Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

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Atomsätze Atomsatz: (auch Elementarsatz): soll einzelne Tatsachen (Sachverhalte) darstellen bzw. abbilden. Das führt zu dem Problem, wie Tatsachen abgegrenzt werden können. Siehe auch Elementarsatz, Protokollsatz, Basissatz.
Atomsätze Popper I 117
Atomsätze/Atomismus/PopperVsWittgenstein/Tractatus: hier soll jeder »sinnvolle Satz« logisch auf "Elementarsätze" zurückführbaren sein. Alle sinnvollen Sätze seien "Bilder der Wirklichkeit". Sein Sinnkriterium stimmt somit mit dem induktionslogischen Abgrenzungskriterium überein. Das scheitert am Induktionsproblem. >Induktion, >Protokollsätze, >Elementarsatz, >Atomismus.
I 117
Der positivistische Radikalismus vernichtet mit der Metaphysik auch die Naturwissenschaft: auch die Naturgesetze sind auf elementare Erfahrungssätze logisch nicht zurückführbar. Nach Wittgensteins Sinnkriterium sind auch die Naturgesetze sinnlos, d. h. keine echten (legitimen) Sätze. Das ist keine Abgrenzung, sondern eine Gleichsetzung mit der Metaphysik.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Beobachtungssätze Beobachtungssatz: auch Protokollsatz oder Basissatz: Beschreibung eines sinnlich wahrgenommenen Ereignisses. Beobachtungssätze sind nicht irreversibel und nicht unabhängig von Theorien wegen des in ihnen verwendeten Vokabulars.
Beobachtungssätze Kuhn Flor IV 502
Beobachtungssatz/Beobachtungssprache/Kuhn: es gibt keine wissenschaftlich relevanten "reinen" Beobachtungssätze. ((s) Siehe auch >Beobachtungssprache, >Protokollsätze.)

Kuhn I
Th. Kuhn
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Frankfurt 1973

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Erinnerung Quine I 20
Erinnerung: ist keine Spur früherer Empfindungen, sondern begrifflich.
V 176
Gedächtnis/Quine: das Gedächtnis ist die Disposition, einen Namen in Gegenwart des betreffenden auszusprechen. Das ist ein Beobachtungssatz und hat nichts mit der Vergangenheit zu tun! Einen Namen zu vergessen heißt, ein Stück Sprache zu vergessen. >Vergangenheit/Quine.
V 177
Vergangenheit/Beobachtung/Quine: es gibt aber auch Berichte über frühere Beobachtungen, wo der Terminus durch Definition statt durch Konditionierung gelernt wurde. Da man einen definierten Term durch sein Definiendum ersetzen kann, läuft das auf einen zusammengesetzten Beobachtungsterm hinaus. Bsp „Ich habe ein schwarzes Kaninchen gesehen“: Lernsituation: gilt einmal für schwarz, einmal für Kaninchen sowie für die attributive Zusammensetzung.
Vorstellung/Gedächtnis/Quine: in der Sprache der Vorstellungsbilder können wir sagen, dass diese hervorgerufen werden, auch wenn der entsprechende Gegenstand nicht vorhanden ist.
Jetzt müssen wir aber weitergehen und noch mehr Fähigkeiten voraussetzen: das Kind muss zwischen zwei Arten von Vorstellungsbildern unterscheiden:
a) den Fantasien
b) den Erinnerungen.
V 178
QuineVsHume: hat sich wenig überzeugend auf die Lebhaftigkeit als Unterscheidungsmerkmal berufen. Def Erinnerung/Hume: die Erinnerung ist eine abgeschwächte Empfindung.
Def Fantasie/Hume: die Fantasie ist eine abgeschwächte Erinnerung.
Def Vorstellungsbild/QuineVsHume: ein Vorstellungsbild ist ein Ereignis im Nervensystem, das zu einem Zustand der Bereitschaft für eine entsprechende Reizung führt. Dieser hinweisende Nervenvorgang wird vom Subjekt wahrgenommen, d.h. es muss spezifisch auf ihn reagieren können, auf zwei verschiedene Arten:
a) die Zusammenfassung bisher gelernter Elemente Bsp: „schwarz“ und „Kaninchen“
b) verstärkt durch Bekanntschaft: d.h. durch eine wirkliche frühere Begegnung mit einem schwarzen Kaninchen. Als Grundlage für die Bejahung.
V 179
Beobachtungssatz/vollständiger Gedanke/Referenz/Quine: der Beobachtungssatz bezieht sich auf den Gegenstand und auf die Kalenderuhr sowie gegebenenfalls auf einen Ort. Dies ist ein komplexer Beobachtungsterm. >Protokollsatz: zeitloser Satz (von ewiger Dauer), wenn Orts- und Zeitangaben vollständig sind.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Falsifikation Popper I 122
Falsifikation/Popper: kann immer ad hoc außer Kraft gesetzt werden. >Hilfshypothesen, >Quine-Duhem-These.
I 123
Empirische wissenschaftliche Methode: besteht gerade im Ausschluss solcher Verfahren - "Humescher Widerspruch": nur Erfahrung ist zulässig, aber eben nicht beweiskräftig. Lösung/Popper: nicht alle Sätze sind "vollentscheidbar". - Es muss besondere empirische Sätze als Obersätze der falsifizierenden Schlüsse geben. >Unentscheidbarkeit.
I 127
Das können aber nicht Protokollsätze sein, diese sind nur psychologisch. >Protokollsätze.
Stegmüller I 400f
Falsifikation/Popper: muss selbst wiederholbar sein. - Man kann Allsätze in "Es-gibt-nicht"-Sätze umformulieren, um sie zu falsifizieren. - Bsp "Es gibt keine nichtweißen Schwäne". >Induktion/Popper.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Korrespondenztheorie Ayer I 291
VsKorrespondenztheorie: Protokollsätze als Basissätze zu privilegieren ist ein Fehler, da stillschweigend fälschlich vorausgesetzt wird, dass Basissätze Tatsachen wiedergäben. >Protokollsatz, >Tatsachen.
I 293 f
AyerVsKorrespondenztheorie/AyerVsWittgenstein: Bsp Landkarte: die Annahme der Strukturähnlichkeit ist verfehlt - sonst könnte eine Landkarte mit richtigem Maßstab von einem ganz anderen Land sein. >Landkartenbeispiel. Bsp Eine sehr ähnliche Photographie könnte von jemand anderem sein. - Es muss eine Konvention geben. - Eine physikalische Entsprechung ist nur dann richtig, wenn sie als Methode der Repräsentation gewählt wird - Die Konvention entscheidet, was Zeichen darstellen - der Sachverhalt darüber, was wahr ist. >Konvention, >Sachverhalt.
I 295
Landkarte/Ayer: kann man als eine Art Proposition auffassen. - Sie drückt etwas aus, indem sie physikalisch korrespondiert. - Wahrheit erhalten wir durch Erfüllung dieser Aussagenfunktion. >Aussagenfunktion. - Aber nicht dadurch, dass wir die eine oder die andere Methode wählen, um zu bestimmen, was die Funktion ist.
I 296f
AyerVsKorrespondenztheorie: Sie verwechselt die Frage nach der Konventionalität des Symbolsystems mit der Frage nach der Wahrheit des Symbolisierten. >Symbole, >Wahrheit, >Angemessenheit/Korrektheit.

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Kriterien Popper Flor II 479
Kriterium/Popper: These: Es gibt kein Sinnkriterium! Das Falsifikationsprinzip besagt nicht, dass alle anderen Aussagenarten erkenntnismäßig sinnlos oder leer sind. Auch Basissätze sind kritisierbar. Ihre Annahme ist nicht durch unsere Erlebnisse begründet! >Protokollsätze, >Sinn/Wissenschaft.
Flor II 480
Falsifizierbarkeitsprinzip = Abgrenzungsprinzip.
I 118
Abgrenzungskriterium/Popper: Ein Abgrenzungskriterium wird ein Vorschlag für eine Festsetzung sein. Allein eine Sache des Entschlusses. Das ist nur zu rechtfertigen durch die Analyse seiner logischen Konsequenzen: >Fruchtbarkeit, >Erklärungskraft usw.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Positivismus Ayer I 291f
AyerVsPositivismus: Protokollsätze geben keine Tatsachen wieder - sie sind nie eindeutig. - Daher sind sie als Basis ungeeignet. >Protokollsätze, >Tatsachen.

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Positivismus Black II 203
Protokollsatz/BlackVsPositivismus: Man muss Protokollsätze immer weiter verifizieren. - Es gibt keinen Abschluss.
II 205
Logischer Positivismus/Black: Der wundeste Punkt ist der dogmatische Charakter des Verifizierbarkeitsprinzips. (>Empiristisches Sinnkriterium). RyleVsPositivismus: Der Positivismus ist zu eng. Er schließt zu viel aus.
II 206
Bsp Was als Linse gekauft wurde, kann als Prisma funktionieren.>Gebrauch, >Methode, vgl. >Empirismus, >Rationalismus.

