Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 36 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutung Dennett
 
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I 565
Bsp Getränkeautomat:These: Umwelt schafft Bedeutung. Bedeutung/Funktion/Evolution/Dennett: die Bedeutung ist wie die Funktion im Moment ihres Entstehens noch nichts Bestimmtes! Bsp Angenommen, wir haben einen Froschzoo mit ausschließlich Fliegenattrappen, aber ausreichender Ersatzernährung für Frösche: was sagen die Augen dem Gehirn dann?
I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik" an - "Quasi-Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen - SearleVsDennett: nur Als-Ob-Intentionalität - DennettVsSearle: irgendwo muß man anfangen - die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen.
I 282
Auch zu uns gehören Teile, die nur Halb-Intentionalität haben. - - -
Brandom I ~110
Bedeutung/Dennett: dass etwas ein Stück Kupfer ist, bedeutet nichts anderes, als dass es angemessen ist, es als solches zu behandeln.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Bewusstsein Block
 
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Metzinger II 458
Bewusstsein/Block: ist ein Mischbegriff aus "Phänomenalem Bewusstsein" (P Bewusstsein/Terminologie) und "Zugriffsbewusstsein" (Z Bewusstsein). Def Z Bewusstsein/Terminologie/Block : sich einer Tatsache z bewusst zu sein, heißt, dass die Information für rationales Schließen zur Verfügung steht. (Funktionaler Begriff).
Bewusstsein/Burge: (VsBlock): P Bewusstsein Voraussetzung für Z Bewusstsein.
Phänomenalität ist nicht gleich Bewusstsein! Phänomenale Zustände können durchaus auch unbewusst sein.
II 524
Blindsight/Block: Patienten, die in einem Teil ihres Gesichtsfeldes nicht sehen können, können auf Nachfrage verbale, zutreffende Beschreibungen geben. Das lässt vermuten, dass Bewusstsein eine Funktion haben muss, die beim Überleben, Berichten und der Verhaltenssteuerung wirksam wird.
II 530
Zugriffs-Bewusstsein/Block: seine Grundlage nenne ich die informationsverarbeitende Funktion des phänomenalen Bewusstseins in >Schacters Modell. ((s) Teil oder Grundlage als Gegenüber).
II 531
Def P Bewusstsein/phänomenales Bewusstsein/Block: Erleben. Es kann nicht nicht-zirkulär beschrieben werden! Aber das ist kein Manko! P-bewusste Eigenschaften sind unterschieden von jedweder kognitiven, intentionalen oder funktionalen Eigenschaft.
Obwohl der Funktionalismus in Bezug auf das P Bewusstsein falsch ist, kann der Funktionalismus viele meiner Punkte akzeptieren.
II 535
Def Z-Bewusstsein/Zugriffs-Bewusstsein/Block: ein Zustand ist z bewusst, wenn kraft des Sich in dem Zustand Befindens eine Repräsentation seines Gehalts 1. inferentiell ungebunden ist, d.h. als Prämisse beim Überlegen bereit steht
2. für die rationale Handlungskontrolle bereitsteht
3. für die rationale Sprachkontrolle bereitsteht (nicht notwendig, auch Schimpansen können p bewusst sein).
P Bewusstsein und Z-Bewusstsein interagieren: Hintergrund kann Vordergrund werden. Bsp zu fühlen, wie sich das Hemd am Hals anfühlt.
Fehlschluss/Block: es ist aber ein Fehler, unbemerkt von einem zum anderen Bewusstsein überzugehen.
Fehler: aus dem Bsp Blindsight zu schließen, dass es die Funktion des P-Bewusstsein sei, rationale Handlungskontrolle zu ermöglichen.
P Bewusstsein/Block: nicht funktional! Empfindungen.
Z Bewusstsein/Block: funktional. Typisch: "propositionale Einstellungen".
Schmerz/Block: sein repräsentationaler Gehalt ist zu primitiv, um beim Schließen eine Rolle zu spielen. Schmerz ist nicht begrifflich vermittelt, schließlich können Hunde auch Schmerzen haben.
Zusammenfassung: P Bewusstsein kann Bewusstsein von sein und Bewusstsein von muss nicht Z Bewusstsein sein.
II 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt!
2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben.
3. Bewusstsein ist eine "zerebrale Zelebrität": nur die Gehalte sind bewusst, die beharrlich sind, die die Ressourcen lange genug monopolisieren, um gewisse typische und "symptomatische" Wirkungen zu erzielen.
BlockVsDennett:
ad 1. das ist eine Verschmelzung von mehreren Bewusstseinsbegriffen. ad 2. P Bewusstsein kann kein kulturelles Produkt sein.
Auch wahrscheinlich nicht das Z Bewusstsein: sehr viel niedere Lebewesen haben es, und zwar auch ohne einen solchen Begriff.
ad 3. Aber das ist doch eine biologische Tatsache und keine kulturelle.
II 568
Fehlschluss/BlockVsSearle: Frage: warum der Bsp durstige Blindsight-Patient nicht nach dem Wasser greift: ihm fehlen sowohl P Bewusstsein als auch Z Bewusstsein. das ist richtig. Aber es ist ein Fehler, von einer Funktion der Maschinerie des Z-Bewusstseins zu irgendeiner Funktion des P-Bewusstseins überzugehen .
Fehlschluss: aus der Prämisse, dass "Bewusstsein" fehlt, (ohne sich klar zu sein, welche Art von Bewusstsein) voreilig die Schlussfolgerung zu ziehen, dass P Bewusstsein eine gewisse Funktion habe.




Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Bewusstsein McGinn
 
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I 49
Bewusstsein/Leib-Seele-Problem/McGinn: es scheint keine Eigenschaften physischer Organismen zu geben, aus denen unter Umständen Bewusstsein entstehen könnte. Es ist nun aber zusätzlich schwierig genau anzugeben, welche Eigenschaft des Bewusstseins dafür sorgt, dass es sich einer physikalischen Erklärung verweigert.
I 52
Bewusstsein/McGinn: Problem: welches ist überhaupt das eigentliche Kennzeichen eines Bewusstseinszustands? Wo hat das Problem seinen Ort? "Wie ist es, ein K zu sein?"
I 56
Bewusstsein/McGinn: Problem: wie ist es möglich, dass Zustände, deren Gegebenheit mit einem gewissen Wiesein verbunden ist, aus Zuständen hervorgehen, bei denen es kein solches Wiesein gibt?
I 68
Bewusstsein/McGinnVsSearle : Bewusstseinszustände lassen keine emergenztheoretische Erklärung mit Hilfe mereologischer Begriffe zu. Wir sind nicht in der Lage, Schmerzen auf die zugrunde liegenden neuralen Einheiten zurückzuführen. Im Gegensatz dazu ist es aber durchaus möglich, die höherstufigen Eigenschaften von Flüssigkeiten auf diesem Wege zu erklären. ((s) Weil uns alle Ebenen leicht zugänglich sind.) Bewusstseinszustände sind also nicht nach KAGA (Kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartigen Abbildungen) zu erforschen. Wir können wohl höherstufige Gehirnfunktionen aus ihren Bestandteilen begreifen, aber wenn wir vom Bewusstsein ausgehen, versagt diese Erklärung.
I 74
Geist/Gehirn/Bedeutung/Bezug/McGinn: nach dieser Auffassung gibt es also keinen Bezugsgegenstand, der von sich aus jemals ein philosophisches Problem aufwürfe, denn die objektive Welt ist in philosophischer Hinsicht unproblematisch . Philosophische Probleme ergeben sich aus den Bedeutungen, in deren Licht wir die Welt begreifen.
Das Seelische als Bezugsgegenstand ist es nicht, dem das Geheimnisvolle anhaftet.
Bewusstsein/McGinn: theoretisch unergründlich, denn wir verstehen nicht, was für eine Beziehung imstande wäre, die Erfahrung in derjenigen Weise mit der Welt zu verknüpfen, die nach unserer Vorstellung gegeben ist, wenn von Wissen die Rede ist.
I 192
Was bedeutet es eigentlich für meinen Geist, sich in die Welt hinauszuversetzen? Da wir keine Antwort erhalten, kommt es zu der Vorstellung, unsere Erkenntniskräfte seien ganz nach innen gerichtet. Dieser Rückzug ist jedoch laut Transzendentalem Naturalismus (TN) eine Täuschung.
II 68
Wenn das einzige, auf das wir uns zu verlassen hätten, Hirnforschung wäre, kämen wir nie auch nur auf die Idee, dass das Gehirn überhaupt ein Bewusstsein beherbergt.
I 86ff
Wissen/Bewusstsein/McGinn: auch vollständiges Wissen über uns selbst würde uns in Bezug auf das Bewusstsein nicht besser dastehen lassen.
II 216
Bewusstsein ist keine Eigenschaft, die von ihrem Ursprung abhängig ist.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Bezug/Referenz Putnam
 
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Rorty I 312
Putnam/Rorty: laut Putnam kann eine "kausale" Referenztheorie kann nicht weiterhelfen: denn die Frage, wie sich der Ausdruck »Ursache« eindeutig auf etwas beziehen kann, ist genauso rätselhaft wie die Frage, wie dies der Ausdruck »Katze« geleistet.
Rorty IV 20 ff
Bezug/Putnam: früh: nur kausale Theorie der Bezugnahme (nicht intentional). Kann uns vor dem Relativismus bewahren.
Rorty VI 123
Kausaltheorie der Bezugnahme: PutnamVsKripke/Rorty: auch Selbstkritik an früheren Schriften: Die Beschreibung der kausalen Beziehungen zwischen einem Etwas und sonstigen Dingen ist nichts anderes als die Beschreibung von Merkmalen, die weder in höherem noch geringeren Maße in einem "intrinsischen" oder "extrinsischen" Verhältnis zu ihm stehen. So auch das Merkmal "von einem Menschen beschrieben zu sein". PutnamVsSearle: VsUnterscheidung "Intrinsisch"/"relational".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Chinese Room Chalmers
 
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I 323
Chinese Room/Searle/Chalmers: Searles Argument richtet sich gegen die Möglichkeit von Verstehen bzw. Intentionalität. ChalmersVsSearle: wir trennen dagegen Intentionalität und Verstehen von der Möglichkeit, bewusste Erlebnisse zu haben. Wir zerlegen Searles Argument in zwei Teile:
(1) Kein Programm erreicht Bewusstsein.
(2) Kein Programm erreicht Intentionalität (Verstehen).
Searle glaubt, dass (1) (2) impliziert, andere bezweifeln das.
Starke Künstliche Intelligenz: wenn (1) wahr ist, schlägt die Starke KI-These fehl, aber wenn (1) widerlegt werden kann, würde sogar Searle akzeptieren, dass das Chinese Room-Argument fehlgeschlagen ist. Die Verbindung von Bewusstsein und Verstehen kann beiseitegelegt werden, es ist kein entscheidendes Argument gegen Künstliche Intelligenz.
FodorVsChinese Room: (Fodor 1980): betrachtet die Verbindung zur Umwelt des Systems.
ReyVsChinese Room: (Rey 1986) dito.
BodenVsChinese Room: (Boden 1988) zeigt funktionale oder prozedurale Ansätze der Intentionalität auf.
ThagardVsChinese Room: (Thagard 1986) dito.
Chalmers: dabei geht es um Intentionalität (Verstehen) und widerlegt nicht die Möglichkeit von Bewusstsein (bewussten Erlebnissen).
Chinese Room/Chalmers: das Argument besagt, dass ein Programm nicht hinreichend ist z.B. für die Erfahrung eins roten Gegenstands, wenn es in einer schwarz-weißen Umgebung implementiert ist. Dann braucht Bewusstsein mehr als ein relevantes Programm.
StarkeKIVsChinese Room/Starke KIVsSearle: es ist das ganze System, dem man Bewusstsein zuschreiben muss, nicht den einzelnen Elementen.
SearleVsVs: das sei unplausibel. Chalmers: tatsächlich ist es unplausibel, wenn der Bewohner des Zimmers kein Bewusstsein haben soll, wohl aber der Bewohner zusammen mit dem Papier.
I 324
Verschwindende Qualia: das Argument kann auch auf den Chinese Room angewendet werden (…+…)
I 325
Tanzende Qualia: dito (…+…) Fazit/Chalmers: ein System aus Dämonen und Papierschnipseln beidem die Zahl der Dämonen und Schnipsel reduziert werden kann, hat die gleichen bewussten Erlebnisse wie z.B. Chinesisch zu verstehen oder etwas Rotes zu sehen.
Chinese Room/Chalmers: 1. So wie er von Searle beschrieben ist, ist der Stapel Papier kein einfacher Stapel, sondern ein dynamisches System der Symbolmanipulation.
2. Die Rolle des Bewohners (in unserer Variante: des Dämons, der vervielfacht werden kann) ist ganz sekundär.
Wenn wir die kausale Dynamik zwischen den Symbolen betrachten, ist es nicht mehr so unplausibel, dem System Bewusstsein zuzuschreiben.
I 326
Der Bewohner ist nur eine Art kausaler Vermittler.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Chinese Room Danto
 
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I 271f
Chinese room/Searle: bestreitet, dass hinsichtlich der linguistischen Kompetenz keine Unterscheidung möglich sein sollte. Chinese Room: der Insasse beherrscht nicht die Sprache, verfährt aber nach festgelegten Regeln. Der Output ist nicht von Sprachkompetenz zu unterscheiden.
DantoVsSearle: aber vielleicht macht das Gehirn der auch nicht mehr, als auf irgendeinen elektrischen Impuls mit elektrischen Reaktionen zu antworten.

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Chinese Room Pinker
 
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I 121f
Chinese Room/Searle: Verstehen ist nicht Symbolverarbeitung. ChurchlandVsSearle. dann kann man auch Maxwells Elektromagnetismus widerlegen: ein Mann schwenkt einen Stabmagneten: dann erzeugt er elektromagnetische Wellen, aber kein Licht. - Falsch: also sei Licht keine elektromagnetische Welle.
Extrapolation: dann ersteht auch bei höheren Frequenzen kein Licht. Analogie: Searle hat das Berechnen so verlangsamt, dass man darin kein Verstehen mehr sehen kann.
Pinker: wenn jemand in Sekundenschnelle alle Regeln aus dem Übersetzungshandbuch anwendete, würden wir nicht sagen, er könne kein Chinesisch.
PinkerVsSearle: er untersucht nur die Bedeutung des Wortes verstehen aber man braucht das Wort ja nicht zu verwenden.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Chinese Room Poundstone
 
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I 353f
Chinese Room/PoundstoneVsSearle: manche Autoren: ein Buch "Was Sie tun sollten, wenn ein chinesischer Zettel unter der Tür durch geschoben wird": Das kann es nicht geben, es müsste alle Bibliotheken umfassen. - ((s) Weil es kein Wörterbuch wäre, sondern ein Antwortenbuch). Searle: These: semantisches Verständnis ist unabdingbar für Bewusstsein.
PoundstoneVsSearle: auch ohne zu wissen, was Zahlen sind (weil man am ersten Schultag gefehlt hat), kann man rechnen. - Wir alle wissen nicht, was Zahlen sind.
I 357
"System-Antwort": der Mensch kann nicht Chinesisch, aber das System als Ganzes.
I 365
Man muss die Ebenen Buch/Benutzer trennen.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
Chinese Room Rorty
 
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Richard Rorty
VI 161
Chinese Room/DennettVsSearle: Chinesisches Zimmer, vertauschte Spektren - Frank Jackson: diese Beispiele sollen unsere intuitiven Anschauungen anzapfen, das Gefühl für die Wichtigkeit von Qualia, Phänomene intrinsische Eigenschaften stärken oder schwächen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Denken Nagel
 
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I 63
Denken/Nagel: aus ihm kann man nicht heraustreten - das ist etwas anderes, als Zeichen auf Papier zu machen.
I 65
Daher kann man Bsp "addiere zwei" nicht als naturalistisches Ereignis betrachten - man kann es nicht getrennt von seinem Inhalt betrachten - Denken ist etwas anderes als Zeichen auf Papier zu machen. Eine naturalistische Analyse der Intentionalität ist nicht möglich. (NagelVsSearle). Der Trugschluss liegt in der Vorstellung, aus dem Gedanken »addiere zwei« könne man »herauskommen« und ihn als naturalistisch beschreibbares Ereignis begreifen.
I 93 ff
Denken: das Denken hat Vorrang vor seiner Beschreibung, denn seine Beschreibung setzt notwendig Denken voraus.
I 101
Nagel: unser Denken führt immer unweigerlich zu einem Standpunkt, indem »ich« keine Rolle mehr spielt. Man kann keinen Gedankentypus als bloß personal stellen, es sei denn, man nimmt einen nichtpersönlichen Standpunkt ein.
Rorty VI 147
Sprache/Denken/Nagel: NagelVsWittgenstein/Rorty: die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Extension Searle
 
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John R. Searle
II 248f
Extension/Tradition: Bedeutung hat mit psychischem Zustand zu tun - Tradition: Intension legt Extension fest - PutnamVsSearle: Intension legt Bedeutung nicht fest.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Funktionalismus Searle
 
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John R. Searle
Dennett I 557
Funktion/Searle: (laut Dennett): nur Produkte, die von einem echten menschlichen Bewusstsein hergestellt wurden, haben eine Funktion ((s) > objet ambigu, Paul Valery). DennettVsSearle: also dienen die Tragflächen des Flugzeugs, aber nicht die Flügel des Adlers zum Fliegen.
---
I 19
SearleVsFunktionalismus (SearleVsPutnam): Beziehungen zwischen Geistzuständen nicht ausschließlich kausal! sonst hätten Steine mit den richtigen Kausalbeziehungen die gleichen Geistzustände wie wir.
I 59 ff
VsFunktionalismus: eliminiert Qualia - Imitation einer funktionalen Organisation führt nicht zu Schmerzempfindung.
I 233f
Maschine durch Effekte definiert, kann nicht aus Käse nachgebaut werden - Computer: syntaktisch definiert, kann aus Beliebigem nachgebaut werden (Katzen, Mäusen, Käse) - Syntax immer beobachterrelativ! Nicht intrinsich - aber Herz intrinsisch Pumpe - auch Wasser als intelligent beschreibbar (geringster Widerstand).
I 266f
Intentionale Phänomene :Regelfolgen: echt kausale Phänomene - Funktionale Erklärungen: nur nackte physische Fakten, Kausalität hier nur durch interessengeleitete Beschreibung - Regeln sind keine Ursachen für Handlungen.
I 266
Funktion/Searle: keine separate Ebene.
I 269
Muster: spielt in funktionaler Hinsicht eine kausale Rolle, verbürgt aber keine unbewusste Repräsentation (Intentionalität).
III 24
SearleVsMillikan: Funktion immer beobachterrelativ (Nur "Ablauf" immanent) - Millikan: Funktion evolutionär entstanden.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Geist/ Geistzustand Davidson
 
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I 30
Zwillingserde/ZE/Davidson: Subjektive Zustände ergeben sich nicht als Folgeerscheinungen aus dem Zustand des Gehirns oder des Nervensystems.
II 154
Falsche Theorie: die Gegenstände seien die Bedeutungen von Sätzen (Vs), das heißt: die Propositionen. DavidsonVs: Damit würde man es so einrichten, Bsp daß dann, wenn ein Franzose Paul denselben Bewusstseinszustand zuschreibt, wie ich, von uns beiden derselbe Gegenstand benannt würde, während dies bei der eben betrachteten Theorie nicht der Fall wäre, denn der betreffende Satz des Franzosen wäre nicht der gleiche wie meiner.
Es sollte uns nicht beunruhigen, dass der Franzose und ich verschiedene Wörter benutzen, es ist ähnlich wie bei Unzen und Karat. (>Messen)
Mein Monismus ist ontologisch: Er behauptet, dass mentale Ereignisse und Gegenstände auch als physische beschreibbar sind.
I 99
Geist/Davidson: wenn man das Subjektive oder Geistige ausschließlich als Folgeerscheinung der physischen Merkmale einer Person auffasst, können Bedeutungen also nicht etwas rein Subjektives oder Geistiges sein. - (Putnam: Bedeutungen sind nicht im Kopf)
Frank I 626
Geist/Davidson: nicht ohne Sprache, beides ist gleichrangig.
Frank I 657ff
mentale Zustände/Fremdzuschreibung/Davidson: "enger" Zustand/Zwillingserde: "innerer" Zustand, solipsistisch, wie bei Descartes: die engen Zustände sind bei beiden Zwillingserden gleich. - BurgeVsPutnam: die engen Zustände gibt es gar nicht. - SearleVsPutnam: das ist unnötig, gewöhnliche propositionale Einstellungen genügen -DavidsonVsSearle/VsBurge: gewöhnliche mentale Zustände sind enge (innere) und gleichzeitig "nicht-individualistisch", d.h. extern identifizierbar.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identitätstheorie Churchland
 
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II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 472
Identitätstheorie/Gehirn/Bewusstsein/Searle: Vs Identifikation von bewussten Zuständen mit Gehirnzuständen. Statt dessen: das Gehirn verursacht diese Zustände. Korrelationen können ein Hinweis auf Kausalitäten sein, aber sie sind kein Hinweis auf Identität!
ChurchlandVsSearle: er sieht nicht, warum Wissenschaftler für Identität plädieren: sie ist je nach Datenlage plausibler als die Annahme von Verursachung von a durch ein unterschiedliches b.
(Aber Searle ist kein Dualist).
Identität statt Verursachung: Bsp Identität: Strom ist Elektronenfluss, er ist nicht die Verursachung dieses Flusses.
Bsp Gene sind nicht durch Basenpaare der DNS verursacht, sie sind diese Basenpaare.


Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Intentionalität Dennett
 
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Rorty VI 27
"Intentionale Haltung"/intentionaler Standpunkt/Dennett: wird durch das Erfassen eines Davidsonschen Musters ermöglicht.Das Muster dieser Rationalität ist das gleiche wie das der Wahrheit. Weder Sprache ohne Rationalität, noch eines von beiden ohne Wahrheit. - - -
I 282
SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität". Intentionalität/DennettVsSearle: aber irgendwo muss man anfangen (wenn man Metaphysik vermeiden will). Der erste Schritt in die richtige Richtung ist kaum als Schritt in Richtung Bedeutung zu erkennen.
Def Intentionaler Standpunkt/Dennett: der Versuch, zu ermitteln, was die Gestalter (oder Mutter Natur) im Sinn hatten.
I 317
Er erlaubt oft große Sprünge in den Schlussfolgerungen, ohne dass die Unkenntnis der zugrunde liegenden Physik dabei stört. Bsp der Mechanismus von Antikythera. Dass er ein Planetarium war erschließt sich daraus, dass er ein gutes Planetarium war!
Bsp Marsmenschen fragen sich: warum gibt es im Computer soviel überflüssige Kapazität: Grund: Chips wurden so billig. Das ist zwar eine historische Erklärung, die aber auch vom intentionalen Standpunkt ausgeht.
I 318
Bsp Flog der Archäopteryx? Man ist nicht sicher, fand aber, dass seine Kralle sich hervorragend zum Sitzen auf Ästen eigneten! Also: wie kam er da rauf...?
II 43
Def Gestaltungsstandpunkt/Dennett: Bsp ein Wecker ist (im Gegensatz zum Stein) ein gestaltetes Objekt und ist auch für eine raffinierte Art von Vorhersagen zugänglich. (Nach dem Gestaltungsstandpunkt). Wenn ich die und die Knöpfe drücke, wird ein paar Stunden später etwas passieren. Dafür brauche ich die physikalischen Gesetze nicht zu kennen.
Intentionaler Standpunkt/Dennett: Bsp Schachcomputer: Nichts in den Gesetzen der Physik zwingt den Schachcomputer, den nächsten Zug zu machen, aber auch nichts in seiner Gestaltung.
- - -
Brandom I 109
Intention/Intentionalität/Dennett: Einstellung-Einstellung: (stance-stance): behauptet, man könne nicht unterscheiden, ob etwas tatsächlich ein intentionales System ist und ob es angemessener Weise als ein solches behandelt wird. - - -
Den I 592ff
Intentionalität/echte/abgeleitete/Dennett: Bsp Einfrieren: ein Roboter muss selbständig handeln können - muß an Belohnung glauben, entwickelt aber Eigeninteressen - Frage: Intentionalität immer noch abgeleitet? - wenn ja, dann auch unsere eigene auch bloß abgeleitet - aber das ist Haarspalterei - Pointe: wir selbst sind nur solche Überlebensmaschinen für unsere Gene
I 596
Intentionalität/SearleVsDennett: keine Maschine, auch kein Getränkeautomat Einfrieren/DennettVsSearle: irgendwann ist die Intentionalität nicht mehr abgeleitet, sondern echt!

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Intrinsisches Rorty
 
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Richard Rorty
VI 106
Intrinsisch/beobachterrelativ/RortyVsSearle: Searles Unterscheidung dient keinem nützlichen Zweck - Searle sagt: "wesentlich!" - Rorty: wir fragen: "wesentlich wozu?"
VI 126
Intrinsisch/extrinsisch: wir können gar nicht entscheiden, welche Beschreibung die intrinsischen Merkmale trifft.
VI 146 f
Intrinsisch/extrinsisch/RortyVsSearle: intrinsische Merkmale wird man nur verteidigen können, wenn man den Anspruch erheben kann, die Kenntnis dieser Merkmale sei nicht identisch mit dem Wissen, wie man die zur Beschreibung dieser Merkmale verwendeten Wörter gebraucht!

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Kausalität Searle
 
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John R. Searle
I 287/88 (Anmerkung)
Kausalität/Identität/PlaceVsSearle: kausale Abhängigkeit setzt getrennte Entitäten voraus (>Armstrong) - SearleVsPlace: Bsp flüssiger Zustand kann vom Verhalten der Moleküle kausal abhängig sein und gleichzeitig eine Eigenschaft des Systems sein.
II 93
Kausalität/Searle: keine externe Instanz, immer nur weitere Erlebnisse.
II 101f
Kausalität: Dampfkochtopf: Schließen vom Dampf auf Druck - Sehen: kein Schließen auf materielle Gegenstände. - SearleVsHume: Kausalität kann sehr wohl direkt erlebt werden, aber nicht unabhängig, sondern das Verursachtsein gehört zum Erlebnis.
II 152ff
Kausalität/SearleVsHume: real und direkt beobachtbar.
I 157
Logische Kausalität: nicht Folgerung sondern intentionaler Gehalt und Erfüllungsbedingungen - nicht zwei Erlebnisse sondern Verursachung = intentionaler Gehalt.
II 179
Kausalität: Teil des Erlebnisses, Verursachung gehört zum Erlebnis. - - -
Danto I 299
Kausalität/Searle: Kausalität erst durch Interpretation.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Kennzeichnungen McDowell
 
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I 132
Theorie der Kennzeichnungen/SearleVsRussell/McDowell: hier ist es leicht, auf seiten Searles zu sein. (Intentionalität).
I 132/33
McDowellVsSearle: es ist besser, Searles Wunsch aufzugeben und sich klarzumachen, worum es sich bei den nicht offensichtlichen Beschreibungen handelt. (Mit Evans): der begriffliche Bereich sollte nicht als "prädikativ" aufgefaßt werden, sondern als "zu dem Bereich des Fregeschen Sinns gehörend".
I 210
McDowell These: Freges Sinn ist im Raum der Gründe wirksam. Weil Rationalität in der Gemeinschaft hier Bedingung ist, unterscheiden wir nicht zwischen verschiedenen Sinnen. Zirkel: Aber um Rationalität einem Subjekt zuschreiben zu können, müssten wir doch zwischen Sinnen (rationalen und irrationalen) unterscheiden.
VsMcDowell: dann brauchen wir doch irgendeine Theorie der Kennzeichnungen.
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/McDowell: indirekter Bezug zur Welt.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Kompetenz Katz
 
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Cresswell I 12
Kompetenz/linguistische/Sprachkompetenz/Chomsky/Cresswell: (Chomsky 1965, 3 – 15): die Diskussion darüber hält bis heute an (1974). Def linguistische Kompetenz: ist eine Fähigkeit, die der sprachlichen Aktivität zugrunde liegt. Es geht um die Klasse der Sätze, die der Sprecher grammatisch akzeptabel findet.
Semantische Kompetenz/Cresswell: (darum geht es mir hier):dabei favorisiere ich eine wahrheits-konditionale Semantik (> Wahrheitsbedingungen). Diese möchte ich unterscheiden von zweierlei:
a) CresswellVsKatz/CresswellVsFodor/Terminologie/KF/Cresswell: „KF“ (Katz/Fodor-Semantik): ist unvollständig, wenn auch nicht unkorrekt.
b) CresswellVsGrice/CresswellVsSearle/CresswellVsSprechakttheorie: ist eher eine Theorie der semantischen Performanz als der semantischen Kompetenz.
Cresswell I 12
Def Kompetenz/Sprachkompetenz/semantisch/Katz/Nagel/Cresswell: (Katz und Nagel, 1974): erklärt die Fähigkeit eines Sprechers, Urteile über folgende Eigenschaften abzugeben: Synonymie, Redundanz, Widersprüchlichkeit, Entailment (Beinhalten), Mehrdeutigkeit, semantische Anomalien, Antonymie und Übergeordnetheit (superordination).


Katz
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Künstliche Intelligenz Chalmers
 
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I 185
Künstliche Intelligenz/Chalmers: Angenommen, wir hätten ein künstliches System, das rational reflektiert, was es wahrnimmt. Hätte dieses System einen Begriff von Bewusstsein? Es hätte sicher einen Begriff des Selbst, es könnte sich vom Rest der Welt unterscheiden, und zu seinen eigenen kognitiven Gehalten einen direkteren Zugang als zu dem von anderen haben. So hätte es eine gewisse Art von Selbstbewusstsein. Dieses System wird nicht über sich selbst sagen, es hätte keine Ahnung wie es ist, ein rotes Dreieck zu sehen. Es braucht aber auch keinen Zugang zu seinen Elementen auf einer tieferen Ebene (Hofstadter 1979, Winograd 1972). Pointe: ein solches System hätte damit eine ähnliche Einstellung zu seinem Innenleben wie wir zu unserem.
I 186
Verhaltenserklärung/Chalmers: um das Verhalten solcher Systeme zu erklären, brauchen wir niemals Bewusstsein zuzuschreiben. Vielleicht haben solche Systeme Bewusstsein, oder auch nicht, aber die Erklärung ihres Verhaltens ist unabhängig davon.
I 313
Künstliche Intelligenz/VsKünstliche Intelligenz/VsKI/Chalmers: DreyfusVsKünstliche Intelligenz: (Dreyfus 1972): Maschinen können nicht das flexible und kreative Verhalten von Menschen erreichen. LucasVsKünstliche Intelligenz/PenroseVsKünstliche Intelligenz/Chalmers: (Lucas 1961, Penrose 1989): Computer können niemals das mathematische Verständnis des Menschen erreichen, weil sie durch Gödels Theorem beschränkt sind auf eine Weise, in der Menschen es nicht sind. Chalmers: das sind externe Einwände. Die internen Einwände sind interessanter:
VsKünstliche Intelligenz: internes Argument: bewusste Maschinen können keine Geist entwickeln. SearleVsKünstliche Intelligenz: >Chinese Room-Argument. (Searle 1980). Danach ist ein Computer bestenfalls eine Simulation von Bewusstsein, ein Zombie.
Künstliche Intelligenz/ChalmersVsSearle/ChalmersVsPenrose/ChalmersVsDreyfus: es ist zwar nicht offensichtlich, dass gewisse physikalische Strukturen im Computer zu Bewusstsein führen, aber das gilt genauso für die Strukturen im Gehirn.
I 314
Def Starke Künstliche Intelligenz/Searle/Chalmers: These: Es gibt eine nichtleere Klasse von Rechenoperationen (computations) sodass die Implementierung jeder Operation aus dieser Klasse hinreichend ist für einen Geist und insbesondere für bewusste Erlebnisse. Das gilt nur mit natürlicher Notwendigkeit, denn es ist logisch möglich, dass jedwede Rechenoperation ohne Bewusstsein auskommt, aber das gilt auch für Gehirne.
I 315
Implementierung/Chalmers: diesen Begriff brauchen wir als Brücke für die Verbindung zwischen abstrakter Rechenoperation und konkretem physikalischem System in der Welt. Wir sagen auch manchmal, dass unser Gehirn Rechnungen implementiert. Implementierung/Searle: (Searle 1990b): These ist ein beobachterrelativer Begriff. Wenn man will kann man jedes System als alles implementierend betrachten, z.B: eine Wand.
ChalmersVsSearle: man muss die Implementierung spezifizieren, dann umgeht man dieses Problem.
I 318
Bsp ein kombinatorischer Zustandsautomat hat ganz andere Implementierungsbedingungen als ein endlicher Zustandsautomat. Die kausale Interaktion zwischen den Elementen ist unterschiedlich feinkörnig. Kombinatorische Automaten können zudem verschiedene andere Automaten reflektieren wie
I 319
Turingmaschinen und zelluläre Automaten, im Gegensatz zu endlichen oder unendlichen Zustandsautomaten. ChalmersVsSearle: jedes System implementiert die eine oder andere Computation. Es wird nur nicht jeder Typ (z.B. ein kombinatorischer Zustandsautomat) von jedem System implementiert. Die Beobachterrelativität bleibt, aber sie bedroht nicht die Möglichkeit der Künstlichen Intelligenz.
I 320
Über die Art der Kausalrelationen ist damit nicht viel gesagt.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Naturalistischer Fehlschluss Hume
 
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Stegmüller IV 186
Sein/Sollen/Fehlschluss/Hume: These: es ist unmöglich, einen Sollens-Satz ausschließlich aus Ist-Sätzen abzuleiten. - ((s) > Moore: naturalistischer Fehlschluss). Stegmüller: beim nicht-moralischen Gebrauch gibt es kein Problem wegen des hypothetischen Imperativs: Bsp Beim Schach gibt kein Problem des Übergangs vom "ist" zu sollen. Grund: es wird dadurch keinerlei neue Beziehung ausgedrückt! Implizit: was du willst, das sollt du.
Lösung/SearleVsHume: Prämissen mit Verpflichtungen anfügen.
Lösung/Searle: institutionelle Tatsache.
MackieVsSearle: Verwechslung von innen/außen. - Wir können nicht aus verinnerlichten Regeln heraustreten.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
Physisch/Psychisch Rorty
 
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Richard Rorty
I 139
Mental/physisch/VsEliminativer Materialismus/Rorty: man kann schwerlich sagen, "mental" bedeute in Wirklichkeit etwas, "das sich als etwas Physikalisches herausstellen könnte".
I 140
Mentales/Geist/mental/geistig/Gehirn/RortyVsSearle: man könnte sagen, »Empfindung« und »Hirnprozess« seien einfach zwei Weisen, von derselben Sache zu sprechen - zwei Seiten wovon? - Von etwas Mentalem oder etwas physischem? Oder von etwas Drittem?

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Propositionaler Gehalt Tugendhat
 
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I 74
Propositionaler Gehalt/pG/Tugendhat: Bsp das, was "er kommt", "er komme!", "wenn er doch käme", "kommt er?" gemeinsam ist. - Verstehen: hat immer die Struktur von Ja/Nein-Stellungnahmen zum propositionalen Gehalt - kein propositionaler Gehalt: Bsp "hurra", "danke", "Guten Tag".
I 241
Propositionaler Gehalt/Searle/Tugendhat: Searle verwendet »p« gar nicht für den assertorischen Satz, sondern für den propositionalen Gehalt! (Tugendhat: so wie ich [p] verwendet habe). - Wer nach Searle "p" verwendet, will damit sagen, dass der Sachverhalt (SV), dass p, wirklich besteht. TugendhatVsSearle: unklar, was Sachverhalt eigentlich sind und wie man sie erkennt. Tugendhat stattdessen: die Frage, was eine Behauptung ist, kann nichts anderes sein, als die Frage, nach welchen Regeln diese Handlung vollzogen wird.
I 290
Propositionaler Gehalt/Tugendhat. = Behauptetes. - Propositionaler Gehalt hat keine Wahrheitsbedingungen - propositionaler Gehalt ist nicht der Satz.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Reduktionismus Churchland
 
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II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 464
Reduktionismus/Churchland: These: Ich bin eine Reduktionistin. Das bedeutet aber nicht, dass eine reine bottom up Strategie verfolgt werden sollte. Ich meine auch nicht, dass Beschreibungen höherer Ebenen an sich unseriös wären.
Es gibt klarerweise Eigenschaften höherer Ebene und deshalb bedarf es auch entsprechender Beschreibungen.

Def Bottom up/Churchland: ist die Auffassung, nach der man zuerst alles über die molekularen Grundlagen wissen müsse, bevor man die psychologischen Prozesse erreichen könne.
Das ist aber auch kein Reduktionismus.
II 468
VsReduktionismus/andere Autoren: a) Das Ziel sei absurd. Stereotype Krtik: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schmerz aus irgendwelchen Aktivitätsmustern von Neuronen bestehen soll"
ChurchlandVsVs: das ist nichts weiter als Unvermögen der Vorstellung.
II 470
VsReduktionismus: wenn ein Makrophänomen das Ergebnis von mehr als einem Mechanismus (Organisation und Dynamik der Bestandteile) sein kann, dann kann es nicht mit einem dieser Mechanismen identifiziert werden, Die Reduktion des Makrophänomens auf ein einzelnes Mikrophänomen ist dann nicht möglich. (> "Multiple Realisierbarkeit").
II 471
Reduktionismus/Churchland: wenn der Mechanismus eines biologischen Prozesses entdeckt worden ist, wird es vielleicht möglich, Vorrichtungen zu erfinden, die diese Prozesse nachahmen. Der reduktive Erfolg wird dadurch aber nicht bestritten. Ebenso wenig dadurch, dass es vielleicht an anderen Stellen des Universums DNA gibt.
Reduktionismus/Churchland: es ist nicht leicht, VsReduktionismus zu argumentieren und nicht dem Dualismus zu verfallen. (VsSearle).




Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Satzbedeutung Cresswell
 
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I 24
Illokutionäre Kraft/Bedeutung/Searle/Cresswell: These: Satzbedeutung sei die illokutionäre Kraft (handlungsmäßige Kraft). - Cresswell: dann muss es möglich sein, dass derselbe Satz mit einer anderen illokutionären Kraft auftritt (bei anderer Gelegenheit). - Das beste was man dann sagen könnte wäre, dass Satzbedeutung eine Funktion von Gebrauchskontexten (Umständen des Gebrauchs) auf die Kraft ist, die der Satz hätte, wenn er in der Situation gebraucht würde. CresswellVsSearle: aber nur die wahrheits-konditionale Semantik nimmt das Problem der Einbettung ernst.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Sätze Millikan
 
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I 22
Satz/Millikan: Sätze sind reproduzierte Einheiten. Ein Satz hat normalerweise mehrere Vorbilder. Syntaktische Regeln: sind der reproduktiv festgelegte Charakter des Satzes. Sie kopieren die Grammatik.
I 53
Satz/Millikan: ist niemals einfach Element einer reproduktiv festgelegten Familie, Wenigstens die syntaktische Form der Wörter gehört zu verschiedenen Familien. Syntax: kann man als große übergeordnete Familie annehmen, die einzelnen Formen gehören verschiedenen Familien an.
Direkte Eigenfunktion/Satz/Millikan: die direkte EF eines Satzes ist abgeleitet von den Stabilisierungsfunktionen der Elemente.
I 90
Satz/Überzeugung/Sprache/Denken/Millikan: es scheint klar, dass wenn wir keine Überzeugungen hätten, wir aufhören würden, zu sprechen bzw. Sätze mit Bedeutung zu äußern. Aber warum ist das klar? Wir brauchen eine andere Erklärung. Satz/Intentionalität/Millikan: These: ein Satz (und jedes andere typisch intentionale Muster) ist intentional wegen Eigenfunktionen und Normalen Relationen, die dieses Muster zu einem Produzenten und einem Interpreten hat. Diese beiden sind kooperierende Einheiten in diesem Prozess.
Pointe: dann sind Sätze doch grundlegend intentional und haben keine abgeleitete Intentionalität. (MillikanVsTradition, MillikanVsSearle).


