragenener Zugang zur Erkenntnistheorie. I 66 - Quine: Ontologie nur physikalische Objekte und Klassen -Handlung kein Gegenstand - DavidsonVsQuine: Handlung Ereignis und Referenzobjekt. Diese Ontologie zu explizieren wird zu einer Sache der Semantik. Welche Entitäten müssen wir annehmen, um eine natürliche Sprache zu verstehen? (II 93? Seitenzahl?)
I 165 (Seitenzahl?)
McDowell: Welt/Denken/Davidson: (laut McDowell): Feind überhaupt der Frage, wie wir mit der empirischen Welt in Berührung kommen. Da gibt es gar kein Rätsel. Keine Wechselwirkung von Spontaneität und Rezeptivität! (DavidsonVsQuine.)Schema/Inhalt/Davidson: (Drittes Dogma): Schema: Sprache bei Quine - Inhalt: "empirische Bedeutung" bei Quine. (I 165) Begriffliche Souveränität/Quine: kann so weit gehen, dass inkommensurable Weltsichten resultieren. DavidsonVsQuine: Erfahrung kann keine Basis des Wissens außerhalb unserer Meinungen bilden. Sie müßte sonst gleichzeitig innerhalb und außerhalb des Raums der Vernunft liegen.

Fodor/Lepore IV 225
Anmerkung
13. > IV 72
Radikale Interpretation/RI/Quine: seine Variante ist ein erster Schritt um zu zeigen, dass der Begriff der linguistischen Bedeutung nicht wissenschaftlich nützlich ist und dass es einen "großen Bereich" gibt, in dem die Anwendung ohne empirische Einschränkung variiert werden kann. (W + O,S. 26 > begriffliche Souveränität?). DavidsonVsQuine: im Gegensatz dazu: RI ist eine Basis für die Leugnung, dass es einen Sinn hätte zu behaupten, Individuen oder Kulturen hätten verschiedene Begriffsschemata.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsQuine Dennett Vs Quine, W.V.O.
 
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II 132
de re/de dicto/DennettVsQuine: hoffnungslose philosophische Lehre, es gäbe zwei verschiedene Arten von Überzeugung! Einzige Ausnahme: Bsp ich muß einen Gegenstand mit den Augen verfolgen, bevor ich eine Beschreibung anfertigen kann. "Vorrang des Verfolgens vor der Beschreibung."
Aber wir können auch die direktesten, primitivsten Fälle des Verfolgens mit den Sinnen in den de-dicto-Modus fassen: "das was-immer-es -auch-sei", das für den momentanen Bildpunkthaufen verantwortlich ist. (>Disjunktion)
De re/de dicto/Dennett: der Unterschied liegt im Blickwinkel, nicht im Phänomen.
Münch III 343
DennettVsQuine: zu stark behavioristisch gebunden. Was geschieht mit der Aufgabe des Übersetzers, wenn man sich von der behavioristischen Terminologie löst?
Münch III 362
Gavagai/Dennett: Quine setzt voraus, daß der Sprachforscher sich bereits von der kommunikativen Natur der Eingeborenen überzeugt hat. (s) Frage: kann der Behaviorismus überhaupt Kommunikation voraussetzen?

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsQuine Dummett Vs Quine, W.V.O.
 
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I 142
Da sich der Wortschatz ändert und verschieden eingesetzt werden kann, faßt Davidson nicht mehr die Sprache einer bestimmten Einzelperson als Ausgangseinheit auf, sondern die Disposition zum Sprachgebrauch. DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache vorrangig.
I 149
DummettVsDavidson,DummettVsQuine: Es ist unzulässig, davon auszugehen, daß Bedeutung und Verstehen von der privaten und nicht mitteilbaren Kenntnis einer Theorie abhängen. Es ist nicht natürlich, ausgerechnet den Idiolekt in erster Linie als Werkzeug der Verständigung aufzufassen. Man ist dann eher versucht, einen inneren Zustand der betreffenden Person als dasjenige anzusehen, das den Ausdrücken des Idiolekt ihre jeweiligen Bedeutungen verleiht. Bsp Das, was ein Schachzug bedeutet, leitet sich nicht von der Kenntnis der Regeln durch die Spieler her, sondern von den Regeln selbst.
Fodor/Lepore IV 34
Sprachphilosophie/Fodor/Lepore: gegenwärtiger Stand (1992): 1. es könnte sich herausstellen, dass der semantische Anatomismus richtig (und der Atomismus falsch) ist, und dennoch der Holismus nicht folgt, weil die (a/s) U dennoch aufrechtzuerhalten ist. (VsQuine).
Vertreter: DummettVsQuine: die kleinste Sprache, in der man die Proposition, dass P ausdrücken könnte ist die, die jene Propositionen ausdrücken kann, mit denen P analytisch verbunden ist.
2. es könnte sich herausstellen, dass der semantische Anatomismus richtig (und der Atomismus falsch) ist, und dennoch der Holismus nicht folgt, weil obwohl die (a/s) U nicht aufrechtzuerhalten ist, weil es eine andere Weise der Unterscheidung für jene Propositionen gibt, die konstitutiv für Inhalt sind, und solchen die es nicht sind.
3. es könnte sich herausstellen, dass der Holismus aus der Annahme folgt, dass semantische Eigenschaften anatomisch sind, aber dass semantische Eigenschaften überhaupt nicht anatomisch sind! Das hieße, dass der semantische Atomismus wahr wäre.

Wenn 3 wahr sein sollte, muss jemand eine neue Geschichte erfinden über die Relation Symbol/Welt, die nicht auf Ähnlichkeit oder behavioristischem Reiz Reaktions Schema beruht.
Fodor/Lepore: These was wir bezweifeln ist, dass die bisherigen Argumente zeigen, dass der Atomismus nicht wahr sein könnte.
Aber wir wollen mäßig sein. ("Modesty is our middle name").

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsQuine Esfeld Vs Quine, W.V.O.
 
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I 27
Modallogik/Holismus/EsfeldVsQuine: wir können auf ML nicht verzichten, wenn wir den Holismus präzise ausarbeiten wollen.
I 61
semantischer Holismus/SH/EsfeldVsQuine: wir brauchen ein besseres Argument für ihn als da aus Two Dogmas: denn es ist noch nicht klar, ob er am besten zum Typ B (top down) gezählt werden soll. Quines einziges Argument dafür ist der von ihm vorausgesetzte Verifikationismus (Bedeutung als Methode der Verifikation).
Two Dogmas: Schluß: wenn ich die Grenze zwischen analytischen und synthetischen Aussagen ablehne, verpflichte ich mit einem strikteren Pragmatismus: jeder hat einerseits sein wissenschaftliches Erbe und andereseits ist er einem unaufhörlichen Sperrfeuer sinnlicher Reize ausgesetzt. Die Anpassungen dieses Erbes sind, sofern sie rational sind, pragmatisch.
I 64
Erfahrung/Quine: (seit W + O) begrifflich! Aber VsKuhn! Statt dessen: Beobachtungsaussagen stehen außerhalb des semantischen Holismus. Jede dieser Aussagen hat eine Bedeutung unabhängig von den anderen. Hier ist Bedeutung nicht eine Eigenschaft, die an Beziehungen zu anderen Aussagen oder Überzeugungen gebunden ist.
EsfeldVsQuine: es ist jedoch unklar, wie eine Trennung zwischen Beobachtungsaussagen und Theorieaussagen bestehen kann.
I 66
semantischer Holismus/Esfeld: folgt nur, wenn die Bedingungen dafür, Überzeugungen zuzuschreiben, zugleich die Bedingungen dafür sind, die den begrifflichen Inhalt der Überzeugungen determinieren. Quine: geht vom Bestätigungs Holismus zum Bedeutungs Holismus.
VsQuine: setzt Verifikationismus voraus.
EsfeldVsVs: man könnte sagen, daß das Argument für die Verbindung eine transzendentales ist.
Transzendental/(nach Kant): die notwendigen Bedingungen dafür, daß man jemand Überzeugungen zuschreibt, sind zugleich die Bedingungen der Möglichkeit dafür, daß der Sprecher Überzeugungen hat. Das läuft darauf hinaus:
Esfeld These: von einer anderen Person interpretiert zu werden ist eine notwendige Bedingung dafür, daß eine Person Überzeugungen hat.
Transzendental/Stroud: (1968): transzendentale Argumente implizieren eine verifikationistische Prämisse!
I 67
Esfeld: ein Argument für die These könnte sein, daß begrifflicher Inhalt öffentlich ist. Wenn wir hier Wittgenstein folgen, reicht das aus.
I 116
Kripkes Wittgenstein/Quine/"Ontologische Relativität": in der Muttersprache können wir Unbestimmtheit letztlich vermeiden, wenn wir ihre Wörter wörtlich verstehen. EsfeldVsQuine: der soziale Holismus zeigt hingegen, warum wir uns mit der Muttersprache zufriedengeben können.

I 366
Bedeutung/Unbestimmtheit/Holismus/EsfeldVsQuine: (2.3.4, 2.3.1) inferentielle Semantik kann begrifflichen Inhalt durch normative Pragmatik bestimmen. (Keine Unbestimmtheit mehr). Überzeugungs Holismus: (4.2) außerdem Perspektive auf eine direkten Realismus.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsQuine Field Vs Quine, W.V.O.
 
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I 129
Nominalismus/Wissenschaft/Theorie/FieldVsQuine-Putnam-Argument: ein Argument um zu zeigen, daß nominalistische Ressourcen adäquat für gute Wissenschaft sein wäre: (E) Für jede platonistische wissenschaftliche Theorie gibt es eine nominalistische Theorie zu der die platonistische eine konservative Erweiterung ist.
Aber das ist trivial, wenn es keine Beschränkungen darüber gibt, welche Mengen von Sätzen, die unter logischer Folgebeziehung abgeschlossen sind, als Theorien zählen. Natürlich ist jede platonistische Theorie T eine konservative Erweiterung der "Theorie" die aus nominalistischen Folgerungen von T besteht.
Wir müssen (E) so verstärken, dass uninteressante nominalistische Theorien ausgeschlossen sind.
Science without numbers: hier habe ich nicht mit (E) argumentiert.
(E) oder jede verstärkende Erweiterung ist eine Existenzbehauptung einer hinreichend breiten Variation von nominalistischen Theorien, und das geht über die Behauptung der Konservativität mathematischer Theorie hinaus.
I 241
Konservativität/Mathematik/Field: Wahrheit erfordert keine Konservativität! Wahre empirische Theorien sind offensichtlich nicht konservativ! Wohl aber ist Konservativität auch von den meisten Realisten für die Mathematik anerkannt. Sie sagen nämlich, daß gute Mathematik nicht nur wahr, sondern notwendig wahr ist!
Konservativität/Field: (s.o.) konservative Mathematik hat die Eigenschaften der notwendigen Wahrheit, ohne selbst wahr sein zu müssen.
Quiner: ist Realist in Bezug auf Mathematik. Er will die Rede von mathematischer Notwendigkeit im Kein ersticken. Dafür braucht er dann aber die Konservativität.
FieldVsQuine: dafür müsste er dann aber einen großen Umbau an seiner These vornehmen, dass Mathematik kontinuierlich in den Rest der anderen Wissenschaften übergeht.
Logik/Empirie/Quine: These: Logik könnte empirisch widerlegt werden.
Konservativität/Field: damit steht aber in Einklang, daß Mathematik empirisch widerlegt wird, während die Logik intakt bleibt.

Horwich I 407
interner Realismus/iR/Existenz/Ontologie/Objekt/Putnam : welche Objekte es gibt, ist nach dem iR nur innerhalb einer Theorie zu entscheiden FieldVsPutnam: ich bin nicht sicher, ob ich verstehe was er meint. Ich nehme an, dass er meint, es gibt mehrere korrekte Theorien, die die Frage der Ontologie unterschiedlich beantworten. Aber das ist zu trivial.
schärfer: (Put. S. 72 74)zwei gleichermaßen korrekte Theorien können verschiedene Ontologie haben.
PutnamVsRedundanztheorie: gibt keine Erklärung unseren Verstehens.
FieldVsPutnam: das impliziert dann aber weder Geist Unabhängigkeit noch Theorie Abhängigkeit! Und es widerlegt nicht die Korrespondenztheorie. Bsp man kann das Verhalten elektrisch geladener Körper mit oder ohne die Annahme von Feldern erklären.
Ontologie/Existenz/Field: die meisten von uns würden sagen, dass mehr existiert, als man zu behaupten gezwungen ist.
FieldVsQuine: Bsp es ist selten entscheidend, die Existenz unabgetrennter Kaninchenteile zusätzlich zur Existenz von Kaninchen zu behaupten.
FieldVsPutnam: wenn das klar ist, dann kann man kaum anti realistische Konsequenzen aus der Tatsache ziehen, dass zwei gleich gute Theorien in der Ontologie differieren können.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsQuine Fodor Vs Quine, W.V.O.
 
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Esfeld I 62
FodorVsQuine: (und Lepore): der Bestätigungs Holismus und der Verifikationismus beziehen sich auf verschiedene Sachen: Verifikationismus: bezieht sich auf Sprachliches.
Bestätigungs Holismus: bezieht sich auf sprachübergreifende Entitäten wie Propositionen.
EsfeldVsFodor: wenn wir jedoch von Überzeugungen ausgehen, können wir beides zusammenfassen.

Fodor II 114
Sprache/Verhalten/Bedeutung/Quine/Fodor: aber selbst wenn es eine feststellbare Eigenschaft gäbe, wie sollten wir die Behauptung rechtfertigen, angenommen, wir hätten sie gefunden? Quine: (The Problem of Meaning in Linguistics): Test für die Frage, ob S eine grammatische Phonemfolge sei: ob die Äußerung Verwunderung auslöse.
FodorVsQuine: das geht in beiden Richtungen fehl: 1. fast alle Äußerungen in der Alltagssprache sind ungrammatisch!
2. Fast jeder grammatische Satz kann in gewissen Situationen Verwunderung auslösen!
Unsere Intuitionen über die Grammatik sind oft nicht im Einklang mit der Grammatik selbst.
Auf der anderen Seite ist die Intuition in der Semantik weit unzuverlässiger als in der Grammatik.

Fodor/Lepore IV 54
Fodor/Lepore VsQuine: sein Argument ist ein Fehlschluss der Äquivokation! ((s) Zwischen Aussage und Formel). (Nämlich:
IV 52
Quine/Fodor/Lepore: Def Immanenz der Bestätigung: die These, dass weil Bestätigung über Arten von Entitäten definiert ist, deren Verbindung
IV 53
zu einer bestimmten Theorie wesentlich ist, es nicht möglich sein muss, solche Fragen so zu konstruieren, als ob es darum ginge, ob zwei Theorien in Bezug auf die Bestätigungsbedingungen übereinstimmen.)
IV 76/77
Kind/Spracherwerb/Sprachlernen/Quine: hat das Kind vielleicht einen Hintergrund (vielleicht angeboren), z.B. über den Charakter seines Dialekts? Jedenfalls unterscheidet dieser sich dann von dem des Linguisten, dass er kein Bootstrapping ist. Fodor/LeporeVsQuine: das ist überhaupt nicht gerechtfertigt. Seine Wahl einer WT rechtfertigt nicht wahren Glauben und liefert kein Wissen.
Aber dann kann man dem Kind auch kein Wissen über die Sprache zuschreiben!
Lösung: Kinder kennen die Sprache in dem Sinne, dass sie sprechen können, daher haben sie jeden möglichen wahren Glauben, den das Sprechen erfordern mag ((s) und der damit vereinbar ist, also darüber hinausgeht).
Auch Quine glaubt nicht, dass die epistemische Situation des Kindes vollständig dadurch charakterisiert ist, dass man die Beobachtungsdaten bestimmt. Irgendwie verallgemeinert auch das Kind.
Problem: die Prinzipien der Verallgemeinerung können nicht ihrerseits gelernt sein. (Sonst Regreß). Sie müssen angeboren sein.
Lösung/Quine: Ähnlichkeitsraum. Gleichfalls:
Skinner: "intakter Organismus " mit angeborenen Dispositionen, in die eine, aber nicht die andere Richtung zu verallgemeinern.
Hume: Assoziationsmechanismen, "intrinsisch" in der menschlichen Natur usw.

Anmerkung
IV 237
13 > IV 157 o
Kausaltheorie: viele Philosophen halten kausale Beziehungen für konstitutiv für semantische Eigenschaften, aber ihre Beispiel beziehen sich immer auf spezielle Intuitionen über spezielle Fälle, wie z.B. dass wir die mentalen Zustände von Zwillingen (ZE?) unterscheiden müssen. Quine: dieser hat im Gegensatz dazu kein Problem zu erklären, warum das, was Zustimmung kausal veranlaßt, dasselbe sein muss, das wie WB festlegt. Denn Davidson schreibt zu recht, dass das für Quine die "sensorischen Kriterien" sind, die Quine als Evidenz behandelt.
Und als Verifikationist nimmt Quine die Evidenzrelation (Belege) als ipso facto konstitutiv für semantische Relationen. ((s): Relation/Relation).
VsQuine: der Preis den er dafür bezahlt ist, dass er kein Argument gegen den Skeptizismus hat!

IV 218
Intuitionismus/Logik/Quine/Fodor/Lepore: Quine favorisiert eine ökumenische Geschichte, der zufolge die logischen Verbindungen (Junktoren) verschiedenes bedeuten, je nachdem ob in klassischer oder intuitionistischer Logik gebraucht. Fodor/LeporeVsQuine: solange es keinen transtheoretischen Begriff von Satzidentität gibt, ist es unklar, wie das überhaupt festgestellt werden soll.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsQuine Frege Vs Quine, W.V.O.
 
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Quine III 297
Zahlenname/Zahlen/Quine: die sing Term als Namen für Zahlen können in der Form von Abstrakta konstruiert werden. Bsp Def 0: ist die Klasse aller und nur der Klassen, die keine Elemente enthalten
„0“ für „a^~(Ex)(x e a)“.
III 298
D.h. 0 ist die Klasse, deren einziges Element die leere Klasse ist. ((s) FregeVsQuine: leere Klasse ja, aber nicht als Element). ((s) 0 hier ohne Anführungszeichen, also nicht Zahlenname?). Def Eins/Zahlennahme/Quine: 1 ist die klasse aller Klassen a, die jede genau ein Element y enthalten:
„1“ für „a^(Ey)(x)(x e a . ↔ . x = y)”.
Def „zwei“/“drei/2”/”3”/Zahlenname/Quine: lassen sich dann als „1+1“, „1+2“ usw. erklären, sobald wir eine Definition von „+“ (Pluszeichen) haben.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Goodman Vs Quine, W.V.O.
 
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IV 21
Quine: >Individuation wird festgelegt durch ein Bündel wechselseitig aufeinander bezogener grammatischer Partikel und Kostruktionen. Pluralbildungen, Pronomen, Zahlwörter, das "ist" (der Identität) und die davon abgeleiteten "derselbe" und "ein anderer". GoodmanVsQuine: er versäumt es zu erklären, daß die Interpretation dieser Partikel nicht geleistet werden kann, ohne Berücksichtung der Dingorte, die sie individuieren. Die Interpretation ändert sich, wenn sie in unterschiedliche Systeme eingesetzt werden.
IV 22
Bsp Sonnenuntergang. Ob wir dasselbe Ding sehen wie gestern, hängt davon ab, ob wir und mit der Identifizierung von Sonnen oder Untergängen beschaftigen. (>Kennzeichnung).
Quine V 30
Disposition/GoodmanVsQuine: ein Dispositionsausdruck ist ein Wechsel auf eine schließlich mechanische Beschreibung und daher zirkulär. Die mechanistischen Termini werden letztlich implizit Dispositionstermini sein. QuineVsGoodman/QuineVsCarnap: ich bin, anders als die beiden, mit einem theoretischen Wortschatz zufrieden, von dem einige physikalische Grundprädikate zunächst mit Hilfe der Dispo Redeweise gelernt wurden. (Heuristische Rolle).

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Hacking Vs Quine, W.V.O.
 
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I 278
Semantischer Aufstieg/Quine/Hacking : Modeströmung. "Rede nicht über Dinge, sondern über die Art und Weise, wie wir über die Dinge reden.". VsTheoriebeladenheit der Beobachtung. Hacking pro.
I 301
Beobachtung/Quine: abhängig von der Gemeinschaft, in der man sich aufhält, schon an der Geläufigkeit des Dialogs zu erkennen. Beobachtung/HackingVsQuine: ist eine Fertigkeit, nicht etwas, was in einer Gemeinschaft vorhanden ist.
I ~ 300
QuineVsTheoriebeladenheit der Beobachtung! Beobachtungen sind das, worüber sich die Zeugen an Ort und Stelle einig sind. HackingVsQuine: die Kompetenz, die Entdeckungen Karoline Herrschels (Kometen) zu beurteilen, besaßen nur sie selbst und in geringerem Maße ihr Bruder Wilhelm.
Wie kommt es, dass ein Experiment überzeugend wirkt? Damit hat Beobachtung herzlich wenig zu tun!

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsQuine Harman Vs Quine, W.V.O.
 
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Brandom I 666
Gilbert HarmanVsQuine: Bsp Wenn eine Wolke an der Sonne vorbeizieht, führt das dazu, dass sich die Bedeutung meiner Worte ändert? Mindestens erhält das Konditional "Wenn eine Wolke vor der Sonne steht, dann p" ein anderes Potential zur Transformation meiner Festlegungen.
Rorty I 220
HarmanVsQuine/Rorty: (Two Dogmas): die behavioristische Behandlung von »Wahrheit kraft Bedeutung« in diesem Aufsatz ist eigentlich uninteressant (Harman): Bsp »der Präsident ging nach Vietnam« und »Johnson ging nach Vietnam«.

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsQuine Kant Vs Quine, W.V.O.
 
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Danto2 I 133
KantVsQuine: synthetische Urteile apriori, vor jeder Erforschung der Welt erkennbar. Daran knüpft er die bloße Möglichkeit, überhaupt Philosophie zu betreiben. Denn sie ist keine empirische Wissenschaft. Bsp Daß Junggesellen unverheiratet ist sind, drückt lediglich das aus, was bereits im Begriff enthalten ist.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsQuine Kaplan Vs Quine, W.V.O.
 
