| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Artikel | Russell | Cresswell I 179 Bestimmter Artikel/Theorie der Kennzeichnung/Russell: "der" erfordert, dass ein Satz Bsp "Der φ ist ψ" vorausgesetzt, dass "der φ" weite Reichweite hat, beinhaltet (entails) dass es genau ein φ gibt. >Reichweite, >Enge Reichweite, >Weite Reichweite. Russell I X Russell/Gödel: (K.Gödel, Vorwort zu Principia Mathematica) Russell vermeidet irgendwelche Axiome über die bestimmten Artikel "der", "die", "das". Frege hingegen muss darüber ein Axiom machen! Der Vorteil bleibt für Russell aber nur so lange erhalten, als er Definitionen als bloße typographische Abkürzungen interpretiert, nicht als Einführung von Namen. >Stellvertreter, >Eigennamen, vgl. >Logische Eigennamen, >Axiome. Typographische Abkürzung: >"Schwärzung des Papiers", >Formalismus. |
Russell I B. Russell/A.N. Whitehead Principia Mathematica Frankfurt 1986 Russell II B. Russell Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989 Russell IV B. Russell Probleme der Philosophie Frankfurt 1967 Russell VI B. Russell Die Philosophie des logischen Atomismus In Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993 Russell VII B. Russell On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit" In Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996 Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Beschreibungstheorie | Evans | I 313f Beschreibungstheorie/Namen/Evans: "x ist der einzige φ-er, und alles, was sonst noch φ-et ist identisch mit x". ((s) Vgl. >"Genau einer"). Vgl. Berka I 121 Def 1/Eins/Zahl/logische Form/Hilbert: 1(F) : (Ex)[F(x) & (y)(F(y) > ≡ (x,y)]. Hilbert: "Es gibt ein x, für das F(x) besteht, und jedes y, für das F(y) besteht, ist mit diesem x identisch". Vgl. Cresswell I 179 Bestimmter Artikel/Theorie der Kennzeichnung/Russell: "der" erfordert, dass ein Satz Bsp "der φ ist ψ" vorausgesetzt, dass "der φ" weite Reichweite hat, beinhaltet (entails) dass es genau ein φ gibt. Vgl. Prior I 61 Def "genau ein"/logische Form/Prior: zu sagen, dass genau ein Individuum φt heißt zu sagen, dass für ein x, x ft und für jedes x und y, wenn x φt und y φt, dann ist x dasselbe Individuum wie y. - Nur mit "φ-en" statt "F" (Prädikat). Eigenschaft/Prädikat/Prior: dieser benutzt "φ-en" (einstellige Verben) statt "F" (Eigenschaft) - aber auch: "Eigenschaft, zu φ-en" - "Die Eigenschaft des ()-ens" bildet aber kein Substantiv aus einem Verb! - sondern ist Teil des ganzen Funktors: "..ist dasselbe wie.." oder Funktors: "was immer ()t,()t". Es ist keine Eigenschaft, weil sonst falsche Gleichsetzung folgt: "Eigenschaft, die auf nichts angewendet wird": dies könnte dann fälschlich Meerjungfrauen und Pegasi gleichsetzen. Evans I 313f EvansVs: Die Situation für propositionale Einstellungen wird fälschlich so dargestellt, als gleiche sie der Situation, in der der Gegenstand nicht existiert. (Vgl. >Nichtexistenz) I 313 Referenz/Bedeutung/allgemeiner Term/EvansVsBeschreibungstheorie: Wir verwenden ständig allgemeine Termini, von deren Erfüllungsbedingungen wir nur die dunkelsten Vorstellungen haben. Bsp Chlor, Mikrobiologie usw. Es ist aber falsch zu sagen, dass wir nichts sagten, wenn wir Sätze äußern, die diese allgemeinen Termini enthalten. I 315 Namen/Kausaltheorie/Kripke/Evans: Kripkes Kausaltheorie sieht ungefähr so aus: Die Kausalkette ist nur dann referenzbewahrend, wenn der Sprecher intendiert, den Namen für dasselbe Ding zu verwenden, für das es derjenige verwendet hat, von dem er den Namen gelernt hat. Evans: Frage: ist es hinreichend, daß diese Verwendung eine so beschriebene kausale Folge ist? Bsp (Evans) Eine Gruppe von