Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
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Literatur
Gehirn/ Gehirnzustand Wittgenstein II 217
Geistzustand/mentaler Zustand/Bedeutung/Denken/Wittgenstein: es gibt keinen Geistzustand, für den die Wörter stehen - Wissen ist kein bestimmter Geistzustand. - Erinnern ist kein bestimmter Geistzustand. - Bsp William James: "traurig sind wir, weil wir weinen".
II 217
Geistzustand/mentaler Zustand/Bedeutung/Denken/Wittgenstein: oft wird in der Philosophie fälschlich angenommen, es gebe einen besonderen Geisteszustand, für den ein Wort steht. Diese Schwierigkeiten werden geringer, je weiter man sich von den Geisteszuständen entfernt und zu den Tätigkeiten übergeht. Es ist nicht ein bestimmter Geisteszustand, der beim Wissen eine Rolle spielt. Dasselbe gilt für das Erinnern.
Bsp vgl. dies mit William James Beobachtung, daß wir "traurig sind, weil wir weinen" daß das Weinen keine unwesentliche Begleiterscheinung eines amorphen Zustandes ist.
II 218
Geistzustand/mentaler Zustand/Absicht//Wittgenstein: Gewilltsein wird oft für einen speziellen Geisteszustand erhalten. Ist es ein empirischer Zusammenhang? Beim Gewilltsein "A zu singen", muß man wissen, was man zu tun gewillt ist, denn es gibt hier keine weiteren Belege von der Art "auf diesen Geisteszustand folgte häufig A" Im gewöhnlichen Sinne stehen jedoch das Gewilltsein und das, was man zu tun gewillt ist, in keinem derartigen Zusammenhang.
Es scheint hier kein Zwischenglied zu geben.
II 219
Das Gewilltsein soll die Handlung in sich bereits enthalten. Das Gewilltsein, etwas vorzusingen, soll zugänglich sein wie das Für sich selbst Singen. Hier gibt es noch einen Übergang vom Schweigen zum Singen, der erst zu vollziehen ist. Es besteht ein sehr großer Unterschied zwischen der Vorbereitung darauf, das und das zu tun, und dem, was getan werden soll. Doch was hat das eine mit dem anderen zu tun, wenn die Vorbereitung etwas anderes ist als das, worauf man sich vorbereitet? ((s) Siehe auch Plan/Rawls, Plan/Tinbergen).
II 220
Dass wir uns vorbereiten, ist aber keine Hypothese. Wir sagen nicht, wir glauben dass wir uns darauf vorbereiten. Wenn man ein Werkstück vorbereitet, ergibt sich keine derartige Verwirrung.
II 221
Erwartung: der Fehlschluss, zu dem wir verleitet werden, ist der Gedanke, dass wir nur dann wissen, was wir erwarten, wenn das Erwartete bereits eingetreten ist. Man kann sich aber auch vorbereiten zu singen, ohne es dann wirklich zu tun.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
Körper Barthes Röttger-Denker I 35
Körper/Barthes: bevorzugte Orte, wo der Körper sich schreibt: Haiku, Bunraku, auch die japanische Speisenfolge, welche die Kantische Anschauungsformen von Raum und Zeit aufhebt. Ebenso die »Kreisleriana« von Schumann.
I 35
Text/Körper: Geno-Text: der Text Körper: die Flecken, Ritzen, Spritzer auf den Bildern von Cy Twombly.
Röttger-Denker I 39
Körper/Barthes: nach seinen eigenen Worten wird der Körper immer wichtiger für ihn, er ist das »Man Wort«. Seine Begleiter: »Rauheit der Stimme«, »Geno-Text«, »signifiance«.
Röttger-Denker I 46
Körper/Barthes: Der Leib ist identisch mit dem selbst, jene Instanz, die über das Ich lacht.
Röttger-Denker I 48
Körper/Barthes: Stimme, Geno-Text Bsp Panzéras Bsp Phäno-Text: Dietrich Fischer Dieskau. Rauheit der Stimme: Geno-Gesang. »Die Rauheit ist der Körper in der singenden Stimme, in der schreibenden Hand, im aus führenden Körperteil«.
Signifikanz/Musik: Reibung der Musik mit etwas, was Sprache ist und nicht die Botschaft. Musik: Artikulation ist ein Feind der »Prononciation«. Die Stimme Panzéras bringt »die Wahrheit« der Sprache, nicht ihre Funktionalität zum Ausdruck. Raum der Lust.
Artikulation: Phäno-Gesang. Fischer Dieskau. Alles was im Dienste der Kommunikation, der Repräsentation, des Ausdrucks steht, das, was die kulturellen Werte formt. (»Subjektivität«).