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Stalnaker II 162
De re/Glauben/Zuschreibung/Kaplan/Stalnaker: ("Quantifying in", 1969) Kaplan hat eine Zwischenposition (zwischen Quine und Stalnaker): Zuschreibung/Kaplan: (wie Quine) es wird keine bestimmte Überzeugung zugeschrieben.
De re/logische Form/Quine/Kaplan: de re-Zuschreibung: Existentielle Quantifikation.
Wahrheitsbedingungen/WB/de re/KaplanVsQuine/Stalnaker: hier folgt Kaplan dem semantischen Ansatz: Zuschreibungen de re sind nur dann wahr, wenn der Glaubende in einer Relation der Bekanntschaft stehen muss.
Verstärkung: der Name muss das Individuum denotieren. Bsp "a ist ein Spion": hier muss a nicht nur Ortcutt denotieren, sondern es gibt zusätzliche Bedingungen
1. für den Inhalt
2. für die Kausalrelation zwischen dem Namen, dem Individuum und dem Glaubenden. Pointe/Stalnaker: immer noch ist es möglich, dass alle Bedingungen von zwei verschiedenen Namen erfüllt werden. Damit können die Beispiele beschrieben werden, ohne widersprüchlichen Glauben zuschreiben zu müssen.
KaplanVsQuine/Stalnaker: sein Ansatz deckt auch Fälle ab, wo Quines Analyse zu liberal war.
StalnakerVsKaplan: sein Ansatz ist ein ad hoc-Kompromiss.
Bekanntschaft/Zuschreibung/Stalnaker: in der semantischen Analyse ist Bekanntschaft selbstverständlich, ohne sie kann man nichts glauben. Man kann nicht eine Proposition glauben, ohne dass man die vorkommenden Ausdrücke in den Begriffen erfasst, in denen sie definiert sind.
StalnakerVsKaplan: 1. das Erfordernis der Bekanntschaft verliert aber seine Motivation, wenn es dem Quineschen Ansatz aufgepfropft wird.
2. Kaplan behält die künstliche Annahme, dass de re-Zuschreibungen keinen bestimmten Glauben zuschreiben und er ist an den Sententialismus (Sätze als Glaubensobjekte) gebunden.
II 163
Wenigstens müssen es satz-ähnliche Objekte mit Namen-ähnlichen Konstituenten sein.
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsQuine Kripke Vs Quine, W.V.O.
 
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EMD II 368
verzweigte Typentheorie/vTT/QuineVsRussell/Kripke: ist für Propositionen gedacht. QuineVsRussell: bringt keine signifikante ontologische Verbesserung gegenüber normaler Mengenlehre.
KripkeVsQuine: unsere Möglichkeit, die substitutionale Quantifikation auf höheren Stufen anzuwenden (in starker Ähnlichkeit zur vTT) zeigt, daß sie nicht irrelevant für semantische Paradoxien ist. Gerade das Versäumnis der Verzweigung gab Probleme für die pseudo substitutionale Sprache.
II 411
KripkeVsQuine: benutzt Kriterien für Reduktion und andere um von ihm bevorzugte Dinge aufzuwerten und diskutiert nicht, warum er diese Kriterien gebraucht.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsQuine Lewis Vs Quine, W.V.O.
 
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IV IX
LewisVsQuine: Realismus in Bezug auf unverwirklichte Möglichkeiten.
IV 27
Möglichkeit/Quine: Vs unverwirklichte Möglichkeiten: die Identitätskriterien sind nicht klar. LewisVsQuine: Identität ist aber kein besonderes Problem für uns.
Individuation/mögliche Welt/MöWe: in jeder Welt werden die Dinge jeder Kategorie so individuiert wie in der aktualen Welt.
Identität/MöWe: Dinge in verschiedenen Welten sind niemals identisch. (Wegen P2)
Die Gegenstück Relation ist die Entsprechung von Identität über Welten hinweg (Querwelteinidentität).
Lewis: während einige Autoren sagen, sie können in verschiedenen Welten verschiedene Dinge tun und andere Eigenschaften haben, bevorzuge ich zu sagen, dass Sie nur in der aktualen Welt sind und in keiner anderen aber dass sie Gegenstücke in anderen Welten haben.

IV 32
Essentialismus/LewisVsQuine: wir haben tatsächlich die Möglichkeit, zu sagen, welche Eigenschaften beschreibungsunabhängig wesentlich sind. Und auch unabhängig davon, ob das Attribut analytisch aus irgendwelchen anderen Beschreibungen des Dings folgt. Bsp der einstellige Satz phi und ein Objekt das von dem sing Term zeta bezeichnet wird.
Zu sagen, dass dies Attribut wesentlich ist, heißt, die Übersetzung von N phi zeta zu behaupten. (N = notwendig).

IV 147
Zentrierte mögliche Welten/MöWe/de re/de se/Quine/Lewis: (Ontologische Relativität, "Propositional Objects"): Bsp eine Katze, die von einem Hund gejagt wird, will aufs Dach in Sicherheit.
de dicto: die Katze will einen Zustand (Sachverhalt, state of affairs), der die Klasse aller MöWe ist in der sie auf dem Dach ist. Sie fürchtet die Klasse aller MöWe. wo der Hund sie erwischt
Problem: Querwelteinidentität. Frage: welche der vielen ähnlichen Katzen in den vielen MöWe (mit vielen Hunden und Dächern) ist sie? Einige Katzen sind auf Dächern, einige in den Klauen des Hundes. Gehört die Katze nun zu beiden, den erwünschten und den gefürchteten Zuständen?
Lösung: zentrierte MöWe: Paare, bestehend aus einer Welt und einem bezeichneten Raumzeitpunkt darin, der gewünschte Zustand ist dann eine Klasse zentrierter Welten. Tatsächlich ist das Gravitationszentrum die Zirbeldrüse der Katze.
Keine zentrierte Welt gehört zu zwei Klassen (gewünschten und gefürchteten). Problematisch wäre es, wenn der Wunsch unter einer Zentrierung erfüllt und unter einer anderen nicht erfüllt wäre.
Quine: akzeptiert diese Lösung am Ende nicht. Er zieht die geteilte Theorie vor, nach der die Objekte von "einfachen Einstellungen" Klassen von Reizmustern sind, während die komplexeren Einstellungen linguistisch sind.
LewisVsQuine: die Vorteile einheitlicher Objekte (nämlich nur Eigenschaften) sollte nicht verschenkt werden.
Eigenschaft/Lewis: entspricht einer Klasse zentrierter Welten, genauer gesagt einer Eigenschaft von Raumzeit Punkten, aber auch einer Eigenschaft von Katzen.
Sei X eine Klasse zentrierter Welten, Y sei eine Eigenschaft. Dann entspricht ihr die Klasse genau jener zentrierten Welten, die zentriert sind auf eine Katze mit der Eigenschaft Y.
Sie kann nicht auf zwei verschiedene Katzen zentriert sein. Um das auszuschließen, können wir zentrierte Welten redefinieren als Paare aus einer Welt und einem bezeichneten Einwohner darin.
Quine/Lewis: dieser hat durch die Zentrierung tatsächlich Propositionen durch Eigenschaften ersetzt.
IV 148
Ich bin nicht sicher, was seine Gründe dafür sind. Sie sind nicht dieselben in Bezug auf Bsp Catilina und Bsp die Große Pyramide (.> Ontologische Relativität) (hier will er die Gegenstück Relation vermeiden) aber sicher im Bsp Katze. MöWe/LewisVsQuine: große Differenz: mit MöWe meine ich einfach nur große Einzeldinge, von denen unsere aktuale WiWe eine ist.
MöWe/Quine: meint gewisse abstrakte Entitäten gewisse Klassen von Klassen von Quadrupeln von reellen Zahlen. ((s) Raumzeit Punkte).
Quine/Lewis: ich vermute, dass er unsere konkrete Welt immerhin unterscheidet von der abstrakten "ersatz world" die sie repräsentiert! Nennen wir sie "aktualisierte ersatz world", um sie von der Welt selbst zu unterscheiden.
Lewis: Vielheit von konkreter Welten.
Quine: Vielheit abstrakter Ersatzwelten, von denen eine einzige unsere spezielle repräsentiert.
Stalnaker: pro Quine: entspricht besser der Alltagssprache die Möglichkeiten als "wie es hätte sein können" bezeichnet.
Lewis: die aktuale Ersatzwelt ist speziell nur, weil sie nun mal unsere konkrete WiWe repräsentiert. Und sie ist speziell nicht nur von ihrem eigenen Standpunkt aus, sondern von jeder Welt aus gesehen.
Nun könnte man folgendes vermuten: daher ist sie nicht kontingent speziell, denn Kontingenz ist Variation von einer MöWe zur anderen.
LewisVs: so sieht es aus, als sei es eine nicht kontingente Tatsache, welche von den vielen MöWe aktualisiert ist. Und das ist falsch!
((s) Dann wäre jede Tatsache in der WiWe notwendig, also jede Bewegung. > Determinismus.)

Schwarz I 46
Möglichkeit/LewisVsQuine: es muss in einer Theorie Aussagen darüber, was unter den und den Bedingungen wahr wäre, geben können. Unter anderem aber nicht nur, weil man sie für die Analyse von Dispositionen und Kausalität benötigt.
Schwarz I 132
Def Ereignis/Quine/Schwarz: (1960b,171): Vorschlag: sie mit der RZ Region zu identifizieren, in der sie geschehen. Vs: das ist zu grobkörnig für Wirkungen und Ursachen. Bsp wenn ein Ball durch die Luft fliegt und rotiert, dann nehmen Flug und Rotation dieselbe Region ein, aber nur der Flug verursacht das Zerbrechen der Fensterscheibe.
kontrafaktische Analyse/kontrafaktisches Konditional/KoKo/MöWe/Ähnlichkeit/Lewis: die nächsten MöWe, in denen die Rotation ausbleibt, sind nicht die nächsten MöWe, in denen der Flug ausbleibt. Den beiden Ereignissen entspricht zwar in der WiWe, nicht aber in allen MöWe dieselbe RZ Region. ((s) „Nächste“ ist hier nicht entscheidend).
Ereignis/Identität/LewisVsQuine: Modifikation: Ereignisse sind identisch, wenn sie in allen MöWe dieselbe RZ Region einnehmen.
Def Ereignis/Lewis: ist dann die Klasse aller Regionen (in allen MöWe), in denen es geschieht. (1986d).

Schw I 220
Def analytische Wahrheit/LewisVsQuine/Schwarz: ein Satz ist analytisch, wenn seine primären Wahrheitsbedingungen alle Situationen umfassen. Schwarz: interessanter ist seine These, dass praktisch jeder Satz sich empirisch als falsch erweisen kann. Unsere Theorien können nicht in eine revidierbare empirische und eine nichtrevidierbare analytische Komponente zerlegt werden.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsQuine McDowell Vs Quine, W.V.O.
 
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I 162
McDowellVsQuine: Widerspruch: Wenn Erfahrung nicht innerhalb der Ordnung der Rechtfertigung steht, kann sie von Weltsichten nicht überschritten werden. Das verlangt aber die "begriffliche Souveränität". Die ganze These von der Unbestimmtheit der Übersetzung würde gegenstandslos, wenn wir nicht darüber sprechen dürfen, wie jemand zu einer Weltsicht kommt, sondern nur über kausal erworbene Dispositionen.
Andererseits: wenn wir das "Tribunal" aufgäben, verlören wir das Recht, von einer mehr oder weniger angemessenen Weltsicht zu reden.
I 184
McDowellVsQuine: wenn wir das Dritte Dogma zurückweisen, hat das fatale Auswirkungen für Quine: er braucht für seine Argumentation die Aufrechterhaltung des Dualismus endogen/exogen, den DavidsonVsQuine auch ablehnt.
I 185
McDowell: die "empirische Bedeutung" kann ja sowieso gar keine richtige Bedeutung sein, da sie als Gegenstück zur "begrifflichen Souveränität" nichts mehr mit Gründen und Rechfertigung zu tun haben kann. McDowellVsQuine: das zeigt aber nicht, daß Bedeutung überhaupt unterbestimmt ist! Dazu müßte man zeigen, daß wir einen untilgbaren Spielraum haben, wenn wir nach einer Art von Verstehen suchen, die uns aus dem Gebiet der "empirischen Bedeutung" herausbringt. Ein Verstehen, das zeigt, wie Lebensphänomene in der Ordnung der Rechtfertigung , dem Raum der Vernunft, strukturiert werden. Das kann man nicht von Quine lernen.
I 186
Schema/McDowellVsQuine: der Gedanke einer Struktur, die in jedem verständlichen Begriffsschema zu finden sein muß, muß nicht zur Folge haben, daß man sie das Schema als eine Seite des Dualismus von Welt und Schema vorstellt.
I 188
DavidsonVsQuine: Wenn die "empirische Bedeutung" auch nicht Satz für Satz unter einzelnen Sätze aufgeteilt werden kann, so zeigt das keineswegs, daß rationale Verantwortlichkeit gegenüber der Erfahrung nicht Satz für Satz unter einzelne Sätze aufgeteilt werden kann. Dafür muß die Erfahrung aber wirklich als Tribunal aufgefaßt werden. Theorie/Quine/Duhem: die Anfechtbarkeit durch Erfahrung (Bsp hier ist ein schwarzer Schwan) kann nicht unter den Sätzen der Theorie verteilt werden. McDowell: das ist tatsächlich ein Argument für die Unbestimmtheit der Bedeutung!
McDowellVsQuine: aber das Argument ist nur dann haltbar, wenn unsere Erfahrungssprache von der Theoriesprache unterscheidbar ist, so daß die relevante Erfahrung nicht schon sozusagen die Theoriesprache spricht.
I 189
Theoriesprache/Beobachtungssprache/McDowellVsQuine: nun kann es sein, daß beide tatsächlich unterscheidbar sind. Dann wäre die Beobachtungsbedeutung eines einzelnen theoretischen Satzes unbestimmt. Aber wir könnten daraus keine allgemeine Bedeutungsunbestimmtheit ableiten! Wenn wir das versuchen, sind wir mit dem Dritten Dogma konfrontiert.

Esfeld I 63
semantischer Holismus/Quine: wird von ihm als vom Typ B (top down) aufgefaßt. Begrifflicher Inhalt kommt in erster Linie dem System von Überzeugungen jeder Person als ganzem zu. Keine zwei Personen haben allerdings das gleiche Überzeugungssystem.
VsQuine: Problem: 1. wie können zwei Personen überhaupt eine Überzeugung teilen, wenn sie nicht das ganze System teilen?
2. Bestätigung: wie kann überhaupt Erfahrung Sätze oder Überzeugungen bestätigen? wie soll man die Metapher vom "Tribunal der Erfahrung" verstehen?
Erfahrung: wenn sei begrifflich ist, besteht sie in Überzeugungen oder aussagen. Dann steht sie selbst nicht außerhalb des Systems von Überzeugungen. Sie kann also nicht mit dem System konfrontiert werden!
Erfahrung: andererseits, wenn sie nichtbegrifflich sein sollte, ist es unklar, wie sie eine rationale Kontrolle auf ein System von Überzeugungen ausüben kann.
Quine: "Der Kerngedanke des dritten Dogmas": "Tribunal": nichts weiter als Erregung der Rezeptoren!
Erfahrung in diesem Sinne kann Überzeugungen verursachen. (DavidsonVs).
Esfeld: aber wie kann dann Erfahrung ein Grund sein?
I 64
(s.McDowell I 157ff)

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsQuine Prior Vs Quine, W.V.O.
 
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I 37
Quantifikation höherer Ordnung/Prior: es ist schon wahr, wir müssen immer noch zugeben, dass "Für einige p,p" kein idiomatisches (richtiges) Indoeuropäisch ist. Aber es ist dennoch nicht schwer, alltagssprachliche Entsprechungen zu finden!
Wir haben gebräuchliche Quantoren nominale und nichtnominale, wie "wer immer " aus "wer" oder "wo immer" aus "dort", oder auch "irgendwie" usw.
Gammatisch entspricht das Adverbien: "Ich traf ihn irgendwo", z.B: in Paris. das ist ok.
Quine: könnte sagen: dann wären wir "ontologisch verpflichtet" auf die Existenz von "Orten" wie von gewöhnlichen Objekten.
PriorVsQuine: aber darauf brauchen wir nicht einzugehen!

I 48
Extensionalismus/Fehlschluss des/Extensionalität/Extension/extensional/Prior: Ontologie/PriorVsQuine: Existenz als "Wert einer gebundenen Variable zu sein" ist nur ein unbewiesenes Dogma.
Quantoren: es gibt noch ein unbewiesenes Dogma: dass man gemischte Konstruktionen wie "__ ist grün und __" auch " glaubt dass__" nicht in die gleiche Kategorie zählen kann wie die einfachen.
Insbesondere meint man, dass "X glaubt, dass __" nicht in die gleiche Kategorie soll wie "Es ist nicht der Fall, dass__".
D.h. sie sollen angeblich nicht beide einstellige Verbindungen sind.
Der Widerstand kommt von den formalen Logikern, die ihre Systeme dadurch vereinfachen wollen, dass sie sagen, dass wenn die Sätze S1 und S2 denselben WW haben, dann hat jeder zusammengesetzte Satz, der nur darin differiert, dass er S1 als Teilsatz hat, wo der andere S 2 als Teilsatz hat, auch denselben WW.
Das ist das "Gesetz der Extensionalität".

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsQuine Putnam Vs Quine, W.V.O.
 
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Esfeld I 57
analytisch/syntthetisch/Quine/Esfeld: die Quantenmechanik ist für Quine ein gewichtiges Argument, die Trennung zwischen beidem aufzuheben. Man kann bezweifeln, ob es vernünftig ist, den Satz vom ausgeschlossenen Dritten zu ändern.
Pointe: es ist aber kein Argument gegen solche Vorschläge zu behaupten, daß der Satz eine analytische Wahrheit darstelle.
I 58
Allerdings kann die schlichte Verfügbarkeit eines solchen Änderungsvorschlags nicht als ein hinreichender Grund dafür angesehen werden, daß es keine Trennung zwischen Analytisch und Synthetisch gibt. (PutnamVsQuine).
Putnam V 117
PutnamVsQuine: ich glaube, er ging in mancher Hinsicht zu weit: er behauptete, dass „keine Aussage gegen Revision gefeit“ sei. Das ist offensichtlich falsch: denn unter welchen Umständen wäre es rational „nicht jede Aussage ist wahr“ abzulegen, d. h. „alle Aussagen sind wahr“ zu akzeptieren? Derartige Revisionen können nicht grenzenlos sein, sonst hätten wir keinen Begriff davon etwas, dass wir noch als Rationalität bezeichnen können. Abgesehen von trivialen Fällen (z. B. „nicht jede Aussage ist wahr“), können wir nicht sicher sein, dass es niemals und in keinem Zusammenhang rational wäre, eine Aussage fallenzulassen, die (in einem bestimmten Kontext zu Recht) als „notwendige“ Wahrheit gilt.

Rorty I 218
PutnamVsQuine: warum sollten wir nicht einfach sagen: Übersetzung nach Maßgabe derjenigen Handbücher, die diese Eigenschaft haben? Das ist eine Variante des Essentialismus: derzufolge wir von vornherein wissen, dass etwas, dass sich nicht ins Vokabular der Physik des Tages packen lässt, so unwesentlich ist, das es bloß »in den Augen des Betreffenden« besteht. (Subjektive Konvenienz).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsQuine Quine Vs Quine, W.V.O.
 
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Willard V. O. Quine
II 131
Def Ungegründet /Quine: ist eine Klasse, wenn sie ein Element enthält, welches ein Element enthält, welches.... ad infinitum nach unten, ohne je festen Boden zu erreichen. QuineVsQuine: Selbstkritik: meine "New Foundations" und "Mathematical Logic" enthalten beide ungegründete Klassen. Man könnte geltend machen, dass es für solche Klassen kein Individuationsprinzip gibt. Sie sind identisch sofern ihre Elemente identisch sind, und diese sind identisch, sofern ihre Elemente identisch sind..., ohne Haltepunkt.
Unsere Untersuchung hat einen merkwürdigen Vergleich zwischen drei Graden der Stringenz zutage gefördert. a) Tisch, b) mit Russells Definition können wir die Identität von Eigenschaften definieren, jedoch c) die Individuation von Eigenschaften dennoch nicht in Ordnung ist. Das deutet darauf hin, dass
a) die Spezifikation die strengsten Anforderungen stellt,
b) die Individuation weniger streng, und
c) die bloße Definition der Identität noch anspruchsloser ist.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Rorty Vs Quine, W.V.O.
 
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Richard Rorty
I 191
Instrumentalismus/RortyVsQuine: sein Wissenschaftsbegriff ist immer noch merkwürdig instrumentalistisch:
I 192
»Stimuli« und »Setzungen«. Gleichwohl transzendiert Quine beide Unterscheidungen, wenn er einräumt, dass Reizungen der Sinnesorgane in gleichem Maße »Setzungen« sind wie alles übrige. RortyVsQuine: Er ist aber noch nicht ganz im Stande, auf die Unterscheidung zwischen dem Gegebenen und dem Postulierten zu verzichten.
I 222
Referenz/Rorty: wenn wir ohne Referenz auskommen, dann können wir auch gut ohne eine Ontologie auskommen. Quine würde dem beipflichten.
I 223
Klarheit/Quine: alle Unklarheiten (indirekte Rede, propositionale Einstellungen usw.) eliminieren. RortyVsQuine : die Sache hat einen Haken: woher wissen wir, worin »Dunkelheit« und »Klarheit« bestehen?
I 225
RortyVsQuine: hängt die Konventionalität von einer speziellen Unbestimmtheit der Übersetzung ab, so können wir nicht - wie Quine vorhin - sagen, die physikalische Theorie sei eine »konventionelle Angelegenheit, die uns nicht von der Wirklichkeit aufdiktiert wird«. RortyVsQuine: Unstimmigkeiten:
1. es gibt so etwas wie eine Ontologie.
2. kein Satz hat einen besonderen, unabhängigen erkenntnistheoretischen Status.
3. es gibt nicht so etwas wie eine direkte Bekanntschaft mit Sinnesdaten oder Bedeutung.
4. demnach berühren sich Erkenntnistheorie und Ontologie an keiner Stelle.
5. dennoch lässt sich eine Unterscheidung treffen zwischen den Teilen unseres Meinungsnetzes, die Tatsachen ausdrücken, um solchen die dies nicht tun. Und die Ontologie stellt sicher, dass wir diesen Unterschied aufzudecken vermögen.
RortyVsQuine: wenn Quine zusammen mit (1) bis (4) auch noch (5) vertreten möchte, so muss er der Unterscheidung zwischen dem »Tatsächlichen« und dem »Konventionellen« einen Sinn geben.
I 226
Quine kann das nur, indem er die Elementarteilchen als das paradigmatisch »Tatsächliche « herausgreift und erklärt, verschiedene Meinungen änderten die Bewegungen der Teilchen nicht. RortyVsQuine: seine Entscheidung für die Physik und gegen die Psychologie ist rein ästhetisch. Darüber hinaus funktioniert es noch nicht einmal, denn verschiedene biochemische Theorien werden mit dem gleichen Bewegungsverlauf derselben Elementarteilchen kompatibel sein.
I 231
RortyVsQuine seine Überzeugung, die symbolische Logik müsse irgendwelche »ontologischen Implikationen« haben, bringt ihn immer wieder dazu, aus der »die Idee der Idee« mehr zu machen als nötig.
I 250
Def Beobachtungssatz/Quine: ein Satz, über den alle Sprecher in derselben Weise urteilen, wenn sie denselben begleitenden Reizen ausgesetzt sind. Ein Satz, der innerhalb einer Sprachgemeinschaft gegenüber Unterschieden in vergangenen Erfahrungen nicht empfindlich ist. RortyVsQuine: schließt Blinde, Geistesgestörte und gelegentliche Abweichler aus.

