Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Autor/Ismus
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Befehle Gärdenfors I 181/182
Befehle/Gärdenfors: Drei Ebenen von Kommunikation: 1. Zeigen - Zeigen ist aber nicht hinreichend. Lösung: Verben.
2. Koordination der inneren Welten der Beteiligten
3. Koordination der Bedeutungen.
>Kommunikation, >Triangulation, >Zeigen, >Hinweisende Definition, >Ostension, >Bedeutung, >Unbestimmtheit.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Definitionen Anscombe Frank I 94
Hinweisende Definition/Tradition/Anscombe: früher war man von der Möglichkeit einer rein ostensiven Definition überzeugt. Man war damals fälschlicherweise davon beeindruckt, dass wir keinen gut erklärten Ausdruck finden können, der "Ich" sowie "Stadt" oder "London" entspricht. >Identifikation, >Referenz, >Ostension, >Hinweisende Definition, >Definierbarkeit.
Dann sollte für jeden von uns "Ich" ein Eigenname sein für einen Gegenstand der Bekanntschaft. (AnscombeVs).
>Bekanntschaft.

Anscombe I
G.E. M. Anscombe
"The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36
In
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Definitionen Grice III 91 ff
Hinweisende Definition/Ostension: Eine hinweisende Definition vermeidet Regress! >Regress, >Zirkularität, >Definierbarkeit.

Grice I
H. Paul Grice
"Meaning", in: The Philosophical Review 66, 1957, pp. 377-388
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Megle Frankfurt/M. 1993

Grice II
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning and Intentions", in: The Philosophical Review, 78, 1969 pp. 147-177
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle

Grice III
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning, Sentence-Meaning, and Word-Meaning", in: Foundations of Language, 4, 1968, pp. 1-18
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice IV
H. Paul Grice
"Logic and Conversation", in: P. Cple/J. Morgan (eds) Syntax and Semantics, Vol 3, New York/San Francisco/London 1975 pp.41-58
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Definitionen Wittgenstein Hintikka I 228
Sinnesdaten/Ostension/Definition/Lernen/Wittgenstein/Hintikka: Das hinweisende Zeigen - Erbe des Tractatus "Zeigens" - kann durchaus als das einzige Verfahren zur Definition von Sinnesdaten dienen. Doch sobald unzugängliche Gegenstände, (Atome) hinzukommen, reicht es nicht mehr aus.
Zeigen/WittgensteinVsZeigen/Ostension/Hintikka: Problem: Bsp Wie zeigt man den Staat Kalifornien? (>Definition, >Hinweisende Definition.)
Auch wenn Wittgenstein auf der ersten Seite des Blauen Buchs behauptet: Alle nicht verbalen Definitionen seien hinweisende Definitionen, schränkt er das sofort ein:
I 229
"Muss die hinweisende Definition selbst verstanden werden?" Der Hörer muss wahrscheinlich den logischen Status der definierten Entität bereits kennen.
Es ist z.B. nicht möglich, einen nicht vorhandenen Gegenstand hinweisend zu zeigen, selbst wenn man mit jemandem telefoniert, der sie sieht. Das gleiche gilt für die unmittelbaren Erlebnisse anderer Personen.
Und wenn man meint, sogar die Wörter "dort" und "dies" seien ihrerseits durch hinweisende Erklärung einzuführen, so müsste dieses hinweisende Zeigen ganz verschieden sein von der üblichen hinweisenden Erklärung. (PU §§ 9,38) >Wörter.
I 329
Farbe/Definition/Bezugnahme/Wittgenstein: ...Jetzt können wir verstehen, was Wittgenstein meint wenn er sagt: ""Rot" bedeutet die Farbe, die mir beim Hören des Wortes "rot" einfällt" wäre eine Definition. Keine Erklärung des Wesens der Bezeichnung durch ein Wort.
Die Stelle verliert ihren Witz, wenn "Bezeichnung" hier im Sinne von "Name" aufgefasst wird. Sogar eine völlig gelungene Definition gibt nicht an, was es heißt, dass sich das Definiendum unmittelbar - d.h. ohne Sprachspiel - auf seinen Gegenstand bezieht. >Bezeichnen, >Gegenstände.


II 44/45
Hinweisende Definition/Wittgenstein: fügt dem Symbolismus nur etwas hinzu - führt nicht über den Symbolismus hinaus - ersetzt eine Menge von Symbolen durch eine andere - die Erklärung der Bedeutung von Symbolen wird ihrerseits in Symbolen angegeben.
II 73
Definition/Wittgenstein: Eine Definition ist nichts weiter als die Angabe einer diesbezüglichen Regel - (s) Kontext: Bsp >Negation.
II 116
Rechnen/Wittgenstein: Die Tabellen des Einmaleins sind Definitionen. >Zahlen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Erklärungen Wittgenstein Hintikka I 29
Unerklärbar/Erklärung/Analyse/Wittgenstein/Hintikka: Nicht der übliche Sprachgebrauch ist nach Wittgenstein unanalysierbar und unerklärbar - sondern die >Sprachspiele sind es.
I 190
Erklärung/Wittgenstein/Hintikka: Erklärungen gehören zur Metaphysik. ((s) Siehe auch Metaphysik/Duhem). Großes Typoskript:; "Angenommen, mein Gesichtsbild wären zwei gleich große rote Kreise auf blauem Grund: was ist hier in zweifacher Zahl vorhanden, und was einmal? Man könnte sagen, wir haben hier eine Farbe und zwei Örtlichkeiten. Es wurde aber auch gesagt, rot und kreisförmig seien Eigenschaften von zwei Gegenständen, die man Flecke nennen könnte und die in gewisser räumlicher Beziehung zueinander stehen. Das klingt wie eine Erklärung der Physik. Ich könnte auch antworten: zwei rote Laternen usw. Eine Erklärung ist hier aber nicht gefordert, (unsere Unbefriedigung durch eine Erklärung lösen zu wollen ist der Fehler der Metaphysik). Was uns beunruhigt, ist die Unklarheit über die Grammatik des Satzes "Ich sehe zwei rote Kreise auf blauem Grund." Ich kann natürlich auch sagen: "Ich sehe die Farbe rot an zwei verschiedenen Örtlichkeiten" aber dann wird sich einfach die Grammatik der Wörter "Fleck", "Örtlichkeit" "Farbe" nach der der Wörter des ersten Satzes richten müssen. Die Konfusion entsteht hier dadurch, dass wir glauben, über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Gegenstands (Flecks) entscheiden zu müssen. Wie wenn man entscheidet ob, was ich sehe (im physikalischen Sinn) ein roter Anstrich oder ein Reflex ist.
I 238
Zeigen/hinweisende Definition/Wittgenstein/Hintikka: In den Vorlesungen der frühen 30er wird die hinweisende Erklärung geradezu verworfen. "Die hinweisende Erklärung führt uns nicht über den Symbolismus hinaus...wir können damit nichts weiter tun, als eine Symbolismus durch einen anderen zu ersetzen." HintikkaVsWittgenstein: Das ist, so könnte man meinen, eklatant falsch, denn Gebärden des Zeigens können uns wohl aus dem Bereich des bloß Sprachlichen herausführen.
WittgensteinVsVs: bestreitet das. Er erklärt, das, was wir durch eine hinweisende Erklärung zuwege bringen, ist keine Verbindung zwischen Sprache und Wirklichkeit, sondern eine Verbindung zwischen der geschriebenen oder gesprochenen Sprache einerseits und der Gebärdensprache andererseits.
Hinweisende Erklärung/Wittgenstein: ist nichts weiter als ein Kalkül.
I 255
Erklärung/WittgensteinVsErklärung/Hintikka: "Unser Fehler ist, dort nach einer Erklärung zu suchen, wo wir die Tatsachen als "Urphänomene" sehen sollten." In der Spätphilosophie sind die >Sprachspiele wirklich das Maß aller Dinge.

