| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Bestimmtheit | Ayer | I 288 Bestimmtheit/Ayer: ist durch Enthaltensein definierbar: dass meine Schuhe schwarz sind enthält, dass sie nicht braun sind, aber nicht umgekehrt - dass ich schreibe enthält, dass irgend jemand schreibt, aber nicht umgekehrt. - ((s) Das Bestimmte enthält etwas Unbestimmtes.) Def Bestimmtheit/Ayer: Eine Aussage ist in [einer Sprache] S absolut spezifisch, wenn sich keine Aussage machen lässt, die diese Aussage enthält, ohne selbst in ihr enthalten zu sein. (vgl. >minimal/Chisholm). Dann ist ein Hierarchie in S konstruierbar. Problem: Man kann eine Aussage spezifischer machen, wenn man eine andere mit ihr verbindet. (>Konjunktion, >"gefälschte Theorien"/Goodman >Schleuderargument). I 289 "Große Tatsache": wird durch Konjunktion aller voneinander unabhängigen wahren Aussagen ausgedrückt. |
Ayer I Alfred J. Ayer "Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963 In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Ayer II Alfred Jules Ayer Language, Truth and Logic, London 1936 In Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Ayer III Alfred Jules Ayer "The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Theorien | Quine | I 34 Theorie muss nicht auf Absicht beruhen, wurde in der Vergangenheit verinnerlicht. I 56 QuineVsVerifikation: sinnlos, einen Satz innerhalb mit einem außerhalb der Theorie gleichzusetzen - Intertheoretisch keine Bedeutung - keine Zusätze mit "oder" (> Goodman, Davidson,"gefälschte Theorien"), >Zusatzhypothesen, >Verifikation. I 57 Wir behalten unsere Überzeugungen bei der Theoriebildung zunächst noch bei. I 74 Theorie: Carnap: Termini - Quine: Sätze. I 393 Theorie: nur Prädikation, Allquantifikation, Wahrheitsfunktion (für abgeleitete Merkmale) - allgemeine Termini (für primäre Merkmale) - (kein "weil"). I 429 Theorie: isolierte Systeme, Massenpunkt, infinitesimale Größe: Verhalten jeweils typischer, je näher man an Null kommt, daher akzeptabel - aber nicht in Ontologie zugelassen - im Gegensatz zu geometrische Gegenstände: Position von Massenpunkten hatte keinen Sinn - daher nicht individuierbar! Keine Identität! > Äquivalenz: siehe auch Quine,Wort und Gegenstand § 52, 1960(1). I 431 Paraphrase (keine Synonymie): man könnte Newton relativistisch umformulieren. - Das wäre wie in der Kirche: "in höherem Sinne wahr". - Quine: manchmal ist das akzeptabel. I 432 Theorie: Struktur von Bedeutung, nicht die Wahl der Gegenstände! (Ramsey,Russell). Quine: neu: auch bei physikalischen Gegenständen: die sind nämlich auch theoretisch! Begründung: Sätze sind semantisch primär! >Frege-Prinzip. 1. Quine, W. V. (1960). Word and Object. MIT Press II 45 Äquivalenz von Theorien: wird entdeckt, wenn man die Möglichkeit einer Uminterpretation entdeckt - beide wahr - aber unter Umständen logisch unvereinbar! VI 134 Theorie/empirisch äquivalent/logisch äquivalent/Quine: zwei Theorien können logisch unverträglich und dennoch empirisch äquivalent sein. Bsp Riemannsche/Euklidische Geometrie. Fall 1: auch untransformierbare Theorien (in gleicher Terminologie, wobei jede gewisse Sätze impliziert, die die andere nicht impliziert) sind empirisch äquivalent - kein Problem. Fall 2: zusätzliche theoretische Termini Fall 3: logisch unverträglich. Davidson: lässt sich auf Fall 2 zurückführen - weil strittige Sätze von theoretischen Termini abhängig, die eben nicht empirisch sind - daher immer noch empirisch äquivalent. Lösung: fraglicher theoretischer Term in zwei Schreibweisen (je Theorie) - damit werden sie logisch verträglich. VI 136 Empirisch äquivalent/logisch unverträglich/Theorie/Quine: Fall 2: (Theorie für globale Welten, ohne Kontexteinbettung). Lösung. exotischer Termini (ohne Vorhersagekraft) eliminieren. Pointe: dann geht es um Kohärenz (sonst QuineVsKohärenztheorie). Elimination: ist gerechtfertigt dadurch, dass wir außer unseren eigenen Theorie keinen Zugang zur Wahrheit haben VI 139 Empirisch äquivalent/logisch unverträglich/Theorie/Quine: Variante/Davidson: beide Theorien gelten, W-Prädikat: in umfassender, neutraler Sprache. >Metasprache, QuineVsDavidson: wie viel weiter sollen sich dann die Variablen erstrecken? - wir brauchen Einhalt, weil wir keine dritte Theorie wollen. Bsp "Alles könnte anders sein"/Pointe: die beiden System beschreiben auf jeden Fall dieselbe Welt - rein verbale Frage. XII 70 Theorieform/Quine: nach Abstraktion der Bedeutungen des nicht-logischen Vokabulars und vom Wertebereich der Variablen - Reinterpretation der Theorieform liefert Modelle. >Reinterpretation, >Modelle, >Abstraktion. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| Wahrheitsdefinition | Davidson | Glüer II 29 W-Definition/Tarski-Schema/Inhalt/Interpretierbarkeit/Übersetzung/Tarski/Davidson/Glüer: Bsp "Snow ist white" ist wahr gdw. Gras grün ist - eine solche Theorie wäre nicht interpretativ - rechts hat mit den Wahrheitsbedingungen (WB) von links nichts zu tun - Problem: rein formal besteht die Äquivalenz, weil der Wahrheitswert immer gleich ist. Lösung: Bedeutungsholismus: ein Satz hat nur im Kontext Bedeutung - Lösung/Davidson: W-Prädikat drei-stellig: für Satz, Sprecher, Zeitpunkt. >Bedeutungsholismus, >Semantischer Holismus. Glüer II 37f DavidsonVsTarski: empirisch statt formal. - Empirie schließt falsche Gesetzes-Zusätze (>Goodman) aus ("gefälschte Theorie"). - Die Konvention W ist nicht ausreichend empirisch. - ((s) Weil nur Äquivalenzen liefernd). Glüer II 65 W-Äquivalenzen/Davidson/Glüer: setzen Überzeugungsinhalt und Überzeugungsursache gleich. Glüer II 40/41 Bsp (WR") für alle Sprecher x, für alle t: "It is raining" geäußert von x an t ist wahr gdw. es an t in der Umgebung von x regnet - ((s) Das gibt die Wahrheitsbedingungen an). Glüer II 67 Wahrheit/Davidson: ist intuitiv - Bedeutung: nicht intuitiv. - Wahrheit ist unanalysierbarer Grundbegriff. >Grundbegriffe. |
Davidson I D. Davidson Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993 Davidson I (a) Donald Davidson "Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (b) Donald Davidson "What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (c) Donald Davidson "Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (d) Donald Davidson "Epistemology Externalized", Ms 1989 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (e) Donald Davidson "The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson II Donald Davidson "Reply to Foster" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Davidson III D. Davidson Handlung und Ereignis Frankfurt 1990 Davidson IV D. Davidson Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990 Davidson V Donald Davidson "Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |