Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Disjunktion Armstrong III 15
Disjunktion von Eigenschaften > disjunktive Prädikate/Armstrong: man könnte ein Einzel-Prädikat "M" für "A oder B oder C" einsetzen > "glau"/Armstrong: vereinfachte Form: grün wird blau und gleichzeitig blau wird grün - neues Paar von Prädikaten: brün/glau: relativ zu dem Paar ändert sich nichts: grün>blau: bleibt brün, blau>grün. bleibt glau - aber: ein Ding das blau bleibt, ändert sich relativ zum neuen Paar brün/glau - Frage: welcher Art von Prädikaten geben wir den Vorzug?
III 68
Disjunktion/disjunktive Eigenschaften/System/Ordnung/Armstrong: Bsp ein natürliches System enthalte drei fundamentale Gesetze: Fs sind Gs, Hs sind Js, Ks sind Ls - diese vereinigen wir so: wir definieren: M: "ein F oder ein H oder ein K" N: "ist ein G oder ein J oder ein L" - dann haben wir ein einziges "fundamentales Gesetz": "Ms sind Ns" - dann ist "F ist ein N" weniger informativ aber wir haben eine scheinbare Verbesserung: G = J = L: nicht mehr Information als "F ist G v J v L". - Aber wenn "N" eine echte Eigenschaft ist, dann sind "G","J","L" bloß künstliche Unterteilungen (Armstrong pro) (>Disjunktion, >Identität) (>glau) - ((s) Sonst müsste man immer "gelbe oder schwarze Banane" sagen.)
III 151
Disjunktive Eigenschaft: "G-oder H-sein": ArmstrongVs - Problem: disjunktive Gesetze: muss nicht die unverwirklichte Alternative zuerst definitiv fehlen? - Disjunktive Prädikate sind immer möglich, aber keine echte Relation.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Eigenschaften Lewis Frank I 357
Def Eigenschaft/Lewis: die Menge exakt derjenigen möglichen Seienden aktual oder nicht aktual, die eine angegebene Eigenschaft haben oder nicht haben - Bsp Eigenschaften, die Segmente einer Straße haben oder nicht haben.
Hector-Neri Castaneda (1987b): Self-Consciousness, Demonstrative Reference,
and the Self-Ascription View of Believing, in: James E. Tomberlin (ed) (1987a): Critical Review of Myles Brand's "Intending and Acting", in: Nous 21 (1987), 45-55

James E. Tomberlin (ed.) (1986): Hector-Neri.Castaneda, (Profiles: An
International Series on Contemporary Philosophers and Logicians,
Vol. 6), Dordrecht 1986

Lewis IV X
Eigenschaften/Lewis: These: sind die geeigneten Objekte von Einstellungen.
IV 135
Eigenschaften/Lewis: Mengen von Individuen - etwas, das Segmente von Dingen (zeitlich oder räumlich) einfach haben - auch extrinsische Eigenschaften (die Dinge aufgrund ihrer Relation zu anderen Dingen haben). - Allgemein: jeder Menge von möglichen Welten entspricht die Eigenschaft, eine Welt aus dieser Menge zu bewohnen. - D.h. zu jeder Proposition gibt es eine Eigenschaft eine Welt zu bewohnen, wo diese Proposition gilt.
Ad IV 146
Proposition/Eigenschaft/Lewis/(s): Proposition: nicht personenbezogen, ohne raumzeitliche Lokalisation - einfach wahr in möglichen Welten. - Bsp "Jemand ist glücklich" - für mich nicht wünschbar, weil ich nicht weiß, ob ich derjenige bin - dagegen Eigenschaft: personenbezogen - "ich bin glücklich".
Schwarz I 94
Eigenschaften/Mengenlehre/Lewis: keine Eigenschaften sind: "keine Katze sein", Identität, Elementschaft > Heterologie.
Schw I 97
Disjunktive Eigenschaft/Lewis/Schwarz: jede Eigenschaft ist äquivalent mit einer Disjunktion zweier Eigenschaften. Disjunktive Eigenschaft: nur wenn selbst unnatürlicher als die Glieder: Bsp rund ist nicht disjunktiv, da es nicht deutlich unnatürlicher ist als "rund und nicht rot". - Bsp "rund und einsam oder nicht rund und nicht einsam" ist dagegen disjunktiv, denn es ist weniger natürlich als "rund und einsam".
Schw I 97
Eigenschaften/Lewis/Schwarz: Def intrinsische E: unterscheiden sich nie zwischen perfekten Duplikaten - Duplikat: nicht durch Summe, sondern Verteilung der perfekt natürlichen Eigenschaften definiert. Perfekt natürliche Eigenschaften (pnE) = fundamentale Eigenschaften: auf ihrer Instantiation beruhen alle qualitativen intrinsischen Unterschiede zwischen Dingen (auch Welten). - Bsp Fred ist der Größte in seiner Familie, aber sein Duplikat nicht in seiner Familie. - Das hängt aber von der Verteilung intrinsischer Eigenschaften ab: wenn wir die ganze Familie verdoppeln, ist das Duplikat dort auch der Größte.
Schw I 101
Klasse/Menge/Eigenschaften/Lewis: Dinge mit Bsp gleicher Ladung haben mehr gemeinsam, als Element der gleichen Klasse zu sein.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Eigenschaften Millikan I 11
Eigenschaften/Art/Millikan: gibt es nur in der aktualen Welt (unserer wirklichen Welt). MillikanVsNominalismus.
I 197
Eigenschaft/Millikan: These: eine Eigenschaft ist nur eine Eigenschaft kraft gegenteiliger Eigenschaften – Eigenschaften, die sie ausschließen oder mit ihnen unvereinbar sind. ((s) > disjunktive Eigenschaft).
I 264
Identität/Selbigkeit/Eigenschaft/Millikan: wie können wir die Identität einer Eigenschaft beschreiben? 1. betrachten wir nur solche Eigenschaften, die Individuen haben können.
I 265
Leibniz’ Gesetz/Millikan: drehen wir damit um, indem wir einen Operator für Naturnotwendigkeit hinzufügen. (F)(G){[NN(x)Fx ⇔ Gx] ⇔ F = G}.
I 266
Eigenschaften/Identität/Millikan: der traditionelle Einwand, dass Eigenschaften dieselben sind, wenn alle ihre Instanzen dieselben sind, teilt sich in zwei Argumente auf. 1. Einwände von jenen die glauben, dass Eigenschaften eins-zu-eins möglichen Begriffen entsprechen:
„Argument aus der Bedeutung“/argument from meaning“/Armstrong: (Armstrong nicht pro):
(hat das Problem der Universalien oft verwirrt): Wenn Universalien Bedeutungen sein sollen, und wenn es ein semantisches Kriterium für die Identität von Prädikaten akzeptiert wird, dann folgt, dass jeder Prädikattyp einem eigenen Universale entspricht. ((s) Dann kann man beliebig neue erfinden).
Problem/Millikan/(s): schon Verschiedenheit sprachlicher Ausdrücke zieht dann Verschiedenheit der entsprechenden Eigenschaften mit sich.
Inflationismus/Deflationismus/Millikan: Realisten haben dieses Argument inflationistisch, Nominalisten haben es deflationistisch interpretiert.
Millikan: dazu muss man allerdings Bedeutung mit Intension gleichsetzen – also Bedeutung mit den Begriffen verbinden, die man von den Dingen hat, die man mit den Ausdrücken abbildet.
Lösung/Millikan: wir unterschieden Sinn und Intension, daher kann es bei uns verschiedene Begriffe für ein und dieselbe Variante in re haben. Daher können wir diesen Einwand ignorieren.
Bsp die Begriffe, die Hubots und Rubots (>Terminologie/Millikan) vom „Quadrat“ haben, sind verschiedene Varianten in der Natur, weil sie von verschiedenen Intensionen regiert sind. Das könnte dann so missverstanden werden, dass für die Alten Hesperus und Phosphorus Begriffe verschiedener Himmelskörper gewesen wären,
I 267
weil sie von verschiedenen Intensionen regiert wurden. ((s) allgemeines Problem: dass es bei solchen Ansätzen zu viele Eigenschaften gäbe).
