Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kennzeichnungstheorie Russell Hintikka I 165
Kennzeichnungen/Russell/Hintikka: Def Primäre Kennzeichnung: für sie gilt die Substitutivität der Identität (SI)
Def Sekundäre Kennzeichnung: für sie schlägt die Substitutivität der Identität (SI) fehl.
I 166
Bsp Russell: zwei Lesarten: (1) George IV wusste nicht, ob Scott der Autor von Waverley war.
Kennzeichnung/logische Form/Russell/Hintikka: „der Autor von Waverley“: (ix)A(x)
primär: hat die Kennzeichnung folgende Kraft:
(2) (Ex)[A(x) & (y) A(y) > y = x) & ~ George IV wusste, dass (Scott = x)].
((s) Schreibweise : Quantor hier immer normaler Existenzquantor, gespiegeltes E).
D.h. der Quantor hat in der primären Kennzeichnung maximale Reichweite (RW).
Wahrscheinlicher ist aber die zweite Lesart:
sekundär:
(3) ~George IV wusste, dass (Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x & (Scott = x)].
((s) enge Reichweite)
Reichweite/HintikkaVsRussell: dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „Mittlere Reichweite“/Kripke).
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Reichweite Hintikka Hintikka II 166
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt. ((s) >„mittlere Reichweite“/Kripke).
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Reichweite Lewis IV 30
Reichweite/RW/Lewis: wenn ein Quantor außerhalb der Reichweite des Modaloperators (MO) liegt, müssen wir seinen Gegenstandsbereich auf die wirkliche Welt (WiWe) begrenzen. - Wenn Modaloperatoren innerhalb von Modaloperatoren vorkommen, müssen wir von außen nach innen arbeiten.
IV 33
Reichweite//de re/de dicto /Lewis: a) enge Reichweite: (nur in der wirklichen Welt): hier wird der Modaloperator auf den bereits geschlossenen Satz angewendet. - Bsp jede mögliche Welt enthält ein einziges a, so dass der Satz ya in jeder möglichen Welt gilt - de dicto. - Das ist referentiell opak. - Die Übersetzung der scheinbaren Leibnizschen Identität ist ungültig. - b) Weite Reichweite: hier wird der Modaloperator auf einen offenen Satz angewendet um einen neuen modalen Satz f zu bilden, und das Attribut, das durch Nf ausgedrückt wird, wird von dem wirklichen Ding präzidiert - das ist de re - und ist referentiell transparent. - Die Übersetzung der scheinbaren Leibnizschen Identität ist hier gültig.
IV 34
Mittlere Reichweite/Lewis: für jede Kennzeichnung gibt es drei Reichweiten: auch noch eine mittlere: Bsp NM(h = z) - weite Reichweite: de re, transparent: sagt, dass das Attribut das durch f ausgedrückt wird, wesentlich ist und durch z bezeichnet wird.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Reichweite Russell Hintikka I 166
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „mittlere Reichweite“/Kripke ). (4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
mittlere Reichweitemittlere Reichweite Hintikka Vs Russell, B. II 165
On Denoting/Russell/Hintikka: (Russell 1905) Problem: mit Phrasen, die für echte Konstituenten von Propositionen stehen. Problem/Frege: Fehlschlagen der Substitutivität der Identität (SI) in intensionalen Kontexten.
informative Identität/Frege: dass Identität manchmal überhaupt informativ sein kann hängt damit zusammen.
EG/existentielle Generalisierung/Russell: auch sie kann fehlschlagen in intensionalen Kontexten, (Problem der leeren Termini).
HintikkaVsRussell: er erkennt nicht die Tiefe des Problems und umgeht eher die Probleme mit denotierenden Termen.
Nichtexistenz/Russell: Problem: wir können nicht durch existentielle Generalisierung beweisen, dass es einen gegenwärtigen König von Frankreich gibt.
HintikkaVsRussell: es gibt aber noch andere Probleme. (s.u. wegen Uneindeutigkeit der Querwelteinidentifikation).,
Kennzeichnungen/Russell/Hintikka:
Def primäre Kennzeichnung: für sie gilt die Substitutivität der Identität (SI)
Def sekundäre Kennzeichnung: für sie schlägt die Substitutivität der Identität (SI) fehl.
II 166
Bsp Russell: zwei Lesarten: (1) George IV wusste nicht, ob Scott der Autor von Waverley war.
Kennzeichnung/logische Form/Russell/Hintikka: „der Autor von Waverley“: (ix)A(x)
primär: hat die Kennzeichnung folgende Kraft:
(2) (Ex)[A(x) & (y) A(y) > y = x) & ~ George IV wusste, dass (Scott = x)].
((s) Schreibweise : Quantor hier immer normaler Existenzquantor, gespiegeltes E).
D.h. der Quantor hat in der primären Kennzeichnung maximale Reichweite (RW).
Wahrscheinlicher ist aber die zweite Lesart: sekundär:
(3) ~George IV wusste, dass (Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x & (Scott = x)].
