| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Anführungszeichen | Geach | I 199/200 Anführungszeichen/Geach: Bsp Carnap: "Wenn "A" falsch ist, dann ist für jedes "B": "A > B" wahr".(Anführungszeichen nur außen.) - Das enthält nicht " "B ", sondern "B" unmittelbar in inverted Kommas eingeschlossen. - >Variablen / >Konstanten. I 208 Anführungszeichen/Geach: Anführungszeichen sind kein Funktor, der aus "Cicero" den Namen eines Ausdrucks bildet, sondern ein Indikator, der eine intentionale Argumentstelle schafft, in die "Cicero" eingefügt wird. - Daher haben iterierte Zitate keinen Platz in unserer Logik: "Name eines Namens": falsch. Lösung: Einfaches Symbol, z.B. "tonk" für den Namen "Cicero" - dann Bsp Für ein x, [Tonk] ist ein Name von [x] und [x] ist ein Eigenname. Quasianführung: ist aber kein Name! >Quasi-Anführung. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |
| Bedeutung | Logik-Texte | Read III 269 Bedeutung/Read: die Bedeutung, selbst die logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen. >Gültigkeit, >Verknüpfung, >Logische Konstante. Siehe auch Probleme im Zusammenhang mit der künstlichen Verknüpfung "tonk"). Read III 275 Es wird bestritten, dass Wahrheit, als beweis-transzendenter Begriff verstanden, der zentrale Begriff in der Bedeutungstheorie sein kann. Ein solcher Wahrheitsbegriff (der Realisten, also unabhängig von der Erkenntnis) könnte im Begriff der Bedeutung keine Rolle spielen. Wir müssen im Stande sein ihn mit unserem Gebrauch zu manifestieren.(> Anti-Realismus/Dummett). |
Texte zur Logik Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988 HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998 Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983 Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001 Re III St. Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 |
| Definitionen | Logik-Texte | Hoyningen-Huene II 56 Definition/Wahrheitswert-Tabelle/Junktor/HH: die Tafeln definieren die Junktoren nur, wenn man sie mathematisch auffasst - nicht, wenn man sie extensional auffasst. >Extensionalität, >Wahrheitstafel, >Verknüpfung, >Logische Konstante. Hoyningen-Huene II 93 Definition/Hoyningen-Huene: synthetisch: hier wird ein Begriff geschaffen (Abkürzung) - kann nicht w/f sein - analytisch: beschreibende oder lexikalische Definition): hier wird ein vorhandener Begriff analysiert - Bsp Junggeselle unverheiratet - Explikation: zwischen analytischer und synthetischer Definition. - Diese kann fruchtbarer sein. >Erklärung, >Analytisch/synthetisch. Read III 40 Die Definition der Wahrheit ist verschieden von den Adäquatheitsbedingungen. Re III 265 Tonk/PriorVsBenap: man darf eine Verknüpfung nicht einführen und dann erst Bedeutung festlegen. - Das kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. - Pointe: "analytische Gültigkeit" kann das nicht zeigen BelnapVsPrior:(pro analytisch Gültigkeit): darf nicht in Existenz hinein definieren, erst zeigen, wie es funktioniert. - > klassische Negation ist illegitim - > negationsfreies Fragment) - (> Peircesches Gesetz.) Wenn P,dann Q oder, wenn Q nur wenn P, dann R. Salmon IV 252 Einige Wörter müssen auf nichtsprachliche Weise definiert sein Salmon IV 254 Def Kontextdefinition: viele logische Wörter werden durch Kontextdefinition erklärt. Bsp "Alle F sind G" ist gleich "Nur F sind G" Das ist eine Definition des Worts "nur". |
Texte zur Logik Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988 HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998 Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983 Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001 Re III St. Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 Sal I Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983 Sal II W. Salmon The Foundations Of Scientific Inference 1967 SalN I N. Salmon Content, Cognition, and Communication: Philosophical Papers II 2007 |