IV 24
RortyVsQuine: wenn wir mit Kuhn die platonische Unterscheidung zwischen episteme und doxa untergraben, wenden wir uns auch gegen den Holismus von Quine. Wir werden jetzt nicht mehr versuchen »das Ganze der Wissenschaft« gegen »das Ganze der Kultur« abzugrenzen. Vielmehr gehören alle unsere Überzeugungen und Wünsche zum selben Quineschen Netz.

VI 212
RortyVsQuine: die Probleme werden nicht von Dichotomien des Seins aufgeworfen, sondern von Kulturimperialisten, von Leuten wie Quine und Fichte, die an monotheistischem Größenwahn leiden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsQuine Russell Vs Quine, W.V.O.
 
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Bertrand Russell
Prior I 39
verzweigte Typentheorie/VTT/Prior: erste Auflage Principia Mathematica: hier heißt es noch nicht, dass Quantifikation über Nichtsubstantive (non nominal) illegitim ist, oder dass sie nur scheinbar nicht nominal sind. (Nicht über Namen?) sondern nur, dass man sie vorsichtig behandeln muss.
I 40
Die VTT war schon in der ersten Auflage eingearbeitet. (Sonderzeichen) (Die "einfache TT" ist dagegen wenig mehr als eine gewisse Sensitivität gegenüber der Syntax.)
Prädikat: macht einen Satz aus einem Substantiv. Bsp "φ" ist ein Verb, das den Satz "φx" formt.
Es wird aber keinen Satz bilden, wenn ein Verb einem anderen Verb hinzugefügt wird. "φφ" .
Verzweigte/Verzweigung: kommt herein, wenn Ausdrücke einen Satz aus einem einzelnen Namen bilden. Hier müssen wir unterscheiden, ob quantifizierende Ausdrücke derselben Art vorkommen.
Bsp "__ hat alle Eigenschaften eines großen Feldherrn".
logische Form: "Für alle φ, wenn (für alle x, wenn x ein großer Feldherr ist, dann φx) dann φ__".
∏φ∏xCψxφx" (C: Konditional, ψ: Feldherr,∏:für alle gilt ).
Einfacheres Bsp "__ hat die eine oder andere Eigenschaft"
logische Form: "Für ein φ,φ __"
"∑φφ". (∑: es gibt ein)
Ordnung/Typ: hier kann man sagen, obwohl das Prädikat vom selben Typ ist, ist es doch von verschiedener Ordnung.
Weil dieses "φ" eine interne Quantifikation von "φ’s" hat.
VTT: nicht nur verschiedene Typen, sondern auch verschiedene "Ordnungen" sollten von verschiedenen Symbolen dargestellt werden.
D.h. wenn wir z.B. "f" für eine prädikative Funktion über Individuen" (also als einstelliges Prädikat) eingeführt haben, dürfen wir nicht non prädikative Funktionen für "f" in Theoremen einsetzen.
Bsp "Wenn es keine Tatsachen über ein bestimmtes Individuum gibt..."
"wenn für alle φ, nicht φx, dann gibt es auch nicht diese Tatsache über x: dass es keine Tatsache über x gibt. d.h. wenn es wahr ist, dass es keine Tatsachen über x gibt, dann kann es nicht wahr sein. D.h. wenn es wahr ist, dass es keine Tatsachen über x gibt, dann ist es falsch, dass es diese Tatsache gibt.
Symbolisch:
1. C∏φNφxNψx.
I 41
"Wenn für alle φ nicht φ, dann nicht ψx" (wobei "ψ" für irgendein Prädikat stehen kann). Daher, durch Einsetzen von "N" für "": 2. C∏φNφxN∏φNφx
Daher, durch Einsetzen und reductio ad absurdum: CCpNpNp (was seine eigene Falschheit imliziert, ist falsch),
3. C∏φNφx.
Der Schritt von 1 zu 2 ist eine unzulässige Substitution nach der VTT.
Satz/VTT/Prior: die gleiche Einschränkung muss für Sätze (d.h. "nullstellige Prädikate", Propositionen) gemacht werden.
Damit wird das wohlbekannte alte Argument verhindert:
Bsp wenn alles falsch wäre, dann wäre eins dieser falschen Ding dies: dass alles falsch ist. Daher kann es nicht der Fall sein, dass alles falsch ist.
logische Form:
1. C∏pNpNq
durch Einsetzen:
2. C∏pNpNPpNp
und so durch CCpNpNp (reductio ad absurdum?)
3. N∏pNp,
VTT: das wird jetzt blockiert durch die Überlegung, dass "∏pNp" keine Proposition "derselben Ordnung" ist, wie das "p" das in ihr selbst vorkommt. Und damit auch nicht von derselben Ordnung, wie das "q" was aus ihr durch Instantiation folgt, und so kann es nicht für "q" eingesetzt werden, um von 1 nach 2 zu gelangen.
RussellVsQuine/Prior: hier werden Propositionen und Prädikate "höherer Ordnung" nicht völlig ausgeschlossen, wie bei Quine. sie werden bloß als von anderer "Ordnung" behandelt.
VsVTT: es gab Probleme mit einigen grundlegenden mathematischen Formen, die nicht mehr gebildet werden konnten, und so führen Russell und Whitehead das Reduzibilitätsaxiom ein.
Dagegen wurde in den 20er Jahren wiederum eine vereinfachte Typentheorie vorgeschlagen.
Typentheorie/Ramsey: war einer der frühen Verfechter einer Vereinfachung.
Wittgenstein/Tractatus/Ramsey: These: Allquantifikation und Existenzquantifikation sind beides lange Konjunktionen oder Disjunktionen von Einzelsätzen (singulären Sätzen).
Bsp "Für einige p,p": Entweder Gras ist grün oder der Himmel ist rosa, oder 2 + 2 = 4 usw.". (>Wessel: KNF,ANF, konjunktive und adjunktive Normalform).
Propositionen/Wittgenstein/Ramsey: egal von welcher "Ordnung" sind immer Wahrheitsfunktionen von Einzelsätzen.
VTTVsRamsey/VsWittgenstein: solche Konjunktionen und Disjunktionen müssten nicht nur unendlich lang sein, sondern die von höherer Ordnung müssten sich auch selbst enthalten!
Bsp "Für einige p.p" müsste als Disjunktion geschrieben werden, von der "Für einige p,p" selbst ein teil ist, das wiederum einen Teil enthalten müssten, ...usw.
RamseyVsVs: die verschiedenen Ebenen, die hier auftreten sind nur Unterschiede der Zeichen: nicht nur zwischen "Für einige p, p" und "Für einige φ,φ" sondern auch zwischen
"p und p" und "p oder p" und sogar das einfache "p" sind nur verschiedene Zeichen!
Daher muss die ausgedrückte Proposition nicht sich selbst enthalten!

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsQuine Searle Vs Quine, W.V.O.
 
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John R. Searle
I 20
SearleVsQuine: Gelegentlich ziehen Fehler in der Philosophie Fehler in der Sprachphilosophie nach sich. Auffassung, dass es - wenn es darum geht, was sprachliche Zeichen bedeuten - keinerlei Tatsachen gibt, die über Sprachmusterverhalten hinausgehen. (Quine 1960): es ist überhaupt keine Tatsachenfrage, ob jemand, Sie oder ich, der "Hase" sagt, damit einen Hasen meint oder einen abgetrennten Teil oder einen Abschnitt aus der Hasengeschichte. (>Gavagai).
II 269
Allgemeinheit/de re/de dicto/Repräsentation/SearleVsQuine: er bringt die Unterscheidung zwischen partikulären und allgemeinen propositionalen Einstellungen mit einer Unterscheidung zwischen Einstellungen der re und solchen de dicto durcheinander. Niemand kann den Wunsch nach etwas unbestimmten haben, ohne den Gegenstand selbst irgendwie zu repräsentieren. (Bsp "Allgemeines Segelboot").
II 270/271
SearleVsQuine: (SearleVs Einstellungen, die angeblich irreduzibel de re sind). Der Glaube an solche Einstellungen rührt von einer Wittgensteinschen Diagnose her. Unsere Sprache stellt zwei Möglichkeiten bereit über propositionale Einst. zu berichten: mit de re-Berichten oder mit de dicto-Berichten. Bsp Ralph glaubt, dass der Mann mit dem braunen Hut ein Spion ist. (de dicto)
Oder: von dem Mann mit dem braunen Hut glaubt Ralph, dass er ein Spion ist. (De re).
Da diese zwei Berichte sogar unterschiedliche Wahrheitswerte haben können, glauben wir dass es auch einen Unterschied in den Phänomenen geben müsse (fälschlich).
Folgender Dialog ist völlig absurd:
Quine: was den Mann mit dem braunen Hut angeht, Ralph, glaubst du, dass er ein Spion ist?
Ralph: nein, Quine. Du hast mich gefragt, ob ich eine der re-Überzeugung habe, aber es ist nicht der Fall, dass ich von dem Mann mit dem braunen Hut glaube, er sei ein Spion. Vielmehr habe ich die de dicto-Überzeugung: ich glaube, dass der Mann mit dem braunen Hut ein Spion ist.
SearleVsQuine: die Auffassung, intentionale Zustände seien irgendwie an sich intensional, beruht auf der Verwechslung von logischen Eigenschaften von Berichten über intentionale Zustände mit logischen Eigenschaften der Zustände selbst.
Searle: es gibt eine de re/de dicto-Unterscheidung, aber das ist eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten des Berichts.
V 14
Analytizität/SearleVsQuine: einige analytische Autoren: es gibt keine adäquate Analyse des Begriffs der Analytizität. Daher gibt es diesen Begriff angeblich gar nicht: wenn es keine Analyse und keine Kriterien gibt, können wir Ihn nicht verstehen. Er ist unerlaubt. (SearleVs). Die Definitionen der Analytizität und der Synonymie setzen den Begriff der Bedeutung angeblich voraus. Als Kriterium wird dann beobachtbares Verhalten verlangt.
V 15
SearleVsQuine: es genügt nicht, einfach zu sagen, dass uns die Kriterien fehlen.
V 16
SearleVsQuine: falsche Voraussetzungen hinsichtlich des Verhältnisses zwischen unserem Verständnis eines Begriffs und unserer Fähigkeit, Kriterien für seine Anwendung aufzustellen.
V 17
Kriterien/Searle: woher wissen wir, dass ein Kriterium inadäquat ist? Kriterien brauchen projektive Kraft. Sie müssen zu bestimmten Resultaten führen.
V 18
Analytizität/SearleVsQuine: umgekehrt: statt zu beweisen, dass wir den Begriff der Analytizität nicht verstehen, setzt unsere Unfähigkeit, Kriterien zu finden, vielmehr gerade voraus, dass wir verstehen, was Analytizität ist. Analytizität/Quine/Searle: Quine wählte das Bsp mit Bedacht! "Ich weiß nicht ab die Aussage "Alles Grüne ist ausgedehnt" analytisch ist oder nicht". Man kann nämlich die Ausdehnung von Sinnesdaten bestreiten!
V 19
Bsp jemand könnte unsicher sein, ob ein Glas Chartreuse grün ist. Das alles ist ein Zeichen dafür, dass wir den Begriff der Analytizität sehr gut verstehen.
V 163
Ontologie: Hauptfrage: gibt es Kriterien für ontologische Voraussetzungen?
V 164
Existenz/Quine: "Etwas als eine Entität annehmen bedeutet, es als den Wert einer Variablen betrachten." Existenz/SearleVsQuine: dieses Kriterium (Wert einer Variablen für Existenz) ist verwirrend und gehaltlos.
Alternatives Kriterium: eine Theorie setzt die und nur die Entitäten voraus, von denen sie sagt, dass die existieren. (Muss nicht explizit geschehen.)
V 165
Ontologie/Searle: eine Schreibweise ist so gut wie eine andere, ontologische Schlussfolgerungen sollte daraus nicht abgeleitet werden. Es ist auch möglich, dass kein Übersetzungsverfahren existiert, durch das sich bestimmen ließe, welche Aussage die einfachere oder besser ist.
SearleVsQuine: nach Quines Kriterium würden zwei Aussagen, die in Wirklichkeit dieselben Voraussetzungen einschließen, verschiedene Voraussetzungen einschließen! (Dieses Argument wurde von William AlstonVsQuine vorgebracht).
V 166
Fiktiver Dialog Quine/Alston: Kriterien/Existenz/AlstonVsQuine: (laut Searle) Q: Statt zu sagen: "Es sind vier Meilen von Nauplion nach Tolon" sollte man sagen: "Entfernung in Meilen zwischen ...= vier."
A VsQuine: die erste Formulierung schließt keine Voraussetzung ein, die nicht auch in der zweiten enthalten wäre! Wie könnte das auch sein? Die zweite ist nur eine Paraphrase der ersten. Existenzannahmen hängen von Aussagen ab, nicht von Sätzen!
Q: Der Einwand verfehlt den springenden Punkt: durch die Übersetzung zeigen wir, dass die Voraussetzung nur scheinbar und nicht notwendig gemacht wird. Das Kriterium selbst ist ontologisch neutral! Außerdem ist mit der Paraphrase kein Anspruch auf Synonymie verbunden.
V 167
A VsQuine: das ist verworren: nach Quines Kriterium scheint es so, als ob jede Aussage in äquivalenten, aber der Schreibweise nach verschiedenen Aussagen wiedergegeben werden könnte, die gemäß Quines Kriterium zu verschiedenen Ergebnissen führen, obwohl die Voraussetzungen dieselben sind. Q: Die Voraussetzung abstrakter Wesenheiten in einem Satz wie
(2) "Für die Eigenschaft des Stuhlseins gibt es mindestens ein Beispiel"
ist völlig unnötig, da ein solcher Satz immer durch einen anderen Satz wiedergegeben werden kann. Paraphrase:
(1)(Ex)(x ist ein Stuhl). Diese Paraphrase zeigt, dass wir die unwillkommenen Voraussetzungen des Stuhlseins los sind.
V 171
Existenz/Ontologie/AlstonVsQuine: ~ was jemand sagt, ist wichtig für seine Annahmen, nicht wie er es sagt. (Searle pro). Ontologie/ontologische Voraussetzung/SearleVsQuine: so ergibt sich die Frage, ob der Begriff der ontologischen Voraussetzungen selbst so klar ist. Vielleicht gibt es keine Klasse irreduzibler ontologischer Voraussetzungen. Es gibt gar kein abstraktes Problem der ontologischen Voraussetzungen. Wohl aber das Problem, woher wir jene Tatsachen kennen, die wir in unseren Äußerungen voraussetzen.
V 172
SearleVsQuine: seine geschraubte Ausdrucksweise: "dulden", "meiden": es ist etwas ganz anderes ob ich Tabak dulden oder meide, als wenn ich Universalien dulde oder meide. Universalien/Searle: Missverständnis, dass wir überhaupt irgend etwas unterstellen: Bsp „Keiner von uns besitzt Heiligkeit“ ist nur eine andere Ausdrucksweise dafür, dass keiner von uns heilig ist. Das ist etwas ganz harmloses.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsQuine Sellars Vs Quine, W.V.O.
 
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McDowell I 168
Sinneseindrücke/Sellars: unterschieden von Stücken des Gegebenen. Keine direkte Beziehung zur Erkenntnis. Tätige Rezeptivität. Aber die Rezeptivität kann nicht selbst auf rationale Weise mit der Spontaneität zusammenwirken.(VsQuine).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsQuine Strawson Vs Quine, W.V.O.
 
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NS I 149
Strawson/Newen/Schrenk: pro deskriptive Metaphysik, Vsrevisionäre Metaphysik. Def deskriptive Metaphysik/Strawson: spürt auf, welche Ontologie unser tägliches Tun und Sprechen nahelegt.
Def revisionäre Metaphysik/StrawsonVsQuine: eine physikalistische Ontologie. Diese läuft dem Alltagsdenken zuwider.
StrawsonVsQuine: es geht Strawson nur um die Alltagssprache, nicht um die die Ontologie jeder beliebigen Sprache.
Ontologie/Sprache/Strawson: These: pro Ding-.Eigenschafts-Ontologie. Diese ist notwendigerweise die elementarste. Wegen der Ähnlichkeit zur Subjekt-Prädikat-Form.
NS I 150
Raum/Zeit/Strawson: sind Hilfsmittel verschiedene Fälle auseinanderzuhalten. transzendental/Kant: sind Argumente, die die Bedingungen von Möglichkeit betreffen.
Strawson/Newen/Schrenk: seine Argumente sind transzendental.

Strawson I 198
QuineVsGeach/QuineVsFrege: Singuläre Ausdrücke (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht." Sing Term: Quantifizierbar, Allg Term: nicht quantifizierbar.
StrawsonVsQuine: bei näherem Zusehen scheinen diese Unterschiede des Vorgehens weit weniger bedeutend.
Quine hält ausdrücklich die Unterscheidung zwischen Arten von nicht sprachlichen Objekten auf der einen Seite und die Unterscheidung zwischen singulären und allgemeinen Ausdrücken auf der anderen Seite auseinander. (Wort/Gegenstand).
Bei Quine sind "Frömmigkeit" und "Weisheit" ebenso singuläre Ausdrücke nämlich Namen abstrakter Objekte wie die Substantive "Sokrates" und "die Erde" die Namen konkreter Objekte.
Abstrakter Sing Term/Quine: Bsp "Frömmigkeit" (Universale).
Die Unterscheidung zwischen sing und allg Term ist vom logischen Standpunkt aus für Quine wichtiger.
Der sing Term erweckt den Anschein ein und nur ein Objekt zu benennen, währen der allg Term überhaupt nicht beansprucht, etwas zu benennen, obwohl er "von vielen Dingen wahr sein kann".
StrawsonVsQuine: dies ist eine unbefriedigende Art der Erklärung dafür, dass das Wort "Philosoph" ein allg und kein sing Term sein soll. Wir würden nicht gerne sagen dieser Ausdruck sei von vielen Dingen oder Personen wahr.

Strawson I 252
Zirkel/StrawsonVsQuine: ungeachtet ihrer bestrickenden Einfachheit dieser Analyse glaube ich,dass sie durch die Form, in der sie vorgebracht wird, unannehmbar wird. Die sprachlichen Termini, in denen die Analyse abgefasst ist, setzen die Existenz von Subjekt Ausdrücken, von sprachlich sing Termini voraus. Weitere Konsequenz: wir sind aufgefordert, die Ausdrücke, die die "Fs" und "Gs" in den quantifizierten Sätzen ersetzen, als gewöhnliche Prädikat Ausdrücke anzusehen. Das ist schon in Ordnung.
I 253
Zirkel/StrawsonVsQuine: aber wiederum haben diese Formen nur deshalb ihren Platz in der normalen Sprache, weil singuläre Ausdrücke, Subjekt Ausdrücke den Platz einnehmen, den sie dort haben. Zirkularität: weil wir nicht gleichzeitig die Fs und Gs als Prädikat Ausdrücke ansehen können und hinnehmen, dass sie alle Subjekt Ausdrücke total in die Formen der quantifizierten Sätze auflösen.
Zirkel/StrawsonVsQuine: die Argumentation beruht auf den sprachlichen Formen, die ihrerseits den Gebrauch dieser Ausdrücke voraussetzen.
StrawsonVsGadamer/StrawsonVsQuine: dagegen könnte man argumentieren, das sei zu engstirnig, man müsse erfinderisch vorgehen. In dem Fall müsste man aber sagen, was eine Lehre tatsächlich besagen soll, die wortwörtlich genommen unannehmbar ist.

Strawson IV 69
StrawsonVsQuine: Angenommen, wir wollten ohne Quantifizierung über Eigenschaften auskommen. Folgte daraus, dass der Glaube an Gegenstände gerechtfertigt wäre, nicht aber der Glaube an Eigenschaften?
IV 70
Strawson: wir können eine andere Art von Existenz annehmen! Einen zweitrangigen, obwohl ganz üblichen Sinn von Existenz, der für Eigenschaften und Relationen gilt.
IV 71
Vs: Bsp a) "Es gibt wenigstens eine Eigenschaft, die keine Maschine hat, nämlich vollkommenen Nutzeffekt". b) "keine Maschine ist vollkommen effizient.“ In a) quantifiziere ich, in b) nicht.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsQuine Tarski Vs Quine, W.V.O.
 
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Field II 25
Wahrheit/QuineVsTarski/Field: das Schema (T) ist alles was wir brauchen. (Oder zusätzlich noch eine Übersetzungstheorie). TarskiVsQuine/Field: das war nicht Tarskis Ansicht!
FieldVsTarki: maß Pseudo-Theorien wie D2, A2 und F2 zu viel Bedeutung bei.
Field These T1 repräsentiert Tarskis echten Beitrag zur W-Theorie adäquat.

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsQuine Wittgenstein Vs Quine, W.V.O.
 
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II 238
Logik/Konvention/Willkür/Wittgenstein: die Gesetze der Logik, z. B. die Sätze vom Ausgeschlossenen Dritten (SaD) und der vom auszuschließenden Widerspruch, (SvW) sind willkürlich! Das Vorkommen dieses Satzes verbieten heißt, dass man sich ein womöglich sehr empfehlenswertes Ausdruckssystem zu eigen macht.

In Wirklichkeit werden Widersprüche verwendet Bsp in der Aussage "ich mag es und ich mag es nicht". Was soll das Hindernis sein, diesen Ausdruck so anzuwenden?
WittgensteinVsQuine: auf den Einwand, dass "Widerspruch" gar nicht so verwendet wird, antworte ich, das ist richtig, sofern man unser System als primär auffasst. Ein anerkanntes Ausdruckssystem ist wie ein einmal eingeführter Massstab. Aber vielleicht wünschen wir manchmal Flexibilität.
VI 232
Netzwerk/WittgensteinVsQuine/Schulte: gegen dessen System von Sätzen, die mehr oder weniger zentral seien, je nachdem, ob sie mehr formal, aber mehr erfahrungsgestützt (peripher) seien. Wittgenstein: nicht nur Sätze der Logik gehören zum Fundament, sondern eben auch Sätze über Gegenstände.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsQuine Verschiedene Vs Quine, W.V.O. Davidson I 55
CreswellVsQuine : er habe ein Reich reifizierter Erfahrungen oder Erscheinungen, welches einer unerforschlichen Realität gegenüberstehe. Davidson pro - QuineVsCresswell > Quine III)
Kanitscheider II 23
Ontologie/Sprache/Mensch/Kanitscheider: die sprachlichen Produkte des Organismus sind keinesfalls durch eine ontologische Kluft von seinem Produzenten getrennt. Ideen sind bestimmte neuronale Muster im Organismus.
KanitscheiderVsQuine: Schwachpunkt: sein Empirismus. Man muß seine Epistemologie daher mehr als ein Forschungsprogramm ansehen.