Barthes I
R. Barthes
Mythologies: The Complete Edition, in a New Translation New York 2013
Metaphysik Bubner I 19
Metaphysik/Bubner: ihr Höhepunkt bei Hegel (nach Kants Verwerfung) verkündete die Wiederaufnahme des antiken Projekts. Erneuerung der Metaphysik. Provokation: dass sie nicht in Gegensatz zur Wissenschaft, sondern als notwendige Vervollkommnung zu sehen sei.

I 134
Metaphysik/Heidegger: Woher kommt sie? (Heidegger VsMetaphysik). BubnerVsHeidegger: die Frage widerspricht einer philosophia perennis, die die ewigen Fragen verwaltet.
Woher kommt das Bedürfnis, so offenkundig leere Fragen wie die nach dem Sein schlechthin, zu thematisieren?

Metaphysik/Bubner: 1. These sie war keineswegs ein ewiger Begleiter der Menschheit, sondern hat sich als Aufgabe der Philosophie herausgebildet angesichts besonderer Erfahrungen.
Die ältesten Dokumente der Philosophie sind einerseits so tiefsinnig andererseits so unspezifisch, dass das Etikett Metaphysik nicht darauf passt.
Metaphysik/Antike: erstmals bei Platon genannt. Die Vorsokratiker scheitern seiner Meinung nach vor der Aufgabe wirklichen Begreifens. so entsteht Metaphysik.
Metaphysik/Bubner: Krise bei Descartes und Kant.
I 136
Skepsis/Antike/Bubner: bedeutete ursprünglich nur genaue Prüfung und Urteilsenthaltung (>Epoché)! Metaphysik/Bubner: als oberste Erkenntnis aus Kräften reiner Vernunft kann sie gar nicht anders als dogmatisch verfahren.
So ist Skepsis der natürliche Feind der Metaphysik.
I 144
Metaphysik/Bubner: 3. These die transzendentale Revolution Kants entspringt nicht einem genialen Einfall, sondern der Erfahrung mit dem Misslingen der Metaphysik in ihrer bisherigen Geschichte, sie dient der Beseitigung dieses Mangels und der Einsicht in die Leistungsfähigkeit der Vernunft selber.
I 149
Metaphysik/Bubner: 4. These auch den Beginn der Metaphysik leitet eine Erfahrung, welche die neue Disziplin auf den Weg bringt Es ist dies freilich keine Erfahrung mit der Metaphysik, sondern eine ursprüngliche Erfahrung, die das Wissen mit sich macht, wenn es in Verfolgung seiner Intention seine Mängel diagnostiziert. So realisiert die Metaphysik ein Urinteresse jeglichen Wissens.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Moderne Horkheimer Habermas III 464
Moderne/Horkheimer/Habermas: die Moderne ist für Horkheimer dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe Entzauberung, mit der Religion und Metaphysik die Stufe des mythisch-magischen Denkens überwunden hatten, die rationalisierten Weltbilder selbst in ihrem Kern, nämlich in der Glaubwürdigkeit der theologischen und der ontologisch-kosmologischen Prinzipien erschüttert hat. Das durch Lehre vermittelte religiös-metaphysische Wissen erstarrt zum Dogma, Offenbarung und überlieferte Weisheit verwandeln sich in bloße Tradition, Überzeugung wird zum subjektiven Fürwahrhalten. Weltbilder/Horkheimer: die Denkform des Weltbilds selbst wird obsolet, Heilswissen und Weltweisheit lösen sich in subjektivierte Glaubensmächte auf. Nun erst können Phänomene wie Glaubensfanatismus (Fanatismus) und Bildungstraditionalismus auftreten, und zwar als Begleiterscheinungen des Protestantismus auf der einen, des Humanismus auf der anderen Seite.
Habermas III 465
Bildung/Horkheimer/Habermas: in der Moderne spaltet sich Bildungswissen von der modernen Philosophie ab, die sich zugleich als Opponent und Erbe der Religion mit Wissenschaft zweideutig identifiziert und vorübergehend ins Wissenschaftssystem rettet. Dieses Bildungswissen wird primär dadurch gerechtfertigt, dass es Traditionen fortsetzt. Problem: die Schwierigkeit des Bildungstraditionalismus besteht darin, dass er seine eigene Grundlage kaschieren muss. Denn nur diejenigen Traditionen müssen überhaupt beschworen werden, die nicht durch gute Gründe beglaubigt sind. (1)


1.M. Horkheimer, Zur Kritik der instrumentellen Vernunft, Frankfurt 1967, S.32.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Unabhängigkeit Unabhängigkeit, Philosophie: Der Begriff der Unabhängigkeit ist relevant im Zusammenhang mit der Zählbarkeit von Ereignissen. Es geht also um die Feststellung, ob ein Ereignis eine Bedingung, eine Folge oder eine Begleiterscheinung eines Ereignisses ist, oder ob es als getrenntes Ereignis zu zählen ist. Siehe auch Epiphänomenalismus, Ursache, Wirkung, Abhängigkeit, Relationen, Überlappen, Autonomie.
Utilitarismus Spencer Gaus I 413
Utilitarismus/Spencer/Weinstein: Spencer stimmte mit Sidgwick darin überein, dass die etablierte Moral das "wunderbare Produkt der Natur, das Ergebnis eines jahrhundertelangen Wachstums" sei, wobei die modernen liberalen Gesellschaften auf die gleiche Reihe von Nützlichkeitsregeln konvergierten, die moralische Regeln fördern. Und er stimmte mit Mill, wenn auch nicht mit Sidgwick, darin überein, dass wir unsere grundlegendsten moralischen Regeln in strenge Rechte umformuliert haben. Spencer war daher insofern ein ebenso liberaler Nützlichkeitsbefürworter wie Mill, als er eine rechtebeschränkte, maximierende Theorie des Rechts mit einer hedonischen Konzeption des Guten verband. Für Spencer waren Rechte unausweichliche logische "Begleiterscheinungen" seines Prinzips der gleichen Freiheit, das dies festlegte: "Jeder Mensch ist frei, das zu tun, was er will, vorausgesetzt, er verletzt nicht die gleiche Freiheit irgendeines anderen Menschen" (1978(1): I, 62).
Gaus I 414
SpencerVsMill: Allgemeines Glück wurde am besten dort gefördert, wo grundlegende liberale Rechte auf Leben, persönliche Integrität und Eigentum bedingungslos durchgesetzt wurden, was Spencers liberalen Utilitarismus kompromissloser machte als den von Mill. VsBentham: Während Spencer und Mill die weitreichenden Ähnlichkeiten zwischen ihnen anerkannten, distanzierte sich Spencer deutlich von Bentham und verunglimpfte dessen Utilitarismus als lediglich
"empirisch", d.h. ungezwungen und daher moralisch minderwertig. Als "empirisch" rechtfertigte der Benthamismus angeblich die Opferung von Individuen im Namen der Maximierung des Nutzens, und sei es auch nur am Rande.
Rationaler Utilitarismus: Im Gegensatz dazu bezeichnete er seinen eigenen Utilitarismus als "rational", gerade weil er vorgab, die Grundrechte aus dem Prinzip der gleichen Freiheit abzuleiten, und weil diese vermeintlich logischen Ableitungen unausweichlich waren. Doch Spencer übertreibt seine Differenzen mit Bentham, wenn Rosen und Paul Kelly Bentham richtig interpretiert haben.


1. Spencer, Herbert (1978 [1879-93]) The Principles of Ethics, 2 Bd. Indianapolis: Liberty.

Weinstein, David 2004. „English Political Theory in the Nineteenth and Twentieth Century“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications

Spencer I
Herbert Spencer
The Man versus the State Indianapolis 2009

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Verschiedenheit Leibniz Holz I 62
Prinzip der Varietät/Leibniz: (2. Prinzip neben dem Identitätsprinzip): "Dass Verschiedenes von mir wahrgenommen wird".
Das sagt nichts über den Realitätsgehalt meiner Wahrnehmungen! Diese könnten phänomenale Begleiterscheinungen oder unbewusste Produktionen sein.
Holz I 78
Varietätsprinzip/Prinzipien/Denken/Leibniz: auf dem Varietätsprinzip beruht die formelle Möglichkeit des Denkens. ((s) Weil man nicht ein einziges Ding ohne Beziehung zu etwas anderem denken kann.)
Doppelte Bewegung/Aufsteigen/Absteigen/Leibniz/Holz: von der Gewissheit der wahrgenommenen Vielheit kann man nun aufsteigen zu dem infinitesimalen Grenzbegriff "alle Seienden zugleich".

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Holz I
Hans Heinz Holz
Leibniz Frankfurt 1992

Holz II
Hans Heinz Holz
Descartes Frankfurt/M. 1994
Wörter Lyons I 71
Wort/Linguistik/Lyons: ist insofern mehrdeutig (was wir jetzt eindeutig machen können, als es a) Als eine Komposition von Ausdruckselementen (Lauten) (Realisation).
b) Völlig abstrakt als grammatische Funktion. (formal).
c) Als graphische Substanz (hier irrelevant).
I 197
Wort/Linguistik/Grammatik/Tradition/Lyons: in der traditionellen Grammatik ist das Wort die Einheit par excellence. Es ist die Grundlage für die Unterscheidung zwischen Morphologie und Syntax und gleichzeitig die wichtigste Einheit der Lexikographie. (Lexikon).
I 198
Def Morphologie/Tradition/Lyons: befasst sich mit der Struktur der Wörter. Def Syntax: befasst sich mit den Regeln zur Fügung von Wörtern zu Sätzen. Gegensatz zur Syntax: Flexion.
Flexion/Linguistik/Tradition/Lyons: = Formenlehre.
I 200
Wort/Linguistik/Lyons: der Begriff „Wort“ ist mehrdeutig: a) phonologisches Wort, das repräsentiert
b) grammatisches Wort, das phonologisch (oder orthographisch) repräsentiert wird.
Bsp das phonologische Wort [säng] repräsentiert das grammatische Präteritum von sing.
Es gibt nun auch Fälle, wo
1. Ein phonologisches Wort mehrere grammatische repräsentiert [postmän] : postman und post men
2. Mehrere phonologische Wörter ein grammatisches Wort repräsentieren: Bsp [räd]: Präteritum von read oder Adjektiv red.
c) Dritte, abstrakte Form von „Wort“: Lexem.
I 203
Def Wort/Lyons: man hat vorgeschlagen, „Wort“ als einen „beliebigen Abschnitt eines Satzes“ zu definieren, „an dessen Enden jeweils eine Pause möglich ist“. Lyons: das ist natürlich keine Definition, sondern eine Beschreibung des Materials, mit dem die Linguistik arbeitet. Sie ist eine Hilfe für ihn bei seiner Arbeit.
Def Wort/Linguistik/semantische Definition/Lyons: (sehr bekannte Definition): „ein Wort kann definiert werden als die Verbindung einer bestimmten Bedeutung mit einem bestimmten Lautkomplex, der eine bestimmte grammatische Verwendungsmöglichkeit hat“.
Lyons: das impliziert, dass das Wort gleichzeitig eine semantische, phonologische und grammatische Einheit ist.
Problem: es mag sein, dass alle Einheiten diese drei Bedingungen erfüllen,
I 204
aber sie sind nicht die einzigen Einheiten, die ihnen genügen. Bsp ganze Syntagmen wie „das neue Buch“ haben eine feststehende Bedeutung, Gestalt und Verwendung. Dasselbe gilt für distributionell beschränkte Segmente selbst höherer Rangstufen. Falsche Lösung: Wörter als die kleinsten Segmente von Äußerungen aufzufassen, die die drei Bedingungen erfüllen.
Vs: das ist immer noch nicht hinreichend: Bsp das „un“ und akzeptabel“ von „unakzeptabel“ genügen allen drei Bedingungen. Außerdem ist das Wort „unakzeptabel“ mehr oder weniger synonym mit dem Syntagma „nicht akzeptabel“. ((s) >Bsp Synonymie).
Wort/Laut/Kriterium/Phonologie/Lyons: das phonologische Merkmal für die Abgrenzung des Worts ist nie mehr als eine Begleiterscheinung.
Wir definieren das Wort ausschließlich grammatisch.
Wort/Definition/Lyons: Problem: wie ist eine Einheit zu definieren, die einen Mittelrang zwischen Morphem und Satz einnimmt, so dass es einigermaßen unseren Intuitionen entspricht, wobei diese Intuitionen eher von der nicht wesentlichen orthographischen Konvention geleitet ist?
I 207
Wort/phonologisch/Lyons: in vielen Sprachen sind Wörter phonologisch markiert, meist durch einen Akzent. Wortakzept/Lyons: es gibt feste und starre Wortakzente und auch „beschränkt freie“. Bsp
Latein: Akzentposition ist im Allgemeinen von der Länge der vorletzten Silbe bestimmt.
Polnisch: immer auf der vorletzten
Türkisch: im Allgemeinen auf der letzten
Tschechisch: auf der Anfangssilbe
Vokalharmonie: gibt es im Türkischen und im Ungarischen innerhalb der Wortgrenzen.
I 208
Wortakzent/Lyons: für alle Sprachen mit Wortakzent gilt, dass ein Satz ebenso viele Akzente wie Wörter hat. Anders: Bsp Russisch: hier hat das Wort „ne“ („nicht“) niemals einen Akzent.
Akzent/Lyons: kann nicht das primäre Merkmal für die Abgrenzung von Wörtern sein.
Bsp Französisch: hier kann eine Kongruenz zwischen phonologischer und grammatischer Struktur, wenn überhaupt, für Einheiten höheren Rangs als des Worts festgestellt werden.
Wort/Kriterien/Lyons: die beiden obigen Kriterien sind nicht nur unabhängig voneinander, sondern auch unabhängig von den Kriterien der Definition von Morphemen als kleinste grammatische Einheiten. Das führt dazu, dass in bestimmen Sprachen dieselben Einheiten
I 210
gleichzeitig Wörter und Morpheme sein können. Bsp Englisch die Morphe /nais/, ,/boi/, /wont/ (nice, boy, want) gleichzeitig die Morpheme „nice“, „boy“ und „want“ und grammatische Wörter, die jeweils aus einem Morphem bestehen.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
extrinsisch Kim, J. Lewis "Extrinsic Properties" ï·" (1983)
extrinsische Eigenschaften/Kim/Lewis: Kim These eine extrinsische Eigenschaft verlangt einen Begleiter: eine Eigenschaft, die nicht zu einem Ding gehören könnte, wenn nicht ein anderes distinktes Ding ebenfalls existiert. (>Holismus).
Lewis: ich gebe Gegenï·"Bsp.