Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
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Literatur
Bedeutungswandel Gärdenfors I 72
Bedeutungswandel/Sprache/Sprachentwicklung/historisch/Gärdenfors: historische Sprachentwicklung ist schwer zu erklären: Änderungen der Bedeutung gehen häufig und schnell vor sich und sind nicht vorherzusagen. Dennoch versuchen wir, Gesetzmäßigkeiten für Bedeutungswandel aufzustellen, nach denen einige Wechsel wahrscheinlicher sind als andere. Wenn meine These stimmt, dass Pragmatik entwicklungsgeschichtlich vor der Semantik anzusiedeln ist, wurden bestimmte kognitive Funktionen vor der der Ausbildung der Sprache festgelegt und sind Bedingung für diese. Dann wird Sprache gebraucht, um fremde Überzeugungen und zukünftige Ziele zu repräsentieren. (Siehe Gärdenfors 2003, 2004c; Gärdenfors et. al 2012). (1) (2) (3)

Denken ohne Sprache/DennettVsGärdenfors: im Gegensatz dazu vertreten einige Autoren die These, dass Denken nicht ohne Sprache möglich ist: (Dennett, 1991). (4)
Begriffe/Dennett: These: viele Begriffe können erst gebildet werden, wenn Sprache schon ansatzweise vorhanden ist, wie B Inflation, Monat, Erbe.
Begriffe/Gärdenfors: das ist sicher richtig, aber es spricht nicht dagegen, dass die meisten unserer Begriffe sich durch Beobachtung und Handlung herausgebildet haben, bevor sie ihren sprachlichen Ausdruck fanden.

(1) Gärdenfors, P. (2003). How Homo became Sapiens: On the evolution of thinking. Oxford.

(2) Gärdenfors, P. (2004c). Cooperation and the evolution of symbolic communication. In K. Oller & U. Griebel (Eds.) The evolution of communication systems (pp. 237-256).

(3) Gärdenfors et al. (2012). Gärdenfors, P. Brinck, L. & Osvath, M. (2012) Coevolution of cooperation, cognition and communication. In F. Stjernfelt, T. Deacon & T. Schilhab (Eds.) New perspectives of the symbolic species (pp. 193-222) Berlin.

(4) Dennett, D. (1991). Consciousness explained. Boston, MA: Little, Brown.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Begriffe Dennett II 13
Begriff/Wiedererkennen/Dennett: Bsp ein Tier ist verwirrt. - Falsche Frage: "Was ist der begriffliche Inhalt seines Verwirrtseins?"
II 57
Denken/Begriff/Tier/Dennett: können Hunde denken? Problem: ein Gedanke muss sich aus bestimmten Begriffen zusammensetzen.
II 58
Frage der Beschreibung, bzw. der Formulierung: Bsp Ein Napf mit Fleisch, ein Eimer mit Fressen, "das leckere Zeug, das so und so schmeckt"... Übersetzung/Zuschreibung: könnten wir z.B. auf Deutsch, genau den Gedanken ausdrücken, den der Hund denkt?
II 59
Wenn nicht, dann können Hunde entweder überhaupt nicht denken, oder ihre Gedanken lassen sich überhaupt nicht ausdrücken, und damit liegen sie außerhalb unseres Horizonts. >Denken ohne Sprache.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Bewusstsein Dennett Rorty VI 161
Bewusstsein/Dennett: es ist eine Illusion zu glauben, das Bewusstsein sei die Ausnahme von der Regel, dass sich alles durch seine Beziehungen zu anderen Dingen erklären lässt. Es ist keine Ausnahme.
Dennett I 534
Bewusstsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewusstsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
II 23ff
Sprache/Tier/Bewusstsein/Dennett: da es keine Grenze für Bewusstsein (mit oder ohne Sprache) gibt, da es allmählich entstanden ist, ist die Frage, welche Tiere Bewusstsein haben, unentscheidbar. - "Eine Frage des Stils" - Bewusstsein ist nicht gleich Denken! Dennett: kein >Denken ohne Sprache, aber Bewusstsein ohne Denken.
Rosenthal I 430
Bewußtsein/Dennett: selbst für die Erste Person nicht immer klar, was bewusst ist und was nicht - Bsp sich des Inventars eines Zimmers bewusst werden - Bsp Tapetenmuster: Vervollständigung durch Urteil, nicht sensorisch!
Matzinger I 475
Bewusstsein/Dennett: ist wie eine Simulation der Welt. - Sie verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen im Computer.
Metzinger I 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt - 2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben - BlockVsDennett: falsche Verschmelzung von >P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein.
Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
Chalmers I 229
Bewusstsein/Dennett/Chalmers: (Dennett 1993b) Bewusstsein ist, was in Gehirnprozessen hervorsticht. („Cerebral celebrity“). Solche Inhalte sind bewusst, die Ressourcen auf sich fixieren und monopolisieren. (p. 929). Chalmers: das ist nah bei meinem Ansatz, nur dass ich von potentiellen Hervorstechen spreche, Es muss nur möglichsein, dass ein Inhalt diese Rolle spielen kann.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Rosenthal I
David M. Rosenthal
"Multiple drafts and the facts of matter"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Denken Avramides I 104
Denken/Sprache/Avramides: These: Wesen ohne Sprache können Gedanken haben.
I 113
Denken ohne Sprache/Avramides: dann Sprache bloßes Vehikel zur Kommunikation - Schiffer: die Griceschen Begriffe lassen das zu, aber kontingenterweise gibt es keine solchen Wesen.
I 115
Denken ohne Sprache/DoS/Reduktionismus/Avramides: ein Problem für den Reduktionismus gibt es nur, wenn die Behauptung begrifflich mit den semantischen und psychologischen Begriffen zu tun hat - (und nicht einfach empirisch ist) - Davidson: psychologische Begriffe können gar nicht ohne semantische instantiiert werden - SchifferVsDavidson: dito, aber sie können ohne sie erfasst werden! - Avramides: dann ist die bloße Intuition, dass es kein Denken ohne Sprache geben kann, nicht hinreichend für einen Antireduktionismus sein - Antireduktionismus: muss behaupten, dass die Behauptung des Reduktionisten einer tiefen epistemischen Asymmetrie unbegründet ist.
I 142f
DummettVsIdealismus/DummettVsLocke: falscher Kode-Begriff von Sprache für Ideen - Signifikanz wird nicht durch Gedanken erklärt, - wobei die Gedanken wiederum ohne Referenz auf Sprache seien - erklärt nicht, wie Gedanken selbst zur Signifikanz kommen - dann Muttersprache wie fremde Sprache. Lösung/Dummett: Erfassen = Gebrauch: Bsp "quadratisch": quadratische Dinge aussortieren - dann keine Repräsentationen zur Verbindung von Sätzen mit Gedanken - Verstehen statt Assoziation - AvramidesVsDummett: Dummett erlaubt aber kein Denken ohne Sprache.
I 15
Denken/Dummett: nur über Sprache zu untersuchen, (nicht über Verhalten) - AvramidesVsDummett: auch über Verhalten.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Denken Black II 94
Denken/Black: nicht mit "verschiedenen sprachlichen Kleidern" zu behängen - wenn ein Gedanke "zu tief für Wörter" sein soll, müssen wir ihn leider ignorieren. - Vs"Bekleidungsmodell": dieses würde dazu führen, jedes Sprechen als Kodierungsprozess und Hören als Dekodierung anzusehen.
II 97
falsch: "Denke bevor du sprichst" - Vs C.I. Lewis: Bedeutung kommt sehr wohl durch Kommunikation zustande (sonst >"Bekleidungsmodell" Sprache als Verkleidung von Gedanken) BlackVsLewis, C.I.) - dennoch Black These: Denken ohne Sprache ist möglich. - Bsp Sich Schachstellungen vorstellen.
II 98
Redestrom muss nicht von einem parallelem Strom mentaler Ereignisse begleitet sein. - Die gesprochene Sprache braucht kein geistiges Korrelat, um bedeutungsvoll zu sein.
II 100
Es ist kaum möglich zwischen Gedanken und sprachlicher Darstellung zu unterscheiden. Aber:
II 119
Sprache/Tractatus/Wittgenstein: 4.002 die Sprache verkleidet den Gedanken - und zwar so, dass man nach der äußeren Form des Kleides nicht auf die Form des bekleideten Gedankens schließen kann.

