Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Korrespondenztheorie Ramsey III 72
Korrespondenz/Korrespondenztheorie/Wahrheit/Ramsey: wir haben das Wort zwar noch nicht gebraucht aber unsere Theorie wird so genannt werden. Tatsache/Ramsey: wenn A ist B, dann können wir nach allgemeinem Gebrauch sagen, dass es eine Tatsache ist, dass A ist B und dann sagen, dass sie dem Glauben entspricht, dass A ist B.
Tatsache/Falschheit/Ramsey: wenn A nicht b ist, gibt es keine Tatsache, die dem entspricht. ((s) RamseyVsNegative Tatsache).
Problem: die Natur dieser Korrespondenz können wir nicht beschreiben, wenn wir die Analyse der propositionalen Referenz von „glauben dass A B ist“ nicht kennen. Glauben/Korrespondenz/Ramsey: wir müssen die Struktur des Glaubens kennen um sagen zu können, welche Art Korrespondenz wahren Glauben mit Tatsachen verbindet.
Problem: es gibt komplexe Überzeugungen, die nicht durch eine einfache Relation mit der Realität in Beziehung zu setzen sind: z.B.
disjunktiver Glaube: Bsp Jones denkt, dass Smith entweder ein Lügner oder ein Idiot ist. Wenn wir glauben, dass die Realität kein solches „entweder oder“ enthält, müssen wir unseren Ansatz verändern.
weiter: wenn wir glauben, dass die Realität kein solches „entweder oder“ enthält, wem korrespondiert dann dieser Glaube?

Ramsey I
F. P. Ramsey
The Foundations of Mathematics and Other Logical Essays 2013

