Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Nagel Nagel : pro Descartes und Frege. - NagelVsHume, NagelVsKant, NagelVsWittgenstein: Vs Begrenzung der Reichweite der Vernunft (Neuerdings solche Begrenzung auch bei Quine, Putnam, Goodman, Rorty).Auch Begrenzung des Anspruchs der Vernunft.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982
Abbildtheorie Wittgenstein Danto I 70/71
Abbildtheorie/Wittgenstein/Danto: These: Die Welt hat die gleiche Form hat wie die Sprache - ohne dass die Welt selbst ihrer Struktur nach irgendwie linguistisch wäre, also mehr Spiegelung.
Hintikka I 67
Abbildtheorie/Bildtheorie/Sachverhalt/Gegenstand/Wittgenstein früh/Hintikka: "Wenn der Satz ein sprachliches Gegenstück zum Sachverhalt ist.
I 68
Dann ist jene Verbindung keine Relation, sondern nur das Bestehen einer Relation.- Das ist Wittgensteins Position vor dem Tractatus. - WittgensteinVs: später Vs - Russell: pro.
I 127
Bild/Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Die Abbildtheorie kommt von Frege. Sie findet sich auch bei Tarski wieder.
I 131
Hintikka These: die "Bildtheorie" ist in Wirklichkeit eine Vorwegnahme der ersten Bedingung Tarskis Wahrheitstheorie.
I 132
WittgensteinVsTarski: eine Wahrheitstheorie ist unausdrückbar. I 132f aRb/Ausdrücken/Darstellung/Abbildtheorie/Bildtheorie/Komplex/Wittgenstein/Hintikka: nicht ein Zeichen (Bsp "R") stellt etwas dar - sondern die mit ihm verknüpfte sprachliche Beziehung - hier das flankieren - die sprachliche Relation steht nicht für eine Klasse von Paaren von Individuen (Freges Werteverlauf) - sondern für eine wirkliche Beziehung.
WittgensteinVsFrege - TarskiVsWittgenstein/ CarnapVsWittgenstein/(s): extensionale Semantik - Gegenstand /WittgensteinVsFrege: Elemente möglicher Tatsachen - dann ist die Relation, die dem "R" entspricht immer eine besondere.
I 134/35
Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: keine Abbildungsrelation, sondern Isomorphismus - (Strukturgleichheit, Isomorphie) - keine Theorie der Sprache, sondern der Wahrheit (der Wahrheitsbedingungen).
I 135
Eine solche Theorie lässt sich als Theorie aber gar nicht ausdrücken.
I 141
Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: nur einfache Sätze sind Bilder - nicht die komplexen Sätze - diese wären nur Rezepte zur Konstruktion von Bildern. - Wenn man sie zuließe, hätte man kein Argument für die Sonderstellung einiger Sätze: nämlich wahr zu sein.
I 161
Bildtheorie/Abbildtheorie/Widerspiegelung/Tractatus/Hintikka: Bild ungleich Widerspiegelung - Abbildung: verlangt, dass einige der zulässigen Verbindungen einige der möglichen Konfigurationen der Gegenstände wiedergeben - daraus folgt aber nicht, dass die Widerspiegelung vollständig sein muss - d.h. nicht jede zulässige Verbindung muss von einem möglichen Sachverhalt sprechen - Name: kein Bild des Gegenstands - kann ihn aber widerspiegeln - Satz: Bild - Logik: Spiegelbild der Realität.
I 183
Wittgenstein/früh/mittel/spät/Werk/Hintikka: Bildtheorie: 1929 aufgegeben- Hintikka: er hat nie eine vollkommene Abbildtheorie vertreten. - später als 1929: Vs die These, dass Sprache nach strengen Regeln funktioniere - Hintikka: Das hat er vielleicht nie vertreten - 1934/35: neu: Sprachspiele. WittgensteinVsTractatus: VsWiderspiegelung. >Widerspiegelung.
I 184
Sprache/mittlerer Wittgenstein: 1929: physikalische Sprache statt phänomenologischer Sprache. - ((s) Es ist aber immer die gewöhnliche Sprache. (>Phänomenologie/Quine).
III 144
Sprache/Denken/Welt/Wirklichkeit/Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Flor: das eigentliche Verhältnis zwischen Sprache (Denken) und Wirklichkeit kann nicht selbst Teil der Wirklichkeit sein - denn das Bild B, das das Verhältnis zwischen A und S wiedergeben sollte, müsste dann identisch sein mit A - daher kann der Satz seinen Sinn bloß zeigen, nicht aussprechen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Abbildung Carnap II 203
CarnapVsWittgenstein: es ist durchaus möglich, die Syntax einer Sprache in eben dieser Sprache auszudrücken, ohne dass dabei Widersprüchlichkeiten (Paradoxa) oder Unsinnigkeit hervorgebracht werden! >Abbildtheorie.

Millikan I 198
Abbildung/Identität/Referenz/Millikan: niemand, der durch die Schule von Carnap gegangen ist, würde annehmen, dass „A“ auf das Wort „A“ referiert. Referenz/Millikan: hier müssen wir also zwei Arten von Referenz unterscheiden.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Aspekte Searle VI 169
Def primärer Aspekt/Searle: wenn nichts den primären Aspekt erfüllt, so hatte der Sprecher nichts im Sinn ( er dachte bloß, er hätte es) Bsp Halluzination. Die Feststellung kann nicht wahr sein.
Def sekundärer Aspekt/Searle: jeder beliebige vom Sprecher zum Ausdruck gebrachte Aspekt, für den gilt: der Sprecher versucht, mit ihm über den Gegenstand zu sprechen, der seinen primären Aspekt erfüllt, ohne dass er jedoch selbst als zu den Wahrheitsbedingungen gehörig gemeint ist, die der Sprecher machen will.
Zu jedem sekundären Aspekt muss es einen primären geben.
VI 169/170
Bsp Der Mann mit dem Champagner im Glas da drüben. auch wenn es Wasser ist, steht der Mann immer noch da drüben. Der sekundäre Aspekt kommt in den Wahrheitsbedingungen nicht vor.
Bsp Wir schauen beide den gleichen Mann an, auch wenn er gar nicht Smiths Mörder ist.
Bsp Auch wenn Shakespeare gar nicht existierte kann ich sagen: "Shakespeare hat die Figur der Ophelia nicht so überzeugend gestaltet wie die Hamlets." (Sekundärer Aspekt).
Searle: diese Aussage kann auch wahr sein.

II 75
Aspekt/Searle: keine Zwischeninstanz wie Sinnesdaten. ((s) Daher droht auch kein Regress wie bei allen Zwischeninstanzen.) Searle: Es gibt einen Morgenstern Aspekt und einen Abendstern Aspekt der Venus.
Wenn es sich nicht um einen Fall von Wahrnehmung handelt, wird der intentionale Gegenstand zwar immer unter irgend einem Aspekt repräsentiert, aber was repräsentiert wird, das ist der Gegenstand und nicht der Aspekt!

II 76 ff
Hase-Enten-Kopf/Wittgenstein: verschiedene Anwendungen des Wortes "sehen" - SearleVsWittgenstein: wir sehen nicht nur Gegenstände, sondern auch Aspekte, wir lieben Personen, aber auch Aspekte.
III 185
Repräsentation: jede Repräsentation ist an gewisse Aspekte gebunden, an andere nicht. >Hase-Enten-Kopf.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Atomismus Sellars I 33
Standardbedingungen: ihre Annahme führt aus dem logischen Atomismus heraus! (> Umstände). - Es genügt nicht, daß die Bedingungen angemessen sind, das Subjekt muss wissen, dass sie es sind! Umstände: um sie zu bestimmen, muss man etwas über die Gegenstände wissen: wie sie unter anderen Umständen sind.
I 34
Logischer Atomismus: VsSellars: er könnte erwidern, dass Sellars 1. die Tatsache übersieht, dass sich der logische Raum physikalischer Gegenstände im Raum und Zeit auf den logischen Raum von Sinnesinhalten stützt.
2. Die Begriffe der Sinnesinhalte weisen diejenige logischer Unabhängigkeit voneinander auf, die für den traditionellen Empirismus kennzeichnend ist.
3. Begriffe für theoretische Entitäten wie z. B. Moleküle weisen diejenige gegenseitige Abhängigkeit auf, die Sellars möglicherweise zu recht den Begriffen für physikalische Tatsachen zugeschrieben hat, aber: die theoretischen Begriffe verfügen gerade deshalb über empirischen Inhalt, weil sie sich auf einen grundlegenderen logischen Raum stützen!
Sellars müsste zeigen, dass dieser Raum ebenfalls mit Kohärenz beladen ist, aber das kann er nicht, bevor er nicht die Idee eines grundlegenderen logischen Raumes als den der physikalischen Gegenstände im Raum und Zeit abgeschafft hat.
Logischer Atomismus: Aussagen kommen nur wahrheitsfunktional in Aussagen vor!
I 70
Atomismus/SellarsVsAtomismus/SellarsVsWittgenstein: Analyse steht nicht für Definition von Termini, sondern für die Erforschung der logischen Struktur des Diskurses - diese gehorcht keinem einfachen Muster.
(Def wahrheitsfunktional/Tugendhat: von anderen Sätzen, nicht von Situation abhängig. Tugendhat I 285).
(Def wahrheitsfunktional/Read: Konjunktion und Disjunktion heißen wahrheitsfunktional, weil ihre Wahrheit unmittelbar und direkt von der Wahrheit ihrer Bestandteile abhängt. Read III 85).

II 314
SellarsVsWittgenstein/Paradoxie: um von einer bestimmten atomaren Tatsache zu sagen, sie würde von einer bestimmten elementaren Aussage abgebildet, müssen wir eine Aussage verwenden, in der die elementare Aussage zwar vorkommt, aber nicht wahrheitsfunktional! Wir müssen etwas sagen wie: (1) S (in L) bildet aRb ab. Diese Abbildungsbeziehung kann nicht durch eine Aussage ausgedrückt werden. Wittgenstein dito.
II 321
Wenn nur einfache nichtsprachliche Gegenstände abgebildet werden könnten, wenn komplexe Gegenstände Tatsachen wären, würde das zu der bekannten Antinomie führen, daß es atomare Tatsachen geben müsste, die Voraussetzung dafür wären, dass Sprache die Welt abbilden kann, für die sich aber kein Beispiel angeben lässt, wenn man einen Sprecher dazu auffordert.(?!) Beide Schwierigkeiten vermeidet man durch die Erkenntnis, dass komplexe Gegenstände keine Tatsachen sind. (VsTractatus).

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Atomsätze Hacking I 243
Atomsatz/atomarer Satz/Elementarsatz/Wittgenstein,früh: laut Hacking: Bsp die Schreibmaschine steht auf dem Tisch, das ist von keiner Darstellung abhängig. Es ist entweder wahr oder falsch. HackingVsWittgenstein, früh: Einfache Atomsätze sind überhaupt keine Darstellung.

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Atomsätze Popper I 117
Atomsätze/Atomismus/PopperVsWittgenstein/Tractatus: hier soll jeder »sinnvolle Satz« logisch auf "Elementarsätze" zurückführbaren sein. Alle sinnvollen Sätze seien "Bilder der Wirklichkeit". Sein Sinnkriterium stimmt somit mit dem induktionslogischen Abgrenzungskriterium überein. Das scheitert am Induktionsproblem. >Induktion, >Protokollsätze, >Elementarsatz, >Atomismus.
I 117
Der positivistische Radikalismus vernichtet mit der Metaphysik auch die Naturwissenschaft: auch die Naturgesetze sind auf elementare Erfahrungssätze logisch nicht zurückführbar. Nach Wittgensteins Sinnkriterium sind auch die Naturgesetze sinnlos, d. h. keine echten (legitimen) Sätze. Das ist keine Abgrenzung, sondern eine Gleichsetzung mit der Metaphysik.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Ausgeschlossenes Drittes Millikan I 229
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/“nicht“/Negation/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: der Satz vom ausgeschlossenen dritten trifft auf einfache repräsentierende negative Sätze nicht zu. Bsp neben der Möglichkeit, dass ein Prädikat und der, dass sein Gegenteil zutrifft, gibt es die Möglichkeit, dass das Subjekt des Satzes nicht existiert. Und das ist gerade die Möglichkeit, dass der Satz keinen bestimmten Fregeschen Sinn hat. „p oder nicht-p“: hat nur Sinn, wenn „p“ Sinn hat.
Negation: ihre Funktion ist niemals (im Kontext repräsentationaler Sätze) zu sagen, dass der Satz keinen Sinn hätte.
Sinn/Millikan: ob ein Satz Sinn hat, kann man nicht a priori wissen.
Negation/Repräsentation/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein: sein Irrtum (im Tractatus) war es zu glauben, dass wenn jedermann sieht, dass „x“ in „x existiert nicht“ einen Sinn hat, dass dann der negative Satz eine negative Repräsentation sei.
Rationalismus/Millikan. die rationalistische Überzeugung, dass man den Unterschied von Sinn und Nicht-Sinn a priori wissen könnte.


Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Aussagen Hare II 133
Aussagen/Tradition/Hare: teilt Aussagen in empirische und analytische ein. Darüber hinaus scheint es nichts zu geben. Problem: man kann leicht auf Grund einer Verwechslung zu der Annahme kommen, dass die Proposition, die besagt, dass die und die andere Proposition analytisch wahr oder falsch ist, selbst analytisch sei. Aber es ist zumindest nicht offensichtlich wahr, dass
Bsp Die Aussage: "Propositionen der Form 'p und nicht p' sind analytisch falsch" sollte analytisch wahr sein. Denn ist sie nicht eine Aussage darüber, wie die Wörter "und nicht" gebraucht werden?
Und ist es nicht analytisch wahr, dass sie so und nicht anders gebraucht werden?
Problem: es kommt hier zu einem Konflikt zwischen den Versuchungen, die Aussage analytisch, wie auch empirisch wie auch keins von beidem zu nennen.
Wittgenstein: nennt die Diskussion "unsinnig". >Schweigen.
CarnapVsWittgenstein: sein Verhalten ist widersprüchlich: statt zu schweigen schreibt er ein ganzes Buch.
II 134
HareVsCarnap: nimmt Wittgensteins Zweifel nicht ernst genug.

Hare I
Richard Mervyn Hare
The Language of Morals Oxford 1991

Hare II
Richard M. Hare
Philosophical discoveries", in: Mind, LXIX, 1960
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Bedeutung Dummett I 18
Sinn: Nach Frege hat der Ausdruck den Sinn einfach. Dem Verwender braucht sein Sinn nicht immer vorzuschweben. Für sich genommen ist der Sinn objektiv.
I 29
Wittgenstein/Dummett: Gebrauchstheorie macht Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit.
I 45 f
.... bei Husserl eine Äußerung jeweils die Bedeutung annimmt, mit der sie durch einen inneren Akt erfüllt wird. (>Humpty-Dumpty-Theorie).
I 152
Def Bedeutung/Dummett: (eines Ausdrucks) dasjenige, was man kennen muß, um den Ausdruck zu verstehen.
I 154/55
Def Bedeutung: das, was einen Satz wahr macht. Dummett: Bedeutung muss nicht durch Verstehen erklärt werden! (Sprecher haben keine explizite Theorie) - aber auch: DummettVsWittgenstein: Beherrschung ist mehr als praktische Fähigkeit.
I 188
Dummett/Frege: Kenntnis der Bedeutung = Kenntnis der Wahrheitsbedingungen - WittgensteinVs Ein Sinnkriterium hat keine Grundlage, wenn ihm keine Bedeutungstheorie als Stütze dient.

II 109
Bedeutung/DummettVsDavidson: triviale Axiome ("Schnee../Schnee) zeigen nicht selbst das Verständnis, sondern schieben die Aufgabe des Erklärens in die Theorie des Sinns - sie erklärt, was es bedeutet, die entsprechende Proposition zu erfassen
II 133
Bedeutung/Dummett: bleibt ein ungelöstes Problem.
I 29
Korrespondenz-Theorie/Kohärenz-Theorie: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung (die Wahrheitsbedingungen werden später durch die Theorie festgelegt). -
Dummett: beide zusammen!
Gebrauch/Wahrheit/Wittgenstein/Dummett: die Gebrauchstheorie macht den Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Behauptungen Dummett II 124
Behauptung/Dummett: Indem ein Sprecher etwas behauptet, schließt er bestimmte Möglichkeiten aus.
II 125
Aber er schließt nicht die Möglichkeit aus, dass das Antezedens eines Konditionals falsch ist. - Damit macht seine Falschheit die Behauptung nicht inkorrekt.
III (e) 203
Bedeutung/Behauptung/Dummett: mit einer Behauptung ist im allgemeinen keine spezifische Reaktion verknüpft - wie der Hörer reagiert, wird von unbestimmt vielen Dingen abhängen. FregeVsWittgenstein: daher ist die Bedeutung nicht im Zusammenhang mit nichtsprachlichen Tätigkeiten zu ermitteln.

Tugendhat I 253
Bedeutung/Behauptung/Spiel/Dummett/Tugendhat: (Gewinn) neu: es wird umgekehrt gesagt: wenn der Ausdruck verwendet wird, welches dann die Bedingungen sind, unter denen er richtig ist - Tugendhat: das setzt voraus: 1. Dass die Umstände für die Richtigkeit der Verwendung gleichgültig sind
2. Dass die Bedingungen, von denen die Richtigkeit abhängt, solche sind, deren Erfülltsein von der Verwendung des Ausdrucks selbst garantiert wird. - Was der Ausdruck garantiert, ist, dass die Bedingungen seiner Richtigkeit (Wahrheit) erfüllt sind - die Richtigkeit wird (vom Sprecher) immer mitbehauptet. - Hörer: trennt die Bedingungen und ihr Vorhandensein.
Tugendhat I 256f
TugendhatVsDummett: 1. nennt noch nicht die Wahrheitsbedingungen (WB). - Mögliche Lösung: die Wahrheitsbedingungen ihrerseits werden durch den Satz gewonnen. - Dann brauchen wir die Metasprache. - TugendhatVsMetasprache. Lösung/Tugendhat: die Erklärung muss in der Verwendungsregel des ersten Satzes liegen - 2. Vs: Übernehmen einer Garantie setzt seinerseits Verwendung eines Behauptungssatzes voraus (zirkulär).

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Bivalenz Dummett II 103
Bivalenz, Prinzip der/PdB/Wahrheit/Dummett: das Prinzip der Bivalenz setzt den Begriff der Wahrheit schon voraus - und das ist transzendental im Fall von unentscheidbaren Sätzen. - Es geht über unsere Fähigkeit hinaus, zu erkennen, was eine Manifestation wäre.
II 103f
Unentscheidbarkeit/Anti-Realismus/Dummett: (ohne Bivalenz) die Bedeutungstheorie wird dann nicht mehr rein beschreibend in Bezug auf unsere aktuale Praxis sein.
III (a) 17
Sinn/Frege: Erklärung des Sinns durch Wahrheitsbedingungen - Tractatus: dito: "Unter welchen Umständen"... DummettVsFrege/DummettVsWittgenstein: dazu muss man aber bereits wissen, was die Aussage dass P wahr ist, bedeutet - Vs: wenn es dann heißt, P ist wahr bedeute dasselbe, wie P zu behaupten.
VsVs: dann muss man bereits wissen, welchen Sinn es hat, P zu behaupten! Das ist aber genau das, was erklärt werden sollte.
VsRedundanztheorie: wir müssen sie entweder ergänzen (nicht bloß Bedeutung durch Behauptung und umgekehrt erklären), oder die Zweiwertigkeit aufgeben.

III (b) 74
Sinn/Bezug/Bivalenz/Dummett: Zweiwertigkeit: Problem: nicht jeder Satz hat einen solchen Sinn, dass wir ihm im Prinzip, wenn er wahr ist, als wahr erkennen können (Bsp Einhorn, Goldbachsche Vermutung) - aber Freges Argument hängt gar nicht von Zweiwertigkeit ab.
III (b) 76
Zweiwertigkeit allerdings doch für Elementarsätze: wenn hier der semantische Wert die Extension ist, muss aber nicht entschieden werden können, ob das Prädikat zutrifft oder nicht - die Anwendung kann vielleicht nicht effektiv entschieden werden, aber das (undefinierte) Prädikat kann verstanden werden, ohne den Wahrheitswert zuteilen zu können. - Daher Unterscheidung von Sinn und semantischem Wert.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Denken Nagel I 63
Denken/Nagel: aus ihm kann man nicht heraustreten - das ist etwas anderes, als Zeichen auf Papier zu machen.
I 65
Daher kann man Bsp "addiere zwei" nicht als naturalistisches Ereignis betrachten - man kann es nicht getrennt von seinem Inhalt betrachten - Denken ist etwas anderes als Zeichen auf Papier zu machen. Eine naturalistische Analyse der Intentionalität ist nicht möglich. (NagelVsSearle). Der Trugschluss liegt in der Vorstellung, aus dem Gedanken »addiere zwei« könne man »herauskommen« und ihn als naturalistisch beschreibbares Ereignis begreifen.
I 93 ff
Denken: das Denken hat Vorrang vor seiner Beschreibung, denn seine Beschreibung setzt notwendig Denken voraus.
I 101
Nagel: unser Denken führt immer unweigerlich zu einem Standpunkt, indem »ich« keine Rolle mehr spielt. Man kann keinen Gedankentypus als bloß personal stellen, es sei denn, man nimmt einen nichtpersönlichen Standpunkt ein.
Rorty VI 147
Sprache/Denken/Nagel: NagelVsWittgenstein/Rorty: die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ding an sich Rorty IV (d) 115
Ding an sich/RortyVsKant: er braucht das Noumenale (Ding an sich) nur, um Erscheinung einzuführen - keine Erscheinung ohne Erscheinendes. - So wie Aristoteles eine Form des Formlosen benötigt - und Bsp Spinoza die distinkte Idee des Indistinkten. - Ähnlich: Wittgensteins Schweigen angesichts der Unterscheidung sinnvoll/sinnlos. RortyVsWittgenstein: man muss schon viel wissen, bevor man feststellen kann, dass der Metaphysiker etwas Sinnloses sagt.

VI 129
Ist/sein/Schein/scheinen/Erscheinen/RortyVsKant/Rorty: falsche Unterscheidung zwischen Dingen "an sich" und "für uns".

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Empfindungen Millikan I 303
Empfindungssprache/Empfindung/Privatsprache/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein/Millikan: das Problem ist nicht ganz das, was Wittgenstein gemeint hat. Es ist nicht unmöglich, eine Privatsprache zu entwickeln, sondern man kann keine Sprachen entwickeln, die nur von dem sprechen, was nur einmal und von einem einzigen Gesichtspunkt aus gesehen werden kann.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Empfindungen Wittgenstein Rorty I 128
Wittgenstein: Empfindungen hätten irgend eine halbe Existenz zwischen einem Nichts und einem Etwas, sie »fielen« aus der Welt »heraus« wie der Käfer in der Schachtel. Wittgenstein: Empfindung: »kein Etwas, aber auch kein nichts! Das Ergebnis war nur, dass ein Nichts die gleichen Dienste täte wie ein etwas, worüber sich nicht aussagen lässt.« (Philosophische Untersuchungen § 304.)
RortyVsWittgenstein: Verwechslung des Begriffs der Unkorrigierbarkeit mit dem Begriff der Inkommunikabilität.
Rorty VI 147
Gefühl/Wittgenstein : Spüren allein (ohne Sprache) genügt nicht! .
Dummett I 35
WIttgensteinVsFrege: keine privaten Gegenstände (Empfindungen), sonst Privatsprache, für das Subjekt selbst unerkennbar

Wittgenstein VI 118
Empfindung/Wittgenstein/Schulte: ein Satz über die Empfindungen, weil er ganz auf der Ebene des Sprachlichen bleibt, ist außerhalb der wahr/falsch-Dimension.
VI 199f
Empfindung/Wittgenstein/Schulte: hat keinen Gegenstand.
VI 200
Ausdruck: nicht Beschreibung (sondern direkter).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Erklärungen Wittgenstein Hintikka I 29
Unerklärbar/Erklärung/Analyse/Wittgenstein/Hintikka: nicht der übliche Sprachgebrauch ist nach Wittgenstein unanalysierbar und unerklärbar - sondern die Sprachspiele sind es.
I 190
Erklärung/Wittgenstein/Hintikka: Erklärungen gehören zur Metaphysik. ((s) Siehe auch Metaphysik/Duhem). Großes Typoskript:; "Angenommen, mein Gesichtsbild wären zwei gleich große rote Kreise auf blauem Grund: was ist hier in zweifacher Zahl vorhanden, und was einmal? Man könnte sagen, wir haben hier eine Farbe und zwei Örtlichkeiten. Es wurde aber auch gesagt, rot und kreisförmig seien Eigenschaften von zwei Gegenständen, die man Flecke nennen könnte und die in gewisser räumlicher Beziehung zueinander stehen. Klingt wie eine Erklärung der Physik. Ich könnte auch antworten: zwei rote Laternen usw. Eine Erklärung ist hier aber nicht gefordert, (unsere Unbefriedigung durch eine Erklärung lösen zu wollen ist der Fehler der Metaphysik). Was uns beunruhigt, ist die Unklarheit über die Grammatik des Satzes "Ich sehe zwei rote Kreise auf blauem Grund." Ich kann natürlich auch sagen: "Ich sehe die Farbe rot an zwei verschiedenen Örtlichkeiten" aber dann wird sich einfach die Grammatik der Wörter "Fleck", "Örtlichkeit" "Farbe" nach der der Wörter des ersten Satzes richten müssen. Die Konfusion entsteht hier dadurch, dass wir glauben, über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Gegenstands (Flecks) entscheiden zu müssen. Wie wenn man entscheidet ob, was ich sehe (im physikalischen Sinn) ein roter Anstrich oder ein Reflex ist.
I 238
Zeigen/hinweisende Definition/Wittgenstein/Hintikka: in den Vorlesungen der frühen 30er wird die hinweisende Erklärung geradezu verworfen. "Die hinweisende Erklärung führt uns nicht über den Symbolismus hinaus...wir können damit nichts weiter tun, als eine Symbolismus durch einen anderen zu ersetzen." HintikkaVsWittgenstein: das ist, so könnte man meinen, eklatant falsch, denn Gebärden des Zeigens können uns wohl aus dem Bereich des bloß Sprachlichen herausführen.
WittgensteinVsVs: bestreitet das. Er erklärt, das, was wir durch eine hinweisende Erklärung zuwege bringen, ist keine Verbindung zwischen Sprache und Wirklichkeit, sondern eine Verbindung zwischen der geschriebenen oder gesprochenen Sprache einerseits und der Gebärdensprache andererseits.
Hinweisende Erklärung/Wittgenstein: ist nichts weiter als ein Kalkül.
I 255
Erklärung/WittgensteinVsErklärung/Hintikka: "Unser Fehler ist, dort nach einer Erklärung zu suchen, wo wir die Tatsachen als "Urphänomene" sehen sollten." In der Spätphilosophie sind die Sprachspiele wirklich das Maß aller Dinge.

II 44
Hinweisende Definition: Damit ist allerdings nichts weiter getan, als dass wir dem Symbolismus etwas hinzufügen.
II 45
Sie führt uns nicht über diesen Symbolismus hinaus. Wie ersetzen nur eine Menge von Symbolen durch eine andere. Die Erklärung der Bedeutung von Symbolen wird ihrerseits den Symbolen angegeben.
II 56
Erklärung/Wissenschaft/Wittgenstein: wir erklären ein Ereignis in der Physik, indem wir ein anderes Ereignis beschreiben - Analyse: etwas Neues herausfinden – nicht so in der Philosophie.
II 60
Musik/Sprache/Wittgenstein: #, b, Auflösungszeichen sind Signale im strengen Sinn. Die Sprache besteht nicht aus Signalen. Ein Signal muss erklärt werden, und die Erklärung muss etwas angeben, wodurch das Signal ergänzt wird. Wir erklären sie im selben Sinne wie Farben. Außer dem Wort "grün" brauchen wir noch etwas anderes, zusätzliches.
II 61
Erklärung/Wittgenstein: der Satz mit der Erklärung ist der Art nach nicht verschieden von der Erklärung selbst. Die Erklärung eines Satzes ist immer so etwas wie eine Definition, die eine Symbolmenge durch eine andere ersetzt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Existenz Wittgenstein Chisholm II 181
Existenz/Wittgenstein/Simons: von einem Atom können wir nicht behaupten, es existiere - Atomismus/SimonsVsWittgenstein: sprachliche Analyse kann nicht zeigen, dass es Atome gibt.
Hintikka I 71
Name/Existenz/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: ein Name kann nicht in der Verbindung "X existiert" vorkommen - wenn es rot nicht gäbe, könnte von ihm nicht geredet werden - Gegenstand/Existenz/allgemein: man kann nicht sagen "Es gibt Gegenstände" wie man sagen kann "Es gibt Bücher" - Gesamtheit: es ist unsinnig, von der "Anzahl aller Gegenstände" zu reden.
I 73
Existenz/notwendig/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: da "mögliche Existenz" unsinnig ist, müssen wir jedes existierende Ding als notwendig existierend auffassen. - Das ist aber nur transzendental - natürlich existieren die Gegenstände nicht wirklich notwendig - bzw. die Notwendigkeit ist nicht ausdrückbar. - Daraus folgt, dass man auch die möglichen Sachverhalte als aus denselben Gegenständen aufgebaut auffassen muss.
I 92f
Existenz/Name/Gegenstand/Kennzeichnung/Russell/Hintikka: sinnlos: zu sagen "dies existiert" - ebenfalls bei allem, was benannt wird - dagegen: sinnvoll bei Kennzeichnungen. Bekanntschaft: liefert auch die Referenz - damit sind auch komplexe logische Formen Gegenstände der Bekanntschaft - WittgensteinVsRussell: statt dessen tatsächliche Gegenstände (und ihre Verbindungen).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Farben Wittgenstein Hintikka I 117
Farbe/Farbwörter/Wittgenstein/Hintikka: rot kann man nicht definieren.
I 165
Farbe/Farbbegriffe/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: wenn Farben nur durch verschiedene Namen wiedergegeben werden, dann wäre das die ganze Inkompatibilität - (keine Kontradiktion, keine logische Inkompatibilität). - Dagegen: wenn es echte Funktionen sind, die Punkte im Gesichtsfeld auf den Farbraum abbilden (Wittgenstein pro), dann haben wir echte logische Inkompatibilität. - "Rot" und "grün" als bloße Namen sind nicht kontradiktorisch - wohl aber, wenn es um einen einzigen Punkt geht. - (Hintikka: das ist bei Wittgenstein nicht explizit).
I 191/192
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: "Die "Farben" das sind nicht Dinge, die bestimmte Eigenschaften haben, so dass man ohne weiteres nach Farben suchen, sich Farben vorstellen könnte, die wir noch nicht kennen".
I 323
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: Wittgenstein will nicht die Unterschiede zwischen den individuellen Farberlebnissen verschwinden lassen - im Gegenteil: die öffentliche Sprache muss sich an die Natur dieser Erlebnisse anpassen. - I 324 Es geht nicht um "öffentlich verwendet", sondern um "öffentlich zugänglich". - Bsp Robinson: muss sich in bestimmter Weise verhalten, damit wir sagen würden, er spielt mit sich selbst ein Sprachspiel.
I 349
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: es lässt sich kein Keil zwischen physikalische und phänomenologische Farbzuschreibung treiben - I 343 Genauso wenig zwischen Schmerz und Schmerzverhalten.
I 276ff
Farbe/Farbwörter/Farbbegriffe/Farbtheorie/Erlebnis/Wittgenstein/Hintikka: die Farberlebnisse können wir am Ende aus unseren Äußerungen "herauskürzen. - I 377 Aber die Erlebnisse lasen sich so wenig tilgen wie Schmerzen - Farberlebnissen geht es aber nicht um spontanen Ausdruck wie bei Empfindungen - WittgensteinVspsychologische Farbtheorien - VsWirkungstheorien der Farbe - Farbtabellen sind weder sprach- noch verhaltensgebunden - I 378 Aber unsere Farbwörter stützen sich nicht auf Tabellen - (das wäre wie der Versuch, die Regeln über das Sprachspiel zu setzen) - I 379 Auch nicht auf Erinnerungen - I 380 Unsere Vorstellungen können wegen ihrer Privatheit nicht in öffentlichen Sprachspielen eingesetzt werden - I 381 Lösung: Leute folgen einfach bestimmten Sprachspielen - das ist begrifflich, nicht psychologisch - bei "rot" wählen wir das Bild, das uns beim Hören einfällt.
I 383f
Farbe/Farbwörter/Eindruck/Ausdruck/Wittgenstein/Hintikka: wirt leben in einer Welt der Eindrücke - (Bsp Farbeindrücke) - aber reden können wir von ihnen nur unter Bezugnahme auf physische Farben - Darstellung (PU § 280): wenn der Maler zusätzlich zum Bild noch eine Darstellung gibt, mit welchem Recht nennt man beides Darstellung? - I 385 Obwohl Farben eine klarere Struktur haben als Empfindungen, gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Empfindungsbegriffen und Farbbegriffen.
II 30
Farben/Farbwörter/Psychologie/Wittgenstein: dass wir zwar von grünlichem Blau sprechen können, nicht aber von grünlichem Rot, gehört zur Grammatik - nicht zur Psychologie! - daher gehört der ganze Farbenoktaeder nicht zur Psychologie.
II 60
Außer dem Farbwort "grün" brauchen wir noch etwas zusätzliches.
II 114
Farbe/Farbwörter/Grammatik/Regel/Vorstellung/Wittgenstein: es wäre schon sinnlos bloß zu versuchen, sich rot und grün zur selben Zeit an derselben Stelle vorzustellen - dagegen: sinnvoll: sich vorzustellen, einen Menschen mit einer Hand hochzuheben.
II 118
MooreVsWittgenstein Bsp (s.o.) "...rot und grün..." ist eine Regel für "und".
II 212
Farbe/Vorstellung/Wittgenstein: bei Farbwörtern ist wesentlich, dass einem ein Vorstellungsbild vorschwebt - das ist aber kein geistiger Akt, der ein Symbol belebt -
II 269
Farbe/allgemein/Wittgenstein: die vielen Fälle von Rot haben gar nichts Gemeinsames - es gibt auch keine Sache, die allen Zahlen gemeinsam ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Gebrauchstheorie Grice Welker I 137 ff
WelkerVsGebrauchstheorie der Bedeutung: da die Sätze in unserem Leben sich kaum je zweimal in der gleichen Form einstellen, ist infragezustellen, wieso der Gebrauch die Bedeutung bestimmt. - VsWittgenstein. Wenn wir die Sprachbeherrschung als Antwort anführen, müssen wir auf zeitunabhängige Bedeutung rekurrieren. Sprachen bestehen, genetisch gesehen, vor allen Benutzern.
Wörter mit Hilfe anderer Wörter erklären führt in ähnlich unabsehbare Unendlichkeiten, wie die Erklärung von Zahlen in ihrer Relation zu anderen Zahlen.

