Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Notwendigkeit de re Simons
 
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I 257
Notwendigkeit de re/notwendig de re/Simons: Bsp Tom kann nicht ohne Kopf existieren - ((s) wenn er existiert, dann nicht ohne Kopf). Def wesentlich/Simons: Bsp Tom kann nicht anders existieren als als Mensch - er ist wesentlich Mensch. - andere Vs: ((s) irgendwo: Kripke hätte ein Erdferkel sein können.) - Simons: dagegen: Notwendigkeit de dicto: ist eine Eigenschaft von Sätzen - (de dicto) - dann falsch: die Tatsache, dass Tom ein Mensch ist, wäre notwendig.
Müssen de re/Simons: schreibt einem Objekt ein Attribut notwendig zu. - Reichweite/(s): durch Unterscheidung der Reichweite des N-Operators müssen "de re" und "de dicto" nicht mehr erwähnt werden - de dicto: notwendiger Satz.
de re: Satz, der Notwendigkeit zuschreibt - müssen de re: spricht von notwendigen Tatsachen - (die gibt es nicht).
Wiggins: alternativ: "Nec": Prädikatmodifikator (statt Satzoperator.)
I 269
Nec/Wiggins: basiert auf λ-Abstraktion (Lambda-Abstraktion) arbeitet, statt den Satzoperator "N" zu benutzen. QuineVsWiggins: irreführend: "Nec[(lx)(ly)(x = y)]" für «die Relation wie irgendein r und s haben, wenn sie notwendig identisch sind". - Richtig: "(lx)(ly)(N(x = y)" (S. 293).
SimonsVsWiggins: "Nec" scheint überflüssig zu sein und Wiggins deutet das selbst an.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Superposition Simons
 
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I 128
Superposition/Simons: verschiedene Individuen mit identischen Teilen zur selben Zeit am selben Ort. - SimonsVsQuine: statt "Inhalt einer Portion Raumzeit" - Solche Okkupanten müssen sowieso continuants sein. Ereignisse: bei ihnen wird das Extensionalitätsprinzip erfüllt. - Massen: brauchen verschiedene Bedeutungen von "Teil".
I 211f
Superposition statt Koinzidenz: Bsp Ring/Gold. - Bsp Person/Körper. - Nicht zwei Individuen, sondern Relation Eins-Vieles. - Sie sind nicht identisch, nehmen aber denselben Raum ein - Bsp Ring/Gold: verschiedene Geschichte.
I 223
Superposition/SimonsVsWiggins: dass verschiedene Objekte superponieren können folgt aus der Tatsache, dass ein einzelnes Stück Materie in einem solchen Zustand sein kann, dass es gleichzeitig verschiedene Bestehensbedingungen erfüllt. - ((s) Also intensional). - Bestehensbedingungen: werden durch den Sortalbegriff festgelegt. - (sprachlich) verschiedene Bestehensbedingungen: die Dinge können verschieden lange existieren. - Und dennoch am selben Rot sein. - Bsp ((s) Ein Astronaut in der Umlaufbahn kann Onkel werden.)
I 237
Superposition/Doepke/Simons: wann immer a und b superponiert sind, müssen sie einen gemeinsamen Teil haben, sie müssen vollständig aus einem Dritten, c zusammengesetzt sein.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsWiggins Wiggins Vs Freie Logik
 
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Simons I 259
Freie Logik/Notwendigkeit/Existenz/wesentlich/Simons: genau diese Konditionale werden in der FL zurückgewiesen. Aber: WigginsVsFreie Logik.
Stattdessen:
Def guter Name/Wiggins: einer, dessen Träger existiert.
Simons: vermutlich unterstützen sie Existenzgeneralisierung.
Freie LogikVsWiggins: gute Namen unterscheiden sich von schlechten genau dadurch, dass für gute Namen die Existenzaussage "(Ex)(x = a)" wahr ist und genau das ist es, was uns die Generalisierung erlaubt auf Basis des schwächeren Schemas:
(Ex)(x = a) , Fa I- (Ex)Fx
das die Freie Logik akzeptiert.
Simons: wenn die Modallogik erlaubt, dass nicht alles was existiert, notwendig existiert. (Was sie sollte.)

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsWiggins Wiggins Vs Geach, P.
 