Quine VI 36
VsQuine: man hat mir vorgehalten, dass es sich bei der Frage "Was gibt es?" allemal um eine Tatsachenfrage handelt, und nicht um ein rein sprachliches Problem. Ganz recht. QuineVsVs: doch sagen oder voraussetzen, was es gibt, bleibt eine sprachliche Angelegenheit und hier sind die gebundenen Variablen am Platz.

VI 51
Bedeutung/Quine: die Suche nach ihr sollte bei den ganzen Sätzen beginnen. VsQuine: die These der Unbestimmtheit der Übersetzung führe geradewegs zum Behaviorismus. Andere: sie führe zu einer reductio ad absurdum von Quines eigenen Behaviorismus.
VI 52
Übersetzungsunbestimmtheit/Quine: sie führt tatsächlich zum Behaviorismus, an dem kein Weg vorbei führt. Behaviorismus/Quine: in der Psychologie hat man noch die Wahl, ob man Behaviorist sein will, in der Sprachwissenschaft ist man dazu gezwungen. Man erwirbt Sprache über das Verhalten anderer, das im Lichte einer gemeinsamen Situation ausgewertet wird.
Es ist dann buchstäblich gleichgültig, welcher Art außerdem noch das psychische Leben ist!
Semantik/Quine: in die semantische Bedeutung wird mithin nicht mehr eingehen können als das, was wahrnehmbarem Verhalten in beobachtbaren Situationen auch zu entnehmen ist

Quine XI 146
Stellvertreterfunktion/Quine/Lauener: braucht gar nicht eindeutig zu sein. Bsp Charakterisierung von Personen aufgrund ihres Einkommens: hier werden dadurch einem Argument verschiedene Werte zugeordnet. Dazu brauchen wir eine Hintergrundtheorie: wir bilden das Universum U in V so ab, dass sowohl die Objekte von U als auch ihre Stellvertreter in V enthalten sind. Falls V eine Teilmenge von U bildet, kann U selbst als
Hintergrundtheorie funktionieren, innerhalb der ihre eigene ontologische Reduktion beschrieben wird.
XI 147
VsQuine: das ist gar keine Reduktion, denn dann müssen die Objekte doch existieren. QuineVsVs: das ist mit einer reductio ad absurdum vergleichbar: wenn wir zeigen wollen, dass ein Teil von U überflüssig ist, dürfen wir für die Dauer des Arguments U voraussetzen. (>Ontologie/Reduktion).
Lauener: das bringt uns zur ontologischen Relativität.
Löwenheim/Ontologie/Reduktion/Quine/Lauener: wenn eine Theorie von sich aus einen überabzählbaren Bereich erfordert, können wir keine Stellvertreterfunktion mehr vorlegen, die eine Reduktion auf einen abzählbaren Bereich ermöglichen würde.
Denn dazu brauchte man eine wesentlich stärkere Rahmentheorie, die dann nicht mehr nach Quines Vorschlag als reductio ad absurdum wegdiskutiert werden könnte.

Quine X 83
Logisch wahr/Gültigkeit/Quine: unsere Einsetzungs Definitionen (Sätze statt Mengen) gebrauchen einen Begriff der Wahrheit und der Erfüllung, der über den Rahmen der Objektsprache hinausgeht. Diese Abhängigkeit vom Begriff der ((s) einfachen) Wahrheit beträfe übrigens genauso die Modell Definition der Gültigkeit und logischen Wahrheit.
Daher haben wir Anlass, uns noch eine 3. Möglichkeit der Definition der Gültigkeit und der logischen Wahrheit anzusehen: sie kommt ohne die Begriffe der Wahrheit und Erfüllung aus: wir brauchen dazu den Vollständigkeitssatz ((s) >Beweisbarkeit).
Lösung: wir können einfach die Schritte festlegen, die eine vollständige Beweismethode bilden und dann:
Def gültiges Schema/Quine: ist eines, das mit solchen Schritten bewiesen werden kann.
Def logisch wahr/Quine: wie vorher: ein Satz der aus einem gültigen Schema durch Einsetzen anstelle seiner einfachen Sätze hervorgeht.
Beweisverfahren/Beweismethode/Quine: einige vollständige beziehen sich nicht notwendig auf Schemata, sondern lassen sich auch direkt auf die Sätze anwenden,
X 84
Die aus dem Schema durch Einsetzen hervorgehen. Solche Methoden erzeugen wahr e Sätze direkt aus anderen wahren Sätzen. Dann können wir Schemata und Gültigkeit beiseite lassen und logische Wahrheit als Satz definieren, der durch diese Beweisverfahren erzeugt wird.
1. VsQuine: das pflegt Protest auszulösen: die Eigenschaft, „durch eine bestimmte Beweismetoode beweisbar zu sein“ sei an sich uninteressant. Interessant sei sie erst aufgrund des Vollständigkeitssatzes, der die Beweisbarkeit mit der logischen Wahrheit gleichzusetzen erlaubt!
2. VsQuine: wenn man logische Wahrheit indirekt durch Bezug auf eine geeignete Beweismethode definiert, entzieht man damit dem Vollständigkeitssatz den Boden. Er wird inhaltsleer.
QuineVsVs: die Gefahr besteht gar nicht: Der Vollständigkeitssatz in der Formulierung (B) hängt nicht davon ab, wie wir logische Wahrheit definieren, denn sie wird gar nicht erwähnt! Ein Teil seiner Bedeutung liegt aber darin, dass er zeigt, dass wir logische Wahrheit durch die bloße Beschreibung der Beweismethode definieren können, ohne etwas von dem zu verlieren, was die logische Wahrheit erst interessant macht.
Äquivalenz/Quine: wichtig sind Lehrsätze, die eine Äquivalenz zwischen ganz verschieden Formulierungen eines Begriffs – hier der logischen Wahrheit – feststellen. Welche Formulierung dann die offizielle Definition genannt wird, ist weniger wichtig.
Aber auch bloße Bezeichnungen können besser oder schlechter sein.
Gültigkeit/logische Wahrheit/Definition/Quine: die elementare Definition hat den Vorteil, dass sie für mehr Nachbarprobleme relevant ist.
3. VsQuine: bei der großen Willkür der Wahl des Beweisverfahrens ist nicht ausgeschlossen, dass das Wesentliche der logischen Wahrheit nicht erfasst ist.
QuineVsVs: wie willkürlich ist denn die Wahl eigentlich? Sie beschreibt das Verfahren unhd spricht über Zeichenfolgen. In dieser Hinsicht entspricht sie der Satz .Einsetzungs Definition. Sie bewegt sich effektiv auf der Ebene der eZT. Und sie bleibt auf der Ebene, während die andere Definition den Begriff der Wahrheit gebraucht. Das ist ein großer Unterschied.





D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Martin Vs Quine, W.V.O.
 
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Arm II 73
Unterscheidung/Martin: immer auf Basis von Eig nicht Objekten. Kinder und auch Erwachsene sehen davon ab, was die Eig hat. Auch wenn wir Objekte durch Raum Zeit Segmente oder Felder ersetzen sind die Eig das entscheidende, was man dort antrifft.
Eig sind dann immer noch mehr als bloße Mathematisierungen: Die Repräsentation von RZ Punkten braucht mehr als Zahlen oder Quantitäten.
Maß: jede Quantität ist von einer Eig!
MartinVsQuine: Vs dessen "Wither physical objects" ("Obj. austrocknen").
Bsp Martin: das folgende Bsp wurde in den 50er Jahren in Adelaide entwickelt und
II 74
in den früher 60ern in Harvard und Columbia weiterentwickelt. Dispo/MartinVsQuine: (Word and Object): Vs Gleichsetzung von Dispo mit (unmanifestierten) strukt. Eig mit angenommener manifestierter Dispo.
Bsp ein Fall von komischer geographischer Tatsache, die die raumzeitliche Verteilung von Elementarteilchen (ET) betrifft, Angenommen, es gibt ET isoliert in einer Region des Universums, so daß sie verschieden sind von denen in unserer eigenen Region und sie sind so entfernt, daß sie die vielen Dispo zur Interaktion niemals mit irgend etwas anderem im Universum entfalten. Sie ähneln aber nichts anderem im Universum.
disp/kat/MartinVsArmstrong: die Unterscheidung suggeriert, daß Dispo nicht real in dem Objekt seien.
MartinVsQuine: ein ergebener Quineaner sagte in einer Diskussion: "Und wenn Schweine Flügel hätten, würden sie fliegen". Ich sagte, dass wir beide nicht wüssten, ob das wahr ist und er wiederholte den Satz einfach. Ich hätte damals sagen sollen, dass Schweine dann immer noch nicht fliegen können.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsQuine Schiffer Vs Quine, W.V.O.
 
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Stephen Schiffer
I 137
Paul und Elmar/SchifferVsQuine: Quine: es gibt keine zählbaren Glaubensobjekte. Bsp Wenn John glaubt, dass Schnee weiß ist und Mary glaubt, dass Schnee weiß ist, muss es etwas geben was beide glauben. Schiffer: dieser Konditional ist falsch:
I 138
entweder das oder die angebliche Quantifikation über Glaubensobjekte ist nicht das, was sie dem Quineschen Auge zu sein scheint.
I 144
SchifferVsQuine: harmlose scheinbare Quantifikation.
I 235
Substitutionale Quantifikation/Schiffer. Bsp (c ) Es gibt etwas, das Mutter Teresa hat, (nämlich Bescheidenheit). ist wahr, weil eine Substitutions-Instanz von "Mutter Teresa hat X" wahr ist,
nämlich (b): Mutter Teresa hat die Eigenschaft, bescheiden zu sein.
ontologische Verpflichtung: bei sQ: sind nur die der wahren Substitutions-Instanzen.
Universalien/Quine: (On what there is, 1953, 10): es ist irreführend zu sagen, dass rote Häuser, rote Rosen und rote Sonnenuntergänge etwas gemeinsam haben.
SchifferVsQuine: für wen wäre denn diese alltägliche Redeweise irreführend? Man kann damit etwas wahres sagen, wenn man sQ annimmt. Ähnlich Bsp "es gibt eine Chance, dass Du gewinnst".
es gibt/existieren/Substitutionale Quantifikation/sQ/Lycan: (1979): erlaubt Bsp „es gibt viele Dinge, die nicht existieren“. Bsp Ungeheuer von Loch Ness usw.
Eigenschaften/Schiffer: in den meisten Büchern von Nicht-Platonisten gibt es Quantifikation über Eigenschaften. ((s) >Logik 2. Stufe!). Quine selbst gibt ein Bsp
Eigenschaften/Attribut/Existenz/“es gibt“/Quantifikation/Logik 2. Stufe/Schiffer: Quine 1966, S. 164): "ist gültig" ist ein Verb, das dem Namen eines Satzes angehängt werden kann, und ein Attribut des benannten Satzes ausdrückt.
I 237
Schiffer: niemand würde hier annehmen, dass Quine damit eine ontologische Verpflichtung auf die Existenz von Attributen eingeht. Lösung: es ist "scheinbare" Quantifikation, die wahr ist, wenn sie als substitutionale Quantifikation verstanden wird.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsQuine Loar Vs Quine, W.V.O.
 
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Avramides I 37
prop Einst/Physikalismus/LoarVsQuine: Variante: erlaubt, daß die Propositionen von A durch solche von B ersetzt werden, aber dadurch hat sich nichts geändert in der Weise, wie Menschen die Dinge sehen. Insbesondere erlauben wir, daß die Propositionen irgendeiner physikalischen Theorie durch Propositionen über Glauben usw. ersetzt werden, aber das ändere nicht die Art, wie wir über einander denken. Das ist die "konservative Erklärung".
Pointe: nicht, daß der Theoretiker keine Glaubenseinstellungen geändert hätte vielmehr ist seine kognitive Situation so, als hätte er das nicht. Wie kann das sein? Ich kann es nicht erklären, aber es kommt vor. Und es kann als kognitive Lösung für etwas herhalten, was als ernstes theoretisches Problem gilt.
Aber: damit die Ersetzung korrekt ist, müssen die Wahrheiten von B (Menge von Propositionen) denen von A (physikalische Theorie) weichen. ((s) Also Propositionen über Glauben physikalistisch werden).
I 38
AvramidesVsLoar/AvramidesVsReduktionismus: ich kann nicht zulassen, daß die Wahrheiten von B denen von A weichen müssen. (s.u. Kapitel 3 und 4) werde ich zeigen, daß die Gründe, die uns am Festhalten an Propositionen über Glauben zwingen, Gründe dafür sind, die imperialistische (physikalistische) Sicht aufzugeben. Das entspricht sogar Loars Linie.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsQuine Church Vs Quine, W.V.O.
 
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Quine XI 133
Ontologie/Modalität/LauenerVsQuine: es fällt auf, dass in seinen Formulierungen intensionale Ausdrücke wie „müssen unter den Werten der Variablen vorkommen“, „müssen wahr sein von“ usw. vorkommen. Oder auch psychologische Konnotation wie „wir betrachten“. ChurchVsQuine: „ontologische Verpflichtung“ ist intensional.
leere Menge/Identität/Existenz/ChurchVsQuine: die Annahme von Kentauren und Einhörnern kann nicht das gleiche bedeuten, obwohl die beiden Klassen die gleiche Extension haben, nämlich leer sind.
Def Existenz/Gegenstand/Theorie/Richard Cartwright: eine elementare Theorie T setzt Objekte der Art K voraus, gdw. es in T einen offenen Satz φ gibt, der a als einzige freie Variable enthält, dass
1. [(Ea) φ] ein Theorem von T ist und
2. aus den semantischen Regeln (Sprachregeln) von T folgt, dass für jedes x gilt:
φ trifft auf x nur dann zu, wenn x ein Element von K ist“.
XI 134
Lauener: dass Cartwright sich auf Sprachregeln beruft, zeigt, dass er auf Intensionen angewiesen ist, dass die Definition aber eine extensionale Interpretation der Theorie, auf die sie angewendet wird, zulässt.
Quine XII 38
Satz/Bedeutungsgleichheit/Übersetzung/propositionale Einstellungen/ChurchVsQuine/LangfordVsQuine: Problem: wenn das, was geglaubt wird, bloße Sätze sind,
XII 39
Dann überträgt sich Bsp „Edwin glaubt den deutschen Satz S“ korrekterweise in das englische „Edwin believes the German sentence S“. mit unverändertem S. Problem: eine ebenso korrekte englische Wiedergabe ist aber:
Bsp „Edvin believes,...“ gefolgt von einer englischen Übersetzung des deutschen Satzes S in indirekter Rede.
Pointe: diese beiden englischen Berichte müssen dann ebenfalls äquivalent sein, sie sind es aber nicht! Denn ein des Deutschen nicht mächtiger Brite kann sie nicht gleichsetzen.
QuineVsVs: das stützt sich auf den fraglichen Begriff der alltagssprachlichen Äquivalenz.
Quine: dennoch sollte man sprachliche Formen nicht als Objekte von propositionalen Einstellungen oder attributärer Einstellungen annehmen: das ist zu künstlich.

Chur I
A. Church
The Calculi of Lambda Conversion. (Am-6)(Annals of Mathematics Studies) Princeton 1985

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Foster Vs Quine, W.V.O.
 
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EMD II 28
Mögliche Welten/MöWe/Quine: Quadrupeln reeller Zahlen in der Raumzeit. Dann sind die Welten ontologisch respektabel. "Welt" kann rein extensional beschrieben werden.
Eine Welt ist dann eine Menge von Mengen von Quadrupeln reeller Zahlen, so das irgend zwei Mengen, die sie enthält, dieselbe raumzeitliche Verteilung auf einem relativistischen Begriff von Position und Abstand repräsentieren.
Nominalismus/GoodmanVsQuine.
II 29
MöWe/Foster: meine eigene Sicht auf MöWe ist phänomenalistisch und hier nicht in der Kürze darzustellen. MöWe/Quine/FosterVsQuine: Problem: in Quines MöWe hat weder "Sokrates ist sterblich" (als rein qualitativ) noch "sokratisiert" Platz.
Jede MöWe hat ihren eigenen Rahmen, in dem wir die materiellen Objekte in ihr identifizieren und wiedererkennen können.
Aber nicht über MöWe hinaus.
Kein Querwelteinidentität.
Wir wissen nicht, wie wir Sokrates in einer anderen Welt lokalisieren sollten.
J. Foster
II Evans/McDowell (Hg) Truth and Meaning , Oxford 1977:
J.Foster Thruth and meaning theory

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsQuine Hintikka Vs Quine, W.V.O.
 
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I 184
Intentionalität/Hintikka: wenn sie durch die Notwendigkeit definiert werden soll, sie durch Möwe zu erklären, müssen wir mögliche Gegenbeispiele untersuchen. Gegenbeispiel/(s): soll hier etwas sein, dass ebenfalls mögliche Welten (MöWe) braucht, ohne intentional zu sein. Die These war aber auch gar nicht, dass Intentionalität das einzige sei, das mögliche Welten braucht.
Mögliche Gegenbeispiele zur These, dass Intentionalität wesentlich MöWe-basiert ist:
1. Bsp physikalische Modalitäten: z.B. kausale Notwendigkeit scheint nun wirklich nicht intentional zu sein,.
I 185
Vs: das täuscht aber: Lösung: Hume hat gezeigt, dass Kausalität das ist, was der Geist zur Regularität hinzufügt. Insofern ist Kausalität durchaus intentional. Sie zeigt auf etwas hinter der Wahrnehmung.
2. Bsp logische (analytische) Modalitäten. Sie sind doch sicher objektiv und nicht-psychologisch. Dennoch werden sie am besten durch Möwe erklärt.
I 186
Lösung: Bedeutung/Intentionalität/Quine/Hintikka: Quine hat gezeigt, dass Bedeutungen sehr wohl intentional sind, indem sie von Glauben (Überzeugungen) des Subjekts abhängig sind. These: Nach Quine müssen wir immer fragen, was die Überzeugungen einer Person sind, um zu verstehen, was ihre Bedeutungen sind.
DavidsonVsQuine.
QuineVsDavidson: Glauben und Bedeutungen können nicht getrennt werden. Quine/Hintikka: ist für Bedeutungen das, was Hume für Kausalität war.
3. Bsp Wahrscheinlichkeit/Wahrscheinlichkeitstheorie/de Finetti/L.J.Savage/Hintikka: nach den beiden Autoren ist alle Wahrscheinlichkeit subjektiv.
Def Wahrscheinlichkeit/Wschk/Mathematik/Hintikka: Maß in einem Stichproben-Raum (sample space).
Stichproben: sind „kleine Möwe“.
I 187
MöWe/Dana Scott: "Gibt es Leben in MöWe?". Intentionalität/Hintikka: wenn Wschk nur subjektiv sein kann (These: es gibt keine objektive Wschk) dann entspricht das wiederum dem, was Hume in Bezug auf Kausalität und Quine in Bezug auf Bedeutungen sagt.
Wahrscheinlichkeit/Wschk/Hintikka: ist dann kein richtiges Gegenbeispiel zur These, dass Intentionalität MöWe-basiert ist, weil auch Wschk gewissermaßen intentional sind. (Wenn Wschk auf jeden Fall MöWe-basiert ist).
graduell/Grad/Ja-Nein/Erklärung/Methode//Definition/Hintikka: scheinbar dichotomische Begriffe können oft besser erklärt werden, wenn man sie als graduell auffaßt.
Definierbarkeit/Rantala/Hintikka: Rantala These wir beginnen nicht damit zu fragen, wann eine Theorie einen Begriff eindeutig spezifiziert, sondern wieviel Freiheit die Theorie dem Begriff läßt,
I 188
Bestimmtheit/Hintikka: ist eine graduelle Angelegenheit und Definierbarkeit stellt sich ein, wenn die Unsicherheit verschwindet. Das ist eine elegante Entsprechung der Modelltheorie. qualitativ/komparativ/Hintikka: durch Annahme, eine Eigenschaft sei graduell, kann man einen qualitativen Begriff in einen komparativen verwandeln. Dann haben wir es nicht mehr nur mit Ja-Nein-Fragen zu tun.
Intentionalität/Hintikka: ist eine graduelle Angelegenheit. Das liegt nahe, wenn es stimmt, dass wir bei Intentionalität immer unrealisierte Möglichkeiten betrachten müssen.
„ontologische Kraft“/Hintikka: je größer die o.K. eines Geistes ist, desto weiter kann man über die wirkliche Welt hinausgehen.
Grad von Intentionalität/Hintikka: bemisst sich an der Distanz zur wirklichen Welt (WiWe).

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsQuine Wiggins Vs Quine, W.V.O.
 
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EMD II 285
Notwendigkeit/QuineVsAristoteles: kann nicht unabhängig von der Weise betrachtet werden, wie die Objekte spezifiziert werden. Wiggins: Quine verspottet den Essentialismus.
WigginsVsQuine: bewegt sich seine Kritik auf der Ebene einer unreflektierten Akzeptanz der Aristotelischen dreidimensionalen Fiktion unserer Welt? Oder behauptet er, daß wir, selbst wenn wir in dieser provinziellen Ontologie verharren, die Wahl haben zu wählen ob wir unterscheiden wollen oder nicht unterscheiden wollen zugunsten einiger der Begriffe unter die die Dinge fallen, die wir wahrnehmen?
II 286
Begriff/Sprache/WigginsVsQuine: Quines Haltung ist hier nicht völlig klar. These nur ein bewußtes System von Unterscheidungen zugunsten von Substanzbegriffen und gegen Zufallsbildungen könnte die Bestimmtheit erklären, mit der unsere Kultur Fragen der Identität in der Zeit oder Dauerhaftigkeit behandelt.
II 303
WigginsVsKripke: auch wenn Namen starre Designatoren sind: Frage, ob wir Sätze mit Namen für alle MöWe bewerten können ("notwendige Existenz") Problem: Querwelteinidentität

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsQuine Stalnaker Vs Quine, W.V.O.
 
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I 71
Essentialismus/heute/VsQuine: die meisten Modallogiker heute widersprechen Quine und akzeptieren die Verbindung zwischen Modallogik und Essentialismus und akzeptieren auch den Essentialismus. Statt wie damals Quine zu sagen: "um so schlimmer für quantifizierte ML" sagen sie: "um so besser für den Essentialismus".
I 72
Wesen/Essentialismus/wesentliche Eigenschaft/LeibnizVsQuine/Stalnaker: widersprach Quine auf die erste Weise: These: jede Eigenschaft jedes Individuums konstituiert sein Wesen und nur die Existenz des Dings als ganze ist kontingent. heute: David Lewis mit seiner Gegenstück-Theorie ist ein moderner Nachfolger von Leibniz.
Gegenstück/Lewis: Dinge der aktualen Welt (WiWe) haben Gegenstücke in anderen möglichen Welten (MöWe). Dinge, die ihnen mehr ähneln als jedes andere Ding. Daher kann kein Individuum akzidentelle Eigenschafen haben, Eigenschaften, die ihm in anderen MöWe abgehen.

