Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Belege Loar Avr I 106
Def "normale Belege"/Loar: nur nicht-sprachliches Verhalten - diese sind nicht hinreichend zur Zuschreibung von Überzeugungen zu Marsmenschen - Aber wir haben mehr. Lösung: Kenntnis der inneren Organisation der Marsianer. - Das behauptet eine tiefe epistemische Asymmetrie - Ebene der normalen Belege: oberflächliche epistemische Symmetrie: starke Abhängigkeit von Glauben und Bedeutung.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Dualismus Pauen Pauen I 35
Dualismus/Pauen: zwei Arten von Zuständen, die auch unabhängig auftreten können - Interaktionistischer Dualismus: wechselseitiger Einfluss: Descartes (>Dualismus/Descartes), >Eccles/Popper. Eigenschaftsdualismus: bestimmte neuronale Prozesse besitzen neben ihren physischen zusätzlich auch noch mentale Eigenschaften, die theoretisch unabhängig von den neuronalen - Typische Theorie: Computeranalogie (>Computation), >Marsmenschen usw.
I 60
Bewusstsein als autonome Eigenschaft.
I 38
Dualismus/Pauen: 1. Erklärung für die Einheitlichkeit unserer Erfahrungen angesichts der Vielfalt physischer Realisierungen (>Multiple Realisierung). Integrationsleistung des freien Geistes 2. Erklärung des freien Willens.
I 39
3. Pro Dualismus: VsMonismus: Problem der qualitativ vielfältigen Erfahrungen bei gleichförmiger Aktivität der Nervenzellen.
I 56
VsDualismus: dieser hat gar keinen konkreten Forschungsgegenstand.
I 44
Descartes/Pauen: die Unterscheidung der Substanzen lässt sich durch die Vorstellbarkeit einer solchen Unterscheidung rechtfertigen. - Das Argument spielt bis heute eine wichtige Rolle: Kripke benutzt es als Basis für seinen Einwand VsIdentifikation von mentalen und neuronalen Prozessen. (>Identitätstheorie).

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Funktionalismus Avramides I 146
Funktionalismus/Avramides: erlaubt, sich bei propositionalen Einstellungen auf Verhalten zu berufen, aber nicht auf Sprachverhalten - er erlaubt ein subjektives Bild vom Geist.
I 147
Problem: das verlangt unbestimmt viele weitere propositionale Einstellungen.
I 149
Funktionalismus/Lewis: wir nehmen mentale Begriffe als theoretische Termini (TT) - und definieren unsere mental-theoretischen Termini durch Referenz auf die Plattitüden (Gemeinplätze) der Alltagspsychologie - diese sollen beides enthalten theoretische Termini und den Rest - dann jeden theoretischen Term in Namen verwandeln - diese durch freie Variablen ersetzen - dann existentiellen Abschluss (existential closure der offenen Formeln ((s) Ramsey-Satz). - Damit erreichen wir die ursprüngliche Theorie mit der Forderung, dass sie eine einzige Realisierung hat. - Dann hat die Theorie Input/Output-Begriffe, aber keine spezifisch mentale Terminologie - Problem: wie charakterisieren wir Input und Output? - BlockVsFunktionalismus: charakterisiert sie entweder chauvinistisch oder liberal. - ((s) Weil die rein physikalische Charakterisierung der In- und Outputs entweder die falschen mit ein- oder die falschen ausschließt.)
I 153f
AvramidesVsFunktionalismus: wenn er sich auf nicht-mentalistische Charakterisierung der Inputs und Outputs festgelegt hat, dann muss er sagen, was mentale von nicht-mentalen Systemen unterscheidet, die dieselben funktionale Organisation haben - Avramides: wir beginnen immer mit mentalistisch charakterisiertem Verhalten. - Auch beim Marsmenschen sagen wir, dass sein Verhalten eine Interpretation haben muss - wenn also normale Belege (Block: nicht nur sprachliches aber vor allem sprachliches Verhalten) Teil unserer Theorie der propositionalen Einstellungen sind, sind wir auf eine Symmetrie zwischen dem Semantischen und dem Psychologischen verpflichtet.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Intentionalität Dennett Rorty VI 27
"Intentionale Haltung"/intentionaler Standpunkt/Dennett: Der intentionale Standpunkt wird durch das Erfassen eines Davidsonschen Musters ermöglicht.Das Muster dieser Rationalität ist das gleiche wie das der Wahrheit. Weder Sprache ohne Rationalität, noch eines von beiden ohne Wahrheit.