| Einführung | Belnap | Brandom II 94 Def "tonk"/Belnap: 1. Regel: lizensiert den Übergang von p zu p tonk q für beliebige q. 2. Regel: lizensiert den Übergang von p tonk q zu q. Damit haben wir eine "Netzkarte für Inferenzen": jede beliebige Folgerung ist damit gestattet! >Definitionen, >Definierbarkeit, >Schlussfolgerungen, >Inferenzen, >Logische Konstanten, >Verknüpfungen. II 93 Konservativität/konservative Erweiterung/Dummett: Wenn eine logische Konstante durch Einführungs- und Eliminationsregeln eingeführt ist, können wir das eine konservative Erweiterung der Sprache nennen. >Konservativität. II 94 Bsp Das könnte auf Belnaps "tonk" zutreffen: Einführungsregel der Disjunktion und Eliminationsregel der Konjunktion. >Disjunktion, >Konjunktion. PriorVsBelnap/PriorVsGentzen: Das ist der Bankrott von Definitionen im Stile Gentzens. Vgl. >G. Gentzen, >Natürliches Schließen. BelnapVsPrior: Man kann, wenn man logisches Vokabular einführt, solche Definitionen durch die Bedingung einschränken, dass die Regel keine Inferenzen mit ausschließlich altem Vokabular zulässt, die nicht bereits vor der Einführung des logischen Vokabulars erlaubt waren. (Konservative Erweiterung). >Erweiterung. Eine solche Einschränkung ist notwendig und hinreichend. >Hinreichendes. Brandom:Die expressive Analyse des logischen Vokabulars liefert uns nun einen tiefen Grund für diese Bedingung: nur so kann das logische Vokabular seine expressive Funktion ausüben. >Logik/Brandom. Die Einführung neuen Vokabulars würde ohne die einschränkende Bedingung (Konservativität) neue materiale Inferenzen gestatten und würde so die Gehalte ändern, die mit dem alten Vokabular korreliert sind. >Vokabular, >Gehalt, vgl. Weitere Einträge zu >"tonk". |
Beln I N. Belnap Facing the Future: Agents and Choices in Our Indeterminist World Oxford 2001 Bra I R. Brandom Expressive Vernunft Frankfurt 2000 Bra II R. Brandom Begründen und Begreifen Frankfurt 2001 |
| Formalismus | Frege | I 127 Zeichen/FregeVsFormalismus: Leere Zeichen sind nur eine Schwärzung des Papiers. Ihr Gebrauch wäre ein logischer Fehler. Leere Zeichen lösen keine Aufgabe, Bsp x + b = c: wenn b > c, gibt es keine natürliche Zahl x, die eingesetzt werden kann - eben auch nicht, die Differenz (c-b) als künstliches neues Zeichen anzunehmen. Zeichen/Frege: Und da, wo eine Lösung möglich ist, ist nicht das Zeichen die Lösung, sondern die Bedeutung des Zeichens. I 130 FregeVsFormalismus: Der Formalismus gibt nur Anleitungen für Definitionen, aber nicht die Definitionen selbst. I 131 Bsp Zahl i: Man muss den Sinn von "Summe" neu erklären. FregeVsHilbert: Es reicht nicht, nur einen Sinn zu fordern. Vgl. >Fundierung, >Inhalt, >Gehalt, >Sinn, >Zeichen, >Symbole, >Gleichungen, >Definitionen, >Formalisierung, vgl. >Einführung, >"tonk"(Belnap/Prior-Debatte). |
F I G. Frege Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987 F II G. Frege Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994 F IV G. Frege Logische Untersuchungen Göttingen 1993 |
| Gültigkeit | Logik-Texte | IV 41 Gültigkeit/W.Salmon: betrifft Argumente (= Gruppen von Aussagen), nicht einzelne Aussagen. I 25 Menne: Wir werden uns der Gesetze anhand von Erfahrung bewusst, aber das bedeutet eben nicht, dass ihre Gültigkeit auf Erfahrung beruht. Aussagenlogik: II 100 Gültigkeit von Schlüssen der Aussagenlogik: Bedingungen: 1. Die Gültigkeit des Schlusses ist abhängig vom mehrfachen Vorkommen bestimmter (Teil-) Aussagen. II 101 2. Die Gültigkeit ist abhängig von bestimmten in ihm vorkommenden Junktoren. 3. Die Gültigkeit ist unabhängig vom Sinn der (Teil-) Aussagen. II 102 Def Wahrheitstransfer/HH: positiv: die Wahrheit der Prämissen garantiert die Wahrheit der Konklusion. 4. Die Gültigkeit des Schlusses verlangt Wahrheitstransfer, d.h. dass niemals eine wahre Prämissenkonjunktion zusammen mit einer falschen Konklusion auftritt. >Wahrheitstransfer, >Wahrheitserhalt. Prädikatenlogik: II 229 Adäquatheitsbedingungen 1. Die Gültigkeit des Schlusses ist abhängig vom mehrfachen Vorkommen von Prädikaten (die sich auf den gleichen Individuenbereich beziehen) und evtl Iogischen Konstanten (aus demselben Individuenbereich). II 230 2. Die Gültigkeit ist abhängig von den vorkommenden Quantoren und evtl Junktoren. 3. Die Gültigkeit ist unabhängig vom Sinn. 4. Die Gültigkeit verlangt Wahrheitstransfer. >Verknüpfung, >Sinn, >Quantor, >Logische Konstante, >Adäquatheit. Re III 71 Gültigkeit/Read: Probleme: Vsklassische Logik: Der klassischen Logik gelingt es nicht, diejenigen Folgerungen als gültig einzuschließen, deren Richtigkeit auf den Verknüpfungen zwischen nicht logischen Ausdrücken beruht. Wenn ein Objekt rund ist, dann folgt, dass es nicht quadratisch ist. Aber diese Folgerung ist nicht gültig dank der Form, sondern dank des Inhalts. Logisches Universum: Wie groß auch immer es ist, man kann Folgerungen finden, deren Ungültigkeit sich nur zeigt, indem man einen größeren universalen Definitionsbereich betrachtet. ((s) Für Probleme im Zusammenhang mit der Einführung neuer Verknüpfungen: siehe >tonk. |
Texte zur Logik Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988 HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998 Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983 Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001 |
| Individuen | Mayr | I 205 Entstehen von Individuen/Biologie/Mayr: Def Parthenogenese: Asexualität: Bei manchen Organismen entwickeln sich Individuen von selbst aus den Eiern, eine Befruchtung ist nicht nötig. Bsp Blattläuse, Planktonkrustentiere: hier wechseln sich sexuelle und asexuelle Generationen ab. I 206 Sexualität: steigert Vielfalt und damit Abwehr gegen Krankheiten. I 207 Pangenesistheorie: (alt) Theorie, nach der jede Körperzelle Erbmaterial beisteuert. Diese Theorie herrschte von Aristoteles bis zum 19. Jahrhundert. PräformationVsEpigenesis: Schon bei Aristoteles, dann bis zum 19. Jahrhundert. (s.u.) I 208 VsAristoteles: Aristoteles glaubte fälschlich, nur weibliche Organismen könnten Eier besitzen. >Aristoteles. i 209 Ei: Das eigentliche Säugetierei wurde erst 1828 von Karl Ernst von Baer(1) entdeckt. Man erkannte, dass der Eierstock das Gegenstück zum Hoden darstellt. DNA: Die DNA wurde entdeckt von Johann Friedrich Miescher (19. Jahrhundert). I 211 Def Präformation: Eier bringen Individuen derselben Art hervor. Daher schloss man, dass Ei oder Spermium bereits eine Miniaturausgabe des zukünftigen Organismus sei. Logische Folge: In diesem Organismus müssten wiederum alle zukünftigen Nachkommen in Miniaturausgabe enthalten sein. (Verschachtelung). Zahlreiche zeitgenössische Abbildungen zeigten solche kleinen Miniaturmenschen (Homunculi) im Spermatozoon. I 212 Def Epigenesis: Man glaubte, die Entwicklung entstehe aus einer gänzlich ungeformten Masse:"vis essentialis". Jede Art habe ihre eigene eigentümliche "wesentliche Kraft". Das stand den von den Physikalisten beschriebenen einheitlichen Kräften wie z.B. der Schwerkraft völlig entgegen. Def Epigenese: Entwicklung während der Lebensgeschichte des Individuums, im Gegensatz zur Ontogenese und Phylogenese (Stammesgeschichte). >Epigenese. Dennoch setze sich die Epigenesis in der Kontroverse durch. Lösung erst im 20. Jahrhundert: Unterschied zwischen Def Genotyp (genetische Konstitution des Individuums) und Def Phänotyp (Gesamtheit der wahrnehmbaren Merkmale). Zelle: Wie kommt es, dass sich die Nervenzelle so vollkommen anders entwickelt, als eine Zelle des Verdauungstraktes? I 214 Zellteilung : Wilhelm Roux (1883)(2) schließt auf komplexe Innendifferenzierung der Zelle: Lösung: Partikel müssten auf einem Faden aufgereiht sein, und dieser geteilt! Das wurde später bestätigt. Zelle: Die Zelle durchläuft einen Differenzierungsprozess, stets ist nur eine kleiner Teil der Gene im Kern aktiv. Zellentwicklung: Bei Taxa mit Regulationsentwicklung (z.B. Wirbeltieren) gibt es keine festgelegten frühen Zelllinien, sondern ausgedehnte Zellwanderung. Induktion (Einfluss schon bestehender Gewebe auf die Entwicklung anderer Gewebe) bestimmt größtenteils die Spezifizierung der Zellen. Zellwanderung: Pigment- und Nervenzellen machen ausgedehnte Wanderungen durch den Organismus durch. Oft folgen sie eindeutigen chemischen Reizen. 1. E. v. Baer (1828). Entwickelungsgeschichte der Thiere: Beobachtung und Reflexion. Königsberg: Bornträger. 2. W. Roux (1883). Über die Bedeutung der Kerntheilungsfiguren. Leipzig: Engelmann. |