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Sätze Sellars
 
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II 307
Satz/Name: SellarsVsSearle: Sätze (Nebensätze) können Namen sein (wie Frege): Carnap: S (in L) bedeutet Chicago ist groß: ("Chicago ist groß" = Name).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
Schmerz McGinn
 
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I 65
Schmerz/McGinnVsSearle: Wir sind nicht in der Lage, Schmerzen auf die zugrunde liegenden neuralen Einheiten zurückzuführen.
I 71
Schmerz/McGinn: lässt sich nur durch Introspektion ermitteln. Wir sind nicht imstande, den Blickpunkt zu wechseln, oder einen anderen Sinn anzuwenden.
I 226f
Gehirn/Mentalesisch/McGinn: das Gehirn unterliegt nicht den gleichen Beschränkungen wie die bewusste Vernunft. Bsp Schmerzen: es gibt möglicherweise ein Subsystem zur Selbstüberwachung, das den Schmerzzentren vorschreibt, die Fasern bei Überlastung zu wechseln. hier wären semantisch vermittelte Rückkopplungsscheifen offensichtlich höchst nützlich, je gescheiter, desto besser. Die Dimensionen dieser Gescheitheit fallen aber nicht mit dem Bewusstsein zusammen.
II 34
Schmerz/McGinnVsReduktionismus: Schmerz lässt sich nicht auf das Feuern von C-Fasern reduzieren, wie sich Wasser nicht auf H2O reduzieren lässt. Erscheinungen aber sind, was den Geist ausmacht. Also lässt sich Geist nicht auf das Gehirn reduzieren.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Sprachregeln Searle
 
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John R. Searle
J. Husted "Searle" in: Hügli/Lübke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek, 1993 s. 253

Sprachregeln//Searle:- von vielen Autoren überhaupt angezweifelt - sind in Wirklichkeit Regeln für sprachliches Handeln - jedenfalls sind Regeln für sing Term von ganz anderer Art - VsSearle: dann sind die Beziehungen zwischen der Analyse der Sprechakte und der der Bedeutung gar nicht geklärt
- - -
IV 84
Sprachregeln/Searle: Bsp Wer eine Feststellung trifft, legt sich auf die Wahrheit fest. - ((s) >Brandom, Kontoführung).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Sprechakttheorie Cresswell
 
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I 12
CresswellVsGrice/CresswellVsSearle/CresswellVsSprechakttheorie: ist eher eine Theorie der semantischen Performanz als der semantischen Kompetenz.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Sprechakttheorie Davidson
 
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Dum I ~26
DavidsonVsFege/DavidsonVsSearle: eine Theorie der Kraft ist überflüssig - Eine Beschreibung der Sprechakte ist nicht nötig. - (Der Wahrheitsbegriff vorausgesetzt).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Sprechakttheorie Searle
 
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John R. Searle
II 25
Aufrichtigkeitsbedingung: ist den Sprechakten intern.
IV 251
Sprechakt/Searle: regelbestimmte Handlungen - immer konstitutive (nicht regulative) Regeln - Searle: Sprechakt: Schlüssel zur Bedeutung - VsSearle: umstritten, weil Sprachregeln für z.B. sing Term ganz anderer Art als für Handlungen
V 68
Sprechakt ungleich Spiel! - Erklärung muss Regeln voraussetzen - Regeln nicht gleich Konvention - Sprechen regelgeleitetes Verhalten - Regeln, nicht Verhalten ist ausschlaggebend.
V 207
traditionelle Sprechakttheorie/Austin/Strawson/Hare: Wort W wird gebraucht, um Sprechakt A zu vollziehen - dann Bsp "gut" empfiehlt, "wahr" bekräftigt, "Wissen" garantiert etwas - SearleVs: das funktioniert nur bei performativen Verben wie "versprechen", aber nicht bei wertenden - erfüllt nicht die Adäquatheitsbedingung für semantische Analyse: ein Wort muß in allen grammatisch verschiedenen Sätzen dasselbe bedeuten - das kann es nicht, wenn die Bedeutung der Vollzug verschiedener Akte sein soll.
V 213
Falsch: anzunehmen, dass die Bedingungen für den Vollzug eines Sprechakts aus den Bedeutungen der Wörter folgten - ("Behauptungs-Fehlschluss").
IV 27
Sprechakttheorie/SearleVsAustin: nimmt Verben für Akte - das muss man aber unterscheiden - Bsp Verkündung eines Befehls kein Befehl.
IV 78
Sprechakttheorie/Searle: unterscheidet sich von anderen philosophischen Ansätzen dadurch, dass sie keine Menge von logisch notwendigen und hinreichenden Bedingungen für das zu erklärende Phänomen gibt - (Bsp Linguistik: Struktur-Regeln).
IV 86
Der illokutionäre Akt ist die Funktion der Bedeutung des Satzes.
IV 86
Fiktion/Sprechakt/Searle: Fiktion nicht anderer Sprechakt, sondern vorgegebener Akt - in Literatur, nicht anderer Akt als in Zeitung - keine semantische oder syntaktische Eigenschaft weist einen Text als fiktional aus.
IV 204
SprechakttheorieVsChomsky, VsRegeln, statt Semantik/Pragmatik.
VII 99
Sprechakt/Proposition/Searle: Unterschied: aus dem propositionalen Gehalt folgt nicht, dass die Behauptungsbedingungen erfüllt sind - die Proposition besagt vielmehr, dass der Sprecher beim Akt impliziert, dass sie erfüllt sind
VIII 435
Sprechakt/Searle: wird durch die semantischen Intentionen des Sprechers zusammengekittet. - VsChomsky: sieht nicht die wesentl. Verbindung von Bedeutung und Sprechakten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Supervenienz Armstrong
 
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II 132
"cum": statt Supervenienz - MartinVsArmstrong/VsPlace: Eigenschaften sind unlöslich qualitativ-cum-dispositional (oder umgekehrt) und nicht die Dispositionalität supervenient auf der kategorischen Eigenschaft und auch nicht umgekehrt. - Statt "träge", d.h. unfähig etwas zu bewirken oder bewirkt zu werden. - Lösung/Martin: reziproke Dispositions-Partner für gegenseitige Manifestation: Bsp Salz löst sich in Wasser auf, beide ändern sich.
II 167
Supervenienz/Searle: Festigkeit superveniert kausal auf Mikrostruktur - kein Epiphänomen - kausales Hinreichendsein der Mikrostruktur macht den Begriff der Supervenienz überflüssig. - MartinVsSearle: wie können Dinge, die mit Teilen des Ganzen identisch sind, eine kausale Wirkung auf das Ganze haben, das aus ihnen besteht? Absurd.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Supervenienz McGinn
 
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I 68
Bewusstsein/Supervenienz/McGinnVsSearle: Bewusstseinszustände lassen keine emergenztheoretische Erklärung mit Hilfe mereologischer Begriffe zu. Wir sind nicht in der Lage, Schmerzen auf die zugrunde liegenden neuralen Einheiten zurückzuführen.
I 68
Im Gegensatz dazu ist es aber durchaus möglich, die höherstufigen Eigenschaften von Flüssigkeiten auf diesem Wege zu erklären. ((s) Weil uns alle Ebenen leicht zugänglich sind.)
I 69
Bewusstseinszustände sind also nicht nach KAGA (Kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartigen Abbildungen) zu erforschen. Wir können wohl höherstufige Gehirnfunktionen aus ihren Bestandteilen begreifen, aber wenn wir vom Bewusstsein ausgehen, versagt diese Erklärung. Daher verfügen wir über kein Vorbild für eine eventuelle Emergenzbeziehung. Wir sehen kein offensichtliches Folgeverhältnis. (> Supervenienz)
I 98
Ich/McGinn: unterliegt einer Art physisch bedingtem Folgeverhältnis: sind zwei Körper physisch gleich, so muss, wenn einer von ihnen eine Person ist, auch der andere eine Person sein. Denn es kann, was die Personenhaftigkeit angeht, keinen Unterschied geben, dem keine physische Differenz zugrunde läge.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Wirklichkeit Searle
 
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John R. Searle
III 185
Wahrheit/Wirklichkeit/Searle: können nicht zusammenfallen, weil jede (wahre oder unwahre) Repräsentation an bestimmte Aspekte gebunden ist, aber nicht an andere - >Begriffsschema - Ontologie/Searle: aber eine ontologisch objektive Wirklichkeit schient keinen Gesichtspunkt zu haben - PutnamVsSearle: keine Fertigwelt.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Zitronen-Beispiel Bennett
 
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I 190
Zitronen-Bsp/Bennett: Grice: Konditional/beabsichtigen p) > (meinen p) - SearleVsGrice: es ist möglich (beabsichtigen p) und ~(meinen p). - BennettVsSearle: er hat Grice nicht widerlegt - das Antezedens ist nicht erfüllt - S meint nicht wörtlich, was er sagt.
I 30
Searle Bsp ("Zitronen Bsp", Originalstelle) Ein amerikanischer Soldat im zweiten Weltkrieg wird durch italienische Truppen gefangen genommen. Er möchte die Italiener glauben machen er sei ein deutscher Offizier und äußert den einzigen deutschen Satz den er von der Schule her noch behalten hat "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?" Seine Bewacher verstehen überhaupt kein Deutsch.
I 31
Searle: Trotzdem wäre es falsch zu sagen, dass er mit "Kennst du das Land" gemeint hat: "Ich bin ein deutscher Offizier".
Jonathan Bennett
I Bennett Die Strategie des Bedeutungs-Nominalismus aus Meggle (Hrsg) Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Frankf/M 1979

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 49 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsSearle Funktionalismus Vs Alltagspsychologie
 
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Schwarz I 147
analytischer Funktionalismus/Terminologie/Schwarz: so wird Lewis’ Position manchmal genannt, wegen der holistischen Charakterisierung. (Block, 1978, 271ff).
Schw I 148
„analytisch“: weil die Charakterisierung der kausalen Rollen bei Lewis analytisch sein soll. Wenn Funktionalismus aber als VsIdentitätstheorie verstanden werden soll, dann ist Lewis kein Funktionalist, sondern Identitätstheoretiker.
Standardeinwände VsFunktionalismus betreffen Lewis auch gar nicht: Bsp mentale Zustände:
mentale Zustände/Lewis: für ihre Charakterisierung braucht es auch wesentlich Verbindung zur wahrgenommenen Umgebung usw. Deshalb besteht keine Gefahr, dass wir Bsp der chinesischen Volkswirtschaft Gefühle zuschreiben müssten. (>DennettVsSearle?).
Andererseits kommt es nicht nur auf Input Output Relationen an, so dass Maschinen, die sich zwar äußerlich verhalten wie wir, aber intern völlig anders sind (Bsp Blocks (1981) „Blockhead“, Searle: Bsp Chinese Room (1980), Wünsche, Schmerzen und Meinungen hätten (> Bsp Marsmenschenschmerz).
Schmerz/VsLewis/VsVolkspsychologie: wenn wir wissen wollen, was Schmerz ist, sollten wir Schmerzforscher fragen und nicht den Mann auf der Straße.Theorie Theorie/Philosophie des Geistes/Schwarz: These: dass wir das Verhalten unserer Artgenossen mit Hilfe eines internalisierten Satzes an Regeln und Prinzipien interpretieren und nicht z.B.: durch mentale Simulation. Das wird Lewis völlig fälschlich zugeschrieben. Dieser hat sich dazu nie geäußert. Alltagspsychologie/Lewis: ist keine besondere „Theorie“. Sie setzt nur voraus, dass wir Meinungen und Erwartungen über mentale Zustände haben nicht unbedingt bewusste. (1997c: 333, früh: „Sammlung von Platituden“ (1972,§3).
LewisVsPsychologie: das wäre ein Wechsel des Themas. Wir wollen doch wissen, ob ein biologischer Zustand die Rolle spielt, die wir mit „Schmerz“ assoziieren.
Schw I 149
SchwarzVsLewis: der Gegensatz ist vielleicht weniger stark, manche Schmerzforscher könnten besser wissen, was Schmerz ist. Bsp Depression.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsSearle Derrida Vs Analytische Phil.
 
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Rorty III 218
DerridaVsanalytische Philosophie/Rorty: "Ich bete diese oxfordische Subtilität an, ebenso sehr wie ihre unerschütterliche Arglosigkeit. Sie werden immer dem Gesetz der Anführungszeichen vertrauen." (DerridaVsSearle).

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Newen Vs Beschreibungstheorie
 
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New I 233
Def Referenz/Newen: Relation zwischen dem Vorkommnis eines sing Term und dem dadurch bezeichneten Objekt. ((s) also referieren allg Term nicht?).
Namen/Eigennamen/Newen: zwei Probleme_
1. Referenzfestlegung: wie wird die Referenz festgelegt
2. Bedeutung: was ist die Bedeutung eines Namens.
Namen/Kennzeichnungstheorie/Beschreibungstheorie/Newen: Bsp "Aristoteles": die Bedkeutung wäre dann "Schüler Platons".
Vs: Problem: es könnte sein, dass jemand nicht weiß, dass Aristoteles Schüler Platons war, den Namen dennoch sonst nrichtig gebraucht.
Bündeltheorie/Lösung/Searle/Newen/(s): es sollte nicht passieren, dass ein einzelner Fehlschlag die ganze Theorie widerlegt, daher sollte ein Bündel von Kennzeichnungen ausschlaggebend sein, nicht eine einzelne Kennzeichnung.
I 234
Bündeltheorie/Referenzfestlegung/Searle/Newen: Searles Bündeltheorie versteht sich gleichzeitig als Theorie der Referenzfestlegung. Namen/Eigennamen/KripkeVsBündeltheorie/KripkeVsBeschreibungstheorie/KripkeVsSearle/Kripke/
Newen: (modales Argument): es gibt eine notwendige Bedingung für Def Bedeutungsgleichheit/Kripke:

(BG) wenn zwei Ausdrücke a1 und a2 bedeutungsgleich sind, dann sind sie in Sätzen, die mit dem Modaloperator "Es ist notwendig, dass" eingeleitet werden, wechselseitig ersetzbar, ohne dass der Wahrheitswert sich ändert.
I 235
Bsp Es ist notwendig, dass Aristoteles K ist. Hier ist nicht "Schüler Platons" einsetzbar. Daher kann der Name "Aristoteles" (Anführungszeichen von Newen) nicht dieselbe Bedeutung haben wie "Schüler Platons".
Beschreibungstheorie/metasprachlich/Namen/Newen: Sonderfall der Beschreibungstheorie (Kennzeichnungstheorie) der Eigennamen: die sogenannte metasprachliche Beschreibungstheorie:
Bsp die Bedeutung des Namens Aristoteles kann mit der Kennzeichnung "Der Träger des Namens "Aristoteles"" angegeben werden.
Pointe: diese Kennzeichnung erfasst das kontextunabhängige Wissen eines Sprechers in Bezug auf den Namen.
KripkeVs/Newen: wenn das modale Argument auch für die metasprachliche Theorie richtig ist, kann sie nicht richtig sein: es ist zwar notwendig, dass Aristoteles Aristoteles ist, aber nicht notwendig, dass Aristoteles
I 236
der Träger des Namens "Aristoteles" ist. er hätte einen anderen Namen bekommen können. Objekttheorie/Bedeutung/Namen/Eigennamen/Newen: These: die Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Eine Variante dieser Theorie ist Russells Theorie der Bedeutung von logischen Eigennamen. ("dis" usw.)
Erkenntnistheorie/VsRussell/Newen: Russells Erkenntnistheorie erwies sich als unhaltnbar.
Lösung/Newen: Referenzfestlegung durch eine Kennzeichnung: "Das einzige Objekt, das die Kennzeichnung erfüllt, die mit dem Ausdruck "E" (Anführungszeichen von Newen) assoziiert ist.
Frege: hat das zuerst konkretisiert (in seiner Theorie von Sinn und Bedeutung)
Namen/Frege/Newen: die Fregesche Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Referenzfestlegung/Frege/Newen: durch Kennzeichnung. Das ist Freges Theorie des Sinns.
Sinn/Frege/Newen: durch Kennzeichnung (= Referenzfestlegung für Eigennamen).
Namen/Frege/Newen: Frege verbindet eine Objekttheorie der Bedeutung mit einer Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung.
I 237
((s) KripkeVsFrege/KripkeVsBeschreibungstheorie/Newen/(s): Kripke hat auch die Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung kritisiert: Bsp Schmidt war der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes, nicht Gödel. Dennoch referieren wir mit "Gödel" auf Gödel und nicht auf ein Objekt, das mit einer Kennzeichnung herausgegriffen wird, die zutreffen kann oder nicht.) Lösung/Kripke: kausale Theorie der Eigennamen.
- - -
NS I 105
KripkeVsBeschreibungstheorie/(s): Bsp Gödel-Schmidt-Fall: wir referieren immer auf Gödel, wenn wir den Namen gebrauchen, auch wenn sich herausstellen würde, dass Gödel nicht den Unvollständigkeitssatz gefunden hat. Newen/Schrenk: der Name bezeichnet stets die Person, unabhängig davon, welche Kennzeichnungen auf sie in anderen hypothetischen Situationen zutreffen mögen.
Das zeigt, dass charakteristische Kennzeichnungen bei Namen nicht für die Referenzfestlegung verantwortlich sind.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsSearle Searle Vs Block, Ned
 
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John R. Searle
Metzinger II 561
SearleVsBlock: es ist nicht legitim, "bewußt" in der Bedeutung von z-bewußt zu gebrauchen. Searle: Ein totaler Zombie kann überhaupt kein Bewußtsein haben.
BlockVsSearle: er packt P-Bewußtsein und Z-Bewußtsein zusammen. (Aber es ist ein Unterschied, ob Bsp Armstrongs Fernfahrer nichts merkt, oder ob er Unfälle vermeidet.)
Außerdem versucht er, das Z-Bewußtsein durch die Idee von Graden des P-Bewußtseins zu ersetzen.
Block: in Wirklichkeit sind das Grade von Z-Bewußtsein

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsSearle Pauen Vs Chinese Room
 
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Pauen V 150
Chinese Room/Searle/Pauen: (1980) würde bedeuten, dass verbales Verhalten als Kriterium bei der Zuschreibung von Bewusstsein prinzipiell ungeeignet ist! Beachtliche Konsequenzen: nicht nur zusätzliches Argument VsTuringtest.
Läßt sich auf alle verbale Äußerungen, letztlich auf den gesamten Funktionalismus übertragen. Funktionale Merkmale wären keine Gewähr für Bedeutung.
VsChinese Room/VsSearle/Pauen: 1. es ist möglich, dass Computer andere hinreichende Bedingungen für die Instantiierung von Bewusstsein erfüllen.
V 151
2. (wichtiger): auch sein eigenes Argument benötigt die Voraussetzung, die er gleichzeitig bestreitet. Wenn man nach den neuronale Bedingungen für Bewusstsein sucht, muss man sich zuvor vergewissern, dass die untersuchten Organismen Bewusstsein besitzen! (Zirkulär!). Diese Sicherheit kann man höchstes über das Verhalten gewinnen. 3. die Situation weicht in vielen, von Searle nicht erwähnten Aspekten von der gewöhnlichen Sprechersituation ab.
Der Insasse hat gar keine Möglichkeit, auf die Sprechersituation einzugehen!
Er kann keine vorangegangenen Fragen berücksichtigen.
Er kann keine Wiederholungen erkennen.
Variante: sollten mehrere Schritte berücksichtigt werden können, droht kombinatorische Explosion. Nur ein ungleich komplexeres System hätte die notwendigen Fähigkeiten das zu bewältigen. Doch gerade in einem solchen Fall wäre es nicht mehr plausibel, dass das System kein Bewusstsein besitzt!
Auch dann noch wäre das System weder flexibel noch lernfähig.
Kleinste Abweichungen und Schreibfehler wirken sich verheerend aus.
V 152
Bedeutungsrelevante sind nicht von irrelevanten Unterscheiden zu trennen. ((s) Das sind alles Argumente im Sinne Searles insoweit, als wirkliches Bewusstsein gerade diese Eigenschaften haben muss.)
VsSearle/(s): die Argumente sind insoweit gegen Searle gerichtet, als die Fiktion des Chinese Room nicht unentdeckt bleiben könnte.
- - -
Lanz I 296
VsSearle/VsChinese room: (Lanz): das Gehirn ist ebenfalls eine rein syntaktische Maschine. Also bleibt am Ende doch nichts anderes übrig als der von der Kognitionswissenschaft eingeschlagene Weg: unter so viel realistischen Annahmen wie möglich Ausschau nach subpersonalen kognitiven Prozessen zu halten.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsSearle Searle Vs Dekonstruktivismus
 
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John R. Searle
Rorty VI 118
Dekonstruktion/SearleVsDekonstruktivismus/Rorty: nehmen wir an, ich erwische einen dekonstruktivistischen Automechaniker, der mir sagt, der Vergaser sei sowieso nur Text und es gäbe nichts zu reden außer über die Textualität dieses Texts, dann ist die Kommunikation zusammengebrochen. RortyVsSearle: den dekonstruktivistischen Intellektuellen, die mit Glück als Automechaniker untergekommen sind, fällt es nicht schwer, anzugeben, wo ihre Arbeit aufhört, und die Philosophie anfängt.
Der Dekonstruktivismus hat sein Leben nicht mehr verändert, als der Atheismus das Leben seiner Vorfahren. Der Unterschied betrifft die Atmosphäre und das spirituelle Element.
VI 120
Beschreibung/Handlung/Verstehen/Searle: unsere Praktiken werden unverständlich, wenn wir unser Handeln in verschiedenen Arten und Weisen beschreiben, SearleVsDavidson/SearleVsDerrida: vor allem, mit nichtrealistischer oder nichtrepräsentationaler Terminologie. (RortyVsSearle). Searle: einige Sätze können nicht in Frage gestellt werden, ohne dass man die Praktiken selbst in Zweifel zieht. Sie sind Bedingung der Verständlichkeit.
RortyVsSearle: rhetorische Schnörkel, die der Praxis den Anschein geben sollen, an einer gewaltigen Sache festzuhalten, nämlich der metaphysischen Realität.
VI 120
RortyVsSearle: harter Realismus führt zur Metaphysik.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Nagel Vs Dennett, D.
 
