Lexikon der Argumente


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Begrenzte Rationalität Jolls Parisi I 60
Begrenzte Rationalität/Jolls: Viele wichtige Fragen des Verhaltensrechts und der Verhaltensökonomie drehen sich heute um konkurrierende Auffassungen von begrenzter Rationalität. Vgl. >Begrenzte Rationalität/Simon. Ökonomische Analyse: Die normative Analyse der Rechtspolitik wird tendenziell komplexer, wenn zu Simons ursprünglichem Modell der Nicht-Rationalität nicht-optimierende Entscheidungsregeln hinzugefügt werden. Zum Beispiel könnte eine gesetzliche Regelung wie das inzwischen nicht mehr existierende "Soda-Gesetz" von New York City, das den Verkauf von zuckerhaltigen Getränken in Portionen von mehr als 16 Unzen einschränkte, ein Versuch gewesen sein, die reflexartige Bestellung von übergroßen zuckerhaltigen Getränken anzugehen, einfach weil sie (sagen wir) ein angemessenes "Preis-Leistungs-Verhältnis" pro Unze boten - aber von einem normativen Standpunkt aus ist es schwierig, sicher zu sein, dass ein solcher reflexartiger Kauf wirklich ein "Versagen" ist, das eine gesetzliche "Korrektur" benötigt.
"Nichtwissen"/"Nicht-Allwissenheit" (engl. nonomniscience): Eine einfache Fehleinschätzung des Kaloriengehalts von übergroßen zuckerhaltigen Getränken lässt sich dagegen sowohl empirisch bestätigen - wissen die Leute, die ein Restaurant betreten, ungefähr, wie viele Kalorien ein übergroßes zuckerhaltiges Getränk hat? - als auch für rechtliche Maßnahmen, die einfach den Grad der Unwissenheit reduzieren sollen (obwohl natürlich auch die Kosten einer solchen Maßnahme berücksichtigt werden müssen). Sowohl für die analytische Klarheit als auch für die normative Debatte ist die Unterscheidung zwischen dem Nichtwissen und dem Nicht-Optimierungs-Aspekt von Simons beschränkter Rationalität enorm wertvoll (...).*
Parisi I 62
Nicht-Optimierung: Mit "Nicht-Optimierung" (...) wird eine Entscheidungsfindung bezeichnet, die nicht dem von der Erwartungsnutzentheorie postulierten optimierenden Verhalten entspricht. "Satisficing"/Herbert Simon/Beispiel: Zur (...) Veranschaulichung des Simon'schen Begriffs, dass ein Individuum "zufriedenstellend" ist [d.h. nach dem "satisficing" die erstbeste Möglichkeit wählt], anstatt die "optimale" Option zu wählen, stellen Sie sich ein Individuum vor, das beurteilt, ob ein für eine Immobilie (...) angebotener Preis auf oder über einem Niveau liegt, das als "akzeptabel" angesehen wird. Das Individuum, schreibt Simon, "mag $15.000 als einen 'akzeptablen' Preis betrachten, alles über diesem Betrag als 'zufriedenstellend', alles darunter als 'unbefriedigend'" und wird dementsprechend das erste erhaltene Angebot von $15.000 oder darüber annehmen, unabhängig davon, ob diese Annahme "optimal" ist (Simon, 1955(4), S. 104). >Optimismus/Bibas, >Verlustaversion/Bibas, >Verständigung im Strafverfahren/Bibas, >Verfügbarkeitsheuristik/Wirtschaftstheorien, >Optimismus/Wirtschaftstheorien.

*Verhaltensökonomie: Die Verhaltensökonomie konzentriert sich neben der begrenzten Rationalität auf den begrenzten Willen und das begrenzte Eigeninteresse (Thaler, 1996(1)). Die begrenzte Rationalität ist jedoch innerhalb der Verhaltensökonomik besonders prominent (...). Für eine Beschreibung der verhaltensökonomischen Arbeiten zu begrenzter Willenskraft und begrenztem Eigeninteresse siehe Jolls (2007(2), 2011(3)). >Begrenzte Rationalität/Simon, >Begrenzte Rationalität/Wirtschaftstheorien.


1. Thaler, Richard H. (1996). “Doing Economics Without Homo Economicus,” in Steven G. Medema and Warren J. Samuels, Hrsg., Foundations of Research in Economics: How Do Economists Do Economics?, 227–237. Cheltenham: Edward Elgar Publishing.
2. Jolls, Christine (2007). “Behavioral Law and Economics,” available at (previously published in Peter Diamond and Hannu Vartiainen, eds., Behavioral Economics and Its Applications. Princeton, NJ: Princeton University Press).
3. Jolls, Christine (2011). Behavioral Economics and the Law. Boston, MA and Delft: now Publishers.
4. Simon, Herbert A. (1955). “A Behavioral Model of Rational Choice.” Quarterly Journal of Economics 69: 99–118.


Jolls, Christine, „Bounded Rationality, Behavioral Economics, and the Law“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Begrenzte Rationalität Simon Parisi I 60
Begrenzte Rationalität/Herbert Simon/Jolls: Die "begrenzte Rationalität" von Herbert Simon (1947(1), 1955(2), 1979(3)) ist zu Recht das Kernstück der Verhaltensökonomik, die eine ökonomische Analyse des Rechts anbietet, die auf dem Verhalten realer und nicht idealisierter Menschen beruht (Jolls, 2010)(6). Da es üblich ist, ökonomische Analysen - seien es rechtliche Regeln oder andere - auf der Grundlage der Genauigkeit ihrer Vorhersagen zu beurteilen, machen idealisierte Annahmen über menschliches Verhalten die auf diesen Annahmen basierende ökonomische Analyse nicht automatisch ungültig (Friedman, 1953)(4). Es sollte jedoch nicht überraschen, dass unrealistische Annahmen oft zu schlechten Vorhersagen führen (Thaler, 1991)(5). Unter solchen Umständen legt die Verhaltensökonomie nahe, dass die Analyse des Verhaltens von begrenzt rationalen Akteuren im Allgemeinen eine größere Vorhersagekraft hat. Das Konzept der begrenzten Rationalität formte sich im Laufe von Simons wissenschaftlicher Karriere neu. Ursprünglich als "Unkenntnis aller Alternativen, Ungewissheit über relevante exogene Ereignisse und Unfähigkeit zu kalkulieren" - in Simons Worten, ein Mangel an "Allwissenheit" - bezeichnet, wurde die begrenzte Rationalität später zu einem wichtigeren Begriff in Bezug auf Entscheidungen, dem "Satisficing", oder, wie Simon es in seiner Nobelvorlesung formulierte, dem Akzeptieren einer "Alternative für die Wahl, die das Anspruchsniveau des Individuums erfüllt", unabhängig davon, ob diese Alternative für das Individuum "optimal" ist (Simon, 1979(3), S. 503). 502, 503). >Begrenzte Rationalität/Jolls, >Begrenzte Rationalität/Wirtschaftstheorien, >Nichtwissen/Jolls.
Parisi I 62
"Satisficing"/Herbert Simon/Beispiel: Als (...) Veranschaulichung des Simon'schen Konzepts, dass ein Individuum "zufriedenstellend" ist, anstatt die "optimale" Option zu wählen, stellen Sie sich ein Individuum vor, das beurteilt, ob ein für eine Immobilie (...) angebotener Preis auf oder über einem Niveau liegt, das als "akzeptabel" angesehen wird. Das Individuum, so schreibt Simon, "kann $15.000 als einen 'akzeptablen' Preis betrachten, alles über diesem Betrag als 'zufriedenstellend', alles darunter als 'unbefriedigend'" und kann dementsprechend das erste Angebot annehmen, das bei oder über $15.000 liegt, unabhängig davon, ob diese Annahme "optimal" ist (Simon, 1955(2), S. 104). Vgl. >Verständigung im Strafverfahren/Bibas. >Verfügbarkeitsheuristik/Wirtschaftstheorien.


1. Simon, Herbert A. (1947). Administrative Behavior: A Study of Decision-Making Processes in Administrative Organization. New York: Macmillan.
2. Simon, Herbert A. (1955). “A Behavioral Model of Rational Choice.” Quarterly Journal of Economics 69: 99–118.
3. Simon, Herbert A. (1979). “Rational Decision Making in Business Organizations.” American Economic Review 69: 493–513.
4. Friedman, Milton (1953). “The Methodology of Positive Economics,” in Essays in Positive Economics, 3–43. Chicago: University of Chicago Press.
5. Thaler, Richard H. (1991). The Winner’s Curse: Paradoxes and Anomalies of Economic Life. New York: Free Press.
6.Jolls, Christine (2010). “Governing America: The Emergence of Behavioral Law and Economics,” Max Weber Lecture.


