Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
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Erklärungen Nozick II 10
Erklärung/Nozick: basiert nicht auf Argumenten und nicht auf Beweisen, denn ein Beweis liefert kein Verstehen. - Hypothesen, die in einer Erklärung gebraucht werden, müssen nicht als wahr bekannt sein.
II 12
Erklärung/Nozick: lokalisiert etwas in der Aktualität - Verstehen: lokalisiert etwas im Raum der Möglichkeiten.
II 115
Existenz/Erklärung/Leibniz/Nozick: jeder Faktor der erklären soll, warum es überhaupt etwas gibt, wird selbst Teil dessen sein, was erklärt werden muss. - Erklärung: geschieht immer in Begriffen von etwas anderem - man kann nicht alles erklären, aber nichts ist prinzipiell unerklärbar.
II 116
Erklärung/Nozick: ist irreflexiv, asymmetrisch und transitiv: - irreflexiv: nichts erklärt sich selbst - asymmetrisch: wenn X Y erklärt, dann erklärt Y nicht X (nicht umkehrbar). II 117 - transitiv: wenn X Y erklärt und Y Z erklärt, dann erklärt X Z. - Damit ist eine strikte partielle Ordnung etabliert.
II 118f
Erklärung/Existenz/Nozick: andere Möglichkeit: Erklärung aus Gesetzen oder Theorien - Frage: wieso gibt es dann solche Theorien und Gesetze - Letztbegründung/Selbsterklärung: könnte ein letztes Gesetz sich selbst subsumieren? - letztes Gesetz: müsste irgendeine Charakteristik C haben - auch alle anderen Gesetze - Problem: Wahrheit wird nicht aus der Form bewiesen.
II 120
Erklärung/Ebene/Stufe/Nozick: manche: die Erklärung muss tiefer liegen als das Erklärte - KripkeVs: neue Theorie: Aussagen suchen sich selbst die angemessene Ebene - höchste Ebene/Stufe//Kripke: die, auf der der Satz auf seinen Referenten angewendet wird - Nozick: dann muß P, wenn in einer Deduktion gebraucht, eine Ebene tiefer sein als seine Instanz - dann ist eine deduzierte Aussage tiefer, wenn sie etwas subsumiert, als wenn sie subsumiert wird.
II 120
Selbsterklärung/Nozick: Selbstsubsumtion in der Quantorenlogik erklärt sich selbst. - Ansonsten: Erklärung ist irreflexiv - d.h. sie kann sich nicht selbst erklären. - Nackte Tatsache/Nozick: a) etwas das durch nichts erklärt werden kann - b) schwächer: etwas, das nicht durch etwas anderes erklärt werden kann. - Dann ist die erklärende Selbstsubsumtion eine nackte Tatsache, die sich selbst erklärt.
II 305
Erklärung/Nozick: man sagt, eine Erklärung darf nicht weniger (z.B. semantische) Tiefe haben als das Erklärte.
II 308
Verursachung/Descartes: kann nicht weniger tief sein als die Wirkung (Prinzip).

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Handlungen Nozick II 294
Handlung/Verursachung/Ursache/Nozick: wenn eine Handlung verursacht ist, dann durch eine Überlegung. - umgekehrt: welche Überlegungen wir mit kausalem Status versehen hängt davon ab, wie wir gehandelt haben.
II 294
Willensfreiheit/Nozick: Unterschied: a) Handlung verursacht, (durch Gründe, Überlegung) hätte auch anders sein können - b) kausal determiniert (durch unbeeinflussbare Dinge) hätte nicht anders sein können.
II 294
Entscheidung/Ethik/Nozick: ist kein Entdecken von Gewichtung, sondern ein Verleihen von Relevanz - dann ist die Entscheidung kausal nicht bestimmt durch die Gewichte - dennoch steht nicht jedem jeder Grund zur Verfügung - Bsp Kunstgeschichte: nicht jeder Stil stand immer zur Verfügung.
II 299
Handlung/Selbstsubsumtion/Nozick: eine Entscheidung kann selbst-subsumierend sein: sie kann Prinzipien begründen, die nicht nur die Handlung, sondern auch die Gewichtung selbst regeln - das ist keine Wiederholung der Gewichtung - Bsp Strategie: daß immer das Beste herauskommt - die Entscheidung, dieser Strategie zu folgen, ist selbst eine Handlung, die unter die Gewichtung fällt, die sie verleiht.
II 300
Der Akt der Entscheidung kann auch auf sich selbst referieren.
II 300
Entscheidung/Erfüllungsmodell/Herbert Simons: (statt Optimierungsmodell): man wählt eine Handlung, die "gut genug" ist - wenn man keine findet sucht man weiter und senkt die Ansprüche - die Sicht, was "gut genug" ist, ändern sich. Optimierungsmodell: hier werden auch die Kosten berücksichtigt (>Selbstsubsumtion, >Selbstreferenz)
a) Suchern unter bekannten Alternativen
b) Erdenken neuer Alternativen
II 304
reflexiv: eine freie Entscheidung ist reflexiv: sie besteht kraft der Gewichte die durch ihre Geltung selbst verliehen werden.
II 318f
Handlung/Entscheidung/Willensfreiheit/Wissen/Glauben/Nozick: Handlungen und Entscheidung können ähnlich wie Glauben und Tatsachen (Kovarianz, Verbindung zu Tatsachen) betrachtet werden - entsprechend können auch Methoden abgewogen werden. - III 321 Verbindung: besteht in wertendem Glauben.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Letztbegründung Nozick II 131 ff
Erklärung/Letztbegründung/Leibniz/Existenz/Nozick: 1. Inegalitäre Theorie: Auszeichnung des Etwas vor dem Nichts. 2. Egalitäre Theorie: (Wahrscheinlichkeitstheorie): Nichts ist gleichberechtigt: wenn verschiedene Möglichkeiten angenommen werden, dann ist nichts sehr unwahrscheinlich, weil nur eine von vielen Möglichkeiten bestehen kann. - Reichhaltigkeit: Alle Möglichkeiten sind verwirklicht. - Voraussetzung: mögliche Welten sind getrennt, sonst Widersprüche - Reich der Möglichkeiten umfasst mögliche Welten - zusätzlich: Prinzip der Invarianz: sonst gibt es mögliche Welten, die Möglichkeiten ausschließen: Beschränkte Reichhaltigkeit/Selbst-Subsumierung: Geltung wegen Anwendung, Referenz und Lieferung durch sich selbst. - Dann ist Existenz keine nackte Tatsache und nicht willkürlich (wegen Invarianz).
II 137
Erklärung/Letztbegründung/Nozick: Problem: die verschiedenen beschränkten Reichhaltigkeiten gelten alle jeweils wegen ihrer Beschränkung und wegen ihrer Geltung und wegen ihres speziellen Invarianzprinzips. - Das ist gerade das Merkmal der Reflexivität.
II 138
Erklärung/Letztbegründung/Nozick: es ist keine Schande, dass Zirkularität am Ende auftritt, wenn sie nur in der Mitte vermieden wird. - Sie sollte nicht ein Zusatz sein ("und das sind alle"). - Satz vom zureichenden Grund: jede Wahrheit hat eine Erklärung.
II 278
Selbstsubsumtion/Selbstbegründung/Letztbegründung/Nozick: Selbstsubsumtion ist ein Zeichen für Fundamentalität, nicht für Wahrheit. - Etwas kann in einer Dimension fundamental sein, ohne fundamental in einer anderen zu sein. - Ein fundamentales Prinzip braucht nicht "nichtzirkulär" zu sein. - In verschiedenen Reichen gelten verschiedene Relationen, Ordnungen und Verbindungen. - Bsp Rechtfertigung, Erklärung, Belege.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994