Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Randomisierte Zuschreibung Wirtschaftstheorien Parisi I 37
Randomisierte Zuschreibung/Wirtschaftstheorien/Gelbach/Klick: Ein Ansatz, um das Problem der Abhängigkeit zwischen ε und P zu lösen, ist die zufällige Zuweisung von Politikniveaus an Einheiten. (>Ökonomische Modelle/Gelbach/Klick.) Dieser Ansatz, der in Studien zu den Wirkungen medizinischer und psychologischer Interventionen üblich ist, wird häufig in der empirischen Ökonomie verwendet (...). Der Vorteil der zufälligen Zuweisung besteht darin, dass sie direkt die mittlere Unabhängigkeit von ε und P erzwingt, so dass τ als der kausale Effekt der Maßnahme angesehen werden kann, zumindest innerhalb der bestimmten experimentell untersuchten Population. Aus diesem Grund ist es in der empirischen Wirtschaftsliteratur üblich, randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) als konzeptionellen Maßstab zu betrachten, an der andere Studientypen gemessen werden.
Parisi I 38
Randomisierte kontrollierte Studien/Probleme: Dies ist sicherlich eine zu starke Behauptung, wie Heckman und Smith (1995)(1) und Deaton (2010)(2) treffend diskutiert haben, denn RCTs haben potenziell wichtige Nachteile. Ein Nachteil ist, dass sich nicht alle Fragen mit RCTs untersuchen lassen. RCTs können nicht messen, was manchmal als "allgemeine Gleichgewichtseffekte" bezeichnet wird, d.h. Effekte, die eine politische Veränderung auf das Verhalten außerhalb des Wirkungsbereichs der Studie hat. Problem/VsRandomisierte Zuschreibung: (...) Nehmen wir an, wir wollen den Effekt von liberalen Entdeckungsregeln auf die Kosten von Zivilprozessen vor Bundesgerichten messen. Es ist möglich, Nicht-Standard-Entdeckungsregeln zufällig Zivilklagen zuzuweisen, sobald sie vor einem Bundesgericht eingereicht werden. Es ist jedoch nicht möglich, den Parteien zukünftiger Rechtsstreitigkeiten zufällige Regelsysteme zuzuweisen. RCTs können einfach nicht die Auswirkungen von Entdeckungsregeln auf das primäre Verhalten messen, d.h. das Verhalten von Menschen und Firmen bei der Vertragsgestaltung, der Pflege und anderen Lebensbereichen, die bestimmen, ob es überhaupt zu Streitigkeiten kommt.*

*Bestimmte Aspekte des US-Justizsystems beinhalten etwas, das man als nicht-experimentelle Randomisierung bezeichnen könnte. So nutzen David Abrams und Albert Yoon in ihrer Studie zur Frage, ob die Qualität der rechtlichen Vertretung in Strafsachen eine Rolle spielt, die Tatsache, dass das Clark County Public Defender Office in Nevada die Anwälte nach dem Zufallsprinzip den eingehenden Strafsachen zuweist. Abrams und Yoon (2007)(3) stellen fest, dass die Leistung der Anwälte entlang mehrerer Merkmale erheblich variiert, was darauf hindeutet, dass die Eigenschaften der Anwälte eine Rolle spielen, zumindest im Kontext der Pflichtverteidigung. Siehe auch Anwar, Bayer, und Hjalmarsson (2012)(4).


1. Heckman, James J. and Jeffrey A. Smith (1995). “Assessing the Case for Social Experiments.” Journal of Economic Perspectives 9(2): 85–110.
2. Deaton, Angus (2010). “Instruments, Randomization, and Learning about Development.” Journal of Economic Literature 48(2): 424–455.
3. Abrams, David and Albert Yoon (2007). “The Luck of the Draw: Using Random Case Assignment to Investigate Attorney Ability.” University of Chicago Law Review 74(4): 1145–1177.
4. Anwar, Shamena, Patrick Bayer, and Randi Hjalmarsson (2012). “The Impact of Jury Race in Criminal Trials.” Quarterly Journal of Economics 127(2): 1017–1055.


Gelbach, Jonah B. and Jonathan Klick „Empirical Law and Economics“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017