Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsSimons Wiggins Vs Simons, P.
 
Bücher bei Amazon
Simons I 216
Superposition/Simons: es ist nicht nur ein pragmatischer Widerstand, der uns annehmen lässt, dass zwei Objekte nicht superponiert sein können und dennoch keinen gemeinsamen Teil haben. Simons: dennoch pro,
WigginsVsSuperposition/WigginsVsSimons: das macht er im folgenden Prinzip deutlich:
Prinzip/Wiggins: A und ein echter Teil oder Komponente B eines dritten Dings C, wobei A ≠ C und A ≠ B und wo kein Teil oder Komponente von A ein Teil oder Komponente von B oder von C ist, können nicht vollständig denselben Raum zur selben Zeit einnehmen.
Simons: wohin führt das?
rta: sei der Behälter von a zu t. D.h. der Raum kann Objekt von zeitlosen Operatoren und Prädikaten der extensionalen Mereologie werden.
Bezugsrahmen: nehmen wir als fixiert an, so dass Identität von Räumen bestimmt werden kann. Dann können wir alle Axiome der CEM (Extensionale Mereologie) anwenden, auch das Summen-Axiom und das SSP sind nicht widersprüchlich. (…+…)
I 217
SimonsVsWiggins: das scheint gar nicht besonders erschreckend. Es scheint sogar noch verstärkt werden zu können. Wir können z.B. ein Starkes Supplement-Prinzip (SSP) annehmen, das auf Zeiten relativiert ist: (…+…) SimonsVsKoinzidenz-Prinzip: wenn es korrekt wäre, würde es eine sehr enge begriffliche Verbindung zwischen mereologischen Relationen und räumlichen Relationen zwischen continuants herstellen.
Simons pro Wiggins: auf alle Fälle können wir zustimmen, dass "Raum" nur durch Referenz auf seine Belegung ("occupants") abgebildet werden kann. ((s) >kein "leerer Raum").
Damit wird der begriffliche Nutzen der Teil-Ganzes-Relationen zwischen continuants in ihrer Notwendigkeit für die Bildung der räumlichen Begriffe bestehen.
Koinzidenz-Prinzip/Simons: es ist adrett und es liefert eine verführerische Vereinfachung.
SimonsVsKoinzidenz-Prinzip/SimonsVsWiggins: man zahlt einen zu hohen Preis.
I 218
Aber mit seiner Zurückweisung müssen wir auch eine der Prämissen, WP, PP oder SSP verwerfen. Welche? Ich würde SSP verwerfen (s.u.). Aber vorher wollen wir WP gegen ein hypothetisches Gegen-Beispiel von Sharvy testen.
I 220
WigginsVsSuperposition/Simons: sein Argument für WP geht so: Angenommen, A und B wären distinkt und am selben Ort zur selben Zeit. Dann können sie nicht durch den Ort unterschieden werden. Dann müssen sie also durch ihre Eigenschaften unterschieden werden.
Problem: keine Raumregion (Volumen) kann gleichzeitig durch verschiedene Prädikate beschrieben werden (sei es Farbe, Form, Textur usw.)
(s) Es kann nicht gleichzeitig kugel- und würfelförmig sein).
I 221
Simons: letzteres mag wahr sein, aber das spricht nicht gegen die Möglichkeit einer perfekten Mischung, denn deren Qualitäten müssen nicht diejenigen ihrer Ingredienzien in Isolation sein, was durch die unperfekten Mischungen jeden Tag bewiesen wird. ((s) Widerspruch zu oben I 218: dort wird Mischung von Verbindung dadurch unterschieden, dass die Eigenschaften der Ingredienzien in der Mischung größtenteils erhalten bleiben.)
Superposition/Simons: Angenommen, es wäre möglich, dass Okkupation des Raums durch eine Masse eine graduelle Sache wäre, dann wäre es möglich, dass verschiedene Massen dieselbe Region besetzen
Simons: und zwar obwohl die Okkupation verschiedene Intensitätsverteilungen hätte.
Simons: wenn es so wäre, wäre Wiggins’ Prinzip falsch und dann müssten wir an seiner Notwendigkeit zweifeln.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsSimons Simons Vs Wiggins, D.
 
