Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Eigenschaften Shoemaker
 
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Arm III 161
Eigenschaften/Shoemaker: These: was eine Eigenschaft zu einer Eigenschaft macht, ist ihre Fähigkeit, einen Beitrag zu den Kausalkräften der Dinge zu leisten, die diese Eigenschaften haben - die Verbindung zwischen Eigenschaften und möglichen Wirkungen ist eine notwendige. - Das ist epistemisch begründet: Eigenschaften können nur durch ihre Wirkungen bekannt werden. BoydVsShoemaker: Identität der Eigenschaften nicht nur durch ihre Wirkungen, sondern auch durch das, was sie selbst hervorbringt - Armstrong: alle Eigenschaften sind nomisch mit anderen Eigenschaften verbunden. - Außerdem: unwirksame Eigenschaften sind auch Eigenschaften.
Arm II 85
Eigenschaften/Shoemaker: Bsp dass mein Kugelschreiber nicht mehr 50 Meilen südlich von irgendwas ist kein echter Wechsel von Eigenschaften, Oder die Eigenschaft, so zu sein, dass Ford Präsident ist, ist kein echter Wechsel, wenn Ford nicht mehr Präsident ist.
III 8
Armstrong/Place/Martin: alle Autoren pro objektive Eigenschaften "im" Objekt. - - -
Stalnaker I 92
Eigenschaften/Shoemaker/Stalnaker: These: alle Eigenschaften sind Kausalkräfte - dann sind die Kausalgesetze den Eigenschaften wesentlich.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Qualia Shoemaker
 
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Stalnaker I 220
Qualia/common sense/Shoemaker: These: Qualia sind intern, intrinsisch, lokal aber auch vergleichbar. - Dagegen: Frege/Schlick-Sicht. - These: Qualia sind nicht vergleichbar, weil es sinnlos ist anzunehmen, daß Bsp vertauschte Spektren überhaupt etwas Kommunizierbares darstellen. - StalnakerVsShoemaker: Pro "altmodische" Frege/Schlick-Sicht.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Selbstbewusstsein Armstrong
 
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Frank I 62
Selbstbewusstsein/ArmstrongVsShoemaker: Wahrnehmung unseres eigenen Geistes - NagelVs: psychische Zustände werden nicht wahrgenommen, sondern "direkt erlebt". - Shoemaker: es gibt keine Wahrnehmung, es ist auch nicht aus dem Spiegelbild erkennbar, dass ich es bin.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Vertauschte Spektren Shoemaker
 
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Stalnaker I 19
Qualia/vertauschte Spektren/Shoemaker/Stalnaker: versucht, die Erkennbarkeit vertauschter Spektren mit einer funktionalistischen und materialistischen Theorie des Geistes zu versöhnen - StalnakerVsShoemaker: pro altmodische Sicht, dass Vergleiche des qualitativen Charakters der Erfahrung.
Stalnaker I 233f
vertauschte Spektren/Shoemakers Paradox/Stalnaker: vier verschiedene Personen mit/ohne Backup-System, teils verschieden verdrahtet. - Paradox: es folgt, dass in einer Person zwei Qualia gleichzeitig gleich und verschieden sein müssten. - Lösung/Stalnaker: zwei verschiedene Identitätskriterien. - Funktionale Theorie: liefert intrapersonelle Kriterien. - Identität der physikalischen Realisierung: liefert Kriterien für interpersonelle Identität - Problem: die beiden Äquivalenzrelationen können nicht zusammengehen.
I 236
Hinzufügung des Back-up-Systems ändert den qualitativen Charakter, denn es ändert die Gedächtnismechanismen. - Problem: spätere Veränderungen im System, aber auch unrealisierte Möglichkeiten ändern den qualitativen Charakter.
I 237/8
Shoemakers Paradox: kann durch die Asymmetrie gelöst werden. - Aber nur wenn wir zulassen, dass Intentionalität eine Rolle spielt bei der Individuation von Qualia.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsShoemaker Shoemaker Vs Eliminativismus
 