Mayr I Ernst Mayr Das ist Biologie Heidelberg 1998 |
| Konservativität | Brandom | I 199 Konservativität/Erweiterung/Sprache/tonk/Brandom: pro konservative Erweiterung: Wenn die Regeln nicht inferentiell konservativ sind, gestatten sie neue materiale Inferenzen und ändern damit die Gehalte, die mit dem alten Vokabular verbunden waren. Expressive Logik/Brandom: verlangt, dass keine neuen Inferenzen, die nur altes Vokabular enthalten, dadurch angemessen gemacht werden, wenn sie es vorher nicht waren. I 200 Bsp "boche"/Dummett: nichtkonservative Erweiterung: Aussagen, die den Ausdruck nicht (!) enthalten, könnten erst jetzt aus anderen, die ihn auch nicht enthalten, gefolgert werden. - Bsp Schluss aus deutscher Nationalität auf Grausamkeit. - BrandomVsDummett: Dabei geht es nicht um Nichtkonservativität: diese zeigt nur, dass der Ausdruck "boche" einen Gehalt hat, der in den anderen Ausdrücken nicht enthalten ist. - Bsp Der Begriff "Temperatur" hat sich auch mit den Messmethoden verändert - es geht nicht um Neuheit eines Begriffs, sondern um unerwünschte Folgerungen. I 204 Gerade der materiale Gehalt von Begriffen geht verloren, wenn der begriffliche Gehalt mit den Wahrheitsbedingungen identifiziert wird. >Begrifflicher Gehalt, >Wahrheitsbedingungen. |
Bra I R. Brandom Expressive Vernunft Frankfurt 2000 Bra II R. Brandom Begründen und Begreifen Frankfurt 2001 |
| Meinen | McGinn | I 104 Meinen/Bezug/McGinn: wenn ich das Wort "rot" verwende, meine ich damit etwas bestimmtes, und das ist verschieden von dem, was ich mit anderen Worten meine. >Referenz, >Bedeutung, >Intention, >Intentionalität. I 106 Wer die Bedeutung des Wortes beherrscht, hat die weitaus meisten der entsprechenden Gegenstände nie gesehen. >Spracherwerb. Die Unendlichkeit ist von vornherein in der Intentionalität angelegt. Das ist gerade der Witz des Meinens. Das Meinen gestattet uns den Zugang zu Orten, Zeiten und Entfernungen, an die der Körper und die Sinne nicht herankommen . Wenn man etwas mit einem Wort meint, beherbergt man nicht ein isolierbares Element im Strom der geistigen Vorgänge, denn der gemeinte Sinn verhält sich nicht wie Schmerzen. Das Meinen breitet sich nicht in einem Medium aus, in dem die Einzeldinge aneinander gereiht sind. es ist sogar wichtig, dass das Meinen diffus ist. I 109 Es ist ausgeschlossen, mit einem Wort etwas zu meinen, ohne dass bestimmt wäre, was als richtige Äußerung dieses Wortes gilt. (((s) Siehe das Beispiel der künstlichen Verknüfpung "tonk".) Der gemeinte Sinn ist diejenige Instanz, die die Bildung wahrer oder falscher Äußerungen gestattet. I 118 Tradition: wir wissen, was wir meinen. >Überzeugung. McGinnVsprivilegierter Zugang/Meinen: das ist ein Irrtum: es kann sein, dass wir etwas unter einer Beschreibung kennen, ohne es anderen Beschreibungen unterordnen zu können, dass das uns so unmittelbar Bekannte in theoretischer Hinsicht womöglich gar nicht verständlich ist. |
McGinn I Colin McGinn Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996 McGinn II C. McGinn Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001 |
