Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 24 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Behaviorismus Nagel
 
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I 108
NagelVsReduktionismus/NagelVsBehaviorismus: die Innenperspektive aus dem Diskurs- oder Gedankenbereich, der zurückgeführt werden soll, zeigt uns etwas, das von dem Reduktionsdiskurs nicht erfaaat wird. In der Philosophie des Geistes funktioniert der Behaviorismus nicht, weil die Phänomene und intentionalen Merkmale nicht von einer rein externen Perspektive erklärt werden können.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
Erklärungen Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 99 ff
Erklären/Davidson: heißt Neubeschreiben. These: Handlungserklärungen können als singuläre Kausalaussagen interpretiert werden. D.h. im Gegensatz zur "logical-connection-These" als Aussagen über zwei distinkte Ereignisse!
Vorsicht: Zwar sei es richtig, daß Handlungserklärungen keine unabhängige Beschreibung der Ursache ermöglichen, aber es sei eben die Beschreibung der Ursache, für die das gelte, nicht die Ursache selbst!
Glüer II 112f
Handlungserklärung/DavidsonVsAristoteles: der praktische Syllogismus kann nicht mit abweichenden Kausalketten (Bergsteiger-Bsp) umgehen, und auch nicht mit bloßer Absicht (Unterlassen, intermittierendes Ereignis) und Willensschwäche.
Glüer II 114
Intention/Davidson: Form: Urteil: "x ist vollziehenswert". Willensschwäche/Davidson. irrationales Urteil - Lösung: Handlung und Intention trennen.
Glüer II 115
"all things-considered"-Urteil: ist nur für ein allwissendes Wesen möglich.
Glüer II 138
Handlungserklärung/mental/physisch/DavidsonVsReduktionismus: intentionalistisches Vokabular ist prinzipiell irreduzibel. - Es gibt keine strikten Gesetze zur Vorhersage von Handlungen. - (> Anomaler Monismus)
Horwich I 456
Wahrheit/Erklärung/Davidson/Rorty: Wahrheit ist keine Erklärung für etwas. - ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet wahr ist.) - Auch das Vorliegen der Wahrheit braucht keine Erklärung. - Falsch: Bsp "Er fand das Haus nicht, weil seine Überzeugung über seine Lokalisierung falsch war." - Richtig: (ohne Wahrheit): "er glaubte, dass es an --- lag" - Erklärung: Details dessen, was wahr oder falsch war, nicht die Wahrheit selbst. - Wenn Wahrheit selbst eine Erklärung wäre, müsste sie eine Ursache für etwas sein. - Erklärung: nicht "Er tat das richtige", sondern die Umstände. - "Wahrheit" als Erklärung wäre wie tertia (Bsp "intendierte Interpretation", "Begriffsschema") ein leerlaufendes Rad. - Putnam dito.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Ethik Nozick
 
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II 17
Ethik/Nozick: es gibt kein Argument, dem Hitler sich beugen musste. - Das führt dazu, dass wir Ethik nicht als absolut betrachten können aber: Bsp Heimson: bringt nicht in gleicher Weise unser Überzeugungssystem über personale Identität in Gefahr. - Wir haben eher eine Wie-ist’s-möglich-Frage über Ethik als über personale Identität. erklärung/(s):
Heimson-Beispiel: Heimson sagt "Ich bin David Hume." Das stellt ein unlösbares Problem dar. (> J. Perry I 17 > "Mad Heimson", D. Lewis IV 141, 151)
II 118
Kategorischer Imperativ/Kant/Nozick: wenn der Inhalt aus der Form gewonnen werden könnte, wäre er keine "nackte Tatsache" (brute fact) mehr. - Er ergäbe sich notwendig aus der Form.
II 570
Ethik/Nozick: wie wichtig ist sie überhaupt? - Solange die Bedeutung unseres Lebens nicht gezeigt ist, scheinen Ethik und Werte bedeutungslos zu sein.
II 631
Ethik/Moral/Reduktion/Reduktionismus/Nozick: VsReduktionismus: verletze das Prinzip, dass alles einen Wert in sich habe. - NozickVsVs: das ist nicht nur theoretisch falsch, sondern auch moralisch falsch.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Mentalesisch Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 73
Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt - (über den Inhalt von Gedanken) - Fodor: intentionale Eigenschaften mentaler Zustände als ererbt aus den semantischen Eigenschaften der mentalen Rep sehen, die in ihrem Tokening impliziert sind - neuronaler Zustand: existiert auch, wenn falsch - kein Gegenstand, da mit Wahrheitswerten (WW). Schiffer: noch kein System, noch nicht sprachähnlich. - Harman: These: innere Rep haben satzähnliche Struktur. - Lewis: Sprache des Gehirns von synaptischen Verbindungen und neuronalem Feuern - >
"Starke These der Gededankesprache"/Strong thesis of the language of thaught/SLT.. - Andere Theorie: semantische Eigenschaften werden aus intentionalen Eigenschaften ererbt. - (VsSLT) - SLTVs: kurz/(s): mentale Repräsentation bestimmt Intentionalität - diese erklärbar ohne öffentlichen Inhalte. - SchifferVs: das ist gar nicht erfüllbar.
I 76
Mentalesisch/Relationstheorie/Schiffer: welche Relation von Sätzen in Mentalesisch zu Sätzen in Englisch? - Problem: mentalesischer Satz "s" darf nicht durch Bedeutung in Englisch spezifiziert werden (zirkulär) - außerdem Vs Kernthese der SLT (semantische Eigenschaften der öffentlichen Sprache sind ererbt von intentionalen Eigenschaften der mentalen Zustände).
I 282
Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung hier nicht Frage von Konvention und Intention - anders als öffentliche Sprache - Lösung/manche Autoren: begriffliche Rolle (bR) in Mentalesisch - öffentliche Sprache: hier haben Sätze eine begriffliche Rolle nur, wenn sie auch gedacht, nicht nur gesprochen werden - Problem: wir brauchen eine nicht-semantische Relation zwischen mentalen Repräsentationen und öffentlichen Sätzen - zum Glück muss der innere Code dabei nicht erwähnt werden - Bsp "Zustand mit demselben Inhalt". - Problem: der Sprecher könnte Satz nur unter Zusatzannahmen glauben - diese nur mit Referenz auf Inhalt - das geht nicht in der Starken These der language of thaught. - Fazit: ein neuronaler Satz kann nicht ohne Referenz auf den Inhalt als Glaubensobjekt angenommen werden.
I 78
Mentalesisch/Schiffer: Relationstheorie verlangt komplexe Eigenschaft, F die alles hat, was bedeutet z.B. "Flundern schnarchen". - Problem: darf nichts über die intentionalen Eigenschaften mentaler Zustand oder Bedeutung in öffentlichen Sprachen voraussetzen.
I 79
Mentalesisch/Relationstheorie/Glauben/Fodor/Schiffer: für die Zuschreibung von Wahrheitswerten von Situationen auf Sätze - Dazu werden Eigenschaften am Ende der Kausalkette gebraucht - Problem: Quantifikation über Eigenschaften als semantische Werte geht letztlich über Propositionen - Lösung: SLT kann Propositionen zusammen mit begrifflichen Rollen zur Individuation von Inhalten gebrauchen - Wahrheitsbedingungen/WB durch M-Funktion auf mögliche Situationen - zusätzlich physikalistische Bedingung C - Problem: braucht Theorie der Rep - (darin mentRep nur Spezialfall). - Wahrheitsbedingungen: Formel: a ist die Wahrheitsbedingung für s in x’ innerem Code gdw. unter optimalen Bedingungen x s glaubt, wenn und nur wenn a besteht. - Damit können wir ein Muster von neuronalem Feuern mit der Anzeige einer Fliege für einen Frosch zu identifizieren. - Problem: nur unter optimale Bedingungen! - SchifferVsFodor: dann ist jeder allwissend und unfehlbar!
I 87
Mentalesisch/Prinzip der Nachsicht/Schiffer: das Prinzip der Nachsicht gibt es nicht für Mentalesisch - dieses müsste in Begriffen von Propositionen erklärt werden.
I 83-90
Relationstheorie/Mentalesisch/Schiffer: Problem: konkurrierende Zuschreibungsfunktionen für Wahrheitsbedingungen ("M-Funktionen") - falsche Lösung: "größerer Überlebenswert" schließt falsche Zuschreibungsfunktionen nicht aus - Bsp Gewicht/Masse.
I 189
Starke These der language of thaught/SLT/Mentalesisch/Schiffer: These: 1. Das Gehirn ist ein Computer, wir sind informations-verarbeitende Systeme mit einem inneren neuronalen Code. - Schiffer: dem kann ich zustimmen
2. Es gibt eine computationale Relation R für jeden Glauben, den man haben kann, sodass man diesen Glauben hat gdw. man R zu dieser Formel hat. - Schiffer: das geht, aber nur mit substitutionaler Quantifikation. - Bsp "Nodnol si yggof": Mentalesisch für London ist neblig - dann bedeutet der Satz das, aber nicht kompositional - Pointe: dann ist der Glaubens-Inhalt nicht reduzierbar. (SchifferVsReduktionismus.) - ((s) Mentaler Inhalt ist irreduzibel (Schiffer pro Brentano)). - Bsp Wissen-wie kann nicht in anderen Begriffen analysiert werden - es gibt keine Tatsache die macht, dass etwas dieser Glaube ist - + +

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Quine Fodor
 
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IV 37
Holismus/Quine/Fodor/Lepore: Quine vertritt einen Bedeutungsholismus (BH) - angeblich aber auch einen Bestätigungs-Holismus (BesH) - dieser entspricht der Quine-Duhem-These. - (>Two Dogmas: Sätze stehen nicht einzeln vor dem Tribunal).
IV 39f
PragmatismusVsRealismus - QuineVsReduktionismus: Verifikationsbedingungen sind nicht analytisch in Aussagen enthalten. - Bestätigungs-Holismus/Fodor/Lepore: der Vertreter des Bestätigungsholismus muss nicht Pragmatist sein, er kann auch Realist sein. - Bestätigungs-Holismus ist vereinbar mit der Quine-Duhem-These (Sätze sind nicht einzeln verifizierbar). - Bestätigung ist keine sprachliche Angelegenheit, sondern erfolgt dadurch, wie die Welt ist (Quine pro Realismus). - Quine: "a priori" ist äquivalent mit dem Semantischen. - Quine pro Verifikationismus: Satzbedeutung: Methode der Verifikation. - Quine-Duhem-These: ist gut mit dem Realismus vereinbar. - Quine-Duhem-These: a) Jede Aussage kann beibehalten werden, wenn man entsprechende Hilfshypothesen beibringt.
b) Die Forderung, dass Belege a posteriori sein müssen.
Quine-Duhem-These/Fodor/Lepore: kann auch gelesen werden: als
a) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bestätigung
b) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bedeutung.
IV 2189
Netzwerk/Quine/Fodor/Lepore: die einzigen festen Knoten sind die Beobachtungsbegriffe.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Reduktion Fodor
 