Ramsey II
Frank P. Ramsey
A contribution to the theory of taxation 1927

Ramsey III
Frank P. Ramsey
"The Nature of Truth", Episteme 16 (1991) pp. 6-16
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Negation Dummett II 118
Doppelte Negation/Dummett: schwächerer Anspruch als Behauptung: dass der Satz nicht falsifiziert werden kann. Siehe auch >Mehrwertige Logik/Dummett.
III 14
Negation/Dummett: für die Negation gibt es keine einzelne Regel. ((s) Wegen der unterschiedlichen logischen Verknüpfungen wie "und", "oder" usw.).
III 15
Problem: wie bestimmen wir den allgemeinen Sinn der Negation, wenn der Sinn des ursprünglichen Satzes gegeben ist?
III 29
Sogar bei der Negation von Aussagen muss es etwas geben [das dem Sachverhalt der Aussage entspricht.] Vgl. >Negative Tatsache.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Negation Millikan I 221
Nicht/“nicht“/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: These: „nicht“ ist ein Operator, der auf dem Rest des Satzes operiert, indem er den Sinn des gesamten Satzes ändert. Negativer Satz/Verneinung/Negation/Existenz/Millikan: negative Sätze können nicht nicht-existente Tatsachen als real value haben.
Begründung: negative Tatsachen haben keine Kausalkräfte, die in einer Normalen Erklärung eine Rolle spielen könnten.
Negativer Satz/Millikan: wir könnten annehmen, dass negative Sätze keine Repräsentationen sind. Bsp „nicht-p“ soll heißen „die Tatsache dass-p existiert nicht“ So hat Wittgenstein es auch
ungefähr aufgefasst.
Pointe: wir hatten oben gesagt, dass Existenzsätze keine Repräsentationen sind.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: aber erfasste Sätze der Form „x
existiert nicht“ so auf, dass sie eine nichtexistente Tatsache abbilden. Dann geht die Variable
„x“ in „x existiert nicht“ nicht über Namen von Einzeldingen (Gegenständen, elementaren Objekten) sondern über Repräsentationen möglicher Zustände (möglicher Tatsachen).
Sinn/Nichtexistenz/Negation/Wittgenstein/Millikan: so war es ihm möglich aufrechtzuerhalten, dass Sätze der Form „x existiert nicht“ einen Sinn haben ((s) >Meinong).
Millikan: in unserer Terminologie heißt dass, dass sie Repräsentationen sind (MillikanVs).
I 222
Und gleichzeitig konnte er behaupten, dass die grundlegendsten Elemente aller Propositionen realen Gegenständen entsprechen. Pointe: das machte es möglich, dass er sagen konnte „x existiert nicht“ immer äquivalent ist zu einem Satz der Form „nicht-p“.
Millikan: könnten wir nicht wenigstens eine Hälfte dieser Äquivalenz aufrechterhalten? Die von „nicht-p“ nach „dass-p existiert nicht“?
MillikanVsWittgenstein:; nein, noch nicht einmal dies können wir.
Wenn Wittgenstein recht hätte und „nicht-p“ sagt „dass-p existiert nicht“, dann hieße das für meine Position, dass negative Sätze keine Weltzustände abbilden und keine Repräsentationen sind.
Millikan: statt dessen würden sie sprachliche Tatsachen abbilden, „nicht-p“ wäre dann ein Icon, aber es repräsentiert nicht, wobei ein Weltzustand den Satztyp „p“ als Variante hätte.
Protoreferent/Millikan. „p“ wäre nicht ein repräsentierter Referent von „nicht-p“ sondern ein Protoreferent.
Frage: wäre „nicht-p“ ein Icon von dem das „p ist falsch“ ((s) sprachlich) explizit repräsentiert?.
Vs: dann wäre „nicht“ kein Operator mehr!
Nicht/Negation/Operator/Wittgenstein/Millikan: d.h. die Abbildungsregel für „nicht-p“ ist eine Funktion der Abbildungsregel für „p“.
1. Wenn „nicht“ kein Operator wäre, könnte es vorkommen, dass jemand nicht den Sinn von „p“ versteht, aber dennoch den Sinn von „nicht-p“ Absurd.
2. Wenn „nicht-p“ sagt,“ dass-p existiert nicht“ müsste „nicht-p“ auch wahr sein müssen, wenn irgendeine Variante in „p“ nicht völlig bestimmt ist, also keinen angepassten Sinn hat. Bsp „Pegasus war kein geflügeltes Pferd“ Bsp „Der gegenwärtige König von Frankreich ist nicht kahl“ wären wahre Sätze!
3. Sicher ist es so, dass „“p“ ist falsch“ wenigstens abbildet (icons) dass „p“ keinen real value hat. Entsprechend: „x existiert nicht“ bildet dann die Tatsache ab, dass „x“ keine Referenten hat.
Pointe: wenn nun „nicht-p“ sagt, „dass-p“ existiert nicht“ bildet es immer noch eine negative Tatsache ab. >Tatsachen/Millikan.
I 224
Gegenteil/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: negative Sätze, deren Gegenteile normale repräsentierende Sätze sind, müssen selbst positive Tatsachen abbilden.
I 224
Negation/Stabilisierungsfunktion/nicht/Repräsentation/Millikan: was ist die SF von „nicht“ in normalen repräsentierenden Sätzen? Es wird jedenfalls nicht gebraucht, um den Rest des Satzes „auszuradieren“. „Ausradieren“: kommt manchmal vor, aber dann heißt es Bsp „Sorry“ oder „das habe ich nicht gemeint“.
Negation/“nicht“: seine Funktion ist es auch nicht, keinen Glauben zu produzieren. Das wäre gar keine Funktion.
Eigenfunktion: von „nicht“ ist relational. D.h. es ist eine (mathematische) Funktion der Eigenfunktion des Satzes ohne „nicht“.
Satz: hat die Funktion, einen Glauben zu produzieren. Ebenso ein Satz mit „nicht“ muss etwas produzieren, das einen möglichen Nutzen hat.
Negativer Satz: vielleicht soll er einen falschen Glauben eliminieren? Aber das wäre so ähnlich wie „existiert nicht“ funktioniert.
I 224
Negativer Satz/“nicht“/Imperativ/Millikan: ein Imperativ wie „bring keinen Dreck ins Haus“ hat sehr wohl eine positive Funktion. Bsp wenn du es doch tust, ist es mit einer Entschuldigung nicht getan „Ich wollte es nicht“ Denn der Befehl war nicht, es ohne Absicht doch zu tun,.
Nicht hinreichend:: „ich habe es nicht beabsichtigt“.
Richtig: ich beabsichtigte, es nicht zu tun.
Nicht hinreichend: „ich wußte nicht, dass ich es tat“
Richtig: man muss wissen, dass man es nicht tut.
Nicht/Imperativ: hier ist der Gebrauch nicht parallel zu der Funktion von „existiert nicht“.
I 257
Negativer Satz/Millikan: bildet eine positive Tatsache (Weltzustand) ab, nicht die Abwesenheit einer Tatsache.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Tatsachen Armstrong III 144 f
Negative Tatsachen/negative Zustände/Armstrong: negative Tatsachen sind harmlos: Bsp wenn etwas eine bestimmte Geschwindigkeit hat, dann hat es keine andere Geschwindigkeit zur selben Zeit. - Aber das ist schon impliziert. - (> abgeleitete Gesetze III 147) Wir nehmen lieber negative Eigenschaften an als negative Gesetze: sonst sind viele Gesetze nicht instantiiert. (>Instanziierung). - Negative Tatsachen: das Haben einer negativen Eigenschaft - aber nur als verursachte, nicht verursachende Eigenschaft.- > abgeleitete Gesetze. ((s) Vgl. >Operatoren/Wessel: "Die Untatsache, dass".

