| Begriff/ Autor/Ismus |
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Literatur |
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| Funktionen | Wittgenstein | II 332 Funktion/Arithmetik/Russell/Wittgenstein: Russell glaubte, über die Zahl 3 können man nicht reden unabhängig von jeder Funktion - die Zahl sei eine Eigenschaft einer Funktion. WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsRamsey: Die Konstruktion einer Relation hängt nicht davon ab, dass man ein Phänomen findet. >Relationen. IV 68 Operation/Tractatus: (5.25) nicht gleich Funktion: Funktion kann nicht ihr eigenes Argument sein, wohl aber Operation - Operation: Bsp logische Summe, logisches Produkt, Negation. >Negation. |
W II L. Wittgenstein Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989 W III L. Wittgenstein Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984 W IV L. Wittgenstein Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960 |
| Ramsey-Regel | Ramsey | Mause I 272 Ramsey-Regel/Ramsey: (pi – MC)/pi εj ________ = __ (pj – MC)/pj εi Pi = Preis des i-ten Guts; MC = Grenzkosten im Markte des i-ten Guts; εi = Preiselastizität der Nachfrage nach dem i-ten Gut. Für je zwei aus der Menge aller existierender Güter ausgewählte Güter i und j soll also gelten, dass die Steuersätze, die auf den Konsum von i und j erhoben werden, zueinander im umgekehrten Verhältnis der Preiselastizitäten der Nachfrage stehen. Mit einer relativ geringen Preiselastizität kann man ein relativ hohes Steueraufkommen erzielen, ohne große Substitutionseffekte (und damit Wohlfahrtsverluste) zu verursachen. (RamseyVsEdgeworth, siehe Besteuerung/Edgeworth, Besteuerung/Ramsey. Die Regel sagt somit etwas über das optimale Verhältnis der Steuersätze auf Konsumgüter zueinander aus. Damit ist aber nichts über die Höhe der Steuer gesagt. Siehe auch Wirtschaftstheorien über Besteuerung. Mause I 273 VsRamsey: Problem: wenn Güter mit sehr geringer Preiselastizität der Nachfrage beispielsweise Grundnahrungsmittel oder Trinkwasser sind, so kann die Ramsey-Regel schnell unerwünschte, stark regressive Verteilungseffekte haben. Das Steuersystem würde relativ arme Haushalte überproportional belasten. Lösung/DiamondVsRamsey/MirrleesVsRamsey: solche Güter, die stark von Individuen konsumiert werden, deren Wohlfahrt noch einen stark positiven marginalen Effekt auf die gesellschaftliche Wohlfahrt hat, sollten geringer besteuert werden. (1) (2) Damit wird die Abwägung zwischen reinen Effizienzzielen und Vorstellungen von Verteilungsgerechtigkeit integriert. 1. Peter A. Diamond und James Mirrlees. 1971. Optimal taxation and public production I/ II. American Economic Review 61( 1): 8– 27 und 61( 3): 261– 278. 2. Peter A. Diamond, 1975. A many person Ramsey tax rule. Journal of Public Economics 4 (4). S. 335– 342. |
Ramsey I F. P. Ramsey The Foundations of Mathematics and Other Logical Essays 2013 Ramsey II Frank P. Ramsey A contribution to the theory of taxation 1927 Ramsey III Frank P. Ramsey "The Nature of Truth", Episteme 16 (1991) pp. 6-16 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 Mause I Karsten Mause Christian Müller Klaus Schubert, Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018 |
| Redundanztheorie | Brandom | I 433f Redundanztheorie/Brandom: VsPragmatismus: dieser hat nicht erkannt, dass die Signifikanz der entsprechenden Behauptungen die gleiche sein muss - VsRamsey: Bsp "Die Goldbachsche Vermutung" ist nicht äquivalent mit "Die Goldbachsche Vermutung ist wahr" - Lösung: > Zitattilgung/Brandom, > Menge von Sätzen. |
Bra I R. Brandom Expressive Vernunft Frankfurt 2000 Bra II R. Brandom Begründen und Begreifen Frankfurt 2001 |
| Singuläre Termini | Strawson | Substitutionen/Strawson/(s): von singulären Termini: umkehrbar von Prädikaten: nicht umkehrbar. ((s) Zu dieser Asymmetrie siehe >Singuläre Termini/Brandom, >Prädikate/Brandom.) I 198 Singulärer Term/QuineVsGeach/QuineVsFrege/QuineVsRamsey: (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. Singulärer Term: quantifizierbar, Allgemeiner Term: nicht quantifizierbar. >Singuläre Termini/Quine, >Allgemeine Termini/Quine. StrawsonVsQuine: Das ist gar nicht so bedeutend. I 198 Singulärer Term/Quine: abstrakte singuläre Termini: Bsp "Frömmigkeit", "Weisheit": Namen abstrakter Objekte sind keine allgemeinen Termini! Namen konkreter Objekte: Bsp "die Erde". Dagegen allgemeiner Term: Bsp "Philosoph". >Abstraktheit/Quine. StrawsonVsQuine: Das ist keine gute Erklärung: Wir würden nicht gern sagen, dass das von vielen Dingen wahr sei. Lösung/Quine: in Wirklichkeit geht es um die Unterscheidung zwischen singulärem Term und Prädikaten. Allgemeiner Term/Quine: die Stelle, die von ihnen eingenommen wird, hat gar keinen eigenen Status. Entscheidend: Prädikate können nicht quantifiziert werden. >Quantifikation/Quine, >Schemabuchstaben/Quine. I 203 "Ein Philosoph"/Quine: ist kein singulärer Term. IV 63 QuineVs singuläre Termini: sind eliminierbar. StrawsonVsQuine. |
Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 |
| Subjektive Wahrscheinlichkeit | Schurz | I 99 Def Objektive Wahrscheinlichkeit/Schurz: die Wahrscheinlichkeit eines Ereignistyps (Bsp Fx) ist die relative Häufigkeit seines Eintretens bzw. der Grenzwert seiner rel Häufigkeit auf lange Sicht. Schreibweise p(-) bzw. p(Fx) Def Subjektive Wahrscheinlichkeit/Schurz: die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignistokens bzw. Sachverhalts (Bsp Fa) ist der rationale Glaubensgrad in dem ein gegebenes Subjekt oder alle Subjekte eines Rationalitätstyps an das Eintreten eines Ereignisses glauben., Schreibweise: w(-) bzw. w(Fa). >Wahrscheinlichkeit/Schurz. I 111 Subjektive Wahrscheinlichkeit/Schurz: Pointe: Bsp Münzwurf: weicht von der objektiven Wahrscheinlichkeit ab! Wenn öfter Zahl kommt, muss man annehmen, dass die Münze asymmetrisch ist! Diese Annahme ist in der objektiven Wahrscheinlichkeit gar nicht ausdrückbar. I 115 Wahrscheinlichkeits Theorie/Schurz: Probleme: b) subjektive Wahrscheinlichkeit: Rechtfertigungsprobleme. Aus welchen Gründen sollten rationale Glaubensgrade die Kolmogorov-Axiome erfüllen? Welche Rolle sollten Glaubensgrade für das Ziel der Auffindung von Realwahrheiten spielen? Lösung/Ramsey/de Finetti: Wette. Wette/Wettquotient/Ramsey/Schurz: These faire Wettquotienten einer Person erfüllen genau dann die Kolmogorov-Axiome A1 – A3, wenn sie kohärent sind, d.h. dass es kein System gibt, wo ein Gesamtverlust möglich ist. VsRamsey/VsWette/Schurz: Eine Wette ist noch kein rationales Verhalten im Sinn einer Suche nach Wahrheit! Sie sind nicht wahrheitsorientiert, denn die Definition des fairen Wettquotienten nimmt nur auf die subjektiven Glaubensgrade Bezug, nicht auf objektive Wahrscheinlichkeit. Die reale Erfolgshäufigkeit wird gar nicht berührt. Bsp Angenommen, ein Subjektivist akzeptiert begeistert eine Wette, von 1 : 1 darauf, dass er eine Sechs würfelt. Fair ist er, wenn er auch die gegenteilige Wette, 1: 1 dass er keine Sechs würfelt, anzunehmen bereit ist. Problem: er bleibt selbst dann noch kohärent und fair, wenn er sein ganzes Vermögen verloren hat. Er wird sich nur wundern, dass kein Mensch die von ihm als fair angenommenen Gegenwetten annimmt. Er kann es nicht erklären, solange er die objektiven Häufigkeiten nicht in Betracht ziehen darf. Das zeigt, dass die Axiome A1 – A3 bestenfalls