Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 10 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Abstraktheit Rorty
 
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Richard Rorty
VI 173f
Abstrakta/Dennett: lassen sich durch Bezugnahme auf physikalische Kräfte und sonstige Eigenschaften definieren - Reichenbach: These: die Existenz von Abstrakta lässt sich auf die Existenz von Konkreta zurückführen. Grund: Schlüsse auf Abstrakta sind keine Wahrscheinlichkeitsschlüsse, sondern Analogien.
Illata/Reichenbach: zeigbare Gegenstände wie Elektronen sind keine Verbindungen von Konkreta, sondern separate, aus Konkreta erschlossene Entitäten. RortyVsReichenbach: heute hängt ontologischer Status nicht mehr mit Definierbarkeit zusammen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Definierbarkeit Rorty
 
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Richard Rorty
VI 173
RortyVsReichenbach: heute hängt ontologischer Status nicht mehr mit Definierbarkeit zusammen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Definitionen Putnam
 
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I 248/9
Tatsache/Definition/QuineVsReichenbach: Problem: die Unterscheidung zwischen "Tatsache" und "Definition" ist zusammengebrochen, auf die sich Reichenbach gestützt hatte. - PutnamVsDavidson: Wahrnehmung eines Baums ist von unserem Begriffsschema abhängig. - Es ist eine graduelle Angelegenheit, was tatsächlich, und was Konvention ist.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Erklärungen Fraassen
 
