Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Behauptende Kraft Brandom I 142
Kraft/Brandom: ist wichtig, weil es nicht auf das Wort "wahr" ankommt, sondern auf die behauptende Kraft, mit der der Satz ausgesprochen wird - Unterschied, ob man sich auf einen Gegenstand bezieht, oder über ihn etwas sagt, d.h. eine Tatsache feststellt. >Behauptungsstrich.
I 142
Behauptende Kraft statt Bedeutung des Wortes "wahr" - Grund: hat inferentielle Kraft - es geht um ein Ableitungsschema, nicht um eine inhaltliche Tatsache. - Kraft: pragmatische Signifikanz. Vgl. >Bedeutungstheorie/Dummett.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Behauptende Kraft Geach I 262
Behauptende Kraft/Geach: Die Behauptende Kraft ((s) einer Aussage) zeigt sich daran, dass ein Satz nicht in einem längeren eingeschlossen ist. Der Behauptungsstrich fügt keinen Begriff hinzu - daher darf er nicht mit "Es ist wahr, dass.." verwechselt werden. - ("Wahr" kann auch in einem nichtbehauptenden Satz vorkommen, ohne dessen Sinn zu verändern).
Fehler: daraus abzuleiten, dass es "der Existenz keinen Begriff hinzufügt" (GeachVsHume).
Der Behauptungs-Strich ist ein undefinierbarer Grundbegriff, er ist nicht erklärbar.
VsZuschreibungstheorie: Dem Prädikat "schlecht" eignet nicht mehr behauptende Kraft als irgendeinem anderen Prädikat, nämlich gar keine. >Behauptende Kraft, >Behauptungsstrich.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Behauptungen Frege II 29
Behauptungssatz/Behauptung/Frege: Ein Behauptungssatz ist wie eine Gleichung. Er hat zwei Teile - einer gesättigt, einer ungesättigt. >Gleichung, >Ungesättigt. Funktion: Die Funktion ist die Bedeutung des ungesättigten Teils: Bsp "eroberte Gallien".
Argument: Cäsar (sic ohne Anführungszeichen). ((s) Anführungszeichen/(s): das Argument wird nicht in Anführungszeichen gesetzt.) ((s) Die Person ist das Argument, nicht der Name.) - ((s) >Russell: Der Gegenstand selbst kommt im Satz vor.)>Funktion.
II 32
Behauptung/Behaupten/Bezeichnen/Frege: mit Urteilsstrich: bezeichnet nichts - sondern behauptet etwas - es gibt nur entweder Behaupten oder Bezeichnen. Vgl. >Urteil.
IV 52
Gedanke/Frege: Es gibt keinen vollständigen Gedanke ohne Zeitbestimmung. Dann ist er aber auch zeitlos wahr oder falsch. Ausdruck/Behauptung/Frege: Unterschied: Zeitbestimmung: gehört zum Ausdruck. Wahrheit: gehört zur Behauptung und ist zeitlos. Zeitloses gehört nicht zur Außenwelt. >Gedanken.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Behauptungen Tugendhat I 244
Behauptung/Asymmetrie/Tugendhat: die Bejahung oder Verneinung beziehen sich beide Male auf etwas auf Seiten des Sprechers, nicht auf Seiten des Hörers - insofern entspricht die Situation nicht dem Reiz-Redaktion-Schema.
I 273
Spiel/Gewinn/Tugendhat: wichtig, weil es um die Motivation geht, die eine oder andere Seite im Spiel zu übernehmen - Vermischung von Behauptung und Verantwortung.
I 279
Behauptung/Gegenstand/Wahrheit//Tugendhat: das Charakteristische der assertorischen Rede ist, dass sie auf Wahrheit bezogen ist und deswegen ist sie gegenstandsbezogen - diese Gegenstände können wir als "Sachverhalte" bzw. "Gedanken" oder "Propositionen" bezeichnen - anders als Frege: nicht Wahrheit als Gegenstand.
I 281ff
Behauptung gehört notwendig zur Bedeutung, weil die Wahrheitsbedingungen zur Bedeutung gehören > Behauptungsstrich, >Urteilsstrich/Frege.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Redundanztheorie Frege II 49
Redundanztheorie/Frege: (Ramsey vorweggenommen): Die Behauptung der Wahrheit liegt in der Form des Behauptungssatzes. >Behauptung, >Behauptende Kraft. Behauptende Kraft/Frege: Die behauptende Kraft fehlt z.B. im Theater, beim Schauspieler. Hier ist der Gedanke derselbe, aber ohne Wahrheitswert. Vgl. >Wahrheitswert-Lücke.
Vgl. >Theorie der Kraft/Dummett, >Urteilsstrich.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Urteile Urteil: Die Verwendung des Begriffs des Urteils ist nicht einheitlich. Wenn das Urteil als die Feststellung des Wahrheitswerts („wahr“ oder „falsch“) einer Aussage aufgefasst wird, wird dies graphisch explizit dargestellt, z.B. mit dem von G. Frege eingeführten Urteilsstrich I-. Siehe auch Wahrheitswert, Urteilsstrich, Satz, Aussage, Äußerung, Behauptung.
Urteile Frege II 32
Urteil: Das Urteil ist das Fortschreiten vom Gedanken zu seinem Wahrheitswert. >Gedanke, >Wahrheitswert.
II 47
Urteilsstrich/Frege: Mit dem Urteilsstrich wird etwas behauptet. Dagegen: mit "2 + 3 = 5" wird nur ein Wahrheitswert hingeschrieben. Mit dem Urteilsstrich wird gleichzeitig gesagt, dass der Wahrheitswert das Wahre sei. >Urteilsstrich.

IV 56
Urteil/Frege: Bsp Wenn der Angeklagte zur Tatzeit in Rom war, kann er die Tat nicht begangen haben. Ein Urteil, drei Gedanken.
IV 63
Es ist falsch zu glauben, dass ein Urteil einen Zusammenhang oder Ordnung stifte. >Ordnung.
IV 65
Urteil: ist ein seelischer Vorgang. Es bedarf eines Trägers. Vgl. >Aussage. Negation/Verneinung: bedarf keines Trägers. >Negation.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993