Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Allgemeinheit Papineau I 255
Allgemeinheit/Tier/Denken/Papineau: Kein einfacher Organismus repräsentiert explizit allgemeine Tatsachen. Bsp Es ist eine Sache, den Ort eines bestimmten Teichs zu repräsentieren, dass in Teichen Wasser ist, ist eine ganz andere Sache. Das entspricht der Frage, welche Tiere Überzeugungen haben können. >Tiere, >Denken, >Welt/Denken, >Denken ohne Sprache. >Räumliche Lokalisation, >Repräsentation.
I 256
Zweck-Mittel-Denken/Papineau: Zweck-Mittel-Denken habe ich nicht in Begriffen von Überzeugung sondern von Design definiert: als Gebrauch allgemeiner Repräsentationen. Ich vermeide den Begriff Überzeugung. >Überzeugungen, >Gehalt, >Inhalt.
Repräsentation/Papineau: Warum soll ein Tier keine allgemeinen Repräsentationen haben?
I 257
Schließlich hat es diese Disposition gerade jetzt, weil sein Verhalten in der Vergangenheit zu diesem Ergebnis geführt hat. >Verallgemeinerung.
Disposition/Repräsentation/Papineau: Sollte man die Disposition selbst nicht als Verkörperung der allgemeinen Information "Trinken liefert Wasser" betrachten?
>Disposition, >Information.
Solche Gehaltszuschreibungen möchte ich nicht bestreiten. Die Disposition verkörpert Information über die allgemeine "Verknüpfung von Reaktion mit Resultat" (B&T,V >R).
Zweck-Mittel-Denken/Papineau: Wenn es explizite Repräsentationen benötigt, folgt daraus nicht mehr, dass einfache Lebewesen als Zweck-Mittel-Denker gelten können.
I 258
Explizite Repräsentation erfordert körperliche Greifbarkeit. Vs: Alle Verhaltensdispositionen müssen irgendeine Art physischer Verkörperung haben.
>Verhalten, >Verkörperung.
I 259
Explizit/implizit: Wenn ein Organismus implizit über unterschiedliche Stückchen allgemeiner Information in verschiedenen Dispositionen verfügt ("Wasser ist in Teichen"), hat er jedoch noch immer kein System, diese zu kombinieren. >Komplexität, >Teile, >Ganzes, >Sinn.