Grice I
H. Paul Grice
"Meaning", in: The Philosophical Review 66, 1957, pp. 377-388
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Megle Frankfurt/M. 1993

Grice II
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning and Intentions", in: The Philosophical Review, 78, 1969 pp. 147-177
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle

Grice III
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning, Sentence-Meaning, and Word-Meaning", in: Foundations of Language, 4, 1968, pp. 1-18
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice IV
H. Paul Grice
"Logic and Conversation", in: P. Cple/J. Morgan (eds) Syntax and Semantics, Vol 3, New York/San Francisco/London 1975 pp.41-58
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Welker I
David D. Welker
Linguistic Nominalism, Mind, 1970, pp. 569-580
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Gebrauchstheorie Rorty I 139
Sprache/Gebrauchstheorie/Rorty: niemand würde sagen, es gäbe ein Bsp "Wesen des Verbrechens"œ, das sich durch eine Untersuchung unserer Sprache herausfinden ließe - Lösung: es geht um soziale Praktiken, nicht nur um Sprachgebrauch.
II (c) 71f
Rorty: analytische Philosophie VsGebrauchstheorie (VsBedeutungswandel) >Bedeutungswandel.
III 36
RortyVsWittgenstein: die Analogie zwischen Vokabularen und Werkzeugen hat einen Nachteil: Handwerker wissen gewöhnlich, welche Arbeit sie tun müssen, bevor sie die Werkzeuge suchen oder erfinden. Das ist von Dichtern nicht zu erwarten. >Gebrauch, >Vokabular.
III 101
Gebrauchstheorie der Bedeutung/Rorty: Problem: dass man vorher weiß, für welchen Zweck man ein Werkzeug konstruiert. Bei der Sprache ist es nicht so! Solange wir noch dabei sind herauszufinden, wie sie sich nutzen lassen, können wir das Christentum, die Newtonsche Physik, die romantische Bewegung oder den politischen Liberalismus nicht als Werkzeuge betrachten! III 102 Gebrauchstheorie/Rorty: Problem: die Zwecke der Sprache liegen noch gar nicht fest - anders als bei Werkzeugen.
III 194
SellarsVsHeidegger/SellarsVsGebrauchstheorie: Physik hat Vorrang - HeideggerVsSellars - HeideggerVsWittgenstein: nicht die Physik, sondern die Dichtung zeigt, dass das Sprachspiel unangemessen ist.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gebrauchstheorie Searle V 221
SearleVsGebrauchstheorie der Bedeutung: keine Unterscheidung zwischen Wort und Satz. - SearleVsWittgenstein
V 231f
SearleVsGebrauchstheorie: "Gebrauch" zu vage, um zwischen den Wahrheitsbedingungen der Proposition und denen der illokutionären Rolle zu unterscheiden - Bsp Obszönitäten: der Gebrauch von Obszönitäten unterscheidet sich wesentlich von der der entsprechenden höflichen Synonyme. -
Bsp »Er ist kein Nigger« ist genauso abwertend wie "Er ist ein Nigger". >SearleVsGebrauchstheorie.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Gebrauchstheorie Welker Meg I 145
Gebrauchstheorie/WelkerVsWittgenstein: da die Sätze in unserem Leben sich kaum je zweimal in der gleichen Form einstellen, ist fraglich, ob der Gebrauch die Bedeutung bestimmt. - Wörter mit anderen Wörter zu erklären führt ebenso in Unendlichkeiten, wie Zahlen mit Relationen zu anderen Zahlen zu erklären.

Welker I
David D. Welker
Linguistic Nominalism, Mind, 1970, pp. 569-580
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Gemeinschaft Blackburn Esfeld I 119
Gemeinschaft/Individuen/Simon Blackburn: (S. Blackburn, "The Indivdual strikes back", Synthese, vol 58, No. 3, 1984 pp. 281-301): These: Mitglieder einer Gemeinschaft verhalten sich zueinander wie zeitliche Phasen eines Individuums. (Korrekturen sind möglich). Privatsprache/Regelfolgen/BlackburnVsKripke/BlackburnVsWittgenstein: Daher kann ein Individuum isoliert betrachtet genauso Regeln folgen wie eine Gemeinschaft.
KripkeVs: jemand könnte gestern der Addition gefolgt sein und heute der Quaddition folgen. Im Lichte der Regel, der sie jetzt zu folgen versucht, kann sie frühere Handlungen als korrekt/inkorrekt beurteilen, aber was auch immer ihr in diesen Urteilen jetzt korrekt /inkorrekt scheint, das ist korrekt oder inkorrekt.
I 120
EsfeldVsBlackburn: eine soziale Lösung steht für den isolierten Skeptiker nicht zur Verfügung. (Sanktionen). Es kann keine Konvergenz ausgehandelt werden. Die gegenwärtigen Dispositionen haben immer eine privilegierte Stellung! Dasselbe gilt für die Simulation einer anderen Person: sie kann keine Rückmeldung geben.
I 121
Privatsprache/Regelfolgen/Esfeld: zweiter Grund, warum ein Individuum in Isolation keine Nicht Übereinstimmung feststellen kann: ich mag jetzt nicht disponiert sein, eine Eigenschaft F zu prädizieren, früher aber schon (wobei sich das betreffende Ding nicht geändert habe). Problem: wieso ist das nicht ein Fall von Nicht Übereinstimmung mit mir selbst.
Pointe: was als Veränderung eines Dings zählt, ist nicht unabhängig davon bestimmt, dass begrifflicher Inhalt bestimmt ist. Um den Wechsel festzustellen, muss begrifflicher Inhalt bestimmt sein.

Blckbu I
S. Blackburn
Spreading the Word : Groundings in the Philosophy of Language Oxford 1984

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Glauben Wittgenstein Stegmüller IV 499
Glaube/Wittgenstein/Stegmüller: Wittgenstein: die Stärke des Glaubens ist an den Risiken messbar, die der Glaubende bereit ist, einzugehen - MackieVsWittgenstein: 1. all dem genügen nicht nur religiöse, sondern auch alltägliche Überzeugungen - 2. die Annahme, die Bedeutung des Jüngsten Gerichts für den Gläubigen sei eine andere als für den Atheisten läuft auf Kierkegaards problematische Konstruktion hinaus, dass das Interesse des Fragenden selbst Teil seiner Frage sei.
Wittgenstein I 374
Propositionale Einstellungen/Wittgenstein/Hintikka: was propositionale Einstellungen anbelangt ist Wittgenstein eben doch Anticartesianer. Gedanken, Meinen, Glauben sind keine "Vorstellungen" die sich reifizieren lassen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
Gott Thomas v. Aquin Hans Heinz Holz Descartes Frankfurt/M 1994
I 106
Gott/Thomas von Aquin: Gott ist nicht der Spiegel aller Dinge, sondern die Dinge sind ein Spiegel Gottes - die Erkenntnis einer Sache im Spiegel aber ist spekulative Erkenntnis - Descartes: Gott kann aufgrund seiner Vollkommenheit keine Täuschung wollen
Geach I 318
Relationen/Gott/Mensch/Welt/Th.v.Aquin/Geach: menschliche Relationen: "real" (innerhalb der Welt) - göttliche Relationen zu den Menschen: nicht "real" - Bsp 1. "Gott regiert die Welt" - 2. "Die Welt wird von Gott regiert" beide sind logisch äquivalent. Und beide sind nach Thomas wahr, aber nur die zweite ist nach ihm eine "reale" Relation (weil nur weltliche Dinge reale Relationen eingehen können) - das ist Thomas" tiefe Einsicht, daß die Weise, wie unser Geist funktioniert, nicht die Weise sein muß, wie die Dinge sind - Th.v. AquinVsWittgenstein: d.h. daß unser Geist nicht notwendigerweise ein "Spiegel der Welt" sein muß (Tractatus)

Aquin I
Thomas von Aquin
Über die Herrschaft des Fürsten Stuttgart 1971

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Hase-Enten-Kopf Searle II 76
Hase Enten Kopf : (H E Kopf) hier würden wir gerne sagen, daß der intentionale Gegenstand derselbe ist. Wir haben zwei visuelle Erlebnisse mit zwei verschiedenen präsentationalen Gehalten, aber nur ein einziges Bild. Wittgenstein : zieht sich aus der Affäre, indem er sagt, dies seien verschiedene Anwendungen des Wortes »sehen«.
SearleVsWittgenstein: wahrscheinlich sehen wir nicht nur Gegenstände (natürlich immer unter einem Aspekt) sondern auch Aspekte von Gegenständen.
Bill liebt Sally als Person, aber nichts hindert ihn daran, auch Aspekte von Sally zu lieben. >Aspekte/Searle.



Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kompetenz Dummett II 100
Fähigkeiten/übermenschlich/Dummett: unser Bild eines Superwesens, das direkte Einsicht in Kontrafaktisches hat, liefert kein Bild davon, worin diese Fähigkeiten eigentlich bestehen.
I 154/155
Bedeutung/Kompetenz/Dummett: Bedeutung muss nicht durch Verstehen erklärt werden! (Sprecher haben keine explizite Theorie). - Aber auch: DummettVsWittgenstein: Beherrschung ist mehr als praktische Fähigkeit.
III (b) 68
Sprache/Beherrschung/propositionales Wissen/Dummett: normalerweise kaum Unterschied zwischen Kenntnis der Proposition und Kenntnis der Wahrheit des Satzes. - Aber propositionales Wissen ist nicht hinreichend für Sprachbeherrschung. - Propositionales Wissen ist nicht hinreichend für Wortverständnis. - Kenntnis einer einzigen Proposition ist nicht hinreichend für Wortverständnis. - ((s) Das Wort muss in mehreren Kontexten vorkommen können. - ((s) Das ist die Konverse zum Substitutionsprinzip.)
III (c) 119
Übersetzungstheorie/Dummett: erklärt nicht die Beherrschung der Muttersprache.
III (c) 117f
Bedeutungstheorie/Dummett: aus Wahrheitstheorie (Axiome wie "Erde" bezeichnet Erde). - Aber Bedeutung ist mehr als Kenntnis der Axiome: Kenntnis der (entsprechenden) Propositionen. - Aus der Kenntnis der Wahrheitstheorie folgt die Fähigkeit der Sprache als ganze, nicht Satz für Satz. - > Holismus. - Kenntnis der Propositionen erwächst nicht aus der Kenntnis einer Liste.
III (c) 133
Bedeutungstheorie: Kenntnis der Referenz ist nicht hinreichend für Sprachkenntnis.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Konventionen Bennett I 155
Konvention/Lewis: mehr als bloße Verhaltensregularität - keine Übereinkunft notwendig - auch keine stillschweigende.
I 170
Konventionelle Bedeutung ist mehr als übliche Bedeutung, weil sie gemeinsames Wissen über eine Regularität enthält.
I 167f
Konvention/Lewis: wechselseitiges Wissen - Cargile: höchstens bis zur vierten Spiegelung sinnvoll - Lewis: es werden nur Handlungen koordiniert - BennettVsLewis: Verleihen einer Bedeutung ist keine Handlung.
I 189
Searle: keine "konventionelle Bedeutung" - statt dessen: Regeln, die für eine Äußerung gelten.
I 191
Konvention/Bedeutung/Bennett: ein Sprecher kann einer Äußerung überhaupt nur dann eine konventionelle Bedeutung verleihen, wenn sie schon eine Bedeutung hat. - (>Zitronen-Bsp) - Wittgenstein: ich kann nicht sagen "heiß" und gleichzeitig meinen "kalt". - SearleVsWittgenstein: die Bedeutung übersteigt die Intention, sie ist manchmal auch Sache der Konvention. - Bennett: konventionelle Bedeutung ist nicht irgendein Umstand, sie ist ein wirkungsvollerer Umstand.

Bennett I
Jonathan Bennett
"The Meaning-Nominalist Strategy" in: Foundations of Language, 10, 1973, pp. 141-168
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Korrespondenztheorie Ayer I 291
VsKorrespondenztheorie: Protokollsätze als Basissätze zu privilegieren, ist ein Fehler, da stillschweigend fälschlich vorausgesetzt wird, dass Basissätze Tatsachen wiedergäben.
I 293 f
AyerVsKorrespondenztheorie/AyerVsWittgenstein: Bsp Landkarte: die Annahme der Strukturähnlichkeit ist verfehlt - sonst könnte eine Landkarte mit richtigem Maßstab von einem ganz anderen Land sein. - Bsp eine sehr ähnliche Photographie könnte von jemand anderem sein. - Es muss eine Konvention geben. - Eine physikalische Entsprechung ist nur dann richtig, wenn sie als Methode der Repräsentation gewählt wird - Die Konvention entscheidet, was Zeichen darstellen - der Sachverhalt darüber, was wahr ist.
I 295
Landkarte/Ayer: kann man als eine Art Proposition auffassen. - Sie drückt etwas aus, indem sie physikalisch korrespondiert. - Wahrheit erhalten wir durch Erfüllung dieser Aussagenfunktion. - Aber nicht dadurch, dass wir die eine oder die andere Methode wählen, um zu bestimmen, was die Funktion ist.
I 296f
AyerVsKorrespondenztheorie: verwechselt die Frage nach der Konventionalität des Symbolsystems mit der Frage nach der Wahrheit des Symbolisierten.

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Korrespondenztheorie Logik-Texte Re III 27
Read: VsWittgenstein: 1. die Korrespondenztheorie ist eine realistische Theorie. Der Realismus der Korrespondenztheorie nötigt uns dazu, das Gesetz der Zweiwertigkeit zu akzeptieren. Es kann Aussagen geben, die über die wir im Prinzip nicht sagen können, ob sie wahr oder falsch sind. (> Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl.).
Re III 40
VsKorrespondenztheorie: Die Korrespondenztheorie enthält eine Metaphysik von mit Aussagen korrelierten Tatsachen und Sachverhalten. Das ist ihr fundamentales Missverständnis. Das W-Schema ist in dieser Frage neutral.
Re III 242
Korrespondenztheorie: nach ihr ist das Wahrheitsprädikat ein substanzielles Prädikat, das Aussagen eine relationale Eigenschaft zuweist. Wahre Sätze haben dann eine wirkliche Eigenschaft, die sie von falschen Aussagen unterscheidet. Korrespondenztheorie: Ontologie beinhaltet Tatsachen - Aussagen werden durch Tatsachen wahr gemacht, nicht durch Dinge.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Korrespondenztheorie Rescher I 344
Korrespondenztheorie/Rescher: kann 1. definitorisch 2. kriterienbezogen sein - Verifikation: "Konfrontation mit den Tatsachen" unbrauchbar: nicht bei Allsätzen, Vergangenheit, Wahrscheinlichkeit, Modalität, Kontrafaktischen Konditionalen. - RescherVsKorrespondenztheorie: Art der Korrespondenz völlig ungelöst - RescherVsWittgenstein - VsAbbildtheorie: Sprache funktioniert nicht so.

Resch I
Nicholas Rescher
The Criteriology of Truth; Fundamental Aspects of the Coherence Theory of Truth, in: The Coherence Theory of Truth, Oxford 1973 - dt. Auszug: Die Kriterien der Wahrheit
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Resch II
N. Rescher
Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’ s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010
Kriterien Chomsky II 345
Kriterien/mentale Zustände/Wittgenstein: mentale Zustände bzw. die "inneren Funktionsweisen des Geistes" liefern kein Kriterium für den richtigen Gebrauch eines Ausdrucks.
II 346
ChomskyVsWittgenstein: dabei geht es aber gar nicht um eine "richtige Behauptung" z.B. ob jemand liest, sondern um eine berechtigte Behauptung. - Bsp Fata morgana: kann eine berechtigte (falsche) Behauptung provozieren.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Künstliches Bewusstsein Birnbacher Metzinger II 719
Bewusstsein/Maschine/Birnbacher: warum soll man nicht "sagen können", dass eine Maschine Bewusstsein hat? Dass ein Stuhl "denkt" wäre mangels empirischer Kriterien einfach leer.
II 720
Begriff/Wittgenstein/Birnbacher: Wittgenstein rechnet die Zuschreibungskriterien einer Sache dem Begriff der Sache zu, daher hat er einen erweiterten Begriff des Begriffs. Bsp der Begriff des Schmerzes ist nicht nur durch das, was Schmerz für sich genommen ist, charakterisiert, sondern auch durch seine bestimmte Funktion in unserem Leben".
Bewusstsein/Maschine/Wittgenstein/Birnbacher: daraus folgt, dass für Wittgenstein ein künstliches Bewusstsein logisch unmöglich ist, da wir es in unserem Sprachgebrauch nur Menschen zuschreiben. Wir hätten keine Bedingungen, nach denen wir etwa das Verhalten von Maschinen als bewusst bezeichnen würden. (Wittgenstein, L. Philosophische Untersuchungen § 360)
Wahrheit/Behauptbarkeit//Bewusstsein/Maschine/Wittgenstein/Birnbacher:
Mögen auch die Wahrheitsbedingungen erfüllt sein, doch die Behauptbarkeitsbedingungen könnten niemals erfüllt sein.
D.h. auch wenn es wahr wäre, dass die Maschine Bewusstsein hätte, wäre es für uns begrifflich unmöglich, es zu behaupten, weil unser Bewusstseinsbegriff nicht darauf passen würde.
Die faktisch geltenden Kriterien sind für die faktisch anzutreffenden und nicht für beliebige denkbare Anwendungssituationen gemacht.
II 722
Bewusstsein/Maschine/Nomologische Unmöglichkeit/Julian Huxley: .in einer Sendung der BBC: "echte" Gefühlsregungen und Intentionen seien nur in biotischer Materie möglich. Auch Paul Ziff, Ende der 50er.
II 724
Zombie/Roboter/"Imitation Man"/Birnbacher: gegenwärtige Diskussion (Anfang der neunziger Jahre): Bewusstseinsphänomene treten auf, wenn eine bestimmte Schwelle der Aktivierungsrate überschritten wird. Ein "imitation man" könnte nichts fühlen, aber er könnte vielleicht etwas denken, meinen, oder erwarten. (Intention). Er könnte auch sich selbst denken, ohne eigentliches Selbstbewusstsein.
II 725
Bewusstsein/Mensch/Birnbacher: die nomologischen Bedingungen für Bewusstsein beim Menschen sind nicht nur notwendig, sondern auch hinreichend. D.h. sie erzwingen Bewusstsein beim Menschen!
II 726
Kriterien/Bewusstsein/Mensch/Wittgenstein: Verhalten als Kriterium für die Zuschreibung von Bewusstsein. Bewusstsein/Maschine/Birnbacher: Verhalten kann kein Kriterium für die Zuschreibung von Bewusstsein bei Maschinen sein. Hier werden neurophysiologische Kriterien wichtig, die Wittgenstein den "Symptomen zurechnet.
Bewusstsein/Verhalten/Tier/Rollin/BirnbacherVsWittgenstein: schon beim Tier ist das Verhalten ein unzuverlässiges Kriterium für Bewusstsein!
Bsp Kühe fressen sofort nach einer Operation. Grund: ihre Nahrung ist so wenig nährstoffreich, dass sie zu stark geschwächt wären, wenn sie lange Pausen machen. Beim Menschen sind längere Fastenzeiten möglich.
II 726
Bewusstsein/Maschine/Birnbacher : dass eine Maschine Ich-Sätze formuliert, ist überhaupt kein Kriterium für Bewusstsein!




Birn I
D. Birnbacher
Analytische Einführung in die Ethik Berlin 2013

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Logische Konstanten Wittgenstein Hintikka I 139
Logische Konstanten/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Strukturelemente, die häufig als logische Konstanten bezeichnet werden, und als Hauptwerkzeug zur Bildung komplexer Sätze aus einfachen gelten, werden nicht unbedingt gebraucht.
I 140
logische Konstanten/Wittgenstein/Hintikka: wo Zusammengesetztheit ist, da sind Argument und Funktion, das sind bereits alle logischen Konstanten. Tractatus: 5.441 "Hier zeigt sich, dass es "logische Gegenstände" "logische Konstante" (im Sinne Russells und Freges) nicht gibt. Denn: alle Resultate von Wahrheitsoperationen mit Wahrheitsfunktionen sind identisch, welche ein und dieselbe Wahrheitsfunktion von Elementarsätzen sind“.

II 79
Sheffer-Strich/Notation/Wittgenstein: macht die Interne Relation sichtbar. - WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise macht nicht deutlich, dass pvq aus p.q folgt.
VI 95/96
Logische Konstanten/Elementarsatz/WittgensteinVsTractatus/WittgensteinVsWittgenstein/Schulte: neu: Vorrang des Satz-Systems gegenüber dem Einzelsatz - früher Wittgenstein: VsLogische Konstanten - (diese verbinden keine Gegenstände, das gilt noch immer) - aber falsch: dass die Verknüpfungsregeln etwas mit der inneren Struktur der Sätze zu tun hätten. - Neu: sie bilden einen Teil einer umfassenderen Syntax.
IV 70
WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.4 "logische Gegenstände" oder "logische Konstanten" im Sinne Russells gibt es nicht.
IV 71
logische Konstanten/Tractatus: 5.441 dieses Verschwinden der scheinbaren logischen Konstanten tritt auch ein, wenn "~(Ex) . ~fx" dasselbe sagt, wie "(x).fx" oder "(Ex).fx.x =a " dasselbe wie "fa".
IV 79
Logik/Symbol/Zeichen/Satz/Tractatus: 5.515 es muss sich an unseren Symbolen zeigen, dass das, was durch "v" "u" usw. (logische Konstanten) verbunden ist, Sätze sein müssen. (logische Form).
IV 80
"p" und "q" setzt ja selbst das "v" ,"~" usw. voraus! Wenn das Zeichen "p" in "p v q" nicht für ein komplexes Zeichen steht, dann kann es allein nicht Sinn haben.
Wenn aber "p v p" keinen Sinn hat, dann kann auch "p v q" keinen Sinn haben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Löwenheim, Satz v. Hacking I 176
Löwenheim/Hacking: Paradox: dass Aussagen über einen Bereich, wo sie z.B. das Fehlen eindeutiger Zuordenbarkeit feststellen (Bsp Teilmengen der natürlichen Zahlen sind nicht den natürlichen Zahlen eindeutig zuordenbar) dann auch für einen abzählbaren Bereich gelten: dann folgte, daß die natürlichen Zahlen nicht eindeutig auf die natürlichen Zahlen abzubilden wären (nichtindentiertes Modell). - Heute wird das nicht mehr als paradox angesehen.
I 178
Löwenheim/HackingVsPutnam: seine Kritik greift nur bei Korrespondenztheorie oder Abbildtheorie.
I 180 ff
HackingVsLöwenheim/HackingVsPutnam: 1. Physik passt nicht in Logik 1. Stufe
2. Alltagssprache hat immer Indikatoren
3. VsWittgenstein: das beweist nicht, dass unser Gebrauch wesentlich unzuverlässig ist.
4. Löwenheim geht über Zahlen, nicht Wörter
5. Um Bezug zu nehmen, brauchen ich keine Theorie der Bezugnahme
6. Es gibt Fotografien in Büchern über Myonen
7. Der Satz von Löwenheim ist nicht konstruktiv! D.h. es gibt kein Verfahren zur Herstellung eines nichtintendierten Modells
8. Zusätze wie Weichselkirsche und Perserkatze funktionieren nicht wie das Adjektiv "süss". - Man weckt Weichselkatzen nicht ein und isst Herzkatzen nicht als Frischobst.

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Mögliche Welten Stalnaker I 17
Mögliche Welt/MöWe/StalnakerVsLewis: statt wirklich existierender Welten besser Weisen, wie die Welt hätte sein können.
I 14
Mögliche Welt/Zeit/Stalnaker: es gibt viele Analogien zwischen Zeiten und Welten - Aktualismus: entspricht dem Präsentismus - Def Präsentismus/(s): nur die Gegenwart existiert bzw. nur der jetzige Zeitpunkt. -Vierdimensionalismus/Stalnaker: entspricht dem modalen Realismus. Def modaler Realismus/(s): andere mögliche Welten existieren buchstäblich - Vertreter: David Lewis - Stalnaker: die wenigsten sind Realisten in Bezug auf mögliche Welten und Zeiten, aber die meisten in Bezug auf den Raum.
I 27
Mögliche Welt/StalnakerVsLewis: statt so etwas wie "ich und meine Umgebung": Weise, wie die Welt ist - = Eigenschaft oder Zustand - Pointe: Eigenschaften können uninstantiiert existieren.
I 38
Mögliche Welt: ist ebenso wenig ein Ding einer bestimmten Art - auch kein Individuum - eine mögliche Welt ist das, worauf Wahrheit relativ ist - das was Leute in ihren rationalen Handlungen unterscheiden.
I 52
Mögliche Welt: r: es ist sinnlos zu fragen, ob mögliche Welten gewissen Bedingungen genügen - Bsp gibt es eine MöWe, in der Wasser nicht H2O ist? Das ist sinnlos - die Antwort wird immer die Form eines notwendigen Satzes haben: P-oder-nicht-P - aber Zweifel darüber wird ein Zweifel über den Inhalt des Satzes sein und nicht Zweifel über eine mögliche Welt - das gleiche gilt für das Problem, dass man eine notwendige Wahrheit vielleicht nicht glaubt. - ((s) weil man sie nicht verstanden hat.)
I 52
Mögliche Welt/Bedingungen: es ist sinnlos zu fragen, ob mögliche Welten gewissen Bedingungen genügen.
I 52
Mögliche Welt/notwendig/Stalnaker: ((s) >Kripke): wenn es wahr ist, Bsp dass Wasser notwendig H2O ist, oder Bsp dass es unerreichbare Kardinalzahlen gibt, dann drücken diese Behauptungen genau diese Proposition aus und die Sätze die diese Propositionen ausdrücken sagen uns nichts über den Charakter von möglichen Welten - Stalnaker: daher kann man nicht den gesamten Bereich aller Möglichkeiten charakterisieren - denn dann müssten wir die Weise, wie der Bereich aller Möglichkeiten ist von dem unterscheiden, wie er sein könnte. Wittgenstein/Tractatus: Siebenter Abschnitt: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“
StalnakerVsWittgenstein: das hilft aber nicht, denn auch Zeigen muss einen Inhalt haben - daher Ramsey: "Was man nicht sagen kann, das kann man auch nicht pfeifen".
I 84/85
Mögliche Welt/Stalnaker: sind nicht nur eine Übung unserer Vorstellungskraft, sondern Teil unserer Handlungen - Bsp wissenschaftlicher Erklärungen.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Namen Searle II 288
Namen/Searle: setzen irgendeine andere Repräsentation voraus - haben keinen expliziten intentionalen Gehalt
II 291 ff
Namen: SearleVsKripke: VsKausaltheorie: übertreibt Analogie zw Bezugnahme und Wahrnehmung - übergewichtet die parasitären Fälle - setzt allwissenden Beobachter voraus - Meteorologie tauft zukünftige Ereignisse
II 291 ff
Namen: Mill: keine Konnotation, nur Denotation - Frege: Bedeutung eines Namen wird durch Kennzeichnung erfasst. >Kennzeichnungen.
II 292
Namen/SearleVsKripke: Kausalkette kann nur intentional erfasst werden: durch Sprecherabsicht - Kausalkette nicht rein, selbst deskriptivistisch - Die Taufe selbst kann nicht kausal sein, sonst wird erfolgreiche Referenz durch erfolgreiche Referenz erklärt (zirkulär).
II 311
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: intentionaler Gehalt legt Referenz fest:"Entdecker, egal wie der heißt". Wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde - Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". - Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war".
Erklärung/(s):
Bsp Gödel/Schmidt/Kripke: (Kripke I 99f) Angenommen, Gödel war gar nicht der Urheber des Unvollständigkeitssatzes, sondern Schmidt, dessen Leiche in Wien aufgefunden wurde. Gödel gelangte damals in den Besitz der Papiere. Frage: referieren wir mit "Der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes" dann auf Gödel oder auf Schmidt?

Wolf II 168
Namen/Searle: Bedeutung bleibt offen, die Hälfte der Beschreibungen könnte zutreffen - wir können nicht im Voraus bestimmen, welche Merkmale auf Aristoteles zutreffen - (Strawson dito) - Zink: dann würden wir aber sagen, dass wir den Namen gar nicht kennen - Lösung/Zink: Lokalisierung.
Searle V 145
Namen/SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen »bedeutungslose Zeichen« seien, dass sie »denotativ« aber nicht »konnotativ« seien.
V 145
Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben - sonst näherte man sich der traditionellen Substanz. Identifikation/SearleVsTractatus: Gegenstände können nicht unabhängig von Tatsachen identifiziert werden
V 245
Namen/SearleVsRussell: wenn sie keine Beschreibung (Kennzeichnung) enthalten sollen, müssen wir leider Substanzen annehmen! - Aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Namen und Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. - Tractatus: der Name bedeutet den Gegenstand, der Gegenstand ist seine Bedeutung - SearleVsWittgenstein.
V 247
Namen//Mill: haben keinen Sinn - FregeVsMill: Bsp dann wäre Mt. Everest = Gaurisankar nicht informativer als Everest = Everest. - FregeVs, SearleVs - Searle: Namen beschreiben nicht Eigenschaften von Gegenständen - Identität Everest = Tschomolungma lieferte sonst keine Information. V 256 Namen/SearleVsFrege: nicht völlig eindeutig - Bsp Morgenstern/Abendstern eigentlich auf der Grenze zu Kennzeichnung. - SearleVsKripke: Namen nicht starr, sonst wie logische Äquivalente - Searle: Namen gibt es, weil es notwendig ist, die hinweisende von der prädikativen Funktion zu trennen.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Negation Millikan I 221
Nicht/“nicht“/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: These: „nicht“ ist ein Operator, der auf dem Rest des Satzes operiert, indem er den Sinn des gesamten Satzes ändert. Negativer Satz/Verneinung/Negation/Existenz/Millikan: negative Sätze können nicht nicht-existente Tatsachen als real value haben.
Begründung: negative Tatsachen haben keine Kausalkräfte, die in einer Normalen Erklärung eine Rolle spielen könnten.
Negativer Satz/Millikan: wir könnten annehmen, dass negative Sätze keine Repräsentationen sind. Bsp „nicht-p“ soll heißen „die Tatsache dass-p existiert nicht“ So hat Wittgenstein es auch
ungefähr aufgefasst.
Pointe: wir hatten oben gesagt, dass Existenzsätze keine Repräsentationen sind.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: aber erfasste Sätze der Form „x
existiert nicht“ so auf, dass sie eine nichtexistente Tatsache abbilden. Dann geht die Variable
„x“ in „x existiert nicht“ nicht über Namen von Einzeldingen (Gegenständen, elementaren Objekten) sondern über Repräsentationen möglicher Zustände (möglicher Tatsachen).
Sinn/Nichtexistenz/Negation/Wittgenstein/Millikan: so war es ihm möglich aufrechtzuerhalten, dass Sätze der Form „x existiert nicht“ einen Sinn haben ((s) >Meinong).
Millikan: in unserer Terminologie heißt dass, dass sie Repräsentationen sind (MillikanVs).
I 222
Und gleichzeitig konnte er behaupten, dass die grundlegendsten Elemente aller Propositionen realen Gegenständen entsprechen. Pointe: das machte es möglich, dass er sagen konnte „x existiert nicht“ immer äquivalent ist zu einem Satz der Form „nicht-p“.
Millikan: könnten wir nicht wenigstens eine Hälfte dieser Äquivalenz aufrechterhalten? Die von „nicht-p“ nach „dass-p existiert nicht“?
MillikanVsWittgenstein:; nein, noch nicht einmal dies können wir.
Wenn Wittgenstein recht hätte und „nicht-p“ sagt „dass-p existiert nicht“, dann hieße das für meine Position, dass negative Sätze keine Weltzustände abbilden und keine Repräsentationen sind.
Millikan: statt dessen würden sie sprachliche Tatsachen abbilden, „nicht-p“ wäre dann ein Icon, aber es repräsentiert nicht, wobei ein Weltzustand den Satztyp „p“ als Variante hätte.
Protoreferent/Millikan. „p“ wäre nicht ein repräsentierter Referent von „nicht-p“ sondern ein Protoreferent.
Frage: wäre „nicht-p“ ein Icon von dem das „p ist falsch“ ((s) sprachlich) explizit repräsentiert?.
Vs: dann wäre „nicht“ kein Operator mehr!
Nicht/Negation/Operator/Wittgenstein/Millikan: d.h. die Abbildungsregel für „nicht-p“ ist eine Funktion der Abbildungsregel für „p“.
1. Wenn „nicht“ kein Operator wäre, könnte es vorkommen, dass jemand nicht den Sinn von „p“ versteht, aber dennoch den Sinn von „nicht-p“ Absurd.
2. Wenn „nicht-p“ sagt,“ dass-p existiert nicht“ müsste „nicht-p“ auch wahr sein müssen, wenn irgendeine Variante in „p“ nicht völlig bestimmt ist, also keinen angepassten Sinn hat. Bsp „Pegasus war kein geflügeltes Pferd“ Bsp „Der gegenwärtige König von Frankreich ist nicht kahl“ wären wahre Sätze!
3. Sicher ist es so, dass „“p“ ist falsch“ wenigstens abbildet (icons) dass „p“ keinen real value hat. Entsprechend: „x existiert nicht“ bildet dann die Tatsache ab, dass „x“ keine Referenten hat.
Pointe: wenn nun „nicht-p“ sagt, „dass-p“ existiert nicht“ bildet es immer noch eine negative Tatsache ab. >Tatsachen/Millikan.
I 224
Gegenteil/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: negative Sätze, deren Gegenteile normale repräsentierende Sätze sind, müssen selbst positive Tatsachen abbilden.
I 224
Negation/Stabilisierungsfunktion/nicht/Repräsentation/Millikan: was ist die SF von „nicht“ in normalen repräsentierenden Sätzen? Es wird jedenfalls nicht gebraucht, um den Rest des Satzes „auszuradieren“. „Ausradieren“: kommt manchmal vor, aber dann heißt es Bsp „Sorry“ oder „das habe ich nicht gemeint“.
Negation/“nicht“: seine Funktion ist es auch nicht, keinen Glauben zu produzieren. Das wäre gar keine Funktion.
Eigenfunktion: von „nicht“ ist relational. D.h. es ist eine (mathematische) Funktion der Eigenfunktion des Satzes ohne „nicht“.
Satz: hat die Funktion, einen Glauben zu produzieren. Ebenso ein Satz mit „nicht“ muss etwas produzieren, das einen möglichen Nutzen hat.
Negativer Satz: vielleicht soll er einen falschen Glauben eliminieren? Aber das wäre so ähnlich wie „existiert nicht“ funktioniert.
I 224
Negativer Satz/“nicht“/Imperativ/Millikan: ein Imperativ wie „bring keinen Dreck ins Haus“ hat sehr wohl eine positive Funktion. Bsp wenn du es doch tust, ist es mit einer Entschuldigung nicht getan „Ich wollte es nicht“ Denn der Befehl war nicht, es ohne Absicht doch zu tun,.
Nicht hinreichend:: „ich habe es nicht beabsichtigt“.
Richtig: ich beabsichtigte, es nicht zu tun.
Nicht hinreichend: „ich wußte nicht, dass ich es tat“
Richtig: man muss wissen, dass man es nicht tut.
Nicht/Imperativ: hier ist der Gebrauch nicht parallel zu der Funktion von „existiert nicht“.
I 257
Negativer Satz/Millikan: bildet eine positive Tatsache (Weltzustand) ab, nicht die Abwesenheit einer Tatsache.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Notwendigkeit Lewis IV 37
Kausal notwendig/Lewis: ist ein Satz, wenn er in allen möglichen Welten (Möwe) gilt, in denen dieselben Naturgesetze gelten.
Schwarz I 156
Notwendig a posteriori: "Wasser ist H2O" ist a posteriori, weil man erst einmal herausfinden muss, dass der Stoff, der bei uns Bäche und Seen füllt, H2O ist - notwendig: in allen möglichen Welten ist der Stoff, der bei uns Bäche füllt, H2O. - Die Entdeckung ist kontingent (chemisch, nicht modal) - die H2O-Wahrheiten implizieren daher a priori die Wasser-Wahrheiten.
Rorty II 123
LewisVsWittgenstein: Unterscheidungen zwischen Wesen und Akzidenz oder zwischen Notwendigkeit und Kontingenz sind Kunstprodukte die sich mit der Beschreibung ändern.
Schwarz I 226
A posteriori notwendig/Schwarz: Bsp der Satz "alles ist so wie es tatsächlich ist" impliziert notwendig alle Wahrheiten, aber nur für die wirkliche Welt. - ((s) Und jeweils für jede mögliche Welt, aber nicht für alle anderen möglichen Welten) - > Quidditismus, >Panpsychismus.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ontologie Wittgenstein Hintikka I 73
Ontologie/Mögliche Welt/MöWe/Tractatus/Wittgenstein: die Gegenstände bleiben dieselben - egal wie verschieden eine mögliche Welt von der wirklichen Welt ist. ((s) > Systeme, >S4/S5)
I 172
Ontologie/Tractatus/VsWittgenstein/Hintikka: enthält keine Funktionen als Grundbegriffe - Hintikka: wegen seiner Interpretation der Identität.
I 30
Grammatik/Hintikka: in einer logisch analysierten Sprache entspricht die Grammatik der Ontologie.
I 73 ff
Existenz/Ontologie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: anders als Frege fasst Wittgenstein im Tractatus eine Ontologie der möglichen Sachverhalte ins Auge. Nach Wittgenstein hat es kaum Sinn, von einer möglichen Existenz zu reden. D.h. dass wir die tatsächlichen Gegenstände so auffassen müssen, als existiere jeder mit Notwendigkeit. >Notwendigkeit/Wittgenstein.
I 123
Ontologie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Wittgensteins Basisontologie ist die gleiche wie die Freges. Was die Junktoren angeht, völlige Übereinstimmung. Dass Wittgenstein die Wahrheitsfunktionen erfunden habe, wird oft fälschlich behauptet.
I 124
Heijenoort/Hintikka: weist die Wahrheitsfunktionen bei Frege als implizit nach. Der Satz ist der Ausdruck seiner Wahrheitsbedingungen. Er stellt wegen seiner These der Unausdrückbarkeit der Semantik keine Theorie der Wahrheitsfunktionen auf.
I 150
Ontologie/Negation/Hintikka: ...das bedeutet allerdings, dass die Negation letztlich eliminiert wird aus der Ontologie und Semantik des Tractatus.
I 172
Ontologie/Tractatus/VsWittgenstein/Hintikka: ein weiterer Einwand besagt, dass Wittgensteins Tractatus-Ontologie unter den undefinierten Elementen keine Funktionen (im Gegensatz zu Eigenschaften und Beziehungen) enthält. Hintikka: der Grund ist wahrscheinlich seine Interpretation der Identität im Tractatus durch die es beschwerlich wird, Funktionen in der üblichen Weise als Relationen zu kennzeichnen, deren letztes Relatum durch die Wahl der übrigen Werte eindeutig bestimmt ist.