((s) enge Reichweite)
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) > „mittlere Reichweite“/Kripke).
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].
II 166
EG/HintikkaVsRussell: dieser sah nicht, dass es einen Grund für das Fehlschlagen der EG gibt, der nicht durch die Nichtexistenz des Gegenstands verursacht ist. Bsp
(5) George IV wusste, dass der Autor von Waverley der Autor von Waverley ist.
a) triviale Interpretation:
II 167
(6) George IV wußte, dass (Ex)(A(x) & (y)(A(y) > y = x)) alltagssprachliche Übersetzung: er wußte, dass eine und nur eine Person Waverley schrieb.
I 166
b) nichttriviale Interpretation: (7) (Ex)(A(x) & (y)(A(y) > y = x) & George IV wusste, dass (A(x) & (y)(A(y) > y = x))).
((s) kein Quantor nach „wusste, dass“
Alltagssprachliche Übersetzung: George wusste von der einzigen Person, die tatsächlich Waverley schrieb, dass sie dies tat.
Weil Wissen Wahrheit impliziert, ist (7) äquivalent mit
(8) (Ex) George IV wusste, dass (Ez)(A(z) & (y)(A(y) > y = z) & x = z).
das ist äquivalent mit
(9) (Ex) George IV wusste, dass (der Autor von Waverley = x)
hier hat die Kennzeichnung sekundäre (enge) Reichweite.
Alltagssprachliche Übersetzung: George wusste, wer der Autor von Waverley ist.
II 167
Wissen/wer/was/wo/HintikkaVsRussell: Russell kann nicht explizit Konstruktionen der Form weiß + W-Satz analysieren. Allgemein: (10) a weiß, wer (z.B. x) ist so, dass A(x)
wird zu
(11) (Ex) a weiß, dass A(x).
Hintikka: das geht aber nur, wenn wir Russells Ansatz modifizieren:
Problem: die EG bricht jetzt zusammen auf eine Weise, die nicht auf die Nichtexistenz zurückgeführt werden kann, und die nicht mit Russells Theorie der Kennzeichnungen (ThdK) analysiert werden kann.
Problem: für jede Person gibt es eine Menge Leute, deren Namen sie kennt und von deren Existenz sie weiß, aber von der sie nicht weiß, wer sie sind.
II 168
Bsp Charles Dodgson war für Queen Victoria jemand, von dem sie gehört hatte, den sie aber nicht kannte. Problem: wenn wir annehmen, dass (11) die richtige Analyse von (10) ist, gilt
(12) ~(Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Aber das ist trivial falsch, auch nach Russell.
Denn folgendes ist sicher wahr:
(13) Victoria wusste, dass Dodgson = Dodgson)
existentielle Generalisierung/EG: ergibt dann
(14) (Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Also genau die Negation von (12) Widerspruch.
II 168
Kennzeichnungen/Hintikka: sind hier gar nicht involviert. Daher kann Russells Theorie der Kennzeichnungen hier auch nicht helfen. Bsp wir können außerdem annehmen, dass Victoria von der Existenz von Dodgson wusste.
leere Termini/leere Namen: sind hier also auch nicht das Problem.
Ontologie/Hintikka: so bekommt unser Problem einen ontologischen Aspekt.
existentielle Generalisierung/EG/Sein/Quine/Ontologie/Hintikka: die Frage, ob man EG über einen sing Term "b" anwenden darf z.B. in einem Kontext "F(b)", ist dieselbe wie die, ob b Wert einer gebundenen Variablen sein darf.
EG/Hintikka: schlägt hier nicht wegen Nichtexistenz fehl.
I 169
Mi folgenden Problemen haben wir es hier zu tun: Manifestation gebraucht von

a) keine SI Frege, Russell
b) keine EG
(i) wegen Nichtexistenz Russell
(ii) wegen Uneindeutigkeit Hintikka
Uneindeutigkeit/Lösung/Hintikka: Semantik möglicher Welten.
Bsp (12)-(14) das Problem ist nicht, dass Dodgson nicht in der wirklichen Welt (WiWe) existierte oder nicht in einer von Victorias Wissenswelten, sondern dass der Name Dodgson in verschiedenen möglichen Welten (MöWe) verschiedene Individuen herausgreift.
Daher folgt (14) nicht aus (13).
II 170
existentielle Generalisierung/EG/Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Russell/Hintikka. Welche Wege hätte Russell offen gestanden? Wissen-wer/Russell/Hintikka: Russell selbst spricht sehr oft von der Äquivalenz des Wissens, wer etwas tat mit der Existenz eines Individuums, von dem bekannt ist, dass es das tat. ..+…
II 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! ThdK/Russell: (Ende von „On Denoting“) enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
II 174
Hintikka: dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der EG führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
"ob"/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt wusste nicht“. (sekundär?)
sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
II 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.
Identifkation/MöWe-Semantik/HintikkaVsRussell/Hintikka: in meinem Ansatz ist Dodgson ein bona fide Individuum gdw. er ein und dasselbe Individuum n alle Wissenswelten von Victoria ist. D.h. identifizierbar gdw.
(15) (Ex) in alle relevanten MöWe, ist es wahr, dass (Dodgson = x).
Problem: was sind die relevanten MöWe?

II 178
Quantor/Quantifikation/HintikkaVsRussell: Russell verwechselt systematisch zwei Arten von Quantoren. (a) der Bekanntschaft, b) der Beschreibung). Problem: Russell hat nicht erkannt, dass der Unterschied nicht allein in Bezug auf die wirkliche Welt (WiWe) definiert werden kann!
Lösung/Hintikka: wir brauchen eine Relativierung auf Mengen von MöWe, die mit den verschiedenen propositionalen Einstellungen wechseln.
II 179
RussellVsHintikka: dieser würde meine Darstellung seiner Position so nicht akzeptiert haben. HintikkaVsRussell: aber der grund dafür liegt bloß in einem weiteren Fehler Russells: Ich habe ihm nicht zugeschrieben, was er glaubte, sondern was er hätte glauben sollen.
Quantifikation/Russell/Hintikka: hätte er auf Objekte der Bekanntschaft reduzieren sollen. Russell glaubte aber, es sei hinreichend, Ausdrücke zu eliminieren, die scheinbar Objekte denotieren, die nicht solche der Bekanntschaft sind.
Pointe: dabei gehen seine Quantoren keine ontologische Verpflichtung ein. Nur denotierende Ausdrücke tun das.
Variable/Russell/Hintikka: sind bei Russell nur notationale Muster.
Ontologische Verpflichtung/Quine/HintikkaVsRussell: Russell erkannt gar nicht die oV die Sprachen 1. Stufe mit sich bringen.
Sein/Ontologie/Quine: „Sein heißt, Wert, einer gebundenen Variablen zu sein“.
HintikkaVsRussell: das hat dieser nicht erkannt.
II 180
Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der > Beschreibung). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt.
Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher.
Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind.
Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable.
Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell).
Quantoren/HintikkaVsRussell: jetzt können wir sehen, warum Russell nicht zwischen verschiedenen Quantoren unterschied (Bekanntschaft/Beschreibung): Für ihn waren Quantoren nur notationale Muster, und für sie braucht man den Bereich der möglichen Interpretation nicht festzulegen, daher macht es auch keinen Unterschied, wenn sich der Bereich ändert!
Quantifikation/Russell: für ihn war sie implizit objektional (referentiell) jedenfalls nicht substitutional.

Peacocke I 190
Mögliche Welten/MöWe/Quantifikation/HintikkaVsRussell: R. ist nicht in der Lage, die Fälle zu erklären, wo wir in Glaubenskontexte quantifizieren (!) wo (nach Hintikka) der Quantor über "öffentlich deskriptiv identifizierte" Einzeldinge reicht. Hintikka: vergleicht das mit einem "Schlüsselroman".
Peacocke: es ist unklar, dass (ob) das nicht von Russell als Fälle allgemeiner Gedanken erklärt werden könnte, so dass die Person mit den und den Eigenschaften so und so ist.

Universalien/Bekanntschaft/Russell/Peacocke: wir sind mit Universalien bekannt und sie sind Konstituenten unserer Gedanken.
HintikkaVsRussell: das ist eine verzweifelte Medizin, um das Prinzip der Bekanntschaft zu retten.
PeacockeVsRussell: seine Argumente sind auch sehr schwach.
Russell: Bsp wir können die Transitivität von "vor" nicht verstehen, wenn wir nicht mit "vor" bekannt sind, und noch weniger, was es heißt, dass ein Ding vor einem anderen ist. wobei das Urteil von einem Bewusstsein eines Komplexes abhängt, dessen Analyse wir nicht verstehen, wenn wir nicht die verwendeten Begriffe verstehen.
I 191
PeacockeVsRussell: was für eine Relation soll den zwischen Subjekt und Universale bestehen? Lösung: das reformulierte PB: hier können wir feststellen, welchen Bedingungen ein Begriff unterworfen ist, analog zum Prinzip der Sensitivität bei relationalen Gegebenheitsweise.
I 192
HintikkaVsRussell: ("On denoting what?", 1981, S.167 ff): die Elimination von Gegenständen, mit denen das Subjekt nicht bekannt ist, aus der sing Term Position ist nicht hinreichend für die Irreduzibilität von Bekanntschaft, an die Russell dachte. Quantifikation/Hintikka: die Quantoren werden immer noch über Gegenstände reichen, mit denen das Subjekt nicht bekannt ist.
Solche Quantoren können aber nicht Konstituenten von Propositionen sein, wenn das mit dem PB verträglich sein soll. Denn sie würde sicher durch ihre Wertverläufe (value range, Wertebereich?) eintreten und diese bestehen nicht aus Einzeldingen, mit denen man bekannt ist.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976