| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Benennen | Hacking | I 142 Benennen/Hacking: Es kann keine vollständige Theorie des Benennens geben ((s) weil sie selbst Entitäten benennen muss). Das Gleiche gilt für die Bedeutungstheorie (BT). >Namen, >Theoretische Begriffe, >Theoretische Entitäten, >Theoriesprache, >Unbeobachtbares, >Kennzeichnung, >Theorie der Kennzeichnungen, >Kausaltheorie der Namen, >Denotation, >Referenz, >Vollständigkeit, >Unvollständigkeit, >Bedeutungstheorie. |
Hacking I I. Hacking Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996 |
| Beschreibung | Searle | I 43 f "Themen-neutral"/Austin: "Themen-neutral" ist nicht nomologisch. SearleVsThemenneutralität: Verdauung braucht nicht zusätzlich einen Zustand, der extra beschrieben werden müsste. --- II 296 Namen/Beschreibung/SearleVsKripke: Bsp Concise Biographical Dictionary: »Ramses VIII ist ein Pharao aus einer Reihe von Pharaonen in der Antike, über den nichts bekannt ist.« Searle: In Wirklichkeit zeigt das Beispiel, dass eine Menge über ihn bekannt ist. Ja, er gibt fast einen Idealfall für die naivste Fassung der Beschreibungstheorie ab. Vgl. >Eigennamen, >Bündeltheorie. II 346 Perfekte identifizierende Beschreibung: Sie ist parasitär gegenüber anderen Sprechern, aber sie reicht aus. Vgl. >Theorie der Kennzeichnungen; vgl. >Identifikation, >Individuation. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Denotation | Hintikka | Hintikka II 173 Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: Ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! >Denotation. Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: Die Theorie der Kennzeichnungen enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft. >Bekanntschaft. II 174 Hintikka: Dieser Zusammenhang ist erstaunlich. Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: Wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: Sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft. Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: Es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der existenziellen Generalisierung führt. >Existentielle Generalisierung. Bsp Waverley/Russell/Hintikka: Dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis, d.h. sein Beispiel (2) . „Ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, „ob“ statt „wusste nicht“. Sekundäre Kennzeichnung/Russell: Man kann die sekundäre Kennzeichnung auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei. >Waverley-Beipsiel. II 175 Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: Warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten? Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: Gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist. >Identifikation. |
Hintikka I Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996 Hintikka II Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989 |
| Denotation | Russell | Hintikka I 165 On Denoting/Russell/Hintikka: (Russell 1905)(1) Problem: mit Phrasen, die für echte Konstituenten von Propositionen stehen. Problem/Frege: Fehlschlagen der Substitutivität der Identität (SI) in intensionalen Kontexten. Informative Identität/Frege: Dass Identität manchmal überhaupt informativ sein kann hängt damit zusammen. ((s) Uninformativ: a = a; informativ: a = b (derselbe Gegenstand unter verschiedenen Bezeichnungen). >Substitution, >Identität/Frege, >Opazität, >Intensionalität, >Intensionen. Existentielle Generalisierung/Russell: auch sie kann fehlschlagen in intensionalen Kontexten, (Problem der leeren Termini). >Existentielle Generalisierung, >Nicht-Existenz. HintikkaVsRussell: Russell erkennt nicht die Tiefe des Problems und umgeht eher die Probleme mit denotierenden Termen. Der gegenwärtige König/Russell: Problem: Wir können nicht durch existentielle Generalisierung beweisen, dass es einen gegenwärtigen König von Frankreich gibt. HintikkaVsRussell: Es gibt aber noch andere Probleme. (s.u. wegen Uneindeutigkeit der >Querwelteinidentifikation). Hintikka I 173 Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: Ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! >Quantoren. Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft. >Kennzeichnungstheorie/Russell. I 174 Hintikka: Dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: Wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft. Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: Es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der Existentiellen Generalisierung führt. Bsp Waverley/Russell/Hintikka: Dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) . „ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: ...er "wollte wissen, ob“ statt ... „wusste nicht“. Sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: Dass George IV. von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei. I 175 Das wäre der Fall, wenn Georg IV. Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: Warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten? Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: Gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben. >Bekanntschaft, >Mehrdeutigkeit. 1. Russell, B.(1905). On Denoting. Mind 14 (56):479-493 |
Russell I B. Russell/A.N. Whitehead Principia Mathematica Frankfurt 1986 Russell II B. Russell Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989 Russell IV B. Russell Probleme der Philosophie Frankfurt 1967 Russell VI B. Russell Die Philosophie des logischen Atomismus In Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993 Russell VII B. Russell On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit" In Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996 Hintikka I Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996 Hintikka II Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989 |
| Elimination | Simons | I 263 Elimination/Kennzeichnung: Kennzeichnungen eliminieren wir mit dem Schema von Russell: (N) (A (ix B) ≡ (Ex)[(y)[B[y/x] ≡ y = x] ∧ A(x)]). ((s) "Das A das dieses B (Kennzeichnung) ist" sei dasselbe wie etwas, das in allen Vorkommnissen dieser Kennzeichnungen für dieses ersetzt wird, und die zu definierende Eigenschaft A hat".) >Theorie der Kennzeichnungen/Russell, >Kennzeichnungen. |