III 142
Ontologie/Tractatus/Wittgenstein/Flor: muss in der Angabe einer absoluten Bestimmung des Denkbaren und Möglichen bestehen.
VI 63
Tractatus/Schulte: keine systematische Darstellung einer Ontologie, oder Abhandlung über die logische Syntax.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Positivismus Rorty I 128ff
Positivisten/Rorty: These: Wir sollten "Erfahrung", "Ideen", "Bewusstsein" durch den Begriff »Sprache« ersetzen. - Dann stehen primäre Qualitäten nicht mehr in engerer Beziehung zur Wirklichkeit als sekundäre (VsLocke). - Aber genau diese These wurde von Kripkes Revolution gegen Wittgenstein wiedererweckt. (KripkeVslinguistic turn). >Kripkes Wittgenstein.
II (f) 130f
Positivisten/Rorty: "Erfahrung", "Ideen", "Bewusstsein" durch den Begriff »Sprache« ersetzen - dann stehen primäre Qualitäten nicht mehr in engerer Beziehung zur Wirklichkeit als sekundäre (VsLocke) - aber genau diese These wurde von KripkeVsWittgenstein wiedererweckt. - (KripkeVsLinguistic turn).

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Privatsprache Dummett I 127
Es hat keinen Sinn zu sagen, es gebe etwas, wovon wir nicht reden können.
I 143
Privatsprache/Dummett: Bsp angenommen, es gäbe eine neue Sprache, ähnlich wie Esperanto: "Interlingua". Von einem Sprecher zum rein privaten Gebrauch erfunden: Sie unterliegt nicht Wittgensteins Verdikt gegen eine private Sprache, da die Privatheit dieser Sprache ja nur ein kontingentes Merkmal ist. Sie ist eben de facto nur einer Person bekannt, Wittgensteins Argumente richten sich gegen die Möglichkeit einer wesentlich privaten Sprache. Aber: Interlingua wäre gar nicht unabhängig von anderen Sprachen, sie würde nicht im luftleeren Raum existieren.
I 143
Privatsprache: WittgensteinVs - DummettVsWittgenstein: eine künstliche Privatsprache ist möglich und erlernbar.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Regelfolgen Wittgenstein Newen/Schrenk I 35
Regelfolgen/Wittgenstein/Newen/Schrenk: ist eine Kompetenz - ohne Begründung oder Überlegung. Regel: nicht festgesetzt, sondern etwas, an das wir uns gebunden fühlen. - VsWittgenstein: Problem: Unbestimmtheit der Verwendungsweisen.
Stegmüller IV 120
Regelfolgen/Wittgenstein: Behauptbarkeitsbedingungen für privates Regelfolgen unmöglich, da Gemeinschaft nicht vorhanden.
Hintikka I 243
Regel/Philosophische Untersuchungen/Wittgenstein: Regelfolgen ist nichts weiter als Handeln in Übereinstimmung mit einer Regel. Diese Ansicht lehnt Wittgenstein zunächst entschieden ab: im Blauen Buch verwirft er die Anschauung, das Lehren der Sprache sei ein bloßer Drill.
Beim logisch durchdachten Sprachgebrauch gilt, "dass die Regel in das Verstehen, Gehorchen etc. einbezogen ist, wenn das Symbol für die Regel Teil der Berechnung bildet."
Vs: Problem: damit gibt sich Wittgenstein auf die Dauer nicht zufrieden, weil es zum Regress führt.. Woher wissen wir denn, dass wir den Zeichen richtig folgen? Was heißt es, dem Zeichenausdruck einer Regel zu folgen?
I 244
Später, Philosophische Untersuchungen §§ 143-242: einer Regel folgen ist analog dem: einen Befehl befolgen. Man wird dazu abgerichtet und man reagiert auf ihn in bestimmter Weise.
Problem: wie, wenn nun der eine so, der andere anders auf Befehl und Abrichtung reagiert? Wer hat dann Recht? Die gemeinsame menschliche Handlungsweise ist das Bezugsystem (d.h. nicht Handlungsweise, die der ganzen Menschheit gemeinsam wäre, im Gegenteil, seine Schriften enthalten viele Hinweise, dass Wittgenstein in Bezug auf Sprache und Kultur Relativist ist.)
Mit dieser letzten Bemerkung gibt Wittgenstein eine andere Antwort als im Blauen Buch oder den Philosophischen Bemerkungen.
Regel/Regelfolgen/spät/Wittgenstein/Hintikka: neu: besteht der Verdacht, daß jemand der Regel nicht wirklich folgt, sondern nur ((s) zufällig) in Übereinstimmung mit ihr handelt, will Wittgenstein später nicht die Frage aufwerfen, ob dem Betreffenden eine bestimmte Zeichenformulierung vorschwebt, oder welche Rolle eine bestimmte Kodifizierung der Regel spielt. Darauf will er mit der späten Formulierung hinaus: "Gott, wenn er in unsere Seelen geblickt hätte, hätte dort nicht sehen können, von wem wir sprachen."
I 245
Ob ich vielleicht aus Angst statt entsprechend der Regel handle (mit gleichem Resultat) stelle ich nicht fest, indem ich in meine Seele blicke, sondern: indem ich frage: "Ist er überhaupt dazu abgerichtet worden, Befehlen Folge zu leisten? Letztlich kann sich die Antwort nur aus dem gemeinschaftlichen Rahmen der Verhaltensweisen ergeben, die dem anderen und mir gemeinsam sind. Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: diesen umfassenderen Horizont nennt Wittgenstein nun Sprachspiel. Nur vor diesem Hintergrund lassen sich Fragen des Regelfolgens sinnvoll stellen.
Die Aufgabe der tatsächlich gespielten Sprachspiele lässt sich nicht durch Regeln erfüllen, insoweit es bei diesen auf ihren sprachlichen oder symbolischen Ausdruck ankommt.
I 257
Das Regelfolgen lässt sich nur in Bezug auf Sprachspiele begreifen. Bestimmte psychologische Wörter bringen keine Bewusstseinsvorgänge zum Ausdruck: z.B. "verstehen", in dem Ausdruck "eine Regel verstehen". >Bewusstsein.
I 267
Das Regelfolgen basiert nicht auf Kriterien.
I 311
Regelfolgen/Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen § 202: "Der Regel folgen" ist eine Praxis. Und der Regel zu folgen glauben ist nicht der Regel folgen."
II 111
Regelfolgen/Wittgenstein: "Regeln befolgen" ist ein mehrdeutiger Ausdruck. 100 Striche auf der Tafel sind im Gesichtsraum 101 Strichen ganz gleich.
II 121
Regelfolgen/Regel/Spiel/Wittgenstein: wenn man die Regeln für ein Spiel festsetzt, dann folgt man ihnen beim Spielen nicht wirklich. Schach spielt man nicht mit ständiger Bezugnahme auf die Regeln. Man kann aber nicht sagen, entweder sei man bloß ein Papagei oder man schlage die Regeln nach. Die Sache ist viel komplizierter. Weshalb nennt man primitive Spiele ohne Regeln Spiele?
II 265
Reihe/Folgen/Wittgenstein: Wissen, wie die Fortsetzung geht, ist niemals nur das Sehen einer Formel - zusätzlich braucht man die Erfahrung, dass er die Reihe fortsetzt.
VI 161
Regelfolgen/Wittgenstein/Schulte: ist eine Praxis, daher kann man einer Regel "nicht privat folgen". sonst wäre "der Regel zu folgen glauben" dasselbe wie tatsächlich der Regel zu folgen.
VI 194
Regelfolgen/privat/Wittgenstein/Schulte: es ist nicht sinnvoll zu sagen, ein Mensch sei ein einziges Mal einer Regel gefolgt. Sie müsste schon Bestandteil einer institutionalisierten Praxis sein. Aber es ist schon so, dass einige Autoren, z.B. Descartes eine ähnliche Position vertreten haben (>Privatsprache/Wittgenstein).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Regeln Carnap II 195
Regel/Carnap: die Angabe einer allgemeinen Regel dafür, wie Aussagen, die den Begriff a enthalten, umformuliert werden können, sodass nur b und c vorkommen. - Neutral gegenüber Realismus/Idealismus.
II 202
Regeln/Carnap: a) Formregeln (Syntax, 2. Umformungsregeln (Logik) - Prinzipiell gibt es keinen Unterschied zwischen ihnen. - Daher ist Syntax in der Sprache selbst ausdrückbar. (VsWittgenstein).

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982
Regeln Evans Wright I 258
EvansVsWittgenstein: Überlegungen zum Regelfolgen sind selbst nur metaphysische Miesmacherei. (Quietistischer als Wittgenstein selbst).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Richtigkeit Millikan I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt. Übereinstimmung/MillikanVsWittgenstein/MillikanVsQuine/Millikan: beide sehen nicht die Wichtigkeit der Subjekt-Prädikat-Struktur mit Negation. Daher verkennen sie die Wichtigkeit der Übereinstimmung im Urteil.
Übereinstimmung: dabei geht es nicht darum, dass zwei Leute zusammenkommen, sondern dass sie mit der Welt zusammenkommen.
Übereinstimmung/Nichtübereinstimmung/Millikan: sind nicht zwei gleichwahrscheinliche Möglichkeiten ((s) Vgl. >Inegalitäre Theorie/Nozick). Es gibt viel mehr Möglichkeiten für einen Satz falsch zu sein, als für denselben Satz, wahr zu sein.
Wenn nun ein ganzes Muster (System) übereinstimmender Urteile auftaucht, die denselben Bereich abbilden (z.B. Farbe) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer einen Bereich draußen in der Welt abbildet, überwältigend.
Bsp nur weil meine Urteile über den Zeitablauf fast immer mit denen anderer übereinstimmen, habe ich Grund zu glauben, dass ich die Fähigkeit habe, meine Erinnerungen richtig in den Zeitablauf einzuordnen.
Objektivität/Zeit/Perspektive/Medium/Kommunikation/Millikan: These: das Medium, das andere Personen mit ihren Äußerungen bilden, ist für mich die am besten zugängliche Perspektive, die ich im Hinblick auf die Zeit haben kann.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Sachverhalte Quine XII 96
Sachverhalt/QuineVsWittgenstein: gibt es nicht, weil viele Sätze theoretisch sind. - Dennoch pro Verifikationstheorie der Bedeutung: 1. Für das Sprachlernen - 2. Für Übersetzung notwendig. Verifikationstheorie/Quine: der Wiener Kreis trat nicht nachdrücklich genug für die Verifikationstheorie ein.
Problem: viele Sätze sind theoretisch.
Damit hat der Begriff des Sachverhalts keine Bedeutung!
Sachverhalt/QuineVsSachverhalt/QuineVsWittgenstein: der Begriff hat keine Bedeutung, weil die meisten Sätze theoretisch sind (außer den reinen Beobachtungssätzen).
Aber das ist kein Problem für die Verifikationstheorie der Bedeutung.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Sprache Nagel I 57
NagelVs Primat der Sprache : führt zur Abwertung der Vernunft, Verfallsprodukt der analytischen Philosophie. Abwendung von Frege. Denken ist oft nichtsprachlich. die allgemeinsten Formen des Denkens hängen von keiner Einzelsprache ab.
I 57
Wenn Sprache Denkprinzipien erkennen lässt, liegt das nicht daran, dass Logik Grammatik ist, sondern daran, daß Grammatik der Logik gehorcht.
I 61
Daß »und« durch kontingente Umstände zum Wort für die Konjunktion geworden ist, hat überhaupt keine Konsequenzen für den Status der wahren Aussage, dass p von p und q impliziert wird. Was eine Menge von Sätzen bedeutet, ist von Konventionen abhängig. Was aus einer Menge von Prämissen folgt, ist nicht davon abhängig (formal.)
Rorty VI 144 ff
NagelVsDennett: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. - Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
Rorty VI 144 ff
NagelVsWittgenstein: (laut Rorty): die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens! "Der Gehalt einiger Gedanken geht über jede Form hinaus, die sie im menschlichen Bewusstsein annehmen können." (Pro Unterscheidung Schema/Inhalt!).

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Sprachspiele Brandom I 143
Satz/Wittgenstein/Brandom: hat Vorrang, weil nur ein Satz einen Zug im Sprachspiel machen kann - > Sprechakt, > Sprachspiel.
II 26
Sprachspiel/Wittgenstein/Brandom: Bsp > Der Gebrauch von "Platte" zwischen Bauarbeitern ist kein genuines Sprachspiel! Vokale, aber noch nicht verbale Praxis.
II 27
BrandomVsWittgenstein: die inferentielle Identifikation behauptet, dass die Sprache ein Zentrum hat - Behauptungen sind nicht einfach Dinge, die man mit Sprache anstellen kann - sie sind vielmehr das, wodurch Denken und Verstandesfähigkeit überhaupt erst möglich gemacht wird.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Sprachspiele Wittgenstein Hintikka I 29
Sprachspiel/Gebrauch/Erklärung/Analyse/Wittgenstein/Hintikka: nicht der übliche Sprachgebrauch ist nach Wittgenstein unanalysierbar und unerklärbar - sondern die Sprachspiele sind es.
I 247
Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: das einzige, was Wittgensteins späte Periode von der mittleren unterscheidet. - Lösung für das Problem, zufälliges Handeln in Übereinstimmung mit der Regel von echtem Regelfolgen zu unterscheiden.
I 250
Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: Braunes Buch: nicht Fragmente der Sprache - sondern in sich geschlossene System der Verständigung. - Einfache primitive Sprachen. - Lösung für das Problem der Namensgebung: Rolle in unserer Sprache. - Es gibt so viele Beziehungen zwischen Namen und Gegenstand, wie es Namen und Gegenstände gibt.
I 273
Sprache/Welt/Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: StegmüllerVsWittgenstein: zeigt angeblich nicht, wie die Sprache unmittelbar mit der Wirklichkeit verknüpft ist. - Stegmüller: These: es käme nicht auf die "vertikalen" Verbindungen an, sondern nur um die horizontale zwischen Zügen im Sprachspiel. - Hintikka: quasi bloße Rolle ohne Tatsachen. - HintikkaVs: das hieße, dass nicht einmal deskriptive Bedeutung auf Wahrheitsbedingungen beruht. - Allein Rechtfertigung durch die Rolle von Wörtern in unserem Leben. - Hintikka: Wittgenstein hebt im Gegenteil die vertikalen Beziehungen hervor - wobei die Logik vor jeder Entsprechung mit Tatsachen liegt - so wie die Messmethode vor dem Messen. - Das Messen ist aber sehr wohl ein Vergleich mit Tatsachen.
I 281
HintikkaVsStegmüller: sonst wäre Sprechen schon das ganze Sprachspiel.
I 282
Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: Unterscheidung zwischen Sprachspielen - a) das einem Wort die Bedeutung gibt - b) das Spiel, in dem wir das Wort äußern. - Bsp wir lernen was Lüge ist, nicht so wie andere Wörter.
I 329
Def physiognomisches Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: Bsp Schmerzverhalten: begrifflich - nicht tatsachengebunden. - I 331 bezieht auch die Reaktionen anderer ein. - Das ist ein logischer Zusammenhang, der konstitutiv für das Sprachspiel ist.
I 335
Primäre Sprachspiele/Wittgenstein/Hintikka: Bsp physiognomische Sprachspiele. - Hier sind Zweifel an der Gewissheit sinnlos. - In primären Sprachspielen kommen erkenntnistheoretische Begriffe wie Wissen/Glauben/Wahrheit/ Irrtum usw. nicht vor.
I 348
Primäre Sprachspiele/Wittgenstein/Hintikka: Züge in ihnen sind nicht korrigierbar- sonst könnten sie nicht als Basis der Relation Sprache/Welt dienen. - In primären Sprachspielen gibt es keine Kriterien. - Sie können aber als ganzes Kriterien für seelische Vorgänge liefern. - Terminologie: "primäre Sprachspiele": bei Wittgenstein "Anfang des Sprachspiels".
II 237
Entdecken/Gesetz/Naturgesetz/NG/Wittgenstein: Angenommen, jemand hat das Gesetz der Energieumwandlung entdeckt - es könnte eine neue Mathematik sein - er hat ein neues Spiel entwickelt. - Keine neue Mechanik.
II 283f
Übereinstimmung/Wittgenstein: abhängig von Sprachspielen. - tertium comparationis. - Eine Vorstellung in Zusammenhang mit Wahrheit geht uns ab. - falsch: zu Denken, die Dinge wäre eine Erweiterung von etwas anderem. - Als ob ein Satz wahrer wäre, wenn er mit der Wirklichkeit übereinstimmt - Das ist keine Erweiterung. - ((s) > wahr machen).
VI 138
Sprachspiel statt Kalkül: - die Regeln sind nicht streng - Begriffe nicht definiert - keine Theorie des Sprachspiels - VsTheorien: besser: einen Weg suchen.
Metzinger II 721
Sprachspiel/Regeln/Wittgenstein/Birnbacher: Problem: Starrheit/Flexibilität bzw. Wandelbarkeit und Historizität der Sprachspielregeln. Kriterien können zu Symptomen und Symptome können zu Kriterien werden. (Wittgenstein Philosophische Untersuchungen § 354). Wittgenstein selbst neigt dazu, Kriterien eine Unangefochtenheit zu unterstellen, die eine Anwendung auf exotische Möglichkeiten ausschließt. (Residualer Verifikationismus).
Birnbacher: Ziemlich konservative Festschreibung: nicht jede neuartige Anwendung ist eine Bedeutungsverschiebung.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Sprechakttheorie Austin Sprechakttheorie: Ausdrucksfunktion, Richtigkeit, Angemessenheit VsRedundanztheorie (p = "Es ist wahr dass p").
Husted III 240f
Sprechakttheorie/Austin: def lokutionärer Akt: Äußerungsakt - Bsp man gibt ein Beispiel für den sinnvollen Satz "Der Stier ist los" - perlokutionär: Wirkung mittels Äußerung - Bsp Warnung mit diesem Satz - illokutionär: man erschreckt damit die Hörer.
Husted III 245
zusätzlich: Gelingsbedingungen als "Plus" zur Äußerung: die Garantie, die der Sprecher übernimmt - > Brandom, Kontoführung.
Husted III 247
SprechakttheorieVsLogischer Positivismus: mehr als nur die zwei Funktionen 1. Beschreibung der Wirklichkeit, 2. Ausdruck von Emotionen - Sprechakte gehören zu keiner dieser beiden Kategorien.
Husted III 248
AustinVsWittgenstein: pro durchgehende Ähnlichkeit - Sprechakttheorie: zeigt hier ihre Stärke.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Husted I
Jörgen Husted
"Searle"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Husted II
Jörgen Husted
"Austin"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Husted III
Jörgen Husted
"John Langshaw Austin"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Husted IV
Jörgen Husted
"M.A. E. Dummett. Realismus und Antirealismus
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke (Hg) Hamburg 1993

Husted V
J. Husted
"Gottlob Frege: Der Stille Logiker"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke (Hg) Reinbek 1993
Tatsachen Hempel I 98
Tatsachen/NeurathVsWittgenstein: Trennung von Aussagen und Tatsachen ist Resultat einer verdoppelnden Metaphysik.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
Tatsachen Quine Rorty I 217
Quine: "Dog ist das englische Wort für "Hund"" und "Robinson glaubt an Gott" das ist kein Wahrheitstyp, der einen "Tatbestand", etwas "Tatsächliches" zum Ausdruck bringt. Quine bietet uns also anstelle der positivistischen Unterscheidung zwischen konventioneller und empirisch bestätigter Wahrheit sozusagen eine Unterscheidung zwischen Wahrheit kraft Konvergenz und Wahrheit kraft Korrespondenz an.
Davidson....Quineschen Auflösung der Unterscheidung zwischen Bedeutungsfragen und Tatsachenfragen.

Quine I 426f
Tatsachen/Quine: nicht etwas Vermittelndes, nach dem Bild unserer Sätze (VsSellars, VsWittgenstein?) - besser: "wahrer Satz" oder "wahre Proposition". - Tatsachen nicht erforderlich,vor allem nicht zusätzlich zu Propositionen.
II 37
Ein weiterer Begriff, den ich vor dem Abgrund des Transzendentalen retten möchte, ist der des Tatsächlichen, der sich bei der Theorie der radikalen Übersetzung als relevant erweist. Es wird dabei von keinem Tatbestand entschieden, welches der beiden Handbücher recht hat. Und dieser Begriff des Tatsächlichen ist weder transzendental, noch soweit epistemologisch. ++
II 37
Tatsächliches: radikale Übersetzung: kein Tatbestand entscheidet, welches der Handbücher recht hat - Tatsächliches ontologisch, naturalistisch - weder transzendental noch epistemologisch - physikalische Bedingungen, nicht empirische Fähigkeiten - Uminterpretation nur bei anderen, nicht bei uns. - Tatsächlichkeit, wie Schwerkraft, ist unserer Natur intern.
VI 113
Tatsache/Quine: können wir streichen. - Es ist eine Tatsache trägt nichts bei. - Nur Scheinfundierung in Korrespondenztheorie. - Einer Tatsache entspricht ein wahrer Satz als ganzes. - "Es ist wahr dass" ist notwendig bei Sätzen, die nicht vorliegen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Tatsachen Searle III 44ff
Institutionelle Tatsachen/Searle: Bsp Geld, Wahlen, Universitäten, Schach usw. zuerst muss es etwas Physisches geben. Tatsache/Searle: etwas außerhalb der Aussage, das sie wahr macht - eine Bedingung. Tatsache/Austin/Strawson: das, was ausgesagt wird, nicht etwas, worüber ausgesagt wird!
III 212
Tatsache/Searle: allgemeiner Name für die Bedingungen, wie Sätze sich auf ...etwas... beziehen.
III 219
Strawson: Tatsachen sind keine komplexen Dinge oder Gruppen von Dingen - Tatsache und Aussage sind keine zwei unabhängigen Gebilde - Tatsachen sind nicht sprachunabhängig - Tatsachen sind nicht das, "worüber" Aussagen sind. - Frege: Tatsache = wahre Aussage -(StrawsonVs, AustinVs). Strawson: sie sind nicht identisch, weil sie verschiedene Rollen spielen: Tatsachen sind kausal, Aussagen nicht.
III 214
Tatsachen sind "innerer Akkusativ" für wahre Aussagen. - (Unechte Relation).
III 219
Tatsachen/Searle: können nur formuliert und nicht genannt werden.
III 215
Searle: Tatsache ist nicht gleich wahre Aussage! Tatsache hat kausale Relation - mehrere Aussagen für eine Tatsache möglich.
III 219
Tatsache/Searle: etwas außerhalb der Aussage, das sie wahr macht - eine Bedingung.
III 219f
Tatsache/Strawson: das, was ausgesagt wird, nicht etwas, worüber ausgesagt wird! ((s) Wie Brandom). - SearleVsStrawson: Tatsache nicht wahre Aussage! Eine Tatsache hat eine kausale Relation - mehrere Aussagen für eine Tatsache sind möglich. ((s) Wie Austin).
V 145
Tatsachen/Sachverhalte/Searle: irreführend: Tatsachen über einen Gegenstand. Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben! Sonst näherte man sich der traditionellen Substanz.
Gegenstände können nicht ohne Tatsachen benannt werden - (VsWittgenstein, Tractatus).
Quantifikation über Gegenstände ist irreführend - besser: "Es gibt Beispiele".

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Tatsachen Sellars I 28
Def Minimale Tatsache: Tatsachen, über die sich zuverlässiger berichten lässt, weil hierbei Fehler weniger wahrscheinlich sind. Die Tatsache, dass die Krawatte bei einer bestimmten Gelegenheit grün zu sein scheint. (SellarsVs). Mit Sehen, dass liefert man mehr als eine Beschreibung der Erfahrung. Man bekräftigt eine Behauptung.
I 44
Tatsache: die Tatsache dass etwas dazu drüben rot zu sein scheint, ist kein Erfahren! (Obwohl es natürlich eine Tatsache ist.) Das soll aber nicht heißen, dass der gemeinsame deskriptive Kern nicht vielleicht doch ein Erfahren ist.
Sachverhalte: werden erfahren, sind aber kein Erfahren! Und auch keine Erfahrung.
II 315/16
Gegenstand: wird benannt und nicht ausgesagt. - Tatsache: wird ausgesagt und nicht benannt. (Obwohl der Name einer Aussage gebildet werden kann.).
II 320
SellarsVsWittgenstein: wir müssen vermeiden, seine Gleichsetzung von komplexen Gegenständen mit Tatsachen mitzumachen! Die Behauptung, der komplexe Gegenstand K sei die Tatsache aRb, ist logischer Unsinn!
Tatsache: man kann auf zwei verschiedene Weisen etwas "über eine Tatsache" aussagen:
a) Die Aussage enthält eine Aussage, die eine wahre Proposition ausdrückt. In diesem Sinn ist jede Wahrheitsfunktion einer wahren Aussage eine Aussage "über eine Tatsache".
b) sie enthält einen Tatsachenausdruck, d.h. den Namen einer Tatsache, statt einer Aussage.
II 323
Natürlich-sprachliche Gegenstände: (> Hintergrund/Searle): Lösung: natürlich-sprachliche Gegenstände sind als sprachliche Gegenstücke nichtsprachlicher Gegenstände (nicht Tatsachen!) anzusehen. Man kann von ihnen als "Eigennamen" sprechen. Das nimmt Wittgensteins Einsicht auf, dass elementare Aussagen als in bestimmter Weise auftretende Eigennamen konstruiert werden müssen.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Täuschungen Searle I 57
Vertauschte Spektren - gleiches Verhalten: Vs einfache Kausalbeziehungen. >Vertauschte Spektren.
I 259
Perspektive/Täuschung/Searle: keinerlei geistiger Gehalt, keine Folgerungen - Sehen hat keinen geistigen Gehalt (vielleicht ist es jedoch ein geistiger Vorgang). >Geistiger Inhalt.
II 76
Hase-Enten-Kopf/Wittgenstein: verschiedene Anwendungen des Wortes "sehen" - SearleVsWittgenstein: wir sehen nicht nur Gegenstand, sondern auch Aspekte, wir lieben Personen, aber auch Aspekte. >Hase-Enten-Kopf, >Aspekte.
II 80
Täuschung/Mondtäuschung/Searle: Bsp Mond am Horizont größer: das gehört zum Gehalt.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Tautologien Searle V 190/91
Tautologie: SearleVsWittgenstein: Tautologien sind nicht leer: "Entweder er ist ein Faschist oder er ist kein Faschist" ist ganz anders als "Entweder er ist ein Frisör oder er ist kein Frisör".
V 161
Universalien/Searle: theoretisch kann aus jeder Tautologie ein Universale abgeleitet werden: "kahl oder nicht kahl". Vs: Wenn man aus der Tautologie »alles ist entweder rot oder nicht rot« die Existenz der Rotheit folgern wollte, wäre dies nur ein Missverständnis. Bei Tautologien werden keinerlei außersprachliche Tatsachen vorausgesetzt. >Universalien.
V 176
Existenz/Sprache/Universalien/SearleVsTradition: aber die Behauptung, dass irgendwelche nichtsprachlichen Entitäten existieren, kann niemals eine Tautologie darstellen.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Terminologien Tugendhat I 72f
Veritatives Sein/Tugendhat: "es ist der Fall, dass p". - VsGegenstandstheorie - VsKonzeptualismus (Begriffe für Gegenstände) - immateriell - aber auch VsVorstellung - stattdessen: Sprache als Grundverfassung (ja/nein-Struktur). - TugendhatVsMittelalterliche Theorien: verum als "transzendentalen" Bestimmung des ens neben unum und aliquid - hätte Aristoteles sich auf das veritative Sein bezogen, so hätte er eine Semantik der Behauptung ausbilden können.
I 91
VsHeidegger: Sein von Tatsachen statt "alles Sein ist Sein von Seiendem".
I 162f
Gegenstandstheorie/TugendhatVs: Sachverhalte als Gegenstände aufgefasst - VsWittgenstein/ VsTractatus: Sachverhalte als Verbindung von Gegenständen, Tatsache als Bestehen von Sachverhalten - Wittgenstein, spät: (Selbstkritik): "Komplex nicht gleich Tatsache".
I 217
Gegenstandstheorie sah über die kommunikative Funktion der Sprache einfach hinweg.
I 337
Sing Term/TugendhatVsGegenstandstheorie: kann das »stehen für« nicht verständlich machen. Auch nicht seinen eigenen Grundbegriff, den des Gegenstandes.
I 338
Frege: singuläre Termini sind unselbständige Ausdrücke.
I 246
hysteron-proton/Tugendhat: das Spätere früher - Fehlschluss der Vertauschung der Implikationsbeziehung - hier: auch ein Sachverhalt lässt sich immer nur seinerseits durch Sätze identifizieren.
I 266
Def Ausweisungsspiel/Tugendhat: dass die Verwendungsregel, die erklärt wird, als Verifikationsregel zu verstehen ist - (pro) - ((s) Gebrauch > Wahrheitsbedingungen, >Bedeutung.)
I 276
Die Spielregeln des Ausweisungspiels sind Verifikationsregeln.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Tiere Wittgenstein Dummett I 161
Tier: Frage: ob wir Tieren Gedanken zuschreiben können. Wittgenstein: "Der Hund fürchtet, der Herr werde ihn schlagen. Aber er fürchtet nicht, der Herr werde ihn morgen schlagen". DummettVsWittgenstein: hier kommt es aber weit weniger als Wittgenstein lieb ist, auf Erinnerungen an, sondern auf einen theoretischen Apparat.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Veränderung Wittgenstein Hintikka I 103
Veränderung/Wechsel/Gegenstand/Substanz/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Gegenstände bleiben erhalten. - Das ist die Substanz der Welt. - Veränderungen sind Wechsel von einer möglichen Welt zur anderen. (Es geht nicht um physikalische Bewegung). - ((s) WittgensteinVsLewis.) (LewisVsWittgenstein) - Unzeitlich sind die einfachen Gegenstände. - ((s) nicht ihre Konfigurationen) - ((s) > Wittgenstein pro S4, nicht S5. Siehe S4/S5, Siehe auch >Zugänglichkeit).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Verifikationismus Quine VII (b) 37
Verifikationstheorie der Bedeutung/Peirce/Quine: die Methode der empirischen Ermittlung der Bestätigung oder Widerlegung einer Aussage ist ihre Bedeutung. Dann ist eine analytische Aussage der Grenzfall, der bestätigt ist, egal, was der Fall ist.
Synonymie liegt dann vor, wenn die Methode der empirischen Bestätigung oder Widerlegung gleich ist.
Dabei geht es dann um kognitive Synonymie von Aussagen, nicht allgemein linguistischer Formen. ((s) Terme unterhalb der Satzebene).

Bedeutung/Term/Cl.Lewis/Quine: Bedeutung eines Ausdrucks: "ein Kriterium im Geist" geistiges Kriterium (criterion in mind) in Bezug auf das man in der Lage ist, den Ausdruck angesichts einer Tatsache anzunehmen oder abzulehnen. (Cl. I. Lewis 1948, S.133).
VII (b) 38
Verifikationstheorie/Verifikationismus/Quine: was sind nun aber die Methoden bzw. die Natur der Relation zwischen einer Aussage und den Erfahrungen, die zur Bestätigung oder Widerlegung beitragen sollen? 1. Naivste Sicht: radikale Reduktion: direkter Bericht. Das geht der eigentlichen Verifikationstheorie lange voraus. (Locke und Hume, Tooke).
Tooke: ein Term sollte der Name eines Sinnesdatums sein oder ein Teil davon, oder eine Abkürzung dafür.
Quine: das ist zwiespältig zwischen:

Sinnesdaten/Quine: können so als a) Ereignis
b) Qualität verstanden werden. Das bleibt vage, was den Beitrag zur ganzen Aussage betrifft.

Verifikationstheorie/Quine: wir nehmen besser ganze Aussagen als Einheiten der Bedeutung,
VII (b) 39
um sie in Sinnesdatensprache zu übersetzen, nicht Ausdruck für Ausdruck.
VII (b) 40
Reduktionismus/Two Dogmas/Quine: 2. Raffiniertere Form: jeder Äußerung ist ein einheitlicher Bereich von möglichen Sinneseindrücken assoziiert, so dass jedes Vorkommnis entweder die Wahrscheinlichkeit (likelihood) der Wahrheit der Aussage vergrößert
VII (b) 41
oder schmälert. Das ist natürlich in der Verifikationstheorie enthalten.
Quine These: (kommt von Carnaps "Aufbau" her): unsere Aussagen stehen vor dem Tribunal der Erfahrung nicht einzeln, sondern als ganzes Korpus. (>Quine-Duhem-These).

Two Dogmas/Quine: die Verifikationstheorie zeigt uns so die innige Verbindung der beiden Dogmen des Empirismus: 1. analytisch/synthetisch und 2. Reduktionismus.

X 23
Verifikationstheorie/Peirce/Quine: in etwa: „sag mir, welchen Unterschied die Wahrheit/Falschheit eines Satzes für die mögliche Erfahrung machen würde, und du hast alles über seine Bedeutung gesagt.“. QuineVsPeirce: auch das setzt den Begriff der Proposition mit dem Begriff der objektiven Information gleich.
Grundordnung: ist hier die Gesamtheit der möglichen Unterscheidungen und Kombinationen von Sinneswahrnehmungen.
Introspektion: einige Erkenntnistheoretiker würden diese Alternativen durch Introspektion der Sinnesdaten katalogisieren, andere (Naturalisten) würde die Nervenreizung (an den Nervenenden) beobachten.
Problem: man kann die Sinnesbelege nicht eindeutig einzelnen Sätzen ((s) Formulierungen) zuordnen. (Unterbestimmtheit der Empirie).

XI 76
Def Synonymie/Verifikationstheorie/Bedeutung/Lauener: nach der Verifikationstheorie sind zwei Aussagen synonym, wenn die Methode ihrer empirischen Überprüfung dieselbe ist. Def Analytizität: ist dann der Grenzfall, wo es keine Methode zur Bestätigung braucht.

XII 11
Verifikationismus/Quine: welchen Status hat er? Letztlich muß auch die Bedeutungstheorie empirisch sein. Weil Analytizität nicht haltbar ist, ist auch die Verifikationstheorie der Bedeutung nicht haltbar.
XII 96
Verifikationstheorie/Quine: der Wiener Kreis trat nicht nachdrücklich genug für die Verifikationstheorie ein. Problem: viele Sätze sind theoretisch.
Damit hat der Begriff des Sachverhalts keine Bedeutung!
Sachverhalt/QuineVsSachverhalt/QuineVsWittgenstein: der Begriff hat keine Bedeutung, weil die meisten Sätze theoretisch sind (außer den reinen Beobachtungssätzen).
Aber das ist kein Problem für die Verifikationstheorie der Bedeutung.
Verifikationstheorie der Bedeutung/Quine: pro: die Art von Bedeutung, die für Sprachlernen und Übersetzung notwendig ist, ist die empirische Bedeutung und nichts weiter.
XII 105
Erkenntnistheorie/Quine: wird damit zur Semantik. Aber sie dreht sich auch jetzt noch um Beobachtung (wegen der Verifikationstheorie der Bedeutung). Wenn wir über Beobachtungssätze hinausgehen, verschmilzt die Eerkenntnistheorie mit der Psychologie und der Linguistik.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Verstehen Dennett II 30
DennettVsWittgenstein: wenn ein Löwe sprechen könnte würden wir ihn ganz gut verstehen - mit der üblichen Mühe, die eine anständige Übersetzung zwischen verschiedenen Sprache erfordert. Aber in Gesprächen mit ihm würden wir so gut wie nichts über den Geist normaler Löwen erfahren, denn sein mit Sprache ausgestatteter Geist wäre völlig anders. Pro Wittgenstein: jedenfalls sollten wir nicht unterstellen, dass der Geist der sprachunfähigen Tiere wie der unsere sei.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wahrheitsbedingungen Dummett II 72
Wahrheitsbedingungen/Dummett: werden als gegeben vorausgesetzt - aber nur für jeden Typ von Sprechakt. - Eine Theorie der Kraft muss dann zwischen Frage, Befehl usw. unterscheiden. - Wahrheitsbedingungen angeben können = den Satz paraphrasieren können, nicht einfach das Prädikat "wahr" anhängen! - Die Wahrheitsbedingungen selbst dürfen vorgängiges Verständnis des Satzes gerade nicht voraussetzen, wenn sie den Satz erklären sollen - ((s) Aber man muss wissen was der Satz bedeutet, wenn man beurteilen will, ob die Tatsache gegeben ist, oder ob eine Paraphrase korrekt ist.)
II 95
Wahrheitsbedingungen/Dummett: Beobachtung Bsp was es für einen Baum bedeutet, größer zu sein - Beobachtung von Fähigkeiten: kann nicht prinzipiell herausfinden, worin die Fähigkeit genau besteht (Wahrheitsbedingungen für die Zuschreibung von Fähigkeiten).
II 100
Wahrheitsbedingungen/Dummett: kann man nicht kennen, wenn man nicht sagen kann, wann sie erfüllt sind
III (a) 17
Sinn/Frege: Erklärung des Sinns durch Wahrheitsbedingungen. - Tractatus: dito: "Unter welchen Umständen" - DummettVsFrege/DummettVsWittgenstein: dazu muss man aber bereits wissen, was die Aussage dass P wahr ist, bedeutet. - Vs: Wenn es dann heißt, P ist wahr bedeute dasselbe, wie P zu behaupten, VsVs: dann muss man bereits wissen, welchen Sinn es hat, P zu behaupten! Das ist aber genau das, was erklärt werden sollte - VsRedundanztheorie: wir müssen sie entweder ergänzen (nicht bloß Bedeutung durch Behauptung und umgekehrt erklären), oder die Zweiwertigkeit aufgeben.
III (c) 122
Für-wahr-halten/Dummett: die Bedingungen dafür werden durch die Wahrheitstheorie angegeben! - Vs: Wahrheitsbedingungen sind nicht immer erkennbar, auch wenn sie erfüllt sind. - VsVs: Nur Kenntnis der Bedingungen ist verlangt, nicht Kenntnis der Erfüllung.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Wahrheitskonditionale Semantik Strawson Graeser I 123
StrawsonVsWittgenstein/StrawsonVsDavidson/StrawsonVsFrege: Problem: zur Sprache gehören Sätze oder Ausdrücke, die keine Wahrheitsbedingungen haben. - > Wahrheitskonditionale Semantik.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Welt Meixner I 125
Welt/VsWittgenstein/Meixner: die Welt ist selbst ein großes Individuum (Summe von Individuen, nicht Tatsachen).

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
Welt Strawson Danto I 259
Welt/Strawson/Danto: zwei Hauptkomponenten: Personen und Dinge. (Einzeldinge). Dem entsprechen M-Prädikate: Bsp "wiegt 100 kg".
P-Prädikate: "denkt an Ruhm". Nichts ist allein mit P-Prädikaten beschreibbar.
Das wäre anders, wenn es wirklich körperlose Geister gäbe. - Personen werden durch beide Prädikatarten beschrieben.
I 263
Behaviorismus: versucht, den Unterschied zwischen P- und M-Prädikaten zu verwischen.
Strawson I 35
Welt/Strawson: scheint aus Einzeldingen und Ereignissen aufgebaut. - Sind auch andere Bilder möglich? - Wenn jemand etwas außerhalb von Raum und Zeit erwähnt, gehen wir davon aus, dass es nicht existiert.
II 256
Welt/StrawsonVsWittgenstein: These: allein Dinge und Ereignisse Teil der Welt. - VsAustin: sonst Versuchung, über Situationen wie über Dinge zu sprechen.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Welt/Denken Wittgenstein III 144
Sprache/Wirklichkeit - Denken/Welt: das eigentliche Verhältnis zwischen Sprache (Denken) und Wirklichkeit kann nicht selbst Teil der Wirklichkeit sein! Grund: ein Abbild A muss die gleiche Form haben wie der Sachverhalt S. der der ist nun ein Bild B, welches das Verhältnis zwischen A und S als Abbildungsverhältnis wiedergeben sollte, so müßte es ebenfalls diese Form besitzen. Dann aber wäre es entweder nur mit A identisch, oder es wäre das Abbild eines anderen Sachverhaltes von gleicher Form. Bsp ein Maler kann einen anderen Maler malen, er einen Baum malt. Wie aber sollte man den bloßen Umstand, daß der Maler den Baum malt, bildhaft stellen können? Das Bild zeigt einen Maler, er einen Baum malt. Aber welche Bindestriche auf dem Gemälde bilden eben diesen Umstand ab?
Daher heißt es im Tractatus: ein Satz zeigt seinen Sinn. (> Zeigen/sagen/Sinn: >Abbildtheorie/Wittgenstein, Sinn/Wittgenstein, Zeigen/Wittgenstein). Es ist einem abbildenden Elementarsatz nicht möglich, den Sinn eines Elementarsatzes abzubilden. Das ist nicht zu verwechseln mit unserer Möglichkeit anzugeben, was durch einen Satz ausgedrückt wird.
Rorty IV 41
Sprache/Welt/Wittgenstein/Rorty: nach Wittgenstein muss jede Vorstellung, die wir uns von einer unabhängigen Realität machen können, innerhalb der Grenzen unserer Lebensform bleiben - NagelVsWittgenstein: (mit Kripke): Wittgenstein kann nicht mit dem Realismus in Einklang gebracht werden. - ((s) Aber Th. Nagel wie Wittgenstein: wir können nicht in die Welt der Fledermaus eintreten.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 64 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsWittgensteinVsWittgenstein Wittgenstein Vs Anscombe, E. Hintikka I 163 ff
Hintikka: Das Problem der Farbeninkompatibilität ist lösbar. Farbe/Farbwörter/Farbbegriffe/Logik/AnscombeVsWittgenstein: argumentiert was von WittgensteinVsAnscombe nicht akzeptiert wird dass sofern rot und grün Gegenstände sind, wir wissen, welches ihr logischer Typ ist.
I 164
Farbwörter/Farbbegriffe/Wittgenstein/Hintikka: inkompatibel heißt nicht kontradiktorisch: (Rot/grün). Bsp Dieser Fleck ist rot" und "Dieser Fleck ist grün" sind inkompatibel, aber diese Inkompatibilität ist keine logische, in dem Sinne, dass sie durch die Notation aufgezeigt wird! (aber: s.u.: 4.)
Sie reduziert sich auch nicht auf einen wahrheitsfunktionalen Widerspruch. (Widerspruch ist für Wittgenstein ein genau definierter Begriff in der Theorie der Wahrheitsfunktionen (4.46)
"Es ist klar, dass das logische Produkt zweier Elementarsätze weder eine Tautologie noch eine Kontradiktion sein kann. Die Aussage, dass ein Punkt des Gesichtsfeld zu gleicher Zeit zwei verschiedene Farben hat, ist eine Kontradiktion.
Hintikka: hier geht es aber nicht um den Status der Farben, sondern um den Status der Farbzuschreibung. Es besteht kein Grund anzunehmen, dass Wittgenstein je geglaubt hat, Farbzuschreibungen wie "Dies ist rot" hätten Subjekt Prädikat Form.
Wittgenstein: aus dem Gebrauch dieser Formen (gemeint sind hier grammatische Sätze) können wir keine, höchstens vage Schlüsse ziehen.
I 165
Satz/Form/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Bsp "Dieser Vortrag ist langweilig" Das Wetter ist schön" sind nur dem Anschein nach Sätze der gleichen Form. Sie haben gar nichts miteinander zu tun. HintikkaVsAnscombe: ihr Argument verliert damit seine Stärke: hier geht es um irgend jemand, der ganz andere Voraussetzungen macht..
Hintikka: wenn man andere Voraussetzungen macht, ist die Situation natürlich ganz anders:
Bsp Angenommen, der allgemeine Begriff der Farbe sei in der Sprache nicht durch eine Klasse von Farbprädikaten sondern durch eine Funktion c wiederzugeben, die Punkte des Gesichtsraums in einem Farbraum abbildet.
Die logische Inkompatibilität würde dann durch den Umstand gespiegelt, dass die Farben Rot und Grün durch verschiedene Namen wiedergegeben werden.
Dann sind die beiden Sätze eben doch logisch inkompatibel! Auf Grund ihrer logischen Form kann eine Funktion nicht für dasselbe Argument zwei verschiedene Werte annehmen.
Wittgenstein behauptet denn auch mit Nachdruck, dass Zuschreibungen verschiedener Wahrnehmungsqualitäten wesentlich eindeutig sind, d.h. durch echte Funktionen wiedergegeben werden können.
II 165/166
Farbe/Farbwörter/Notwendigkeit/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Frage, ob die Farbeninkompatibilität einen Verstoß bedeutet gegen Wittgensteins Vorstellung, dass rein logische Notwendigkeiten die einzigen Notwendigkeiten sind, wird jetzt in eine neues Licht gerückt. Es hängt davon ab, was wir für die logische Form der Farbbegriffe halten.(Oder die richtige Notation). Wird
a) jede einzelne Farbe durch ein einstelliges Prädikat wiedergegeben, erhalten wir Notwendigkeiten, die nicht logischer Art sind.
b) Punkte in einem Farbraum: dann bewirken die Inkompatibilitäten der verschiedenen Farben keine nichtlogischen Notwendigkeiten.
(Wittgenstein ist diese Alternative (Anscombe aber sicherlich fremd). Er setzt sich unentwegt mit dem Begriff des Farbenraums auseinander. Dieser Konzeption kann man aber nicht gerecht werden, wenn man spezifische Farbwörter als undefinierte Prädikate interpretiert
Hintikka I 341 ff
Schmerz/private Erlebnisse/Cartesianismus/Wittengestein/Hintikka: die überraschendste These dieses Kapitels ist wahrscheinlich die These von Wittgensteins metaphysischen Cartesianismus, also die Behauptung, dass es nach Wittgenstein wirklich private innere ereignisähnliche Erlebnisse wie Schmerzen und andere derartige Empfindungen gibt. Unbestritten ist, dass sich die Sprache auf ein öffentliches Sprachspiel stützen muss, uneins ist man sich, was daraus für die privaten Empfindungen folgt.
Impliziert die Notwendigkeit eines öffentliche Rahmens, dass diese Erlebnisse selbst seien sie nun Gegenstände, Ereignisse, oder sonstwas nicht privat sind?
Dass dies folgt, wird von sehr vielen Philosophen vertreten. z.B.
II 342
Anscombe: "Wenn ein Wort für einen privaten Gegenstand steht, muss es eine private hinweisende Definition haben." Da private hinweisende Definitionen unmöglich sind kann es nach dieser Auffassung vermutlich keine privaten Gegenstände geben.
HintikkaVsAnscombe: aber diese Implikation gilt nicht. Natürlich können wir nach Wittgenstein in unserer Sprache nicht sagen, dass Empfindungen und dergleichen privat sind. Aber darum geht es nicht, das ist nur eine der Konsequenzen der Unausdrückbarkeit der Semantik..
Eigentliche Frage: haben die Philosophen recht, die behaupten, dass es nach Wittgenstein keine privaten Erlebnisse gibt ? Nein. PU § 272 liefert ein Gegen Bsp:
"Das Wesentliche am privaten Erlebnis ist eigentlich nicht, dass jeder sein eigenes Exemplar besitzt, sondern dass keiner weiß, ob der andere auch dies hat oder etwas anderes. Es wäre also möglich, obwohl nicht verifizierbar, dass der eine Teil der Menschheit eine Rotempfindung hat, und der andere eine andere."

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
VsWittgensteinVsWittgenstein Schiffer Vs Austin, John L. I 266
Austin: der Ausdruck: „die Bedeutung eines Wortes“ ist fast immer ein gefährlicher Unsinn. (1961, 24. Auch Wittgenstein 1953, Ryle 1957) Damit alle VsFrege. DavidsonVsSchiffer/DavidsonVsAustin/DavidsonVsWittgenstein: spricht von einer Entität, die von dem „dass“ bezeichnet wird in Bsp „dass Schnee weiß ist“. (Davidson 1968).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsWittgensteinVsWittgenstein Esfeld Vs Blackburn, S. Esfeld I 119
Blackburn: ("The Indivdual strikes back", 1984): These: Mitglieder einer Gemeinschaft verhalten sich zueinander wie zeitliche Phasen eines Individuums. (Korrekturen möglich). Privatsprache/Regelfolgen/BlackburnVsKripke/BlackburnVsWittgenstein: Daher kann ein Individuum isoliert betrachtet genauso Regeln folgen wie eine Gemeinschaft. KripkeVs: jemand könnte gestern der Addition gefolgt sein und heute der Quaddition folgen. Im Lichte der Regel, der sie jetzt zu folgen versucht, kann sie frühere Handlungen als korrekt/inkorrekt beurteilen, aber was auch immer ihr in diesen Urteilen jetzt korrekt /inkorrekt scheint, das ist korrekt oder inkorrekt.
I 120
EsfeldVsBlackburn: eine soziale Lösung steht für den isolierten Skeptiker nicht zur Verfügung. (Sanktionen). Es kann keine Konvergenz ausgehandelt werden. Die gegenwärtigen Dispositionen haben immer eine privilegierte Stellung! Dasselbe gilt für die Simulation einer anderen Person: sie kann keine Rückmeldung geben.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsWittgensteinVsWittgenstein Hare Vs Carnap, R. Hare II 133
Aussagen/Tradition/Hare: teilt Aussagen in empirische und analytische ein. Darüber hinaus scheint es nichts zu geben. Problem: man kann leicht auf Grund einer Verwechslung zu der Annahme kommen, dass die Proposition, die besagt, dass die und die andere Proposition analytisch wahr oder falsch ist, selbst analytisch sei. Aber es ist zumindest nicht offensichtlich wahr, dass
Bsp Die Aussage: "Propositionen der Form ’p und nicht p’ sind analytisch falsch" sollte analytisch wahr sein. Denn ist sie nicht eine Aussage darüber, wie die Wörter "und nicht" gebraucht werden?
Und ist es nicht analytisch wahr, dass sie so und nicht anders gebraucht werden?
Problem: es kommt hier zu einem Konflikt zwischen den Versuchungen, die Aussage analytisch, wie auch empirisch wie auch keins von beidem zu nennen.
Wittgenstein: nennt die Diskussion "unsinnig". > Schweigen.
CarnapVsWittgenstein: sein Verhalten ist widersprüchlich: statt zu schweigen schreibt er ein ganzes Buch.
II 134
HareVsCarnap: nimmt Wittgensteins Zweifel nicht ernst genug.

Hare I
Richard Mervyn Hare
The Language of Morals Oxford 1991

Hare II
Richard M. Hare
Philosophical discoveries", in: Mind, LXIX, 1960
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
VsWittgensteinVsWittgenstein Wittgenstein Vs Davidson, D. Davidson II 84
Davidson/Aristoteles: praktischer Syllogismus, Ursachen sind Gründe - WittgensteinVs: Ursachen nicht empirisch sondern durch Sprachkompetenz erkennbar.
II 85
Alle Argumente dieser Art gehen davon aus, daß zwischen Grund und Handlung eine derart enge logisch-konzeptuelle Relation besteht, daß Gründe und Handlungen nicht als zwei distinkte Ereignisse verstanden werden können. Nur als numerisch verschieden könnten sie in einer Ursache-Folge-Beziehung stehen. Das würde jedoch durch die deduktive Relation verhindert. DavidsonVsWittgenstein ("Actions, Reason and Causes") Das ist eine Scheinlösung: Wesentlich für die Relation ist, daß der Handelnde die Handlung ausführt, weil er Gründe hatte. Man kann auch einen Grund haben, ohne aus diesem Grund zu handeln. Was uns interessiert ist der Grund, aus dem der Handelnde x tat, nicht irgendein Grund. solange dieses "weil" nicht erklärt wird, wird die tatsächliche Erklärungsleistung von Erklärungen aus Gründen nicht ausgeschöpft.
Dieses Defizit ist nur vermeidbar wenn wir annehmen, daß "Rationalisierung eine Spezies kausaler Erklärung" ist.

Dummett I 111
Wende zur Sprache: Wittgensteins Tractatus Grundsatz der analytischen Philosophie: der einzige Weg zur Analyse des Gedankens führt über die Analyse der Sprache. Davidson geht immer von einer Bedeutungstheorie aus,
WittgensteinVsDavidson: dagegen vermeidet in seinen Spätschriften die Aufstellung einer allgemeinen Theorie der Bedeutung, da er meint, jeder Versuch einer systematischen Erklärung der Sprache könne gar nicht anders, als verschiedene Phänomene in eine einzige Beschreibungsform zu zwängen: Verzerrung.
Aber auch Wittgenstein ist der Meinung, daß das Ziel der Philosophie ist, uns instand zu setzen, durch Übersicht über das Funktionieren der Sprache und damit über die Struktur unserer Gedanken die Welt richtig zu erkennen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
VsWittgensteinVsWittgenstein Putnam Vs Dummett, Michael VI 394
Verstehen/Wahrheitsbedingungen/WB/Dummett/Putnam: Dummett und ich sind uns einig, dass man Verstehen nicht als Kenntnis der Wahrheitsbedingungen behandeln kann. PutnamVsWittgenstein, DummettVsWittgenstein, >Verstehen/Wittgenstein. Problem: dann wird es umgekehrt unverständlich, worin diese Kenntnis bestehen sollte!
Bedeutung/Bedeutungstheorie/BT/PutnamVsDummett: ich denke aber nicht, dass eine Theorie des Verstehens die gesamte BT sein könnte.
VI 395
Vsmetaphysischer Realismus: damit können wir ihn mit Dummett widerlegen. (Durch eine Theorie der Referenz, nicht Bedeutungstheorie).
III 48/49
Protogedanken/PutnamVsDummett: Begriffe bei Tieren: Hunde besitzen sicher genauso wenig einen Vorbegriff von Fleisch, wie Gazellen einen Vorbegriff von schnell laufen haben.
I (d) 124
Realismus/Antirealismus/PutnamVsDummett: Problem: wir behaupten, das Verstehen von Sätzen bestünde im Kennen von Wahrheitsbedingungen. Aber wie können wir jemals sagen, worin dieses Wissen besteht? Putnam: wir haben gesehen, dass "Mentalesisch" nicht hilft.
I (e) 151
Interner Realismus/PutnamVsDummett: mit Dummett verwandt, aber: Wahrheit nicht wie bei ihm mit Rechtfertigung identifiziert, sondern mit einer Idealisierung der Rechtfertigung. Putnam: Wahrheit soll eine Eigenschaft von Aussagen sein, die im Gegensatz zur Rechtfertigung nicht verlorengehen kann. Rechtfertigung ist auch graduell im Gegensatz zur Wahrheit.
Die "Ideale Rechtfertigung" entspricht den "reibungsfreien Flächen" der Physik. Sie hat "baren Wert".
interner Realismus/PutnamVsDummett: mit seinem Anti Realismus verwandt, aber Wahrheit nicht mit Rechtfertigung sondern mit einer Idealisierung der Rechtfertigung identifiziert Quine: die Rechtfertigungsbedingungen ändern sich mit unserem Wissenskorpus
I (e) 152
Wahrheit ist von Rechtfertigung hier und jetzt unabhängig aber nicht von jeder Rechtfertigung. (>Behauptbarkeit/Putnam). Wie Quine: die Bedingungen der Rechtfertigung ändern sich mit der Entwicklung unseres Wissenskorpus.
I (f) 161
Wahrheit/Rechtfertigung/PutnamVsDummett: den göttlichen Standpunkt zu verwerfen, bedeutet nicht, Wahrheit mit rationaler Akzeptierbarkeit identifizieren, wie Dummett meint, dass wir es tun sollten. Wahrheit: kann nicht verloren gehen.
Rechtfertigung: kann das sehr wohl! Bsp "Die Erde ist eine Scheibe".
Bsp Auch, dass sie eine Kugel ist, ist keine "graduelle Wahrheit" sondern graduell gerechtfertigt.
Wahrheit/Putnam: eine Idealisierung von rationaler Akzeptierbarkeit. (Unter epistemisch idealen Bedingungen).
I (f) 162
Wahrheit/Putnam: 1. unabhängig von der Rechtfertigung hier und jetzt, aber nicht unabhängig von jeder Rechtfertigung! 2. Wahrheit soll stabil und konvergent sein.
I (h) 214
Wahrheit/Dummett: (1976,1991) ist Rechtfertigung! PutnamVsDummett: 1. das ist in vieler Weise irreführend, man kann die Bedingungen der Rechtfertigung für die Sätze einer natürlichen Sprache wahrscheinlich nicht spezifizieren. (Das glaubt aber Dummett).
2. Dummett glaubt an eine endgültige Verifikation, ich nur an eine idealisierte (anhand der gegenwärtigen Anhaltspunkte, also kontextempfindlich).
Behauptbarkeitsbedingungen/PutnamVsDummett: sind für einen beliebigen Satz nicht überschaubar.
Wie lernen wir sie dann? Durch die Aneignung einer Praxis. Das ist aber kein Algorithmus (wie reduktionistische Philosophen glauben).
I (h) 215
Die Behauptbarkeitsbedingungen können nicht formalisiert werden und daher auch nicht die menschliche Rationalität. ((s) Sie können wohl von Situationen unabhängig sein, aber nicht von unserer gesamten Praxis.)

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Millikan Vs Frege, G. I 102
Abbildungsrelation/Sprache/Millikan: wir beginnen damit, dass wenigstens einige Wörter mit Gegenständen koordiniert sind. Entsprechend korrespondieren wahre Sätze mit Tatsachen in der Welt.
Problem: falsche Sätze korrespondieren keiner Tatsache. Frage: wie können Wörter, die einzeln sehr wohl Gegenständen korrespondieren so zusammengesetzt werden, dass am Ende der ganze Satz nicht korrespondiert?
Bsp „Theaitetos fliegt“: „Theaitetos“ korrespondiert Theaitetus“, „fliegt“ korrespondiert fliegen.
falsche Lösung: zu sagen, dass es an der Relation zwischen Theaitetos und dem Fliegen läge. Denn die Relation korrespondiert schon etwas, dies kann instantiiert (Bsp zwischen Theaitetos und Gehen) oder uninstantiiert sein. Alles korrespondiert mit etwas - nur nicht der gesamte Satz „Theaitetos fliegt“.
Lösung/Frege: er verband sing Term mit „Werten“, die die Gegenstände in der Welt waren.
I 103
Satz/Frege/Millikan: interpretierte er damit ähnlich wie Namen, als komplexe Zeichen, die am Ende das Wahre oder das Flasche bezeichneten. (Millikan pro Frege: “elegant!”) Lösung/Wittgenstein/WittgensteinVsFrege/Millikan: (Millikan: besser als Frege): Komplex aRb, wobei im Fall vom falschen Sätzen die Korrespondenz mit der Welt fehlt.
Korrespondenz/Wittgenstein/Millikan: das ist aber ein anderer Sinn von „korrespondiert“! D.h. Wörter sollen anders mit Dingen korrespondieren, als Sätze mit der Welt. ((s) doppelter Unterschied: 1. aRb anders als 2. sLw!. Es hätte ja auch schon einen Unterschied gemacht, wenn man aRb und sRw gegenübergestellt hätte.).
((s) Sinn/Wittgenstein/(s): entspricht der Möglichkeit von Abweichungen.)

I 190
real value/indexikalischer Adaptor/Kennzeichnung/Millikan: Bsp „der ___ N der….“ indexikalischer Adaptor: muss ein real value von „N“ sein in dem eingebetteten Satz „N ist…“ .und ein real value von „das“ im eingebetteten Satz „das…“
fokussierte Eigenfunktion/EF: in einen inneren Namen übersetzt zu werden, der das Individuum N benennt. Diese hat die gesamte Kennzeichnung, wenn sie richtig adaptiert ist.
intentionales Icon: Bsp „der ___m der…“ enthält damit zwei intentionale Icons bzw. Abbildungen auf Tatsachen. Aber diese unterscheiden sich vom Zweck des Satzes als ganzem bzw. eines Teilsatzes.
eingebetteter Satz: will nicht bloß den Hörer in eine Tatsache einführen, sondern zeigen, zu welcher komplexen Kategorie dasjenige gehört, dem das Subjekt im unabhängigen Satz korrespondiert, das den eingebetteten Satz enthält.
Referent; so wird der Referent einer Kennzeichnung bestimmt.
Sinn/Millikan: jetzt wird klar, warum ich den Sinn die regeln genannt habe. Denn die verschiedenen Kennzeichnungen unterscheiden sich in Bezug auf die Regeln, selbst wenn sie denselben Referenten haben.
Fregescher Sinn/Millikan: diese Differenz der Regeln ist die Differenz im Sinn.
Sinn/Referent/MillikanVsFrege: aber einen Referenten zu haben ist bloß einen Sinn einer bestimmten Art zu haben. Damit gibt es etwas, das vorher schon unterschieden wurde, bevor der Sinn des Rests des Satzes identifiziert wurde.
I 191
Referent/Sinn/Millikan: aber das Haben von Sinn bzw. eines Referenten sind sehr ähnliche Arten von „Haben“.
I 274
Eigenschaft/Gegenstand/Prädikat/Substanz/Individuum/Ontologie/Millikan: Strawsons Unterscheidung zwischen „monogamen“ und „nichtmonogamen“ Entitäten ist nicht absolut, sondern relativ: Gegenstand/Ding: Bsp wenn mein Ring aus Gold ist, kann er nicht gleichzeitig aus Silber sein.
polygam: ist Gold relativ zu meinem Ring ((s) Er hätte auch aus Silber sein können – das Gold hätte zu einem anderen Gegenstand gehören können.). Dann ist Gold eine Eigenschaft (im Gegensatz zu einer anderen) und mein Ring eine Substanz.
Aber relativ zu anderen Substanzen scheint die Identität von Gold wie die Identität eines Individuums zu sein.
Ontologie/MillikanVsFrege/MillikanVsRussell: die starre Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand bzw. Einzelding und Eigenschaft müssen wir fallenlassen.
I 275
Variante: nicht nur Prädikate sind Varianten in Weltzuständen, sondern auch Substanzen bzw. Individuen (sie können ausgetauscht werden). Substanz: wenn wir Gold als eine Eigenschaft auffassen, hindert das nicht, es auch als eine Substanz aufzufassen. Wie Aristoteles meinte:
Individuen/Aristoteles/Millikan: sind bloß primäre Substanzen, nicht die einzigen Substanzen, die es gibt, D.h. Substanzen, die nicht Eigenschaften von etwas anderem sind.
Substanz/ Millikan. ist eigentlich eine epistemische Kategorie.
Substanz/Millikan: Bsp Gold, Bsp Hauskatze, Bsp 69er Plymouth Valiant 100.
Substanz/Kategorie/Millikan: Substanzen fallen in Kategorien, definiert durch die Ausschließlichkeitsklassen, in Hinblick auf die sie bestimmt sind.
Bsp Gold und Silber fallen in dieselbe Kategorie, weil sie zu denselben Ausschließlichkeitsklassen gehören: einen Schmelzpunkt haben, Atomgewicht, usw.
Millikan I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsWittgensteinVsWittgenstein Rorty Vs Gebrauchstheorie III 36
Gebrauchstheorie/RortyVsGebrauchstheorie/RortyVsWittgenstein: die Analogie zwischen Vokabularen und Werkzeugen hat einen Nachteil: Handwerker wissen gewöhnlich, welche Arbeit sie tun müssen, bevor sie die Werkzeuge suchen oder erfinden. Das ist von Dichtern nicht zu erwarten. >Gebrauch, >Vokabular.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Verschiedene Vs Gebrauchstheorie Münch III 328
HolensteinVsGebrauchstheorie: muss durch Weltwissen ergänzt werden. Regeln allein genügen nicht.
Elmar Holenstein, Mentale Gebilde, in: Dieter Münch (Hg) Kognitionswissenschaft, Frankfurt 1992

Grice I 145
Gebrauchstheorie der Bedeutung/WelkerVsWittgenstein: da die Sätze in unserem Leben sich kaum je zweimal in der gleichen Form einstellen, ist infragezustellen, wieso der Gebrauch die Bedutung bestimmt!.




VsWittgensteinVsWittgenstein Dummett Vs Holismus Fodor/Lepore IV 8
analytisch/synthetisch(a/s)/Holismus/Fodor/Lepore: es gibt ein Argument dafür, dass anatomische Eigenschaften auch holistisch sind, das voraussetzt, dass die Unterscheidung anal/synth. (a/s) aufgehoben ist. Bsp DummettVsHolismus: zeigt weder, wie Kommunikation funktionieren soll, noch Spracherwerb oder Sprachbeherrschung. (Wenn man zugleich allle Propositionen kennen muss, was unmöglich ist).
((s) Das setzt also voraus, dass auch anatomische Eigenschaften holistisch sind. (bzw. dass es keine anatomischen Eig gibt). Durch diese Extremposition wird Lernen erst unmöglich).
Dummett/(s)VsDummett: geht also von der extremen Annahme aus, dass anatomische Eigenschaften (die nur ein zweites gleichartiges Ding annehmen) zugleich holistisch sind, d.h. viele gleichgeartete Dinge annehmen. Also quasi ein Popanz.
Dummett: genausowenig zeigt der Holismus, wie eine gesamte Theorie überhaupt signifikant sein kann: wenn ihre interne Struktur nicht ihrerseits in signifikante Teile zerlegt werden kann, dann hat sie keine interne Struktur.
Fodor/Lepore: Dummett argumentiert aus folgender Analogie: Sätze sind interpersonell verstehbar, weil ihre Bedeutungen aus den Bedeutungen ihrer Komponenten gebildet werden und Sprecher und Hörer sind in diese Bedeutungen eingeweiht.
Dummett/Fodor/Lepore: diese Erklärung setzt voraus, dass Sprecher und Hörer dasselbe meinen.
IV 9
Und es setzt voraus, dass die Konstituenten überhaupt Bedeutung haben. Wenn der Holismus wahr wäre, wäre das falsch.
IV 10
Holismus/Fodor/Lepore: ist auch ein Revisionismus: er könnte HolismusVsDummett: antworten: "um so schlimmer für unser konventionelles Verstehen davon, wie Sprachen und Theorien gelernt und vermittelt werden". Quine, Dennett, Stich, die Churchlands und viele andere sind stark versucht von dieser revisionistischen Richtung.