I 201
Quine/Stalnaker: lehrte uns skeptisch zu sein in Bezug auf die Idee von Notwendigkeit, Analytizität und Wissen a priori. Er stellte allerdings nicht die empiristische Annahmen in Frage, dass diese Begriffe miteinander stehen und fallen. KripkeVsQuine/Stalnaker: erst Kripke zog diese Begriffe auseinander, indem er Beispiele fand für Wahrheiten, die notwendig sind, obwohl sie erst a posteriori wissbar sind und solche, die kontingent, aber dennoch a priori wissbar sind.

II 24
Glauben/Mentalesisch/Field/Stalnaker: seine These war, die intentional-psychologische Relation in eine psychologische, aber nicht-intentionale und eine semantische aber nicht-psychologische Relation - zwischen einem Satz und der ausgedrückten Proposition – umzudeuten.
Glaubenszuschreibung/Quine/Stalnaker: sein Ziel war es, die Zuschreibung zu verallgemeinern. Damit sollte eine Verpflichtung auf singuläre Propositionen vermieden werden.
StalnakerVsQuine: das Projekt ändert aber seinen Charakter, wenn es um den allgemeinen Fall geht.
De re-Zuschreibung/Stalnaker: sollte besser nicht als indirekt und unbestimmt angesehen werden,
II 25
sondern einfach als Beispiele, die wesentliche Merkmale des Intentionalen zeigen: Zuschreibung: wenn wir intentionale Zustände zuschreiben, die Arten, Eigenschaften und Relationen, auf die wir dabei referieren finden wir in der Welt und mit ihnen charakterisieren wir die Welt, wie jemand sie sieht.
Pointe: das ist eben keine indirekte, sondern ein direkte Weise, zum Inhalt zu gelangen.

II 160
Def Singuläre Proposition/Stalnaker: hier Bsp eine singuläre Proposition schreibt Ortcutt Spionsein zu. strukturierte singuläre Proposition/Stalnaker: (für jene, für die Propositionen strukturierte Entitäten sind): dann sind singuläre Propositionen solche, die ein Individuum als Konstituente haben. (StalnakerVsStrukturierte Propositionen).
Singuläre Proposition/MöWe-Semantik/Semantik möglicher Welten/Stalnaker: für jene, für die Propositionen Mengen von MöWe sind, (Stalnaker pro)): dann ist eine singuläre Proposition eine Proposition, deren Wahrheit von den Eigenschaften eines bestimmten Individuums abhängt.
Singuläre Proposition/Stalnaker: die Identität einer singulären Proposition ist eine Funktion eines Individuums statt eines Begriffs oder der Gegebenheitsweise eines Individuums.
StalnakerVsQuine: dieser semantische Ansatz ist einfacher und weniger ad hoc als der von Quine.
II 161
De re/Zuschreibung/Glauben de re/singuläre Proposition/sing Prop/StalnakerVsQuine/Stalnaker : der semantische Ansatz fasst die Zuschreibung eines Glaubens de re dann als Zuschreibung eines ganz bestimmten Glaubens auf (anders als Quine). Was heißt es, eine singuläre Proposition zu glauben? Wie ist es zu glauben, dass Ortcutt selbst ein Spion ist? Und nicht bloß, dass die Person eine Kennzeichnung erfült, oder einem Glaubenssubjekt in einer gewissen Weise gegeben ist?
Problem: Angenommen, Ralph kennt Ortcutt auf zwei verschiedenen Weisen (Strand, brauner Hut). Welche singuläre Proposition über Ortcutt glaubt er?
schlechte Lösung: viele Autoren denken, es müsste hier eine spezielle Relation der Bekanntschaft geben.
Bekanntschaft/Stalnaker: Problem: eine semantische Relation für sie anzugeben.
1. die erste Strategie macht Glauben de re dann zu einfach: Bsp Poirot glaubt, dass es der Butler war einfach aufgrund der beiden Tatsache, dass 1. der Butler es war und 2. Poirot glaubt, dass es die Person war, die’s war.
2. die zweite Strategie macht Glauben de re zu schwierig: dann hat Ralph, der mit Ortcutt bekannt ist, zwei widersprüchliche Überzeugungen.
Lösung: a) die Relation der Bekanntschaft stärken, so da Fehlidentifikationen unmöglich sind.
Vs: solche Fehler sind fast immer möglich! Dann könnte man nur noch de re-Überzeugungen über sich selbst haben.
b) das "Teile-und-herrsche"-Argument: wir erzählen die Geschichte von Ralph in zwei Teilen.
1. Ralph sieht Ortcutt mit braunem Hut
2. Ralph sieht Ortcutt am Strand.
II 162
Dann ist es ganz natürlich, dass Ralph in der einen Geschichte glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist, und in der anderen Geschichte nicht. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Ralph irgendwann zwischendurch seine Meinung geändert haben müsste.
II 163
De re/Zuschreibung/Glauben de re/StalnakerVsQuine/StalnakerVsKaplan/Stalnaker: These: wir nehmen statt dessen Propositionen als Mengen von MöWe an. pragmatische Analyse/Pragmatik/Stalnaker: hat mit der semantischen gemein, dass bestimmte Überzeugungen zugeschrieben werden, aber – anders als die semantische – nimmt sie nicht eine bestimmte Art von Propositionen an, und verlangt auch keine verstärkte Bekanntschaftsrelation.
D.h. die Individuen von denen etwas geglaubt wird, sind nicht Konstituenten der Proposition.
Proposition: ihr Zweck ist es, eine Teilmenge der relevanten Kontextmenge herauszugreifen.
Zuschreibung/de re/Stalnaker: (alle Autoren): die Weise, wie der Zuschreibende seine Zuschreibung formuliert ist unabhängig von der Weise, wie der Glaubende seine Überzeugung formulieren würde, bzw. die Weise, wie er über das Individuum denkt
Pragmatischer Ansatz/Stalnaker: (…+…)

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsQuine Stroud Vs Quine, W.V.O.
 
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I 183
Intern/extern/Carnap/StroudVsQuine: in Carnaps Unterscheidung muss noch etwas anderes geben. Dass sie als interne Frage beantwortbar ist, als (gleichlautende) externe jedoch nicht, zeigt, dass die beiden nicht verwechselt werden dürfen. Sprache/Carnap/Stroud: daher unterscheidet Carnap verschiedene "Sprachen" oder "Systeme". Diese beantworten jeweils nur interne Fragen.
Ausdruckskraft: dass eine "philosophische" (externe) Frage dann sinnlos ist, liegt nicht bloß an der Terminologie.
I 184
Die Terminologie ist jeweils bedeutungsvoll. Bsp innerhalb der Mathematik ist "Es gibt Zahlen" sinnvoll.
I 223
Wissen/Skeptizismus/Quine: wenn alles Wissen zugleich auf dem Prüfstand steht, kann man sich auf keinen Teil des Wissens berufen. ((s) > Bsp "Alles was er sagte ist wahr"). Empirie/Wissen/Lösung/Quine: das ist der Grund, warum Wissen auf Basis der Sinneserfahrung gerechtfertigt werden muss.
Psychologie/Wissen/Erklärung/Rechtfertigung/Quine: eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie führt zur Zirkularität. ((s) Weil die Psychologie selbst über das bloße Feststellen von Reizen hinausgeht).
StroudVsQuine/StroudVsnaturalisierte Erkenntnistheorie: ist genauso eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie. Und damit genauso zirkulkär!
Erkenntnistheorie/Stroud: kann es sein, dass damit wohl die traditionelle Erkenntnistheorie widerlegt ist, nicht aber Quines naturalisierte Erkenntnistheorie selbst? Liegt die Lösung in der Relation zwischen beiden?
Quine: legt manchmal nahe, dass die beiden Standpunkte (naturalisierteVstraditionelle Erkenntnistheorie) sich unterscheiden: die „doktrinäre“ Frage sollte als falsche Hoffnung ad acta gelegt werden.
Bewusstsein/Kenntnis/Tradition/Erkenntnistheorie/Rechtfertigung/Stroud: die traditionelle Erkenntnistheorie insistiert auf einer Isolation gewisser Objekte des Bewusstseins, um unzweifelhafte Information zu identifizieren.
Bewusstsein/QuineVsTradition: wir können die Frage des Bewusstseins umgehen und einfach versuchen zu erklären,
I 224
wie unser reichhaltiger Output aus den Ereignissen entsteht, die an unserer sensorischen Oberfläche (Nervenenden) geschehen. Pointe: das kann man wissenschaftlich angehen.
Dann kann man zwei Arten von Ereignissen in der beobachtbaren physikalischen Welt unterscheiden, und das ist dann das wissenschaftliche Ziel.
StroudVsQuine: das sieht nun so aus, als hätte Quine nur das Thema gewechselt. Skeptizismus droht dann noch immer. Und das will Quine nicht.
„befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: (Wurzeln der Referenz, 3): ist nicht dasselbe wie empirische Psychologie, es ist eher ein "erleuchtetes Fortbestehen" (enlightened, "Erleuchtung") des traditionellen epistemischen Problems.
Empirie/Wissen/Rechtfertigung/Begründung/Zirkel/Quine: (s.o.) Tradition: unser Wissen kann nicht empirisch gerechtfertigt werden, weil sonst zirkulär.
QuineVsTradition: diese Angst vor Zirkularität ist unnötige logische Schüchternheit.
„Erleuchtung“/“befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: die Einsicht in die Tatsache, dass der Skeptizismus aus der Wissenschaft selbst entspringt. Und um ihn zu bekämpfen sind wir berechtigt, wissenschaftliches Wissen einzubringen.
QuineVsTradition: hat die Stärke ihrer Position gar nicht erkannt.
I 225
Wissen/Skeptizismus/QuineVsTradition: die traditionelle Erkenntnistheorie hat nicht erkannt, dass die Herausforderung des Wissens aus dem Wissen selbst heraus entstand. These: die Zweifel an seiner Verlässlichkeit waren immer wissenschaftliche Zweifel. Bewusstsein/Quine: die Verwirrung beruhte auf der Konzentration auf das Bewusstsein.
Introspektion/Tradition: dachte, Fakten über unseren "mageren" Input würden durch Introspektion ans Licht gebracht.
QuineVsIntrospektion: die Gründe dafür, den Input mager zu finden, kommen aus der Wissenschaft.
I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, RR 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymie) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein "einziger Punkt" ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkeptizismusVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.
I 230
Moore/Stroud: auch Moore soll damit nicht verleumdet werden. Nach Kant und Carnap ist es völlig legitim was er sagt. Skeptizismus/StroudVsQuine: Pointe: die Ergebnisse einer unabhängig durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wären im selben Boot wie Bsp Moores Hände. Sie wären "wissenschaftliche" Versionen von Moores Argument mit dem Common Sense.

Philosophie/Wissenschaft/Quine: beide gehen kontinuierlich in einander über.
Stroud: damit könnten sich Descartes und andere traditionellen Philosophen einverstanden erklären.
StroudVsQuine: Problem: dann haben wir eben vielleicht auch gar kein wissenschaftliches Wissen. Wir haben nicht mehr Grund daran zu glauben, wie nicht daran zu glauben. Keine wissenschaftliche Untersuchung könnte hier Klarheit verschaffen.
I 231
Es wäre auch keine Herausforderung „von innen“ denkbar. Also würde der Skeptizismus folgen.
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 240
Wissen/StroudVsQuine: selbst wenn ich den „mageren „Input dafür verantwortlich machte, dass er eine "Projektion" angenommen hat, wäre das keine Erklärung seines Wissens oder wahren Glaubens.
I 245
Wissen/Wissenstheorie/Erklärung/Projektion/StroudVsQuine: Angenommen, ich nehme mit Quine an, dass alle meine Glaubenseinstellungen nur "überfließender Output aus magerem Input" (also Projektion) sei, dann heißt das nicht, dass ich nicht denken könnte, dass ich wahre Glaubenseinstellungen habe, in dem Sinn, dass es nichts gibt, was meinen Glauben davon abhalten könnte, wahr zu sein. Problem: selbst wenn sie alle wahr wären, wäre ich nicht in der Position erklären zu können, oder auch zu verstehen, wie eine Wissenstheorie sie erklären und verstehen sollte. Ich kann nicht erklären, wie mein ((s) zufällig) wahrer Glauben zum Wissen beiträgt.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsQuine Chisholm Vs Quine, W.V.O.
 
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III 86
analytisch/synthetisch/Chisholm: viele Autoren halten die Unterscheidung für unhaltbar.
III 87
1. dazu müßte man von Notwendigkeit sprechen 2. aus den Verhalten von Menschen wird nicht ersichtlich, daß ihre Sprache so beschaffen ist, daß notwendigerweise gilt: wenn ein bestimmter Ausdruck auf etwas zutrifft, dann trifft auch ein anderer Ausdruck auf dasselbe zu.
3. ebenso ist aus dem Verhalten nicht die Notwendigkeit zu zeigen, daß zwei Ausdrücke auf dasselbe zutreffen müssen.
ChisholmVsQuine/Chisholm: das zusammen wäre, wenn es wahr wäre, nicht hinreichend zu zeigen, daß die Unterscheidung unhaltbar ist. Eine zusätzliche Prämisse müßte eine philosophische Verallgemeinerung enthalten über die BedChisholmVsSkeptizismuingungen für eine solche Unterscheidung.
Verallgemeinerung/Chisholm: wie würde sie verteidigt: das sehen wir im Zusammenhang mit der Frage des Kriteriums (s.u.) und dem Skeptizismus (s.u.)-
ChisholmVsQuine: keine der möglichen Verallgemeinerungen wurde je verteidigt. Daher stimmt es nicht, daß die Unterscheidung analytisch/synthetisch als unhaltbar erwiesen wurde.

Simons I 124
Ereignis/occurrents/Ontologie/Chisholm/Simons: Chisholm widerlegt drei Argumente für die Ontologie von Ereignissen (Vorkommnissen): (Chisholm 1976, Anhang A) 1. Argument der räumlichen Analogie: es gibt eine große Disanalogie zwischen Raum und Zeit: ein Ding kann nicht an zwei verschiedenen Orten zur selben Zeit sein, aber ein Ding kann zu zwei verschiedenen Zeiten am selben Ort sein.
ChisholmVs: das ist nicht schlüssig, ein Verteidiger von zeitlichen Teilen kann dagegen argumentieren. Aber dann kann er dieses Argument gebrauchen um für seine These ohne Zirkularität zu argumentieren.
2. Argument der Veränderung (Wechsel): Bsp wie kann Philip einmal betrunken und einmal nüchtern sein? Für ihn ist beides zusammen widersprüchlich.
ChisholmVsVierdimensionalismus/Lösung: statt zu sagen ein Zeitstadium von Philip ist (zeitlos) betrunken) sagen wir einfach alltagssprachlich: er war letzte Nacht betrunken und ist jetzt nüchtern.
Entweder gebrauchen wir grammatische Zeiten wie in der Alltagssprache oder wir relativieren unsere Prädikate auf die Zeit ((s) "haben-zu-t", "sein-zu-t".)
3. Argument vom Flux (nicht "Flux-Argument"): Bsp
Fluss/QuineVsHeraklit: Quine gebraucht die zeitliche Ausdehnung des Flusses auf gleicher Stufe wie die räumliche Ausdehnung.
ChisholmVsQuine: nicht jede Summe von Flussstadien ist ein Fluss-Prozess.
I 125
Lösung/Chisholm: wir müssen sagen, welche Bedingungen eine Summe erfüllen muss, um ein Fluss-Prozess zu sein. ChisholmVsQuine: Problem: das setzt wiederum continuants voraus: (Flussufer, menschliche Beobachter) oder eine Theorie des absoluten Raums oder die Einführung eines technischen Terms ((s) Prädikat) "ist kofluvial mit".)
Problem: das kann nur verstanden werden in Begriffen von „ist derselbe Fluss wie“. Also zirkulär.
VsVierdimensionalismus/VsProzess-Ontologie hat es damit nicht geschafft, alle singulären oder allgemeinen Termini zu eliminieren, die continuants denotieren.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsQuine Simons Vs Quine, W.V.O.
 
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I 60
Ontologie/Variablen/Quantifikation/Lesniewski/Simons: wegen seines Verständnisses der Quantifikation kann Lesniewski auch über Variablen quantifizieren (sonst Logik 2. Stufe)
I 61
Geht dabei aber keine ontologische Verpflichtung ein. Quantifikation/Lesniewski: wurde von Quine als substitutionale Quantifikation bezeichnet, aber:
SimonsVsQuine: Lesniewski quantifiziert gar nicht über Ausdrücke, und er setzt auch nicht unendlich viele Ausdrücke voraus. Das wäre für ihn als Nominalisten auch unplausibel.
Küng/Canty/Lösung: Lesniewski quantifiziert nicht über Ausdrücke, sondern über ihre Extensionen. Damit sind immer noch abstrakte Entitäten durch die Hintertür erlaubt.
Simons: man könnte sagen, dass Lesniewski eine kombinatorische Semantik entwickelt, die auf einer einfachen Idee einer "extensionalen" Bedeutungsweise basiert, so dass ein Ausdruck der Form "∏...[__ ]" wahr ist, gdw. unabhängig von der Bedeutungsweise der Variablen, die Matrix wahr ist.
"∏"/Lesniewski/alltagssprachliche Übersetzung/Simons: einfach "für alle".
I 123
Vierdimensionalismus/Quine: (1960, W. + O.): physikalische Objekte in vierdimensionaler Raum-Zeit sind nicht von Ereignissen (konkreter: Prozessen) zu unterscheiden.
I 124
Substanz/Quine: unterscheidet sich von anderen physikalischen Objekten dadurch, dass es relativ wenig Atome gibt, die (zeitlich) teils in ihr teils außerhalb von ihr liegen. Substanz/SimonsVsQuine: das ist schlicht falsch: materielle Substanzen sind nicht einfach die, die wenig Atome gewinnen oder verlieren.
I 128
Ausdehnung/Quine: ihre Okkupanten nennt Quine: "Inhalt einer Portion Raum-Zeit". SimonsVs: statt dessen Superposition (verschiedene Individuen mit identischen Teilen zur selben Zeit am selben Ort.
continuants/SimonsVsQuine: wenn es solche Okkupanten überhaupt gibt, müssen sie continuants sein.
Ereignisse/Simons: scheinen zumindest Aussicht zu haben, das Extensionalitäts-Prinzip zu erfüllen, egal ob willkürliche Summen zugelassen sind. Hier brauchen wir Definitionen der Begriffe von zeitlichem und räumlichem Teil.
Massen: hier werden wir verschiedene Bedeutungen von "Teil" benötigen, um die Relationen zwischen Individuen, zwischen Klassen oder zwischen Massen zu erfassen. Aber das ist etwas anderes als die Kritik im letzten Kapitel, denn hier geht es dann darum, dass es verschiedene analoge Anwendungen geben kann.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsQuine Leeds Vs Quine, W.V.O.
 
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Horwich I 376
LeedsVsStandard-Interpretation/Theorie/Leeds: Theorien die annehmen, dass es eine SI für unsere Sprache geben müsste, beruhen meist auf einer falschen Voraussetzung, nämlich dass die Frage, ob unsere Theorien die Welt „abbilden“ davon abhängt, ob „Elektronen wirklich existieren“. Referenz/Gavagai/Theorie/Relation/Welt/LeedsVsQuine: (Quine schien zu einer Zeit die Sicht zu vertreten): dass „Kaninchen“ nicht wirklich die Relation R zur Menge der Kaninchen hätte. (Oder nur in einem "relativen Sinn"). (Das habe ich andernorts kritisiert).
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine/Leeds: dies scheinen seine Argumente zu sein:
1. Die Ergebnisse von Wort und Gegenstand legen keine eindeutige Übersetzung fest
2. Ds gibt kein Standard Referenz Schema für jede Sprache. D.h. wir können nicht "erhalte Referenz" oder "erhalte Wahrheit" als Bedingung für eine Übersetzung hinzufügen.
3. Solche Bestimmungen wie "erhalte den psychologischen Isomorphismus" oder "erhalte die sprachliche Rolle" können nicht präzise gemacht werden.
I 377
Naturalismus/Quine/Leeds: Quines Naturalismus tritt früh und am Ende seines Werks zutage, z.B. in "Ontologische Relativität". Idealismus/VsQuine/Leeds: viele Autoren haben ihn für einen verkappten Idealisten gehalten, weil es so schwer zu sehen ist, dass der Naturalistische Instrumentalismus (NI) nicht inkonsistent ist. Diese Autoren haben gedacht, jemand, der so offensichtlich ein Instrumentalist in Bezug auf Sprache ist, kann nicht gleichzeitig glauben, dass Elektronen existieren, in einer unzweideutigen Weise, wie der Naturalist das glaubt.
NI/Leeds: ist jedenfalls kohärent. Die große Frage ist, ob er wahr ist!

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsQuine Grover Vs Quine, W.V.O.
 
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Horwich I 356
W Prädikat/Verallgemeinerung/semantischer Aufstieg/Quine: (1970): das W Prädikat wird gebraucht, nicht um Bsp „Dick ist sterblich“, , „Tom ist...“ zu verallgemeinern, ((s) das geht mit „x“) sondern für die Verallgemeinerung von „Tom ist sterblich oder nicht sterblich“. ((s) Wenn „a oder b“ wahr ist, dann ist a wahr oder b wahr oder beide. Wobei jetzt „a“ für einen ganzen Satz steht und nicht die „x“ für ein Individuum). Camp, Grover, Belnap/CGB: pro.
CGBVsQuine: dazu braucht man aber keine Quantifikation über Sätze oder Propositionen, in dem Sinn, dass wir mit dem W Prädikat eine Charakteristik zuschreiben.
Prosatz: wird hier quantifikatorisch gebraucht, daher ist W Prädikat freies Englisch* hinreichend.
Lösung: für jede Proposition, entweder sie ist wahr oder es ist nicht wahr, dass sie wahr ist.
Pointe: „ist wahr“ hat hier eine doppelte Rolle:
1. scheint es notwendig, um die Verknüpfung „es ist nicht wahr dass“ zu bilden.
2. funktioniert es als quantifikatorischer Prosatz. Damit wird der quantifizierende Ausdruck „für jede Proposition“ anaphorisiert.
CGBVsQuine: das sollte man dann aber nicht semantischen Aufstieg nennen.

Gro I
D. L. Grover
A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsQuine Kanitscheider Vs Quine, W.V.O.
 
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II 23
Ontologie/Sprache/Mensch/Kanitscheider: die sprachlichen Produkte des Organismus sind keinesfalls durch eine ontologische Kluft von seinem Produzenten getrennt. Ideen sind bestimmte neuronale Muster im Organismus.
KanitscheiderVsQuine: Schwachpunkt: sein Empirismus. Man muss seine Epistemologie daher mehr als ein Forschungsprogramm ansehen.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsQuine Barrow Vs Quine, W.V.O.
 