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I 147
Reduktion/Typ/Token/Psychologie/Reduktionismus/Fodor: natürlich können wir Belege dafür beibringen, dass neuronale Ereignisse, die ansonsten eine heterogene Masse bilden, eine Art von Eigenschaften gemeinsam haben. - Solche Entsprechungen können nun den Token-Physikalismus genauso gut begründen wie den Typ-Physikalismus. FodorVsReduktionismus: wenn das aber stimmt, müssen die Argumente, die vom Token-Physikalismus auf den Reduktionismus schließen, falsch sein. - FodorVsEinheitswissenschaft: es geht nicht darum, welche Natürliche-Art-Prädikate koextensiv sind mit denen der Einzelwissenschaft sind, sondern, welcher physikalische Mechanismus erklärt die Ereignisse, die die Einzelwissenschaft konstatiert.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Reduktion Searle
 
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John R. Searle
I 133 ff
Reduktion/Searle: a) Eigenschafts-Reduktion: Wäre nichts als mittlere kinetische Energie b) theoretische Reduktion: Relation zwischen Theorien: Zurückführung der Gasgesetze auf Gesetze der statistischen Thermodynamik
c) Logische oder ontologische Reduktion: Gesetze über Zahlen auf Gesetze über Mengen
I 135
d) Kausale Reduktion: kausale Kräfte einer Entität werden reduziert auf kausale Kräfte eines anderen Phänomens: Vibration in Molekülgitter statt Festkörper.
I 137
SearleVsReduktionismus: das macht alles für unser wissenschaftliches Weltbild gar nichts aus.
I 139f
Aber aus der Irreduzibilität des Bewussteins ergibt sich nichts wichtiges!

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Reduktion Vollmer
 
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II 170
Reduktion/Vollmer: Def Entropie: die Zahl der Mikrozustände, die den vorliegenden Makrozustand realisieren könnten. Def Druck: durchschnittlicher Impuls den die bewegten Moleküle auf eine Wand übertragen - Reduktion: so werden die Begriffe der phänomenologischen Thermodynamik durch Begriffe der Molekülmechanik definiert und damit auf diese reduziert.
VsReduktionismus: auch in einer einfachen Sprache können noch Widersprüche formuliert werden - warum dann Reduktion?
II 228
Reduktion/Vollmer: wenn System S2 aus System S1 entstanden ist, dann müsste Theorie T2, Theorie T1 logisch implizieren - wenn jedoch T1 oder T2 noch fehlerhaft sind, ist es unwahrscheinlich, dass zwischen ihnen eine Folgerungsbeziehung besteht.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Reduktionismus Avramides
 
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I 96
Reduktionsimus/Grice/Abramides: wirklicher Streitpunkt zwischen reduktivem und anti-reduktivem Griceaner ist die tiefe epistemische Asymmetrie - (dass man Gedanken ohne Sprache kennen könnte) - beide: Vs oberflächliche epistemische Asymmetrie: (Def oberflächliche epistemische Asymmetrie/Radikale interpretation/Avramides: These: dass wir das Problem der Radikalen interpretation dadurch lösen können, dass wir die fremde Sprache dadurch verstehen, daß wir zunächst die Glaubenseinstellungen ( Glauben ) und Intentionen erfahren. ((s) ohne Sprache, weil ja die psychologischen Begriffe fundamentaler seien).
I 96
DavidsonVsReduktionismus: des Semantischen auf das Psychische - ohne Kenntnis der Sprache sind Überzeugungen nicht zu verifizieren. - Die Methode der Radikalen interpretation schlägt fehl: man kann nicht zuerst fremde Glaubenseinstellungen und Intentionen aufstellen.
I 112
Reduktionismus/Avramides: muss Denken ohne Sprache akzeptieren - Antireduktionismus: muss eben dies leugnen.
I 127f
Geist/AvramidesVsReduktionismus: These: das Bild des Reduktionismus vom objektiven Geist ist falsch - das kommt durch seine Unterscheidung zwischen oberflächlicher und tiefer epistemischer Asymmetrie.
I 130
These: tiefe epistemische Symmetrie beinhaltet nicht ontologische Symmetrie (trotz Davidson) - das richtige (subjektive) Bild vom Geist erfordert, dass das Semantische und das Psychologische auf einer Stufe verstanden werden.
I 128
Zusammenfassung/Antireduktionismus/Avramides: der Antireduktionismus hat Recht darüber, wie wir propositionale Einstellungen verstehen können - Reduktionismus: dieser hat Recht darüber, was propositionale Einstellungen sind.
I 166
AvramidesVsReduktionismus: übersieht, dass wir an irgendeinem Punkt Verhalten semantisch charakterisieren müssen. - Normale Belege sind das einzige Mittel, die These aufrechtzuerhalten, dass semantische und psychologische Begriffe auf einer Stufe sind. -
I 168
Beim Streit um den Reduktionismus geht es um epistemische, nicht um ontologische Fragen.
I 166
Grice: These: das Psychologische ist ein wesentlicher Teil des Semantischen. - Reduktionismus/Avramides: leugnet das aber! - Denken ohne Sprache: wenn wir es zuschreiben, dürfen semantische und psychologische nicht wesentlich voneinander abhängig sein. - Lösung/AvramidesVsReduktionismus: Verhalten auch bei sprachlosen Wesen - dieses bildet einen Teil unseres Begriffs des Psychologischen.
I 167
Manifestation/Avramides: es wäre falsch zu sagen, dass sie komplexer sein muss, wenn die zugeschriebenen Gedanken es sind! - komplexere ist eher sprachliches Verhalten(>Kompositionalität) - der reduktive Griceaner akzeptiert tiefe epistemische Asymmetrie, Antireduktionist: leugnet sie. - VsReduktionismus: damit hat er mit Interpretation und Verstehen dann nichts mehr zu tun.
Graeser I 128
AvramidesVsReduktionismus/Graeser: verkennt die intime Verbindung zwischen Psychologischem und Semantischem und trägt letztlich nichts zur Aufklärung von Geist und Gedanken bei. - ((s) Reduktionismus/(s): muss eine Verbindung sogar leugnen, weil diese nach der Reduktion aufgehoben ist.)

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Reduktionismus Churchland
 
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II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 464
Reduktionismus/Churchland: These: Ich bin eine Reduktionistin. Das bedeutet aber nicht, dass eine reine bottom up Strategie verfolgt werden sollte. Ich meine auch nicht, dass Beschreibungen höherer Ebenen an sich unseriös wären.
Es gibt klarerweise Eigenschaften höherer Ebene und deshalb bedarf es auch entsprechender Beschreibungen.

Def Bottom up/Churchland: ist die Auffassung, nach der man zuerst alles über die molekularen Grundlagen wissen müsse, bevor man die psychologischen Prozesse erreichen könne.
Das ist aber auch kein Reduktionismus.
II 468
VsReduktionismus/andere Autoren: a) Das Ziel sei absurd. Stereotype Krtik: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schmerz aus irgendwelchen Aktivitätsmustern von Neuronen bestehen soll"
ChurchlandVsVs: das ist nichts weiter als Unvermögen der Vorstellung.
II 470
VsReduktionismus: wenn ein Makrophänomen das Ergebnis von mehr als einem Mechanismus (Organisation und Dynamik der Bestandteile) sein kann, dann kann es nicht mit einem dieser Mechanismen identifiziert werden, Die Reduktion des Makrophänomens auf ein einzelnes Mikrophänomen ist dann nicht möglich. (> "Multiple Realisierbarkeit").
II 471
Reduktionismus/Churchland: wenn der Mechanismus eines biologischen Prozesses entdeckt worden ist, wird es vielleicht möglich, Vorrichtungen zu erfinden, die diese Prozesse nachahmen. Der reduktive Erfolg wird dadurch aber nicht bestritten. Ebenso wenig dadurch, dass es vielleicht an anderen Stellen des Universums DNA gibt.
Reduktionismus/Churchland: es ist nicht leicht, VsReduktionismus zu argumentieren und nicht dem Dualismus zu verfallen. (VsSearle).




Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Reduktionismus Damasio
 
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II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 486
KantVsReduktionismus: das Selbst wird niemals erforscht werden, es ist nur in der höchst abstrakten Begrifflichkeit der "transzendentalen Apperzeption" zu denken. DamasioVsKant: wir haben eine viel sichere Grundlage in unserem Körper mit seiner Haut, seinen Knochen, seinen Muskeln, den Gelenken, inneren Organen usw.

Damas I
Antonio R. Damasio
Descartes’ Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn München 2004
Reduktionismus Logik-Texte
 
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Re III 28
Reduktionismus: der für Wittgenstein zentral war. Für Russell war es ganz klar, dass die Annahme einer zusätzlichen Tatsache zwischen zwei Aussagen absurd und unnötig war: Bsp »Kennedy ist Präsident« und »Oswald tötete Kennedy« noch eine dritte Tatsache, eine Art Konjunktionstatsache, die die Verbindung wahr mache, absurd und verschwenderisch.
Re III 28
Wenn man die beiden getrennten Tatsachen kennt, lernt man nichts Neues, wenn man sie in Verbindung setzt. Es gibt hinter der Verbindung keine Extratatsache, die zu den getrennten Tatsachen hinzukommt. Ähnlich bei disjunktiven. Was »A oder B« wahr macht, ist keine weitere seltsame disjunktive Tatsache, sondern genau dieselbe Tatsache, die eines der beiden Glieder wahr macht. Sonst erhalten wir einen Regress.
Re III 30
Reduktionismus: müsste die Wahrheit einer negativen Aussage wie »Ruby hat Kennedy nicht getötet« als Ergebnis der Wahrheit einer anderen Aussage erklären, die mit »Ruby tötete Kennedy« unvereinbar wäre.
Re III 31
RussellVsReduktionismus: wendete gegen solche Argumentation ein, dass ein Regress droht: »B ist unvereinbar mit A« ist selbst eine negative Aussage. Um ihre Wahrheit zu erklären, bräuchten wir eine dritte Aussage C, die unvereinbar wäre mit »C ist vereinbar mit A« usw ReadVsRussell: das ist ein seltsamer Einwand, denn er würde auch gegen jede Konjunktion gelten. Und dann dürfen Wahrheitsbedingungen für konjunktive und disjunktiv Aussagen nicht konjunktiv bzw. disjunktiv sein.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Reduktionismus Nagel
 
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I 9 ff
Reduktionismus/Nagel: (I 19) (hier eine subjektive oder relativistische Umdeutung der ratio) scheint eine Zuflucht vor dem Skeptizismus zu bieten.
Rorty VI 144
NagelVsReduktionismus/Rorty: man kann die Welt nicht in einer bloß objektiven Begrifflichkeit erklären, das würde gewisse offenkundige Phänomene verleugnen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Reduktionismus Quine
 
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Willard V. O. Quine
(laut Rorty):
QuineVsReduktionismus