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Simons I 213
"Relative Identität"-Sicht der Superposition: a) (Vertreter: Geach): "Sortal-Theorie" der relativen Identität: bekannt als "Theorie R": für Sortale F und G ist es möglich zwei Objekte a und b zu finden, so dass a und b beides Fs und Gs sind , a ist dasselbe F wie b, aber nicht dasselbe G.
Nicholas Griffin: pro.
WigginsVsGeach: das verletzt Leibniz’ Gesetz. Und weil dieses notwendig gilt, ist die Theorie notwendig falsch.
DoepkeVsGeach: "relative Identität" ist nur ein falscher Name für Ähnlichkeit.
b) Grice/George Myro: (beide unpubliziert): VsWiggins’ These, dass Dinge, die jemals (ever) verschieden sind, immer (always) verschieden sind.
GriceVsWiggins: die Annahme hängt davon ab, dass man Eigenschaften findet, in denen die Objekte in den Zeiten differieren, wo sie nicht superponiert sind. Dann ist Identität relativ zur Zeit. D.h.
TI a = t b ↔ (F)[Ft a ↔ Ft b]
Wo der Quantor nur über Eigenschaften läuft, deren Instantiation nicht die Instantiation irgendeiner anderen Eigenschaft zu irgendeiner anderen Zeit beinhaltet.
Das schließt aus: die Eigenschaft,
Bsp zwei Jahre alt zu sein,
Bsp Expräsident zu sein
Bsp Braut-in-spe zu sein.
Simons: das können wir die Relation der "zeitlichen Ununterscheidbarkeit" nennen. Sie ist charakterisiert durch eine Beschränkung des Leibnizschen Gesetzes.
I 214
SimonsVsGrice: wenn wir diese Ähnlichkeit "Identität" nennen, dann kommt auch jede andere Art von Ähnlichkeit dafür in Frage, so wie Bsp "Oberflächen-Identität" eines Körpers mit seiner Oberfläche. Ununterscheidbarkeit/zeitliche/Simons: wird sich unten (bei Konstitution) als wichtig herausstellen.
System CT/Simons: (s.o.) mit ihm haben wir "zeitliche Identität" schon verworfen.
Ad (3): dichrone Sicht der Superposition: These: superponierte Objekte müssen nicht zur selben Zeit existieren. Bsp das Gold formt sich zum Ring. Wenn der Ring geschmolzen wird, wird er durch das Gold "ersetzt" ("replaced"). D.h. sie existieren zu verschiedenen Zeiten.
Bsp eine Person koinzidiert nicht mit ihrem Körper, sie verwandelt sich in ihren Körper (die Leiche. (Nur wenn "body" als "corpse" verstanden wird, wie es oft, aber nicht immer der Fall ist).
Dichrone Sicht: These: es gibt kein Substrat das den Wechsel überlebt.
Wandel/dichrone Sicht: These: ist immer ein Ersetzen eines Objekts durch ein anderes.
SimonsVsdichrone Sicht: erklärt nicht, wieso so viele Eigenschaften vom ursprünglichen auf das spätere Objekte übertragen werden.
Lösung: ein (angenommenes) Substrat würde das erklären.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsWiggins Avramides Vs Loar, B.
 