| Piaget | Schurz | I 192 Piaget/Entwicklungstheorie/Entwicklung/Wissenschaftstheorie/Schurz: Piaget These: Die Entwicklung der kindlichen Intelligenz ist stufenförmig. Sie beruht auf der stufenförmigen Ausbildung von allgemeinen logisch strukturellen Fähigkeiten. Sind diese erst einmal ausgebildet, können sie in kurzer Zeit überall angewendet werden. Vorher werden die entsprechenden kognitiven Aufgaben einfach nicht begriffen. Piaget These: Sensomotorische Stufe: mit 2 Jahren erreicht Konkret operationelle Stufe:mit ca. 6-7 Jahren erreicht. . Formal operationelle Stufe: mit 13 14 Jahren. Konkret operationelle Stufe/Piaget: (6-7) Bsp 1. Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, Unterscheidung der eigenen von der fremder Personen. Damit Übergang vom egozentrischen zum soziozentrischen Denken. 2. Fähigkeit zu erkennen, dass bestimmte Operationen, die das Aussehen von Gegenständen verändern, rückgängig gemacht werden können. (Reversibilität). Damit gleichzeitig: Invariantenerkennung. Zwei Bereiche: a) Invarianz der Anzahl von Gegenständen b) Invarianz der Menge einer Substanz. Überprüfung/Piaget: durch Test, die Zuordnungsgesetze liefern: Bsp Perspektivenwechsel: Gebirgslandschaft, um die die Kinder herumgehen konnten. Invarianz der Zahl: Bsp Münzen Invarianz der Substanzmenge: Bsp Tonkugel, die zu einer Wurst verformt wurde. I 193 Bsp Kern: Intelligenzentwicklung beruht primär auf Stufen Entwicklung logisch struktureller Fähigkeiten. Bsp Peripherie: mit 6-7 Jahren erreichen fast alle Kinder die konkret operationelle Stufe. Bsp Empirische Prognose: fast alle Kinder scheitern daran mit 6, alle können es mit 7 Jahren. I 194 Test/Adäquatheit/Selektivität/Schurz: Ein Test muss adäquat für das untersuchte Merkmal sein. d.h. er muss selektiv sein. D.h. sie müssen die Merkmale (Fähigkeiten) messen und nicht gleichzeitig noch andere. Gleichzeitig müssen die Indikatoren auswechselbar sein. Bsp Es muss für den Perspektivenwechsel egal sein, ob er an einer Gebirgslandschaft oder an einer anderen Form untersucht wird. Indikator/(s): Objekt innerhalb eines Versuchs. VsPiaget/Schurz: Man zeigte, dass seine Hypothesen gegen die Forderung der Auswechselbarkeit der Indikatoren verstieß: Bsp Kinder, denen eine einfachere Form als eine Gebirgslandschaft vorgesetzt wurde (eine Schachtel mit vier verschiedenfarbigen Seiten) konnte die Aufgabe bereits mit 4 Jahren lösen (statt mit 6-7). Schurz: Das bedeutete aber noch nicht, dass man den Kern der Theorie preisgab. (gemäß der Lakatos Devise). ((s) d.h. die Stufen verliefen anders, die Annahme der Wichtigkeit des Logisch strukturellen wurde beibehalten. I 195 VsPiaget: Man schloss, dass sein Test nicht wirklich selektiv war. Lösung: die Gebirgslandschaft involvierte versteckte Variablen (verborgene Schwierigkeiten). (BrainerdVsPiaget, Brainerd 1978(1)). 2. VsPiaget: Bsp Zahltest: Problem: die Kinder hatten die sprachliche Formulierung „mehr Münzen“ nicht verstanden. Neu. Bsp Die Kinder sollten Bilder mit gleicher Anzahl von Münzen auswählen (ohne Sprache, non-verbal): dieser Zahltest wurde dann schon von 4-5 Jährigen beherrscht! Kern/Peripherie/Schurz: Das alles richtete sich nur gegen die Peripherie! Kern/VsPiaget: Bsp Aussagenlogik. Gemäß Piaget müssten Kinder mit 13-14 Jahren aussagenlogisch korrekte Schlüsse beherrschen. Problem: modus ponens wird tatsächlich schon mit 3 Jahren beherrscht, modus tollens oft nicht einmal von Erwachsenen, also oft nie! VsPiaget: Problem: Das lässt sich nicht mit Änderung eines Gesetzes für Indikatoren oder Spezialgesetze beheben. Es greift direkt den Kern der Theorie an. Kern/VsPiaget: Bsp Erhaltung des Objekts: I 196 Kognitives Prinzip: (hier): Objekte die verdeckt werden, hören deshalb nicht auf zu existieren. Piaget: Das wird bereits nach Vollendung der sensomotorischen Stufe mit 2 Jahren beherrscht. Variante: Bsp Auflösung von Zucker in Wasser: wird noch nicht einmal mit 6 Jahren beherrscht: eine schwache Mehrheit antwortet falsch: der Zucker sei nicht mehr da. Fazit: VsPiaget: Der Kern muss aufgegeben werden. Intelligenz/Entwicklung/alternative TheorieVsPiaget: Die Entwicklung der Intelligenz geht nicht über die Ausbildung allgemein abstrakter Strukturen, sondern beruht auf der Entwicklung inhaltsspezifischer und inhaltsgebundener Fähigkeiten. (Ausubel, 1978(2), Novak 1980(3), Schurz 1985(4)). >J. Piaget, >VsPiaget. 