2. Art von Einwänden gegen die Sicht, dass Eigenschaften dieselben sind, wenn ihre Instanzen zusammenfallen: dass es so viele Gegenbeispiele gibt.
Bsp auch wenn es sein kann, dass jedes Lebewesen mit Herz ein Lebewesen mit Nieren ist, zeigt dass nicht, dass das Haben der einen Eigenschaft gleich dem Haben der anderen Eigenschaft wäre.
Lösung: die Instanzen müssten schon mit Naturnotwendigkeit zusammenfallen.
Bsp Angenommen, es gäbe einen Gegenstand mit einer besonderen Grünfärbung nur ein einziges Mal auf der Welt, und dieser Gegenstand hätte gleichzeitig auch eine einmalige Form. Daraus würde immer noch nicht folgen, dass die Eigenschaft, diesen Farbton zu haben gleich der Eigenschaft wäre, diese Form zu haben. Sicher gibt es auch keine Prinzipien der Naturnotwendigkeit, die diese Eigenschaften verknüpfen.
Millikan: aber nicht alle Gegenargumente gegen das umgekehrte Leibnizsche Prinzip sind so leicht zu entkräften. Bsp Eigenschaften für Materialien im allgemeinen:
Bsp Eigenschaften, die Gold haben kann: ein bestimmtes Spektrum, elektrische Leitfähigkeit, Schmelzpunkt, Atomgewicht. Angenommen, jede dieser Eigenschaften ist einmal nur auf Gold zutreffend und identifiziert das Material daher.
Pointe: dann koexistiert jede dieser Eigenschaften notwendig mit den anderen.
Dennoch sind die Eigenschaften nicht identisch! Aber woher wissen wir eigentlich, dass es nicht ein und dieselbe Eigenschaft ist? Woher wissen wir, dass sie nicht sind wie eine Form, die einmal getastet und einmal gesehen wird? Das ist eine Frage der Erkenntnistheorie, nicht der Ontologie. Aber
sie kann nicht beantwortet werden, ohne dass man ontologische Annahmen macht.
I 268
Allgemeine Eigenschaften/Material/Millikan: damit Bsp die besondere Leitfähigkeit von Gold und das besondere Spektrum von Gold ein und dieselbe Eigenschaft sein könnte, müsste die gesamte Bandbreite möglicher elektrischer Leitfähigkeiten auf die gesamte Bandbreite möglicher Spektren eins-zu-eins abgebildet werden. D.h. die besondere Leitfähigkeit könnte nicht dieselbe sein wie dies besondere Spektrum, wenn nicht auch andere Spektren mit anderen Leitfähigkeiten zusammenfielen.
Eigenschaften/Millikan: These: Eigenschaften (ein- oder mehr-stellig) die in denselben Bereich fallen, sind Eigenschaften, die Gegenteile voneinander sind.
Sicher kann ein Bereich auch einen anderen Bereich enthalten. Bsp „rot“ beinhaltet „scharlachrot“ statt es auszuschließen und Bsp „zwei Zentimeter groß sein plus minus 1 Millimeter“ beinhaltet eher „2,05 Zentimeter groß sein plus minus 1 Millimeter“ als dass es diese Eigenschaft ausschließt.
Die Annahme, dass zwei Eigenschaften nur dann dieselben sein können, wenn die vollständigen Gegenteilsbereiche aus denen sie kommen, zusammenfallen, suggeriert, dass die Identität einer Eigenschaft oder eines Eigenschaftsgebiets an die Identität eines weiter gefassten Bereichs gebunden ist, aus dem sie kommt, und daher an die Identität ihrer Gegenteile gebunden ist. Jetzt stellen wir Leibniz’ Auffassung mit der von Aristoteles gegenüber:

Identität/Leibniz/Millikan: alle einfachen Eigenschaften sind intrinsisch vergleichbar. Allerdings vielleicht nicht in der Natur vergleichbar, weil Gott nur die beste der möglichen Welten geschaffen hat – aber sie wären metaphysisch vergleichbar.
komplexe Eigenschaften/Leibniz/Millikan: das wären Eigenschaften, die nicht vergleichbar sind. Sie beinhalten auch Abwesenheiten oder Negationen von Eigenschaften. Sie haben die allgemeine Form „A und nicht B“.