VII 40
Reduktionismus/QuineVsCarnap: seine Raumzeit-Quadrupel setzen eine bewegungsarme Welt voraus - die Quadrupel vergrößern noch die Menge der allgemeinen Eigenschaften. - Raffiniertere Form des Reduktionismus: jedes Vorkommnis vergrößert entweder die Wahrscheinlichkeit (likelihood) einer Aussage oder schmälert sie.
Schiffer I 2
QuineVsReduktionismus: das Semantische kann wegen der Unbestimmtheit der Übersetzung nicht auf fundamentalere Tatsachen reduziert werden - daher sah er die ganze Semantik skeptisch.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Reduktionismus Rorty
 
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Richard Rorty
III 52 ff (wo?)
Rechtfertigung: der traditionelle Rechtfertigungsbegriff in der Erkenntnistheorie ist reduktionistisch und atomistisch.> Reduktion. Reduktionismus/Freud: er erklärt uns nicht, Kunst seit tatsächlich Sublimierung, philosophische Systembildung nur Paranoia oder Religion bloß fehlgeleitete Erinnerung.
IV 48 ff
"Antireduktionismus": Reduktion sei keine Beziehung zwischen ontologischen Kategorien, sondern nur zwischen sprachlichen Gegebenheiten. a) Wer (sprachlich) von X redet, muss nicht unbedingt von Y reden.
b) Jede Beschreibung in einer X-Terminologie trifft ausschließlich auf Dinge zu, auf die sich auch eine eine Beschreibung in einer Y-Terminologie bezieht. Doch diese Art Reduktion bedeutet nicht, dass "X-Dinge nichts als Y-Dinge" seien.
Es gibt nichts, was dergleichen zeigen könnte. "Ein X ist, was es ist, und kein ander Ding". (Buttler).
Die einzige Möglichkeit, zu zeigen, dass es keine X-Dinge gibt, wäre zu zeigen, dass es keine solchen Sätze gibt! (X und Y nur stilistische Varianten).
Volkspsychologie: wird auch weiterhin das geeignetste Mittel sein, um über uns zu reden. Wir werden "Überzeugungen" und "Wünsche" in unserem Vokabular behalten. Sie sind bewährte Werkzeuge.
VI 138f
Def Reduktionismus/Rorty: es gibt nicht nur ein einziges Netz, sondern auch eine einzige, privilegierte Beschreibung aller Entitäten in diesem Netz. Der Reduktionist glaubt, wir brauchten nicht nur kausale Einheit, sondern auch Einheit der Erklärung: Ein Verfahren um alle Erklärungsversuche kommensurabel zu machen und wahre nomologische Aussagen zu liefern, durch die alle diese Entitäten (Gedanken, Neuronen, Sunden, Hormone, Handlungen und Bewegungen, Personen und Organismen) miteinander verknüpft werden. RortyVsReduktionismus: wir haben von Davidson gelernt, mit Token-Token-Identitäten zwischen unterschiedlich beschriebenen Gegenständen zufrieden zu sein.
VI 139
Reduktionismus/Rorty: glaubt, dass es nur eine richtige Beschreibung gibt -" damit alle Erklärungen vergleichbar sind.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Reduktionismus Searle
 
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John R. Searle
I 68
SearleVsReduktionismus: wenn man Qualia (z.B. Empfindung von Schmerz) reduzieren könnte, wären Qualia also in Wirklichkeit etwas anderes, sie sind aber nichts anderes.
I 77f
Warum sollte man Alltagsgegenstände auf irgendetwas reduzieren? - Meine Alltagstheorie, dass große Bauernhäuser wahrscheinlich zweigeschossig sind, ist hoffnungslos unsachlich, aber das stellt die Existenz von Bauernhäusern nicht in Frage. VsReduktionismus: komisch: früher galt es als Nachweis der Inexistenz, wenn man etwas zurückführen konnte.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Reduktionismus Strawson
 
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IV 33f
Reduktionismus/Strawson: VsReduktionismus, statt dessen "Netzwerk" soll Beziehungen zwischen den komplexen Begriffen aufhellen - (vermeidet Zirkel) - es ist nicht problematisch, dass Sinneswahrnehmung nicht ohne Erkenntnis und Erkenntnis nicht ohne Sinneswahrnehmung möglich ist.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Reduktionismus Vollmer
 
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II 171
VsReduktion/VsReduktionismus/Vollmer: wir müssen einsehen, dass wir in ein und derselben Sprache immer noch widersprüchliche Aussagen formulieren können. Warum dann Reduktion?
II 207/208
VsReduktion/Biologie: Organismen sind völlig durchstrukturiert, während Teile eines Himmelskörpers gegeneinander ausgetauscht werden könnten.
II 228
Reduktion/Evolution/Vollmer: beim Evolutionsargument dient die universelle Evolution als Hinweis darauf, dass eine Reduktion durch Deduktion möglich sei. Probleme: VsReduktion/Evolution/Vollmer: das Evolutionsargument gilt nur für richtige (wahre) Theorien.
Wenn System S2 aus System S1 entstanden ist, dann müsste Theorie T2, Theorie T1 logisch implizieren.
Wenn jedoch T1 oder T2 noch fehlerhaft sind, ist es unwahrscheinlich, dass zwischen ihnen eine Folgerungsbeziehung besteht.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Schmerz McGinn
 
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I 65
Schmerz/McGinnVsSearle: Wir sind nicht in der Lage, Schmerzen auf die zugrunde liegenden neuralen Einheiten zurückzuführen.
I 71
Schmerz/McGinn: lässt sich nur durch Introspektion ermitteln. Wir sind nicht imstande, den Blickpunkt zu wechseln, oder einen anderen Sinn anzuwenden.
I 226f
Gehirn/Mentalesisch/McGinn: das Gehirn unterliegt nicht den gleichen Beschränkungen wie die bewusste Vernunft. Bsp Schmerzen: es gibt möglicherweise ein Subsystem zur Selbstüberwachung, das den Schmerzzentren vorschreibt, die Fasern bei Überlastung zu wechseln. hier wären semantisch vermittelte Rückkopplungsscheifen offensichtlich höchst nützlich, je gescheiter, desto besser. Die Dimensionen dieser Gescheitheit fallen aber nicht mit dem Bewusstsein zusammen.
II 34
Schmerz/McGinnVsReduktionismus: Schmerz lässt sich nicht auf das Feuern von C-Fasern reduzieren, wie sich Wasser nicht auf H2O reduzieren lässt. Erscheinungen aber sind, was den Geist ausmacht. Also lässt sich Geist nicht auf das Gehirn reduzieren.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Sprache Field
 
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Avr I 113
Glauben/Bedeutung/FieldVsReduktionismus: (Vsreduktive Griceaner): es ist zirkulär, die semantischen Eigenschaften durch den Glauben erklären zu wollen. (Das sagt auch der Reduktionismus.) - Field wie Grice: man kann Glauben ohne Bezug auf den Satz erklären. - Lösung: das, was ein Symbol zu einem für Cäsar macht, ist die Rolle in meinem Lernen. - Field: dann kann es keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache geben! SchifferVsField: kein Problem: Grice (intentions-gestützte Semantik, IBS) braucht nicht anzunehmen, daß man propositionale Einstellungen vor der öffentlichen Sprache erworben hat. - Beides geht Hand in Hand - nur besteht keine logische Abhäängigkeit zwischen ihnen (und zur Kompetenz). - Armstrong: beide sind doch logisch verbunden. ((s) Das ist stärker als Schiffers These.).
Horwich I 481
Sprache/W-Def/Field/Soames: wenn Wahrheit nicht-semantisch ((s) d.h. sprecher-unabhängig, d.h. nicht-physikalistisch) definiert wird, wird Sprache ein abstraktes Objekt. - Sie hat ihre Eigenschaften wesentlich. - Mit anderen Eigenschaften wäre es eine andere Sprache - d.h. es hätte sich nicht herausstellen können, daß die Ausdrücke etwas anderes denotiert haben könnten. - Dann ist immer noch kontingent auf Sprachverhalten, welche Sprache eine Person spricht. - Aber die semantischen Eigenschaften (Wahrheit, Referenz, Zutreffen) sind nicht kontingent.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Subjektivität Nagel
 
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Frank I 132f
Subjektivität/Nagel: dass es irgendwie ist vermeidet die Zuschreibung eines getrennten Aspekts wie Qualität . NagelVsReduktionismus: wie es ist kann nicht reduziert werden.
Nagel III 116 ff
subjektiv/objektiv/graduell/Nagel: die Unterscheidung ist also relativ! (Polarität, Kontinuum, Hinsichten: räumlich, zeitlich, Möglichkeiten, Maßstäbe). - Bsp eine allgemein menschliche Perspektive ist objektiver als die eines Einzelnen, aber weniger objektiv als eine physikalische. Subjektivität: muss nichts Privates sein - > Intersubjektivität. - Objektivität: ihr kommt man nicht durch Erweiterung der Imagination näher.
III 120
Problem: für physikalische Objektivität ist das Subjekt auf diejenigen seiner eigenen Komponenten angewiesen, die ihm besonders geeignet erscheinen.
III 28ff
Subjektivität/Vollständigkeit/Objektivität/Realität/Nagel: da Rührei irgendwie für eine Kakerlake schmeckt und wir niemals wissen werden wie (weil wir es uns nicht vorstellen können) müssen wir sagen: entweder a) Dass die subjektiven Qualitäten nicht Teil der Wirklichkeit sind (absurd) oder
b) Dass nicht alles Wirkliche zur objektiven Welt gehört.
Realität/Nagel: These: die Wirklichkeit ist nicht nur die objektive Wirklichkeit.
III 30
Die Welt ist weder meine Welt noch unsere. (Nicht einmal auf die psychische Welt trifft das zu).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Terminologien Millikan
 