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I 23
Erklärung/FraassenVsReichenbach: die uneingeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur Forderung von verborgenen Variablen.
I 25
Erklärung: wenn bloße Regularität eine makroskopische Th armselig macht, dann genauso eine mikroskopische - Zufall: auch er kann eine Erklärung haben.
I 39
Erklärung/FraassenVsAugustinus: das Fliehen der Maus vor der Katze muss man nicht durch Wahrnehmung erklären - sondern mit Darwin: die fliehenden Mäuse überleben - keine Rechenschaft durch Gründe - analog: die erfolgreichen Wissenschaften überleben - ohne dass das erklärt werden muss.
I 86
Theorie/E: Bsp man könnte zwei Arten von Mechanik haben, eine für Physiologien - eine für Astronomen. - Problem: damit kann man kein komplexes Phänomen erklären - Bsp Mann, der auf dem Mond herumspaziert - wenn beide Theorien keine gemeinsamen Modelle haben, muss man eine neue Theorie über lunare Gravitation ersinnen - empirische Adäquatheit: verlangt aber die Integration dieser -"Minitheorien".
I 87
E: wenn wir eine Art von Fragen für wichtiger halten ist das kein Grund, die Theorie, die diese erklärt, für wahrscheinlicher wahr zu halten - dennoch spielt die soziale Situation des Forschers eine Rolle bei der Bewertung von Theorien.
I 93
E//Ernest Nagel: Organisation und Klassifikation unseres Wissens - FraassenVsFeyerabend: hat das falsch verstanden: daß das eine Funktion von Interessen sei - FraassenVsFeyerabend: dann kann man aufhören zu forschen, wenn man glaubt, was man sagt - naive Sicht von wissenschaftlicher Sicherheit - dann müssten die Wissenschaftler einen Eid schwören, daß sie nach E suchen - FraassenVsFeyerabend: in Wirklichkeit muss man immer an der Adäquatheit zweifeln.
I 97f
Erklärung/FraassenVsTradition: eine Erklärung muss nicht wahr sein! - a) "Wir haben eine Erklärung" (hat mit Akzeptieren zu tun) - b) "Die Theorie erklärt" (ohne Akzeptanz) - Bsp Newtons Theorie war falsch, dennoch erklärt sie vieles - ((s) Dann kann eine Theorie nicht eine Konjunktion von Sätzen sein, denn dann darf kein Satz falsch sein.) - Harman: Erklärung führt zu Akzeptanz. - Erklärung/Fraassen: Erklärung von etwas verlangt nicht, dass die Theorie mit der Welt als ganzes übereinstimmt.
I 98
Man kann die Wahrheit einer Theorie nicht vor ihrer Erklärungskraft behaupten. - Erklärung: ist keine zusätzliche Eigenschaft zu empirischer Adäquatheit - Bsp "Der Computer berechnete" - niemand würde sagen "Der Hammer schlug den Nagel ein".
I 106
Erklärung/VsHempel/Morton Beckner: Bsp Evolution ist nicht deterministisch - Bsp Hals der Giraffe nicht durch Futterknappheit erklärt - nur durch Vereinbarkeit von genetischen und natürlichen Selektionsmechanismen - Putnam: auch Newtons Erklärungen sind keine Deduktionen - sondern Demonstration von Vereinbarkeiten.
I 110
Def Erklärung/Friedman: S erklärt P gdw. P eine Konsequenz S ist, relativ zu K und S "reduziert" oder "vereinheitlicht" die Menge seiner eigenen Konsequenzen relativ zu K.
I 111
Erklärung: Problem: 1. Unvollständigkeit: Krankheit erklärt eine seltene Folgeerkrankung, die durch sie ausgelöst wurde - aber nicht, warum dieser Patient betroffen ist - Asymmetrie: Bsp Länge des Schattens: immer gleichzeitig mit bestimmtem Sonnenstand. - Verursachung: läuft aber nur in einer Richtung.
I 111
Warum-Frage: tritt gar nicht auf, wenn das Spektrum durch die Atomstruktur erklärt wird.
I 124
Erklärung: hat mit warum zu tun - hervorstechende Faktoren im kausalen Netzwerk finden - Problem: Netz als Ganzes erklärt nicht typische Fälle - Wissenschaft beschreibt aber das Netzwerk - ((s) Daher ist Wissenschaft nicht gleich Erklärung - Erklärung: muss mindestens sagen, dass es eine Struktur gibt, die im Prinzip beschrieben werden kann - wenn auch nie vollständig.
I 146
Erklärung: für die Bewertung einer Antwort auf eine Warum-Frage als Erklärung geht es nicht darum, ob diese wahr ist. - Die Evaluation gebraucht nur den Teil der Hintergrundinformation, der die allgemeine Theorie über diese Phänomene liefert plus Zusatzinformationen, die nicht die zu erklärende Tatsachen beinhalten. - ((s) z.B. Rahmenbedingungen).
I 155
Erklärung/Beschreibung/Fraassen: unterscheiden sich nicht in der Information - wohl aber: E: drei-stellige Relation Theorie-Tatsache-Kontext - Beschreibung: zwei-stellig: Theorie-Tatsache - Erklärung: ist angewendete Wissenschaft (nicht reine Wissenschaft).
I 205
Erklärung/Thomas v. Aquin/Fraassen: alles was erklärt wird, muss durch etwas anderes erklärt werden.
I 206
Die Prämissen müssen mehr als die Konklusion enthalten - zusätzlich: Verallgemeinerung: z.B. dass alle Magnete Eisen anziehen. - ((s) Das ist immer noch phänomenal.) I 213 Erklärung/Fraassen: nur beobachtbare Regularitäten verlangen Erklärung.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Erklärungen Hacking
 
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I 98 ff
Gute Erklärung/Hacking: zeigt Zusammenhang - aber: dieselben Entitäten können immer anders erklärt werden - daher: VsReichenbach/VsSalmon: dass man auf verschiedenen Wegen zur selben Zahl kommt, beweist nichts - petitio principii.
I 98
Wirklichkeit gehört nicht zur Erklärung.
I 100
Daraus folgt: VsKonvergenztheorie: nur kumulativ - Konvergenz: ist selbst keine Ausrichtung auf Konvergenz.
I 103
VsPopper: Erfolg ist keine Bestätigung einer Erklärung - er zeigt höchstens, dass wir vernünftig in einer vernünftigen Welt sind. (> Angemessenheit, wie Aristoteles).

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Implikation Reichenbach
 
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Geach I 197
Implikation/GeachVsReichenbach: "Quasiimplikation" ist wissenschaftlich nutzlos, denn wir können pJq nur wissen, wenn wir schon wissen, dass q "hält". - ("holds": nicht behauptbar, nicht wahr). - Reichenbach: "Wenn die Messung M durch geführt wird, wird das Gerät den Wert q1 anzeigen." - GeachVs: das ist wissenschaftlich nutzlos - außerdem ist es ein absurdes Ergebnis: "wenn die Messung durch geführt ist, ist die Messung durchgeführt" ist hier keine Tautologie! - Geach: aber selbst nicht-wahrheitsfunktionale Wiederholungen sind Tautologien!