Papineau I
David Papineau
"The Evolution of Means-End Reasoning" in: D. Papineau: The Roots of Reason, Oxford 2003, pp. 83-129
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Papineau II
David Papineau
The antipathetic fallacy and the boundaries of consciousness
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Papineau III
D. Papineau
Thinking about Consciousness Oxford 2004
Beschreibungsebenen Armstrong Martin III 186
Stufen/Ebenen/Martin: alles auf erster Stufe abzuwickeln macht "allgemeine Tatsachen" und "allgemeine Zustände" überflüssig. >Universalien. ArmstrongVs: Gesetze als Zustände höherer Ordnung garantieren Ausnahmslosigkeit. >Gesetze/Armstrong.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010
Gesetze Nozick II 144
Gesetz/Naturgesetze/Sprache/Interpretation/WittgensteinVsArmstrong/Nozick: Gesetze können gar nicht sprachlich formuliert werden, weil sie immer anders interpretiert werden können. >Regelfolgen, >Interpretation, >Gesetze, >Naturgesetze, >Gesetze/Armstrong, >L. Wittgenstein, >D. Armstrong.
II 145
Ereignis/Gesetz/Naturgesetz/Relation/Hume/Nozick: Hume: Die Relationen zwischen Ereignissen sind nicht logisch. - Die Verbindung zwischen Ereignis und Gesetz kann nicht kausal sein. >Kausalität/Hume, >Kausalgesetze, >Kausalrelation, >Ereignisse.
Anderes Problem: Logische Verbindungen müssen ihrerseits interpretiert werden.
>Logik, >Notwendigkeit, >Notwendigkeit de re.
II 146
Wenn die Interpretation fixiert sein sollte, dann müsste das Gesetz etwas Analoges zur reflexiven Selbstreferenz beinhalten. - Das ist selbst mysteriös. >Selbstreferenz.
Also darf man Gesetze nicht als mit Aussagen verwandt behandeln.
>Aussagen, >Gesetzesaussagen, >Gesetzesartigkeit.
Wegen Gödel gibt es wohl auch kein "Bild aller Tatsachen", aus dem alle Tatsachenaussagen abgeleitet werden können.
Determinismus/Nozick: Der Determinismus sollte sich daher nicht. auf Ableitbarkeit aus Kausalgesetzen berufen.
>Ableitung, >Ableitbarkeit, >Determinismus, >K. Gödel.
II 146
Gesetz/Tatsache/Allgemeinheit/Besonderes/Wahrmachen/Nozick: Wenn ein Gesetz nicht als Quasi-Aussage sondern als allgemeine Tatsache behandelt wird, wie kann sie einzelne Zustände wahr machen? - Wie kann "wahrmachen" eine reale Relation zwischen Tatsachen sein? Dann müsste es mit Kausalität verwandt sein. Damit würden sich die Probleme wiederholen. - Dass Gesetze Tatsachen einschränken sollen, benennt nur das Problem. >Wahrmachen, >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen.
II 147
Wenn Gesetze bloße Beschreibungen sind, erklären sie nichts. - Wenn sie bloß Konjunktionen von Ereignissen sein sollen, dann gibt es keine Fundamentalität und keine Hierarchie. >Konjunktion.
Aber: Fundamentalordnungen können wieder verschieden interpretiert oder axiomatisiert werden.
>Ordnung, >Tatsachen, >Welt, >Totalität.
II 148
Statt Fundamentalordnung: "organische Einheit". - Problem: das ist keine Begründung. - Analogie zum Kunstwerk. Problem: Begründung brauchte wieder eine Fundamentalordnung.
Mögliche Welten mit reflexiver Selbst-Subsumtion könnten zusammenhängender sein, also solche ohne Reflexivität.
>Mögliche Welten, >Reflexivität.
Dann wiederholt sich die Frage, warum eine bestimmte Erklärung gilt. - Das Problem des Zusammenhangs von Tatsachen und Gesetzen können wir hier nicht lösen.
>Erklärung.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Moraltheorien Rawls I 46
Moraltheorien/Rawls: Wir diskutieren Probleme der Moraltheorie am Beispiel des reflexiven Gleichgewichts. Wir gehen davon aus, dass jede erwachsene Person eine Fähigkeit zum Fällen von Gerechtigkeitsurteilen unter normalen sozialen Umständen entwickelt, sowie die Erwartungen, dass andere Mitglieder ihrer Gemeinschaft sich ähnlich entwickeln und ähnliche Bestrebungen haben. Das hat eine erhebliche Komplexität zur Folge. >Reflexives Gleichgewicht.
Nun könnte man zunächst annehmen, dass Moraltheorien sich mit dieser Komplexität zu beschäftigen hätten. Das würde jedoch zu potentiell unendlichen Listen von Urteilen führen. Stattdessen müssen wir verstehen, welche Prinzipien uns im Einzelfall leiten.
>Prinzipien/Rawls.
I 47
Moralprinzipien/Rawls: Rawls vergleicht die Fähigkeit, äußerst komplexe moralische Urteile zu fällen mit dem von Chomsky angenommenen angeborenen Sinn für grammatische Korrektheit. Rawls vermutet, dass die - auch für unsere moralischen Urteile entscheidenden – Prinzipien selbst nicht allzu komplex sein werden. >Moral/Rawls.