Black I
Max Black
"Meaning and Intention: An Examination of Grice’s Views", New Literary History 4, (1972-1973), pp. 257-279
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg) Frankfurt/M 1979

Black II
M. Black
Sprache. Eine Einführung in die Linguistik München 1973

Black III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Black IV
Max Black
"The Semantic Definition of Truth", Analysis 8 (1948) pp. 49-63
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994
Positivismus Popper I 116f
Positivismus/Popper: fasst das Abgrenzungsproblem naturalistisch auf, als feststehende Grenze - positivistischer Radikalismus: die Naturgesetze sind nicht auf elementare Erfahrungssätze zurückführbar. >Abgrenzung.
I 117
Wittgenstein: nach seinem Sinnkriterium sind die Naturgesetze sinnlos, d.h. keine legitimen Sätze. PopperVsCarnap: es war ein Fehler, die Metaphysik durch Bewertungen abzutun. Stattdessen Popper: sie hat einen heuristischen Wert. (Bsp Spekulativer Atomismus).
I 127
Protokollsätze/Popper: keine bevorzugte Stellung. Sie erscheinen in der Wissenschaft nur als psychologische Aussagen! PopperVsPositivismus: der Positivismus wünscht nicht, dass es außer den Problemen der "positiven" Erfahrungswissenschaft noch sinnvolle Probleme geben soll. Er möchte die sogenannten philosophischen Probleme als Scheinprobleme sehen. Das wird immer durchführbar sein. Es ist nichts leichter, als ein Problem als Scheinproblem zu enthüllen. Man braucht ja nur den Begriff des "Sinnes" eng genug zu fassen.

Flor II 473
PopperVsLogischer Positivismus: Wissenschaft als Prozess stärker betont als die Charakterisierung formaler Züge bei Theorien, die als wissenschaftliche Produkte aufgefasst werden.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Protokollsätze Protokollsatz, Wissenschaftstheorie, Philosophie: Ein Satz, der eine Beobachtung zusammen mit Ort und Zeit sowie evtl. der verwendeten Beobachtungseinrichtungen und Versuchsbedingungen dokumentiert. Probleme ergeben sich im Zusammenhang mit Unterschieden in Bezug auf den möglichen Gegenstandsbereich und die verwendeten Begriffe, wenn verschiedene Theorien oder Theorieerweiterungen angewendet werden. Andere Bezeichnungen sind Basissatz oder Beobachtungssatz. Siehe auch Theoriebeladenheit der Bedeutung, Empirismus, Beobachtungssatz, Beobachtungssprache, Theoretisch Entitäten, theoretisch Termini.
Protokollsätze Genz II 114
Begriffe/Popper/Genz: Begriffe müssen nicht mehr unbedingt durch Basissätze definierbar sein: Schwächer: stattdessen: Die Begriffe sind erforderlich zur Ableitung von Basissätzen.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Protokollsätze Hempel I 99ff
Protokollsatz/Hempel: Im Vergleich zu ihnen haben selbst singuläre Aussagen den Charakter von Hypothesen. Daraus folgt:
I 100
CarnapVsTractatus: Die Wahrheit/Falschheit aller Aussagen kann nicht mehr unter Bezug auf die Wahrheit bestimmter Basisaussagen definiert werden (denn die sind ja Hypothesen). Das Bedeutungskriterium ist zu eng. Dann sind auch Protokollsätze nicht mehr unanfechtbar.
I 102
Schlick: Wir können nicht ganz auf Basissätze verzichten, sonst ensteht >Relativismus.
I 104
SchlickVsCarnap/VsNeurath: Deren These, dass eine Aussage dann wahr ist, wenn sie durch Protokollsätze hinreichend bewährt ist, führt zu unsinnigen Ergebnissen, sofern die Idee absolut wahrer Protokollsätze abgelehnt wird. Es gibt offensichtlich viele verschiedene Systeme von Protokollsätzen - nach Carnap und Neurath wäre jedes dieser verschiedenen, unvereinbaren Systeme wahr.
I 105
Carnap: Wahre Protokollsätze hervorzubringen lernen wir durch Konditionierung, z.B. durch das richtige Ablesen von Messinstrumenten.
I 106
In der neuen Form von Carnaps Theorie sind Protokollsätze noch radikaler ihres Basis-Charakters entkleidet: Sie verlieren ihre Unwiderlegbarkeit. Popper: Aussagen jeder Form dürfen als Protokollsätze auftreten.
I 107
Am Ende sind Protokollsätze überflüssig.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
Protokollsätze Löwith
Löw I
Karl Löwith
Heidegger. Denker in dürftiger Zeit Göttingen 1960
Redefreiheit Lessig I 236
Redefreiheit/Cyberspace/Lessig: ganz oben auf dieser Liste der Beschützer der Redefreiheit im Cyberspace steht (wieder einmal) die Architektur ((n) die technische Struktur). Relative Anonymität, dezentrale Verteilung, mehrere Zugangspunkte, keine notwendige Verbindung zur Geographie, kein einfaches System zur Identifizierung von Inhalten, Verschlüsselungswerkzeuge (1) - all diese Eigenschaften und Konsequenzen des Internetprotokolls machen es schwierig, Sprache im Cyberspace zu kontrollieren. Die Architektur des Cyberspace ist dort der eigentliche Beschützer der Sprache; es ist die eigentliche "erste Gesetzesänderung im Cyberspace", und diese erste Gesetzesänderung ist keine lokale Verordnung. (2)