II (d) 149
Allgemeine Tatsache(n)/general facts/Russell/Armstrong: Allquantifikation braucht "allgemeine Tatsachen" als >Wahrmacher. - (Armstrong pro). - Armstrong: also braucht auch eine Regularitätstheorie allgemeine Tatsachen. Martin: nichts im Begriff der "allgemeinen Tatsache" hilft, echte Gesetze von bloßen >Gleichförmigkeiten zu unterscheiden - Armstrong: dito.
Allgemeine Tatsachen/Armstrong: involvieren auch keine >Universalien. - Wir müssen hinter die allgemeinen Tatsachen zurück gehen, da sie keine direkte Verbindung von Typen involvieren.
II (d) 150
Allgemeine Tatsachen/David Lewis: wenn sie zugelassen sind, dann regulieren sie die Welt durch Verbot gewisser zusätzlicher Zustände.
Martin III 175
"Allgemeine Tatsache"/Russell/Martin: kein Gesetz, bloße Konjunktion, Aggregat usw. aber: Pointe: Ausnahmslosigkeit: kann auch eine allgemeine Tatsache sein. (Das ist immer noch kein Gesetz.)
II 181
Allgemeine Tatsache/Gesamtheit/Martin: Problem: negative Tatsachen - Lösung/Martin: der allgemeine Term "was-und-wie-es-etwas-gibt" ist erster Stufe ((s) nicht eine Zusammenfassung von Entitäten von niederer Stufe). - "Was-es-gibt" hat Unterteilungen auf derselben Stufe - Unterteilungen sollten dieselbe Stufe haben wie die Gesamtheit. - Dann gibt es keine Notwendigkeit für eine "allgemeine Tatsache". ((s) Vgl. >Allgemeine Tatsachen).

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010
Tatsachen Brandom I 466 ff
Def Deflationismus/Brandom: bestreitet, dass Gehalt in Begriffen von Wahrheitsbedingungen und Übereinstimmung mit den Tatsachen, Eigenschaften und Gegenständen erklärt werden kann.(VsKorrespondenztheorie) Tatsache : "wahrmachen": irreführend: es ist nicht die Tatsache, dass p, die wahr macht, dass p.
I 469 Bsp Es ist nicht die Tatsache, dass die Perser bei Platää von den Griechen besiegt wurden, die macht, daß die Griechen die Perser bei Platää besiegten.
Tatsachen: wenn Tatsachen erklärt werden sollen, braucht die Erklärung nicht auf irgendetwas Normatives zu rekurrieren: Dass die Planetenbahnen elliptisch sind, wäre auch ohne Wesen der Fall, die Normen aufstellen.

Rorty VI 179 ff
Welche Behauptungen wahr sind, hängt nicht davon ab, ob sie jemand aufstellt. Doch unsere sprachlichen Praktiken könnten nicht so sein, wie sie sind, wenn die Tatsachen anders wären. Allerdings könnten die nichtsprachlichen Tatsachen im wesentlichen so sein, wie sie sind, auch wenn unsere sprachlichen Praktiken ganz andere wären!
Def Tatsache/Brandom: "etwas Behauptbares" (Neologismus von Brandom:" claimable"). - Es gibt den Akt des Behauptens, und es gibt "das Behauptete"- Tatsachen sind nun nicht das "wahre Behauptete" sondern das Behauptbare. - Tatsachen machen Behauptungen wahr. Allerdings inferentiell.
RortyVsBrandom: Das ist so als wenn ich wie Moliere Bsp "die einschläfernde Kraft" als inferentiell bezeichne, um sie über jeden Verdacht erhaben scheinen zu lassen.