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Stalnaker I 227
Nutzen-Theorie/Nutzen/Skala/Kalibrierung/von Neumann/Morgenstern/Stalnaker: Bsp jemand bevorzugt Ente vor Lachs und Lachs vor Haferschleim. A > B > C. Verfeinerung der Skala: man fragt die Person, ob sie lieber B oder lieber ein 50/50-Los für A v C haben möchte.
Wählt sie B, bedeutet dass, dass auf ihrer Skala B näher nach links, näher an A heranrückt. Das kann man für die Dinge, um die es bei der Lotterie geht, wiederholen und so zu immer weiteren Verfeinerungen gelangen.
allgemein: Präferenzen zwischen Losen bestimmten Zahlenwerte für Nutzen
Aber die Skala ist eine konventionelle: jede lineare Transformation dieser Skala liefert eine äquivalente, die dieselben Tatsachen über die subjektiven Präferenzen repräsentiert.
Frage: ist es sinnvoll, Präferenzen interpersonell zu vergleichen?
I 228
Nutzen/Stalnaker: aber hier geht es nicht um gefühltes Vergnügen (als "qualitatives Erlebnis"). Die Zahlenwerte repräsentieren keine Tatsachen über Relationen zwischen Personen. Analogie/Stalnaker: die Position Vsinterpersonelle Vergleiche ist analog zu der Frage, ob Gramm größer oder kleiner als Kilometer wären.
Pointe: dass wir das nicht sagen können, liegt nicht daran, dass es Tatsachen gäbe, die uns verborgen wären.
qualitativ/intentional/Stalnaker: wenn wir intentionale mit phänomenalen (qualitativen) Zuständen gegenüberstellen, ist klar, dass Nützlichkeit auf die intentionale Seite gehört.
Nutzen/Analogie/Stalnaker: die Frage ob man Nutzen interpersonell vergleichen kann ist kompliziert und interessant. Es geht auch darum, ob es eher möglich ist, das auf soziale Gruppen anzuwenden.
I 229
Nutzen-Theorie/von Neumann/Morgenstern//Stalnaker: sollte man nicht als eliminativistisch auffassen. Nach ihr gibt es wirklich Tatsachen über die Präferenzen von Personen, die durch die Zahlen repräsentiert werden, aber da der Nullpunkt und die Maßeinheiten willkürlich sind, haben interpersonelle Vergleichen keinen Sinn. StalnakerVsShomaker: ich fürchte, er vertritt die Seite des common sense VsFrege, weil der annimmt, dass Frege Eliminativist ist. ShoemakerVsEliminativismus.
Qualia/sekundäre Qualitäten/Shoemaker: These: wir brauchen Qualia für Tatsachen über unsere Erfahrungen und für sekundäre Qualitäten.
StalnakerVsShoemaker: das kann ein rein relationaler Ansatz auch.
RelationismVsQualia.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsShoemaker Armstrong Vs Shoemaker, S.
 
