Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
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Autor
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Literatur
Literatur
Abstraktionsoperator Cresswell I 128/9
Abstraktions-Operator/Cresswell: grundlegendes Gesetz für ihn: ((λx)F(x))(t) ↔ F(t) - ein x zu sein, so dass F(x) wahr ist von t gdw. F(t) - t: irgendein Term. - Das gilt für Neo-Russellsche Sprache, schlägt hier aber fehl, wenn F ein intensionales Prädikat ist, denn dann hätten wir O((λx)Ofx)(s) ↔ OOfs, und die Unterscheidung bräche zusammen. Lösung/Stalnaker: Kennzeichnungen nicht durchweg als Namen behandeln. - Aber möglichst nahe behandeln.
CresswellVsStalnaker: das geht nicht immer, weil nicht alle echte Namen sind.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Ähnlichkeitsmetrik Logik-Texte Re III 104ff
Ähnlichkeitsmetrik/ÄM/Mögliche Welten/Stalnaker: kleinstmögliche Revision - also die ähnlichste Welt. Auswahlfunktion: f(A,w) - »Wenn du eine Eins machst, erhältst du ein Stipendium« ist wahr, wenn die Welt, in der du ein Stipendium erhält, der Welt in der du eine Eins machst am ähnlichsten ist. MöWe-Sicht/Mögliche Welten: weicht von der wahrheitsfunktionalen Sicht ab, wenn das Vorderglied falsch ist - denn alle Kombinationen können in mögliche Welten verwirklicht sein.
III 105
Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/Bedingungssatz/Konditional/Read: einige klassische logische Prinzipien versagen hier: Bsp Kontraposition dass »wenn B, dann nicht-A« aus »wenn A, dann nicht-B« folgt - die ähnliche Welt, in der es regnet, kann sehr wohl eine sein, in welcher es nur leicht regnet. Aber die ähnlichste Welt, in der es heftig regnet, kann nicht eine sein, in der überhaupt nicht regnet.
III 106
Weiteres Prinzip, das versagt: die Verstärkung des Wenn-Satzes.: »wenn A, dann B. Also, wenn A und C, dann B.« - Bsp wenn ich Zucker in meinen Tee tue, wird gut schmecken. Also wenn ich Zucker und Dieselöl in meinen Tee tue, wird er gut schmecken. In der ähnlichsten Welt in der ich Dieselöl wie Zucker in meinen Tee tue, schmeckt er scheußlich. - Weiter: die Ergebnisse des Konditionalitätsprinzip sind ungültig: - Wenn A, dann B. Also, wenn A und C, dann B - und Wenn A, dann B. Wenn B, dann C. Also, wenn A, dann C - Grund: der Bedingungssatz ist zu einer modalen Verknüpfung geworden ist. - wir müssen wissen, dass diese Aussagen in irgend einem angemessenen modalen Sinn stark genug sind - um sicherzustellen, dass die ähnlichste »A und C«-Welt die ähnlichste A-Welt ist, müssen wir wissen, dass C überall wahr ist.
III 108
Ähnlichkeitsmetrik/das bedingt ausgeschlossene Dritte/Read: bSaD: das eine oder andere Glied eines Paars von Bedingungssätzen muss wahr sein - entspricht der Annahme, dass es immer eine einzige ähnlichste Welt gibt - (Stalnaker pro). LewisVsStalnaker: Bsp Bizet/Verdi - alle Kombinationen sind falsch - Stalnaker: statt einziger ähnlichster Welt gibt es mindestens eine ähnlichste. ((s) Bizet/Verdi: Erklärung des Beispiels: in welcher Welt wären Bizet und Verdi Landsleute: in einer, in der Verdi Franzose oder einer in der Bizet Italiener wäre? Welche wäre näher an der aktualen Welt?)
LewisVs: Menge der möglichen Welten in der Lewis 2 m + e groß ist, wobei e in geeigneter Weise abnimmt, hat keine Grenze. - Lösung/Lewis: statt Auswahlfunktion: Ähnlichkeitsrelation: er schlägt vor, dass »wenn A, dann B« dann in w wahr ist, wenn es entweder keine »A oder nicht-B«-Welt gibt, oder irgendeine »A und B«-Welt die ähnlicher ist als jede »A und nicht-B«-Welt.
III 110
Bizet/Verdi-Bsp wo es keine einzigartige ähnlichste Welt gibt, sind die »würde«-Bedingungssätze falsch, weil es für jede der passenden ähnlichsten Welten, in denen sie Landsleute sind, keine ähnlichste Welt gibt in der Bizet eine andere Nationalität hat. - Bsp ... wenn du eine Eins machst bekommst du ein Stipendium: wird wahr sein, wenn es für jede Welt, in der du eine Eins machst, und kein Stipendium erhältst, eine ähnlichere Welt gibt, die in der du beides erhältst (ohne bedingten Satz vom ausgeschlossenen Dritten). ((s)Erklärung/(s): Wenn Bizet und Verdi Landleute gewesen wären, wäre Bizet Italiener gewesen. Das ist nicht eindeutig.)
