Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Wahrheit Frege
 
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V 103
Wahrheit: ist für Frege der absolut grundlegende Begriff. Bei der Definition des Zahlbegriffs geht es um die Klärung der Wahrheitsbedingungen für Sätze wie Bsp "Die Anzahl der Planeten ist gleich der Anzahl der Musen".
V 103
FregeVsWahrheitsdefinition: Regress: immer Wahrheit anderer Sätze vorausgesetzt.
Berka I 83
Wahrheit/Frege: 2 Arten: a) rein logisch, aus der Art der Beweisführung - b) aus Erfahrungstatsachen.
Frege I 48
Wahrheit/Frege: das Streben nach Wahrheit läßt uns vom Sinn (Intension) zur Bedeutung (Extension) vordringen.
IV 33
Wahrheit/Frege: nicht ein Satz ist wahr, sondern sein Sinn.
IV 32
So wie ein Bild nicht einfach wahr sein kann, so kann auch keine Vorstellung wahr sein. - Nur in Bezug auf eine Absicht.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Wahrheits- konditionale Semantik Cresswell
 
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I 27
Wahrheitskonditionale Semantik/Bedeutung/Versprechen/Wahrheitswert/ Wahrheitsbedingung/Handlung/Cresswell: die wako (wahrheits-konditionale) Semantik urteilt nicht darüber, warum man die Wahrheit sagen sollte. - Ich verspreche Dir, Dir fünf Dollar zu zahlen: die Frage der Wahrheit/Falschheit hat hier nichts mit dem Zweck der Äußerung zu tun. - Wir können aber zeigen, dass die semantische Analyse der Wortbedeutungen es nötig macht, dass (11) einen bestimmten Wahrheitswert hat.
I 28
Der Satz ist wahr, wenn der Sprecher das verspricht.
I 29
Sprache wird hier zu einem regel-geleiteten Mittel, dem Hörer eine Repräsentation derselben Menge von möglichen Welten (MöWe) zu vermitteln, wie sie beim Sprecher gegeben ist. Damit steht der Begriff der möglichen Welt in Herzen der Semantik und ist sogar noch grundlegender als der Begriff der Wahrheit.
II 145
Wahrheitskonditionale Semantik/Cresswell: Satzbedeutung kennen: wissen, was der Fall sein müsste, damit der Satz wahr ist - Nicht-wako Semantiken: Bsp Semantik der begrifflichen Rolle/Harman. - Bsp Intentionsbasierte Semantik/Schiffer. - Bsp Sprechakttheorie - KatzVsWahrheitskonditionale Semantik: alle äquivalenten Sätze haben dann dieselbe Bedeutung.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Wahrheitsdefinition Frege
 
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V 105
FregeVsWahrheitsdefinition/W-Def/: Regreß: immer Wahrheit anderer Sätze vorausgesetzt
IV 20
Wahrheit/Definition/W-Def/Frege: kann nicht definiert werden - in einer Definition gibt man gewisse Merkmale an - bei der Anwendung auf einen bestimmten Fall kommt es dann darauf an, ob sie erfüllt sind - so drehte man sich bei der Wahrheit im Kreise -

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsWahrheit Frege Vs Tarski, A.
 
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Dummett I 25
Frege: Verstehen vor Wahrheit - Wahrheit undefinierbar (FregeVsTarski)
I 105
FregeVsKorrespondenztheorie: jeder Versuch, Wahrheit zu definieren ist ein kopfloses Unterfangen. Wäre Wahrheit eines Satzes der Besitz dieser oder jener Eigenschaft, so müßte man, um seine Wahrheit zu entscheiden, die Wahrheit eines anderen Satzes entscheiden! (Regreß). FregeVsWahrheitsdefinition: Regreß: immer Wahrheit anderer Sätze vorausgesetzt.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsWahrheit Verschiedene Vs Verschiedene EMD II 48
Bivalenz/Zweiwertigkeit/VerifikationismusVsWahrheitsbedingungen/McDowell: die Voraussetzung der Bivalenz ist falsch. Wenn der Wahrheitswert von Sätzen manchmal prinzipiell nicht ermittelt werden kann, geht der Anspruch auf Wissen daß es dann entweder wahr oder falsch ist, über die Kompetenz hinaus. Daraus würde folgen, daß der Verifikationist von der Sichtweise ausgeschlossen ist, daß Sinn durch die WB bestimmt wird.
Berka I 29
Allgemeinheit/Peirce: ist für Schlußfolgerungen wesentlich. Bsp VennVsEuler: die Kreise, durch die Euler Beziehungen zwischen Begriffen darstellt: sie sind zwar Icons, aber ihnen fehlt daher die Allgemeinheit, damit können sie keine Sätze ausdrücken.
I 30
Lösung/Venn: Venndiagramme, Schraffierung (konventionell) entspricht einem zusätzlichen Symbol (>Allgemeinheit).





EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsWahrheit Stalnaker Vs Wahrheitskonditionale Sem.
 
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I 46
BenacerrafVsKonventionalismus/VsWahrheits-konditionale Semantik: es reicht nicht, dass Prädikat "wahr" (W-Prädikat) über einige wohldefinierte Teilmengen der Sätze zu sprenkeln. wahrheits-konditional/Benacerraf: Bsp Angenommen, wir nennen rein formal diejenigen Sätze wahr, die eine gerade Anzahl von Hufeisen enthalten. Das könnte dann zu einer "Wahrheitstheorie" ausgebaut werden.
BenacerrafVs: aber damit eine solche Theorie wirklich über Wahrheit wäre, müsste die Erklärung durch Referenz und Erfüllung hindurchgehen und auch eine Darstellung von Referenz selbst enthalten. Dann würden wir wirklich eine externe Erklärung der Relation zwischen Referieren und Referent brauchen.
Stalnaker: (pro Benacerraf) ich stimme zu dass eine Tarskische W-Def nicht hinreichend ist zu behaupten, dass wir wirklich über Wahrheit reden.
Kausale Verbindung/Stalnaker: es ist aber auch nicht klar, ob sie uns vor einer falschen Semantik bewahrt. Wir brauchen die Verbindung zur Praxis.
Quasi-Realismus: sollen wir den Liberalen Platonismus so nennen, bloß weil er alle Antworten auf eine externe Frage nach der Relation zwischen Referieren und Referenten ablehnt?

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsWahrheit Katz Vs Wahrheitskonditionale Sem.
 
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II 145
Semantik/Katz/Cresswell: (Katz 1972 und viele andere Artikel). KatzVswahrheitskonditionale Semantik/KatzVswako: 1. (Katz 1982): alle anderen Ansätze außer Katz’ eigenem reduzieren Bedeutung auf etwas anderes, unter anderem auf WB.
VsKatz: seine eigene Kritik hängt davon ab, daß er schon weiß, daß WB etwas anderes sind als Bedeutung. ((s) Also können die von ihm kritisierten Ansätze nicht zirkulär sein).
CresswellVsKatz: seine Semantik ist nicht falsch, sie ist aber unvollständig.
Semantik/Cresswell: „semantische Daten“: Bsp Bedeutsamkeit von Sätzen, Bsp Synonymie von Satzpaaren usw.
II 146
KatzVs wahrheitskonditionale Semantik/Cresswell: 2. sie hat zur Folge, daß alle logisch äquivalenten Sätze dieselbe Bedeutung haben. Insbesondere in der Version der MöWe-Semantik. (1982, 190): Katz anerkennt, daß es Versuche zur Lösung gibt. Bsp Lewis (1972). KatzVsLewis/Cresswell: Katz’ Ansatz scheint Strukturierte Bedeutungen zu verlangen.
lexikalische Dekomposition/Katz/Cresswell: diese wird von Katz gebraucht, um Bedeutungen auf semantische Grundbegriffe zurückzuführen.

Katz
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning
VsWahrheit Russell Vs Wahrheitskriterium
 
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Bertrand Russell
Horwich I 3
Wahrheits Kriterium/Kriterium/Wahrheit/Russell: wenn wir fragen, was die Wahrheit oder Falschheit eines Glaubens eigentlich ausmacht (konstituiert), frage ich nicht nach einem Kriterium. Kriterium: ist eine Qualität (Eigenschaft), die von der Wahrheit selbst verschieden ist, die zu allem gehört, was auch immer wahr ist, und zu nichts anderem, aber gleichzeitig nicht mit Wahrheit identisch ist. Es ist ein Echtheitsstempel (trademark, Kennzeichen), eine relativ offensichtliche Charakteristik, die die Echtheit garantiert.
((s) Kriterium: immer dabei, niemals fehlend, nie bei etwas anderem, aber dennoch unidentisch: > Carnap „Begleiter“. Viele Autoren: ungleich Definition. ((s) Bsp Def Gradzahligkeit: Teilbarkeit durch 2 (Definition dagegen: Kriterium: Endziffer 0,2,4,6 oder 8). Wenn es heißt „alle und nur... haben...“: dann ist noch nicht klar, ob vom Kriterium oder vom Eigentlichen die Rede ist).
Wahrheit/Wahrheits Kriterium/Russell: wenn wir aber sagen, dass die und die Firma den Artikel hergestellt hat, meinen wir damit noch nicht, dass der Artikel den richtigen Stempel hat! („to mean“, bedeuten):
I 4
Daher besteht ein Unterschied zwischen Wahrheit und Wahrheitskriterium, und gerade dieser Unterschied ist hilfreich. RussellVsWahrheitskriterium: ich glaube nicht, dass Wahrheit einen solchen Echtheitsstempel hat! Aber darum geht es mir nicht: ich will nicht wissen, welche äußeren Kennzeichen Wahrheit hat, an denen wir sie erkennen können, sondern was Wahrheit selbst ist.
Wahrheit/Geist/Urteil/Russell: welche Relation hat Wahrheit zum Geist? Immer über Urteile. Damit ist Wahrheit geistabhängig. ((s) Also hier nicht Wahrheit als Grundbegriff).
Dennoch hängt sie nicht von der Weise ab, wie ein einzelner Mensch urteilt.
Also hat Wahrheit und Falschheit von Urteilen einen objektiven Grund. Und es ist ganz natürlich zu fragen, ob es nicht objektive Wahrheiten und Falschheiten als Objekte der Urteile (Urteilsobjekt) gibt.
Russell: das ist plausibel im Fall von Wahrheit, nicht aber bei Falschheit.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
W-Def VsWahrheit Versus Horwich I 505
M. Williams pro Deflationismus - VsWahrheitstheorie/VsWT: überflüssig.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994