Black I
Max Black
"Meaning and Intention: An Examination of Grice’s Views", New Literary History 4, (1972-1973), pp. 257-279
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg) Frankfurt/M 1979

Black II
M. Black
Sprache. Eine Einführung in die Linguistik München 1973

Black III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Black IV
Max Black
"The Semantic Definition of Truth", Analysis 8 (1948) pp. 49-63
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994
Denken Dennett II 58
Denken/Tier/Dennett: können Hunde denken? Problem: ein Gedanke muss sich aus bestimmten Begriffen zusammensetzen. Frage der Beschreibung, bzw. der Formulierung: Bsp Napf mit Fleisch, Eimer mit Fressen, "das leckere Zeug, das so und so schmeckt"...
Übersetzung: könnten wir z.B. auf deutsch, genau den Gedanken ausdrücken, den der Hund denkt? Wenn nicht, dann können Hunde entweder überhaupt nicht denken, oder ihre Gedanken lassen sich überhaupt nicht ausdrücken, und damit liegen sie außerhalb unseres Horizonts.
II 157
Denken/Sprache/Dennett: insgesamt lassen diese Überlegungen vermuten, dass unsere Art des Denkens darauf warten musste, dass sie das Sprechen entwickelte. Das Sprechen musste wiederum darauf warten, dass sie das bewahren von Geheimnissen entwickelte, und das wiederum setzte die Entwicklung einer gewissen Komplexität der Umwelt voraus.
II 202
DennettVsRyle: berüchtigt sind seine Behauptungen, Denken könne sich nur in der öffentlichen Welt abspielen und müsse nicht an einem persönlichen Ort stattfinden.
II 190
Sprache/Denken/Dennett: kein Denken ohne Sprache - (Denken nicht gleich Bewusstsein (s.o). - Bsp Der Hund hat keinen Begriff von der Katze. - >Denken ohne Sprache.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Denken Gärdenfors I 72
Denken ohne Sprache/DennettVsGärdenfors: im Gegensatz dazu vertreten einige Autoren die These, dass Denken nicht ohne Sprache möglich ist: (Dennett, 1991). Begriffe/Dennett: These: viele Begriffe können erst gebildet werden, wenn Sprache schon ansatzweise vorhanden ist, wie B Inflation, Monat, Erbe.
Begriffe/Gärdenfors: das ist sicher richtig, aber es spricht nicht dagegen, dass die meisten unserer Begriffe sich durch Beobachtung und Handlung herausgebildet haben, bevor sie ihren sprachlichen Ausdruck fanden. GärdenforsVsDennett.
I 259
Deduktion/Shirky/Gärdenfors: (Shirky, 2003): deduktive Vernunft wird überschätzt von Leuten, die an Künstlicher Intelligenz arbeiten und insbesondere am Semantischen Web. GärdenforsVsDerscartes: diese Überschätzung kommt von Arthur Conan Doyle her, dessen Sherlock Holmes-Geschichten mehr Schaden angerichtet haben in Bezug auf die Vorstellung davon, wie der menschliche Geist arbeitet, als alles seit Descartes.


Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Denken Lewis II 228
Es kann schon sein, dass unser Denken auf Sprache rekurriert, und dass, wer eine Annahme macht, einen entsprechenden Satz in der Sprache akzeptiert. Aber daraus folgt nicht, dass das Machen einer Annahme als das Akzeptieren von Sätzen analysiert werden sollte. Es ist zumindest möglich, dass der Mensch - wie gewisse Tiere - einige Dinge glaubt, ohne deshalb gewisse Sätze zu akzeptieren.
Zirkel: es ergibt sich hier keiner, wenn es zumindest möglich ist, Annahmen auch ohne Rekurs auf bestimmte Sätze zu bestimmen. >Tiersprache, >Denken ohne Sprache.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Denken Searle IV 251ff
Sprache/Searle: Gedanken, Wünsche, Gefühle sind nicht ohne Sprache mitteilbar. >Denken ohne Sprache.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Denken Tomasello Gärdenfors I 72
Denken ohne Sprache/Tomasello/Gärdenfors: These: Denken ist ursprünglicher als Sprache: Bsp anzunehmen, Sprache sei eine Ursache menschlichen Denkens kommt der These gleich, Geld sei die Ursache der Ökonomie. (Tomasello 1999, p. 94). Gärdenfors: Aber auch bevor das Geld aufkam, trieben die Menschen Handel.
I 73
Ebenso kam die Sprache später zur Kommunikation hinzu und machte sie effizienter, so wie das Geld den Handel effizienter machte.

Tomasello I
Michael Tomasello
Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation Frankfurt/M. 2011
Grice Avramides I 26
Grice/Avramides: sein Werk sollte als Begriffsanalyse verstanden werden, nicht als Reduktionismus. - nicht als Physikalismus - > Philosophie des Geistes - mit Frege und Davidson zu versöhnen.
I 42f
Grice/Avramides: These: das Problem der Satz-Bedeutung (Bedeutung der gesamten Äußerung) hat Vorrang vor dem der Bedeutung von Teiläußerungen. - Äußerung/Grice: wird weit aufgefasst, auch Signale usw. - Pointe: damit rangiert die Analyse in einer Situation vor der zeitlosen! (der Standard-Bedeutung) - nur damit kann er "x bedeutet etwas" als "S meint etwas (in einer Situation) mit x" äquivalent setzen. - 1. Version: ...eine Antwort des Hörers wird induziert... - 2. Version:... zusätzlich: der Hörer muss die Intention des Sprechers erkennen.
I 44
3. Version: ...zusätzlich: das Erkennen der Sprecher-Intention muss als Grund für den Glauben des Hörers fungieren - Vs: da gibt es immer noch viele Gegenbeispiele.
I 45
GriceVsGrice: Gegen-Beispiel Es ist ein Unterschied, ob ich spontan die Stirn runzele in einer Situation, oder um einer Person mein Missfallen auszudrücken - Pointe: es wird exakt dieselbe Information übermittelt, egal ob der Sprecher die Intention zur Kommunikation hat oder nicht. - Dann kein Grund, zwischen natürlicher und nicht-natürlicher Bedeutung zu unterscheiden. - Der Unterschied hat mit dem zu tun, was derjenige der die Stirn runzelt erwarten kann, dass der Hörer glaubt - aber ohne Intention keine Bedeutung - nicht-natürliche Bedeutung (ohne Intention) niemals hinreichend für Antwort.
I 46
Bsp Daumenschrauben bedeuten gar nichts.
I 67
Grice/Avramides: bisher ist die Analyse noch nicht hinreichend für zeitlose (linguistische Bedeutung - nur für Sprecher-Bedeutung - Bedeutung/Grice: außerhalb der Sprache genauso gut anzutreffen wie innerhalb.
I 68
Zeitlose Bedeutung/Grice: Disjunktion von Feststellungen darüber, was Leute mit x bewirken wollen - auch Winken usw. aber nicht Praxis (diese nicht hinreichend (sie kann eine zweite Bedeutung haben), nicht notwendig (es kann Alternativen geben) - sondern "Prozedur im Repertoire".
I 111
Reduktionistischer Griceaner/Loar: riskiert Denken ohne Sprache.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Reduktionismus Avramides I 96
Reduktionsimus/Grice/Abramides: wirklicher Streitpunkt zwischen reduktivem und anti-reduktivem Griceaner ist die tiefe epistemische Asymmetrie - (dass man Gedanken ohne Sprache kennen könnte) - beide: Vs oberflächliche epistemische Asymmetrie: (Def oberflächliche epistemische Asymmetrie/Radikale interpretation/Avramides: These: dass wir das Problem der Radikalen interpretation dadurch lösen können, dass wir die fremde Sprache dadurch verstehen, daß wir zunächst die Glaubenseinstellungen ( Glauben ) und Intentionen erfahren. ((s) ohne Sprache, weil ja die psychologischen Begriffe fundamentaler seien).
I 96
DavidsonVsReduktionismus: des Semantischen auf das Psychische - ohne Kenntnis der Sprache sind Überzeugungen nicht zu verifizieren. - Die Methode der Radikalen interpretation schlägt fehl: man kann nicht zuerst fremde Glaubenseinstellungen und Intentionen aufstellen.
I 112
Reduktionismus/Avramides: muss Denken ohne Sprache akzeptieren - Antireduktionismus: muss eben dies leugnen.
I 127f
Geist/AvramidesVsReduktionismus: These: das Bild des Reduktionismus vom objektiven Geist ist falsch - das kommt durch seine Unterscheidung zwischen oberflächlicher und tiefer epistemischer Asymmetrie.
I 130
These: tiefe epistemische Symmetrie beinhaltet nicht ontologische Symmetrie (trotz Davidson) - das richtige (subjektive) Bild vom Geist erfordert, dass das Semantische und das Psychologische auf einer Stufe verstanden werden.
I 128
Zusammenfassung/Antireduktionismus/Avramides: der Antireduktionismus hat Recht darüber, wie wir propositionale Einstellungen verstehen können - Reduktionismus: dieser hat Recht darüber, was propositionale Einstellungen sind.
I 166
AvramidesVsReduktionismus: übersieht, dass wir an irgendeinem Punkt Verhalten semantisch charakterisieren müssen. - Normale Belege sind das einzige Mittel, die These aufrechtzuerhalten, dass semantische und psychologische Begriffe auf einer Stufe sind. -
I 168
Beim Streit um den Reduktionismus geht es um epistemische, nicht um ontologische Fragen.
I 166
Grice: These: das Psychologische ist ein wesentlicher Teil des Semantischen. - Reduktionismus/Avramides: leugnet das aber! - Denken ohne Sprache: wenn wir es zuschreiben, dürfen semantische und psychologische nicht wesentlich voneinander abhängig sein. - Lösung/AvramidesVsReduktionismus: Verhalten auch bei sprachlosen Wesen - dieses bildet einen Teil unseres Begriffs des Psychologischen.
I 167
Manifestation/Avramides: es wäre falsch zu sagen, dass sie komplexer sein muss, wenn die zugeschriebenen Gedanken es sind! - komplexere ist eher sprachliches Verhalten(>Kompositionalität) - der reduktive Griceaner akzeptiert tiefe epistemische Asymmetrie, Antireduktionist: leugnet sie. - VsReduktionismus: damit hat er mit Interpretation und Verstehen dann nichts mehr zu tun.
Graeser I 128
AvramidesVsReduktionismus/Graeser: verkennt die intime Verbindung zwischen Psychologischem und Semantischem und trägt letztlich nichts zur Aufklärung von Geist und Gedanken bei. - ((s) Reduktionismus/(s): muss eine Verbindung sogar leugnen, weil diese nach der Reduktion aufgehoben ist.)

