Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Behaviorismus Danto I 267ff
Behaviorismus: Experiment VsBehaviorismus: Versuchspersonen mussten gedrehte Figuren wiedererkennen. Das brachte die Psychologen zur Distanzierung vom Behaviorismus und zu der Annahme, dass es so etwas wie »innere Drehung« doch im Geist geben könne. Vgl. >Hase-Enten-Kopf, >Mentale Zustände, >Innere Zustände, >Denken, >Gedanken.
Das rehabilitierte allerdings nicht direkt die Introspektion, wohl aber die Möglichkeit einer inneren Repräsentation.
>Introspektion, >Repräsentation, >Selbstwissen, >Bewusstsein, >Verhalten.

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Behaviorismus Sellars Rorty I 118
SellarsVsRyle: 1. die parallele Aussage über Makro/und Mikrophänomene nötigt nicht zu der operationalistischen These, dass es keine Mikroentitäten geben kann. >Operationalismus.
2. genauso bedeutet die Tatsache, dass Verhalten Evidenz für Empfindungen ist (»in die Logik« der Empfindungsbegriffe »eingebaut«), nicht, dass es keine Empfindungen geben kann.
>Empfindungen, >Erfahrung, >Erscheinung.
Privilegierter Zustand: nicht logisch, sondern bloß empirisch privilegiert. (Voraussetzung für Sellars war allerdings Quines Angriff auf die Unterscheidung von logisch und empirisch.)
>Two Dogmas/Quine, >Empirismus/Quine, >Analytizität/Quine.
Ryles Fehler war: der Nachweise eines »notwendigen Zusammenhangs« zwischen Dispositionen und inneren Zuständen zeige, dass es in Wirklichkeit keine innere Zustände gäbe.
>Dispositionen/Ryle, >Gilbert Ryle.
Genauso falsch wie der instrumentalistische Ansatz: "Es gibt keine Positronen, es gibt lediglich Dispositionen der Elektronen, zu...", "Es gibt keine physikalische Objekte, es gibt lediglich Dispositionen der Sinnesdaten, zu...".
>Instrumentalismus, vgl. >Konstruktivismus, >Sinnesdaten.
Rorty VI 182
Verhalten/Sellars: ein Unterschied, der sich nicht im Verhalten bemerkbar macht, ist kein Unterschied, der einen Unterschied macht!
Sellars I XXIXf
Methodischer Behaviorismus (Sellars): VsLogischer Behaviorismus. Logischer Behaviorismus : ist im Kern eine These über die Bedeutung mentaler Termini. ( Carnap, Hempel) konzentrierten sich vor allem auf »Schmerz« als psychologisches Prädikat.
PutnamVsLogischer Behaviorismus: Bsp »Superspartaner«, die ihren Schmerzen niemals in irgendeiner Form Ausdruck verleihen.
Methodischer Behaviorismus: (Sellars) führt zwar mentale Termini mit Blick auf das beobachtbares Verhalten ein, hält jedoch nicht daran fest, dass diese Begriffe im Hinblick auf das Verhalten definiert werden müssten.
>Beobachtung, >Beobachtungssprache, >Mentale Objekte, >Intensionale Objekte, >Glaubensobjekte, >Gedankenobjekte.
I 91
Behaviorismus: benötigt auch theoretische Termini (zur Annahme von Gedanken). >Theoretische Termini, >Unbeobachtbares.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bewusstsein Güzeldere Metz I 403f
Das Bewusstsein mentaler Zustände wird von Locke, Armstrong, Churchland und Lycan als "wahrnehmungsartig" aufgefasst. Von Rosenthal, Carruthers, Dennett und auch Descartes hingegen als "gedankenähnlich". >Mentale Zustände, >Innere Zustände, >Denken, >Gedanken, >Selbstwissen, vgl. >Selbstbewusstsein; >J. Locke, >D. Armstrong, >Paul Churchland, >Patricia Churchland, >W. Lycan, >D. Rosenthal, >D. Dennett, >R. Descartes.

Güzeldere I
Güven Güzeldere
"Is consciousness the perception of what passes in the mind?"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996
Externalismus Davidson Glüer II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: Hier geht es um richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie. Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: Es geht um ganze Sätze und um Interpretation.
Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt. - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet).

I (a) 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung. Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro).

I (d) 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person. Radikale Interpretation: Der Interpret muss anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I (d) 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a) sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) -
b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig.
Burge: Kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen.
DavidsonVsBurge: Das schützt nicht vor Irrtum.

Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genauso wenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Donald Davidson (1984a): First Person Authority, in: Dialectica38 (1984),
101-111

Frank I 663
Externalismus/Autorität: Wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann: VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar.
VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss.
Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen.
DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums.
DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: All das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.
Donald Davidson (1987). Knowing One's Own Mind, in: Proceedings and
Adresses of the American Philosophical Association LX (1987),441 -4 58

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gefühl Deacon I 428
Gefühle/Deacon: Man ist versucht zu sagen, das die Entwicklung unserer Sprachfähigkeiten Hand in Hand ging mit einer Abschwächung unserer Sensitivität und Empathie (verglichen mit Tieren). >Tiere, >Tiersprache.
I 429
Das gilt aber nur, wenn man Sprache als ein Medium der Kommunikation von Gefühlen betrachtet. >Kommunikation.
Wenn wir der repräsentationalen Hierarchie folgen, können wir drei Weisen unterscheiden, wie der emotionale Zustand von Individuen mit dem von anderen in Einklang gebracht werden kann.
1. Spontane Mimikry
2. Reaktion auf gemeinsam erlebte äußere Reize (das ist indexikalisch) 3. Repräsentation des Zustands anderer (das ist symbolisch).
>Emotion, >Mimikry, >Reize, >Indexikalität, >Innere Zustände, >Fremdpsychisches, >Repräsentation, >Symbole/Deacon.

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013
Introspektion Chalmers I 13
Introspektion/Psychologie/Phänomenologie/Verhalten/Bewusstsein/Wundt/Chalmers: Wenn man wie z.B. Wilhelm Wundt Introspektion gebraucht, um Verhalten zu erklären, verhält man sich
1. Cartesianisch und
2. macht man die Phänomenologie zum Schiedsrichter über die Psychologie. >Phänomenologie/Chalmers.
I 26
Introspektion/Chalmers: Introspektion ist die Weise, wie wir über den Inhalt unserer inneren Zustände klar werden. Das ist eine wichtige Komponente unseres alltagssprachlichen Begriffs von Bewusstsein. Analysiert werden kann Introspektion in Begriffen eines rationalen Prozesses der Aufgeschlossenheit für Information über innere Zustände und die Fähigkeit, diese Information sinnvoll anzuwenden. Vgl. >Aufmerksamkeit/Chalmers, >Inhalt.
Zustandsberichte: erfordern zusätzlich Sprachbeherrschung.
>Erste Person, >Unkorrigierbarkeit.
I 189
Introspektion/Bewusstsein/Erklärung/Dennett/Chalmers: (Dennett, 1979 (1)) … es gibt öffentliche Berichte über unser Bewusstsein und Episoden unserer propositionalen Aufmerksamkeit (awareness), unsere Urteile und dann – soweit es Introspektion betrifft – Dunkelheit (1979, p. 95). ChalmersVsDennett: Dann ist Dennetts Introspektion sehr verschieden von meiner. Ich finde Empfindungen, Gefühle, Schmer, usw. die, obwohl sie von Urteilen begleitet sind, sie selbst nicht nur Urteile sind.
I 190
Introspektion/Chalmers: Dennetts Vorgehen ist besser als Extrospektion beschrieben. Er geht von außen vor, um sein Inneres zu erkunden. Dennett/Chalmers: (in Dennett, 1991 (2), p. 363-364): Worum es ginge, sei zu erklären, warum die Dinge uns so erscheinen wie sie es tun. Und damit wäre alles erklärt, was erklärt werden muss.
Erscheinen/ChalmersVsDennett: Es gibt zwei Bedeutungen von Erscheinung:
a) phänomenal („wie es ist…“)
b) psychologisch (als Disposition für Urteile).
Dennetts Theorie erklärt nur b).
>Psychologie, >Disposition, >Urteile, >Verhalten, >Erklärung.

