Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bewusstseinsphilosophie Habermas IV 11
Bewusstseinsphilosophie/ Subjekt-Objekt-Problem/Habermas: das Subjekt-Objekt-Modell der Bewusstseinsphilosophie wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts an zwei Fronten angegriffen: vonseiten der analytischen Sprachphilosophie und der psychologischen Verhaltenstheorie. Beide verzichten auf den direkten Zugang zu Bewusstseinsphänomenen und ersetzen das intuitive Sich-Wissen, Reflexion bzw. Introspektion, durch Vorgehensweisen, die sich nicht auf Intuition berufen. ((s) Die Vertreter der Analytischen Philosophie leugnen die Existenz innerer Entitäten, die einzig durch Introspektion oder privilegierten Zugang zu erreichen wären. Damit verhält die Analytische Philosophie sich VsMentalismus, VsIntrospektion, Siehe auch VsRelationstheorie. Siehe auch Behaviorismus).
Habermas: ihren Ursprung haben diese Bestrebungen im Pragmatismus von Ch. S. Peirce. Einer der frühen Vertreter der neuen Richtung ist G. H. Mead, der sich unter anderem auf Beobachtungsmethoden und Deutungsstrategien der Tierverhaltensforschung stützt. (1)

1.Siehe hierzu G. H. Mead, Mind, Self, Society (Ed) Ch. W. Morris (German) Frankfurt 1969.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Grice Schiffer Avr I 114
Grice/Schiffer: (= intentionsgestützter Ansatz) ist verpflichtet, logische Abhängigkeit von Bedeutung zu leugnen - statt dessen: Abhängigkeit von einer (kausalen) Tatsache (die nicht-semantisch spezifizierbar ist).
Schiffer I 13
Grice/Schiffer: Problem: die Bedeutung darf nicht den Inhalt bestimmen. - Weil semantisches Vokabular vermieden werden muss - daher VsRelationstheorie. - Die Glaubensobjekte müssten sprachunabhängig sein.
I 241
Intentions-basierte Semantik/IBS/Grice/Schiffer: kommt ohne Relationstheorie und ohne kompositionale Semantik aus. - Es geht um nicht-semantisch beschreibbare Tatsachen des Gebrauchs. SchifferVsGrice: Grice hat nicht genug zu sagen über die semantischen Eigenschaften sprachlicher Einheiten.
I 242
Grice/Schiffer: (Grice, Meaning, 1957): versucht, semantische Begriffe der öffentlichen Sprache in Begriffen von prop Einst (Glauben, Wünschen, Wollen) zu definieren. Damit wird nichts über Bedeutung selbst vorausgesetzt.
I 242
Def Sprecher-Bedeutung/Grice: (1957) (1) Ist nichtzirkulär definierbar als eine Art Verhalten mit der Intention einen Glauben oder eine Handlung in jemand anderem auszulösen. Def Ausdrucks-Bedeutung/Grice: (1957) (2) d.h. die semantischen Merkmale von Ausdrücken der natürlichen Sprache. - Ist nichtzirkulär definierbar als bestimmte Arten von Korrelationen zwischen Zeichen und Typen von Ausübung von Sprecher-Bedeutung.
Äußerung/erweitert: jedes Verhalten, das irgendwas bedeutet. - Schiffer: damit werden Fragen nach Bedeutung reduziert auf Fragen nach propositionalen Einstellungen.
I 243
Eine Zeichenkette muss dazu ein bestimmtes Merkmal haben, damit die Intention erkannt wird.
I 245
Grice/Schiffer: Problem: Fälschen von Beweisen ist keine Meinen - Problem: gemeinsames Wissen (gW) notwendig, doch immer durch Gegenbeispiele zu widerlegen - Lösung: gemeinsames Wissen durch kontrafaktische Konditionale (KoKo) definieren - Problem: keine 2 Leute haben gemeinsames Wissen. SchifferVsGrice: niemand hat eine Menge hinreichender Bedingungen für Sprecher-Bedeutung aufgestellt. - Problem: eine Person kann die Bedingungen von (S) erfüllen wenn er bloß meint, dass A es herbeiführen soll, dass A glaubt, dass p ((S) = Lügen).
SchifferVsGrice: das ist hyperintellektuell, es setzt zu viel Absichten und Erwartungen voraus, die nie geteilt werden - der normale Sprecher weiß zu wenig, um nach Grice die Ausdrucks-Bedeutung zu verstehen.
I 247
Bsp ich hoffe, dass Sie mir glauben, aber nicht auf der Basis meiner Intention - ((s) sondern aufgrund des Inhalts, bzw. der Wahrheit). - Eine notwendige Bedingung, etwas zu erzählen ist keine notwendig Bedingung, es auch zu meinen.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Relationstheorie Prior Prior: siehe "Gedanke" (>Gedankenbjekte).
Relationstheorie/(s): so wird die These bezeichnet, Denken stehe in Relation zu einem gedachten Objekt. PriorVsRelationstheorie.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Relationstheorie Schiffer I 8
Relationstheorie/Schiffer: "Es gibt etwas das er glaubt" - kann man nur mit referentieller Quantifikation (nicht mit substitutionaler Quantifikation) schließen. - Substitutionale Quantifikation: ist wahr, wenn eine Substitutions-Instanz von "Elmar glaubt, dass S" wahr ist. - Referentielle Quantifikation: "..glaubt x", wobei ein x existieren muss. - Substitutionale Quantifikation: keine Relationstheorie, weil die substitutionale Quantifikation konsistent ist mit jeder Darstellung der logischen Form der Substitutionsinstanzen, die die Quantifikation wahr machen.
I 15
Relationstheorie/Schiffer: Relation zu Sätzen: Davidson: (1969): zur öffentlichen Sprache des Zuschreibenden - Carnap (1947): zur öffentliche Sprache des Glaubenden - Loar: öffentliche Sprache des Zuschreibenden, aber die semantischen Eigenschaften (die den Inhalt bestimmen) sind im Tarski-Stil (nicht-öffentlich) - dann nichts über Rolle der Ausdrücke bzw. Gebrauch in Population. - Problem: dann müssen Überzeugungen durch interpersonal funktionale Zustände individuiert werden - das geht nicht mit Tarski.
I 70
SchifferVsPropositionalismus/VsRelationstheorie mit Proposition als Objekt: wenn wahr, würde die Proposition als Inhalt entweder Hundheit selbst (geht nicht wegen Bsp "shmog") oder eine Gegebenheitsweise (GW) von ihr enthalten. - Gegebenheitsweise: wir haben keinen Anhalt, was sie sein sollten. (+)
I 73
Relationstheorie/Schiffer: hier zu Repräsentationen (= Sätze) in Mentalesisch (statt Propositionen). - Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt. (+)