Reich I
H. Reichenbach
The Philosophy of Space and Time (Dover Books on Physics) 1st English Ed. 1957

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Ontologie Rorty
 
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Richard Rorty
IV 25 f
Ontologie/Rorty: es ist ein gehöriges Maß an Kulturanpassung vonnöten, um Fragen wie diese zu beantworten: existiert Gott, existieren Zahlen, gibt es Gerechtigkeit? RortyVsReichenbach: heute hängt ontologischer Status nicht mehr mit Definierbarkeit zusammen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Tatsachen Putnam
 
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V 266
Def Tatsache/Putnam: etwas, das zu glauben rational ist Tatsache: Idealisierung des Begriffs einer rational glaubhaften Aussage.- Jede Tatsache ist wertgeladen.
I 248/9
Tatsache/Definition/QuineVsReichenbach: Problem: die Unterscheidung zwischen "Tatsache" und "Definition" ist zusammengebrochen, auf die sich Reichenbach gestützt hatte. PutnamVsDavidson: Wahrnehmung eines Baums ist von unserem Begriffsschema abhängig. - Es ist eine graduelle Angelegenheit, was tatsächlich, und was Konvention ist.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Ursachen Fraassen
 
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I 25
Prinzip der gemeinsamen Ursache/PdgU/Fraassen: führt letztlich zur Postulierung von unbeobachtbaren Entitäten. - Das PdgU kann kein allgemeines Prinzip der Wissenschaft sein.
I 28
Gemeinsame Ursache/gU/Fraassen: zu sagen, dass C die gemeinsame Ursache für die Korrelation zwischen A und B ist, ist zu sagen, dass relativ zu C es keine solche Korrelation gibt. C erklärt die Korrelation, weil wir eine Korrelation nur solange bemerken, wie wir C nicht berücksichtigen. FraassenVsReichenbach: das PdgU regiert nicht die Wissenschaft des 20. Jahrhunderts, weil es deterministische Theorien verlangt.
I 114
Ursache/Erklärung/Theorie: Def Ursache/Mackie: nicht-hinreichender aber notwendiger Teil einer nicht-notwendigen aber hinreichenden Bedingung. FraassenVsMackie: Einschränkung: sonst kann Bsp Wachstum-plus-Tod-plus-Verwesung Ursache für den Tod sein.
1. Nicht jede hinreichende Bedingung ist eine Ursache. - Bsp die Existenz des Messers ist ein notwendiger Teil.
2. Eine Ursache muss auch nicht notwendig sein. - Es kann sein, dass es überhaupt keine vorausgehenden hinreichenden Bedingungen gibt. - Bsp Radium verursacht das Klicken des Geigerzählers. - Aber die Atomphysik ist damit kompatibel, dass er nicht klickt.
Verursachung/Lösung/Lewis: Kontrafaktisches Konditional: wenn A nicht gewesen wäre, wäre B nicht gewesen. - Fraassen: aber nicht buchstäblich. - falsch: dass ein Kontrafaktisches Konditional einer notwendigen Bedingung entspräche.
Lösung/Fraassen: hier gilt nicht das "wenn/dann" der Logik, denn dort gilt das Gesetz der Abschwächung. - Alltagssprache: hier gibt es keine Abschwächung.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Zeit Vollmer
 