1. Gebaut von der Industrie, aber vor allem auch von Cypherpunks - Kodierer, die sich dem Herstellen der Werkzeuge für den Datenschutz im Internet gewidmet haben. Wie Eric Hughes in "A Cypherpunk's Manifesto" schreibt (in Applied Cryptography, 2. Ed., von Bruce Schneier [New York: Wiley, 1996], 609): "Wir, die Cypherpunks widmen sich dem Aufbau anonymer Systeme. Wir verteidigen unsere Privatsphäre mit Kryptographie, mit anonymen Mail-Weiterleitungssystemen, mit digitalen Signaturen, und mit elektronischem Geld. Cypherpunks schreiben Code. Wir wissen, dass jemand Software schreiben muss, um die Privatsphäre zu schützen, und da wir keine Privatsphäre bekommen können, wenn wir es nicht alle tun, werden wir es schreiben. Wie veröffentlichen unseren Code, damit die anderen Cypherpunks damit spielen und üben können. Unser Code ist kostenlos für alle, weltweit."

2. John Perry Barlow hat das Meme in Umlauf gebracht, welches besagt, das "im Cyberspace die erste
Änderung eine lokale Verordnung ist"; "Leaving the PhysicalWorld", verfügbar unter Link #78.

Lessig I
Lawrence Lessig
Code: Version 2.0 New York 2006ff
Sachverhalte Sachverhalte: Ausdruck für etwas, das durch einen Satz dargestellt werden kann. Siehe auch Tatsachen, Situationen, Handlungen, Gegenstände, Zustände, Atomsätze, Protokollsätze.
Sehen Quine XII 100
Sehen/Quine: altes Rätsel: Problem: wir man die erkenntnistheoretische Priorität auflöst: Die Netzhaut wird zwei dimensional bestrahlt, dennoch sehen wir die Dinge ohne bewusste Schlussfolgerung drei dimensional.
Problem: was soll dann als Beobachtung gelten, das unbewusste zwei .dimensionale oder das bewusste drei dimensionale?
Tradition: hier hatte das Bewusste Priorität.
Neu: jetzt können wir das Bewusstsein fallenlassen, weil wir Beobachtung durch Reize erklären.
Das macht alte Paradoxien über unbewusste Daten und Ketten von Schlussfolgerungen, die zu schnell vervollständigt werden müssten obsolet.
Gestalttheorie/Gestaltpsychologie/Quine: VsSinnesatomismus.
QuineVsGestaltpsychologie: egal ob Gestalt oder Atome sich in den Vordergrund des Bewußtseins schieben, wir nehmen die Reize als Input.
Priorität hat, was kausal näher ist.
QuineVsAntipsychologismus.
XII 101
Protokollsatz/Wiener Kreis/Quine: es gab eine Debatte im Wiener Kreis darüber, was als ein Beobachtungs oder Protokollsatz gelten sollte: a) Berichte über Sinneseindrücke
b) elementare Aussage über die Außenwelt
c) (Neurath): Berichte über die Relation zwischen Wahrnehmendem und Realität.
Quine: das schlimmste war, dass es anscheinend keine objektive Entscheidung gab.
Lösung/Quine: wir betrachten sie rückhaltlos im Kontext der Außenwelt.
Def Beobachtungssatz/naturalisierte Erkenntnistheorie/Quine: die Sätze, die den Rezeptoren kausal am nächsten stehen. Problem: wie soll man die Entfernung messen?
Lösung: Beobachtungssätze sind solche, die beim Sprachlernen am wenigsten auf gespeicherte Information zurückgreifen. Dabei kann es aber keine totale Unabhängigkeit von gespeicherter Information geben. ((s) Netzwerk, Holismus, logische Partikel usw.).


Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Theorien Popper Flor II 476
Theorie/Popper: nicht begründbar, aber überprüfbar. 1. Von keiner wissenschaftlichen Theorie kann man wissen, dass sie wahr ist.
2. Eine wissenschaftlich-empirische Theorie kann zu empirisch feststellbaren Tatsachen in Widerspruch stehen
3. eine rationale Haltung ist durch eine kritische Einstellung gekennzeichnet.
Theorie: entscheiden, dass es einen intersubjektiv feststellbaren Sachverhalt gibt, der allerdings zur Theorie in Widerspruch stehen kann.
Flor II 477
Eine Theorie muss einen oder mehrere streng allgemeine Sätze (Gesetze) enthalten Bsp »alle Körper ziehen einander an«. Allgemeiner Satz: Bsp »alle Gegenstände in meiner Schublade sind rot«: kein streng allgemeiner Satz.
Flor II 478/79
Def Basissatz: Bsp "zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort tritt dieses oder jenes ein". Ein Basissatz kann zu einem allgemeinen Satz in Widerspruch stehen, nicht aber ausgehen abgeleitet werden. Und erbringt einen intersubjektiv beobachtbaren Sachverhalt zum Ausdruck. >Protokollsätze. Allgemeiner Satz: ein streng allgemeiner Satz ist falsifizierbar, wenn es einen möglichen Basissatz gibt, der zu ihm in Widerspruch steht.
Bsp "In meiner Küche befindet sich am 11. Juni 1989 eine grüne Spitzmaus." Basissatz: "Es gibt keine grüne Spitzmaus".
eine Theorie ist nur dann empirisch wissenschaftlich, wenn die Klasse ihrer möglichen Falsifikatoren nicht leer ist.
Flor II 484
Es kann sich herausstellen, dass Basissätze falsch waren, man kann aber auch Randbedingungen oder Zusatzhypothesen ablehnen. Entscheidend: die Annahme eines Basissatzes, der mit den in der Testprozedur enthaltenen Aussagen unvereinbar ist, zwingt in der Regel nicht zur Ablehnung des zentralen Gedankens einer Theorie. Eine neue Theorie muss die Probleme der alten Theorie auch lösen können. Darüber hinaus muss sie die Probleme lösen können die alte nicht lösen konnte. ((s) D.h. die neue Theorie enthält die alte als Teilmenge).
QuineVsPopper: das ist eine falsche Vorstellung: die neue Theorie enthält nicht die alte als Teilmenge, sondern: Bsp auch im Alltag ist die Theorie von Newton nur eine Annäherung.

Feyerabend I 121
Theorie/Popper: neue Theorien haben überschüssigen Gehalt. - Sie sollten danach aber nicht ad hoc angepasst werden. - Lakatos: der überschüssige Gehalt wird Stück für Stücke geschaffen, indem man die Theorien ausdehnt.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Feyerabend I
Paul Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Feyerabend II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979
Vorstellung Quine V 57/58
Vorstellung/Tradition/Quine: Problem: Bsp ob man sich eine Zahl vorstellen könne, die zugleich gerade und ungerade wäre. Vorstellung/Quine: Lösung: wenn man Vorstellungsbilder als hypothetische Nervenzustände auffasst gibt es keine solchen Probleme. Bezüglich eines Nervenzustands muss man sich nicht auf die Bsp Anzahl von Flecken eines Huhns festlegen.

Idee/Vorstellung/Berkeley/Hume/Quine: die beiden waren nicht arglos und zogen sogar die Grenze vor der abstrakten Idee des Dreiecks und ließen nur Vorstellungen von bestimmten Dreiecken gelten.
QuineVsTradition: eitle Fragen über die kausale Verknüpfung von Ideen.

Psychologie/Peirce: die einzige Möglichkeit der Untersuchung einer psychologischen Frage ist, sich auf äußere Tatsachen zu stützen.
V 59
Quine: Problem: wie kann man das, wenn man nur von äußeren Dingen und nicht von inneren Dingen wie Ideen spricht? Lösung/Quine: indem man über die Sprache spricht. ((s) >Semantischer Aufstieg).

