Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Begriff/
Autor/Ismus
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Literatur
Atomismus Sellars
 
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I 33
Standardbedingungen: ihre Annahme führt aus dem logischen Atomismus heraus! (> Umstände) - Es genügt nicht, daß die Bedingungen angemessen sind, das Subjekt muss wissen, dass sie es sind! Umstände: um sie zu bestimmen, muss man etwas über die Gegenstände wissen: wie sie unter anderen Umständen sind.
I 34
Logischer Atomismus: VsSellars: er könnte erwidern, dass Sellars 1. die Tatsache übersieht, dass sich der logische Raum physikalischer Gegenstände im Raum und Zeit auf den logischen Raum von Sinnesinhalten stützt.
2. Die Begriffe der Sinnesinhalte weisen diejenige logischer Unabhängigkeit voneinander auf, die für den traditionellen Empirismus kennzeichnend ist.
3. Begriffe für theoretische Entitäten wie z. B. Moleküle weisen diejenige gegenseitige Abhängigkeit auf, die Sellars möglicherweise zu recht den Begriffen für physikalische Tatsachen zugeschrieben hat, aber: die theoretischen Begriffe verfügen gerade deshalb über empirischen Inhalt, weil sie sich auf einen grundlegenderen logischen Raum stützen!
Sellars müsste zeigen, dass dieser Raum ebenfalls mit Kohärenz beladen ist, aber das kann er nicht, bevor er nicht die Idee eines grundlegenderen logischen Raumes als den der physikalischen Gegenstände im Raum und Zeit abgeschafft hat.
Logischer Atomismus: Aussagen kommen nur wahrheitsfunktional in Aussagen vor!
I 70
Atomismus/SellarsVsAtomismus/SellarsVsWittgenstein: Analyse steht nicht für Definition von Termini, sondern für die Erforschung der logischen Struktur des Diskurses - diese gehorcht keinem einfachen Muster.
(Def wahrheitsfunktional/Tugendhat: von anderen Sätzen, nicht von Situation abhängig. Tugendhat I 285).
(Def wahrheitsfunktional/Read: Konjunktion und Disjunktion heißen wahrheitsfunktional, weil ihre Wahrheit unmittelbar und direkt von der Wahrheit ihrer Bestandteile abhängt. Read III 85).

II 314
SellarsVsWittgenstein/Paradoxie: um von einer bestimmten atomaren Tatsache zu sagen, sie würde von einer bestimmten elementaren Aussage abgebildet, müssen wir eine Aussage verwenden, in der die elementare Aussage zwar vorkommt, aber nicht wahrheitsfunktional! Wir müssen etwas sagen wie: (1) S (in L) bildet aRb ab. Diese Abbildungsbeziehung kann nicht durch eine Aussage ausgedrückt werden. Wittgenstein dito.
II 321
Wenn nur einfache nichtsprachliche Gegenstände abgebildet werden könnten, wenn komplexe Gegenstände Tatsachen wären, würde das zu der bekannten Antinomie führen, daß es atomare Tatsachen geben müsste, die Voraussetzung dafür wären, dass Sprache die Welt abbilden kann, für die sich aber kein Beispiel angeben lässt, wenn man einen Sprecher dazu auffordert.(?!) Beide Schwierigkeiten vermeidet man durch die Erkenntnis, dass komplexe Gegenstände keine Tatsachen sind. (VsTractatus).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
Behauptbarkeit Brandom
 
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I 197
VsBegründete Behauptbarkeit :Behauptbarkeitsbedingungen enthalten nicht die gesamte Bedeutung. (laut Rorty): behauptbar/Brandom: zusätzlich zu den Begriff »behauptbar« benötigen wir für die reine Sprachphilosophie noch »wahr«. Und zwar für das Verständnis, wie die Sprache funktioniert, im Unterschied zum Verständnis, wie sie auf die Welt übergreift. (Semantik/Erkenntnistheorie).

Rorty I 325ff
Ebenso naiv: die Behauptbarkeitsbedingungen einer Aussage als "deskriptive Bedeutung" und die Konsequenzen als "evaluative" Bedeutung zu unterscheiden, und damit jedes Bedürfnis nach Harmonie aufzugeben.
Brandom II 238
Behauptbarkeitstheorien/Brandom: These: die Semantik muss sich an der Pragmatik orientieren (Brandom pro).
II 240
zwei Aufgaben: 1. behauptende Kraft, d.h. Richtigkeit zu erklären, d.h. die Unterscheidung von Zügen überhaupt zu machen 2. sagen, wann jene Züge erlaubt sind.
II 241
a) was sind Gründe, Belege b) direkt fragen, ob eine Behauptung wahr ist - "semantische Behauptbarkeit"/Sellars: Behauptbarkeit unter idealen Bedingungen.
II 242
BrandomVsSellars: hoffnungslos: man kann die Idealität nicht spezifizieren, entweder bleibt es zirkulär mit Rückgriff auf den Wahrheitsbegriff, oder trivial. (Auch BrandomVsHabermas).
II 243
Brandom eigener Ansatz: These: regelgeleitetes Sprachspiel, das erlaubt, mit deklarativen Sätzen propositionale Gehalte zu verbinden, die in dem Sinne objektiv sind, dass sie sich von den Einstellungen der Sprecher ablösen - das spaltet die Behauptbarkeit in zwei Teile: Festlegung und Berechtigung (zwei normative Status). - Das geht über Behauptbarkeitstheorien hinaus, weil es die Unterscheidung von richtigem und falschem Gebrauch ermöglicht - (>Dummett, >Schach, Witz, Gewinn)
II 254f
semantische Theorien/Behauptbarkeit/Brandom: pro: Vorteil: enge Bindung an Gebrauch - Problem: Dilemma: entweder a) Bindung an Einstellung oder b) an Gegenstand - Pointe: gleiche Behauptbarkeitsbedingungen aber verschiedene Wahrheitsbedingungen - der Gegenstand könnte rot sein, ohne dass ich in der Lage bin, das zu sagen.
II 259
Lösung: Konditional: "Wenn das Muster rot ist, dann ist es rot". - Tautologie: das ist korrekt, da es eine festlegungserhaltende Inferenz kodifiziert - aber nicht:
II 260
"Wenn ich zu der Behauptung berechtigt bin, dass das Muster rot ist, ist es rot" - nicht festlegungserhaltend.
II 261
Unterscheidung zwischen Berechtigung und Festlegung braucht nicht den Begriff der Wahrheit
II 261
BrandomVsBehauptbarkeit: unterscheidet nicht zwischen den Status der Festlegung/Berechtigung ohne das Hilfsmittel der Inkompatibilitäten (Negation). Unterscheidung zwischen Sätzen, die die Behauptbarkeitsbedingungen teilen und solchen, die die Wahrheitsbedingungen teilen, geht nicht ohne den Begriff der Wahrheit.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gebrauchstheorie Rorty
 
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Richard Rorty
I 139
Sprache/Gebrauchstheorie/Rorty: niemand würde sagen, es gäbe ein Bsp "Wesen des Verbrechens"œ, das sich durch eine Untersuchung unserer Sprache herausfinden ließe - Lösung: es geht um soziale Praktiken, nicht nur um Sprachgebrauch.
II 70
Rorty: analytische Philosophie VsGebrauchstheorie (VsBedeutungswandel)
III 36
RortyVsWittgenstein: die Analogie zwischen Vokabularen und Werkzeugen hat einen Nachteil: Handwerker wissen gewöhnlich, welche Arbeit sie tun müssen, bevor sie die Werkzeuge suchen oder erfinden. Das ist von Dichtern nicht zu erwarten.
III 101
Gebrauchstheorie der Bedeutung/Rorty: Problem: daß man vorher weiß, für welchen Zweck man ein Werkzeug konstruiert. Bei der Sprache ist es nicht so! Solange wir noch dabei sind herauszufinden, wie sie sich nutzen lassen, können wir das Christentum, die Newtonsche Physik, die romantische Bewegung oder den politischen Liberalismus nicht als Werkzeuge betrachten! III 102 Gebrauchstheorie/Rorty: Problem: die Zwecke der Sprache liegen noch gar nicht fest - anders als bei Werkzeugen.
III 194
SellarsVsHeidegger/SellarsVsGebrauchstheorie: Physik hat Vorrang - HeideggerVsSellars - HeideggerVsWittgenstein: nicht die Physik, sondern die Dichtung zeigt, dass das Sprachspiel unangemessen ist.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gegebenes Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 28
Gegebenes/RutteVsSellars: wir brauchen es zur Erklärung, was überhaupt in der Wahrnehmung erschlossen und was erwartet wird. - Wir brauchen auch Erinnerung, die immer schon hypothetisch ist.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Idealismus Ayers
 
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Rorty VI 402
Ayers über Locke/Rorty: prägnantes Beispiel für die Weitergabe untauglicher Probleme. RortyVsAyers: Ayers Buch über Locke ist nur ein Vorwand für seine Kritik an dem, was er "sprachlichen Idealismus" nennt (AyersVsSellars).

Ayrs I
M. Ayers
Locke (Arguments of the Philosophers) London 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Konvention W Putnam
 
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I 66
Wahrheit/PutnamVsTarski: seine Konvention-W klärt nicht die Begriffe der Wahrheit und der Referenz, weil sie die Begriffe der "Benennung" eines Satzes und "aus etwas folgen" verwendet - diese sind mit Wahrheit und Referenz (zu?) eng verwandt - PutnamVsSellars: seine Analyse der Bezeichnung hilft nicht: "wheel" spielt die Rolle von "Rad" im Englischen. - Das ist keine Beschreibung der Rolle sondern der Name der Rolle! - ((s) Wer beides nicht kennt, weiß nichts.)
II 89f
Def Konvention-W/Tarski/Putnam: die Forderung, dass alle Sätze aus der Sprache S mit dem entsprechenden Satz aus der Metasprache MS äquivalent seien - Putnam: das legt die Extension von "wahr" nur dann fest, wenn die Junktoren klassisch und nicht intuitionistisch interpretiert werden. - Intuitionistisch ginge es um "beweisbar". - Tarski: "Elektron referiert" ist äquivalent mit "Es gibt Elektronen". - intuitionistisch: es gibt eine Beschreibung D, sodass "D ist ein Elektron" in B1 beweisbar ist - Das könnte bei entsprechender Theorie wahr sein, selbst wenn es keine Elektronen gibt. - Intuitionismus: hier ist Existenz intratheoretisch.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Natur McDowell
 
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I 123 ff
Natur/Kant/McDowell: die Natur ist bei Kant gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl er sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund.
I 118
Zweite Natur/McDowell: These: es gibt Vorschriften der Natur, egal ob man für sie empfänglich ist oder nicht. Das ist die Folge richtiger Erziehung. "Naturalismus der zweiten Natur", "Naturalisierter Platonismus". Natur/Naturgesetze/McDowellVsNaturalismus: Vs "unverblümter Naturalismus": Der Raum der Natur ist nicht gleich dem Raum der Naturgesetze.
Die Kräfte gehören zum Teil in den Bereich der zweiten Natur.
Natur/McDowell: umfasst alles, was zum fundamentalsten Verstehen der Dinge gehört, also weder Bedeutung noch Werte. (VsAristoteles). Entzauberung der Natur ist Fortschritt.
Aber: das was entzaubert wurde, muss nicht mit der Natur identifiziert werden!