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Avra I 29
Bedeutungstheorie/BT/Pragmatik/Semantik/Loar/Avramides: (Loar 1976, S150f) (nah bei Lewis, VsMcDowell, VsWiggins, pro Grice) These Semantik und Pragmatik sollten nicht getrennt werden. Grice steht nach Loar nicht bloß auf Seiten der Pragmatik. Semantik kann nicht ohne psychologische Begriffe betrieben werden. Grice: für Loar arbeitet Grice auf der ersten Ebene (s.o.).
Loar: die Grenze zwischen Semantik und Pragmatik ist schwer zu ziehen.
Def Pragmatik/Loar: muß negativ bestimmt werden: alle Tatsachen über den Sprachgebrauch in einer Gemeinschaft, die nicht semantische Tatsachen sind.
AvramidesVsLoar: diese Definition von Pragmatik ist nicht die Standarddefinition, diese stammt von Morris: (Foundations of the Theory of Signs)
Def Syntax/Morris: das Studium der Beziehungen der Zeichen untereinander
Def Semantik/Morris: das der Relation von Zeichen zu den bezeichneten Dingen
Def Pragmatik/Morris: das der Relation zwischen Zeichen und ihren Interpreten.
Damit würde jede Untersuchung die Sprecher einbezieht, für Morris ins Gebiet der Pragmatik fallen. Also auch Grice’ Werk.
I 30
Auf der anderen Seite: das Modell von Wiggins/McDowell (Th.d.Sinns/d.Kraft) macht es notwendig, daß die beiden Morris’ Definition von Pragmatik wählen, und nicht die von Loar. Deswegen lehnt Loar ihr Modell vielleicht ab und tendiert zu Lewis.
Loar: scheint die Unterscheidung zwischen möglichen und aktualen Sprachen innerhalb der Semantik für möglich zu halten. Dann ist Pragmatik etwas, was darüber schwebt.
AvramidesVs: man kann Lewis’ Modell aber auch anders sehen: These die Unterscheidung aktuale/mögliche Sprachen ist parallel zu der Unterscheidung Semantik/Pragmatik von Morris. (Und bringt auch nicht viel neues)
AvramiesVsLoar: Fehlinterpretation: er scheint zu glauben, daß wir, wenn wir ein Schichtenmodell der Bedeutungstheorie akzeptieren, die Ebenen isoliert halten müssen. Dann befürchtet er, Grice würde allein der Pragmatik zugerechnet. (Loar 1927,S.149).
McDowell/Avramides: nach seiner Interpretation wäre das nicht so. Hier haben wir ein Gesamtbild, das Semantik und Pragmatik einbezieht.
Schichtenmodell/BT/Avramides: ermöglicht auch eine Versöhnung des Griceschen Ansatzes mit den formalen BT von Frege/Davidson.
I 31
Problem: die Versöhnung muß für beide Seiten akzeptabel sein. Jedenfalls nach Loar ist die Unterscheidung Pragmatik/Semantik alles andere als bloß terminologisch: BT/Philosophie des Geistes/Loar: die BT ist Teil der Theorie des Geistes und nicht umgekehrt.
Loar/Avramides: d.h. daß für Loar die fundamentale Natur semantischer Begriffe nur durch Referenz auf psychologische Begriffe verstehen kann. (>Lager).Damit nimmt er eine reduktive Position ein.
Grice: gehört für Loar zur Semantik. Und die Semantik muß auf Psychologie reduziert werden.
I 78
Reduktion/Avramides: es geht darum, ob wir im Analysans psychologische Begriffe gebrauchen dürfen, die sich nicht auf eben die semantischen Begriffe stützen, die wir zuerst analysieren wollten. reduktive Interpretation/Grice/Avramides: die reduktive hat einen noch weiteren Anspruch: wenn erfolgreich, sollte sie zeigen, daß unser Bedeutungs Begriff sekundär zu unseren psychologischen Begriffen im Gesamtschema (overall scheme) ist.
I 79
AvramidesVsSchiffer/AvramidesVsLoar: eine Reduktion des Semantischen auf das Psychologische funktioniert nicht wegen der zweiten Form der Zirkularität.
I 110
Cartesianismus/Loar: dessen Zurückweisung sieht er vor allem in einer Zurückweisung des von ihm sogenannten "Nicht Naturalismus" begründet. AvramidesVsLoar: aber diejenigen, die die Intuition haben, daß Glauben und Intentionen vor allem sprachliche Zustände sind, könnten mehr zurückweisen als bloß Nicht Naturalismus.
I 111
Loar: die Auffassung, daß Glauben, Wünsche und ihr Inhalt ohne Annahmen über die natürliche Sprache erklärt werden könnte, geht das Risiko ein, ein Bild des Denkens ohne Sprache zu zeichnen. (Loar 1981, S.2) AvramidesVsLoar: Denken ohne Sprache nicht unmöglich. ++ I 137

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsWiggins Wiggins Vs Simons, P.
 