II 44
Hinweisende Definition: Damit ist allerdings nichts weiter getan, als dass wir dem Symbolismus etwas hinzufügen. >Zeigen.
II 45
Sie führt uns nicht über diesen Symbolismus hinaus. Wie ersetzen nur eine Menge von Symbolen durch eine andere. Die Erklärung der Bedeutung von Symbolen wird ihrerseits den Symbolen angegeben.
II 56
Erklärung/Wissenschaft/Wittgenstein: Wir erklären ein Ereignis in der Physik, indem wir ein anderes Ereignis beschreiben - Analyse: etwas Neues herausfinden – nicht so in der Philosophie.
II 60
Musik/Sprache/Wittgenstein: #, b, Auflösungszeichen sind Signale im strengen Sinn. Die Sprache besteht nicht aus Signalen. Ein Signal muss erklärt werden, und die Erklärung muss etwas angeben, wodurch das Signal ergänzt wird. Wir erklären sie im selben Sinne wie Farben. Außer dem Wort "grün" brauchen wir noch etwas anderes, zusätzliches. >Signale, >Symbole, >Zeichen.
II 61
Erklärung/Wittgenstein: Der Satz mit der Erklärung ist der Art nach nicht verschieden von der Erklärung selbst. Die Erklärung eines Satzes ist immer so etwas wie eine Definition, die eine Symbolmenge durch eine andere ersetzt. >Definition.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Existenzsätze Tugendhat I 462f
Identifikation/Tugendhat: Räumliche und zeitliche Relation zwischen Gegenständen sind nicht hinreichend zur Identifikation. - Es gibt unendlich viele Raumzeit-Stellen, aber nur endlich viele Gegenstände. Das Raumzeit-System wird vorausgesetzt. >Raum, >Zeit, >Raumzeit.
Referenz auf Raumzeit-Stellen kann nicht scheitern. - Rede von Existenz ohne Ort ist sinnlos - Identifikation nur durch gleichzeitigen Verweis auf alle anderen (möglichen) Gegenstände - daher sind Existenzsätze allgemein.
>Identifikation, >Referenz.
I 462
Identifikation/Tugendhat: Es genügt nicht, von räumlichen oder zeitlichen Relationen zwischen ausgedehnten Gegenständen zu sprechen. Wenn das System raumzeitlicher Relationen einmal konstituiert ist, ist eben damit eine unendliche geordnete Mannigfaltigkeit von Raum- und Zeit-Stellen unterscheidbar und identifizierbar geworden. Von denen kongruieren nur einige mit den Ausdehnungen der sortal bestimmten Gegenstände.
>Sortale, >Gegenstände.
I 463
Endlich viele Gegenstände, unendlich viele Raum Zeit Stellen. Identifikation setzt dieses System von Raum Zeit Stellen voraus. Die Bezugnahme auf diese Stellen kann nicht scheitern.
I 464
Existenz/Tugendhat: Die Rede von der Existenz eines einzelnen Gegenstandes hat gar keinen Sinn, weil er keinen Ort in dem System hat.
I 466
Aber die Identifizierung wird auch nicht durch den zeigenden lokalisierenden Hinweis ermöglicht, sondern durch den gleichzeitigen Verweis auf alle anderen möglichen Gegenstände. Deshalb sind Existenzsätze generell! >Ostension, >Zeigen, >Definition, >Hinweisende Definition.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Farben McDowell I 82f
Farben/McDowell: Wenn das Wiedererkennen von Farbtönungen begrifflich ist, dann haben wir die Begriffe wohl nicht schon vor der Farberfahrung, doch wenn wir den Begriff eines Farbtons haben, dann ist unser begriffliches Potential ausreichend, um unsere Farberfahrungen in all ihrer Detailtreue zu erfassen. >Wiedererkennen.
I 83
Warum sollte Wiedererkennen nicht begrifflich sein? Feinkörnigkeit: hier spielen die demonstrativen Ausdrücke sicher eine besondere Rolle. Aber warum sollten diese weniger gut rational in die Spontaneität integriert sein? ( >Zeigen/McDowell, >Hinweisende Definition).
I 202
Unterscheidungsvermögen: ist im Zusammenhang mit Farbtönen eine bleibende Kraft des Subjekts. Die Erfahrung verleiht diesem Potential Aktualität. >Unterscheidung.
Farbe/Wittgenstein: Es gibt keine "gespeicherten Klassifikationen". Keine psychologische Maschinerie.
>Farbe/Wittgenstein.
I 203
Farbe/McDowell: unsere Fähigkeit, den Begriff eines Farbtons anzuwenden, beruht nicht auf einem Vergleich mit einem gespeicherten Muster.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
Fido-Fido-Prinzip Rorty III 217
"Fido"-Fido: "Fido" ist der Name des Namens des Hundes. >Stufen/Ordnung, >Beschreibungsebenen.
Ryle: Die Vorstellung, alle Wörter seien Namen ist die "Fido"-Fido-Theorie der Bedeutung. Sie wird häufig (u.a. von Austin) mit Platon verknüpft.- Sie steht im Gegensatz zu Wittgenstein und Saussure: nicht Assoziation sondern Gebrauch. >Gebrauchstheorie, >Mythos vom Museum.

"Fido"-Fido-Theorie der Bedeutung/Ryle: Alle Wörter seien Namen. (RyleVs)(Das ist geeignet für Hunde, aber nicht für Abstrakta).
WittgensteinVs "Fido"-Fido: Es geht um Gebrauch, nicht um Assoziationen.
>Sprachgebrauch.
III 218f
"Fido"-Fido: Man lernt die Bedeutung von "Fido", indem jemand auf den entsprechenden Hund zeigt, aber man lernt die Bedeutung von "gut" nicht dadurch, dass jemand auf etwas zeigt. Man kann sich vage an den Hund erinnern, aber nicht vage an "gut". >Das Gute, >Lernen, >Bedeutung, >Referenz, >Zeigen, >Hinweisende Definition.
Angebliches Problem: Ich weiß nicht, ob jemand den Namen des Hundes ruft oder den Hund (DerridaVs).

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gavagai Gavagai: Phantasiewort aus einem Gedankenexperiment von W.V.O. Quine, bei dem es darum geht, dass ein Ausdruck (oder ein Fragment) einer völlig fremden Sprache nicht eindeutig übersetzbar ist in eine bekannte Sprache, weil nicht bestimmbar ist, worauf sich der Ausdruck der fremden Sprache bezieht. Selbst das Zeigen auf einen Gegenstand schafft keine Eindeutigkeit, da z.B. nur ein Teil oder eine Eigenschaft des Gegenstands gemeint sein kann. Siehe auch Übersetzung, Übersetzungsunbestimmtheit, Übersetzungshandbuch, Analytische Hypothese, Unbestimmtheit, Referenz, Bedeutung, Ostension, Hinweisende Definition.
Gavagai Peacocke I 84
Gavagai/EvansVsQuine: Quines Vorschlag, Kaninchen als unabgetrennte Kaninchenteile zu interpretieren hat die Konsequenz, dass was immer von einem unabgetrennten Kaninchenteil wahr ist, auch wahr ist von einem anderen unabgetrennten Teil desselben Kaninchens. >Prädikation, vgl. >Ostension, >Hinweisende Definition, >Definition, >Definierbarkeit, >Wahr-von, >Erfüllung.
Dann können Grenzen, wie vage auch immer, keine Rolle spielen.
>Grenzen, >Unbestimmtheit, >Vagheit.
Der Preis dafür, das zu leugnen ist, die Identifikation von Prädikaten empirisch unbeschränkt (beliebig) zu machen. - Das gilt auch für die Zuschreibung von Handlungen.
>Prädikate, >Identifikation, >Zuschreibung, >Handlungen, >Willkür.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Geist Proust I 239
Tier/Geist/Bewusstsein/Proust: Wie verhält es sich (...) mit der Fähigkeit von Tieren, Hypothesen zu bilden, die auf eine "Theorie des Geistes" hinweisen könnte? Das gilt überhaupt nur für Primaten und große Meeressäuger, nicht für Hunde und Katzen, die ihr relativ umfassendes Kommunikationsrepertoire nur durch Domestizierung und Interaktion mit uns erworben haben. >Theorie des Geistes.
Bsp Geteilte Aufmerksamkeit: impliziert scheinbar eine Erkenntnis der Tatsache, dass ein anderer mit seiner Wahrnehmung einen interessanten Gegenstand entdeckt hat. Daraus zieht das Tier aber nicht die Vorstellung, dass sein Artgenosse oder der andere einen Gegenstand gesehen hat oder einen Sachverhalt kennt!
I 240
Primaten führen keine spontanen Zeigegesten aus! Sie können ihnen bloß beigebracht werden, wenn man ihnen dafür Nahrung verspricht. >Zeigen, vgl. >Hinweisende Definition, >Gesten.
Kultur/Tier/Proust: Bsp Waschen von Kartoffeln: hier deutet nichts auf ein pädagogisches Anliegen hin. Die Langsamkeit der Aneignung deutet wohl darauf hin, dass die Innovation weder durch gezieltes Unterricht noch durch Nachahmung erworben wird, es geht um "Reizintensivierung": Die einfache räumliche Nähe eines Gruppenmitglieds zum Zielobjekt erweckt das Interesse der Artgenossen für diese Art von Objekt und führt zum Ausprobieren verschiedener Gebrauchsmöglichkeiten.
Vgl. >Kultur/Tier.
Gruppenverhalten: Auch Beschwichtigen usw. kann durch einfache soziale Kooperation ohne geistige Repräsentationen erklärt werden.
>Gruppenverhalten/Psychologie.
Die Tiere müssen nicht wissen, warum sie die Gesten ausführen.
Taktische Täuschungsmanöver gibt es bei Primaten oft.
I 242
Statt annehmen zu müssen, dass Tiere "lügen", räumt man heute ein, dass diese Verhaltensweise durch das Erlernen wirkungsvoller Handlungsweisen in einer bestimmten Situation erklärt werden können. >Lernen, >Verhalten.


Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

Proust I
Joelle Proust
"L’animal intentionnel", in: Terrain 34, Les animaux, pensent-ils?, Paris: Ministère de la Culture/Editions de la maison des Sciences de l’Homme 2000, pp. 23-36
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Identifikation Evans Davidson I 20
Identifikation/Demonstrativa/Evans: Identifikation ist immer demonstrativ (hinweisende Definition, Zeigen). - Daher ist der Gedanke an ein Einhorn gar kein Gedanke. >Einhorn-Beispiel, >Nichtexistenz, >Bekanntschaft, >Ideen.

DavidsonVsEvans: Es gibt keine Gegenstände, die gegen Fehlidentifikation gefeit sind. (Auch DavidsonVsDescartes).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Indexwörter Peirce Berka I 29
Index/Indikator/Peirce: Bsp Ausgestreckter Zeigefinger. - Physikalisches Anzeichen: sagt nicht aus, sagt nur "da!" >Indexikalität, >Ostension, >Zeigen, >Hinweisende Definition.
I 30
Schlussfolgerung/Peirce: Schlussfolgerung braucht zusätzlich zu Symbol (für Wahrheit) und Index (beide zusammen zur Satzbildung) noch das 3. Zeichen: Icon: denn Folgerung besteht in der Beobachtung, dass dort, wo gewisse Relationen bestehen, gewisse andere Relationen gefunden werden können. >Schlussfolgerung, >Symbol, >Icons, >Relationen.
Diese Relationen müssen durch ein Icon dargestellt werden. - Bsp Der Mittelbegriff des Syllogismus muss tatsächlich in beiden Prämissen auftreten.(1)
>Syllogismen, >Prämissen.
I 31
Bsp Die Leerstellen, die mit Symbolen (x,y...) gefüllt werden müssen, sind Indices von Symbolen.(1) >Variablen, >Konstanten, Individuenvariablen, >Individuenkonstanten, >Logische Verknüpfungen, >Logische Formeln.

1. Ch. S. Peirce, On the algebra of logic. A contribution to the philosophy of notation. American Journal of Mathematics 7 (1885), pp. 180-202 – Neudruck in: Peirce, Ch. S., Collected Papers ed. C. Hartstone/P. Weiss/A. W. Burks, Cambridge/MA 1931-1958, Vol. III, pp. 210-249

Peir I
Ch. S. Peirce
Philosophical Writings 2011

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Interaktion Bruner Upton I 61
Interaktion/Eltern-Kind/Sprachenlernen/Bruner/Upton: Def Joint-Action-Format (Format der gemeinsamen Handlung) ist ein von Jerome Bruner geprägter Begriff, der sich auf Episoden der gemeinsamen Aufmerksamkeit bezieht, die die Interaktionen zwischen Eltern und Kindern charakterisieren. Laut Bruner sind diese Episoden essenziell für das Erlernen neuer Fähigkeiten, einschließlich Sprache.
Vgl. >Triangulation.
Gemeinsame Aufmerksamkeit und das Teilen von Interaktionen sind Schlüsselmerkmale früher Beziehungen und spielen laut Bruner (1985)(1) eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Sprache. Zunächst einmal können solche Interaktionen nur die Betreuungsperson und das Kind betreffen, z.B. ein Peek-a-boo-Spiel.
In Formaten der gemeinsamen Handlung schafft die Mutter einfache, strukturierte Aktivitäten mit Objekten wie Spielzeug, um ihrem Kind beizubringen, wofür die Objekte sind und wie man sie benutzt - zum Beispiel Bausteine zu einem Turm zusammensetzen oder einen Löffel zum Füttern benutzen.
Upton I 62
Diese gemeinsamen Sequenzen werden auch von der Mutter angesprochen, die das Kind dadurch dazu ermutigt, Sprache zu erlernen (Bruner, 1975(2), 1985(1), 1993(3)). Joint-action-Formate bieten eine Mapping-Aktivität, bei der das Kind lernt, Wörter und Phrasen mit den richtigen Objekten und Ereignissen zu verknüpfen. Zeigen spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der gemeinsamen Aufmerksamkeit bei joint-action-Formaten - z.B. demonstrieren Kleinkinder beim Lesen von Bilderbüchern mit ihren Betreuern gemeinsame Aufmerksamkeit auf die im Buch gezeigten Objekte durch Zeigen, das in der Regel mit einer Benennung des Objekts einhergeht. Rolle der Erwachsenen: Die Reaktion der Erwachsenen auf das Zeigen eines Kleinkinds besteht normalerweise darin, das Objekt, auf das gezeigt wird, zu benennen (Hannan, 1992)(4).
Blindheit: Forschungen haben auch gezeigt, dass blinde Kinder in der Lage sind, deutlich weniger Objekte zu benennen als sehende Kinder (Norgate, 1997)(5), was die Bedeutung des Zeigens für die Erfassung von Objektnamen weiter unterstützt.
>Ostension, >Hinweisende Definition.
Sozialer Kontext/Bruner: Bruner argumentiert, dass die Mutter (oder eine andere Betreuungsperson) auf diese Weise einen sozialen Kontext schafft, in dem die Bedeutung der Sprache erlernt werden kann. Diese Idee, dass der soziale Kontext den Spracherwerb unterstützt, wird durch Beweise gestützt, dass die ersten Worte, die von einem Säugling verstanden werden, typischerweise der eigene Name des Kindes, die Namen anderer Familienmitglieder und die Namen bekannter Gegenstände wie Uhr, Getränken und des Teddies sind (Harris et al., 1995a)(6).
>Spracherwerb, >Lernen, >Sprachentwicklung.

1. Bruner, J.S. (1985) Actual Minds, Possible Worlds. Cambridge, MA: Harvard University Press.
2. Bruner, J.S. (1975) The ontogenesis of speech acts.Journal of Child Language, 2: 1—19.
3. Bruner, J.S. (1993) Explaining and interpreting: two ways of using mind, in Harman, G (ed.) Conceptions of the Human Mind: Essays in honor of George A Miller. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum.
4. Hannan, T.E. (1992) An examination of spontaneous pointing in 20- to 50-month-old chil
then. Perceptual andMotor Skills, 74: 65 1—8.
5. Norgate, S.H. (1997) Research methods for studying the language of blind children, in Horn
berger, N.H. and Corson, D (eds) The Encyclopedia of Languczge and Education, Vol. 8:Research
methods in language and education. The Netherlands: Kiuwer Academic Publishers.
6. Harris, M., Barlow-Brown, F. and Chasin, J. (1995a) The emergence of referential understanding: pointing and the comprehension of object names. First Language, 15: 19–34.