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Arm III 161
Eigenschaften/Shoemaker: These: was eine Eigenschaft zu einer Eig macht, ist ihre Fähigkeit, einen Beitrag zu den Kausalkräften der Dinge zu leisten, die diese Eig haben
III 162
ArmstrongVsShoemaker: sein Argument scheint sein einziges zu sein. Außerdem kann aus der Prämisse, daß Naturgesetze (NG) notwendig sind, nicht erschlossen werden, dass unwirksame Eigenschaften keine sind. Könnte es nicht Eig geben, die mit nomischer Notwendigkeit unwirksam sind? Oder zwei verschiedene Eig mit gleichen Verflechtungen? > Identität Shoemaker: kann hier nur sagen, dass wir keinen Grund haben, das anzunehmen.
Eig/Reduktion: aber Shoemaker könnte sein Argument verteidigen, in dem er sagt, dass Eig nichts anderes sind als ihre nomischen Verbindungen mit anderen Eig. Nomisch leere sind dann gar keine Eig.
Das ist die Sichtweise, daß Eig reine Kräfte sind.
ArmstrongVs: Regreß, weil es für andere Eig auch gilt.
(s)VsArmstrong: daß Bsp Computerdateien "Andockstellen" ("Haken") haben, führt doch auch nicht zum Regreß! Oder Bsp daß Viren Haken und Andockstellen haben).
ArmstrongVsVs: aber das gilt nur für die Sichtweise, daß Eig aus nichts anderem als der Fähigkeit bestehen, in diese Relationen einzutreten.
Eig/ArmstrongVsShoemaker: wenn keine Eig irgendetwas isoliertes ist, nichts logisch unabhängiges vom System (nomischen Netzwerk),
III 163
kann sie dann zu etwas werden, indem sie in das System eintritt? (>Swinburne, 1980, S 313 29,) s.o. hier: Kapitel 8,3). ArmstrongVsShoemaker: wenn eine Ontologie reiner Kräfte abgelehnt wird, hat Shoemaker nur sein epistemisches Argument
Aber das ist auch besser so als eine unakzeptable Ontologie. Ich möchte zeigen, dass die Theorie, daß NG notwendig sind, ontologisch unakzeptabel ist.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsShoemaker Block Vs Shoemaker, S.
 
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I 188
Psychofunktionalismus/Block: (s.o. I 167): Bsp Gehirne im Tank, Paralyse: es ist eine empirische Frage, was als Input und Output gilt. Nun könnten aber Krankheiten sogar die neuronalen Inputs verändern!
Dann ist es eine Sache der (willkürlichen) Entscheidung, welche Fehlfunktionen als Änderungen in der Mentalität gelten, und welche der Peripherie zugeschrieben werden!
BlockVsShoemaker: damit ("paradigmatische Person")zieht er sich auf den Psychofunktionalismus zurück. Kein Alltagswissen sagt uns etwas darüber, was paradigmatisch verkörpert werden kann, " ohne seine Struktur zu ändern".
Sorites/Gehirn im Tank/Block: AG wir nehmen nach und nach immer ein Gramm vom Gehirn weg. An welchem Punkt erhalten wir etwas, das nicht mehr "paradigmatisch verkörpert" werden kann? Das ist nicht nur eine begriffliche Frage, sondern eine empirische!

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsShoemaker Davidson Vs Shoemaker, S.
 
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Frank I 644
DavidsonVsUnkorrigierbarkeit/DavidsonVsRorty/DavidsonVsShoemaker: ich werde die Unkorrigierbarkeit ignorieren und etwas weniger starkes an ihre Stelle setzen: etwas, das mit der Autorität der ersten Person zur Deckung kommt. Pointe: Shoemaker verbindet die Unkorrigierbarkeit nicht mit einer Art von Wissen, sondern mit einer Klasse von Äußerungen (statt Propositionen als Bedeutungen).
Erklärung/Davidson: das könnte zu einer Erklärung der Autorität führen, wenn man die Klasse der entsprechenden Äußerungen rein syntaktisch spezifizieren könnte ((s) sonst Zirkel).
DavidsonVsShoemaker: leider geht das nicht! Der Sprecher muss wissen, dass er die privilegierte Art von Satz benutzt! Wenn er das nicht tut, gebraucht er die Sprache nicht richtig.
Fra I 645
Was würde hier als ein solcher Missbrauch der Sprache zählen? Eben einen Satz zu behaupten, für den man keine solche Autorität besitzt. Vielleicht ist das richtig, aber das wiederholt nur die uninformative und unbegründete Behauptung, dass Zuschreibung mentaler Prädikate eine Sprachkonvention ist.
DavidsonVsShoemaker: vom Interpreten aus gesehen bedeutet dies, dass der Interpret Selbstzuschreibungen so interpretieren sollte, dass sie als wahr herauskommen. Nach Shoemaker ist der Standpunkt des Interpreten der einzige, den wir einnehmen können und das raubt dem Prinzip die unabhängige Anwendung: unser einzige Grund zu sagen, dass der Sprecher gelegentlich besondere Autorität genießt ist, der, dass wir bereit sind, seine Äußerungen als eine Selbstzuschreibung zu behandeln! Das war aber das Ausgangsproblem.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsShoemaker Evans Vs Shoemaker, S.
 