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Simons I 216
Superposition/Simons: es ist nicht nur ein pragmatischer Widerstand, der uns annehmen lässt, dass zwei Objekte nicht superponiert sein können und dennoch keinen gemeinsamen Teil haben. Simons: dennoch pro,
WigginsVsSuperposition/WigginsVsSimons: das macht er im folgenden Prinzip deutlich:
Prinzip/Wiggins: A und ein echter Teil oder Komponente B eines dritten Dings C, wobei A ≠ C und A ≠ B und wo kein Teil oder Komponente von A ein Teil oder Komponente von B oder von C ist, können nicht vollständig denselben Raum zur selben Zeit einnehmen.
Simons: wohin führt das?
rta: sei der Behälter von a zu t. D.h. der Raum kann Objekt von zeitlosen Operatoren und Prädikaten der extensionalen Mereologie werden.
Bezugsrahmen: nehmen wir als fixiert an, so dass Identität von Räumen bestimmt werden kann. Dann können wir alle Axiome der CEM (Extensionale Mereologie) anwenden, auch das Summen-Axiom und das SSP sind nicht widersprüchlich. (…+…)
I 217
SimonsVsWiggins: das scheint gar nicht besonders erschreckend. Es scheint sogar noch verstärkt werden zu können. Wir können z.B. ein Starkes Supplement-Prinzip (SSP) annehmen, das auf Zeiten relativiert ist: (…+…) SimonsVsKoinzidenz-Prinzip: wenn es korrekt wäre, würde es eine sehr enge begriffliche Verbindung zwischen mereologischen Relationen und räumlichen Relationen zwischen continuants herstellen.
Simons pro Wiggins: auf alle Fälle können wir zustimmen, dass "Raum" nur durch Referenz auf seine Belegung ("occupants") abgebildet werden kann. ((s) >kein "leerer Raum").
Damit wird der begriffliche Nutzen der Teil-Ganzes-Relationen zwischen continuants in ihrer Notwendigkeit für die Bildung der räumlichen Begriffe bestehen.
Koinzidenz-Prinzip/Simons: es ist adrett und es liefert eine verführerische Vereinfachung.
SimonsVsKoinzidenz-Prinzip/SimonsVsWiggins: man zahlt einen zu hohen Preis.
I 218
Aber mit seiner Zurückweisung müssen wir auch eine der Prämissen, WP, PP oder SSP verwerfen. Welche? Ich würde SSP verwerfen (s.u.). Aber vorher wollen wir WP gegen ein hypothetisches Gegen-Beispiel von Sharvy testen.
I 220
WigginsVsSuperposition/Simons: sein Argument für WP geht so: Angenommen, A und B wären distinkt und am selben Ort zur selben Zeit. Dann können sie nicht durch den Ort unterschieden werden. Dann müssen sie also durch ihre Eigenschaften unterschieden werden.
Problem: keine Raumregion (Volumen) kann gleichzeitig durch verschiedene Prädikate beschrieben werden (sei es Farbe, Form, Textur usw.)
(s) Es kann nicht gleichzeitig kugel- und würfelförmig sein).
I 221
Simons: letzteres mag wahr sein, aber das spricht nicht gegen die Möglichkeit einer perfekten Mischung, denn deren Qualitäten müssen nicht diejenigen ihrer Ingredienzien in Isolation sein, was durch die unperfekten Mischungen jeden Tag bewiesen wird. ((s) Widerspruch zu oben I 218: dort wird Mischung von Verbindung dadurch unterschieden, dass die Eigenschaften der Ingredienzien in der Mischung größtenteils erhalten bleiben.)
Superposition/Simons: Angenommen, es wäre möglich, dass Okkupation des Raums durch eine Masse eine graduelle Sache wäre, dann wäre es möglich, dass verschiedene Massen dieselbe Region besetzen
Simons: und zwar obwohl die Okkupation verschiedene Intensitätsverteilungen hätte.
Simons: wenn es so wäre, wäre Wiggins’ Prinzip falsch und dann müssten wir an seiner Notwendigkeit zweifeln.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsWiggins Wright Vs Wiggins, D.
 