Simons I P. Simons Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987 |
| Formale Sprache | Strawson | I 249 Ideale Sprache/formale Sprache/Quantifikation/singulärer Term/Strawson: Wir betrachten einen philosophischen Vorschlag, der aus anderem Zusammenhang kommt, hier aber attraktiv erscheint: I 250 Der Vorschlag kann als Art Analyse von Aussagen verstanden werden oder als Beschreibung einer idealen Sprache, in der es keine Beschreibungen von Einzeldingen gibt, sondern an ihrer Stelle nur gebundene Variablen einer Existenzquantifikation. >Gebundene Variablen, >Existenzquantifikation. Eine solche Sprache wäre eine, aus der alle singulären Termini (Quine) entfernt sind. (Quines Programm ist eine Erweiterung der Russellschen Theorie der Kennzeichnungen: Er führt sie bis zu äußersten Grenze fort, während er gleichzeitig das Konzept des eigentlichen Subjekt Ausdrucks, des echten Eigennamens, fallen lässt.) >Theorie der Kennzeichnungen/Russell. Die Sätze, in welchen sie auftreten, werden durch Existenzsätze mit einer Eindeutigkeitsbedingung ersetzt. >Existenzsatz. Nach Quines Vorschlag sind solche Sätze in all jenen idealen Sätzen als Teil enthalten, die an die Stelle unserer gewöhnlichen Sätze mit singulären Termini treten. >Singulärer Term. Strawson: das ist im gegenwärtigen Zusammenhang sehr attraktiv. Es ermöglicht uns, der Mischung zwischen Vollständigkeit und Unvollständigkeit einen absolut präzisen Sinn zu geben. I 251 Vollständig: insofern, als sie faktische Voraussetzungen mit sich bringen, unvollständig: insofern, als sie aus eigenem Vermögen keine Tatsachen, sondern nur Teile von Aussagen darstellen. Bsp In der idealen Sprache Vollständigkeit: Es gibt etwas, das als einziges F ist. andererseits Unvollständigkeit: Es gibt etwas, das als einziges F ist, und das... Ein Ausdruck der normalen Sprache ist ein Subjekt-Ausdruck, wenn er sich in der idealen Sprache in eine quantifizierte Behauptung plus Relativpronomen auflöst. Er ist ein Prädikat-Ausdruck, wenn er sich nicht auf diese Weise auflöst. Nun lösen sich alle Ausdrücke, die ein Einzelding einführen (in der genannten Weise) auf und können daher nichts anderes sein als logische Subjekt-Ausdrücke. >Einführung/Strawson, >Universalien/Strawson. Einige Ausdrücke, die Universalien einführen, können ebenfalls sich auflösen, andere aber nicht. Daher können Universalien entweder als Subjekte, oder als Prädikate auftreten. Quines Hauptanliegen ist es, nach Möglichkeit sicherzustellen, dass Universalien nur als Prädikate erscheinen. Er nennt dies "Nominalismus". >Nominalismus/Quine, >Universalien/Quine, >Konzeptualismus/Quine. |
Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 |
| Idealismus | McDowell | I 209 Idealismus/VsMcDowell/McDowell: Seine Gegner könnten von einer "Gefahr des Idealismus" sprechen: Idealistische Grundstimmung der "Elimination der äußeren Grenze". >Grenze/McDowell. Das entzieht uns eine Möglichkeit, auf die wir nicht verzichten sollten: Die Möglichkeit der unmittelbaren Berührung zwischen dem Geistigen und den Gegenständen! Auf diese Möglichkeit wurden wir bei der Kritik VsRussell, Theorie der Kennzeichnungen aufmerksam. Wenn man die Welt als alles, was der Fall ist annimmt, dann ordnet man die Welt dem Reich des Fregeschen Sinns ("Reich des Denkbaren") unter. >Kennzeichnungen/Russell, >Fregescher Sinn. Dann gibt es nicht Episoden und Akte des Denkens, sondern Identität. Tatsachen in diesem Sinn sind Gedanken; das Denkbare, das der Fall ist. I 209 McDowellVs: Gegenstände gehören aber nicht zum Bereich des Denkbaren (Fregescher Sinn) sondern zum Reich des Gegenstandsbezugs. (Fregesche Bedeutung). >Fregesche Bedeutung, >Referenz, >Welt/Denken/McDowell. |
McDowell I John McDowell Geist und Welt Frankfurt 2001 McDowell II John McDowell "Truth Conditions, Bivalence and Verificationism" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell |
| Identität | Bigelow | I 140 Identität/Bigelow/Pargetter: Identität fassen wir hier als 2-stelliges Prädikat auf dazu müssen wir die Sprache nicht erweitern. I 141 Axiome: A19. (x)(x = x) A20. (a u ~a (σ/λ) > σ ≠ λ) Alltagssprachliche Übersetzung: Wenn etwas wahr ist von etwas und nicht wahr ist von etwas, dann können diese beiden Dinge nicht identisch sein. I 141 Kontingente Identität/Bigelow/Pargetter: Diese beiden Axiome haben eine überraschende Konsequenz: nämlich dass alle Identität notwendig ist. Vgl. >Identität/Kripke. Es gibt dann keine kontingente Identität. Auch Nichtidentität ist dann notwendig. D.h. folgendes kann als Theoreme bewiesen werden: NI. (x = y) > N(x = y) NNI. (x ≠ y) > N(x ≠ y) Semantische Regel: bewirkt dann, dass eine Identitätsaussage wahr in allen Welten ist oder wahr in keiner. >Mögliche Welten, >Notwendigkeit, >Wahrheit. Bewertungsregel/Identität/Bigelow/Pargetter: V(=) (c, c) = W W: ist die Menge aller möglichen Welten. Identitätsaussagen/Bigelow/Pargetter: Identitätsaussagen sind dann entweder notwendig oder unmöglich. Das ist überraschend und zeigt eine weitere Illustration des Zusammenspiels zwischen Semantik und Ontologie. >Semantik, >Ontologie. Ontologie/Bigelow/Pargetter: Ontologie ist das, was uns von einer stromlinienförmigen und plausiblen Semantik nahegelegt wird. Identität/Wissenschaft/Bigelow/Pargetter: In der Geschichte der Wissenschaft gab es oft Entdeckungen, die uns gezeigt haben, dass Dinge, die wir für verschieden gehalten hatten, identisch sind. Vgl. >Natürliche Arten/Putnam, >Fortschritt, >Wissenschaft, >Wissen. I 143 Nun solle man meinen, dass dies kontingente Identitäten sind. >Kontingenz. Kontingente Identität/Semantik/Bigelow/Pargetter: Wenn ihnen kontingente Identität gefällt, müssten sie die Semantik ändern. Und das ist nicht schwer: Def Verschiedenheit/neu: Statt zu sagen, dass zwei Dinge verschieden sind, wenn etwas wahr von dem einen aber nicht wahr von dem andere ist, könnten wir sagen, dass etwas nichtmodales wahr ist vom einen, aber nicht vom anderen. >Vgl. >Leibniz-Prinzip, >Verschiedenheit, >Ununterscheidbarkeit, >Unterscheidungen. Das bringt einige neue Systeme hervor. Interessant ist, dass einige dieser Systeme NNI verifizieren, während sie weiterhin NI falsifizieren. (s.o.) Bsp Es ist schwieriger zu erlauben, dass New York und Miami ein und dieselbe Stadt sind als zu erlauben, dass