Horwich I 459
Bedeutungstheorie/m.th./DummettVsDavidson: wir brauchen mehr, als er uns gibt: es könnte sein, dass jemand alle WB kennt ohne den Inhalt der (metasprachlichen) rechten Seite des T Satzes zu kennen. T-sentence/Dummett: erklärt gar nichts, wenn die Metasprache ((MS) die Objektsprache (OS) enthält. Und weil das so ist, gilt das gleiche auch, wenn MS und OS getrennt sind. (Terminologie/Dummett: „M Satz“ (M- sentence“.
T-sentence/Davidson: Z „neutrale, schneegebundene Trivialität“. Kein einzelner T Satz sagt, was es heißt, die Wörter auf der linken Seite zu verstehen, aber das ganze Korpus von Sätzen sagt dass dies alles ist, was man darüber wissen kann. ((s) keine Theorie „jenseits“, „darüber“).
DummettVsDavidson: damit gesteht Davidson eine Niederlage ein: dann kann man nicht beantworten, wie der Sprecher zu seinem eigenen Verständnis der von ihm gebrauchten Wörter kommt. ((s) > DummettVsHolism).
DummettVsDavidson: man kann dann seine Fähigkeit zum Sprachgebrauch nicht in einzelne Teilfähigkeiten aufteilen.
Sprache/Gebrauch/Wittgenstein/Davidson/SellarsVsDummett/Rorty: solche Teilfähigkeiten gibt es gar nicht. Wenn „tertia“ wie „bestimmte Bedeutung“, „Reaktion auf Reize“ usw. abgeschafft sind, gibt es keine Komponenten mehr, in die man die Fähigkeit zum Sprachgebrauch (>Kompetenz?) aufteilen könnte. Bsp „Woher weißt du, dass das rot ist?“ Wittgenstein: „ich spreche deutsch“.
T-sentence/Davidson: verdoppelt nicht irgendwelche inneren Strukturen. Die gibt es auch gar nicht, sonst würde man die „tertia“ wieder einführen.
BT/DummettVsDavidson/Rorty: dieser macht aus der Not eine Tugend. Wir können aber von einer BT mehr erwarten. Und zwar wird sie die traditionellen Begriffe der empiristischen Erkenntnistheorie bewahren. Eine solche Theorie muss die Fähigkeit zum Sprachgebrauch durch Kenntnis der WB erklären .
Dummett: Kontrast: Bsp „das ist rot“ und Bsp „es gibt transfinite Kardinalzahlen“.
Holismus/Wittgenstein/VsDummett/DavidsonVsDummett: hier gibt es gar keinen Kontrast!
Verstehen/Erfassen/Wittgenstein/Davidson/Rorty: für Davidson und Wittgenstein ist das Erfassen in all diesen Fällen ein Erfassen der inferentiellen Relationen zwischen den Sätzen und anderen Sätzen der Sprache.
Bedeutung/Wittgenstein: das Akzeptieren irgendeines Schlussprinzips (inferential principle) trägt dazu bei, die Bedeutung der Wörter zu bestimmen. (Davidson dito).
DummettVsWittgenstein/DummettVsHolism: das führt uns zu der Einstellung, dass keine systematische BT überhaupt möglich ist.
RortyVsDummett: erzeigt aber nicht, wie sie möglich ist.(1)

1. Richard Rorty (1986), "Pragmatism, Davidson and Truth" in E. Lepore (Ed.) Truth and Interpretation. Perspectives on the philosophy of Donald Davidson, Oxford, pp. 333-55. Reprinted in:
Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994

Rorty I 289
Philosophie/Dummett/Rorty: (VsDavidson) (wie Putnam): einzige Aufgabe der Philosophie ist die Analyse von Bedeutung. (Sie ist das Fundament, und nicht Descartes Erkenntnistheorie). DummettVsDavidson/DummettVsHolismus/Rorty: man kann keine angemessene Sprachphilosophie ohne die beiden Kantischen Unterscheidungen (Gegebenheit/Interpretation und Notwendigkeit/Kontingenz) schreiben.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Rescher Vs Korrespondenztheorie I 344
Korrespondenztheorie/Rescher: kann 1. definitorisch 2 kriterienbezogen sein Verifikation: "Konfrontation mit den Tatsachen" unbrauchbar: nicht bei Allsätzen, Vergangenheit, Wahrscheinlichkeit, Modalität, Kontrafaktischen Konditionalen RescherVsKorrespondenztheorie: Art der Korrespondenz völlig ungelöst RescherVsWittgenstein VsAbbildtheorie: Sprache funktioniert nicht so.
I 345
RescherVsKorrespondenztheorie: um welche Art von »Korrespondenz« es geht, ist nicht auch nur annähernd befriedigend gelöst.
I 382
RescherVsWittgenstein: diese Theorie unterstellt eine Widerspiegelung oder Abbildtheorie. Sprache funktioniert in Wirklichkeit nicht so.
I 345
Die Korrespondenztheorie löst nicht das Problem des Kriteriums.

Resch I
Nicholas Rescher
The Criteriology of Truth; Fundamental Aspects of the Coherence Theory of Truth, in: The Coherence Theory of Truth, Oxford 1973 - dt. Auszug: Die Kriterien der Wahrheit
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Resch II
N. Rescher
Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’ s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010
VsWittgensteinVsWittgenstein Stalnaker Vs Kripke, Saul A. Stalnaker I 125
VsKontingente Identität/Stalnaker: wenn es möglich ist, dass ein Ding zwei Dinge wären, dann gibt es ein a, das dieses Ding in der möglichen Welt (MöWe) w1 ist und b und c in w2. Dann sollte die Querwelteinidentität b = a und a = c beide wahr sein, aber die innerweltliche Identität b = c ist falsch! (In w2). Das verletzt eben die Transitivität der Identität.
Lösung/Stalnaker: wir müssen fragen, in welcher MöWe diese Aussage gemacht wird.
In w1 ist auch b = c wahr D.h. es ist wahr in w1, dass das Individuum, das in w2 b ist, identisch ist mit dem, das in w2 c ist. Das ist keine Verletzung der Transitivität.
Dagegen:
Aus Sicht von w2: hier ist b = c falsch (s.o.). was ist mit b= a und c = a? Diese identifizieren zwei Individuen, die in w1 identisch sind, mit einem Individuum aus w1.
Problem: aus Sicht von w2 ist die Beschreibung „das Individuum, das in w1 identisch mit a ist“ eine ungeeignete Beschreibung. Daher:
w2: aus Sicht von w2 sind Identitätsaussagen entweder falsch, ohne Wahrheitswert oder mehrdeutig. Analog zu
Bsp Russell ist der Autor von Principia Mathematica – der Autor von PM ist Whitehead - also ist Russell Whitehead. (s.o. die GR muss flexibel sein, sie darf keine Transitivität verlangen).

I 184
Metaphysik/Kripke/Stalnaker: nicht alle seine metaphysischen Behauptungen sind gleichermaßen überzeugend. Einerseits a) ist schwer zu bestreiten, dass wir Potentialitäten und Möglichkeiten für bestimmte Individuen sinnvoll annehmen können, unabhängig von der Weise, in der das Individuum spezifiziert wird andererseits:
b) ist weniger überzeugend, dass Kripke einige Möglichkeiten, die Individuen haben könnten, bestreitet.
StalnakerVsKripke: es ist nicht überzeugend, dass Kripke auf der einen Seite nicht zulässt, dass Shakespeare hätte andere Eltern haben können,
auf der anderen Seite aber in einem anderen Jahrhundert hätte leben können.
Wie sollte das denn gehen?
KripkeVsVs/Stalnaker: würde sagen, dass wir wenn wir solche Dinge überhaupt annehmen, verwirrt sind. Diese kontrafaktischen Möglichkeiten sind nicht kohärent.
Mögliche Welt /MöWe/Stalnaker: sind nicht dazu da, metaphysische Fragen zu klären.
Metaphysik/Kripke/Stalnaker: Kripkes metaphysische Thesen setzen seine Thesen über Referenz und Intentionalität nicht voraus.
Ist es umgekehrt, dass seine Kausaltheorie sein metaphysisches Bild voraussetzt?
Stalnaker: die metaphysische These über die Identifikation von Individuen über MöWe ist leicht zu trennen von der These, dass Namen starre Designatoren sind, deren Referenz über kausale Interaktion festgestellt werden kann.

Stalnaker I 181
Gegenstand/Eigenschaften/Ding/Objekt/SearleVsWittgenstein/SearleVsTractatus/Stalnaker: (Searle richtete sich damals nicht gegen Kripke, dessen Buch erst später publiziert wurde). Kripke/Stalnaker: aber auch er macht die metaphysische Unterscheidung zwischen Objekt und Eigenschaften, die Searle zurückweist.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsWittgensteinVsWittgenstein Horwich Vs Kripke, Saul A. Stegmüller IV 154
Meinen/Kripkes Wittgenstein/HorwichVsWittgenstein/HorwichVsKripke: die Liste (s.o.) muss ergänzt werden: d) mit "plus" die Addition zu meinen, schließt nicht aus, dass Fehler gemacht werden. das darf von keinem Bedeutungsbegriff verletzt werden.
e) die Bedeutung von "plus" ist eine intrinsische Eigenschaft! Das steht aber im Widerspruch zu d)!
Horwich: Gehirnuntersuchungen könnten übrigens Übereinstimmungen hervorbringen.
Kripke und Wittgenstein haben zwar gezeigt, dass es keine Tatsachen des Meinens geben müsse, aber nicht, dass es keine geben könnte!
IV 154/155
Stegmüller: auch Wittgenstein würde eine Rückkehr zur Empirie sicher begrüßen, aber eine Theorie könnte die Übereinstimmung wohl als Tatsache feststellen (wie die Theorie von Chomsky) aber immer noch nur im Rahmen von Behauptbarkeitsbedingungen (Rechtfertigungsbedingungen), nicht im Sinne einer wahrheitsfunktionalen Semantik. Turingmaschine/Kripkes Wittgenstein/Stegmüller/Chomsky: Bsp (Kripke) eine vom Himmel gefallene Maschine lässt sich in Bezug auf alles Relevante analysieren. (Programm und Gedächtnis).
a) Stegmüller: damit akzeptiert Chomsky eine Auffassung, die eine geradlinige Lösung des Paradoxons enthält.
Wir erkennen aufgrund von Unterschieden im Programm, ob "plus" oder "quus" repräsentiert ist. Denn wir verfügen über eine Theorie, die uns etwas über Unterschiede sagt.
IV 156
b) geradlinige Lösung: sprachliche Kompetenz. Wir unterscheiden wohlgeformte von nichtwohlgeformten Lautbildungen.
IV 157
"Schaltermodell"/internalisierte Sprache: im strukturellen Urzustand mag es viele Schalter geben, die auf "Null" gestellt sind, und darauf warten, in aktive Positionen gebracht zu werden. Sprache ist nichts anderes als eine vorliegende stabile Schaltereinstellung.
(Internalisierte Sprache).

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsWittgensteinVsWittgenstein Chisholm Vs Objektivität II 105f
Bezugnahme/Referenz/Brandl: durch Zeichen oder Sprecher? Durch Sprecher Strawson: dito also: Gebrauch des Zeichens referiert, nicht das Zeichen Problem: Intentionalität müßte Zeichen erklären – BrandlVsChisholm: These: zwecklos zu entscheiden ob das Sprachliche oder das Psychische (Intentionalität) den Primat haben soll Gerichtetheit unverständlich, wenn Bezeichung der Worte noch nicht eingeführt Trennung der Bereiche würde entweder zum totalen Behaviorismus oder Psychologismus führen –
II 107
"Einheit" würde auch nichts erklären! auch hier Frage nach Primat: entw. "Denken an" oder Sprechen über Ggst Lösung: versch. Arten von sing Term für versch. Arten der Referenz unterscheiden aber nur eine Art Intentionalität.
II 120
objektive Referenz/Chisholm: steht und fällt mit der "epistemischen Nähe". Möglichkeit der Identifikation. Bsp Angenommen, Tom wäre der kleinste Spion: dann können wir noch nicht schließen, daß jeder vernünftige Mensch Tom für einen Spion hält. Er kann noch keine de re Zuschreibung machen. Also brauchen wir diese Glaubenseinstellung nicht im strengen Sinne als de re zu klassifizieren.
II 120/121
Bsp Angenommen, der kleinste Spion sei außerdem der reichste Kaffeehändler: dann lassen sich auch zweierlei Beziehungen angeben, in denen ich ausschließlich zum kleinsten Spion stehe. DF. Weiß ich darüber hinaus, daß es sich um dieselbe Person handelt, dann müßte ich mit ihr "epistemisch vertraut" sein. Das könnte ich aber auch schon sein, wenn ich nur eine Informationsquelle habe, ohne mit der Person bekannt zu sein,.
de re: Ich kann aber nichts vom kleinsten Spion de re glauben, bevor ich ihn persönlich kenne.
VsChisholm: wir erfahren von ihm nicht, worin diese engere Beziehung des "Kennens" bestehen soll. Damit wird neuerlich unklar, was der Mechanismus der indirekten Zuschreibung beitragen soll.
II 123
Referenz/Bekanntschaft/Beschreibung/BrandlVsChisholm: Problem: zweierlei Einzigkeitsrelation entspricht dem Problem, daß neben der referentiellen auch attributive Bezugnahme im Spiel ist.
II 124
Gefahr der Vereinfachung: es gibt keine reine Unterscheidung referentiell/attributiv: wir müssen immer fragen, welche Rolle der einen wie der anderen Form der Bezugnahme im konkreten Fall zukommt. Hier gibt es ein Spektrum von Möglichkeiten, die nicht durch die Dichotomie ref/att zu erklären ist. Eigene Erfahrungen und Informationen von anderen beeinflussen den Mechanismus der Bezugnahme.
II 125
VsChisholm: nur in ganz besonderen Fällen, nämlich rein referentiellen gelingt das allein durch "epistemische Vertrautheit".
II 126
Frage: was könnte als solchen Verbindungsglied zwischen und X fungieren? Wittgenstein: zwei Kandidaten:
1. ein Bild, das dem Gegenstand ähnlicher als jedem anderen ist
2. eine Äußerung des Vorstellenden, mit dem nur X bezeichnet wird.
ChisholmVsWittgenstein: Die Beziehung zwischen einer Äußerung (Satz) und einem Gegenstand könne nicht "grundlegender" sein, als die zwischen V und X.
II 128
BrandlVsChisholm: umgekehrt: Wittgenstein stellt uns hier eine Fangfrage. Wenn wir hier reduktionistisch argumentieren, werden wir nie einen Endpunkt finden. Wir brauchen immer weitere Zwischeninstanzen als Verbindungen.

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsWittgensteinVsWittgenstein Russell Vs Quine, W.V.O. Prior I 39
verzweigte Typentheorie/VTT/Prior: erste Auflage Principia Mathematica: hier heißt es noch nicht, dass Quantifikation über Nichtsubstantive (non nominal) illegitim ist, oder dass sie nur scheinbar nicht nominal sind. (Nicht über Namen?) sondern nur, dass man sie vorsichtig behandeln muss.
I 40
Die VTT war schon in der ersten Auflage eingearbeitet. (Sonderzeichen) (Die "einfache TT" ist dagegen wenig mehr als eine gewisse Sensitivität gegenüber der Syntax.)
Prädikat: macht einen Satz aus einem Substantiv. Bsp "φ" ist ein Verb, das den Satz "φx" formt.
Es wird aber keinen Satz bilden, wenn ein Verb einem anderen Verb hinzugefügt wird. "φφ" .
Verzweigte/Verzweigung: kommt herein, wenn Ausdrücke einen Satz aus einem einzelnen Namen bilden. Hier müssen wir unterscheiden, ob quantifizierende Ausdrücke derselben Art vorkommen.
Bsp "__ hat alle Eigenschaften eines großen Feldherrn".
logische Form: "Für alle φ, wenn (für alle x, wenn x ein großer Feldherr ist, dann φx) dann φ__".
∏φ∏xCψxφx" (C: Konditional, ψ: Feldherr,∏:für alle gilt ).
Einfacheres Bsp "__ hat die eine oder andere Eigenschaft"
logische Form: "Für ein φ,φ __"
"∑φφ". (∑: es gibt ein)
Ordnung/Typ: hier kann man sagen, obwohl das Prädikat vom selben Typ ist, ist es doch von verschiedener Ordnung.
Weil dieses "φ" eine interne Quantifikation von "φ’s" hat.
VTT: nicht nur verschiedene Typen, sondern auch verschiedene "Ordnungen" sollten von verschiedenen Symbolen dargestellt werden.
D.h. wenn wir z.B. "f" für eine prädikative Funktion über Individuen" (also als einstelliges Prädikat) eingeführt haben, dürfen wir nicht non prädikative Funktionen für "f" in Theoremen einsetzen.
Bsp "Wenn es keine Tatsachen über ein bestimmtes Individuum gibt..."
"wenn für alle φ, nicht φx, dann gibt es auch nicht diese Tatsache über x: dass es keine Tatsache über x gibt. d.h. wenn es wahr ist, dass es keine Tatsachen über x gibt, dann kann es nicht wahr sein. D.h. wenn es wahr ist, dass es keine Tatsachen über x gibt, dann ist es falsch, dass es diese Tatsache gibt.
Symbolisch:
1. C∏φNφxNψx.
I 41
"Wenn für alle φ nicht φ, dann nicht ψx" (wobei "ψ" für irgendein Prädikat stehen kann). Daher, durch Einsetzen von "N" für "": 2. C∏φNφxN∏φNφx
Daher, durch Einsetzen und reductio ad absurdum: CCpNpNp (was seine eigene Falschheit imliziert, ist falsch),
3. C∏φNφx.
Der Schritt von 1 zu 2 ist eine unzulässige Substitution nach der VTT.
Satz/VTT/Prior: die gleiche Einschränkung muss für Sätze (d.h. "nullstellige Prädikate", Propositionen) gemacht werden.
Damit wird das wohlbekannte alte Argument verhindert:
Bsp wenn alles falsch wäre, dann wäre eins dieser falschen Ding dies: dass alles falsch ist. Daher kann es nicht der Fall sein, dass alles falsch ist.
logische Form:
1. C∏pNpNq
durch Einsetzen:
2. C∏pNpNPpNp
und so durch CCpNpNp (reductio ad absurdum?)
3. N∏pNp,
VTT: das wird jetzt blockiert durch die Überlegung, dass "∏pNp" keine Proposition "derselben Ordnung" ist, wie das "p" das in ihr selbst vorkommt. Und damit auch nicht von derselben Ordnung, wie das "q" was aus ihr durch Instantiation folgt, und so kann es nicht für "q" eingesetzt werden, um von 1 nach 2 zu gelangen.
RussellVsQuine/Prior: hier werden Propositionen und Prädikate "höherer Ordnung" nicht völlig ausgeschlossen, wie bei Quine. sie werden bloß als von anderer "Ordnung" behandelt.
VsVTT: es gab Probleme mit einigen grundlegenden mathematischen Formen, die nicht mehr gebildet werden konnten, und so führen Russell und Whitehead das Reduzibilitätsaxiom ein.
Dagegen wurde in den 20er Jahren wiederum eine vereinfachte Typentheorie vorgeschlagen.
Typentheorie/Ramsey: war einer der frühen Verfechter einer Vereinfachung.
Wittgenstein/Tractatus/Ramsey: These: Allquantifikation und Existenzquantifikation sind beides lange Konjunktionen oder Disjunktionen von Einzelsätzen (singulären Sätzen).
Bsp "Für einige p,p": Entweder Gras ist grün oder der Himmel ist rosa, oder 2 + 2 = 4 usw.". (>Wessel: KNF,ANF, konjunktive und adjunktive Normalform).
Propositionen/Wittgenstein/Ramsey: egal von welcher "Ordnung" sind immer Wahrheitsfunktionen von Einzelsätzen.
VTTVsRamsey/VsWittgenstein: solche Konjunktionen und Disjunktionen müssten nicht nur unendlich lang sein, sondern die von höherer Ordnung müssten sich auch selbst enthalten!
Bsp "Für einige p.p" müsste als Disjunktion geschrieben werden, von der "Für einige p,p" selbst ein teil ist, das wiederum einen Teil enthalten müssten, ...usw.
RamseyVsVs: die verschiedenen Ebenen, die hier auftreten sind nur Unterschiede der Zeichen: nicht nur zwischen "Für einige p, p" und "Für einige φ,φ" sondern auch zwischen
"p und p" und "p oder p" und sogar das einfache "p" sind nur verschiedene Zeichen!
Daher muss die ausgedrückte Proposition nicht sich selbst enthalten!

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsWittgensteinVsWittgenstein Millikan Vs Quine, W.V.O. I 215
beschreibend/referentiell/Kennzeichnung/Klassifikation/Millikan: man kann erzwingen, dass eine beschreibende Kennzeichnung referentiell funktioniert, Bsp „Er sagte, dass der Gewinner der Verlierer war“. Bsp (Russell): „Ich dachte, deine Yacht wäre größer als sie ist“.
I 216
Lösung: „der Gewinner“, und „größer als deine Yacht“ müssen als nach dem angepassten (adaptierten) Sinn klassifiziert angesehen werden. Dagegen:
„Der Verlierer“: hat wahrscheinlich nur beschreibenden Sinn-
„Deine Yacht“: wird durch beides klassifiziert: durch angepassten und durch relationalen Sinn, nur „dein“ ist rein referentiell.
Quine: (klassisches Beispiel) Bsp „Phillip glaubt, dass die Hauptstadt von Honduras in Nicaragua liegt“.
MillikanVsQuine: das ist nicht, wie Quine glaubt, offensichtlich falsch. Es kann als wahr gelesen werden, wenn „Hauptstadt von Honduras“ relationalen Sinn in diesem Kontext hat.
referentiell/beschreibend/Glaubenszuschreibung/intentional/Millikan: es gibt Ausnahmen, wo die Ausdrücke nicht beschreibend, aber auch nicht rein referentiell funktionieren, sondern auch durch relationalen Sinn oder Intension.
Bsp „der Mann der uns nach Hause fuhr“ sei jemand, der Sprecher und Hörer sehr gut bekannt ist. Dann muss der Hörer annehmen, dass hier jemand anderes gemeint ist, weil der Name nicht gebraucht wird.
Regel: hier wird die zweite Hälfte der Regel für intentionale Kontexte verletzt, „setzte welchen Ausdruck auch immer ein, der die Referenz erhält“. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass die erste Hälfte verletzt ist: „ein Zeichen hat nicht nur Referenz, sondern auch Sinn oder Intension, die erhalten werden müssen. Warum sollte man sonst eine so umständliche Kennzeichnung („der Mann der uns nach Hause fuhr“) gebrauchen, statt des Namens?
Ortcutt/Ralph/Spion/Quine/Millikan: Bsp es gibt einen Mann mit braunem Hut, den Ralph flüchtig gesehen hat. Ralph nimmt an, er ist ein Spion.
a) Ralph glaubt, dass der Mann den er flüchtig gesehen hat, ein Spion ist.
I 217
b) Ralph glaubt, der Mann mit dem braunen Hut ein Spion ist Millikan: die unterstrichenen Teile werden relational aufgefasst, b) ist fraglicher als a) weil nicht klar ist, ob Ralph in explizit als einen braunen Hut tragend wahrgenommen hat.
Quine:
Außerdem ist da ein grauhaariger Mann, den Ralph vage als Säule der Gesellschaft kennt und von dem ihm nicht bewusst ist ihn gesehen zu haben, außer einmal am Strand.
c) Ralph glaubt, dass der Mann, den er am Strand gesehen hat, ein Spion ist.
Millikan: das ist sicher relational. Als solches wird es nicht aus a) oder b) folgen.
Quine: führt jetzt erst an, dass Ralph es nicht weiß, aber die zwei Männer sind ein und derselbe.
d) Ralph glaubt, dass der Mann mit dem braunen Hut kein Spion ist.
Das ist jetzt einfach falsch.
Frage: was ist aber mit
e) Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist
f) Ralph glaubt, dass Ortcutt kein Spion ist.
Quine: jetzt erst teilt uns Quine nämlich den Namen des Mannes mit (der Ralph unbekannt ist).
Millikan: Bsp Jennifer, eine bekannte von Samuel Clemens, weiß nicht, dass dieser Mark Twain ist.
I 218
Sie sagt: „Ich würde sehr gern Mark Twain treffen“ und nicht „ich würde sehr gern Samuel Clemens treffen“. sprach-abhängig: hier wird „Mark Twain“ sprach-abhängig klassifiziert. Also sind auch sprachgebundene Intensionen nicht immer irrelevant für intentionale Kontexte. Sprach-gebunden musste das hier sein, um deutlich zu machen, dass der Name selbst wesentlich ist und gleichzeitig, dass es sinnlos ist zu unterstellen, dass sie gesagt hätte, sie wolle Samuel Clemens treffen.
Ralph/Quine/Millikan: Quine geht davon aus, dass Ralph nicht nur zwei innere Namen für Ortcutt hat, aber nur einer von beiden ist an den äußeren Nehmen Ortcutt geknüpft.
Millikan: Variante: Bsp’ ‚ Sie und ich beobachten Ralph, der misstrauisch Ortcutt beobachtet, der mit einer Kamera hinter dem Busch steht (sicher will er nur Spinnweben fotografieren). Ralph hat Ortcutt nicht als diesen erkannt und Sie denken: Gute Güte, Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist“.
Pointe: in diesem Kontext ist der Satz wahr! ((s) Weil der Name „Ortcutt“ von uns verliehen wurde, nicht von Ralph).
referentiell/Millikan: Lösung: „Ortcutt“ wird hier als referentiell klassifiziert.
referentiell/Millikan. Bsp „Letzten Halloween dachte Susi tatsächlich, Robert (ihr Bruder) wäre ein Geist“. ((s) sie dachte nicht von Robert und auch nicht von ihrem Bruder, dass er ein Geist wäre, sondern dass sie einen Geist vor sich hätte).
MillikanVsQuine: so lange wie noch niemand explizit gefragt oder verneint hat, dass Tom weiß, dass Cicero Tullius ist, sind die zwei Glaubenszuschreibungen „Tom glaubt, dass Cicero Catilina denunziert hat“ und „…Tullius…“ äquivalent!
sprach-gebundene Intension/Millikan: wird nur erhalten, wenn der Kontext klarmacht, welche Worte gebraucht wurden, oder welche öffentlichen Wörter der Glaubende als implizite Intensionen hat.
voll-entwickelte (sprach-unabhängige) Intension/Millikan: für sie gilt das gleiche, wenn sie absichtlich bewahrt werden:
I 219
Bsp „Die Eingeborenen glauben, dass Hesperus ein Gott und Phosphorus ein Teufel ist“. Aber:
Pointe: es geht darum, dass die Eigenfunktion eines Satzes erhalten bleiben muss, wenn man in intentionale Kontexte übergeht. Das ist der Grund dafür, dass man bei der Glaubenszuschreibung nicht einfach „Cicero ist Tullius“ durch „Cicero ist Cicero“ ersetzen kann. ((s) triviale/nicht-triviale Identität).
Stabilisierungsfunktion/SF/Identitätsaussage/Millikan: die SF ist es, dass der Hörer „A“ und „B“ in denselben inneren Term übersetzt. Deswegen ist die Eigenfunktion (EF) von „Cicero ist Cicero“ eine andere als die von „Cicero ist Tullius“. Weil die EF verschieden ist, kann das eine nicht für das andere eingesetzt werden, in intentionalen Kontexten.
Eigenfunktion: Bsp „Ortcutt ist ein Spion und kein Spion“: hat die EF, in einen inneren Satz übersetzt zu werden, der ein Subjekt und zwei Prädikate hat. Kein Satz dieser Form ist in Ralphs Kopf zu finden. Deshalb kann man nicht sagen, dass Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion und kein Spion ist.

I 299
Nichtwiderspruch/Millikan: der Test auf sie ist gleichzeitig ein Test auf unsere Fähigkeit, etwas zu identifizieren, wie auch darauf, dass unsere Begriffe das abbilden, was sie abbilden sollen. MillikanVsQuine: dabei geht es aber nicht „Bedingungen für Identität“ aufzustellen. Und auch nicht um „geteilten Bezug“ („derselbe Apfel wieder“). Das gehört zum Problem der Einheitlichkeit, nicht der Identität. Das ist nicht das Problem zu entscheiden, wie eine Ausschließlichkeitsklasse aufgeteilt wird.
I 300
Bsp zu entscheiden, wann rot aufhört und orange anfängt. Statt dessen geht es darum zu lernen, Bsp rot unter anderen Umständen wiederzuerkennen.
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann.
MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).

I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt. Übereinstimmung/MillikanVsWittgenstein/MillikanVsQuine/Millikan: beide sehen nicht die Wichtigkeit der Subjekt-Prädikat-Struktur mit Negation. Daher verkennen sie die Wichtigkeit der Übereinstimmung im Urteil.
Übereinstimmung: dabei geht es nicht darum, dass zwei Leute zusammenkommen, sondern dass sie mit der Welt zusammenkommen.
Übereinstimmung/Nichtübereinstimmung/Millikan: sind nicht zwei gleichwahrscheinliche Möglichkeiten ((s) Vgl. >Inegalitäre Theorie/Nozick). Es gibt viel mehr Möglichkeiten für einen Satz falsch zu sein, als für denselben Satz, wahr zu sein.
Wenn nun ein ganzes Muster (System) übereinstimmender Urteile auftaucht, die denselben Bereich abbilden (z.B. Farbe) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer einen Bereich draußen in der Welt abbildet, überwältigend. ((s) ja - aber noch nicht, dass sie dasselbe meinen).
Bsp nur weil meine Urteile über den Zeitablauf fast immer mit denen anderer übereinstimmen, habe ich Grund zu glauben, dass ich die Fähigkeit habe, meine Erinnerungen richtig in den Zeitablauf einzuordnen.
Objektivität/Zeit/Perspektive/Medium/Kommunikation/Millikan: These: das Medium, das andere Personen mit ihren Äußerungen bilden, ist für mich die am besten zugängliche Perspektive, die ich im Hinblick auf die Zeit haben kann.

I 312
Begriff/Gesetz/Theorie/Test/Überprüfung/Millikan: wenn ein Begriff in einem Gesetz vorkommt ist es notwendig,
I 313
ihn zusammen mit anderen Begriffen zu testen. Verknüpft sind diese Begriffe nach gewissen Schlussregeln. Begriff/Millikan: dass Begriffe aus Intensionen bestehen, sind es die Intensionen, die getestet werden müssen.
Test: heißt aber nicht, dass das Vorkommen von Sinnesdaten vorausgesagt würde. (MillikanVsQuine).
Sinnesdatentheorie/heute/Millikan. die vorherrschende Sicht scheint zu sein, These: dass weder eine innere noch eine äußere Sprache tatsächlich Sinnesdaten beschreibt, außer, dass die Sprache von vorausgehenden Begriffen äußerer Dinge abhängt, die Normalerweise Sinnesdaten verursachen.
I 314
Vorhersage/Voraussage/voraussagen/Prognose/MillikanVsQuine/Millikan: wir bilden die Welt ab, um sie zu bewohnen, nicht um sie vorherzusagen. Wenn Voraussagen nützlich sind, so doch nicht von Erlebnissen an unseren Nervenenden. Bestätigung/Voraussage/Millikan: ein Wahrnehmungsurteil impliziert vor allem sich selbst. Bsp wenn ich verifizieren möchte, dass dieser Behälter einen Liter fasst, muss ich nicht voraussagen können, dass die einzelnen Kanten eine bestimmte Länge haben.
D.h. ich muss keine bestimmten Sinnesdaten vorhersagen können.
I 317
Theorie/Überprüfung/Test/MillikanVsQuine/Millikan: ist es wirklich wahr, dass alle Begriffe zusammen getestet werden müssen? Tradition: sagt, dass nicht nur einige, sondern die meisten unserer Begriffe nicht von Dingen sind, die wir direkt beobachten sondern von anderen Dingen.
Test/logische Form/Millikan: wenn es ein Ding A gibt, ds identifiziert wird, indem Effekte auf B und C beobachtet werden, wird dann nicht die Gültigkeit der Begriffe von B und C zusammen mit der Theorie, die die beobachteten Effekte auf den Einfluss von A zurückführt, zusammen mit dem Begriff von A getestet?
Millikan. Nein!
Aus der Tatsache, dass meine Intension von A auf Intensionen von B und C zurückgeht folgt nicht, dass die Gültigkeit der Begriffe, die B und C regieren, getestet wird, wenn der Begriff, der A regiert, getestet wird und umgekehrt auch nicht.
Und zwar folgt es nicht, wenn A eine bestimmte Kennzeichnung ist Bsp „der erste Präsident der USA“ und es folgt auch nicht, wenn die explizite Intension von A etwas kausal Abhängiges repräsentiert Bsp „das Quecksilber in dem Thermometer hier stieg auf die Marke 70“ als Intension für „die Temperatur betrug 70 Grad“.
I 318
Begriff/Millikan; Begriffe sind Fähigkeiten – und zwar die Fähigkeit etwas als selbstidentisch zu erkennen. Test/Überprüfung: die Überprüfungen der Gültigkeit meiner Begriffe sind ganz unabhängig voneinander: Bsp meine Fähigkeit, einen guten Kuchen zu machen ist ganz unabhängig von meiner Fähigkeit Eier zu zerschlagen, auch wenn ich Eier zerschlagen muss, um den Kuchen zu machen.
Objektivität/objektive Realität/Welt/Methode/Wissen/Millikan: wir erhalten ein Wissen über die Außenwelt, indem wir verschiedene Methoden anwenden um ein Ergebnis zu erhalten. Bsp verschiedene Methoden der Temperaturmessung: So kommen wir zu der Auffassung, dass Temperatur etwas Reales ist.
I 321
Wissen/Zusammenhang/Holismus/Quine/MillikanVsQuine/Millikan: hängt nicht alles Wissen von „kollateraler Information“ ab, wie Quine sie nennt? Wenn alle Wahrnehmung mit allgemeinen Theorien verwoben ist, wie können wir dann einzelne Begriffe unabhängig vom Rest testen? Two Dogmas/Quine/Millikan. These: ~ „unsere Feststellungen über die äußere Welt stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung, sondern nur als Korpus“.
Daraus folgt: keine einzelne Überzeugung ist immun gegen Korrektur.
Test/Überprüfung/MillikanVsHolismus/MillikanVsQuine/Millikan: die meisten unserer Überzeugungen stehen niemals vor dem Tribunal der Erfahrung.
I 322
Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Überzeugung jemals durch andere Überzeugungen gestützt oder widerlegt wird. Bestätigung: einzige Bestätigung: durch meine Fähigkeit, die Gegenstände wiederzuerkennen, die in meinen Einstellungen vorkommen.
Daraus, dass Überzeugungen zusammenhängen folgt nicht, dass die Begriffe ebenso zusammenhängen müssen.
Identität/Identifikation/Millikan. die Erkenntnistheorie der Identität ist vorrangig vor der der Urteile.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsWittgensteinVsWittgenstein Wittgenstein Vs Searle, J.R. Esfeld I 76
Gebrauchstheorie/Esfeld: impliziert nicht, daß Überzeugungen auf Aussagen in einer öffentlichen Sprache reduziert werden oder durch Aussagen ersetzt werden können. Sonst müßte man eine Theorie bedeutungsvoller Aussagen entwickeln, die nicht auf Glaubenszustände von Personen Bezug nimmt.
SearleVsWittgenstein: These: Glaubenszustände haben Priorität von sprachlichen Ausdrücken.
WittgensteinVsSearle: statt dessen: These: Überzeugungen zu haben und eine öffentliche Sprache zu meistern, ist gleichursprünglich.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsWittgensteinVsWittgenstein Wittgenstein Vs Tractatus Tugendhat I 163
Tractatus/Tugendhat: naive gegenstandstheoretische Position. Wittgenstein: "was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten" "der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen". "Im Sachverhalt hängen die Gegenstände ineinander, wie die Glieder einer Kette". (2.03). (Später von Wittgenstein verworfen). Wittgenstein/spät/Selbstkritik/VsTractatus: Philosophische Bemerkungen: "Komplex ist nicht gleich Tatsache. Von einem Komplex sage ich, er bewege sich von einem Ort zum andern, aber nicht von einer Tatsache." "Zu sagen, ein roter Kreis bestehe aus Röte und Kreisförmigkeit, oder einem Komplex aus diesen Bestandteilen, ist ein Missbrauch dieser Wörter und irreführend."

I 235 ff
WittgensteinVsWittgenstein/WittgensteinVsTractatus/Hintikka: WWK, 209 f. "Unklar war mir im Tractatus die logische Analyse und die hinweisende Erklärung"..."dachte damals, dass es eine Verbindung der Sprache mit der Wirklichkeit"..
I 236
Zeichen/Bedeutung/Definition/Zeigen/Waismann ("Thesen") :"wir können Zeichen auf zwei Arten Bedeutung geben: 1. durch Aufweisung 2. durch Definition."
I 237
Hintikka: tiefere Gründe: im Tractatus hält die These der Unausdrückbarkeit der Semantik Wittgenstein nicht davon ab, die Rolle der hinweisenden Erklärung unter dem Deckmantel des Zeigens hervorzuheben. Durch seinen Wechsel von der phänomenologischen zur physikalischen Sprache ist es unmöglich für ihn, alle seine nicht weiter zurückführbaren Gegenstände hinweisend zu definieren. Ein und dieselbe Geste kann im Spiel sein, wenn man einen Personennamen, ein Farbwort, einen Stoffnamen (Massenterminus) ein Zahlwort, den Namen einer Himmelsrichtung hinweisend definiert.
Die Unterschiede gehören offenbar nicht zum Bereich des Phänomenologischen, sondern zur Ontologie der Alltagsgegenstände. PU § 28
Aus diesen Gründen lehnt Wittgenstein eine Zeitlang die Vorstellung ab, das hinweisende Erklären könnte eine Verbindung zwischen Sprache und Wirklichkeit herstellen.
I 297 ff
Bild/Übereinstimmung/Wirklichkeit/Wittgenstein/Hintikka: ist die Bildhaftigkeit eine Übereinstimmung?
I 298
Bild/Satz/WittgensteinVsTractatus/WittgensteinVsWittgenstein//Selbstkritik: "im Tractatus habe ich so etwas gesagt wie: sie sei eine Übereinstimmung der Form. Das ist aber ein Irrtum. Hintikka: das könnte den falschen Anschein erwecken, als habe Wittgenstein den Bildgedanken aufgegeben. Das ist aber ein Irrtum.
Bild/Wittgenstein: das Bild kann einen möglichen Sachverhalt abbilden. Es braucht kein Bild eines faktischen Zustands der Welt zu sein. Ein Befehl ist normalerweise ein Bild der Handlung, die ausgeführt werden soll, aber nicht notwendig ein Bild der tatsächlich vollzogenen Handlung. (Ebenso Werkzeichnung).
Welches ist die Projektionsmethode?
I 299
"Ich stelle mir also vor, die Verschiedenheit zwischen Satz und Wirklichkeit werde durch die Projektionsstrahlen ausgeglichen, die zum Bild, zum Gedanken gehören und die keinen Raum mehr für eine Methode der Anwendung lassen. Es gibt nur noch Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung." "Wie alles Metaphysische ist die Harmonie zwischen Gedanken und Wirklichkeit in der Grammatik
der Sprache aufzufinden."