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II 51
Zeit/Zeitrichtung/Zeitumkehrung/Vollmer: die Auszeichnung einer Zeitrichtung ist empirisch und erfolgt immer erst sekundär durch Zusatzannahmen - Bsp Anfangsbedingungen in der Mechanik und Thermodynamik - Ausstrahlungsbedingungen in der Elektrodynamik.
II 234
Zeit/logische Form/Vollmer: zeitliche Beziehungen lassen sich durch reelle Funktionen t(e1, e2) ausdrücken, die auf Ereignispaaren definiert sind. - Asymmetrie: ist dann eine formale Eigenschaft dieser Funktion, bei Vertauschung das Vorzeichen zu wechseln - das hat noch nichts mit Umkehrbarkeit physikalischer Prozesse zu tun, auch nicht mit Auszeichnung einer Richtung. - Zeitumkehr: nur formale Operation des Wechsels des Vorzeichens.
II 325
Invariant: ist eine Formel, die sich unter Zeitumkehr nicht ändert. - Zeitumkehr-Invarianz: ist also eine Eigenschaft von Formeln bzw. Funktionen. - Bsp Newtonsche Bewegungsgleichung. - Dagegen: die Frage, ob Naturvorgänge umkehrbar sind, betrifft die reale Welt. - Problem. eine T-invariante Gleichung kann sowohl umkehrbare als auch nicht-umkehrbare Vorgänge beschreiben. - Wenn, dann enthält sie noch nicht alle Informationen.
II 236
Def Zeitpfeil/Zeitrichtung/Vollmer: so werden wir die Tatsache nennen, dass es Ereignisketten gibt, deren Teilereignisse nie in umgekehrter Reihenfolge vorkommen - Zeitrichtung ist nicht eine Eigenschaft der Zeit, sondern von Prozessen - das es verschiedene Klassen von irreversiblen Prozessen gibt, gibt es verschiedene Zeitpfeile: der Expansion des Universums, der elektrodynamische von Kugelwellen. - Dass ein Prozess irreversibel ist, sieht man ihm nicht an. - Es kann auch nie bewiesen werden. - Kausalität/Ursache/Wirkung/VollmerVsReichenbach: können den Zeitpfeil nicht definieren. - Umgekehrt: diese sind nicht ohne Zeitpfeil zu definieren.
II 238
Irreversibilität/Physik/Zeitumkehr/Zeitpfeil/Vollmer: wir erwarten, dass die fundamentalen Gleichungen, Bewegungsgleichungen, Kraftgesetze, Feldgleichungen - T-variant sind, d.h. dass sie sich bei Zeitumkehr verändern.
II 252
Entropie/Universum/Boltzmann/Vollmer: nach ihm befindet sich das Weltall als ganzes im thermodynamischen Gleichgewicht, also im Entropie-Maximum.
II 253
VollmerVsBoltzmann: die Beobachtungen sprechen dagegen! Dringen wir in entferntere Teile des Weltalls vor, finden wir immer niedrige Entropie. - Gäbe es ein Raumgebiet mit abnehmender Entropie (zunehmender Ordnung) gäbe es auch irreversible Prozesse, aber einige Zeitpfeile wären umgekehrt.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsReichenbach Fraassen Vs Beste Erklärung
 
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Field I 15
Prinzp der Besten Erklärung/Field: Angenommen, wir haben a) bestimmte Glaubenseinstellungen über die "Phänomene", die wir nicht aufgeben wollen b) diese Klasse von Phänomenen ist groß und komplex
c) wir haben eine ziemlich gute (einfache) Erklärung, die nicht ad hoc ist, aus der die Phänomene folgen
d) eine der Annahmen in der Erklärung ist Behauptung S und wir sind sicher, daß keine Erklärung ohne S möglich ist.
Beste Erklärung: dann haben wir einen starken Grund, S zu glauben.
Falsch: "Die Phänomene sind wie sie wären, wenn Erklärung E korrekt wäre":
als ob/Field: Als ob Behauptungen, die Huckepack auf echten Erklärungen reisen, dürfen nicht selbst als Erklärungen konstruiert werden (jedenfalls nicht ad hoc).
Dann ist das Prinzip nicht leer: es schließt aus, daß wir eine große und komplexe Menge der Phänomene als nackte Tatsache akzeptieren.
(van FraassenVsBeste Erklärung: 1980)
Beste Erklärung/BE/Field: die BE führt oft dazu, daß wir etwas glauben, das wir auch unabhängig, durch Beobachtung testen könnten, aber auch zu Glauben über Unbeobachtbares, oder nicht beobachtungsmäßigen Glauben über Beobachtbares.
Beobachtung: sollte hier keinen Unterschied machen! In jedem Fall geht unser Glauben über das Beobachtete hinaus.
I 16
Pointe: wenn kein Test gemacht wurde, sollte es keinen Unterschied machen im Status der Evidenz zwischen Fällen, wo eine Beobachtung möglich ist und solchen, wo keine Beobachtung möglich ist! Ein stärkeres Prinzip der BE könnte auf beobachtbare Fälle von Glauben beschränkt werden.
FieldVs: das würde aber unsere Glaubenseinstellungen über Beobachtbares verkrüppeln und wäre völlig ad hoc.
Unbeobachtetes: man könnte auch ein Prinzip formulieren, das den Schluß auf Beobachtbares aber bisher Unbeobachtetes! zuließe, wobei man die Erklärungen selbst nicht glaubt (!).
FieldVs: das wäre noch mehr ad hoc!
I 25
VsBenacerraf: stützt sich auf eine veraltete Kausatheorie des Wissens. - - -
I 90
Theorie/Eigenschaften/Fraassen: Theorien haben drei Arten von Eigenschaften: 1. rein interne, logische: Axiomatisierbarkeit, Konsistenz, verschiedene Arten von Vollständigkeit.
Problem: es ist nicht gelungen, Einfachheit hier unterzubringen. Einige Autoren haben suggeriert, dass Einfache Theorie wahrscheinlicher wahr seien.
FraassenVsEinfachheit: es ist absurd anzunehmen, dass es wahrscheinlicher sei, die Welt sei einfach, als dass sie kompliziert sei. Aber das ist Metaphysik.
2. semantische Eigenschaften: und Relationen: betreffen die Relation der Theorie zur Welt. Bzw. der Tatsachen in der Welt, von denen die Theorie handelt. Haupteigenschaften: Wahrheit und empirische Adäquatheit.
3. pragmatische: gibt es welche, die philosophisch relevant sind? Natürlich ist die Sprache der Wissenschaft kontextabhängig, aber ist das pragmatisch?
I 91
Kontext-abhängig/kontext-unabhängig/Theorie/Wissenschaft/Fraassen: Theorien können auch in einer kontext-unabhängigen Sprache formuliert werden, was Quine Def „externe Sätze“/Quine nennt. Daher scheint es, dass wir die Pragmatik nicht brauchen, um Wissenschaft zu interpretieren. Vs: das man für Theorien gelten, aber nicht für andere Teile der wissenschaftlichen Aktivität:
kontext-abhängig/Fraassen: sind
a) Bewertung von Theorien, insbesondere ist der Begriff „erklärt“ (Erklärung) radikal kontext-abhängig.
b) die Sprache des Gebrauchs (Einsatzes) von Theorien, um Phänomene zu erklären, ist radikal kontext-abhängig.
Unterschied:
a) zu behaupten, dass Newtons Theorie Ebbe und Flut erklärt ((s) Erwähnung).
b) Ebbe und Flut mit Newtons Theorie erklären. (Gebrauch) . Hier gebrauchen wir nicht das Wort „erklärt“.
Pragmatisch: ist auch die „Versenkung“ (immersion) in ein theoretisches Weltbild, der Wissenschaft. Grundbestandteile: Sprecher, Hörer, syntaktische Einheit (Satz oder Menge von Sätzen), Umstände.
Pointe: hier kann es ein stillschweigendes Einverständnis geben, sich bei Schlüssen von etwas leiten zu lassen, das über bloße Logik hinausgeht.
I 92
Stalnaker/Terminologie: dieses stillschweigende Einverständnis nennt er „pragmatische Präsupposition“. (FraassenVsErklärung als überragendes Ziel).
I 197
Realität/Korrespondenz/aktual/real/modal/Fraassen: entsprechen die Substrukturen von Phasenräumen oder Ergebnis-Folgen in Wschk-Räumen etwas, was in einer realen aber nicht aktualen Situation passiert? ((s) Unterscheidung Realität/Aktualität?) Fraassen: es mag unfair sein, das so zu formulieren. Einige philosophische Positionen bejahen es dennoch.
Modalität/Metaphysik/Fraassen: pro Modalität (modale Interpretation von Häufigkeit) aber das legt mich nicht auf eine metaphysische Position fest. FraassenVsMetaphysik.
I 23
Erklärungskraft/Kriterium/Theorie/Fraassen: wie gut ist Erklärungskraft als Kriterium für die Wahl einer Theorie? Auf jeden Fall ist sie eins. Fraassen: These: die unbeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur unvermeidlichen Forderung nach verborgenen Variablen. (VsReichenbach/VsSmart/VsSalmon/VsSellars).
Wissenschaft/Erklärung/Sellars/Smart/(Salmon/Reichenbach: These sie ist unvollkommen, solange irgendeine Regularität unerklärt bleibt. (FraassenVs).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsReichenbach Kyburg Vs Propensitätstheorie
 