eine Minimalbedingung darstellen. Das ist aber zu schwach, um irrationales Verhalten auszuschließen. I 115 Principal Principle/PP/Statistik/Schurz: Die subjektiven Wahrscheinlichkeiten müssen, wenn die objektiven Wahrscheinlichkeit gewusst werden, mit diesen übereinstimmen. Lewis (1980)(1): singuläres PP: subjektivistisch. Hier werden „objektive“ singuläre Propensitäten einfach postuliert. >Propensitäten. SchurzVsPropensität/SchurzVsPopper: Es bleibt unklar, welcher Eigenschaft eine singuläre Propensität überhaupt entsprechen soll. Lösung/de Finetti: man kann auch den objektiven Wahrscheinlichkeits-Begriff gleichzeitig akzeptieren. Konditionalisierung/Statistik/Schurz: auf ein beliebiges Erfahrungsdatum E(b1...bn) über andere Individuen b1,..bn ist wichtig, um daraus zwei weitere Versionen des PP ableiten zu können: 1. PP für Zufallsstichproben, das für die subjektive Rechtfertigung der statistische Likelihood-Intuition gebraucht wird 2. Das konditionale PP, für das Prinzip der engsten Referenzklasse und dem induktiv statistischen Spezialisierungsschluss unterliegt. >Wahrscheinlichkeitstheorie. 1. Lewis, D. (1980). "A Subjectivist's Guide to Objective Chance". In: Jeffrey, R.C. (ed.)(1980), Studies in Inductive Logic and Probability, Vol 2, Berkeley: University of California Press. |
Schu I G. Schurz Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Pro/Versus |
Eintrag |
Literatur |
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| Ramsey-Satz VsRamsey | Versus | I 56 FraassenVsRamsey-Satz/FraassenVsCarnap/FraassenVsCraig - VsTrennung Beobachtungssprache/Theoriesprache - irrelevante technische Fragen - Vssyntaktische Darstellung von Theorien - FraassenVsSprachabhängigkeit. |
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| Theoriespr/Beobspr VsRamsey | Versus | Fraassen I 56 FraassenVsRamsey-Satz/FraassenVsCarnap/FraassenVsCraig - VsTrennung Beobachtuntungssprache/Theoriesprache - irrelevante technische Fragen - Vssyntaktische Darstellung von Theorien - FraassenVsSprachabhängigkeit. |
Fr I B. van Fraassen The Scientific Image Oxford 1980 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| propos Quantifik. | Grover, D. | II 58 Propositionale Variablen/Quantifikation/Suppes/Heidelberger: (Heidelberger 1968, S 214): These: propositionale Variablen müssen entweder Namen von Propositionen, daß-Sätze oder Namen von Sätzen nehmen. HeidelbergerVsRamsey: (a propos Ramsey: "Tatsachen und Propositionen") Ramsey: Bsp Er hat immer recht: Paraphrase: (p)(wenn er behauptet p dann p). (s) ohne "daß"!) HeidelbergerVsRamsey: es ist nicht klar, ob das letzte Vorkommnis von "p" innerhalb oder außerhalb der Reichweite des Allquantors fällt. II 146 propositionale Quantifikation/sQ/Grover: These es gibt sie in der Alltagssprache (Englisch). Prior: (1967) dito. StrawsonVsPrior/StrawsonVsGrover: gibt es nicht in der Alltagssprache. |
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| Variablen | Grover, D. | II 57 Grover: These: die Grammatik der Variablen im "philosophischen Englisch" ist determiniert durch die der Variablen in der formalen Sprache. II 58 propositionale Variablen/Quantifikation/Suppes/Heidelberger: (Heidelberger 1968, S 214): These propositionale Variablen müssen entweder Namen von Propositionen, daß-Sätze oder Namen von Sätzen nehmen. HeidelbergerVsRamsey: (ad Ramsey: "Tatsachen und Propositionen") Ramsey: Bsp Er hat immer recht: Paraphrase: (p)(wenn er behauptet p dann p). (s) ohne "daß"!) HeidelbergerVsRamsey: es ist nicht klar, ob das letzte Vorkommnis von "p" innerhalb oder außerhalb der Reichweite des Allquantors fällt. |
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