II 138
Atomismus/VsAtomismus/Selbstkritik/WittgensteinVsTractatus: es war ein Irrtum, dass es Elementarsätze gäbe, in die sich alle Sätze zerlegen lassen. Dieser Irrtum hat zwei Wurzeln: 1. dass man die Unendlichkeit als Zahl auffasst, und annimmt es gebe eine unendliche Anzahl von Sätzen.
2. Aussagen, die Grade von Qualitäten zum Ausdruck bringen. ((s) Sie müssen nicht jeden anderen Satz ausschließen. Daher können sie nicht unabhängig sein).

III 151
Tractatus/spätere Selbstkritik/WittgensteinVsTractatus/WittgensteinVsWittgenstein: zwei Schwachpunkte beschäftigten ihn: 1. dass die beschreibende Sprache so offen als Musterbeispiel für die eigentliche Sprache aufgefasst wird. Es gibt noch viele unberücksichtigte Sprachformen
Es kann in Frage gestellt werden, ob der Sinn einer Äußerung unabhängig vom Zusammenhang verstanden werden kann. Außerdem Zweifel, inwieweit jeder sinnvolle Satz eine und nur eine logische Form besitzt.
2. Problem der Intersubjektivität unberücksichtigt
III 214
WittgensteinVsTractatus (Selbstkritik): Diskussionen mit Ramsey und dem italienischen Wirtschaftswissenschaftler Piero Sraffa. SraffaVsTractatus: VsAbbildtheorie: Vs, dass ein sinnvoller Satz eine Projektion eines Sachverhalts sein müsse. Bestritt auch, dass jeder sinnvolle Satz in Elementarsätze aufgelöst werden könne.
Aus dieser Kritik entstanden 1929 30 Philosophische Bemerkungen (PB)
1932 34 Philosophische Grammatik (PG)
1933 34 Das Blaue Buch + Das Braune Buch
Hauptwerk der "Zweiten Periode": Philosophische Untersuchungen (PU).
III 217
WittgensteinVsTractatus/Wittgenstein/spät/Flor: das kann in einer konkreten Situation durchaus sinnvoll und klar sein, eine vage Frage oder eine vage Beschreibung oder einen vagen Befehl zu geben.
VI 95/96
logische Konstanten/Elementarsatz/WittgensteinVsTractatus/WittgensteinVsWittgenstein/Schulte: Selbstkritik: nimmt jetzt nicht mehr an, dass man später einmal die Elementarsätze würde angeben können. In Wahrheit haben wir schon alles, und zwar gegenwärtig!
Neu: Vorrang des Satz Systems gegenüber dem Einzelsatz.
Früher: glaubte ich, dass wir ohne die logischen Konstanten auskommen müssen, denn "und", "oder", "nicht" verbinden die Gegenstände nicht. (Daran halte ich fest).
Aber ich glaubte fälschlich, die Elementarsätze seien unabhängig voneinander, weil ich fälschlich glaubte, die Verknüpfungsregeln der logischen Konstanten könnten etwas zu tun haben mit der inneren Struktur der Sätze.
In Wirklichkeit bilden die logischen Konstanten vielmehr nur einen Teil einer umfassenden Syntax, von der ich damals noch nichts wußte."

VII 148
Sprache/Tractatus/Tetens: die Sprache dient hier nur einem Zweck: Tatsachen abzubilden. WittgensteinVsWittgenstein/VsTractatus/später Wittgenstein/Tetens: statt dessen gibt es eine Mannigfaltigkeit von Sprachspielen. Um verständig zu sprechen, müssen wir an einer verwickelten sozialen Lebensform mit ihren vielfältigen Sprachspielen teilnehmen.
VII 149
Der Philosoph muss beschreiben, wie wir die Ausdrücke in der Alltagssprache gebrauchen.
VII 150
„...ein Bild hielt uns gefangen. Und heraus konnten wir nicht, denn es lag in unserer Sprache, und sie schien es uns nur unerbittlich zu wiederholen.“ (PU S. 82) deskriptiv/normativ/Tractatus/Tetens: Wittgenstein ignoriert im Tractatus die Unterscheidung zwischen deskriptiven und normativen Sätzen. Das nennt er später die „einseitige Diät“ ((s) nur deskriptive Sätze). (PU S. 251, § 593).
VII 152
Skeptizismus/Philosophie/Wittgenstein/spät: die Wörter „Irrtum“, „Zweifel“ usw. haben auch die Philosophen aus der Alltagssprache gelernt, sie sind nicht zum Zweck des Philosophierens erfunden worden.
VII 153
Täuschung/Wittgenstein/spät: wenn der Philosoph fragt, ob man sich nicht über alles täuschen könnte, dann verwendet er die Wörter auf eine Weise, wie er sie im Alltag niemals verwenden würde.
VII 154
Wittgenstein: Bsp man kann nicht sagen, dass man sich in seiner Freude über etwas irrt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsWittgensteinVsWittgenstein Verschiedene Vs Tractatus I 106
Gegenstand/VsWittgenstein/VsTractatus/Hintikka: viele Philosophen behaupten, Wittgenstein sei sich nie klar geworden über den metaphysischen Status der einfachen Gegenstände. Hintikka: als Gegenstand der Erfahrung haben sie semantischen Status, noch nicht metaphysisch.
Russell/Moore/Hintikka: bei ihnen die Gegenstände der Bekanntschaft als Gegenstände der unmittelbaren Erfahrung definiert.
Sogenanntes >Illusionsargument: mit seiner Hilfe gelingt es den beiden den nach ihrer Auffassung ausreichend begründeten Schluss zu ziehen, dass die Gegenstände der unmittelbaren Erfahrung (der Bekanntschaft) nicht mit physischen Gegenständen gleichgesetzt werden können!
I 172
Ontologie/Tractatus/VsWittgenstein/Hintikka: ein weiterer Einwand besagt, dass Wittgensteins Tractatus-Ontologie unter den undefinierten Elementen keine Funktionen (im Gegensatz zu Eigenschaften und Beziehungen) enthält. Hintikka: der Grund ist wahrscheinlich seine Interpretation der Identität im Tractatus durch die es beschwerlich wird, Funktionen in der üblichen Weise als Relationen zu kennzeichnen, deren letztes Relatum durch die Wahl der übrigen Werte eindeutig bestimmt ist.




VsWittgensteinVsWittgenstein Rorty Vs Vendler, Z. I 276
Idee/Mentalesisch/Zeno Vendler (provokativ VendlerVsWittgenstein): wie man von der Sprache des Denkens zu einer rationalistischen Erkenntnistheorie gelangen kann:
I 277
»Ein solches System angeborener »Ideen« gibt einen Rahmen ab. Sie sind »a priori«, der Entwicklung nach »in sich geschlossen«.: keine Erfahrung vermag ihren Gehalt zu verändern. Keinerlei Erfahrung ist für meine Idee davon relevant, was es heißt, etwas zu behaupten oder zu fordern, zu glauben oder zu entscheiden, oder was Personen, Gegenstände, Prozesse, Zustände, Veränderungen, Zwecke, Verursachung, Zeit, Ausdehnung und Zahl sind.« >Mentalesisch, >Vokabular/Rorty. RortyVsVendler: dieser Schluss von einem eingebauten Vokabular auf ein System von Meinungen, die nur »geklärt« und nicht modifiziert werden können, läuft Quines Kritik der Unterscheidung zwischen dem Empirischen und dem Begrifflichen, Wissenschaft und Philosophie, Bedeutungserklärung und Meinungsänderung in die Arme!

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Quine Vs Verschiedene II 111ff
QuineVsSemantische Theorie: es mangelt an einer allgemeinen Bedeutungsdefinition QuineVsGebrauchstheorie der Bedeutung: Definition der Bedeutung durch Gebrauch zu vage! (Abgrenzung des unter den "Umständen" erfassbaren). (QuineVsWittgenstein).

III 272
Singulärer Term/QuineVssinguläre Termini: die ganze Kategorie der sing Term ist logisch überflüssig und gehört fortgeschafft! ((s) Statt dessen: Variable).
V 58
Sprachlernen/Spracherwerb/Quine: Bsp das Kind lernt, dass „rot“ auf Blut, Tomaten, reife Äpfel usw. anzuwenden ist. Die damit verbundene Idee mag beschaffen sein, wie sie will! Die Sprache umgeht die Idee und konzentriert sich auf den Gegenstand.
((s) Referenz/(s): geht auf den Gegenstand, nicht auf eine Idee, diese ist dabei überflüssig.)
Reiz/Quine: hat beim Sprachlernen nichts geheimnisvolles.
V 60
Problem: beim fortschreitenden Lernen werden Sätze gebildet, die weniger mit Reizen zu tun haben. Bsp über Vergangenheit und Zukunft. Quine: Philosophen haben große Schwierigkeiten, im einzelnen genau anzugeben, um welche Verbindungen es sich da handelt.
QuineVsSupranaturalismus.
V 61
Wir brauchen nur Orientierung an äußeren Gegebenheiten. Innere Mechanismen sind nur insofern positiv, als man hoffen kann, dass sie durch Neurophysiologie aufgeklärt werden.
IX 199
Individuen/QuineVsFraenkel: wir können ihm nicht darin folgen, auf Individuen einfach zu verzichten, denn unter der TT würde damit unendlichen Klassen und auch der klassischen Zahlentheorie die Tür verschlossen. (Kap 39). Lösung: (aus Kap 4): die Identifikation von Individuen mit ihren Einerklassen.
IX 199/200
Dann müssen wir aber eine Ausnahme bei der Interpretation machen: wenn x ein Individuum ist, soll "x ε x" als wahr zählen. (Oben wurde "x ε y" ,wenn beide nicht Objekte von aufeinanderfolgendem Typ waren, falsch. Nun reduzieren sich (1) und (2) auf: (Sonderzeichen)
(4) Ey∀x(x ε y (Tnx u Fx)),
(5) (∀w(w ε x w ε y) u x ε z) > y ε z.
darüber hinaus muss die Definition von "Tnx" revidiert werden, damit sie zu der neuen Vorstellung vom Individuum passt: " x VT y" übergehend, können wir definieren
(6) "T0x" steht für "∀y(y ε x y = x)"
((s) "alle Teile von Individuen sind mit diesem identisch".)
"T n + 1 x" steht für "∀y(y ε x > Tny)"
((s) "Die Menge x ist immer einen Typ höher als ihre Elemente y".)

IX 237
Mengenlehre/QuineVsAckermann: (wie ML und NB) aber anders als ZF: garantiert nicht uneingeschränkt die Existenz endlicher Klassen. Zusätzlicher Begriff "M".
II 129
QuineVsZettsky: Zettsky: Eigenschaften seien identisch, wenn die Klassen, denen sie angehören, identisch sind...aber wann sind derartige Klassen identisch?
II 130
Wir können uns hier nicht auf die Identität der Elemente berufen (wie bei physikalischen Gegenständen denn wir haben eben für die Eigenschaften (als Elementen von Klassen) kein vorgängiges Individuationsprinzip.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
VsWittgensteinVsWittgenstein Wittgenstein Vs Vollmer, G. II 103
WittgensteinVsVollmer: man kann nicht sagen, mein Wissen über die Evolution sei Ergebnis der Evolution (DennettVsWittgenstein: allmählich entstanden)

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Anscombe Vs Wittgenstein Frank I 95
AnscombeVsWittgenstein: der Bischof kann das Knie der Dame für sein eigenes halten, aber wird er die Dame für sich selbst halten? - Butler: "Jedes Ding ist, was es ist und kein ander Ding"/Anscombe: warum alles angleichen?

Anscombe I
G.E. M. Anscombe
"The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36
In
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsWittgensteinVsWittgenstein Ayer Vs Wittgenstein I 294
Korrespondenztheorie: Problem: Ähnlichkeitsbeziehung. Modell: Fotografie oder Landkarte. VsWittgenstein: nicht nur sind Sätze keine Bilder, sondern auch bei Fotografien oder Landkarten ist die Annahme der Strukturgleichheit verfehlt: der getreue Maßstab macht eine Karte nicht zu einer genauen Karte, genausowenig wie eine noch so große Ähnlichkeit irgend einer Fotografie eine wahre Fotografie ausmacht.
Wäre es so, dann könnte eine Landkarte mit richtigen Maßstab eine Karte von einem ganz anderen Land sein und die Fotografie von jemand ganz anderem, obwohl sie sehr ähnlich aussieht! Es muß eine Konvention geben.
Ähnlichkeit: physikalische Entsprechung wird nur dann richtig, wenn sie als Methode der Repräsentation gewählt wird!

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
VsWittgensteinVsWittgenstein Black Vs Wittgenstein Simons I 320
Atomismus/BlackVsTractatus/BlackVsWittgenstein: "metaphysisches Vorurteil": die These, dass nicht jede Existenz bedingt ist.

Black I
Max Black
"Meaning and Intention: An Examination of Grice’s Views", New Literary History 4, (1972-1973), pp. 257-279
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg) Frankfurt/M 1979

Black II
M. Black
Sprache. Eine Einführung in die Linguistik München 1973

Black III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Black IV
Max Black
"The Semantic Definition of Truth", Analysis 8 (1948) pp. 49-63
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Simons I
P. Simons
Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987
VsWittgensteinVsWittgenstein Brandom Vs Wittgenstein Brandom I 92
Wittgenstein: daß es eine Auffassung einer Regel gibt, ist nicht die Deutung, es äußert sich von Fall zu Fall, was wir »der Regel folgen« und was wir »ihr entgegenhandeln« nennen. Das heißt, es muß so etwas wie praxisimplizite Normen geben.
I 94
BrandomVsWittgenstein: bedenklich, daß die normativen Zuweisung hier eine Palette von Regularitäten, des Verhaltens und der Dispositionen zur Voraussetzung hat. Außerdem, daß das Bestehen dieser Regelmäßigkeiten nicht Teil dessen ist, was durch solche Zuweisungen behauptet wird. Eine Analogie zur Längenmessungen setzt die Starrheit der Welt voraus. Wir lernen aber faktisch sofort, Begriffe neu anzuwenden.
II 26/27
BrandomVsWittgenstein: W. hatte darauf beharrt, daß explizite Normen nur von einem Hintergrund praxisimpliziter Normen intelligibel sind. (s.o. Regreß - Vermeidung).I 820 Brandom: Er hatte unrecht damit, daß dieses Prinzip unvereinbar sei damit, die diskursive Praxis so zu verstehen, daß sie auf jeder Ebene Interpretation (in seinem Sinne) involviert, einschließlich der grundlegensten.
Doppelte Kontoführung: eine Behauptung wird angesichts der weiteren vom Kontoführer zugewiesenen als auch der von ihm selbst eingegangenen Festlegungen gesehen.
BrandomVsWittgenstein: die inferentielle Identifikation behauptet, daß die Sprache ein Zentrum hat. Behauptungen sind nicht einfach Dinge, die man mit Sprache anstellen kann. Sie sind vielmehr das, wodurch Denken und Verstandesfähigkeit überhaupt erst möglich gemacht wird.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsWittgensteinVsWittgenstein Carnap Vs Wittgenstein II 203
CarnapVsWittgenstein: es ist durchaus möglich, die Syntax einer Sprache in eben dieser Sprache auszudrücken, ohne daß dabei Widersprüchlichkeiten (paradoxe) oder Unsinnigkeit hervorgebracht werden! LL. (> Wittgenstein: Abbildtheorie).
Hempel I 99/100
Sprache/Carnap: konstruiert zwei symbolische Sprachen. Darin kann er eine exakte Definition von »analytisch« und »die logische Konsequenz aus« usw. geben. Danach konstruiert er die logische Syntax für eine Gruppe von Sprachsystemen, die lediglich gewisse Bedingungen erfüllen müssen. Die wichtigste: die logische Wesensart der Elemente dieses Sprachsystems darf nicht von einem nicht-sprachlichen Faktor abhängig sein!
Das bedeutet, daß Zusammenhänge in natürlichen Sprachen, in denen Pronomina wie »ich« oder »dieser« vorkommen, nicht ohne weiteres bestimmbar sind!
(> BrandomVsCarnap: Anapher).
CarnapVsWittgenstein: dessen Bedeutungskriterium sei zu eng. Carnap charakterisierte empirische Gesetze als allgemeine folgerungsreiche Aussagen, die sich durch ihre Form von den sogenannten singulären Aussagen wie »hier herrscht im Moment eine Temperatur von zwanzig Grad« unterscheiden.
Eine allgemeine Aussage wird überprüft, indem man ihre singulären Konsequenzen untersucht. Weil aber jede allgemeine Aussage eine unendliche Klasse singulären Konsequenzen festlegt, kann sie durch sie nicht endgültig und vollständig verifiziert, sondern nur mehr oder weniger geschützt werden. Eine allgemeine Aussage ist keine Wahrheitsfunktion singulärer Aussagen, sondern hat im Verhältnis zu ihnen den Charakter einer Hypothese.
Naturgesetze: Anders gesagt: ein allgemeines Gesetz kann nicht formal aus einer endlichen Menge singulärer Aussagen abgeleitet werden. Jede endliche Menge von Aussagen ist unendlich viele Hypothesen zu. Außerdem haben die singulären Aussagen selbst im Vergleich zu den Protokollsätzen den Charakter von Hypothesen. Welche singulären Aussagen wir akzeptieren, hängt davon ab, welches der formal möglichen Systeme wir wählen.
CarnapVsWittgenstein: Wahrheit: auch ein zweites fundamentales Prinzip des Tractatus ist abzulehnen: Wahrheit oder Falschheit aller Aussagen kann nicht mehr unter Bezug auf die Wahrheit bestimmter Basisaussagen definiert werden, seien dies nun atomare Aussagen, Protokollsätze oder andere singulärer Aussagen. (Denn die singulären Aussagen sind ja im Vergleich zu Basisaussagen Hypothesen). Es folgt eine Lockerung des Wahrheitsbegriffs: in der Wissenschaft wird eine Aussage als wahr akzeptiert, wenn sie durch Protokollsätze ausreichend untermauert wird.
Carnap II 203
CarnapVsWittgenstein: es ist durchaus möglich, die Syntax einer Sprache in eben dieser Sprache auszudrücken, ohne daß dabei Widersprüchlichkeiten (paradoxe) oder Unsinnigkeit hervorgebracht werden. (> Wittgenstein: Abbildtheorie). Sprache/Carnap: konstruiert zwei symbolische Sprachen. Darin kann er eine exakte Definition von »analytisch« und »die logische Konsequenz aus« usw. geben.
Danach konstruiert er die logische Syntax für eine Gruppe von Sprachsystemen, die lediglich gewisse Bedingungen erfüllen müssen. Die wichtigste: die logische Wesensart der Elemente dieses Sprachsystems darf nicht von einem nicht sprachlichen Faktor abhängig sein!
Das bedeutet, daß Zusammenhänge in natürlichen Sprachen, in denen Pronomina wie »ich« oder »dieser« vorkommen, nicht ohne weiteres bestimmbar sind. - (BrandomVsCarnap: Anapher …)

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
VsWittgensteinVsWittgenstein Chomsky Vs Wittgenstein II 344
ChomskyVsWittgenstein: dieser spricht von "den verschiedenen Vorgängen, jemand zum Tee zu erwarten". Chomsky: es gibt keinen Sinn, von "Vorgängen des Erwartens" zu sprechen.
II345
Kriterien/mentale Zustände/Wittgenstein: mentale Zustände bzw. die "inneren Funktionsweisen des Geistes" liefern kein Kriterium für den richtigen Gebrauch eines Ausdrucks.
II 346
ChomskyVsWittgenstein: dabei geht es aber gar nicht um eine "richtige Behauptung" z.B. ob jemand liest, sondern um eine berechtigte Behauptung!
I 349
ChomskyVsWittgenstein: dieser führt oft an den Rand der tiefsten und interessantesten Probleme, um dann stehen zu bleiben und zu behaupten, daß der Philosoph hier nicht weiter kann.
II 350
Wir brauchen mehr als bloße Beschreibung (deskriptive Linguistik oder Philosophie): sonst wird die wichtige Frage vergessen, wofür die Daten eigentlich Daten sind.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
VsWittgensteinVsWittgenstein Davidson Vs Wittgenstein I (a) 6ff
Wittgenstein/Davidson: Viele Philosophen stehen unter dem Einfluß Wittgensteins: Erkenntnis des Geistes einer anderen Person: Unterschied in der Art und Weise, wie wir unseren eigenen Geist erkennen und wie wir einen fremden erkennen. Im ersten Fall sind keine Belege nötig, im zweiten: das Verhalten muss beobachtet werden. (Das eigene Verhalten nicht). - Davidson: Was die Verwendung der Begriffe für das Geistige betrifft, bin ich mit dieser Unterscheidung einverstanden. Aber: DavidsonVsWittgenstein:
Die Beschreibung unserer Praxis stellt keine Lösung unseres ursprünglichen Problems dar.
Unsere Praxis ist doch gar nicht in Zweifel gezogen worden. Zwei Fragen:
1. Wieso soll nicht auf Belegen basierende Erkenntnis größere Gewissheit haben?
2. Läuft darauf hinaus: wir haben keinen Grund zur Annahme, wir hätten es nur mit einem einzigen Begriff zu tun.
Warum soll der eine glauben, der andere habe genau dieselben geistigen Zustände wie er selbst?

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsWittgensteinVsWittgenstein Dennett Vs Wittgenstein II 103
WittgensteinVsVollmer: man kann nicht sagen, mein Wissen über die Evolution sei Ergebnis der Evolution
II 30
(DennettVsWittgenstein: allmählich entstanden. (> Roboter,Moleküle) DennettVsWittgenstein: wenn ein Löwe sprechen könnte würden wir ihn ganz gut verstehen - mit der üblichen Mühe, die eine anständige Übersetzung zwischen verschiedenen Sprache erfordert. Aber in Gesprächen mit ihm würden wir so gut wie nichts über den Geist normaler Löwen erfahren, denn sein mit Sprache ausgestatteter Geist wäre völlig anders.
Pro Wittgenstein: jedenfalls sollten wir nicht unterstellen, daß der Geist der sprachunfähigen Tiere wie der unsere sei.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsWittgensteinVsWittgenstein Dummett Vs Wittgenstein Brandom I 490
Wittgenstein (laut Dummett): Es gibt kein einheitliches Mittel der Ableitung aller anderen Merkmale aus einem. (Nur Gebrauch) DummettVsWittgenstein: gibt es keinen Schlüsselbegriff mehr, dann wissen wir nicht, was die Bedeutung eines Wortes im Unterschied zu der eines Satzes sein soll.
Dummett I 31
DummettVsGebrauchstheorie: Der Nachteil liegt darin, daß das wesentlich unsystematisch ist. Nach Wittgenstein allerdings ein Vorteil, denn er legt Wert auf die Vielfalt der Sprechakte. Dummett: Ordnungsliebe ist aber nicht alles, Die Gebrauchstheorie setzt wahrscheinlich voraus, daß ein beträchtlicher Teil der Sprache bereits verstanden ist. Nur eine systematische Theorie könnte erklären, inwieweit sich die sprachliche Bedeutung ohne einen vorher gegebenen Vorrat semantischer Begriffe erklären läßt. Im Idealfall brauchte man gar keine semantischen Begriffe im Voraus. Aus der Undefinierbarkeit der Wahrheit (Frege) folgt nicht die Unerklärbarkeit.
Dummett I 83
Verstehen/Wittgenstein: >Verstehen kein seelischer Vorgang, sondern Fähigkeit (dispositional).LL. FregeVs: das Fassen eines Gedankens ist ein Bewußtseinsakt. Und zwar einer, der sich auf etwas außerhalb des Bewußtseins richtet: (episodisch). DummettVsWittgenstein: schwer einzusehen, warum überhaupt kein episodischer Sinn von Verstehen möglich sein soll, wenn man Bsp beim ersten Hören eines Satzes verblüfft sein kann!
I 145
Privatsprache: WittgensteinVs - Dummett künstliche Privatsprache möglich und erlernbar.
I 156
DummettVsWittgenstein/DummettVsGebrauchstheorie: Verfehlt anzunehmen, eine vollständige Darstellung des Sprachverstehens sei gegeben, sobald seine sich in der Verwendung bekundenden Äußerungen beschrieben sind. Denn dadurch wird die Sprachbeherrschung auf das Haben einer praktischen Fähigkeit reduziert.
I 161
Tier: Frage: ob wir Tieren Gedanken zuschreiben können. Wittgenstein: "Der Hund fürchtet, der Herr werde ihn schlagen. Aber er fürchtet nicht, der Herr werde ihn morgen schlagen". DummettVsWittgenstein: hier kommt es aber weit weniger als Wittgenstein lieb ist, auf Erinnerungen an, sondern auf einen theoretischen Apparat.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsWittgensteinVsWittgenstein Evans Vs Wittgenstein Frank I 504
EvansVsWittgenstein: dieser Gedanke ist einem Gedanken Wittgensteins diametral entgegengesetzt: in dem er (Evans) uns auffordert, psychologische Aussagen in der ersten Person so zu betrachten, da dadurch ihre Ähnlichkeit mit dem vor Schmerzen Stöhnen herausgestellt wird d.h. also genau, sie für unstrukturierte Reaktionen auf Situationen zu halten. Wittgenstein: war sich sehr wohl bewusst, dass ihn dies in die Lage versetzen würde, nicht über gewisse Probleme nachzudenken
I 515
Immunität/EvansVsWittgenstein: sein Bsp "Der Wind zerweht meine Haare" führt gerade zu der verbreiteten Fehlmeinung,
Fra I 516
die Immunität erstrecke sich nicht auf die Selbstzuschreibung körperlicher Phänomene. Sicher ist das der Fall.
Es gibt eine Weise zu wissen, dass die Eigenschaft von ξ’s Haaren, vom Wind zerweht zu sein, gegenwärtig instantiiert ist. Es ist nicht sinnvoll zu fragen: "Der Wind zerweht jemandes Haare, aber sind es meine?" ((s) Vielleicht in diesem Fall doch?).
EvansVsWittgenstein: trägt dieser Tatsache nicht genügend Rechnung.
Wittgenstein: der Objektgebrauch macht es erforderlich, dass man eine bestimmte Person (sich selbst) erkennt) daher ist die Möglichkeit des Irrtums "vorgesehen".
EvansVsWittgenstein: 1. das kann einfach nicht korrekt dazu verwendet werden, eine Kategorie von Aussagen auszusondern, die allein
Fra I 517
mittels des darin enthaltenen Prädikats identifiziert werden, unabhängig von der Frage, wie man erkennt, dass das Prädikat instantiiert ist. 2. Die Immunität gegen Fehlidentifizierung kann in diesem absoluten Sinne auch nicht für mentale Selbstzuschreibung geltend gemacht werden! Bsp "Ich sehe das und das" in Fällen, wo ich Grund zur Annahme habe, dass meine taktile Information irreführend sein könnte.
Bsp "Ich fühle ein Stück Stoff und sehe im Spiegel eine Vielzahl ausgestreckter Hände. Hier ist es sinnvoll zu sagen "Jemand berührt ein Stück Stoff, aber bin ich derjenige?" (Mentales Prädikat). Aber was besagt das?
3. Wichtig: der Einfluss der relevanten Informationen auf "Ich"-Gedanken beruht nicht auf einer Überlegung oder eine Identifikation, sondern ist schlicht konstitutiv dafür, dass wir eine "Ich"-Vorstellung haben.

Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell,
Oxford/New York 1982, 204-266


Wright I 257
Quietismus/Wahrheit/Wright: (pro Wittgenstein): es ist eine metaphysische Hypostasierung von Begriffen wie Wahrheit und Behauptung, wenn deren Anwendbarkeit als substantieller Teil einer realistischen Auffassung seines Gehalts festgeschrieben wird. So unterschiedliche Diskurse wie Naturwissenschaft und Filmkritik sind dagegen einfach Versuche, das festzustellen, was wahr ist und benötigen keine metaphysische Unterfütterung.
Aber das ist noch nicht das Ende der Sache, es gibt natürlich relevante Unterschiede zwischen Sprachspielen.
Wright: es bleibt immer noch eine Realismus/Anti-Realismus-Debatte und das Problem der kognitiven Nötigung.
I 258
EvansVsWittgenstein: Überlegungen zum Regelfolgen sind selbst nur metaphysische Miesmacherei. (Quietistischer als Wittgenstein selbst).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsWittgensteinVsWittgenstein Frege Vs Wittgenstein Dummett I 83
Verstehen/Wittgenstein: >Verstehen kein seelischer Vorgang, sondern Fähigkeit (dispositional). FregeVs: das Fassen eines Gedankens ist ein Bewußtseinsakt. Und zwar einer, der sich auf etwas außerhalb des Bewußtseins richtet: (episodisch).
DummettVsWittgenstein: schwer einzusehen, warum überhaupt kein episodischer Sinn von Verstehen möglich sein soll, wenn man Bsp beim ersten Hören eines Satzes verblüfft sein kann!

Wittgenstein VI 66
Tractatus/FregeVsWittgenstein/Schulte: Frege habe, wie Wittgenstein an Russell schreibt, vom Tractatus kein Wort verstanden.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Goodman Vs Wittgenstein Wittgenstein I 295
Bild/Wittgenstein/HIntikka: zweite Bedeutung von Bild:" nicht ähnlich, sondern, dass es ein Bild von etwas ist, besteht in der Intention". (Vorlesung 26).
I 296
Großes Typoskript: hier wird der Vergleich mit Genrebildern gebraucht, um das Wesen von Sätzen zu begreifen, auf die sich der Verifikationsbegriff nicht anwenden lässt: (z.B. in Romanen). Solche Sätze entsprechen historischen Bildern oder Portraits: isomorphe Struktur wie der mögliche Sachverhalt, der es wahr machen würde. (GoodmanVsWittgenstein, Constable Bsp) ((s) > Cresswell).
I 297
Der Bildgedanke gilt nicht nur, nachdem die Bezugsgegenstände zugeordnet sind, sondern auch unabhängig von der Art und Weise, in der die Gegenstände bestimmt werden, für einen Satz, selbst wenn diese einfachen Bestandteile für keine spezifischen Entitäten stehen. früh: die Beziehungen zwischen Name und Gegenstand setzen auf Seiten der Sprecher keine Tätigkeiten voraus, und können daher ein für alle mal umstandslos begriffen werden.
spät: diese frühe Vorstellung verwirft Wittgenstein sobald er sie Sprachspiele einführt.

G IV
N. Goodman
Catherine Z. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Goodman I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

Goodman II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

Goodman III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Habermas Vs Wittgenstein I 233
HabermasVsWittgenstein: Aber gegen Derrida möchte ich nicht Wittgensteins Sprachspielpositivismus ins Feld führen: nicht die jeweils eingespielte Sprachpraxis entscheidet darüber, welche Bedeutung einem Text oder einer Äußerung gerade zukommt. Vielmehr funktionieren Sprachspiele nur, weil sie sprachspielübergreifende Idealisierungen voraussetzen welche - als notwendige Bedingung möglicher Verständigung - die Perspektive eines an Geltungsansprüchen kritisierbaren Einverständnisses entstehen lassen. (Dauertest). Anhand dieses alltagssprachlichen Bewährungszwanges lässt sich mit Austin und Searle der »gewöhnliche« vom »parasitären« Sprachgebrauch unterscheiden.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
VsWittgensteinVsWittgenstein Hacking Vs Wittgenstein I 243
Atomsatz/Wittgenstein, früh: laut Hacking: Bsp die Schreibmaschine steht auf dem Tisch, das ist von keiner Darstellung abhängig. Es ist entweder wahr oder falsch. HackingVsWittgenstein, früh: Einfache Atomsätze sind überhaupt keine Darstellung!

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsWittgensteinVsWittgenstein Kripke Vs Wittgenstein I 43
Bsp: Wittgenstein: "Moses existiert nicht" bedeutet, "kein Mensch hat das und das getan".(KripkeVs). Kripke: hier geht es um den Unterschied von Referenz und Bedeutung: und zwar wird hier die betreffende Theorie als eine Theorie der Bedeutung des Namens "Moses" aufgefasst und nicht einfach als eine Theorie seine Referenz.
KripkeVsWittgenstein: auf jeden Fall denke ich, dass es falsch ist, dass "Moses existiert" überhaupt diese Bedeutung hat (dass er etwas getan hat).
I 70
KripkeVsWittgenstein: Wenn jedoch die Beschreibung die Funktion hat, eine Referenz starr festzulegen, dann ist klar, dass das "nicht" das ist, was der Satz "Moses hat nicht existiert" bedeutet; denn dann können wir in dem kontrafaktischen Fall, z. B., dass niemand die Israeliten aus Ägypten weggeführt hat, fragen: folgt es, dass in einer solchen Situation Moses nicht existiert hätte? Es würde scheinen, dass es nicht folgt. Denn sicherlich hätte Moses seine Tage auf angenehmere Weise verbringen können.
NS I 39
Kripkes Wittgenstein/Newen/Schrenk: 1. Infinitätsproblem: wie können endlich viele Beispiele unendlich viele neue Fälle festlegen?
Falsche Lösung: durch Meinen
Falsche Lösung: durch Disposition
NS I 40
Ein anderer Schüler hat offensichtlich eine andere Disposition. D.h. dass individuelle Dispositionen nicht hinreichend sind. Wittgensteins Lösung: kollektive Dispositionen.
KripkeVsWittgenstein: es gibt keine Tatsachen (>Normativitätsproblem).
2. Normativitätsproblem: durch welche Tatsachen wird festgelegt, welches die korrekte Antwort ist?
Kripke: wir können jederzeit eine neue Praxis etablieren.
Neuere Literatur/Newen/Schrenk: pragmatische Lösung:
Def Überzeugung/neuere Autoren/Newen/Schrenk: das Haben von Überzeugungen mit einer festgelegten Bedeutung besteht darin, an sozialen Praktiken teilzuhaben, sich wechselseitig Überzeugungen mit bestimmten Bedeutungen zuzuschreiben. (Lösung für >Kripkes Wittgenstein). (Literatur. 2-24).

Putnam III 219
Glauben/Elisabeth Anscombe: fragte Wittgenstein einmal, was er täte, wenn einer seiner Freunde ans Gesundbeten glaubte. Würde er versuchen, es ihm auszureden? Wittgenstein antwortete ja, aber er wisse nicht warum. KripkeVsWittgenstein: wertet das als klares Indiz für Wittgensteins Relativismus.
PutnamVs: Wittgenstein hält es einfach für nutzlos.

Stegmüller IV 35ff
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/Disposition/KripkeVsRyle: die entscheidenden Dispositionen wurden in der Vergangenheit erworben der Unterschied bestand schon in der Vergangenheit. KripkeVsRyle: 1. Dispositionen sind überhaupt irrelevant a) wenn ich eine Hypothese über meine Dispo habe, weiß ich immer noch nicht, ob diese statt einer anderen die richtige ist –
IV 37
b) wenn wir "die Vergangenheit ruhen" lassen wollten und bloß fragen, was mir jetzt richtig erscheint, verlieren wir den Begriff "richtig".
IV 38
Kripke: Pointe: ich habe immer dieselben Dispositionen gehabt! – Disposition/ VsKripke: a) könnte eine Idealisierung meiner Praxis sein KripkeVs: das macht fantastische Zusatzannahmen notwendig VsKripke: b) Idealisierung als "wenn ich die Fährigkeit hätte..." KripkeVs: das setzt schon eine Funktion/Tatsache voraus bzw,. eine von der Dispo unabhängige Tabelle.
IV 39f
KripkeVsWittgenstein: keine Tabelle diese ist unendlich, man kann nicht alles nachgesehen haben Meinen, Erfassen: keine Vorkommnisse im Bewusstsein, sondern Dispositionen auch Dispositionen sind kein Vorkommnis.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Moore Vs Wittgenstein Wittgenstein II 118
Farbe/Farbwörter/Regel/Moore/MooreVsWittgenstein: die Regel in Bezug auf rot und grün ist eine Regel für den Gebrauch des Wortes "und".

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Positivismus Vs Wittgenstein Danto2 I 315
Logischer Positivismus: nach Wittgensteins Tod 1951 begann die Auseinandersetzung mit den logischen Positivisten, die versuchten, die Natur- und Gesellschaftswissenschaften analog zu setzen. (VsWittgenstein).
VsWittgensteinVsWittgenstein Putnam Vs Wittgenstein V 154
Wittgenstein/Quine (spät): sie haben Theorien aufgestellt, die für eine rationale Tätigkeit der Philosophie keinen Platz lassen. Aus diesem Grund sind diese Auffassungen selbstwidersprüchlich. (PutnamVsQuine, PutnamVsWittgenstein). Putnam: Schachzug: argumentative Auseinandersetzung über das Wesen der Rationalität ist eine Tätigkeit, die einen Begriff rationaler Rechtfertigungen voraussetzt. Das geht über institutionalisierte kriteriale Rationalität hinaus!

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Quine Vs Wittgenstein I 209
Gleichung/Quine: die meisten Mathematiker würden Gleichungen gerne so ansehen, als setzten sie Zahlen zueinander in Beziehung, die irgendwie gleich aber doch auch verschieden sind. Whitehead hat diese Ansicht einmal verteidigt: 2+3 und 3+2 seien nicht identisch, die unterschiedliche Reihenfolge führe zu unterschiedlichen Gedankenprozessen. (QuineVs/FregeVs)
I 210
Identität/QuineVsWittgenstein: W.s Irrtum ist leichter zu erkennen: Wittg: "Von zwei Dingen zu sagen sie seien identisch ist ein Unsinn und von einem zu sagen es sei mit sich identisch sagt gar nichts" Quine: Tatsächlich bestehen Identitätsaussagen, die wahr und nicht müßig sind, natürlich aus ungleichen singulären Termini, die sich auf dasselbe Ding beziehen.
XII 96
Sachverhalt/QuineVsSachverhalt/QuineVsWittgenstein: der Begriff hat keine Bedeutung, weil die meisten Sätze theoretisch sind (außer den reinen Beobachtungssätzen). Aber das ist kein Problem für die Verifikationstheorie der Bedeutung.

XII 44
Abbildtheorie/Sprache/QuineVsWittgenstein: traditionell, nahe am Mythos vom Museum (Museumsmythos)

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
VsWittgensteinVsWittgenstein Read Vs Wittgenstein Read III 27
Wittgenstein: hat eine viel insubstanziellere Auffassung davon, was eine Aussage ist. Tatsachen sind Tatsachen, die sich auf Gegenstände beziehen. Also ist für die Wirklichkeit charakteristisch, was es für Tatsachen gibt. Die Gegenstände müssen allen Möglichkeiten gemeinsam sein. Zeichen: willkürlich und konventionell. ReadVsWittgenstein: 1. Die Korrespondenztheorie ist eine realistische Theorie. Der Realismus der Korrespondenztheorie nötigt uns dazu, das Gesetz der Zweiwertigkeit zu akzeptieren. Es kann Aussagen geben, die über die wir im Prinzip nicht sagen können, ob sie wahr oder falsch sind. (Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl.).

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995

Read I
Stephen Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic Oxford 1995
VsWittgensteinVsWittgenstein Rorty Vs Wittgenstein II 176
Wittgenstein/spät/Rorty: verhalf der analytischen Philosophie zu der Einsicht, dass man viele von Lockes und Kants Problemen nicht ernst zu nehmen braucht. Aber Hegel und Nietzsche waren schon lange vorher zu dieser Einsicht gelangt. RortyVsWittgenstein: Die Vernachlässigung Hegels und Nietzsches bei den Engländern trug dazu bei, dass Wittgenstein hier mehr Erfolg hatte. Und origineller erschien, als er war.
Ryle/Rorty: hat eigentlich alle Probleme von Wittgenstein gelöst.
II 177
RortyVsWittgenstein: Gadamer hatte eine Therapie durch Wittgenstein niemals nötig. Er hat niemals in einer Fliegenfalle gesessen. Es gibt nichts, was Wittgenstein ihn lehren könnte. Ihn haben die Bilder nie gefangen gehalten, die den frühen Wittgenstein gefangen hielten. Wittgenstein ist nicht die titanische Figur, für die in viele gehalten haben. Er hat auf wirksame Weise etwas getan, was Dewey, der frühe Heidegger und viele andere ebenfalls getan haben: uns von Descartes, Locke und Kant loszueisen.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsWittgensteinVsWittgenstein Searle Vs Wittgenstein Bennett I 192
SearleVsWittgenstein: Zumindest manchmal ist das, was wir meinen können, eine Funktion dessen, was wir sagen. Die Bedeutung übersteigt die Intention, sie ist zumindest manchmal auch eine Sache der Konvention.
Searle Searle I 24
Traditionelle Auffassung des Materialismus/Searle: … 5. Intelligentes Verhalten und die Kausalbeziehungen, in denen es steht, sind in gewisser Weise Wesen des Geistigen. Wesentliche Verknüpfung zw Geist und Verhalten gibt es in verschiedenen Versionen: von extrem behavioristischer Auffassung bis hin zu Wittgensteins. rätselhafter Behauptung "Ein innerer Vorgang bedarf äußerer Kriterien".
SearleVsWittgenstein: ein innerer Vorgang wie z.B. Schmerzen bedarf gar nichts! Warum auch?
I 156
SearleVsWittgenstein: Wittgenstein fragt, ob ich, wenn ich in mein Zimmer komme, einen "Vorgang des Wiedererkennens" erlebe. Er erinnert uns daran, dass es einem solchen Vorgang in Wirklichkeit nicht gibt. Searle: er hat recht. Das trifft auch mehr oder weniger auf mein ganzes Welt Erleben zu.

I 169
Wittgenstein in dem Philosophischen Untersuchungen (PU, 1953): kühner Versuch, gegen die Idee anzugehen, meine in der 1. Person abgefasste Äußerung über Geistiges seien überhaupt Berichte oder Beschreibungen. Er legte nahe, solche Ausführungen in einem expressiven Sinne zu verstehen, so dass sie gar keine Berichte oder Beschreibungen wären und sich die Frage nach irgend einer Autorität gar nicht stellte. Wenn ich vor Schmerz aufschreie, dann stellt sich keine Frage nach meiner Autorität.
I 170
SearleVsWittgenstein: das ist gescheitert. Zwar gibt es solche Fälle, aber es gibt immer noch viele Fälle, in denen man versucht, den eigenen Geisteszustand möglichst sorgfältig zu beschreiben und ihm nicht einfach bloß Ausdruck zu verleihen. Frage: weshalb wir in dieselbe besonderer Autorität nicht im Hinblick auf andere Gegenstände und Sachverhalte in der Welt zu haben meinen? Grund: wir unterscheiden zwischen dem, wie die Dinge uns zu sein scheinen, und stehen, wie sie wirklich sind.
Zwei Fragen: erstens, wie ist es möglich, dass wir uns über unsere eigenen Geisteszustand irren können? Was für eine "Form" hat der Fehler, wenn es ja keiner von den Fehlern in Bezug auf Erscheinung oder Wirklichkeit ist, die wir im Hinblick auf die Welt im allgemeinen machen?
I 171
Typische Fälle: Selbsttäuschung, Fehldeutung und Unaufmerksamkeit. Selbsttäuschung ist ein derart weitverbreitetes Phänomen, das mit den Beweis seiner Unmöglichkeit etwas nicht stimmen kann. Der Beweis geht so: damit xy täuschen kann, muss x irgendeine Überzeugung (p) haben und den erfolgreichen Versuch unternehmen in y die Überzeugung, dass nicht p, hervorzurufen. In dem Fall jedoch, in dem x mit y identisch ist, müsste es also eine selbstwidersprüchliche Überzeugung hervorrufen. Und das scheint unmöglich zu sein.
Dennoch wissen wir, dass Selbsttäuschung möglich ist. In solchen Fällen versucht der Handelnde, an bestimmte eigene psychische Zustände nicht zu denken.
I 172
Sowie man einen Text falsch deuten mag, indem man die Textbestandteile zueinander falsch zusammensetzt, so kann man auch die eigenen intentionalen Zustände falsch deuten, weil man ihre Beziehungen untereinander nicht erkennt.
II 76
Hase Enten Kopf : (H E Kopf) hier würden wir gerne sagen, dass der intentionale Gegenstand derselbe ist. Wir haben zwei visuelle Erlebnisse mit zwei verschiedenen präsentationalen Gehalten, aber nur ein einziges Bild. Wittgenstein : zieht sich aus der Affäre, indem er sagt, dies seien verschiedene Anwendungen des Wortes „sehen“.
SearleVsWittgenstein: wahrscheinlich sehen wir nicht nur Gegenstände (natürlich immer unter einem Aspekt) sondern auch Aspekte von Gegenständen.
Bill liebt Sally als Person, aber nichts hindert ihn daran, auch Aspekte von Sally zu lieben.

II 192/193
Hintergrund/Searle: befindet sich nicht an der Peripherie der Intentionalität, sondern durchdringt das ganze Netzwerk intentionaler Zustände. Semantik/Wissen : das Wissen, wie Wörter zu verwenden sind, ist nicht semantisch! (Sonst Regress) (Vs Gebrauchstheorie der Bedeutung, SearleVsWittgenstein).
Bsp Gehen: „Bewege erstmal den linken Fuß nach vorne, dann den Rechten, und danach immer so weiter“ hier besteht das Wissen nicht in den semantischen Gehalten.
II 193/194
Denn jeder semantische Gehalt hat gerade die Eigenschaft, auf mannigfache Weise interpretierbar zu sein. Die Kenntnis der richtigen Interpretation kann nun nicht als ein weiterer semantischer Gehalt repräsentiert sein. Sonst brauchten wir eine weitere Regel für die richtige Interpretation der Regel zur Interpretation der Regel für das Gehen. (Regress). Lösung: wir brauchen ohnehin schon keine Regel für das Gehen, wir gehen einfach.
Regel/Searle: beim Vollzug von Sprechakten handeln wir tatsächlich nach einer Regel, wir brauchen keine weiteren Regeln zur Deutung der Regel.

III 112
Spiel/ Wittgenstein: keine gemeinsame Eigenschaften aller Spiele. (>Familienähnlichkeit).
III 113
SearleVsWittgenstein: einige gibt es schon: Def Spiel/anderswo: der Versuch, Hindernisse zu überwinden, die zu dem Zweck geschaffen worden sind, dass man versucht, sie zu überwinden. (Searle: das stammt nicht von mir!).
III 150
Grund/Handlung/Wittgenstein: es gibt einfach eine Art zu handeln, die keiner Gründe bedarf. SearleVsWittgenstein: das ist unbefriedigend, weil es uns nicht sagt, welche Rolle die Regelstruktur spielt.

V 35
Prinzip der Ausdrückbarkeit/Searle: Selbst in den Fällen, in denen es tatsächlich unmöglich ist, genau zu sagen, was ich meine, ist es grundsätzlich möglich, dahin zu gelangen, dass ich genau sagen kann was ich meine.
V 36
Verstehen/Searle: nicht alles, was gesagt werden kann, kann auch verstanden werden. Das würde nämlich die Möglichkeit einer Privatsprache ausschließen. (SearleVsWittgenstein). Das Prinzip der Ausdrückbarkeit hat weitreichende Konsequenzen. Wir werden damit wichtige Eigenschaften der Fregeschen Theorie über Sinn und Bedeutung erklären.

V 145
Tatsachen/Sachverhalte/Searle: irreführend: Tatsachen über einen Gegenstand. Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben! Sonst näherte man sich der traditionellen Substanz.
SearleVsWittgenstein: im Tractatus ist dies der Fall.
Wittgenstein: Gegenstände könnten unabhängig von Sachverhalten benannt werden.
SearleVsWittgenstein: eine solche Sprache könnte es gar nicht geben! Gegenstände können nicht unabhängig von den Tatsachen benannt werden.
V 190/191
Tautologie/SearleVsWittgenstein: Tautologien sind alles andere als leer! Bsp "Entweder er ist ein Faschist oder ist keiner." – ist ganz anders als "Entweder er ist Kommunist, oder ist keiner." - -.-
V 245
SearleVsTractatus/SearleVsWittgenstein: eine solche falsche Unterscheidung zwischen Eigennamen und bestimmten Kennzeichnungen findet sich im Tractatus: "Der Name bedeutet den Gegenstand. Der Gegenstand ist seine Bedeutung". (3.203). Aber daraus ergeben sich Paradoxien: Die Bedeutung der Wörter, so scheint es, kann nicht von irgendwelchen kontingenten Tatsachen in der Welt abhängen, denn wir können die Welt auch dann noch beschreiben, wenn die Tatsachen sich ändern.
Tradition:: Aber die Existenz der gewöhnlichen Gegenstände. Menschen, Städte usw. ist zufällig, und folglich auch die Existenz der Bedeutung ihrer Namen! Ihre Namen sind also gar nicht die wirklichen Namen!
Platon: Es muss eine Klasse von Gegenständen geben, deren Existenz nicht kontingent ist. Ihre Namen sind die wirklichen Namen (auch Platon, Theaithet).

IV 50
SearleVsWittgenstein: es gibt nicht unendlich viele oder unbestimmt viele Sprachspiele.
IV 89
Lüge/SearleVsWittgenstein: kein Sprachspiel, das gelernt sein will, wie jedes andere. Jede Regel beinhaltet schon den Begriff des Verstoßes, daher ist es nicht notwendig, erst zu lernen, der Regel zu folgen und dann gesondert die Verletzung zu lernen. Im Hinblick darauf ist die Fiktion also viel raffinierter als die Lüge.

Fiktion/Searle: Vorgeben, einen illokutionären Akt zu vollziehen ist das gleiche, wie
Bsp so tun, als ob man jemand schlüge (die Bewegung vollziehen).
IV 90
Bsp Kind auf dem Fahrersitz des Autos gibt vor zu steuern (macht die Bewegungen).

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bennett I
Jonathan Bennett
"The Meaning-Nominalist Strategy" in: Foundations of Language, 10, 1973, pp. 141-168
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
VsWittgensteinVsWittgenstein Sellars Vs Wittgenstein II 318
Abbildung/Abbild/Welt/Denken/Sprache/Sellars: Frage: gibt es keine Abbildungsbeziehung zwischen Sprache und Welt, die für Bedeutung und Wahrheit wesentlich ist? Def Abbildung/Tractatus: Relation zwischen Tatsachen über sprachliche Ausdrücke einerseits und Tatsachen über nicht sprachliche Gegenstände andererseits.
II 319
Sprache/Welt/Sellars: Vs Versuchung, uns Tatsachen über nicht sprachliche Gegenstände, als nicht-sprachliche Entitäten einer besonderen Art vorzustellen: nicht sprachliche Pseudoentitäten. Wir haben jedoch gesehen, dass "nichtsprachliche Tatsachen" in einem anderen Sinn selbst sprachliche Entitäten sind.
Ihre Verbindung mit der nichtsprachlichen Ordnung ist eher etwas, was man hergestellt hat, oder herstellen muss, als eine Relation. (aber nicht Redundanz).
Tatsache/Aussage/Sellars: man kann auf zwei verschiedene Weisen etwas "über eine Tatsache" aussagen:
a) Die Aussage enthält eine Aussage, die eine wahre Proposition ausdrückt. In diesem Sinn ist jede Wahrheitsfunktion einer wahren Aussage eine Aussage "über eine Tatsache".
b) sie enthält einen Tatsachenausdruck, d.h. den Namen einer Tatsache, statt einer Aussage.
K bildet y ab.
Hier ist K ein komplexer natürlich sprachlicher Gegenstand. Das setzt den metasprachlichen Status von Tatsachen voraus. Hingegen die Form:
dass p bildet y ab:
II 321
Tatsache/Gegenstand/Aussage/Sellars: hier wären Aussagen über komplexe Gegenstände in dem Sinn Aussagen "über Tatsachen", dass sie Tatsachenausdrücke enthielten. "K" würde sich also dem Anschein nach auf einen komplexen natürlich sprachlichen Gegenstand beziehen, in Wirklichkeit jedoch auf die Aussage, die dessen Komplexität beschreibt! Aussage/Welt/SellarsVsWittgenstein: Aussagen, nach denen natürlich sprachliche Gegenstände Bilder anderer natürlicher Gegenstände seien, bezögen sich nur scheinbar auf natürlich sprachliche Gegenstände, in Wirklichkeit aber auf Aussagen, einschließlich der im Begriff der Aussage vorausgesetzten Konzeption von Normen und Standards.
Eine weitere Konsequenz wäre, dass nur einfache nichtsprachliche Gegenstände abgebildet werden könnten, wenn komplexe Gegenstände Tatsachen wären, was zu der bekannten Antinomie führen würde, dass es atomare Tatsachen geben müsste, die Voraussetzung dafür wären, dass Sprache die Welt abbilden kann, für die sich aber kein Beispiel angeben lässt, wenn man einen Sprecher dazu auffordert.
Lösung/Sellars: beide Schwierigkeiten vermeidet man durch die Erkenntnis, dass komplexe Gegenstände keine Tatsachen sind (VsTractatus).
SellarsVsWittgenstein: schwächte die Stosskraft der Idee, dass uns die Sprache zu einer Abbildung der Welt befähigt ab, indem er sie zu eng an das Modell
Tatsache bildet Tatsache ab
knüpfte. Es gibt jedenfalls n-stellige Konfigurationen von Referenzausdrücken..
Frage: was an ihnen führt dazu, dass sie von besonderen Bezugsgegenständen aussagen, dass sie in dieser besonderen n-stelligen Relation zueinander stehen? Man ist versucht zu sagen: Konvention.
II 322
Landkarte/Wittgenstein: Konfigurationen sind in der Landkarte aufzufinden, aber es ist nicht notwendig, dass z.B. räumliche Strukturen durch räumliche Konfigurationen widergegeben werden. ((s) Bsp Höhenlinien) Einziges wesentliches Merkmal: dass n-stellige atomare Tatsachen durch n-stellige Konfigurationen von Eigennamen gebildet werden.
SellarsVsWittgenstein : die Analogie kann sogar ausgedehnt werden. Landkarten sind nur in einem parasitären Sinn ein logisches Bild. Wittgenstein selbst betont, dass ein logisches Bild als solches nur im Bereich von Wahrheitsoperationen existieren kann.
Bsp Landkarte: die Tatsache, dass ein bestimmter Punkt dort liegt, ist an die Aussage, z.B. dass Chicago zwischen Los Angeles und New York liegt, gebunden.
Außerdem, selbst wenn wir eine Landkartensprache der räumlichen Beziehungen hätten, und Wahrheitsfunktionen direkt auf sie anwenden könnten, nur als kleiner Teil eines umfassenden Universe of discourse existieren.
Problem: hat die Funktion elementarer Aussagen im allgemeinen mit derjenigen kartographischen Konfigurationen etwas gemein, was in dem Slogan, dass n-stellige Konfigurationen von Eigennamen n-stellige Konfigurationen von Gegenständen abbilden, nicht ausgedrückt ist?

II 323
Natürlich sprachliche Gegenstände: (> Searles Hintergrund): Lösung: natürlich sprachliche Gegenstände sind als sprachliche Gegenstücke nichtsprachlicher Gegenstände (nicht Tatsachen!) anzusehen.
II 324
Man kann von ihnen als "Eigennamen" sprechen. Das nimmt Wittgensteins Einsicht auf, dass elementare Aussagen als in bestimmter Weise auftretende Eigennamen konstruiert werden müssen. SellarsVsWittgenstein: bei meiner Auffassung ist jedoch die Weise, wie die "Eigennamen" im "Bild" auftreten, kein konventionelles Symbol für die Weise, wie Gegenstände in der Welt vorkommen! Ich glaube statt dessen, dass die Stellung von Eigennamen in einem Bild eine Projektion der Stellung von Gegenständen in der Welt ist.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
VsWittgensteinVsWittgenstein Strawson Vs Wittgenstein Horwich I 195
Tatsache/Situation/VsStrawson: man könnte einwenden, dass sie (weil sie mit dass Sätzen verbunden sind) als Platzhalter für noch zu spezifizierende Ausdrücke stehen. So wie Bsp "Ding“ für Substantive", Bsp "Ereignis" für gewisse Verben usw. StrawsonVsVs: die Antwort darauf ist zweifach:
Welt/StrawsonVsWittgenstein: die Welt ist die Gesamtheit der Dinge, nicht der Tatsachen. Der ganze Charme dieser Ausdrücke wie "Situation", "Zustand" (state of affairs), "Tatsache" usw. ist, dass wir sie als Dinge oder Mengen von Dingen betrachten! (StrawsonVs).
StrawsonVsAustin: dieser Drang ist überwältigend. Austin widersteht ihm nicht. Er braucht zur Verschleierung "Merkmal" (feature) als Ersatz für "Tatsache".
Def Merkmal/feature/Strawson: Bsp die Nase kann ein Merkmal eines Gesichts sein. Bsp ein Berg Merkmal einer Landschaft.(1)

1. Peter F. Strawson, "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950, in: Paul Horwich (ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

Strawson II 265
StrawsonVsWittgenstein: die Welt ist die Gesamtheit der Dinge, nicht der Tatsachen.
Wittgenstein VI 172
StrawsonVsWittgenstein/Schulte: eigentlich dürfe man nur in ganz speziellen Fällen von der Bedeutung von Namen reden: Bsp "Peter" (Pierre) bedeute "Stein". Schulte: das ist Wittgenstein ganz fremd.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Tarski Vs Wittgenstein Berka I 410
Analytisch/Tarski: auch bei der Präzisierung dieses Begriffs spielt die Einteilung der Termini in logische und außerlogische eine wesentliche Rolle.
I 411
Tautologie/Tarski: manche Autoren sehen in analytischen Aussagen allerdings ein exaktes formales Korrelat des Begriffs der Tautologie (d.h. einer Aussage, die nichts über die Wirklichkeit besagt). TarskiVsWittgenstein/VsWiener Schule: das erscheint mir vage.
I 412 Anmerkung
Tautologie/Wittgenstein/Berka: dass T nichts über die Wirklichkeit aussagen, rührt von Wittgensteins Konzeption der formalen Wahrheit her: danach ist der Ausdruck
(p > q) > ((q > r) > p > r))
wahr aufgrund seiner Form allein.(1)
Tautologie/material/formal/G. Klaus: der Unterschied zwischen formalen und materialen Wahrheiten besteht nicht darin, dass die eine der beiden (die materiale) der Berufung auf die Wirklichkeit bedarf, und die andere nicht, sondern nur in der Art und Weise der Begründung der Wahrheit. Was Vertreter der Theorie der formalen Wahrheit als materiale Wahrheit bezeichnen ist das, was durch Praxis und Experiment bestätigt werden kann. Die Formalen dagegen seien bloß aus Rechenoperationen hergeleitet.
KlausVs: damit ist die Wahrheit aber nicht erwiesen, sondern nur auf die Wahrheit anderer Aussagen zurückgeführt, die ihrerseits noch der Begründung bedürfen. (G. Klaus, (1966), S 117)(2).


1. A.Tarski, „Über den Begriff der logischen Folgerung“, in: Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique, Paris 1935, Bd. VII, ASI 394, Paris 1936, S. 1-11
2. G. Klaus, Moderne Logik, Berlin 1966

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsWittgensteinVsWittgenstein Tugendhat Vs Wittgenstein Pauen V 254
Ich/TugendhatVsHeidelberger Schule/Pauen: (1979): hat sich ihre Probleme mit falschen Grundannahmen selbst geschaffen. Statt dessen: semantischer Ansatz: Verwendung des Ausdrucks "Ich" in der Alltagssprache. Was meinen wir, mit der Selbstzuschreibung von mentalen Zuständen?
Tugendhat: "Das Ich" ist eine falsche Substantivierung eines Personalpronomens. Ein Kunstausdruck.
Tugendhat wie Wittgenstein: in Wirklichkeit handelt es sich um expressive Sätze.
Wittgenstein: "Ich fühle Schmerzen" tritt nur an Stelle von "Au!".
V 255
TugendhatVsWittgenstein: Unterschied zwischen den beiden: Ersteres bringt Wissen zum Ausdruck. Es lässt sich auch verneinen. Der Satz kann nicht irrtümlich falsch verwendet werden. Bei Selbstzuschreibungen entfällt die Möglichkeit der falschen Erkenntnis. (Vgl. >Privilegierter Zugang, >Unkorrigierbarkeit).
V 256
Tugendhat: "epistemische Asymmetrie" zwischen Selbst und Fremdzuschreibungen. Selbstzuschreibungen sind genau dann wahr, wen auch Fremdzuschreibungen es sind. Aber nicht umgekehrt

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsWittgensteinVsWittgenstein Turing Vs Wittgenstein Wittgenstein VI 122/123
Widerspruch/TuringVsWittgenstein/Schulte: eine praktische Rechnung mit einem "verborgenen Widerspruch" kann fatale Folge haben, daher ist die Angst vor ihm nicht unbegründet. Wittgenstein/Schulte: macht Zugeständnisse.
Er bleibt aber dabei, dass man nicht meinen soll, man dürfe sich nie auf seine Rechnungen verlassen, so lange der Widerspruch nicht durch einen Beweis ausgeschlossen ist.
Falsche Vorstellung von einer "absoluten Sicherheit" der Mathematik. ein guter Engel wird immer nötig sein, damit wir auf dem richtigen Weg sind.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Williams, M. Vs Wittgenstein Brendel I 260
Wissen/Abgeschlossenheit/M .WilliamsVsWittgenstein/Brendel: M. Williams pro Abgeschlossenheit des Wissensbegriffs.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsWittgensteinVsWittgenstein Williams Vs Wittgenstein McDowell I 187
LearVsWittgenstein: "verkümmerter transzendentaler Idealismus". Ein vollausgebildeter wäre das Argument, daß wir uns nicht grundlegend über die Welt täuschen können, da wir sie ja schließlich selbst konstituiert haben. Beim "verkümmerten" verschwindet das "wir".
McDowell: das ist schon richtig, aber eine Rückversicherung durch das "wir" hatten wir niemals nötig.
Bernard WilliamsVsWittgenstein: Spielart des transzendentalen Idealismus. Die Welt und die Tatsache, daß wir über Geist verfügen, seien transzendental füreinander bestimmt.
McDowell: aber davon findet sich nichts bei Wittgenstein.

WilliamsB I
Bernard Williams
Ethics and the Limits of Philosophy London 2011

WilliamsM I
Michael Williams
Problems of Knowledge: A Critical Introduction to Epistemology Oxford 2001

WilliamsM II
Michael Williams
"Do We (Epistemologists) Need A Theory of Truth?", Philosophical Topics, 14 (1986) pp. 223-42
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
VsWittgensteinVsWittgenstein Wright Vs Wittgenstein McDowell I 205
Crispin WrightVsWittgenstein: er ist verpflichtet zu einer bestimmten Konzeption von Bedeutung, aber sein Quietismus hindert ihn daran, dieser Verpflichtung nachzukommen.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
VsWittgensteinVsWittgenstein Verschiedene Vs Wittgenstein Hempel I 97
NeurathVsTractatus: (Carnap entdeckte als erster die Tragweite von Neuraths Ideen.) Neurath: Wissenschaft ist ein Aussagensystem, das aus Aussagen von nur einer Art besteht. Jede Aussage kann mit jeder anderen kombiniert oder verglichen werden. Aber Aussagen werden niemals mit einer "Realität", mit "Tatsachen" verglichen.
I 98
Eine Trennung von Aussagen und Tatsachen ist Resultat einer verdoppelnden Metaphysik.
I 100
Neurath VsWittgenstein: dritte Phase der Abkehr vom Tractatus: selbst dieses Prinzip wird noch eliminiert: es ist ohne weiteres vorstellbar, daß das Protokoll eines bestimmten Beobachters zwei Aussagen enthält, die einander widersprechen. Dann läßt man in der Praxis einen der beiden Sätze fallen. Protokollsätze können daher nicht mehr als unveränderliche Grundlage angesehen werden.
I 101
Neurath: wir sind nicht gegen einen Richter, aber der Richter ist absetzbar.
Stegmüller IV 76
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/VsKripke: einige verteidigen Wittgenstein gegen Kripke: dieser habe keinen Begriffsnihilismus oder Bedeutungsnihilismus vertreten.
IV 77
Stegmüller: darum geht es aber gar nicht: es geht um die Möglichkeit des Erfassens von Bedeutungen. Der Begriff der "Bedeutung" wird dann aber sinnlos, wenn Menschen nicht die Möglichkeit haben, ihn zu erfassen! Nicht das Erfassen von Gegenständen ist das Problem, sondern das Erfassen der den Denotaten vorgelagerten intensionalen Gebilden, die Intension, den Fregeschen Sinn.
Stegmüller IV 152
GoldfarbVsKripke: die Relation Token/Typ sei ein Spezialfall der "Fortsetzung einer Reihe" und des "Regelfolgens". Goldfarb: das ist nicht richtig:
1. Um festzustellen, ob zwei Tokens zu selbem Typ gehören, muss man bloß imstande sein, die wahrnehmbare Ähnlichkeit zu bemerken.
2. "Type" ist keine gemäß einer Regel zu erzeugende Folge, sondern eine ungeordnete Menge! Auch nicht für den Platonisten.
GoldfarbVsKripke: die Rechtfertigungsbedingungen (Behauptbarkeitsgbedingungen) treten überhaupt nicht an die Stelle der Wahrheitsbedingungen, sondern sind nur eine triviale Umformulierung.

Wittgenstein VI 167
Urmeter/Sinn/Wittgenstein/Schulte: auch hier Missverständnis: man hat gesagt:
VI 167/168
VsWittgenstein: selbst wenn der Satz "Der Urmeter ist nicht 1 m lang" immer falsch ist, hat er doch Sinn! Schulte: das stimmt aber nicht mit Wittgensteins Konzeption von "Sinn" überein. ((s) Sinn haben heißt, negiert werden zu können.).
Schulte: der Zug muss einen Witz im Sprachspiel haben! Bsp "Das Urmeter ist nicht 1 m lang" ist kein zulässiger Zug und er hat auch keinen Witz.
VI 175
VsWittgenstein/Schulte: dieser bringe Bedeutungstheoretisches und Erkenntnistheoretisches durcheinander. Von Wittgenstein nie ernst genommen. Will sowieso Grenzen überwinden, wobei derlei Theorien gar nicht zu seiner Philosophie gehören.





Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Place Vs Wittgenstein Arm II 55
PlaceVsWittgenstein/PlaceVsArmstrong: man sollte die Welt nicht als eine "Welt der Tatsachen" (Tractatus) auffassen. Situationen/Armstrong: sind räumlich und zeitlich lokalisiert. Raumzeit ist selbst eine "große Situation". (II 33/34)
Konzeptualismus/PlaceVsArmstrong: so verstanden wären Raum und Zeit Abstrakta. Aber diese sind nur linguistische Fiktionen.
Ontologie/Place: alles was existiert sind bestimmte räumliche Relationen zwischen ED. Auch Relationen innerhalb von Einzueldingen (ED). Und zwischen Situationen.
Raum/Zeit/Place: sind nur Abkürzungen für räumliche, zeitliche und raumzeitliche Relationen.
räumliche Relationen/Place: bestehen zwischen ED.
zeitliche Relationen/Place: nicht zwischen ED, sondern zwischen Situationen.

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place II
U. T. Place
A Conceptualist Ontology
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place III
U. T. Place
Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both?
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place IV
U. T. Place
Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place V
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsWittgensteinVsWittgenstein Mackie Vs Wittgenstein Stegmüller IV 499
Religion/Glauben/Wittgenstein: (Glaube: mehrdeutiger Begriff.)
IV 500
Wie Kierkegaard: der Gläubige wünscht nicht einmal einen Beweis.
IV 500/501
Es gibt einen spezifisch religiösen Sprachgebrauch. Die Stärke des Glaubens ist an den Risiken meßbar, die der Glaubende bereit ist, einzugehen. Oder an dem Umfang, in dem der Glaube seine Handlungsentschlüsse und die Gesamtdeutung seines Lebens bestimmt.
MackieVsWittgenstein: all dem genügen nicht nur religiöse, sondern auch alltägliche Überzeugungen!
MackieVsWittgenstein: die Annahme, die Bedeutung des Jüngsten Gerichts für den Gläubigen sei eine andere als für den Atheisten läuft auf Kierkegaards problematische Konstruktion hinaus, dass das Interesse des Fragenden selbst Teil seiner Frage sei.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsWittgensteinVsWittgenstein Hintikka Vs Wittgenstein Wittgenstein I 32
Kalkül/Wittgenstein/Hintikka: Wittgensteins Kalkül ist aber kein innersprachlicher Akt. Ein Zeichen zu verstehen ist ein Schritt des Kalküls, (quasi einer Rechnung). "Was ein Satz ist, ist in einem Sinne bestimmt durch die Regeln des Satzbaus, im anderen Sinne durch den Gebrauch des Zeichens im Sprachspiel". PU § 136.
HintikkaVsWittgenstein: Problem: dass wir bei der Anwendung des Kalküls tatsächlich etwas tun müssen. Dieser Ansatz ist mißlungen und daher verzichtet Wittgenstein in den PU fast völlig auf die Kalkülanalogie. Es ist aber nicht so, dass er die gesamte Theorie nicht mehr gelten lässt, er ist lediglich zu der Einsicht gekommen, dass der Kalkülbegriff nicht beide Zwecke zugleich erfüllen kann.