I 48
Gerechtigkeit/Reflexives Gleichgewicht/Rawls: Aus moralphilosophischer Sicht ist es am besten, den Gerechtigkeitssinn einer Person nicht auf eine Vorstellung von Gerechtigkeit zurückzuführen, sondern auf eine Übereinstimmung ihrer Urteile mit einem reflexiven Gleichgewicht, also nach eine Abwägung verschiedener Vorstellungen. >Gerechtigkeit/Rawls.
I 50
Rawls These: Wenn wir verstehen, wie Menschen moralisch urteilen, haben wir den Anfang einer Moraltheorie, analog zur Grammatiktheorie von Rawls, die auf der Beobachtung des Sprachverhaltens beruht. In diesem Sinn ist eine Theorie der Gerechtigkeit genau das, eine Theorie.
I 51
Moralphilosophie: Die Moralphilosophie muss in der Lage sein, kontingente Annahmen und allgemeine Tatsachen in beliebigem Maße in Betracht zu ziehen.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005
Schleier des Nichtwissens Rawls I 136
Schleier des Nichtwissens/Gesellschaft/Rawls: Hier geht es darum, kontingente Besonderheiten bei der Errichtung einer neuen Gesellschaftsform auszuschließen. Dazu sollen die Parteien im >Anfangszustand einer zu errichtenden Gesellschaft hinter einem Schleier des Nichtwissens verharren in Bezug auf Alternativen, die ihren eigenen individuellen Fall betreffen.
I 137
Das soll bewirken, dass die fraglichen Prinzipien aus allgemeinen Erwägungen heraus gewählt werden. Bestimmte Tatsachen sollen unbekannt sein: Niemand kennt seinen Platz in der Gesellschaft, seine Klassenzugehörigkeit oder seinen sozialen Status oder seine Ausstattung mit Güter, Intelligenz, Stärke usw. Selbst seine individuelle Psychologie wie die Neigung zu Optimismus oder Pessimismus, Risikofreude oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation.
Bekannt sein sollen dagegen allgemeine Tatsachen über die menschliche Gesellschaft: die Menschen verstehen politische Probleme und wirtschaftliche Theorie, soziale Organisation und Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Psyche.
I 138
Es soll keine Beschränkungen allgemeiner Information geben, d.h. über allgemeine Gesetze und Theorien. ((s) Rawls nimmt hier an, das es psychologische Gesetze, insbesondere Gesetze der Moralpsychologie gibt.
(DavidsonVsRawls: VsPsychologische Gesetze: siehe Anomaler Monismus/Davidson).
Anfangszustand/Probleme/Rawls: Es muss geklärt sein, dass Vorschläge zum Bereich zulässiger Alternativen gehören und allgemeine Konsequenzen vorgeschlagener Prinzipien müssen bekannt sein.
>Prinzipien/Rawls.
I 139
Der Anfangszustand ist keine Generalversammlung, das würde die Fantasie zu sehr strapazieren. Dagegen ist wichtig, dass es keine Rolle spielen darf, wer die Perspektive des Anfangszustands annimmt oder wann er es tut. Das ist es, was der Schleier des Nichtwissens gewährleisten soll: die verfügbare Information soll relevant aber zu allen Zeiten dieselbe sein. VsRawls: Man kann einwenden, dass der Schleier irrational sei.
>Rationalität, >Irrationalität.
RawlsVsVs: Es geht darum, dass sichergestellt wird, dass jedermann durch dieselben Argumente überzeugt werden kann. Dann können Standpunkte von Personen zufällig herausgegriffen werden, die anderen Personen werden sich ebenso verhalten.
>Argumentation, >Diskurs, >Diskurstheorie, >Perspektive, >Interessen.
Man kann zusätzlich einen Schiedsrichter annehmen, der ein Koalitionsverbot ausspricht, das ist aber letztlich überflüssig wenn man annimmt, dass die Beratungen der Parteien gleich verlaufen. Da niemand weitergehende Informationen hat, kann er die Situation nicht auf seinen persönlichen Vorteil hin ausrichten.
I 140
Einzige Ausnahme: Ein Egoist könnte grundsätzlich verweigern, seine Ersparnisse der Nachwelt zur Verfügung zu stellen. Das könnte er beschließen, ohne weitere Informationen zu haben. Die Frage der Generationengerechtigkeit muss daher anderweitig in Angriff genommen werden. >Generationengerechtigkeit.
I 141
Einhelligkeit/Übereinstimmung/Einstimmigkeit: Im Anfangszustand geht es nicht um Übereinstimmung über konkrete zufällige Tatsachen (die sowieso nicht bekannt sind). Ansonsten könnten nur ganz triviale Probleme gelöst werden. >Verständigung.
I 142
Durch den Schleier des Nichtwissens werden die beiden Prinzipien der Gerechtigkeit dem Kriterium der Nützlichkeit vorgezogen. >Prinzipien/Rawls.