1. Brainerd, C. (1978). Piaget's Theory of Intelligence. Englewood Cliffs: Prentice-Hall. 2. Ausubel D. et al. (1978). Educational Psychology: A Cognitive View. New York: Holt. 3. Novak, J. (1980) "Eine Alternative zu Piagets Psychologie". In: Jung W. (Hg., 1980) Piaget und die Physikdidaktik. Physica Didactica 7, 17-24. 4. Schurz, G. (1985). "Denken, Sprache und Erziehung: Die aktuelle Piaget-Kontroverse", Zeitschrift für Semiotik, 7, Heft 4 1985, 335-366. |
Schu I G. Schurz Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006 |
| Terminologien | Mayr | I 45 Def Genotyp: Nukleinsäuren, (Gesamtheit der Gene) Def Phänotyp: Proteine, Lipide, Makromoleküle, (Gesamtheit der Merkmale, Umweltbedingt). I 373 Def Ähnlichkeit: Bestimmte Merkmale müssen zusammen mit anderen Merkmalen auftreten, von denen sie logisch unabhängig sind. I 179 Def Art/Mayr: Eine Art ist eine Vorrichtung zum Schutz ausgewogener, harmonischer Genotypen. "Biologisches Artkonzept" sucht biologischen Grund für die Existenz von Arten. Vielleicht gibt es zufällig noch andere Eigenschaften. I 183 Def Arttaxa: Besondere Populationen oder Populationsgruppen, die der Artdefinition entsprechen. Sie sind Entitäten ("Individuen") und lassen sich als solche nicht definieren. I 43 Def Integron/Mayr: Ein Integron ist ein durch Integration untergeordneter Einheiten auf höherer Stufe entstehendes System. Integrons entwickeln sich durch natürliche Selektion. Sie sind auf jeder Stufe angepasste Systeme, weil sie zur Fitness (Eignung) eines Individuums beitragen. I 248 Def "Weiche Vererbung" (erworbener Merkmale). Wurde durch die Genetik widerlegt. Def "Harte Vererbung" (sogenanntes "Zentrales Dogma"): Die in den Proteinen (dem Phänotyp) enthaltene Information kann nicht an die Nukleinsäuren (den Genotyp) weitergegeben werden! (Erkenntnis der Molekularbiologie). I 205 Def Parthenogenese: Asexualität: Bei manchen Organismen entwickeln sich Individuen von selbst aus den Eiern, eine Befruchtung ist nicht nötig. Bsp Blattläuse, Planktonkrustentiere: hier wechseln sich sexuelle und asexuelle Generationen ab. I 211 Def Präformation: Eier bringen Individuen derselben Art hervor. Daher schloss man, dass Ei oder Spermium bereits eine Miniaturausgabe des zukünftigen Organismus sei. I 212 Def Epigenesis: Man glaubte, die Entwicklung entstehe aus einer gänzlich ungeformten Masse:"vis essentialis". Jede Art habe ihre eigene eigentümliche "wesentliche Kraft". Def Epigenese: Entwicklung während der Lebensgeschichte des Individuums, im Gegensatz zur Ontogenese und Phylogenese (Stammesgeschichte). I 219 Def Induktion/Biologie/Mayr: Einfluss schon bestehender Gewebe auf die Entwicklung anderer Gewebe. Durch Proteine. Das hat bei fast allen Organismen große Bedeutung. I 175 Def Klasse/Biologie/Mayr: Gruppierung von Entitäten, die einander ähnlich und miteinander verwandt sind. I 177 Def "Varietät": Abweichungen, die etwas geringfügiger sind als die einer neuen Art. ("Typologisches" oder "essentielles Artkonzept", "Gemeinsame Essenz", "Wesen"). I 178 Def Zwillingsart: Zwillingsarten wurden erst spät entdeckt: sie sind räumlich getrennt, aber gleich entwickelt. I 183 Def Arttaxa: Arttaxa sind besondere Populationen oder Populationsgruppen, die der Artdefinition entsprechen. Sie sind Entitäten ("Individuen") und lassen sich als solche nicht definieren. Individuen können nicht definiert werden, sondern lediglich beschrieben und abgegrenzt. I 189 Def "Taxon": Ein Taxon ist eine separate Gruppe von Nachkommen. Jedes Taxon besteht aus den Nachkommen des nächsten gemeinsamen Vorfahren; "monophyletisch". I 349 Def Leben/Mayr: Aktivitäten selbstgebildeter Systeme, die von einem genetischen Programm gesteuert werden. >Selbstorganisation. Def Leben/Rensch(1): Lebewesen sind hierarchisch geordnete, offene