Wittgenstein I 238
Zeigen/hinweisende Definition/Wittgenstein/Hintikka: in den Vorlesungen der frühen 30er wird die hinweisende Erklärung geradezu verworfen. "Die hinweisende Erklärung führt uns nicht über den Symbolismus hinaus...wir können damit nichts weiter tun, als eine Symbolismus durch einen anderen zu ersetzen." HintikkaVsWittgenstein: das ist, so könnte man meinen, eklatant falsch, denn Gebärden des Zeigens können uns wohl aus dem Bereich des bloß Sprachlichen herausführen.
WittgensteinVsVs: bestreitet das. Er erklärt, das, was wir durch eine hinweisende Erklärung zuwege bringen, ist keine Verbindung zwischen Sprache und Wirklichkeit, sondern eine Verbindung zwischen der geschriebenen oder gesprochenen Sprache einerseits und der Gebärdensprache andererseits.
Hinweisende Erklärung/Wittgenstein: ist nichts weiter als ein Kalkül.
I 242
Regel/Wittgenstein/Hintikka: mittlere Periode: nun wird zum ersten Mal die Regel als Vermittlungsinstanz einführt. Das schafft aber nicht die Fragen aus der Welt: Was ist der begriffliche Status eines solchen Regel?
Wie erfüllt sie ihre Vermittlungsaufgabe? Hier ist der Keim zur
Spätphilosophie: Hauptfrage: das Problem des Regelfolgens.
HintikkaVsWittgenstein: es geht Wittgenstein natürlich gegen den Strich, geheimnisvolle "Mittelwesen" zu postulieren. Doch drohen die Regeln in der Mittelphase zu solchen Wesen zu werden.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsWittgensteinVsWittgenstein Stalnaker Vs Wittgenstein I 52
Inhalt/Tractatus/Wittgenstein/Stalnaker: tatsächlich hatte der Wittgenstein des Tractatus diese Vorstellung von Inhalt und er erkannt gleichzeitig auch das Problem. ((s) Inhalt als Bereich aller Möglichkeiten, der aber gar nicht von einem Bereich - wie die Möglichkeiten anders hätten sein können - unterschieden werden kann). Problem: der Inhalt notwendiger Wahrheiten und der Charakterisierung des Möglichkeitsraums.
Lösung/Wittgenstein: "worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen".
I 53
StalnakerVsWittgenstein: das hilft aber nicht wirklich, dann: Zeigen/Inhalt/Stalnaker: auch Zeigen hat einen Inhalt bzw. muss einen Inhalt haben. Genauso wie Sagen.
Zeigen/Inhalt/Ramsey: "was wir nicht sagen können, können wir auch nicht pfeifen". (Ramsey 1929/1990:146).

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsWittgensteinVsWittgenstein Neurath Vs Wittgenstein Hempel I 100
NeurathVsWittgenstein: dritte Phase der Abkehr vom Tractatus: selbst dieses Prinzip wird noch eliminiert: es ist ohne weiteres vorstellbar, dass das Protokoll eines bestimmten Beobachters zwei Aussagen enthält, die einander widersprechen. Dann läßt man in der Praxis einen der beiden Sätze fallen. Protokollsätze können daher nicht mehr als unveränderliche Grundlage angesehen werden.

Neur I
O. Neurath
Philosophical Papers 1913-1946: With a Bibliography of Neurath in English (Vienna Circle Collection, Volume 16) 1983

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
VsWittgensteinVsWittgenstein Cresswell Vs Wittgenstein I 55
CresswellVslogischer Atomismus/CresswellVsAtomismus/CresswellVsWittgenstein/ CresswellVsTractatus: der Fehler der logischen Atomisten war es zu denken, daß wenn sie erst die korrekte totale physikalische Theorie gefunden hätten und sie in eine Sprache 1. Stufe gebracht hätten, daß dann jede Rede über die Welt (in Alltagssprache) in die Sprache dieser Theorie übersetzbar wäre. ((s) Also umgekehrt zu dem, was Cresswell hier macht). Cresswell: ich will hier beides zeigen: wie wir unsere Alltagssprache behalten können ohne irgendwelche Ansprüche aufzugeben in Bezug auf die Adäquatheit einer physikalischen Theorie 1. Stufe.

Hintikka I 133
…Das Verfahren des logischen Semantikers (Carnap, Tarski) verstößt gegen das oben genannte Prinzip des kategorialen Analogie.((s) dass R einer Beziehung in der Welt entspricht). Für Wittgenstein (nicht für Frege) ist dieser Unterschied wichtig: da die Gegenstände Elemente möglicher Tatsachen und Sachverhalte sind. Hier liegt ein großer Unterschied zu Frege.
Daher genügt es nicht, einfach ein "R" anzugeben, und damit eine Wertverlauf, sondern man muss angeben, welches die Relation in all den verschiedenen möglichen Welten ist. (VsTarski)
CresswellVsWittgenstein/FregeVsWittgenstein/Hintikka: könnte nun geltend machen, dass die Angabe aller dieser Wertverläufe identisch wäre mit der Angabe der Relation (darauf beruht die sogenannte Semantik möglicher Welten, MöWe-Semantik).
I 134
Aber gerade da erweist sich der Unterschied zwischen der Bildtheorie des Tractatus und der (um die Modallogik erweiterten) logischen Semantik großenteils als Täuschung. Tractatus/Hintikka: These: im Tractatus hat man es mit einer Vielfalt möglicher Tatsachen zu tun, so dass es eigentlich eine Modallogik ist.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
VsWittgensteinVsWittgenstein Birnbacher Vs Wittgenstein Metz II 726
Kriterien/Bewusstsein/Mensch/Wittgenstein: Verhalten als Kriterium für die Zuschreibung von Bewusstsein. Bewusstsein/Maschine/Birnbacher: Verhalten kann kein Kriterium für die Zuschreibung von Bewusstsein bei Maschinen sein. Hier werden neurophysiologische Kriterien wichtig, die Wittgenstein den "Symptomen zurechnet.
Bewusstsein/Verhalten/Tier/Rollin/BirnbacherVsWittgenstein: schon beim Tier ist das Verhalten ein unzuverlässiges Kriterium für Bewusstsein.
Bsp Kühe fressen sofort nach einer Operation. Grund: ihre Nahrung ist so wenig nährstoffreich, dass sie zu stark geschwächt wären, wenn sie lange Pausen machen. Beim Menschen sind längere Fastenzeiten möglich.
II 726
Bewusstsein/Maschine/Birnbacher : dass eine Maschine Ich-Sätze formuliert, ist überhaupt kein Kriterium für Bewusstsein.

Birn I
D. Birnbacher
Analytische Einführung in die Ethik Berlin 2013
VsWittgensteinVsWittgenstein Meixner Vs Wittgenstein I 31
Namen/Ontologie/Meixner: Bsp "dass Regensburg an der Donau liegt" ist ein Name für eine sachverhaltsartige Entität. Bsp "Quadratisch zu sein": Name, aber nicht für ein Individuum oder einer sachverhaltsartige Entität, sondern für Name für eine Eigenschaft. (Eigenschaftsname).
I 32
An den Namen können wir ablesen, mit welchen Entitäten die Ontologie rechnet. Sie sind aber nur gewisse Indikatoren für Entitäten. Wir wissen nicht, ob sie erfolgreich Bezug nehmen. (> Referenz).
Wenn man Namen aber grundsätzlich misstraute, verlöre die Sprache einen Großteil ihrer ontologischen Relevanz. damit verfiele jede Wissenschaft dem Skeptizismus.
I 33
Meixner: "ontologisches Urvertrauen": wo ein Name ist, da ist auch die entsprechende Entität". Deshalb können wir davon ausgehen, dass die Namen uns im großen und ganzen etwas über die Ontologie verraten.
MeixnerVsWittgenstein: hatte keine tiefere Berechtigung für seine skeptizistische Intention der grundlegenden Sprachkritik.

I 125
Welt/wirkliche Welt/aktuale Welt//Summe/Sachverhalt/SV/Meixner: für "die Summe aller schlechthin bestehenden SV" kann man auch sagen: "die wirkliche (aktuale) Welt", oder kurz "die Welt". ((s) Wittgenstein: spricht von Tatsachen, nicht von Dingen, die die Welt bilden). MeixnerVsWittgenstein: man kann die Welt aber auch als ein einziges große aktuales Individuum (nämlich die Summe aller aktualen Individuen bzw. aktualen Individuale) auffassen.
Vs: aber die Welt als SV hat den Vorteil, dass nichtaktuale, also mögliche Welten (MöWe) auch SV sein müssen, und damit zur selben Kategorie gehören. Denn es geht ja nicht an, da sie zu verschiedenen ontologischen Kategorien gehören.
Mögliche Welten/MöWe/Meixner: welche Art von SV bilden sie? Die paradigmatischen Welten und die nichtaktualen Welten müssen etwas Auszeichnendes gemeinsam haben.
I 126
Aktuale Welt/wirkliche Welt/WiWe: unsere Welt ist ein maximalkonsistenter Sachverhalt. Und ebenfalls die mögliche Welt. Das ist es, was sie gemeinsam haben. ((s) Sie können nicht in sich widersprüchlich sein. Deshalb brauchen wir getrennte Welten) Maximalkonsistent/Meixner: unvergleichlich inhaltsvoller als bloß konsistente SV.
MöWe: sind so inhaltsvoll, dass sie zeitlich bestimmt sind und bei jedem Sachverhalt x, der zeitlich bestimmt oder zeitindifferent ist, entweder diesen selbst oder seine Negation als Teil-Sachverhalte haben.
Teil: die Teilbeziehung zwischen SV ist die Spezifikation der relationalen Transzendentalie "Teil von" für Sachverhalte.
Bsp dass Fritz größer als Anna ist, ist Teil SV des SV dass Anna kleiner ist als Fritz.
allgemein:
wenn Satz B aus Satz A logisch folgt, dann ist der SV dass B Teil-Sachverhalt des Sachverhalts, dass A.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsWittgensteinVsWittgenstein Millikan Vs Wittgenstein I 221
nicht/“nicht“/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: These: „nicht“ ist ein Operator, der auf dem Rest des Satzes operiert, indem er den Sinn des gesamten Satzes ändert. (s)VsWittgenstein/(s)VsMIllikan: Problem: a) „nicht“ gehört nicht zum Satz, dann kann es auf den ganzen Satz „Die Sonne scheint“ angewendet werden“
Wittgenstein: „nicht“ ändert den Sinn des Satzes, zu dem es gehört.
b) es gehört zum Satz, dann müsste es zweimal angewendet werden, das zweite Mal auf sich selbst. Es ändert nur den Sinn, wenn es nicht zum Satz gehört.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: dann steht der Satz für etwas, das nicht existiert.
Problem/Millikan: das führt zu einer Reifikation von Möglichkeiten.
negativer Satz/Verneinung/Negation/Existenz/Millikan: negative Sätze können nicht nicht-existente Tatsachen als real value haben.
Begründung: negative Tatsachen haben keine Kausalkräfte, die in einer Normalen Erklärung eine Rolle spielen könnten.
negativer Satz/Millikan: wir könnten annehmen, dass negative Sätze keine Repräsentationen sind. Bsp „nicht-p“ soll heißen „die Tatsache dass-p existiert nicht“ So hat Wittgenstein es auch
ungefähr aufgefasst.
Pointe: wir hatten oben gesagt, dass Existenzsätze keine Repräsentationen sind.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: aber erfasste Sätze der Form „x
existiert nicht“ so auf, dass sie eine nichtexistente Tatsache abbilden. Dann geht die Variable
„x“ in „x existiert nicht“ nicht über Namen von Einzeldingen (Gegenständen, elementaren Objekten) sondern über Repräsentationen möglicher Zustände (möglicher Tatsachen).
Sinn/Nichtexistenz/Negation/Wittgenstein/Millikan: so war es ihm möglich aufrechtzuerhalten, dass Sätze der Form „x existiert nicht“ einen Sinn haben ((s) >Meinong).
Millikan: in unserer Terminologie heißt dass, dass sie Repräsentationen sind (MillikanVs).
I 222
Und gleichzeitig konnte er behaupten, dass die grundlegendsten Elemente aller Propositionen realen Gegenständen entsprechen. Pointe: das machte es möglich, dass er sagen konnte „x existiert nicht“ immer äquivalent ist zu einem Satz der Form „nicht-p“.
Millikan: könnten wir nicht wenigstens eine Hälfte dieser Äquivalenz aufrechterhalten? Die von „nicht-p“ nach „dass-p existiert nicht“?
MillikanVsWittgenstein:; nein, noch nicht einmal dies können wir.
Wenn Wittgenstein recht hätte und „nicht-p“ sagt „dass-p existiert nicht“, dann hieße das für meine Position, dass negative Sätze keine Weltzustände abbilden und keine Repräsentationen sind.
Millikan: statt dessen würden sie sprachliche Tatsachen abbilden, „nicht-p“ wäre dann ein Icon, aber es repräsentiert nicht, wobei ein Weltzustand den Satztyp „p“ als Variante hätte.
Protoreferent/Millikan. „p“ wäre nicht ein repräsentierter Referent von „nicht-p“ sondern ein Protoreferent.
Frage: wäre „nicht-p“ ein Icon von dem das „p ist falsch“?
Vs: dann wäre „nicht“ kein Operator mehr!
Nicht/Negation/Operator/Wittgenstein/Millikan: d.h. die Abbildungsregel für „nicht-p“ ist eine Funktion der Abbildungsregel für „p“.
1. Wenn „nicht“ kein Operator wäre, könnte es vorkommen, dass jemand nicht den Sinn von „p“ versteht, aber dennoch den Sinn von „nicht-p“. Absurd.
2. wenn „nicht-p“ sagt,“ dass-p existiert nicht“ müsste „nicht-p“ auch wahr sein müssen, wenn irgendeine Variante in „p“ nicht völlig bestimmt ist, also keinen angepassten Sinn hat. Bsp „Pegasus war kein geflügeltes Pferd“ Bsp „Der gegenwärtige König von Frankreich ist nicht kahl“ wären wahre Sätze!
3. sicher ist es so, dass „“p“ ist falsch“ wenigstens abbildet (icons) dass „p“ keinen real value hat. Entsprechend: „x existiert nicht“ bildet dann die Tatsache ab, dass „x“ keine Referenten hat.
Pointe. wenn nun „nicht-p“ sagt, „dass-p“ existiert nicht“ bildet es immer noch eine negative Tatsache ab.
negative Tatsache/Millikan: wir müssten zeigen können, dass eine negative Tatsche immer noch etwas anderes ist, als die Nichtexistenz einer positiven Tatsache. Und das können wir nicht. Wir haben uns bloß im Kreis bewegt.
nicht-existente Tatsache/Millikan: kann kein Gegenstand eines Icons sein und kein Gegenstand einer Repräsentation.
negative Tatsache/Millikan: müsste also etwas anderes sein als eine nicht-existente Tatsache.
Pointe: aber wenn wir das zeigen können, brauchen wir gar nicht mehr anzunehmen, dass „nicht-p“ sagt “dass-p existiert nicht“.
negativer Satz/Abbildung/Tatsache/Negation/Millikan: was ich dann behaupten muss ist, dass negative Sätze reale bzw. existierende Weltzustände (Tatsachen) abbilden.
Es ist wohlbekannt, wie man so etwas anstellt:
Negation/Verneinung/Lösung: man sagt einfach, dass die Negation nur auf das logische Prädikat des Satzes angewendet wird ((s) innere Negation). Dabei wird der Sinn des Prädikats geändert, so dass das Prädikat auf das Gegenteil zutrifft (abbildet) als es normalerweise tut.
I 223
Das kann dann auch auf komplexere Sätze mit externer Negation ausgedehnt werden: Bsp „Kein A ist “ wird zu „Jedes A ist nicht-“.
MilllikanVs: die Schwierigkeiten mit diesem Ansatz sind ebenfalls wohlbekannt:
1. Problem: wie soll man die Funktion von „nicht“ interpretieren in ganz einfachen Sätzen der Form „x ist nicht“ Bsp „Pegasus ist nicht (Pause)“ Hier kann „nicht“ als über Prädikate operierend interpretiert werden! Sätze der Form „x ist nicht“ sind natürlich äquivalent zu Sätzen der Form „x existiert nicht.“.
Problem: wir haben aber gesagt, dass „existiert“ keine Repräsentation ist. Also kann „nicht“ nicht interpretiert werden als immer auf einem Prädikat eines repräsentierenden Satzes operierend.
Bsp „Cicero ist nicht Brutus“ kann nicht auf einem logischen Prädikat des Satzes operieren, denn einfache Identitätssätze haben kein logisches Prädikat. Also muss „nicht“ noch andere Funktionen haben.
Problem: in welchen Relationen stehen dann diese verschiedenen Funktionen zueinander? Denn wir sollten davon ausgehen, dass „nicht“ nicht verschiedene Bedeutungen in verschiedenen Kontexten hat.
sinnlos/sinnlose Sätze/Negation/Abbildung/Millikan: hier gibt es dasselbe Problem:
Bsp „Gold ist nicht quadratisch“. Der Satz ist nicht deshalb wahr, weil Gold eine andere Form hätte als quadratisch zu sein.
Problem: die korrespondierenden affirmativen Sätze haben auch keinen Sinn!
Dennoch scheint Bsp „Gold ist nicht quadratisch“ irgendetwas wahres zu sagen.
Problem: wiederum: wenn „nicht“ eine andere Funktion hat als in repräsentierenden Sätzen, müssen wir diese Funktion immer noch erklären.
2. Problem: (wichtiger): die Abbildungsregeln zwischen einfachen Sätzen der Form „x ist nicht “ und seinem real value.
real value/Negation/Millikan: ist der real value eines negativen Satzes der Weltzustand? Bsp Die Tatsache von Johns nicht-groß-sein? Oder eine präzise Tatsache wie Johns genau-180-groß-sein?
I 224
Millikan: das letztere ist korrekt. Repräsentation/Negation/Millikan: These: negative Repräsentationen haben unbestimmten Sinn. ((s) Aber Millikan gibt zu, dass Negationen Repräsentationen sind, anders als Identitätssätze und Existenzsätze).
Millikan: wie bei unbestimmten Kennzeichnungen sind die real values bestimmt, wenn sie in wahren Sätzen vorkommen, aber sie müssen nicht vom Hörer identifiziert werden können, um ihre Eigenfunktion zu erfüllen.
Gegenteil/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: negative Sätze, deren Gegenteile normale repräsentierende Sätze sind, müssen selbst positive Tatsachen abbilden.
I 229
“nicht“/Negation/negativer Satz/Repräsentation/SaD/Millikan: These: der Satz vom ausgeschlossenen dritten trifft auf einfache repräsentierende negative Sätze nicht zu. Bsp neben der Möglichkeit, dass ein Prädikat und der, dass sein Gegenteil zutrifft, gibt es die Möglichkeit, dass das Subjekt des Satzes nicht existiert. Und das ist gerade die Möglichkeit, dass der Satz keinen bestimmten Fregeschen Sinn hat. „p oder nicht-p“: hat nur Sinn, wenn „p“ Sinn hat.
Negation: ihre Funktion ist niemals (im Kontext repräsentationaler Sätze) zu sagen, dass der Satz keinen Sinn hätte.
Sinn/Millikan: ob ein Satz Sinn hat, kann man nicht a priori wissen.
Negation/Repräsentation/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein: sein Irrtum (im Tractatus) war es zu glauben, dass wenn jedermann sieht, dass „x“ in „x existiert nicht“ einen Sinn hat, dass dann der negative Satz eine negative Repräsentation sei.
Rationalismus/Millikan. die rationalistische Überzeugung, dass man den Unterschied von Sinn und Nicht-Sinn a priori wissen könnte.

I 303
Empfindungssprache/Empfindung/Privatsprache/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein/Millikan: das Problem ist nicht ganz das, was Wittgenstein gemeint hat. Es ist nicht unmöglich, eine Privatsprache zu entwickeln, sondern man kann keine Sprachen entwickeln, die nur von dem sprechen, was nur einmal und von einem einzigen Gesichtspunkt aus gesehen werden kann.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsWittgensteinVsWittgenstein Newen Vs Wittgenstein New I 94
Gegenstand/Ding/Objekt/Tractatus/Wittgenstein/Newen: die Frage, welcher art die Gegenstände des Tractatus sind, ist bis heute umstritten: 1. James Griffin: einfache physikalische Teilchen
2. Hintikka: Punkte im Gesichtsfeld
3. H. Ishiguro: Exemplifikationen nicht weiter zurückführbarer Eigenschaften
4. Peter Carruthers: Alltagsgegenstände.
Gegenstand/Tractatus/NewenVsTractatus/NewenVsWittgenstein/Newen: es gibt hier widersprüchliche Prinzipien, von denen eins aufgegeben werden muss,
I 95
Damit die gegenstandsebene bestimmt werden kann: (i) Elementarsätze haben die Form "Fa", "Rab"… es werden externe Eigenschaften zugeschrieben.
(ii) externe und interne Eigenschaften verhalten sich zueinander wie verschiedene Dimensionen Bsp Längen und Farben.
(iii) Elementarsätze sind logisch unabhängig.
Problem: dann kann der Wahrheitswert eines Satzes "Ga" von dem eines Satzes "Fa" abhängen. Bsp ein Punkt kann nicht zugleich rot und blau sein.
Pointe: dann sind die Sätze aber nicht mehr unabhängig.
Wittgenstein/VsWittgenstein/Selbstkritik/Newen: Wittgenstein selbst bemerkte das 1929 im Aufsatz Some remarks on Logical Form.

I 98
Elementarsatz/Tractatus/Wittgenstein/Newen: Sätze über Punkte im Gesichtsfeld oder physikalische Teilchen sind dort keine Elementarsätze, weil sie nicht unabhängig sein können ((s) Widersprechende Eigenschaften müssen ausgeschlossen werden können).
I 99
Mittlerer Wittgenstein: erkennt in der Abhängigkeit eine Grundstruktur, die nicht beseitigt werden kann. Bsp "Was blau ist, ist nicht rot".
Satzbedeutung/PU/Wittgenstein/Newen: die Bedeutung von Sätzen kann also nicht nur durch die Vertretungsrelation von Namen gewährleistet sein.
Abbildtheorie/WittgensteinVsWittgenstein/Selbstkritik/Wittgenstein/Newen: die AT muss also revidiert werden.
100
mittlerer Wittgenstein/Newen. These: die Bedeutung von Zeichen wird durch die syntaktischen regeln seines Sprachsystems festgelegt. VsWittgenstein/Newen: die Frage, wie diese syntaktischen Regeln festgelegt sind, wird hier noch nicht beantwortet.

NS I 35
Regelfolgen/Wittgenstein: ist, einer Gepflogenheit gemäß zu handeln. Ohne Begründung oder Überlegung. Es ist schlicht eine Kompetenz, auf eine erlernte, übliche und selbstverständliche Weise zu handeln. Gepflogenheiten/Konvention: Gepflogenheiten sind nicht deshalb gültig, weil sie festgesetzt oder vereinbart wurden, sondern weil sich üblicherweise alle daran gebunden fühlen.
Das gilt auch für regeln, die die Bedeutung eines sprachlichen Zeichens festlegen.
((s) Regeln/(s): legen also etwas fest, sind aber selbst nicht festgelegt, sondern eingespielt und stabil.)
NS I 36
VsWittgenstein/Newen/Schrenk: Problem: die Unbestimmtheit der Verwendungsweisen. Es gibt auch Fehlverwendungen, die als bedeutungskonstituierend einbezogen werden müssten. Sie können sehr verbreitet sein. VsWittgenstein/Newen/Schrenk: Problem: Holismus der Gebrauchsweisen: wenn eine einzige neue Verwendungsweise eingeführt wird, müsste sich die Bedeutung des Ausdrucks ändern.

NS I 37
Käfer-Bsp/Privatsprache/Wittgenstein/Newen/Schrenk: der Ausdruck „Käfer“ kann eine klare Verwendung haben, selbst wenn jeder einen anderen Käfer in seiner Schachtel und selbst, wenn die Schachtel leer ist! Wittgenstein: selbst wenn sich das Ding fortwährend veränderte. Das Ding in der Schachtel gehört überhaupt nicht zum Sprachspiel. Auch nie einmal als ein Etwas. (§ 293).
Newen/Schrenk. das zeigt, dass die Bedeutung eines Ausdrucks nicht dadurch festgelegt wird, dass wir eine Empfindung haben, sondern durch die Praxis in einer Gemeinschaft.
Eine Person allein kann Ausdrücken keine Bedeutung verleihen.
NS I 38
Newen/Schrenk VsWittgenstein: Bsp Robinson kann aber durch eine Regelmäßigkeit der Beschaffenheit Wörter für Ananas usw. einführen. WittgensteinVsVs/Newen/Schrenk: würde einwenden, 1. dass Robinson keine Gepflogenheiten etablieren kann, weil er nicht merken würde, wenn er davon abweicht. Dann gäbe es keinen Unterschied mehr zwischen folgen und zu folgen glauben.
VsVs/Newen/Schrenk: 2. ein weiterer Einwand wäre, dass Robinson nur Kategorien bilden kann, weil er in seiner Gemeinschaft gelernt hat, wie man Kategorien bildet.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
VsWittgensteinVsWittgenstein Rorty Vs Wright, Cr. VI 40
WrightVsTarski/Rorty: es ist ihm nicht gelungen, eine Norm anzugeben. Wright: zwei Normen: berechtigte Behauptbarkeit und Wahrheit. Unterschied: das Streben nach dem einen ist notwendig auch ein Streben nach dem anderen, aber ein Erfolg beim einen ist noch nicht notwendig ein Erfolg beim anderen.
Metaphysik/Wright/Rorty: "metaphysischer Aktivismus". Will Korrespondenz und Repräsentation am Leben erhalten.
RortyVsWright: daraus, dass Überzeugungen gerechtfertigt werden können, ohne wahr zu sein (zugegeben), folgt aber nicht, dass hier zwei Normen verfolgt werden. Und auch nicht, dass wir zwei Pflichten haben.
1. Handlungen zu rechtfertigen, und
2. eine weitere Pflicht, das richtige zu tun.
Es zeigt lediglich, dass das, was vor einer Hörerschaft gerechtfertigt ist, vor einer anderen es nicht zu sein braucht.
Zitattilgung/Deflationismus/Wright: der Deflationist meint, durch das ZT Prinzip sei der Inhalt des Wahrheitsprädikats vollständig festgelegt.
Wright: es gibt eine "durch das ZT-P hergestellte und der Erklärung dienende bikonditionale Verbindung zwischen dem Anspruch, ein Satz sei wahr, und dem angemessenen Gebrauch dieses Satzes".
VI 41
"Jede wirkliche Behauptungspraxis ist genauso beschaffen, wie sie es wäre, wenn Wahrheit das bewusst gesetzte Ziel wäre". Rorty: Wright glaubt, man könne zwei Wahlentscheidungen auseinanderhalten, indem man fragt, ob sie "de facto" nicht von der einen, sondern von der anderen Erwägung "geleitet" werden.
RortyVsWright: ist es jedoch ausreichend für das faktische Vorhandensein einer solchen Leistung, wenn der Akteur glaubt, das entsprechende Faktum sei gegeben?
Bsp Ich glaube den Willen der Götter durch ein bestimmtes Verhalten zu erfüllen. Mein Kritiker - Atheist - sagt, es gebe gar keinen Willen der Götter, daher könne es auch nicht meine Norm sein.
VI 42
Ich erwidere, dass sei reduktionistisch und mein eigener Glaube, welche Norm ich erfülle, sei entscheidend. RortyVsWright: dieser sollte nicht beglückt sein über diese Verteidigungsstrategie des Atheisten. Ein phantasiebegabter Akteur wird immer mehr Leitsysteme in Funktion haben, als man auseinanderhalten kann.
VI 42/43
Wright: muss entweder einräumen, ein Ziel sei dann in deskriptiver Hinsicht normativ, wenn der Akteur dies glaubt, oder ein weiteres Kriterium angeben (Regress). Wright: die These, der Besitz der Wahrheit bestehe in der "Erfüllung einer von der Behauptungsberechtigung unterschiedenen normativen Bedingung" ist gleich der These, "Wahrheit sei eine echte Eigenschaft".
Wahrheit/Wright: These: Wahrheit eigenständige Norm. (sic, VI 42/43) WrightVsDeflationismus, Wright pro Spielart des Minimalismus mit Wahrheit als eigenständiger Norm neben einer bloßen Eigenschaft von Sätzen.
VI 45
Repräsentation/Konvergenz/RortyVsWright: aber sein Beispiel ist höchst aufschlussreich: er meint, Bsp was der "intuitiven" Verknüpfung der Repräsentationalität mit Konvergenz zugrunde liegt, sei die folgende "Binsenweisheit" über "Konvergenz/Repräsentation": "Wenn zwei Vorrichtungen für Repräsentation die gleiche Funktion erfüllen, wird bei günstigen Bedingungen ein unterschiedlicher Output erzeugt, wenn es einen unterschiedlichen Input gibt".
VI 46
Wright: muss hier zwischen verschiedenen Diskursen (z.B. über Physik oder das Komische) unterscheiden, bei denen das Kognitive angebracht oder eben nicht angebracht ist. Der Humor (die "Basis") könnte verschieden sein, ohne dass man das den Personen vorwerfen könnte. Metaphysik/Wright/Rorty: solche Fragen lassen sich nur a priori entscheiden. Nämlich: z.B. die Frage nach dem kognitiven Rang eines Diskurses!
VI 46/47
Crispin Wright/RortyVsWright: dieser definiert ein kognitives Gebot, nach dem ein Sprecher wie eine gut geölte Repräsentationsmaschine funktionieren soll. Das folgt dem Schema aller Erkenntnistheoretiker, nach denen Vorurteile und Aberglauben so etwas wie Sand im Getriebe sind. Letztlich sind für sie Menschen Maschinen!
Rorty: richtige Input/Output Funktion wird von zahllosen Funktionen auf uninteressante Weise erfüllt.
Was Wright braucht: wir sollten a priori erkennen: welches die richtigen Funktionen sind.(durch Kenntnis des Inhalts).
VI 48
PragmatismusVsWright/Rorty: der Pragmatismus bezweifelt, dass Kognitivität mehr ist als ein historisch kontingenter Konsens bezüglich der angemessenen Begründung.
VI 48/49
Inhalt/RortyVsWright: dieser glaubt, Philosophen könnten den "Inhalt" eines Diskurses betrachten und dann sagen, ob er dem kognitiven Gebot entspricht. Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein., man muss sich nur vorher darauf einigen.
Kognitivität/Rorty: der Inhalt ist dann von geringfügiger Bedeutung, wenn es um die Bestimmung von Kognitivität geht. Es geht fast nur um Zustimmung zu Konventionen. Darum ist es ein historisch soziologischer Begriff.
VI 50
WrightVsWittgenstein/Rorty: (Befolgen einer Regel) "in metaphysischer Hinsicht ein Spielverderber" (Auch Evans). Einziges Zugeständnis an die "Qietisten": dass Wahrheit und Falschheit auch dort möglich sind, wo der Realismus gar nicht zur Debatte steht. (Komödie, Moral). Zwei Spielarten des Wittgensteinischen Spielverderbers: Kripke und McDowell.
McDowellVsNonkognitivismus/Rorty: der moralische Nonkognitivist wird "von einer verfehlten Deutung ethischer Fakten und ethischer Objektivität getrieben". Für ihn gilt das gleiche wie für seinen platonischen Gegner, den moralischen Realisten:
VI 51
plagt sich mit der Suche nach einem unabhängigen Standpunkt ab. Das sei unmöglich. (McDowellVsRealismus der Moral).
Wright/Rorty: Wright ist gegen diesen Versuch, "die Auseinandersetzung zwischen Realismus und Antirealismus generell zu untergraben.
Vorteil seines Begriffs des Kognitiven Gebots: beinhaltet keinen übermäßig vergegenständlichten Tatsachenbegriff" (wie er von Wittgenstein und McDowell beanstandet würde).
Wir nehmen auf das Bezug, was wir als den Bereich möglicher Ursachen dieser Meinungsverschiedenheiten begreifen!".
Repräsentation/Relevanz/Kognition/Funktion/RortyVsWright: das reicht nicht, um McDowell zu widerlegen: um zu einem Begriff vom Bereich möglicher Ursachen zu kommen, müssen wir zunächst eine Input Output Funktion angeben, sonst können wir ein reibungsloses Funktionieren einer Repräsentationsmaschine nicht von einer Fehlfunktion unterscheiden.
Wittgenstein hat gezeigt, dass der "relevante Gegenstandsbereich" nie im relevanten Sinne "da" ist. Daher Frage: ob es eine Möglichkeit gibt, den Input ohne Bezugnahme auf den "wertenden Standpunkt" zu isolieren.
Welt/Denken/Davidson/DeweyVs: wir haben nicht die Fähigkeit, den von "der Welt" geleisteten Beitrag zum Prozess der Urteilsbildung von unserem eigenen Beitrag zu trennen.
VI 52
Wahrmachen/Wright/Rorty: zweifelt nicht an der Existenz isolierbarer "Wahrmacher". (WrightVsDavidson).
VI 56
PragmatismusVsWright/Rorty: hier gibt es nur historisch soziologisch veränderliche Unterschiede zwischen Mustern von Begründungen. Diese Muster sollten nicht in den Wahrheitsbegriff eingebracht werden.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Atomism, logisch VsWittgenstein Versus Simons I 320
Atomismus: Wittgenstein Tractatus, Leibniz Monaden - VsAtomismus: Aristoteles: prima materia (Kontinualismus) - BlackVsWittgenstein/BlackVsAtomismus: "metaphysisches Vorurteil": die These, daß nicht jede Existenz bedingt ist - SimonsVsAtomismus.

Simons I
P. Simons
Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987
Positivismus VsWittgenstein Pro Bezzel Wittgenstein
: HabermasVsWittgenstein: W. Positivist.
WittgensteinVsDescartes: "Spiel des Zweifels setzt schon Gewissheit voraus.
WittgensteinVs: Behaviorismus, Metaphysik, hinweisende Erklärung, "Sprache zweiter Ordnung", Fortschrittsdenken der Naturwissenschaft,(westlich)
Positivismus VsWittgenstein Versus Bezzel Wittgenstein
: HabermasVsWittgenstein: W. Positivist.
WittgensteinVsDescartes: "Spiel des Zweifels setzt schon Gewissheit voraus.
WittgensteinVs: Behaviorismus, Metaphysik, hinweisende Erklärung, "Sprache zweiter Ordnung", Fortschrittsdenken der Naturwissenschaft,(westlich).
Spr. wesentl. Kommu VsWittgenstein Versus Rorty VI 147
Sprache/Denken/Nagel: NagelVsWittgenstein/Rorty: die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Positivismus Rorty, R. II 130f
Positivisten/Rorty: »Erfahrung«, »Ideen«, »Bewußtsein« durch den Begriff »Sprache« ersetzen - dann stehen primäre Qualitäten nicht mehr in engerer Beziehung zur Wirklichkeit als sekundäre (VsLocke) - aber genau diese These wurde von KripkeVsWittgenstein wiedererweckt - (KripkeVslinguistic turn).
Überzeug. Priorität Searle, J.R. Esfeld I 76
SearleVsWittgenstein: These Glaubenszustände haben Priorität von sprachlichen Ausdrücken.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Wahrheitsfunktion Sellars, W. II 314
Tractatus/SellarsVsWittgenstein: nicht alle Aussagen können Wahrheitsfunktionen sein - denn das läßt sich nicht mit der These vereinbaren, daß elementare Aussagen "logische Bilder" von Tatsachen sind - Problem: nicht alle außersprachlichen Sachverhalte lassen sich durch eine Aussage ausdrücken - daher kann es keine Abbildungsbeziehung sein - Paradox/Sellars: daß wir eine Abbildung erkennen können, aber weder aussagen noch denken - Bsp (1) "S (in l) bildet aRb ab" - a) die Aussage "aRb" kommt darin gar nicht vor - b) sie kommt vor, aber (1) ist gar keine Aussage - - (...+...) - I 316 >Problem. Tatsache/Gegenstand - Lösung/Sellars: Tatsache = Quasi-Gegenstand: sprachlich (nicht in der Welt) - Problem: Wahrheit - dann müßte auch die Welt zur Sprache gehören - absurd.