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Fraassen I 189
KyburgVsPropensität/KyburgVsPopper/Fraassen: (Henry Kyburg, FN 25): raa: wie man Propensitäts-Interpretationen präzise machen könnte: Popper würde vielleicht von einer „hypothetische-Frequenz-Interpretation“ zufriedengestellt: Bsp Angenommen, ich messe die Länge eines Tischbeins drei Mal: 1. 100 cm, 2. 100,3 cm, 3. 100,5 cm. Dann behaupte ich, dass die reale Länge 100,3 cm + 0,3 cm ist.
Damit drücke ich mein Vertrauen (>Konfidenz) aus, dass bei wiederholter Messung, die Ergebnisse in diesem Intervall liegen werden. Das heißt nicht zu behaupten, dass es keine außerhalb des Intervalls geben würde, sie würde aber eine zu vernachlässigende Rolle spielen.
nicht-aktuale Experimente/Kyburg/Fraassen: Bsp ich werfe eine Münze 100 Mal und 49 Mal kommt Kopf. Dann drücke ich das vertrauen (Konfidenz) aus, dass wenn andere Leute die Münze werfen, ein ähnliches Ergebnis herauskommt. D.h. wir sprechen auf einmal von „möglichen Situationen“. (>Modalität).
I 190
Kyburg: in diesem Ansatz - einem „Kyburg-Modell“ - ist (oder hat) jede mögliche Welt (MöWe) eine Ereignisfolge in einem Ereignis-Raum. Die meisten oder alle sind endlich. Def maximale MöWe/Kyburg/Fraassen: ist eine, die nicht Teil einer anderen ist, oder die unendlich ist. Hier entspricht die Wahrscheinlichkeit (Wschk) eines Ereignisses E r gdw. in jeder maximalen MöWe im Modell die relative Häufigkeit (rH) von E = r ist.
Wschk: ist manchmal nicht definiert, nämlich dann, wenn es keine Zahl r gibt.
VsPopper: diese Sichtweise unterscheidet sich von Poppers darin, dass es hier nicht eine einzige virtuelle Folge gibt, sondern viele. Und die Wschk eines Ereignis ist = r gdw. die rH in allen maximal erweiterten Folgen = r ist.
Modalität/Wschk/Propensität/Häufigkeit/Kyburg/Fraassen: dieser Begriff ist natürlich nicht der der logischen Möglichkeit. Es werden stattdessen empirische Tatsachen reflektiert. Von einem logischen Standpunkt aus ist es nicht so, dass eine wiederholte Messung ähnliche Ergebnisse liefern muss.
Popper/Kyburg/Fraassen: wir können Poppers Sicht als Spezialfall der Situation von Kyburg sehen: bei Popper hat die Menge der MöWe nur ein maximales Element.
FraassenVsPropensität: beide Ansätze haben dieselben Probleme, die auch der Ansatz der strikten Häufigkeit (FraassenVsReichenbach) hat: es gibt Modelle, die nur eine einzige MöWe enthalten, nämlich eine einzelne lange Folge.
Problem: dann kann es sein, dass der Bereich, der durch die Wschk-Funktion definiert ist,
kein Borel-Feld ist, und vielleicht überhaupt gar kein Feld. Oder, selbst wenn, dann nicht abzählbar additiv.
Lösung: einige Theoretiker der Propensität können diese Schwierigkeiten überwinden, indem sie leugnen, dass es überhaupt irgendwelche logischen Verbindungen zwischen Wschk und rH gibt.