Jolls, Christine, „Bounded Rationality, Behavioral Economics, and the Law“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

psySimn II
Herbert A. Simon
Models of Thought New Haven 1979

Simon I
Herbert A. Simon
The Sciences of the Artificial Cambridge, MA 1970

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Begrenzte Rationalität Wirtschaftstheorien Parisi I 61
Begrenzte Rationalität/Wirtschaftstheorien/Jolls: Vielleicht weil sowohl der Nicht-Wissenschafts-Aspekt der begrenzten Rationalität als auch ihr Nicht-Optimierungs-Aspekt so wichtig und weit verbreitet sind, ist es in der Verhaltensökonomie üblich, die begrenzte Rationalität in einer Art und Weise darzustellen, die beide Aspekte mit einbezieht. Nichtwissen (engl. nonomniscience): Der Begriff "Nichtwissen/Nicht-Allwissenheit" bezieht sich auf die Existenz von empirisch nicht bestätigbaren Tatsachenüberzeugungen - zum Beispiel, dass ein überdimensionales zuckerhaltiges Getränk nur 1% der richtigen täglichen Kalorienzufuhr eines Individuums enthält; (...)* Wenn also eine repräsentative Gruppe
Parisi I 62
- als Gruppe - Überzeugungen hat, die von diesen Zahlen abweichen, dann zeigen zumindest einige Mitglieder der Gruppe "Nichtwissen". Nicht-Optimierung: Mit "Nicht-Optimierung" (...) wird eine Entscheidungsfindung bezeichnet, die nicht dem von der Erwartungsnutzentheorie postulierten optimierenden Verhalten entspricht.
"Satisficing"/Herbert Simon/Beispiel: Als (...) Veranschaulichung des Simon'schen Konzepts, dass ein Individuum "zufriedenstellend" ist [d.h. nach dem "satisficing" die erstbeste Möglichkeit wählt], anstatt die "optimale" Option zu wählen, stellen Sie sich ein Individuum vor, das beurteilt, ob ein für eine Immobilie (...) angebotener Preis auf oder über einem Niveau liegt, das als "akzeptabel" angesehen wird. Das Individuum, so schreibt Simon, "mag $15.000 als 'akzeptablen' Preis betrachten, alles über diesem Betrag als 'zufriedenstellend', alles darunter als 'unbefriedigend'" und wird dementsprechend das erste erhaltene Angebot von $15.000 oder darüber annehmen, unabhängig davon, ob diese Annahme "optimal" ist (Simon, 1955(2), S. 104). >Optimismus/Bibas, >Verlustaversion/Bibas, >Verständigung im Strafverfahren/Bibas, >Nichtwissen/Jolls, >Verfügbarkeitsheuristik/Wirtschaftstheorien, >Risikowahrnehmung/Wirtschaftstheorien.


* Vergleichen Sie die Kategorie der "Urteilsfehler" in Jolls und Sunstein (2006)(1).


1. Jolls, Christine and Cass R. Sunstein (2006). “Debiasing through Law.” Journal of Legal Studies 35: 199–241.
2.Simon, Herbert A. (1955). “A Behavioral Model of Rational Choice.” Quarterly Journal of Economics 69: 99–118.


Jolls, Christine, „Bounded Rationality, Behavioral Economics, and the Law“. In: Parisi, Francesco (ed) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Vol 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Handlungen Luhmann AU Kass 4
Handlung/LuhmannVsHandlungstheorie: der Begriff der Handlung eignet sich nicht, weil ein Akteur vorausgesetzt wird. - Es gibt sie aber auch ohne Zuschauer. - Im Prinzip kann eine Handlung als solitäre, sozial resonanzlose Sache vorgestellt werden.
AU Kass 11
Handlungstheorie: Insistieren auf der Rationalität - kommt von Max Weber her - Handlung/Weber: zunächst müssen Mittel und Zwecke unterschieden werden - LuhmannVsWeber: Problem, was denn ausgeschossen werden soll - ist eine gewisse Handlung eher Verhalten? - Weber: mehr Beschreibung von Idealtypen als von konkreter Realität. Lösung/heute: Rational Choice-Theorie. Aussenabgrenzung: Problem: was zählt noch als Folgen - Innenabgrenzung: - Lösung: der Handelnde muss sich die Handlung selbst zuschreiben. - Problem: was zählt als Motiv?
LuhmannVsHandlungstheorie: sie klärt nicht die Konturen des Handlungsbegriffs. - Sie beantwortet nicht die Frage, wie sich Systeme aus Handlungen bilden können, wenn die Handlungen psychisch und biologisch im Einzelmenschen fundiert ist.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
Hobbes Buchanan Gaus I 108
Hobbes/Buchanan/Gaus: [VsHobbes' Vertragstheorie]: Angenommen, man schlägt in Anlehnung an James Buchanan (1975)(1) folgenden Vertrag vor: Jeder behält den Besitz, den jeder im Naturzustand hat, und erklärt sich bereit, den Krieg eines jeden gegen alle abzubrechen. Dies würde eindeutig allen zugute kommen, da jeder/jede die Kosten für den Schutz seiner/ihrer Besitztümer im Kriegszustand vermeidet. Die Annahme erscheint aber auch insofern unfair, als sie die Verhandlungsmacht der Parteien widerspiegelt, die sich danach richtet, wie gut sie in dem Krieg abgeschnitten haben, der den Zustand der Natur kennzeichnet. Eine solche Übereinkunft mag ein modus vivendi sein - ein Kompromiss zwischen konkurrierenden Interessen, der Frieden schafft - aber sie scheint kaum die Grundlage der Moral zu sein (zur Verteidigung des Hobbes'schen Vertrages als modus vivendi siehe Gray, 2000)(?). Ausgefeilte Analysen wie die von David Gauthier (1986)(3) versuchen, diese Probleme zu lösen (für allgemeine Diskussionen siehe Vallentyne, 1991)(4). >Vertragstheorie/Gauthier.

1. Buchanan, James M. (1975) The Limits of Liberty: Between Anarchy and Leviathan. Chicago: University of Chicago Press.
2. Gray 2000
3. Gauthier, David (1986) Morals by Agreement. Oxford: Clarendon.
4. Vallentyne, Peter, ed. (1991) Contractarianism and Rational Choice. Cambridge: Cambridge University Press.

Gaus, Gerald F. 2004. „The Diversity of Comprehensive Liberalisms.“ In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications.

EconBuchan I
James M. Buchanan
Politics as Public Choice Carmel, IN 2000

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Öffentliches Recht Public Choice-Theorie Parisi I 181
Öffentliches Recht/Public-Choice-Theorie/Farber: Aus einer Public-Choice-Perspektive kann das öffentliche Recht als eine Reihe von institutionellen Strukturen gesehen werden, die sich mit den Schwierigkeiten kooperativen Handelns zwischen instrumentell rationalen Individuen befassen. Institutionen, denen es nicht gelingt, solche Mechanismen zu entwickeln, können nicht effektiv funktionieren. Diese Einsicht in die Wurzeln von Rechtsinstitutionen liefert eine starke, vereinheitlichende Konzeption der Strukturen von Rechtsinstitutionen und lenkt die Aufmerksamkeit auch auf die Bedeutung von Institutionen bei der Gestaltung von Ergebnissen. Diese Strukturen helfen solchen Individuen, miteinander zu kooperieren und kohärente Gruppenentscheidungen zu treffen, aber manchmal auf Kosten der Schaffung von Möglichkeiten für Untergruppen, auf Kosten der Gruppe als Ganzes zu profitieren. Normativ sollte das öffentliche Recht nach Institutionen streben, die es der Regierung so weit wie möglich erlauben, öffentliche Werte zu fördern und gleichzeitig die Möglichkeiten zu minimieren, den Prozess für private Gewinne auszunutzen. (...) Public Choice kann für das öffentliche Recht relevante Erkenntnisse darüber liefern, wie sich Gesetzgeber, Gerichte und Behörden verhalten und interagieren.
Parisi I 182
Aber zumindest an diesem Punkt sind die Modelle alles andere als robust (Stephenson, 2010(1), S. 315), und die empirische Evidenz ist oft spärlich oder nicht schlüssig (Mashaw, 2010(2), S. 49-50).* >Rationale Entscheidung/Public-Choice-Theorie, >Kollektives Handeln/Public-Choice-Theorie.
* 1 Für eine frühe Kritik, die empirische Probleme hervorhebt, siehe Green und Shapiro (1994)(3). Fairerweise muss man sagen, dass die Grobheit der frühen Public-Choice-Modelle ein leichtes Ziel für solche Kritik war.



1. Stephenson, M. C. (2010). "Statutory Interpretation by Agencies," in D. A. Farber and A. J.
O'Connell, Hrsg., Research Handbook on Public Choice and Public Law, 19—48. Northampton, MA: Edward Elgar.
2. Mashaw, J. (2010). "Public Law and Public Choice: Critique and Rapprochement," in D. A.
Farber and A. J. O'Connell, Hrsg., Research Handbook on Public Choice and Public Law, 19-48. Northampton, MA: Edward Elgar.
3. Green, D. P. and I. Shapiro (1994). Pathologies of Rational Choice Theory: A Critique of Applications in Political Science. New Have, CT: Yale University Press.