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I 2
Def Eigenfunktion/Millikan: im Unterschied zu
1. der aktualen (momentanen) Funktion
2. einem „Typ von Zweck“, einsetzbar bei verschiedenen Gelegenheiten. (Verallgemeinerung, „Durchschnitt“ (s.u.).
Bsp Ein Organ hat eine bestimmte Funktion = Eigenfunktion.
natürliche Sprache/Millikan: ist nicht von jemand für einen Zweck erfunden.
Eigenfunktion/Millikan: Analogie: Bsp zu Organen des Körpers: wir können unsere Organe auch zu anderen Zwecken als ihrer Eigenfunktion gebrauchen, z.B. mit den Armen rudern.
I 3
Sprachmuster/language device/Terminologie/Millikan: damit meine ich Wörter, syntaktische Formen, Betonung, Akzente Zeichensetzung usw. These: solche Muster sind überliefert nur, weil stabile offene und verdeckte Reaktionen eines Kooperationspartners ebenso überliefert sind (sich durchgesetzt haben).
Standardisierung/Millikan: das (Sprach-) Muster übt seine Eigenfunktion nur mit einem Kooperationspartner aus, aber mit einem beliebigen. Daher muss es standardisiert sein.
Stabilisierung/Millikan/(s): (zeitlich) bei wiederkehrenden Tokens muss eine Ähnlichkeit zu früheren gegeben sein.
Stabilisierung/Standardisierung/Millikan: sind zwei Seiten einer Medaille.
I 5
Eigenfunktion/Sprache/Bedeutung/MillikanVsGrice: wir nehmen also nicht Sprecherbedeutung als Grundbegriff. Bedeutungshaftigkeit/Millikan: erklären wir nicht mit typischem Gebrauch.
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.
I 5
Normal/Terminologie/Millikan: (Schreibweise: groß). wird hier als biologischer Begriff verstanden, was biologisch Normal ist. Nicht was durchschnittliches Verhalten darstellt.
I 12
„Real value“/echter Wert/Terminologie/Millikan: so nenne ich den Basispartner von Sinn (sense). Der Unterschied zwischen real value und einem Referenten ist mindestens so groß wie der zwischen Sinn (sense) und Intension. Terminologie/Millikan/(s): „sense“ soll von jetzt an mit „Sinn“ wiedergegeben werden, womit aber nicht Fregescher Sinn gemeint ist.
Real value/Millikan: ist praktisch der Wahrmacher von Sätzen.
Teil II: hier geht es um Fregeschen Sinn.
Sense/Sinn: ist quasi Intentionalität.
Gedanke/Satz/Millikan: sind Muster, die Intentionalität zeigen, vielleicht haben sie die Form innerer Sätze ((s) >Mentalesisch).
Innere Sätze/Mentalesisch/Millikan: sind nicht durch Schlussregeln bestimmt. Daher ist Intentionalität nicht gleich Rationalität.
Intentionalität/Millikan: beschreibe ich naturalistisch, aber nicht reduktionistisch. (MillikanVsReduktionismus).
Intentionalität/Millikan: ihr Verstehen ist etwas ganz anderes als das Verstehen von Bewusstsein.
I 17f
Def direkte Eigenfunktion/Millikan: ein Ding (device, Muster, Gerät, Vorrichtung) hat eine direkte EF, wenn es sie als Element einer bestimmten Familie von Dingen hat, die ich Def reproduktiv festgelegte Familie/reproductively established family/reF/Terminbologie/Millikan nenne. Dinge, die sich ähneln, ähneln sich hier deshalb, weil es eine Art Kopiervorgang (>Reproduktion) gab.
I 19
Reproduktiv festgelegte Familie/reproductively established family/reF/Millikan: hier gibt es zwei verschiedene: reF 1. Stufe: nur Elemente von reF 1. Stufe sind Kopien voneinander.
reF höherer Stufe: ihre Elemente können nur definiert werden durch den Begriff der Eigenfunktion von Familien niedrigerer Stufe und den Begriff der „Normalen Erklärung“ (nach der biologischen Normalität).
I 23
Def reproduktiv festgelegte Familie 1. Stufe/rfF/Millikan: Jede Menge von Entitäten, die dieselben oder ähnliche reproduktiv festgelegten Charaktere hat, die von repetitiven Reproduktionen vom selben Charakter desselben Modells abgeleitet sind, bilden eine rfF 1. Stufe.
Pointe: d.h. dass die Element auf dieselbe Weise reproduziert sein können, dies aber nicht müssen! Bsp Tokens des geschriebenen Worts „Hund“ können handschriftlich abgeschrieben, fotokopiert, gedruckt usw. sein. Bsp die Wiederholung eines Worts durch einen Papagei.
rfF höherer Stufe:
I 24
(1) Jede Menge ähnlicher Einheiten, die durch Elemente derselben rfF produziert werden, wenn es eine direkte Eigenfunktion dieser Familie ist, diese Einheiten zu produzieren und sie alle in Übereinstimmung mit Normalen Erklärungen produziert werden, bilden eine rfF höherer Ordnung. (2) Jede Menge ähnlicher Einheiten, die durch Elemente desselben Musters produziert werden, wenn es eine der Eigenfunktionen dieses Muster ist, spätere Einheiten mit früheren übereinstimmen zu lassen und diese Ähnlichkeit in Übereinstimmung mit einer Normaölen Erklärung dieser Funktion sind, bilden eine rfF höherer Ordnung.
I 127
Def Hubot/Terminologie/Millikan: seien Wesen, die wie wir sind, außer dass sie alle in derselben inneren Sprache denken. (Für Menschen ist das unwahrscheinlich). (Andere Einteilung, andere Gegensätze, andere Begriffspaare > Ordnung). Außerdem entwickeln Hubots niemals neue Begriffe.
Pointe: das Beispiel soll uns zeigen, dass Fregesche Sinne und Intensionen nicht dasselbe sind.
I 130
Def Rubots/Rubot/Terminologie/Millikan: seien wie Hubots, (empfindlich für Licht, Gerüche, Temperatur, Berührung) aber in einem anderen Frequenzspektrum als Hubots. Vokabular: mag dennoch perfekt mit der Umwelt koordiniert sein im Hinblick auf den Sinn (wie bei den Hubots).
I 130
Def Rumans/Ruman/Terminologie/Millikan: wenden Farbbegriffe an wie Hubots. Und sie leben auch in einer ähnlichen Umwelt (aber zunächst woanders). Farbe/Farbbegriffe/Wahrnehmung/Spektrum: anders als die Hubots leben die Rumans unter einer Sonne, die viel röteres Licht emittiert.
Sprache/Reizbedeutung/Hubots/Rumans/Millikan: Angenommen, die Mechanismen, die ihre Sätze hervorbringen, sind identisch. D.h. die Reizbedeutungen ihrer Ausdrücke korrespondieren perfekt!
I 151
Def „voll-entwickelte“ Intension/Terminologie/Millikan: seien die Intensionen, die ein innerer Term über die sprach-gebundenen Intentionen hinaus haben kann.
I 289
Def Subessenz/Terminologie/Millikan: Bsp Gold existiert über Raum und Zeit, ohne dass es in denselben Gegenständen instanziiert ist. Es ist eine Identität, die das Material relativ zu seinen eigenen Eigenschaften hat.
I 332
Schleier/Millikan. Autoren wie Wittgenstein und Quine haben neuerdings wieder einen Schleier eingeführt, wie früher Descartes und Hume.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Wissen Chalmers
 
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I 103
Wissen/Bewusstsein/Farbenforscherin Mary/Jackson/Nagel/Chalmers: (Jackson, 1982, Nagel 1974). Bsp Farbenforscherin Mary weiß alles, was es über Farben zu wissen gibt – sie hat nur noch niemals Farben gesehen. Alles neurophysikalische Wissen kann nicht erklären, wie es ist, Rot zu sehen. Das Wissen, wie es ist (Erleben) folgt nicht aus dem physikalischen Wissen allein.
Fledermaus-Bsp/Nagel/Chalmers: läuft auf dasselbe hinaus: es bleibt eine offene Frage: es ist vereinbar mit allen physikalischen Tatsachen, dass Fledermäuse oder auch Mäuse ein Bewusstsein haben, und gleichfalls mit ihnen vereinbar, dass sie keins haben.
I 104
Jackson/Chalmers: Jackson hat sein Argument JacksonVsMaterialismus vorgebracht, nicht VsReduktionismus, nicht gegen eine reduktive Erklärung unseres bewussten Erlebens. Siehe auch Lewis (1990), und Nemirow (1990).
I 141
Wissen/Intension/Tatsache/Chalmers: immer, wenn man eine Tatsache unter einer Weise des Gegebenseins weiß, aber nicht unter einer anderen, wird es eine zusätzliche, davon verschiedene Tatsache geben, die man nicht weiß. Bsp Morgenstern/Abendstern, Superman/Clark Kent, Wasser/H2O.
I 142
Die neue Tatsache, die man lernt (auch Bsp Farbenforscherin Mary, wenn sie zum ersten Mal eine Farbe sieht) ist eine Tatsache in Bezug auf die Weise des Gegebenseins.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Wissenschaft Maturana
 
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I 95
Wissenschaft/Maturana: beruht auf Subjektabhängigkeit: diese erlaubt, den Handlungsbereich zu bewältigen.
I 153
Wissenschaft/Naturwissenschaft/MaturanaVsReduktionismus: ist nicht reduktionistisch, sondern generativ (bildet Aussagen, ad-hoc-Vorschläge) - sie stellt nicht Phänomene eines Bereichs durch die Phänomene eines anderen Bereichs dar.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 34 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsReduktionismus Reduktionismus Vs Avramides, A.
 
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Avra I 90
Radikale Interpretation/RI/Avramides: ist doch ganz offensichtlich tatsächlich ein schrittweises Vorgehen? Avramides: mir geht es nicht darum, das zu leugnen, sondern dass wir auch in frühen Stadien gleichzeitig Annahmen über Glaubenseinstellungen und über Bedeutung brauchen. ReduktionismusVsAvramides: das ist der Punkt, wo mein Opponent ansetzen kann und eine Chance für eine epistemische Asymmetrie sehen könnte: was unplausibel ist, ist nicht schrittweises Vorgehen, sondern die damit einhergehende These, dass der radikale Interpret eine vollständige Belegbasis für Glauben und Intentionen des fremden Sprechers braucht, bevor er irgendetwas über seine Sprache herausfindet. AvramidesVsVs: ungeachtet dieser unplausiblen These geht das schrittweise Vorgehen der RI so vor: der Interpret bildet Hypothesen über einfache Glaubenseinstellungen, ...(> vgl. Bennett 1985) und alle diese Hypothesen bleiben bis zum Ende revidierbar.
In späteren Stadien haben wir es dann gleichzeitig mit Überzeugungen und Bedeutung zu tun. I 158
ReduktionismusVsAvramides:
subjektiver Geist/AvramidesVsReduktionismus: ist damit unvereinbar, daß Geist nur kontingent mit Verhalten verbunden ist.
I 159
Ein Subjekt kann niemals von der ureigensten Erfahrung getrennt werden. VsAvramides: Pointe: man kann einen solchen subjektiven Begriff konstruieren, ohne wesentliche Referenz auf das Verhalten!
VsAvramides: man muß auch keine wesentliche Referenz auf die Dritte Person Perspektive machen!
Also führt der Reduktionismus (reduktiver Griceaner) nicht automatisch zum objektiven Geist.
D.h. also, daß ein subjektiver Geist Begriff damit vereinbar ist, daß Geist nur kontingent mit Verhalten verbunden ist.
AvramidesVs: ich gebe zu, daß ich nicht beweisen kann, daß dieser Einwand falsch ist. aber mir ist wichtig, daß mein Ansatz erlaubt, Erste Person und Dritte Person Perspektive zu vereinen.
I 160
Ohne Verbindung zum Verhalten gibt es kein richtiges Verständnis der Erste Person Perspektive. Und das für zu einem objektiven cartesianischen (und unvollständigen) Bild. (55 +).
VsReduktionismus Nagel Vs Funktionalismus
 
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Frank I 64
Subjekt/Körper/Nagel: wenn ich mit meinen psychischen Zuständen notwendig direkt, also nicht über Wahrnehmung vertraut bin, Wahrnehmungsbefunde aber umgekehrt nur über die direkte Vertrautheit als die meinigen ansprechbar sind, dann habe ich einen Grund, das Subjekt der Psyche nicht im Körper zu suchen.
Im Übrigen bin ich auch dann in einem beliebigen psychischen Zustand, wenn ich keine Ahnung über seine deskriptive Deutung habe.
((s)VsNagel: (mit Sellars): Zugang nur über die Sprache).
NagelVsFunktionalismus: hätte er recht, so gälte notwendig von psychischen Zuständen, dass sie identisch wären mit funktionalen Zuständen, aber nur zufällig, dass sie psychische Zustände sind, denn letzteres hängt ab von ihren kausalen Rollen, und nicht von ihrer inneren epistemischen Natur.

Nagel III 21
NagelVsFunktionalismus/VsReduktionismus: der gewöhnliche Begriff des Psychischen enthält bereits die Anfänge einer ganz anderen Konzeption der objektiven Wirklichkeit. Wir können den Gedanken eines anderen Bewusstseins gar nicht verstehen, wenn wir ihn auf eine Weise interpretieren, die unverständlich wird, wenn wir den Gedanken auf uns selbst anzuwenden versuchen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsReduktionismus Nominalismus Vs Nagel, Th.
 
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Frank I 133
Nominalismus/VsNagel: Standardeinwand: es hat keinen rechten Sinn, Fragen aufzuwerfen, die sich aus prinzipiellen Gründen nicht beantworten läßt. Bsp wie es sei, eine Fledermaus zu sein.
I 134
NagelVsNominalismus/NagelVsReduktionismus: seine Konsequenzen sind intuitiv unakzeptabel. Steht im Gegensatz zu unserem Realismus der Welt gegenüber, von dem wir uns zwar verbal distanzieren, den wir aber nicht wirklich aufgeben können.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsReduktionismus Cresswell Vs Physikalismus
 
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II 163
CresswellVsGrice/CresswellVsReduktionismus: ich sehe nicht, wie Prinzipien der Semantik irgendwie auf Prinzipien der Physik oder der Psychologie zurückgeführt werden könnte - CresswellVsFodor/CresswellVsTokenphysikalismus.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsReduktionismus Loar Vs Quine, W.V.O.
 
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Avramides I 37
prop Einst/Physikalismus/LoarVsQuine: Variante: erlaubt, daß die Propositionen von A durch solche von B ersetzt werden, aber dadurch hat sich nichts geändert in der Weise, wie Menschen die Dinge sehen. Insbesondere erlauben wir, daß die Propositionen irgendeiner physikalischen Theorie durch Propositionen über Glauben usw. ersetzt werden, aber das ändere nicht die Art, wie wir über einander denken. Das ist die "konservative Erklärung".
Pointe: nicht, daß der Theoretiker keine Glaubenseinstellungen geändert hätte vielmehr ist seine kognitive Situation so, als hätte er das nicht. Wie kann das sein? Ich kann es nicht erklären, aber es kommt vor. Und es kann als kognitive Lösung für etwas herhalten, was als ernstes theoretisches Problem gilt.
Aber: damit die Ersetzung korrekt ist, müssen die Wahrheiten von B (Menge von Propositionen) denen von A (physikalische Theorie) weichen. ((s) Also Propositionen über Glauben physikalistisch werden).
I 38
AvramidesVsLoar/AvramidesVsReduktionismus: ich kann nicht zulassen, daß die Wahrheiten von B denen von A weichen müssen. (s.u. Kapitel 3 und 4) werde ich zeigen, daß die Gründe, die uns am Festhalten an Propositionen über Glauben zwingen, Gründe dafür sind, die imperialistische (physikalistische) Sicht aufzugeben. Das entspricht sogar Loars Linie.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsReduktionismus Dummett Vs Reduktionismus
 
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Avramides I 146
DummettVsLocke/VsIdealismus/DummettVsReduktionismus/Avramides: Dummett sagt oben, daß die idealistische BT nicht irreparabel ist, aber sie ist dann auf ein objektives (objektivistisches) Bild vom Geist verpflichtet. Avramides: wegen der Reduktion muß der Griceaner annehmen, daß Sprachverhalten nur kontingent auf prop Einst bezogen ist. Er muß die Theorie der prop Einst also vom Verhalten trennen.
Avramides: jede Theorie, die leugnet, daß Geist sich in sprachlichem Verhalten manifestiert, beruft sich auf ein objektives Bild vom Geist.
Funktionalismus/prop Einst/GriceanerVsAvramides: man könnte einwenden, daß ich bei allem eine Theorie die ganze Zeit übersehen haben: den Funktionalismus! Er erlaubt, daß wir uns bei prop Einst auf Verhalten berufen, aber nicht Sprachverhalten. Das macht ihn attraktiv für den Griceaner.
I 147
Avramides pro Funktionalismus: er gibt ein subjektives (subjektivistisches) Bild vom Geist.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsReduktionismus Esfeld Vs Reduktionismus
 
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I 201
Regelfolgen/Esfeld: 1. VsReduktion der Beschreibung von intentionalen Zuständen auf die Beschreibung von physikalischen Zuständen. 2. VsDualismus in der Ontologie: denn intentionalen Vokabular ist genau deshalb nicht auf physikalisches reduzierbar, weil intentionale Zustände nur relativ zu sozialer Praxis determiniert sind.
Dies Praktiken haben allerdings eine physikalische Realisierung.
I 202
VsReduktionismus/Esfeld: eine Beschreibung , die einem außenstehenden Beobachter zugänglich ist, verfehlt notwendigerweise den begrifflichen Inhalt.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsReduktionismus Field Vs Reduktionismus
 
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Avramides I 113
FieldVsReduktionismus/Vsreduktive Griceaner: der reduktive Gricesche Ansatz sagt, daß man erklären kann was es heißt zu glauben, daß Cäsar egoistisch ist, ohne sich irgendwie auf die semantischen Eigenschaften des Satzes "Cäsar war egoistisch" zu stützen. Denn die semantischen Eigenschaften des Satzes durch den Glauben zu erklären, wäre zirkulär. Die Frage ist, ob die Gricesche Präsupposition richtig ist, daß man Glauben ohne Bezug auf den Satz erklären kann. (84).
((s) Das ist nicht das Argument von Pieter Seuren, daß man sprachliche Bedeutung nicht sprachlich erklären könne.((s) > Evans/McDowellVsSeuren)).
Field: ich glaube, daß die Präsupposition richtig ist. In einem typischen Fall ist das, was ein Symbol in meinem System zu einem Symbol macht, das für Cäsar steht, daß dieses Symbol seine Rolle in meinem Repräsentationssystem als Resultat meines Lernens eines Namens erworben hat,
I 114
der für Cäsar in der öffentlichen Sprache steht. (85). Bedeutung/Sprache/Field: wenn das richtig ist, dann ...Avramides: dann kann es nach Field keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache geben.
SchifferVsField: da gibt es keine Inkompatibilität. Intentions gestützte Semantik (Grice) braucht nicht anzunehmen, daß man prop Einst hat, bevor man öffentliche Sprache erworben hat.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsReduktionismus Funktionalismus Vs Reduktionismus
 
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Frank I 129
FunktionalismusVsReduktionismus/Lange: Pointe: der Reduktionismus (insbesondere der Physikalismus) bringt uns sehr nah an die Physiologie heran. Nun könnte sich eines Tages herausstellen, dass andere Lebensformen physikalisch ganz anders strukturiert sind als wir, von denen wir aber nicht in Zweifel ziehen wollen, dass sie mentale Zustände wie Schmerzen oder Meinungen haben.
((s) Der Funktionalismus darf also nicht so stark reduktionistisch sein, dass er das naturalistische Vokabular verabsolutiert.)
Lange: der Konflikt entsteht durch die Reduktion der Kriterien auf beobachtbares Verhalten.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsReduktionismus Lewis Vs Reduktionismus
 
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IV 76
Def Personenzustand/Zustand/Lewis: ist ein physisches Objekt, genau wie die Person! (Wenn Personen geisterhafte Teile hätten, hätten ihre Zustände auch welche). Der Zustand tut viele der Dinge, die eine Person tut: er spaziert, , redet, denkt, hat Glauben und Wünsche, Größe und räumliche Lokalisierung. Einziger Unterschied: der Zustand beginnt und endet abrupt. Daher kann er nicht alles tun, was eine Person tut, nämlich Dinge, die mehr Zeit brauchen.
1. es ist möglich, dass ein Personenzustand existiert
2. es ist möglich, dass zwei PZ unmittelbar aufeinander folgen, aber nicht überlappen. Die Eigenschaften und Lokalisation des zweiten können genau mit denen des ersten übereinstimmen.
IV 77
Patchwork Prinzip der Möglichkeit: wenn es möglich ist, dass X intrinsisch in einer Raumzeit Region passiert, und gleicherweise Y, dann ist es auch möglich, dass X und Y in zwei getrennten, aber anschließenden Regionen passieren. Dabei gibt es keine notwendigen Ausschlüsse. alles kann auf alles folgen. 3. es kann eine MöWe geben, die genau wie unsere ist in Bezug auf Verteilung intrinsischer lokaler Qualitäten in Zeit und Raum. ((s) > Humesche Supervenienz).
4. eine solche MöWe könnte genau wie unsere sein in Bezug auf Kausalrelationen, denn Kausalität wird durch nichts bestimmt außer der Verteilung von lokalen Qualitäten. (Aber vielleicht ist das zu stark).
5. eine solche Welt von Zuständen wäre genau wie unsere simpliciter. Es gibt keine Eigenschaften unserer WiWe, außer denen, die auf der Verteilung lokaler Qualitäten supervenieren.
6. Dann ist unsere WiWe eine Welt von Zuständen. Insbesondere existieren Personen Zustände.
7. aber Personen existieren auch und Personen sind (meist) nicht Person Zustände. Sie dauern zu lang! Dennoch sind Personen und Person Zustände, wie Tische und Tischbeine, nicht doppelt in Regionen anwesend.
Das kann nur sein, weil sie nicht unterschieden sind! Sie sind teil identisch.
Person Zustände sind Teile von Personen.
LewisVsReduktionismus: meine Definition von Person als maximal R korrelierte Aggregate von Person Zuständen ist keine Reduktion! Das bewahrt mich auf vor Zirkularität, wenn ich sage, dass diese wiederum aus noch kürzeren bestehen.
Teil/Lewis: damit meine ich einfach eine Unterteilung, keine wohldefinierte Einheit, die in einer Kausalerklärung vorkommen könnte.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsReduktionismus Luhmann Vs Reduktionismus
 
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AU Kass 11
Autopoiesis/Luhmann: Bsp man könnte Kommunikation allein auf Basis körperlicher oder psychologischer Tatsachen beschreiben – dann fehlte die Autopoiesis – ebenso Bsp bei rein chemischer Beschreibung einer Zelle – Autopoiesis kann nur im lebenden System vollzogen werden, nicht in der Beschreibung. LuhmannVsReduktion/LuhmannVsReduktionismus - das zeigt, dass Emergenz nur möglich ist bei völliger Abkopplung von energetischen und materiellen Bedingungen – die auf einer anderen Ebene Systeme bilden – Pointe: es gibt keine durchgreifenden Effekte – diese wären destruktiv.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
VsReduktionismus Nagel Vs Reduktionismus
 
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Frank I 131
NagelVsReduktionismus: fundamentalster Einwand: die Identifikationen können nicht erklären, dass mentale Zustände nicht nur anderen "Objekten" zugeschrieben werden, sondern dass sie von Subjekten bewusst erlebt werden. NagelVsReduktionismus: Argumentstruktur:
(1) Eine reduktionistische Theorie der Erfahrung muss alle wesentlichen Aspekte von mentalen Zuständen erklären
(2) Es ist ein wesentlicher Aspekt von (mindestens einigen) mentalen Zuständen, dass sie einen subjektive Charakter haben
(3) Reduktionistische Theorien des Mentalen können den subjektiven Charakter von mentalen Zuständen nicht erklären
Daraus ergibt sich die Folgerung:
(4) Es gibt keine reduktionistische Theorie des Mentalen.
mentale Zustände/Nagel: sind Zustände "bewusster Erfahrung". Bsp Hunger.
Fra I 132
Nagel redet hier nicht über Zustände wie Wissen oder Absichten! Def subjektiv/Nagel: dass es "irgendwie ist" diese Erfahrung zu machen.
((s) Die Formulierung " es ist irgendwie für" vermeidet die Zuschreibung eines zunächst als getrennt angesehenen Aspekts, wie z.B. einer "Qualität".)
I 134
NagelVsNominalismus/NagelVsReduktionismus: seine Konsequenzen sind intuitiv unakzeptabel. Steht im Gegensatz zu unserem Realismus der Welt gegenüber, von dem wir uns zwar verbal distanzieren, den wir aber nicht wirklich aufgeben können.
I 137
NagelVsReduktionismus: jedes reduktionistische Programm muss auf einer vollständigen Analyse dessen beruhen, was reduziert werden soll. Wenn die Analyse etwas auslässt, (z.B. der Materialismus die subjektive Qualität) wird das Problem falsch gestellt sein.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsReduktionismus Nozick Vs Reduktionismus
 
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II 627
Reduktionismus/Nozick: asymmetrisch:
II 628
Niemand sagt, dass das Streichen von Pferdehaar auf Katzendarm "nichts ist als eine Violinsonate". Teil/Ganzes: eine Version des Reduktionismus erklärt das Funktionieren der Teile ohne Bezug auf das Ganze.
II 631
Werte/Reduktionismus/Nozick: manche Autoren VsReduktionismus: wenn er Menschen bewertet, verletzt der Reduktionismus das Prinzip, dass alles so behandelt werden muss, als ob es einen Wert in sich selbst hat. VsVs: das ist nicht nur theoretisch, sondern auch moralisch falsch.
II 632
Eigenschaften/Reduktionismus/Nozick: um zu erklären, warum etwas eine Eigenschaft hat, können wir auf etwas anderes mit dieser Eigenschaft referieren. Aber eine fundamentale Erklärung der Eigenschaft muss sich auf alle Instanzen erstrecken.
Eigenschaften/Emergenz/N.R.Hanson: Atome und Teilchen
II 633
haben nicht die Eigenschaften, die sie erklären sollen. (Emergenz, z.B. Farbe).

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
VsReduktionismus Physikalismus Vs Reduktionismus
 
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Schwarz I 156
Physikalismus/VsReduktionismus/VsLewis. andere Autoren: der Physikalismus ist gar nicht auf die a priori Ableitbarkeit der mentalen aus den physikalischen Wahrheiten festgelegt, nur auf Supervenienz mentaler auf physikalischen Tatsachen. Das muss aber nicht a priori sein. Es kann A posteriori Notwendigkeit sein. Wie Bsp die Beziehung zwischen H2O-Wahrheiten und Wasser Wahrheiten. (Das ist der nicht reduktive Physikalismus). LewisVs: das ist ein Missverständnis über a posteriori Notwendigkeit: Bsp Angenommen, „Wasser ist H2O“ ist a posteriori notwendig.: dann liegt das nicht daran, dass hier eine modale Tatsache besteht, eine Notwendigkeit, die wir nur a posteriori entdecken können, sondern vielmehr daran, dass die Bedeutung gewisser Wörter von kontingenten, empirischen Faktoren abhängt: nach unseren Konventionen greift „Wasser“ in allen möglichen Welten denjenigen Stoff heraus, der bei uns Seen und Bäche füllt. „Wasser ist H2O“ ist a posteriori, weil man erst einmal herausfinden muss, dass der Stoff, der bei uns Bäche und Seen füllt, H2O ist. Das ist eine kontingente Tatsache die gewöhnlich chemische Untersuchung erfordert, keine Ausflüge in den modalen Raum. Die H2O -ahrheiten implizieren deshalb a priori die Wasser Wahrheiten.
Wenn Schmerz a posteriori identisch ist mit einem physikalischen Zustand, dann muss auch das daran liegen, dass der Bezug von „Schmerz“ von kontingenten Tatsachen abhängt, davon, was für ein Zustand bei uns die und die Rolle spielt ((s) nicht, was für eine Sprachkonvention wir haben). (vgl. 1994b,296f).

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsReduktionismus Putnam Vs Reduktionismus
 
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V 193
Metaphysischer Realismus/Subjektivismus: die beiden hängen tendenziell zusammen. Siehe Bsp Katzen/Katzen*, Interpretation I/Interpretation J.
V 194
Wenn die Interpretationen nicht gleichermaßen korrekt sind, weil eben eine der richtige Bezug ist, so ist diese Tatsache selbst, aus einem physikalistischen Blickwinkel gesehen, eine unerklärbare Tatsache! Dieses Argument ist auch ein Argument
VsReduktionismus: denn Bezugnahme und Wahrheit sind Begriffe, die wir nicht fallenlassen können, ohne in Widersprüche zu geraten. Wenn ich denke »eine Katze ist auf der Matte«, lege ich mich auf die Überzeugung fest, dass sich »Katze« auf etwas bezieht. (Aber nicht gemäß dem metaphysischen Realismus!).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsReduktionismus Quine Vs Reduktionismus
 
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Willard V. O. Quine
Davidson I 89
Quine: Er beruft sich auf die heutige Naturwissenschaft als beste Theorie unserer Welt. Die Reizungen unserer Sinnesorgane sind die einzigen Anhaltspunkte für "Vorgänge in ihrer Umgebung". Freilich ist das kein Reduktionismus.
Davidson II 130
2. Dogma: Reduktionismus, die Überzeugung, jede sinnvolle Aussage sei Äquivalent einer logischen Kostruktion aus Termen, die sich auf unmittelbare Erfahrung beziehen.
Quine IV 412
Def Reduktionismus (radikale Form)/Quine: ihm zufolge ist jeder einzelnen sinnvolle Ausdruck übersetzbar in einen Ausdruck über unmittelbare Erfahrung. QuineVsReduktionismus: radikale Form: fälschliche Übersetzbarkeit einzelner Beobachtungen in einzelne Ausdrücke. > HolismusVs.
schwächere Form: weiterhin die Vorstellung: jeder (synthetischen) Aussage sei eindeutig ein bestimmter Bereich von Sinnesreizungen zugeordnet. (Fälschlich).
Vs:Reaktionen auf Sinnesreize sind bei Menschen nicht starr.

Rorty I 241
QuineVsReduktionismus/Rorty: vor Quine leisteten die Theoretiker einen beträchtlichen Beitrag zur Vereinheitlichung der Wissenschaft. Nach Quines Angriffen auf den Bedeutungsbegriff gibt es das Bedürfnis, funktionale Beschreibungen theoretischer Entitäten durch strukturelle Beschreibungen zu ersetzen. (Statt von Genen von DNA Molekülen zu sprechen).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsReduktionismus Read Vs Reduktionismus
 
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Read III 31
VsReduktionismus: müsste die Wahrheit einer negativen Aussage wie »Ruby hat Kennedy nicht getötet« als Ergebnis der Wahrheit einer anderen Aussage erklären, die mit »Ruby tötete Kennedy« unvereinbar wäre. RussellVsVs: wendete gegen solche Argumentation ein, dass ein Regress droht: »B ist unvereinbar mit A« ist selbst eine negative Aussage. Um ihre Wahrheit zu erklären, bräuchten wir eine dritte Aussage C, die unvereinbar wäre mit »C ist vereinbar mit A« usw. - ReadVsRussell: das ist ein seltsamer Einwand, denn er würde auch gegen jede Konjunktion gelten. Und dann dürfen Wahrheitsbedingungen für konjunktive und disjunktiv Aussagen nicht konjunktiv bzw. disjunktiv sein.
III 132
VsReduktionismus: seine Mängel können an zwei Spielarten betrachtet werden: 1. Mengentheoretische Kombinationen, Raum-Zeit-Punkte, Atome oder dergleichen. Problem: die Beschränkung, die es auferlegt. Es bedeutet, dass die grundlegenden Bestandteile aller Welten dieselben sind, und das gerät mit unserer Intuition in Konflikt, dass nämlich die Welt im mindesten Fall geringfügig andere, wenn nicht sogar tatsächlich gänzlich andere Bestandteile hätte haben können.(Wittgenstein hat das allerdings bestritten, für ihn waren die Gegenstände allen Welten gemeinsam.) 2. eine Parallele zu einem ähnlichen Problemen im Reduktionismus hinsichtlich Zahlen: Bsp die so genannten
Def Neumann-Zahlen: haben einen strukturellen Isomorphismus zur Menge natürlicher Zahlen. Wir verstehen jede Zahl als die Menge, die aus allen ihren Vorgängern besteht.
Philosophisch sind die Neumann-Zahlen unannehmbar.

