Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Märkte Smith Mause I 55f
Markt/Adam Smith/SmithVsNeoklassik/NeoklassikVsSmith: Smith, als Vertreter der Klassischen Wirtschaftstheorie und seine Nachfolger waren gerade die marktprozessualen Aspekte von großer Bedeutung, insbesondere die Eignung von Märkten, zur Verwirklichung der individuellen Freiheit beizutragen oder die Hervorbringung von Innovationen zu fördern. Undenkbar für die Klassiker wäre auch die neoklassische Auffassung vom Geld als bloßen „Schleier“ ohne reale Effekte, da sich diese sehr wohl im Klaren über die realwirtschaftlichen Konsequenzen monetärer Faktoren waren. NeoklassikVsSmith: der neoklassischen Theorie geht es um die ((s) zumindest theoretische) Erreichbarkeit eines Marktgleichgewichts.

EconSmith I
Adam Smith
The Theory of Moral Sentiments London 2010

EconSmithV I
Vernon L. Smith
Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Märkte Surowiecki I 149
Märkte/SurowieckiVsSmith, Vernon L./Surowiecki: Smith‘ Laborergebnisse (1) (Siehe Märkte/Smith, Vernon) gelten nicht für alle Märkte, da diese a) oft real verzerrt sind, b) es verschiedene Märkte gibt, z.B. sind Wertpapiermärkte anders strukturiert und haben mit stärker veränderlichen Preisen zu tun. Märkte gleichen auch nicht Wohlstandsunterschiede aus. Weder die Ergebnisse von Smith als auch die von Arrow und Debreu sagen etwas darüber aus, ob Märkte gesellschaftlich optimale Resultate erbringen.
I 150
Smith hat allerdings gezeigt, dass Markteilnehmer – unabhängig von ihrem Bildungsgrad und ihrer Informiertheit – sich koordinieren können. Sie können wechselseitig wohltätige Ziele erreichen, selbst wenn sie am Anfang keine Klarheit darüber haben, was diese Ziele sind und welcher Maßnahmen es zu ihrer Erreichung bedarf.
I 314
Aktienmärkte/Surowiecki: in der realen Wirtschaft kommt es nie zu solchen Erscheinungen wie am Aktienmarkt: der Preis eines Fernsehgeräts verdoppelt sich nicht plötzlich über Nacht und bricht ein paar Monate später wieder ein.

1. Vernon L. Smith’ Studie über sein erstes Klassenzimmer-Experiment ist »An Experimental Study of Competitive Behavior«, Journal of Political Economy 70/1962, S.111-137. Viele der seither zu diesem Thema über die Jahre von ihm publizierten Aufsätze sind in zwei Bänden gesammelt: Smith, Papers in Experimental Economics (Cambridge University Press, Cambridge 1991); und Smith, Bargaining and Market Behavior (Cambridge University Press, Cambridge 2000).

Surowi I
James Surowiecki
Die Weisheit der Vielen: Warum Gruppen klüger sind als Einzelne und wie wir das kollektive Wissen für unser wirtschaftliches, soziales und politisches Handeln nutzen können München 2005
Politische Ökonomie Buchanan Mause I 59
Neue Politische Ökonomie/Buchanan: Unter den Begriff „ökonomischer Imperialismus“ könnte man auch die Neue Politische Ökonomie fassen, deren wichtigste Vertreter James Buchanan (1919– 2013), Anthony Downs (geb. 1930) und Gordon Tullock (1922– 2014) waren. Dabei geht es darum, wirtschaftstheoretische Analysen auf weitere gesellschaftliche Bereiche und auf die Untersuchung jeglichen menschlichen Verhaltens auszudehnen.
VsKlassische Ökonomie/VsSmith: ökonomische und politische Aspekte werden nicht wie bei den Klassikern miteinander verbunden, sondern das politische Geschehen wird ausschließlich durch die Brille des homo oeconomicus gesehen. (1) (2).


1. A. Downs, An economic theory of democracy. New York 1957 [dt. 1968: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen]
2. J. Buchanan, G. Tullock, The calculus of consent. Ann Arbor 1962.

EconBuchan I
James M. Buchanan
Politics as Public Choice Carmel, IN 2000

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsSmithVsSmith Black Vs Neutralität III 84
Neutralität/Wissenschaft/BlackVsNeutralität/BlackVsWertfreiheit: wenn Wissenschaft als rational im Sinne von neutral betrachtet wird, läuft sie Gefahr, inhuman zu werden. Sie muß stattdessen als menschliche Handlung betrachtet werden.
III 84
Neutralität/Robert L. Heilbroner: (Soziologe, NY Times Magazine, 19.Jan. 1975, S 14f): bringt ein Beispiel von Adam Smith: Adam Smith: Bsp warum würde ein Mensch mit humanistischem Hintergrund, wenn er die Wahl hätte, eine Million Chinesen in den Tod zu schicken um seinen kleinen Finger zu retten, die Chinesen am Leben lassen? (BlackVsSmith: warum eigentlich Chinesen, warum nicht Schotten?)
Heilbroner/Black: bleibt nun erstaunlich neutral! Er glaubt, daß es „keine rationale Antwort“ darauf gäbe! Man könne keinen logischen Kalkül darauf anwenden.
BlackVsHeilbroner: dann hat er wohl die äußerst differenzierte Zeitung, in der er die Gelegenheit hatte zu publizieren, nicht aufmerksam gelesen. Kann irgend jemand im Zweifel sein, daß man ein Menschenleben für die Rettung eines kleinen Fingers aufgeben könnte?

Black I
Max Black
"Meaning and Intention: An Examination of Grice’s Views", New Literary History 4, (1972-1973), pp. 257-279
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg) Frankfurt/M 1979

Black II
M. Black
Sprache. Eine Einführung in die Linguistik München 1973

Black III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Black IV
Max Black
"The Semantic Definition of Truth", Analysis 8 (1948) pp. 49-63
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994