Dennett I 282
SearleVsDennett: Dennetts Intentionalität sei nur eine "Als-ob-Intentionalität". Intentionalität/DennettVsSearle: Aber irgendwo muss man anfangen (wenn man Metaphysik vermeiden will). Der erste Schritt in die richtige Richtung ist kaum als Schritt in Richtung Bedeutung zu erkennen.
Def Intentionaler Standpunkt/Dennett: Der Versuch, zu ermitteln, was die Gestalter (oder Mutter Natur) im Sinn hatten.
I 317
Er erlaubt oft große Sprünge in den Schlussfolgerungen, ohne dass die Unkenntnis der zugrunde liegenden Physik dabei stört. Bsp der Mechanismus von Antikythera. Dass er ein Planetarium war erschließt sich daraus, dass er ein gutes Planetarium war!
Bsp Marsmenschen fragen sich: warum gibt es im Computer soviel überflüssige Kapazität: Grund: Chips wurden so billig. Das ist zwar eine historische Erklärung, die aber auch vom intentionalen Standpunkt ausgeht.
I 318
Bsp Flog der Archäopteryx? Man ist nicht sicher, fand aber, dass seine Kralle sich hervorragend zum Sitzen auf Ästen eigneten! Also: wie kam er da rauf...?
II 43
Def Gestaltungsstandpunkt/Dennett: Bsp Ein Wecker ist (im Gegensatz zum Stein) ein gestaltetes Objekt und ist auch für eine raffinierte Art von Vorhersagen zugänglich. (Nach dem Gestaltungsstandpunkt). Wenn ich die und die Knöpfe drücke, wird ein paar Stunden später etwas passieren. Dafür brauche ich die physikalischen Gesetze nicht zu kennen.
Intentionaler Standpunkt/Dennett: Bsp Schachcomputer: Nichts in den Gesetzen der Physik zwingt den Schachcomputer den nächsten Zug zu machen, aber auch nichts in seiner Gestaltung.

Brandom I 109
Intention/Intentionalität/Dennett: Einstellungs-Einstellung: (stance-stance): Diese behauptet, man könne nicht unterscheiden, ob etwas tatsächlich ein intentionales System ist und ob es angemessener Weise als ein solches behandelt wird.
Dennett I 592ff
Intentionalität/echte/abgeleitete/Dennett: Bsp Einfrieren: Ein Roboter muss selbständig handeln können - muss an Belohnung glauben, entwickelt aber Eigeninteressen. - Frage: Ist diese Intentionalität immer noch abgeleitet? - wenn ja, dann auch unsere eigene auch bloß abgeleitet - aber das ist Haarspalterei - Pointe: wir selbst sind nur solche Überlebensmaschinen für unsere Gene
I 596
Intentionalität/SearleVsDennett: Keine Maschine, auch kein Getränkeautomat hat Intentionalität. Einfrieren/DennettVsSearle: irgendwann ist die Intentionalität nicht mehr abgeleitet, sondern echt!

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Propositionen Geach I 168
Proposition/GeachVs: eine Proposition ist keine abstrakte Entität. - Proposition wird hier nur "unter Protest" gebraucht: folgendes wird allgemein über Propositionen angenommen: (i) Jeder unzweideutige Aussagesatz drückt genau eine Proposition aus
(ii) Synonyme Propositionen haben denselben Sinn
(iii) ein "Dass-Satz" bezeichnet, was "p" ausdrückt -
(iv) "Die Proposition dass p" und "der Dass-Satz" "dass p" sind synonyme Bezeichnungen der Proposition
(v) "Die Proposition die von Qp ausgedrückt wird" wobei Qp ein Zitat von p ist, bezeichnet - dieselbe Proposition wie "Die Proposition dass p" - man muss
(iv) nicht so verstehen, dass "dass p" immer ersetzt werden kann durch "die Proposition, dass p"
Aus den obigen Thesen folgt, dass jede oratio obliqua immer übersetzbar ist in oratio recta - James betrachtet die Proposition, die durch "Es gibt Marsmenschen... " ausgedrückt wird, mit Frucht.
GeachVs: aber das kann uns nicht verbieten, einfach abzukürzen: "...hat diese Furcht" - Aber das liefert wiederum kein Kriterium für Synonymie.