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Gareth Evans
Frank I 540
Erinnerung/Evans: es gibt aber auch Erinnerungstätigkeit auf nichtbegrifflicher Ebene: der des Informationssystems (Wahrnehmungszustand). Bsp Es scheint, etwas sei so und so der Fall gewesen. Das sind keine freischwebenden Bilder, deren Bezug auf die Vergangenheit vom Subjekt in sie hineingelesen werden.
I 542
ShoemakerVsEvans: der Anschein, dass auf der Erinnerung beruhende Urteile über sich selbst identifizierungsfrei sind, beruhe auf einer linguistischen Trivialität: wir würden von einer Person, deren Information von jemand anders stammt nicht sagen "sie erinnert sich". EvansVsShoemaker: aber es trifft nicht zu, dass die Identifizierungsfreiheit ein bloßer Schein ist:
EvansVsStrawson: vielmehr setzt sich dieser dem Vorwurf aus,
Fra I 543
das linguistische Phänomen auszunutzen, wenn er versucht, die fragliche Identifizierungsfreiheit dadurch zu belegen, dass er die von Gewöhnlichen abweichende Äußerung "ich erinnere ich deutlich, dass diese Erinnerung stattfand, aber fand sie in mir statt?" betrachtet. Erinnerung/Shoemaker: auf Erinnerung beruhende Urteile sind identifizierungsabhängig und daher nicht immun gegen Fehlidentifizierung: Bsp wir können uns vorstellen, dass die scheinbaren Erinnerungen einer Person in Wirklichkeit von anderen Personen kausal abgeleitet wurden (falsche Erinnerung). Bsp vollständiges Duplikat einer Person (Klon). (s) Zu absurd, um als Beispiel zu überzeugen.
Fra I 544
Shoemaker: "Quasi Erinnerung": "q Erinnerung". Bsp wenn es solche falschen Erinnerungen gibt, dann erscheint es sinnvoll zu sagen, "jemand stand vor einem brennenden Baum, aber war ich das?"
EvansVsShoemaker: auch wenn das möglich ist, folgt daraus nicht, dass die normalen Urteile auf einer Identifizierung beruhen müssen!
Es geht nicht um Zerlegung : "jemand stand… ich war derjenige".

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsShoemaker Martin Vs Shoemaker, S.
 
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Arm II 86
Eigenschaften/MartinVsShoemaker: das Bild einer Eig. als bloße Fähigkeit zur Hervorbringung anderer Eig ist sogar bei einer realistischen Sicht von Eig absurd. So wie es absurd ist, als Wahrmacher eines KoKo etwas rein disp und nicht kat anzugeben, so absurd ist es, etwas rein kat und nicht disp angeben zu wollen. Etwas, was
Th. V. Aquin: "reiner Akt"
nennt.
MartinVsThomas v.Aquin: das ist eine logische Fiktion.
"rein"/Martin: nichts ist rein.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsShoemaker Peacocke Vs Shoemaker, S.
 
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I 145
Demonstrativa/VsPeacocke: andere Extreme Sichtweise: "Sicht der abweichenden Begriffe"): nach dieser Sicht beruhen diese Urteile ("hier", "jetzt", "ich") nicht auf Identifikation,
PeacockeVsShoemaker: weil es in unserer Welt keine q-Erinnerungen gibt, die keine Erinnerungen sind und diese Tatsache teilweise konstitutiv für unseren Begriff des Selbst ist.
q-Erinnerungen/Shomaker/Parfit: in möglichen Welten der Art, wie sie von Shoemaker und Parfit beschrieben werden, hätten dann unsere Begriffe keine Anwendung, Begriffe in solchen Umständen wären andere als unsere.
I 146
Diese Sicht müsste außerdem behaupten, dass Urteile über jemandes Vergangenheit, die auf erinnerungsartigen Bildern beruhen, nichtinferentiell sind und dass es zweifelhaft ist, dass jemand, dessen nichtinferentielle Urteile keine entsprechende Sensitivität für die Kausalität haben, einen vollständigen Begriff der ersten Person hat.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsShoemaker Stalnaker Vs Shoemaker, S.
 
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I 19
Qualia/vertauschte Spektren/Shoemaker/Stalnaker: versucht, die Erkennbarkeit vertauschter Spektren mit einer funktionalistischen und materialistischen Theorie des Geistes zu versöhnen. Dabei geht es um die Relation zwischen Bewusstsein und Repräsentation - zwischen dem intentionalen und dem qualitativen Inhalt einer Erfahrung.
StalnakerVsShoemaker: ich verteidige die altmodische Sicht, dass Vergleiche des qualitativen Charakters der Erfahrung zwischen Personen bedeutungslos (meaningless) sind ((s) >Wittgenstein, Käfer-Bsp).
Qualia/Stalnaker: es geht nicht darum, sie zu eliminieren (zu “quinieren"), sondern These sie als plausiblen und verständlichen Teil einer rein relationalen Struktur anzunehmen.
These: Die Vergleichbarkeit ist deswegen möglich, weil unser Begriff des qualitativen Charakters begrifflich mit dem repräsentationalen Inhalt verknüpft ist.
- - -
I 235
Shoemakers Paradox/Stalnaker: ist die ganze Geschichte kohärent? Könnten α und β so "verschieden kombiniert" werden? Lösung/Stalnaker: der Widerspruch könnte auf zwei Weisen vermieden werden: man könnte
a) die Identitätsaussage 5 zurückweisen
b) die Identitätsaussagen 1-4.
Ad a): führt weg vom Funktionalismus zu einem rein physikalistischen Ansatz für Qualia, Subjektive Unterscheidbarkeit ist dann kein Kriterium mehr. Phänomenale Erfahrungen können systematisch gleich aussehen, während sie es überhaupt nicht sind. Diese Sichtweise würde eine Entscheidung darüber nötig machen, auf welcher Allgemeinheitsebene man physikalische Typen definieren will. Und es ist nicht klar, auf welcher Basis man das entscheiden sollte.
I 236
Problem: dafür müsste man Qualia wahrscheinlich mit sehr feinkörnig unterschiedenen physikalischen Eigenschaften identifizieren. Diese könnten sich in Details unterscheiden, die für uns überhaupt nicht wahrnehmbar sind. Bsp die physiologische Entwicklung im Gehirn während des Alterns in einer Person würde zu anderen Wahrnehmungen führen, die für die Person subjektiv aber die gleichen Wahrnehmungen blieben! ((s) Unterscheidung ohne Unterschied).
Ad b): (Identitätsaussagen 1-4 zurückweisen): das ist Shoemakers Position.
Shoemaker: These: die Hinzufügung des Backup-Systems beeinflusst den qualitativen Charakter, denn es ändert die Gedächtnismechanismen, die konstitutiv sind für die Identitätsbedingungen für Qualia. Dann unterscheiden sich Bsp (s.o.) Alices und Berthas qualitative Erfahrungen.
Stalnaker: entspricht das der common sense-Sicht?
StalnakerVsShoemaker: Problem: spätere Veränderungen im Wahrnehmungs- aber auch im Gedächtnis-System einer Person, aber auch kontrafaktische unrealisierte Möglichkeiten würden den qualitativen Charakter der Erfahrungen einer Person verändern.
Bsp Angenommen, Bertha hat ein flexibles Gehirn, wenn ein Teil beschädigt ist, übernimmt ein anderer Teil die Arbeit.
Alice: ihr Gehirn ist weniger flexibel, bei einer Beschädigung eändert sich der qualitative Charakter ihrer Wahrnehmungen.
StalnakerVsShoemaker: Problem: selbst wenn die zentralen Realisierungen dieselben sind und selbst wenn die Beschädigungen niemals auftreten, würde es scheinen, dass Shoemakers Antwort impliziert, dass die Qualia anders wären, wegen der verschiedenen Verbindungen mit potentiellen alternativen Realisierungen der Erfahrungen.
Diese Unterschieden mögen rein intrapersonell sein: Angenommen Alice hatte früher ein ebenso flexibles Gehirn wie Bertha, aber mit zunehmendem Alter verlor sie ihre Flexibilität: Shoemaker scheint zu implizieren, dass der qualitative Charakter von Alice’ Farberlebnissen sich mit den Veränderungen der Potentialität ihres Gehirns verändert, selbst wenn es der Introspektion unzugänglich ist.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Qualia-Theorie VsShoemaker Pro Stalnaker I 19
Qualia/vertauschte Spektren/Shoemaker/Stalnaker: versucht, die Erkennbarkeit vertauschter Spektren mit einer funktionalistischen und materialistischen Theorie des Geistes zu versöhnen - StalnakerVsShoemaker: pro altmodische Sicht, daß Vergleiche des qualitativen Charakters der Erfahrung möglich sind.
I 220
Qualia/common sense/Shoemaker: These: Qualia sind intern, intrinsisch, lokal aber auch vergleichbar - dagegen: Frege/Schlick-Sicht These Qualia sind nicht vergleichbar, weil es sinnlos ist anzunehmen, daß Bsp vertauschte Spektren überhaupt etwas Kommunizierbares darstellen - StalnakerVsShoemaker. Pro "altmodische" Frege/Schlick-Sicht