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I 231
Wright: Vorschlag: die Relevanz von Problemen, die mit Konvergenz zusammenhängen, wird für den moralischen Diskurs am besten unter der Rubrik der Kognitiven Nötigung interpretiert. WigginsVsWright: sieht die Relevanz anders. Einschränkende Bedingung:
Wenn X wahr ist, wird X unter günstigen Umständen Konvergenz bewirken und die beste Erklärung dieser Konvergenz wird die tatsächliche Wahrheit von X erfordern.
Wiggins: also nicht die Tatsache, dass die Teilnehmer gewissen Überzeugungen anhängen, sondern die Tatsache der Konvergenz ist das Explanandum.
I 233
WrightVsWiggins: fehlgeleitete Gewichtung der Kausalität: die Überzeugung, dass die Leute glauben, dass P weil P, ist nur dann akzeptabel, wenn der Sachverhalt, dass P eine direkte kausale Rolle spielt! Wiggins: nicht direkte kausale Rolle, sondern vielmehr Def "freisprechende Erklärung": eine Erklärung dafür, dass ein Subjekt einer Überzeugung anhängt, nach dem Schema:
Aus diesem, jenem oder anderen Gründen lässt sich tatsächlich nichts anderes denken, als dass P. Daher ist es eine Tatsache, dass P.
I 234
Angesichts der Umstände usw. kann es daher keine Überraschung sein, dass das Subjekt glaubt, dass P. Bsp (i) Nichts anderes lässt sich denken, als dass 5 + 7 = 12.
(ii) Die beste Erklärung für den Glauben meines Sohnes und seiner Klassenkameraden ist, dass sie sich nach einer Rechenregel richten, die zeigt, dass sich nichts anderes denken lässt.
Wright: das umfasst zwei Schritte: der zweite beinhaltet eine Prozedur!
I 235
Moral/Ethik/Wiggins: Bsp Sklaverei ist unrecht, nichts anderes lässt sich denken. Wright: man könnte die Bedingungen soweit abschwächen, als die am Diskurs beteiligten Meinungen sie wenigstens manchmal erfüllen.
Die entsprechenden Sachverhalten (zu diesen Meinungen) könnten dann immer noch eine Klasse bilden, sogar wenn keine Tendenz zur Konvergenz besteht!
WrightVsWiggins: es ist dennoch fraglich, ob seine "freisprechende Erklärung" das erfüllen kann, was die Beste Erklärung versucht:
Bedenken ergeben sich, wenn wir uns klarmachen, dass nichts von Bedeutung verloren geht, wenn wir die Worte "es ist also eine Tatsache, dass P" weglassen!
Dann heißt es nur noch:
I 235/236
"aus diesem oder jenem Grund, sowie den Umständen, die keine anderen Gedanken zulassen, glaubt das Subjekt, dass P". Freisprechende Erklärung/Wiggins: Kausalerklärung, wobei sich die Kausalität aber nicht zwischen Bewusstsein und Werten oder Bewusstsein und Zahlen bezieht.
Wright: es geht vielmehr um den aufmerksamen Gebrauch angemessener Regeln.
((s) Die Kausalität spielt sich zwischen den Regeln und den Überzeugungen ab.).
I 237
WrightVsWiggins: das bringt uns nicht weiter als zum minimalen Anti Realismus. Berechtigung/permissiv/Wright: keiner der Diskurse, die wir betrachten, ist hinsichtlich der Bedingungen rein permissiv: es ist schlicht nicht wahr, dass absolut alles in zulässiger Weise für witzig oder für ekelhaft befunden werden kann.
Def Demonstration/Wright: jede Präsentation von Umständen und Überlegungen, dass die Annahme der Aussage gemäß den Maßstäben der Assertibilität dann gefordert wird, wenn die Maßstäbe beachtet werden sollen.
I 238
Bsp "Tschernobyl war nicht lustig": Ganz gleich, um welchen Diskurs es sich handelt, einige seiner Aussagen werden eine Demonstration in diesem Sinne zulassen, wenn der Diskurs nicht rein permissiv ist.
Entsprechend Wiggins’ freisprechende Erklärung (nichts anderes denkbar):
(i) Aus diesem oder jenem Grund( hier folgt die Demonstration) ist nichts anderes denkbar
(ii) Da die Parteien gemäß den relevanten Überzeugungen vorgehen, ist es nicht überraschend, dass sie einig sind, dass P.
Minimale Wahrheitsfähigkeit/WrightVsWiggins: unter der Bedingung, dass der Diskurs nicht rein permissiv ist, sichert mW die Erfüllung von Wiggins Bedingung.
Sie garantiert aber nicht, dass die Referenz auf "die Fakten" in der Korrespondenzplattitüde den zusätzlichen Gehalt tragen kann, den das Spiel mit der besten Erklärung sicherstellen soll.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsWiggins Simons Vs Wiggins, D.
 