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I 58
BarrowVsQuine: wäre die Welt zutiefst holistisch, träfe die dritte Annahme nicht zu. (3. Die Welt läßt sich lokal erforschen, ohne daß ihre wesentliche Struktur verloren geht.)
Prinz von Dänemark: "O Gott, ich könnte in eine Nußschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermeßlichem Gebiet halten."

B I
John D. Barrow
Warum die Welt mathematisch ist Frankfurt/M. 1996

B II
John D. Barrow
Die Natur der Natur: Die philosophischen Ansätze der modernen Kosmologie Heidelberg 1993

B III
John D. Barrow
Die Entdeckung des Unmöglichen. Forschung an den Grenzen des Wissens Heidelberg 2001
VsQuine Millikan Vs Quine, W.V.O.
 
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I 215
beschreibend/referentiell/Kennzeichnung/Klassifikation/Millikan: man kann erzwingen, dass eine beschreibende Kennzeichnung referentiell funktioniert, Bsp „Er sagte, dass der Gewinner der Verlierer war“. Bsp (Russell): „Ich dachte, deine Yacht wäre größer als sie ist“.
I 216
Lösung: „der Gewinner“, und „größer als deine Yacht“ müssen als nach dem angepassten (adaptierten) Sinn klassifiziert angesehen werden. Dagegen:
„Der Verlierer“: hat wahrscheinlich nur beschreibenden Sinn-
„Deine Yacht“: wird durch beides klassifiziert: durch angepassten und durch relationalen Sinn, nur „dein“ ist rein referentiell.
Quine: (klassisches Beispiel) Bsp „Phillip glaubt, dass die Hauptstadt von Honduras in Nicaragua liegt“.
MillikanVsQuine: das ist nicht, wie Quine glaubt, offensichtlich falsch. Es kann als wahr gelesen werden, wenn „Hauptstadt von Honduras“ relationalen Sinn in diesem Kontext hat.
referentiell/beschreibend/Glaubenszuschreibung/intentional/Millikan: es gibt Ausnahmen, wo die Ausdrücke nicht beschreibend, aber auch nicht rein referentiell funktionieren, sondern auch durch relationalen Sinn oder Intension.
Bsp „der Mann der uns nach Hause fuhr“ sei jemand, der Sprecher und Hörer sehr gut bekannt ist. Dann muss der Hörer annehmen, dass hier jemand anderes gemeint ist, weil der Name nicht gebraucht wird.
Regel: hier wird die zweite Hälfte der Regel für intentionale Kontexte verletzt, „setzte welchen Ausdruck auch immer ein, der die Referenz erhält“. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass die erste Hälfte verletzt ist: „ein Zeichen hat nicht nur Referenz, sondern auch Sinn oder Intension, die erhalten werden müssen. Warum sollte man sonst eine so umständliche Kennzeichnung („der Mann der uns nach Hause fuhr“) gebrauchen, statt des Namens?
Ortcutt/Ralph/Spion/Quine/Millikan: Bsp es gibt einen Mann mit braunem Hut, den Ralph flüchtig gesehen hat. Ralph nimmt an, er ist ein Spion.
a) Ralph glaubt, dass der Mann den er flüchtig gesehen hat, ein Spion ist.
I 217
b) Ralph glaubt, der Mann mit dem braunen Hut ein Spion ist Millikan: die unterstrichenen Teile werden relational aufgefasst, b) ist fraglicher als a) weil nicht klar ist, ob Ralph in explizit als einen braunen Hut tragend wahrgenommen hat.
Quine:
Außerdem ist da ein grauhaariger Mann, den Ralph vage als Säule der Gesellschaft kennt und von dem ihm nicht bewusst ist ihn gesehen zu haben, außer einmal am Strand.
c) Ralph glaubt, dass der Mann, den er am Strand gesehen hat, ein Spion ist.
Millikan: das ist sicher relational. Als solches wird es nicht aus a) oder b) folgen.
Quine: führt jetzt erst an, dass Ralph es nicht weiß, aber die zwei Männer sind ein und derselbe.
d) Ralph glaubt, dass der Mann mit dem braunen Hut kein Spion ist.
Das ist jetzt einfach falsch.
Frage: was ist aber mit
e) Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist
f) Ralph glaubt, dass Ortcutt kein Spion ist.
Quine: jetzt erst teilt uns Quine nämlich den Namen des Mannes mit (der Ralph unbekannt ist).
Millikan: Bsp Jennifer, eine bekannte von Samuel Clemens, weiß nicht, dass dieser Mark Twain ist.
I 218
Sie sagt: „Ich würde sehr gern Mark Twain treffen“ und nicht „ich würde sehr gern Samuel Clemens treffen“. sprach-abhängig: hier wird „Mark Twain“ sprach-abhängig klassifiziert. Also sind auch sprachgebundene Intensionen nicht immer irrelevant für intentionale Kontexte. Sprach-gebunden musste das hier sein, um deutlich zu machen, dass der Name selbst wesentlich ist und gleichzeitig, dass es sinnlos ist zu unterstellen, dass sie gesagt hätte, sie wolle Samuel Clemens treffen.
Ralph/Quine/Millikan: Quine geht davon aus, dass Ralph nicht nur zwei innere Namen für Ortcutt hat, aber nur einer von beiden ist an den äußeren Nehmen Ortcutt geknüpft.
Millikan: Variante: Bsp’ ‚ Sie und ich beobachten Ralph, der misstrauisch Ortcutt beobachtet, der mit einer Kamera hinter dem Busch steht (sicher will er nur Spinnweben fotografieren). Ralph hat Ortcutt nicht als diesen erkannt und Sie denken: Gute Güte, Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist“.
Pointe: in diesem Kontext ist der Satz wahr! ((s) Weil der Name „Ortcutt“ von uns verliehen wurde, nicht von Ralph).
referentiell/Millikan: Lösung: „Ortcutt“ wird hier als referentiell klassifiziert.
referentiell/Millikan. Bsp „Letzten Halloween dachte Susi tatsächlich, Robert (ihr Bruder) wäre ein Geist“. ((s) sie dachte nicht von Robert und auch nicht von ihrem Bruder, dass er ein Geist wäre, sondern dass sie einen Geist vor sich hätte).
MillikanVsQuine: so lange wie noch niemand explizit gefragt oder verneint hat, dass Tom weiß, dass Cicero Tullius ist, sind die zwei Glaubenszuschreibungen „Tom glaubt, dass Cicero Catilina denunziert hat“ und „…Tullius…“ äquivalent!
sprach-gebundene Intension/Millikan: wird nur erhalten, wenn der Kontext klarmacht, welche Worte gebraucht wurden, oder welche öffentlichen Wörter der Glaubende als implizite Intensionen hat.
voll-entwickelte (sprach-unabhängige) Intension/Millikan: für sie gilt das gleiche, wenn sie absichtlich bewahrt werden:
I 219
Bsp „Die Eingeborenen glauben, dass Hesperus ein Gott und Phosphorus ein Teufel ist“. Aber:
Pointe: es geht darum, dass die Eigenfunktion eines Satzes erhalten bleiben muss, wenn man in intentionale Kontexte übergeht. Das ist der Grund dafür, dass man bei der Glaubenszuschreibung nicht einfach „Cicero ist Tullius“ durch „Cicero ist Cicero“ ersetzen kann. ((s) triviale/nicht-triviale Identität).
Stabilisierungsfunktion/SF/Identitätsaussage/Millikan: die SF ist es, dass der Hörer „A“ und „B“ in denselben inneren Term übersetzt. Deswegen ist die Eigenfunktion (EF) von „Cicero ist Cicero“ eine andere als die von „Cicero ist Tullius“. Weil die EF verschieden ist, kann das eine nicht für das andere eingesetzt werden, in intentionalen Kontexten.
Eigenfunktion: Bsp „Ortcutt ist ein Spion und kein Spion“: hat die EF, in einen inneren Satz übersetzt zu werden, der ein Subjekt und zwei Prädikate hat. Kein Satz dieser Form ist in Ralphs Kopf zu finden. Deshalb kann man nicht sagen, dass Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion und kein Spion ist.

I 299
Nichtwiderspruch/Millikan: der Test auf sie ist gleichzeitig ein Test auf unsere Fähigkeit, etwas zu identifizieren, wie auch darauf, dass unsere Begriffe das abbilden, was sie abbilden sollen. MillikanVsQuine: dabei geht es aber nicht „Bedingungen für Identität“ aufzustellen. Und auch nicht um „geteilten Bezug“ („derselbe Apfel wieder“). Das gehört zum Problem der Einheitlichkeit, nicht der Identität. Das ist nicht das Problem zu entscheiden, wie eine Ausschließlichkeitsklasse aufgeteilt wird.
I 300
Bsp zu entscheiden, wann rot aufhört und orange anfängt. Statt dessen geht es darum zu lernen, Bsp rot unter anderen Umständen wiederzuerkennen.
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann.
MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).

I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt. Übereinstimmung/MillikanVsWittgenstein/MillikanVsQuine/Millikan: beide sehen nicht die Wichtigkeit der Subjekt-Prädikat-Struktur mit Negation. Daher verkennen sie die Wichtigkeit der Übereinstimmung im Urteil.
Übereinstimmung: dabei geht es nicht darum, dass zwei Leute zusammenkommen, sondern dass sie mit der Welt zusammenkommen.
Übereinstimmung/Nichtübereinstimmung/Millikan: sind nicht zwei gleichwahrscheinliche Möglichkeiten ((s) >Nozick. Inegalitäre Theorie). Es gibt viel mehr Möglichkeiten für einen Satz falsch zu sein, als für denselben Satz, wahr zu sein.
Wenn nun ein ganzes Muster (System) übereinstimmender Urteile auftaucht, die denselben Bereich abbilden (z.B. Farbe) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer einen Bereich draußen in der Welt abbildet, überwältigend. ((s) ja - aber noch nicht, dass sie dasselbe meinen).
Bsp nur weil meine Urteile über den Zeitablauf fast immer mit denen anderer übereinstimmen, habe ich Grund zu glauben, dass ich die Fähigkeit habe, meine Erinnerungen richtig in den Zeitablauf einzuordnen.
Objektivität/Zeit/Perspektive/Medium/Kommunikation/Millikan: These: das Medium, das andere Personen mit ihren Äußerungen bilden, ist für mich die am besten zugängliche Perspektive, die ich im Hinblick auf die Zeit haben kann.

I 312
Begriff/Gesetz/Theorie/Test/Überprüfung/Millikan: wenn ein Begriff in einem Gesetz vorkommt ist es notwendig,
I 313
ihn zusammen mit anderen Begriffen zu testen. Verknüpft sind diese Begriffe nach gewissen Schlussregeln. Begriff/Millikan: dass Begriffe aus Intensionen bestehen, sind es die Intensionen, die getestet werden müssen.
Test: heißt aber nicht, dass das Vorkommen von Sinnesdaten vorausgesagt würde. (MillikanVsQuine).
Sinnesdatentheorie/heute/Millikan. die vorherrschende Sicht scheint zu sein, These: dass weder eine innere noch eine äußere Sprache tatsächlich Sinnesdaten beschreibt, außer, dass die Sprache von vorausgehenden Begriffen äußerer Dinge abhängt, die Normalerweise Sinnesdaten verursachen.
I 314
Vorhersage/Voraussage/voraussagen/Prognose/MillikanVsQuine/Millikan: wir bilden die Welt ab, um sie zu bewohnen, nicht um sie vorherzusagen. Wenn Voraussagen nützlich sind, so doch nicht von Erlebnissen an unseren Nervenenden. Bestätigung/Voraussage/Millikan: ein Wahrnehmungsurteil impliziert vor allem sich selbst. Bsp wenn ich verifizieren möchte, dass dieser Behälter einen Liter fasst, muss ich nicht voraussagen können, dass die einzelnen Kanten eine bestimmte Länge haben.
D.h. ich muss keine bestimmten Sinnesdaten vorhersagen können.
I 317
Theorie/Überprüfung/Test/MillikanVsQuine/Millikan: ist es wirklich wahr, dass alle Begriffe zusammen getestet werden müssen? Tradition: sagt, dass nicht nur einige, sondern die meisten unserer Begriffe nicht von Dingen sind, die wir direkt beobachten sondern von anderen Dingen.
Test/logische Form/Millikan: wenn es ein Ding A gibt, ds identifiziert wird, indem Effekte auf B und C beobachtet werden, wird dann nicht die Gültigkeit der Begriffe von B und C zusammen mit der Theorie, die die beobachteten Effekte auf den Einfluss von A zurückführt, zusammen mit dem Begriff von A getestet?
Millikan. Nein!
Aus der Tatsache, dass meine Intension von A auf Intensionen von B und C zurückgeht folgt nicht, dass die Gültigkeit der Begriffe, die B und C regieren, getestet wird, wenn der Begriff, der A regiert, getestet wird und umgekehrt auch nicht.
Und zwar folgt es nicht, wenn A eine bestimmte Kennzeichnung ist Bsp „der erste Präsident der USA“ und es folgt auch nicht, wenn die explizite Intension von A etwas kausal Abhängiges repräsentiert Bsp „das Quecksilber in dem Thermometer hier stieg auf die Marke 70“ als Intension für „die Temperatur betrug 70 Grad“.
I 318
Begriff/Millikan; Begriffe sind Fähigkeiten – und zwar die Fähigkeit etwas als selbstidentisch zu erkennen. Test/Überprüfung: die Überprüfungen der Gültigkeit meiner Begriffe sind ganz unabhängig voneinander: Bsp meine Fähigkeit, einen guten Kuchen zu machen ist ganz unabhängig von meiner Fähigkeit Eier zu zerschlagen, auch wenn ich Eier zerschlagen muss, um den Kuchen zu machen.
Objektivität/objektive Realität/Welt/Methode/Wissen/Millikan: wir erhalten ein Wissen über die Außenwelt, indem wir verschiedene Methoden anwenden um ein Ergebnis zu erhalten. Bsp verschiedene Methoden der Temperaturmessung: So kommen wir zu der Auffassung, dass Temperatur etwas Reales ist.
I 321
Wissen/Zusammenhang/Holismus/Quine/MillikanVsQuine/Millikan: hängt nicht alles Wissen von „kollateraler Information“ ab, wie Quine sie nennt? Wenn alle Wahrnehmung mit allgemeinen Theorien verwoben ist, wie können wir dann einzelne Begriffe unabhängig vom Rest testen? Two Dogmas/Quine/Millikan. These: ~ „unsere Feststellungen über die äußere Welt stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung, sondern nur als Korpus“.
Daraus folgt: keine einzelne Überzeugung ist immun gegen Korrektur.
Test/Überprüfung/MillikanVsHolismus/MillikanVsQuine/Millikan: die meisten unserer Überzeugungen stehen niemals vor dem Tribunal der Erfahrung.
I 322
Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Überzeugung jemals durch andere Überzeugungen gestützt oder widerlegt wird. Bestätigung: einzige Bestätigung: durch meine Fähigkeit, die Gegenstände wiederzuerkennen, die in meinen Einstellungen vorkommen.
Daraus, dass Überzeugungen zusammenhängen folgt nicht, dass die Begriffe ebenso zusammenhängen müssen.
Identität/Identifikation/Millikan. die Erkenntnistheorie der Identität ist vorrangig vor der der Urteile.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsQuine Newen Vs Quine, W.V.O.
 
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New I 129
Begriff/Holismus/Quine/NewenVsQuine/Newen: nicht alle Begriffe sind mit allen anderen vernetzt. Bsp Farbbegriffe sind unabhängig vom Begriff des Elektrons.
NS I 68
Bedeutung/Quine/Newen/Schrenk: Quine ist ein Bedeutungszweifler. Sein Rohmaterial für einen Neuaufbau einer Bedeutungstheorie (BT) sind die empirischen Wissenschaften. Two Dogmas/Quine/Newen/Schrenk: ist Quines größte „Abrißbirne“.
NS I 69
Two Dogmas/Quine/Newen/Schrenk: 1. Dogma: Unterscheidung analytisch/synthetisch
2. Dogma: Reduktionismus: jeder bedeutungsvolle synthetische Satz ist äquivalent zu einem Satz, dessen Terme sich sämtlich auf die Sinneserfahrung beziehen.
Bedeutung/Two Dogmas/Quine: der Begriff der Bedeutung ist nicht wohldefiniert.
Analytizität/analytisch/Two Dogmas/Quine: 1. Versuchsdefinition: „... wahr aufgrund der Bedeutungen der vorkommenden Worte, unabhängig von empirischen Tatsachen.
Vs: Problem: der Übergang von
Bsp „jeder Unverheiratete ist unverheiratet“ zu „jeder Junggeselle ist unverheiratet“.
Analytisch: seine Definition hängt also vom Begriff der Bedeutung ab.
Bedeutung/Quine: Problem: Bezugsgegenstände können nicht immer herhalten: Bsp Lebewesen mit Herz/Nieren. Selbe Extension. Aber allein aufgrund der (zufälligen) Evolution) nicht aufgrund der Bedeutung der Wörter.
Er kann nicht allein aufgrund der Bedeutung der Wörter immer wahr sein, weil die Wörter unterschieden sind ((s) Und „Herz“ und „Niere“ eben nicht synonym sind.)
NS I 70
Heute: VsQuine/Newen/Schrenk: neuerdings ist man weiter: wenngleich Bedeutung nicht mit dem Bezugsgegenstand identisch ist, kann der Bezugsgegenstand jedoch Teil der Bedeutung sein. (s.u. > natürliche Art). Synonymie/Quine: ist mit dem Begriff der Bedeutung eng verknüpft. Wenn man wünschte, dass die Bedeutung ein abstrakter Gegenstand sei, dann kann die Klasse aller synonymen Terme/Sätze als dieses Abstraktum herhalten.
Daraus folgt eine neue Definition:
Analytizität/analytisch/Two Dogmas/Quine: 2. Versuchsdefinition: eine Aussage ist analytisch wahr, wenn sie aufgrund von Synonymie-Relationen und unabhängig von Tatsachen wahr ist
Pointe: hier kommt „Bedeutung“ nicht mehr vor
Neu: die Klasse der synonymen Sätze von Bsp „jeder Junggeselle ist unverheiratet“ enthält den Satz „alle Unverheirateten...“
NS I 71
Wörterbuch/Two Dogmas/Lexikon/Quine: das Wörterbuch setzt den Begriff der Synonymie schon voraus. Wörterbücher sind empirische Hypothesen über den Gebrauch. Synonymie/Two Dogmas/Quine: Problem: der Begriff beruht auf Austauschbarkeit salva veritate.
Vs: Bsp Junggeselle/Unverheirateter: „... hat n Buchstaben“. Hier ist die Austauschbarkeit salva veritate nicht gegeben, obwohl die Wörter synonym sind.
Variante: sie müssen in einfachen Sätze ohne Anführungszeichen ausgetauscht werden können.
Vs: Bsp Herz/Nieren
Variante: in einfachen modalen Kontexten ohne Anführungszeichen... Lösung: für Bsp Herz/Nieren, denn es war nicht notwendig sondern kontingent, dass sich Lebewesen mit Herz nur ausgebildet haben, wenn sie auch Nieren hatten.
NS I 72
QuineVs: QuineVsEssentialismus/QuineVsAristoteles. Essentialismus/VsQuine/Newen/Schrenk: in der neueren Metaphysik und Wissenschaftsphilosophie erlebt der Essentialismus ein Comeback. (Lit 4-4).

NS I 74
Analytizität/Synonymie/Bedeutung/Quine/Newen/Schrenk: diese Ausdrücke sind nicht gut definiert. Lösung/Quine:
Reizbedeutung: besteht aus positiver und negativer RB: enthält auch irrelevante Reize, eben das Gesamtpaket der Reize bei einer Gelegenheit, die einen bestimmten Sprecher zur Zustimmung oder Ablehnung führen.
Sie ist nur ein schwacher Abklatsch des ursprünglichen Begriffs der Bedeutung. Das ist Teil von Quines Bedeutungsnihilismus.
NS I 75
Reizsynonymie: nur für bestimmten Sprecher. Selbe Reizbedeutung. Reizanalytizität: nur für bestimmten Sprecher. Zustimmung bei jedem Reiz.
Klafft mit dem ursprünglichen Analytizitätsbegriff auseinander.
NS I 76
Unbestimmtheit/Gavagai/Quine/Newen/Schrenk: 1. Unerforschlichkeit der Referenz: Bsp unabgetrennte Kaninchenteile erfüllen dieselben Beobachtungssituationen
2. Unbestimmtheit der Übersetzung: Bsp unabgetrennter Kaninchenteil: kann a) „dasselbe sein“ b) „zum selben Ding gehören“ (jeweils in der fremden Sprache! Das ist weitergehend als die Unerforschlichkeit des Bezugs
3. Unterbestimmtheit (einer Theorie) durch die Daten: (entspricht der Übersetzungsunbestimmtheit): es kann rivalisierende Theorien geben, die zu derselben Menge von Beobachtungen passen.
VsQuine: einige wenden ein, dass es nie zu radikalen Übersetzungen kommt, weil viele Aspekte der Sprache evolutionär im Gehirn festgeschrieben sind und gar nicht so stark variieren können. (Literatur: 4-2). Also bleibt nur die dritte Unbestimmtheit übrig.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsQuine Smullyan Vs Quine, W.V.O.
 
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XI 56
Identität/notwendige Identität/Notwendigkeit/Quine/Lauener: betrachten wir folgendes Postulat (1) ((w)(Fx w = x) u (w)(Gw w = x)) > N(w) (Fw Gw)
Das fordert, dass wenn immer zwei offene Sätze dasselbe Ding x als einziges bestimmen, sie notwendig äquivalent sein sollen.
XI 57
Aus der Wahrheit von (1) und von « p » haben wir auf « Np » geschlossen, womit der zerstörerische Effekt des Postulats gezeigt wurde. (WO engl. S.197) SmullyanVsQuine/Lauener: sein Argument beruht auf einer Missachtung des unterschiedlichen Funktionierens von Eigennamen und Kennzeichnungen.
bestimmte Kennzeichnung/Bereich: hier kann es Mehrdeutigkeit in Bezug auf die Reichweite des Iota Operators geben (Bsp Planeten).
Wir können aber mit Russell die Kennzeichnung eliminieren: so dass wir aus
F(ix) Gx a
je nach Reichweite des Operators entweder
(1) N(Ey)((x) Gx x = y) u Fya
oder
(2) (Ey)((x) Gx x = y) u N Fya
erhalten.
Da Quine die Konklusion in seinem Beispiel für falsch hält, nimmt er offenbar (1) als die richtige Interpretation a.
Smullyan: es folgt jedoch nicht (1) sondern (2) aus den Prämissen, was einleuchtet, als (2) intuitiv wahr ist. Es gibt tatsächlich ein Ding; nämlich die Zahl neun – das die Zahl der Planeten ist, und dieses ist notwendig größer als sieben.
QuineVs: er kann nicht zustimmen, und das macht die kanonische Notation deutlich: In (2) wird in einen modalen Kontext hineinquantifiziert.
VsQuine Follesdal Vs Quine, W.V.O.
 