III 115
Ähnlichkeitsmetrik/Ähnlichkeitsanalyse/Mögliche Welten//ReadVsLewis: Problem: Bsp (angenommen, John ist in Alaska) Wenn John nicht in der Türkei ist, dann ist er nicht in Paris - dieser Bedingungssatz ist nach der »Ähnlichkeitserklärung« wahr, weil sie nur danach fragt, ob der Dann-Satz in der ähnlichsten Welt wahr ist.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Ausgeschlossenes Drittes Logik-Texte III 108
Ähnlichkeitsmetrik/das bedingt ausgeschlossene Dritte/Read: bSaD: das eine oder andere Glied eines Paars von Bedingungssätzen muss wahr sein. - Das entspricht der Annahme, dass es immer eine einzige ähnlichste Welt gibt. - (Stalnaker pro). >Ähnlichkeitsmetrik. LewisVsStalnaker: Bsp Bizet/Verdi: alle Kombinationen sind falsch - Stalnaker: statt einziger ähnlichster mindestens eine ähnlichste.
LewisVs: Die Menge der möglichen Welten in der Lewis 2 m + e groß ist, wobei e in geeigneter Weise abnimmt, hat keine Grenze.
Lösung/Lewis: statt Auswahlfunktion: Ähnlichkeitsrelation: er schlägt vor, dass »wenn A, dann B« dann in w wahr ist, wenn es entweder keine »A oder nicht-B«-Welt gibt, oder irgendeine »A und B«-Welt die ähnlicher ist als jede »A und nicht-B«-Welt. >Ähnlichkeit.
III 110
Bizet/Verdi-Bsp wo es keine einzigartige ähnlichste Welt gibt, sind die »würde«-Bedingungssätze falsch, weil es für jede der passenden ähnlichsten Welten, in denen sie Landsleute sind, keine ähnlichste Welt gibt in der Bizet eine andere Nationalität hat. - Bsp ... wenn du eine Eins machst bekommst du ein Stipendium: wird wahr sein, wenn es für jede Welt, in der du eine Eins machst, und kein Stipendium erhältst, eine ähnlichere Welt gibt, die in der du beides erhältst. - ((s) ohne bedingten Satz vom ausgeschlossenen Dritten.).
III 263
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/SaD/Konstruktivismus/Read: Konstruktivisten präsentieren oft sogenannte »schwache Gegenbeispiele« gegen das Ausgeschlossene Dritte - wenn a eine reelle Zahl ist, ist »a= 0« nicht entscheidbar. Folglich kann der Konstruktivist nicht behaupten, dass alle reellen Zahlen entweder identisch mit Null sind oder nicht. - Das ist aber mehr eine Frage der Darstellung.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Feinkörnig/grobkörnig Field II 34
Feinkörnig/Field: Bsp Mengen von möglichen Welten sind grobkörniger als mögliche Glaubensobjekte: Bsp die Axiome der Mengenlehre und das Banach-Tarski-Theorem (=BTT, stark kontra-intuitiv) sind logisch äquivalent, d.h. in denselben möglichen Welten gültig. Das BTT wird aber nicht von allen Leuten geglaubt, die die Axiome der Mengenlehre glauben - Satzbedeutung/Lewis: Die Satzbedeutung ist feinkörnig. Glauben/Lewis: Was man glaubt, ist grobkörnig. Pointe: Damit ist die Überzeugung aber jedesmal dieselbe: mit und ohne BTT!
II 35
FieldVsStalnaker: Mengen von möglichen Welten sind zu grobkörnig, um Glaubenseinstellungen zu unterscheiden - Bsp die Mengenlehre mit und ohne Banach-Tarski-Theorem sind dieselben.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Geist/ Geistzustand Field II 84
Geistzustände/Intentionalität/Stalnaker: pro pragmatisches Bild: Glaubensinhalte sind grobkörnig und verständlich in Begriffen der Rolle bei der Charakterisierung von Handlungen. Field: pro linguistisches Bild.
II 88
Repräsentation/FieldVsStalnaker/Field: Wir sollten ohne intrinsisch repräsentationale Geistzustände auskommen. Nicht-intrinsisch repräsentationale Zustände: haben auch Inhalt und können synonym sein. Dagegen intrinsisch repräsentational: Bsp Glaubensobjekt als geordnetes Tripel aus Cäsar, Rubikon, Überqueren.
II 89
Mögliche Welt/MöWe/Mengen von/Field: Was für Mengen von MöWe als Objekte von Geistzuständen relevant sind, ist, dass sie eine Boolesche Algebra formen.
II 100
Intentionalität/FieldVsStalnaker: Wir brauchen mehr als den atomistischen Ansatz, dass alles was einer Booleschen Algebra genügt, hinreichend ist für die Erklärung von Geistzuständen (durch Mengen von MöWe). Stattdessen: Wir brauchen eine Systematik des Zusammenhangs von Inhalten. Daher brauchen wir eine feinkörnigere Struktur als die von Mengen möglicher Welten.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Glauben Lewis IV 151
Glauben/Perry: hat immer zwei Objekte. 1. Objekt: Paar aus Individuum und Eigenschaft - (propositionaler Glauben: wäre eine null-stellige Relation).
Glauben/Perry: Überzeugungen sind nicht im Kopf - Die mentalen Zustände von Heimson und Hume sind gleich. - Es sind aber verschiedene Paare von Individuum und Eigenschaft. - Problem: dann läge die Verrücktheit in Zuständen der Welt.
((s) Heimson-Beispiel: Heimson sagt "Ich bin David Hume." Das stellt ein unlösbares Problem dar. (> Heimson-Beispiel/J. Perry).)
Lösung/Perry: das erste Objekt von Heimson ist falsch.

2. Objekt: eine Funktion mit dem Subjekt als Argument und dem ersten Objekt (Individuum-Eigenschaft-Paar) als Wert - nach dem 2. Objekt sind Glauben doch im Kopf - Hume und Heimson haben dasselbe 2. Objekt: die Funktion, die Hume das Paar Hume und die Eigenschaft Hume zu sein zuschreibt - beide glauben dasselbe! - Lewis pro.