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsReduktionismus Rorty Vs Reduktionismus
 
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Richard Rorty
VI 210
Verständlichkeit/RortyVsReduktionismus: zu der Form von Verständlichkeit, welche die primitive Korpuskulartheorie Newtons mit der heutigen Teilchenphysik gemein hat, gibt es in anderen Naturwissenschaften, z.B. Evolutionstheorie oder Plattentektonik, kein Gegenstück. Was wir hier erhalten, sind keine Subsumierungen von Ereignissen, sondern narrative Darstellungen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsReduktionismus Searle Vs Reduktionismus
 
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John R. Searle
II 325
SearleVsReduktionismus: es gibt tatsächlich geistige Vorgänge, die sich nicht auf andere reduzieren lassen. (ähnlich Putnam, Quine usw.) Bsp Kitzel, Jucken, Schmerzen, Hoffnungen, Überzeugungen, Befürchtungen, Wünsche, Erlebnisse des Handelns, Gedanken, Gefühle usw. Umso erstaunlicher, dass das von der Mehrheit der Philosophen verneint wird!
II 326
Schmerz/Searle: ist irreduzibel. Niemand kam je durch eine gründliche phänomenologische Untersuchung zu der Ansicht, z.B. dass sei eigener quälender Schmerz nicht existiert.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsReduktionismus Strawson Vs Reduktionismus
 
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IV 33
StrawsonVsReduktionismus:Netz statt Reduktion. (Vermeidet Zirkel). Es ist nicht schlimm, dass wir Erkenntnis nicht ohne Sinneswahrnehmung und Sinneswahrnehmung nicht ohne Erkenntnis erklären können.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsReduktionismus Wittgenstein Vs Reduktionismus
 
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II 188
WittgensteinVsReduktionismus: Tendenz, ein Phänomen durch eine einzige Ursache zu erklären, und dann zu versuchen zu zeigen, dass dieses Phänomen "eigentlich" etwas anderes ist. Diese Tendenz ist ungeheuer stark. Bsp Strafe: sie müsse eines von drei Dingen sein: Rache, Abschreckung oder Verbesserungsmittel.
Bsp das Auf den Tisch schlagen im Zorn als Überbleibsel aus Zeiten, da man zuschlug, um zu töten.
Bsp das Verbrennen eines Bildes sei dem Verbrennen eines Menschen ähnlich.
II 189
Es mag sein, dass es sich tatsächlich so verhält, doch es ist keineswegs notwendig. Die Zerstörung eines Ebenbild können von sich aus mit einem Komplex von Gefühlen einhergehen, ohne deshalb mit einem alten Brauch oder mit Nützlichkeit zusammenzuhängen. (WittgensteinVsFrazer).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsReduktionismus Verschiedene Vs Reduktionismus Metzinger II 471
VsReduktionismus: wenn ein Makrophänomen das Ergebnis von mehr als einem Mechanismus (Organisation und Dynamik der Bestandteile) sein kann, dann kann es nicht mit einem dieser Mechanismen identifiziert werden, Die Reduktion des Makrophänomens auf ein einzelnes Mikrophänomen ist dann nicht möglich. ("multiple Realisierbarkeit"). ChurchlandVsVs: Erklärung/Churchland: Erklärungen und damit Reduktionen sind bereichsspezifisch.

Simons I 214
Reduktionistische Sicht der Superposition/Chisholm: These: nur die letztendlichen Konstituenten sind real. Alles andere nur logische Konstruktion daraus. SimonsVs: das enthält ein beträchtliches revisionäres Element: es eliminiert alle Terme und Prädikate, die wahr sind von solchen Konstruktionen, die uns vertraut sind. ((s) Bsp Maschinen existieren dann nicht.)
Pro: hebt die Wichtigkeit der materialen Konstitution hervor.
Vs: übersieht die Tatsache, dass Teile nicht immer ontologisch vorrangig sind vor ihrem Ganzen!
Bsp Ganzes ontologisch nachrangig: ein Haufen aus vorher existierenden Steinen, der bloß bestehen bleibt, weil er nicht zerstört wird.
Bsp Ganzes ontologisch vorrangig: Organismus: besitzt Eigenschaften und operiert nach Gesetzen, die relativ unabhängig von den jeweiligen materiellen Konstituenten sind.
I 215
Ein Organismus überlebt viele Ersetzungen von Teilen. (>Flux). DoepkeVsReduktionismus: die Existenz der konstituierten Objekte, die ihre Eigenschaften über den Flux hinweg behalten, macht es überflüssig zu erklären, warum gerade diese aufeinanderfolgenden Chemikalien bestimmte Eigenschaften annehmen.

Wright I 202
"natürlicher Gedanke"/Realismus/Naturwissenschaften: nichts, was einen intuitiven naturwissenschaftlichen Realismus ausmacht, erfordert semantischen Realismus.
I 203
1. VsReduktionismus: das theoretische Vokabular der Naturwissenschaft ist kein entbehrlicher Ersatz für ein basaleres Vokabular. 2. Aussagen, die mit theoretischen Vokabular formuliert wurden, können in einem gehaltvollen Sinne wahr oder falsch sein, weil sie nämlich mit Repräsentation objektiver Sachverhalte zu tun haben.





Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsReduktionismus Poundstone Vs Reduktionismus
 
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I 393
Gehirn/Reduktionismus/PoundstoneVsReduktionismus: Unreduzierbarkeit des Gehirns: von nichts, das einfacher ist als Sie selbst, kann man erwarten, dass es sich genauso verhält wie Sie.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
VsReduktionismus Avramides Vs Reduktionismus
 
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Avra I 112
AvramidesVsReduktionismus: Reduktionismus/Avramides: kann leugnen darauf verpflichtet zu sein, einem Wesen ohne Sprache Denken zuzuschreiben.
Antireduktionismus/Avramides: könnte sich unwohl fühlen mit der unplausiblen (ihm unterstellten) These, Denken ohne Sprache leugnen zu müssen.
Lösung/Avramides: ontologische Asymmetrie Vs ontologische Symmetrie:
ontologische Asymmetrie/Avramides: man könnte argumentieren, meine tiefe epistemische Asymmetrie (eA) berge ontologische Implikationen.
Wenn es eine tiefe eA geben soll, müsse es eine ontologische geben.
Diesen Konditional könnte man so interpretieren:
Antireduktionismus: verwirft das Antezedens und muß damit auch das Konsequens verwerfen. Damit ist er auf ontologische Symmetrie festgelegt.
Reduktionismus: kann ontologische Asymmetrie annehmen. Und damit scheint er auf epistemische Asymmetrie verpflichtet.
AvramidesVs: das scheint aber nur so! Denn die Kontroverse zwischen ReduktionismusVsAntireduktionismus verläuft oberhalb der von ontologischer SymmetrieVsAsymmetrie.
Reduktionismus/Avramides: muß Denken ohne Sprache akzeptieren.
Antireduktionismus: muß eben dies leugnen.
AvramidesVs: aber die Fehler in diesen Argumenten sind offensichtlich.
Antireduktionismus/Avramides: (formale Fehler beiseite) wie kann er Denken ohne Sprache akzeptieren? Was ist genau die Relation zwischen epistemischer und ontologischer Asymmetrie? Das werden wir jetzt untersuchen.
I 112
Reduktionismus/Avramides: muß Denken ohne Sprache akzeptieren - Antireduktionismus: muß eben dies leugnen.
I 168
Reduktionismus/Grice/epistemisch/ontologisch/Avramides: der Streit um Reduktionismus oder Antireduktionismus geht nicht um ontologische sondern um epistemische Fragen. Der reduktive Griceaner akzeptiert tiefe epistemische Asymmetrie, Antireduktionist: leugnet sie.
AvramidesVsReduktionismus: damit hat er mit Interpretation und Verstehen dann nichts mehr zu tun.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsReduktionismus Peacocke Vs Reduktionismus
 
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Avramides I 92
Reduktionismus/Peacocke/Grice/Avramides: Peacocke scheint das Scheitern der oberflächlichen epistemischen Asymmetrie (eA) mit dem Scheitern der reduktiven Interpretation der Griceschen Analyse gleichgesetzt zu haben: Aber er ist vorsichtiger als Platts. PeacockeVsReduktionismus: Grice ist interessanter ohne.
"actual language relation"/Peacocke: es ist eine irreführende Vorstellung, daß es nur eine Art von Reduktionismus ist, die die Motivation für eine Suche nach der "actual language relation" erbringen kann, die kein semantisches Vokabular gebraucht. Das ist falsch.
Angenommen, wir können sehr genau bestimmte Überzeugungen und Wünsche zuschreiben, bevor wir die Sprache eines Individuums übersetzen könnten: dann wären immer noch gleichzeitige Zuschreibungen von prop Einst und Redeweisen notwendig. Und um das zu erreichen, ist es nicht notwendig, dass genau bestimmte prop Einst vor dem Verstehen der Sprache zuschreibbar sind. (Peacocke 1976,S167).
Avramides: Peacocke scheint hier reduktive Interpretation und oeA miteinander zu verbinden.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsReduktionismus Cartwright Vs Reduktionismus
 
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Frank I 216
CastanedaVsReduktionismus: hat es ständig mit der Reflexivität des Bewusstseins zu tun, bzw. sollte damit zu tun haben.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsReduktionismus Millikan Vs Reduktionismus
 
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I 11
Def Satzsinn/sense/Millikan: sind die Abbildungsfunktionen(informell „Regeln“) in Übereinstimmung mit denen man ihn auf die Welt abbilden müsste, wenn man seine Eigenfunktion in Übereinstimmung mit einer Normalen ((s) biologischen) Erklärung ausüben wollte. sense/Sinn/Millikan: ist nicht „Intension“: auch nicht Quinesche „Bedeutung“. Auch nicht Fregescher Sinn.
Intension/Millikan: hat mit einem Netzwerk von Schlussregeln zu tun.
sense: hat die Aufgabe von „Intension“ übernommen, aber sense steht nicht völlig im Kontrast mit „Referent“.
Referenz“ einen Referenten haben wird dasselbe sein wie „Sinn“ (sense) zu haben.
Referenten: sind eine andere Sache.
I 12
„real value“/echter Wert/Terminologie/Millikan: so nenne ich den Basispartner von Sinn (sense). Der Unterschied zwischen real value und einem Referenten ist mindestens so groß wie der zwischen Sinn (sense) und Intension. ((s) Terminologie/Millikan/(s): „sense“ soll von jetzt an mit „Sinn“ wiedergegeben werden, womit aber nicht Fregescher Sinn gemeint ist.)
real value/Millikan: ist praktisch der Wahrmacher von Sätzen.
Teil II: hier geht es um Fregeschen Sinn.
sense/Sinn: ist quasi Intentionalität.
Gedanke/Satz/Millikan: sind Muster, die Intentionalität zeigen, vielleicht haben sie die Form innerer Sätze ((s) >Mentalesisch).
innere Sätze/Mentalesisch/Millikan: sind nicht durch Schlussregeln bestimmt. Daher ist Intentionalität nicht gleich Rationalität.
Intentionalität/Millikan: beschreibe ich naturalistisch, aber nicht reduktionistisch. (MillikanVsReduktionismus).
Intentionalität/Millikan: ihr Verstehen ist etwas ganz anderes als das Verstehen von Bewusstsein.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsReduktionismus Fodor Vs Redundanztheorie
 