Leuten unterhält sich in der Kneipe über einen bestimmten Louis, von dem S noch nie gehört hat. Er fragt "Was hat Louis denn getan?" Klar, daß er damit einen bestimmten Mann bezeichnet! I 316 Er könnte sogar bei einer späteren Gelegenheit fortfahren, sich auf ihn zu beziehen. VsBeschreibungstheorie: Mit ihr ist das schwer zu vereinbaren, weil der Informationsbrocken, den S aufschnappte, irgendeine Einstellung einschließen könnte und auf jemand anders viel besser passen könnte. Sie hat keine Erklärung dafür, warum es unmöglich ist, daß andere Beschreibungen gegenüber dieser überwiegen. VsKausaltheorie: Sie kann in diesem Fall wohl die richtige Antwort sicherstellen. Aber: sie kann nicht ausschließen, dass S zu jedem zukünftigen Zeitpunkt, wie fremd die Thematik und wie verwirrt der Sprecher sein mag, einen bestimmten Franzosen - vielleicht Louis XIII: bezeichnen wird, solange es eine kausale Verknüpfung zu jener Unterhaltung in der Kneipe gibt. >Kausaltheorie der Namen, >Eigennamen, >Kennzeichnungen, >Nichtexistenz. I 321 EvansVsBeschreibungstheorie: Wenn wir nun gleichzeitig dächten, dass der Name denjenigen bezeichnet, der von Elhannan erschlagen wurde, dann zeigt das, dass die Bedingungen der Beschreibungstheorie nicht notwendig und nicht hinreichend sind. >Hinreichendes, >Bedingungen. I 321/322 EvansVsKripke: Das ist die Auffassung, für die Kripke hätte argumentieren sollen, aber nicht argumentiert hat. EvansVsBeschreibungstheorie: Sie unterscheidet nicht zwischen den Gedanken: a) dass das Bezeichnete von der Absicht des Sprechers bestimmt ist, und b) dass der Gegenstand die Beschreibungen erfüllt. EvansVsBeschreibungstheorie: Punkt b) ist die Schwäche: das "Passen auf" ist absurd, wenn es im Fall eines von seiner Gemeinschaft isolierten Sprechers nur durch ein Bündel von Beschreibungen, das der Sprecher assoziiert, auf dieses Ding besser als auf alles andere passen soll. |
EMD II G. Evans/J. McDowell Truth and Meaning Oxford 1977 Evans I Gareth Evans "The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208 In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Evans II Gareth Evans "Semantic Structure and Logical Form" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Evans III G. Evans The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989 Berka I Karel Berka Lothar Kreiser Logik Texte Berlin 1983 Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 Pri I A. Prior Objects of thought Oxford 1971 Pri II Arthur N. Prior Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003 |
| Kennzeichnungen | Cresswell | I 184 Kennzeichnung/Quantifikation/Cresswell: Bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen sind keine Quantoren. - Die Bindung ist in der Tiefenstruktur. >Quantoren, >Tiefenstruktur. Bsp Wenn du jedem Jungen einen Job anbietest, wird mancher Junge ihn ablehnen. - "Ihn" signalisiert keine Variable, die durch "einen Job" gebunden würde. - Dennoch besteht die Quantifikation in der Tiefe. >Quantifikation. II 47f Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Cresswell: nach Russell ist (24) (Ex)(GLAUBEN (a,x) u x e.β.L) möglich, weil "Der Planet, der "Phosphorus" genannt wird" außerhalb der Reichweite des Modaloperators vorkommen kann. >Reichweite, >Modaloperatoren, >Namen, >Morgenstern/Abendstern, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell. Zur Erklärung: Def Punkt-Anführungszeichen/Punkt-AZ/Sellars/Boer/Lycan: (Boer/Lycan S. 69, auch Lycan 1984(1), 285): wenn α ein Satz ist, dann ist . α . die Klasse aller Sätze, die dieselbe „linguistische Rolle“ wie α spielen. >Rollen. Lycan: . α . ist ein Prädikat, das durch einen solchen Satz erfüllt wird. >Prädikate, >Erfüllung. Damit soll seine Theorie einfacher beschrieben werden können: „glauben“: denotiert eine Relation GLAUBEN zwischen einer Person und einem Satz. Wahrheits-Schema/Glaubenssätze/Lycan: wird da so neu geschrieben: (11) [a glaubt dass α] ist wahr gdw. (Ex)(GLAUBEN(DEN (a), x) u x e . α. ). ((s) eckige Klammern: Quasi-Anführungszeichen!) Das ist alles wieder auf eine bestimmte gegebene (interpretierte) Sprache relativiert. Genauer als (11): (12) [a glaubt dass α] ist wahr in L gdw. (Ex)(GLAUBEN(DENL (a), x) u x ε . α . ). Pointe: Jetzt muss auch . α . auf L relativiert werden! . α . L: ist dann die Klasse der Sätze, die dieselbe semantische Rolle spielen wie die, die α in L. II 48 Pointe: Das erlaubt uns, über das Ding zu sprechen, das tatsächlich "Phosphorus" genannt wird und zu fragen, was passiert, wenn es nicht so genannt wird. - ((s) Außerhalb der Reichweite des Modaloperators: erlaubt eindeutigen Bezug auf das Ding). II 140 Kennzeichnungen/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Cresswell: These: Eine bestimmte Kennzeichnung ist in derselben syntaktischen Kategorie wie ein Quantor wie z.B. "jemand". Problem: Bsp "Jemand kommt nicht" bedeutet nicht dasselbe wie "Es ist nicht der Fall dass jemand kommt". >Jemand/Geach. Lösung/Russell: Verschiedene Reichweiten in modalen und doxastischen Kontexten a) (enge Reichweite) "Die Person nebenan wohnt nebenan" logisch äquivalent ist mit "genau eine Person wohnt nebenan" und daher in einem Sinne es notwendig wahr ist. b) (weite Reichweite) ... es wahr ist, dass die Person nebenan auch hätte woanders wohnen können (es also kontingent ist). >"Genau ein", >Notwendigkeit, >Kontingenz. II 149 Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Kripke/Cresswell: Kripke pro Russell in Bezug auf Kennzeichnungen - nur nicht in Bezug auf Namen. >Kennzeichnungen/Kripke, >Namen/Kripke. 1. Lycan, W.G. (1984). Logical Form in Natural Language. Cambridge, Mass: Bradfort/MIT |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Kennzeichnungen | Prior | I 124 Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Prior: a) "das Soundso φt" b) "X denkt, dass das Soundso φt". In a) und b) hat die Kennzeichnung dieselbe Bedeutung egal ob der Gegenstand existiert oder nicht existiert - in b) hat der Satz sogar denselben Wahrheitswert. >Wahrheitswert, >Nichtexistenz, >Denken, >Gedanken. I 148 Theorie der Kennzeichnungen /Russell: singuläre Namen: "Das einzige Ding, das φt". >Namen, >Singuläre Termini. Geach: Diese Analyse hat zwei Teile: a) Explizit prädikativer Gebrauch: "x ist das einzige Ding, das φt" b) Gebrauch als scheinbares Subjekt: kann als Explikation eines impliziten prädikativen Gebrauchs erklärt werden: "Das einzige Ding das φt, ψt." >Prädikation, >"Genau ein". a) Als "Etwas, das.." b) "Wenn etwas...". Prior: Lösung für Nichtexistentes - Problem: unterschiedliche Reichweite: a) Als Teil eines komplexen Prädikats: "Etwas ist beides das-einzige-Ding-das-φt und nicht ψt". b) Als Teil eines komplexen Satzes: "Es ist nicht der Fall dass..". Kennzeichnungen: sind sinnvoll: "der φ-er existiert nicht" nicht bei logischen Eigennamen "dies". >Reichweite, >Enge/weite Reichweite. I 152 Sekt-Bsp/PriorVsRussell: Russell hat übersehen, dass Kennzeichnungen auch anders gebraucht werden können: "der Mann da drüben" sagt nicht von etwas aus dass es "Mann ist" oder dass es "drüben ist". - Wenn es wahr ist, dass derjenige klever ist, dann auch, wenn es eine verkleidete Frau ist - Zuschreibung verlangt keine korrekte Identifikation - es wird nur verlangt, dass es "der einzige..." ist. >Kennzeichnungen/Russell. Erklärung/(s): Sekt-Beispiel: "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse" – Der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas. >Referenz, >Wahrheitswert/Prior, >Meinen. |