IV 152
Glauben/Überzeugung/LewisVsPutnam: ist im Kopf! - Die Selbstzuschreibungen des Subjekts sind das Ganze seines Glaubenssystems - Fremdzuschreibungen sind keine weiteren Glaubenseinstellungen - andererseits: Glauben de re: ist nicht im Kopf - ist auch kein richtiger Glaube - sie sind Sachverhalte kraft der Relation des Glaubens zu den Dingen.
IV 153
Glauben de re/Lewis: nicht de re: Bsp die Zuschreibung von "Ist ein Spion" an "Ist der kleinste Spion...". - Bsp nicht de re: die Zuschreibung "Mörder", wenn der Mord noch nicht aufgeklärt ist. - Die geeigneten Kennzeichnungen müssten das Wesen herausgreifen - nicht de re: Bsp "irgend jemand hat mir..".
IV 155
Lösung: Bekanntschaft - Bsp "Der Mann, von dem ich unter dem Namen Hume gehört habe..." ist schon Bekanntschaft! - Auch: Bsp der Autofahrer vor mir. - Dass er ein unbekanntes Wesen ist, ist irrelevant.
Schwarz I 179
Glauben/Glaubenssatz/Semantik/LewisVsStalnaker: ob ein Spieler den besten Zug kennt, hängt nicht davon ab, dass er den Satz "dies ist der beste Zug" für wahr hält. - Er muss gar keine Sprache sprechen - (Allwissenheit/Stalnaker: eigentliche Unkenntnis bei scheinbarer Unkenntnis notwendiger Wahrheiten betrifft stets sprachliche Sachverhalt.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Glauben Stalnaker Schiffer I 46
Glauben/Stalnaker/Schiffer: Eine Überzeugung mit Inhalt ist z. B. "x glaubt, dass Hunde Flöhe haben". Eine Überzeugung ohne Inhalt ist z. B. "x ist ein Glaube". Stalnaker/Stampe: kontrafaktisch/kontrafaktisches Konditional: x glaubt p gdw. x in einem Glaubenszustand ist, den x unter optimalen Bedingungen nicht haben würde, wenn es nicht der Fall wäre, dass p.
Repräsentation/Dretske: Bsp Benzinuhr: Die Messanzeige ist ein verlässlicher Indikator. (>Verlässlichkeit) wird durch die Regelmäßigkeit zur Repräsentation gewährleistet.
SchifferVsStalnaker/Problem: Was sollen [die] optimalen Bedingungen sein, die niemals erfüllt werden?
Fazit: Wenn Propositionen Glaubensobjekt sind, dann ist die Theorie nie funktionalistisch.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Intentionalität Field II 89
Intentionalität/Sprache/Field: Sprache kommt erst ins Spiel, wenn "glaubt dass" zugeschrieben wird. These: Eine ernsthafte Verhaltenszuschreibung arbeitet ohne Sprache.
II 100
Intentionalität/FieldVsStalnaker: Wir brauchen mehr als den atomistischen Ansatz, dass alles was einer Booleschen Algebra genügt, hinreichend ist für die Erklärung von Geistzuständen - (durch Mengen von möglichen Welten/ > Mögliche Welten/Field). - Stattdessen: Wir brauchen eine Systematik des Zusammenhangs von Inhalten. Daher brauchen wir eine feinkörnigere Struktur als die von Mengen von möglichen Welten.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Konditional Lewis V 145
Def Stalnaker-Konditional/Lewis: A > C (spitz) ist wahr gdw. die geringstmögliche Änderung die A wahr macht, auch C wahr macht - (geringstmögliche Revision). Lewis: Wahrscheinlichkeiten von Stalnaker-Konditionalen sind meist nicht gleich der konditionalen Wahrscheinlichkeit.
V 146
Stalnaker-Konditional/Wahrheitsbedingungen/WB/Lewis: W(A >C) ) WA (C) wenn A möglich ist.
V 148
Konditional/Glaubhaftigkeit/Glauben/Stalnaker: um zu entscheiden, ob man ein Konditional glauben soll: 1. Antezedens zur Menge der Glaubenseinstellungen hinzufügen
2. Minimale Korrekturen für Konsistenz
3. Entscheiden, ob das Konsequens wahr ist.
LewisVsStalnaker: das ist eben Konditionalisierung und nicht Abbildung.
V153
Indikativisches Konditional/Behauptbarkeit/BH/Wahrscheinlichkeit/Jackson/Lewis: die Diskrepanz zwischen der Behauptbarkeit von P(C I A) und der Wahrscheinlichkeit der Wahrheit von P(A > C) liegt an der einen oder anderen Griceschen >Implikatur. - Der richtige Zugang zu dieser Implikatur muss von der Prämisse ausgehen, dass das Konditional die Wahrheitsbedingungen des (wahrheitsfunktionalen, wafu) A ⊃ C (Hufeisen) hat. - (Lewis pro). >Behauptbarkeit. Implikatur: Bsp "hier hast Du mal recht" (meistens aber Unrecht).
V 154
Indikativisches Konditional/Lewis: ist ein wahrheitsfunktionales Konditional, das konventionell Robustheit (Unempfindlichkeit gegen neue Information) impliziert im Hinblick auf das Antezedens. - Daher müssen die Wahrscheinlichkeiten beider Konditionale hoch sein - deshalb geht die Behauptbarkeit des indikativischen Konditionals mit der entsprechenden konditionalen Wahrscheinlichkeit einher. - Maxime: "behaupte das Stärkere".