I 143
Rationalität/Anfangszustand: Auch im Anfangszustand, wo die Individuen nur ganz allgemeine Informationen haben, nehmen wir an, dass sie in Bezug auf primäre öffentliche Güter (Bsp Freiheiten, Infrastruktur usw.) bestrebt sind, eher mehr davon zu haben als weniger. >Öffentliche Güter, >Infrastruktur, >Freiheit.
I 166
Schleier des Nichtwissens/Rawls: Es gibt kein Problem mit der Annahme, dass Neuankömmlinge zu der Anfangssituation hinzustoßend, die natürlich weniger Information haben. Der Schleier des Nichtwissens tilgt jede Basis für die Unterscheidung verschiedener Informationsstände.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005
Sprache Papineau I 284
Zweck-Mittel-Denken/Sprache/Tier/Papineau: (ebenfalls als "Spandrille", Nebeneffekt): These: Angeblich ist Zweck-Mittel-Denken Huckepack mit Sprache in der Evolution entstanden. >Evolution, >Zwecke, >Tiere, >Tiersprache, >Denken, >Welt/Denken.
PapineauVs: Gefahr der Zirkularität: Der primäre biologische Zweck der Sprache könnte sein, den Informationsvorrat zu vergrößern, das würde aber nichts nützen, wenn das Zweck-Mittel-Denken nicht schon entwickelt wäre.
>Zirkularität.
Papineau: Sprache könnte sich auch zuerst als Instrument der Weitergabe von Information entwickelt haben. Bsp "Ein Tiger kommt".
>Information.
I 285
Problem/Papineau: Das letzte Stück zu erklären: worin besteht der zusätzliche biologische Druck, der zur Sprache führte, mit der allgemeine Informationen berichtet werden? >Selektion.
a) Wenn zur Erleichterung des Zweck-Mittel-Denkens, dann ist das Zweck-Mittel-Denken doch kein Nebeneffekt. Es könnte von Sprache abhängig gewesen sein.
b) Wenn andererseits die Sprache die Fähigkeit zur Repräsentation und Verarbeitung allgemeiner Information aus unabhängigem Grund entwickelte, gibt es weitere Probleme:
1. Warum sollte Sprache überhaupt für Bericht und Verarbeitung selektiert werden?
2. Fundamentaler: Wenn Sprache unabhängig vom Zweck-Mittel-Denken ist, dann brauchen wir eine Geschichte darüber, wie diese unabhängige Fähigkeit anschließend als Nebeneffekt zum Zweck-Mittel-Denken ausgebaut wird.
Vgl. >Epiphänomenalismus.
Der Punkt ist, dass das Zweck-Mittel-Denken eine Verhaltens-Kontrolle ausüben muss.
>Verhalten, >Kontrollmechanismus, >Verhaltenskontrolle, vgl. >Selbstregulation.
I 286
Die Fähigkeit zur allgemeinen Informationsverarbeitung muss imstande sein, der Menge der Dispositionen etwas hinzuzufügen: Bsp "Von jetzt an nur noch Fisch statt Fleisch", Bsp "Beim nächsten Briefkasten werfe ich den Brief ein". Ohne das macht das Zweck-Mittel-Denken keinen Unterschied für unser Tun.
>Informationsverarbeitung, vgl. >Problemlösen.
I 286
Sprache/Zweck-Mittel-Denken/Evolution/Papineau: Problem: Wie konnte eine neue Möglichkeit, unser Verhalten zu verändern, ohne grundlegende biologische Veränderung entstehen? Als Nebeneffekt? Das ist eine sinnlose Annahme. Es muss die Fähigkeit mitgebracht haben, neue Dispositionen zu entwickeln. >Evolution, >Dispositionen.
Schwer vorstellbar, wie das ohne biologische Selektion geschehen sein sollte.
I 287
Aber das ist noch kein Argument für einen ganz separaten Mechanismus für das Zweck-Mittel-Denken im menschlichen Hirn. Schwächer: Es könnte irgendeinen biologischen Mechanismus für das Zweck-Mittel-Denken geben, z.B. dass sich die Sprache unabhängig zur Verarbeitung und Berichterstattung entwickelt hat. Danach erlauben weitere Schritte, dass ihre Outputs das Verhalten beeinflussen.
Vgl. >Stärke von Theorien, >Stärker/schwächer.
I 290
Sprache/Evolution/Allgemeinheit/Papineau: Zuvor habe ich die Sprache für besondere Tatsachen von einer für allgemeine Tatsachen unterschieden. >Allgemeinheit/Papineau, >Verallgemeinerung.
Vielleicht hat erstere sich für Kommunikation entwickelt, und letztere für das Zweck-Mittel-Denken.
>Kommunikation.
Oder Sprache für allgemeine Tatsachen hat sich unter dem ko-evolutionären Druck des Zweck-Mittel-Denkens und der Kommunikation entwickelt.
Vorstellung/bildliche/Papineau: Wie konnten die Ergebnisse des bildlichen Vorstellens die Macht gewinnen, die bereits bestehenden Strukturen der Handlungskontrolle zu beeinflussen?
>Vorstellung, >Denken ohne Sprache.
I 291
Vielleicht aus Imitation komplexer Handlungsabfolgen anderer. >Imitation.

Papineau I
David Papineau
"The Evolution of Means-End Reasoning" in: D. Papineau: The Roots of Reason, Oxford 2003, pp. 83-129
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Papineau II
David Papineau
The antipathetic fallacy and the boundaries of consciousness
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Papineau III
D. Papineau
Thinking about Consciousness Oxford 2004
Tatsachen Armstrong III 144 f
Negative Tatsachen/negative Zustände/Armstrong: negative Tatsachen sind harmlos: Bsp wenn etwas eine bestimmte Geschwindigkeit hat, dann hat es keine andere Geschwindigkeit zur selben Zeit. - Aber das ist schon impliziert. - (> abgeleitete Gesetze III 147) Wir nehmen lieber negative Eigenschaften an als negative Gesetze: sonst sind viele Gesetze nicht instantiiert. (>Instanziierung). - Negative Tatsachen: das Haben einer negativen Eigenschaft - aber nur als verursachte, nicht verursachende Eigenschaft.- > abgeleitete Gesetze. ((s) Vgl. >Operatoren/Wessel: "Die Untatsache, dass".

II (d) 149
Allgemeine Tatsache(n)/general facts/Russell/Armstrong: Allquantifikation braucht "allgemeine Tatsachen" als >Wahrmacher. - (Armstrong pro). - Armstrong: also braucht auch eine Regularitätstheorie allgemeine Tatsachen. Martin: nichts im Begriff der "allgemeinen Tatsache" hilft, echte Gesetze von bloßen >Gleichförmigkeiten zu unterscheiden - Armstrong: dito.
Allgemeine Tatsachen/Armstrong: involvieren auch keine >Universalien. - Wir müssen hinter die allgemeinen Tatsachen zurück gehen, da sie keine direkte Verbindung von Typen involvieren.
II (d) 150
Allgemeine Tatsachen/David Lewis: wenn sie zugelassen sind, dann regulieren sie die Welt durch Verbot gewisser zusätzlicher Zustände.
Martin III 175
"Allgemeine Tatsache"/Russell/Martin: kein Gesetz, bloße Konjunktion, Aggregat usw. aber: Pointe: Ausnahmslosigkeit: kann auch eine allgemeine Tatsache sein. (Das ist immer noch kein Gesetz.)
II 181
Allgemeine Tatsache/Gesamtheit/Martin: Problem: negative Tatsachen - Lösung/Martin: der allgemeine Term "was-und-wie-es-etwas-gibt" ist erster Stufe ((s) nicht eine Zusammenfassung von Entitäten von niederer Stufe). - "Was-es-gibt" hat Unterteilungen auf derselben Stufe - Unterteilungen sollten dieselbe Stufe haben wie die Gesamtheit. - Dann gibt es keine Notwendigkeit für eine "allgemeine Tatsache". ((s) Vgl. >Allgemeine Tatsachen).