Miami zwei Städte sind. Notwendige Identität/BigelowVskontingente Identität/Bigelow/Pargetter: Wir sollten die Semantik entscheiden lassen und sagen, dass es einfach keine kontingente Identität gibt. Kontingente Identität/Bigelow/Pargetter: Anstatt die Semantik zu ändern, um sie doch zuzulassen sollten wir lieber erklären, warum es sie zu geben scheint: Bsp Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Bigelow/Pargetter: Russels Theorie der Kennzeichnungen liefert ein Mittel, um kontingent mit notwendigen Identitäten zu versöhnen: Behauptungen der Form Das F = das G können als kontingent analysiert werden, indem man sagt, dass die Eigenschaften F und G kontingenterweise von einem einzigen Ding ko-instantiiert werden. Das ist immer noch mit notwendiger Selbstidentität vereinbar. >Theorie der Kennzeichnungen/Russell, >Kennzeichnungen. Bigelow/Pargetter: Durch Kennzeichnungen sind die meisten kontingenten Identitäten wegerklärt worden. I 144 Introvertierter Realismus/Bigelow/Pargetter: Der introvertierte Realismus, das zeigt sich hier, kann den extrovertierten verstärken, aus dem er entsprang. >Realismus/Bigelow, >Realismus. |
Big I J. Bigelow, R. Pargetter Science and Necessity Cambridge 1990 |
| Kennzeichnungen | Cresswell | I 184 Kennzeichnung/Quantifikation/Cresswell: Bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen sind keine Quantoren. - Die Bindung ist in der Tiefenstruktur. >Quantoren, >Tiefenstruktur. Bsp Wenn du jedem Jungen einen Job anbietest, wird mancher Junge ihn ablehnen. - "Ihn" signalisiert keine Variable, die durch "einen Job" gebunden würde. - Dennoch besteht die Quantifikation in der Tiefe. >Quantifikation. II 47f Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Cresswell: nach Russell ist (24) (Ex)(GLAUBEN (a,x) u x e.β.L) möglich, weil "Der Planet, der "Phosphorus" genannt wird" außerhalb der Reichweite des Modaloperators vorkommen kann. >Reichweite, >Modaloperatoren, >Namen, >Morgenstern/Abendstern, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell. Zur Erklärung: Def Punkt-Anführungszeichen/Punkt-AZ/Sellars/Boer/Lycan: (Boer/Lycan S. 69, auch Lycan 1984(1), 285): wenn α ein Satz ist, dann ist . α . die Klasse aller Sätze, die dieselbe „linguistische Rolle“ wie α spielen. >Rollen. Lycan: . α . ist ein Prädikat, das durch einen solchen Satz erfüllt wird. >Prädikate, >Erfüllung. Damit soll seine Theorie einfacher beschrieben werden können: „glauben“: denotiert eine Relation GLAUBEN zwischen einer Person und einem Satz. Wahrheits-Schema/Glaubenssätze/Lycan: wird da so neu geschrieben: (11) [a glaubt dass α] ist wahr gdw. (Ex)(GLAUBEN(DEN (a), x) u x e . α. ). ((s) eckige Klammern: Quasi-Anführungszeichen!) Das ist alles wieder auf eine bestimmte gegebene (interpretierte) Sprache relativiert. Genauer als (11): (12) [a glaubt dass α] ist wahr in L gdw. (Ex)(GLAUBEN(DENL (a), x) u x ε . α . ). Pointe: Jetzt muss auch . α . auf L relativiert werden! . α . L: ist dann die Klasse der Sätze, die dieselbe semantische Rolle spielen wie die, die α in L. II 48 Pointe: Das erlaubt uns, über das Ding zu sprechen, das tatsächlich "Phosphorus" genannt wird und zu fragen, was passiert, wenn es nicht so genannt wird. - ((s) Außerhalb der Reichweite des Modaloperators: erlaubt eindeutigen Bezug auf das Ding). II 140 Kennzeichnungen/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Cresswell: These: Eine bestimmte Kennzeichnung ist in derselben syntaktischen Kategorie wie ein Quantor wie z.B. "jemand". Problem: Bsp "Jemand kommt nicht" bedeutet nicht dasselbe wie "Es ist nicht der Fall dass jemand kommt". >Jemand/Geach. Lösung/Russell: Verschiedene Reichweiten in modalen und doxastischen Kontexten a) (enge Reichweite) "Die Person nebenan wohnt nebenan" logisch äquivalent ist mit "genau eine Person wohnt nebenan" und daher in einem Sinne es notwendig wahr ist. b) (weite Reichweite) ... es wahr ist, dass die Person nebenan auch hätte woanders wohnen können (es also kontingent ist). >"Genau ein", >Notwendigkeit, >Kontingenz. II 149 Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Kripke/Cresswell: Kripke pro Russell in Bezug auf Kennzeichnungen - nur nicht in Bezug auf Namen. >Kennzeichnungen/Kripke, >Namen/Kripke. 1. Lycan, W.G. (1984). Logical Form in Natural Language. Cambridge, Mass: Bradfort/MIT |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Kennzeichnungen | Dummett | III (c) 151 Dummett pro Kennzeichnungstheorie: Verbale Erklärungen für unbekannte Namen helfen bei der Identifikation. >Wiedererkennen/Dummett. I 43 Es gibt heute eine anhaltende Tendenz, zu bestreiten, dass ein singulärer Term eine von seiner Bezugnahme auf diesen oder jenen Gegenstand verschiedene Bedeutung hat. DummettVs: Das erscheint in bei Eigennamen intuitiv anziehend, aber absurd bei komplexen Termini wie manchen Kennzeichnungen. Wenn einem diese Richtung sympathisch ist, kommt man nicht umhin, zu sagen, daß diese oder jene Kennzeichnung eigentlich kein singulärer Term ist. In letzter Zeit wurde argumentiert, daß sich die Kennzeichnungen in temporalen oder modalen Kontexten anders verhalten als Eigennamen. Dennoch gibt es, wie Gareth Evans gezeigt hat, Eigennamen, deren Bezug deskriptiv - durch Kennzeichnungen - festgelegt wird. >Theorie der Kennzeichnungen/Dummett, >Wiedererkennen/Dummett. |
Dummett I M. Dummett Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992 Dummett II Michael Dummett "What ist a Theory of Meaning?" (ii) In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Dummett III M. Dummett Wahrheit Stuttgart 1982 Dummett III (a) Michael Dummett "Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (b) Michael Dummett "Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144 In Wahrheit, Stuttgart 1982 Dummett III (c) Michael Dummett "What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (d) Michael Dummett "Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (e) Michael Dummett "Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 |
| Kennzeichnungen | Geach | I 46 Kennzeichnung/Geach: Hier liegt indirekte Referenz vor, Vermittlung anderer Zeichen. Dagegen: Namen: direkte Referenz, Namen haben keine Teile (Namen/Aristoteles: sind syntaktisch einfach) (Geach pro). >Namen, >Aristoteles, >Referenz, vgl. >Komplexität/Geach, >Einfachheit, >Beschreibung, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |
| Kennzeichnungen | Kripke | I 36 Erfüllung/Kennzeichnung/Kripke;: Eine Kennzeichnung wird erfüllt: Ein Gegenstand als einziger erfüllt die Kennzeichnung (Sekt-Bsp "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse". In Wirklichkeit hat er Mineralwasser im Glas, d.h. es ist eine fehlgeschlagene Kennzeichnung.) >Sektbeispiel, >Erfüllung, >Erfüllbarkeit, >Referenz, >Existenz. Scheinbare Kennzeichnung: Das Heilige Römische Reich (ist weder heilig noch römisch) ist ein verkappter Eigenname. >Eigennamen/Kripke. III 353 Kennzeichnungen/substitutionale Quantifikation: Kennzeichnungen dürfen nicht in der Substitutionsklasse auftreten. Eine notwendige und hinreichende Bedingung dafür, dass jeder Satz der referentiellen Sprache seinen Wahrheitswert behält, ist, dass, wann immer (Exi)f wahr ist ( wenn nur xi frei ist), wird eine Substitutionsklasse f" von f wahr sein (>Bedingung (6)). Das geht nicht mit einer bestimmten Kennzeichnung, selbst wenn (6) erfüllt ist. III 369 Theorie der Kennzeichnungen/Russell: ψ(ixφ(x)) wobei φ(x) atomar ist, wie folgt analysiert: (Ey)(x)(y = x ↔ φ(x)) u ψ(y)) (Wessel: "genau einer": (Ex)(P(x) u (y)(P(y) > x = y)) "Es gibt höchstens ein Ding": (x)(y)(x = y). Das ist mehrdeutig, wenn es mehr als eine Kennzeichnung gibt: Reihenfolge der Eliminierung. >Elimination. |
Kripke I S.A. Kripke Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981 Kripke II Saul A. Kripke "Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276 In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Kripke III Saul A. Kripke Is there a problem with substitutional quantification? In Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976 Kripke IV S. A. Kripke Outline of a Theory of Truth (1975) In Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984 |
| Kennzeichnungen | McDowell | I 132 Theorie der Kennzeichnungen/SearleVsRussell/McDowell: Hier ist es leicht, aufseiten Searles zu sein. (Wegen der Intentionalität). >Kennzeichnung/Searle, >Kennzeichnung/Russell. I 132/33 McDowellVsSearle: Es ist besser, Searles Wunsch aufzugeben und sich klarzumachen, worum es sich bei den nicht offensichtlichen Beschreibungen handelt. McDowell (mit Evans): Der begriffliche Bereich sollte nicht als "prädikativ" aufgefasst werden, sondern als "zu dem Bereich des Fregeschen Sinns gehörend". >Fregescher Sinn, >Begriff/McDowell, >Prädikation. I 210 McDowell These: Freges Sinn ist im Raum der Gründe wirksam. Weil Rationalität in der Gemeinschaft hier Bedingung ist, unterscheiden wir nicht zwischen verschiedenen Sinnen. >Raum der Gründe. Zirkel: Aber um Rationalität einem Subjekt zuschreiben zu können, müssten wir doch zwischen Sinnen (rationalen und irrationalen) unterscheiden. VsMcDowell: Dann brauchen wir doch irgendeine Theorie der Kennzeichnungen. Theorie der Kennzeichnungen/Russell/McDowell: Nimmt indirekten Bezug zur Welt an. |
McDowell I John McDowell Geist und Welt Frankfurt 2001 McDowell II John McDowell "Truth Conditions, Bivalence and Verificationism" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell |
| Kennzeichnungen | Prior | I 124 Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Prior: a) "das Soundso φt" b) "X denkt, dass das Soundso φt". In a) und b) hat die Kennzeichnung dieselbe Bedeutung egal ob der Gegenstand existiert oder nicht existiert - in b) hat der Satz sogar denselben Wahrheitswert. >Wahrheitswert, >Nichtexistenz, >Denken, >Gedanken. I 148 Theorie der Kennzeichnungen /Russell: singuläre Namen: "Das einzige Ding, das φt". >Namen, >Singuläre Termini. Geach: Diese Analyse hat zwei Teile: a) Explizit prädikativer Gebrauch: "x ist das einzige Ding, das φt" b) Gebrauch als scheinbares Subjekt: kann als Explikation eines impliziten prädikativen Gebrauchs erklärt werden: "Das einzige Ding das φt, ψt." >Prädikation, >"Genau ein". a) Als "Etwas, das.." b) "Wenn etwas...". Prior: Lösung für Nichtexistentes - Problem: unterschiedliche Reichweite: a) Als Teil eines komplexen Prädikats: "Etwas ist beides das-einzige-Ding-das-φt und nicht ψt". b) Als Teil eines komplexen Satzes: "Es ist nicht der Fall dass..". Kennzeichnungen: sind sinnvoll: "der φ-er existiert nicht" nicht bei logischen Eigennamen "dies". >Reichweite, >Enge/weite Reichweite. I 152 Sekt-Bsp/PriorVsRussell: Russell hat übersehen, dass Kennzeichnungen auch anders gebraucht werden können: "der Mann da drüben" sagt nicht von etwas aus dass es "Mann ist" oder dass es "drüben ist". - Wenn es wahr ist, dass derjenige klever ist, dann auch, wenn es eine verkleidete Frau ist - Zuschreibung verlangt keine korrekte Identifikation - es wird nur verlangt, dass es "der einzige..." ist. >Kennzeichnungen/Russell. Erklärung/(s): Sekt-Beispiel: "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse" – Der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas. >Referenz, >Wahrheitswert/Prior, >Meinen. |
Pri I A. Prior Objects of thought Oxford 1971 Pri II Arthur N. Prior Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003 |
| Kennzeichnungen | Quine | I 320 Elimination von singulären Kennzeichnungen: keine Wahrheitswertlücken mehr, sondern jetzt sind alle Aussagen, die sie enthalten, falsch: "..y.. und ausschließlich y" statt "y=(ix)(..x..)" wenn auf nichts zutreffend. >Wahrheitswertlücken. I 328f Kennzeichnungen wiederbelebt: sie sind jetzt in allen Positionen möglich. - Sokrates ist dann wieder als singulärer Term definierbar. Zitate: Namen von sprachlichen Gebilden - sie bringen die nichtbezeichnenden Vorkommnisse der entsprechenden Termini zum Verschwinden. II 75 ff Russell/Theorie der Kennzeichnungen: Termini werden nicht durch Äquivalenz, sondern durch Paraphrase definiert - Bezugnahme ist nur simuliert, nicht festgelegt. >Referenz, >Äquivalenz, >Definition. VII (i) 167 Kennzeichnungen/Quine: sind singuläre Termini. III 279 Kennzeichnung/Synonymie/Quine : ob eine Kennzeichnungsprämisse überhaupt zur Verfügung steht, hängt von einer angemessenen Übersetzung ab, und diese wiederum von dem vagen Begriff der Synonymie. Was für uns synonym ist, hängt davon ab, was man in seiner individuellen Lerngeschichte zuerst kennengelernt hat. Lösung/Quine: wir trennen die Logik von der Empirie ab, indem wir die Priorität der Prädikate betonen: wir bestehen darauf, dass das, was wir durch Anschauung lernen, niemals Bezeichnungen, sondern nur Prädikate sind. ((s) Diese gebrauchen wir dann in den Kennzeichnungen als Bausteine.) III 280 Prädikat/Quine: (statt Kennzeichnung) soll dann nur auf dieses (gezeigte) Objekt zutreffen. Dann erklären wir „(ix)Fx“ als die eigentliche Bezeichnung, wobei „F“ für dieses Grundprädikat steht. Das betrifft gar nicht die Erkenntnistheorie. Kennzeichnung/sing Term/Quine: dann hindert uns nichts mehr, alle singulären Termini als Kennzeichnungen anzusehen! Dann brauchen wir, wenn Bsp „Der Autor von Waverley“ gegeben ist, uns nicht damit aufzuhalten, das richtige „F“ für die Übersetzung in die Kennzeichnung „(ix)Fx“ zu suchen. Wir lassen folgendes zu: „(ix)(x ist Zerberus)“ (>Einhorn als >Kennzeichnung). Jede weniger stümperhafte Übersetzung würde sich davon höchstens in der Deutlichkeit, nicht aber in der Bedeutung unterscheiden. Singuläre Termini/Quine: alle als Kennzeichnungen zu behandeln, bringt den Vorteil, III 281 einen Unterschied zu nicht kennzeichnenden singulären Termini zu ersparen. Der Streit über Kennzeichnungen wird zu einem über Prädikate. III 293 Kennzeichnung/Gleichheitszeichen/Quine: wenn wir das Gleichheitszeichen haben, können wir uns den Luxus leisten, Kennzeichnungen einzuführen, ohne sie als primitive Grundbegriffe rechnen zu müssen. Denn mit dem Gleichheitszeichen können wir eine Kennzeichnung aus jedem Satz eliminieren. >Gleichheitszeichen/Quine. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| Kennzeichnungen | Russell | Cresswell I 117 Kennzeichnungen/Russell: Kennzeichnungen sind niemals Namen. Andere Autoren VsRussell: Kennzeichnungen sind doch Namen, aber nicht von normalen Gegenständen, sondern von intensionalen Objekten (verschiedene Gegenstände in verschiedenen Welten). CresswellVs intensionale Objekte. >Gedankenobjekte, >Glaubensobjekte, >Mentale Objekte. Geach I 61 Kennzeichnung/Russell: ist nie ein Name: Bsp Der Herzog von Cambridge ist auch eine Kneipe, aber der Herzog verkauft kein Bier. Newen I 90 Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Bsp 1. Es gibt mindestens einen Autor von "Waverley" (Existenzbehauptung) 2. Es gibt höchstens einen Autor von "Waverley" (Eindeutigkeitsbehauptung) 3. Wer immer "Waverley" geschrieben hat, war Schotte (Aussagengehalt) Bsp Der gegenwärtige König v. Frankreich/leere Namen: mindestens ein König von Frankreich ist kahl - 2. Höchstens ein - 3. wer immer...ist kahl. Bsp Identität: Mindestens einer denunzierte Catilina - 2. Höchstens einer... - 1* mindestens einer schrieb "De Oratore" - 2* höchstens einer... - 3. Wer immer Catilina denunzierte, schrieb... Bsp negative Existenzsätze: "Es ist nicht der Fall, dass 1. Mindestens einer... 2. Höchstens einer... RussellVsFrege: Damit vermeidet man, dass man Fregeschen Sinn als abstrakte Entität annehmen muss. Wahrheitswert-Lücken/RussellVsFrege: auch sie werden damit vermieden. >Fregescher Sinn, >Wahrheitswertlücke. I 92 Pointe: Sätze, die von einem Subjekt zu handeln schienen, werden jetzt aber zu allgemeinen Sätzen über die Welt. Russell I VIII Bsp Waverley - alle wahren Sätze haben dieselbe Bedeutung - Bsp "Autor v. Waverley" ist keine Beschreibung von Scott. - Beschreibung (Kennzeichnung) ist nicht gleich Behauptung. - Diese bezeichnet kein Objekt. StrawsonVs. >Russell: Ein Satz mit "Waverley" sagt nichts über Scott, da er ihn nicht enthält. I 46 Bestimmte Kennzeichnung/Russell: immer im Singular Bsp "Vater von" aber nicht "Sohn von" (nicht eindeutig - setzt immer Anführungszeichen ohne "das" voraus: "φx": "x ist φ" - statt (ix)(φx) kurz "R'y": das R von y, "der Vater von y". Kennzeichnende Funktion, nicht Aussagenfunktion - alle mathematischen Funktionen sind kennzeichnende Funktionen. >Funktion/Russell. I 96 Kennzeichnung/Principia Mathematica(1)/Russell: "Der Verfasser von Waverley" bedeutet gar nichts - wir können (ix)(φx) nicht definieren, nur seinen Gebrauch. >Definition, >Definierbarkeit. Flor III 122 Kennzeichnungen/Russell/Flor: sind keine Namen. Grund: sonst ergäbe sich eine reine Trivialität: "a=a" oder etwas falsches. Bsp "Den Schneemenschen gibt es nicht" ist etwas anderes als zu sagen: "Paul gibt es nicht". Kennzeichnungen: unvollständige Symbole. - ((s) Wenn Kennzeichnungen Namen wären, könnten sie nicht fehlschlagen.) >Unvollständiges Symbol, >Eigennamen. 1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press. |
Russell I B. Russell/A.N. Whitehead Principia Mathematica Frankfurt 1986 Russell II B. Russell Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989 Russell IV B. Russell Probleme der Philosophie Frankfurt 1967 Russell VI B. Russell Die Philosophie des logischen Atomismus In Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993 Russell VII B. Russell On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit" In Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996 Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 New II Albert Newen Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005 Newen I Albert Newen Markus Schrenk Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008 Flor I Jan Riis Flor "Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie" In Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993 Flor II Jan Riis Flor "Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus" In Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993 Flor III J.R. Flor "Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse" In Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993 Flor IV Jan Riis Flor "Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution" In Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993 |
