Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Verlässlichkeitstheorie Brandom I 308f
Regelmäßigkeitstheorien/Regth/Brandom: Beurteilung von Wahrheit aufgrund von richtiger oder unrichtiger Anwendung von Begriffen - Verlässlichkeitstheorien: setzt Begriff des richtigen Behauptens und Anwendens schon voraus - Berechtigung: von Richtigkeit des Behauptens abgeleitet - VsVerlässlichkeitstheorie: Gerrymandering: es gibt unendlich viele Muster um eine Regelmäßigkeit zu erklären - es muss privilegierte Regelmäßigkeiten (Gleichförmigkeiten, GF) geben
I 312/313
Verlässlichkeit/Goldman/Brandom: objektive Eigenschaft - sie beruht auf den Wahrscheinlichkeiten, nicht auf der Wahrnehmungsfähigkeit
I 324
Verlässlichkeitstheorie: Bsp Monique hat gelernt, Weißbuchen an den Blätter zu erkennen, ist selbst aber unsicher - dann hat sie Wissen obwohl sie es bestreitet - der Wissensstatus ist äußerlich - SellarsVs, Brandom pro - Verlässlichkeitstheorie: Monique hat Wissen - Sellars: befindet sich immer im Raum der Gründe (statt der nichtinferentiellen unmittelbaren Wahrnehmung) - daher geht es dann immer um Rechtfertigung
II 59
Verlässlichkeitstheorien/ Def "Gründungseinsicht"/Brandom: verlässlich gebildete wahre Überzeugungen können sich als Wissen qualifizieren, auch wenn der Wissende sie nicht rechtfertigen kann - Goldman/Brandom: Zubilligungen von Verlässlichkeit müssen auf Referenzklassen relativiert werden - Def Begrifflicher Blinder Fleck": Überverallgemeinerung von der Gründungseinsicht der Verlässlichkeitsheorie auf die Semantik - man geht fälschlich davon aus, dass man den Gehalt von Wissensansprüchen verstehen könnte, nur weil es auch den Fällen Wissen geben kann, in denen der Wissende selbst über keine inferentielle Rechtfertigung verfügt - um ihn zu vermeiden muss man zeigen, dass inferentielle Signifikanz bei der Auszeichnung von Repräsentationen eine Rolle spielt. Def "Naturalistischer Blinder Fleck": möchte im Verlässlichkeitsansatz die Basis einer vollständig naturalisierten Erkenntnistheorie sehen, die ganz ohne Normen oder Gründe auskommt. Um ihn zu vermeiden muss man auf interpersonale Inferenz rekurrieren
II 127ff
VerläßlichkeitstheorieVsGettier/Brandom: es geht nicht darum, nicht ob gerechtfertigte wahre Überzeugungen zusammen, sondern ob sie einzeln notwendig sind. - "Gründungseinsicht": es gibt zumindest einige Fälle von Wissen ohne Rechtfertigung.
II 128f
Bsp chicken sexers (Sortieren Hühnerküken nach Geruch) - Bsp Bauernregeln.
II 130
Verlässlichkeitstheorie/Brandom: externalistisch, weil Tatsachen entscheiden, ob wir etwas wissen - II 140 Falle von Wissen ohne Wissen darüber sind nur als lokales, nicht als globales Phänomen möglich - sonst Begriff der Verlässlichkeit gar nicht möglich - und a fortiori nicht des Wissens.
II 144
Verlässlichkeit selbst kann nicht die Erklärungsrolle übernehmen ((s) Zirkel).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Verlässlichkeitstheorie Schiffer I 83
SchifferVsVerlässlichkeit: (als Schlüssel zur Repräsentation, Bsp Benzinuhr: es sind falsche Wahrheitsbedingungs-Funktionen möglich: E-Funktionen, die nicht Situationen zuschreiben, sondern falsche Wörter: Bsp Schnee ist weiß/Kohle ist weiß - (für Mentalesisch). - Auch unter "optimalen Bedingungen" - Dann ist ungewiss, ob Verlässlichkeit auf falschem Weg zustande gekommen ist.
I 83ff
Arthritis/Verlässlichkeit/Mentalesisch/Relationstheorie/SchifferVsFodor: ...+... - Alfred denkt in seinem Idiolekt. - Nehmen wir die zweite Funktion g an, die Arthritis eine Bedingung zuweist, die wir mit shmarthritis (rheuma-artig) verbinden. - Dann: man kann nicht feststellen, ob Alfred verlässlicher nach f (Zuschreibung von Wahrheitsbedingungen) oder nach g (Zuschreibung falscher Wörter) ist. Bedingung (c): eine M- Funktion f ist die Wahrheitsbedingungs-Funktion für x’ lingua mentis M gdw. (ein bevorzugtes Gleichgewicht von) der Kopf-Welt- und der W-K-Verlässlichkeit von x (in M denkend) mit Bezug auf f ist größer als mit Bezug auf irgendeine andere M-Funktion ist weder hinreichend noch notwendig. - Wir wissen nicht, nach welcher Zuschreibungsfunktion der Sprecher vorgeht. - Wie bei > Quaddition.
I 87
Quaddition/Verlässlichkeit/Relationstheorie/Glauben/Schiffer: wenn Ralph nichts von Mathematik versteht: Es gibt gar keinen Unterschied zwischen zwei Zuschreibungsfunktionen (a) richtige Addition, b) Quaddition). - Weil sie für überschaubare Zahlen dieselben werte liefern -und für unfassbar große Zahlen nicht unterscheidbar sind, weil unfassbar.
I 104
SchifferVsVerlässlichkeitstheorie: die funktionale Relation, die von der Verlässlichkeitstheorie mit "wahr von" korreliert wird, hat als eine ihrer Realisierungen >"Arthritis"/"shmarthritis". - Lösung: es muss eine "ausgezeichnete Rolle" geben.
I 104
Verlässlichkeitstheorie/Schiffer: Lösung: Angemessenheit durch Disquotationsschema. - Wahrscheinlichkeit, dass M-Funktion f* besteht ist hoch, gegeben, dass x s glaubt, und f*(s) z.B. über den Aktienmarkt ist. - ((s) D.h. wir nehmen an, dass die Leute meist etwas wahres glauben und wissen, wovon sie reden).
I 105
Field: wenn funktionale Theorie für Mentalesisch, dann ist eine Verlässlichkeitstheorie unverzichtbar.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987