Farber, Daniel A. “Public Choice Theory and Legal Institutions”. In: Parisi, Francesco (ed) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Predictive Policing Morozov I 181
Predictive Policing/Morozov: Oakland in Kalifornien ist, wie viele andere amerikanische Städte heute mit Hunderten von versteckten Mikrofonen und Sensoren bedeckt, die Teil eines Systems sind, das als ShotSpotter bekannt ist und die Polizei nicht nur auf das Geräusch von Schüssen aufmerksam macht, sondern auch ihre Position trianguliert ((s) durch drei Messpunkte lokalisiert). (1) Das Los Angeles Police Department (LAPD), verwendet Software namens PredPol. (2) Die Software analysiert Jahre zuvor veröffentlichter Statistiken über Eigentumsdelikte wie Einbruchdiebstahl und Autodiebstahl, bricht die Patrouillenkarte in fünfhundert Quadratmeter große Zonen, berechnet die historische Verteilung und Häufigkeit tatsächlicher Verbrechen und teilt den Beamten dann mit, welche Zonen sie energischer überwachen sollen.
I 183
Die New Yorker Polizeibehörde installierte das so genannte Domain Awareness System, das die 3.000 Überwachungskameras der Stadt mit Verhaftungsaufzeichnungen, Notrufen, Nummernschilderkennungstechnologie und Strahlungsdetektoren synchronisiert. (3) Es kann eine Situation in Echtzeit überwachen und auf eine Vielzahl von Daten zurückgreifen, um zu verstehen, was passiert. Der Sprung von hier zur Vorhersage dessen, was passieren könnte, ist nicht so groß.
I 184
MorozovVs: Aber woher wissen wir, dass die für die Vorhersage verwendeten Algorithmen nicht die Vorurteile ihrer Autoren widerspiegeln? So kommt es z.B. in armen und rassisch unterschiedlichen Gebieten zu Kriminalität. Könnten Algorithmen - mit ihrer vermeintlichen Objektivität - noch mehr Rassenprofilierung sanktionieren? Andrew Guthrie Ferguson: These: Es wird in Zukunft Verbrechen geben, nicht weil es vergangene Verbrechen gab, sondern weil "die ökologische Verwundbarkeit, die das erste Verbrechen begünstigt hat, immer noch nicht behandelt wurde". (4)
I 188
Ein treffendes Beispiel dafür, wie ein solches System missbraucht werden kann, stammt aus The Silicon Jungle, angeblich ein fiktives Werk, das von einem Google Data-Mining Engineer geschrieben und von Princeton University Press veröffentlicht wurde.(5) Dort wird ein Terrorist-o-Meter entwickelt, der die Terrorneigung von Usern feststellen soll. User, die unzufrieden mit ihrem Wert sind, können diesen durch ihr Verhalten verbessern.
I 190
Kriminalitätsprävention/David Garland: These: Verbrechen ist ein Ereignis, das von Umständen begünstigt wird. Statt auf Individuen, sollte man sich auf die
I 191
Routinen der Interaktion, die Gestaltung der Umwelt, und von Kontrollen sowie auf Anreize zu bestimmtem Verhalten konzentrieren. (6) Verhalten/Newman/Clarke/Shoham: These: es ist ethisch besser zu vertreten, eine Gesellschaft so zu gestalten, dass Menschen nicht zu Verbrechen verführt werden als solche Verführungen zuzulassen und anschließend für Bestrafung zu sorgen (to visit punishment). (7)
I 194
Verhalten/Kriminalisierung/Ian Kerr/Morozov: Eine weitere Sorge ist, dass unsere persönlichen Charaktere Opfer der unbarmherzigen Effizienzsteigerungen werden, die durch SCP (situational crime prevention) eingeführt wurden. So warnt der kanadische Rechtsphilosoph Ian Kerr vor den Gefahren, die mit der Suche nach der "Automatisierung der menschlichen Tugend" verbunden sind, die er als "Programmierung von Menschen, die das Richtige tun" bezeichnet, indem sie moralisches Verhalten durch Technologie und nicht durch Ethik oder Recht einschränken und in einigen Fällen ganz ausschalten. (8)


1. Ethan Watters, “Shot Spotter,” Wired, March 2007, http:// www.wired.com/ wired/ archive/ 15.04/ shotspotter.html.
2. on PredPol and predictive policing in general, see “Sci-fi Policing: Predicting Crime before It Occurs,” Associated Press, July 1, 2012; Joel Rubin, “Stopping Crime before It Starts,” Los Angeles Times, August 21, 2010, http:// articles.latimes.com/ 2010/ aug/ 21/ local/ la-me-predictcrime-20100427– 1.
3. “NYPD, Microsoft Push Big Data Policing into Spotlight,” Informationweek, August 20, 2012, http:// www.informationweek.com/ security/ privacy/ nypd-microsoft-push-big-data-policing-in/ 240005838.
4. Andrew Guthrie Ferguson, “Predictive Policing: The Future of Reasonable Suspicion,” Emory Law Journal, May 2, 2012, http:// ssrn.com/ abstract = 2050001.
5. Jungle: Shumeet Baluja, The Silicon Jungle: A Novel of Deception, Power, and Internet Intrigue, 1st printing (Princeton, NJ: Princeton University Press, 2011).
6. David Garland, The Culture of Control: Crime and Social Order in Contemporary Society (Chicago: University of Chicago Press, 2002). 16
7. Graeme R. Newman, R. V. G. Clarke, and S. Giora Shoham, Rational Choice and Situational Crime Prevention: Theoretical Foundations (London: Ashgate Publishing Limited, 1997), 215.
8. Ian R. Kerr, “Digital Locks and the Automation of Virtue,” in “Radical Extremism” to “Balanced Copyright”: Canadian Copyright and the Digital Agenda, ed. Michael Geist (Toronto: Irwin Law, 2010), 247. Available at SSRN: http:// ssrn.com/ abstract = 2115655.

Morozov I
Evgeny Morozov
To Save Everything, Click Here: The Folly of Technological Solutionism New York 2014
Rationale Entscheidung Forbes Gaus I 61
Rationale Entscheidung/Forbes: Die rasante Entwicklung der Rationalen Entscheidungstheorie und -Forschung ist die dramatischste Veränderung in der professionellen Politikwissenschaft seit den 1950er Jahren. Ihre Grundprobleme - die Fairness des Glücksspiels, die Unvorhersehbarkeit der strategischen Interaktion, die Vorzüge unterschiedlicher Wahlregeln, die Besonderheit des räumlichen Wettbewerbs - haben eine mehr oder weniger lange Geschichte. Um 1960 kristallisierten sich die Techniken, die Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler entwickelt hatten, um mit diesen Problemen umzugehen, als eine besondere Sichtweise und eine Reihe von Prinzipien heraus. Die Prinzipien lassen sich in drei Worten zusammenfassen - Individualismus, Rationalismus und Formalismus. Theoretiker der rationalen Entscheidung versuchen, kollektive Ergebnisse durch individuelle Entscheidungen zu erklären, von denen im Allgemeinen angenommen wird, dass sie von festen Präferenzen herrühren, die im Grunde genommen selbstbezogen sind. Von individuellen Akteuren wird angenommen, dass sie rational in dem begrenzten Sinne sind, dass sie klare Ziele haben (in der Lage sind, die möglichen Ergebnisse ihrer Entscheidungen kohärent einzuordnen) und bereit und in der Lage sind, alles zu tun, was notwendig ist (innerhalb vorgegebener Grenzen), um sie zu befriedigen. (...) es wird angenommen, dass jede zufriedenstellende Erklärung dessen, was in diesen verwirrenden Situationen geschieht, die Form eines mathematischen Modells haben muss, das die Implikationen der instrumentellen Rationalität offenbart.
Gaus I 62
VsRationale Entscheidungstheorie: Donald Green und Ian Shapiro kamen nach der Durchsicht von Rationalen-Entscheidungs-Studien der amerikanischen Politik bis Anfang der 1990er Jahre zu dem Schluss, dass ihre Errungenschaften "wenige, weit voneinander entfernt und wesentlich bescheidener waren, als die Kombination aus Mystik und methodologischer Fanfare, die die "Rational-Choice"-Bewegung umgibt, erwarten ließe" (1994(1): 179). WaltVsRationale Entscheidungstheorie: Eine ähnlich harte Einschätzung der Beiträge spieltheoretischer Modelle in den internationalen Beziehungen bietet Stephen Walt (1999)(2).
Geraldo MunckVsRationale Entscheidungstheorie: Der "Mehrwert" durch Formalisierung kann "relativ gering" sein (2001(3): 191).
Rationale EntscheidungVsVs: Eine Reaktion auf diese und andere Kritikpunkte war der Rückzug von den anspruchsvollen Annahmen über instrumentelle Rationalität, die beim Bau einfacher Modelle verwendet werden, und stattdessen realistischere Annahmen als Grundlage für den Bau von "Modellen der zweiten Generation empirisch fundierter, begrenzt rationaler und moralischer Entscheidungsfindung" anzunehmen (Ostrom, 1998(4): 15).
Gaus I 63
Lösungen: (...) Kenneth Shepsle (1995)(5) befürwortet die Kombination von 'harter Theorie und weicher Bewertung', die durch die Rationale Entscheidungstheorie repräsentiert wird, im Gegensatz zu der von ihren Kritikern favorisierten 'weichen (oder keiner) Theorie mit harter Bewertung'. Die "harte Theorie" biete echte Einsichten, behauptet er, während die "statistische politische Philosophie" nur unverständliche Korrelationen bietet. In ähnlicher Weise machen Peter Ordeshook (1993(6); 1995(6a)) und Emerson Niou und Ordeshook (1999)(7) eine Unterscheidung zwischen Wissenschaft und Technik, die darauf hinausläuft, dass abstrakte Modelle keinen leicht beobachtbaren Gesetzmäßigkeiten entsprechen müssen, um erhellend zu sein. Institutionen: Institutionen können als Mittel zur Eindämmung des individuellen Maximierungsverhaltens verstanden werden, um diese potentielle Instabilität zu verringern (Miller, 1997(8): 1193-8; Weingast, 1996(9)). Aber wie könnten sich solche einschränkenden Institutionen auf der Grundlage individueller Eigeninteressen entwickeln? Der kürzlich erschienene und viel diskutierte Band über analytische Erzählungen (Bates et al., 1998(10)) ist im Wesentlichen ein Ableger dieses "neuen Institutionalismus".
Individuen: (...) werden, zumindest potenziell, als frei und vernünftig angesehen und nicht nur als Opfer einer blinden Verursachung.
Nomothetisch/idiographisch: Aus diesem Blickwinkel betrachtet, stellt die Rationale Entscheidungstheorie eine Rückkehr zu einem "ideographischen" Untersuchungsmodus der gegenwärtig vorherrschenden "nomothetischen" Wissenschaftskonzeption dar (Bates et al., 1998(10): 10). >Nomothetisch/Idiographisch/Windelband.


1. Green, Donald P. and Ian Shapiro (1994) Pathologies of Rational Choice Theory: A Critique of Applications in Political Science. New Haven, CT: Yale University Press.
2. Walt, Stephen M. (1999) ‘Rigor or rigor mortis? Rational choice and security studies’. International Security, 23 (4): 5–48.
3. Munck, Geraldo L. (2001) ‘Game theory and comparative politics: new perspectives and old concerns’. World Politics, 53: 173–204.
4. Ostrom, Elinor (1998) ‘A behavioral approach to the rational choice theory of collective action’. American Political Science Review, 92: 1–22.
5. Shepsle, Kenneth A. (1995) ‘Statistical political philosophy and positive political theory’. Critical Review, 9 (1–2): 213–22.
6. Ordeshook, Peter C. (1993) ‘The development of contemporary political theory’. In William A. Barnett, Melvin J. Hinch and Normal J. Schofield, eds, Political Economy: Institutions, Competition, and Representation, Proceedings of the 7th International Symposium in Economic Theory and Econometrics. New York: Cambridge University Press.
6.a. Ordeshook, Peter C. (1995) ‘Engineering or science: what is the study of politics?’ Critical Review, 9 (1–2): 175–88.
7. Niou, Emerson M. S. and Peter C. Ordeshook (1999) ‘Return of the Luddites’. International Security, 24 (2): 84–96.
8. Miller, Gary J. (1997) ‘The impact of economics on contemporary political science’. Journal of Economic Literature, 35: 1173–1204.
9. Weingast, Barry R. (1996) ‘Political institutions: rational choice perspectives’. In Robert E. Goodin and v Hans-Dieter Klingemann, eds, A New Handbook of Political Science. Oxford: Oxford University Press, 167–90.
10. Bates, Robert H., Avner Greif, Margaret Levi, JeanLaurent Rosenthal and Barry R. Weingast (1998) Analytic Narratives. Princeton, NJ: Princeton University Press.


Forbes, H. Donald 2004. „Positive Political Theory“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications.

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Rationale Entscheidung Kahneman Mause I 63f
Rational /Choice/Verhaltensökonomik/Kahneman: Eine Wirtschaftstheorie, die den rational-Choice-Ansatz verfolgt braucht weniger Axiome.
Eine solche Theorie ist insgesamt einfacher. Allerdings werden immer neue Theoriebausteine benötigt, um lebensweltliche Situation besser erklären zu können. Diesem Weg folgt die Behavioral Economics, die empirisch die systematischen kognitiven Bias bei der Verarbeitung von Informationen analysiert (Kahneman 2012 (1) ; Camerer et al. 2003 (2);
Zum Stand der Forschung: (3)(4)
Rational-Choice/Neuere Entwicklung: die Theorie wurde umgedeutet in eine normative Theorie. da sie uns sagt, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir unseren Nutzen maximieren möchten. Damit ist sie nicht mehr tautologisch wie die deskriptive Variante. (Siehe VsRational Choice).
Politik: Die Vorstellung, dass sowohl Parteien als auch Wähler nutzenmaximierend sind und Demokratie keinen intrinsischen Wert besitzt, gehört zu den zentralen Annahmen (fast) aller Rational-Choice-inspirierten Demokratietheorien und Wahlanalysen.


1. D Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken. München 2012.
2. Camerer, Colin F., George Loewenstein, und Matthew Rabin, Hrsg. Advances in behavioral economics. Princeton 2003.
3. Wittek, Rafael, Tom Snijders und Victor Nee, Hrsg. The handbook of rational choice social research. Stanford 2013
4. Oppenheimer, Joe. Principles of politics. Cambridge 2012.

EconKahne I
Daniel Kahneman
Schnelles Denken, langsames Denken München 2012

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Rationale Entscheidung Olson Mause I 66
Rational Choice/Demokratietheorie/Olson/OlsonVsPluralismustheorie: Olson zerstörte ein zentrales Dogma der pluralistischen Demokratietheorie im Alleingang. (1) (2) zerstört. Die Logik des kollektiven Handelns hat dazu geführt, dass die Pluralismustheorie und deren Basisaxiome – jedes politische Interesse organisiert sich und alle politischen
Mause I 1820
Interessen sind gleich organisationsfähig – als kontrafaktisch kritisiert wurden.

1. Mancur Olson, The logic of collective action. Public goods and the theory of groups. Cambridge 1965. [dt.: Die Logik des kollektiven Handelns. Tübingen 1968].
2. Mancur Olson, The rise and decline of nations: Economic growth, stagflation and social rigidities. Yale 1982.

EconOlson I
Mancur Olson
The logic of collective action: Public goods and the theory of groups Cambridge 1965

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Rationale Entscheidung Politische Ökonomie Mause I 62
Rationale Entscheidung/rational choice/VsWirtschaftstheorie/VsPolitikwissenschaft/Politische Ökonomie: die ökonomisch orientierte Politikwissenschaft wurde mit Problemen konfrontiert, weil sie zunächst davon ausging, dass die Akteure über vollständige Informationen verfügen. Problem: die empirische Aussagekraft dieses Ansatzes ist eingeschränkt, da aufgrund der Axiomatik (Individuen handeln zweckrational) jede Handlung notwendigerweise einem Akteur den größten Nutzen verschaffen muss. (1)(2)

1. D. P. Green, I. Shapiro, Pathologies of rational-choice theory. A critique of applications in political science. New Haven 1994
2. J. S. Coleman,Th.J. Fararo (Eds) Rational-choice theory. Advocacy and critique. Newbury Park 1992.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Rationale Entscheidung Simon Rawls I 418
Rationale Entscheidung/H. A. Simon/Rawls: eine rationale Person wird normalerweise nicht so lange überlegen, bis sie den optimalen Plan hat, sondern wird sich mit einem zufriedenstellenden Plan begnügen (oder einem Teilplan) der verschiedene Minimalbedingungen erfüllt. (H. A. Simon, „A Behavioral Model of Rational Choice“, Quarterly Journal of Economics, vol. 69 (1955.)

psySimn II
Herbert A. Simon
Models of Thought New Haven 1979

Simon I
Herbert A. Simon
The Sciences of the Artificial Cambridge, MA 1970

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005
Rationale Entscheidung Thaler Mause I 67
Rational Choice/Thaler/Sunstein: Cass R. Sunstein und Richard H. Thaler verfolgen mit ihrem Buch Nudge (1) zwei Ziele: Erstens plädieren sie dafür, den handlungstheoretischen Kern des Rational-Choice-Paradigmas realistischer zu gestalten. Sie kritisieren die Vorstellung, dass Menschen in der Lage sind, rationale Entscheidungen auf Basis von Kosten-Nutzen-Rechnungen zu treffen, unbeeinflusst von inneren Zuständen (wie Angst, Wut oder Empörung) und von intervenierenden äußeren Faktoren (d. h., die Präferenzen sind exogen). Sunstein und Thaler argumentieren, dass Menschen nicht so rational sind, wie das Modell es unterstellt. Vielmehr machen Menschen systematisch Fehler, sie entscheiden und handeln irrational und sind daher nicht immer in der Lage, Entscheidungen zu treffen, die zu ihrem eigenen Besten sind. Damit wird die Grundannahme des Libertarismus aber auch des Liberalismus, wonach Menschen „the best judges of their own interest“ seien (Mill 2004, S. 292; vgl. Mill 1988, S. 16– 17,   132), mit gravierenden Konsequenzen in Frage gestellt.


1. Richard H. Thaler and Cass R. Sunstein, Nudge: Improving Decisions about Health, Wealth, and Happiness, updated ed. (New York: Penguin Books, 2009).
2. Mill, John Stuart, Principles of political economy with some of their applications to social philosophy, Hrsg. Stephen Nathanson. Indianapolis 2004.

EconThaler I
Richard Thaler
Misbehaving: The Making of Behavioral Economics New York 2016

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Rationale Entscheidung Tullock Mause I 65
Rational Choice/Demokratietheorie/Tullock/Buchanan/TullockVsDowns/BuchananVsDowns: Ihren zweiten entscheidenden Impuls erhielt Theorierichtung des Rational Choice durch die Arbeiten von Tullock, insbesondere durch das 1962 erschienene Calculus of Consent (Buchanan und Tullock 1962) (1), das demokratietheoretische und gerechtigkeitstheoretische Überlegungen auf einem mathematisch-formalisierten Niveau diskutiert, das jenem von Downs bei weitem überlegen ist und das bestimmte Überlegungen bereits vorweg nimmt.

1. Buchanan, James M., und Gordon Tullock, The calculus of consent. Ann Arbor 1962.

EconTull I
Gordon Tullock
Arthur Seldon
Gordon L. Brady,
Government failure: A primer in public choice Washington 2002

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Rechte Liberalismus Gaus I 109
Rechte/Liberalismus/Gaus: Mill(1) vertritt eine radikal liberale Theorie des politischen Rechts: Zwang - zu dem sozialer Druck gehört, der jede Handlung A verhindern soll - muss mit der Begründung gerechtfertigt werden, dass A einen Schaden für andere darstellt, und der Zwang soll diesen Schaden verhindern (...). Ein großer Teil der neueren liberalen Theorie widmet sich der Erläuterung dieses Schadensprinzips und der Frage, ob es wirklich als alleiniger Grund für gerechtfertigten Zwang dienen kann. >Rechte/Mill. Ein Streitpunkt betrifft die Frage, ob Mill mit dem Prinzip beabsichtigt, eine Reihe von Taten - solche, die anderen nicht direkt schaden - zu identifizieren, die gegen sozialen Zwang immun sind (siehe Riley, 1998(2): 93ff), oder ob das Prinzip am besten so interpretiert werden kann, dass es eine Reihe von Gründen - Schaden für andere - identifiziert, die Zwang rechtfertigen können (Ten, 1980(3): 50-7; Gaus, 1999(4): 106-13). Das klassische Werk zum Schadensprinzip und ganz allgemein zu dem Ansatz von Mill für politische Gerechtigkeit ist Joel Feinbergs meisterhaftes vierbändiges Werk "The Moral Limits of the Criminal Law" (1984-90)(5). >Mill/Feinberg.



1. Mill, John Stuart (1963a) On Liberty. In J. M. Robson, (Hrsg.), The Collected Works of John Stuart Mill. Toronto: University of Toronto Press, vol. XVIII, 213–301. Kap. 1, Para. 9.
2. Riley, Jonathan (1998) Routledge GuideBook to Mill on Liberty. London: Routledge.
3. Ten, C. L. (1980) Mill on Liberty. Oxford: Clarendon. Vallentyne, Peter, (Hrsg.) (1991) Contractarianism and Rational Choice. Cambridge: Cambridge University Press.
4. Gaus, Gerald F. (1999) Social Philosophy. Armonk, NY: Sharpe.
5. Feinberg 1984-90
- Feinberg, Joel (1984) The Moral Limits of the Criminal Law. Bd. I, Harm to Others. New York: Oxford University Press. - Feinberg, Joel (1985) The Moral Limits of the Criminal Law. Bd. II, Offense to Others. New York: Oxford University Press.
- Feinberg, Joel (1986) The Moral Limits of the Criminal Law. Bd. III, Harm to Self. New York: Oxford University Press.
- Feinberg, Joel (1990) The Moral Limits of the Criminal Law. Bd. IV, Harmless Wrongdoing. New York: Oxford University Press.


Gaus, Gerald F. 2004. „The Diversity of Comprehensive Liberalisms.“ In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications.

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Rechtfertigung Lamont Gaus I 230
Theorien/Grundsätze/Begründung/Lamont: (...) Theorien [zur Verteilungsgerechtigkeit] sind vor allem nach dem Inhalt ihrer Annäherung an die moralischen Anforderungen von Wohlfahrt (oder Glück) und Verantwortung charakterisiert worden. Es ist wichtig, hier auf einige der Komplikationen dieser Charakterisierungen hinzuweisen und
Gaus I 231
auch auf andere Arten der Konzeptualisierung der Literatur über Verteilungsgerechtigkeit. Die meisten Theoretiker sind genau beschrieben durch eine Reihe von nicht äquivalenten Bezeichnungen. Die hier verwendeten Klassifikationen sind in der zeitgenössischen Literatur weit verbreitet, aber es gibt dennoch subtile Unterschiede in der Art und Weise, wie verschiedene Autoren diese Bezeichnungen verwenden. Inhalt/Prinzip/Begründung: Eine wichtige Unterscheidung besteht zwischen dem Inhalt eines Verteilungsprinzips und seiner Begründung.
Inhalt: "Inhalt" bezieht sich auf die Verteilung, die idealerweise durch ein Prinzip empfohlen wird, während "Rechtfertigung" sich auf die Gründe bezieht, die zur Unterstützung des Prinzips angeführt werden. Theoretiker können nach dem Inhalt ihrer Theorie oder nach der von ihnen angegebenen Begründung unterschieden und etikettiert werden.
Probleme: 1) (...) die hier verwendeten gemeinsamen Bezeichnungen beziehen sich zum Teil auf den Inhalt und zum Teil auf die Begründungen für verschiedene Positionen.
2) (...) die meisten Gruppen von Theorien haben Begründungen aus verschiedenen Quellen, und einzelne Autoren verwenden manchmal sogar mehr als eine Begründungsquelle für ihre Theorie. Die meisten Kombinationen von Inhalt und Rechtfertigung sind in der Tat versucht worden. Beispielsweise verwenden verschiedene Libertarianer natürliche Rechte, Verdienste, Utilitarismus oder Kontraktualismus zur Rechtfertigung ihrer Theorien; verschiedene Verdiensttheoretiker verwenden natürliche Rechte, Kontraktualismus und sogar Utilitarismus (Mill 1877(1); Sidgwick, 1890(2)). Teilweise kommt dies daher, dass es verschiedene Versionen von Begründungen gibt, die jedoch aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit das gleiche breite Etikett teilen.
Vertragstheorie: Beispielsweise ist der Kontraktualismus in den Begründungen vieler Theorien enthalten und umfasst sowohl Hobbes'sche als auch Kant'sche Kontraktualisten nach Thomas Hobbes und Immanuel Kant (Hampton, 1991(3)).
A) Hobbes'sche Kontraktualisten wie David Gauthier versuchen, die Moral mit den eigennützigen Gründen zu rechtfertigen, die Individuen haben, um bestimmten Bedingungen der sozialen Zusammenarbeit zuzustimmen.
B) Kant'sche Kontraktualisten wie John Rawls berufen sich auf moralische Gründe, um die Bedingungen sozialer Kooperation zu rechtfertigen, die einer Zustimmung würdig wären, und argumentieren gewöhnlich für Verteilungen am egalitären Ende des Spektrums.
Ein Hobbes'scher Kontraktualist, wie Sie vielleicht vermuten, plädiert eher für libertär orientierte Systeme (Buchanan, 1982(4); Gauthier, 1987(5); Levin, 1982(6)). Es gibt jedoch auch Anhänger von Hobbes, die darauf bestehen, dass sein Kontraktualismus besser gelesen wird, um einige wichtige Aspekte des Wohlfahrtsstaates zu rechtfertigen, als eine bloß minimalistische Regierung (Kavka, 1986(7); Morris, 1998(8): Kap. 9; Vallentyne, 1991(9)). Daher können Theoretiker, die das Etikett "vertragsorientiert" teilen, auch durch eine libertäre Ablehnung der Umverteilung oder ein egalitäres Beharren auf einer breiten Verteilung gekennzeichnet sein (...).
Gleichheit/Egalitarismus: Die häufigsten Alternativen zur Charakterisierung von Theorien der Verteilungsgerechtigkeit entlang der Dimensionen Wohlfahrt und Verantwortung waren dazu da, sie entweder entlang der damit verbundenen Dimension der Gleichheit oder nach dem Grad der Gleichheit zu charakterisieren, den die Theorien vorgeben. So könnte jede der hier bereits untersuchten Theorien alternativ nach ihrer Behandlung oder ihrem Ansatz der Gleichheit kategorisiert werden (Joseph und Sumption, 1979(10); Rakowski, 1991)(11). >Gleichheit/Sen.
Sen: in seinem einflussreichen Vortrag 'Equality of what?" (1980)(12) befasst sich Amartya Sen mit der Frage, nach welchem Maßstab Gleichmacher den Grad bestimmen sollten, in dem eine Gesellschaft das Ideal der Gleichheit verwirklicht.
Inzwischen wurde eine Reihe alternativer Variablen für das, was ausgeglichen werden sollte, eingeführt (Daniels, 1990(13)) und verfeinert, einschließlich der oben diskutierten Ressourcengleichmacher (Dworkin, 2000)(14), der Chancengleichheit für Wohlfahrt (Arneson, 1989(15); 1990(16); 1991(17)), des gleichen Zugangs zu Vorteilen (Cohen, 1989)(18) und des gleichen politischen Status (Anderson, 1999)(19).
Gaus I 232
Konzepte/Inhalte/Theorien: Eine weitere Komplikation (...) ergibt sich aus den Unterschieden in der Konzeption des Themas der Verteilungsgerechtigkeit selbst, wobei einige Theoretiker eher den Prozess als den Inhalt oder die Rechtfertigung betonen. Die Prinzipien: [viele Theorien] befassen sich mit der Frage der Verteilungsgerechtigkeit, indem sie Prinzipien empfehlen, die als normative Ideale für Institutionen gedacht sind, die ihrerseits die Verteilung der Ressourcen maßgeblich bestimmen werden. Diese Theorien spiegeln den Fortschritt und einen wachsenden Konsens während des größten Teils des zwanzigsten Jahrhunderts darüber wider, was nicht akzeptabel ist. Beispielsweise lehnen alle angebotenen Theorien die Ungleichheiten ab, die für feudale, aristokratische und Sklavengesellschaften charakteristisch sind, sowie die Ungleichheiten, die Systemen innewohnen, die den Zugang zu Gütern, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen oder Positionen auf der Grundlage von Rasse, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion einschränken.
Entscheidungsprozesse: Andererseits sind einige Theoretiker der Ansicht, dass die fortdauernde Existenz vernünftiger Meinungsverschiedenheiten ein wichtiges Spiegelbild des Wesens der Verteilungsgerechtigkeit selbst ist. Sie argumentieren über zusätzliche Fragen, im Bereich der vernünftigen Uneinigkeit darüber, welches die besten Verteilungsideale sind. Hauptsächlich wird diskutiert, ob das Verfahren zur Entscheidung von Verteilungsfragen gerecht ist. So argumentieren einige, dass bestimmte Fragen der Verteilungsgerechtigkeit auf der verfassungsrechtlichen Ebene behandelt und unterschiedlich beschrieben werden sollten, während andere Fragen auf der gesetzgeberischen Ebene ordnungsgemäß entschieden werden.
Gerechte Prozesse: eine Untergruppe dieser Theoretiker vertritt auch die Ansicht, dass einige Entscheidungen über Fragen der Verteilungsgerechtigkeit teilweise oder vollständig gerechtfertigt sein können, weil sie das Ergebnis eines gerechten Prozesses sind (Christiano, 1996(20); Gaus, 1996(21)). Rationale Argumente allein können vielleicht einige Systeme als ungerecht ausschließen, aber andere werden nicht nur aufgrund ihres Inhalts gerechtfertigt sein, sondern auch durch den Prozess, durch den sie erreicht wurden. >Liberalismus/Lamont.


1. Mill, John S. (1877) Utilitarianism, 6th Ed. London: Longmans, Green.
2. Sidgwick, Henry (1890) The Methods of Ethics, 4th Ed. London: Macmillan.
3. Hampton, Jean (1991) 'Two faces of contractarian thought'. In Peter Vallentyne, ed., Contractarianism and Rational Choice: Essays on David Gauthier 's Morals by Agreement. New York: Oxford University Press, 31—55.
4. Buchanan, Allen (1982) 'A critical introduction to Rawls' theory of justice'. In H. Gene Blocker and Elizabeth H. Smith, eds, John Rawls' Theory of Social Justice: An Introduction. Athens, OH: Ohio University Press.
5. Gauthier, David Peter (1987) Morals by Agreement. Oxford: Clarendon.
6. Levin, Michael (1982) 'A Hobbesian minimal state'. Philosophy and Public Affairs, 11 (4): 338-53.
7. Kavka, Gregory S. (1986) Hobbesian Moral and Political Theory. Princeton, NJ: Princeton University Press.
8. Morris, Christopher (1998) An Essay on the Modern State. Cambridge: Cambridge University Press.
9. Vallentyne, Peter (1991) Contractarianism and Rational Choice: Essays on David Gauthier's Morals by Agreement. New York: Cambridge University Press.
10. Joseph, Keith and Jonathan Sumption (1979) Equality. London: Murray.
11. Rakowski, Eric (1991) Equal Justice. Oxford: Clarendon.
12. Sen, Amartya (1980) 'Equality of what?' In Sterling M. McMurrin, Ed., Tanner Lectures on Human Values, Bd. I. Cambridge: Cambridge University Press, 195-220.
13. Daniels, Norman (1990) 'Equality of what: welfare, resources, or capabilities?' Philosophy and Phenomenological Research, 50 (Fall): 273-96.
14. Dworkin, Ronald (2000) Soveæign Virtue: The Theory and Practice of Equality. Cambridge, MA: Harvard University Press.
15. Arneson, Richard (1989) 'Equality and equal opportunity for welfare, Philosophical Studies, 56: 77-93.
16. Arneson, Richard (1990) 'Liberalism, Distributive Subjectivism and equal opportunity for welfare', Philosophy and Public Affairs, 19: 159-94.
17. Arneson, Richard (1991) 'Lockean self-ownership: towards a demolition', Political Studies, 39 (l): 36-54.
18. Cohen, G. A. (1989) 'On the currency of egalitarian justice'. Ethics, 99 906_44.
19. Anderson, Elizabeth (1999) 'What is the point of equality?' Ethics, 109 (2): 287-337.
20. Christiano, Thomas (1996) The Rule of the Many: Fundamental Issues in Democratic Theory. Boulder, CO: Westview.
21. Gaus, Gerald (1996) Justificatory Liberalism. New York: Oxford University Press.


Lamont, Julian 2004. „Distributive Justice“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Sozialwahltheorie Dryzek Gaus I 146
Sozialenwahltheorie/Social Choice Theory/Dryzek: Die Sozialwahltheorie hat sich seit einem halben Jahrhundert neben einer Social-Choice-Betrachtung der Politik entwickelt, obwohl die beiden Unternehmen eigentlich logisch verschieden sind (...). In einer Zeit des demokratischen Fortschritts in der realen Welt ging ihr Hauptaugenmerk, von einigen Ausnahmen abgesehen, genau in die entgegengesetzte Richtung. >Deliberative Demokratie/Dryzek. Das öffentliche Wahlfeld, das sie darstellen, ist die Heimat vieler Demonstrationen der Willkür, Instabilität, Perversität und Ineffizienz demokratischer Politik. Über Rikers Exposé des Vakuums im Herzen der Demokratie (>Demokratie/Riker) hinaus haben Social-Choice-Theoretiker so argumentiert:
- In politischen Systemen jeder Größe ist das Wählen irrational.
- Die Mehrheitsregel bringt die Pareto-suboptimale Ausbeutung von Minderheiten mit sich.
- Eigennützige gewählte Vertreter schaffen bestenfalls Programme, die ihren eigenen Wählern auf Kosten des öffentlichen Interesses zugute kommen, schlimmstenfalls gestalten sie Programme bewusst schlecht, sodass ihre eigene Fürsprache erforderlich ist, um Vorteile zu erzielen.
- Die Höhe der öffentlichen Ausgaben ist meist eine Folge der eigennützigen Bürokraten, die ihre Budgets maximieren. Bürokraten können sich mit besonderen Interessengruppen und deren unterstützenden
Politikern, öffentliche Mittel zu ihrem eigenen Nutzen umleiten.
- Allgemeiner gesagt, "Verteilungskoalitionen" wie Gewerkschaften und Arbeitgeber sichern Gesetze und Politiken zum Schutz ihrer eigenen Privilegien auf Kosten der wirtschaftlichen Effizienz.
Gaus I 147
- Demokratische Politik ist von Natur aus unverantwortlich, weil alle Akteure Vorteile für sich selbst suchen, während sie anderen Kosten aufbürden; das Ergebnis ist ein Negativsummenspiel, bei dem die Gesamtkosten den Gesamtnutzen überwiegen. >Demokratie/Sozialwahltheorie.
Russell Hardin kommt zu dem Schluss, dass Öffentlichkeitswahl-Analysen "weitgehend dazu beigetragen haben, Mängel - schmerzhafte, grundlegende Mängel - im demokratischen Denken und in der demokratischen Praxis aufzudecken" (1993(1): 170).
Der Anspruch der rationalen Wahl als Erklärungstheorie ist in der Politikwissenschaft stark eingedellt worden (Green und Shapiro, 1994)(2).
Gerry MackieVsSozialwahltheorie/MackieVsRiker: Die Sozialwahltheorie in ihrer antidemokratischen Manifestation im Rochester-Stil ist von Mackie (2003)(3) zerstört worden. Gerry Mackie zeigt, dass jedes reale Beispiel eines Wahlzyklus (A schlägt B schlägt C schlägt A), das von William Riker oder seinen Anhängern angeführt wurde, um das Potenzial für Willkür, Instabilität und Manipulation in der kollektiven Wahl zu veranschaulichen, tatsächlich mit den historischen Beweisen unvereinbar ist.


1. Hardin, Russell (1993) 'Public choice versus democracy'. In David Copp, Jean Hampton and John E. Roemer, (Hrsg.), The Idea of Democracy. Cambridge: Cambridge University Press.
2. Green, Donald P. and Ian Shapiro (1994) Pathologies of Rational Choice Theory: A Critique of Applications in Political Science. New Haven, CT: Yale University Press.
3. Mackie, Gerry (2003) Democracy Defended. Cambridge: Cambridge Umversity Press.

Dryzek, John S. 2004. „Democratic Political Theory“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Theorien Lamont Gaus I 230
Theorien/Grundsätze/Begründung/Lamont: (...) Theorien [zur Verteilungsgerechtigkeit] sind vor allem nach dem Inhalt ihrer Annäherung an die moralischen Anforderungen von Wohlfahrt (oder Glück) und Verantwortung charakterisiert worden. Es ist wichtig, hier auf einige der Komplikationen dieser Charakterisierungen hinzuweisen und
Gaus I 231
auch auf andere Arten der Konzeptualisierung der Literatur über Verteilungsgerechtigkeit. Die meisten Theoretiker sind genau beschrieben durch eine Reihe von nicht äquivalenten Bezeichnungen. Die hier verwendeten Klassifikationen sind in der zeitgenössischen Literatur weit verbreitet, aber es gibt dennoch subtile Unterschiede in der Art und Weise, wie verschiedene Autoren diese Bezeichnungen verwenden. Inhalt/Prinzip/Begründung: Eine wichtige Unterscheidung besteht zwischen dem Inhalt eines Verteilungsprinzips und seiner Begründung.
Inhalt: "Inhalt" bezieht sich auf die Verteilung, die idealerweise durch ein Prinzip empfohlen wird, während "Rechtfertigung" sich auf die Gründe bezieht, die zur Unterstützung des Prinzips angeführt werden. Theoretiker können nach dem Inhalt ihrer Theorie oder nach der von ihnen angegebenen Begründung unterschieden und etikettiert werden.
Probleme: 1) (...) die hier verwendeten gemeinsamen Bezeichnungen beziehen sich zum Teil auf den Inhalt und zum Teil auf die Begründungen für verschiedene Positionen.
2) (...) die meisten Gruppen von Theorien haben Begründungen aus verschiedenen Quellen, und einzelne Autoren verwenden manchmal sogar mehr als eine Begründungsquelle für ihre Theorie. Die meisten Kombinationen von Inhalt und Rechtfertigung sind in der Tat versucht worden. Beispielsweise verwenden verschiedene Libertarianer natürliche Rechte, Verdienste, Utilitarismus oder Kontraktualismus zur Rechtfertigung ihrer Theorien; verschiedene Verdiensttheoretiker verwenden natürliche Rechte, Kontraktualismus und sogar Utilitarismus (Mill 1877(1); Sidgwick, 1890(2)). Teilweise kommt dies daher, dass es verschiedene Versionen von Begründungen gibt, die jedoch aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit das gleiche breite Etikett teilen.
Vertragstheorie: Beispielsweise ist der Kontraktualismus in den Begründungen vieler Theorien enthalten und umfasst sowohl Hobbes'sche als auch Kant'sche Kontraktualisten nach Thomas Hobbes und Immanuel Kant (Hampton, 1991(3)).
A) Hobbes'sche Kontraktualisten wie David Gauthier versuchen, die Moral mit den eigennützigen Gründen zu rechtfertigen, die Individuen haben, um bestimmten Bedingungen der sozialen Zusammenarbeit zuzustimmen.
B) Kant'sche Kontraktualisten wie John Rawls berufen sich auf moralische Gründe, um die Bedingungen sozialer Kooperation zu rechtfertigen, die einer Zustimmung würdig wären, und argumentieren gewöhnlich für Verteilungen am egalitären Ende des Spektrums.
Ein Hobbes'scher Kontraktualist, wie Sie vielleicht vermuten, plädiert eher für libertär orientierte Systeme (Buchanan, 1982(4); Gauthier, 1987(5); Levin, 1982(6)). Es gibt jedoch auch Anhänger von Hobbes, die darauf bestehen, dass sein Kontraktualismus besser gelesen wird, um einige wichtige Aspekte des Wohlfahrtsstaates zu rechtfertigen, als eine bloß minimalistische Regierung (Kavka, 1986(7); Morris, 1998(8): Kap. 9; Vallentyne, 1991(9)). Daher können Theoretiker, die das Etikett "vertragsorientiert" teilen, auch durch eine libertäre Ablehnung der Umverteilung oder ein egalitäres Beharren auf einer breiten Verteilung gekennzeichnet sein (...).
Gleichheit/Egalitarismus: Die häufigsten Alternativen zur Charakterisierung von Theorien der Verteilungsgerechtigkeit entlang der Dimensionen Wohlfahrt und Verantwortung waren dazu da, sie entweder entlang der damit verbundenen Dimension der Gleichheit oder nach dem Grad der Gleichheit zu charakterisieren, den die Theorien vorgeben. So könnte jede der hier bereits untersuchten Theorien alternativ nach ihrer Behandlung oder ihrem Ansatz der Gleichheit kategorisiert werden (Joseph und Sumption, 1979(10); Rakowski, 1991). >Gleichheit/Sen.
Sen: in seinem einflussreichen Vortrag 'Equality of what?" (1980)(12) befasst sich Amartya Sen mit der Frage, nach welchem Maßstab Gleichmacher den Grad bestimmen sollten, in dem eine Gesellschaft das Ideal der Gleichheit verwirklicht.
Inzwischen wurde eine Reihe alternativer Variablen für das, was ausgeglichen werden sollte, eingeführt (Daniels, 1990(13)) und verfeinert, einschließlich der oben diskutierten Ressourcengleichmacher (Dworkin, 2000)(14), der Chancengleichheit für Wohlfahrt (Arneson, 1989(15); 1990(16); 1991(17)), des gleichen Zugangs zu Vorteilen (Cohen, 1989)(18) und des gleichen politischen Status (Anderson, 1999)(19).
Gaus I 232
Konzepte/Inhalte/Theorien: Eine weitere Komplikation (...) ergibt sich aus den Unterschieden in der Konzeption des Themas der Verteilungsgerechtigkeit selbst, wobei einige Theoretiker eher den Prozess als den Inhalt oder die Rechtfertigung betonen. Die Prinzipien: [viele Theorien] befassen sich mit der Frage der Verteilungsgerechtigkeit, indem sie Prinzipien empfehlen, die als normative Ideale für Institutionen gedacht sind, die ihrerseits die Verteilung der Ressourcen maßgeblich bestimmen werden. Diese Theorien spiegeln den Fortschritt und einen wachsenden Konsens während des größten Teils des zwanzigsten Jahrhunderts darüber wider, was nicht akzeptabel ist. Beispielsweise lehnen alle angebotenen Theorien die Ungleichheiten ab, die für feudale, aristokratische und Sklavengesellschaften charakteristisch sind, sowie die Ungleichheiten, die Systemen innewohnen, die den Zugang zu Gütern, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen oder Positionen auf der Grundlage von Rasse, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion einschränken.
Entscheidungsprozesse: Andererseits sind einige Theoretiker der Ansicht, dass die fortdauernde Existenz vernünftiger Meinungsverschiedenheiten ein wichtiges Spiegelbild des Wesens der Verteilungsgerechtigkeit selbst ist. Sie argumentieren über zusätzliche Fragen, im Bereich der vernünftigen Uneinigkeit darüber, welches die besten Verteilungsideale sind. Hauptsächlich wird diskutiert, ob das Verfahren zur Entscheidung von Verteilungsfragen gerecht ist. So argumentieren einige, dass bestimmte Fragen der Verteilungsgerechtigkeit auf der verfassungsrechtlichen Ebene behandelt und unterschiedlich beschrieben werden sollten, während andere Fragen auf der gesetzgeberischen Ebene ordnungsgemäß entschieden werden.
Gerechte Prozesse: eine Untergruppe dieser Theoretiker vertritt auch die Ansicht, dass einige Entscheidungen über Fragen der Verteilungsgerechtigkeit teilweise oder vollständig gerechtfertigt sein können, weil sie das Ergebnis eines gerechten Prozesses sind (Christiano, 1996(20); Gaus, 1996(21)). Rationale Argumente allein können vielleicht einige Systeme als ungerecht ausschließen, aber andere werden nicht nur aufgrund ihres Inhalts gerechtfertigt sein, sondern auch durch den Prozess, durch den sie erreicht wurden. >Liberalismus/Lamont.


1. Mill, John S. (1877) Utilitarianism, 6th Ed. London: Longmans, Green.
2. Sidgwick, Henry (1890) The Methods of Ethics, 4th Ed. London: Macmillan.
3. Hampton, Jean (1991) 'Two faces of contractarian thought'. In Peter Vallentyne, ed., Contractarianism and Rational Choice: Essays on David Gauthier 's Morals by Agreement. New York: Oxford University Press, 31—55.
4. Buchanan, Allen (1982) 'A critical introduction to Rawls' theory of justice'. In H. Gene Blocker and Elizabeth H. Smith, eds, John Rawls' Theory of Social Justice: An Introduction. Athens, OH: Ohio University Press.
5. Gauthier, David Peter (1987) Morals by Agreement. Oxford: Clarendon.
6. Levin, Michael (1982) 'A Hobbesian minimal state'. Philosophy and Public Affairs, 11 (4): 338-53.
7. Kavka, Gregory S. (1986) Hobbesian Moral and Political Theory. Princeton, NJ: Princeton University Press.
8. Morris, Christopher (1998) An Essay on the Modern State. Cambridge: Cambridge University Press.
9. Vallentyne, Peter (1991) Contractarianism and Rational Choice: Essays on David Gauthier's Morals by Agreement. New York: Cambridge University Press.
10. Joseph, Keith and Jonathan Sumption (1979) Equality. London: Murray.
11. Rakowskl, Eric (1991) Equal Justice. Oxford: Clarendon.
12. Sen, Amartya (1980) 'Equality of what?' In Sterling M. McMurrin, Ed., Tanner Lectures on Human Values, Bd. I. Cambridge: Cambridge University Press, 195-220.
13. Daniels, Norman (1990) 'Equality of what: welfare, resources, or capabilities?' Philosophy and Phenomenological Research, 50 (Fall): 273-96.
14. Dworkin, Ronald (2000) Soveæign Virtue: The Theory and Practice of Equality. Cambridge, MA: Harvard University Press.
15. Arneson, Richard (1989) 'Equality and equal opportunity for welfare, Philosophical Studies, 56: 77-93.
16. Arneson, Richard (1990) 'Liberalism, Distributive Subjectivism and equal opportunity for welfare', Philosophy and Public Affairs, 19: 159-94.
17. Arneson, Richard (1991) 'Lockean self-ownership: towards a demolition', Political Studies, 39 (l): 36-54.
18. Cohen, G. A. (1989) 'On the currency of egalitarian justice'. Ethics, 99 906_44.
19. Anderson, Elizabeth (1999) 'What is the point of equality?' Ethics, 109 (2): 287-337.
20. Christiano, Thomas (1996) The Rule of the Many: Fundamental Issues in Democratic Theory. Boulder, CO: Westview.
21. Gaus, Gerald (1996) Justificatory Liberalism. New York: Oxford University Press.


Lamont, Julian 2004. „Distributive Justice“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications

Gaus I
Gerald F. Gaus
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Handbook of Political Theory London 2004
Verhaltensökonomik Kahneman Mause I 63f
Rational /Choice/Verhaltensökonomik/Kahneman: Eine Wirtschaftstheorie, die den rational-Choice-Ansatz verfolgt braucht weniger Axiome.
Mause I 1746
Eine solche Theorie ist insgesamt einfacher. Allerdings werden immer neue Theoriebausteine benötigt, um lebensweltliche Situation besser erklären zu können. Diesem Weg folgt die Behavioral Economics, die empirisch die systematischen kognitiven Bias bei der Verarbeitung von Informationen analysiert (Kahneman 2012 (1) ; Camerer et al. 2003 (2); Zum Stand der Forschung: (3)(4)
Rational-Choice/Neuere Entwicklung: die Theorie wurde umgedeutet in eine normative Theorie. da sie uns sagt, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir unseren Nutzen maximieren möchten. Damit ist sie nicht mehr tautologisch wie die deskriptive Variante. (Siehe VsRational Choice).
Politik: Die Vorstellung, dass sowohl Parteien als auch Wähler nutzenmaximierend sind und Demokratie keinen intrinsischen Wert besitzt, gehört zu den zentralen Annahmen (fast) aller Rational-Choice-inspirierten Demokratietheorien und Wahlanalysen.


1.D Kahneman, Schnelles Denken, langsames Denken. München 2012.
2. Camerer, Colin F., George Loewenstein, und Matthew Rabin, Hrsg.. Advances in behavioral economics. Princeton 2003.
3. Wittek, Rafael, Tom Snijders und Victor Nee, Hrsg. The handbook of rational choice social research. Stanford 2013
4. Oppenheimer, Joe. Principles of politics. Cambridge 2012.

EconKahne I
Daniel Kahneman
Schnelles Denken, langsames Denken München 2012

Mause I
Karsten Mause
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Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Wirtschaft Neoklassiker Mause I 51f
Wirtschaft/Neoklassik: Die Politische Ökonomie wird von der „reinen“ Ökonomie in Gestalt der Neoklassik abgelöst. Dies nennt man die „marginalistische“ Revolution. 1. Alle ökonomischen Fragestellungen werden unter dem Blickwinkel der Optimierung unter Nebenbedingungen betrachtet. Es geht immer darum, eine Zielfunktion (z. B. die Nutzenfunktion eines Haushalts) unter Beachtung bestimmter Nebenbedingungen (z. B. der Höhe des Haushaltsbudgets) zu optimieren (im Beispielsfall zu maximieren). Zu diesem Zweck wird eine Grenzwertbetrachtung durchgeführt, d. h. eine marginale Analyse. (> Rational Choice).
2. Im Mittelpunkt der neoklassischen Analyse steht das Gleichgewicht – eine Situation, in der es keinen Anlass zu Verhaltensänderungen gibt. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage nach der Existenz von Marktgleichgewichten und deren Eigenschaften.
3. Es gilt das Prinzip des methodologischen Individualismus, wonach alle ökonomischen Phänomene durch individuelle Handlungen erklärt werden müssen. Dies impliziert insbesondere, dass die Gesellschaft lediglich eine Summe von Individuen ist und dass die Präferenzen derselben unabhängig voneinander sind.
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Hauptvertreter: Antoine Augustin Cournot (1801– 1877), der das Fundament der Preistheorie errichtete (Cournot 1838 (1); Hermann Heinrich Gossen (1810– 1858), der die Konsumtheorie begründete (Gossen 1854) (2); und Johann Heinrich von Thünen (1783– 1850), der die Grundlagen der Produktions- und Verteilungstheorie legte (Thünen 1826) (3). Diese Ansätze wurden in der Folgezeit vor allem von William Stanley Jevons (1835– 1882) und Léon Walras (1834– 1910) weiterentwickelt und durchgesetzt (Jevons 1871) (4); Walras 1874/ 1877) (5). NeoklassikVsKLassik: alle drei Grundbestandteile des neoklassischen Paradigmas sind der Klassik fremd: Das ist am deutlichsten im Fall von Optimierungs- und Gleichgewichtsprinzip; aber die Klassiker vertraten auch keinen strikten methodologischen Individualismus, sondern erkannten die soziale Natur des Menschen an und hielten deswegen die analytische Verwendung von überindividuellen Konzepten für gerechtfertigt (ohne deshalb diesen eine reale, von den Individuen unabhängige Existenz zuzugestehen). Die Neoklassiker waren stets um eine „Verwissenschaftlichung“ der Ökonomie bemüht, um eine Etablierung ihrer Disziplin als einer den Naturwissenschaften, und hier vor allem der Physik. (Optimierung, Gleichgewicht).
Klassik: betrachtet das ökonomische Handeln, also die Entstehung und Verteilung des materiellen Wohlstandes.
Neoklassik: mit dem neuen, formalen Verständnis ist diese Analyse nicht vereinbar.
Die neoklassische Ökonomie ist mikroökonomisch geprägt, d.h. im Mittelpunkt der Analyse steht das Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte, also einzelner Haushalte (Konsumtheorie) und Unternehmen (Produktions- und Preistheorie).


1. A. Cournot, Recherches sur les Principes Mathématiques de la Théorie des Richesses. Paris, 1838.
2. H.H.Gossen, Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln. Braunschweig 1854
3. J.H. von Thünen, Der isolirte Staat in Beziehung auf Landwirthschaft und Nationalökonomie. Hamburg 1826
4. W.St.Jevons, 1871. The theory of political economy. London 1871
5. L. Walras, Eléments d’Economie Politique Pure. Teile I– III (1874), Teile IV– VI (1877). Lausanne 1874/ 1877.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018