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010
Tatsachen Martin Armstrong III 144 f
Negative Tatsachen/negative Zustände/Armstrong: negative Tatsachen sind harmlos: Bsp wenn etwas eine bestimmte Geschwindigkeit hat, dann hat es keine andere Geschwindigkeit zur selben Zeit. - Aber das ist schon impliziert. - (> abgeleitete Gesetze III 147) Wir nehmen lieber negative Eigenschaften an als negative Gesetze: sonst sind viele Gesetze nicht instantiiert. (>Instanziierung). - Negative Tatsachen: das Haben einer negativen Eigenschaft - aber nur als verursachte, nicht verursachende Eigenschaft.- > abgeleitete Gesetze. ((s) Vgl. >Operatoren/Wessel: "Die Untatsache, dass".

Armstrong II (d) 149
Allgemeine Tatsache(n)/general facts/Russell/Armstrong: Allquantifikation braucht "allgemeine Tatsachen" als >Wahrmacher. - (Armstrong pro). - Armstrong: also braucht auch eine Regularitätstheorie allgemeine Tatsachen. Martin: nichts im Begriff der "allgemeinen Tatsache" hilft, echte Gesetze von bloßen >Gleichförmigkeiten zu unterscheiden - Armstrong: dito.
Allgemeine Tatsachen/Armstrong: involvieren auch keine >Universalien. - Wir müssen hinter die allgemeinen Tatsachen zurück gehen, da sie keine direkte Verbindung von Typen involvieren.
II (d) 150
Allgemeine Tatsachen/David Lewis: wenn sie zugelassen sind, dann regulieren sie die Welt durch Verbot gewisser zusätzlicher Zustände.
Martin III 175
"Allgemeine Tatsache"/Russell/Martin: kein Gesetz, bloße Konjunktion, Aggregat usw. aber: Pointe: Ausnahmslosigkeit: kann auch eine allgemeine Tatsache sein. (Das ist immer noch kein Gesetz.)
II 181
Allgemeine Tatsache/Gesamtheit/Martin: Problem: negative Tatsachen - Lösung/Martin: der allgemeine Term "was-und-wie-es-etwas-gibt" ist erster Stufe ((s) nicht eine Zusammenfassung von Entitäten von niederer Stufe). - "Was-es-gibt" hat Unterteilungen auf derselben Stufe - Unterteilungen sollten dieselbe Stufe haben wie die Gesamtheit. - Dann gibt es keine Notwendigkeit für eine "allgemeine Tatsache". ((s) Vgl. >Allgemeine Tatsachen).

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Tatsachen Russell Armstrong II 102
Allgemeine Tatsache/Russell/Armstrong: Eine gewisse große Ansammlung von Tatsachen, die Totalität der Tatsachen erster Stufe ist. Lewis: Wenn nun diese Ansammlung weniger als alle möglichen Zustände (Tatsachen) 1. Stufe ist, dann schließt dieser Zustand höherer Stufe automatisch unzählige Zustände von der Existenz aus.
Armstrong: Die Situation mit nomischen Verbindungen scheint die gleiche.
Armstrong II 131
Allgemeine Tatsache/Russell/Martin: Das könnte eine Gleichförmigkeit oder Regularität sein, aber auch verschiedene oder disjunktive Relationen. Also eine "Gemischte Welt": "gleichförmig und/oder nicht-gleichförmig".
Die Disjunktion selbst könnte allgemein sein und nicht raumzeit-spezifisch.

Russell, Bertrand. ABC der Relativitätstheorie, Frankfurt/M. 1989
II 144/145
Tatsachen/Russell: Tatsachen kann man nie aus Gesetzen erschließen, nur aus anderen Tatsachen. ((s) Vgl. >Naturgesetze/Ryle: Naturgesetze ordnen nichts an.) >Naturgesetze/Ryle.

Russell V 38ff
Tatsache/Russell/Stegmüller: unzulässig, Attribute und Relationen zusammen mit Individuen als Bestandteile von Tatsachen aufzufassen - (Das verletzt die Typentheorie, es betrifft verschiedene Ebenen gleichzeitig). >Typentheorie.