1. D. Dennett, On the absence of phenomenology,. In: D. Gustafson and B Tapscott, (Eds) Body, Mind, and Method, Dordrecht 1979.
2. D. Dennett, Consciousness Explained, Boston, 1991

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Irrtümer Proust I 226
Irrtum/Evolution/Proust: Die Möglichkeit des Irrtums stellt einen äußerst wichtigen Schritt innerhalb der Evolution dar. >Evolution, >Verhalten, >Überleben.
Repräsentation/Tier/Proust: Beim Seehasen können wir nicht sagen, dass er sich irrt, weil seine neuronale Ausrüstung ihm nicht erlaubt, eine Unterscheidung zwischen seinen internen Zuständen und der Repräsentation zu treffen.
>Repräsentation, >Innere Zustände.

Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

Proust I
Joelle Proust
"L’animal intentionnel", in: Terrain 34, Les animaux, pensent-ils?, Paris: Ministère de la Culture/Editions de la maison des Sciences de l’Homme 2000, pp. 23-36
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Künstliche Intelligenz Dragan Brockman I 139
Künstliche Intelligenz/Dragan: [Das] Bedürfnis, menschliche Handlungen und Entscheidungen zu verstehen, gilt für physische und nicht-physische Roboter gleichermaßen. Für eine KI, die beispielsweise eine finanzielle oder wirtschaftliche Rolle spielt, könnte das Missverhältnis zwischen den Handlungen, die sie von uns erwartet, und dem, was wir tatsächlich tun, noch schlimmere Folgen haben. Eine Alternative ist, dass der Roboter keine menschlichen Handlungen voraussagt, sondern sich nur gegen das schlimmstmögliche menschliche Handeln schützt. Oft hören Roboter, wenn sie das tun, jedoch auf, allzu nützlich zu sein. Bei Autos führt dies dazu, dass man nicht weiterkommt, weil es jeden Zug zu riskant macht. (...) Roboter benötigen genaue (oder zumindest vernünftige) Vorhersagemodelle von allem, was Menschen tun könnten. Unsere Zustandsdefinition darf nicht nur die physische Position des Menschen in der Welt beinhalten. Stattdessen müssen wir auch etwas Internes im Menschen vermuten. Was das Problem komplizierter macht, ist die Tatsache, dass Menschen keine Entscheidungen in Isolation treffen.
Ähnlich wie der Roboter menschliche Handlungen als Hinweise auf menschliche innere Zustände behandelt, werden die Menschen ihre Ansichten über den Roboter ändern, wenn sie seine Handlungen beobachten. Unglücklicherweise ist das Geben von Hinweisen
Brockman I 140
für Roboter nicht so selbstverständlich wie für Menschen; wir haben bereits viel Übung darin, implizit mit Menschen zu kommunizieren. >Wertorientierung/Dragan.

Dragan, Anca, “Putting the Human into the AI Equation” in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.

Brockman I
John Brockman
Possible Minds: Twenty-Five Ways of Looking at AI New York 2019
Mentalesisch Peacocke I 206
Mentalesisch/Sprache des Geistes/Glauben/Field/Peacocke: Field These: Systeme, die hinreichend komplex für Glaubensbegriffe sind, haben Systeme interner Repräsentationen, in denen die Satz-Analoga signifikante grammatische Struktur haben. >Komplexität, >Struktur, >Systeme, >Glauben, >Gedanken, >Propositionale Einstellungen, >Denken, >Repräsentation, >Innere Zustände, >Glaubensobjekte, >Gedankenobjekte, vgl. >Künstliche Intelligenz.
I 209
Mentalesisch/Peacocke: Ein Modell, das ohne Annahme einer Gedankensprache auskommt müsste zwei Dinge erklären: 1. Wie kann man propositionalen Inhalt zuschreiben, ohne auf syntaktische Strukturen Bezug zu nehmen? - Das heißt, relativ komplexe Inhalte müssen syntaktisch unstrukturierten (psychischen) Zuständen zugeschrieben werden.
>Propositionaler Gehalt, >Gehalt, >Inhalt.
2. Es muss gezeigt werden, wie interagieren diese Zustände mit Wahrnehmung und Verhalten?
>Wahrnehmung, >Verhalten.
I 215
Ein einfaches Modell (Relation statt Sprache) scheint nicht die instrumentalistische Vorstellung eines rational Handelnden zu verlangen. Vgl. >Denken ohne Sprache, >VURDs/Brandom, >Verlässlichkeit.
Im Gegenteil, wenn jemand das relationale Modell erfüllt, wäre ein Realismus in Bezug auf Mechanismen einer rationalen Glaubens-Wunsch-Psychologie gerechtfertigt.
>Realismus, >Rationalität.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Privilegierter Zugang Rorty I 119f
Disposition/SellarsVsRyle/RortyVsRyle: Ryles Fehler war, anzunehmen, der Nachweis eines "notwendigen Zusammenhangs" zwischen Dispositionen und inneren Zuständen zeige, dass es in Wirklichkeit keine innere Zustände gäbe. >Empfindung, >Notwendigkeit, vgl. >Notwendigkeit a posteriori, vgl. >Merkmal (eines Begriffs).
Wittgenstein: (PU § 308) das ganze Problem rührt daher, dass wir von Dingen reden, und ihre Natur offen lassen.
>Unkorrigierbarkeit, >Erste Person, >Introspektion.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Psychischer Zustand Peacocke I 4
Inhalt/Peacocke: psychische Zustände haben Inhalt.
>Inhalt, >Gedankeninhalt, >Propositionaler Gehalt, >Gehalt.
Sinneseindruck: ist fundamental dafür.
>Sinneseindrücke.
Erfahrung: Erfahrung ist selbst ein psychologischer Zustand aus eigenem Recht.
>Erfahrung.
I 152
Psychischer Zustand/Peacocke: Zu denken, dass es kalt ist, verursacht nicht das Urteil, dass es kalt ist. >Urteil, >Verursachung, >Denken, >Welt/Denken.
I 212
Immateriell/materiell/Peacocke: Ein psychischer Zustand kann in Konzentration irgendeiner "Substanz" in Neuronen bestehen, oder, anders: in einer Verteilung. >Gehirn, >Gehirn/ Gehirnzustand, >Innere Zustände, >Mentaler Zustand.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Repräsentation Sterelny I 363
Def Repräsentation/Sterelny: Ein Organismus repräsentiert (und reagiert nicht bloß auf ein Merkmal), wenn er dieses Merkmal mit mehr als nur einer Klasse proximaler Stimuli aufspüren (tracking) kann. >Reize, >Verhalten, >Proximale Theorie.
I 365
Repräsentation/Sterelny: Repräsentation ist mehr als Registrierung. Bsp Schimpansen passen sich den psychologischen Zuständen (Angriffslust) anderer Schimpansen an. Es ist aber immer noch eine Sache, geistige Zustände aufzuspüren (to track), eine andere, sie zu repräsentieren.
>Geist/Geistzustände, >Innere Zustände.
I 366
Bsp 1. Ein Bonobo deutet die Handlungen a, b, c.. als solche desselben Typs, 2. Sie werden durch denselben geistigen Zustand Q (vielleicht Wut) erzeugt.
3. a, b, c, haben keinen einzelnen sensorischen Reiz gemeinsam.
4. Vollständigkeit.
I 367
Täuschung/Irrtum/Korrektur: Stabilität kann dann in der Vielfalt beobachtbarer Reize bestehen. >Täuschung.
Andererseits: Reaktionsbandbreite ist ebenfalls wichtig.
>Reaktionsbereich.
I 368
Repräsentation/Sterelny: These: Repräsentation entwickelt sich in informationsdurchlässigen Umwelten. >Information/Sterelny.

Sterelny I
Kim Sterelny
"Primate Worlds", in: The Evolution of Cognition, C. Heyes/L. Huber (Eds.) Cambridge/MA 2000
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Sterelny II
Kim Sterelny
Dawkins vs. Gould: Survival of the Fittest Cambridge/UK 2007
Rylesche Vorfahren Pauen Pauen I 91
Sellars/Pauen: Sellars These: Unser scheinbar unmittelbares Erleben mentaler Zustände ist das Produkt theoretischer Verallgemeinerungen. - Frage: Wie konnte eine solche Theorie entstehen, wenn man die (alltagspsychologisch postulierten) mentalen Zustände nicht aus eigener Erfahrung kennt? >Mentale Zustände, >Verallgemeinerung, >Erlebnisse, >Alltagsspyschologie.
Lösung: Rylesche Vorfahren:
1. Schritt: Sprache und Vorstellungen beziehen sich ausschließlich auf Verhaltensdispositionen und verbale Äußerungen.
>Verhalten, >Dispositionen.
2. Schritt: Zuschreibung von inneren Zustände, also "Gedanken".
>Gedanken, >Innere Zustände.
I 91
Rylesche Vorfahren/Sellars/Pauen: These: Wir kennen unsere mentalen Zustände gar nicht aus eigener Erfahrung. Lösung: 1. Sprache und Vorstellungen beziehen sich nur auf Verhalten
2. Danach Zuschreibung von "Gedanken".
>Behaviorismus.
Man kennt mentale Zustände (Bsp Gedanken) gar nicht aus der Erste-Person-Perspektive!
>Erste Person, vgl. >L. Wittgenstein.
Wir haben keinen direkten Zugang zu unseren inneren Zuständen - nur vermittelt durch die Alltagspsychologie.
I 105
VsSellars/VsRylesche Vorfahren/Pauen: Es ist unplausibel, wie man jemals auf die Idee gekommen sein sollte, das Verhalten mit der Zuschreibung mentaler Zustände zu erklären, wenn man sie nicht vorher aus eigener Erfahrung gekannt hätte.
I 106
Sellars lässt außer acht, dass eine Erklärung auch ohne solche Zuschreibungen denkbar ist. >Zuschreibungen, >W. Sellars.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Rylesche Vorfahren Rorty Frank I 602f
Rylesche Vorfahren/Empfindungen/Jones/Sellars/Rorty: Auch >Empfindungen waren nach dem Mythos von "Jones" ursprünglich theoretische Entitäten. >Rylesche Vorfahren/Sellars.
"Innere" Zustände, wie postuliert wurden, um das Auftreten bestimmter Gedanken zu erklären. Bsp den Gedanken, dass sich ein Dreieck vor mir befindet, wenn da keines ist. (Schein, durch Empfindung erklärt.)
Auch Empfindungen hatten für Rylesche Vorfahren "innere Eigenschaften", die sie nicht mit einem physikalischen Gegenstand teilten.
"Von" ist bei Empfindungen kein relationaler Ausdruck. "Von-rot": der Bindestrich soll die Einfachheit bzw. Unanalysierbarkeit ausdrücken.
>Einfachheit, >Grundbegriffe, >Empfindungen.
Jones: der Mann, der im Mythos von Sellars das Bewusstsein erfand - Berichte über innere Zustände erst nach langem Lernen. Was heißt dann "innerlich"
Rorty: So etwas zu postulieren, liefert keine Erklärung für das "Nichtphysische", (genauso wenig wie Ryles Dispositionen). Sie setzen das Physische nicht in Gegensatz zu etwas anderem. - Statt "Gedanke über p" könnte man genauso gut sagen: "Gehirnprozess über p". Vgl. >Empfindungssprache, >Theoretische Termini.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Subjektivität Subjektivität, Philosophie: Begriff für die Menge der einer wahrnehmenden Instanz zur Verfügung stehenden Information zusammen mit deren Interpretation durch diese Instanz. Dazu gehören Sinneseindrücke, Wahrnehmungen, Stimmungen, Gefühle, Fähigkeiten, Kreativität, Spontaneität, Sprachverstehen und Sprachgebrauch, das Wissen, wie innere Zustände sich anfühlen, Erinnerungen und Projektionen auf die Zukunft. Siehe auch Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Gedächtnis, Wahrnehmung, Wissen wie, Intersubjektivität, Introspektion, Objektivität, Perspektive.
Tiersprache Deacon I 34
Tiersprache/Deacon: Die Kommunikation anderer Spezies ist niemals eine „einfachere Form“ der menschlichen Sprache. Sie ist überhaupt keine Sprache. >Kommunikation.
Biologische Erklärung/Deacon: Eine Biologische Erklärung ist immer evolutionär und versucht damit, eine Kontinuität zu zeigen. Bei der Entstehung der menschlichen Sprache gibt es aber keine tierischen Vorläufer, geschweige denn eine aufsteigende Komplexitätsskala. (Siehe Robin Dunbar. Grooming, Gossip and the Evolution of Language, 1997(1); sowie Dunbar 1992 a(2), b(3)).
I 54
Tiersprache/Tiere/Deacon: Die falsche Vorstellung, tierische Rufe und Gesten seien wie Wörter oder Sätze kann auf Missverständnisse in Bezug auf den Begriff der Referenz zurückgeführt werden. >Referenz, >Gesten.
Behaviorismus: Einige Behavioristen haben vorgeschlagen, Tierrufe seien nur externe Äußerungen interner Zustände und hätten daher nichts mit Referenz zu tun.
>Behaviorismus.
Kognitive Verhaltensforscher sahen Rufe als Äquivalente zu Wörtern. Eine Studie spielte eine zentrale Rolle dabei:
Seyfarth/Cheney: These: Warnrufe von Meerkatzen seien wie Namen für Fressfeinde in der Entfernung. (Siehe Seyfarth, Cheney und Marler 1980(4)).
I 56
Als Reaktion auf verschiedene Rufe verließen die Affen die Bäume (Warnung vor Adlern) oder sprangen auf Bäume (Leoparden) oder sie spähten in Büsche (Schlangen). Deacon: Das ist evolutionär leicht zu erklären. Da das rettende Verhalten nicht in allen Fällen gleich aussehen kann und sich sogar gegenseitig ausschließt, müssen verschiedene Rufe unterschieden werden. (Siehe auch Hauser, 1996(5)).
Tierrufe/Cheney/Seyfarth/Deacon: Zunächst nahmen Cheney und Seyfarth an, die Tierrufe wären Namen für die Fressfeinde. Diese wurden anstelle eines vollständigen Satzes, also als „holophrastische“ Äußerungen angenommen.
Holophrastische Äußerungen/Deacon: Es wird darüber gestritten wieviel syntaktisches Potential in ihnen steckt.
((s) Siehe Wittgenstein Sprachspiel „Platte“), vgl. >Subsententiales.
Tierkommunikation: Es wurde die These aufgestellt, Warnrufe unterschieden sich ihrerseits von Schmerzschreien oder Grimassen, indem sie auf etwas anderes referierten
I 57
als den inneren Zustand des Tiers. Referenz/DeaconVsCheney/DeaconVsSeyfarth: Dabei wurde stillschweigend vorausgesetzt, dass z.B. Schmerzschreie nicht referierend sein könnten. Aus solchen Annahmen erwächst die Vorstellung einer „Proto-Sprache“ mit Rufen als „Vokabular“.
>Vokabular, >Wörter, >Zeichen, >Signale.
Dann könnte man sich eine tierische Sprachevolution mit sich später herausbildender Grammatik und Syntax vorstellen. Dieses ganze Kartenhaus fällt aber in sich zusammen. (Siehe auch Cheney und Seyfarth, 1990(6)).
Referenz/Deacon: Referenz ist nicht auf Sprache beschränkt. Symptome können auf etwas anderes als sich selbst referieren.
Bsp Lachen: Lachen ist beim Menschen angeboren. Es muss nicht absichtlich hervorgebracht werden und es kann in sozialen Kontexten simuliert werden. Aber Lachen kann auch auf Dinge referieren, sogar auf abwesende. In dieser Weise referieren auch Alarmrufe.
>Angeborenes.
I 58
Sprache/DaconVsSeyfarth/DeaconVsCheney: Bsp Gelächter unterscheidet sich von sprachlichen Äußerungen dadurch, dass es ansteckend ist. In einem Raum voller Lachender kann man schwer ernst bleiben. Die Vorstellung eines Raums voller Leute, die nur einen Satz wiederholen, ist absurd. Intentionalität/Intention/Tierrufe/Deacon: Tierrufe erfüllen auch nicht das Kriterium von Grice für Mitteilungen: „Ich glaube, dass Du glaubst, dass ich x glaube“. Denn Tierrufe sind unfreiwillig und ansteckend.
>Sprache, >P. Grice.
I 59
Lösung/Deacon: Es geht eher um Verbreitung von Erregung als um Teilen von Information. Referenz/Deacon: Referenz ist daher nicht das Unterscheidungsmerkmal zwischen Tierrufen und Wörtern. Beide können sich auf innere Zustände und auf Dinge in der äußeren Welt beziehen. Wir müssen daher verschiedene Arten von Referenz unterscheiden, anstatt zwischen referierenden und angeblich nicht-referierenden Signalen zu unterscheiden.
>Referenz/Deacon.
I 65
Tiersprache/Herrnstein/Deacon: Versuche mit Tauben, die erfolgreich eine willkürliche Zeichensprache sowie Kooperation gelernt hatten(7).
I 66
Symbolische Referenz/Deacon: Diese einfache Form von Referenz mit den Merkmalen gelernte Assoziation, Zufälligkeit der Zeichen, Informationsübertragung zwischen Individuen sind nicht hinreichend, um symbolische Referenz zu definieren. Ein symbolisches Referenzsystem besteht nicht einfach aus Wörtern ohne Syntax. >Symbolische Referenz, >Syntax.
I 67
Tierrufe: In einem Sinn ist das Verständnis der Tierrufe angeboren, andererseits ist die Verbindung zum Referenten nicht notwendig. Die Referenz ist gewissermaßen flexibel. Einige Verbindungen sind vorgeburtlich eingebaut, andere sind gelernt.
I 68
Symbolische Kompetenz: Symbolische Kompetenz ist das, was über papageienhafte Äußerungen hinausgeht. Dazu muss man zwischen kontextuell bestimmten Äußerungsanlässen und auswendig gelernten Diktaten unterscheiden. >Symbolische Kommunikation, >Symbolisches Lernen, >Symbolische Repräsentation.


1. Dunbar, R. (1996): Grooming, Gossip, and the Evolution of Language. Cambridge, MA: Harvard University Press.
2. Dunbar, R. (1992a). Co-evolution of neocortex size, group size and language in humans. Behavioral and Brain Sciences.
3. Dunbar, R. (1992b). Neocortex size as a constraint on group sizes in primates. Journal of Human Evolution 20, 469-493.
4. Seyfarth, R. M., Cheney, D. L., & Marler, P. (1980): Vervet monkey alarm calls: Semantic communication in a free-ranging primate. Animal Behaviour, 28(4), 1070–1094.
5. Hauser, M. D. (1996): The evolution of communication. The MIT Press.
6. Cheney, D. L., & Seyfarth, R. M. (1990): How monkeys see the world: Inside the mind of another species. University of Chicago Press.
7. Herrnstein, R. (1980). Symbolic communication between two pigeons (Columba domestica). Science 210.

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013
Verhalten Sterelny I 371
Verhalten/Vorhersage/Kontrolle/Geist/Repräsentation: a) einfacher Fall die Zuschreibung und Voraussagen des Verhaltens anderer Tiere ist zunächst effizienter, wenn statt einer expliziten Repräsentation nur eine "verborgene Variable" angenommen wird.
b) komplexer Fall: wenn das Verhalten jedoch komplexer wird, ist die Repräsentation von fremden geistigen Zuständen effizienter!
>Theorie des Geistes, >Erklärung.
Kann man den inneren Zustand aufspüren, braucht man nicht mehr jede einzelne Verbindung zwischen Reiz und Verhalten aufzuspüren.
>Innere Zustände.
I 372
Aufmerksamkeit/Tier/Sterelny: Es scheint, dass die Repräsentation von Aufmerksamkeit nicht sehr anspruchsvoll ist. Es stellt sich aber heraus, dass Schimpansen im Experiment nicht signifikant zwischen aufmerksamen und unaufmerksamen Trainer unterscheiden. Bsp Trainer mit Eimer über dem Kopf, oder ständig abgewandt, usw. Die Schimpansen lösten alle Aufgaben zufällig.
I 374
Sterelny: Das sollte man nicht bloß mit Input/Output-Verhalten erklären, man muss fragen, ob Geräusche oder Gesten mit im Spiel waren.
I 375
Insgesamt wird es sich bei dem ganzen Problem eher um eine Wissen wie als ein Wissen dass handeln. Aufmerksamkeit spielt sich auf vielen Kanälen ab. >Experimente, >Methode.
Reaktionsbandbreite/Verhalten/Sterelny: Ich bezweifle, dass irgendein Verhalten völlig unbedingt ist, denn der Motivationszustand eines Gedankenlesers spielt auch eine Rolle.
Die Reaktionsbandbreite hängt ab von:
1. Dem Spektrum der anderen Merkmale des Akteurs, die der Gedankenleser verfolgt
2. Dem Ausmaß, in dem die Reaktion auch von der sonstigen Umwelt abhängig ist
3. Unter Umständen von der Fähigkeit zur Imitation.
>Reaktionbreite.
Umwelt/Tier/Sterelny: Wie kategorisiert ein Tier seine Umwelt? Sind die Kategorien konkret und sinnlich oder funktional?
>Umwelt/Psychologie.

Sterelny I
Kim Sterelny
"Primate Worlds", in: The Evolution of Cognition, C. Heyes/L. Huber (Eds.) Cambridge/MA 2000
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Sterelny II
Kim Sterelny
Dawkins vs. Gould: Survival of the Fittest Cambridge/UK 2007
Verschiedenheit Demokrit Adorno XIII 202
Verschiedenheit/Demokrit/Adorno: Wie kommt es zu der Verschiedenheit der Dinge? Das Problem aller antiken Philosophie bestand darin, ein einheitliches Prinzip anzugeben, aus dem sich alles erklärt und mit dem man gegen die unendliche Vielfalt der Naturmythologie reagieren konnte. Vgl. >Ganzes/Antike, >Einheit/Aristoteles, >vgl. >Einheit/Plotin.
XIII 203
Atome/Demokrit/Adorno: haben nicht etwa innere Zustände, sondern nur mechanische. Diese Vorstellung, dass eigentlich das Wesen der Dinge nur von außen und nicht von innen her zu fassen sei und dass es ein Inneres eigentlich nicht gebe hat eine ungeheure Konsequenz für die gesamte Geschichte der Wissenschaften gehabt.
XIII 204
AristotelesVsDemokrit/Adorno: These: die Objektivität und Wirklichkeit der Formen sei den Dingen selber immanent. >Natur/Aristoteles.
Naturwissenschaft: die neuere Naturwissenschaft hat diese Aristotelische und mittelalterliche Anschauung kritisiert und nicht mehr versucht, von innen her, von diesen Formen her die Materie zu begreifen. Man hat einfach von außen Beobachtungen gemacht und registriert.
Das ist VsKant, VsLeibniz, VsWolff.
Lager: Leibniz, Wolff pro Aristoteles.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Zuschreibung Field II 44
Verhalten/Zuschreibung/Field: Eine Behauptung über Verhalten ist nicht einfach eine Behauptung über Verhalten, sondern darüber, wie das Verhalten verursacht ist. >Behaviorismus.
II 44
Glaubenszuschreibung/Marsmenschen/Field: Bei fremden Wesen können wir keine Sätze zuschreiben. Problem: Wir können auch nicht entscheiden, ob eine funktionale Theorie ihrer Überzeugungen innere Repräsentationen erfordert.
>Fremdpsychisches, >Repräsentation, >Innere Zustände, >Mentale Zustände, >Verursachung.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Positivismus Danto, A. I 263
Positivismus/Danto: These es gibt nichts über innere Zustände zu berichten, da alles Psychologische nur aus Verhalten besteht.