Bücher bei Amazon
I 130
Ereignis/Mereologie/Relation/Simons: wie sehen die mereologischen Relationen zwischen Ereignissen aus? Hier brauchen wir die Prädikate nicht zeitlich zu modifizieren wie bei continuants. Das macht die Ereignisse interessant für Philosophen, die die Extensionalität bewahren wollen. Relation zurzeit: ist für Ereignisse direkt und eng.
Relation zum Raum: ist für Ereignisse indirekt über die continuants, die in ihnen involviert sind.
Dualität/Wiggins: (1980,25-6,n12): Ereignisse sind in dieser Hinsicht „dual“ zu continuants.
SimonsVsWiggins: das ist nicht perfekt, weil continuants sowohl Raum besetzen als auch andauern.
Ereignis/Aufspalten/verstreut/Simons: weil continuants in ihnen involviert sind, können sie sich aufspalten (aufgeteilt sein, verteilt, scattered). Und daher können sie sowohl räumliche als auch zeitliche Teile haben.
Aber nicht als Ereignisse involvieren continuants. Bsp Zunahme der Intensität eines Magnetfelds.
Feld: ob es ein selbst continuant ist, ist umstritten.
Ereignis/Lokalisation: eine Lokalisation ist nur durch continuants die in ihnen involviert sind, möglich.
Eintreten/Zeitpunkt/happening/Simons: der Zeitpunkt des Eintretens (ob continuants involviert sind oder nicht) kann nur durch Messen von Zeitspannen berechnet werden. Dabei müssen wir uns auf lokale zyklische Prozesse stützen.

I 221
Superposition/SimonsVsWiggins: worum es bei der Superposition von Dingen gleicher Art geht ist, dass wir keine Möglichkeit haben, die Dinge ((s) in ihrem Zusammentreten und Auseinandergehen) zu verfolgen:
I 222
Sie werden nämlich zeitweise ununterscheidbar. (Das ist ein epistemisches Problem). epistemisch/(s) : warum sind epistemische Probleme überhaupt wichtig oder interessant, weil wir bei epistemischer Unmöglichkeit unseren Sprachgebrauch revidieren müssen: für prinzipiell Ununterscheidbares, sollten wir nicht verschiedene Wörter gebrauchen. (Keine Unterscheidung ohne Unterschied).
Simons: Bsp zwei Bienenschwärme vereinigen sich und trennen sich wieder. Wir wissen im Allgemeinen nicht, ob es hinterher dieselben zwei sind wie vorher. Das könnte man aber durch Verfolgen jeder einzelnen Biene klären. Daher ist es kein ontologisches Problem.
Superposition/Simons: es gibt scheinbare Fälle, wo Dinge ein und derselben Art superponieren können und wir dennoch die Spur verfolgen können:
Bsp sich bewegende Lichtpunkte oder Schatten, die sich für einen Moment überschneiden.
Bsp parallel zueinander verlaufende Wellenfronten. Hier nehmen wir zusätzlich gleichförmige Wellengeschwindigkeit an.
Bsp (Shorter): Wolken von Wasserdampf, die von einem „Wolkenprojektor“ manipuliert werden.
Hier haben wir Mittel der Identifikation: kausale Pfade.
I 223
WP/Wiggins: pro: Raum kann nur durch Referenz auf seine Okkupanten (Belegung) abgebildet werden, und räumliche Tatsachen sind begrifflich unabhängig von der Existenz von Tatsachen über Einzeldinge (ED) und die Identitäten dieser ED. Wenn nun Raum durch Referenz auf permanente ED abgebildet wird, muss die Nichtidentität der ED A und B, die beide von der Art f sind, hinreichend sein festzustellen, dass der Ort von A zu t verschieden ist vom Ort von B zu t. Simons: pro Abbildung durch Referenz auf ED.
SimonsVsWiggins: dennoch können Objekte derselben Art koinzidieren: denn die Erfordernis der Abbildung verlangt nur, dass einige bestimmte continuants unmöglich mit anderen ihrer Art koinzidieren können. Es gibt Ausnahmen, auch wenn sie eine Minderheit darstellen: Bsp s.o. Wolken, Lichtpunkte, Schatten, Wellen usw.
VsSimons: man könnte einwenden, dass diese Objekte überhaupt nicht materiell bzw. Substanzen sind.
Simons: sie sind tatsächlich keine Substanzen. Genauso wenig wie Unfälle oder Störungen.
SimonsVsVs: das bleibt immer noch die Antwort schuldig, ob wenn zwei Dinge einer Art superponieren können, sie dann keine Substanzen sein können. Die Beispiele suggerieren, dass wir Wiggins’ Angst, dass wir die Spuren nicht zurückverfolgen können, beschwichtigt werden kann, wenn wir geeignete Mittel finden. Bsp getrennte Ursachen oder gleichförmige Geschwindigkeit
Wiggins/Simons: hat nur recht, wenn alles, womit wir ein continuant zurückverfolgen können, sozusagen in seinem eigenen Behälter ist. Wenn das so ist, ist sein Prinzip (WP) in Ordnung.
Diese Fälle scheinen die Mehrheit auszumachen, daher haben wir kein Problem, den Raum zu kartieren (abzubilden, mapping).
Sortalbegriff/Simons: (für ein continuant) sagt uns unter anderem, unter welchen Bedingungen das Objekt weiter existiert und unter welchen es aufhört zu existieren. Das seien die „Bestehens-Bedingungen“. ((s) Also sprachlich!).
Superposition/SimonsVsWiggins: dass verschiedene Objekte superponieren können folgt aus der Tatsache, dass ein einzelnes Stück Materie in einem solchen Zustand sein kann, dass es gleichzeitig verschiedene Bestehens-Bedingungen erfüllt. ((s) Also intensional).