Kybu I
H. E. Kyburg
Knowledge Representation and Defeasible Reasoning New York 2013

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsReichenbach Fraassen Vs Reichenbach, H.
 
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I 170
Mischung/Wahrscheinlichkeit/Wschk/Quantenmechanik/QM/Fraassen: „Mischung“ oder „gemischter Zustand“ im Gegensatz zum „reinen“ Zustand: ist in der QM das, was in der statistischen Mechanik der Unterschied zwischen Mikrozustand und Makrozustand ist. Zwei Probleme: (in Zusammenhang mit Wschk):
1. wie Mischungen mit reinen Zuständen zusammenhängen
2. wie reine Zustände zueinander in Beziehung stehen.
Mischung: wird typischerweise im Zusammenhang mit Unsicherheit eingeführt.
I 171
Ignoranz-Interpretation/Statistische Mechanik: hier kann man analog sagen, dass ein Gas in Makrozustand D ist, gdw. es in einem der Mikrozustände ist, die mit D kompatibel sind. Problem: VsIgnoranz-Interpretation, VsReichenbach.
Entartung/QM/Wschk/Fraassen: es gibt normalerweise mehr als eine Weise, einen gemischten Zustand zu dekomponieren, dann ist (1) kompatibel mit
(2) w = 1/3 w1 + 1/3 w’2 + 1/3 w’3.
VsIgnoranz-Interpretation: 1. nach ihr müßten wir nun auf eine Wschk > 1 kommen! Nämlich 1 + 1/3. Denn wir müssen alle Wschk von inkompatiblen (disjunkten) Ereignissen addieren.
Das kann nicht sein:
Bsp naive statistische Interpretation: sagt,
A. dass Zustand w’ nicht einem einzelnen Teilchen zugeschrieben werden kann, sondern nur Ensembles. Und dass die Zahl 1/3 die relative Größe der Teilensembles w1, w2, und w3 ausdrückt.
Problem: dann müssen wir aber dasselbe auch für w’2 und w’3 sagen.
I 172
Damit kommen wir mit 5 x 1/3 über 1. Das kann nicht sein. Sie dürfen sich nicht überlappen, sonst wäre ein Teilchen gleichzeitig in mehreren reinen Zuständen, was unmöglich ist. Oder B. wenn wir Teilchen gar keinen Zustand zuschreiben dürfen, fragen wir: welcher Zustand gehört zu dem Teilensemble, das der gemeinsame Teil des Teilensembles w2 und w’2 ist? Sollte nicht jedes Teilensemble eines Ensembles in einem reinen Zustand, selbst in einem reinen Zustand sein?
Lösung/Fraassen: Abschwächung der Ignoranz-Interpretation: (FN 10). Dann sagen wir, dass die Spezifikation von Zustand w unvollständig ist, dass es verlorengegangene Information über die Natur gibt, die bei der Zuschreibung des gemischten Zustands verloren gegangen ist.
I 172
Metaphysik/QM/Fraassen: These: meist ist das Letztere eine unberechtigte metaphysische Dreingabe. Wes gibt im allgemeinen keine physikalische Differenz. Aber: VsIgnoranz-Interpretation: 2. es gibt noch eine andere Situation in der Mischungen natürlicherweise entstehen:
Interaktion: nach dieser gibt es manchmal zwei getrennte Systeme X und Y, die isoliert sind, aber wir haben nur einen reinen Zustand für ein komplexes System. Dann kann es aber inkonsistent sein, X und Y jeweils einen reinen Zustand zuzuschreiben. (Schrödinger: bezeichnete das als „die neue Besonderheit der QM“).
Lösung: X und Y werden bestimmte gemischte Zustände zugeschrieben („Reduktion der Dichte-Matrix“ ((s) = Reduktion des Wellenpakets?). (FN 11).
VsIgnoranz-Interpretation: diese würde das unmöglich machen: denn nach ihr beinhaltet die Zuschreibung eines gemischten Zustand die Behauptung, dass das System in Wirklichkeit in einem reinen Zustand ist! Nach ihr können wir also weder einen reinen noch einen gemischten Zustand zuschreiben.
- - -
I 183
Wahrscheinlichkeit/Aussagen/Reichenbach/Fraassen: Lösung: wir sollten uns Aussagen über Wschk in der Physik vorstellen als auf ideal erweitere unendlich lange Reihen bezogen. VsReichenbach: das widerspricht seiner Behauptung, dass eine Wschk-Aussage nicht mehr und nicht weniger ist als eine Aussage über relative Häufigkeit in einer aktualen Referenzklasse (die dann auch klein sein können muss).
Problem: wie soll man dann die tatsächlich endlichen Reihen betrachten, als selber eine Zufallsstichprobe darstellend aus einer nicht-aktualen unendlichen Reihe? Aber welche nicht-aktuale? Damit ist schon ein modales Element eingeführt.
ReichenbachVsModalität/Fraassen: sein Ansatz der strikten Häufigkeit ist ja gerade ein Vermeiden der Modalität.
unendlich/Fraassen: nehmen wir statt dessen den reinen Fall einer aktualen sehr langen Reihe an. (Um Modalität zu vermeiden): aber wie sollen wir dan Wschk interpretieren?
Reichenbach: wir sollten uns nur auf die aktualen Ergebnisse konzentrieren. (einer langen Reihe).
I 184
Fragen: 1. ist es konsistent zu sagen, Wschk sei dasselbe wie relative Häufigkeit? D.h. haben die Funktionen P(-) und relf (-, s) dieselben Eigenschaften? 2. selbst wenn es konsistent ist, ist die Interpretation nicht zu weit oder zu eng? D.h. führt die rH Strukturen wie Wschk-Räume ein, die nicht die richtigen Eigenschaften haben, oder umgekehrt, sine einige Wschk-Räume nicht in der Lage, eine Funktion der relativen Häufigkeit (relf) auf lange Sicht zu liefern?
FraassenVsReichenbach: das Problem seines Ansatzes der strikten Häufigkeit ist, dass er diese Fragen kaum beantwortet.
I 185
FraassenVsReichenbach: …daher können wir nicht sagen, dass rH Wschk sind. Gesetz der großen Zahl/GdgrZ/Reichenbach/Fraassen: oft heißt es, diese Gesetze liefere eine Verbindung zwischen Wschk und relativer Häufigkeit. Das tun sie auch, aber sie ermöglichen keine strikte Interpretation der Häufigkeit (FraassenVsReichenbach).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsReichenbach Quine Vs Reichenbach, H.
 