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Wahrmacher Armstrong Place I 21
Wahrmacher: Problem: kontrafaktische Konditionale weisen auf etwas, das nicht existiert: ein "kontrafaktischer Zustand" kann kein Wahrmacher sein. - Es gibt keine kontrafaktischen Zustände -(s) s.u. wohl aber kontrafaktische Tatsachen (als Annahmen). >Kontrafaktisches Konditional.
Place II 66
Wahrmacher/kontrafaktisches Konditional/Place: besondere Disposition, zeitlich begrenzt (wie Goodman, Nominalist). ArmstrongVsPlace: der Wahrmacher ist das Gesetz, zeitlich unbegrenzt.

II (c) 92
Wahrmacher/Armstrong: sind auch für die wahre Zuschreibung von unmanifestierten Dispositionen notwendig - aber nicht-dispositionale Eigenschaften plus Naturgesetz sind hinreichend. - Bsp Zwei nichteintretende gleichwahrscheinliche Ereignisse: haben keine Tatsachen als Wahrmacher. - Gleicher Fall: Bsp (von Martin) Entfernte Elementarteilchen, die niemals reagieren, würden sich idiosynkratisch verhalten: hier gibt es keinen Wahrmacher, keine bestimmte Weise, dennoch: das kontrafaktische Konditional gilt: wenn sie zusammengekommen wären, hätten sie sich idiosynkratisch verhalten.
II (c) 99
Gesetz/Armstrong: Wahrmacher für Gesetzesaussagen. - Atomarer Zustand: Relation höher Ordnung zwischen Universalien; die Anzahl der Instantiation ist irrelevant, alle sind identisch, daher aus a ist F deduzierbar: a ist G. Hume: molekularer Zustand, Gleichförmigkeit.
Armstrong: hier erweitern die vielen Fälle nur das Gesetz und sind keine Rechtfertigung für Deduktion von Unbeobachtetem.

Place III 121
Wahrmacher/Armstrong: ein einzelnes Naturgesetz macht eine universale Gesetzesaussagen wahr und deckt alle Instantiierungen ab. PlaceVsArmstrong: einzelne Wahrmacher sind nötig.

Place IV 156
Wahrmacher/Place: es ist verlockend anzunehmen, dass der Zustand, der das kontrafaktische Konditional wahr macht derselbe ist, der die kausale Gesetzesaussagen wahr macht, von dem es epistemisch abgeleitet ist. - (Vs "kontrafaktische Tatsachen"). PlaceVs, Vs "allgemeine Tatsache" - VsArmstrong, Vs denkunabhängige Naturgesetze als Wahrmacher. - > II 176

Martin III 175f
Wahrmacher/MartinVsArmstrong: Es ist noch immer unklar, ob seine Anrufung von Gesetzen stark genug ist, das volle ontologische Gewicht als Wahrmacher für die Lösbarkeit des Salzes zu leisten, das nicht in Wasser gestreut wurde.
Martin III 176
Welche [Gesetze] auch immer er anführt, sie scheinen falsch für die Situation zu sein, nämlich ausschließlich für die Situation der Verbindung, d.h. der tatsächlichen Manifestation.
Martin III 182 f
Abwesenheit/Mangel/Löcher/MartinVsLewis: Abwesenheiten sind doch als Wahrmacher geeignet: Zustand. - Problem: ein Zustand ist bloß "allgemeine Tatsache" (Russell) (>allgemeiner Term). - Tatsache/Situation/David Lewis: "wie es ist", "wie die Dinge sind" darf nicht einfach alles abdecken, was durch Dinge erfüllt wird, sonst trivial.
Lewis: Wahrheit superveniert darauf, was für Dinge es gibt und welche Eigenschaften und Relationen sie instantiieren.
MartinVsLewis: "wie das Universum ist" ist ein allgemeiner Term, aber immer noch 1. Ordnung! - Lösung/Martin: reziproke Dispositions-Partner für gegenseitige Manifestierung.
Existenzsatz/Martin: egal ob positiv oder negativ: die Welt ist am anderen Ende und nicht vergebens.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place II
U. T. Place
A Conceptualist Ontology
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place III
U. T. Place
Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both?
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place IV
U. T. Place
Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place V
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010