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Metaphysik Inwagen Schwarz I 27
Metaphysik/Wesen/wesentlich/van InwagenVsLewis/StalnakerVsLewis: Wissen über kontingente Tatsachen über die aktuelle Situation wäre prinzipiell nicht hinreichend, um alle a posteriori Notwendigkeiten zu kennen: Def starke Notwendigkeit/Chalmers: These: neben substantiellen kontingenten Wahrheiten gibt es auch substantielle modale Wahrheiten: Bsp dass Kripke essentiell ein Mensch ist, Bsp dass Schmerz essentiell identisch mit XY ist.
Pointe: Kenntnis kontingenter Tatsachen ist nicht hinreichend, um diese modalen Tatsachen zu erkennen. Wie erkennen wir sie, vielleicht können wir das nicht (van Inwagen 1998)(1) oder nur hypothetisch durch methodologische Erwägungen (Block/Stalnaker 1999)(2).

A posteriori Notwendigkeit/Metaphysik/Lewis/Schwarz: normale Fälle sind keine Fälle von starker Notwendigkeit. Man kann herausfinden Bsp dass Blair Premier ist oder Bsp Abendstern = Morgenstern.
LewisVsInwagen/LewisVsStalnaker: andere Fälle (die sich empirisch nicht herausfinden lassen) gibt es nicht.
LewisVsstarke Notwendigkeit: hat in seiner Modallogik keinen Platz. >LewisVsTeleskoptheorie: Welten sind nicht wie ferne Planeten, bei denen man herausfinden kann, welche es wohl gibt.


1. Peter van Inwagen [1998]: “Modal Epistemology”. Philosophical Studies, 92: 67–84.
2. Ned Block und Robert Stalnaker [1999]: “Conceptual Analysis, Dualism, and the Explanatory
Gap”. The Philosophical Review, 108: 1–46

Inwagen I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Mögliche Welten Field I 41
Mögliche Welt/MöWe/Identität/Unterschied/Unterscheidung/Field: Bsp Wir können keine Welten postulieren, die isomorph zu unserer sind und in der einzig Nixon wie Humphrey (hier) und Humphrey wie Nixon (hier) ist (während der ganzen Geschichte).
I 75
MöWe/Lewis: (Counterfactuals, Abschn. 4.1): Kontrafaktische Konditionale haben 4-dimensionale Scheiben einer breiteren Realität, wie andere mögliche Welten. Alle zusammen bilden das aktuale Universum. FieldVsLewis/NominalismusVsMögliche Welten: Mögliche Welten sind abstrakte Entitäten.
I 222
Problem der Quantitäten/MöWe/Field: Mit möglichen Welten und Querweltein-Kongruenz könnten wir den Möglichkeits-Operator vermeiden. FieldVs: Wir wollten ja gerade die Ontologie der Raumzeit-Regionen vermeiden. MöWe/Field: Mögliche Welten sind nur heuristisch harmlos.
I 223
MöWe/PdQ/StalnakerVsLewis: (1976): Alternative zu Lewies: Die Rede von möglichen Welten sollte als Rede über eine Eigenschaft Q verstanden werden, sodass es notwendig ist, dass wenn das Universum Q hat, dann gibt es x*, y*, z*, w* und u*, sodass F(x*, y*, z*, w*, u*) - Problem: Wie sollten wir die Querweltein-Kongruenz verstehen? Die letzteren Vorkommnisse von x* usw. sind beim Vergleich nicht durch Quantoren gebunden - FieldVsStalnaker: Problem: Interpretation des Ausdrucks "räumliche Relation".
II 89
MöWe/Mengen von/Field: Was für Mengen von möglichen Welten als Objekte von Geistzuständen relevant ist, ist, dass sie eine Boolesche Algebra formen - Pointe: Dann müssen die Elemente selbst gar keine Welten sein - jede andere Art von Elementen taugen dann genauso gut für eine psychologische Erklärung - sie könnten einfach alles sein - Bsp Zahlen - Zahlen geben aber nicht vor, die Welt zu repräsentieren, wie sie ist ((s) Sie sind also nicht intrinsisch repräsentational).
II 90
Intentionalität/MöWe/FieldVsStalnaker/Field: Der Witz der Möglichen Welt-Auffassung ist die Boolesche Algebra und die Booleschen Relationen die zwischen möglichen Welten herrschen - Problem: Dann ist die leere Menge von möglichen Welten, die die Dreiteilung des Winkels enthält eine Teilmenge der Menge der möglichen Welten, in denen Cäsar den Rubikon überquerte - Problem: Welche Tatsache macht das? - Ohne sie ist der Ansatz sinnlos.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Mögliche Welten Lewis IV 147
Zentrierte mögliche Welten/MöWe/de re/de se/Quine/Lewis: Bsp eine Katze, die von einem Hund gejagt wird, will aufs Dach in Sicherheit - de dicto: sie will einen Zustand, der die Klasse aller möglichen Welten ist, wo sie aufs Dach kommt - Problem: Querwelteinidentität: Frage: welche der vielen Gegenstücken in vielen möglichen Welten ist sie selbst? - Lösung/Quine: zentrierte Welt: Paare aus einer Welt und einem bezeichneten Raumzeit-Punkt darin, der gewünschte Zustand ist dann eine Klasse zentrierter Welten - keine zentrierte Welt gehört zu zwei Klassen (gewünschten und gefürchteten MöWe).