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Willard V. O. Quine
Putnam I 248/249
Tatsache/Definition/QuineVsReichenbach: Problem: die Unterscheidung zwischen "Tatsache" und "Definition" ist zusammengebrochen, auf die sich Reichenbach gestützt hatte.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsReichenbach Vollmer Vs Reichenbach, H.
 
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II 123
Dimension/Anschaulichkeit/Reichenbach/Vollmer: Kongruenzverhalten. (+). Erlernbar. VollmerVsReichenbach: Topologie, aber nicht die Metrik der Raumanschauung könnte genetisch bedingt sein.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Erklärung Fraassen, B. van
 
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I 23
Erklärungskraft/Kriterium/Theorie/Fraassen: wie gut ist Erklärungskraft als Kriterium für die Wahl einer Theorie? Auf jeden Fall ist sie eins. Fraassen: These die unbeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur unvermeidlichen Forderung nach verborgenen Variablen. (VsReichenbach/VsSmart/VsSalmon/VsSellars).
Wissenschaft/Erklärung/Sellars/Smart/(Salmon/Reichenbach: These sie ist unvollkommen, solange irgendeine Regularität unerklärt bleibt. (FraassenVs).
I 100
These Erklärung ist nicht eine zusätzliche Eigenschaft jenseits von empirischer Adäquatheit.
I 134
Def Erklärung/Fraassen. These eine Erklärung ist nicht dasselbe wie eine Proposition oder Liste von Propositionen, auch kein Argument, sondern eine Antwort auf eine Warum-Frage. Auch wenn Erklärungen natürlich Propositionen sind. Eine Theorie der Erklärung muß also eine Theorie der Warum-Fragen sein.
I 213
Erklärung/Regularität/Fraassen: These es sind nur Regularitäten der beobachtbaren Phänomene, die erklärt werden müssen!