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I 130
Ereignis/Mereologie/Relation/Simons: wie sehen die mereologischen Relationen zwischen Ereignissen aus? Hier brauchen wir die Prädikate nicht zeitlich zu modifizieren wie bei continuants. Das macht die Ereignisse interessant für Philosophen, die die Extensionalität bewahren wollen. Relation zurzeit: ist für Ereignisse direkt und eng.
Relation zum Raum: ist für Ereignisse indirekt über die continuants, die in ihnen involviert sind.
Dualität/Wiggins: (1980,25-6,n12): Ereignisse sind in dieser Hinsicht „dual“ zu continuants.
SimonsVsWiggins: das ist nicht perfekt, weil continuants sowohl Raum besetzen als auch andauern.
Ereignis/Aufspalten/verstreut/Simons: weil continuants in ihnen involviert sind, können sie sich aufspalten (aufgeteilt sein, verteilt, scattered). Und daher können sie sowohl räumliche als auch zeitliche Teile haben.
Aber nicht als Ereignisse involvieren continuants. Bsp Zunahme der Intensität eines Magnetfelds.
Feld: ob es ein selbst continuant ist, ist umstritten.
Ereignis/Lokalisation: eine Lokalisation ist nur durch continuants die in ihnen involviert sind, möglich.
Eintreten/Zeitpunkt/happening/Simons: der Zeitpunkt des Eintretens (ob continuants involviert sind oder nicht) kann nur durch Messen von Zeitspannen berechnet werden. Dabei müssen wir uns auf lokale zyklische Prozesse stützen.

I 221
Superposition/SimonsVsWiggins: worum es bei der Superposition von Dingen gleicher Art geht ist, dass wir keine Möglichkeit haben, die Dinge ((s) in ihrem Zusammentreten und Auseinandergehen) zu verfolgen:
I 222
Sie werden nämlich zeitweise ununterscheidbar. (Das ist ein epistemisches Problem). epistemisch/(s) : warum sind epistemische Probleme überhaupt wichtig oder interessant, weil wir bei epistemischer Unmöglichkeit unseren Sprachgebrauch revidieren müssen: für prinzipiell Ununterscheidbares, sollten wir nicht verschiedene Wörter gebrauchen. (Keine Unterscheidung ohne Unterschied).
Simons: Bsp zwei Bienenschwärme vereinigen sich und trennen sich wieder. Wir wissen im Allgemeinen nicht, ob es hinterher dieselben zwei sind wie vorher. Das könnte man aber durch Verfolgen jeder einzelnen Biene klären. Daher ist es kein ontologisches Problem.
Superposition/Simons: es gibt scheinbare Fälle, wo Dinge ein und derselben Art superponieren können und wir dennoch die Spur verfolgen können:
Bsp sich bewegende Lichtpunkte oder Schatten, die sich für einen Moment überschneiden.
Bsp parallel zueinander verlaufende Wellenfronten. Hier nehmen wir zusätzlich gleichförmige Wellengeschwindigkeit an.
Bsp (Shorter): Wolken von Wasserdampf, die von einem „Wolkenprojektor“ manipuliert werden.
Hier haben wir Mittel der Identifikation: kausale Pfade.
I 223
WP/Wiggins: pro: Raum kann nur durch Referenz auf seine Okkupanten (Belegung) abgebildet werden, und räumliche Tatsachen sind begrifflich unabhängig von der Existenz von Tatsachen über Einzeldinge (ED) und die Identitäten dieser ED. Wenn nun Raum durch Referenz auf permanente ED abgebildet wird, muss die Nichtidentität der ED A und B, die beide von der Art f sind, hinreichend sein festzustellen, dass der Ort von A zu t verschieden ist vom Ort von B zu t. Simons: pro Abbildung durch Referenz auf ED.
SimonsVsWiggins: dennoch können Objekte derselben Art koinzidieren: denn die Erfordernis der Abbildung verlangt nur, dass einige bestimmte continuants unmöglich mit anderen ihrer Art koinzidieren können. Es gibt Ausnahmen, auch wenn sie eine Minderheit darstellen: Bsp s.o. Wolken, Lichtpunkte, Schatten, Wellen usw.
VsSimons: man könnte einwenden, dass diese Objekte überhaupt nicht materiell bzw. Substanzen sind.
Simons: sie sind tatsächlich keine Substanzen. Genauso wenig wie Unfälle oder Störungen.
SimonsVsVs: das bleibt immer noch die Antwort schuldig, ob wenn zwei Dinge einer Art superponieren können, sie dann keine Substanzen sein können. Die Beispiele suggerieren, dass wir Wiggins’ Angst, dass wir die Spuren nicht zurückverfolgen können, beschwichtigt werden kann, wenn wir geeignete Mittel finden. Bsp getrennte Ursachen oder gleichförmige Geschwindigkeit
Wiggins/Simons: hat nur recht, wenn alles, womit wir ein continuant zurückverfolgen können, sozusagen in seinem eigenen Behälter ist. Wenn das so ist, ist sein Prinzip (WP) in Ordnung.
Diese Fälle scheinen die Mehrheit auszumachen, daher haben wir kein Problem, den Raum zu kartieren (abzubilden, mapping).
Sortalbegriff/Simons: (für ein continuant) sagt uns unter anderem, unter welchen Bedingungen das Objekt weiter existiert und unter welchen es aufhört zu existieren. Das seien die „Bestehens-Bedingungen“. ((s) Also sprachlich!).
Superposition/SimonsVsWiggins: dass verschiedene Objekte superponieren können folgt aus der Tatsache, dass ein einzelnes Stück Materie in einem solchen Zustand sein kann, dass es gleichzeitig verschiedene Bestehens-Bedingungen erfüllt. ((s) Also intensional).