I 260
Nec/Wiggins: Prädikatmodifikator, der auf λ-Abstraktion arbeitet, statt den Satzoperator "N" zu benutzen. QuineVsWiggins: (1977, 236): irreführend:
"Nec[(λx)(λy)(x = y)]" für
"die Relation wie irgendein r und s haben, wenn sie notwendig identisch sind"
richtig:
"(λx)(λy)(N(x = y)" (S. 293).
SimonsVsWiggins : "Nec" scheint überflüssig zu sein und Wiggins deutet das selbst an.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Essentialismus Chisholm, R.
 
Bücher bei Amazon
II 166
SimonsVsChisholm/SimonsVsBrentano: These Chisholm hat von Brentano einen mereologischen Essentialismus geerbt, mit dem ich nicht übereinstimme. Ich werde aber diese Ideen benutzen, um eine leicht abweichende Interpretation von Wittgensteins Tractatus zu geben. Wittgenstein selbst war nicht so klar in bezug auf Tatsachen wie es scheint. Selbstkritik: Durcheinander von Tatsachen und Komplexen.
Zwischen dem späteren Wittgenstein und Brentano liegen Welten, aber es gibt Berührungen zwischen Brentano und dem Tractatus.
Simons I 2
Chisholm/Mereologischer Essentialismus/Simons: Chisholm vertritt den mereologischen Essentialismus: These kein Objekt kann andere Teile haben, als es aktual hat. Vs: Problem: zu erklären, wieso normale Gegenstände nicht modal starr (alle Teile wesentlich) sind. Lösung/Chisholm: These (erscheinende) Dinge (appearances) ((s) alltägliche Dinge) sind logische Konstruktionen aus Objekten, für die der mereologische Essentialismus gilt. Lösung/Chisholm: These die tatsächlichen sind mereologisch konstant und die Erscheinungen wieder logische Konstruktionen aus unveränderlichen Objekten. SimonsVsChisholm: der Preis ist zu hoch.
Simons I 275
mereologischer Essentialismus/Zwischenposition/Chisholm/Simons: es gibt noch eine weitere, die Chisholm ablehnt: daß einige Teile wesentlich sind und andere nicht. Das ist meine Position. ChisholmVsSimons: alle Teile sind notwendig.
Simons: These einige Teile sind wesentlich (nicht notwendig!).

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
mereolog. Essentia Plantinga, A.
 
Bücher bei Amazon
Simons I 275
mereologischer Essentialismus/Mittelweg/Zwischenposition/Plantinga: These 1. für jedes x und y: wenn x jemals ein Teil von y ist, dann ist y notwendig so, daß x zu der einen oder anderen Zeit Teil von ihm ist .
ChisholmVsPlantinga.
Simons: das ist nichts anderes als WME. 2.
für jedes x. y und t, wenn x y als Teil hat zu t, dann hat x notwendigerweise y als Teil zu t.
neu: das ist zeitlich starrer mereologischer Essentialismus:
mereologischer Essentialismus/Zwischenposition/Chisholm/Simons: es gibt noch eine weitere, die Chisholm ablehnt: daß einige Teile wesentlich sind und andere nicht. Das ist meine Position.
ChisholmVsSimons: alle Teile sind notwendig.
Simons: These einige Teile sind wesentlich (nicht notwendig!).

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Objekt/Eigensch. Burke, P.
 
Bücher bei Amazon
Simons 205
BurkeVsSimons: (Burke 1980, 394ff): These: Die Art eines Objekts ist eine Funktion seiner Eigenschaften (Qualitäten). Koinzidierende Objekte müssen dieselben Eigenschaften haben. - SimonsVsBurke: ein zusammengefaltetes Bettsofa hat andere Eigenschaften als das Bett.
I 204
Burke: These: Verschiedene materiale Objekte können nicht gleichzeitig in ein und derselben Materie verkörpert sein. SimonsVsBurke: das können sie sehr wohl: Bsp Verschiedene Gremien können die dieselben Mitglieder haben.