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Sprache Dennett I 269
Evolution/Moleküle/Entstehung des Lebens/Monod/Dennett: das bedeutet, dass die "Sprache" der DNA und ihre "Leser" eine gemeinsame Evolution durchgemacht haben. Allein funktioniert keines von beiden.
I 474
Kultur/Sprache/Dennett: für die Kultur brauchen wir Sprache, aber die Sprache muss sich zunächst aus eigenen Gründen entwickeln (wegen der Unmöglichkeit der Vorausschau der Evolution).
I 516
Tier/Sprache: stimmt es, haben Delphine und Schimpansen eine Art Sprache? So kann man auch Musik und Politik eine Art Sprache nennen. DF Analogie/Ebene: Tier/Politik
I 517
Sprache/Intelligenz/Dennett: inwieweit trägt die Sprache zur Intelligenz bei? Welche Formen des Denkens erfordern Sprache?
I 528
Sprache/Darwin: "Voraussetzung für lange Gedankenzüge": .Entscheidend für Planung und Durchhalten von langen Vorhaben.
II 23/24
Bewusstsein/Sprache/Dennett: es gibt eine Ansicht, dass gewisse Wesen ein Bewusstsein besitzen könnten, aber mangels Sprache es uns nicht mitteilen könnten. DennettVs: warum halte ich das für problematisch? Bsp der Computer kann auch rechnen, wenn kein Drucker angeschlossen ist.
Unser Königsweg, um den Geist anderer kennenzulernen ist die Sprache. Sie reicht zwar nicht bis zu Ihnen, aber das ist nur eine Einschränkung unseres Wissens, nicht aber eine Einschränkung ihres Geistes.
II 185
Denken/Mensch/Dennett: auch wir Menschen tun nichtdenkend viele Dinge, Zähne putzen, Schuhe zubinden usw. Wir beantworten sogar Fragen, ohne zu denken. Flüchtige Vorgänge, die sich länger halten und immer mehr an Einfluss gewinnen, nennen wir Gedanken.
Manches vom (vorher schon vorhandenen) geistigen Gehalt gewinnt durch Sprache mehr Einfluss.
II 190
Sprache/Denken/Dennett: These: es gibt kein Denken ohne Sprache.


Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Tiere Davidson V 130
Tier/Denken/Überzeugungen/Davidson: nicht ohne Sprache, weil an dasselbe Ding gedacht werden können muss und Irrtum aufdeckbar sein muss; Überzeugung über Überzeugung. - Verschiedene Lebewesen müssen den gleichen Wahrheitsbegriff teilen. - (Grundlinie der Triangulation). >Triangulation.
V 136
Denken/Sprache/Tier/Davidson: das Fehlen von Sprache macht beim Tier macht Denken unmöglich. SearleVsDavidson: wir wissen, dass Menschenkinder Bewusstsein lange vor der Sprache haben. >Tiersprache, >Denken ohne Sprache.
V 139
Tier/propositionale Einstellungen/Denken/Davidson: Bsp der Hund glaubt, sein Herrchen sei zu Hause, aber nicht, der Bankdirektor sei zu Hause, obwohl beide identisch sind - Searle: nach diesem Argument gibt es keinen intentionalen Zustand ohne eine bestimmte Tatsache, die seinem propositionalen Gehalt entspräche. SearleVsDavidson: um eine unkorrekte Überzeugung zu erkennen, brauchen wir keine Sprache. >Gavagai.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Denken ohne SpracheDenken ohne Sprache Avramides Vs Davidson, D. Avra I 119
Antireduktionismus/Avramides: der Antireduktionist braucht nicht Denken ohne Sprache (DoS) zu leugnen. Aber wenigstens ein Antireduktionist macht diese Position nicht kompatibel mit ontologischer Asymmetrie:
Davidson: eine begriffliche Symmetrie zwischen dem Semantischen und dem Psychologischen beinhaltet eine ontologische Symmetrie. (vgl..Dav 1984e und 1982).
AvramidesVsDavidson: das funktioniert nicht:
Glauben/Überzeugungen/Davidson: ist zentral für alle Arten von Denken. Das System (endlos verknüpfter) Glaubenseinstellungen identifiziert einen Gedanken indem es ihn in einem logischen und epistemischen Raum ortet.(94). ((s) > Holismus).
Avramides: damit sagt er, daß es kein DoS geben kann.
1. ein Wesen kann einen Glauben nur haben, wenn es einen Begriff von Glauben hat,
2. ein Wesen kann einen Begriff von Glauben nur haben, wenn es Teil einer Sprachgemeinschaft ist.
Davidson: genauer: es muß keinen Begriff von einer bestimmten Überzeugung haben, nur einen allgemeinen. Für den allgemeinen Begriff von Glauben muß das Wesen sich vorstellen können, was es heißt, sich zu irren. (Dav 1984e,S.157)
I 120
Dazu braucht es die Vorstellung einer objektiven öffentlichen Wahrheit (um einen Kontext der Interpretation aufzustellen). (Dav 1984e,S.157). AvramidesVsDavidson: das kann man bestreiten entweder, indem man
1. argumentiert, daß man den Begriff des Glaubens nicht braucht um zu glauben oder
2. daß Mitglied einer Sprachgemeinschaft zu sein nicht der einzige Weg ist, den Begriff des Glaubens zu erlangen.
Erfassen/Instantiation/Begriff/Davidson: wegen der Notwendigkeit des Erfassens der intersubjektiven Wahrheit können wir den Begriff des Glaubens nicht instantiieren, ohne ihn selbst zu erfassen und damit zu haben.
I 122
AvramidesVsDavidson: es gibt einen anderen Weg, sich der Unterscheidung subjektiv/objektiv bewußt zu sein,
I 123
ein Weg, der auch sprachlosen Wesen (Tieren) offensteht (106): Lernfähigkeit bei Tieren. Das trifft Bennetts These. Bennett/Avramides: die Bewußtheit der Unterscheidung subjektiv/objektiv ist hinreichend für Lernen. (Dinge zu korrigieren). Dafür müssen sprachlose Wesen nur mit der Umwelt interagieren können.
VsDavidson; sein strenges Erfordernis könnte man als Anthropomorphismus auslegen.
DavidsonVsVs: es geht um Eigenschaften bestimmter Begriffe, nicht um Eigenschaften von Menschen. (Dav 1982,S.319).
Semantik/Psychologie/Davidson: sind wechselseitig voneinander abhängig. ((s) Also keine Asymmetrie sondern Symmetrie?).
DavidsonVsontologische Asymmetrie.
Avramides: für uns ist das eine Ablehnung der begrifflichen Asymmetrie. (Für Davidson auch).
I 124
Davidson: Ablehnung der ontologischen folgt aus der Ablehnung der begrifflichen Asymmetrie. AvramidesVsDavidson: sie folgt nicht daraus. (Für den Antireduktionisten).

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Denken ohne SpracheDenken ohne Sprache Schiffer Vs Davidson, D. Avramides I 115
Davidson: unsere psychologischen Begriffe können nicht ohne die semantischen instantiiert werden, weil wir die psychologischen einfach nicht ohne die semantischen erfassen können. SchifferVsDavidson: dito: sie können nicht instantiiert werden, aber sie können doch unabhängig voneinander erfaßt werden!
Denken ohne Sprache/DoS/Reduktion/Avramides: wenn all das richtig ist, dann wird die bloße Intuition, daß es kein Denken ohne Sprache geben kann, nicht hinreichend für einen Antireduktionismus sein.

Schiffer I 125
parataktische Analyse/Davidson/Schiffer: Problem: Quantifikation in dass-Sätze hinein. Dafür muss die Theorie verfeinert werden, denn sonst kann sie folgendes nicht darstellen: Bsp Galileo sagte von einer bestimmten Person, dass sie tolle Lasagne macht
Mehrdeutigkeit:
Bsp Galileo sagte, dass seine Mutter tolle Lasagne macht.
Problem: Sagen de re. (Das verfolgen wir hier nicht weiter).
Fremdsprache/parataktische Analyse/SchifferVsDavidson: folgendes geht nicht: (1’) Galilei a dit que la terre bouge. Galileo a dit que!.
falsche Lösung: „dass“ als orthographischen Teil des semantisch primitiven Verbs "sagen dass" auffassen: Vs: dann gibt es in (1) keinen Term, der die Referenz auf die Äußerung trägt.
I 126
A. Erstes Problem parataktische Analyse/Sagen/Glauben/propositionale Einstellung/SchifferVsDavidson: seine Analyse kann nur auf "Sagen" angewendet werden und nicht auf Glauben ausgeweitet werden.
(3) Galileo glaubte, dass die Erde sich bewegt
Zunächst gibt es Ähnlichkeiten:
1. Die logische Form der Darstellung kann zunächst dieselbe sein.
Galileo glaubte das. Die Erde bewegt sich.
2. "das" ist auch hier Demonstrativum
3. "Glauben" ist auch eine zwei-stellige Relation.
Problem: es kann keine Relation zu aktualen Äußerungen sein. Und dann kann es auch keine richtige zwei-stellige Relation sein.
B(x,u)
Mit einer aktualen Äußerung. Bsp
Galileo sagte etwas
Wenn das wahr ist, dann
(Eu) S(Galileo,u)
I 127
Aber das geht nicht mit Galileo glaubte etwas
(Eu) B(Galileo, u)
LoarVsDavidson/LoarVsparataktische Analyse/Glauben: es könnte eine andere als diese bestimmte Äußerung gewesen sein, die dem Glauben ihren Inhalt gibt. Daher kann sie kein Relatum in dieser Relation sein.

Schiffer I 131
3. Glauben/Schiffer: leider kann man nicht einfach sagen, dass Glauben eine Relation zu einer Äußerungs-Art ist: man muss sagen, zu welcher Sorte von Art!
Vs(4): die Äußerung „die Erde bewegt sich“ hat viele Arten.
eventuelle Lösung:
Die Erde bewegt sich
Galileo glaubte eine Äußerungs-Art zu der die Äußerung gehört, wenn sie denselben Inhalt hat, wie meine letzte Äußerung.
SchifferVs: das geht auch noch nicht, denn „Inhalt“ ist hier ein künstlicher Term, denn wir wissen noch gar nicht, worauf in (3)(Galileo glaubte, dass die Erde sich bewegt) als Relatum referiert wird, wenn wir noch keine Darstellung der inhaltsbestimmenden Eigenschaften haben.
Pointe: hier geht es nicht um den alten (schlechten!) Einwand VsDavidson, dass er sich auf einen unerklärten Begriff von Inhaltsgleichheit stützt. Denn er stützt sich auf gar keinen solchen Begriff!
Inhalt/SchifferVsDavidson: Problem: die Rolle von „Inhalt“ in Davidsons Theorie kann nicht wie von uns gewünscht trivialisiert werden, wenn wir seine Theorie so revidieren, wie wir es wollen. Denn hier kann "das" immer noch auf eine aktuale Äußerung referieren, aber nicht mehr auf ein primäres Vorkommnis, sondern als sekundäres innerhalb des sing Term "die Art Äußerung, die denselben Inhalt hat wie das".
Problem: wir werden die Referenz gar nicht kennen, wenn wir nicht wissen, welcher Begriff von Inhalt hier intendiert ist.
B. zweites Problem
parataktische Analyse/SagenLoarVsDavidson/SchifferVsDavidson: (Loar mündlich): seine Analyse von "Sagen" ist im Konflikt mit einem bestimmten korrekten Prinzip:
I 132
Def primäres Vorkommnis/sing Term/Loar/Schiffer: ein sing Term kommt primär vor, gdw. es nicht echt enthalten ist in einem Vorkommnis eines anderen sing Term. Bsp primär: "Georges Auto" in "Georges Auto ist blau" – Bsp sekundär: hier : „George“.
singulärer Term/Inhaltssatz/ Prinzip /Loar:
(P) Wenn das Vorkommnis eines sing Term t in [Sprecher S sagte dass ..t... ] primär ist, und auf x referiert, dann ist dieser Satz nur dann wahr, wenn S auf x referiert hat.
Bsp Angenommen, ich sage:
Ralph sagte, dass sie das Auto fuhr.
Wobei ich auf ein bestimmtes Auto und eine bestimmte Frau referiere. Dann ist meine Äußerung nur wahr, wenn Ralph auf dieselben Dinge referierte.
Variante:
Ralph sagte, dass sie Georges Auto fuhr Hier muss Ralph irgendwie auf Georges Auto referiert haben, aber nicht auf George!
SchifferVsDavidson: jetzt gibt es für Davidson ein Problem:
(5) Laplace sagte, dass Galileo sagte, dass die Erde sich bewegt
Aus Davidsons Theorie folgt, dass das zweite Vorkommnis von „dass“ das primäre ist. Daraus folgt
SchifferVsDavidson:
1. Prinzip (P)
2. wenn Davidsons Theorie korrekt ist, dann ist das zweite Vorkommnis von „dass“ in (5) ein primäres, mit dem Referenten „die Erde bewegt sich“.
I 133
3. Problem: aber (5) kann korrekt sein, selbst wenn Laplace gar nicht auf diese Äußerung referierte! 4. Ergo ist Davidsons Theorie nicht korrekt.
C. Drittes Problem
parataktische Analyse/Glauben/propositionale Einstellung/SchifferVsDavidson: (dies ist das wirklich dringende Problem): Davidsons Darstellung von
(a) Sam PE, dass Flundern schnarchen ("PE": irgendeine prop Einst)
als
(b) Sam PE das. Flundern schnarchen
kann nicht richtig sein, denn
(1) wir können die gemachte Behauptung und ihre Wahrheit nicht durch (a) kennen, ohne den Inhalt der prop Einst von Sam kennen!
(2) aber man kann die gemachte Äußerung durch (b) kennen, ohne den Inhalt der prop Einst. zu kennen.
Schiffer: (1) scheint korrekt.
Problem: wenn Davidson (2) anerkennt, ist er gezwungen zu behaupten, dass entweder möglich ist, die Wahrheit zu kennen, ohne überhaupt zu wissen, was Sam gesagt hat. Oder dass das Wissen ((s) des Wahrheitswerts) kein Wissen über den Inhalt mit sich bringt.
I 134
Schiffer: Ad (2): ist sicher auch korrekt! Bsp Pierre: La neige est blanche
Donald: Tarski sagte das.
Schiffer: nach Davidson kann man wissen, was Donald behauptete ohne den Inhalt von Pierres Äußerung zu kennen! Und damit ohne den Inhalt von Tarskis Äußerung zu kennen! (…+…)

Schiffer I 135
SchifferVsDavidson: Problem: nach Davidson müsste man eine inhaltsbestimmende Eigenschaft φ kennen, die aber niemand kennt!
I 136
(9) Sam sagte die Art Äußerungen, die φ sind, wie das. Flundern schnarchen.
Fazit/SchifferVsDavidson: um den Einwänden zu entgehen, müsste er das Merkmal φ finden und einbauen, um die Äußerungen zu individuieren.
Aber ein solches Merkmal müsste alle normalen Leuten bekannt sein!
Selbst wenn es das Merkmal gäbe, geht es nicht in das Propositionale Wissen ein.
I 137
Wenn es überhaupt eine extensionale Bedeutungstheorie für eine Sprache gibt, die explizit etwas feststellt, dessen Kenntnis für die Interpretation von ‚Äußerungen hinreichend ist, dann weiß kein Mensch, was es ist, das diese Theorie feststellt.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Denken ohne SpracheDenken ohne Sprache Avramides Vs Dummett, Michael Avra I 8
AvramidesVsDummett/AvramidesVsDavidson: der Ansatz der "Theorie Bauer" ist zu pessimistisch, ihr Pessimismus ist verfrüht bzw. ungerechtfertigt.
I 10
AvramidesVsDummett: seine Gründe sind nicht überzeugend, es bleibt dabei, daß er eine bloße Präferenz ausdrückt. Das "Kennen einer Sprache" ist also komplexer als nur das Kennen von Bedeutungen. Bedeutung/Dummett: mit welchen sprachlichen oder auch außer sprachlichen Mitteln können wir die Bedeutung eines Ausdrucks ermitteln, ohne ihn explizit festzustellen? Oder vielleicht sollte man überhaupt nicht fragen, wie wir etwas Ausdrücken in einer Situation, sondern wie wir Sätze analysieren sollten, die den Begriff der Bedeutung beinhalten.
AvramidesVsDummett: das könnte genauso gut für andere Begriffe gelten.
Analyse/Avramides: ist ein harmloses Mittel, wenn wir Wisdoms Forderung erfüllen. (Und den Gegenstand klar erfassen).
I 12
AvramidesVsDummett: dieser sagt auch gar nicht, warum wir im Fall des Begriffs des Wissens so vorgehen sollten (eine Theorie zu liefern, die alles Wissen der Akteure (der Verwender des Begriffs) erklärt).
Avra I 143
Dummett/Avramides: zeigt dreierlei: 1. Lockes idealistische Theorie ist nicht irreparabel. Man kann sie vervollständigen.
I 144
2. Dummett bewegt sich von der Frage "Was assoziiert einen Begriff oder Gedanken mit eine Wort oder Satz?" zu der Frage: "Was heißt es, einen Begriff oder Gedanken zu verstehen?" AvramidesVsDummett: er hätte genauso gut mit beiden Fragen gleichzeitig anfangen können, wenn beide nicht beantwortet sind, läßt die ideationale Bedeutungs Theorie nur die Zeit verstreichen.
3. AvramidesVsDummett: er hat seine Auffassung dessen, wie wir einen Begriff oder einen Gedanken erfassen, nicht so entwickelt, daß er auch die Zuschreibung von Gedanken an sprachlose Wesen erlaubt. (DoS).
Ich möchte daher eine Erweiterung vorschlagen.
Denken ohne Sprache/DoS/AvramidesVsDummett: wenn wir DoS erlauben (>vgl. Dummett: W.James Lectures. Nr . 8, S. 48f), wie verstehen wir dann diese Art von (sprachlosen) Gedanken? Wir könnten sagen, wir schreiben sie über das Verhalten zu.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Denken ohne SpracheDenken ohne Sprache Loar Vs Grice, P.H. I 1
Sprache/Alltagssprache/Begriffe/Theorie/Erklärung/pragmatisch/Loar: alle pragmatischen Begriffe gehen hier letztlich auf Glauben zurück.

Loar: These: mein Ansatz (Kapitel 9) ist reduktionistisch:
1. Grundlage semantischen Eigenschaften sind Glauben und Wünsche. (Ähnlich wie Grice).
LoarVsGrice: mein Ansatz ist nicht nur kommunikationstheoretisch:
LoarVsalle: die Theorien der Überzeugungen kann als basis für die semantische Theorie der „Gedankensprache“ dienen (die meisten Autoren: andersherum!)
2. meine Erklärung von Glauben und Wünschen stützt sich nicht auf
I 2
Propositionen oder semantische Begriffe. Bedeutung/Loar: daher können propositionale Einstellungen nicht-zirkulär als Basis von Bedeutung dienen.
Glauben/Überzeugung/Wunsch/Wünsche/Loar: These können ohne alltagssprachliche Semantik vorauszusetzen, erklärt werden.
Denken/Sprache/Loar: das soll aber nicht Denken ohne Sprache annehmen, also Sprache als bloßes Vehikel der Kommunikation:
Glauben/Loar: These: ist kein sprachlicher Zustand.
Inhalt/Loar. Selbst wenn Glauben ein linguistischer Zustand wäre, könnte sein Inhalt unabhängig von seinen sprachlichen Aspekten analysiert werden.
Lösung/Loar: Erklärung durch Verhalten und Wahrnehmung.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Denken ohne SpracheDenken ohne Sprache Avramides Vs Loar, B. Avra I 29
Bedeutungstheorie/BT/Pragmatik/Semantik/Loar/Avramides: (Loar 1976, S150f) (nah bei Lewis, VsMcDowell, VsWiggins, pro Grice) These Semantik und Pragmatik sollten nicht getrennt werden. Grice steht nach Loar nicht bloß auf Seiten der Pragmatik. Semantik kann nicht ohne psychologische Begriffe betrieben werden. Grice: für Loar arbeitet Grice auf der ersten Ebene (s.o.).
Loar: die Grenze zwischen Semantik und Pragmatik ist schwer zu ziehen.
Def Pragmatik/Loar: muß negativ bestimmt werden: alle Tatsachen über den Sprachgebrauch in einer Gemeinschaft, die nicht semantische Tatsachen sind.
AvramidesVsLoar: diese Definition von Pragmatik ist nicht die Standarddefinition, diese stammt von Morris: (Foundations of the Theory of Signs)
Def Syntax/Morris: das Studium der Beziehungen der Zeichen untereinander
Def Semantik/Morris: das der Relation von Zeichen zu den bezeichneten Dingen
Def Pragmatik/Morris: das der Relation zwischen Zeichen und ihren Interpreten.
Damit würde jede Untersuchung die Sprecher einbezieht, für Morris ins Gebiet der Pragmatik fallen. Also auch Grice’ Werk.
I 30
Auf der anderen Seite: das Modell von Wiggins/McDowell (Th.d.Sinns/d.Kraft) macht es notwendig, daß die beiden Morris’ Definition von Pragmatik wählen, und nicht die von Loar. Deswegen lehnt Loar ihr Modell vielleicht ab und tendiert zu Lewis.
Loar: scheint die Unterscheidung zwischen möglichen und aktualen Sprachen innerhalb der Semantik für möglich zu halten. Dann ist Pragmatik etwas, was darüber schwebt.
AvramidesVs: man kann Lewis’ Modell aber auch anders sehen: These die Unterscheidung aktuale/mögliche Sprachen ist parallel zu der Unterscheidung Semantik/Pragmatik von Morris. (Und bringt auch nicht viel neues)
AvramiesVsLoar: Fehlinterpretation: er scheint zu glauben, daß wir, wenn wir ein Schichtenmodell der Bedeutungstheorie akzeptieren, die Ebenen isoliert halten müssen. Dann befürchtet er, Grice würde allein der Pragmatik zugerechnet. (Loar 1927,S.149).
McDowell/Avramides: nach seiner Interpretation wäre das nicht so. Hier haben wir ein Gesamtbild, das Semantik und Pragmatik einbezieht.
Schichtenmodell/BT/Avramides: ermöglicht auch eine Versöhnung des Griceschen Ansatzes mit den formalen BT von Frege/Davidson.
I 31
Problem: die Versöhnung muß für beide Seiten akzeptabel sein. Jedenfalls nach Loar ist die Unterscheidung Pragmatik/Semantik alles andere als bloß terminologisch: BT/Philosophie des Geistes/Loar: die BT ist Teil der Theorie des Geistes und nicht umgekehrt.
Loar/Avramides: d.h. daß für Loar die fundamentale Natur semantischer Begriffe nur durch Referenz auf psychologische Begriffe verstehen kann. (>Lager).Damit nimmt er eine reduktive Position ein.
Grice: gehört für Loar zur Semantik. Und die Semantik muß auf Psychologie reduziert werden.
I 78
Reduktion/Avramides: es geht darum, ob wir im Analysans psychologische Begriffe gebrauchen dürfen, die sich nicht auf eben die semantischen Begriffe stützen, die wir zuerst analysieren wollten. reduktive Interpretation/Grice/Avramides: die reduktive hat einen noch weiteren Anspruch: wenn erfolgreich, sollte sie zeigen, daß unser Bedeutungs Begriff sekundär zu unseren psychologischen Begriffen im Gesamtschema (overall scheme) ist.
I 79
AvramidesVsSchiffer/AvramidesVsLoar: eine Reduktion des Semantischen auf das Psychologische funktioniert nicht wegen der zweiten Form der Zirkularität.
I 110
Cartesianismus/Loar: dessen Zurückweisung sieht er vor allem in einer Zurückweisung des von ihm sogenannten "Nicht Naturalismus" begründet. AvramidesVsLoar: aber diejenigen, die die Intuition haben, daß Glauben und Intentionen vor allem sprachliche Zustände sind, könnten mehr zurückweisen als bloß Nicht Naturalismus.
I 111
Loar: die Auffassung, daß Glauben, Wünsche und ihr Inhalt ohne Annahmen über die natürliche Sprache erklärt werden könnte, geht das Risiko ein, ein Bild des Denkens ohne Sprache zu zeichnen. (Loar 1981, S.2) AvramidesVsLoar: Denken ohne Sprache nicht unmöglich. ++ I 137

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Denken ohne SpracheDenken ohne Sprache Avramides Vs Reduktionismus Avra I 112
AvramidesVsReduktionismus: Reduktionismus/Avramides: kann leugnen darauf verpflichtet zu sein, einem Wesen ohne Sprache Denken zuzuschreiben.
Antireduktionismus/Avramides: könnte sich unwohl fühlen mit der unplausiblen (ihm unterstellten) These, Denken ohne Sprache leugnen zu müssen.
Lösung/Avramides: ontologische Asymmetrie Vs ontologische Symmetrie:
ontologische Asymmetrie/Avramides: man könnte argumentieren, meine tiefe epistemische Asymmetrie (eA) berge ontologische Implikationen.
Wenn es eine tiefe eA geben soll, müsse es eine ontologische geben.
Diesen Konditional könnte man so interpretieren:
Antireduktionismus: verwirft das Antezedens und muß damit auch das Konsequens verwerfen. Damit ist er auf ontologische Symmetrie festgelegt.
Reduktionismus: kann ontologische Asymmetrie annehmen. Und damit scheint er auf epistemische Asymmetrie verpflichtet.
AvramidesVs: das scheint aber nur so! Denn die Kontroverse zwischen ReduktionismusVsAntireduktionismus verläuft oberhalb der von ontologischer SymmetrieVsAsymmetrie.
Reduktionismus/Avramides: muß Denken ohne Sprache akzeptieren.
Antireduktionismus: muß eben dies leugnen.
AvramidesVs: aber die Fehler in diesen Argumenten sind offensichtlich.
Antireduktionismus/Avramides: (formale Fehler beiseite) wie kann er Denken ohne Sprache akzeptieren? Was ist genau die Relation zwischen epistemischer und ontologischer Asymmetrie? Das werden wir jetzt untersuchen.
I 112
Reduktionismus/Avramides: muß Denken ohne Sprache akzeptieren - Antireduktionismus: muß eben dies leugnen.
I 168
Reduktionismus/Grice/epistemisch/ontologisch/Avramides: der Streit um Reduktionismus oder Antireduktionismus geht nicht um ontologische sondern um epistemische Fragen. Der reduktive Griceaner akzeptiert tiefe epistemische Asymmetrie, Antireduktionist: leugnet sie.
AvramidesVsReduktionismus: damit hat er mit Interpretation und Verstehen dann nichts mehr zu tun.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Denken Black, Max II 94
Max Black These: Denken ohne Sprache ist möglich - Bsp Sich Schachstellungen vorzustellen.