V 177
Vergangenheit/Beobachtung/Quine: es gibt aber auch Berichte über frühere Beobachtungen, wo der Terminus durch Definition statt durch Konditionierung gelernt wurde. Da man einen definierten Term durch sein Definiendum ersetzen kann, läuft das auf einen zusammengesetzten Beobachtungsterm hinaus. Bsp „Ich habe ein schwarzes Kaninchen gesehen“: Lernsituation: einmal für schwarz, einmal für Kaninchen, sowie für attributive Zusammensetzung.
Vorstellung/Gedächtnis/Quine: in der Sprache der Vorstellungsbilder können wir sagen, dass diese hervorgerufen werden, auch wenn der entsprechende Gegenstand nicht vorhanden ist.
Jetzt müssen wir aber weiter gehen und noch mehr Fähigkeiten voraussetzen: das Kind muss zwischen zwei Arten von Vorstellungsbildern unterscheiden:
a) Fantasien
b) Erinnerungen.
V 178
QuineVsHume: hat sich wenig überzeugend auf Lebhaftigkeit als Unterscheidungsmerkmal berufen. Def Erinnerung/Hume: abgeschwächte Empfindung
Def Fantasie/Hume: abgeschwächte Erinnerung.
Def Vorstellungsbild/QuineVsHume: ist ein Ereignis im Nervensystem, das zu einem Zustand der Bereitschaft für eine entsprechende Reizung führt. Dieser hinweisende Nervenvorgang wird vom Subjekt wahrgenommen, d.h. es muß spezifisch auf ihn reagieren können, auf zwei verschiedene Arten:
a) Zusammenfassung bisher gelernter Elemente Bsp „schwarz“ und „Kaninchen“
b) verstärkt durch Bekanntschaft: d.h. wirkliche frühere Begegnung mit einem schwarzen Kaninchen. Grundlage für die Bejahung.
V 179
Beobachtungssatz/vollständiger Gedanke/Referenz/Quine: bezieht sich auf den Gegenstand und auf die Kalenderuhr sowie gegebenenfalls auf einen Ort. Komplexer Beobachtungsterm. >Protokollsatz: zeitloser Satz (von ewiger Dauer) wenn Orts- und Zeitangaben vollständig.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Wahrheitsprädikat Quine VI 115
W-Prädikat/Quine: ist durchsichtig - Zitattilgung liefert keine Erklärung des W-Prädikats, weil keine Eliminierbarkeit - wegen der Durchsichtigkeit aber dennoch Auskunft, was es heißt, dass ein Satz wahr ist. - Gerade durch die Laxheit werden Paradoxien vermieden.
X 31
W-Prädikat/Quine: zeigt durch den Satz hindurch auf die Wirklichkeit. - Es erinnert daran, dass, obwohl Sätze erwähnt werden, noch immer die Wirklichkeit das ist, worum es geht. - ((s) Das W-Prädikat macht den >semantischen Aufstieg rückgängig.)
X 32
W-Prädikat/semantischer Aufstieg/sA/Quine/(s): W-Prädikat macht den semantischen Aufstieg quasi rückgängig, weil es dafür sorgt, dass man (im semantischen Aufstieg) nicht über die Sprache reden muss. - Quine: es erinnert im Aufstieg daran, dass wir es auf die Welt abgesehen haben. - Indem wir den Satz wahr nennen, nennen wir den Schnee weiß. - W-Prädikat: macht die Anführungszeichen (AZ) rückgängig. - Satz: einfach aussprechen, um ihn zu behaupten - Dann keine Anführungszeichen und kein W-Prädikat. - W-Prädikat: nötig bei Verallgemeinerung über unendlich viele Sätze: Bsp "alle Sätze der Form "p oder nicht p" sind wahr". - W-Prädikat: stellt Bezugnahme auf Gegenstand wieder her, den der semantische Aufstieg beseitigt hat.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Basissatz Schlick, M. Hempel I 102
Schlick: nicht ganz auf Basissätze verzichten, sonst Relativismus" I 104 SchlickVsCarnap/VsNeurath: deren These, daß eine Aussage dann wahr ist, wenn sie durch Protokollsätze hinreichend bewährt ist, führt zu unsinnigen Ergebnissen, sofern die Idee absolut wahrer Protokollsätze abgelehnt wird." Es gibt offensichtlich viele verschiedene Systeme von Protokollsätzen" nach Carnap und Neurath wäre jedes dieser verschiedenen, unvereinbaren Systeme wahr.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982