I 271
Eigenschaften/Millikan: sind keine Einzelgänger wie Substanzen. Selbstidentität/Eigenschaft: eine Eigenschaft ist sie selbst kraft der natürlich notwendigen Gegenüberstellung zu anderen Eigenschaften.
Repräsentation/Exemplifikation/Millikan: wenn ein Gegenteil fehlt, wird keine Eigenschaft repräsentiert. Bsp „Größe wird exemplifiziert von John“ hat kein Gegenteil. Die Negation wird nicht dadurch wahr, dass Größe eine Eigenschaft hätte, die konträr dazu wäre, von John exemplifiziert zu werden. „Wird exemplifiziert von John“ sagt, von der Substanz John, dass sie diese Eigenschaft hat.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Erklärungen Railton Lewis V 233
Wahrscheinlichkeit/Erklärung/covering law Modell/deduktiv-nomologisch/Peter Railton: Eine Erklärung hat nach Railtons Modell zwei Teile: 1. Ein D-N-Argument (deduktiv nomologisches Argument), das einige Bedingungen des nicht probabilistischen Falls erfüllt. Zu seinen Prämissen können auch Wahrscheinlichkeitsgesetze gehören.
2. (gehört nicht zum Argument): Die Feststellung, dass das Ereignis stattgefunden hat.
Wenn die Prämissen sagen, dass gewisse Ereignisse stattgefunden haben, dann sind diese zusammenhinreichend gegeben die Gesetze für das eigentliche Ereignis oder für die Wahrscheinlichkeit.
Problem: eine Teilmenge - gegeben auch nur ein Teil der Gesetze - kann ebenfalls hinreichend sein, Teile der Ereignisse zu erklären, und eine Anzahl Überbleibsel hervorbringen, die immer noch hinreichend unter den Originalgesetzen sind. Daher muss man beim Erklären zwei Bedingungen haben:
1. dass gewisse Ereignisse zusammen hinreichend sind für das Explanandum Ereignis (unter den herrschenden Gesetzen)
2. dass nur einige der Gesetze gebraucht werden, das Hinreichen der Bedingungen zu garantieren.
LewisVsRailton: wenn wir ein covering law (Begleitgesetz) für Verursachung hätten, zusammen mit unserem covering law für Erklärung, würde das meinen Ansatz mit dem covering law-Ansatz versöhnen.
Aber das ist nicht zu haben!
V 233/234
Oft wird ein Element der hinreichende Grund der D-N-Menge (deduktiv-nomologisch) in Wirklichkeit eine der Ursachen selbst sein. Aber das darf nicht sein! Die Gegenbeispiele sind wohlbekannt: 1. Zur hinreichenden Teilmenge kann ein ganz irrelevanter Grund gehören, das Erfordernis der Minimalität hilft nicht: wir könnten eine künstliche Minimalität erzeugen, indem wir schwächere Gesetze nehmen und stärkere Gesetze unberücksichtigt lassen.
Bsp Salmon: Ein Mann nimmt die Pille, und wird nicht schwanger! Die Prämisse, dass niemand, der die Pille nimmt, schwanger wird, darf nicht weggelassen werden!
2. Ein Element der hinreichenden Teilmenge könnte etwas sein, das kein Ereignis ist:
Bsp eine Prämisse kann feststellen, dass etwas eine extrinsische oder hochdisjunktive Eigenschaft hat. das kann aber keine echten Ereignisse spezifizieren.
3. Ein Effekt kann zur Teilmenge gehören, wenn die Gesetze sagen, dass er nur in bestimmter Weise hervorgebracht werden kann. D.h. die Menge könnte in geeigneter Weise minimal sein, und auch eine von Ereignissen sei, aber das wäre nicht hinreichend, den Effekt zur Ursache seiner Ursache zu machen!
4. Ein solcher Effekt kann auch zur hinreichenden Teilmenge für einen anderen Effekt sein, z.B. eines späteren, derselben Ursache. Bsp dass ein Werbespot auf meinem Fernseher erscheint wird durch dieselbe Ausstrahlung verursacht, wie das Erscheinen desselben Spots auf Ihrem Fernseher, aber das eine ist nicht Ursache des anderen. Eher haben sie eine gemeinsame Ursache.
5. Eine verhinderte potentielle Ursache könnte zur Teilmenge gehören, weil nichts sie außer Kraft gesetzt hat.
LewisVsRailton: das zeigt, dass die gemeinsam hinreichende Teilmenge, die von D-N-Argument präsentiert wird, möglicherweise nicht eine Menge von Ursachen ist.
V 235
LewisVsRailton: wenn ein D-N-Argument keine Ursachen zu zeigen scheint, aber dennoch eine Erklärung zu sein scheint, ist das ein Problem für meine eigene Theorie. VsHempel: Brechungsindex, VsRailton: in Wirklichkeit gibt es keine nicht-kausalen Fälle. RailtonVsLewis: wenn das D-N-Modell keine Ursachen präsentiert, und deshalb nicht wie eine Erklärung aussieht, dann ist das ein Problem für das D-N-Modell.
Railton: deshalb ist nicht jedes D-N-Modell eine korrekte Erklärung.
V 236
Frage: kann jede Kausalgeschichte durch die Information charakterisiert werden, die in einem D N Argument (deduktiv-nomologischem Argument) enthalten ist? Das wäre der Fall, wenn jede Ursache zu einer hinreichenden Teilmenge gehört - gegeben die Gesetze. Oder im probabilistischen Fall: unter Wahrscheinlichkeitsgesetzen. Und ist das so, dass die Ursachen darunter fallen?
Lewis: Das folgt nicht aus der kontrafaktischen Analyse der Kausalität! Dennoch mag es wahr sein. (Es wird wahr sein in einer möglichen Welt mit hinreichend strengen Gesetzen).
Wenn erklärende Information Information über Kausalgeschichte ist, dann ist eine Weise, sie zu liefern, die über D-N-Argumente.
Aber dann ist immer noch etwas falsch! Die D-N-Argumente werden als ideal dargestellt. D.h. sie haben die richtige Form. nichts zu viel und nicht zu wenig.
Aber niemand denkt, dass alltägliches Erklären das erfüllt. Normalerweise ist das Beste, was wir tun können, Existenzannahmen zu machen.
"Deshalb" Behauptung/Morton White: können wir als Existenzannahmen auffassen.
LewisVsRailton: korrekte D-N-Argumente als Existenz Annahmen sind noch keine echte Erklärung. Einfach wegen ihrer Form genügen sie nicht dem Standard, wie viel Information hinreichend ist.
Lewis: es gibt immer noch mehr zu wissen, wenn wir noch so perfekte D N Argumente aufhäufen. Die D N A geben immer nur einen Querschnitt der Kausalgeschichte. Viele Ursachen mögen weggelassen sein. Und diese könnte diejenigen sein, die wir gerade suchen. Vielleicht möchten wir gerade die Mechanismen kennenlernen, die in bestimmten Spuren der Kausalgeschichte involviert sind.
V 238
Erklärung/Lewis/VsRailton: ein D-N-Argument kann auch von falscher Form sein: uns gleichzeitig nicht genug zu viel geben. Erklärung/Lewis: dabei ist es nicht so, dass wir eine verschiedene Vorstellung von der Einheit der Erklärung haben. Wir sollten gar keine Einheit fordern: eine Erklärung ist kein Ding, das man haben kann oder verfehlen, sondern etwas, von dem man mehr oder weniger haben kann.
