Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bolschewismus Trotzki Brocker I 213
Bolshewismus/Bolsheviks/Trotzki: Trotzki isolierte sich von jenen Bolschewiki, die nach dem Scheitern der Revolutionen im Westen nun glaubten, Russland sei allein imstande, den Sozialismus aufzubauen. Zum wichtigsten Fürsprecher dieser immer mehr an Raum gewinnenden Ansicht wurde Stalin. StalinVsTrotzki: dessen der permanenten Revolution erschien nur noch als eine verstiegene Phrase. Siehe Revolution/Trotzki, Revolution/Lenin.


Mario Keßler, „Leo Trotzki, Die permanente Revolution (1930)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.

PolTrotz I
Leo Trotzki
Unsere politischen Aufgaben
In
Schriften zur revolutionären Organisation, Hartmut Mehringer Reinbek 1970

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Demokratie Trotzki Brocker I 214
Demokratie/Trotzki: weit davon entfernt, eine Politik der Industrialisierung abzulehnen. Aber er, der im Selbstbehauptungskampf des bolschewistischen Russland selbst Fürsprecher und Exekutor terroristischer Maßnahmen gewesen war, betonte nun, dass nach dem Sieg der Revolution auf den Terror verzichtet werden müsse. Nachdem er zehn Jahre, gegen eigene frühere Bedenken, das bolschewistische Parteimodell gerechtfertigt hatte, vertrat er jetzt die Ansicht, dass eine siegreiche Partei der innerparteilichen Demokratie bedürfe und Meinungsstreit bis hin zu oppositionellen Strömungen in ihren Reihen zulassen solle. solle. Die bürgerlich-parlamentarische Demokratie war – wenigstens in Russland – für Trotzki jedoch noch immer kaum mehr als eine Diktatur der Bourgeoisie, »die nach dem Siege über das Proletariat gezwungen ist, pseudodemokratische Formen zu bewahren«. (1) VsTrotzki: Zeitgenössische und spätere Kritiker Trotzkis haben ihm entgegengehalten, sein Verständnis von Demokratie und Diktatur unterscheide sich im Grunde nicht von demjenigen Stalins. In der Tat verstand Trotzki die sozialistisch-kommunistische Ordnung lange als Erziehungsdiktatur, die er vor allem mit dem weltweiten Widerstand der in Russland geschlagenen Klassen rechtfertigte.
TrotzkiVsStalin: Was ihn von Stalin immer trennte, war die entschiedene Weigerung, im Genossen, der eine andere Meinung vertrat, den Parteifeind zu erblicken. (2)


1.Leo Trotzki, »Ergebnisse und Perspektiven. Die treibenden Kräfte der Revolution« [1906], in: ders., Die permanente Revolution. Ergebnisse und Perspektiven, Essen 2016, 15-107.
2.Ebenda S. 132.

Mario Keßler, „Leo Trotzki, Die permanente Revolution (1930)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.

PolTrotz I
Leo Trotzki
Unsere politischen Aufgaben
In
Schriften zur revolutionären Organisation, Hartmut Mehringer Reinbek 1970

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018