Systeme, von vorwiegend organischen Verbindungen, die normalerweise als umgrenzte, zellig strukturierte Individuen von zeitlich begrenzter Konstanz in Erscheinung treten. Def Leben/Sattler 1986(2): offenes System, das sich selbst repliziert und reguliert, Individualität zeigt, und sich von Energie aus der Umwelt ernährt. I 186 Def Merkmal/Biologie/Mayr: Ein Merkmal ist ein unterscheidendes Kennzeichen oder Attribut. I 332 Def Moralisches Wesen/Darwin: Ein moralisches Wesen ist ein Wesen das fähig ist, seine früheren Handlungen und deren Motive zu überlegen und einige gutzuheißen bzw. andere zu verwerfen. I 41 Def Reduktionismus/Mayr: Der Reduktionismus betrachtet das Problem des Erklärens grundsätzlich als gelöst, sobald die Reduktion auf die kleinsten Bestandteile abgeschlossen ist. I 279 Def r-Selektion: stark schwankende oft Katastrophen ausgesetzte Populationsgröße, schwache intraspezifische Konkurrenz, sehr fruchtbar. K-Selektion: konstante Populationsgröße, starke Konkurrenz, stabile Lebenserwartung. I 49 Def Wissen/Mayr: Fakten und ihre Interpretation. I 81 Def Theorie: Eine Theorie ist die Definition eines Systems. Theorien haben weder dauerhaften, noch allgemeinen Charakter. Sie sind mit vielfältigen Lösungen und evolutionärem Charakter vereinbar. I 324 Def Altruismus: (Trivers 1985)(3): Handlung, die einem andere Organismus nützt, auf Kosten des Handelnden, wobei Kosten und Nutzen im Hinblick auf Fortpflanzungserfolg definiert sind. Altruismus/Comte: Sorge um das Wohlergehen anderer. Altruismus/Mayr: beschränkt sich nicht auf Fälle von Gefahr oder Schaden für den Altruisten. 1. B. Rensch (1968). Biophilosophie. Stuttgart: G. Fischer. S. 54. 2. R. Sattler (1986). Biophilosophy. Berlin: Springer. S. 228. 3. R. L. Trivers (1985). Social evolution. Menlo Park: Benjamin/Cummings. |
Mayr I Ernst Mayr Das ist Biologie Heidelberg 1998 |
| Verknüpfungen | Logik-Texte | Read III 268ff Tonk/Prior: Verknüpfung nicht erst einführen und dann Bedeutung zuweisen. - Das kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. Pointe: analytische Gültigkeit kann das nicht zeigen. >Definition, >Definierbarkeit, >"tonk", >Belnap-Prior-Debatte. Read III 269 Die Bedeutung, selbst die der logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen. BelnapVsPrior: (pro analytische Gültigkeit): man darf nicht in Existenz hinein definieren, wir müssen erst zeigen, wie es funktioniert. Read III 271 Klassische Negation: ist hier illegitim. >Negation. Negationsfreies Fragment: >Peircesches Gesetz: Wenn P, dann Q, nur wenn P, nur wenn P. Read III 273 ReadVsBelnap: Die wahre Meinungsverschiedenheit liegt jenseits von Konstruktivismus und Realismus. - Belnaps Bedingung (konservative Erweiterung) kann nicht zeigen, dass die klassische Negation illegitim ist. |
Texte zur Logik Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988 HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998 Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983 Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001 Re III St. Read Philosophie der Logik Hamburg 1997 |
| Vokabular | Brandom | I 199 Konservativität/Erweiterung/Sprache/tonk/Brandom: pro konservative Erweiterung: wenn die Regeln nicht inferentiell konservativ sind, gestatten sie neue materiale Inferenzen und ändern damit die Gehalte, die mit dem alten Vokabular verbunden waren. >Gehalt. Expressive Logik/Brandom: verlangt, dass keine neuen Inferenzen, die nur altes Vokabular enthalten dadurch angemessen gemacht werden (wenn sie es vorher nicht waren). I 200 Bsp "boche"/Dummett: nichtkonservative Erweiterung: Aussagen, die den Ausdruck nicht (!) enthalten, könnten erst jetzt aus anderen, die ihn auch nicht enthalten, gefolgert werden - Bsp Schluss aus deutscher Nationalität auf Grausamkeit. BrandomVsDummett: dabei geht es nicht um Nichtkonservativität: diese zeigt nur, dass der Ausdruck "boche" einen Gehalt hat, der in den anderen