Rorty VI 212
McDowell/Rorty: die Natur übt vielleicht nicht bloß kausale, sondern auch rationale Kontrolle über das menschliche Forschen aus. Def Zweite Natur/McDowell: "Eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in eine moralische Gemeinschaft, "Bildung"). Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden. Und damit zu Urteilen fähig zu werden, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsBrandom/McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/Rorty: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Natur Rorty
 
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Richard Rorty
VI 213
Def Zweite Natur/McDowell/Rorty: erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören - das verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden - damit wird man zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind. McDowellVsBrandoM./McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson: mit deren Begriffen wird das unverständlich - diese würden die Welt nicht als Gesprächspartner bezeichnen.
VI 215
McDowell: These: die Welt fordert uns auf zum Urteil.
VI 214
Welt/SellarsVsMcDowell/BrandomVsMcDowell/Rorty: die Welt ist kein "Gesprächspartner".
I 215
Sie fordert uns nicht bloß zum Urteil auf.
VI 434
Natur/Technokratie/technokratisch//Rorty: das Schöne an rein mechanischen Erklärungen ist aus atheistischer Sicht, dass sie außer unseren eigenen Zwecken nichts fordern.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Philosophie Ayers
 
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Rorty VI 408
Philosophie/AyersRorty: folgende Thesen werden tendenziell von den gleichen Leuten vertreten 1. Realismus/Antirealismus wichtige Unterscheidung
2. Dummett hat recht: diese A/R Kämpfe sind die ausschlaggebenden in der Philosophiegeschichte gewesen.
VI 409
3. Wilson hat Recht, wenn sie Zweifel an der Kontingenz der Probleme äußert. 4. Ayers hat Recht, man darf die eigenen metaphysischen und erkenntnistheoretischen Ansichten nicht von seiner Politik und Moral beeinflussen lassen.
5. Farbe: das Problem des "Wesens der Farbe" ist nicht lösbar. Das gleiche gilt infolgedessen für das Leib Seele Problem.
6. Descartes’ Skeptizismus ist ahistorisch.
7. Sellars und Davidson haben Unrecht, wenn sie sagen, dass die Sinnesorgane bloß eine kausale Rolle spielen. Pro McDowell: Wiederbelebung des Empirismus.
8. Identität mit sich selbst ist nicht von Beschreibung abhängig, sondern von intrinsischen, nichtrelationalen Merkmalen. manche Termini sind starr.
9. Anerkennung des Unsagbaren ist lobenswerte intellektuelle Bescheidenheit.
10. Lockes "Essay concerning human understandig" ist kein Wegweiser, sondern ein immer noch auszulotendes Werk, dass bisher noch nicht artikulierte Wahrheiten enthält.
RortyVsAyers: in allen 10 obigen Thesen vertreten Ayers und ich diametral entgegengesetzte Standpunkte.
VI 410
Rorty: wir werden niemals ein "rein logisches" Argument für oder gegen eine der 10 Thesen aufstellen können.
VI 411
"Sprachlicher Idealismus"/Rorty: Kampfbegriff von AyersVsSellars. RortyVsAyers: es muss schon viel in der Sprache angelegt sein, bevor eine einleuchtende Berufung auf den Geschmack von Zwiebeln überhaupt möglich ist.
VI 412
Dazu gehört auch die Vorstellung einer inneren "cartesianischen Bühne". Dazu gehört auch die Vorstellung von "Bewusstsein" (als Vorstellung des 17. Jahrhunderts).


Ayrs I
M. Ayers
Locke (Arguments of the Philosophers) London 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Rorty
 
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Richard Rorty
I 162
Repräsentation/Rorty: benötigt Urteilsvermögen - anders als Eindrücke (Sinneseindrücke) - SellarsVsLocke: wirft beides zusammen.
I 278ff
Repräsentation: Der Begriff der Darstellung, wie ihn die Psychologen verwenden, ist mehrdeutig: Repräsentation umfasst Bilder und Propositionen sowie Meinungen. Nur die letzteren dienen als Prämissen. Bilder dagegen sind unvermittelt. Der britische Empirismus warf beide zusammen. RortyVsRepräsentation: die These von dem System innerer Darstellungen ist nicht bloß eine Verwechslung von Bildern und Propositionen, sondern eine allgemeine Verwechslung von Kausalvorgängen und Schlüssen! Sie findet aber in den Köpfen der Philosophen statt, nicht bei den Psychologen.
II 76
Anti- Repräsentationalismus: mit Nietzsche und Dewey - später Wittgenstein, Sellars, Davidson: neue Perspektive auf Sprache und Wirklichkeit.
II 112
PragmatismusVsRepräsentationalismus/Rorty: es gibt keine feststehende, fertige Wahrheit, die zu repräsentieren wäre. PragmatismusVsKorrespondenztheorie: es gibt keine privilegierte Sprache der Darstellung.
VI 45
Repräsentation/Realismus/Rorty: Repräsentation involviert Realismus.
VI 51
Repräsentation/Wittgenstein/Rorty: der "relevante Gegenstandsbereich" ist nie im relevanten Sinne "da".
V I 49
Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein. Man muss sich nur vorher darauf einigen.
VI 54
Repräsentation/McDowells Wittgenstein/Rorty: die unabsehbare Vielfalt der Regeln macht es unmöglich, unter dem Gesichtspunkt der Repräsentationalität oder Nichtrepräsentationalität eine interessante Grenze zwischen den Diskursen zu ziehen. ((s) Erkenntnis, Moral, das Komische usw.) - RortyVsKripke: Kripkes Wittgenstein beantwortet das mit einer petitio principii.
VI 63
Repräsentation/PutnamVsRepräsentation/Rorty: Sprache dringt zu tief in die Welt ein -
VI 71 ~
Putnam: verwendet nach wie vor den Begriff Repräsentation. RortyVs. Repräsentation/Rorty: wir sollten unser Verhältnis zum übrigen Universum nicht in repräsentationalistischer sondern in rein kausaler Terminologie begreifen. (PutnamVs).
DavidsonVsRepräsentation: Sprache und Forschung lassen sich durch aussschließliche Bezugnahme auf kausale Interaktionen mit der Welt erklären. Repräsentation überflüssig. (McDowellVsDavidson: Verantwortlichkeit gegenüber der Welt).
VI 107f
Repräsentation/Bild/Rorty: ebenso mehrdeutig: ein tüchtiger Historiker gibt die Fakten natürlich so wieder, wie sie nun einmal sind! Es gibt also einen Begriff von Repräsentation, mit dem man tüchtige von weniger tüchtigen Historikern unterscheiden kann. Doch wenn Philosophen sich über Genauigkeit einer Darstellung streiten, geht es ihnen nicht um Aufrichtigkeit oder Sorgfalt. Es geht vielmehr um die Frage: können wir Stücke der Welt und Stücke von Überzeugungen oder Sätzen derart paarweise anordnen, dass wir imstande sind, anzugeben, daß die Beziehungen zwischen den letzteren den Beziehungen zwischen den ersteren entsprechen?
VI 125 f
RortyVsRepräsentation: auch wenn man gegen Repräsentationalismus ist, bedeutet das nicht, zu bestreiten, daß die meisten Dinge im Universum in kausaler Hinsicht von uns unabhängig sind. Sie sind bloß nicht in repräsentationaler Weise von uns unabhängig!
VI 130
Repräsentation/Sprache/RortyVsSellars: Sprache repräsentiert nichts.
VI 139
Repräsentation/Wissen/Rorty: erkenntnistheoretische Deutung: Wissen als Bild vom Gegenstand: Trennung. - Dagegen Umgang mit dem Gegenstand: keine Trennung zwischen Gegenstand und Umgang.
VI 140
Sprache/Repräsentation/Rorty: These Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit zurechtkommen. - (Taylor: Umgang) - Umgang primärer als Repräsentation. - Rorty: kein Bruch zwischen sprachlichem und nichtsprachlichem Umgang.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Rylesche Vorfahren Pauen
 
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V 91
Sellars/Pauen: These: unser scheinbar unmittelbares Erleben mentaler Zustände ist das Produkt theoretischer Verallgemeinerungen. - Frage: wie konnte eine solche Theorie entstehen, wenn man die (alltagspsychologisch postulierten) mentalen Zustände nicht aus eigener Erfahrung kennt? Lösung: Rylesche Vorfahren:
1. Schritt: Sprache und Vorstellungen beziehen sich ausschließlich auf Verhaltensdispositionen und verbale Äußerungen.
2. Schritt: Zuschreibung von inneren Zustände, also "Gedanken".
V 91
Rylesche Vorfahren/Sellars/Pauen: These: wir kennen unsere mentalen Zustände gar nicht aus eigener Erfahren. Lösung: 1. Sprache und Vorstellungen beziehen sich nur auf Verhalten
2. Danach Zuschreibung von "Gedanken".
Man kennt mentale Zustände (Bsp Gedanken) gar nicht aus der Erste-Person-Perspektive! - Wir haben keinen direkten Zugang zu unsere inneren Zuständen - nur vermittelt durch die Alltagspsychologie.
V 105
VsSellars/VsRylesche Vorfahren/Pauen: unplausibel, wie man jemals auf die Idee gekommen sein sollte, das Verhalten mit der Zuschreibung mentaler Zustände zu erklären, wenn man sie nicht vorher aus eigener Erfahrung gekannt hätte.
V 106
Sellars lässt außer acht, dass eine Erklärung auch ohne solche Zuschreibungen denkbar ist.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Sprache Sellars
 
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Rorty VI 184
Sprache/Welt/Sellars/Rorty: These: alles ist Sprachlich - VsSellars: häufigster Einwand: kleine Kinder und Hunde haben auch Schmerzen, ohne darüber sprechen zu können.
Rorty VI 185
Sprache/Sellars: kann überhaupt nicht anhand von Nichtsprachlichem überprüft werden! Rorty: Daher ist nur die Nützlichkeit für den Pragmatismus interessant. ---
Sellars I 81ff
"Unsere Ryleschen Vorfahren" Bsp Primitive Sprache, Wortschatz für öffentliche Eigenschaften öffentlicher Gegenstände, Konjunktion, Disjunktion, Negation und Quantifikation, so wie vor allem auch das subjunktive Konditional. Außerdem Vagheit und Offenheit.
SellarsVs: bei einer intersubjektiven Sprache muss es sich um eine Rylesche Sprache handeln: das entspringt einem zu einfachen Bild der Beziehung von intersubjektiven Rede und öffentlichen Gegentänden. (I 81 > Denken).
Brandom II 72
Sprache/Sellars/Brandom: es gibt Sprachen ohne theoretische Termini. - Es müssen nur einige Begriffe nichtberichtenden Gebrauch haben, damit einige berichtenden Gebrauch haben können.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Tatsachen Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 217
Quine: "Dog ist das englische Wort für "Hund"" und "Robinson glaubt an Gott" das ist kein Wahrheitstyp, der einen "Tatbestand", etwas "Tatsächliches" zum Ausdruck bringt. Quine bietet uns also anstelle der positivistischen Unterscheidung zwischen konventioneller und empirisch bestätigter Wahrheit sozusagen eine Unterscheidung zwischen Wahrheit kraft Konvergenz und Wahrheit kraft Korrespondenz an.
Davidson....Quineschen Auflösung der Unterscheidung zwischen Bedeutungsfragen und Tatsachenfragen.