| Kennzeichnungen | Searle | II 317 Kennzeichnung/Frege: Kennzeichnungen liefern den Sinn, aber keine Definition. (Sonst wäre Aristoteles analytischerweise Alexanders Lehrer.) >Definition, >Analytizität, >Sinn, >Bedeutung, >Eigennamen. II 319 Kennzeichnung/SearleVsKripke: Einige Kennzeichnungen sind sehr wohl starr: wenn sie die Identitätsbedingung für den Gegenstand beinhalten. Bsp "Der Gegenstand, den ich wahrnehme". Außerdem: Jede Kennzeichnung kann starr gemacht werden, indem wir die wirkliche Welt als Index nehmen, dann ist "Der Erfinder der bifokalen Gläser" eindeutig. >Starrheit, >Mögliche Welt. V 146 Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Searle: Jeder Satz mit Referenz kann durch einen Existenzsatz ersetzt werden. >Kennzeichnung/Russell. Searle: Das ist die wahre Entdeckung der Theorie der Kennzeichnungen. V 236ff Theorie der Kennzeichnung/Russell: Satz mit Kennzeichnung: hat versteckte Existenzbehauptung. SearleVsRussell: Ein propositionaler Akt (Ausdruck der Proposition, bestimmte Referenz) kann niemals identisch sein mit dem illokutionären Akt der Behauptung (der propositionale Akt ist Teil des illokutionären Akts). ((s) Referenz ist nicht gleich Existenzbehauptung.) V 240 Searle: Daraus, dass ein Sprechakt nur unter bestimmten Umständen (Bedingungen) vollzogen werden kann folgt nicht, dass der bloße Vollzug schon behauptet, die Voraussetzungen seien erfüllt, Bsp "Bring dies dem König von Frankreich" ist keine Behauptung und enthält auch keine. >Sprechakte. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Kennzeichnungen | Stalnaker | I 210 Identität/Kennzeichnung/Stalnaker: Es gibt verschiedene Kennzeichnungen: Bsp Morgenstern/Abendstern, Superman/Clark Kent. >Intentionen, >Opazität. Nicht verschieden: Nicht verschieden sind jedoch Cicero und Tullius. - Wer nicht weiß, dass Cicero = Tullius, kann dennoch ein kompetenter Benutzer des Namens sein. >Sprachgebrauch, >Kompetenz. Die Person kann auch Überzeugungen über Tullius ausdrücken, denn sie weiß, dass Tullius auf Tullius referiert. >Referenz, >Überzeugungen, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell. |
Stalnaker I R. Stalnaker Ways a World may be Oxford New York 2003 |
| Namen | Geach | I 46f Eigennamen/Geach: Namen haben eine direkte Referenz, Namen haben keine Teile (Aristoteles: syntaktisch einfach) (Geach pro). Kennzeichnung: indirekte Referenz, Vermittlung anderer Zeichen, Kennzeichnungen können zusammengesetzt sein. I 143 Kalkül des natürlichen Schließens/Gentzen/Geach: Hier gibt es "mögliche Namen". >Existenzeinführung. Aber nicht Quantifikation über sie. GeachVsQuine: so kann er Namen nicht mehr als "verdeckte Kennzeichnungen" auffassen. >Namen/Quine, >Kennzeichnungen/Quine, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell. I 155 Namen/Geach: Nicht die Kenntnis der Kausalkette ist wichtig, sondern ihre Existenz. - Das Recht einen Namen zu gebrauchen, kann bestehen auch wenn man das nicht weiß. >Kausaltheorie der Namen. Russell: ein Eigenname muss etwas benennen (Geach pro). >Namen/Russell. GeachVsRussell: Dann gibt es aber einen Fehlschluss auf: "Nur ein Name, der etwas benennen muss, ist ein Name". Ebenso falsch: Fehlschluss von "Was man weiß, muss sein" auf "Nur was so sein muss, kann gewusst werden". >Wissen, >Wahrheit. I 162 Quasi-Namen/Geach: Diese gibt es z.B. in Lexika, für fremde Gottheiten. - Quasinamen erscheinen nur in Objektposition nach intentionalen Verben. - Keine "Existenz 2. Grades". - Es gibt kein Identitätskriterium um zu entscheiden, ob verschiedene Völker denselben Gott verehren. >Identitätskriterien, >Glaubensobjekte. I 208 Namen/Geach: Ob etwas ein Eigenname ist, hängt nicht davon ab, wem er verliehen wird. - Quasianführung ist kein Name! >Quasi-Anführung. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |
| Natürliche Arten | Schiffer | I 37 Beschreibungstheorie/natürliche Art/Zwillingserde/Schiffer: keine Lösung: "die Wesen, die kospezifisch mit den so und so aussehenden Wesen sind, denen ich begegnet bin". >Zwillingserde, >Beschreibungstheorie, >Identifikation, >Referenz. Dann referiert "Katze" auf beides! (Auf Katzen und Zwillingserden-Katzen). - Das geht nicht (s.u.). Glauben darf dabei nicht einstellig sein, dann wäre er nicht auf die Person indiziert - (dann hätten beide sowieso denselben Glauben). >Überzeugungen. I 41 Natürliche Art/Glauben/Überzeugung/Schiffer: Problem: Die Theorien von Kripke/Putnam für natürliche Arten sind für Glaubensprädikate ungeeignet. Kripke: Bsp ursprünglicher Begriff "Hund": "diese Art Ding" - (paradigmatische Instanzen). >Theorie der Kennzeichnungen, >Kennzeichnungstheorie/Russell, >Natürliche Art/Kripke, >Natürliche Art/Putnam, >Zwillingserde/Putnam, >Glaubenseigenschaften. I 54 Natürliche Art/Proposition/Glauben/Schiffer: Bsp Tanya glaubt, dass Gustav ein Hund ist - Problem: die Proposition kann nicht der Glaubensinhalt sein, denn es gibt keine Darstellung der Rolle, die der Natürliche-Art-Begriff "Hund" hier spielt 1. Möglichkeit: Dass-Satz mit Prädikat, das auf Eigenschaft (Hundheit) referiert - (Klassisch: diese werden direkt in die Proposition eingeführt). 2. Frege: Proposition enthält nicht Hundheit, sondern eine Weise des Gegebenseins, die das ist, wie Tanya sich Hundheit vorstellt (Glauben de re!) Problem: Dann referiert der Dass-Satz nicht auf den vollständigen Inhalt des Glaubens, sondern z.B. (Em)(m ist eine Weise des Gegebenseins von Hundheit & B (Tanya, )) ((s) Man weiß nicht, wie Tanya sich einen Hund vorstellt) - dann kann (3) nicht der Inhalt des Glaubens sein: (3) ‹Gustav, die Eigenschaft, ein Hund zu sein› Natürliche Art: Es kann sein, dass es gar keine nicht-pleonastische sprachunabhängige Eigenschaft gibt, ein Hund zu sein. I 55 Natürliche Art/Wittgenstein/Putnam/Kripke: Nicht durch Beobachtungstermini (bzw. beobachtbare Eigenschaften) zu definieren. - Denn uns fehlen geeignete Ausdrücke für hundemäßige Erscheinungen und Verhalten. Richtig: Eigenschaften der Bekanntschaft/Russell. >Bekanntschaft. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Quantoren | Russell | Hintikka I 173 Quantifikation/Quantor/Bekanntschaft/Beschreibung/Russell/Hintikka: bei Russell gehen die Quantoren (bzw. der Bereich der gebunden Variablen) nur über Objekte der Bekanntschaft. ((s) Physisch präsente Dinge). Kennzeichnung/Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Kennzeichnungen werden eliminiert im Kontext zugunsten von Quantoren. Es gibt nur noch Quantoren und gebundene Variablen. >Gebundene Variablen. Russell/Hintikka: man könnte ihn so paraphrasieren: „der Begriff „ist immer wahr“ kommt als einziges in den Propositionen vor, die ursprünglich bestimmte Kennzeichnungen enthielten. Kraft/Russell/Hintikka: Die Kraft ((s) semantische Kraft) der reduzierten Propositionen hängt vom Individuenbereich der Variablen ab. Pointe/Hintikka: Nun ist es nur ein Teil der Geschichte, dass Russell erfolgreich nicht-existente Objekte eliminiert hat (Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl). Seine Reduktion geht weiter: Quantor/Russell/Hintikka: Die Quantoren gehen nur über Objekte der Bekanntschaft. ((s) Objekte, von denen wir nur durch Beschreibung wissen, sind nicht zugelassen, über sie darf bei Russell nicht quantifiziert werden. Das ist mehr als die Elimination von nichtexistenten Objekten, denn es gibt auch existierende Objekte, die wir nur durch Beschreibung kennen). Hintikka I 173 Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: Ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905(1) ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft. >Bekanntschaft. I 174 Hintikka: Dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft. Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der existentiellen Generalisierung (EG) führt. Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „Der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) . „Ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt „wusste nicht“. Sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei. I 175 Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: Warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten? Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: Gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist. Hintikka I 178 Quantor/Quantifikation/HintikkaVsRussell: Russell verwechselt systematisch zwei Arten von Quantoren. (a) der Bekanntschaft, b) der Beschreibung). Problem: Russell hat nicht erkannt, dass der Unterschied nicht allein in Bezug auf die aktuale Welt definiert werden kann! Lösung/Hintikka: Wir brauchen eine Relativierung auf Mengen von möglichen Welten, die mit den verschiedenen propositionalen Einstellungen wechseln. >Mögliche Welten, >Propositionale Einstellungen. Hintikka I 180 Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der Beschreibung siehe auch intensionale Objekte). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt. Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher. 1. Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind. Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable. 2. Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell). Hintikka I 180 Quantoren/HintikkaVsRussell: Jetzt können wir sehen, warum Russell nicht zwischen verschiedenen Quantoren unterschied (Bekanntschaft/Beschreibung): Für ihn waren Quantoren nur notationale Muster, und für sie braucht man den Bereich der möglichen Interpretation nicht festzulegen, daher macht es auch keinen Unterschied, wenn sich der Bereich ändert! Quantifikation/Russell: für ihn war sie implizit objektional (referentiell) jedenfalls nicht substitutional. >Bereiche, >Referentielle Quantifikation, vgl. >Substitutionale Quantifikation. 1. Russell, B.(1905). On Denoting. Mind 14 (56):479-493 |
Russell I B. Russell/A.N. Whitehead Principia Mathematica Frankfurt 1986 Russell II B. Russell Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989 Russell IV B. Russell Probleme der Philosophie Frankfurt 1967 Russell VI B. Russell Die Philosophie des logischen Atomismus In Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993 Russell VII B. Russell On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit" In Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996 Hintikka I Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996 Hintikka II Jaakko Hintikka Merrill B. Hintikka The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989 |
| Referenz | Schiffer | I 69 Neue Theorie der Referenz/Putnam/SchifferFrege-Russellsche Kennzeichnungstheorie für Glauben de re: in Bezug auf materielle Einzeldinge (Lewis, Loar, Schiffer, Stalnaker). - SchifferVs. >Theorie der Kennzeichnungen/Russell >Referenz/Putnam >Referenz/Lewis >Referenz/Stalnaker >Überzeugungen de re >Überzeugung/Frege >Überzeugung/Russell. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Übersetzung | Searle | V 236 Übersetzung/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Searle: Russell/These: Übersetzung ist nie eine >Analyse. Sie ist bloß ein >Analogon. V 64 Konvention/Übersetzung/Searle: Dass man im französischen "je promets" und im englischen "I promise" sagt, ist eine >Konvention. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Wahrheitswert-Lücke | Quine | I 307 Warhehitswertlücke/Nicht-Existenz/Quine: Wir haben " existiert" als (Ex)(y=x) aufgefasst was ebenso wie "x=x" auf alles zutrifft. Aber auch bei diesem Vorgehen ergeben sich Anomalien. Es scheint doch seltsam, dass "Pegasus existiert" falsch sein soll, wenn "(x)(x existiert) wahr ist und "Pegasus" eine rein bezeichnende Position einnimmt. Irgendwas ist faul, wenn man Pegasus die rein bezeichnende Position zubilligt. I 308 Der Sinn sollte ja sein, dass der betreffende Term ausschließlich zur Angabe eines Gegenstands verwendet wird, über den der übrige Satz etwas aussagen kann. Wir können das "Wahrheitswertlücken" (der Ausdruck stammt von Strawson) nennen. Bei offenen Sätze haben wir uns nicht daran gestört, dass sie keinen Wahrheitswert besitzen, doch die sind schon an der Schreibweise zu erkennen. Hier sind die Lücken gerade deshalb störend, dass man sie nicht erkennt. Vielleicht am besten mit dreiwertiger Logik („unentscheidbar“)? QuineVs: man nehme nun nicht an, die Schwierigkeiten kämen aus einer pedantischen Unterscheidung zw. wahr und dem, was weder wahr noch falsch ist. Würde man beide Kategorien unter der Rubrik des Falschen zusammenfassen, so wäre damit nichts gewonnen. Denn sie sind dadurch voneinander unterschieden, dass die eine Kategorie die Negationen aller ihrer Elemente enthält, während die andere keine einzige Negation ihrer Elemente enthält. I 318 Singuläre Kennzeichnungen "der" "die" "das" Bsp "der Untergang der Sonne" Iota Operator "i" (umgedreht, ohne Punkt) (ix)(...x...) "Dieses x, für das gilt" Hier wird durch Zusatzinformationen (wie in § 33) keine Synonymie beansprucht. Die durch den kanonischen Rahmen ermöglichte logische Theorie behandelt mehrdeutige Termini und Indikatorwörter so, als hätten sie festgelegte Bezugsgegenstände. I 319 Vergleichen wir nun die Identitätsaussage "y = (ix)(...x...)" mit der Quantifikation: (1) (x)(...x...dann und nur dann, wenn x = y) kann man kurz lesen als "...y...und ausschließlich y". Wenn entweder (1) oder die Umformulierung auf einen Gegenstand y zutreffen, sind vermutlich beide wahr. Dennoch können sich beide in Bezug auf Wahrheitswertücken in ihren Falschheitsbedingungen unterscheiden! Denn diese Lücken kann man so auffassen, dass "y = (ix)(...x...)" in Bezug auf jeden Gegenstand y kein Wahrheitswert zukommt, wenn es auf keinen zutrifft, während "...y...und ausschließlich y" in Bezug auf jeden Gegenstand einfach falsch ist, wenn es auf keinen zutrifft. Also können wir unsere Abneigung gegen Lücken einfach in die Tat umsetzen und "y = (ix)( ...x...) mit "...y...und ausschließlich y" gleichsetzen und dementsprechend die Wahrheitswertlücken von "y = (ix)(...x..)" mit dem Wahrheitswert falsch füllen. Dieser Schritt ermöglicht es uns, die singulären Kennzeichnungen überhaupt zum Verschwinden zu bringen. I 327 Definition/Singuläre Termini/Wahrheitswertlücken/Quine: wenn wir Definitionen als Anweisungen zur Transformation singulärer Termini auffassen, können wir das Ärgernis der Wahrheitswertlücken vermeiden: I 328 Die Definition der singulären Kennzeichnungen ist dann einfach wie folgt: Def Singuläre Kennzeichnung: Schreibe "y = (ix)(...x...)" und " (ix)(...x...) existiert" als Notationsvarianten von "...y...und ausschließlich y". Und unter Rückgriff auf §37: Schreibe " (ix)(...x...) " als Abkürzung von (7) (Ey)[y = (ix)(...x...) und y ], (In dieser Darstellung haben wir " y " als beliebigen offenen Satz.) Wenn man die drei Teile der oben genannten Definition nacheinander und wiederholt anwendet, so reichen sie aus, um "(ix)(...x...)" jeder Position, in der freie Variablen vorkommen können wieder zugänglich zu machen. I 389/90 Konditional: Das indikativische Konditional ist unproblematisch. In unquantifizierter Form " wenn p dann q" wird es vielleicht am besten so wiedergegeben, dass es eine Wahrheitswertlücke enthält (§ 37), wenn sein Antezedens falsch ist.(Siehe auch EFQ (ex falso quodlibet): ex falso quodlibet). I 449 Im Fall des indikativischen Konditionals sind die Ausgangsprobleme die Wahrheitswertlücken, und die Unklarheit der Wahrheitsbedingungen. Sie werden gelöst, indem wir zugunsten einer Wahrheitsfunktion auf das indikativische Konditional verzichten können. I 447 StrawsonVsRussell: Strawson hat Russells Theorie der Kennzeichnungen falsch genannt aufgrund ihrer Behandlung der Wahrheitswertlücken. III 282 Wahrheitswertlücke/Quine: stammt aus der Alltagsprache, in der Logik müssen wir sie füllen. Und sei es willkürlich. Jeder Satz soll einen Wahrheitswert (wahr oder falsch) haben. XI 39 Kanonische Notation/Quine/Lauener: schließt Wahrheitswertlücken. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| Wissen | Russell | Frank I 654ff Proposition/Wissen/Russell: Man kann Propositionen wissen, auch wenn man nicht mit allen Bestandteilen bekannt ist. >Proposition, >Aussage. Donald Davidson (1987) : Knowing One's Own Mind, in: Proceedings and Adresses of the American Philosophical Association LX (1987),441 -4 58 Russell IV 116 Wissen/Falsches Wissen/Russell: Bsp Jemand glaubt, dass der Name des Premierministers mit B beginnt (Bannerman ist richtig) - er denkt aber, Balfour sei Premierminister - kein wahres Wissen. Hintikka 167 Wissen/wer/was/wo/HintikkaVsRussell: Russell kann nicht explizit Konstruktionen der Form weiß + W-Satz analysieren. Allgemein: (10) a weiß, wer (z.B. x) ist so, dass A(x) wird zu (11) (Ex) a weiß, dass A(x). Hintikka: Das geht aber nur, wenn wir Russells Ansatz modifizieren: Problem: Die existenzielle Generalisierung bricht jetzt zusammen auf eine Weise, die nicht auf die Nichtexistenz zurückgeführt werden kann, und die nicht mit Russells Theorie der Kennzeichnungen analysiert werden kann. >Existentielle Generalisierung, >Theorie der Kennzeichnungen. Problem: für jede Person gibt es eine Menge Leute, deren Namen sie kennt und von deren Existenz sie weiß, aber von der sie nicht weiß, wer sie sind. ((s) Prominente, Leute, von denen man gehört hat, Hörensagen) nicht Bekanntschaft, sondern durch Beschreibung. I 168 Bsp Charles Dodgson war für Queen Victoria jemand, von dem sie gehört hatte, den sie aber nicht kannte. Problem: Wenn wir annehmen, dass (11) die richtige Analyse von (10) ist, gilt (12) ~(Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x) Aber das ist trivial falsch, auch nach Russell. Denn folgendes ist sicher wahr: (13) Victoria wusste, dass Dodgson = Dodgson) Existentielle Generalisierung/EG: ergibt dann (14) (Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x) Also genau die Negation von (12) Widerspruch. Kennzeichnungen/Hintikka: sind hier gar nicht involviert. Daher kann Russells Theorie der Kennzeichnungen hier auch nicht helfen. I 170 Existentielle Generalisierung/EG/Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Russell/Hintikka: Welche Wege hätten Russell offen gestanden? Wissen-wer/Russell/Hintikka: Russell selbst spricht sehr oft von der Äquivalenz des Wissens, wer etwas tat, mit der Existenz eines Individuums, von dem bekannt ist, dass es das tat. >Identifikation, >Individuation. |
Russell I B. Russell/A.N. Whitehead Principia Mathematica Frankfurt 1986 Russell II B. Russell Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989 Russell IV B. Russell Probleme der Philosophie Frankfurt 1967 Russell VI B. Russell Die Philosophie des logischen Atomismus In Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993 Russell VII B. Russell On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit" In Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| Identität | Cresswell, M.J. | I 117 Identität/intensionale Sprache/Cresswell: hier gibt es zwei Strategien: 1. basiert auf Russells Theorie der Kennzeichnungen: These Kennzeichnungen sind niemals Namen. 2. Kennzeichnungen sind doch Namen, wenn auch nicht von normalen Gegenständen sondern von intensionalen Objekten (verschiedenen Objekten in verschiedenen möglichen Welten). Cresswell: These pro Neo-Russell, CresswellVsintensionale Objekte. |
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