Brandom I 476
Tatsache/Brandom: kein Kontrast zwischen dem, wie die Dinge sind und dem, was wir sagen und denken können - Tatsachen sind (die Gehalte von) wahre(n) Behauptungen und Gedanken. - Wittgenstein: wir halten mit dem Meinen nicht vor der Tatsache an.
I 477
Wittgenstein: Tatsachen sind verbunden und strukturiert durch die Gegenstände und ihre Eigenschaften.
I 866
Negative Tatsache/Brandom: sind nichts Geheimnisvolles - > Unterscheidung zwischen normativen und nicht normativen Ausdrücken - auch > bedingte Tatsachen, > modale Tatsachen. - Das Reich der Tatsachen und der Normen sind nicht entgegengesetzt. - Das Normative ist ein Teilgebiet des Faktischen.
Seel III 149
Def Tatsache/Brandom: Inhalt wahrer Behauptungen - Behauptung/Brandom: erhalten ihren Inhalt durch die Verwendung von Begriffen im Kontext der jeweils geäußerten Sätze. Der Begriff der Tatsache kann also nur zusammen mit dem der Behauptung analysiert werden. Jedoch ist diese begriffliche Abhängigkeit keine genetische - die Welt ist der Inbegriff aller Tatsachen, ganz unabhängig davon, wann und mit welchem Erfolg Gedanken über die Welt entstanden sind. "Es gab eine Zeit, in der noch niemand Begriffe gebrauchte, weil es noch keine diskursive Praxis gab - aber es gab niemals eine Zeit, in der es noch keine Tatsachen gab. - Seel: danach sind weder Begriffe noch Tatsachen von der Existenz denkender Wesen abhängig. - Die Theorie der diskursiven Praxis erscheint so in einem Atemzug als eine Theorie der Grundstruktur der Welt. - Seel: KantVsBrandom: warnt genau davor - (im Fall Hegels vergeblich). - KantVsBrandom/KantVsHegel: falsch: "Schluss vom Denken auf das Sein".

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Seel I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Seel II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Seel III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
Tatsachen Chalmers I 40
Def Positive Tatsache/Chalmers: eine positive Tatsache in Welt W ist eine die in jeder möglichen Welt gilt, die W als echten Teil enthält, entsprechend ist eine positive Eigenschaft in W eine, die in jeder Welt instanziiert ist, die W als echten Teil enthält. (Chalmers I 363 Beinhalten/Mögliche Welten/Chalmers: Lewis (1983a)(1) und Jackson (1993)(2) haben bemerkt, dass es sinnlos ist, die Relation des Beinhaltens von Welten ein für alle Mal zu definieren. Man kann sie aber als Grundbegriff benutzen. ...+...) Dagegen:
Negative Tatsachen implizieren immer negative Existenzaussagen, die ihrerseits nicht lokal bewertet werden können.
Wir werden uns bei der Betrachtung von Supervenienz auf positive Tatsachen und Eigenschaften beschränken.
I 85
Negative Tatsachen/Chalmers: Tatsachen, die negative Existenzaussagen involvieren sind nicht logisch determiniert von irgendwelche lokalisierbaren Tatsachen. Auch Tatsachen über bewusstes Erleben können hier nicht helfen. (Chalmers I 369 Negative Tatsachen und logische Supervenienz ...+...).
I 86
Lösung/Chalmers: wir müssen eine Tatsachen zweiter Stufe (Tatsache 2. Stufe) einführen, die nach Aufzählung der mikrophysikalischen, phänomenalen, indexikalischen usw. Tatsachen sagt: „Das ist alles.“ Alle negativen Tatsachen folgen aus der Tatsache 2. Stufe zusammen mit allen grundlegenden Einzeltatsachen. Reduktive Erklärung: negative Tatsachen stellen kein ernsthaftes Problem für reduktionistische Erklärungen dar.
Tatsache 2. Stufe/Chalmers: wahrscheinlich wird es eine Aussage „Das ist alles“ für jede mögliche Welt geben und eine solche Tatsache wird niemals von den Einzeltatsachen beinhaltet. Sie drückt lediglich die endliche Natur unserer Welt oder jeder anderen Welt aus. Es ist eine einfache Weise, negative und allquantifizierte Tatsachen in den Griff zu bekommen. (>Allquantifikation, >Listen, >Außen/innen, >Totalität).
I 87
Tatsachen/Welt/Chalmers: Tatsachen über die Welt werden ausgeschöpft durch 1. Physikalische Einzeltatsachen
2. Tatsachen über bewusstes Erleben
3. Naturgesetze
4. Eine Tatsache 2. Stufe, die bedeutet: „Das ist alles.“
5. Eine indexikalische Tatsache über meine Lokalisierung.




1. D. Lewis, Extrinsic properties. Philosophical Studies 44, 1983: pp. 197-200
2. F. Jackson, Armchair metaphysics. In: J. O'Leary-Hawthorne and M. Michael (Eds) Philosophy in Mind, Dordrecht 1993

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Tatsachen Geach I 21
Tatsachen/GeachVsRoss: selbst wenn wir unterstellen, dass wenn "p" und "q" für wahre Propositionen stehen, und solche Sätze wie "die Tatsache, dass p" irgendwelche Entitäten namens "Tatsachen" als ihre Korrespondenz haben, selbst dann gibt es aber keine Entität, die der "Tatsache, dass nicht p" entspräche! Geach: das Gegenteil einer Tatsache ist nicht selbst eine Tatsache.
GeachVsRoss: dieser ist anachronistisch, indem er Aristoteles überhaupt "Tatsachen" zuschreibt. "ta pragmata" kann nicht als "Tatsachen" übersetzt werden, obwohl es oft so übersetzt wird. Aber der gegenwärtige Kontext enthält noch nicht einmal irgendein Wort für Tatsachen.
I 21
Tatsachen/Geach: haben sich wie die Syphilis Ende des 19. Jahrhunderts über Europa ausgebreitet, vor allem im Bereich des Journalismus.
I 22
In einem Logiklehrbuch von Wisdom heißt es: "in diesem Buch werden wir Tatsachen ungefähr so gebrauchen, wie sie im "Strand Magazine" gebraucht werden". Geach: der Gebrauch des Ausdrucks "Tatsachen" ist immer ein Zeichen, dass die Dinge noch nicht richtig logisch analysiert sind.
Ihre Konstruktion liefert immer ein Paar von Behauptungen: Bsp
(7) Smith war überrascht, dass Browns Frau ihn verlassen hatte. Das splittet sich auf in zwei Behauptungen:
(8) Smith hörte mit Überraschung, dass Browns Frau ihn verlassen hatte
(9) Browns Frau hat ihn verlassen.
(s) 1. wovon er hörte, 2. (immer noch nötig: ob es auch "eine Tatsache war").
Geach: das appelliert nur an Behauptungsformeln und trägt nicht dazu bei, einen Satz der "die Tatsache, daßss enthält, als Konjunktion zu analysieren.
Denn gäbe es einen (7) entsprechenden Satz in Form einer Konjunktion:
(10) Smith hörte mit Überraschung, dass Browns Frau ihn verlassen hatte und Browns Frau hat ihn verlassen
dann ist das die Behauptung von
(11) Wenn es nicht der Fall ist, dass Smith überrascht war, dann hatte Smith ein stillschweigendes Einverständnis mit ihrem Liebhaber.
das würde sich aber als Äquivalent herausstellen zu:
(12) Wenn es nicht der Fall ist dass beides (Smith hörte mit Überraschung, dass Browns Frau ihn verlassen hatte) und (Browns Frau hat ihn verlassen), dann hatte Smith ein stillschweigendes Einverständnis mit ihrem Liebhaber.
Aber das ist krass falsch.

I 259
Konjunktion/Satz/Frege: "p u q" ist ein Satz, der verschieden ist von "p" und "q" einzeln - Mill: dito: sonst "eine Gruppe Pferde" als "eine Art Pferd" - aber nicht: Bsp "Jim ist überzeugt und seine Frau ist untreu" - Lösung: "die Tatsache, dass..." ist immer als Paar von Aussagen aufzuteilen. ((s) Siehe auch Tatsachen/Chalmers, positive/negative Tatsachen/Chalmers))

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Tatsachen Martin Armstrong III 144 f
Negative Tatsachen/negative Zustände/Armstrong: negative Tatsachen sind harmlos: Bsp wenn etwas eine bestimmte Geschwindigkeit hat, dann hat es keine andere Geschwindigkeit zur selben Zeit. - Aber das ist schon impliziert. - (> abgeleitete Gesetze III 147) Wir nehmen lieber negative Eigenschaften an als negative Gesetze: sonst sind viele Gesetze nicht instantiiert. (>Instanziierung). - Negative Tatsachen: das Haben einer negativen Eigenschaft - aber nur als verursachte, nicht verursachende Eigenschaft.- > abgeleitete Gesetze. ((s) Vgl. >Operatoren/Wessel: "Die Untatsache, dass".

Armstrong II (d) 149
Allgemeine Tatsache(n)/general facts/Russell/Armstrong: Allquantifikation braucht "allgemeine Tatsachen" als >Wahrmacher. - (Armstrong pro). - Armstrong: also braucht auch eine Regularitätstheorie allgemeine Tatsachen. Martin: nichts im Begriff der "allgemeinen Tatsache" hilft, echte Gesetze von bloßen >Gleichförmigkeiten zu unterscheiden - Armstrong: dito.
Allgemeine Tatsachen/Armstrong: involvieren auch keine >Universalien. - Wir müssen hinter die allgemeinen Tatsachen zurück gehen, da sie keine direkte Verbindung von Typen involvieren.
II (d) 150
Allgemeine Tatsachen/David Lewis: wenn sie zugelassen sind, dann regulieren sie die Welt durch Verbot gewisser zusätzlicher Zustände.
Martin III 175
"Allgemeine Tatsache"/Russell/Martin: kein Gesetz, bloße Konjunktion, Aggregat usw. aber: Pointe: Ausnahmslosigkeit: kann auch eine allgemeine Tatsache sein. (Das ist immer noch kein Gesetz.)
II 181
Allgemeine Tatsache/Gesamtheit/Martin: Problem: negative Tatsachen - Lösung/Martin: der allgemeine Term "was-und-wie-es-etwas-gibt" ist erster Stufe ((s) nicht eine Zusammenfassung von Entitäten von niederer Stufe). - "Was-es-gibt" hat Unterteilungen auf derselben Stufe - Unterteilungen sollten dieselbe Stufe haben wie die Gesamtheit. - Dann gibt es keine Notwendigkeit für eine "allgemeine Tatsache". ((s) Vgl. >Allgemeine Tatsachen).

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Tatsachen Millikan I 104
Tatsachen/Real value/Satz/Millikan: der real value eines Satzes ist die Tatsache in der Welt. Falscher Satz/Korrespondenz/Millikan: hier hat der singuläre Term eine indirekte, „Huckepack“-Relation zu seinem Referenten.
Pointe: dies ist aber nicht die Relation eines „so-sein-Sollens“.
Korrespondenz: findet nur in wahren Sätzen statt.
Normale Relation/Bsp Einhorn/Millikan: (im falschen Satz, >Nichtexistenz) das „Korrespondieren-sollen“ ist keine Korrespondenz, sondern das Haben des Sinns! Sein Referieren ist sein Haben einer bestimmten Art von Bedeutung oder Sinn.
I 222
Negative Tatsache/Millikan: wir müssten zeigen können, dass eine negative Tatsche immer noch etwas anderes ist, als die Nichtexistenz einer positiven Tatsache. Und das können wir nicht. Wir haben uns bloß im Kreis bewegt. Nicht-existente Tatsache/Millikan: kann kein Gegenstand eines Icons sein und kein Gegenstand einer Repräsentation.
Negative Tatsache/Millikan: müsste also etwas anderes sein als eine nicht-existente Tatsache.
Pointe: aber wenn wir das zeigen können, brauchen wir gar nicht mehr anzunehmen, dass „nicht-p“ sagt “dass-p existiert nicht“.
Negativer Satz/Abbildung/Tatsache/Negation/Millikan: was ich dann behaupten muss ist, dass negative Sätze reale bzw. existierende Weltzustände (Tatsachen) abbilden.
Es ist wohlbekannt, wie man so etwas anstellt:
Negation/Verneinung/Lösung: man sagt einfach, dass die Negation nur auf das logische Prädikat des Satzes angewendet wird ((s) innere Negation). Dabei wird der Sinn des Prädikats geändert, so dass das Prädikat auf das Gegenteil zutrifft (abbildet) als es normalerweise tut.
I 223
Das kann dann auch auf komplexere Sätze mit externer Negation ausgedehnt werden: Bsp „Kein A ist φ“ wird zu „Jedes A ist nicht-φ“.
MilllikanVs: die Schwierigkeiten mit diesem Ansatz sind ebenfalls wohlbekannt:
1. Problem: wie soll man die Funktion von „nicht“ interpretieren in ganz einfachen Sätzen der Form „x ist nicht“ Bsp „Pegasus ist nicht (Pause)“ Hier kann „nicht“ als über Prädikate operierend interpretiert werden! Sätze der Form „x ist nicht“ sind natürlich äquivalent zu Sätzen der Form „x existiert nicht“.
Problem: wir haben aber gesagt, dass „existiert“ keine Repräsentation ist. Also kann „nicht“ nicht interpretiert werden als immer auf einem Prädikat eines repräsentierenden Satzes operierend.
Bsp „Cicero ist nicht Brutus“ kann nicht auf einem logischen Prädikat des Satzes operieren, denn einfache Identitätssätze haben kein logisches Prädikat. Also muss „nicht“ noch andere Funktionen haben.
Problem: in welchen Relationen stehen dann diese verschiedenen Funktionen zueinander? Denn wir sollten davon ausgehen, dass „nicht“ nicht verschiedene Bedeutungen in verschiedenen Kontexten hat.
I 226
Negative Tatsachen/Imperativ/Indikativ/nicht/Negation/Millikan: Bsp „tu nicht A“ hat die Eigenfunktion, denselben Zustand hervorzubringen, wie der, der den indikativischen Satz „H tat nicht A“ wahr machen würde. Wahrmacher: also geht es darum, einen Zustand hervorzubringen, der einen Satz wahr macht.
Millikan: es geht also nicht darum, nichtexistente Dinge hervorzubringen, sondern existente Dinge hervorzubringen.
Bsp „John ging nicht ins Büro“. Hier geht es nicht darum, dass man am Ende keine Meinung darüber hat, ob John ins Büro ging.
Negativer Glaube/Millikan: wenn es ihn in diesem Zusammenhang gibt, muss er eine positive Funktion haben.
Gegenteil: John hat etwas getan hat, was konträr dazu war, ins Büro zu gehen.
Alternative/Negation/Millikan: es gibt einen strukturierten Raum von Alternativen, in dem John notwendigerweise handelt.
Alternativen/Komplexität/: je weniger komplex man sie beschreibt desto geringer wird ihre Anzahl.
Negative Tatsache/Negation/nicht/Millikan: These: wenn etwas nicht der Fall ist heißt das, dass etwas anderes der Fall ist.
Bsp einem negativen Befehl zu gehorchen, muss etwas sein, das auch eine positive Handlung verursacht haben könnte.
Aber positive Tatsachen verursachen positive Zustände. Also muss, dass etwas nicht der Fall ist,
I 227
immer dem entsprechen, dass etwas anderes der Fall ist. Sonst könnten wir nicht erklären, wie negative Absichten ausgeführt werden können.
Glauben/Überzeugung/real value: hier verhält es sich parallel: Intentionen verursachen ihre real values. Umgekehrt verursachen real values von Überzeugungen Überzeugungen, Bsp weil Johns Jacke braun ist, glaubte ich, dass Johns Jacke braun ist.
negativer Glaube: entsprechend: real value der Überzeugung, dass Johns Jacke nicht rot ist, muss die Überzeugung sein, dass sie nicht rot ist, oder - spezieller – braun. Aber ich versichere mich nicht dessen, indem ich die Jacke nicht sehe, sondern indem ich sehe, dass die Jacke eine andere Farbe hat.
Gegenteil/Millikan: nur Eigenschaften und Relationen haben Gegenteile aber diese sind nicht absolut. Es muss eine gemeinsame Grundlage geben.
I 257
Negativer Satz/Millikan: bildet eine positive Tatsache (Weltzustand) ab, nicht die Abwesenheit einer Tatsache.