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Qualia Shoemaker, S.
 
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Staln I 220
Qualia/common sense/Shoemaker: Qualia sind intern, intrinsisch, lokal aber auch vergleichbar. Dagegen: Frege/Schlick-Sicht. Qualia/Frege/Schlick-Sicht/Shoemaker: Qualia sind nicht vergleichbar, weil es sinnlos ist anzunehmen, daß Bsp vertauschte Spektren überhaupt etwas Kommunizierbares darstellen.
Interpersonelle Vergleiche von phänomenalen Erfahrungen sind sinnlos.
Staln I 229
Qualia/sekundäre Qualitäten/Shoemaker: wir brauchen Qualia für Tatsachen über unsere Erfahrungen und für sekundäre Qualitäten. StalnakerVsShoemaker: das kann ein rein relationaler Ansatz auch.
RelationismusVsQualia.
I 233
interpersonelle Identität/Qualia/Funktionalismus/Shoemaker: der Funktionalismus allein ist nicht hinreichend für interpersonelle Vergleiche. Lösung/Shoemaker: die Identität in Begriffen der Identität der physikalischen Eigenschaften erklären, die die Qualia realisieren. ((s) Also nicht nur der kausalen Rolle? ("was auch immer...")). >Shoemakers Paradox.
I 236
Shoemaker: die Hinzufügung des Backup-Systems beeinflußt den qualitativen Charakter, denn es ändert die Gedächtnismechanismen, die konstitutiv sind für die Identitätsbedingungen für Qualia. Dann unterscheiden sich Bsp (s.o.) Alices und Berthas qualitative Erfahrungen. Stalnaker: entspricht
I 239
Dualismus/Stalnaker: es ist Teil des physikalischen Charakters der Dinge, daß sie nicht-physische Effekte haben. Wenn sie es nicht hätten, wären sie physikalisch anders. Wenn das stimmt, daß würde die Möglichkeit von Welten mit Zombies von Anfang an ausgeschlossen.