Pri I A. Prior Objects of thought Oxford 1971 Pri II Arthur N. Prior Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003 |
| Mehrdeutigkeit | Montague | Hintikka I 106 Quantifikation/Quantoren/Mehrdeutigkeit/any/HintikkaVsMontague: Im Großen und Ganzen zeigt die Montague-Semantik, wie Mehrdeutigkeit entsteht durch das Zusammenspiel von Quantoren und intensionalen Ausdrücken. Bsp (12) Eine Frau liebt jeden Mann (13) John sucht einen Hund. >Intensionen, >Quantoren, >Quantifikation, vgl. >Opazität, >Quantifikation in opake Kontexte. HintikkaVsMontague: Das erklärt nur, warum gewisse Ausdrücke mehrdeutig sein können, aber nicht, welche es tatsächlich sind. Montague sagt im allgemeinen zu viele Mehrdeutigkeiten voraus. Denn er geht nicht auf die grammatischen Prinzipien ein, die oft Mehrdeutigkeiten mit Quantoren auflösen. >Grammatik. Reichweite/Hintikka: Die Reichweite bestimmt die logische Reihenfolge. >Reichweite, >Enge/weite Reichweite. Quantor/Quantifikation/jeder/er/Montague/Hintikka: Bsp (14) Wenn er sich anstrengt, wird er glücklich sein (15) Wenn jeder sich anstrengt, wird er glücklich sein. Problem: Im Englischen hat „wenn“ Vorfahrt in Bezug auf „jeder“ so dass „jeder“ in (15) dem „er“ nicht als Pronomen vorausgehen kann („pronominalize“). >Pronomina, >Operatoren, >Bereiche. I 107 HintikkaVsMontague: Wir brauchen also zusätzliche Regeln für die Reihenfolge der Anwendung der Regeln. |
Hintikka I Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996 Hintikka II Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989 |
| Nichtexistenz | Montague | Hintikka I 103 Nichtexistenz/nicht wohldefiniert/Definierbarkeit/HintikkaVsMontague: Die Montague-Semantik lässt es nicht zu, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz sinnlos sein könnte, weil ein Individuum in einer Welt nicht wohldefiniert ist. ((s) Weil bei Montague der Individuenbereich als konstant angenommen wird). >Mögliche Welten, >Identität zwischen Welten, >Individuenbereich, >Identifikation, vgl. >Gegenstücke, >Gegenstückrelation, >Gegenstücktheorie. Individuenbereich/Lösung/Hintikka: Wir müssen zulassen, dass der Individuenbereich nicht konstant ist. Aber Problem: Quantifikation/Glaubenskontext/Existenz/Wahrheit/Hintikka: im folgenden Beispiel müssen wir Existenz voraussetzen, damit der Satz wahr sein kann: (11) John sucht ein Einhorn und Mary sucht es auch. ((s) Dasselbe Einhorn). >Vgl. >Gedankenobjekte, >Glaubensobjekte. Reichweite/Quantor/Hintikka: in der einzig natürlichen Lesart von (11) muss man annehmen, dass die Reichweite des impliziten Quantors so ist, dass „ein Einhorn“ eine weitere Reichweite hat als „sucht“. >Reichweite, >Quantifikation, >Enge/weite Reichweite. ((s) D.h. dass beide dasselbe Einhorn suchen. Problem: Wie kann man wissen, ob beide Subjekte an dasselbe Individuum glauben?). >Einhorn-Beispiel. I 103 Existenz/W-Frage/Einhorn/Hintikka: Dennoch zeigt das Beispiel (11), dass die Lesart uns nicht dazu verpflichten sollte, die Existenz von Einhörnern anzunehmen. Vgl. >Ontologische Verpflichtung. Nichtexistenz/epistemischer Kontext/intensional/Glauben/Hintikka: Es ist offensichtlich möglich, dass zwei Leute dasselbe Ding suchen können, auch wenn es nicht existiert. Lösung: Wir erlauben, dass wohldefinierte Individuen in einigen Welten nicht existieren. Dazu ist nur eine leichte Modifikation notwendig. Problem: Bei etwas komplexeren Sätzen kommen alle Probleme wider: I 104 Bsp John weiß nicht, ob Einhörner existieren, dennoch sucht er ein Einhorn, weil Mary es sucht. Problem: Hier muss John in der Lage sein, ein spezielles Einhorn wiederzuerkennen (denn sonst wäre der Satz, der „es“ gebraucht, nicht wahr) obwohl er die mögliche Nichtexistenz erwägt. >Anapher, >Index-Wörter, >Indexikalität, >Identifikation. Weltlinie/Hintikka: Um die Montague-Semantik zu erweitern, müssen wir also mehr oder weniger unnatürliche Weltlinien zulassen. >Weltlinien, vgl. >Vierdimensionalismus. |