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Tatsachen Taylor II 263
Tatsachen/Tradition/Taylor: Deskripta von Sätzen = bestehende Sachverhalte - logische Komplexe. - Konstituenten: die Entitäten, die für die Wahrheit eines beliebigen Satzes relevant sind - Problem: Relevanz, wenn eine Totalität von Tatsachen gegeben ist. Def Bestehen/Taylor: ein Element besteht, wenn seine Beschreibung wahr ist.
II 264
Theorie der Tatsachen/Tradition: log.Wahrheiten: haben alle dasselbe Deskriptum. - VsTradition: Koextension: nicht dieselbe Tatsache: Bsp Herz habend, Nieren habend - aber Synonymie: "aardvark/groundhog": dieselbe Tatsache - Tradition: braucht das Prinzip der materialen Adäquatheit: d.h. die Entitäten (Konstituenten) müssen relevant für die Wahrheit der Sätze sein, die sie beschreiben - II 269: Vs: vage und formulierungsabhängig.
II 277
Negative Tatsachen/Taylor: Konflikt zwischen Prinzip der materialen Äquivalenz und Bedingung 3: intuitiv sind dieselben Elemente relevant für die Wahrheit des Satzes S wie für seine Negation. Aber S und ~S haben gegensätzliche Wahrheitsbedingungen (WB). - D.h. die Sätze müssen verschiedene Deskripta haben - Lösung: das Negationszeichen selbst als Element nehmen - über den Elementen, die für die Wahrheit von S selbst relevant sind - dann negative Tatsachen als Kategorie sui generis. - Negation: muss gemeinsame Konstituenten mit der entsprechenden positiven Tatsachen haben.
II 277/8
Def Tatsache/Taylor: neu: jede Tatsache x in S mit einer Menge "T-states (x)" von Gesamtzuständen assoziieren, sodass x besteht gdw. der aktuale Gesamtzustand ein Element der Menge T-states (x) ist.
II 279
Dann sind Tatsachen Äquivalenzklassen auf S (= Satz oder S? Menge der T) unter der Relation ~, wobei das Deskriptum eines Satzes nun als eine Äquivalenzklasse gerechnet wird, zu der sein Deskriptum im früheren Sinne gehört, und die neuen T als bestehend, wenn ihre Elemente im früheren Sinn bestehen - Tatsachen sind dann Elemente von S.
II 280f
Tatsachen/Anwendung/Taylor: brauchen wir jetzt nicht mehr für Wahrheitsbedingungen und nicht mehr für Tarskische Wahrheitstheorie - (semantischer Apparat ist stark genug - Tatsachen: wurden gebraucht, um Verbindung von analytischen/synthetischen Sätzen zu erklären. - Analytische Sätze beschreiben keine Tatsachen. - Neu: Methode Sätze der natürlichen Sprache zu paraphrasieren - Bsp Fischers Sieg über Spasskij verursachte Breshnievs Ärger: Sieg(f,s) Ärger(b) - dann Syntax erweitern: durch zweistelligen Satzoperator "verurs Sieg(f,s) Ärger(b)" - (+) - Problem: Erfüllung und Wahrheit für die erweiterte Sprache - "verurs" ist nicht wahrheitsfunktional: Lösung: vielleicht zweistelliges Prädikat der Metasprache "kaus": soll nur zwischen bestehenden Tats gelten - (und solchen, die zu diesen äquivalent sind (Typ/Typ?)) - eine Sequenz von Elementen erfüllt kaus(A,B) unter der Interpretation I gdw. kaus(Zuschreib(A,s), Zuschreib(B,s)).

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Tatsachen Wittgenstein Wright I 278
Gehalt/Inhalt/Wittgenstein: alles Inhaltliche ist weich geworden .. Keine einschlägigen Tatsachen .
Chisholm II 175
Tatsache/Wittgenstein/Simons: kein Gegenstand. (Wie Russell)
Wittgenstein II 31
Tatsache/Denken/Welt/Ogden/Richards/Russell: These Relation zwischen Satz und Tatsache extern. - WittgensteinVs: sie ist intern.
II 83
Einzelnes/Wittgenstein: nur Ereignisse - Tatsachen - sind einzelnes.
II 113
Tatsache/Negation/Wittgenstein: es gibt keine positiven oder negativen Tatsachen - positiv und negativ beziehen sich auf die Form der Sätze und nicht auf die Tatsachen.
II 391
Tatsachen/Wittgenstein: beinhalten stets etwas zeitliches, - mathematische Fakten oder Sätze dagegen nicht.
III 148
Tatsache/Tractatus/Wittgenstein/Flor: zwischen Tatsache kann es keine Zusammenhänge geben. - (Weil es keinen Zusammenhang zwischen Elementarsätzen gibt). - Ein Gegenstand kann in mehreren Tatsachen vorkommen. - Aber weder eine Tatsache noch ein Gegenstand kann sich ändern.
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