Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
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Fixpunkte Logik-Texte Read III 196
Kripkesche Fixpunkte/Read: 1. Wahrheitsbedingungen und Falschheitsbedingungen trennen (d.h. Falschheit ist nicht gleich Nichtwahrheit) 2. Zwei Satzmengen S1: wahre, S2 falsche Sätze
3. Auf jeder Ebene Bewertung vornehmen, dadurch höhere Stufe - so alle Sätze "aufsammeln".(1)
Fixpunkt/(s): wo Bewertung mit Input identisch.
Read: Erfolg: dann schlägt die Erweiterung fehl. - D.h. die >Metasprache (MS) enthält keine weiteren W-Zuschreibungen als die >Objektsprache (OS).
RE III 197
Kripkesche Fixpunkte/Kripke: die Erweiterung schlägt fehl: Metasprache bringt keine weiteren Wahrheitszuschreibungen - Paradox am Fixpunkt ohne Wahrheitswert - Falschheit nicht gleich Nicht-Wahrheit!
Re III 197
Wahrheitsprädikat/Kripkesche Fixpunkte/Read: wir trennen die W-Prädikate Wahrheit und Falschheit. - Das W-Prädikat wird das Paar (S1,S2) gebildet, wobei S1 die wahren und S2 die falschen Sätze enthält - 1. Stufe: hier hat ein Satz Bsp ""Schnee ist weiß" ist wahr" keinen Wahrheitswert (WW), weil die Bewertung auf dieser Stufe nicht möglich ist - Lösung: schwache Matrizen zur Bewertung von zusammengesetzten Sätzen, von denen ein Teil ohne Wahrheitswert ist. - (A v B) ist ohne Wahrheitswert wenn eins von A oder B keinen Wahrheitswert hat - (>partielle Interpretation, >Wahrheits-Prädikat.)
Re III 198
Fixpunkt/Kripkesche Fixpunkte/Kripke/Read: der Fixpunkt wird durch transfinite Induktion erreicht - rekursiv oder sukzessiv mit Teilbewertungen (partielle Interpretation). - 1. transfinite Stufe: alle endlichen Teilbewertungen von S1 und S2 werden getrennt aufgesammelt. - Pointe: an einem frühen Punkt (vor Hinzufügung aller möglichen Sätze) gelingt es der Neuinterpretation des W-Prädikats nicht mehr, etwas Neues hinzuzufügen. - Sonderfall des Resultats über Fixpunkte normaler Funktionen über Ordinalzahlen. - φ/f: repräsentiert die Operation des Erweiterns durch Aufnahme neuer Interpretationen . Fixpunkt: hier ist f (S1,S2) = (S1,S2).
Re III 200
Unfundierte Aussagen: durch die Trennung von S1 und S2 bleiben einige Aussagen ohne Wahrheitswert. - Bsp "diese Aussage ist wahr" - sie hat keinen Wahrheitswert am minimalen Fixpunkt. - Eine Ebene höher können wir ihm einen willkürlichen Wert geben - aber nicht dem Lügner (siehe Lügner-Paradox). Paradoxie/Kripke: folgt Tarski: sie kann nicht in der eigenen Sprache ausgedrückt werden - die gesamte Diskussion gehört zur Metasprache, ebenso wie die Prädikate: "paradox", "unfundiert". Sie gehören nicht zum semantisch abgeschlossenen Fixpunkt - Tarskis W-Schema funktioniert hier nicht - (...+...).


1. 1. Saul Kripke Outline of a Theory of Truth (1975) in: R.L.Martin (Ed.) Recent Essays on Truth and the Liar Paradox Clarendon Oxf/NY 1984
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997
Kriterien Hempel II 104
Überprüfbarkeitskrierium/Hempel: Der Bereich der kognitiv signifikanten Sprache ist der der potentiellen Erkenntnis, d.h. des überprüfbaren Bereichs.
II 106ff
Empiristisches Sinnkriterium/Hempel: Wir brauchen Verifizierbarkeit nicht aktual, sondern prinzipiell, sonst ist die Aussage "Planet Neptun hat vor der Entdeckung nicht existiert" möglich. Es genügt, dass die Unmöglichkeit der Verifikation "bloß empirisch" ist - "empirisch unmöglich"/metaphysisch unmöglich?
II 114
Empiristisches Sinnkriterium/Carnap/Hempel: Eine Lösung hier ist die Übersetzbarkeit in empiristische (künstliche, ideale) Sprache.
II 121
Übersetzungen sind indirekt eine partielle Interpretation der Hypothese und der Konstruktionen, mit deren Hilfe sie formuliert sind.
II 125
Empiristisches Sinnkriterium: Ein empiristisches Sinnkriterium ist ein linguistischer Entwurf; er ist weder wahr noch falsch. 1. Die Explikation soll eine nahezu vollständige Analyse des allgemein anerkannten Sinns des Explikandums liefern.
2. Sie soll eine rationale Rekonstruktion des Explikandums durchführen.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
Ramsey-Satz Lewis IV 78
Ramsey-Satz/Lewis: eliminiert theoretische Termini (TT) zugunsten gebundener Variablen. Carnap-Konditional: teilt dann die Theorie in zwei Teile:
a) analytischer Teil der Theorie: partielle Interpretation der theoretischen Termini
b) synthetischer Teil: hier sind die theoretischen Termini eliminiert.
IV 81
Ramsey-Satz/Lewis: sagt nichts anderes, als dass die Theorie realisiert ist. Carnap-Satz: ist neutral dazu, ob sie realisiert ist - Carnap-Satz: ist ein Konditional des Ramsey-Satzes und des Postulats der Theorie
1. Das Postulat: ist logisch äquivalent der Konjunktion des Ramsey- und das Carnap-Satzes
2. Der Ramsey-Satz und das Postulat implizieren genau dieselben Sätze in alter Theorie
3. Der Carnap-Satz impliziert keine Sätze der alten Theorie außer logischen Wahrheiten - Ramsey-Satz: könnte das Postulat (die neue Theorie in einem Satz) einfach ersetzen - Carnap: schlägt vor, den Ramsey-Satz als synthetisches Postulat von T und den Carnap-Satz als analytisches Postulat von T zu nehmen - sie teilen sich die Arbeit das ursprünglichen Postulats.
Postulat/Carnap: systematisierte die O-Sätze (alte Theorie) und interpretierte partiell die theoretischen Termini.
IV 89
Ramsey-Satz/Lewis. besagt, dass eine Theorie wenigstens eine Realisierung hat - das ist schwächer als unser "erweitertes Postulat"/Lewis: diese besagt, dass die Theorie einmalig realisiert ist.
IV 259
Ramsey-Satz/Lewis: tilgt den Unterscheid zwischen intensionaler und extensionaler Sprache - gleichzeitig eliminiert er technisches Vokabular durch Existenzquantifikation - "Ramsifikation". - Neutrale Ebene: es gibt ein System von Kategorien, S, N, X/Y, es gibt drei Relationen von Ausdrücken zu Dingen: "A-tension", "B-tension", "C-tension".
Schwarz I 218
Ramsey-Satz/Lewis/Schwarz: Bsp Bananen-Theorie: "es gibt Dinge, die längliche, gelbe Früchte sind" (kann sich als falsch herausstellen). - Carnap-Konditional: wenn es Dinge gibt, die längliche..., dann sind Bananen längliche..." - kann sich nicht als falsch herausstellen (ist analytisch).

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Sinnvolles Hempel II 110
Sinnvoll/Negation/Hempel: Problem: Wenn eine singuläre Aussage sinnvoll ist, ist ihre Negation eine Allaussage ("nichts hat die Eigenschaft P"). Allaussagen sind nach dem Verifikationismus sinnlos, weil sie nicht verifiziert werden können.
II 111f
Empiristisches Sinnkriterium/Hempel: Das empiristische Sinnkriterium hat vorläufig prinzipielle Falsifizierbarkeit.
Vs:
1. Das schließt reine Existenzbehauptungen aus. 2. Konjunktionen aus einer vollständig falsifizierbaren Aussage S und einer nicht vollständig falsifizierbaren Aussage N sind absurderweise vollständig falsifizierbar.
3. Ein Beobachtungsprädikat "alle Dinge haben die Eigenschaft p" ist dann signifikant, weil falsifizierbar, aber nicht die Negation.
II 114
Empiristisches Sinnkriterium/Carnap/Hempel: Eine Lösung bietet hier die Übersetzbarkeit in eine empiristische (künstliche, ideale) Sprache.
II 121
Übersetzungen sind indirekt eine partielle Interpretation der Hypothese und der Konstruktionen, mit deren Hilfe sie formuliert sind.
II 125
Empiristisches Sinnkriterium: Ein empiristisches Sinnkriterium ist ein linguistischer Entwurf; er ist weder wahr noch falsch. 1. Die Explikation soll eine nahezu vollständige Analyse des allgemein anerkannten Sinns des Explikandums liefern. 2. Sie soll eine rationale Rekonstruktion des Explikandums durchführen.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982