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XI 174
Namen/Kripke/Lauener: haben nach Kripke keinen deskriptiven Gehalt. Kripke/Lauener: daher sind sie nicht eliminierbar. D.h. man kann sie nicht in Prädikate verwandeln.
XI 175
Namen/Prädikat/Quine/Lauener: Quine belässt den Prädikaten nach Umformulierung alle Besonderheiten, die den Eigennamen zugesprochen wurden,: wenn dieser keinen deskriptiven Gehalt hat, so hat auch das entsprechende Prädikat keinen. sing Term/allg Term/Modallogik/Follesdal/Lauener: eine Semantik der Modalitäten muss zwischen sing Term einerseits und allg Term und Sätzen andererseits unterscheiden: d.h. zwischen Ausdrücken, die eine Referenz haben, und Ausdrücken, die eine Extension haben.
Quantifikation in opake Kontexte/Lösung/FollesdalVsQuine: um in opake Kontexte hineinquantifizieren zu können, müssen wir dann diese Kontexte referentiell durchsichtig machen und zugleich extensional opak!
Essentialismus: das ist es, was der Essentialismus meint:
Def referentielle Durchsichtigkeit/Follesdal/Lauener: was für einen Gegenstand wahr ist, trifft auf ihn zu, egal wie wir auf ihn verweisen.
Def extensionale Opazität/Follesdal/Lauener: unter den Prädikaten, die von einem Gegenstand wahr sind, treffen einige notwendig und andere akzidentell zu. (>Essentialismus).

Folle I
D. Follesdal
Alle 2 Bilder anzeigen Referential Opacity and Modal Logic London 2009
VsQuine Schurz Vs Quine, W.V.O.
 
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Gerhard Schurz
I 57
Theorieabhängigkeit/Beobachtung/Schurz: gegenwärtig wird sie von der Mehrheit der Wissenschaftler halbherzig akzeptiert. (Chalmers 1994,20 31, Nagel, 1979,79). Bsp Angenommen, zwei Theorien mit sich widersprechenden Voraussagen: wäre eine vollständige Theorieabhängigkeit gegeben,
I 58
dann wären die Beobachtungen der Vertreter nur durch ihre theoretischen Erwartungen bestimmt! Das wären dann selbsterfüllende Prognosen Totaler Rechtfertigungszirkel: man glaubt an die Theorie, weil man deren Prognose beobachtet hat und dies deshalb, weil man an die Theorie glaubt. Theorieabhängigkeit/Schurz: fünf Argumente dafür:
1. Erfahrung ist theoriegeleitet: eine Selektion der Erfahrung hinsichtlich Relevanz ist unerlässlich. Diese Selektion ist theoriegeleitet: danach bestimme ich, nach welchen Beobachtungen ich suche.
Vs: das ist richtig, aber daraus folgt nicht, dass die Beobachtung selbst theoriegeleitet ist. Vertreter widersprechender Theorien können die gleichen Beobachtungen machen.
2. Wahrnehmung ist ein (unbewusster) Konstruktions und Interpretationsprozess: Bsp Ambiguitäten und Täuschungen, Bsp H-E-Kopf (Jastrow), Kippbilder: sollen die Theorieabhängigkeit der Wahrnehmung belegen.
Vs: die kognitionspsychologischen Befunde wiederlegen nur den sogenannten direkten Realismus, nach dem wir die Dinge so sehen, wie sie sind. Sie zeigen aber auch etwas anderes: dass unsere Wahrnehmung radikal unabhängig von Hintergrundannahmen und Hintergrundwissen sind! (Fodor 1984, Pylyshyn, 1999)
Täuschung/Fodor: stellen sich für jedermann gleichermaßen ein, egal wie weit die Person darüber aufgeklärt wurde, dass es sich um eine Täuschung handelt.
I 59
Lösung: die Wahrnehmungsprozesse beruhen auf angeborenen Mechanismen. Theorieabhängigkeit/Wahrnehmung/Lösung/Schurz: ist dann die Abhängigkeit von erworbenem Hintergrundwissen (nicht von angeborenen Mechanismen).
Theorieunabhängigkeit/Wahrnehmung/Schurz: Personen mit unterschiedlichstem Hintergrundwissen machen dieselben Wahrnehmungen.
3. wissenschaftliche Beobachtungsdaten sind theorieabhängig: hier geht es um Beobachtung mittels Instrumenten (Teleskop, Mikroskop usw.). Dann handelt es sich bei den Theorien meist um Theorien über das Funktionieren der Messinstrumente.
pragmatischer Beobachtungsbegriff/VsQuine: man kann nicht alles gleichzeitig überprüfen.
I 60
4. Kontinuitätsargument/Maxwell 1962/Carnap 1962/Hempel 1974/Schurz: These: es gibt einen kontinuierlichen Übergang von Beobachtbarkeit mit dem bloßen Auge, über Brille, Lupe usw. bis letztlich zum Elektronenmikroskop. Dann ist „Beobachtung“ willkürlich. Vs: 1. impliziert die Tatsache, dass es einen kontinuierlichen Übergang zwischen Schwarz und Weiß gibt nicht, dass es keinen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß gibt. 2. gibt es in diesem Übergang markante Schnitte.
5. Beobachtung ist sprach- und kulturabhängig/Kulturrelativismus: > Humboldt, Sapir, Whorf. These: wir können nur das wahrnehmen, was in unserer Sprache durch Begriffe vorgezeichnet ist,
Vs: daraus, dass Sprachen besondere Begriffe haben, folgt nicht, dass man bestimmte Sinneserfahrung nicht machen kann.
Sinneserfahrung/VsWhorf: ist selbst nicht sprachabhängig. Das wäre nur so, wenn Andere nicht in der Lage wären, fremde Beobachtungsbegriffe durch Ostension zu lernen. . Diese Lernfähigkeit ist jedoch immer vorhanden.
I 61
Ostension/VsWhorf: funktioniert ja gerade wesentlich nonverbal!
I 106
analytisch/synthetisch/SchurzVsQuine: sein Verwerfen der Unterscheidung ist problematisch: der Bezug zwischen Sprache und Welt enthält ein konventionelles Element. Bsp wenn nicht klar ist , was „Rabe“ bedeutet, kann man keine Hypothesen aufstellen. Und dieses konventionelle Element soll gerade das Analytische erfassen. ((s) analytisch/Schurz/(s): ist das Ergebnis der konventionellen Bedeutungsfestsetzung in der Sprache.)
Quine/Schurz: sein Problem liegt darin, dass dieses konventionelle Moment vorwiegend in ostensiver Weise funktioniert.

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsQuine Stegmüller Vs Quine, W.V.O.
 
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Stegmüller IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten!

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsQuine Wessel Vs Quine, W.V.O.
 
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I 352
Intension/WesselVsFrege/WesselVsQuine: Vs Unterscheidung Intension/Extension: hilft bei den Problemen nicht weiter. Allein der Hinweis, dass es sich um intensionale Kontexte handelt, reicht nicht. Extensionalitätsregel/Wessel: nach ihr können nur Vorkommen von sprachlichen Gebilden als Termini bzw. als Aussagen durch bedeutungsgleiche ersetzt werden, jedoch nicht beliebige graphische Teile.
Man kann deshalb nicht sagen, dass sie hier nur eingeschränkt gilt, denn sie ist überhaupt nicht anwendbar!
Zu der fälschlichen Auffassung kommt es, weil es in intensionalen Kontexten aufgrund ihrer Definitionen logische Regeln gelten, die der Extensionalitätsregel sehr ähnlich sind und die es, eventuell unter zusätzlichen Bedingungen gestatten, auch bloße Vorkommen von graphischen Teilen durch bestimmte Termini und Aussagen zu ersetzen.
I 353
Wessel: allgemein kann man das aber nicht sagen: Bsp "a sagte die Aussage A" diese Wendung wird in zwei unterschiedlichen Bedeutungen verwendet: bei der einen kommt es auf die genaue Wort und Buchstabenfolge an, bei der anderen nur auf die Information. (indirekte Rede).
Planeten Bsp/WesselVsQuine: dieser verwendet nicht die Beziehung der Bedeutungsgleichheit von Termini und die Ersetzbarkeit für bedeutungsgleiche Termini, sondern die Identitätssätze "Abendstern = Morgenstern" und die Ersetzbarkeitsregel für Identitäten.
Wessel: unsere Formulierung mit Bedeutungsgleichheit ist allgemeiner. Sie gilt aber auch für Identitäten.
Quine: unterscheidet nicht zwischen einem Vorkommen als Term und als bloß graphischem Teil!
Quine deutet die Sätze im Zusammenhang mit dem Planeten Bsp sämtlich als logische Modalitäten.
(Deshalb spricht Stegmüller von der Besonderheit der Kopula "ist" und zweifelt an der Möglichkeit einer Modallogik).
Modallogik/Quine/Wessel: die in den Aussagen von Quine vorkommenden Modalitäten können sowohl als alethische als auch epistemische Modalitäten gedeutet werden.
I 354
WesselVsQuine: dieser schließt aus einer falschen Prämisse: Ms(9 ‹ 7) > ~Wit(9 ‹ 7). (Ms wenn der Sachverhalt möglich ist, ~Wi: = nicht widerlegbar)
Morgenstern/Abendstern/einfach/zusammengesetzt/Wessel: man kann beide als einfache Termini ansehen, dann löst sich das Paradox auf: ta ‹_› tb bzw. a = b). (Der Morgenstern ist derselbe Gegenstand wie der Abendstern).
2. als zusammengesetzte Termini:
dann gilt: ~(ta ‹_› tb) bzw. ~(a = b). Sie sind dann nicht bedeutungsgleich.
WesselVsQuine: in diesem Fall ist eine von seinen Voraussetzungen falsch.
Quine ersetzt in seiner Konstruktion der Paradoxe Teile von Ausdrücken, die nicht als Termini, sondern nur als graphischer Teil vorkommen.
VsVs: der Einwand hat aber wenig Gewicht, da sich für modale Kontexte zusätzliche Ersetzbarkeitsregeln beweisen lassen.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsQuine Field Vs Relativismus
 
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II 204
FieldVsQuine: aber (4) definiert Quines relativierten Begriff der Signifikation nur in Begriffen eines unrelativierten Begriffs der Signifikation, angewendet auf unsere eigene Sprache (in die wir übersetzen). So müssen wir den unrelativierten Begriff verstehen, bevor wir den relativierte verstehen können. Unterbestimmtheit/Referenz/Quine/Field: diese war schuld daran, dass die unrelativierten Begriffe der Denotation und Signifikation nicht physikalistisch akzeptabel sind.
FieldVsrelativierte Denotation: jetzt sehen wir, dass die relativierten Begriffe auch nicht helfen.
FieldVsQuine: mit der relativierten Signifikation und Denotation ist Quine selbst Opfer seines Museumsmythos geworden.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsQuine Quine Vs Skeptizismus
 
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Willard V. O. Quine
Stroud I 231
QuineVsSkeptizismus/Stroud: was ist nach Quines Ansicht an ihm falsch? Wie kann er vermieden werden? Naturalismus/Quine: Lösung: Reflektion über Wissen spielt sich innerhalb der Wissenschaft ab, nicht jenseits von ihr.
QuineVsSkeptzismus: These: ist eine Überreaktion auf die Ungewissheit einzelner Möglichkeiten der Täuschung. Der Skeptizismus ist aber nicht in sich selbst inkohärent.
"Überreaktion"/Stroud: eine Überreaktion wäre es, wenn ich die ganze Wissenschaft zurückwiese wegen gewisser Unsicherheiten. Bsp wenn mein Auto einmal an einem besonders kalten Tag nicht angesprungen ist, und ich würde es daraufhin wegwerfen, das wäre eine Überreaktion. Aber aus der einfachen Tatsache, dass Täuschungen manchmal vorkommen, kann man nicht folgern, dass Täuschungen immer vorkommen bzw. dass wir nichts wissen über die Welt. ((s) Das ist Quines Position!).
I 232
Skeptizismus/Stroud: kommt ins Spiel, wenn alle Sinneserfahrung mit konkurrierenden Theorien kompatibel ist. Und das wäre dann keine Überreaktion. Bsp Wenn ich auf der Basis meiner Sinneserfahrung nicht sagen kann, ob das ein Goldfink ist, ist es keine Überreaktion zu sagen, dass ich nicht weiß dass es ein Goldfink ist. Stroud: dann sieht es so aus, als wäre der Skeptizismus nicht so gut bestätigt wie andere Sichtweisen.
SkeptizismusQuine/Stroud: was Quine so nennt, ist weit weg von dem, wohin Descartes am Ende seiner ersten Meditation gelangt.
DescartesVsQuine: behauptet ja nicht, dass wir unsere Vorhersagen auf Träume gründen sollten. Und wenn er Wissenschaft als Wissensquelle ablehnt, heißt das nicht, dass wir keine Vorhersagen mehr machen könnten, wenn wir an der Wissenschaft festhielten.
Skeptizismus/Quine/Stroud: Quine spricht von zukünftiger Erfahrung, die eventuell den Skeptiker stützen könnte, als ob diese Zweifel nicht schon in diesem Moment gerechtfertigt wären!
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 248
QuineVsSkeptizismus/Stroud: Quines Idee ist es, dass wenn wir die Philosophie ihres angeblichen „äußeren Standpunkts“ berauben, dass das hinreichend ist auszuschließen, dass wir zu einem völlig skeptischen Ergebnis hinsichtlich unseres Wissens gelangen. Das läuft auf naturalisierte als einzige mögliche Erkenntnistheorie hinaus. StroudVsQuine: ich habe aber gezeigt, dass das nicht funktioniert, solange wir unser eigenes Wissen als Projektion auffassen.
Das entspricht Kants Einwand:
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen
a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.
I 250
Bewusstsein/Quine: die Rede vom Bewusstsein vermeiden wir, indem wir direkt vom Input reden.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Quine Vs Supervaluation
 
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Willard V. O. Quine
Field II IX
Supervaluation/Semantik/Lewis/Fine/Field: (Lewis 1970a), (Kit Fine 1975): beide propagieren eine supervaluationistische Semantik für vage Sprachen. Field: beide haben recht: Unbestimmtheit ist kein großes Problem für die Korrespondenztheorie.
Unbestimmtheit: scheint zunächst ein größeres Problem für den Deflationismus zu sein. Denn es scheint nicht klar, wie Unbestimmtheit innerhalb der eigenen Sprache gelöst werden kann.
Quine/Field: hatte damit ein großes Problem (siehe Kapitel 7).
EinigeVsQuine: Unbestimmtheit innerhalb der eigenen Sprache wäre einfach inkohärent.

II 24
Äußerungsbedingungen/ÄB/Wahrheit/W-Theorie/Quine: (1953b, S 138) die ÄB sind alles was man braucht, um den Begriff „wahr“ klar zu machen. (Field dito). Referenz/Field: dann kann man fragen, warum wir überhaupt kausale Theorien der Referenz brauchen? „Denotiert“ und „wahr“ werden durch Schema (T) hinreichend klar.
Wenn wir mehr wollen um die Sprache an der Realität festzunageln, übersehen wir, dass wir uns auf Neuraths Schiff befinden!
Quine/Field: hat so etwas angedeutet in §6 von W+O (Quine 1960).
FieldVsQuine: aber das liegt nicht an der Unerforschlichkeit des Bezugs, der Unterbestimmtheit von Theorien oder der ontologischen Relativität. In einer W-Theorie oder einer Theorie der primitiven Referenz versuchen wir eine Verbindung zwischen Sprache und Welt zu erklären. Wir versuchen nicht etwa, uns außerhalb von Theorien zu stellen.
Referenz/Field: hier werden psychologische und neurophysiologische Modelle wichtig sein.
Begriffsschema/Field: wir müssen unser Begriffsschema aber nicht von außen an die Realität ankleben, sondern ohne Zugang über psychologische Modelle bricht unser BS von innen zusammen.
Nach unserer Theorie wäre es aber jedenfalls extrem unwahrscheinlich, dass es nicht-physikalische Verbindungen zwischen Wort und Welt geben sollte.

II 63
Synonymie/Quine/Field: innersprachliche Synonymie ist viel einfacher als inter-sprachliche. Quine Bsp Everest/Gaurisankar/Field: (1960, W+O,§ 9,11) : (konstruiert als Ein-Wort-Sätze) : hier sollte die Tatsache, dass der Reiz unterschiedlich ist, den Sprecher den einen gegenüber dem anderen vorziehen lassen.
Die unterschiedliche Bedeutung wird dadurch aufgedeckt, dass diese Sätze intra-subjektiv nicht synonym sind für die meisten Mitglieder der Sprachgemeinschaft.
FieldVsQuine: „Zustimmungsveranlassung“ ist zu behavioristisch. Das bringt Quine zu unnötigen Sorgen über zweite Intention.
zweite Intention/Quine/Field: verbale Stimulation wie Bsp „Stimm Ein-Wort-Sätzen die mit „E“ anfangen zu oder ich schlag dir das Hirn aus dem Schädel“. (W+O § 48-9).
Field: dennoch scheint Quines Argumentation im allgemeinen korrekt: wir können intra-.linguistische Differenzen durch Evidenzüberlegungen erklären.
Vorteil: das erklärt Bedeutungsdifferenzen, wo man sie vermutet, aber ohne auf MöWe bezug zu nehmen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Quine Vs Tradition
 
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Willard V. O. Quine
IV 403
Logische Partikel: werden von Quine als synkategorematische Ausdrücke behandelt! (Leitet sich von Russell her: Bsp Sokrates »ist ein Mensch«). Logische Partikel: Präpositionen, Konjunktionen, Kopula usw.:
Locke: Verknüpfungen zwischen Ideen oder Propositionen.
Tradition: die generierte konkrete Termini.
QuineVsTradition: in Wirklichkeit als synkategorematische Ausdrücke zu behandeln. Sie gleichen oberflächlich betrachtet, bezeichnenden Ausdrücke.

V 58
Idee/Vorstellung/Berkeley/Hume/Quine: die beiden waren nicht arglos und zogen sogar die Grenze vor der abstrakten Idee des Dreiecks und ließen nur Vorstellungen von bestimmten Dreiecken gelten. QuineVsTradition: eitle Fragen über die kausale Verknüpfung von Ideen.

VII 11
Universalien/Prädikat/Attribut/Bedeutung/Tradition/"McX"/Quine: eine Möglichkeit war schon vorher ausgeschlossen: McX kann nicht argumentieren, solche Prädikate wie "rot" oder "ist rot" (die wir alle benutzen) müssten als Namen einzelner Universalien ("universeller Entitäten") angesehen werden, um überhaupt bedeutungsvoll zu sein.
Namen/Quine: wir haben gesehen, dass ein Name zu sein, eine viel speziellere Eigenschaft ist, als Bedeutung zu haben.
McX kann uns auch nicht darauf festlegen, dass wir mit dem Prädikat "pegasiert" ein Attribut des "Pegasierens" eingeführt hätten.
Unterschied Prädikat (Begriff)/Attribut (Universale).
McXVsQuine: andere Strategie: gestehen wir zu:
1. Unterscheidung zwischen Erwähnung und Gebrauch (Naming and Meaning)
2. das "ist rot" und "pegasiert" keine Namen von Attributen sind. Dennoch sollen sie Bedeutung haben. Aber diese Bedeutungen, seien sie erwähnt (named) oder nicht, sind dennoch Universalien! Und einige von ihnen nenne ich Attribute oder etwas mit letztlich demselben Zweck.
QuineVsVs: hier könnte man nur kontern, indem man sich weigert, überhaupt Bedeutung zuzugestehen. Aber das will ich nicht, weil ich damit nicht zugleich die Bedeutung von Wörtern und Sätzen ablehnen möchte.
QuineVsMcX: wir beide stimmen darin überein, linguistische Formen in sinnvolle und sinnlose einzuteilen, aber der konstruiert "bedeutungsvoll" als "Haben einer "abstrakten Entität" wie "einer Bedeutung". das tue ich nicht.
Bedeutungen sind keine Entitäten. Besser: eine sprachliche Äusserung ist bedeutungsvoll, oder signifikant (bezeichnend).

Bedeutung/Quine: im allgemeinen redet man über zwei Probleme damit:
1. "Haben" von Bedeutung
2. Synonymität oder "Bedeutungsgleichheit".
VII 12
Quine: das können wir am besten mit der Untersuchung von Verhalten in den Griff bekommen. Aber wir brauchen nicht von einer Entität namens Bedeutung zu sprechen. Tradition/McX: wundert sich an diesem Punkt: verpflichtet uns dann gar nichts mehr auf Universalien, wenn wir sie vielleicht nicht willkommen zu heißen wünschen?
Quine: nein, (s.o.) wir haben statt dessen unsere gebundenen Variablen.
Bsp Wir können schon sagen, dass das etwas (gebundene Variable) ist, das rote Häuser und Sonnenuntergänge gemeinsam haben.
Bsp oder dass da "etwas" ist, das eine Primzahl größer als eine Million ist.
Ontologie: aber das (gebundene Variable) ist die einzige Möglichkeit, uns ontologische Verpflichtungen aufzuerlegen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsQuine Simons Vs Verschiedene
 
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I 89
Sharvy/Quasi-Mereologie/Simons: Sharvy geht es eigentlich um einen allgemeinen Ansatz der Referenz und bestimmter Kennzeichnungen für alle Arten von Substantiven: singuläre Termini, allgemeine Termini und Massentermini "count singular, count plural and mass"). Sharvy: erwägt Quasi-Mereologien nur für Bereiche, die die Extensionen von Prädikaten sind, die solchen Substantiven entsprechen.
I 90
Teil-Relation/Sharvy: Pointe: Anhäufung, Gruppe). Simons: damit haben wir eine nicht zufällige Ähnlichkeit zu dem ontologischen Funktor < , der auch gelesen werden kann als "sind einige von (den)".
Teil-Relation: kann im Grenzfall die Identität sein, Bsp wenn der einzige Teil eines Gegenstands der Gegenstand selbst ist (Bsp englisch "boot"?).
Massenterminus/Teilrelation: Wasserteile sind selbst Wasser, aber das ist nicht trivial, weil sie auch Wasserstoff sein können.
Quasi-Mereologie/Lösung/Sharvy: die Teil-Relation oder "einige-von"-Relation muss relativiert werden. Damit ist sie dann fundamentaler als die Identität!
Existenz/SharvyVsQuine: statt keine "Entität ohne Identität": "Quasi-Mereologie".
Identität/Sharvy: wird damit zum Spezialfall der Teil-von-Relation.
SimonsVsSharvy: das schlägt fehl, denn wenn die Halbordnung, die einem Prädikat entsprechen soll, die Identität ist, dann existiert die =< kleinste obere Schranke (koS) einer Teilmenge der Extension des Prädikats nur wenn diese Teilmenge ein einzelnes (einziges, "singular") Element enthält, und dann ist die Ordnung keine Quasi-Mereologie, für die nämlich die koS für alle Teilmengen der Extension des Prädikats existieren muss.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsQuine Wiggins Vs Vierdimensionalismus
 
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Simons I 115
WigginsVsVierdimensionalismus: der Unterschied zwischen einem vierdimensionalen Katzen-Prozess und einer Summe von Katzen-Teil-Prozessen ist,
I 116
dass die späteren Phasen der Summe unverbunden sein können, die des Katzen-Prozesses können aber nicht unverbunden sein. Summe: kann sich teilen – Prozess: nicht
Prozess; kann sich nicht teilen, Summe: kann es.
Summe: kann sich aufspalten, selbst wenn das nicht passiert.
Prozess: kann sich nicht aufspalten. (Logisch unmöglich).
Modalität/de re/Summe/Prozess: Summe und Prozess unterscheiden sich also in der Modalität d re, obwohl sie als vierdimensionale Objekte zusammenfallen.
WigginsVsQuine: die Modalität ist in diesem Fall sogar referentiell transparent.
I 120
Tibbles-Bsp/Simons: i): die Ablehnung von i) (bzw. h)) erlaubt, Schritt (2) zurückzuweisen. Tib und Tibbles koinzidieren mereologisch zu t’, aber es reicht auch, die Superposition der beiden als Tatsache anzunehmen. Der positive Grund dafür, Tib und Tibbles niemals zu identifizieren, ist Leibniz’ Gesetz: sie unterscheiden sich, weil sie in den Eigenschaften differieren, die sie zu t haben. (Tib = Katze ohne Schwanz).
I 121
g),e): ihre Ablehnung blockiert den Schritt zu (5). Dass Tibbles zu t’ = Tib zu t’ beinhaltet dann nicht mehr, dass sie zu t identisch sind. f): seine Ablehnung bedeutet, Identität mit sortalen Prädikaten zu reformulieren: Bsp Tib ist dieselbe Katze wie Tibbles zu t’ und derselbe Katzen-Teil wie Tib zu t’. Aber wir können nicht schließen, dass Tib dieselbe Katze wie Tibbles zu t ist oder derselbe Katzen-Teil wie Tibbles zu t.
Damit ist die Transitivität blockiert.
d): es zu leugnen heißt zu leugnen, dass Tib (und Tail) zu t existieren, so dass die Frage nicht aufkommt, mit was sie identisch wären, was zu der Zeit existiert.
Problem: wenn Tib beim Unfall in die Existenz tritt, wie kann sie dann mit der vorher existierenden Tibbles identisch sein?
van Inwagen: akzeptiert a) und b) und h) sowie klassische Identität. Daher muss er entweder leugnen, dass etwas (Tib) anfängt zu existieren oder wie Chisholm: c) ablehnen.
Chisholm: Vs c).
Lösung/van Inwagen: Tibbles wird kleiner wenn der Schwanz weg ist, aber das einzige, was anfängt zu existieren, ist Tail (als Ganzes). SimonsVsInwagen, van: ist gegen den common sense und unnötig radikal. Es ist viel einfacher, h) oder i) abzulehnen.
Chisholm/Simons: ist weniger radikal in Bezug auf Identitätslogik oder continuants, aber radikaler als bloß h) oder i) zu leugnen. Denn c) zu leugnen blockiert das Argument schon in Schritt (2). Tibbles und Tib sind nicht identisch zu t’, obwohl sie sehr eng verbunden sind, weil sie beide zu der Zeit aus derselben mereologisch konstanten ens per se konstituiert sind.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsQuine Chisholm Vs Vierdimensionalismus
 
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Simons I 120
Objekt/Ding/Gegenstand/Chisholm: These: "Mereologische Konstanz" Objekte im ursprünglichen Sinn: entia per se: können sich nicht verändern. Objekte im abgeleiteten Sinn:
entia per alio: unterliegen dem Flux, aber nur in dem Sinn, dass sie sukzessive durch verschiedene entia per se konstituiert sind, die sich in ihren Teilen unterscheiden.
Continuants/Chisholm: er leugnet sie nicht! Vielmehr ChisholmVsVierdimensionalismus. (Mit seiner Ontologie von zeitlichen Objekten).
Simons I 124
Ereignis/occurrents/Ontologie/Chisholm/Simons: Chisholm widerlegt drei Argumente für die Ontologie von Ereignissen (Vorkommnissen): (Chisholm 1976, Anhang A) 1. Argument der räumlichen Analogie: es gibt eine große Disanalogie zwischen Raum und Zeit: ein Ding kann nicht an zwei verschiedenen Orten zur selben Zeit sein, aber ein Ding kann zu zwei verschiedenen Zeiten am selben Ort sein.
ChisholmVs: das ist nicht schlüssig, ein Verteidiger von zeitlichen Teilen kann dagegen argumentieren. Aber dann kann er dieses Argument gebrauchen um für seine These ohne Zirkularität zu argumentieren.
2. Argument der Veränderung (Wechsel): Bsp wie kann Philip einmal betrunken und einmal nüchtern sein? Für ihn ist beides zusammen widersprüchlich.
ChisholmVsVierdimensionalismus/Lösung: statt zu sagen ein Zeitstadium von Philip ist (zeitlos) betrunken) sagen wir einfach alltagssprachlich: er war letzte Nacht betrunken und ist jetzt nüchtern.
Entweder gebrauchen wir grammatische Zeiten wie in der Alltagssprache oder wir relativieren unsere Prädikate auf die Zeit ((s) "haben-zu-t", "sein-zu-t")
3. Argument vom Flux (nicht „Flux-Argument“): Bsp
Fluss/QuineVsHeraklit: Quine gebraucht die zeitliche Ausdehnung des Flusses auf gleicher Stufe wie die räumliche Ausdehnung.
ChisholmVsQuine: nicht jede Summe von Flussstadien ist ein Fluss-Prozess.
I 125
Lösung/Chisholm: wir müssen sagen, welche Bedingungen eine Summe erfüllen muss, um ein Fluss-Prozess zu sein. ChisholmVsQuine: Problem: das setzt wiederum continuants voraus: (Flussufer, menschliche Beobachter) oder eine Theorie des absoluten Raums oder die Einführung eines technischen Terms ((s) Prädikat) "ist kofluvial mit").
Problem: das kann nur verstanden werden in Begriffen von "ist derselbe Fluss wie". Also zirkulär.
VsVierdimensionalismus/VsProzess-Ontologie: hat es damit nicht geschafft, alle sing oder allg Term zu eliminieren, die continuants denotieren.
Prozess-Ontologie/Vierdimensionalismus/SimonsVsProzess-Ontologie: alle Vertreter außer Whitehead sprechen mit "gespaltener Zunge", wenn es um konkrete Beispiele geht.
Continuants/Quine: meint, er können sie "vierdimensional rekonstruieren". "Neu beschreiben".
Rekonstruktion/ Neubeschreibung/SimonsVsQuine: wenn etwas neu beschrieben wird, erhält es eine neue Beschreibung. Rekonstruktion ist strenggenommen ein Verwerfen. Also müssen continuants dann aus unserer Ontologie verschwinden und etwas anderes an ihre Stelle treten.
Problem: damit ist es irreführend, von Flussstadien oder Katzenstadien zu sprechen. Bsp Nicht ein Philip-Stadium ist betrunken, sondern der ganze Mensch. Bsp man badet nicht in einem Flussstadium, sondern im ganzen Fluss.
Fehler: es kann nicht richtig sein, dass Subjekt zu verändern und das Prädikat unverändert zu lassen, und denken, man hätte immer noch einen wahren Satz! Ähnlich:
Vierdimensionalismus/Cartwright: (1975,S. 167) "vierdimensionale Objekte haben verschiedene Karrieren".
SimonsVsCartwright: nur continuants wie Generäle oder Opernsänger haben Karrieren. Vierdimensionale Objekte haben keine Karriere, sie sind bestenfalls eine Karriere.
Problem: wenn nun continuants aus der Ontologie verschwinden sollen, dann gibt es nichts, wovon etwas eine Karriere sein kann. Das ist das Reden mit "gespaltener Zunge": man kann nicht die Vorteile der alten Entitäten genießen, wenn man sie abschafft. Der Vierdimensionalismus braucht eine ganz neue (unvertraute, der Alltagssprache widersprechende) Redeweise.
Whitehead/Simons: ist der einzige der das durchhält und er ist sprichwörtlich obskur.
I 126
Prozess-Ontologie/Simons: all das zeigt nicht ihre Unmöglichkeit, nur ihre fremde Natur. Wir müssen nämlich nicht nur continuants verabschieden, sondern auch Ereignisse, die sie involvieren, insbesondere Veränderungen von continuants. SimonsVsProzess-Ontologie/SimonsVsVierdimensionalismus: dass die RT die Aufgabe von continuants verlangt, ist gar nicht so sicher und hängt eher von den Umständen ab. Sicher, Minkowski-Diagramme repräsentieren Zeit einfach als eine andere (gleichberechtigte) Dimension.
I 127
Argument/Simons: es ist kein schlüssiges Argument, von einer bequemen Darstellungsart (Repräsentation) eine Ontologie abzuleiten.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsQuine Putnam Vs Wittgenstein, L.
 
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V 154
Wittgenstein/Quine (spät): sie haben Theorien aufgestellt, die für eine rationale Tätigkeit der Philosophie keinen Platz lassen. Aus diesem Grund sind diese Auffassungen selbstwidersprüchlich. (PutnamVsQuine, PutnamVsWittgenstein). Putnam: Schachzug: argumentative Auseinandersetzung über das Wesen der Rationalität ist eine Tätigkeit, die einen Begriff rationaler Rechtfertigungen voraussetzt. Das geht über institutionalisierte kriteriale Rationalität hinaus!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Quine-Duhem- These VsQuine Versus Fodor/Lepore IV 218
Quine-Duhem-These/QDT/Fodor/Lepore: Lager: DummettVsQuine: DummettVsQuine-Duhem-These

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 15 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Unbestimmtht Chomsky, N.
 
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I 325
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine/Chomsky: nach dieser These sollen "alle Vorschläge für die Übersetzung mit der Totalität der Sprechdisposition verträglich, aber untereinander unverträglich" sein können. (Q+O, 27). Chomsky: das geht wegen der Probleme in Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit nicht. Die These wenn alle Wahrscheinlichkeiten ununterscheidbar sind, sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Sprache.
Quine: umgeht das Problem, indem er nicht von der "Totalität der Dispositionen" sondern von der "Reizbedeutung" ausgeht.
I 337
Übersetzungsunbestimmtheit/ChomskyVsQuine: die These läuft in einem psychologischen Kontext auf eine unplausible und ziemlich gehaltlose empirische Behauptung hinaus, nämlich darüber, welche angeborenen Eigenschaften der Geist zu Spracherwerb beisteuert. In einem erkenntnistheoretischen Kontext ist Quines These lediglich eine Version der bekannten skeptischen Argumente, die genauso gut auf die Physik oder anderes angewendet werden können.
Es ist ganz sicher, daß ernstzunehmende Hypothesen "über das Datenmaterial hinausgehen" .Wäre das nicht so, wären sie als Hypothesen uninteressant!
Gavagai Field, Hartry
 
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II 201
Gavagai/FieldVsQuine: These: ich glaube, daß es in diesem Fall tatsächlich physikalische Tatsachen gibt, werde aber in diesem Text nichts darüber sagen. Statt dessen nehme ich an, daß Quine recht hat und erwäge die Folgen davon für eine Korrespondenztheorie.
II 211
Gavagai/Field: These: "Kaninchen", ((s) nicht "Gavagai"!) "Dinosaurier" usw. sind abhängige Prädikate, deren Extension eine Funktion der Extension eines anderen Prädikats ist, nämlich "identisch". (Dieses ist die "Basis".)
Horwich I 409
unabgetrennter Teil/Field: These ist aber auch nicht sprachabhängig. Sie sind genauso sprachunabhängig wie Dinosaurer.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Referenz Field, Hartry
 
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II 201
FieldVsQuine: These: daß man entweder nicht im absoluten oder nicht in Quines relativistischen Sinn nach der Referenz fragen kann.
II 279
Referenz/Field: These: "referiert" kann selbst unbestimmt sein.
II 342
Bestimmtheit/Zirkel/FieldVsVs: These: wir müssen gar nicht zuerst die Bestimmtheit eines Begriffs sichern, bevor wir ihn im Denken (reasoning) gebrauchen, sonst könnte das Denken niemals beginnen. ((s) siehe auch GeachVsSokrates).
Identität Geach, P.
 
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I 238
Identität/GeachVsQuine: These Identität ist relativ. Wennn jemand sagt " x ist identisch mit y" ist das ein unvollständiger Ausdruck. Es ist eine Abkürzung für " x ist dasselbe A wie y" : (DF hinz. Drittes: "dasselbe in Bezug worauf". (>tertium comarationis ï·" >Komparativum). Frege: "x ist eins" ist eine Abkürzung für "x ist ein A, ein einzelnes A". (s) "x ist ein Ding".
Geach: es wundert mich deshalb, daß Frege nicht auch die These der relativen Identität vertreten hat, obwohl es im Deutschen, wie im Englischen heißt "ein und dasselbe".
Relativsatz Geach, P.
 
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Quine V 129
Relativsatz/GeachVsQuine: (Reference and Generality, S. 115 - 122, außerdem "Quines syntaktische Einsichten"). Relativpronomen/Geach: statt dessen im Sinne von "und er" auffassen: Bsp "Ich kaufte Fido von einem Mann und er hatte ihn gefunden". ((s) parataktische Analyse).
Oder auch mit "wenn er" oder "da er".
V 130
Das nennt Geach die "Lateinsatz-Theorie" (latin prose theory). Def Lateinsatztheorie/Geach: These: es ist falsch, "der ihn gefunden hatte" überhaupt als Terminus oder eigenständige grammatische Entität anzusehen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Prosatz-Theorie Grover, D.
 
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II 46
GroverVsQuine: in Bezug auf propositionale Quantoren. These: propositionale Variablen sind nicht pronominal. These: sie haben prosententialen Charakter.
II 130
quantifikatorischer Prosatz/Inhalt/Grover: (> "alles was er sagte"): These: der Inhalt eines quantifikatorischen Prosatzes kommt von den möglichen Inhalten der Substituenden (Sätzen, die Substitutions-Instanzen liefern).
II 138
ZimmermanVsProsatz-Theorie/ZimmermanVsCGB/Grover: (Zimmerman 1978): "thatt" (((s) Abkürzung für "Das ist wahr", atomarer Prosatz) sei nicht zu verstehen, wenn es keine Lesart in der Alltagssprache dafür gäbe. Wenn man -"thatt" nun interpretiert, als "Das ist wahr" dann ist das zirkulär (begs the question).
Essentialismus Lewis, D.
 
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Staln I 72
Wesen/Essentialismus/wesentliche Eigenschaft/LeibnizVsQuine/Stalnaker: jede Eigenschaft jedes Individuums konstituiert sein Wesen und nur die Existenz des Dings als ganze ist kontingent. heute: David Lewis mit seiner Gegenstück-Theorie ist ein moderner Nachfolger von Leibniz.
Gegenstück/Lewis: Dinge der wirklichen Welt haben Gegenstücke in anderen möglichen Welten. Dinge, die ihnen mehr ähneln als jedes andere Ding. Daher kann kein Individuum akzidentelle Eigenschafen haben, Eigenschaften, die ihm in anderen MöWe abgehen.
Rechtfertigung McDowell, J.
 
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I 12
These Denken, das auf Urteile gerichtet ist, ist insofern der Art und Weise, wie die Dinge sind (der Welt ) verantwortlich, als es richtig oder falsch ausgeführt sein kann. Es geht um Rechtfertigung vor dem "Tribunal der Erfahrung".
I 162
McDowellVsQuine: Widerspruch: Wenn Erfahrung nicht innerhalb der Ordnung der Rechtfertigung steht, kann sie von Weltsichten nicht überschritten werden. Das verlangt aber die "begriffliche Souveränität". Die ganze These von der Unbestimmtheit der Übersetzung würde gegenstandslos, wenn wir nicht darüber sprechen dürfen, wie jemand zu einer Weltsicht kommt, sondern nur über kausal erworbene Dispositionen.
Andererseits: wenn wir das "Tribunal" aufgäben, verlören wir das Recht, von einer mehr oder weniger angemessenen Weltsicht zu reden.
Allgemeinheit Quine, W.V.O.
 
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Tugendhat I 380
generelle Aussagen/Allgemeinheit/Quine: These die Grundaussagen sind generelle Aussagen, und es gibt gar keine singulären Aussagen ï·" StrawsonVsQuine: es sind gerade die generellen Aussagen selbst, die bei der Angabe ihrer Wahrheitsbedingungen auf singuläre Aussagen verweisen ï·" man kann die Verwendungsweise eines generellen Satzes gar nicht ohne die Voraussetzung der Verwendungsweise singulärer Sätze erklären

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Mathematik Quine, W.V.O.
 
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Field I 241
FieldVsQuine: ...dafür müßte er dann aber einen großen Umbau an seiner These vornehmen, daß Mathematik kontinuierlich in den Rest der anderen Wissenschaften übergeht.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Unterbestimmtht Quine, W.V.O.
 
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Stroud I 235
Unterbestimmtheit/Empirie/Daten/Quine/Stroud: es gibt zwei Bedeutungen dieser These: 1. Wahrheiten über die äußere Welt folgen nicht aus der Tatsache, daß gewisse Reize auftreten.
2. sie folgen nicht aus den "Daten" oder der "Information", die durch die Reize geliefert werden.
I 244
...auch Bestätigungen durch "weniger magere Inputs" blieben immer Teil der Projektion. StroudVsQuine: These ich glaube nicht, daß das die normale Situation ist. Im Normalfall ist Bestätigung möglich und ich sehe nichts falsches daran, unsere Verifikation und unsere Methoden so zu beschreiben wie wir es tun.
Unbestmmtheit Quine, W.V.O.
 
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VI 51
Unbestimmtheit/VsQuine: die These der Unbestimmtheit der Übersetzung führe geradewegs zum Behaviorismus. Andere: sie führe zu einer reductio ad absurdum von Quines eigenem Behaviorismus.
VI 52
Übersetzungsunbestimmtheit/Quine: sie führt tatsächlich zum Behaviorismus, an dem kein Weg vorbei führt.
Rorty I 217
Übersetzung/Unbestimmtheit/Quine: Unbestimmtheit der Übersetzung: betrachten wir die Gesamtheit aller Wahrheiten über die Natur, auch unbekannte und nicht beobachtbare sowie zukünftige. Meine These besagt, daß die Unbestimmtheit der Übersetzung sich sogar der Gesamtheit dieser Wahrheiten widersetzt, der ganzen Wahrheit über die Natur. Es gibt die Frage der richtigen Wahl nicht wirklich! Es gibt auch innerhalb der zugestandenen Unbestimmtheit jeder Theorie über die Natur hier keinen objektiven Tatbestand. ((s) Keine Tatsache).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
de dicto Searle, J.R.
 
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II 261
de dicto/Überzeugung/ SearleVsalle: alle Überzeugungen sind de dicto ï·" de re Überzeugungen sind eine Teilklasse ï·" QuineVs: irrduzible Üb. de re: zwischen dem Glaubenden und den Gegenständen ï·" zusätzlich zu den de dictoï·"Ü ï·" (viel stärkere These) ï·" GIT: nur rein de dicto ï·" SearleVsQuine;: wenn die Welt sich änderte, ändern sich die Überzeugungen, auch wenn im Kopf alles gleich beleibt ï·" II 262 allg Wunsch nach einem Segelboot: de dicto ï·" nach einem speziellen: de re ï·" II 263 SearleVsQuine: dann im allg. Fall angeblich kontextfrei aber: BurgeVsQuine: kontextuell gebundene Ü lassen sich nicht vollständig durch ihren intentionalen Gehalt charakterisieren (als nicht bloß Rel zwischen Begriff u. Ggst) ï·" de dicto/Burge: Bsp rote Mütze im Nebel: " da gibt es einen Mann, der..." ï·"Searle: das reicht aus, um jedes de reï·" Gegenstück zu individuieren ï·" derselbe Mann kann zu den Erfüllungsbedingungen für ganz versch. Wahrnehmungen gehören ï·" II 268 These es gibt Formen der Intentionalität, die nicht begrifflich, aber auch nicht de re sind ï·"
Wissen Stroud, B.
 
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I 24
Wissen/Descartes/Skeptizismus/Traum/Stroud: ist Descartes These, daß Wissen, daß man nicht träumt eine notwendige Bedingung für Wissen ist? StroudVs. Stroud: wir können nichts wissen, wenn wir nicht einige Dinge, die mit dem Wissen inkompatibel sind, ausgeschlossen haben. (Inkompatibilitäten)
I 30
Wissen/Stroud: Wissenschaft und Alltag haben dieselben Standards für Wissen! -" wahre Überzeugung ist noch kein Wissen -" Wissen/Stroud These wir können wissen, wie die Dinge uns erscheinen -" (hilft nicht gegen Descartes Skeptizismus) -"
I 247
Wissen/Wissenstheorie/StroudVsQuine: These wir nehmen unwissentlich einige Dinge als unzweifelhaft wahr an. Selbst wenn wir in der Weise über Wissen nachdenken wie Quine das tut. Aber wenn wir ganz allgemein annehmen, These daß menschliches Wissen eine Kombination eines objektiven und eines subjektiven Faktors ist, und wir feststellen, daß der objektive Beitrag relativ klein ist
Begriffe Wiggins, D.
 
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EMD II 286
Begriff/Sprache/WigginsVsQuine: Quines Haltung ist hier nicht völlig klar. These nur ein bewußtes System von Unterscheidungen zugunsten von Substanzbegriffen und gegen Zufallsbildungen könnte die Bestimmtheit erklären, mit der unsere Kultur Fragen der Identität in der Zeit oder Dauerhaftigkeit behandelt.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Essentialism Leibniz, G.W.
 
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Staln I 72
Wesen/Essentialismus/wesentliche Eigenschaft/LeibnizVsQuine/Stalnaker: These: Jede Eigenschaft jedes Individuums konstituiert sein Wesen und nur die Existenz des Dings als ganze ist kontingent. Heute: David Lewis mit seiner Gegenstück-Theorie ist ein moderner Nachfolger von Leibniz.
Gegenstück/Lewis: Dinge der wirklichen Welt haben Gegenstücke in anderen möglichen Welten. Dinge, die ihnen mehr ähneln als jedes andere Ding. Daher kann kein Individuum akzidentelle Eigenschafen haben, Eigenschaften, die ihm in anderen möglichen Welten abgehen.
Staln I 168
Eigenschaften/Essentialismus/Leibniz/Stalnaker: These: Selbst die am stärksten akzidentiell erscheinenden Eigenschaften sind notwendig.