I 174/5
Notwendig/Proposition/Geach: wenn die Dass-Sätze Bezeichnungen abstrakter Entitäten sind, dann können diese abstrakten Entitäten keine Propositionen sein. - Grund: wechselseitige strikte Implikation ist kein Identitätskriterium für Propositionen. - Aber: Sie ist eine hinreichende Bedingung in der Modallogik für die Ersetzbarkeit salva veritate von Teilsätzen. - Wir hätten also ein Kriterium für die Identität solcher Entitäten, die von solchen Teilsätzen bezeichnet werden, aber gar keine Notwendigkeit für solche "Designata".
I 176
Proposition/Geach: billige Metaphysik: einfach zu fragen: "Aber was sind Propositionen" so wie "Aber was sind Zahlen?" - Die Referenz z.B. eines Eigennamens einer Zahl zu kennen heißt in der Lage zu sein, Zahlen zu identifizieren und auseinanderzuhalten und das bedeutet umgekehrt, die Wahrheitsbedingungen eines Satzes zu kennen. - Wir könnten eine Theorie der Propositionen aufstellen, ohne zu wissen, was Propositionen eigentlich sind - aber wechselseitiges Entailment für Propositionsgleichheit geht nicht als Kriterium für die Identität ((s) weil intensional).
I 255
Def Proposition/Terminologie/Geach: etwas, das vorgebracht wird, um erwogen zu werden - (Keine Behauptung, ein Vorschlag!) - "Satz" ist eigentlich grammatisch. Ich bevorzuge "Proposition". - Propositionen müssen nicht behauptet werden.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Rollen Lewis V 253
Rolle: nicht-starr: was immer die Rolle von x hat, ist in dem Kontext ein x - was immer die und die Manifestation hervorbringt. - Rolle: "was auch immer"; Siehe auch die Unterscheidung > referentiell/attributiv.
Schwarz I 105
Rolle/Lewis: dient nur dazu, die Eigenschaft in der wirklichen Welt festzumachen. - Rollen von Eigenschaften können getauscht werden, aber nicht: verschiedenstellige Relationen. - Auch nicht die Rollen von "mereologisch komplex" oder "mereologisch atomar": diese sind intrinsisch.
Schwarz I 151ff
Rolle: "die und die Rolle spielen" ist eine kontingente Eigenschaft eines Ereignisses - Marsmenschenschmerz/(s) dieselbe Rolle, anderer Zustand.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Schmerz Lewis Frank I 129
Marsmenschenschmerz/LewisVsQuine/VsNaturalisierte Erkenntnistheorie. - Physikalistisches Vokabular muss nicht zutreffen.
Lewis I (c) 39f
Schmerz/Lewis: eine Theorie des Geistes sollte die Möglichkeit von verrücktem Schmerz (gleiche Zustände, abweichende Auswirkung) und Marsmenschenschmerz: andere Zustände, gleiche Auswirkungen) nicht ausschließen - aber es sollte einen einfachen Sinn von Schmerz geben, in dem wir alle Schmerzen haben können. - verrückter Schmerz /Marsmenschenschmerz: zeigen dass kausale Rolle, Schmerz und physikalische Realisierung nur kontingent verknüpft sind.
I (c) 41
Problem: wie können wir trotz der Anerkenntnis dieser Tatsache, Schmerz a priori durch kausale Rolle charakterisieren? - Identitätstheorie: löst das Problem beim Verrückten Schmerz, scheitert aber am Marsmenschenschmerz. - Behaviorismus: bei ihm ist es umgekehrt.
I (c) 42
Schmerz/Lewis: wenn ein bestimmter neuronaler Zustand mit Vorliebe Schmerzen verursacht, dann ist dieser Zustand Schmer - aber der Begriff des Schmerzes ist nicht der Begriff dieses neuronalen Zustands. - "Der Begriff des..." ist ein intensionaler Funktor. - Die beiden Begriffe hätten auf etwas verschiedenes zutreffen können, wenn die kausale Rolle anders wäre - Schmerz wäre etwas anderes gewesen. - Es hätte sein können, dass der Inhaber der Rolle sie nicht innehat und irgendein Nichtinhaber sie innehat. Lewis/Armstrong: Schmerz ist nicht-starr - dennoch kein zufälliges Zusammentreffen zweier Zustände (Schmerz plus neuronaler Zustand) sondern ein einziger.
Schmerzen sind also definiert durch das, was die Mehrheit üblicherweise... (I 33 ff)
I (c) 40
Verrückter Schmerz: gleiche Zustände - verschiedene Auswirkung. Von ihm lernen wir, dass Schmerz bloß kontingent mit seiner kausalen Rolle verknüpft ist.
I (c) 42
Marsmenschenschmerz: andere Zustände (als unsere) - gleiche Auswirkungen. Von ihm lernen wir, dass Schmerz mit seiner physischen Realisierung bloß kontingent verknüpft ist. Aber der Begriff des Schmerzes ist nicht der Begriff dieses neuralen Zustands. (>Begriff, >Identität).
I (c) 42
Der Begriff des.. ist ein intensionaler Funktor. Die beiden Begriffe hätten auf etwas verschiedenes zutreffen können, wenn die kausale Rolle anders wäre. Lewis/Armstrong: Der Begriff des Schmerzes ist ein nichtstarrer Designator.
I (c) 52
Identität Schmerz/neuraler Zustand: kontingent. Aber ich sage nicht, dass wir zwei Zustände haben. Wenn der Betreffende Schmerz empfindet, ist es Schmerz, gleichgültig, welche kausale Rolle oder physische Beschaffenheit der Zustand hat. Andernfalls ist es kein Schmerz.

Schwarz I 146
Schmerz/Lewis/Schwarz: Zustand mit der und der kausalen Rolle. - ((s) Dann auch biochemischer Zustand(-styp) mit der gleichen kausalen Rolle: daher Identifikation über ebendiese Rolle.) -((s)Vs(s): dann zirkulär: > Theorie der Referenz).

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Schmerz Nozick II 339
Schmerz/Nozick: die gleiche funktionale Verbindung reicht nicht aus: Bsp Eine bewegliche Marmorkugel im Kopf des Marsmenschen könnte die gleiche funktionale Verbindung haben, wie sie für uns Schmerz ist, aber der Marsmensch müsste dabei keine Schmerzen haben. - Pointe: dieselbe Rolle wie bei uns, aber beim Roboter nicht biologisch.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Zuschreibung Field II 44
Verhalten/Zuschreibung/Field: Eine Behauptung über Verhalten ist nicht einfach eine Behauptung über Verhalten, sondern darüber, wie das Verhalten verursacht ist.
II 44
Glaubenszuschreibung/Marsmenschen/Field: Bei fremden Wesen können wir keine Sätze zuschreiben. Problem: Wir können auch nicht entscheiden, ob eine funktionale Theorie ihrer Überzeugungen innere Repräsentationen erfordert.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Loar Marsmenschen Pro Avramides I 29
Loar/Avramides: d.h. daß für Loar die fundamentale Natur semantischer Begriffe nur durch Referenz auf psychologische Begriffe verstehen kann. (>Lager).Damit nimmt er eine reduktive Position ein. Grice: gehört für Loar zur Semantik. Und die Semantik muß auf Psychologie reduziert werden.
I 107
Lager: Loar: pro tiefe epistemische Asymmetrie: Marsmenschen Überzeugungen durch neurophysiologische Untersuchung zuschreibbar - pro Naturalismus - pro Physikalismus.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Naturalismus Marsmenschen Pro Avramides I 107
Loar: pro tiefe epistemische Asymmetrie: Marsmenschen Überzeugungen durch neurophysiologische Untersuchung zuschreibbar - pro Naturalismus - pro Physikalismus.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Schmerz Lewis, D. I 49/50
Zus/(Lewis): unsere These hat den Anspruch, ein Schema anzugeben, das eine apriorische Charakterisierung von Schmerz und anderen Zuständen angibt, wenn es ausgefüllt wird. Wir lassen Ausnahmen zu, wenn es nicht zu viele davon gibt. Mehrdeutigkeiten im Zusammenhang mit vertauschten Spektren sind ganz gewöhnliche Mehrdeutigkeiten, die es im Alltag gibt, wenn es um Relativität ohne eindeutiges Kriterium geht. Bsp Was sind "relevante Untersuchungen", wenn nicht klar ist, ob sie relevant für die Tagespolitik, das seelische Wohlbefinden oder für das Verständnis, oder sonstwas sind.
IV 200
>"Verrückter Schmerz und Marsmenschenschmerz": These wir können uns nicht auf unsere Auswahlkriterien verlassen, wenn wir Grenzfälle unzweideutig entscheiden sollen.