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Rollen Cresswell I 106
Semantische Rolle/"sagen"/Lycan/Cresswell/(s): bei idiosynkratischer Sprache ("Vögel" bedeutet in L’ , was "Schweine" in L bedeutet) - Lösung: Satz mit "Schweine" spielt in L’ dieselbe semantische Rolle wie Satz mit "Vögel" in L. - Problem: man kann damit keine Klasse von Sätzen isolieren, wenn diese Klasse sowieso relativ zu der Sprache ist, die in Frage steht ((s) zirkulär) - Sagen/Cresswell: wird eine drei-stellige Relation zwischen Person, Satz und interpretierter Sprache. (Cresswell pro) - CresswellVsRelationstheorie.
I 107f
Semantische Rolle/begriffliche Rolle/Lycan/Boer: Bsp Cicero/Tullius spielen dieselbe semantische Rolle aber unterschiedliche begriffliche Rollen. - Bsp Hb und Gc spielen dieselbe semantische Rolle, gdw. DEN(b) = DEN(c) und DEN(H) = DEN(G). - Das ist nur relativ zu DEN - DEN: wenn H ein Prädikat ist, ist DEN H die Eigenschaft (das Denotierte).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Subjekt-Objekt-Problem Habermas IV 11
Subjekt-Objekt-Modell/Bewusstseinsphilosophie/Habermas: das Subjekt-Objekt-Modell der Bewusstseinsphilosophie wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts an zwei Fronten angegriffen: vonseiten der analytischen Sprachphilosophie und der psychologischen Verhaltenstheorie. Beide verzichten auf den direkten Zugang zu Bewusstseinsphänomenen und ersetzen das intuitive Sich-Wissen, Reflexion bzw. Introspektion, durch Vorgehensweisen, die sich nicht auf Intuition berufen. ((s) Die Vertreter der Analytischen Philosophie leugnen die Existenz innerer Entitäten, die einzig durch Introspektion oder privilegierten Zugang zu erreichen wären. Damit verhält die Analytische Philosophie sich VsMentalismus, VsIntrospektion, Siehe auch VsRelationstheorie. Siehe auch Behaviorismus).
Habermas: ihren Ursprung haben diese Bestrebungen im Pragmatismus von Ch. S. Peirce. Einer der frühen Vertreter der neuen Richtung ist G. H. Mead, der sich unter anderem auf Beobachtungsmethoden und Deutungsstrategien der Tierverhaltensforschung stützt. (1)

1.Siehe hierzu G. H. Mead, Mind, Self, Society (Ed) Ch. W. Morris (German) Frankfurt 1969.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Relationstheorie VsRelationstheorie Versus Cresswell I 64
Relationstheorie/prop Einst/Cresswell: VsRelationstheorie (prop Einst als Relation zu Glaubensobjekten - Lycan: pro Relationstheorie - SchifferVsLycan - SchifferVsBoer - CresswellVsLycan -CresswellVsBoer - I 5 CresswellVs
I 110
Cresswell: ich selbst akzeptiere eine Theorie, in der die Bedeutung von SAGT eine Person mit einer Bedeutung in Relation setzt ((s) Lager Cresswell pro Relationstheorie: Glaubensobjekt = Bedeutung (Proposition?).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984