Ausdrücken nicht enthalten ist - Bsp Der Begriff "Temperatur" hat sich auch mit den Messmethoden verändert. - Es geht nicht um Neuheit eines Begriffs, sondern um unerwünschte Folgerungen. I 204 Gerade der materiale Gehalt von Begriffen geht verloren, wenn der begriffliche Gehalt mit den Wahrheitsbedingungen identifiziert wird. >Begrifflicher Gehalt, >Wahrheitsbedingungen. I 427/8 Def Supervenienz/Brandom: Ein Vokabular superveniert auf ein anderes genau dann, wenn es keine zwei Situationen geben könnte, in denen sich wahre Behauptungen (d.h. Tatsachen), formulierbar im supervenierenden Vokabular, unterscheiden würden, während sich die wahren Behauptungen, formulierbar im Vokabular, auf das superveniert wird, nicht unterscheiden - neutraler: wenn klar ist, worauf man in der einen Sprache festgelegt ist, ist auch klar, worauf man es in der anderen ist. >Supervenienz. I 958 Ordnung/Zwillingserde/Brandom: es hilft nichts, in Begriffen dessen zu reden, was die Individuen unterscheiden können, denn worauf sie reagieren können, hängt davon ab, welche Reaktionen als verschieden gelten und dann tritt das gleiche Problem im Hinblick auf das verwendete Vokabular auf - Problem: ein Vokabular zu spezifizieren, das zwei Bedingungen erfüllt: 1. Die Zwillinge müssen in verschiedenen Umgebungen durch die Beschreibung in jenem Vokabular ununterscheidbar sein (und dazu genügt die physikalische Sprache nicht) - 2. Die Unterbestimmtheit der semantischen Eigenschaften ihrer Zustände in diesem beschränkten Vokabular muss irgend etwas Interessantes zeigen. II 76 Materiale Inferenz/Sellars/Brandom: von a östlich von b" auf "b westlich von a" - auch von Blitz auf Donner - braucht keine Logik. II 79 Formal gültige Inferenzen lassen sich aus guten materialen Inferenzen ableiten, aber nicht umgekehrt - Beweis: gegeben sei eine Teilmenge irgendwie privilegierten Vokabulars, so ist eine Inferenz dann richtig, wenn sie material gut ist und sie kann nicht zu einer schlechten werden, wenn nichtprivilegiertes Vokabular durch nichtprivilegiertes Vokabular ersetzt wird - wenn man sich nur für logische Form interessiert, muss man in der Lage sein, zuvor einen Teil des Vokabulars als speziell logisches auszuzeichnen. - Bsp Wenn man theologische Inferenzen untersuchen will, muss man untersuchen, welche Ersetzung von nichttheologischem Vokabular durch nichttheologisches die materiale Güte der Inferenz bewahrt. II 94 Def "tonk"/Belnap: 1. Regel: lizensiert den Übergang von p zu p tonk q für beliebige q. - 2. Regel: lizensiert den Übergang von p tonk q zu q. Damit haben wir eine "Netzkarte für Inferenzen": jede beliebige Folgerung ist damit gestattet - PriorVsBelnap: Bankrott aller Definitionen im Stile Gentzens - BelnapVsPrior: Lösung: Einschränkung: keine Inferenzen mit ausschließlich altem Vokabular, die nicht bereits vorher erlaubt waren - sonst würden die alten Gehalte rückwirkend geändert. |
Bra I R. Brandom Expressive Vernunft Frankfurt 2000 Bra II R. Brandom Begründen und Begreifen Frankfurt 2001 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| tonk | Prior, A. | Read Logik III 268 Prior: These: es ist absurd, eine »analytische Gültigkeit« anzunehmen, eine "carte blanche", eine Möglichkeitsverknüpfung einzuführen und ihnen dann eine Bedeutung zu geben indem man sie einfach festlegt. Sein bekanntes Beispiel war "tonk". III 269 Absurd: wie kann die einfache Einführung einer neuen Verknüpfung zur Folge haben, daß ein beliebiges Paar von Aussagen (ohne "tonk") äquivalent ist? Wenn wir erführen, was "tonk" bedeutete, würden wir sehen, daß die eine oder andere Folgerung nicht wahrheitserhaltend ist. Aber und das ist Priors Pointe: der Vertreter der Ansicht der analytischen Gültigkeit kann das nicht sagen, denn er hat keine unabhängige Erklärung der Bedeutung von "tonk" bezüglich der er zeigen könnte, daß die Folgerungen ungültig sind. |
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