Quine I 426f
Tatsachen/Quine: nicht etwas Vermittelndes, nach dem Bild unserer Sätze (VsSellars, VsWittgenstein?) - besser: "wahrer Satz" oder "wahre Proposition". - Tatsachen nicht erforderlich,vor allem nicht zusätzlich zu Propositionen.
II 37
Ein weiterer Begriff, den ich vor dem Abgrund des Transzendentalen retten möchte, ist der des Tatsächlichen, der sich bei der Theorie der radikalen Übersetzung als relevant erweist. Es wird dabei von keinem Tatbestand entschieden, welches der beiden Handbücher recht hat. Und dieser Begriff des Tatsächlichen ist weder transzendental, noch soweit epistemologisch. ++
II 37
Tatsächliches: radikale Übersetzung: kein Tatbestand entscheidet, welches der Handbücher recht hat - Tatsächliches ontologisch, naturalistisch - weder transzendental noch epistemologisch - physikalische Bedingungen, nicht empirische Fähigkeiten - Uminterpretation nur bei anderen, nicht bei uns. - Tatsächlichkeit, wie Schwerkraft, ist unserer Natur intern.
VI 113
Tatsache/Quine: können wir streichen. - Es ist eine Tatsache trägt nichts bei. - Nur Scheinfundierung in Korrespondenztheorie. - Einer Tatsache entspricht ein wahrer Satz als ganzes. - "Es ist wahr dass" ist notwendig bei Sätzen, die nicht vorliegen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Tiere Sellars
 
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Rorty VI 185
Bewusstsein/VsSellars: der häufigste Einwand gegen Sellars psychologischen Nominalismus: "Protobewusstsein": Kleinkinder und Hunde sind ihrer Schmerzen gewahr ohne darüber sprechen zu können. Sellars kann keinen Platz für das Empfindungsvermögen einräumen.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Überzeugungen McDowell
 
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I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson: er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, dass es einem Subjekt so scheint. Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, dass es so ist.
I 192
McDowellVsPeacocke: ...das ist kein Beweis dafür, dass der nichtbegriffliche Inhalt als Grund für ein Subjekt, von etwas überzeugt zu sein, in Frage kommt. Das Subjekt hat vielleicht nicht einmal Gründe!
Bsp der erfahrene Radfahrer macht die richtigen Bewegungen, ohne Gründe zu benötigen. Auch die Beschreibung benötigt keine Gründe.
I 193
McDowellVsEvans, McDowellVsPeacocke: das berechtigt weder dazu, anzunehmen, dass Urteile und Überzeugungen in der Erfahrung fundiert sind, noch dazu, dass Überzeugungen durch Erfahrungen "als Gründe" fundiert werden. Erfahrung/Welt/McDowell: die Bedingung der Korrektheit ist, dass der Gegenstand tatsächlich quadratisch ist.
Rorty VI 179
McDowellVsSellars/Rorty: Überzeugungen können auch durch von Urteilen verschiedene geistige Vorgänge gerechtfertigt werden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Verteilungsfunktion Cartwright
 
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I 156
Verteilungsfunktion/Wellenfunktion/Wahrscheinlichkeits-Verteilung/Cartwright: existiert nicht real - falsch: "Welche Wellenfunktion ist in diesem Raum?". - richtig: sie existiert nur im Modell. - d.h. im realen Raum existieren auch die Vektoren nicht. - Anderes Problem: das "Billard"-Modell trifft für einfache, aber eben nicht für komplexe Situationen zu. Analogie/Billard//Sellars: spielt sich auf einer höheren Ebene ab. - Die Relationen zwischen den Eigenschaften sind analog, nicht die Eigenschaften selbst. - Bsp Laser und Oszillator haben keine Eigenschaften gemeinsam. - ((s) Auch wenn sich das Verhalten z.T. durch die gleichen Gleichungen beschreiben lässt.) CartwrightVsSellars: die Allgemeinheit und Ausnahmslosigkeit ist nur Schein.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Wirklichkeit Lewis
 
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I 50
Mehrdeutigkeiten im Zusammenhang mit vertauschten Spektren sind ganz gewöhnliche Mehrdeutigkeiten, die es im Alltag gibt, wenn es um Relativität ohne eindeutiges Kriterium geht. Bsp Was sind "relevante Untersuchungen", wenn nicht klar ist, ob sie relevant für die Tagespolitik, das seelische Wohlbefinden oder für das Verständnis, oder sonstwas sind.
Rorty VI 210
Gegenstände/Realität/Welt/Lewis/Rorty: alle Gegenstände im Universum außer den Elementarteilchen sind manipulierte Artefakte!
Rorty VI 210
LewisVsSellars: sogar er war viel zu sehr geneigt, die Natur ähnlich wie Demokrit als "Atome plus leerer Raum" zu kennzeichnen und Scheinprobleme zu erfinden bezüglich der Möglichkeit, das "wissenschaftliche" mit dem "manifesten" Menschenbild zu versöhnen. (Reduktionistische Auffassung der nichtmenschlichen Natur).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wissen Brandom
 
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Def Wissen: gerechtfertigte wahre Überzeugung-
muss auf die richtige Weise verursacht werden.
- (Goldman) - (Gettier).
I 321
Wissen: damit das Token "Das ist grün" Wissen ausdrückt, muss man nicht nur ein Symptom für Anwesenheit haben, sondern auch wissen, dass dieses Token ein Symptom für die Anwesenheit ist.
I 322
Rechtfertigung: setzt das voraus - BrandomVsSellars: setzt voraus, dass der Reporter sich rechtfertigen muss.
I 715/6
Wissen/Brandom: 1. Der Wissende muss eine inferentiell gegliederte, als propositional gehaltvolle Festlegung zuweisen (Überzeugungsbedingung) - 2. Eine vererbbare Berechtigung zu dieser Festlegung zuweisen - 3. Der Kontoführer muss dieselbe propositionale Festlegung eingehen, die zugewiesen wird.
II 127
Wissen/Platon: wahre Meinung plus logische Erklärung notwendig.
II 129
Wissen/Verlässlichkeitstheorie/Brandom: man könnte glauben, dass p, ohne zu glauben, dass man weiß dass p - weil eine Überzeugung eine Bedingung für Wissen ist, folgt: wenn man noch nicht einmal glaubt, dass man weiß, dass p, dann weiß man auch nicht, dass man es weiß.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 19 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsSellars Rorty Vs Ayers, M.
 
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Richard Rorty
VI 408
Philosophie/Rorty: wir müssen deutlich zwischen Fragen zu den Aufgaben der Philosophie und inhaltlichen Themen wie z.B. Erkenntnis trennen, und sich über deren Wechselverhältnis möglichst deutlich äußern. Philosophie/Rorty: folgende Thesen werden tendenziell von den gleichen Leuten vertreten
1. Realismus/Antirealismus wichtige Unterscheidung
2. Dummett hat recht: diese A/R Kämpfe sind die ausschlaggebenden in der Philosophiegeschichte gewesen.
VI 409
3. Wilson hat recht, wenn sie Zweifel an der Kontingenz der Probleme äußert. 4. Ayers hat recht, man darf die eigenen metaphysischen und erkenntnistheoretischen Ansichten nicht von seiner Politik und Moral beeinflussen lassen.
5. Farbe: das Problem des "Wesens der Farbe" ist nicht lösbar. Das gleiche gilt infolgedessen für das Leib Seele Problem.
6. Descartes’ Skeptizismus ist ahistorisch.
7. Sellars und Davidson haben Unrecht, wenn sie sagen, dass die Sinnesorgane bloß eine kausale Rolle spielen. Pro McDowell: Wiederbelebung des Empirismus.
8. Identität mit sich selbst ist nicht von Beschreibung abhängig, sondern von intrinsischen, nichtrelationalen Merkmalen. manche Termini sind starr.
9. Anerkennung des Unsagbaren ist lobenswerte intellektuelle Bescheidenheit.
10. Lockes "Essay concerning human understandig" ist kein Wegweiser, sondern ein immer noch auszulotendes Werk, dass bisher noch nicht artikulierte Wahrheiten enthält.
RortyVsAyers: in allen 10 obigen Thesen vertreten Ayers und ich diametral entgegengesetzte Standpunkte.
VI 410
Rorty: wir werden niemals ein "rein logisches" Argument für oder gegen eine der 10 Thesen aufstellen können.
VI 411
"Sprachlicher Idealismus"/Rorty: Kampfbegriff von AyersVsSellars. RortyVsAyers: es muss schon viel in der Sprache angelegt sein, bevor eine einleuchtende Berufung auf den Geschmack von Zwiebeln überhaupt möglich ist.
VI 412
Dazu gehört auch die Vorstellung einer inneren "cartesianischen Bühne". Dazu gehört auch die Vorstellung von "Bewusstsein"- (Als Vorstellung des 17. Jahrhunderts).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSellars Brandom Vs Behauptbarkeit
 
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I 198
VsBegründete Behauptbarkeit: Behauptbarkeitsbedingungen enthalten nicht die gesamte Bedeutung. Ebenso naiv: die Behauptbarkeitsbedingungen einer Aussage als "deskriptive Bedeutung" und die Konsequenzen als "evaluative" Bedeutung zu unterscheiden, und damit jedes Bedürfnis nach Harmonie aufzugeben.
II 90
Behauptbarkeit/Brandom: ihre Vertreter behandeln ebenfalls den Aspekt der Bedingungen (Umstände) als erschöpfend und vernachlässigen die Folgen der Verwendung der Begriffe.
II 91
BrandomVs: Behauptungen können die selben Bedingungen aber unterschiedliche Konsequenzen haben. Bsp "Ich werde ein Buch über Hegel schreiben" - "Ich prophezeie, daß ich ein Buch über Hegel schreiben werde": Gleiche Umstände, unterschiedliche Folgen bzw. Festlegung.
Bedeutung/Gebrauch/Dummett: wenn wir nur die Umstände (Bedingungen) für den Gebrauch eines Prädikats gelernt haben, kann es sein, daß wir nicht alle Verbindungen mit anderen Begriffen durchschaut haben!
II 242
Eine philosophische Analyse des Wahrheitsbegriff wird daher nicht unbedingt durch eine Definition des Wortes "wahr" geleistet. "semantische Behauptbarkeit"/Sellars: Behauptbarkeit unter idealen Bedingungen.
II 262 ++
BrandomVsSellars: hoffnungslos: man kann die Idealität nicht spezifizieren, entweder bleibt es zirkulär mit Rückgriff auf den Wahrheitsbegriff, oder trivial. (auch BrandomVsHabermas). Alternative/BrandomVsSellars: Abstützung mit Wahrheitsbedingungen.
Nachteil: wir sind dann nicht mehr in der Lage, die Korrelation der so verstandenen semantischen Gehalte mit sprachlichen Ausdrücken anhand einer direkten Angleichung an das Ausführen von Zügen zu erklären, wie es die alternative Sprachspieltheorie tut.
BrandomVsBehauptbarkeit: unterscheidet nicht zwischen den Status der Festlegung/Berechtigung, ohne das Hilfmittel der Inkompatibilitäten (Negation).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsSellars Fraassen Vs Beste Erklärung
 
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Field I 15
Prinzp der Besten Erklärung/Field: Angenommen, wir haben a) bestimmte Glaubenseinstellungen über die "Phänomene", die wir nicht aufgeben wollen b) diese Klasse von Phänomenen ist groß und komplex
c) wir haben eine ziemlich gute (einfache) Erklärung, die nicht ad hoc ist, aus der die Phänomene folgen
d) eine der Annahmen in der Erklärung ist Behauptung S und wir sind sicher, daß keine Erklärung ohne S möglich ist.
Beste Erklärung: dann haben wir einen starken Grund, S zu glauben.
Falsch: "Die Phänomene sind wie sie wären, wenn Erklärung E korrekt wäre":
als ob/Field: Als ob Behauptungen, die Huckepack auf echten Erklärungen reisen, dürfen nicht selbst als Erklärungen konstruiert werden (jedenfalls nicht ad hoc).
Dann ist das Prinzip nicht leer: es schließt aus, daß wir eine große und komplexe Menge der Phänomene als nackte Tatsache akzeptieren.
(van FraassenVsBeste Erklärung: 1980)
Beste Erklärung/BE/Field: die BE führt oft dazu, daß wir etwas glauben, das wir auch unabhängig, durch Beobachtung testen könnten, aber auch zu Glauben über Unbeobachtbares, oder nicht beobachtungsmäßigen Glauben über Beobachtbares.
Beobachtung: sollte hier keinen Unterschied machen! In jedem Fall geht unser Glauben über das Beobachtete hinaus.
I 16
Pointe: wenn kein Test gemacht wurde, sollte es keinen Unterschied machen im Status der Evidenz zwischen Fällen, wo eine Beobachtung möglich ist und solchen, wo keine Beobachtung möglich ist! Ein stärkeres Prinzip der BE könnte auf beobachtbare Fälle von Glauben beschränkt werden.
FieldVs: das würde aber unsere Glaubenseinstellungen über Beobachtbares verkrüppeln und wäre völlig ad hoc.
Unbeobachtetes: man könnte auch ein Prinzip formulieren, das den Schluß auf Beobachtbares aber bisher Unbeobachtetes! zuließe, wobei man die Erklärungen selbst nicht glaubt (!).
FieldVs: das wäre noch mehr ad hoc!
I 25
VsBenacerraf: stützt sich auf eine veraltete Kausatheorie des Wissens.
I 90
Theorie/Eigenschaften/Fraassen: Theorien haben drei Arten von Eigenschaften: 1. rein interne, logische: Axiomatisierbarkeit, Konsistenz, verschiedene Arten von Vollständigkeit.
Problem: es ist nicht gelungen, Einfachheit hier unterzubringen. Einige Autoren haben suggeriert, dass Einfache Theorie wahrscheinlicher wahr seien.
FraassenVsEinfachheit: es ist absurd anzunehmen, dass es wahrscheinlicher sei, die Welt sei einfach, als dass sie kompliziert sei. Aber das ist Metaphysik.
2. semantische Eigenschaften: und Relationen: betreffen die Relation der Theorie zur Welt. Bzw. der Tatsachen in der Welt, von denen die Theorie handelt. Haupteigenschaften: Wahrheit und empirische Adäquatheit.
3. pragmatische: gibt es welche, die philosophisch relevant sind? Natürlich ist die Sprache der Wissenschaft kontextabhängig, aber ist das pragmatisch?
I 91
Kontext-abhängig/kontext-unabhängig/Theorie/Wissenschaft/Fraassen: Theorien können auch in einer kontext-unabhängigen Sprache formuliert werden, was Quine Def „externe Sätze“/Quine nennt. Daher scheint es, dass wir die Pragmatik nicht brauchen, um Wissenschaft zu interpretieren. Vs: das man für Theorien gelten, aber nicht für andere Teile der wissenschaftlichen Aktivität:
kontext-abhängig/Fraassen: sind
a) Bewertung von Theorien, insbesondere ist der Begriff „erklärt“ (Erklärung) radikal kontext-abhängig.
b) die Sprache des Gebrauchs (Einsatzes) von Theorien, um Phänomene zu erklären, ist radikal kontext-abhängig.
Unterschied:
a) zu behaupten, dass Newtons Theorie Ebbe und Flut erklärt ((s) Erwähnung).
b) Ebbe und Flut mit Newtons Theorie erklären. (Gebrauch) . Hier gebrauchen wir nicht das Wort „erklärt“.
Pragmatisch: ist auch die „Versenkung“ (immersion) in ein theoretisches Weltbild, der Wissenschaft. Grundbestandteile: Sprecher, Hörer, syntaktische Einheit (Satz oder Menge von Sätzen), Umstände.
Pointe: hier kann es ein stillschweigendes Einverständnis geben, sich bei Schlüssen von etwas leiten zu lassen, das über bloße Logik hinausgeht.
I 92
Stalnaker/Terminologie: dieses stillschweigende Einverständnis nennt er „pragmatische Präsupposition“. (FraassenVsErklärung als überragendes Ziel).
I 197
Realität/Korrespondenz/aktual/real/modal/Fraassen: entsprechen die Substrukturen von Phasenräumen oder Ergebnis-Folgen in Wschk-Räumen etwas, was in einer realen aber nicht aktualen Situation passiert? ((s) Unterscheidung Realität/Aktualität?) Fraassen: es mag unfair sein, das so zu formulieren. Einige philosophische Positionen bejahen es dennoch.
Modalität/Metaphysik/Fraassen: pro Modalität (modale Interpretation von Häufigkeit) aber das legt mich nicht auf eine metaphysische Position fest. FraassenVsMetaphysik.
I 23
Erklärungskraft/Kriterium/Theorie/Fraassen: wie gut ist Erklärungskraft als Kriterium für die Wahl einer Theorie? Auf jeden Fall ist sie eins. Fraassen: These: die unbeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur unvermeidlichen Forderung nach verborgenen Variablen. (VsReichenbach/VsSmart/VsSalmon/VsSellars).
Wissenschaft/Erklärung/Sellars/Smart/(Salmon/Reichenbach: These sie ist unvollkommen, solange irgendeine Regularität unerklärt bleibt. (FraassenVs).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsSellars Sellars Vs Church, A.
 
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Putnam I 66
Bzeichnung/PutnamVsSellars: ebensowenig hilft Sellars Analyse der Bezeichnung: (1) "wheel" im Englischen bezeichnet Rad.
Putnam: d.h. dass "wheel" im Englischen die Rolle spielt, die Rad im Deutschen innehat.
ChurchVsTarski: (1) ist keine Aussage über das deutsche Wort "Rad".
SellarsVsChurch: führt ein spezielles Mittel ein: die "Punkt Anführung": (Wie Freges "ungerader Sinn"):
Ein Wort in Punkt Anführung denotiert seine eigene sprachliche Rolle:
„Rad“ und „wheel“ sind dann beides Namen für eine gewisse Rolle, dieselbe nämlich!
Wichtig: Rad ist nicht mit einer Beschreibung dieser Rolle synonym: es ist vielmehr ein Name dieser Rolle! Daraus folgt:
(2) "wheel" im Englischen hat die Rolle „Rad“.
Dann ist die Extension von bezeichnet eine Klasse von geordneten Paaren (Wort/Rolle), nicht (Wort/Ding). (> Bezeichnung). Sellars: keine Relation Wort Welt sondern Wort Rolle.
I 66/67
Bezeichnung/Sellars: das ist für ihn keine große Einschränkung, da für ihn als Nominalist "Rollen" keine abstrakten Entitäten sind. PutnamVsSellars: das wirft aber auch kein besonderes Licht auf das Problem der Referenz.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsSellars McDowell Vs Davidson, D.
 
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I 42
McDowellVsDavidson: der Mythos hat tiefere Ursachen: wir können nicht verstehen, wie die Ausübung der Spontaneität überhaupt eine Welt repräsentieren soll, wenn die Spontaneität keiner äußeren Kontrolle unterworfen wäre. (Und diese Kontrolle leugnet Davidson ja). I 41 McDowellVsDavidson: dieser weist zurück, daß Gedanken und Anschauungen auf rationale Weise verbunden sind. McDowell: aber dann kommen wir nicht zu einem empirischen Inhalt. (Die Anschauungen sind ohne Begriffe blind, (Kant)).
I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson : er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, daß es einem Subjekt so scheint (!). Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, daß es so ist.
I 172
Davidson: Spontaneität keiner äußeren rationalen Bedingung unterworfen. McDowellVsDavidson: so ist seine Kohärenztheorie ohne Kontrolle.
I 86
Mythos/Davidson: um ihm zu entgehen , muß man leugnen, daß Erfahrung epistemologisch bedeutsam ist. (EvansVs, McDowellVs).
I 124
Die Überlegung, daß alle Dinge zur Natur gehören, hilft nicht weiter. (siehe oben I 102ff) Spontaneität/Davidson: charakterisiert das, was faktisch die Operationen der empfindungsfähigen Natur sind, aber sie charakterisiert sie nicht als solche. McDowellVsDavidson: Dilemma: entweder: diese Operationen stehen trotzdem in rationalen Beziehungen, oder wir müssen annehmen, daß sie gar keine epistemologische Signifikanz haben. Kant hält diese Wahl für inakzeptabel.
I 216
McDowellVsDavidson: wenn wir den Hintergrund von Tradition ausschalten (und immer nur von radikaler Interpretation ausgehen), verfallen wir dem Mythos des Gegebenen. Hegel: "fehlende Vermittlung". Objektivität/McDowellVsDavidson: Davidson spricht von "Triangulation" (wechselseitige Korrigierbarkeit). McDowell: Es ist zu spät, sich um die Konstitution des Begriffs der Objektivität zu kümmern, wenn die Subjekte bereits die Bühne betreten haben. Objektivität und Subjektivität gehen gemeinsam aus einer Einweihung in den Raum der Gründe hervor.

Rorty VI 205
McDowell/Rorty: Unterschied "logischer Raum der Natur" ("Reich der Gesetze") "logischer Raum der Gründe". McDowellVsDavidson/McDowellVsSellars/Rorty: zu sehr vom Reich der Gesetze beeindruckt, so dass sie die Erfahrung so erklären, dass das Tribunal der Sinne nicht mehr möglich ist.
Überzeugung/Rechtfertigung/Ursache/Davidson/SellarsRorty: Vermeidung der Verwechslung von Rechtfertigung und Ursache führt zur These: Überzeugungen können nur durch Überzeugungen begründet werden. (McDowellVsDavidson).
VI 206
McDowellVsDavidson/Rorty: wenn man so vorgeht (Erfahrung eliminiert), werden die alten philosophischen Fragen nach wie vor so aussehen, als ob sie etwas taugen sollten.
VI 207
Es wird ein Unbehagen übrigbleiben. Der Empirismus wird sich durch die Hintertür wieder hereinschleichen. Wir brauchen immer noch etwas, was uns aus der Weltgerichtetheit des empirischen Denkens klug werden lässt. SellarsVsMcDowell/Rorty: der Mensch hat keinerlei Verantwortung gegenüber der Welt.

Rorty VI 213
Def Zweite Natur/McDowell: "eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in moralische Gemeinschaft, "Bildung").
Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden.
Und damit zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/McDowellVsBrandom: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.
Rorty VI 217
McDowellVsDavidson: bloß kausale Erklärung bringt die Gefahr der Leere. (Mit Kant: "Spontaneität des Denkens") (>Spontaneität: entspricht Vernunftwahrheiten, Rezeptivität: Tatsachenwahrheiten).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSellars Quine Vs Descartes, R.
 
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Willard V. O. Quine
I 56
Die Wahrheitszuschreibungen sitzen im selben Boot wie die wahren Sätze selbst. QuineVsDescartes: Selbst wenn wir mitten im Philosophieren sind, behalten und verwenden wir - anders als Descartes - unsere augenblicklichen Überzeugungen bis wir sie hier und da aufgrund der wissenschaftlichen Methode verbessern.

Stroud I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymy) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein „einziger Punkt“ ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkepticismVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsSellars Cartwright Vs Fraassen, B. van
 
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I 10
Asymmetrie/Erklärung/Kausalität/Fraassen: (The scientific image): These: die (erklärungsmäßigen) Asymmetrien sind nicht echt! CartwrightVsFraassen: ich glaube er irrt sich. Aber seine Frage ist stark und könnte uns dazu bringen, bestimmte Erklärungsstrategien aufzugeben.
Cartwright These: was wir aber nicht so leicht aufgeben sind unsere Handlungsstrategien im Alltagsleben. Bsp Sümpfe mit Antimoskitomitteln einzusprühen ist effektiv, Bsp Laken von Malariapatienten zu verbrennen, nicht.
I 89
FraassenVstheoretische Entitäten/Cartwright: warum sollte man an sie glauben? CartwrightVsFraassen: theoretische Entitäten gibt es, weil es auf der Ebene der Phänomene keine echte Regularität gibt.
Regularität/Cartwright: gibt es nur auf der Ebene der theoretischen Entitäten, nicht der Phänomene.
Gesetze/NG/Cartwright: ihre Ausnahmslosigkeit erklärt nicht nur, warum die Phänomene sich so regelmäßig (regulär) verhalten wie sie es tun, sondern auch, warum wir manchmal Ausnahmen sehen. Das gesteht van Fraassen zu.
Erklärung/van Fraassen: Problem;: aber daraus, daß ein Bündel von Prinzipien die Phänomene sicherstellt (save to the fact, Übersetzung Englisch), kann man nicht schließen, daß sie wahr sind!
richtig: Bsp „Ich denke also bin ich“.
falsch: Bsp „P erklärt Q. Q ist wahr, also P ist wahr“.
I 92
Elektron/Cartwright: Pointe: ist nicht Entität irgendeiner speziellen Theorie! (Elektronen nicht theorie-abhängig!). D.h. es geht nicht um Bohrsche Elektronen im Unterschied zu Rutherfordschen Elektronen. CartwrightVsFraassen: ich wähle ein Bsp von van Fraassen um zu zeigen, wie wir differieren:
Bsp Nebelkammer/Fraassen: im Gegensatz zum Kondensstreifen am Himmel, können wir vorne an der Nebelkammerspur nichts erkennen, egal wie genau wir hinsehen. Daher gibt es keine theoretischen Entitäten.
CartwrightVsFraassen: ich stimme der Prämisse zu, aber nicht der Konklusion.
I 93
theoretische Entitäten/Cartwright: das besondere an Erklärungen, die theoretische Entitäten involvieren ist, daß sie Kausalerklärungen sind (nicht Schluß auf die Beste Erklärung). Und Existenzbehauptung ist charakteristisch für Kausalerklärungen. Ursache/Kausalität/Fraassen/Cartwright: dieser glaubt nicht an Ursachen. Die ganze Kausalität sei eine Fiktion.
I 160
Theorie//Fraassen/Sellars/Cartwright: beide haben außerordentlichen Respekt vor der Theorie. Beide erwarten, daß sie die Tatsachen über das Beobachtbare richtig erfaßt. Für van Fraassen müssen die theoretischen Behauptungen (über Unbeobachtbares) das nicht. CartwrightVsFraassen/CartwrightVsSellars: eine gute Theorie muß beides nicht! Die Beobachtungskonsequenzen ((s) >“Beobachtungskonditional“?) können im großen und ganzen das sei, was wir für wahr halten, aber sie sind normalerweise nicht das beste, was wir erwarten können.
CartwrightVsFraassen: 2. mir geht es nicht ausschließlich um Beobachtbares. Ich nehme theoretischen Entitäten an und auch kausale Prozesse. Damit bin ich näher bei Sellars.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsSellars Rorty Vs Holismus
 
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Richard Rorty
I 190
RortyVsHolismus/RortyVsQuine/RortyVsSellars: diese holistischen Aussagen klingen sinnlos und paradox, denn die infragestehende Genauigkeit erfordert eine Theorie privilegierter Darstellungen. pro: Rechtfertigung ist nicht eine Funktion besonderer Relationen zwischen Ideen (oder Wörtern) und Gegenständen, sondern eine Funktion der sozialen Praxis. Die Rechtfertigung eines Gespräches ist sozusagen von Natur aus holistisch.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSellars Stroud Vs Quine, W.V.O.
 
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I 183
Intern/extern/Carnap/StroudVsQuine: in Carnaps Unterscheidung muss noch etwas anderes geben. Dass sie als interne Frage beantwortbar ist, als (gleichlautende) externe jedoch nicht, zeigt, dass die beiden nicht verwechselt werden dürfen. Sprache/Carnap/Stroud: daher unterscheidet Carnap verschiedene "Sprachen" oder "Systeme". Diese beantworten jeweils nur interne Fragen.
Ausdruckskraft: dass eine "philosophische" (externe) Frage dann sinnlos ist, liegt nicht bloß an der Terminologie.
I 184
Die Terminologie ist jeweils bedeutungsvoll. Bsp innerhalb der Mathematik ist "Es gibt Zahlen" sinnvoll.
I 223
Wissen/Skeptizismus/Quine: wenn alles Wissen zugleich auf dem Prüfstand steht, kann man sich auf keinen Teil des Wissens berufen. ((s) > Bsp "Alles was er sagte ist wahr"). Empirie/Wissen/Lösung/Quine: das ist der Grund, warum Wissen auf Basis der Sinneserfahrung gerechtfertigt werden muss.
Psychologie/Wissen/Erklärung/Rechtfertigung/Quine: eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie führt zur Zirkularität. ((s) Weil die Psychologie selbst über das bloße Feststellen von Reizen hinausgeht).
StroudVsQuine/StroudVsnaturalisierte Erkenntnistheorie: ist genauso eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie. Und damit genauso zirkulkär!
Erkenntnistheorie/Stroud: kann es sein, dass damit wohl die traditionelle Erkenntnistheorie widerlegt ist, nicht aber Quines naturalisierte Erkenntnistheorie selbst? Liegt die Lösung in der Relation zwischen beiden?
Quine: legt manchmal nahe, dass die beiden Standpunkte (naturalisierteVstraditionelle Erkenntnistheorie) sich unterscheiden: die „doktrinäre“ Frage sollte als falsche Hoffnung ad acta gelegt werden.
Bewusstsein/Kenntnis/Tradition/Erkenntnistheorie/Rechtfertigung/Stroud: die traditionelle Erkenntnistheorie insistiert auf einer Isolation gewisser Objekte des Bewusstseins, um unzweifelhafte Information zu identifizieren.
Bewusstsein/QuineVsTradition: wir können die Frage des Bewusstseins umgehen und einfach versuchen zu erklären,
I 224
wie unser reichhaltiger Output aus den Ereignissen entsteht, die an unserer sensorischen Oberfläche (Nervenenden) geschehen. Pointe: das kann man wissenschaftlich angehen.
Dann kann man zwei Arten von Ereignissen in der beobachtbaren physikalischen Welt unterscheiden, und das ist dann das wissenschaftliche Ziel.
StroudVsQuine: das sieht nun so aus, als hätte Quine nur das Thema gewechselt. Skeptizismus droht dann noch immer. Und das will Quine nicht.
„befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: (Wurzeln der Referenz, 3): ist nicht dasselbe wie empirische Psychologie, es ist eher ein "erleuchtetes Fortbestehen" (enlightened, "Erleuchtung") des traditionellen epistemischen Problems.
Empirie/Wissen/Rechtfertigung/Begründung/Zirkel/Quine: (s.o.) Tradition: unser Wissen kann nicht empirisch gerechtfertigt werden, weil sonst zirkulär.
QuineVsTradition: diese Angst vor Zirkularität ist unnötige logische Schüchternheit.
„Erleuchtung“/“befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: die Einsicht in die Tatsache, dass der Skeptizismus aus der Wissenschaft selbst entspringt. Und um ihn zu bekämpfen sind wir berechtigt, wissenschaftliches Wissen einzubringen.
QuineVsTradition: hat die Stärke ihrer Position gar nicht erkannt.
I 225
Wissen/Skeptizismus/QuineVsTradition: die traditionelle Erkenntnistheorie hat nicht erkannt, dass die Herausforderung des Wissens aus dem Wissen selbst heraus entstand. These: die Zweifel an seiner Verlässlichkeit waren immer wissenschaftliche Zweifel. Bewusstsein/Quine: die Verwirrung beruhte auf der Konzentration auf das Bewusstsein.
Introspektion/Tradition: dachte, Fakten über unseren "mageren" Input würden durch Introspektion ans Licht gebracht.
QuineVsIntrospektion: die Gründe dafür, den Input mager zu finden, kommen aus der Wissenschaft.
I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, RR 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymie) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein "einziger Punkt" ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkeptizismusVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.
I 230
Moore/Stroud: auch Moore soll damit nicht verleumdet werden. Nach Kant und Carnap ist es völlig legitim was er sagt. Skeptizismus/StroudVsQuine: Pointe: die Ergebnisse einer unabhängig durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wären im selben Boot wie Bsp Moores Hände. Sie wären "wissenschaftliche" Versionen von Moores Argument mit dem Common Sense.

