Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Außen/innen Carnap VI 228
Außen/Außenbereich/Carnap: der Außenbereich ist nur ein größerer Zusammenhang.
II 206
Interne Fragen: Interne Fragen sind klärbar innerhalb eines Rahmens: Bsp Ob ein Einhorn ein Fabelwesen oder ein wirkliches Wesen ist. Externe Fragen: sind nicht klärbar innerhalb eines Rahmens: Bsp Die Existenz von Zahlen oder physischen Dingen. Hier geht es um die Zweckmäßigkeit eines praktischen und sprachlichen Rahmens. Kriterien: Fruchtbarkeit und Einfachheit. >Einfachheit.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982
Existenz Foucault I 372
Mensch/Existenz/Foucault: vor dem Ende des 18. Jahrhunderts existierte der Mensch nicht. Er existierte ebenso wenig wie die Kraft des Lebens, die Fruchtbarkeit der Arbeit oder die historische Mächtigkeit der Sprache. Es gab kein erkenntnistheoretisches Bewusstsein vom Menschen als solchen. Die klassische episteme gliedert sich nach Linien, die in keiner Weise ein spezifisches und eigenes Gebiet des Menschen isolieren!


Foucault I
M. Foucault
Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften Frankfurt/M. 1994

Foucault II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981
Gebrauchstheorie McGinn I 120f
Meinen/Gebrauchstheorie/McGinn: Kripke führt aus, wie problematisch die erste Position ("Sind der gemeinte Sinn und dessen richtige Theorie Sachen des gleichen ontologischen Typs?") für das Meinen ist. McGinn: es muss beispielsweise eine konstitutive Verbindung geben zwischen gemeinter Bedeutung und Gebrauch, doch eine einfache Gleichsetzung führt zu prinzipiellen Problemen. (> Bedeutung/Kripke, Gebrauch/Kripke). - ((s) Bsp Du kannst die ganze Zeit mit Addition etwas anderes gemeint haben als ich, und dennoch bisher die gleichen Zahlen herausbekommen haben.)
"Folgeverhältnis": stimmen zwei Lebewesen in allen nichtsemantischen Beschreibungen überein (Verhalten, Inneres, Verhältnis zu anderen Dingen), müssen sie das gleiche denken und meinen.
Dennoch enthält die Basis dieses Folgeverhältnisses nichts, was die von den FUN-Merkmalen (Fruchtbarkeit, Unangreifbarkeit, Normativität) erfasste Wesensbeschaffenheit der semantischen Eigenschaften in den Griff bekommen könnte.
Gebrauchstheorie/McGinn: Bedeutung ist nicht so etwas wie die Verknüpfung von Verwendungssituationen.
I 124/25
Eben darum ist es so schwierig, die Beziehungen zu artikulieren, denn die FUN-Merkmale sind keine KAGA-Erzeugnisse. (KAGA: Kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartigen Abbildungen). VsGebrauchstheorie/McGinn: problematisch in Zusammenhang mit >Kompositionalität.

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Gravitation Gould I 328ff
Gravitation/Evolution/Physik/Gould: Die Erdumdrehung nimmt jährlich um 1/50.000 Sekunde ab. Gould: das hat Konsequenzen für die Evolution. Es gibt Gezeiten, die vom Mond verursacht werden, und - viel schwächere - von der Sonne verursachte. Der Mond gewinnt durch seinen verlangsamenden Einfluss auf die Erde seinerseits an Fahrt und umkreist die Erde auf immer größeren Bahnen.
I 331
Manche Fossilien enthalten in den Mustern ihres Wachstums die astronomischen Rhythmen vergangener Zeiten. Seit mehr als hundert Jahren sind den Paläontologen gewisse Wachstumslinien aufgefallen.
I 332
Bsp Korallen, die nahe dem Äquator in gleichbleibendem Klima leben, weisen praktisch keine Jahresringe auf. In höheren Breiten schon, und manche hatten gewisse Lamellierungen innerhalb der Jahresringe. Man entdeckte, dass sie den Tagrhythmus anzeigten. Jeder Jahresring hatte etwa 360 Lamellen.
Bei einer Gruppe von Korallen, die etwa 370 Mio Jahre alt waren, stellte man dann Jahre von 400 Tagen und mehr fest! So konnte man das Zunehmen der Tageslänge feststellen.
Andererseits gab es noch das Zurückweichen des Mondes zu beweisen. Dafür brauchte man Fossilien, die außer den Jahresringen auch noch ein Merkmal für die Monate aufwiesen. Der alte Mondzyklus müsste weniger als die 29,53 Sonnentage des heutigen Zyklus gehabt haben.
Man fand hinweise im Gehäuse des Nautilus (etwa schneckenhausartig) jeder Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Septen, d.h. jede Kammer enthält im Durchschnitt dreißig feine Linien, die weder von Gehäuse zu Gehäuse noch von Kammer zu Kammer stark variieren.
Der Nautilus, der tief unten im Pazifik lebt, kommt als Reaktion auf die Sonnentage jede Nacht an die Oberfläche.
Viele Tiere, natürlich auch die Menschen haben Monatszyklen, die normalerweise auf die Fruchtbarkeit wirken.
Bei 25 bis 450 Mio Jahre alten Nautiliden entdeckte man in den Fossilien eine regelmäßige Abnahme der Monatslinien: bei den jüngsten etwa 25, bei den 420 Mio Jahre alten stellte sich heraus, dass der Mond die Erde in nur 9 Sonnentagen umkreist hat (als der Sonnentag nur 21 Stunden lang war). Dann musste er der Erde viel näher gewesen sein.


Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Induktion Popper I 110
Induktionsprinzip: es aus der Wissenschaft streichen zu wollen, hieße nichts anders, als die Entscheidung über Wahrheit und Falschheit der Theorien aus der Wissenschaft herauszunehmen. Das Induktionsprinzip kann nur ein allgemeiner Satz sein. Versucht man, es als einen "empirisch gültigen" Satz aufzufassen, so tauchen sofort dieselben Fragen nochmals auf, die zu seiner Einführung Anlass gegeben haben. Wir müssten um es zu rechtfertigen, induktive Schlüsse anwenden: Regress.
I 115
Induktion/Popper: wir lehnen sie ab, weil es kein geeignetes Abgrenzungskriterium gibt. Kein Kennzeichen des empirischen, nicht-metaphysischen Charakters eines theoretischen Systems. Abgrenzungskriterium: es wird ein Vorschlag für eine Festsetzung sein. Allein Sache des Entschlusses. Das ist nur zu rechtfertigen durch die Analyse seiner logischen Konsequenzen: Fruchtbarkeit, >Erklärungskraft usw.

Schurz I 15f
Induktion/PopperVsInduktion/Schurz: Popper These: Wissenschaft kann gänzlich ohne Induktion auskommen. -viele Autoren VsPopper. Theoretische Termini/Popper: Problem: weil Beobachtungssätze theoriebeladen sind, ist die Grenze zwischen >Beobachtungsbegriffen und >theoretischen Termini nicht scharf.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
Kriterien Kuhn Rorty I 356
Kuhn/Rorty: die Wahl zwischen Theorien erfolgt nicht nach Regeln, sondern nach Werten. Kriterien für die Theorienwahl: Tatsachenkonformität, Widerspruchsfreiheit, Reichweite, Einfachheit und Fruchtbarkeit. Siehe auch >Einfachheit, >Erklärungskraft, >Theorien.

Kuhn I
Th. Kuhn
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Frankfurt 1973

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Kriterien Popper Flor II 479
Kriterium/Popper: These: Es gibt kein Sinnkriterium! Das Falsifikationsprinzip besagt nicht, dass alle anderen Aussagenarten erkenntnismäßig sinnlos oder leer sind. Auch Basissätze sind kritisierbar. Ihre Annahme ist nicht durch unsere Erlebnisse begründet! >Protokollsätze, >Sinn/Wissenschaft.
Flor II 480
Falsifizierbarkeitsprinzip = Abgrenzungsprinzip.
I 118
Abgrenzungskriterium/Popper: Ein Abgrenzungskriterium wird ein Vorschlag für eine Festsetzung sein. Allein eine Sache des Entschlusses. Das ist nur zu rechtfertigen durch die Analyse seiner logischen Konsequenzen: >Fruchtbarkeit, >Erklärungskraft usw.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Terminologien McGinn I 22
Def B-Begriff/McGinn: einer, bei dem die Frage ist, wie sein bisheriger Gebrauch überhaupt möglich war ("Wie-ist’s-möglich"-Frage) - Def DUME/Terminologie/McGinn:
D: die Vorstellung, man müsse den Begriff B domestizieren. - Der Begriff präsentiert seinen Gegenstand irreführend und übertreibt die ontologische Eigenart.
U: These: der Begriff sei unzurückführbar.
I 35
M: steht für Magie - nimmt die Fakten des Begriffs für bare Münze.
I 36
E: Eliminierung: die B- Begriffe seien gar nicht anwendbar auf die Welt.
I 37
These: der TN (Transzendentaler Naturalismus) stellt eine vernachlässigte Alternative zur DUME dar.
I 65
VsDUME: prägt sich dem Problem auf, ohne es zu lösen.
I 39
Def KAGA/McGinn: kombinatorischer Atomismus mit gesetzesartigen Abbildungen . - Danach gehorcht eine Schar von Grundelementen angegebenen Verknüpfungsprinzipien - Bsp Physik, Mathematik und Linguistik besitzen KAGA-Charakter. - Neues wird mit Verknüpfungsregeln erklärt. - McGinn: ein unumgängliches, aber ungeeignetes Erkenntnisverfahren.
I 45
Problem: die Inhalte der Module (Fachgebiete) lassen sich nicht übertragen.
I 68
Bewusstsein ist nicht durch KAGA zu erforschen.
I 110
FUN-Merkmale/ Terminologie/McGinn: Fruchtbarkeit, Unangreifbarkeit, Normativität. Zusammenhang mit Semantik, aber nicht mit Verhalten, Gehirnzustand usw.

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001