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Rorty VI 144
Erklärung/Dennett/Rorty: es reicht aus, zu erklären, warum es etwas Phänomenologisches zu geben scheint also warum es so zu sein scheint " dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Denken .. dass etwas rosarot erscheint, und dem, dass etwas wirklich rosarot erscheint. (!) VsDennett: seine Kritiker glauben, dass sein Buch bloß dazu taugt, das Bewusstsein wegzuerklären.
Glauben/Existenz/Dennett/Rorty: sollte erwidern, dass es eine gute Sache ist, etwas wegzuerklären, also zu erklären, dass wir dem Etwas in unserem Bild keinen Platz einräumen müssen, sondern nur dem Glauben an dieses Etwas.
NagelVsDennett/Rorty: prokusteshafte Anpassung an Objektivität. Stattdessen sollten wir uns um eine Objektivität bemühen, die den Standpunkt der ersten Person mit dem der dritten Person verbindet.
Erste Person/Nagel/Searle/Rorty: (u.a.): Kenntnis von intrinsischen, nichtrelationalen Eigenschaften geistiger Ereignisse.
RortyVsNagel/VsSearle: falls sie die Maxime: "hat man alle relationalen Eigenschaften (alle Ursachen und Wirkungen) erklärt, so hat man die Sache selbst erklärt" akzeptieren, so werden sie erkennen, dass sie hier den Kürzeren ziehen.
I 145/146
Nagel: (laut Rorty) daher muss er darauf beharren, dass nichtrelationale Eigenschaften unmöglich auf relationale zurückführbar sind. Bewusstsein/Nagel/Rorty: dass ein Mensch Bewusstsein hat, ist nicht bloß ein Glaube, sondern eine Schlussfolgerung aus den Belegen.
Also gibt es eine Lücke (laut Rorty) zwischen den Belegen und dem Schluss aus den Belegen, die Lücke zwischen der Gesamtheit der Relationen zwischen dem Bewusstsein und der übrigen Welt und der intrinsischen Beschaffenheit des Bewusstseins andererseits.
VI 147
NagelVsDennett/Rorty: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
VI 149
Heterophänomenalismus/DennettVsNagel: er sollte den "Heterophänomenalismus" als neutrale Beschreibung akzeptieren. RortyVsDennett, RortyVsNagel: beides ist verfehlt! Der Heterophänomenalismus beansprucht, das was Nagel für unsagbar hält, auszusprechen. Nagel hat hier recht, wenn er dem eine petitio principii vorwirft, denn damit werden alle interessanten Fragen vorentschieden.
DennettVsNagel: vielleicht ist man nur jetzt nicht in der Lage, und später sehr wohl, gewisse Dinge zu beschreiben!
NagelVsDennett: etwas "anderes, Beschreibbares" interessiert mich gar nicht! Man soll das Unbeschreibbare nicht durch etwas Beschreibbares ersetzen.
VI 150
Das wäre so, als wollte man von Kant verlangen, nach der Rezeption von Hegel doch noch das Ding an sich zu erkennen.
VI 151/152
Def Heterophänomenologie/Rorty: nimmt für sich in Anspruch, dem anderen mitzuteilen, worüber dieser "eigentlich geredet hat". VsQualia, Vs unerkennbares Wesen, Vs Wissen, das nicht durch Redeweise beeinflussbar ist, (Reduktionismus) . (RortyVsDennett: dieser glaubt fälschlich, er sei neutral).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Searle Vs Dennett, D.
 
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John R. Searle
Dennett I 558
Intentionalität/SearleVsDennett: ist nicht durch die Zusammensetzung von Apparaten oder den immer besseren Aufbau von Algorithmen zu erreichen. DennettVsSearle: das ist der Glaube an Himmelshaken: der Geist soll nicht entstanden sein, er ist nicht gestaltet, sondern nur (unerklärliche) Quelle von Gestaltung.
SearleVsDennett: die Ansicht, man könne nach den "freischwebenden Gründen" für einen Selektionsprozeß für den Geist suchen, sei ein Zerrbild des darwinistischen Denkens.
- - -
Searle I 179
Wir können den Begriff von einem unbewussten Geisteszustand nur so verstehen, dass er von einem wirklichen Inhalt des Bewusstsein handelte. Def "Verbindungsprinzip": die Idee, dass alle unbewussten intentionalen Zustände im Prinzip Bewusstsein zugänglich sind.
1. SearleVsDennett: es gibt einen Unterschied zwischen intrinsischer Intentionalität und Als ob Intentionalität. Wollte man diesen Unterschied aufgeben, müsste man in Kauf nehmen, dass alles zu etwas Geistigem wird, denn relativ zu irgend einem Zweck lässt sich alles und jedes so behandeln, als ob es etwas geistiges wäre.
Bsp Fließendes Wasser ließe sich so beschreiben, als ob es Intentionalität hätte: es versucht, nach unten zu gelangen, indem es cleverer Weise die Linie des geringsten Widerstands besucht, es verarbeitet Information, des berechnet die Größe von Felsen usw.. (> Naturgesetze). Doch wenn Wasser etwas Geistiges ist, dann ist alles etwas Geistiges.
2. Unbewusste intentionale Zustände sind intrinsisch.
I 180
3. intrinsische intentionale Zustände, bewusst oder unbewusste, haben immer eine Aspektgestalt. Jemand mag ein Glas Wasser trinken wollen, ohne ein Glas H2O trinken zu wollen. Es gibt unbestimmt viele wahre Beschreibungen des Abendsterns oder eines Glases Wasser, aber wenn jemand ein Glas Wasser wünscht, dann geschieht dies nur unter gewissen Aspekten und unter keinen anderen.
I 181
4. Das Aspekte Merkmal lässt sich allein mit Hilfe von Dritte Person Prädikaten nicht erschöpfend oder vollständig charakterisieren. Es wird immer eine Folgerungslücke klaffen zwischen den erkenntnistheoretische Gründen, die wir aus dem Verhalten dafür gewinnen können, dass der Aspekt vorliegt, und der Ontologie des Aspekts selbst. Eine Person mag sehr wohl ein Verhalten des Wassersuchens an den Tag legen, aber jedes solche Verhalten wird auch ein Suchen von H2O sein. Es gibt keine Möglichkeit das Zweite auszuschließen.
I 182
Bsp Angenommen, wir hätten ein Hirn o Skop um in den Schädel einer Person zu blicken, und sehen, dass sie Wasser, aber kein H2O will, dann müsste immer noch eine Schlussfolgerung im Spiel sein! Wir müssten dann immer noch eine gesetzesartige Verknüpfung haben, die uns in die Lage versetzt, aus unseren Beobachtungen der neuralen Architektur zu schließen, dass in diesem Fall der Wunsch nach Wasser, nicht aber der Wunsch nach H2O realisiert ist. Die neurophysiologischen Tatsachen sind immer für eine beliebige Menge geistiger Tatsachen kausal hinreichend.
5. Doch die Ontologie der unbewussten Geisteszustände besteht einzig und allein in der Existenz rein neurophysiologischer Phänomene.
Bsp stellen wir uns vor, jemand schläft fest und traumlos. Nun ist es so, dass er glaubt, dass die Hauptstadt von Colorado Denver ist. Nun, die einzigen Tatsachen, die existieren können, während er völlig ohne Bewusstsein ist, sind neurophysiologische Tatsachen.
I 183
Das scheint ein Widerspruch zu sein: die Ontologie der unbewussten Intentionalität besteht ganz und gar aus objektiven, neurophysiologischen Dritte Person Phänomenen, und dennoch haben diese Zustände eine Aspektgestalt. Dieser Widerspruch löst sich auf, wenn wir folgendes berücksichtigen: 6. Der Begriff eines unbewussten intentionalen Zustands ist der Begriff von einem Zustand, der ein möglicher bewusster Gedanke ist.
7. Die Ontologie des Unbewussten besteht in objektiven Merkmalen des Gehirns, die fähig sind, subjektive bewussten Gedanken zu verursachen.
I 184
Die Existenz von Kausalmerkmalen ist damit verträglich, dass ihre Kausalkräfte in jedem Einzelfall durch Störfaktoren blockiert sein mögen. Ein unbewusster intentionaler Zustand mag so beschaffen sein, dass er von der betreffenden Person einfach nicht zum Bewusstsein gebracht wären werden könnte. Er muss jedoch ein Ding von der Art sein, das prinzipiell zum Bewusstsein gebracht werden kann. Mentalismus: der naive Mentalismus führt zu einer Art dispositionalen Analyse unbewusster Geistesphänomene. Die Idee einer dispositionalen Theorie des Geistes ist genau zu dem Zweck eingeführt worden, die Berufung auf das Bewusstsein loszuwerden. (> Ryle).
- - -
III 156
Regel/VsSearle: man könnte einwenden: "ist es nicht eigentlich einfach so, "als ob" wir den Regeln folgten?" Als ob/Intentionalität/Searle: "Als ob-Intentionalität" erklärt nichts, wenn es keine wirkliche Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft.
SearleVsDennett: sie ist so leer wie dessen "intentionale Haltung".

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsSearle Habermas Vs Derrida, J.
 
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Derrida I 95
Derrida: keine Unterscheidung zwischen Alltagssprache und Spezialsprachen. (DerridaVsSearle).
I 196
HabermasVsDerrida: es gibt doch Unterschiede. Derrida überverallgemeinert die poetische Sprache. Es muß eine Sprache geben, auf der Forschungsergebnisse besprochen und Fortschritte registriert werden können. HabermasVsDerrida: er entwendet sich den Zwängendes subjektphilosophischen Paradigmas nicht. Sein Versuch, Heidegger zu überbieten, entgeht nicht der aporetischen Struktur des von aller Wahrheitsgeltung entkernten Wahrheitsgeschehens.
I 211
Subjektphilosophie/Derrida: Habermas: er bricht keineswegs mit ihr. Er greift unbefangen im Stile der Ursprungsphilosophie auf sie zurück: es bedürfte anderen Namen als der des Zeichens und der Re -präsentation um dieses Alter denken zu können: die unendliche Derivation der Zeichen, die umherirren und die Schauplätze wechseln. HabermasVsDerrida: nicht die Geschichte des Seins ist das erste und letzte, sondern ein Vexierbild: die labyrinthischen Spiegeleffekte alter Texte ohne Hoffnung auf Entzifferung der Urschrift.
I 213
HabermasVsDerrida: seine Dekonstruktionen folgen der treulich Heidegger. Unfreiwillig stellt er den umgekehrten Fundamentalismus dieses Denkens bloß: die ontologische Differenz und das Sein werden noch einmal durch die Differänz überboten und eine Etage tiefer gelegt.
I 214
Derrida erbt die Schwächen der Kritik der Metaphysik. Leerformelhafte Beschwörung einer unbestimmten Autorität.
I 233
DerridaVsSearle: keine Unterscheidung zwischen gewöhnlichem und parasitären Gebrauch - Searle, HabermasVsDerrida: doch Unterscheidung: Kommunikation setzt gemeinsames Verstehen voraus
I 240
Derrida These: in der Alltagssprache befinden sich ebenso poetische Funktionen und Strukturen, daher kein Unterschied zu literarischen Texten, daher gleiche Analysierbarkeit. HabermasVsDerrida: er ist unempfindlich gegenüber der spannungsreichen Polarität zwischen der poetisch-weltaufschließenden und der prosaisch-innerweltlichen Sprachfunktion.
I 241
HabermasVsDerrida: für ihn sind die sprachvermittelten Prozesse in der Welt in einen alles präjudizierenden weltbildenden Kontext eingebettet. Derrida ist blind für den Umstand, dass die kommunikative Alltagspraxis dank der ins kommunikative Handeln eingebauten Idealisierungen Lernprozesse in der Welt ermöglichen, an denen sich die welterschließende Kraft der interpretierenden Sprache ihrerseits bewähren muß. Erfahrungen und Urteil bilden sich nur im Lichte kritisierbarer Geltungsansprüche! Derrida vernachlässigt das Negationspotential verständigungsorientierten Handelns. Der lässt hinter der welterzeugenden Kapazität der Sprache die Problemlösungskapazität verschwinden. (Ähnlich Rorty)
I 243
HabermasVsDerrida: durch das Überverallgemeinern der poetischen Sprachfunktion hat er keinen Blick mehr für das komplexe Verhältnis einer normalsprachlichen Alltagspraxis.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993
VsSearle Rorty Vs Derrida, J.
 
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Richard Rorty
III 222
Dekonstruktion/RortyVsDerrida: kein neues Verfahren. Man lernt Dekonstruktion wie man Sexualsymbole, bourgeoise Ideologie usw. in Texten entdecken lernt. Lesen wird nicht leichter oder schwerer dadurch, wie Fahrradfahren nicht leichter oder schwerer wird, wenn man Entdeckungen zur Natur der Energie dabei macht. Rekontextualisierung/RortyVsDerrida: gibt es schon seit langem: Sokrates hat Homer rekontextualisiert, Augustinus die heidnischen Tugenden, Hegel, Sokrates und Augustinus, Proust sich selbst, und Derrida alle.
Warum klingt es so erschreckend, wenn Derrida es tut, im Gegensatz zu Hegel? Weil Derrida die "akzidentelle" materiale Gestalt der Wörter nutzt, während
Hegel: sich zwar nicht mehr an die Regel halten wollte, dass die "Widerspruchs" Relation nur für Sätze, und nicht für Begriffe gilt, aber sich doch der anderen Regel unterwarf, dass man Klang und Form der Worte kein Gewicht beizumessen hat.
Derrida: wenn man mit anderen Menschen kommuniziert, muss man diese Regeln natürlich einhalten, aber nicht, wenn man mit anderen Philosophen kommuniziert.
IV 9
Metaphysik/RortyVsDerrida: gibt eine zu dramatische Darstellung der Rolle, die die Metaphysik in unserer Kultur spielt. Er legt zuviel Nachdruck auf die besondere Art von zentripetalem Denken, die in begründungsorientiertem Philosophieren endet.
IV 118
Schrift/Derrida/Rorty: wir sollen uns »eine Schrift denken, ohne Anwesenheit und ohne Abwesenheit, ohne Geschichte, Ursache
IV 119
arché telos, welche die gesamte Dialektik, Theologie und Ontologie derangierte (sic)«. Eine solche Schrift wäre Literatur, welche nicht mehr im Gegensatz zur Philosophie steht. Schrift/Text/RortyVsDerrida: Dilemma: entweder er kann sich die Philosophie aus dem Kopf schlagen
IV 120
und das Was der Schrift hat keinen Witz mehr, oder er muss die Abhängigkeit des Textes der Philosophie von seinen Rändern akzeptieren. Wenn Derrida solche Tragikomödie nacherzählt, zeigt er sich von seiner besten Seite. Seine schwächsten Stellen sind die, wo er das, was ihm verhasst ist, zu imitieren beginnt und behauptet, er böte »strenge Analysen«.
IV 121
SearleVsDerrida/Rorty: seine Argumente sind einfach grässlich. Rorty: da hat er Recht! RortyVsSearle: er unterschätzt Derrida: der sucht gar keine Erkenntnisgrundlagen!
RortyVsSearle: die Vorstellung, es gäbe so etwas wie einen nach allgemeinen und ahistorischen Maßstäben meßbaren »geistigen Gehalt« verbindet ihn mit Platon und Husserl, während sie ihn von Derrida trennt. Die Schwäche seiner Auseinandersetzungen Derrida liegt darin, dass er glaubt, dieser betreibe amateurhafte Sprachphilosophie. Er merkte nicht, dass Derrida metaphilosophische Fragen nach dem Wert einer solchen Philosophie stellt.
IV 122
RortyVsDerrida: jede neue Art von Schrift, die ohne arché und ohne telos auszukommen sucht, wird auch ohne Gegenstand dastehen!
IV 123
RortyVsDerrida: Dilemma: ein weiteres Metavokabular wird a) entweder eine weitere philosophische ab Geschlossenheit erzeugen oder
b) mehr Offenheit als wir gebrauchen können.
Dessen ist Derrida sich bewusst. Daher setzt er sich von Heidegger ab, der dabei gescheitert ist unphilosophisch über Philosophie zu schreiben.
DerridaVsHeidegger: "es wird keinen einzigartigen Namen geben, und sei es der des Seins".
IV 125
Heidegger geht nie über eine Gruppe von Metaphern hinaus, die ihm und Husserl gemeinsam sei. Diese Metaphern deuten darauf hin, dass wir alle tief im Innern über die "Wahrheit des Seins" verfügen! Rufen und Lauschen entgeht auch nicht dem Zirkel der wechselseitig explizierbaren Begriffe. (s.o.).
IV 126
Schrift/Dialektik/RortyVsDerrida: "Primat der Schrift" nicht viel mehr als eine Grille: nicht mehr als die Behauptung, dass gewisse Merkmale des Diskurses im Fall der Schrift deutlicher erkennbar sind, als bei der gesprochenen Sprache.
IV 127
Das ist nicht mehr als eine fade Dialektik der Umkehrung, der Hegel schon in der Phänomenologie den Garaus macht, und die Kierkegaard als "Kunststücke eines Hundes" bezeichnet.
IV 129
RortyVsDerrida: die Unterscheidung zwischen folgerungsbedingten Beziehungen und nicht folgerungsbedingten Assoziationen ist ebenso unklar und verschwommen, wie die zwischen Wort und Satz oder zwischen dem Metaphorischen und dem Buchstäblichen.
IV 130
Aber Derrida muss mit all diesen Unterscheidungen etwas anfangen. Er muss dafür sorgen, dass sie scharf genug aussehen. Es geht ihm darum, der erste zu sein, er sich auf dieses Thema stürzt, während alle bisherigen Autoren nichts weiter geleistet hätten als das alte Gebäude immer wieder zu errichten.
IV 129
Satz/Rorty: die Unterscheidung zwischen Satz und Nichtsatz ist verschwommen. ((s) Aber s.o. IV 49 Welt/Rorty: Menge der Nichtsätze. - Das setzt eine klare Unterscheidung voraus).
IV 131
Text/Schrift/RortyVsDerrida: es ist einfach nicht wahr, dass die Textfolge, die den Kanon der Tradition bildet, in einer Metaphorik gefangen ist, die seit der griechischen Antike unverändert geblieben ist. Das Verfahren, mehrere Sprachen zugleich zu sprechen und mehrere Texte zugleich zu schreiben ist genau das, was alle wichtigen, revolutionären, originellen Denker geübt haben.
IV 135
Text/RortyVsDerrida: praktisch alle Denker habe mehrerer Texte gleichzeitig geschrieben. Auch »Glas« ist kein Neuland, sondern die realistische Darstellung eines Standorts, auf dem wir schon seit einiger Zeit hausen.
IV 136/137
RortyVsDerrida: er kann keine argumentative Auseinandersetzung führen, ohne sich in einen Metaphysiker zu verwandeln. Sein/DerridaVsHeidegger: das Sein hat immer nur »Sinn« gehabt, immer nur als in Seienden verborgenes gedacht. Die »differance« ist auf eine gewisse und äußerst sonderbare Weise »älter« als die ontologische Differenz oder als die Wahrheit des Seins.
IV 138
Spur/Derrida: weder ein Grund, noch eine Begründung, noch ein Ursprung. (Behauptet, das »bewiesen« zu haben. RortyVsDerrida: wie kann er das beweisen? >Beweis.)
IV 139
»differance«/Derrida: »weder ein Wort noch ein Begriff«. RortyVsDerrida: zunächst mal war es ein Schreibfehler. Dass es das nicht mehr ist, liegt darin, dass es tatsächlich ein Wort geworden ist. Außerdem bezeichnet jedes Wort, dass eine Verwendung hat, einen Begriff.
IV 140
Begriff/Wittgenstein/Rorty: von Wittgenstein haben wir gelernt, dass jedes Wort mit anderen verwoben ist. RortyVsDerrida: Widerspruch: Derrida versucht, sich die Sprachspielerklärung des Bedeutungsbegriffs zu eigen zu machen und gleichzeitig einigen magischen Wörtern Vorrechte zuzugestehen.
RortyVsDerrida: leistet nicht viel mehr als zu vermeiden, die binären Gegensätze der Metaphysik einfach nur zu neutralisieren.
IV 142
RortyVsDerrida: das soll alles nicht heißen, dass die Wortspiele nicht witzig sind, sondern nur, dass der sie umgebenden Ton der Dringlichkeit unangebracht ist. - - -
VI 475
Ordnung/Searle: auch eine verschwommene Unterscheidung kann dennoch nützlich sein. VsDerrida, der seiner Meinung nach überhaupt keine Unterscheidungen trifft.)

VI 476
Zeichen/RortyVsDerrida: er sollte Begriffe nicht als Quasi Personen hinstellen. ((s) die uns Unheil bringen). Zeichen/Derrida: hätten uns transzendentale Scheinprobleme beschert. Bsp wie Intentionalität in einer Welt der Atome und des leeren Raums möglich sei.
RortyVsDerrida. sollte die Frage "Was ist das Politische?" überhaupt nicht stellen. Es setzt wie die "Frömmigkeit" des Euthyphron irgendein Wesen voraus, von dem man annehmen sollte, dass sie nur für Phallogozentristen interessant wären!
Begriff/Derrida: will ohne Begriffe als "Akteure" schreiben.
VI 477
RortyVsDerrida: man sollte nicht über die Abenteuer von Begriffen, sondern über die Abenteuer von Menschen schreiben. Er sollte nicht behaupten, häufig gebrauchte Wörter stünden für inkohärente Begriffe, denn für die Kohärenz gibt es keinen besseren Beweis, als den Gebrauch, also dass dieses Sprachspiel wirklich gespielt wird.
Derrida ist selbst ziemlich transzendental, während er andere deswegen kritisiert.
VI 480
Schein/Erscheinen/Scheinen/RortyVsDerrida: mit Wittgenstein und Davidson können wir unsere Arbeit tun, ohne diese fragwürdige Unterscheidung (Sein/Schein) auch nur zu erwähnen!
VI 500
Text/Begriff/RortyVsDerrida: falls es wirklich eine Welt gibt, in der Begriffe leben und weben und unabhängig vom Sprachverhalten der Wortbenutzer existieren nämlich jene Welt, welche die transzendentale Bedingung der Möglichkeit der Transzendentalphilosophie ist stellt sich die Frage: Wieso kann es ebenfalls ein empirischen Faktum sein, dass ein Begriff nichts weiter ist, als der Gebrauch, den wir armseligen existierenden Individuen von einem Wort machen. Sofern die Welt, in der ein Begriff nichts anderes als dieser Gebrauch ist, wirklich ist, fragt es sich: Wie ist es möglich, dass jene andere Welt ebenfalls real ist?

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Searle Vs Derrida, J.
 
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John R. Searle
Rorty III 218
Derrida/"Fido": bringt Assoziationen zur "Treue"(fidere). SearleVsDerrida: er habe Austins Unterscheidung zwischen Erwähnung und Gebrauch nicht beachtet. wenn er sie aber beachte, greife seine Kritik nicht.
DerridaVsSearle: Bsp zu sagen, der Name "Fido" sei gewählt worden, "damit das Beispiel gelehrig sei" ist eine Nichtbeachtung der Unterscheidung zwischen Erwähnung und Gebrauch! Die Unterscheidung ist vielleicht gar nicht von Nutzen.
- - -
Searle III 169
Derrida: "In n’y pas de "hors texte"." SearleVsDerrida: das wird ohne Argument einfach behauptet. In einer späteren polemischen Antwort auf mich scheint er ohnehin alles zurückzunehmen. Er behauptet da, dass das Ganze nur die Banalität meine, dass alles in dem einen oder anderen Kontext existiert.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Tugendhat Vs Dummett, Michael
 
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I 253
Bedeutung/Behauptung/Dummett/Tugendhat: Bsp Spiel: Behauptungshandlung, Behauptung und Gegenbehauptung, "ja"/"nein" entspricht "wahr"/"falsch" einer gewinnt, einer verliert. Dieses Schema soll jeder Äußerungen jedes assertorischen Satzes zugrunde liegen!
I 254
Der Sprecher übernimmt eine Garantie, die vom Hörer in Zweifel gezogen wird. (Searle so ähnlich, s. o.).
I 255
Neu: es wird umgekehrt gesagt: wenn der Ausdruck verwendet wird, welches dann die Bedingungen sind, unter denen er richtig ist. Das setzt voraus: 1. dass die Bedingungen, in denen der Ausdruck verwendet wird für die Richtigkeit der Verwendung gleichgültig sind.
2. dass die Bedingungen von denen die Richtigkeit abhängt, solche sind, deren Erfülltsein von der Verwendung des Ausdrucks selbst garantiert wird. Was der Ausdruck garantiert, ist, dass die Bedingungen seiner Richtigkeit (Wahrheit) erfüllt sind!
Die Äquivalenz "p ⇔ dass p ist wahr" gründet darin, dass derjenige, der etwas behauptet, immer schon die Richtigkeit mitbehauptet.
I 256
Sprecher: Bedingungen und Vorhandensein zusammen garantiert. Hörer: trennt beides und stellt es getrennt in Frage. (Asymmetrie).
I 256/257
TugendhatVsDummett/TugendhatVsSearle: unbefriedigend: 1. Es ist noch nichts darüber gesagt worden, welches die Wahrheitsbedingungen einer Behauptung bzw. eines Satzes sind. Eine Möglichkeit wäre zu sagen, dass die Wahrheitsbedingungen eines Satzes ihrerseits durch einen Satz angegeben werden. Das setzt natürlich voraus, dass für die Erklärung eines Satzes immer schon ein anderer Satz zur Verfügung steht. Metasprache. (TugendhatVs). Die Erklärung muss in einer Verwendungsregel liegen.
Es genügt nicht, zu zeigen, dass der erste Satz wie der zweite verwendet wird, es muss gezeigt werden, unter welchen Bedingungen der eine Satz gebraucht wird.
2. Jedes Übernehmen einer Garantie setzt seinerseits die Verwendung eines assertorischen Satzes voraus, das ist also eine Pseudoerklärung.
- - -
II 231
TugendhatVsDummett: "Bedeutung" bei Frege sollte man nicht mit "Referenz" übersetzen!
II 232
Gerechtfertigt nur dort, wo Frege Sätze als Eigennamen auffasst!
II 247
Referenz/Tugendhat: durch meine Kritik an der Übersetzung Bedeutung = Referenz habe ich nicht den Primat der Wahrheit vor den Gegenständen in Frage gestellt. DummettVsTugendhat: es genügt nicht, die Bedeutung von Namen lediglich als Wahrheitswertpotential zu erklären: 1.die Bedeutung könnte dann als bloße Äquivalenzklasse von Ausdrücken aufgefasst werden.
TugendhatVsDummett: richtig bei Sätzen und Prädikaten, bei Namen muss man sich nicht damit begnügen.
DummettVsTugendhat: 2. Dass zwei Namen "a" und "b" dieselbe Bedeutung haben, wenn sie dasselbe Wahrheitswertpotential haben, gilt nur bei extensionalen Prädikaten. Aber mit welchem Kriterium kann man extensionale von intensionalen Prädikaten unterscheiden? Es setzte voraus, dass wir ein Kriterium für die Bedeutungsgleichheit von Namen hätten, das nicht erst durch das Leibnizsche Gesetz festgelegt wird.
II 248
Leibnizsches Gesetz/Dummett: kann nicht als Definition von "=" aufgefasst werden, sondern gründet darin, dass, wenn wir etwas von einem Gegenstand prädizieren, der Wahrheitswert der Behauptung unabhängig sein muss von der Gegebenheitsweise!. TugendhatVsDummett: nicht so bei Frege: Dummett weist selbst darauf hin, dass er das Leibnizsche Gesetz als Definition von "=" aufgefasst hat.
Tugendhat: wir können, was wir mit Identität meinen, nicht mit dem Gesetz erklären. Tugendhat pro Dummett.
TugendhatVsDummett: mit Sätzen als Äquivalenzklassen hat man nicht den Bezug zur Welt verloren: es geht nur um ganz bestimmte Äquivalenzklassen, die natürlich durch die Beschaffenheit der Welt bestimmt sind.
Dummett: Sätze nicht gleich Namen! (VsFrege).
II 249
Referenz/Dummett: semantische Rolle. Tugendhat: das ist genau dasselbe wie mein "Wahrheitswertpotential". ((s) > semantischer Wert?).
II 250
Referenz/Frege: er hat nie von Referenz gesprochen Prädikate/Frege: er hat nie davon gesprochen, dass die Bedeutungen von Prädikaten als "Quasi-Gegenstände" verstanden werden müssten.
Dummett/Tugendhat: der berechtigte Kern an Dummetts Kritik: aus dem Wahrheitswertpotential folgt noch nicht, dass die Bedeutung eines Namens ein Gegenstand sei.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsSearle Stalnaker Vs Dummett, Michael
 
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II 1
"Linguistisches Bild"/Terminologie/Stalnaker: Dummetts These, dass Sprache vor Denken geht.
StalnakerVsDummett.
II 2
Das linguistische Bild hat sogar unser Verständnis der Sprache gestört. StalnakerVsDummett: ich kehre Dummetts Axiom um: die Sprachphilosophie kann nur durch eine Philosophie des Denkens erreicht werden.

Def Sprache/Grice/Stalnaker: ist ein Instrument, um gewisse Ziele zu erreichen. (Stalnaker dito)
Stalnaker: dabei sollten wir Mittel und Zwecke unterscheiden.
Def Reden/Stalnaker: ist wesentlich ein Unterscheiden von Möglichkeiten. Das sagt Dummett auch, denn zu wissen, unter welchen Wahrheitsbedingungen (WB) ein Satz wahr ist, heißt zu wissen, welche Möglichkeiten er ausschließt.
II 74
Fatalismus/Dummett: (Dummett "Die Herbeiführung der Vergangenheit"): Entweder werde ich getötet bei diesem Angriff oder ich werden nicht getötet. Angenommen, ich werde. Dann werde ich getötet, selbst wenn ich Vorkehrungen treffe. Daher werden die Vorkehrungen vergebens sein. Aber angenommen, ich werde nicht getötet, selbst wenn ich keine Vorkehrungen treffe, dann werden Vorkehrungen gar nicht notwendig. logische Form/Stalnaker:
K: ich werde getötet
P: ich treffe Vorkehrungen
Q Vorkehrungen sind nutzlos
R: Vorkehrungen sind unnötig.
1. K v ~K - 2. K - 3.P >K - 4. Q - 5. ~K - 6.~P >~K - 7. R 8. Q v R
Stalnaker: es ist nicht hinreichend zu sagen, dass ein bestimmter Schritt ungültig ist und es dabei zu belassen.
Fatalismus/DummettVsFatalismus/Dummett: jeder Sinn von Konditional, der den Schritt von 2 zu 3 und von 5 zu 6) gültig macht, muss zu schwach sein, um den Schluss von 3 zu 4 gültig zu machen.
Daher kann das ganze Argument nicht gültig sein, egal wie das Konditional analysiert wird.
Stalnaker: das ist überzeugend, aber es wäre nur dann eine vollständige Lösung, wenn er außerdem zeigte, dass es in unserer Sprache überhaupt verschiedene Sinne (senses) des Konditionals gibt, die jeden dieser Schritte rechtfertigen.
StalnakerVsDummett: das wird nicht gehen, denn die Stärke seines Arguments beruht auf einer Verwechslung zweier Sinne (senses) des Konditionals. (Semantischer Sinn und pragmatischer Sinn des Konditionals).
a) nach der semantischen und pragmatischen Analyse (s.o.) gibt es einen Sinn des Konditionales, nach dem die Inferenz von
II 75
2 zu 3 vernünftig ist und der auch stark genug ist, den Schluss von 3 zu 4 zu rechtfertigen. Fatalismus/StalnakerVsDummett: der Fehlschluss besteht nicht in dem was Dummett glaubt, sondern beide Unterargumente sind gute Argumente. Und zwar in dem Sinn, dass jeder, der in einer Position ist, die Prämisse zu akzeptieren, während es offenbleibt ob das Antezedens des Konditional wahr ist, in einer Position wäre, die Konklusion zu akzeptieren.
D.h. wenn ich in einer Position wäre zu akzeptieren, dass ich getötet werde, selbst wenn ich noch nicht entschieden hätte, ob ich Vorkehrungen treffe, es vernünftig wäre zu schließen, dass Vorkehrungen nutzlos sind. ((s) Bevor ich entschieden habe: d.h. wenn die Prämisse ohne Wahrheitswerte (WW) wäre).
Entsprechend wenn ich in der Position wäre zu wissen, dass ich nicht getötet werde.
Fatalismus/Stalnaker: das Problem ist der letzte Schritt: ein Schluss, der von gültiger Form zu sein scheint.: das
Konstruktive Dilemma: hat nichts wesentliches mit Konditionalen zu tun. Schritt 8 wird dann so gerechtfertigt:
A v B; C folgt aus A, D folgt aus B
Daher: C v D.
Problem: das ist keine vernünftige Inferenz, selbst wenn man voraussetzt, dass die Subargumente vernünftig sind.
Fatalismus/Stalnaker: die Subargumente sind vernünftig aber nicht gültig. Daher schlägt das Gesamtargument fehl.
- - -
I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche Sprache sprechen.
((s) „direkte Referenz“: ohne zwischengeschalteten Sinn, VsFrege). ((s) "direkte Referenz": ist ein Ausdruck von Kaplan, er wird hier nicht von Stalnaker gebraucht).
- - -
I 179
Propositionales Wissen/StalnakerVsEvans/StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: selbst wenn das korrekt ist – was ich nicht glaube – gibt es keinen Grund zu glauben, dass es unmöglich wäre, singuläre Propositionen zu wissen. Bsp Angenommen, wir gestehen zu, dass man nicht von einem bestimmten Individuum x wissen kann, dass es F ist wenn man nicht für ein G ((s) eine zweite Eigenschaft) x identifizieren kann als das G, das F ist.
Ferner angenommen, die Tatsache, dass x weiß von y, das es F ist beruhe auf und wird beinhaltet von der Behauptung, dass y weiß, dass das G F ist. ((s) Identifikation durch bestimmte Kennzeichnung).
D.h. gewisse Bedingungen sind notwendig und andere hinreichend um Wissen einer bestimmten Art zu haben.
I 180
Inhalt/Wissen/Stalnaker: aber über den Inhalt des Wissens folgt aus diesen Bedingungen für Wissen nichts. Bloßes Wissen/bloße Referenz/bloßes Kennen/Dummett/Stalnaker: wenn damit isoliertes Wissen gemeint ist, können wir zugestehen, dass es unmöglich ist aber das impliziert nicht, dass Wissen von x, dass a auf x referiert, nicht Wissen einer bestimmten Proposition ist.
singuläre Proposition/StalnakerVsDummett: Bsp "a referiert auf x". Dummett hat nicht gezeigt, dass es nicht möglich ist, eine solche singuläre Proposition zu kennen (Wissen von ihr zu haben).
StalnakerVsDummett: es ist schwierig zu sagen, welche Bedingungen hier erfüllt werden müssen, aber die Spezifizierung des Inhalts einer Zuschreibung ist nicht dasselbe wie zu sagen, was es ist, dass diese Wissenszuschreibung wahr ist.
Lösung/Stalnaker: sowohl für das Problem auf der Ebene der Philosophie des Geistes als auch des semantischen Problems. Eine Kausaltheorie.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsSearle Kripke Vs Frege, G.
 
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Cresswell II 151
Pierre-Bsp/Kripke/Cresswell: (Kripke 1979) Cresswell: wenn de re interpretiert, ist der Glaube über London. Beschreibungstheorie/Cresswell: für diese ist das Beispiel überhaupt kein Problem ((s) Londres und London sind für Pierre wegen unterschiedlicher Beschreibungen verschieden.
((s) Kausaltheorie/(s): für sie ist der Fall ein Problem weil sie davon ausgehen muß, daß die Bedeutung des Namens der Träger und also derselbe Träger sein muß und daher einander widersprechende Prädikate zugeschrieben werden.)
Beschreibungstheorie/Cresswell: hier ist die Beschreibung relativ zu Pierre, aber sie ist nicht seine Privatsache!
Def "Extreme Fregeanism"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): Thesis: daß Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören.
Problem: dann geht es im Pierre-Bsp gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher der den Fall berichtet, und seinen Idiolekt!
Cresswell: leider ist es nicht so einfach: Bsp ein alter Grieche könnte aus der Antike zu uns versetzt worden sein. Dieser wird zunächst einmal "Φωσφόρος" statt "Phosphorus" gebrauchen. Seine Einstellung dazu wird sich von der unseren unterscheiden wie im Pierre-Bsp die Einstellungen von Pierre zu "London" und "Londres".
Mehrdeutigkeit/Cresswell: wird hier dadurch verursacht, dass ein Name für viele Kennzeichnungen stehen kann. Sie erlaubt auch, da in den meisten Fällen "London" als "Londres" übersetzt werden kann. Der einzige Fall überhaupt, wo das nicht geht, ist der Fall von Pierre.
- - -
Stalnaker I 172
Namen/Referen/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These: zwischen dem Namen und seinem Referenten muss man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche sprechen.
Fregesche Sprache/Sinn/Referenz/Denotation/Stalnaker: wir würden sie brauchen, wenn di Fragen nicht getrennt wären, d.h. wenn wir gleichzeitig erklären müssen,
a) warum ein Namen diesen Referenten hat und
b) was der Sprecher mit seiner Äußerung mitteilt (welche Information, Inhalt).
Sinn/KripkeVsFrege: (1972,59) dieser sollte dafür kritisiert werden, dass er "Sinn" in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht.
a) als Bedeutung (meaning)
b) als die Weise, wie die Referenz bestimmt wird.
Indem er die beiden identifiziert, nimmt er an, dass beide durch bestimmte Kennzeichnungen gegeben werden.
I 192
Kausalkette/historische Kette/Semantik/Metasemantik/Präsemantik/Kaplan/Stalnaker: (Kaplan 1989a, 574 ("Prä-Semantik") Frage: sind die Kausalketten Teil der Semantik oder Teil der Metasemantik?
Semantik: sagt, welche semantischen Werte die Ausdrücke einer Sprache haben
Metasemantik: welche Tatsachen die semantischen Werte bestimmen.
Prä-Semantik/Kaplan: betrifft jene die glauben, ein Name bedeute etwas, das am anderen Ende einer historischen Kette liegt,
Semantik/Kaplan: gibt uns eher die Bedeutung als uns zu sagen, wie sie zu entdecken wäre.
Ähnlich Kripke:
Referenz/Bedeutung/Kripke/Stalnaker: Kripke unterscheidet zwischen dem, was die Referenz fixiert (die Kausalkette) und der Bedeutung.
KripkeVsFrege: dieser habe diese beiden Dinge vermischt.
Namen/Kaplan/Stalnaker: ihm geht es um die Frage, ob Namen wie Indexwörter sind.
Ich/Kaplan/Stalnaker: ist ein starrer Designator: die Wahrheitsbedingungen (WB) dessen was gesagt wird (propositionaler Gehalt) hängen vom aktualen Referenten ab. Dagegen:
Bedeutung/Ich/Stalnaker: man gibt die Bedeutung immer noch dadurch an dass man sagt, wie der Referent im Kontext bestimmt wird. das würde zu einer Theorie z.B. des Englischen gehören.
Bsp "Ich referiert auf den Sprecher" wer das weiß, von dem würde man sagen, dass er die Bedeutung von "ich" kennt., und zwar
Pointe: selbst wenn er nicht weiß, wer bei einer bestimmten Gelegenheit der Sprecher war. ((s) Unterschied Bedeutung/Referenz > "wer auch immer der Sprecher war")
Def Charakter/Kaplan: = Bedeutung. Funktion von möglichen (Gebrauchs-) Kontexten auf Referenten.
- - -
Tugendhat I 440
KripkeVsFrege: nicht mehr Primat der Kennzeichnungen (TugendhatVs). Kripke/Tugendhat: es kommt ihm eigentlich gar nicht auf den Begriff des Eigennamens an, sondern auf den des starren Designators.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsSearle Putnam Vs Kripke, Saul A.
 
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I 35
Namen/Kripke/Putnam: zentraler Punkt: man kann einen Eigennamen verwenden, um auf ein Ding oder eine Person zu referieren, ohne wahre Überzeugungen bezüglich X zu haben!
I 36
Der Gebrauch des Namens schließt die Existenz einer Kausalkette ein. PutnamVsKripke: richtig: Wissen eines Sprechers muss die Referenz in seinem Idiolekt überhaupt nicht festlegen!
Der Gebrauch von Namen ist gemeinschaftlich!
Nun könnte man sagen, dass Termini für physikalische Größen auch Eigennamen sind, nicht von Dingen, sondern von Größen!
- - -
I 189
Wesen/Essenz/Kripke: Bsp Statue: die Statue und das Stück Ton sind zwei Gegenstände! Die Tatsache, dass das Stück Ton eine modale Eigenschaft besitzt, nämlich, "ein Ding zu sein, das kugelförmig gewesen sein könnte" fehlt der Statue.
VsKripke: das hört sich zunächst merkwürdig an: Bsp wenn ich die Statue auf die Waage stelle, messe ich dann zwei Gegenstände?
Bsp Ebenso merkwürdig ist es auch zu sagen, ein menschliches Wesen sei nicht mit der Aggregation seiner Moleküle identisch.
Intrinsische Eigenschaften/Putnam: Bsp Angenommen es gäbe "intrinsische Verbindungen" meiner Gedanken zu äußeren Gegenständen: dann gibt es vielleicht in meinem Gehirn einen Raumzeitbereich mit mengentheoretischen Verbindungen mit einem abstrakten Gegenstand, der gewisse äußere Gegenstände beinhaltet.
Dann wird dieser Raumzeit Bereich ähnliche mengentheoretische Verbindungen mit anderen abstrakten Entitäten haben, die andere äußere Gegenstände beinhalten.
Dann kann der Materialist sicherlich sagen, dass meine "Gedanken" gewisse äußere Gegenstände intrinsisch beinhalten, indem er diese Gedanken mit einer bestimmten abstrakten Entität identifiziert.
Problem: wenn diese Identifikation aber ein Zug der Wirklichkeit selbst sein soll, dann muss es in der Welt wirklich Essenzen in einem Sinn geben, den die Mengenlehre nicht erklären kann.
Wesen/wesentliche Eigenschaften/PutnamVsKripke: Kripkes Ontologie setzt Essentialismus voraus, sie kann nicht dazu dienen, ihn zu begründen.
Modale Eigenschaften sind kein Teil der materialistischen Einrichtung der Welt..
Aber Kripke individuiert Gegenstände durch ihre modalen Eigenschaften.
wesentliche Eigenschaften/Mögliche Welten/MöWe/Putnam: ich selbst habe (1975) von "wesentlichen Eigenschaften" gesprochen, aber nicht in parallelen Welten, sondern in anderen möglichen Zuständen unserer Welt.
Bsp Wir können uns eine andere "mögliche Welt" (nicht parallel) vorstellen, in denen eine andere Flüssigkeit als Wasser den Geschmack von Wasser hat, aber keine, in der Wasser nicht H2O ist!
Das ist insofern eine Art Essentialismus, als wir damit die Natur von Wasser entdeckt haben.
Wir sagen einfach, Wasser soll nichts anderes sein!
I 192
Und das war auch schon unsere Intention, als wir die Zusammensetzung H2O noch nicht kannten. Wesen/Essenz/Putnam: ist in diesem Sinn aber das Produkt unserer Verwendung des Wortes! Es ist nicht "in die Welt eingebaut"!
Wesen/Kripke/Putnam: so begründet es auch Kripke.
Putnam: unser beider Auffassung vom "Wesen’" hilft dem Materialisten nicht!
Diese rein semantische Lesart setzt die Referenz voraus! Sie kann die Referenz nicht als "intrinsische Entsprechung" zwischen Gedanke und Ding" unterstützen.
- - -
I 246
Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung. PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben. Und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.
- - -
Rorty VI 129/130
Kausaltheorie der Referenz: PutnamVsKripke/Rorty, auch Selbstkritik, PutnamVsPutnam): die Beschreibung der kausalen Beziehungen zwischen einem Etwas und sonstigen Dingen ist nichts anderes als die Beschreibung von Merkmalen, die weder in höherem noch geringeren Maße in einem "intrinsischen" oder "extrinsischen" Verhältnis zu ihm stehen. So auch das Merkmal "von einem Menschen beschrieben zu sein". PutnamVsSearle: Vs Unterscheidung "intrinsisch"/"relational".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Searle Vs Mill, J. St.
 
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John R. Searle
V 144
SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen "bedeutungslose Zeichen" seien, dass sie "denotativ" aber nicht "konnotativ" seien.
V 247
Namen/SearleVsMill: (Mill: Eigennamen haben keinen Sinn). Bsp Everest = Tschomolungma kann verwendet werden, um geographische, nicht bloß lexikografische Behauptungen zu machen.
Hätten Eigennamen jedoch keinen Sinn, könnte damit keine Information vermittelt werden! Dann gäbe es nicht mehr Information als in den Satz Everest = Everest. (Das ist Freges Argument gegen Mill).
- - -
Stalnaker I 181
SearleVsMill/Stalnaker: (1969, 163ff) Mills Theorie ((s) "direkte Referenz", ohne zwischengeschalteten Sinn) führt uns in eine "metaphysische Falle": seine Auffassung von Eigennamen setzt eine metaphysische Unterscheidung von Objekt und seinen Eigenschaften voraus. Metaphysik/Searle: ihre Ursünde: der Versuch, wirkliche oder angebliche Merkmale einer Sprache auf die Welt zu übertragen. ((s) > auch Kant wie Searle).
Searle: man darf keine ontologische Konklusionen aus linguistischen Thesen ableiten.
StalnakerVsSearle: das macht Searle nun aber selbst, indem er Mills angeblich implizite Voraussetzung gegen ihn verwendet.
Stalnaker: es kann kein gutes Argument gegen einen semantischen Zugang sein, dass jemand illegitime metaphysische Schlussfolgerungen daraus gezogen hat. ((s) Kein Argument gegen eine Theorie, dass jemand sie missbraucht hat).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsSearle Verschiedene Vs Millikan, R. Millikan I 90
Satz/Überzeugung/Sprache/Denken/Millikan: es scheint klar, dass wenn wir keine Überzeugungen hätten, wir aufhören würden, zu sprechen bzw. Sätze mit Bedeutung zu äußern. Aber warum ist das klar? Wir brauchen eine andere Erklärung (s.u.).
Satz/Intentionalität/Millikan: These: ein Satz (und jedes andere typisch intentionale Muster) ist intentional wegen Eigenfunktionen und Normalen Relationen, die dieses Muster zu einem Produzenten und einem Interpreten hat. Diese beiden sind kooperierende Einheiten in diesem Prozess.
Pointe: dann sind Sätze doch grundlegend intentional und haben keine abgeleitete Intentionalität. (MillikanVsTradition, MillikanVsSearle).
((s) Intentionalität/Millikan/(s): muss sich dann nicht mehr auf das Mentale berufen. )
VsMIllikan: man könnte einwenden, dass Intentionalität doch mit dem Mentalen verbunden sein muss, weil die Analyse der Intentionalität von Gedanken oder innerer Repräsentationen wenigstens im Einklang mit Prinzipien geschehen müsste, nach denen Bewusstsein und das Mentale selbst analysiert werden muss.
Relation/VsMillikan: die von Millikan angebotenen Relationen seien bloß externe. Bestenfalls korrelieren sie Veränderungen des Bewusstseins mit Veränderungen in der externen Welt. Sie liegen selbst außerhalb des Geistes und außerhalb des Bewusstseins.
Bewusstsein/Tradition: sei aber ein Bewusstsein der Welt, nicht bloß Bewusstsein der Veränderungen seiner selbst.
I 91
Tradition: wir erfahren unser Bewusstsein direkt. MillikanVsTradition: was soll das für eine Erfahrung der Intentionalität sein? Was für eine Kraft soll dieses Argument haben?
Die Kraft müsste epistemisch und rational sein.
Unkorrigierbarkeit/MillikanVsTradition: die Erfahrung des Bewusstseins (Erfahrung der Intentionalität) müsste etwas Unfehlbares haben. Wir müssten dann auch ein unmittelbares Verstehen haben. Es müsste auch die Existenz von Intentionalität und Bewusstsein annehmen, denn sonst könnte die Erfahrung ja nicht „in“ ihr sein.
Bewusstsein/Tradition: nimmt an, dass das Bewusstsein durchsichtig (transparent) sei. Und daher könne sie nicht allein aus externen Relationen zur äußeren Welt bestehen, und seien diese naturnotwendig.
MillikanVsVs: Angenommen, wir lehnen dieses epistemisch rationalistische Bild ab, d.h. wir leugnen, dass es „epistemisch Gegebenes“ gibt. Dann könnten wir zugeben, dass sich Leute manchmal ihrer Gedanken bewusst sind. Aber wir könnten aufrechterhalten, dass dieses Bewusstsein (awareness) teilweise eine externe Relation ist. Die „Innenseite“ dieses Gefühls (Bewusstsein, awareness)
I 92
gibt keine Garantie dafür, dass es die Innenseite einer echten Bewusstseinsrelation (awareness Relation) ist. Bewusstsein/Millikan: selbst Bewusstsein von Bewusstsein ist kein unmittelbares Objekt. Es gibt nichts durchsichtiges am Bewusstsein.
Pointe/Millikan: das ist beunruhigend, weil daraus folgt (negative These), dass es möglich ist, dass wir nicht wissen, was wir denken! ((s) DavidsonVsHume: dito). D.h. aus dem Akte des Bewusstseins selbst heraus ist nichts garantiert.
Rationalismus/rationalistisch/Intentionalität/Bewusstsein/MillikanVsRationalismus/Millikan: die traditionelle rationalistische Sicht des Bewusstseins und der Intentionalität führt ein eine Sackgasse nach der anderen.




VsSearle Searle Vs Place, U.T.
 
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John R. Searle
I 287
Anmerkung: gelegentliche werden meine Auffassungen aufgrund einer verfehlten Konzeption des Zusammenhangs zwischen Verursachung und Identität nicht akzeptiert: so schreibt PlaceVsSearle: (1988): "Searle zufolge sind Geisteszustände sowohl identisch mit, als auch kausal abhängig von den entsprechenden Gehirnzuständen. Ich sage: man kann nicht beides haben. Entweder sie sind identisch oder es besteht eine kausale Abhängigkeit zwischen ihnen."
SearleVsPlace: er denkt hier an Fälle wie den folgenden: Bsp diese Fußspuren können von den Schuhen das Einbrechers kausal abhängen; aber sie können nicht auch noch mit diesen Schuhen identisch sein.
Aber wie steht es hiermit: Bsp der flüssige Zustand, indem sich das Wasser dort befindet, können von dem Verhalten der Moleküle kausal abhängig sein; und er kann auch eine Eigenschaft des Systems sein, das aus diesen Molekülen besteht. Das geht doch sehr wohl. Und so kann mein gegenwärtiger Bewusstseinszustand vom Verhalten der Neuronen in meinem Hirn verursacht sein. Dieser Zustand selbst ist einfach eine höherstufige Eigenschaft meines Gehirns. Man kann eben doch beides haben.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsSearle Searle Vs Platonismus
 
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John R. Searle
V 170
SearleVsPlatonismus/SearleVsQuine: einfacher Beweis: Bsp "q"sei der Eigenname des Satzes, der durch die Konjunktion aller bekannten wahren Sätze gebildet wird. Dann kann das gesamte Wissen folgendermaßen symbolisiert werden (wobei für »p« Sätze einzusetzen sind):
(Ep)(p = q . p ist wahr)
Nach Quines Kriterium wäre also das einzige, was wir voraussetzen müssten, ein einziger Satz.
2. VsSearle: Diese Argumente stützen sich auf den Begriff der Synonymie, den Quine ablehnt.
SearleVsVs: 1. Nein, weil dann das angeblich neutrale Kriterium in die Auseinandersetzung hineingezogen wird.
2. Wichtiger: Nein, weil die einzigen Synonymien hier durch eine explizite Festsetzung eingeführt worden sind. Daher greifen Quines Einwände hier nicht.
3. VsSearle: Solche "Prädikate" wie "P" sind unlogisch und unsinnig.
V 170/171
SearleVsVs: Quine selbst könnte einen solchen Einwand nicht vorbringen. Er selbst verwendet solche Mittel gegen die Modalität.
V 245/246
SearleVsPlaton: das ist der Grundfehler der Metaphysik, der Versuch, wirkliche oder vermeintliche Eigenschaften der Sprache in die Welt zu projizieren. Die gewöhnliche Erwiderung VsPlaton:
1. Dass Gegenstände bloß Komplexe von Eigenschaften seien. (Unterscheidung zwischen Verweisen und Prädizieren).
2. Tautologie, dass alles, was über einen Gegenstand gesagt werden kann, in Beschreibungen dieses Gegenstandes gesagt werden kann.
SearleVs: beides ist sinnlos. Es ist absurd anzunehmen, ein Gegenstand sei eine Kombination aus eigenschaftslosem Wesen und Eigenschaften. Genauso absurd: Gruppe von Eigenschaften.
- - -
IV 80
Fiktion/Literatur/Searle: nicht alle Fiktion ist Literatur (Comic), nicht alle Literatur ist Fiktion. Ich halte es nicht für möglich, Literatur so zu untersuchen, wie ich es jetzt mit der Fiktion tun werde.
IV 81
Es gibt kein gemeinsames Merkmal aller literarischen Formen oder Werke. Dagegen einen stetigen Übergang vom Literarischen zum Nichtliterarischen. SearleVsPlaton: es ist falsch, die Fiktion für eine Lüge zu halten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsSearle Searle Vs Rorty, R.
 
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John R. Searle
Rorty VI 92
SearleVsRorty/Rorty: Searle hält den Relativismus, den er Rorty zuschreibt, für eine Bedrohung der Freiheit und Souveränität der amerikanischen Universitäten.
Rorty VI 105
Welt/Erkenntnis/Sprache/Mensch/Realität/SearleVsRorty: dieser scheint zu bestreiten, dass es Berge gab, bevor es Menschen gab, oder bevor das Wort "Berg" in der Sprache auftauchte. RortyVsVs: das wird von keinem bestritten. Niemand glaubt, dass es eine Kausalkette gibt, die dafür sorgt, dass Berge zu einer Wirkung von Gedanken oder Worten werden.
Tatsächlich glauben wir (Kuhn, Derrida, Rorty): dass es witzlos sei zu fragen, ob es wirklich Berge gibt, oder ob es nur zweckdienlich sei, über Berge zu reden.
Rorty VI 110
SearleVsRorty/RortyVsSearle: Searle möchte die zuständigen Stellen davon überzeugen, dass die Wahrung der "Westlichen Rationalistischen Tradition" verlangt, denen die Gelder zu kürzen oder zu streichen, die dieser Tradition widersprechen. (Seiner Meinung nach Derrida, Kuhn, Rorty).
Rorty VI 117
SearleVsRorty: "allgemeine Atmosphäre einer vagen literarischen Frivolität, von der die vernietzschte Linke durchdrungen ist." - - -
Searle I 168
Unkorrigierbarkeit: Oft sagt man, wir könnten uns über den Inhalt unseres Geistes nicht irren. Das ist die Autorität der 1. Person. Es wurde sogar die Ansicht vertreten, diese Unkorrigierbarkeit sei ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um etwas Geistiges handle (Rorty). SearleVsRorty: Bsp Sally mag später entdecken, dass sie sich einfach geirrt hatte, als sie dachte, sie liebe Jimmy.
I 169
Daraus folgt nur, dass die Standardmodell des Irrtums, Modelle, deren Grundlage die Unterscheidung zwischen Erscheinung und Wirklichkeit ist, bei der Existenz bzw. Charakterisierung von Geisteszuständen nicht funktionieren. Wir wissen alle aus eigener Erfahrung, wie oft vorkommt, dass jemand anders besser als er selbst beurteilen kann, ob wir beispielsweise wirklich eifersüchtig oder wütend sind, oder ob wir uns gerade sehr großzügig vorkommen.
Wittgenstein in dem Philosophischen Untersuchungen (PU 1953): kühner Versuch, gegen die Idee anzugehen, meine in der 1. Person abgefasste Äußerung über Geistiges seien überhaupt Berichte oder Beschreibungen. Er legte nahe, solche Ausführungen in einem expressiven Sinne zu verstehen, so dass sie gar keine Berichte oder Beschreibungen wären und sich die Frage nach irgend einer Autorität gar nicht stellte. Wenn ich vor Schmerz aufschreie, dann stellt sich keine Frage nach meiner Autorität.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Armstrong Vs Searle, J.R.
 
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I 128
Searle: Zitronen-Bsp Searle sagt selbst, er sie nicht bereit zuzugeben, daß der amerikanische Soldat mit dem Satz "Kennst du das Land wo die Zitronen blühn" meint "Ich bin ein deutscher Offizier".
ArmstrongVsSearle: seine Begründung stellt eine petitio principii dar: daß der geäußerte Ausdruck selbst etwas anderes bedeutet

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsSearle Bennett Vs Searle, J.R.
 
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I 189
Würde Searle in Situationen ohne Konvention sagen, dass die primäre Sprecherabsicht ist, eine Überzeugung hervorzurufen? BennettVsSearle: Das Problem bleibt das gleiche. Falls ein Verstehen das Erfassen von Konventionen involviert, kann die primäre Sprecherabsicht nicht sein, verstanden zu werden.
I 190
Searle: Zitronen-Beispiel: eine Geschichte, bei der folgen Form vorliegt: (beabsichtigen p) und ~(meinen p). BennettVsSearle: Ich behaupte, dass das nicht hinhaut. Das ist für Grice nur relevant, wenn der Sprecher beabsichtigt, dass die Hörer genau in die umgekehrte Richtung gehen, d.h. ihre Überzeugung, der Sprecher sei ein deutscher Soldat aus ihrem Verständnis des Satzes erschließen.
BennettVsSearle: er hat den Griceschen Konditional nicht widerlegt: (beabsichtigen p) > (meinen p). Er hat keine Geschichte vorgelegt, in der das Antezedens erfüllt ist. S meint eben gar nicht wörtlich was er sagt. Er meint ja selbst nicht, dass er deutscher Soldat sei. Daher ist das Gegen-Bsp gar nicht treffend gegen Grice.
I 192
BennettVsSearle: das ist zwar sicherer als sein ursprüngliches Zitronen-Bsp, aber weniger klar. Die konventionelle Bedeutung ist nicht einfach irgendein anderer Umstand, sondern ein ungleich wirkungsvollerer!
Jonathan Bennett
I Bennett Die Strategie des Bedeutungs-Nominalismus aus Meggle (Hrsg) Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Frankf/M 1979
VsSearle Block Vs Searle, J.R.
 
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Metzinger II 560
SearleVsBlock: es ist nicht legitim, "bewußt" in der Bedeutung von "bewußt" zu gebrauchen. Searle: Ein totaler Zombie kann überhaupt kein Bewußtsein haben.
Metz II 561
BlockVsSearle: er packt P-Bewußtsein und Z-Bewußtsein zusammen. (Aber es ist ein Unterschied, ob Bsp Armstrongs Fernfahrer nichts merkt, oder ob er Unfälle vermeidet.) Außerdem versucht er, das Z-Bewußtsein durch die Idee von Graden des P-Bewußtseins zu ersetzen.
Block: in Wirklichkeit sind das Grade von Z-Bewußtsein.
Metzinger
II 568
Fehlschluß/BlockVsSearle: Frage: warum der Bsp durstige Blindsight-Patient nicht nach dem Wasser greift: ihm fehlen sowohl P-Bewußtsein als auch Z-Bewußtsein. das ist richtig. Aber es ist ein Fehler, von einer Funktion der Maschinerie des Z-Bewußtseins zu irgendeiner Funktion des P-Bewußtseins überzugehen .
Fehlschluß: aus der Prämisse, daß "Bewußtsein" fehlt, (ohne sich klar zu sein, welche Art von Bewußtsein) voreilig die Schlußfolgerung zu ziehen, daß P-Bewußtsein eine gewisse Funktion habe.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsSearle Brandom Vs Searle, J.R.
 
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Brandom I 114
Searle: es ist faktisch unmöglich, dass es, wenn abgeleitete Intentionalität verständlich sein soll, auch eine Art »intrinsische« Intentionalität beim Interpreten geben müsse. BrandomVsSearle: er übersieht die Möglichkeit, daß ein solcher Gehalt dadurch übertragen werden kann, daß Zustände, Handlungen und Ausdrücke implizit praktisch als intentional gehaltvoll betrachtet werden.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsSearle Churchland Vs Searle, J.R.
 
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Metzinger II 472
Gehirn/Bewußtsein/Searle: Vs Identifikation von bewußten Zuständen mit Gehirnzuständen. Statt dessen: das Gehirn verursacht diese Zustände. Korrelationen können ein Hinweis auf Kausalitäten sein, aber sie sind kein Hinweis auf Identität!
ChurchlandVsSearle: er sieht nicht, warum Wissenschaftler für Identität plädieren: sie ist je nach Datenlage plausibler als die Annahme von Verursachung von a durch ein unterschiedliches b.
(Aber Searle ist kein Dualist).

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsSearle Danto Vs Searle, J.R.
 
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I 273
Searle: bestreitet, dass hinsichtlich der linguistischen Kompetenz keine Unterscheidung möglich seien sollte. Chinese room: der Insassse beherrscht nicht die Sprache, verfährt aber nach festgelegten Regeln. Der Output ist nicht von Sprachkompetenz zu unterscheiden. DantoVsSearle: aber vielleicht macht das Gehirn der auch nicht mehr, als auf irgendeinen elektrischen Impuls mit elektrischen Reaktionen zu antworten.

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsSearle Davidson Vs Searle, J.R.
 
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Davidson I 36
John Searle: These: es sei unverständlich, daß zwei verschiedene Interpretationen jeweils dazu dienen könnten, ein und denselben Gedanken oder Äußerung einer Person richtig zu deuten.
I 36
DavidsonVsSearle: Unbestimmtheit der Übersetzung heißt nicht, daß die Gedanken selbst irgendwie vag oder unwirklich seien.
I 37
Die Bedrohung, die Searle und Fodor zu erkennen glauben ist ein ganz andere: eine im Hinblick auf die Voraussetzung, wonach die zur Identifikation von Gedanken gemeinten Bedeutungen benutzten Entitäten irgendwie von Bewußtsein "erfasst" werden, so daß sie die Gedanken selbst als verschieden herausstellen müßten, sofern diese Entitäten verschieden sind. DavidsonVsSearle: Bsp So als wäre der Unterschied von 1 Meter und 100 Zentimeter ein Unterschied im Metermaß selbst.
- - -
Searle II 149
Kausalität/Searle: daraus folgt, dass Kausalgesetze kontingente Wahrheiten ausdrücken! DavidsonVsSearle: deswegen hängt nur von der Beschreibung ab, ob Ereignisse logisch verknüpft sind oder nicht.
- - -
Searle VI 98
Metapher/Searle: Problem: dass wir bei einigen Metaphern: Bsp "Sally ist ein Eisklotz" genau wissen, was gemeint ist, bei anderen Bsp "Sally ist eine Primzahl zwischen 17 und 23" wüßten wir es weniger. Frage: wie können Sprecher etwas mitteilen, wenn sie nicht sagen, was sie meinen? Und warum funktionieren manche Metaphern und andere nicht?
Auseinanderklaffen von Äußerungsbedeutung und Wortbedeutung. Von Sprecher wie von Hörer erkannt. (DavidsonVsSearle).
VI 99
Auch Beziehung zwischen Wort- und Satzbedeutung spielt eine Rolle. Bei metaphorischer Bedeutung handelt es sich immer um Äußerungsbedeutung.
VI 116
Metapher/Cavell: Bsp "Julia ist die Sonne": der Tag beginnt mit Julia: Searle: dazu ist Hintergrundwissen über das Stück notwendig. Ähnlichkeit/Searle: nichtssagendes Prädikat: alle Gegenstände ähneln sich in der einen oder anderen Hinsicht.
VI 117
Es gibt viele Metaphern, bei denen Ähnlichkeit überhaupt keine Rolle spielen kann: Sonne = Gasball, Eisklotz = Mensch Dennoch hat Bsp "Sally ist ein Freudenfeuer" eine ganz andere Aussage als "Sie ist ein Eisklotz".
VI 118
VergleichstheorieVsSearle: "kalt" ist eben selbst auch noch metaphorisch. SearleVsVs: das sticht nicht, die Schwierigkeit ist, dass es anscheinend keine wörtlichen Ähnlichkeiten zwischen gefühllosen Menschen und kalten Gegenständen gibt.
VI 120
Allein, dass die Theorie so schwierig zu erklären ist, macht sie unplausibel. Dennoch macht es einem Muttersprachler keinerlei Schwierigkeit "Sam ist ein Schwein" zu verstehen. Es hilft auch nicht zu sagen, dass süße Dinge und süße Menschen angenehm sind.
- - -
Searle VI 107
SearleVsVergleichstheorien: angeblich enthalten Metaphern einen Vergleich oder eine Ähnlichkeit zwischen Gegenständen, auf die angespielt wird.
VI 109
Searle: absurde Frage: Bsp "Mit welchem Eisklotz vergleichst du Sally?"
VI 110
Searle: wenngleich Ähnlichkeit beim Verstehen eine Rolle spielt, so ist doch die Metapher keine Feststellung über eine Ähnlichkeit. Eine Metapher kann wahr bleiben, auch wenn die Ähnlichkeit sich als falsch herausstellt. (z.B. weil Gorillas sanftmütig sind).
VI 111
Lösung: es geht in der Äußerung nur um Richard. Auch die Wahrheitsbedingungen sind nicht hilfreich, wenn Gorillas sanftmütig sind, und Richard kahl.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsSearle Dennett Vs Searle, J.R.
 
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I 282
Intentionalität/Darwin/Dennett: Darwin kehrt das ganze um: Intentionalität sichert von unten herauf. Die erste Bedeutung war keine voll ausgebildete Bedeutung, sie zeigt bestimmt nicht alles "wesentlichen" Eigenschaften (was auch immer das sein mag). "Quasi-Bedeutung", Halbsemantik.
I 555
SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität". Intentionalität/DennettVsSearle: aber irgendwo muß man anfangen (wenn man Metaphysik vermeiden will). Der erste Schritt in die richtige Richtung ist kaum als Schritt in Richtung Bedeutung zuerkennen.
SearleVsKI: Computer besitzen nur "Als-ob-Intentionalität".
DennettVsSearle: dann hat er ein Problem. Denn während die KI sagt, wir seien aus Automaten zusammengesetzt, sagt der Darwinismus, wir stammen von Automaten ab!
I 557
Man kann kaum das erste ablehnen, wenn man der zweiten Aussage zustimmt. Wie kann etwas, das aus Automaten hervorgegangen ist, etwas anderes sein, als ein viel, viel raffinierterer Automat? . (s)VsDennett: damit leugnet er die Emergenz. Also: wie könnte aus einem Ei etwas anderes herauskommen als ein Ei? Funktion/Searle: (laut Dennett): nur Produkte, die von einem echten menschlichen Bewußtsein hergestellt wurden, haben eine Funktion (> objet ambigu).
DennettVsSearle: also dienen die Tragflächen des Flugzeugs, aber nicht die Flügel des Adlers zum Fliegen!
I 558
Intentionalität/SearleVsDennett: ist nicht durch die Zusammensetzung von Apparaten oder den immer besseren Aufbau von Algorithmen zu erreichen.
I 569
DennettVsSearle: das ist der Glaube an Himmelshaken: der Geist soll nicht entstanden sein, er ist nicht gestaltet, sondern nur (unerklärliche) Quelle von Gestaltung. Intention/DennettVsSearle: (Bsp Getränkeautomat): Diejenigen, die seine neue Funktion auswählen, formulieren vielleicht gar keine neue Absicht. Sie verfallen nur in die Gewohnheit, sich auf die neue nützliche Funktion zu verlassen. Sie nehmen dabei nicht wahr, daß sie einen Akt von unbewußter Exaptation vollziehen.
Parallele: >Darwin: es gibt eine unbewußte Selektion von Eigenschaften bei Haustieren.
II 73
Searle: Beim Artefakt muß man immer den Urheber fragen. Intrinsische (ursprüngliche) Intentionalität/DennettVsSearle: ist metaphysisch, eine Illusion. Als ob der "Urheber eine ursprünglichere Intention" haben müßte.
Dennett: aber dafür gibt es überhaupt keine Aufgabe. Der hypothetische Roboter wäre genauso in der Lage, weiteren Kunstprodukten abgeleitete Intentionalität zu übertragen.
Intentionalität/DennettVsSearle: es gab früher sicher gröbere Formen von Intentionalität (von Searle verächtlich "bloße Als-ob-Intentionalität" bezeichnet).
Dennett: sie dienen sowohl als zeitliche Vorläufer als auch als gegenwärtige Komponenten.
Wir stammen von Robotern ab und bestehen aus Robotern (DNA, Makromoleküle). Alle Intentionalität, deren wir uns erfreuen, leitet sich von der fundamentaleren Intentionalität dieser viele Milliarden Systeme ab.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsSearle Derrida Vs Searle, J.R.
 
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I 95
Derrida: keine Unterscheidung zwischen Alltagssprache und Spezialsprachen. (DerridaVsSearle).
Habermas I 229 ++
Streit DerridaVsSearle:
Habermas I 230 ++
Austin: Sprachhandlungen von Schauspielern: »auf eine eigentümliche Weise hohl und nichtig«. Searle: solche Fälle sind parasitär zum alltäglichen Gebrauch.
DerridaVsSearle: wie die Unmöglichkeit einer solchen Unterscheidung zwischen fiktiver, und alltäglicher, gewöhnlicher und parasitärer Redeweise zeigen.
HabermasVsDerrida: (DerridaVsSearle): a) wenig einleuchtende Verbindung zwischen Zitierbarkeit und Wiederholbarkeit auf der einen, Fiktionalität auf der anderen Seite: Zitat sei immer nur etwas Sekundäres. Zu jeder Äußerung gehört angeblich, daß sie wesentlich zitiert, weil sie Konventionalität, d. h. Wiederholbarkeit nach einer Regel voraussetzt.
Damit setzt Derrida voraus, was er beweisen möchte, daß jede Konvention nicht nur symbolischen sondern von Haus aus fiktiven Charakter besitzt.
Austin:Alltagssprache ist anderen Beschränkungen unterworfen als Bühnenhandlung . DerridaVs.

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsSearle Grice Vs Searle, J.R.
 
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I 32
GriceVsSearle: eine solche Korrelation würde ich aber nur als eine Möglichkeit ansehen wollen. - Searle wolte in dem Bsp wohl, daß die Italiener denken sollte, die Bedeutung des Satzes "Zitronen" sei "Deutscher Offizier".
I 35
Bsp "Zitronen: Die Bewacher sollen nicht aufgrund des Satzes zu ihrem Glauben kommen, der Gefangene sei Deutscher, sondern aufgrund der ganzen Situation.Hier gibt es kein Merkmal.(nicht konventionell korreliert, wie in dem Kuchen-Bsp).

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993
VsSearle Hofstadter Vs Searle, J.R.
 
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II 707
Gedanken/Kognition/Hofstadter: Gedanken sind selber Ursachen für ihren Fluß! HofstadterVsSearle: es gibt keine "flüchtigen Kausalkräfte des Gehirns", die rechnerisch nicht festgehalten werden können."
Hofstadter: selbst "starke KI"(Searle) halte ich noch für möglich.
II 721
HofstadterVsSearle: daß es eine unüberbrückbare Kluft zwischen Computer und Geist geben soll, kann ich nicht finden. Pro Searle: Computer gebrauchen Symbole oder Wörter nicht mit echten Bedeutungen.
VsSearle Kripke Vs Searle, J.R.
 
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I 88
Searle: es ist keine notwendige, sondern eine kontingente Wahrheit, daß Aristoteles sich je als Erzieher betätigt hat. Er zieht daraus den Schluss, dass man das Paradigma eines Bündels verwenden muss. KripkeVsSearle: spricht von logischer Summe. Kripke: das ist es, was nicht stimmt.
Keine der Eigenschaften ist wahrscheinlich analytisch. Hitler hätte sein ganzes Leben ruhig in Linz verbringen können. Wir würden dann aber nicht sagen, dass dieser Mann dann nicht Hitler gewesen wäre, denn wir gebrauchen den Namen "Hitler" gerade als den Namen jenes Mannes, selbst wenn wir andere mögliche Welten beschreiben. (Starrer Designator).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsSearle Luhmann Vs Searle, J.R.
 
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Kass. 12
Sprache/Luhmann: Sprache ist nicht eo ipso schon Kommunikation. Das hat damit zu tun, daß man zwei Beteiligte und Verstehen braucht. Das versucht eben der Begriff der Kommunikation zusammenzubringen.
3. LuhmannVsSearle: Sprachgebrauch ist auch keine Aktion, keine Handlung! Denn es erfordert ja immer ein Verstehen, damit es weitergehen kann! (s. VsSprechakttheorie)

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
VsSearle McDowell Vs Searle, J.R.
 
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I 132/133
Theorie der Kennzeichnungen/SearleVsRussell: McDowell: hier ist es leicht, auf seiten Searles zu sein. (Intentionalität). McDowellVsSearle: es ist besser, diesen Wunsch aufzugeben und sich klarzumachen, worum es sich bei den nichtoffensichtlichen Beschreibungen handelt.
(Mit Evans): der begriffliche Bereich sollte nicht als "prädikativ" aufgefaßt werden, sondern als "zu dem Bereich des Fregeschen Sinns gehörend".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsSearle McGinn Vs Searle, J.R.
 
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I 68
Bewusstsein/McGinnVsSearle: Bewusstseinszustände lassen keine emergenztheoretische Erklärung mit Hilfe mereologischer Begriffe zu. Wir sind nicht in der Lage, Schmerzen auf die zugrunde liegenden neuralen Einheiten zurückzuführen. Im Gegensatz dazu ist es aber durchaus möglich, die höherstufigen Eigenschaften von Flüssigkeiten auf diesem Wege zu erklären. ((s) Weil uns alle Ebenen leicht zugänglich sind.
Bewusstseinszustände sind also nicht nach KAGA (Kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartigen Abbildungen) zu erforschen. Wir können wohl höherstufige Gehirnfunktionen aus ihren Bestandteilen begreifen, aber wenn wir vom Bewusstsein ausgehen, versagt diese Erklärung. Daher verfügen wir über kein Vorbild für eine eventuelle Emergenzbeziehung. Wir sehen kein offensichtliches Folgeverhältnis.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
VsSearle Rorty Vs Searle, J.R.
 
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Richard Rorty
VI 109
Korrespondenztheorie/Searle: ist von moralischer oder sozialer Bedeutung. RortyVsSearle: das verquickt die philosophische mit der nichtphilosophischen Bedeutung des Ausdrucks "genaue Repräsentation".
VI 110
SearleVsRorty/RortyVsSearle: Searle möchte die zuständigen Stellen davon überzeugen, dass die Wahrung der "Westlichen Rationalistischen Tradition" verlangt, denen die Gelder zu kürzen oder zu streichen, die dieser Tradition widersprechen. (Seiner Meinung nach Derrida, Kuhn, Rorty).
VI 118
Dekonstruktion/SearleVsDekonstuktivismus/Rorty: nehmen wir an, ich erwische einen dekonstruktivistischen Automechaniker, der mir sagt, der Vergaser sei sowieso nur Text und es gäbe nichts zu reden außer über die Textualität dieses Texts, dann ist die Kommunikation zusammengebrochen. RortyVsSearle: den dekonstruktivistischen Intellektuellen, die mit Glück als Automechaniker untergekommen sind, fällt es nicht schwer, anzugeben, wo ihre Arbeit aufhört, und die Philosophie anfängt.
Der Dekonstruktivismus hat sein Leben nicht mehr verändert, als der Atheismus das Leben seiner Vorfahren. Der Unterschied betrifft die Atmosphäre und das spirituelle Element.
Beschreibung/Handlung/Verstehen/Searle: unsere Praktiken werden unverständlich, wenn wir unser Handeln in verschiedenen Arten und Weisen beschreiben, SearleVsDavidson/SearleVsDerrida: vor allem, mit nichtrealistischer oder nicht-repräsentationaler Terminologie. (RortyVsSearle).
Searle: einige Sätze können nicht in Frage gestellt werden, ohne dass man die Praktiken selbst in Zweifel zieht. Sie sind Bedingung der Verständlichkeit.
RortyVsSearle: rhetorische Schnörkel, die der Praxis den Anschein geben sollen, an einer gewaltigen Sache festzuhalten, nämlich der metaphysischen Realität.
VI 121
intrinsisch/extrinsisch/RortyVsSearle: wenn man diese Unterscheidung fallen lässt, kann man auch auf die Vorstellung verzichten, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Streben nach Glück und dem Streben nach natur oder geisteswissenschaftlicher Wahrheit. - - -
VI 140
RortyVsSearle: unser Umgang mit der Welt ist nicht der Rahmen (Searle: Hintergrund) der das Abbilden ermöglicht (VsRepräsentation). Sprache/Repräsentation/Rorty: These: Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit "zurechtkommen". (Taylor: "Umgang").
Repräsentation/Taylor/Rorty: These: Umgang mit der Welt ursprünglicher als Repräsentation.
VI 141
Rorty: kein Bruch zwischen den nichtsprachlichen und den sprachlichen Interaktionen zwischen Organismen (und Maschinen) und der Welt. - - -
VI 157
RortyVsSearle: wir müssen zwei Unterscheidungen trennen: physikalische/nichtphysikalische Gegenstände wir/"die Welt" Bsp Sherlock Holmes, die Zahl 17, die Regeln des Schachspiels: es geht nicht darum, dass sie keinen "Ort in der Welt " hätten, sondern darum, dass wir nicht damit rechnen, dass sich unsere diesbezüglichen Überzeugungen durch die Physik (als "kulturelle Gesamtaktivität") ändern werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSearle Seel Vs Searle, J.R.
 
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Martin Seel
Die ZEIT (Quelle: Ausgabe?)
Realismus/Searle/Seel: "die Welt unabhängig von uns": der Begriff der Unbhängigkeit gehört zu unserer Welt (> SeelVsSearle).

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
VsSearle Sellars Vs Searle, J.R.
 
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II 307
Satz/Name/SellarsVsSearle: Sätze (Nebensätze) können Namen sein (wie Frege): Carnap: S (in L) bedeutet Chicago ist groß: ("Chicago ist groß"= Name).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
VsSearle Tugendhat Vs Searle, J.R.
 
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I 256/257
TugendhatVsDummett/TugendhatVsSearle: unbefriedigend: 1. Es ist noch nichts darüber gesagt worden, welches die Wahrheitsbedingungen einer Behauptung bzw. eines Satzes sind. Eine Möglichkeit wäre zu sagen, dass die Wahrheitsbedingungen eines Satzes ihrerseits durch einen Satz angegeben werden. Das setzt natürlich voraus, dass für die Erklärung eines Satzes immer schon ein anderer Satz zur Verfügung steht. Metasprache. (TugendhatVs). Die Erklärung muss in einer Verwendungsregel liegen.
Es genügt nicht, zu zeigen, dass der erste Satz wie der zweite verwendet wird, es muss gezeigt werden, unter welchen Bedingungen der eine Satz gebraucht wird.
2. Jedes Übernehmen einer Garantie setzt seinerseits die Verwendung eines assertorischen Satzes voraus, das ist also eine Pseudoerklärung.
I 258
TugendhatVsSearle: an diesem Punkt wird deutlich, dass sein Regelsystem dort endet, wo es anfangen müsste. Verstehen/Tugendhat: wer eine Behauptung versteht, weiß zwar nicht, ob sie wahr ist, aber er weiß, wie es sich feststellen lässt.
Behaupten/Meinen: der Hörer kann die Rede so aufnehmen: »er behauptet, "dass p, aber er meint nicht, dass p".
Andererseits kann der Sprecher nicht von sich selbst sagen: "p; aber ich meine nicht, dass p". Searle: sincerity rule.
TugendhatVsSearle: der Zusammenhang mit dieser Regel und der Hauptregel essential rule, (an deren Stelle wir hier die These (7) (Eröffnungszug) gesetzt haben) wird bei Searle nicht klar.
- - -
I 504
Modaladverbien: Bsp "Peter rennt schnell". Analoges Problem: Autos sind in jedem Fall schneller. Wie also wird das "schnell" erklärt? Es hängt davon ab, 1. dass sich der Gegenstand, für den der sing Term steht, sich in einem bestimmten Zustand befindet und dass 2. dieser Zustand in bestimmter Weise klassifizierbar ist. Tugendhat: 1976: hier hat die Forschung gerade erst begonnen.
I 507
TugendhatVsSearle: er ist dort stehengeblieben, wo das Problem erst beginnt
I 512
TugendhatVsSearle: falsch: Sätze des Versprechens (für Searle zentral) als auf einer Ebene wie Aussagensätze zu behandeln.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsSearle Wittgenstein Vs Searle, J.R.
 
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Esfeld I 76
Gebrauchstheorie/Esfeld: impliziert nicht, daß Überzeugungen auf Aussagen in einer öffentlichen Sprache reduziert werden oder durch Aussagen ersetzt werden können. Sonst müßte man eine Theorie bedeutungsvoller Aussagen entwickeln, die nicht auf Glaubenszustände von Personen Bezug nimmt.
SearleVsWittgenstein: These: Glaubenszustände haben Priorität von sprachlichen Ausdrücken.
WittgensteinVsSearle: statt dessen: These: Überzeugungen zu haben und eine öffentliche Sprache zu meistern, ist gleichursprünglich.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsSearle Verschiedene Vs Searle, J.R. Lanz I 296
VsSearle / VsChinese room: (Lanz): das Gehirn ist ebenfalls eine rein syntaktische Maschine. Also bleibt am Ende doch nichts anderes übrig als der von der Kognitionswissenschaft eingeschlagene Weg: unter soviel realistischen Annahmen wie möglich Ausschau nach subpersonalen kognitiven Prozessen zu halten!
Münch III 332
Homunculi/bildliche Vorstellung/HolensteinVsSearle: es ist ein beliebtes Argument gegen bildliche Repräsentation von mentalen Bildern, dass sie von Homunculi betrachtet werden müssten, die das Problem der Kodierung bloß verschieben. Holenstein: das ist eine ontologische Voraussetzung, die nicht den wissenschaftlichen Standards entspricht! Die Annahme von Homunculi bedarf einer besonderen Begründung!
Statt Regreß ist außerdem einfach ein geregelter Gebrauch einer physikalischen Struktur des Gehirns möglich.
- - -
Tetens I 115
Def Bedeutung/Searle/Tetens: ein Ausdruck hat Bedeutung, wenn der Spreche damit etwas meint! (Mentaler Akt des "Verleihens der Bedeutung"). Künstliche Intelligenz/TetensVsSearle: eben das "Verleihen" der Bedeutung kann die Maschine mit Hilfe des Programmierers auch! Also nicht bloß "reine Syntax" in der Maschine, wie Searle meint, sondern auch durchaus Semantik.
Tetens I 117
Tetens: Angenommen, wir kämen eines zu der Ansicht, daß eine Maschine sich nur dann wie ein Mensch verhalten könne, wenn sie dem Organismus des Menschen vollkommen gleicht. Dann würden wir daraus gar nichts über den Menschen lernen, was wir nicht schon wüßten!
Insofern ist die KI philosophisch neutral.
- - -
Searle I 26
VsSearle: mir wurde vorgeworfen, ich verträte "Eigenschaftsdualismus" und "privilegierten Zugang", und glaubte an "Introspektion".
I 27
Das habe ich aber nirgends explizit vertreten. - - -
Searle I 126
Searle These: mein Ansatz in der Philosophie des Geistes: der biologische Naturalismus. VsSearle: dieser wird manchmal mit folgendem Argument konfrontiert: wenn wir uns vorstellen können, dass dasselbe Verhalten von einem Zombie ohne Bewusstsein produziert werden kann, warum hat dann die Evolution überhaupt Bewusstsein erzeugt?
I 127
Aber es ist eine falsche Annahme, jede biologisch ererbte Eigenschaft müsse dem Organismus einen Auslesevorteil verschaffen. Bsp die Leidenschaft für alpines Skifahren hat sicher eine biologische Basis, die nicht das Ergebnis von Übung oder Abrichtung ist.
Es kann sein, dass wir allgemeinere biologische Bedürfnisse haben, die durch diese Aktivitäten befriedigt werden
I 288
FN: Es gibt eine Unterscheidung zwischen dem, was selektiert wird, und dem, wofür selektiert wird. - - -
Searle III 39
GiddensVsSearle: gegen die Darstellung der Unterscheidung zwischen regulativen und konstitutiven Regeln.





Te I
H. Tetens
Geist, Gehirn, Maschine Stuttgart 1994

W VII
H. Tetens
Tractatus - Ein Kommentar Stuttgart 2009

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsSearle Poundstone Vs Searle, J.R.
 
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I 350
Chinesisches Zimmer/chinese room/Searle/Poundstone: Variante: Bsp Buch: "Was Sie tun sollten, wenn ein chinesischer Text unter der Tür durchgeschoben wird". Das Zimmer wird auf Jahrmärkten ausgestellt. Es wird behauptet, in dem Zimmer sei ein Schwein, das Chinesisch könne. Die Leute gehen davon aus, dass in Wirklichkeit ein Chinese in dem Zimmer eingeschlossen ist (Diese Variante bringt zusätzlich den Glauben an das Verhalten zum Ausdruck).
I 351
PoundstoneVsSearle: Problem: Realisierbarkeit des Gedankenexperiments. Der Algorihmus muss Allgemeinwissen enthalten.
I 352
Er muss Fragen beantworten können wie die aus der Kurzgeschichte: Bsp ein Gast bekommt angebranntes Essen. Wütend verlässt er das Lokal, ohne zu bezahlen. Frage: hat er das Essen gegessen? Bsp "Wie heißt das rote Zeug, das manche Leute auf die Pommes tun?" Hier ist in der Fragestellung die Antwort nicht enthalten. Außerdem gibt es vielleicht kein chinesisches Wort für Ketchup.
SearleVsTuring: der Turingtest ist nicht so aussagekräftig, Daher chinesisches Zimmer. Ein Computer, der sich genau wie ein Mensch verhielte, wäre eine Sensation, ob er Bewußtsein besäße oder nicht.
I 353
Searle: Überraschende Position: das Gehirn ist tatsächlich so etwas wie ein Computer, aber das Bewußtsein hat etwas mit der biologischen und neurologischen Beschaffenheit zu tun. Ein Computer aus Drähten würde daher keine Erfahrung des eigenen Bewußtseins machen. Trotzdem könnte er den Turing Test bestehen!
Künstliche Intelligenz/KI/Searle: vergleicht sie mit Photosynthese: ein Computerprogramm könnte eine detaillierte realistische Darstellung der Photosynthese schaffen, aber er würde keinen Zucker produzieren! Er würde nur Darstellungen von Chlorophyllmolekülen auf dem Bildschirm liefern.
I 354
VsSearle/Chinese room: ein Buch mit dem Algorithmus "Was Sie tun sollten, wenn ein chinesischer Text unter der Tür durchgeschoben wird" kann es nicht geben: er müsste größer sein als die größten Bibliotheken der Welt. Man könnte von Davis’ Bürosimulation ausgehen. Bsp das Gehirn enthält ungefähr 100 Milliarden Neuronen. Wenn jeder Mensch an 20 Strippen zieht, könnte die gesamte Menschheit ein einzelnes Gehirn simulieren.
I 355
Kein Mensch wüsste aber, welche Gedanken vorgehen! Bewußtsein/Searle: seine Anhänger berufen sich auf die Unterscheidung "syntaktisch/semantisch". Semantisches Verständnis scheint unabdingbar für Bewußtsein.
I 356
Bedeutung/PoundstoneVsSearle: VsSemantisches Bewußtsein Bsp Sie waren am ersten Schultag krank und haben die Stunde verpasst, als die Zahlen eingeführt wurden. Später haben Sie sich nie mehr getraut, zu fragen, was Zahlen sind. Trotzdem können Sie ganz passabel rechnen. In tiefstem Herzen haben Sie das Gefühl, ein Hochstapler zu sein. Tatsächlich wissen wir alle eigentlich nicht, was Zahlen sind.
I 357
Dr Jekyll und Mr. Hyde: Bsp Chinesisches Zimmer: Angenommen, aufgrund eines Gehirnschadens weiß die Person nicht, dass sie Chinesisch kann. Wir besitzen alle zahlreiche Fähigkeiten, von denen wir so gut wie nichts wissen.(Unwillkürliche Muskelbewegungen, Stoffwechsel).
I 358
Chinesisches Zimmer/"System Antwort ": die Person selbst kann nicht Chinesisch, aber das Gesamtsystem: Person, plus Raum, plus Handbuch plus Zeit plus Papier und Bleistift erfüllt die Bedingung.
I 359
SearleVsSystem Antwort: reißen wir die Wände ein und lassen wir die Person das Handbuch auswendig lernen. Kann er chinesisch? PoundstoneVsSearle/Gedankenexperimente: die Gefahr bei Gedankenexperimenten ist ihre Bequemlichkeit. Man muss sich vergewissern, dass der Grund dafür ist, dass man sich das Experiment nur vorgestellt hat, kein Grund ist, der das Experiment überhaupt unmöglich macht. Hier: das Handbuch wäre zum umfangreich, um überhaupt geschrieben zu werden, geschweige denn auswendig gelernt zu werden.
((s)VsPoundstone: man könnte ein einfacheres Beispiel konstruieren, in dem es um weniger Regeln geht.)
I 364
Chinesisches Zimmer/Poundstone: das Zimmer ist nicht nur räumlich sondern auch zeitlich extrem vergrößert. Der Mensch könnte auch ein Roboter sein, das spielt keine Rolle.
I 365
Bewußtsein/Hofstadter: Bsp Unterhaltung mit Einsteins Gehirn: Buch mit Antworten, die genau simulieren, was Einstein gesagt hätte. Zwei Ebenen, die getrennt werden müssen: das Buch und der Benutzer! Das Buch selbst hat natürlich kein Bewußtsein!
Hier ergeben sich einige spitzfindige Fragen zur "Sterblichkeit" von Searles Zimmer: nehmen wir an, der Benutzer fährt 5 Wochen in Urlaub, ist das Buch namens "Einstein" in der Zeit tot?
I 366
Das Buch selbst könnte die Unterbrechung nicht bemerken. Variante: wenn das Arbeitstempo auf eine Frage pro Jahr verringert würde, genügt das, um das Buch "am Leben" zu erhalten?
Zeit/Poundstone: wir könnten nicht feststellen, dass die Zeit aufhört, wenn sie es täte.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
VsSearle Mackie Vs Searle, J.R.
 
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Stegmüller IV 188
naturalistischer Fehlschluss/SearleVsHume: man könnte vorsichtige Prämissen formulieren, die das Problem umgehen: 1) Hans: "Hiermit verspreche ich dir, Peter, 10 Mark zu zahlen"
2. Hans versprach, Peter 10...
3) Hans ging die Verpflichtung ein...
4) Hans ist verpflichtet...
5) Hans soll...
IV 189
Dabei ist vorausgesetzt, dass es keine konkurrierenden Ansprüche oder Entschuldigungen gibt. Searle: Lösung durch "institutionelle Tatsache".
institutionelle Tatsache/MackieVsSearle: verwechselt zwei Betrachtungsweisen von "Institution":
a) von außen. Bsp beim Schach sind die Regeln nicht verinnerlicht für den Lebenszusammenhang.
b) innerhalb der Institution: hier sind die Regeln verinnerlicht, wir können nicht heraustreten.
1. Die fünf Schritte von Searle sind nur eine Beschreibung von außen.
Satz (5) ist nichts als eine Beschreibung der Institution des Versprechens von außen. (deskriptiv).
IV 190
Nichts als Ableitung einer Tatsachenaussage aus anderen Tatsachenbehauptungen. 2. Oder man spricht von einer Konklusion innerhalb der Institution, dann ist (5) eine normative Aussage. Die Schwierigkeit liegt dann im Übergang von (2) nach (3).
Dann wäre (3) besser : "Hans machte den Versuch, sich Peter gegenüber zu verpflichten..."
Um zu (4) als einer normativen Aussage zu kommen, müsste (3) aber in der ursprünglichen Fassung zur Verfügung stehen.
Das Problem rührt daher, dass wir Versprechen nicht von außen lernen, sondern immer in Lebenssituationen.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsSearle Stalnaker Vs Searle, J.R.
 
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I 178
Identifikation/Referenz/Searle: (1969,87): letztlich durch Beschreibung. (Kennzeichnung). Stalnaker: und diese muss dann durch die Fähigkeit des Sprechers zu einem bestimmten Verhalten erklärt werden. Sonst brauchen man eine magische Intentionalität.
StalnakerVsSearle: selbst wenn er recht hätte, würde ihm das noch nicht die zusätzliche Prämisse liefern, die er braucht, um die Unmöglichkeit einer Millschen Semantik zu zeigen.
Denn er sagt nicht, dass wir keine Intentionen über bestimmte Individuen haben können. Er sagt nur, dass wir eine notwendige Bedingung dafür brauchen.
Lösung: er braucht noch eine Beschränkung für den Inhalt der Einstellungen, die wir haben können
StalnakerVsSearle: er bietet statt dessen nur eine Beschränkung der Bedingungen an, unter denen wir Einstellungen mit einem bestimmten Inhalt haben können.
Mill/Stalnaker: solange es möglich ist, solche Intentionen ((s) "direkte Referenz") zu haben, ist es möglich, eine entsprechende Sprache zu sprechen und zu verstehen.
- - -
I 181
SearleVsMill/Stalnaker: (1969, 163ff) Mills Theorie ((s) "direkte Referenz", ohne zwischengeschalteten Sinn) führt uns in eine "metaphysische Falle": seine Auffassung von Eigennamen setzt eine metaphysische Unterscheidung von Objekt und seinen Eigenschaften voraus. Metaphysik/Searle: ihre Ursünde: der Versuch, wirkliche oder angebliche Merkmale einer Sprache auf die Welt zu übertragen. ((s) > auch Kant wie Searle).
Searle: man darf keine ontologische Konklusionen aus linguistischen Thesen ableiten.
StalnakerVsSearle: das macht Searle nun aber selbst, indem er Mills angeblich implizite Voraussetzung gegen ihn verwendet.
Stalnaker: es kann kein gutes Argument gegen einen semantischen Zugang sein, dass jemand illegitime metaphysische Schlussfolgerungen daraus gezogen hat. ((s) Kein Argument gegen eine Theorie, dass jemand sie missbraucht hat).

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsSearle Donnellan Vs Searle, J.R.
 
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II 287
Namen/Searle: stehen in Korrelation mit einer Menge von Beschreibungen (Kennzeichnungen). Dasjenige, das die Beschreibung am besten erfüllt, weil es die Eigenschaften hat, die durch das Prädikat bezeichnet werden, ist dann der Gegenstand. (s) Bsp "Hans kommt": ist das Kommen dann die Eigenschaft? Donnellan: Searles Auffassung ist schwächer als die von Russell. (Theorie der "identifizierenden Beschreibung": das, was man zur Antwort bekommt, wenn man fragt: auf was referierst du?"
II 288
DonnnellanVsRussell, DonnellanVsSearle: nun ist es möglich, daß die Eigenschaften nicht in substanziellem Maße auf den Gegenstand zutreffen, auf den ich referiere, oder auf einen anderen. Namen/KaplanVsRussell: die Vorstellung, daß der Referent eines Eigennamens durch die Beschreibungen mit ihm verbunden sein soll, die zur Zeit mit ihm verbunden werden, ist unplausibel! >historische Erklärung.
VsSearle Zink Vs Searle, J.R.
 
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Wolf II 15
Namen/ZinkVsSearle: Bsp Angenommen, die meisten Beschreibungen von Aristoteles erwiesen sich als falsch und richtig in Bezug auf eine andere Person, dann sollte wir dennoch nicht sagen, dass "Aristoteles" der Name dieser anderen Person sei, es ist hinreichend, " wurde 384 v.Chr., in Stagira" geboren. Bedeutung des Eigennamens/Zink: "Die Person, die tatsächlich E.N" genannt wird. (Bestimmte Kennzeichnung, wie Burks).
ZinkVsBurks: nicht beliebige Eigenschaft, sondern ein Prädikat wie z.B. "Person" mit Identitätskriterien muss enthalten sein.
Wolf II 167
Namen/Bedeutung/Searle: ("Proper Names", Mind 67) keine Menge von Beschreibungen kann die Bedeutung angeben! Der Gebrauch setzt die Wahrheit einer bestimmten Menge von Beschreibungen voraus. Aber weder ist diese Menge genau festgelegt, noch besteht die Bedeutung in der Menge. Denn dann wäre jede wahre Beschreibung des Dings analytisch wahr! Keine Entdeckung über es wäre eine empirische Entdeckung!
mögliche Lösung/Searle: die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für die Bedeutung des Namens: dass er identisch ist mit einem Gegenstand, der ursprünglich so getauft wurde.
II 168
SearleVs: "Aristoteles" kann auf jedes so getaufte Individuum angewendet werden. ZinkVsSearle: das läßt sich eben durch Lokalisierung beseitigen.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsSearle Luhmann Vs Sprechakttheorie
 
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AU Kass. 12
LuhmannVsSprechakttheorie, LuhmannVsSearle, LuhmannVsHabermas: Vs Theorie des kommunikativen Handelns: Frage, ob man in die Einheit einer Kommunikation das Verstehen einschießt oder nicht.
Wenn man einen Handlungsbegriff von Kommunikation hat, also nur die Mitteilung, also nur das, was ich jetzt hier tue einbezieht, dann läßt man das Verstehen außen vor.
Dann muß man in der Theorie Korrekturmaßnahmen ergreifen: der Handelnde richtet sich, wenn er vernünftig agiert nach den Verstehensvoraussetzungen. Er sagt nicht etwas, wovon er weiß, daß es nicht verstanden werden kann.
Das würde aber bedeuten, dass der Empfänger aus dem Sprechakt (Luhmann: Sprachakt) oder der Kommunikation zunächst ausgeschlossen ist. Und nur als disziplinierendes Moment in die Theorie rückgeführt wird. Und zwar als Subjekt!
LuhmannVsSprechakttheorie: wenn Verstehen Teil der Kommunikation ist, braucht man auch keine verschiedenen Typen Sprechakten einzuführen (Bsp strategisch, kommunikationsorientiert usw.)

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
VsSearle Verschiedene Vs Universalismus Stegmüller IV 194
Universalisierung/Ethik/Stegmüller: nach Ansicht vieler Philosophen müssen moralische Urteile universalisierbar sein, "verallgemeinerungsfähig".
IV 195
MackieVsAnalytische Philosophie: das ist keine metaethische, sondern eine genuin moralphilosophische Frage. Drei Stufen der Universalisierung: Numerische Unterschiede (zwischen Personen) sind für die moralische Beurteilung irrelevant.
Das ist eine Feststellung 2. Ordnung, über moralische Imperative erster Ordnung. (Erstmalig präskriptives Prinzip 2. Ordnung: soll extremen Egoismus ausschließen).
IV 196
Einige Autoren, das sei nicht nur eine notwendige, sondern sogar eine hinreichende Bedingung für Moralität. Es gebe nur formale, nicht aber materiale Beschränkungen. MackieVs: rein formale Betrachtungen können ein moralisches Urteil nicht angemessen analysieren.
U1/Universalisierung/Stegmüller: numerische Unterschiede sind irrelevant. Das schließt auch "umgekehrten Egoismus" aus, wo jemand an sich selbst viel höhere Anforderungen stellt als an seine Mitmenschen.
Auch die Berufung auf einen Religionsstifter. (Irrelevanzprinzip der numerischen Unterschiede zwischen Personen).
Es schließt aber nicht aus, dass jemand wegen seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe diskriminiert wird!
U2/Universalisierung 2. Stufe/Mackie/Stegmüller: nicht nur numerische, sondern jetzt auch qualitative Unterschiede sind irrelevant. (Hautfarbe, Geschlecht, Rasse, Religion).
IV 198
Mackie: das ist dadurch charakterisiert, dass sich jemand in die Lage des anderen versetzt. Das ist präskriptiv, kann aber auch deskriptiv formuliert werden:
deskriptiv: moralischen Ausdrücken kommt eine solche Bedeutung zu, dass alle Urteile, sowohl im ersten als auch im zweiten Sinn universalisierbar sind.
U3/Universalisierung 3. Stufe/Mackie/Stegmüller: auch die Kulturform ist jetzt irrelevant. Man versucht, sich die inneren Einstellungen, sogar den Geschmack des anderen zu eigen zu machen.
IV 199
Die präskriptive Variante ist mit einer Form des Utilitarismus identisch. (Und genauso illusionär). Universalisierung/Ethik/Stegmüller: deskriptiv: höchstens die 1. Stufe hat in die Bedeutung unserer Ausdrücke Eingang gefunden.
Präskriptiv: es gibt wohl keine Norm, die den Test der 3. Stufe bestehen würde.
VsUniversalisierung: wie VsSearle: Verwechslung von Innen und Außenperspektive.
Fazit: man kann Moral nicht metaethisch begründen.




VsSearle Rorty Vs Verschiedene
 
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Richard Rorty
V 84
Aufklärung/Rorty: Religion, Mythos und Tradition können in Gegensatz gebracht werden zu einem ahistorischen Etwas, das allen Menschen gemeinsam sei. GadamerVsAufklärung/HeideggerVsAufklärung/Rorty: der Mensch selbst ist durch und durch geschichtlich.
IV 143
RortyVsSearle/RortyVsCuller: (wie Derrida): beide halten Lehrbuchunterscheidungen für schrecklich wichtig. Wir sollten zurückkehren zum ironischen Skeptizismus der Phänomenologie des Geistes.
III 180
RortyVsMann, Thomas: "Dr..Faustus" nur aufgeputzte Allgemeinheit. - - -
VI 364
"Signifikanz"/"Bedeutung"/Hirsch/Terminologie/Rorty: Unterscheidung von E.D. Hirsch: Def Signifikanz/Hirsch: Stellung des Textes in einem anderen Kontext.
Def "Bedeutung"/Hirsch: das, was mit den Absichten des Autors zur Zeit der Abfassung des Texts in Einklang steht. (Rorty:VsHirsch Doch davon hängt nichts weiter ab ).
Rorty: es geht immer darum, eine Äußerung in einen Kontext zu stellen! Wir können dabei so anachronistisch verfahren, wie wir wollen, solange es uns bewusst ist.
Wahrheit/Interpretation/Rorty: die Bestimmung der Wahrheit hängt davon ab, dass man diese Behauptung in den Kontext der Behauptungen rückt, die wir selbst aufzustellen bereit wären. Wahrheit und Bedeutung lassen sich nicht unabhängig voneinander bestimmen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
mentaler Zustand Davidson, D.
 
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Fra I 657
DavidsonVsBurge/DavidsonVsSearle: These gibt keinen Grund anzunehmen, daß gewöhnliche mentale Zustände nicht beide Bedingungen, (I) und (II) erfüllen. 1. Sie sind "innere" in dem Sinne, daß sie mit Zuständen des Körpers identisch sind und deshalb ohne Bezugnahme auf Objekte und Ereignisse außerhalb des Körpers identifizierbar sind.
2. Gleichzeitig sind sie "nichtï·"individualistisch", weil sie zum Teil durch ihre Kausalbeziehungen zu Objekten und Ereignissen außerhalb identifiziert werden können und gewöhnlich auch werden.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Intentionalit Dennett, D.
 
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I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik" an ï·" "Quasiï·"Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen ï·" SearleVsDennett: nur Alsï·"Obï·"Intentionalität ï·" DennettVsSearle: irgendwo muß man anfangen ï·" die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen ï·" I 282 auch zu uns gehören Teile, die nur Halbï·"Intentionalität haben ï·"
II 147
Person/Intentionalität/Dennett: These Personwerdung ist der Übergang von einem intentionalen System 1. Ordnung (Überzeugungen und Wünsche, aber nicht über Überzeugungen und Wünsche) zu einem
intentionalen System 2. Ordnung (Überzeugungen über eigene und fremde Überzeugungen).
Intentionales System 3. Ordnung: ist in der Lage zu wollen, daß jemand glaubt, daß es etwas will.
Naturalismus Millikan, R.
 
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Graeser I 125
Naturalismus/MillikanVsSearle: These alles ï·" Dinge ebenso wie Sätze, Theorien, Gedanken und Bedeutungen ï·" sind Teil einer einzigen Welt und sollten entsprechend verstanden werden. Dazu gehört auch das Verständnis der Evolution. Eng verwandt mit Searles verliehener (Abgeleiteter Intentionalität). Aber: > Repräsentation

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Repräsentation Millikan, R.
 
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Graeser I 125
Repräsentation/VsSearle: sind keine "geistigen Sätze". Das verkennt nicht nur die natürliche Odnung, sondern verlangt auch einen "inneren Interpreten". (Regreß). Graeser: von hier aus liegt die Annahmen nahe, daß Intentionalität primär und grundlegend dem Mentalen eigne. Aber Millikan sieht Alternativen.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Denken Nagel, Th.
 
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I 63
Denken/Nagel: These ist etwas anderes als Zeichen auf Papier zu machen. Eine naturalistische Analyse der Intentionalität ist nicht möglich. (NagelVsSearle).
Korrespondenz Rorty, R.
 
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Horwich I 452
Korrespondenz/IdealismusVsKorrespondenztheorie//Rorty: These: es gibt keine Korrespondenz zwischen einer Überzeugung und einer Nicht-Überzeugung (Objekt) -
Rorty VI 96
RortyVsSearle: These: Philosophen, die bestreiten, daß es so etwas wie Übereinstimmung zwischen Meinung und Wirklichkeit überhaupt gibt, stellen sowenig eine Gefahr dar wie Theologen, die das Fegefeuer bestreiten. (VsSearle). ((s) Searle pro Korr, RrortyVsKorr).

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Generative Grammatik
 
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Searle VIII 419
Generative Semantik/"Jungtürken": These: Nach dieser Meinung (von Chomskys Schülern) gibt es keine Grenze zwischen Syntax und Semantik und daher keine solchen Entitäten wie syntaktische Tiefenstrukturen.
VIII 422
Jungtürken: Ross, Postal, Lakoff, McCawley, Fillmore. These: Die Grammatik beginnt mit einer Beschreibung der Bedeutung eines Satzes.
Searle: Wenn die generative Semantik recht hat und es keine syntaktischen Tiefenstrukturen gibt, wird die Linguistik erst recht interessant, wir können dann systematisch untersuchen, wie Form und Funktion zusammenhängen.
ChomskyVsSearle: hier gibt es keinen Zusammenhang.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983