Problem: die Vorstellung, "genug" Erklärung zu haben: es nährt Zweifel an dem Wissen unserer Vorfahren: diese hatten selten oder nie vollständiges Wissen über die Naturgesetze.
LewisVsRailton: D.h. sie hatten also selten oder nie vollständige D-N-Argumente. Hatten sie deshalb lückenhaftes erklärendes Wissen? Ich denke nein! Sie wussten eine Menge darüber, wie die Dinge verursacht sind.
Lösung/Railton: (ähnlich wie mein Bild): zusammen mit jedem Explanandum haben wir eine ausgedehnte und komplexe Struktur.
V 239
Lewis: für mich sind diese Strukturen durch kausale Abhängigkeit verbunden Railton: für ihn bestehen sie aus einem "idealen Text" aus D-N-Argumenten (deduktiv nomologischen Argumenten) wie in mathematischen Beweisen.

Railt
P. Railton
Facts, Values, and Norms: Essays toward a Morality of Consequence Cambridge 1999

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Fledermaus-Beispiel Putnam V 128
Nagel/Fledermaus: These wir können uns nicht vorstellen, wie es wäre, eine Fledermaus zu sein.
V 128/129
Qualia/Fledermaus: Bsp wir wollen uns eine Auseinandersetzung vorstellen: A : kein Fledermaus‑Quale gleiche im mindesten einem Menschen‑Quale.
B: vielleicht gibt es zumindest einige, die sich gleichen. Es gibt auch einige Empfindungen anderer Menschen, die ich mir wahrscheinlich nicht vorstellen kann, aber das heißt nicht, dass ich den psychologischen Raum dieser anderen Menschen als unvorstellbar verschieden von meinem eigenen ansehe. (Fledermäuse können übrigens, entgegen der vorherrschende Meinung, sehr gut sehen!). >Qualia, >Erfahrung.
Ich könnte nun zumindest sagen: ihre Schmerzen sind ebenso sehr Schmerzen wie meine. Könnten wir hierüber zu einer Entscheidung gelangen?
Das Hörzentrum der Fledermaus umfaßt 7/8 des Gehirns. (s) Muß das Gehirn also deshalb völlig andere Erfahrungsinhalte liefern?
Bsp Angenommen, 1. Das Gehirn der Fledermaus hat die disjunktive Eigenschaft P1 oder P2;
mein Gehirn hat die disjunktive Eigenschaft P'1 oder P'2. Die jeweiligen Empfindungen sind mit den jeweiligen Disjunktionen korreliert.
V 129/130
2. Wir nehmen an: der qualitative Charakter der Empfindung der Fledermaus ist mit dem qualitativen Charakter meiner Empfindung identisch, und beide sind mit der komplexeren disjunktiven Eigenschaft (P1 oder P2 oder P'1 oder P'2) identisch (oder korreliert). Nach der 1. Theorie haben die Fledermaus und ich verschiedene Erlebnisse,
nach der 2. Theorie dasselbe Erlebnis.
Beide Theorien führen jedoch zu denselben Voraussagen mit Bezug auf die Erfahrungen normaler wie abnormaler menschlicher Beobachter! Sie sind auch hier wieder beobachtungsmäßig ununterscheidbar!
Es ist auch nicht klar, ob methodologische Maximen hier nützen können. Es fehlt uns auch an Prinzipien, zu entscheiden, welche Theorie die einfachere ist. Wir können aus unserer Perspektive wohl entscheiden, welche die »chauvinistischere« ist.

V 129/130
Fledermaus/Eigenschaften/Identitätstheorie/Putnam: Theorie 1: Fl: disjunktive Eigenschaft p1 oder p2, ichL: disjunktive Eigenschaft P"1 oder P"2 U (jeweils Korrelation angenommen). Theorie 2: Identität statt Korrelation, und Korrelation zur komplexeren Eigenschaft P1 oder P2 oder P'1 oder P'2. - Pointe: beide Theorien führen zu denselben Voraussagen von Erfahrungen normaler wie abnormaler Beobachter. - Steine haben immer disjunktive Eigenschaft: "Empfindung oder keine Empfindung".

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000