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I 138
Reduktion/Fodor: da sie asymmetrisch ist, sollte sich herausstellen, daß die Physik die Grundwissenschaft ist. FodorVsReduktionismus: so wird sich herausstellen, daß der Reduktionismus eine zu starke Auflage für die Einheitswissenschaft ist.
Fodor pro Token-Physikalismus. (>Lager).
I 141
Def Reduktionismus/Fodor: die Annahme, daß jede natürliche Art eine physikalische natürliche Art ist oder mit ihr koextensiv. (Jede natürliche Art ist eine physikalische natürliche Art, wenn Brückengesetze Eigenschaftsidentität ausdrückt).
I 142
Vs: a) es könnten interessante Verallgemeinerungen über Ereignisse gemacht werden, deren physikalische Beschreibungen nichts gemeinsam haben. b) oft ist es irrelevant,. ob physikalische Beschreibungen etwas gemeinsam haben.
c) die Einzelwissenschaften beschäftigen sich hauptsächlich mit Verallgemeinerungen dieser Art.
Reduktionismus/Fodor: noch prekärer: er behauptet, daß die Koextensionen nomologisch notwendig seien! Brückengesetze seien Gesetze! FodorVs. (wie Davidson)
I 143
FodorVsReduktionismus : die Annahme, daß jedes psychische Ereignis ein physikalisches Ereignis ist, garantiert nicht, daß die Physik ein geeignetes Vokabular für die psychologische Theorie bereitstellen kann.
I 147
Psychologie/Neurologie/Fodor: natürlich können wir Belege dafür beibringen, daß neuronale Ereignisse, die ansonsten eine heterogene Masse bilden, eine Art von Eigenschaften gemeinsam haben. Solche Entsprechungen können nun den Token-Physikalismus genauso begründen wie den Typ-Physikalismus.
FodorVsReduktionismus: wenn das aber stimmt, müssen die Argumente, die vom Token-Physikalismus auf den Reduktionismus schließen, falsch sein.
I 154 +
Reduktionismus/Tradition: wenn x und y sich in den Beschreibungen unterscheiden, durch die sie unter die eigentlichen Gesetze der Physik fallen, dann müssen sie sich auch in den Beschreibungen unterscheiden, durch die sie überhaupt unter irgendwelche Gesetze fallen. FodorVs: warum sollte man das glauben? Zwei Entitäten können sich physikalisch unterscheiden und dennoch in unendlich vielen Eigenschaften konvergieren. (> beschreibungsabhängig, >Davidson?).
Fodor: warum sollte es unter diesen Eigenschaften nicht welche geben, deren gesetzmäßige Wechselbeziehung die Verallgemeinerungen der Einzelwissenschaften stützt?

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsReduktionismus Hofstadter Vs Redundanztheorie
 
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II 512
Erklärung/Hofstadter: keine Erklärung einer makroskopischen Realität kommt erfolgreich damit durch zu sagen, daß sie ein Resultat einer mikroskopischen X-heit ist (VsReduktionismus, Emergenz). Heisenberg: Wenn Atome wirklich den Ursprung von Farbe und Geruch erklären sollen, dann können sie keine Eigenschaften wie Farbe und Geruch haben.
VsReduktionismus Kant Vs Redundanztheorie
 
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Metzinger II 486
KantVsReduktionismus: Das Selbst wird niemals erforscht werden, es ist nur in der höchst abstrakten Begrifflichkeit der "transzendentalen Apperzeption" zu denken. DamasioVsKant: wir haben eine viel sichere Grundlage in unserem Körper mit seiner Haut, seinen Knochen, seinen Muskeln, den Gelenken, inneren Organen usw.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsReduktionismus McGinn Vs Redundanztheorie
 
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I 89
VsReduktionismus/McGinn: Der Begriff der Person sei nicht zurückführbar. VsUnzurückführbarkeit: nicht informativ! VsVs: das ist ja gerade der Witz einer Unzurückführbarkeits-Theorie. Die Welt ist nicht verpflichtet, interessant zu wirken.
I 119
Daraus, dass wir ein Faktum nicht ausmachen können, folgt nicht, dass es das Faktum nicht gibt. Vagheit: es ist nicht so, als wäre die gemeinte Bedeutung objektiv unbestimmt, sondern das, wodurch sie bestimmt wird, ist nicht im Blickfeld unserer Erkenntnis.
Vagheit/Verschwommenheit/(s): Bsp Wenn man das Objekt wegnimmt, das man verschwommen sieht, bleibt nicht die Verschwommenheit zurück.
Meinen/McGinn: Problem: verschiedene Beschreibungsebenen. Die Ebenen stehen offensichtlich in systematischen Beziehungen zueinander, doch wir sind außerstande, dieses Verhältnis befriedigend zu erklären. (Ähnlich wie beim Bewusstsein).

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
VsReduktionismus Read Vs Russell, B.
 
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Read III 31 +
VsReduktionismus: müsste die Wahrheit einer negativen Aussage wie »Ruby hat Kennedy nicht getötet« als Ergebnis der Wahrheit einer anderen Aussage erklären, die mit »Ruby tötete Kennedy« unvereinbar wäre. RussellVsVs: wendete gegen solche Argumentation ein, dass ein Regress droht: »B ist unvereinbar mit A« ist selbst eine negative Aussage. Um ihre Wahrheit zu erklären, bräuchten wir eine dritte Aussage C, die unvereinbar wäre mit »C ist vereinbar mit A« usw..
ReadVsRussell: das ist ein seltsamer Einwand, denn er würde auch gegen jede Konjunktion gelten. Und dann dürfen Wahrheitsbedingungen für konjunktive und disjunktiv Aussagen nicht konjunktiv bzw. disjunktiv sein.
III 156
VsRussell: seine Theorie kann nicht richtig sein, denn sie führt zu falschen Wahrheitswerten: sie sagt (fälschlich), daß jede Aussage über nicht existierende Objekt falsch ist. Sie ist allerdings eine Verbesserung gegenüber der traditionellen Theorie, die sagt, dass alle solchen Aussagen sinnlos seien.

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsReduktionismus Quine Vs Verifikationismus
 
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Willard V. O. Quine
NS I 73
Verifikationismus/QuineVsVerifikationismus/Two Dogmas/Quine/Newen/Schrenk: (Verifikationismus: die Bedeutung eines Satzes ist die empirische Methode seiner Verifikation): Das führt zum Reduktionismus.
Reduktionismus: jeder synthetische Satz ist äquivalent zu einem Satz, dessen Terme sich auf die Sinneserfahrung beziehen.
QuineVsReduktionismus: er isoliert die Sätze. Statt dessen: Quine pro Holismus.
Verifikationismus/QuineVsVerifikationismus/Newen/Schrenk: Bsp wenn ein Thermometer in kochendes Wasser getaucht wird und nicht 100° anzeigt, nehmen wir (mit dem Holismus) an, dass es kaputt ist. Der Verifikationismus müsste annehmen, dass der Satz falsifiziert wurde.
Lösung: der Satz darf nicht isoliert werden.
Auch das spricht wieder gegen die Analytizität als „wahr allein aufgrund der Bedeutung“.

Quine V 63
QuineVsVerifikationismus: Problem: für die meisten Sätze gibt es keine bestätigenden Beobachtungsdaten.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsReduktionismus Brandom Vs Verschiedene
 
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I 205
Der hier vertretene Ansatz verhält sich kritisch zu drei Auffassungen:Vs 1. Daß der Gehalt ausschließlich nach dem Modell der Repräsentation von Sachverhalten aufgefaßt wird.
2. daß die Güte der Inferenz ausschließlich nach dem Modell formaler Gültigkeit aufgefaßt wird,
3. Rationalität ausschließlich nach dem Modell instrumentellen oder mittel-zweckgebundenen Begründens.
I 338
Brandom: VsReduktionismus, Brandom pro Relativismus
I 340
Überzeugungen: machen einen Unterschied für das, was wir sagen und tun. Sie sind nur in einem Kontext der sozialen sprachlichen Praxis verständlich. Erste-Person-Reflexion ist die Verinnerlichung von Dritte-Person-Reflexionen.(Vs "privilegierter Zugang").
I 542
BrandomVsFormalitismus: es ist natürlich nicht der Fall, daß etwas propositional gehaltvoll nur kraft seiner Beziehung zu Richtigkeiten in der inferentiellen Praxis wäre. Formalistischer Irrtum: setzt alle Korrektheiten der Inferenz mit logischer Korrektheit gleich.
I 822
VsTradition: bisher konnte man eine klare Trennungslinie zwischen Semantik und Pragmatik nur dadurch ziehen, daß man anaphorische Phänomene weitgehend übersah.
I 826
BrandomVsTradition: statt auf nichtperspektivische Tatsachen muß man nur auf die strukurellen Merkmale der Kotoführungspraktiken achten.
II 13
VsBrandom: von anderen charakterisiert als Superrationalist. Die Bedeutung von allem erwächst aus der Rolle im Sprachgebrauch.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Reduktionismus VsReduktionismus Versus Avr I X
AvramidesVsReduktionismus - (des Semantischen auf das Psychische) -Grice/Avramides: war nie reduktionistisch - es gibt aber reduktive Griceaner.
Reduktionismus VsReduktionismus Versus Brandom I 338
Lager: Brandom: VsReduktionismus, Brandom pro Relativismus

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Reduktionismus VsReduktionismus Versus Fodor I 137f
Fodor pro Token-Physikalismus - FodorVsReduktionismus: zu starke Auflage für die Einzelwissenschaften
I 143
Fodor: pro Typen-Identität - FodorVsReduktionismus: (der Psychologie): kann nicht mit ontologischen Gründen verteidigt werden.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Reduktionismus VsReduktionismus Versus Cresswell II 163
CresswellVsGrice/CresswellVsReduktionismus: ich sehe nicht, wie Prinzipien der Semantik irgendwie auf Prinzipien der Physik oder der Psychologie zurückgeführt werden könnte - CresswellVsFodor/ CresswellVsTokenphysikalismus.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Token-Physikalismu VsReduktionismus Pro Fodor I 137f
Fodor pro Tokenï·"Physikalismus - FodorVsReduktionismus: zu starke Auflage für die Einzelwissenschaften.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Typ-Identität VsReduktionismus Pro Fodor I 143
Fodor: pro Typen-Identität - FodorVsReduktionismus: (der Psychologie): kann nicht mit ontologischen Gründen verteidigt werden.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
VsReduktionismus Avramides, A.
 
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I 104
AvramidesVsReduktionismus: These das Semantische ist wichtig, wenn es darum geht, das Psychologische zu verstehen. Daher ist eine Reduktion nicht möglich. So paradox es scheint, möchte ich das zeigen, indem ich These die Zuschreibung von Gedanken an Wesen ohne Sprache erlaube!
VsReduktionismus Davidson, D.
 
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Horwich I 452
DavidsonVsReduktionismus/Rorty: Davidsons Physikalismus ist nicht-reduktiv (wie der von Dewey und Skinner). These es gibt viele Begriffe, die von Leuten gebraucht werden, die Kausalität studieren (Teilchenphysiker, Feldlinguisten) die selbst keine Kausalrelation denotieren.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsReduktionismus Fodor, J.
 
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I 138
Fodor These: der Reduktionismus ist eine zu starke Auflage für die Einzelwissenschaften Reduktionismus/Fodor: These die Wahrheit des Reduktionismus kann nicht aus der Annahme gefolgert werden, daß der Tokenï·"Physikalismus wahr ist. Der Reduktionismus ist eine hinreichende, aber keine notwendige Bedingung für den Tokenï·"Physikalismus (++ Zettel: Skizze Teilmenge, DF notw./hinr.).