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Einfachheit Spinoza
 
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Holz I 38
Einfachheit/Spinoza: das Einfache kommt in der Welt nur einmal, als die Substanz vor. Substanz/LeibnizVsSpinoza: die Welt ist die unendliche Mannigfaltigkeit von einfachen Substanzen, über die es also auch eine unendliche Menge von Aussagen geben kann.


Spin I
B. Spinoza
Spinoza: Complete Works Indianapolis 2002

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Einheit Leibniz
 
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Holz I 25
Einheit/Leibniz: Leibniz legt Nachdruck auf die Einheit indem er sagt, dass "nicht wahrhaft ein Seiendes ist, was nicht wahrhaft ein Seiendes ist."
I 26
Holz: Der Plural setzt den Singular voraus. Einheit/Monadologie/Leibniz: es muss einfache Substanzen geben, weil es zusammengesetzte gibt.
Problem: das Einfache, Einheitliche, und Einzelne ist aber an sich selbst nicht zu denken, denn Denken heißt Bestimmen, also Abgrenzen gegen Anderes, Definieren.
Platon/Parmenides: das Eine als eines impliziert das Andere und ist als Eins in Bezug auf Viele.
Marsilius Ficino: Kommentar zu Parmenides: "Die Kraft der Andersheit selbst bewirkt, wenn sie den idealen Formen eingefügt wird, die Negation."
Sein/Holz: wenn von allen ontischen Verschiedenheiten abgesehen wird, ist die Absolute Andersheit die logische Zweiwertigkeit, der ontologisch die Vermischung des Nicht Seins mit dem Sein entspricht.
Leibniz: "non ens cum ente confusum".
Holz I 43
Einheit/Erfahrung/Wahrnehmung/Welt/Leibniz: die Mannigfaltigkeit der Welt ist ebenso unbestreitbar wie unbeweisbar. Die Einheit dieser Vielheit muss als Prinzip der Demonstration aus ihr selbst gewonnen werden.
Denken: für den Gebrauch des Denkens reicht der Rückgang auf die erste Setzung des Identitätsprinzips.
Erkenntnis: dafür braucht die Setzung selbst noch eine Begründung.
Holz I 58
Identität/Vielheit/Mannigfaltigkeit/Substanz/LeibnizVsSpinoza: der Ursprung der Identitätsevidenz aus der Erfahrung lässt die Vielheit des Gegebenen unangetastet. Im Gegensatz zu Spinoza, wo alles auf die Einheit einer einzigen Substanz reduziert ist. Das Identitätsprinzip ist bei Leibniz rein logisch formal. Aber:
Epistemisch/ontologisch/Leibniz: die ontologische Qualität des Identitätsprinzips findet sich nicht in ihm selbst, sondern in der Sinneswahrnehmung.
Die Sinne lassen sehen, dass "A ist A" ein Satz ist, dessen Gegensatz "A ist nicht A" einen formalen Widerspruch in sich schließt.
Die Sinne zeigen, dass das Prädikat dem Subjekt innewohnt und dass es ein Widerspruch ist, es ihm abzusprechen.
Holz: das ist aber kein irrationaler Empirismus: das System der Vernunftwahrheiten, die in dieser möglichen Welt notwendig gelten, muss in der Faktizität dieser Welt gegeben sein.
Doch ist das Logische am Faktischen immer nur durch die Vernunft auf dem Weg der Deduktion gegeben.
I 59
Diese ist uns im direkten Zugriff verstellt und muss erst deduziert werden. Damit die vorprädikative Evidenz nicht ins Irrationale umschlägt, muss sie in einem ontologischen Konstrukt begründet werden, indem sich die Identität als notwendige Struktur der mannigfaltigen und sich verändernden Welt erweist. (Reflexion).
Holz I 75
Einheit/Substanz/LeibnizVsSpinoza: die ultima ratio ist notwendig nur ein Grund, nicht eine Vielheit, weil er die Struktur des Ganzen ist. Leibniz braucht also die Vielheit der Dinge nicht zu opfern, um zur einen und einzigen Welt zu kommen. An die Stelle der Substanz von Spinoza tritt bei ihm die "harmonie universelle".
Existenz/Leibniz: Frage: "Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?".
Diese Frage bleibt auch noch bestehen, wenn wir die Einheit der Vielheit gesichert haben. Es könnte immer noch nichts geben!
I 76
Angenommen, die Dinge müssen existieren, so muss man darüber hinaus den Grund angeben können, warum sie so existieren müssen und nicht anders.
Holz I 97f
Einheit/Leibniz: eine unbewegte Einheit der Welt wäre nur eine mit vielen Eigenschaften.
Holz I 127
Einheit/Vielheit/Modalität/modal/Leibniz/Holz: die Differenz zwischen der Welt in ihrer Totalität und der Verschiedenheit ihrer Teile erfordert eine modale Unterscheidung am Weltbegriff. Dass die Welt ist, mag sowohl bedeuten, dass sie in einem Punkt zusammengefasst ist als auch, dass sie als eine ausgedehnte Vielheit "extensive" aufgefasst oder "perzipiert" wird.
Als Menge separater Teile.
Scholastik: "partes extra partes".
I 128
Einheit: Substanz oder Seins Aspekt. Vielheit: Phänomen oder Erscheinungsaspekt.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Existenz Leibniz
 
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Holz I 48/49
Existenz/Welt/außen/Grund/Leibniz: ein zureichender Existenzgrund kann nicht in der Reihe der Tatsachen, aber auch nicht im ganzen Zusammengesetzten gefunden werden! Weil auch die Zusammensetzung, wie die Reihe eines Grundes bedürfen.
Leibniz nennt den Existenzgrund "extramundan" weil er nicht innerhalb der Reihe (series reum") gefunden werden kann.
Holz: das heißt aber nicht "außerhalb der Welt"! Wörtlich heißt es:
Leibniz: "außer der Welt" gibt es ein beherrschendes Eins.
Nicht nur wie die Seele in mir sondern eher wie ich selbst in meinem Körper, aber von viel höherer Vernunft.
Existenzgrund/außerhalb/außen/Leibniz: der Grund der Einheit ist die Formbestimmtheit ihrer allseitigen Verknüpfung, nicht die Linearität einer Folge oder Reihe. Insofern liegt der Existenzgrund der Welt (als der Totalität der Verknüpfungen) nicht in der Welt, sondern bedingt sie als Welt.
Diese "ultima ratio rerum" "stellt die Welt her und macht sie". Sie ist das verbindende Prinzip.
Holz I 70
Existenz/Leibniz: von ihr können wir keine Idee haben, es sei denn durch die Wahrnehmung des Seienden. Daher ist die Wahrnehmung die formale Einheit und Allgemeinheit aller in sie eingehenden Inhalte.
I 71
"Wir haben keine andere Idee der Existenz als die, dass wir einsehen, dass die Dinge wahrgenommen werden". Wahrnehmung/Leibniz: liefert uns nun aber als Selbstwahrnehmung die Idee der Kontinuität und Kontiguität der Existenz als solcher (die uns in der Existenz unserer selbst evident ist).
Existenz/Erfahrung/Leibniz: Existenz kann nicht gedacht werden, sie muss erfahren werden, denn der Satz "Das Nichtsein ist" ist widersprüchlich. (Allerdings nur in Bezug auf das Ganze).
Holz I 72
Existenz/Notwendigkeit/Identität/Sein/Leibniz: die Sätze "Das Sein ist" und
"Nur ein einziges Sein ist notwendig"
stehen in einem ganz bestimmten Folgerungsverhältnis (Folgeverhältnis):
der Satz "das Sein ist" ist ein identischer Satz, d.h. sein Gegenteil ist widersprüchlich.
So fallen hier existentieller und kopulativer (Kopula) Gebrauch von "ist" zusammen.
Man könnte auch sagen "Das Sein ist seiend" um deutlich zu machen, dass das Prädikat dem Subjekt notwendig zukommt. Aber:
Bsp "der Stein ist ein seiender Stein": dieser Satz ist nicht identisch, dem Stein kommt das Sein nicht notwendig zu! Der Stein könnte auch nur gedacht sein. Daher brauchen wir die Wahrnehmung, um von der Existenz überzeugt zu sein.
Aber das gilt nicht ur von Körpern, sondern auch von Allgemeinem, Bsp die Gattung Mensch, sie existiert nicht notwendig!
I 73
Die Notwendigkeit der Existenz gilt einzig und allein von der Welt als ganzer.
Holz I 75
Einheit/Substanz/LeibnizVsSpinoza: die ultima ratio ist notwendig nur ein Grund, nicht eine Vielheit, weil er die Struktur des Ganzen ist. Leibniz braucht also die Vielheit der Dinge nicht zu opfern, um zur einen und einzigen Welt zu kommen. An die Stelle der Substanz von Spinoza tritt bei ihm die "harmonie universelle".
Existenz/Leibniz: Frage: "Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?".
Diese Frage bleibt auch noch bestehen, wenn wir die Einheit der Vielheit gesichert haben. Es könnte immer noch nichts geben.
I 76
Angenommen, die Dinge müssen existieren, so muss man darüber hinaus den Grund angeben können, warum sie so existieren müssen und nicht anders.
Holz I 91
Existenz/Leibniz: "Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?" 1. Der Grund, warum etwas existiert liegt in der Natur: die Folge des obersten Prinzips, dass nichts ohne Grund geschieht.
2. Der Grund muss in einem wirklichen Seienden oder in einer Ursache liegen.
3. Dieses Seiende muss aber notwendig sein, sonst müsste nach einer weiteren Ursache gesucht werden.
4. Also gibt es eine Ursache!
I 92
5. Diese erste Ursache bewirkt aber auch, dass alles Mögliche ein Streben zur Existenz hat, da kein universeller Grund der Beschränkung auf nur gewisse Mögliche gefunden werden kann. 6. Daher kann gesagt werden, dass alles Mögliche auf seine zukünftige Existenz angelegt sei. (Weil Möglichkeit Streben ist).
7. Daraus folgt aber nicht, dass alles, was möglich ist, auch existiere. Das würde nur folgen, wenn alles miteinander zusammen möglich wäre.
8. Einige Möglichkeiten sind aber mit anderen unvereinbar.
9. So erwächst die Reihe von Dingen, die durch die größte Reihe aller Möglichkeiten existiert.
10. Wie Flüssigkeiten Kugelform (größter Inhalt) annehmen, so existiert in der Natur des Universums eine Reihe mit dem größten Inhalt.
11. Also existiert das Vollkommenste denn Vollkommenheit ist nichts anderes als die Quantität an Sachhaltigkeit. (>Beste aller Welten, beste Welt).
12. Vollkommenheit ist jedoch nicht allein in der Materie anzusiedeln, sondern in der Form oder Mannigfaltigkeit.
I 93
13. Daraus folgt, dass die Materie nicht überall gleichartig ist, sondern durch die Formen sich selbst ungleichartig gemacht wird. (Es folgen weitere 12 Thesen zur bewusstseinstheoretischen Ebene).
Holz I 120
Welt/Existenz/Leibniz: ist als Ganzes kontingent. Es ist kein Grund einzusehen, warum diese Welt sein muss. Wir können aber einsehen, dass sie als Totalität alles Wirklichen und Möglichen ist. D.h. das Prinzip der Deduktion scheitert an der ersten Substanz, die nicht mehr intelligibel zu machen ist, bzw. nicht mehr selbst herleitbar ist.
I 12
Frage: warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Wenn wir auch nicht einsehen können, warum diese Welt ist, so können wir doch einsehen, dass diese Welt möglich ist! Und viele mögliche neben ihr auch.
Dann können wir die Frage umformulieren:
Warum existiert diese Welt und nicht eine andere?

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Substanz Kant
 
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Strawson V 187
Substanz/StrawsonVsKant: es ist sogar nach seinen eigene Prinzipien falsch, aus der Veränderlichkeit der Dinge auf eine zugrunde liegende Substanz zu schließen. - Denn wenn sie Bedingung der Erfahrung sein soll, dann ist das Argument zirkulär.
Holz I 31
Substanz/Spinoza: ist bei ihm ihrem Wesen nach einzig, unendlich und unteilbar. Substanz/HegelVsSpinoza: wer von der Denkvoraussetzung der substantiellen Einheit der Welt und der Erfahrungsvoraussetzung der qualitativen Verschiedenheit der Seienden (der Mannigfaltigkeit) ausgeht, kann diese Mannigfaltigkeit nur als Erscheinungsformen oder Aspekte der einen Substanz begreifen, in der "alles was man für wahr gehalten hatte, untergegangen ist".
Damit ist jedoch die tatsächliche Voraussetzung des Denkens, die Unterschiedenheit der Denkinhalte, preisgegeben! Die Gefahr sah Leibniz.
I 32
Hegel: man darf nicht "die Vielheit in der Einheit verschwinden lassen". Wenn die Deduktion nur als Reduktion möglich wäre, (wie bei Spinoza), wäre das die Selbstaufhebung der Welt im Denken.
Kant: zieht daraus die Konsequenz, die Einheit der Welt in der Priorität des Denkens zu begründen. Die Einheit ist dann nur transzendental oder subjektiv idealistisch begründet.
HegelVsKant: versucht die Substanzmetaphysik zu erneuern, die die Einheit des Seins in der Einheit eines Seienden begründen möchte: Die Selbstentfaltung des absoluten Geistes in der Weltgeschichte.

I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Substanz Leibniz
 
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Holz I 90
Substanz/LeibnizVsSpinoza: das erste und notwendig Seiende scheint bloß der Substanz des Spinoza zu entsprechen. In Wirklichkeit ist es nur der Begriff der Totalität der innerweltlichen Tatsachen. Der Begriff des als seiend Erfahrenen schließt den Begriff der wirklichen Totalität ein.
I 91
Wenn daher etwas ist, dann ist auch das eine Sein aller Seienden und nicht nichts.
Holz I 112
Substanz/Kausalität/Leibniz: die Substanz bedarf keiner kausalen Einwirkung, weil ihr Zustand sich "von selbst" (gemäß der eigenen Natur) in Korrespondenz mit den Zuständen anderer Substanzen befindet.
I 113
Ihre Autonomie beruht darauf, dass sie in absoluter Weltimmanenz nichts anderes darstellt, als die jeweils besondere perspektivisch verwirklichte Isomorphie von Einzelnem und Ganzem. Das Einzelne ist was es ist nur dadurch, dass das Ganze der Welt die notwendige und zureichende Bedingung seines einzelnen Seins ist. Darum braucht es keine Fenster.
Es wird nicht von außen angestoßen, denn das müsste ja etwas außerhalb der Welt sein!
Das einzelne ist immer schon Manifestation des Ganzen (>Machsches Prinzip).


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Substanz Spinoza
 
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Holz I 31
Substanz/Spinoza: ist bei ihm ihrem Wesen nach einzig, unendlich und unteilbar. Substanz/HegelVsSpinoza: wer von der Denkvoraussetzung der substantiellen Einheit der Welt und der Erfahrungsvoraussetzung der qualitativen Verschiedenheit der Seienden (der Mannigfaltigkeit) ausgeht, kann diese Mannigfaltigkeit nur als Erscheinungsformen oder Aspekte der einen Substanz begreifen, in der "alles was man für wahr gehalten hatte, untergegangen ist".
Damit ist jedoch die tatsächliche Voraussetzung des Denkens, die Unterschiedenheit der Denkinhalte, preisgegeben! Die Gefahr sah Leibniz.
I 32
Hegel: man darf nicht "die Vielheit in der Einheit verschwinden lassen". Wenn die Deduktion nur als Reduktion möglich wäre, (wie bei Spinoza), wäre das die Selbstaufhebung der Welt im Denken.
Holz I 62
Identitätsprinzip/objektive Erkenntnis/Leibniz: die objektive Einheit der Welt kann auch unabhängig von meiner Wahrnehmung gezeigt werden, sie liegt in der Gegebenheitsweise jedes Bewusstseinsinhalts an sich selbst evident zutage. (Alles erscheint als das, als was es erscheint). Adäquatheit spielt hier keine Rolle.
"tantum est quantum est, tale est quale est". Vorprädikatives Seinsapriori.
Problem: dann sind die Phänomene immer noch bloße Momente der einen und einzigen Substanz, wie bei Spinoza.
Substanz/Spinoza: kein Seiendes ist gegenüber dem All in seinem Eigensein zu begründen. Vielmehr würde die Reduktion identischer Sätze würde bei Spinoza zu einem "ens absolute infinitum" führen, woraus "folgt, dass es nur eine Substanz gibt und dass diese unendlich ist".
Diese Reduktion kann aber nur unter Verzicht auf die substantielle Existenz der vielen Einzelnen zu einem Anfang kommen.
I 63
VsSpinoza: wenn man die Existenz der Einzelnen annimmt, ist das Problem für Spinoza unlösbar. Er löst das Problem, bzw. es gerät gar nicht in sein Blickfeld, weil er das Wesen des Menschen nur als gebildet aus bestimmten Modifikationen der Attribute Gottes fasst.
Damit ist der Cartesische Zweifel überspielt. Das ego cogitans wird zum bloßen Schein, zum Annex der selbstgewissen Einheit Gottes.
So kehrt Spinoza zum mittelalterlichen Realismus zurück.
So kann man die Rationalität des Faktischen nicht begründen. ((s) >"Was wirklich ist, ist auch vernünftig").


Spin I
B. Spinoza
Spinoza: Complete Works Indianapolis 2002

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsSpinoza Leibniz Vs Spinoza, B.
 
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I 12
Metaphysik/Holz: Spinoza ist ein Beispiel für traditionelle Metaphysik höchsten Niveaus. LeibnizVsSpinoza.
I 38
Substanz/LeibnizVsSpinoza: die Welt ist die unendliche Mannigfaltigkeit von einfachen Substanzen, über die es also auch eine unendliche Menge von Aussagen geben kann.
I 58
Identität/Vielheit/Mannigfaltigkeit/Substanz/LeibnizVsSpinoza: der Ursprung der Identitätsevidenz aus der Erfahrung lässt die Vielheit des Gegebenen unangetastet. Im Gegensatz zu Spinoza, wo alles auf die Einheit einer einzigen Substanz reduziert ist. Das Identitätsprinzip ist bei Leibniz rein logisch formal. Aber:
epistemisch/ontologisch/Leibniz: die ontologische Qualität des Identitätsprinzips findet sich nicht in ihm selbst, sondern in der Sinneswahrnehmung.
Die Sinne lassen sehen, dass "A ist A" ein Satz ist, dessen Gegensatz "A ist nicht A" einen formalen Widerspruch in sich schließt.
Die Sinne zeigen, dass das Prädikat dem Subjekt innewohnt und dass es ein Widerspruch ist, es ihm abzusprechen.
Holz: das ist aber kein irrationaler Empirismus: das System der Vernunftwahrheiten, die in dieser möglichen Welt notwendig gelten, muss in der Faktizität dieser Welt gegeben sein.
Doch ist das Logische am Faktischen immer nur durch die Vernunft auf dem Weg der Deduktion gegeben.
I 59
Diese ist uns im direkten Zugriff verstellt und muss erst deduziert werden. Damit die vorprädikative Evidenz nicht ins Irrationale umschlägt, muss sie in einem ontologischen Konstrukt begründet werden, indem sich die Identität als notwendige Struktur der mannigfaltigen und sich verändernden Welt erweist. (Reflexion).

I 63
VsSpinoza: wenn man die Existenz der Einzelnen annimmt, ist das Problem für Spinoza unlösbar. Er löst das Problem, bzw. es gerät gar nicht in sein Blickfeld, weil er das Wesen des Menschen nur als gebildet aus bestimmten Modifikationen der Attribute Gottes fasst.
Damit ist der cartesische Zweifel überspielt. Das ego cogitans wird zum bloßen Schein, zum Annex der selbstgewissen Einheit Gottes.
So kehrt Spinoza zum mittelalterlichen Realismus zurück.
So kann man die Rationalität des Faktischen nicht begründen.
I 73
LeibnizVsSpinoza: Einheit der Welt ist ihre Struktur, die alles bestimmt, nicht eine "Substanz"
I 75
Einheit/Substanz/LeibnizVsSpinoza: aber die ultima ratio ist notwendig nur ein Grund, nicht eine Vielheit, weil er die Struktur des Ganzen ist. Leibniz braucht also die Vielheit der Dinge nicht zuopfern, um zur einen und einzigen Welt zu kommen. An die Stelle der Substanz von Spinoza tritt bei ihm die "harmonie universelle".
I 90
Substanz/LeibnizVsSpinoza: das erste und notwendig Seiende scheint bloß der Substanz des Spinoza zu entsprechen. In Wirklichkeit ist es nur der Begriff der Totalität der innerweltlichen Tatsachen (Holz: "Alles, was der Fall ist"; Wittgenstein). Der Begriff des als seiend Erfahrenen schließt den Begriff der wirklichen Totalität ein.
I 91
Wenn daher etwas ist, dann ist auch das eine Sein aller Seienden und nicht nichts.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsSpinoza Rorty Vs Spinoza, B.
 
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Richard Rorty
II 104
Welt/Geist/Materie/Spinoza/Rorty: zwei gleichermaßen gültige Weisen der Weltbeschreibung: einmal in Begriffen der Materie, dann in Begriffen des Geistes. Die Ordnung aufgrund der Verbindung der Korpuskeln sei identisch mit der Ordnung und Verbindung unserer Ideen. Der Geist erkennt nur, insofern sich der Körper wohl befindet und umgekehrt. » Wir erkennen Gott umso mehr, je mehr wir die Einzeldinge begreifen«.
SpinozaVsSokrates: man sollte sich nicht wie Sokrates von der Tatsache entmutigen lassen,
dass es keine teleologischen Erklärungen für natürliche Ereignisse gibt.
II 105
Der Geist Gottes ist nicht mehr und nicht weniger als das Begreifen aller Beziehungen zwischen den Einzeldingen. RortyVsSpinoza: sobald man die Beschreibungsweisen als gleichwertig anerkennt, ist die Idee der natürlichen Ordnung in Gefahr. außerdem können beide Beschreibungsweisen auch illusionär sein.
Damit betritt man den abschüssigen Weg hinzu Kants unerkennbarem Ding an sich. Letztendlich zum Relativismus eines Protagoras.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSpinoza Strawson Vs Spinoza, B.
 
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Rorty I 28
Wittgenstein/Strawson/Rorty: These: es gibt hier nichts als den menschlichen Körper, VsDescartes: Vs Aufspaltung in res cogitans und res extensa. Aspekt/VsSpinoza "Zwei Aspekte". Das ist solange in Ordnung, wie man nicht fragt: "Sind Organismen etwas physisches?"

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsSpinoza Hegel Vs Spinoza, B.
 
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Leibniz I 31
Substanz/HegelVsSpinoza: wer von der Denkvoraussetzung der substantiellen Einheit der Welt und der Erfahrungsvoraussetzung der qualitativen Verschiedenheit der Seienden (der Mannigfaltigkeit) ausgeht, kann diese Mannigfaltigkeit nur als Erscheinungsformen oder Aspekte der einen Substanz begreifen, in der "alles was man für wahr gehalten hatte, untergegangen ist". Damit ist jedoch die tatsächliche Voraussetzung des Denkens, die Unterschiedenheit der Denkinhalte, preisgegeben! Die Gefahr sah Leibniz.
I 32
Hegel: man darf nicht "die Vielheit in der Einheit verschwinden lassen". Wenn die Deduktion nur als Reduktion möglich wäre, (wie bei Spinoza), wäre das die Selbstaufhebung der Welt im Denken.
Kant: zieht daraus die Konsequenz, die Einheit der Welt in der Priorität des Denkens zu begründen. Die Einheit ist dann nur transzendental oder subjektiv idealistisch begründet.
HegelVsKant: versucht die Substanzmetaphysik zu erneuern, die die Einheit des Seins in der Einheit eines Seienden begründen möchte: Die Selbstentfaltung des absoluten Geistes in der Weltgeschichte.

Rorty II 112
Wahrheit/HegelVsSpinoza/Rorty: gibt die Überzeugung von Spinoza auf, dass wir die Wahrheit erkennen, wenn wir sie sehen. Wahrheit/Spinoza: These: W. erkennen wir, wenn wir sie sehen.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Geist Rorty, R.
 
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I 28
Wittgenstein/Strawson/Rorty: These es gibt hier nichts als den menschlichen Körper, VsDescartes: Vs Aufspaltung in res cogitans und res extensa. Aspekt/VsSpinoza "Zwei Aspekte". Das ist solange in Ordnung, wie man nicht fragt: "Sind Organismen etwas physisches?"

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Wahrheit Spinoza, B.
 
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Rorty II 112
Wahrheit/Spinoza: These: Wahrheit erkennen wir, wenn wir sie sehen. - HegelVsSpinoza.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000