Hintikka I Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996 Hintikka II Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989 |
| Reichweite | Cresswell | I 179f Reichweite/Quantoren/Cresswell: Bsp Jeder liebt jemand: a) jeder ist so, dass jemand so ist, dass der erstgenannte den zweitgenannten liebt b) jemand ist so, dass jeder so ist, dass er, der zweitgenannte ihn, den erstgenannten liebt. Spieltheoretische Semantik/ CresswellVsHIntikka: Die spieltheoretische Semantik hat nichts neues gebracht, was Kamp/Heim nicht schon hatten. - Spieltheorie: Reihenfolge der Wahl. >Hans Kamp, >Irene Heim, >File change semantics, >Spieltheoretische Semantik. II 48 Reichweite/Kennzeichnung/propositionale Einstellung/Cresswell: Sätze über propositionale Einstellungen können Kennzeichnungen immer eine weite Reichweite geben - d.h. sie starr machen. >Eng/weit, >Starrheit. II 126 "r*/Reichweite/Cresswell: weite Reichweite: dann kann "es" auch als "ich" interpretiert werden enge Reichweite: erlaubt "er", "sie" oder "es" Götter-Beispiel/Lösung/Cresswell: Sprecherindex. >Zwei allwissende Götter. II 126 "Jetzt"/Reichweite/Cresswell: analog zum Fall von "ich": enge Reichweite: hier wird "jetzt" zu "dann". "hier"/Cresswell: Problem: Dass "Personenkoordinaten" zu einer unendlichen Liste führen könnten. - wegen der Kontextabhängigkeit. CresswellVs: statt dessen gebrauche ich (1973a(1), 110-119) Eigenschaften von Äußerungen. II 143 Hob/Cob/Nob-Fall/Geach/Cresswell: (Geach 1972(2), 628): Cresswell: braucht einen Quantor, der gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Reichweite des Einstellungsverbs ist. Lösung/Hill/Kraut: intensionale Objekte als Surrogate für Individuen und ein weiter Quantor. >Cob/Hob/Nob-Fall. II 150 Namen/Reichweite/Cresswell: normalerweise haben Namen eine weitere Reichweite als Modaloperatoren - das ist der "modale Einwand" VsKripke. KripkeVsVs: 1972(3), 279. 1. Cresswell, M. J. (1973). Logics and Languages. London: Methuen. 2. Geach, P. (1957). Mental Acts. London: Routledge and Kegan Paul. 3. Kripke S. A. (1972). Naming and Necessity, in: Davidson/Harmann (eds.) (1972), 253-355 |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Reichweite | Geach | I 118 Reichweite: Tradition: tmesis, logisch unteilbarer Operator: Bsp entweder oder: Bsp "entweder beides: jung und dumm oder böse - bzw. entweder jung oder dumm und böse". I 144 Reichweite: Problem bei Kennzeichnungen, nicht bei Namen. >Kennzeichnungen, >Namen. Bsp Es ist chronologisch möglich, dass Cäsar der Vater von Brutus war. Kennzeichnung: Cäsar = Mann der Brutus nicht zeugte. - Dann: Enge Reichweite: logische Unmöglichkeit, der ganze Satz wird falsch. Weite Reichweite: jemand, der unter anderem als Nichtzeuger von Brutus beschrieben wird... Der Satz bleibt wahr. >Enger/weiter Inhalt, >Enge/weite Reichweite. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |
| Reichweite | Lewis | IV 30 Reichweite/RW/Lewis: Wenn ein Quantor außerhalb der Reichweite des Modaloperators (MO) liegt, müssen wir seinen Gegenstandsbereich auf die wirkliche Welt (WiWe) begrenzen. Wenn Modaloperatoren innerhalb von Modaloperatoren vorkommen, müssen wir von außen nach innen arbeiten. Vgl. >Bereich/Kripke, >Operator, >Modaloperator, >Quantor/Lewis. IV 33 Reichweite/de re/de dicto /Lewis: a) Enge Reichweite: (nur in der wirklichen Welt): Hier wird der Modaloperator auf den bereits geschlossenen Satz angewendet. Bsp Jede mögliche Welt enthält ein einziges a, sodass der Satz ya in jeder möglichen Welt gilt (de dicto). Das ist referentiell opak. Die Übersetzung der scheinbaren Leibnizschen Identität ist ungültig. b) Weite Reichweite: Hier wird der Modaloperator auf einen offenen Satz angewendet um einen neuen modalen Satz f zu bilden, und das Attribut, das durch Nf ausgedrückt wird, wird von dem wirklichen Ding präzidiert. Das ist de re und ist referentiell transparent. Die Übersetzung der scheinbaren Leibnizschen Identität ist hier gültig. >de re, >de dicto. IV 34 Mittlere Reichweite/Lewis: Für jede Kennzeichnung gibt es drei Reichweiten: auch noch eine mittlere: Bsp NM(h = z). Weite Reichweite: de re, transparent: sagt, dass das Attribut, das durch f ausgedrückt wird, wesentlich ist und durch z bezeichnet wird. >Kennzeichnung. |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 |
| Reichweite | Logik-Texte | Re III 127f Unechte Namen/Quine: (= Kennzeichnungen). Nur echte Namen erlauben die Substitution, die sich in der Ununterscheidbarkeit des Identischen findet. >Name, >Starrheit (Rigidität), >Substitution. Unechte Namen: führen zu komplexerer Form: Bsp »Unter den römischen Rednern gibt es einen größten, und er klagte Catilina an«. - Bsp »Genau eine Zahl zählt die Planeten und sie ist größer als sieben«. Russell: Hier ist nur 7 echter Name. Daher können diese Sätze auch nicht Ober- und Untersatz in einer Schlussfolgerung des Prinzips der Ununterscheidbarkeit des Identischen sein. >Leibnizprinzip, >Ununterscheidbarkeit. QuineVs: Problem der Reichweite: Die Kennzeichnungen müssen so eliminiert werden, dass in der neuen Formulierung kein Bestandteil mit ihnen korrespondiert. Strobach I 104 Ununterscheidbarkeit/Strobach: erfordert Logik 2. Stufe: Prädikatenlogik 2. Stufe/PL2/Strobach: typische Formel: Das Leibnizsche Gesetz: "x = y > (F)(Fx ↔ Fy)". >Logik 2. Stufe. Read III 133/134 Reichweite/Kennzeichnungen/Mögliche Welt/Möwe/Read: Enge Reichweite: Die Kennzeichnung bezeichnet verschiedene Objekte in verschiedenen möglichen Welten. Weite Reichweite: Dasselbe Objekt in verschiedenen möglichen Welten. Echte Namen: haben immer große Reichweite. Vgl. >Singulärer Term. |
Texte zur Logik Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988 HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998 Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983 Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001 Stro I N. Strobach Einführung in die Logik Darmstadt 2005 Re III St. Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 |
| Reichweite | Wiggins | II 294 Notwendigkeit de re/Wiggins: weite Reichweite: auf Satz (Quadrat, "N"): A. Dann ist es eine Konsequenz, kein Postulat, dass sie eine durchsichtige Subjekt-Stelle hat. WigginsVs: das ist ungünstig, wenn man Opazität annimmt. >Opake Kontexte. II 295 B. Analog zur Negation: kann auf einen ganzen Satz("~") oder Prädikat ("Neg") angewendet werden - Frage: können die beiden zusammengeführt werden? Nur bei Namen, nicht bei Konstanten. >Namen, >Konstanten, >Referenz. |
Wiggins I D. Wiggins Essays on Identity and Substance Oxford 2016 Wiggins II David Wiggins "The De Re ’Must’: A Note on the Logical Form of Essentialist Claims" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 |