Philosophie/Wissenschaft/Quine: beide gehen kontinuierlich in einander über.
Stroud: damit könnten sich Descartes und andere traditionellen Philosophen einverstanden erklären.
StroudVsQuine: Problem: dann haben wir eben vielleicht auch gar kein wissenschaftliches Wissen. Wir haben nicht mehr Grund daran zu glauben, wie nicht daran zu glauben. Keine wissenschaftliche Untersuchung könnte hier Klarheit verschaffen.
I 231
Es wäre auch keine Herausforderung „von innen“ denkbar. Also würde der Skeptizismus folgen.
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 240
Wissen/StroudVsQuine: selbst wenn ich den „mageren „Input dafür verantwortlich machte, dass er eine "Projektion" angenommen hat, wäre das keine Erklärung seines Wissens oder wahren Glaubens.
I 245
Wissen/Wissenstheorie/Erklärung/Projektion/StroudVsQuine: Angenommen, ich nehme mit Quine an, dass alle meine Glaubenseinstellungen nur "überfließender Output aus magerem Input" (also Projektion) sei, dann heißt das nicht, dass ich nicht denken könnte, dass ich wahre Glaubenseinstellungen habe, in dem Sinn, dass es nichts gibt, was meinen Glauben davon abhalten könnte, wahr zu sein. Problem: selbst wenn sie alle wahr wären, wäre ich nicht in der Position erklären zu können, oder auch zu verstehen, wie eine Wissenstheorie sie erklären und verstehen sollte. Ich kann nicht erklären, wie mein ((s) zufällig) wahrer Glauben zum Wissen beiträgt.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsSellars Brandom Vs Sellars, W.
 
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I 323
BrandomVsSellars: Zwei Probleme: 1. Sellars geht davon aus, daß der Reporter seine Behauptungen rechtfertigen muß. Das setzt voraus, daß man allgemeine Tatsachen der Form "X ist ein verläßliches Symptom für Y" kennt.
II 242
Das Sich-Berufen enthält aber eine implizite Behauptung der Verläßlichkeit ((s) Implizitheit vermeidet Regreß): 2. Fehler: die Autorität nichtinferentieller Berichte als ein Sich-Berufen auf ein Zeugnis aufzufassen. (Regreß: Woher stammt die Autorität des Zeugnisses usw.).
Die Autorität inferentieller Berichte ist vielmehr sui generis.
"semantische Behauptbarkeit"/Sellars: Behauptbarkeit unter idealen Bedingungen.
BrandomVsSellars: hoffnungslos: man kann die Idealität nicht spezifizieren, entweder bleibt es zirkulär mit Rückgriff auf den Wahrheitsbegriff, oder trivial. (auch BrandomVsHabermas).
Alternative/BrandomVsSellars: Abstützung mit Wahrheitsbedingungen.
Nachteil: wir sind dann nicht mehr in der Lage, die Korrelation der so verstandenen semantischen Gehalte mit sprachlichen Ausdrücken anhand einer direkten Angleichung an das Ausführen von Zügen zu erklären, wie es die alternative Sprachspieltheorie tut.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsSellars Field Vs Sellars, W.
 
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II 157
Schemabuchstaben/Field: „p“ und „e“ werden hier in Bezug auf einen individuellen Denkenden gebraucht. ((s) Nicht für die Rolle in der Sprachgemeinschaft). Idiolekt: ein einzelner Sprecher hat dann einen Idiolekt. Dieser wird typischerweise nicht mit den Grenzen des Gebrauchs irgendeiner Sprache zusammenfallen, oder der Vereinigung aller Sprachen.
Als Einsetzungen für die Schemabuchstaben verwenden wir hier Ausdrücke im Idiolekt der Person (zu einer Zeit). Mehrdeutigkeiten werden dabei nicht berücksichtigt.
II 158
Dann haben wir „p“ (wie ich es jetzt verstehe) bedeutet dass p (s) wobei der dass-Satz keine wörtliche Wiedergabe sein muß).
und
„e“ (wie ich es jetzt verstehe) bedeutet . ((s) muß keine wörtliche Wiedergabe sein).
Anführungszeichen/Bedeutungszuschreibung/Field: statt „Weisen des Verstehens“ anzunehmen, können wir auch annehmen, dass die Ausdrücke in AZ nicht auf einen orthographischen Typ referieren, sondern auf einen computationalen:
computationaler Typ/Field: (hier): referiert auf eine Klasse von Ausdrucks-Tokens im aktualen Idiolekt des Interpreten, die als computational äquivalent aufgefaßt werden. Das entspricht ungefähr:
Def Punkt-Anführungszeichen/Schreibweise/Sellars: (Sellars 1962): diese sollten allerdings auf inter-personell zuschreibbare begriffliche Rollen referieren.
QuineVsSellars: dann weiß man nicht, welche Überzeugungen eine begriffliche Rolle nur vortäuschen.
Gleichheit der computationalen Rolle/Field: nur innerhalb eines Idiolekts.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsSellars Fraassen Vs Sellars, W.
 
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I 32
empirische Gesetze/Sellars: haben wir gar nicht! Bsp dass Wasser bei 100° kocht gilt nur, wenn der Druck normal ist. (>Cartwright). Fraassen: das ist soweit nur methodisch, denn wir haben gar kein Zutrauen in die Verallgemeinerungen unserer alltäglichen Erfahrungen.
Problem: wir erwarten aber von einer Theorie, die Mikrostruktur (MiSt) (theoretische Entitäten) postuliert, dass sie tatsächliche universelle Regularitäten zeigt.
FraassenVsSellars/FraassenVsRealismus: damit wird eine unbeobachtbare Realität hinter den Phänomenen postuliert.
Bsp Angenommen, in einem frühen Stadium der Chemie entdeckte man, dass verschiedene Proben von Gold sich verschieden schnell in aqua regia auflösten. Aber die Proben waren beobachtungsmäßig identisch.
I 33
Lösung: (damals): man postulierte für die zwei Proben verschiedene Mikrostruktur (MiSt). Dann wurde die Variation damit erklärt, dass die Proben Mischungen dieser zwei (beobachtungsmäßig identischen) Substanzen seien. Damit haben die Gesetze kein beobachtungsmäßiges Gegenstück. Ohne das scheint keine Erklärung möglich. Und diese ist das Ziel der Wissenschaft, also müssen wir an eine unbeobachtbare MiSt glauben.
Das führt zu drei Fragen:
1. hat die Postulierung der MiSt wirklich neue Konsequenzen für die beobachtbaren Phänomene?
2. Muss Wissenschaft wirklich immer Erklärungen liefern?
3. könnte es ein anderes Grundprinzip (rationale) für den Gebrauch des Bildes der MiSt in der Entwicklung von Theorien geben?
FraassenVsSellars: Ad 1.: es scheint dass diese hypothetischen Chemiker sehr wohl neue beobachtbare Regularitäten postulierten: Angenommen, zwei Substanzen A und B mit Auflösungsraten x und x+y. Jede Goldprobe ist eine Mischung aus den zwei Substanzen,. Dann folgt, dass jede Probe sich auflöst mit einer Rate zwischen x und x+y. Und das ist noch nicht dadurch impliziert, dass verschiedene Proben sich in der Vergangenheit in diesem Spielraum aufgelöst haben. Damit ist Sellars im 1. Punkt widerlegt.
Angenommen, (um Sellars’ Argument willen) es gibt immer noch keine Möglichkeit, die Auflösungsraten genauer vorherzusagen. Brauchen wir dann kategorisch eine Erklärung, die sich nicht auf Beobachtbares stützt? (Das war Reichenbachs PdgU oder die Forderung nach der Existenz verborgener Parameter).
verborgene Parameter/Sellars: erkennt klar, dass das der gegenwärtigen QM zuwiderlaufen würde, entsprechend sagt er, dass ihre mathematischen Modelle damit inkompatibel sind.
I 34
Also beschränkt er sich auf die Fälle, wo es konsistent ist, verborgene Variablen anzunehmen. Konsistenz/Fraassen: ist natürlich ein logischer Haltepunkt.
FraassenVsverborgene Variablen/FraassenVsSellars: das verhindert nicht die Katastrophe: obwohl es einige Beweise gibt, dass verborgene Variablen nicht in eine klassische deterministische Theorie eingeführt werden können, verlangen diese Beweise etwas viel stärkeres als Konsistenz: Bsp die Annahme, dass zwei verschiedene physikalische Variablen nicht dieselbe Wschk-Verteilung in der Messung über alle möglichen Zustände haben können.
Also, wenn wir nicht Unterschiede in der Vorhersage für Beobachtbares angeben können, gibt es keinen wirklichen Unterschied. (Keine Unterscheidung ohne Unterschied. Stärkere Forderung als Konsistenz stärker/schwächer).
Ad. 3. wie kann der Anti-Realismus dem Sinn abgewinnen? Abgesehen von den tatsächlich neuen empirischen Konsequenzen (s.o.) wird er methodische Gründe anführen. Mit der Annahme einer bestimmten MiSt könnten wir zu neuen Implikationen über empirische Regularitäten gelangen. Das ist natürlich nur eine Hoffnung. Aber:
Wissenschaft/Fraassen: These: ihr geht es nicht um Erklärung als solche, sondern um neue Aussagen über beobachtbare Regularitäten.
I 30
FraassenVsverborgene Parameter: wenn das empirisch äquivalent mit der orthodoxen QM ist, führt es zu nicht-logischen Korrelation nicht-klassischer Art, die immer noch das PdgU verletzen würden. Aber auch diese Frage ist akademisch, denn die moderne Physik braucht keine verborgenen Parameter.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsSellars Putnam Vs Sellars, W.
 
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III 131
Abbilden/Sellars: anders als Wahrheit und Bezugnahme: unsere normalsprachlichen Schemata bilden die Welt mehr oder weniger angemessen ab. Einige Schemata sind adäquater als andere, obwohl sie in keiner objektiven semantischen Beziehung zu dieser Welt stehen. Das hat zu einer Spaltung der Schüler von Sellars geführt: Sellarssche Linke: Rorty verzichtet auf den Begriff des Abbildens.
PutnamVsSellars: erklärt nicht, wie die Abbildung dem Rahmen des idealwissenschaftlichen Schemas möglich wäre.
III 132
Um eine "Perspektive" abzugeben, müssen Schriftzeichen und Laute etwas abbilden. Um eine objektive Beschreibung ergeben, müssen sie etwas beschreiben. Absolute Auffassung/Williams: sie wird uns, aber nicht unbedingt fremden Forschern erklären, wie wir diese Auffassung verstehen.
Putnam: also wird die "Theorie des Irrtums" nicht von der absoluten Auffassung geliefert, sondern von der " lokalen Perspektive ". Sei es auch eine Perspektive, die von der absoluten Auffassung geprägt ist. Behauptet Williams etwa, dass die Existenz der absoluten Auffassung ein Element unserer lokalen Perspektive ist? Dem könnte sogar Rorty zustimmen.

I 96
Realismus/Theorie/Wissenschaft/Peirce/Sellars: beide versuchen, die Vorstellung beizubehalten, dass die Theorie B1 - (B) Eine Aussage kann falsch sein, auch wenn sie aus unserer Theorie folgt (oder unserer Theorie plus der Menge der wahren Beobachtungssätze)
- falsch sein könnte (ja, sich früher oder später als falsch herausstellen wird) ohne einen realistischen Begriff von Wahrheit zu verwenden, indem sie sie nicht mit gegenwärtig gerechtfertigter Behauptbarkeit , sondern mit idealer gerechtfertigter Behauptbarkeit identifiziert haben.
Das ist es, was beide für die Bedeutung der Behauptung halten, die Venus könnte auch kein Kohlendioxyd haben.
Realismus/Wahrheit/PutnamVsPeirce/PutnamVsSellars: das setzt jedoch voraus, dass wir ohne einen Rahmen von Raumzeit Verortungen, Gegenständen usw. den Begriff des "idealen Limits" sinnvoll füllen und die Bedingungen für die Wissenschaft spezifizieren könnten. Und das geht nicht! Zudem setzt es Konvergenz voraus.
Wenn es keine Konvergenz gibt, (also einfach häufigere Fälle des Scheiterns von Konvergenz als des Gelingens) wie Kuhn und Feyerabend glauben, dann geht es dem "idealen Limit" genauso schlecht wie dem Realismus.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsSellars Rorty Vs Sellars, W.
 
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Richard Rorty
Frank 603
Rylesche Vorfahren/Empfindungen/Jones/Sellars/Rorty: auch Empfindungen waren nach dem Mythos von "Jones" ursprünglich theoretische Entitäten innere" Zustände, die postuliert wurden, um das Auftreten bestimmter Gedanken zu erklären. Bsp den Gedanken, dass sich ein Dreieck vor mir befindet, wenn da keines ist. (Schein, durch Empfindung erklärt.).
Auch Empfindungen hatten "innere Eigenschaften", die sie nicht mit einem physikalischen Gegenstand teilten.
"von" ist bei Empfindungen kein relationaler Ausdruck. "von rot": der Bindestrich soll die Einfachheit bzw. Unanalysierbrkeit ausdrücken.
Jones: der Mann, der im Mythos von Sellars das Bewusstsein erfand.
Hier werden Empfindungen und Gedanken nicht für unmittelbare Erfahrungen gehalten sie waren keine Gegenstände unabgeleiteter, innerlich wahrnehmbarer Berichte und erst recht nicht unkorrigierbarer Berichte.
Erst nach der Einführung des Mythos und langem Lernen stellt sich bei den Menschen heraus, dass sie unabgeleitete Berichte über ihre eigenen inneren Zustände geben können.
Frage: was ist hier das Merkmal des Mentalen?
Fra I 603/604
Gedanken und Empfindungen haben kein gemeinsames Merkmal außer dem: Armstrongs "Zustände, die fähig sind, ein Verhalten hervorzubringen". Frage: was heißt es dann, "innerlich" zu sein?
Rorty: so etwas zu postulieren, liefert keine Erklärung für das "Nichtphysische", (genauso wenig wie Ryles Dispositionen).
Sie setzen das Physische nicht in Gegensatz zu etwas anderem.
Statt "Gedanke über p" könnte man genauso gut sagen: "Gehirnprozeß über p". >Definition/Erkenntnis/Rorty:
Definition/Erkenntnis/Rorty: was zählt, ist nicht ein neues Wort, sondern lediglich die theoretisch postulierten inneren Eigenschaften der fraglichen Entitäten. (s) Neue Eigenschaften statt neuer Wörter! Auch nicht neue Entitäten! Jedenfalls nicht verfeinerte Mikrostruktur.
RortyVsSellars: Jones hat das Bewusstsein nicht erfunden, indem er den Begriff von unbeobachtbaren inneren Zuständen, die bestimme innere Eigenschaften haben, erfunden hat. Jones hat nur eine Mikrostruktur vorgeschlagen, aber keine Erklärung mittels spezifisch mentaler Ereignisse.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsSellars Verschiedene Vs Sellars, W. Rorty I 206
Sprache/Sellars/Rorty: die Besonderheit der Sprache liegt nicht darin, dass sie »die Qualität unserer Erfahrung verändert« oder »dem Bewusstsein neue Perspektiven eröffnet«. Ihr Erwerb verschafft uns vielmehr Eintritt in eine Gemeinschaft, deren Mitglieder ihre Behauptungen einander gegenüber rechtfertigen. .
I 207
Sprache/VsSellars: einige Gegner wenden hier ein, dass es sich dabei um eine Verwechslung von Begriffen und Wörtern handele. Das haben eines Begriffes und das Verwenden können eines Wortes seien im psychologischer Nominalismus ein und derselbe Sachverhalt.
I 208
SellarsVsVs: könnte hier antworten: entweder ihr gesteht allem und jedem (z. B. Plattenspielern) das unterscheidend auf bestimmte Sorten von Gegenständen zu reagieren vermag, Begriffe zu, oder ihr gebt eine Erklärung, worum ihr an anderer Stelle als zwischen der erworbenen Sprache und dem noch in Gang befindlichen Lernprozess die Grenze zwischen begrifflichem Denken und seinen primitiven Vorläufer ziehen wollt. Das macht deutlich dass die:
Tradition: (Mythos des Gegebenen): hat zwei Dinge zusammengeworfen: Empfindungen und Unterscheidungsfähigkeiten.

Sellars I 34
Logischer Atomismus: VsSellars: er könnte erwidern, dass Sellars 1. die Tatsache übersieht, dass sich der logische Raum physikalischer Gegenstände im Raum und Zeit auf den logischen Raum von Sinnesinhalten stützt.
2. Die Begriffe der Sinnesinhalte weisen diejenige logischer Unabhängigkeit voneinander auf, die für den traditionellen Empirismus kennzeichnend ist.
I 34/25
3. Begriffe für theoretische Entitäten wie z. B. Moleküle weisen diejenige gegenseitige Abhängigkeit auf, die Sellars möglicherweise zu recht den Begriffen für physikalische Tatsachen zugeschrieben hat, aber: die theoretischen Begriffe verfügen gerade deshalb über empirischen Inhalt, weil sie sich auf einen grundlegenderen logischen Raum stützen! Sellars müsste zeigen, dass dieser Raum ebenfalls mit Kohärenz beladen ist, aber das kann er nicht, bevor er nicht die Idee eines grundlegenderen logischen Raumes als den der physikalischen Gegenstände im Raum und Zeit abgeschafft hat.

SinnesdatentheorieVsSellars:( > I 103) die Einzelgegenstände finden sich im Kosmos der Alltagssprache. physikalische Röte lässt sich auf der Grundlage des Rot Scheinens analysieren, aber Rot Scheinen muss auf der Grundlage roter Sinnesinhalte analysiert werden. (SellarsVs). Aber warum sollten sich die Eigenschaften physikalischer Gegenstände nicht auf direkte Weise in die Eigenschaften und phänomenalen Beziehungen von Sinnesinhalten zerlegen lassen?
Sellars: zugegeben.
I 35
SellarsVsSinnesdatentheorie: wie gelangt denn der Sinnesdatentheoretiker zum System der Sinnesinhalte? Selbst wenn Rot Scheinen bei der Analyse physikalischer Röte keine Rolle spielt, so hofft er doch, uns von diesem System zu überzeugen, indem er uns auffordert, über die Erfahrung des Rot Scheinens irgendeiner Sache nachzudenken. Aber bis jetzt hat meine Analyse noch keine solche Dinge wie Sinnesinhalte überhaupt zutage gefördert!
I 36
Scheinen/Erscheinen/Sinnesdaten/Sellars: es kann keine dispositionale Analyse von physikalischer Röte auf der Grundlage des Rot Scheinens geben. Wir müssen zwischen qualitativem und existentialem Scheinen unterscheiden.





Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
VsSellars Chisholm Vs Sellars, W.
 
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Chisholm II 28
RutteVsSellars: es hat keinen Sinn, das Gegebene als "Mythos" entlarven zu wollen: wir brauchen es, damit klar wird was nun in der Wahrnehmung erschlossen wird. Die Annahme der Erscheinungsweise wird dadurch überprüft, daß aus ihr weitere Aussagen über Erlebnisse abgeleitet werden, die dann einzutreten haben (Erfolg). VsSellars: Letztendlich muß man ja sagen können, was in der Wahrnehmung erwartet wird.
Sonst würde dasjenige, was das Denken vom Wahrnehmen unterscheidet, verloren gehen.
Problem: wir brauchen immer auch die Erinnerung, die ja naturgemäß schon hypothetisch ist.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsSellars Cartwright Vs Sellars, W.
 
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I 157
Erklärung/Realismus/Physik/Mary Hesse: Paradigma: Billardkugel-Modell für die Kinetische Gastheorie. These die Moleküle im Gas teilen gewisse Eigenschaften mit den Billardkugeln. Modell/Hesse: es gibt positive, negative und neutrale Analogien zwischen den Objekten im Modell und den modellierten Objekten (den Objekten in der Realität).
SellarsVsHesse: die Analogie spielt sich auf einer höheren Ebene ab: die Relationen zwischen den Eigenschaften sind analog, nicht die Eigenschaften selbst! (DF Ebene).
Bsp der Helium-Neon-Laser und ein realer Trioden-Oszillator haben keine Eigenschaften gemeinsam. Richtig: ihre Eigenschaften verhalten sich in ähnlicher Weise, so daß sie mit derselbe van-der-Pol-Gleichung beschrieben werden können.
I 58
CartwrightVsSellars: die Allgemeinheit und Ausnahmslosigkeit ist nur Schein. Ursachen/Komposition/Mill/Cartwright: ich verwende Mills Ausdruck der „Komposition von Ursachen“ (A System of Logic, NY 1893, Buch III, Kapitel 6).

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsSellars Rorty Vs Taylor, Ch.
 
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Richard Rorty
VI 126
Welt/Erkenntnis/Realität/Existenz/Taylor/Rorty: Taylor: These: niemand sei im Ernst bereit, zu bestreiten, dass es in diesem Zimmer keine Stühle gibt, und dass das aufgrund der Beschaffenheit der Realität wahr oder falsch ist. RortyVsTaylor: das bestreite ich allerdings! Es gibt zwei Möglichkeiten, die Formulierung »aufgrund des So-Seins der Dinge« zu interpretieren:
1. als Kürzel: »aufgrund der Verwendungsweisen unserer derzeitigen Beschreibungen und der kausalen Interaktionen.
2. »Aufgrund des So-Seins der Dinge, ganz unabhängig davon, wie wir diese Dinge beschreiben«. (Rorty: das ist einfach sinnlos).
VI 127
Korrespondenz/Rorty: mit dem Weggang des Dings an sich ist auch der Begriff der Übereinstimmung von der Bildfläche verschwunden. RortyVsTaylor: versucht, den einen Begriff beizubehalten, während er auf den anderen verzichtet. Das ist zum Scheitern verurteilt.
VI130
Wahrheit/Taylor: These: "Binnenrahmen": ein Wahrheitsbegriff, der durch unseren nichtrepräsentationalen Umgang mit Zuhandenem gegeben sei. ((s) >Praxis, praktischer Umgang). Rorty/RortyVsTaylor: (mit Sellars): nach dem psychologischen Nominalismus (alles ist sprachlich) ist "nichtrepräsentationaler Umgang" mit irgendetwas suspekt.
RortyVsSellars: außerdem repräsentiert Sprache gar nichts! (Sellars pro Repräsentation (!!)).
RortyVsTaylor: unser Umgang mit Dingen vermittelt uns höchstens ein Gefühl für die kausale Unabhängigkeit der Dinge, aber nicht einen Wahrheitsbegriff der Übereinstimmung.
VI 131
Taylor: unterscheidet "Binnenrahmen" Wahrheit (Übereinstimmung) mit "Sichselbstverstehen". Weil wir selbst zum guten Teil durch unsere Akte des Selbstverstehens konstituiert sind, können wir sie so deuten, als handelten sie in der gleichen Weise, wie unsere Gegenstandsbeschreibungen von einem unabhängigen Objekt.
VI 133
Realität/Erkenntnis/Welt/RortyVsTaylor: es ist nicht gut, zu sagen. "Das Sonnensystem war da und wartete auf Kepler". Neubeschreibung/Rorty: Unterschied zwischen einer Neubeschreibung des Sonnensystems und meiner selbst: das Sonnensystem wird nicht dadurch geändert, und ich kann wahre Äußerungen über es zur Zeit davor machen. Bei mir selbst verwende ich sie selbst in manchen Fällen nicht dazu, wahre Aussagen über mein bisheriges Selbst zu machen
Es gibt aber keine wissenschaftlichen Neubeschreibungen des Sonnensystems à la Sartre!
(Sartre/Rorty: Bsp "Er erkannte sich als Feigling und verlor dadurch seine Feigheit").
TaylorVsRorty/TaylorVsPutnam/TaylorVsGoodman: jene Autoren, die sagen, es gibt kein beschreibungsunabhängiges So-Sein der Welt, sind nach wie vor versucht, Form/Stoff Metaphern zu verwenden. Sie sind versucht zu sagen, es habe keine Gegenstände gegeben, ehe die Sprache das Rohmaterial geformt habe.
Falsche Kausalbeziehung: als habe das Wort "Dinosaurier" die Entstehung verursacht.
Taylor: wir sollten überhaupt aufhören, etwas Allgemeines über das Verhältnis zwischen Sprache und Realität oder das "Wesen der Bezugnahme" zu sagen. (Bloß Aussagen über das bestimmte Sprachverhalten von bestimmten Personen sind statthaft, das erlaubt auch Vorhersagen).
Welt/Sprache/Davidson/Rorty: es gibt sicher eine ganz bestimmte Beziehung zwischen dem Wort "Kilimandscharo" und einem bestimmten Sprecher, aber wir sind nicht imstande, auch nur das geringste darüber zu sagen, wenn wir nicht sehr gut über die Rolle diese Wortes in Sätzen Bescheid wissen!
Bezugnahme/Referenz/Davidson/Rorty: keine Aussicht, die Bezugnahme unmittelbar in nicht-sprachbezogener Terminologie (unabhängig von Sätzen) zu erklären!.
Sprache/Davidson/Rorty: "so etwas wie eine Sprache gibt es nicht ." (Nice Derangement of Epitaphs): es gibt keine Menge von Konventionen, die man lernen müsste, wenn man sprechen lernt. kein abstraktes Gebilde, das verinnerlicht werden müsste.
VI 134
Taylor/Rorty: unterscheidet zwischen Dingen, über die "mit Hilfe der Vernunft entschieden werden kann" und Dingen, bei denen das nicht möglich ist. RortyVsTaylor: höchstens pragmatische Unterscheidung zwischen nützlich für uns und nicht nützlich für uns.
VI 137
Taylor: sobald man der Erkenntnistheorie entronnen ist, gelangt man zu einem "kompromisslosen Realismus". RortyVsTaylor: nur zu einem trivialen und uninteressanten Realismus.
VI 139
Repräsentation/Wissen/Taylor Rorty: die erkenntnistheoretische Deutung des Wissens als innere Bilder ist verfehlt. Zwischen meinem Bild und dem Gegenstand können wir eine Grenze ziehen, nicht aber zwischen meinem Umgang mit dem Gegenstand und diesem Gegenstand selbst. Die Vorstellung, unser Verstehen gründe im Umgang mit der Welt lehnt Repräsentationen überhaupt ab.
VI 140
Taylor: Heidegger ("Zuhanden") und Merleau-Ponty (These: Handeln und Leiblichkeit) zeigen einen Ausweg. RortyVsTaylor: gerade diese beiden Autoren halten an Bildern und Repräsentationen fest, und sei es noch so vermittelt.
Repräsentation/Taylor/Rorty: These: Umgang mit der Welt ursprünglicher als Repräsentation.
VI 141
Rorty: kein Bruch zwischen den nichtsprachlichen und den sprachlichen Interaktionen zwischen Organismen (und Maschinen) und der Welt. Gegenstand/Repräsentation:/RortyVsTaylor: wir können - im Gegensatz zu Taylor - keine Grenze zwischen dem Gegenstand und unserem Bild des Gegenstands ziehen, den das "Abbild" ist auch bloß eine Form des Umgangs.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSellars Luhmann Vs Tradition
 
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AU Kass 7
Subjekt/Objekt/Luhmann: schwieriges Problem. Zunächst: wer ist der Beobachter? Er ist die letzte Figur, die aber wiederum einen Explikationsbedarf über bestimmte Unterscheidungen hat.
LuhmannVsSubjekt-Tradition: hier hat man Kontinuitäten und Diskontinuitäten, die erlauben, zu entscheiden, ob man den Begriff des Subjekts nach Lage anwenden möchte.
Luhmann: wir sollten vielleicht besser auf Unterscheidung abheben. Es gibt aber keine endgültige Entscheidung in dieser Sache.
LuhmannVsTradition: ich benutze auch den Begriff "Demokratie" weiter, aber es geht um etwas anderes, nicht um "Herrschaft des Volkes". Bsp so entscheide ich mich manchmal für Kontinuität. manchmal für Diskontinuität.
Kontinuität/Luhmann: Kontinuität zur Tradition ist das Konzept der Selbstreferenz (SR). Bsp Nous, das Denken des Denkens kann immer einen Bezug auf sich selbst haben, oder auch das klassische Subjekt, das immer wußte, dass es ein Subjekt ist.
Dagegen spricht, dass man leicht aus dem Auge verliert, dass auch Soziale Systeme Subjekte sind!
Bewegung/Tradition/Luhmann: Unterscheidung bewegt/unbewegt: scheint für die europäische Geschichte entscheidend zu sein. Unterscheidung Göttlich/Menschlich. Vorstellung: unbewegtes Ufer des Flusses ermöglicht allein die Wahrnehmung des Stroms.
LuhmannVsSellars: dieses ganze Bild könnte sich als kulturell geprägte Metapher herausstellen.
Nicht alle heute noch zugänglichen Kulturen arbeiten mit dem Schema bewegt/unbewegt.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Analogie Cartwright, N.
 
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I 157
Erklärung/Realismus/Physik/Mary Hesse: Paradigma: Billardkugel-Modell für die Kinetische Gastheorie. These die Moleküle im Gas teilen gewisse Eigenschaften mit den Billardkugeln. Modell/Hesse: es gibt positive, negative und neutrale Analogien zwischen den Objekten im Modell und den modellierten Objekten (den Objekten in der Realität).
SellarsVsHesse: die Analogie spielt sich auf einer höheren Ebene ab: die Relationen zwischen den Eigenschaften sind analog, nicht die Eigenschaften selbst! (DF Ebene).
Bsp der Helium-Neon-Laser und ein realer Trioden-Oszillator haben keine Eigenschaften gemeinsam. Richtig: ihre Eigenschaften verhalten sich in ähnlicher Weise, so daß sie mit derselbe van-der-Pol-Gleichung beschrieben werden können.
CartwrightVsSellars: die Allgemeinheit und Ausnahmslosigkeit ist nur Schein.
Erklärung Fraassen, B. van
 
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I 23
Erklärungskraft/Kriterium/Theorie/Fraassen: wie gut ist Erklärungskraft als Kriterium für die Wahl einer Theorie? Auf jeden Fall ist sie eins. Fraassen: These die unbeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur unvermeidlichen Forderung nach verborgenen Variablen. (VsReichenbach/VsSmart/VsSalmon/VsSellars).
Wissenschaft/Erklärung/Sellars/Smart/(Salmon/Reichenbach: These sie ist unvollkommen, solange irgendeine Regularität unerklärt bleibt. (FraassenVs).
I 100
These Erklärung ist nicht eine zusätzliche Eigenschaft jenseits von empirischer Adäquatheit.
I 134
Def Erklärung/Fraassen. These eine Erklärung ist nicht dasselbe wie eine Proposition oder Liste von Propositionen, auch kein Argument, sondern eine Antwort auf eine Warum-Frage. Auch wenn Erklärungen natürlich Propositionen sind. Eine Theorie der Erklärung muß also eine Theorie der Warum-Fragen sein.
I 213
Erklärung/Regularität/Fraassen: These es sind nur Regularitäten der beobachtbaren Phänomene, die erklärt werden müssen!
Sprache Sellars, W.
 
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Rorty VI 184
Sprache/Welt/Sellars/Rorty: These alles ist sprachlich -" VsSellars: häufigster Einwand: kleine Kinder und Hunde haben auch Schmerzen, ohne darüber sprechen zu können -

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wahrheit Taylor, Ch.
 
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Rorty VI ~126 Wahrheit/Taylor: These "Binnenrahmen": ein Wahrheitsbegriff, der durch unseren nichtrepräsentationalen Umgang mit Zuhandenem gegeben sei.
Rorty/RortyVsTaylor: (mit Sellars): nach dem psychologischen Nominalismus (alles ist sprachlich) ist "nichtrepräsentationaler Umgang" mit irgendetwas suspekt.
RortyVsSellars: außerdem repräsentiert Sprache gar nichts! (Sellars pro Repräsentation (!!)).
VI 140
Taylor: Heidegger ("Zuhanden") und Merleau-Ponty (These Handeln und Leiblichkeit) zeigen einen Ausweg. RortyVsTaylor: gerade diese beiden Autoren halten an Bildern und Repräsentationen fest, und sei es noch so vermittelt.