I 260
Nec/Wiggins: Prädikatmodifikator, der auf λ-Abstraktion arbeitet, statt den Satzoperator "N" zu benutzen. QuineVsWiggins: (1977, 236): irreführend:
"Nec[(λx)(λy)(x = y)]" für
"die Relation wie irgendein r und s haben, wenn sie notwendig identisch sind"
richtig:
"(λx)(λy)(N(x = y)" (S. 293).
SimonsVsWiggins : "Nec" scheint überflüssig zu sein und Wiggins deutet das selbst an.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Loar VsWiggins Versus Avramides I 29
Loar/Bedeutungstheorie: nahe bei Lewis, VsMcDowell, VsWiggins, These: Semantik und Pragmatik nicht trennen - (auch bei Grice nicht) - Wiggins/McDowell: Trennung Theorie d. Sinns/Theorie d.Kraft - Loar: letztlich psychologisch und damit reduktionistisch

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
relative Identität Geach, P.
 
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Simons I 213
"relative Identität"/Geach: ("Theorie R"), ("Sortal-Theorie"): These für Sortale F und G ist es möglich zwei Objekte a und b zu finden, so daß a und b beides Fs und Gs sind , a ist dasselbe F wie b, aber nicht dasselbe G. Dagegen:
b) Grice/George Myro: (beide unpubliziert): VsWiggins’ These, daß Dinge, die jemals (ever) verschieden sind, immer (always) verschieden sind.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Bedeutungstheorie Loar, B.
 
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Avramides I 29
Loar/Bedeutungstheorie/BT: nahe bei Lewis, VsMcDowll, VsWiggins, These Semantik und Pragmatik nicht trennen - (auch bei Grice nicht) - Wiggins/McDowell: Trennung Th.d.Sinns/d.Kraft - Loar: letztlich psychologisch und damit reduktionistisch -
I 31
BT/Philosophie des Geistes/Loar: die BT ist Teil der Theorie des Geistes und nicht umgekehrt.
I 32
Loar: meint, wenn wir die psychologischen Begriffe nicht als grundlegend nehmen, geraten sie in Vergessenheit. Avramides: das muß nicht sein. Mit der reziproken Interpretation des Bikonditionals (das Erkennen des Orts des Begriffs im Begriffssystem, nicht reduktiv) in Grice" Analyse können wir die Sprachphilosophie ebensogut in den Bereich der Philosophie des Geistes bringen, wobei die Analyse der Bedeutung teilweise autonom bleibt, aber unter dem Dach der intentionalen Handlung. Nicht alle Fragen öffentlicher Sprache haben mit der Philosophie des Geistes zu tun.
EMD II 138
Bedeutung/Loar: semantische Begriffe sind innerhalb eines größeren Rahmens von propositionalen Einstellungen lokalisiert und daher mache ich wesentlichen Gebrauch von intensionalen Entitäten. Aber heutzutage ist es üblich, eine rein extensionale BT für möglich zu halten. Das verdanken wir größtenteils Davidson.
Davidson/Loar: scheint einen Kompromiß zu machen, Quines Attacke gegen Intensionen mitzumachen, ohne unsere ganzen Intuitionen über gewisse semantische Tatsachen über den Haufen zu werfen.
LoarVsExtensionalität: BT ohne Intension ist wie Hamlet ohne Prinz von Dänemark.
EMD II 146
Loar: die semantischen Eigenschaften der Satzteile (Konstituenten) sind eine bestimmte Funktion der prop Einst der Sprecher. Frage: sollten prop Einst dann nicht am besten als Relationen zu Sätzen oder anderen linguistischen Entitäten beschrieben werden? Aber das wäre ein Zirkel. - EMD II 149c Loar: was ich zeigen möchte ist, daß die BT Teil der Theorie des Geistes ist und nicht umgekehrt. - II 148 ... KripkeVsVs: Bsp Messen: bezieht ein Objekt auf ein anderes, den Standard, aber wenn es den nicht gäbe, hätte das Objekt dennoch eine Länge gehabt - LoarVs: das geht aber nicht für die BT - Daher muß man für eine BT intensionale Entitäten einführen.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Verschiedenheit Simons, P.
 
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I 213
"relative Identität"/Geach: ("Theorie R"), ("Sortal-Theorie"): These für Sortale F und G ist es möglich zwei Objekte a und b zu finden, so daß a und b beides Fs und Gs sind, a ist dasselbe F wie b, aber nicht dasselbe G. Dagegen:
b) Grice/George Myro: (beide unpubliziert): VsWiggins’ These, daß Dinge, die jemals (ever) verschieden sind, immer (always) verschieden sind.
c) dichrone Sicht der Superposition: These: superponierte Objekte müssen nicht zur selben Zeit existieren. Bsp das Gold formt sich zum Ring. Wenn der Ring geschmolzen wird, wird er durch das Gold "ersetzt" ("replaced"). D.h. sie existieren zu verschiedenen Zeiten.
Wandel/dichrone Sicht: These ist immer ein Ersetzen eines Objekts durch ein anderes.
SimonsVsdichrone Sicht: erklärt nicht, wieso so viele Eigenschaften vom ursprünglichen auf das spätere Objekte übertragen werden.
Lösung: ein (angenommenes) Substrat würde das erklären.
Ad (4) reduktionistische Sicht der Superposition/Chisholm: These: nur die letztendlichen Konstituenten sind real. Alles andere nur logische Konstruktion daraus.
SimonsVs: das enthält ein beträchtliches revisionäres Element: es eliminiert alle Terme und Prädikate, die wahr sind von solchen Konstruktionen, die uns vertraut sind. ((s) Bsp Maschinen existieren dann nicht.
Pro: hebt die Wichtigkeit der materialen Konstitution hervor.)
Vs: übersieht die Tatsache, daß Teile nicht immer ontologisch vorrangig sind vor ihrem Ganzen!
Verschiedenheit Wiggins, D.
 
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Simons I 213
"Relative Identität"/Geach: ("Theorie R"), ("Sortal-Theorie"): These: für Sortale F und G ist es möglich zwei Objekte a und b zu finden, sodass a und b beides Fs und Gs sind , a ist dasselbe F wie b, aber nicht dasselbe G - Dagegen:
b) Grice/George Myro: (beide unpubliziert): VsWiggins' These, dass Dinge, die jemals (ever) verschieden sind, immer (always) verschieden sind.
I 216
Wiggins: seine These ist nun: a ungl b u a 2I b > ~(a sup t b) ((s) 2I s.o.)
Das kann vereinfacht und in Kontraposition gebracht werden:
WP (Wiggins Prinzip)
a sup t b > a ot b.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987