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011
Lernen Cresswell II 62
Lernen/Cresswell: a) durch explizite Definition; dann kann das Gelernte durch eine komplexe Struktur repräsentiert werden, die die Definition widerspiegelt.
b) durch Beispiele (Ostension).
>Definitionen, >Hinweisende Definition, >Ostension.
Problem: Dann kann eine Folge in Wirklichkeit immer noch durch eine andere Formel generiert worden sein.
>Unbestimmtheit, >Regelfolgen, >Kripkes Wittgenstein.
Gemeinsame Bedeutung: Dafür nehmen wir am besten die Formel selbst an, da wir den anderen nicht in den Kopf sehen können.
>Fremdpsychisches, vgl. >Prinzip der Nachsicht.
II 63
Pointe: Ostension: Beim Lernen durch Beispiele wird die Funktion selbst gelernt, nicht eine Weise der Repräsentation dieser Formel. >Weise des Gegebenseins.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Lernen Putnam V 273/74
Bedeutung/Zeigen/hinweisende Definition/Putnam: Ein rein durch Zeigen gelerntes Prädikat "hat hohe Temperatur" ist nicht synonym mit der wissenschaftlichen Definition. Daher ist theoretische Forschung notwendig und nicht bloßes Nachdenken über die Sprache. >Definition, >Zeigen, >Referenz, >Bedeutung, >Prädikat, >Realität.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Namen Anscombe Frank I 101
Namen/Ostension/Russell/Anscombe: Hier gibt es zweierlei zu begreifen: die Art des Gebrauchs und das, worauf sie von Zeit zu Zeit anzuwenden sind. >Ostension, >Zeigen, >Hinweisende Definition, >Definition, >Referenz.
Ich/Anscombe: bei "Ich" gibt es nur den Gebrauch!
>Ich, >Gebrauch.
Ich/Ambrose Bierce: ("The Devil's Dictionary"): ...die Vorstellung von zwei, die ich sind, ist schwierig, aber feinsinnig.


G. Elizabeth M.Anscombe (1975a): The First Person, in:
Samuel Guttenplan (ed.) (I975): Mind and Language: Wolfson College
Lectures 1974, Oxford 1975,45-65

Anscombe I
G.E. M. Anscombe
"The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36
In
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ordnung Strawson I 22
Hinweisendes Zeigen: zeigt keine Ordnung. >Hinweisende Definition, >Definition, >Zeigen, >Ordnung, >Ostension, >Definierbarkeit.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Ostension Ostension: Das Zeigen auf Gegenstände zum Zweck der Definition oder Beschreibung. Ein bekanntes Problem ist die Unbestimmtheit bzw. fehlende Eindeutigkeit der Bezugnahme beim Zeigen. So kann zum Beispiel ein Objekt, seine Form, seine Beschaffenheit, seine Geschichte, sein Gewicht usw. gemeint sein. Siehe auch Gavagai, Zeigen, Meinen, Hinweisende Definition, Definition, Definierbarkeit, Statue/Ton.
Ostension Sellars I 74
Das ostensive Band rührt aus dem Mythos des Gegebenen. >Mythos des Gegebenen, >Zeigen, >Hinweisende Definition.
I 102
Eindrücke/Sellars: nicht allein durch Ostension - sonst könnte man sich über den Inhalt nicht verständigen. - Das wäre der Mythos des Gegebenen. >Inhalt/Sellars, >Sinneseindrücke, >Beobachtungssprache, >Beobachtungssätze.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Ostension Tugendhat I 478
Sprache/Referenz/Tugendhat: direkte Bezugnahme durch Ostension ist keine Sprache. >Hinweisende Definition, >Referenz, >Zeigen.
I 479
Auch beim Demonstrativum "hier" ist der Verweis auf alle anderen schon mitgesetzt. >Demonstrativa, >Indexwörter, >Indexikalität.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Ostension Wittgenstein Graeser I 58f
Bedeutung/Wittgenstein: "Was ist Bedeutung?", "Was ist Länge?" "Was ist die Zahl eins?" hier können wir auf nichts zeigen, obwohl wir auf etwas zeigen sollten. - Problem: "Substantivierung": lässt uns nach einem Ding suchen. >Ontologie, >Zeigen.
Hintikka I 228
Ostension/Definition/Lernen/Wittgenstein/Hintikka: Das hinweisende Zeigen - Erbe des Tractatus "Zeigens" - kann durchaus als das einzige Verfahren zur Definition von Sinnesdaten dienen. >Sinnesdaten, >Definition, >Lernen. Doch sobald unzugängliche Gegenstände, (Atome) hinzukommen, reicht es nicht mehr aus.
Zeigen/WittgensteinVsZeigen/Ostension/Hintikka: Problem: Bsp Wie zeigt man den Staat Kalifornien? (>Definition, >Hinweisende Definition.)
Auch wenn Wittgenstein auf der ersten Seite des Blauen Buchs behauptet: Alle nicht verbalen Definitionen seien hinweisende Definitionen, schränkt er das sofort ein:
I 229
"Muss die hinweisende Definition selbst verstanden werden?" Der Hörer muss wahrscheinlich den logischen Status der definierten Entität bereits kennen.
Es ist z.B. nicht möglich, einen nicht vorhandenen Gegenstand hinweisend zu zeigen, selbst wenn man mit jemandem telefoniert, der sie sieht. Das gleiche gilt für die unmittelbaren Erlebnisse anderer Personen. >Erlebnisse.
Und wenn man meint, sogar die Wörter "dort" und "dies" seien ihrerseits durch hinweisende Erklärung einzuführen, so müsste dieses hinweisende Zeigen ganz verschieden sein von der üblichen hinweisenden Erklärung. (PU §§ 9,38). >Demonstrativa, >Logische Eigennamen.
I 237
Ostension/Zeigen/hinweisende Definition/Wittgenstein/Hintikka: Ein und dieselbe Geste kann: einen Personennamen, den Namen für einen Massenterminus, ein Zahlwort usw. dienen – daher kann das Zeigen keine Verbindung zur Wirklichkeit herstellen. – Es ist nur ein Kalkül. – Höchstens eine Verbindung zwischen geschriebener oder gesprochener Sprache einerseits und Gebärdensprache andererseits. >Gesten.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Privatsprache Wittgenstein Newen I 36
Privatsprache/Wittgenstein/Newen/Schrenk: Eine Sprache, die um Ausdrücke für private Empfindungen bereichert ist. - Käfer-Beispiel: das Ding in der Schachtel gehört nicht zum Sprachspiel - es könnte auch fehlen - oder sich ständig ändern - eine Person allein kann keine Bedeutung verleihen. >Bedeutung, >Sprachspiel.
Hintikka I 308
Privatsprache/privat/Wittgenstein/Hintikka: Zeigen, Regeln, können privat sein - Sprachspiele jedoch nicht. >Regeln, >Regelfolgen.
I 308/309
Privatsprache/WittgensteinVsPrivatsprache/Wittgenstein/Hintikka: weil man das ganze Sprachspiel verstehen muss, nicht bloß seine hinweisende Definition, oder die Regel für den Gebrauch eines Worts, kann die Sprache nicht privat sein - wenn die Sprachspiele nicht Vorrang vor den Regeln hätten, wäre Privatsprache doch möglich.
I 309
Privatsprache/Wittgenstein/Hintikka: Verstehen ist nur durch das ganze Sprachspiel möglich, daher nicht rein phänomenologisch (nicht "privat") möglich. >Verstehen.
I 310
Selbstgespräch/Wittgenstein/früh: Selbstgespräche sind nur möglich, wenn ich schon auf dem (öffentlichen) Sprachklavier spielen kann. >Selbstgespräch.
I 311
Privatsprache/Wittgenstein/Hintikka: es geht nicht um die Unmöglichkeit einer phänomenologischen Sprache. - Wir können uns selbst ermutigen, befehlen, tadeln usw. - Ein externer Forscher könnte auch unsere Selbstgespräche übersetzen. >Übersetzung.
I 314
Privatsprache/Wittgenstein/HintikkaVsStegmüller/Hintikka: es ist aber nicht so, dass es hinreichend wäre, nur auf die Rolle der Äußerungen im Leben achten müssten - als ob die privaten Erlebnisse von der Bildfläche verschwänden. - > Käfer-Beispiel: VsStegmüller: Wittgenstein bestreitet nicht die Existenz privater Erlebnisse. - Der Wechsel zur physikalischen Sprache tastet den ontologischen Status der phänomenologischen Erlebnisse gar nicht an. - Die Gegenstände bleiben, auch wenn wir in einer anderen Sprache über sie reden müssen. Privatsprachenargument: soll zeigen, wie wir dies Kunststück vollbringen.
I 337
Privatsprache/Wittgenstein/Hintikka: falsch: Die Privatsprache wegen der Unmöglichkeit intersubjektiven Vergleiche privater Erlebnisse auszuschließen. - Man könnte eine private Sprache haben, in der man nur über seinen Käfer spricht und sich weigern, sie in die öffentliche Sprache zu übersetzen. - Das wäre Solipsismus. - Es wäre aber noch keine untaugliche Sprachphilosophie. >Solipsismus.
Erklärung/(s):
Käfer-Beispiel/Wittgenstein: Angenommen, jeder Mensch hat eine Schachtel mit einem Käfer, die er niemals jemand anderem zeigt. Er selbst kann aber jederzeit nachsehen, ob der Käfer noch in der Schachtel ist. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen § 293. „Das Ding in der Schachtel gehört überhaupt nicht zum Sprachspiel, auch nicht einmal als ein Etwas. Durch dieses Ding in der Schachtel kann gekürzt werden. Es hebt sich weg, was immer es ist." - Das Beispiel soll zeigen, dass vollständig privat gehaltene Entitäten nicht als etwas Objektives existieren. Weitere Autoren zu >Privatsprache, weitere Autoren zu > Intersubjektivität.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Referenz Allen Colin Allen und Eric Saidel Die Evolution der Referenz in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

I 334
Referenz/Sprache/Allen: These: Referenz ist älter als andere Eigenheiten der Sprache.
I 336
Referenz/Tier/Sprache/Allen/Saidel: die Vertreter der Trennung von Mensch und Tier wollen zeigen, dass die angebliche Referenz von Tiersignalen durch Kriterien bewertet werden, die nicht auf den referentielle Gebrauch der menschlichen Sprache anwendbar sind. Und zwar ein Kriterium, das auch der homo javaniensis erfüllen würde: aber das wiederum moderne menschliche Sprachen nicht erfüllen: Reizspezifität!
Pointe: tierische Referenz soll durch Anwesenheit des Referenten bestätigt werden, während für menschliche Referenz die Abwesenheit charakteristisch ist!
I 337
I 338
Wenn hinweisende Definition notwendig ist beim Sprachlernen, wiederholt dann die Ontogenese die Phylogenese? Haben Tiere eine Blockweltsprache (Wittgenstein, PU)? Und wäre das ein erster Schritt in der Entwicklung der menschlichen Sprache?
I 339
Tier/Sprache/Referenz/Allen/Saidel: Bsp Seyfarth, Warnrufe von Meerkatzenjungen müssen von den Erwachsenen bestätigt (wiederholt) werden, damit sie von den anderen ernstgenommen werden.
I 341
Referenz/Sprache/Tier/Allen/Saidel: in wieweit kann die Referenz auf abwesende Gegenstände ausgeweitet werden? Drei Arten:
1. mimetische Referenz: das Signal sieht dem Referenten sehr ähnlich. Dawkins/Krebs: wesentlicher Teil bei Tieren:
I 342
Versuch, die Muskelkraft anderer für die eigenen Ziele zu nutzen!
I 343
2. stellvertretende Referenz: Signale fungieren als Stellvertreter ihrer Referenten. Sie lösen dieselbe Reaktion aus wie dieser, aber mit einem anderen kognitiven Mechanismus. Zahlreich bei Vögeln und Säugetieren. Referenz auf Abwesendes.
I 344
Geht auch bei Einschränkung auf eine Blockweltsprache. 3. begriffliche Referenz: tritt auf, wenn Signale auf äußere Bedingungen referieren können, ohne dass das normalerweise Reaktionen auslöst, die die Referenten selbst auslösen würden. Bsp die Schilderung eines herrlichen Sonnenuntergangs ist nicht informativ, sondern stellt den Sprecher als Romantiker dar.
I 345
Stellvertretende und begriffliche Referenz erfordern die Fähigkeit, eine arbiträre Verbindung herzustellen. Es ist ökologisch oft nicht ratsam, ein solche Verbindung fest zu verdrahten.
I 345
Referenz/Allen/Saidel: These: Referenz auf Verhaltensweisen ist sowohl phylogenetisch als auch ontogenetisch grundlegender als Referenz auf Gegenstände.
I 346
Bewegungen werden schon von Kleinkindern aufmerksamer verfolgt als Statisches.
I 347
Bsp Meerkatzen: hier gibt es einen Warnruf "Grunzer eines Tiers, das sich auf offenes Gelände begibt". Es wäre ein Rätsel, wenn das auf Gegenstände eingeschränkt wäre. Es gibt keinen einzelnen Gegenstand, der damit dargestellt wird.
I 348
Bsp Meerkatzen: Fehler bei Warnrufen treten typischerweise auf, wenn harmlose Vögel rasch vom Himmel herabstoßen. Also Bewegung vor Gegenstand.

Allen I
Colin Allen
Eric Saidel
"The Evilution of Reference", in: The Evolution of Mind, C. Allen and D. Dellarosa Cummins (Eds.) Oxford 1998, pp. 183-203
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Regeln Wittgenstein Wright I 287
Addition/Arithmetik/Wittgenstein: Dieser stigmatisiert eine "ideal-starre Maschine" oder einen "philosophischen Superlativ" der Regeln, nämlich die Idee, dass solch rein begriffliche Einigkeit und Uneinigkeit nicht in ontologischer Weise auf Tatsachen beruhen, die in der menschlichen Natur liegen. Wright: besser: Wir müssen zulassen, dass solche Dinge auf eine Weise fest bestimmt sind, die Menschen vielleicht prinzipiell nicht erkennen können, dass sie aber doch Raum lassen für die Idee, dass ihre Konstitution selbst irgendwie abhängig ist von den wechselhaften Umständen in Zusammenhang mit sub-kognitiven Fähigkeiten der Menschen.

Newen I 32
Regeln/Wittgenstein: (Gebrauchstheorie): Regeln sind zentral, weil der Gebrauch meist sehr stabil ist. >Gebrauch.

Hintikka I 242
Regeln/Wittgenstein/Hintikka: mittlere Periode: Problem: Regeln dürfen nicht zu einem "Mittelwesen" werden. Blaues Buch: Regeln sind nicht bloßer Drill - statt dessen: Die Regel ist in das Verstehen, gehorchen usw. eingebaut - später Vs: Problem: Das führt zum Regress.
>Regress.
Später: Philosophische Untersuchungen §§ 143-242: Eine Regel folgen ist analog dem einen Befehl befolgen.
>Befehle.
I 340
Regeln/Sprachspiel/Sprache/Wittgenstein/Hintikka: Sprachspiele haben Vorrang vor Regeln. >Sprachspiele.
II 62
Regel/Musik/Wittgenstein: Die Regel steckt weder im Ergebnis des Spielens, noch im Ergebnis plus Partitur. - Sondern in der Intention, die Partitur zu spielen - die Regel ist in allen Einzelfällen enthalten - sie kann daher nicht isoliert werden.
Wittgenstein II 106
Regel/Realität/Welt/Wittgenstein: Eine Regel steht nicht so in Relation zur Realität, dass wir schauen könnten, ob sie übereinstimmen oder nicht. - Wir gestalten die Grammatik der Farbwörter nicht nach dem Vorbild der Realität. - Sonst könnte man sagen: "Diese Eigenschaften haben diese Art von Grammatik". Die für "rot" usw. geltenden Regeln sind durch nichts zu rechtfertigen, was sich über Farben sagen lässt. >Grammatik, >Rechtfertigung.
II 113
Regel/Wittgenstein: Widersprüche bestehen zwischen Regeln - nicht zwischen einer Regel und der Realität. >Realität, >Widersprüche.
II 201
Bedeutung/Regel/hinweisende Definition/Wittgenstein: Eine (einzige) Regel ist nicht hinreichend, um die Bedeutung anzugeben. - Eine solche Regel würde durch eine hinweisende Definition gegeben. - Daher ist eine hinweisende Definition keine Definition - nicht hinreichend: Bsp "Dies ist soz". - Lösung: hinreichend: "Diese Farbe ist soz": es muss klar sein, für welche Art von Ding das Wort steht. - Pointe: Differentia/Genus: Problem: Wie sollen wir entscheiden, was das Genus ist? II 251 Regel/Naturgesetz/Wittgenstein: Regeln sind nicht starr wie Naturgesetze.
Naturgesetze: sind von uns unabhängig.
>Naturgesetze.
II 346
Regel/Wittgenstein: Eine Regel ist kein Verbot oder Erlaubnis - keine Aussage. >Aussagen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Regress Grice III 91 ff
Hinweisende Definition/Ostension: Die hinweisende Definition vermeidet Regress. >Definition, >Ostension, >Definierbarkeit, >Zeigen.

Grice I
H. Paul Grice
"Meaning", in: The Philosophical Review 66, 1957, pp. 377-388
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Megle Frankfurt/M. 1993

Grice II
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning and Intentions", in: The Philosophical Review, 78, 1969 pp. 147-177
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle

Grice III
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning, Sentence-Meaning, and Word-Meaning", in: Foundations of Language, 4, 1968, pp. 1-18
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice IV
H. Paul Grice
"Logic and Conversation", in: P. Cple/J. Morgan (eds) Syntax and Semantics, Vol 3, New York/San Francisco/London 1975 pp.41-58
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Sätze Wittgenstein Hintikka I 53
Einfacher Satz/Elementarsatz/Atomsatz/Wittgenstein/Tractatus/Hintikka: Ein Satz der Form "(Ex,y,R).xRy" ist unanalysierbar.
I 128
Satz/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Das wichtigste, was über diese Sätze gesagt werden kann sind freilich ihre Wahrheitsbedingungen (WB). Wann sind sie wahr? 3.1432: Der Satz "aRb" sei dann wahr, wenn die Beziehung in der Welt, die dem "R" entspricht, ...wenn der Komplex übereinstimmt mit der Konfiguration der Gegenstände die von diesen drei sprachlichen Entitäten dargestellt (benannt) wird. >Abbildung/Sellars.
Allgemeiner: 3.21: Der Konfiguration der einfachen Satzzeichen entspricht die Konfiguration der Gegenstände in der Sachlage."
4.024 Einen Satz verstehen heißt, wissen was der Fall ist, wenn er wahr ist.
Hintikka: das gibt Anlass zu mehreren hochinteressanten Fragen:
I 128/129
1. Wittgenstein verfügt über einen anderen Ausdruck für die Beziehung zwischen dem Elementarsatz den dem durch ihn dargestellten Sachverhalt. "Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit, der Satz ist ein Modell der Wirklichkeit, so wie wir sie uns denken." (4.01) >Abbildtheorie.
"Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit, denn ich kenne die von ihm darstellte Sachlage, wenn ich den Satz verstehe."
Hintikka: Die Bildbeziehung, die den Satz zu verstehen hilft (Elementarsatz) ist genau dieselbe wie die Beziehung, welche den Satz wahr macht.
2. Bild/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die "Bilder" sind im Tractatus eigentlich nicht sonderlich bildhaft. Eher das, was die Mathematiker "isomorphe Darstellung" oder Abbildung nennen.
Bild/Satz/Zeichen/Wittgenstein: "Offenbar ist, dass wir einen Satz wie "aRb" als Bild empfinden. Hier ist das Zeichen offenbar ein Gleichnis des Bezeichneten." >Zeichen, >Bezeichnen.
Bild/Wittgenstein/Hintikka: es kann sein, dass die ganze Bildtheorie von Russells Principia Mathematica(1) angeregt worden ist.
I 130
3. Es ist ersichtlich, dass die Isomorphiebedingung kaum Sinn hat, solange die Entitäten der verschieden logischen Typen - Individuen, Eigenschaften oder Beziehungen - in der Sprache nicht durch Ausdrücke desselben Typs dargestellt werden: Individuen durch Individuen, Relationen durch Relationen, usw.
I 287
Bild/Satz/Realität/Wittgenstein/Hintikka: spät: der Satz ist nun nicht mehr ein Bild der Welt - sondern eine Vorschrift zur Herstellung von Bildern - auch keine Basis von eindeutigen Namensrelationen mehr. - Ein Sprachspiel verknüpft immer mehrere Ausdrücke mit der Welt.
I 292
Tractatus: Die Bildrelation ist vorgängig. - Später: erst aus Sprachspielen heraus.
I 294
Satz/Wittgenstein/Hintikka: für Sätze gibt es keine hinweisende Definition - statt dessen muss die Struktur artikuliert sein - dabei geht es nicht um eine Ähnlichkeit - der Satz ist ein Bild ohne Ähnlichkeit. - Dass er ein Bild von etwas ist, besteht in der Intention. I 298 WittgensteinVsTractatus: "Übereinstimmung mit der Form" war ein Irrtum.
I 301
Zum Satz gehört alles, was zur Projektion gehört. Aber nicht das Projizierte. - ((s) Also auch die Vorschrift.)

1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press.

II 44
Satz/Wittgenstein: Jeder Ausdruck, der sinnvoll negiert werden kann, ist ein Satz.
II 232
Satz/Wittgenstein: Es gibt keinen allgemeinen Begriff des Satzes - sie haben nicht alle etwas gemeinsam. - Statt dessen Familienähnlichkeit. >Ähnlichkeit.
VI 117
Scheinsätze /Tractatus/Schulte: sind unsinnig, weil sie formale Begriffe wie "Gegenstand", "Satz" oder "Zahl" und andere nicht durch Variablen andeuten, sondern als "eigentliche" Begriffswörter zu gebrauchen beanspruchen. - (Freilich verwendet Wittgenstein sie dauernd, weil sie auch zu Einsichten verhelfen) - sie sind unsinnig, weil der formalen Begriff mit dem Gegenstand bereits gegeben ist - man kann nicht beides gleichzeitig einführen. - Bsp "1 ist eine Zahl" - (4.12721 )
IV 21
Satz/Tractatus/Wittgenstein: Im Satz ist der Sinn noch nicht enthalten - wohl die Form seines Sinnes - nicht aber dessen Inhalt. >Form, >Inhalt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Spracherwerb Logik-Texte Sal IV 252
Sprache/Sprachlernen/Spracherwerb/hinweisende Definition/Ostension/W. Salmon: einige Wörter müssen auf nichtsprachliche Weise definiert sein: wenn man die Wörter nur durch die Vermittlung durch andere Wörter lernte, wäre es nicht möglich, die Bedeutung irgendeines einzigen Wortes zu ermitteln. - Es fehlte die Referenz. >Zeigen, >Lernen, >Fundierung, >Referenz, >Bedeutung, >Definition.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Tiere Cresswell II 162
Tier/Lernen/Definition/Ostension/Cresswell: Tiere können durch Ostension lernen, aber nicht durch explizite Definition. Pointe: Für solche Wesen kann das Problem von logisch äquivalenten aber unterschiedlichen propositionalen Einstellungen vielleicht nicht aufkommen.
>Tiersprache, >Lernen, >Spracherwerb, >Ostension, >Hinweisende Definition, >Propositionale Einstellungen.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Tiere Proust I 239
Tier/Geist/Bewusstsein/Proust: Wie verhält es sich (...) mit der Fähigkeit von Tieren, Hypothesen zu bilden, die auf eine "Theorie des Geistes" hinweisen könnte? >Theory of Mind.
Das gilt überhaupt nur für Primaten und große Meeressäuger, nicht für Hunde und Katzen, die ihr relativ umfassendes Kommunikationsrepertoire nur durch Domestizierung und Interaktion mit uns erworben haben.
Bsp geteilte Aufmerksamkeit: impliziert scheinbar eine Erkenntnis der Tatsache, dass ein andere mit seiner Wahrnehmung einen interessanten Gegenstand entdeckt hat.
Daraus zieht das Tier aber nicht die Vorstellung, dass sein Artgenosse oder der andere einen Gegenstand gesehen hat oder einen Sachverhalt kennt!
I 240
Primaten führen keine spontanen Zeigegesten aus! Sie können ihnen bloß beigebracht werden, wenn man ihnen dafür Nahrung verspricht. >Zeigen, vgl. >Hinweisende Definition, >Gesten.
Kultur/Tier/Proust: Bsp Waschen von Kartoffeln: hier deutet nichts auf ein pädagogisches Anliegen hin. Die Langsamkeit der Aneignung deutet wohl darauf hin, dass die Innovation weder durch gezieltes Unterricht noch durch Nachahmung erworben wird, es geht um "Reizintensivierung": die einfache räumliche Nähe eines Gruppenmitglieds zum Zielobjekt erweckt das Interesse der Artgenossen für diese Art von Objekt und führt zum Ausprobieren verschiedener Gebrauchsmöglichkeiten.
Vgl. >Kultur/Tier.
Gruppenverhalten: auch Beschwichtigen usw. kann durch einfache soziale Kooperation ohne geistige Repräsentationen erklärt werden.
>Gruppenverhalten/Psychologie.
Die Tiere müssen nicht wissen, warum sie die Gesten ausführen.
Taktische Täuschungsmanöver gibt es bei Primaten oft.
I 242
Statt annehmen zu müssen, dass Tiere "lügen", räumt man heute ein, dass diese Verhaltensweise durch das Erlernen wirkungsvoller Handlungsweisen in einer bestimmten Situation erklärt werden können. >Lernen, >Verhalten.


Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

Proust I
Joelle Proust
"L’animal intentionnel", in: Terrain 34, Les animaux, pensent-ils?, Paris: Ministère de la Culture/Editions de la maison des Sciences de l’Homme 2000, pp. 23-36
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Umstände Tugendhat I passim
TugendhatVsUmstände: können nicht Erklärung sein, da sonst Lüge, Täuschung, Irrtum ausgeschlossen.
I 209ff
Umstände/Tugendhat: wenn sie die Bedeutung bestimmten, wären alle Prädikate Quasi-Prädikate - nicht Umstände bestimmen die Bedeutung, sondern Verwendungsregeln, und zwar über Funktion.
I 227
Funktion fragt: "wie", nicht "unter welchen Umständen". Vgl. >Gebrauchstheorie.
I 221
TugendhatVsUmstände als Erklärung von Bedeutung (keine Regel möglich). - VsHinweisende Definition - wenn Umstände die Bedeutung beeinflussten, gäbe es nur Quasi-Prädikate. >Hinweisende Definition, >Definitionen, >Prädikate.
(I 208
Def Quasi-Prädikat/Terminologie/Tugendhat: Die Verwendungssituation und die Erklärungssituation fallen zusammen. Das ist bei normalen Prädikate natürlich nicht der Fall! Quasi-Prädikate: Ein-Wort-Sätze.) >Terminologie/Tugendhat.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Unkorrigierbarkeit Peacocke I 140
Gewissheit/Unkorrigierbarkeit/Peacocke/(s): Die demonstrative Gegebenheitsweise garantiert, dass der Gegenstand Eigenschaften hat, die durch die Wahrnehmung determiniert sind, (nicht, dass er bestimmte Eigenschaften sicher hat) - jedenfalls, dass diese Eigenschaften nicht von weiteren Glaubensannahmen abhängig sind. >Gewissheit, >Eigenschaften, >Beobachtung, >Gegebenheitsweise, >Zeigen, vgl. >Hinweisende Definition.
I 140f
Unfehlbarkeit/Immunität gegen Irrtum/Wahrnehmung: visuelle Gegebenheit: Bsp "Dieser Mann ist kahl": unfehlbar in Bezug auf "dieser Mann". >Referenz, >Erscheinung, vgl. >Schein/Sellars,
Peacocke: Das ist keine Identifikation, nicht von Identität mit irgend etwas abhängig, was gerade nicht gegeben ist. - "Es gibt (in dieser Wahrnehmungssituation) niemand, so dass er kahl wäre, aber dieser Mann nicht". Das ist von der Wahrnehmung als an diesem Ort präsentiert. - Es kann nicht sein, dass die Gegebenheitsweise "dieser Kasten" referiert und gleichzeitig dieser Kasten nicht das Ding ist, das würfelförmig ist.
>Referenz.
Halluzination: auch in diesem Fall ist der Gedanke "Dummett amüsiert sich" ein Gedanke über Dummett!
>Halluzination.
I 175
Immunität/Unfehlbarkeit/Tradition/Evans: Das Urteil, ein Urteil mit einem bestimmten Inhalt zu sein, kann dadurch konstituiert werden, dass dieses Urteil auf diesen Zustand antwortet. >Urteile.
Ich/Evans: Die Referenz kann fehlschlagen!
>Ich, >Selbst-Identifikation, >Selbst-Referenz, vgl. >Quasi-Indikator.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Zeigen Brandom I 642
Zeigen/Ostension/hinweisende Definition/Brandom: direkte Linie im gemeinsamen Raum, so weit verlängert, bis sie irgend etwas undurchsichtiges kreuzt.
I 643
Wittgenstein: das setzt eine Menge sozialer Arrangements voraus - Zeigen ist an sich unwiederholbar.
I 651
Bezugnahme/Referenz/Brandom: kann nicht in Begriffen des Zeigens verstanden werden, vielmehr muss das Zeigen in Begriffen der Bezugnahme erklärt werden. >Referenz.
I 652
Anapher: ist nötig, um Wiederholbares aus Unwiederholbarem zu erzeugen, wo Kotypizität nicht einmal eine annullierbare Vermutung von Koreferenz trägt und somit auch nicht von (Ko)-Rekurrenz. >Anapher, >Wiederholung.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Zeigen Putnam V 274
Bedeutung/Zeigen/hinweisende Definition/Putnam: Ein rein durch Zeigen gelerntes Prädikat "hat hohe Temperatur" ist nicht synonym mit der wissenschaftlichen Definition. Daher ist theoretische Forschung notwendig und nicht nur bloßes Nachdenken über die Sprache. >Welt/Denken, >Theorie, >Wissenschaft, >Referenz, >Theoretische Termini, >Theoretische Entitäten, >Messung, >Definition.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Zeigen Quine V 70f
Zeigen/hinweisendes/Wittgenstein/Quine: Problem: Woher wissen wir, welcher Teil des Gebietes gemeint ist, wie erkennen wir das Zeigen als solches. Lösung: Aussortieren des Irrelevanten durch Induktion. - Auch Verstärkung ohne zeigenden Finger oder Löschungen mit zeigendem Finger.


X 24
Hinweisendes Zeigen/Ostension/Sprachlernen/Quine: Sowohl der Lernende als auch der Lehrende müssen beide die Angemessenheit der Situation einsehen. Das fährt zu einer Einheitlichkeit der Reaktion auf bestimmte Reize. Diese Einheitlichkeit ist ein Verhaltenskriterium dafür, was man als einen Beobachtungssatz werden soll. Sie ermöglicht auch das wechselseitige Überprüfen der Belege durch verschiedene Wissenschaftler.

XI 182
Anmerkung: Zeigen/hinweisendes/Ostension/Quine/Lauener: Unterschied: direkte und verschobene Ostension:
Def verschobene Ostension/Quine/Lauener: Wenn wir Bsp auf ein grünes Blatt hinweisen um den abstrakten singulären Term „grün“ zu erklären, meinen wir nicht das wahrnehmbare grüne Ding, da das Wort gar keine konkrete Entität bezeichnet.

XII 47
Zeigen/Ostension/Farbwörter/Gavagai/Wittgenstein/Quine: Problem: Bsp Das Farbwort „sepia“: kann durch Konditionierung oder Induktion gelernt werden. Es braucht nicht einmal gesagt zu werden, dass Sepia eine Farbe und nicht eine Form, ein material oder eine Ware ist. Es kann aber wohl sein, dass viele Lektionen nötig sind.
XII 56
Def direkte Ostension/Zeigen/Quine: der gezeigte Punkt ist am Ende einer geraden Linie an einer undurchsichtigen Oberfläche. Problem: wie viel von der Umgebung soll mitzählen?
Problem: wie weit darf sich ein abwesendes Ding von dem gezeigten Gegenstand unterscheiden, um noch unter den ostensiv erklärten Term zu fallen?
XII 57
Def verschobene Ostension/Zeigen/Quine: Bsp Zeigen auf die Benzinuhr statt auf das Benzin selbst um anzugeben, wie viel noch da ist. ((s) Aber nicht, dass die Benzinuhr noch da ist). Bsp verschoben: wenn wir auf ein Vorkommnis (Token) zeigen und den Typ meinen.
Bsp Zeigen auf Gras, um grün zu erklären.
Bsp Zeigen auf eine Inschrift, um einen Buchstaben zu erklären.
Doppelt verschoben: Bsp Gödelnummer für einen Ausdruck. (1. Inschrift der Formel (des Ausdrucks), 2. Gödelzahl als Stellvertreter dafür).
>Gödelnummern.
XII 58
Bei der verschobenen Ostension treten keine Probleme auf, die nicht schon bei der direkten vorliegen.
VII (d) 67
Zeigen/hinweisende Definition/Ostension/Identität/Quine: ist immer zweideutig wegen der zeitlichen Ausdehnung! Unsere Setzung eines Objekts sagt uns noch nicht, welche Summation gegenwärtiger Objekte intendiert ist! Es können beim Zeigen wiederum entweder der Fluss oder Flussstadien gemeint sein!
Daher wird das Zeigen gewöhnlich mit dem Aussprechen der Worte "dieser Fluss" begleitet. Das setzt aber einen Begriff von Fluss voraus.
"Dieser Fluss" heißt: "die flußhafte Summation von momentanen Objekten, die dieses momentane Objekt enthält".
VII (d) 68
Zeigen/Ostension/Quine: die räumliche Ausdehnung ist beim Zeigen nicht von der zeitlichen zu trennen, weil wir für das Zeigen an verschiedenen Stellen selbst Zeit brauchen.
VII (d) 74
Ostension/Zeigen/Objekte/Universalien/Quine: wie unterscheidet sich das Zeigen auf raumzeitliche Gegenstände vom Zeigen auf Universalien wie Quadrat und Dreieck?
VII (d) 75
Quadrat: wir zeigen jedes Mal auf andere Objekte und unterstellen dabei keine Identität von einer Gelegenheit zur anderen. Beim Fluss dagegen wird diese Identität unterstellt. Attribut/Quine: die "Quadratischkeit" (squareness) wir von den gezeigten Objekten geteilt.
Man braucht aber keine Entitäten wie "Attribute" zu unterstellen. Weder wird auf die "Quadratischkeit" gezeigt, noch braucht man sie für eine Referenz auf das Wort "Quadrat".
Der Ausdruck "ist quadratisch" ist auch nicht notwendig, wenn der Hörer lernt, bei welchen Gelegenheiten wir ihn anwenden, und bei welchen nicht. Der Ausdruck braucht kein Name für irgend ein abgetrenntes Objekt zu sein.
VII (d) 76
Zeigen/konkret/abstrakt/Quine: allgemeine Termini wie "Quadrat" sind sehr ähnlich wie konkrete singuläre Termini wie "Cayster" (der Name des Flusses), was die Ostension betrifft. Bei "rot" braucht man gar keine Unterscheidung zu machen!
VII (d) 77
In der Alltagssprache wird ein allgemeiner Term oft wie ein Eigenname gebraucht.
V 70
Zeigen/Quine: ist nützlich, um die Auffälligkeit einzuführen. Auffälligkeit/Quine/(s): soll erklären, warum aus der Vielzahl von Reizen bestimmte Reize übergewichtet werden, bzw. wie Gestalten vor einem Hintergrund erkannt werden.
V 89
Identität/Zeigen/Quine: Problem: es hat keinen Zweck, zweimal zu zeigen und zu sagen, „Dies ist dasselbe wie jenes“. Dann könnte man immer noch fragen. „Dasselbe was?“.
V 102
Zeigen/allgemeine Termini/Quine: Problem: einmaliges Zeigen erfordert in manchen Situationen besondere Sorgfalt. Bsp „Dieser Körper ist ein Tier“: hier muss der Umriss sorgfältig nachgezeichnet werden, sonst könnte es sein, dass bloß der Rumpf als Tier aufgefasst wird.
V 103
Wir haben am Anfang nicht von Sätzen wie Bsp „Dieser Körper ist Mama“ gesprochen, weil wir dazu eine allgemeine Beherrschung des „ist“ in der Prädikation von Dauer voraussetzen müssen. Dazu braucht man einen Vorrat von einzeln gelernten Beispielen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Zeigen Rorty VI 147
Zeigen/hinweisende Definition/Identifikation/Wittgenstein: Zeigen genügt nicht ohne Sprache, um einen Gegenstand zu identifizieren. >Hinweisende Definition, >Identifikation, >Unbestimmtheit, >Ostension, >Gavagai.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Zeigen Strawson I 22
Hinweisendes Zeigen: zeigt keine Ordnung. >Ordnung, >Definition, >Räumliche Ordnung, >Zeitliche Ordnung, >Ostension, >Hinweisende Definition.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Zeigen Wittgenstein Rorty VI 147
Hinweisende Definition/Zeigen/Sprache/Wittgenstein: hinweisende Definition setzt voraus, dass in der Sprache schon eine Menge vorbereitet ist, Zeigen ist ohne Sprache nicht ausreichend, um ein Etwas herauszugreifen. (Dennett pro, SearleVs, NagelVs).
Hintikka I 95
Sagen/Zeigen/logischer Eigenname/Russell/Hintikka: "dies" kann nicht ausgesprochen werden, nur genannt. - ((s) >Erwähnung / >Gebrauch) - ((s) Der Gegenstand kann mit "dies" nicht erwähnt werden.).
I 102
Auf die Gegenstände der Bekanntschaft können wir nur zeigen.
I 102
Zeigen/sagen/Tractatus/Bekanntschaft/Russell/Hintikka: auf die Gegenstände der Bekanntschaft können wir nur zeigen! - ((s) >Logische Eigennamen; davon zu unterscheiden sind >Demonstrativa.)
I 193
Hinweisendes Zeigen/Ostension/Wittgenstein/Hintikka: kann kein Kriterium der kontinuierlichen Identität liefern. - Deshalb ist nicht alles, was gezeigt werden kann, ein Gegenstand.
I 228
Zeigen/hinweisende Definition/Ostension/Wittgenstein/Hintikka: Sinnesdaten können nur durch Zeigen definiert werden. - Problem: muss das Zeigen selbst verstanden werden? - Hintikka: der Hörer muss wahrscheinlich den logischen Status der definierten Entität bereits kennen. - "dort"/"dies": wenn überhaupt durch Ostension einzuführen, dann muss das Zeigen in diesem Fall ganz anders sein. - Hintikka: Wittgenstein zögert lange, bevor er die hinweisende Definition fallen lässt. - Eine Alternative für den Bedeutungsbegriff und der Bedeutungszuschreibung ist schwer zu finden. - Zeigen/Wittgenstein: Grundgedanke: zweistellige Relation des Benennens (durch einen Namen) (WittgensteinVs).
I 231
Mittlere Periode: erfolgreiche hinweisende Definition kann Regeln für den Gebrauch liefern.
II 34
Zeigen/Ostension/Wittgenstein: Bsp "Dies ist grün" gibt keine Auskunft über eine Verbindung zwischen Grün und der Wirklichkeit. - "Dies" wird als Gleichheitszeichen verwendet.
II 34
Zeigen/Ostension/Grammatik/Wittgenstein: Anwendung wird in der Grammatik nicht aufgezeigt. Die Anwendung der Zeichen liegt außerhalb der Zeichen, das Bild enthält nicht seine eigene Anwendung. Die Verbindung kann nicht in der Sprache hergestellt und durch die Sprache erklärt werden. Bsp "dies ist grün". Das "dies" gibt uns nicht die geringste Auskunft über die Verbindung zwischen Grün und der Wirklichkeit. Es wird hier als Gleichheitszeichen verwendet.
II 35
Aber hier gibt es immer noch keine Verbindung.
II 88
Sprache/Regel/hinweidende Definition/Wittgenstein: Bsp "Dies ist grau" kann entweder a) ein Satz sein oder - b) eine Regel bzw. eine Definition des Sprachgebrauchs.
II 256
Hinweisende Definition/Zeigen/Ostension/Wittgenstein: Bsp man zeigt jemand ein rotes Quadrat mit den Worten "Das ist rot". - Dann kann es sein, dass er in Zukunft Quadrate rot nennt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989