QuineVs: letztlich besser geteilte Theorie: hier sind die Objekte von "einfachen Einstellungen" Klassen von Reizmustern, die komplexeren sind linguistisch.
Eigenschaft/Lewis: entspricht einer Klasse zentrierter Welten, genauer gesagt einer Eigenschaft von Raumzeit-Punkten, aber auch einer Eigenschaft von Katzen.
IV 148
MöWe/Quine/Lewis: Lewis: große Einzeldinge (konkret) - Quine: abstrakte Entitäten - gewisse Klassen von Klassen von Quadrupeln von reellen Zahlen - (Raumzeit-Punkte) - Stalnaker: pro Quine: entspricht besser unsere Alltagssprache: "wie es hätte sein können".
IV 149
Situation/mögliche Welt/Lewis: es kann innerhalb einer möglichen Welt auch noch Alternativen geben - also Unterscheidung Situation/mögliche Welt. - LewisVsStalnaker: nicht Propositionen als Glaubensobjekte (Wunschobjekte) sondern Einstellungen de se - Bsp Lingens mit Gedächtnisverlust findet im Buch heraus, dass es zwei Leute gibt, die mit ihm identisch sein können - a) im 6. Stock in Stanford - b) im Untergeschoss einer andere. Bibliothek 3km weit weg. - Zwei mögliche Situationen (Möglichkeiten) in derselben möglichen Welt. Lösung: Eigenschaft statt Proposition - die Propositionen gelten für beide Personen gleich.
V 42
Zentrierungsannahme/mögliche Welten/Lewis: wenn sie verletzt würde, würden Welten, die in einer nichtbeachteten Hinsicht abweichen, als identisch mit der wirklichen Welt zählen.
V 262
Mögliche Welt/Gleichheit/Identität/ Lewis: es ist eine unabhängige und schwierige Frage, ob zwei Mögliche Welten, die exakt in ihrer Geschichte übereinstimmen, auch in jeder anderen Hinsicht übereinstimmen - Bsp in ihren Wahrscheinlichkeiten, Gesetzen, modalen Wahrheiten, Kontrafaktische Konditionale - Lewis: das interessiert hier aber nicht. Gesamtgeschichte/Supervenienz: superveniert auf der Geschichte der Ereignisse, was immer sonst noch umgekehrt auf der Gesamtgeschichte supervenieren mag.
Schwarz I 216
Mögliche Welt/Lewis: keine Menge gewöhnlicher Sätze - davon gibt es zu wenig in der Sprache. Lewis:Gegenstücke, These: mögliche Welten sind real. (KripkeVs)(PutnamVs).

I 59
Mögliche Welt/Lewis: man kann recht unbeschwert und metaphysisch arglos und ohne besondere ontologische Vorbehalte über mögliche Welten reden.
II 214
Die Annahme von möglichen Welten erspart Trennung Objekt-/Metasprache - Wahrheit und Analytizität sind nicht in derselben Sprache definierbar.
II 214
Def Mögliche Welt(VsLewis): Der Begriff einer möglichen Welt ist selbst durch Rekurs auf semantische Termini zu erklären. Mögliche Welten sind Modelle der analytischen Sätze einer Sprache bzw. Diagramme oder Theorien solcher Modelle.
II 214
LewisVs: Mögliche Welten können nicht durch Rekurs auf semantische Termini erklärt werden. Mögliche Welten existieren und sollten nicht durch ihre sprachlichen Repräsentationen ersetzt werden. Eine solche Ersetzung funktioniert nicht richtig: zwei in der repräsentierenden Sprache ununterscheidbare Welten erhalten (fälschlich) ein und dieselbe Repräsentation zugeordnet.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Nonfaktualismus Adams Field II 255
Def „Oberflächenlogik“/materiales Konditional/Paradoxien der Implikation/Field: sagt uns, welche Schlüsse die Akzeptierbarkeit erhalten. (Das ist gerade die Logik von Adams, die der Nonfaktualismus anbietet). Def „Tiefenlogik“/materiales Konditional/Field: sagt uns, welche Schlüsse wahrheitserhaltend sind. Das ist die Standardlogik für „>“.
Problem: leistet die Tiefenlogik überhaupt etwas, wenn sogar unsere mentalen Leistungen von der Oberflächenlogik erklärt werden?
Lösung/Field: vielleicht kann man sagen, dass auf der tiefsten Ebene die klassische Logik herrscht und die speziellen Konventionen der Behauptbarkeit erst später hereinkommen.
II 256
Faktualismus/Field: Muss dann zwischen Ebenen der völligen Unakzeptierbarkeit (d.h. auf der Oberfläche) und der Akzeptierbarkeit auf einer tiefen Ebene (die nur durch eine oberflächliche Verletzung der Konvention unakzeptabel scheint) zu unterscheiden. Deflationismus/Field: auf die gleiche Weise kann dann der Deflationismus zwischen Nonfaktualismus und Faktualismus unterscheiden, ohne die Begriffe „wahr“ oder „Tatsache“ zu gebrauchen.
Field II 256
Faktualismus/Konditional/Stalnaker/Field: (Stalnaker 1984): (hier zunächst auf nicht-eingebettete Konditionale beschränkt): hier liefert sein Ansatz die Logik von Adams, d.h. der Faktualismus ist ununterscheidbar vom Nonfaktualismus in Bezug darauf, welche Schlüsse (>Paradoxie der materialen Implikation) als korrekt betrachtet werden. Deflationismus/Field: kann er hier Nonfaktualismus und Faktualismus unterscheiden?
Eine Möglichkeit: besteht, wenn es Konditionale gibt, wo das Antezedens zwar logisch und metaphysisch möglich ist, nicht aber epistemisch.
Nonfaktualismus: These: bei epistemischer Unmöglichkeit des Antezedens eines Konditionals hier gibt es gar keine Frage der Akzeptierbarkeit.
Denn der Witz von Konditionalen besteht in der Annahme, dass ihre Antezedenten epistemisch möglich sind.
Pointe: dann sind alle Konditionale mit epistemisch unakzeptablem Antezedens gleichermaßen akzeptabel.
FieldVsStalnaker: für ihn gibt es aber eine Tatsache aufgrund derer ein Konditional wahr ist oder falsch. Und einige Konditionale mit epistemisch unmöglichen Antezedenten werden wahr und andere falsch sein!
Faktualismus/Deflationismus/Field: der Test, ob jemand dieser Art von Faktualismus anhängt, besteht dann darin, ob er Akzeptierbarkeit solcher Konditionale ernst nimmt.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Propositionen Chalmers Schwarz I 207 (Anmerkung)
Def Diagonalisierung/Stalnaker/Lewis/Schwarz: die primären Wahrheitsbedingungen erhält man durch Diagonalisierung, d.h. indem man als Welt Parameter die Welt der jeweiligen Situation einsetzt (entsprechend als Zeit Parameter den Zeitpunkt der Situation usw.).
Def „diagonale Proposition“/Terminologie/Lewis: (nach Stalnaker, 1978(1)): primäre Wahrheitsbedingungen.
Def horizontale Proposition/Lewis: sekundäre Wahrheitsbedingungen. (1980a(2),38, 1994b(3),296f).
Neuere Terminologie:
Def A-Intension/primäre Intension/1-Intension/Terminologie/Schwarz: für primäre Wahrheitsbedingungen
Def C-Intension/sekundäre Intension/2-Intension/Terminologie/Schwarz: für sekundäre Wahrheitsbedingungen.
Def A-Proposition/1-Proposition/C-Proposition/2-Proposition/Terminologie/Schwarz: entsprechend. (Jackson 1998a(4),2004(5), Lewis 2002b(6), Chalmers 1996b(7), 56,65)
Def meaning1/Terminologie/Lewis/Schwarz: (1975(8),173): sekundäre Wahrheitsbedingungen
Def meaning2/Lewis/Schwarz: komplexe Funktion von Situationen und Welten auf Wahrheitswerte, „zweidimensionale Intension“.
Schwarz: Problem: damit sind ganz verschiedene Dinge gemeint:
primäre Wahrheitsbedingungen/LewisVsStalnaker: bei Lewis nicht über metasprachliche Diagonalisierung bestimmt wie Stalnakers diagonalen Propositionen. Auch nicht über A priori-Implikation wie bei Chalmers primären Propositionen.


1. Robert c. Stalnaker [1978]: “Assertion”. In P. Cole (Hg.), Syntax and Semantics, Bd. 9, New York: Academic Press, 315–332, und in [Stalnaker 1999a]
2. David Lewis [1980a]: “Index, Context, and Content”. In S. Kanger und S. ¨Ohmann (Hg.), Philosophy
and Grammar, Dordrecht: Reidel, und in [Lewis 1998a]
3. David Lewis — [1994b]: “Reduction of Mind”. In Samuel Guttenplan (Hg.), A Companion to the Philosophy of Mind, Oxford: Blackwell, 412–431, und in [Lewis 1999a]
4. Frank Jackson [1998a]: From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis. Oxford: Clarendon Press
5. Frank Jackson [2004]: “Why We Need A-Intensions”. Philosophical Studies, 118: 257–277
6. David Lewis — [2002a]: “Tensing the Copula”. Mind, 111: 1–13
7. David Chalmers 2002]: “Consciousness and its Place in Nature”. In D. Chalmers (Hg.) Philosophy of
Mind. Classical and Contemporary Readings, New York: Oxford University Press, 247–272
8. David Lewis [1975]: “Languages and Language”. In [Gunderson 1975], 3–35. Und in [Lewis 1983d]


Chalmers I 64
Propositionen/Chalmers: es gibt entsprechend zu den hier aufgezeigten primären und sekundären Intensionen primäre und sekundäre Propositionen. (> Zweidimensionale Semantik, >Kaplans Unterscheidung > content/ >character).

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Propositionen Jackson Schwarz I 207 (Anmerkung)
Def Diagonalisierung/Stalnaker/Lewis/Schwarz: die primären Wahrheitsbedingungen erhält man durch Diagonalisierung, d.h. indem man als Welt Parameter die Welt der jeweiligen Situation einsetzt (entsprechend als Zeit Parameter den Zeitpunkt der Situation usw.).
Def „diagonale Proposition“/Terminologie/Lewis: (nach Stalnaker, 1978(1)): primäre Wahrheitsbedingungen.
Def horizontale Proposition/Lewis: sekundäre Wahrheitsbedingungen. (1980a(2),38, 1994b(3),296f).
Neuere Terminologie:
Def A-Intension/primäre Intension/1-Intension/Terminologie/Schwarz: für primäre Wahrheitsbedingungen
Def C-Intension/sekundäre Intension/2-Intension/Terminologie/Schwarz: für sekundäre Wahrheitsbedingungen.
Def A-Proposition/1-Proposition/C-Proposition/2-Proposition/Terminologie/Schwarz: entsprechend. (Jackson 1998a(4),2004(5), Lewis 2002b(6), Chalmers 1996b(7), 56,65)
Def meaning1/Terminologie/Lewis/Schwarz: (1975(8),173): sekundäre Wahrheitsbedingungen
Def meaning2/Lewis/Schwarz: komplexe Funktion von Situationen und Welten auf Wahrheitswerte, „zweidimensionale Intension“.
Schwarz: Problem: damit sind ganz verschiedene Dinge gemeint:
primäre Wahrheitsbedingungen/LewisVsStalnaker: bei Lewis nicht über metasprachliche Diagonalisierung bestimmt wie Stalnakers diagonalen Propositionen. Auch nicht über A priori-Implikation wie bei Chalmers primären Propositionen.


1. Robert c. Stalnaker [1978]: “Assertion”. In P. Cole (Hg.), Syntax and Semantics, Bd. 9, New York: Academic Press, 315–332, und in [Stalnaker 1999a]
2. David Lewis [1980a]: “Index, Context, and Content”. In S. Kanger und S. ¨Ohmann (Hg.), Philosophy
and Grammar, Dordrecht: Reidel, und in [Lewis 1998a]
3. David Lewis — [1994b]: “Reduction of Mind”. In Samuel Guttenplan (Hg.), A Companion to the Philosophy of Mind, Oxford: Blackwell, 412–431, und in [Lewis 1999a]
4. Frank Jackson [1998a]: From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis. Oxford: Clarendon Press
5. Frank Jackson [2004]: “Why We Need A-Intensions”. Philosophical Studies, 118: 257–277
6. David Lewis — [2002a]: “Tensing the Copula”. Mind, 111: 1–13
7. David Chalmers 2002]: “Consciousness and its Place in Nature”. In D. Chalmers (Hg.) Philosophy of
Mind. Classical and Contemporary Readings, New York: Oxford University Press, 247–272
8. David Lewis [1975]: “Languages and Language”. In [Gunderson 1975], 3–35. Und in [Lewis 1983d]

Jackson I
Frank C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Verlässlichkeitstheorie Field II 96
Verlässlichkeitstheorie/Verlässlichkeit/FieldVsVerlässlichkeitstheorie: Problem: Die meisten Leute sind nicht verlässlich, wenn es um Politik geht. Falsch: Es ist falsch, zu sagen, dass sie unter "anormalen Bedingungen" stünden. Richtig: Sie sind nicht unter optimalen Bedingungen. Problem: Optimum: Das Optimum ist hier schwer nicht-intentional zu bestimmen. Problem: Bsp ein Sektenmitglied ist nicht verlässlich in Bezug auf die Realität aber verlässlich in Bezug auf die Meinungen des Gurus.
II 99
Lösung: FieldVsStalnaker: Field braucht etwas, das er nicht will: feinkörnigere Glaubenszustände als solche mit Boolescher Struktur.
II 369
Verlässlichkeit/Field: Verlässlichkeit kann nicht alles sein, was wir anstreben. Bsp es gibt völlig verlässliche induktive Regeln: z.B. an gar nichts glauben, egal was für Belege es gibt oder Bsp nur an logische Wahrheiten glauben. Die Verlässlichkeitstheorie will aber mehr. Sie will eine besondere Klasse herausgreifen, die die Vernünftigkeit eines Glaubens konstituiert. Verlässlichkeit/Field: teilt sich in viele verschiedene Begriffe auf: a) über kurze - über lange Zeit - b) hohe Wahrscheinlichkeit exakter Wahrheit - hohe Wahrscheinlichkeit annähernder Wahrheit - c) Verlässlichkeit in der wirklichen Welt liefernd. Verlässlichkeit über eine Menge ähnlicher möglicher Welten.
II 380
Verläßlichkeit/Field: Bsp angenommen, eine anfängliche Beobachtung stellt sich als falsch heraus. Dann gibt es drei Möglichkeiten: i) Die Regel ist nicht verlässlich am Anfang, sie wird aber verlässlicher.
ii) Es gibt am Anfang gar keine Regel, die späteren sind besser. (FieldVs, GoldmanVs.) - Vs: Das macht Verlässlichkeit unerreichbar und erklärt uns für immer als unvernünftig.
iii) Die Regel war immer verlässlich, nur die Beobachtungsdauer zu kurz.
II 384
Field: Wir brauchen auch Ziele und Effektivität. Dann kann eine Regel verlässlicher, aber weniger kraftvoll sein.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Wahrscheinlichkeits- Konditional Lewis V 133f
Konditionale Wahrscheinlichkeit/Lewis: die Wahrscheinlichkeit von Konditionalen ist die konditionale Wahrscheinlichkeit. - (VsStalnaker) - Logische Form: P(A -> C) und P(C I A) - Aber nicht beim wafu/(wahrheitsfunktionalen) Konditional "⊃" (Hufeisen). - Denn hier sind sie nur manchmal gleich. - Daher ist der indikativische Konditional nicht wahrheitsfunktional. - Wir nennen ihn "Wahrscheinlichkeits-Konditional". - Problem: dann wäre Wahrscheinlichkeit von Konditionalen ein Hinweis für die Relation von Wahrscheinlichkeiten von Nicht-Konditionalen. - Das wäre inkorrekt. - Lösung: Behauptbarkeit geht nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit im Fall von indikativischen Konditionalen.
V 135
Konditionalisierung/Lewis/(s): Bsp Konditionalisierung auf B: aus P(A) wird P(A I B) die Wahrscheinlichkeit von A "gegeben B".
V 135f
Wahrscheinlichkeits-Konditional/Wahrscheinlichkeits-Konditional/Lewis: hier muss die Wahrscheinlichkeit des Antezedens positiv sein. - Ein Wahrscheinlichkeits-Konditional gilt für eine Klasse von Wahrscheinlichkeits-Funktionen - universeller Wahrscheinlichkeits-Konditional: gilt für alle Wahrscheinlichkeits-Funktionen. (Vs).
V 137
Richtig: C und ~C können beide positive Werte haben: Bsp C: "gerade Zahl", A : "die 6 erscheint" - Dann sind AC und A~C beide positive Wahrscheinlichkeit. - Pointe: A und C sind unabhängig voneinander - Allgemein: mehrere Annahmen können jede positive Wahrscheinlichkeiten haben, wenn sie paarweise inkompatibel sind. - Die Sprache muss stark genug sein, das auszudrücken. - Sonst lässt sie universelle Wahrscheinlichkeits-Konditionale zu, die falsch sind.
V 139
Indikativischer Konditional/iK/Wahrscheinlichkeit/konditionale Wahrscheinlichkeit/Lewis: weil einige Wahrscheinlichkeits-Funktionen, die mögliche Glaubenssysteme repräsentieren, nicht trivial sind - (d.h. positive Wahrscheinlichkeits-Werte zu mehr als zwei inkompatiblen Möglichkeiten zuweist). - ist das indikative Konditional nicht das Wahrscheinlichkeits-Konditional für alle möglichen subjektiven Wahrscheinlichkeits-Funktionen. - Das heißt aber nicht, dass es für alle möglichen subjektiven Wahrscheinlichkeits-Funktionen eine garantierte konditionalisierte Wahrscheinlichkeit gibt. - D.h. die Behauptbarkeit von Indikativischen Konditionalen geht nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit zusammen.
V 139
Behauptbarkeit geht normalerweise mit Wahrscheinlichkeiten einher, weil Sprecher meist aufrichtig sind. - Aber nicht bei indikativischen Konditionalen. Indikativischer Konditional: hat gar keinen Wahrheitswert, keine Wahrheitsbedingungen und daher auch keine Wahrscheinlichkeit für Wahrheit.
V 144
Konditional/Wahrscheinlichkeit/Lewis/(s): die Wahrscheinlichkeit von Konditionalen ist messbar - Antezedens und Konsequens müssen wahrscheinlichkeitsmäßig unabhängig sein. - Dann Bsp wenn jedes 0,9 hat, dann hat das Ganze 0,912.
V 148
Wahrscheinlichkeit/Konditional/Lewis: a) Abbildung: das Bild wird dadurch gewonnen, dass man die ursprüngliche Wahrscheinlichkeit jeder Welt W nach WA, der nächsten möglichen Welt verschiebt. - (Abbildung hier: Summe über die Welten mit A (= 1) oder Nicht-A (= 0) - Das ist die minimale Revision (keine grundlose Verschiebung). - Dagegen umgekehrt:
b) Konditionalisierung: sie verzerrt nicht das Profil der Wahrscheinlichkeits-Verhältnisse (Gleichheit und Ungleichheit von Sätzen, die A implizieren). - Beide Verfahren sollen das gleiche erreichen.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Wahrscheinlichkeits- Konditional Logik-Texte Re III 101
Bedingungssatz/Konditional/bedingte Wahrscheinlichkeit/Stalnaker: setzt die Wahrscheinlichkeit der Bedingungssätze mit der bedingten Wahrscheinlichkeit gleich. LewisVsStalnaker: es gibt keine Aussage, deren Wahrscheinlichkeit durch die bedingte Wahrscheinlichkeit gemessen wird.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Mathematik Stalnaker, R. Cresswell II 139
Stalnaker: eine mathematische Proposition ist in Wirklichkeit über sprachliche Ausdrücke. Das hat zur Folge, daß sie eine notwendige Proposition ausdrückt. ((s) ?) (Stalnaker 1976, 88). Cresswell: wenn das stimmt, können mathematische Propositionen in verschiedenen möglichen Welten wahr sein.
CresswellVsStalnaker: das kann nicht stimmen
FieldVsStalnaker: (1978, 15) dito.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Möglichkeit Stalnaker, R. Field II 100
Möglichkeit/stärker/schwächer/echt/epistemisch/Stalnaker/Field: Stalnaker meint, Welten sind in einem stärkeren Sinn möglich: in dem nicht nur Leugnung von logischen Wahrheiten unmöglich sind, sondern auch Leugnung mathematischer Wahrheit (S. 73-7), und sogar Leugnung von a posteriori Identität zwischen Namen und Leugnung bestimmter "essentialistischer" Behauptungen.
II 103
FieldVsStalnaker: These es gibt keinen plausiblen Weg scheinbare Fälle von inkonsistentem Glauben zu beschreiben (Bsp Cantor) so daß sie mit Stalnakers Bild übereinstimmen.
I 40
Möglichkeit/Stalnaker: 1. semantische These: Behauptungen über das was möglich und notwendig ist, sollten analysiert werden in Begriffen darüber was wahr ist in einigen oder allen Teilen der Realität 2. metaphysische These: über die Existenz von möglichen Welten.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Nichtwissen Stalnaker, R. Sch I 179
Wissen/Glauben/LewisVsStalnaker/SchwarzVsStalnaker: solche Beispiele sprechen auch gegen Stalnakers These, daß die eigentliche Unkenntnis bei scheinbarer Unkenntnis notwendiger Wahrheiten betreffe stets sprachliche Sachverhalte, entsprechend der metasprachlichen "diagonalen" Proposition einer Meinungszuschreibung. (Stalnaker 1981,1987b).