| Sehen | Lewis | V 274 Wahrnehmung/Sehen/Übereinstimmung/Lewis: Wahrnehmung oder Sehen heißt sicher nicht, dass im Kopf oder der Seele das gleiche vorgeht wie vor den Augen, eher geht es um einen informationalen Inhalt. Visuelles Erlebnis: Ein visuelles Erlebnis wird am besten durch die typische kausale Rolle gekennzeichnet. >Kausale Rolle/Lewis. Der Inhalt ist der Glaubensinhalt, der tendenziell dadurch hervorgerufen wird. >Inhalt/Lewis. Problem: Dasselbe visuelle Erlebnis kann ganz verschiedene Glaubensinhalte hervorrufen, aber nicht der ganze Inhalt kann durch Glauben charakterisiert werden. Bsp Hase-Enten-Kopf (H-E-Kopf): Der Glaube kann durch die Disjunktion Hase-oder-Ente charakterisiert werden, resultiert aber dann in dem Glauben, dass da Tinte und Papier sind. >Erlebnis/Lewis, >Glaube/Lewis, >Hase-Enten-Kopf/Lewis. V 275 Halluzination/Lewis: Halluzination ist kein Sehen, weil die Szene das Erlebnis nicht verursacht. Bsp Wenn ich mein Gehirn halluziniere und dieses zufällig genau übereinstimmt, dann ist es mein Gehirn, das das verursacht, aber kein Sehen (> veridical). V 280 Sehen/Grice: Sehen erfordert einen kausalen Standardprozess. V 281 Halluzination: ist keine echte kontrafaktische Abhängigkeit von der Szene. Wenn diese sich ändert, muss sich die Halluzination eben nicht ändern. Umgekehrt: Übereinstimmung beim echten Sehen ist nicht von der Szene selbst verursacht! V 280 Sehen/Wahrnehmung/Kripke/Lewis: (Kripke 1972)(1) LewisVsGrice: Ein kausaler Standardprozess würde dazu führen, dass in der Vergangenheit niemand genug über Reflexion wusste, um einen Begriff von "sehen" haben zu können. Lösung/Kripke: Eine Lösung bietet starr-gemachte Kennzeichnungen. >Kennzeichnung/Kripke, >Starrheit/Kripke. V 283 Sehen/Lewis: Sehen ist ein Unterscheiden, aber es gibt eine perfekte Übereinstimmung. Bsp Bei einer dunklen Szene. Das würde eine weite Reichweite von Alternativen erlauben und das ist unerwünscht. Sehen einer dunklen Szene ist kein Sehen. 1. Saul A. Kripke, Naming and Necessity, in: Davidson/Harmann (eds.) (1972), 253-355 |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
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Literatur |
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| Kausaltheorie | Cresswell, M.J. | II 149 Kausaltheorie/Namen/Cresswell: Hauptpunkt: daß die Bedeutung eines Namens einfach ihr Träger ist. II 150 "Harte Linie": (Vertreter: Tye, 1978): These: zu wissen, daß Hesperus Hesperus ist, ist synonym mit wissen, daß Hesperus Phosphorus ist. Cresswell: das scheint mir aber schwer aufrechtzuerhalten, wenn man statt dessen "sagt" gebraucht. Harte Linie: ist immer verfügbar, wenn man eine weite Reichweite hat. Und das ist es, was sie weniger schlüssig erscheinen läßt. Denn wenn es auch oft so ist, daß ein Gedanke über Hesperus einer über Phosphorus ist, ist es doch schwer zu argumentieren, daß man durch keine Interpretation einen Unterschied herausbringen könnte. |
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| eng/weit | Russell, B. | Cresswell II 140 Kennzeichnungen/Theorie der K/Russell/Cresswell: These eine bestimmte Kennzeichnung ist in derselben syntaktischen Kategorie wie ein Quantor wie z.B. "jemand" - Problem: Bsp "Jemand kommt nicht" bedeutet nicht dasselbe wie "Es ist nicht der Fall daß jemand kommt" - Lösung/Russell: verschiedene Reichweiten in modalen und doxastischen Kontexten - a) (enge Reichweite) "Die Person nebenan wohnt nebenan" logisch äquivalent ist mit "Genau eine Person wohnt nebenan" und daher in einem Sinne es notwendig wahr ist - b) (weite Reichweite) es wahr ist, daß die Person nebenan auch hätte woanders wohnen können (es also kontingent ist). |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |