| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Äquivalenz | Field | I 159 Äquivalenz/Platonismus/Nominalismus/Field: Frage: In welchem Sinn sind platonistische (Bsp "Richtung 1 = Richtung 2") und nominalistische Aussagen (c1 ist parallel zu c2) äquivalent? >Platonismus, >Nominalismus. Problem: Wenn es keine Richtungen gibt, kann das zweite keine Folge des ersten sein. Sie sind nur innerhalb einer Richtungstheorie äquivalent. >Definitionen/Frege, >Folgebeziehung. Lösung/Field: Man kann die Äquivalenzen als wichtig auffassen, auch wenn die Theorien falsch sind. Problem: Für die Wichtigkeit sollte man Wahrheit annehmen können. >Bedeutung. Lösung: Eine konservative Erweiterung (gilt nicht für die Ontologie) - das ist harmlos für Konsequenzen, die keine Richtungen erwähnen. >Konservativität/Field. I 228 Def kognitiv äquivalent/Field: Kognitiv äquivalent meint äquivalent durch Logik plus die Bedeutung von "wahr". >Wahrheit. Disquotational wahr/Deflationismus: Disquotational wahr heißt, dass die Sätze im Tarski-Schema kognitiv äquivalent sein sollen. ((s) plus "Bedeutung von wahr" hier: dasselbe Verständnis von wahr.) >Disquotationalismus/Field, >Deflationismus. II 16 Extensionale Äquivalenz/Field: Problem: Wenn wir extensionale Äquivalenz annehmen und von der Größe abstrahieren, gibt es unendlich viele Entitäten, auf die eine einfache Theorie wie die der chemischen Valenzen zutrifft: Bsp Die Zahl 3 trifft nicht nur auf Moleküle sondern auch auf größere Aggregate zu usw. >Referenzklassen. II 106 Kognitiv äquivalent/Deflationismus/Äußerung/Wahrheit/(s): Eine Äußerung u und die Behauptung, dass u wahr ist (wie der Sprecher sie versteht) sind kognitiv äquivalent. >Redundanztheorie/. Pointe: Die Behauptung, dass eine Äußerung wahr ist, hat eine existentielle Verpflichtung (ontologische Verpflichtung). Es muss etwas geben, was wahr ist. Während die Äußerung u selbst keine ontologische Verpflichtung mit sich bringt. >Ontologische Verpflichtung. Daher sind die beiden eben doch nicht vollständig kognitiv äquivalent. Relativ kognitiv äquivalent: hier: u und die Behauptung der Wahrheit von u sind kognitiv äquivalent relativ zur Existenz von u. II 106 Bsp "Thatcher ist so, dass sie selbst-identisch ist und Schnee ist weiß" ist kognitiv äquivalent zu "Schnee ist weiß" relativ zur Existenz von Thatcher - die Verifikationsbedingungen sind die gleichen. Pointe: Wir brauchen keine Wahrheitsbedingungen. >Verifikationsbedingungen, >Wahrheitsbedingungen. II 252 Materiale Äquivalenz/Field: Materiale Äquivalenz bedeutet, dass A > B äquivalent ist zu ~A v B. Problem: Die meisten glauben nicht den Schluss Bsp von "Clinton wird nicht im Amt sterben" auf "Wenn Clinton im Amt stirbt, wird Danny de Vito Präsident". - Daher scheint die Äquivalenz nicht zu bestehen. Lösung/Lewis: Die Wahrheitsbedingungen für indikativische Konditionale muss man radikal Index-abhängig machen, um die Oberflächenlogik (OL) zu erhalten. >Konditional. Lewis: These: Die Oberflächenlogik sollten wir nicht respektieren. Lewis: These: Bsp Clinton/Vito: ist trotz Absurdität wahrheitserhaltend. Lösung: Wahrscheinlichkeitsfunktion: P (Vito I Clinton). >Wahrscheinlichkeitsfunktion. II 253 Beim indikativischen Konditional wird immer die Prämisse vorausgesetzt. Adams: Intuitiv sind Schlüsse mit Konditionalen korrekt. >Konditional/Adams. Problem: Dann werden sie weniger über die Welt aussagen. >Empirie. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Bedeutung | Tugendhat | I 21 Bedeutung/Tugendhat: Bedeutung ist letztlich nicht auf Gegenstände bezogen (sowenig wie auf Umstände) sondern auf Wahrheitsbedingungen. - Später: auf Verifikationsbedingungen. >Wahrheitsbedingungen, >Verifikationsbedingungen, >Verifikation, >Umstände/Tugendhat. I 263 Satzbedeutung/Tugendhat: durch Angabe seiner Wahrheitsbedingungen - und diese durch Vorführen der Verifikationsweise erklärt. >Satzbedeutung. I 282 Bedeutung/Tugendhat: Die Bedeutung des Satzes "p" ist nicht der Sachverhalt (Tatsache) dass p: das scheitert an den Sätzen, die deiktische Ausdrücke enthalten: verschiedene Situationen haben nämlich verschiedene Wahrheitsbedingungen. >Situationen, vgl. >Situationssemantik. I 283 Satzbedeutung/Tugendhat: Funktion. - Argumente: Verwendungssituationen des Satzes - Werte: die Behauptungen (Wahrheitsbedingungen). >Funktionen, >Gebrauch, >Gebrauchstheorie (nur für Wörter, nicht für Sätze). I 432 Bedeutung/Tugendhat: (s. o.) Funktion, deren Argumente die Redesituationen und deren Werte die Gegenstände sind. "Die Bedeutung bildet die Redesituationen auf die Gegenstände ab." Vs: das ist aber metasprachlich - es setzt das Verständnis von "ich", "hier" usw voraus um "ein Ort, der..." zu verstehen. >Verstehen, vgl. >Sprecherbedeutung. Die Demonstrativa weisen über die Situation hinaus - (weil sie keine Namen sind) - Substituierbarkeit gehört zur Bedeutung von Demonstrativa. >Demonstrativa, >Substitution. II 231 "Bedeutung"/Frege/Tugendhat: sollte man nicht mit "Referenz" übersetzen, Referenz nur dort, wo Frege Sätze als Eigennamen auffasst. >Referenz, >Fregesche Bedeutung, >Fregescher Sinn, >Sinn, Frege unterscheidet zwischen Referenz von Namen und Wahrheitswerten von Sätzen. >Wahrheitswerte, >Sätze. II 240 Sonst entsteht ein Fehler: Frege: "..dass man Sinn und Begriff einerseits und Bedeutung und Gegenstand andererseits zusammenfließen lässt". Richtig: "Was zwei Begriffswörter (Prädikate) bedeuten ist dann und nur dann dasselbe, wenn die zugehörigen Begriffsumfänge (Wertverläufe) zusammenfallen". >Begriffsumfang, >Werteverlauf. II 247 Tugendhat: (a propos Unterschied Bedeutung/Referenz): dennoch Primat der Wahrheit vor den Gegenständen. >Wahrheit/Tugendhat, >Wahrheit. II 242 Bedeutung/Tugendhat: Sätze sind bedeutungsvoll, indem sie wahr/falsch sein können. Prädikate: sind bedeutungsvoll, indem sie auf einige (und nicht andere) Gegenstände zutreffen. >Zutreffen, >Erfüllung, >wahr-von. Namen: sind bedeutungsvoll, indem sie etwas bezeichnen, dem Prädikate zu- oder abgesprochen werden können. >Namen, >Prädikation. |
Tu I E. Tugendhat Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976 Tu II E. Tugendhat Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992 |
| Bedeutungstheorie | Avramides | I 7ff Bedeutungstheorie/BT/Davidson/Dummett/Avramides: Davidson und Dummett vertreten einen "pessimistischen" Ansatz: statt direkt fragen zu können, was Bedeutung ist, können wir nur fragen, wie eine Theorie der Bedeutung aussehen muss. Dummett: äußert sich ungefähr so: "Bedeutung ist, was die Bedeutungstheorie erklärt" - Das steht in starkem Kontrast zu Grice. DavidsonVsGrice. Avramides: Diese Sicht ist zu pessimistisch. Davidson: Welche Form muss eine Bedeutungstheorie haben? 1. Die Theoreme müssen für Sprecher und Hörer verständlich sein 2. Potentiell unendlich viele Sätze müssen erklärt werden können. 3. Kompositionalität muss erklärt werden können. Lösung/Davidson: Einen semantischen Wahrheitsbegriff (Tarski) zu haben heißt, die Sprache zu verstehen. DummettVsDavidson: Verifikations-Bedingungen statt Wahrheitsbedingungen. >Verifikationsbedingungen, >Wahrheitsbedingungen. I 94 Bedeutungstheorie/Grice/John Biro/Avramides: Es geht der Theorie nicht darum, wie man Bedeutung herausbekommt, sondern was sie konstituiert; nicht darum, was einem die Bedeutung verrät, sondern was es ausmacht, dass eine Äußerung Bedeutung hat. "Konstitution von Bedeutung ist eine Sache, sie zu verraten eine andere". |
Avr I A. Avramides Meaning and Mind Boston 1989 |
| Begriffliche Rolle | Field | II 75 Def "Weitreichende begriffliche Rolle"/Harman/Field: (Harman 1982(1)): Die "Weitreichende begriffliche Rolle" beinhaltet Kausalverbindungen mit der Umwelt. Es kann Teil der begrifflichen Rolle von "Das ist ein Kaninchen" sein, das typischerweise von Kaninchen in der Umgebung ausgelöst wird. Problem: Ebenso gilt das dann für Bsp "Phlogiston entweicht aus der Flasche". Das könnte typischerweise von Sauerstoff ausgelöst werden, der in die Flasche eintritt. Field: Das zeigt, dass damit keine repräsentationalen Eigenschaften (Referenz, Wahrheitsbedingungen) eingeführt werden. >Wahrheitsbedingungen, >Referenz, >Wahrheit, >Beobachtung, >Beobachtungssätze, >Theoretische Entitäten, >Theoriesprache. II 76 Begriffliche Rolle/ "nicht"/Wahrheitsfunktion/WaFu/Repräsentation/Field: Eine repräsentationale Semantik wird z.B. "nicht" als Funktion aufgefasst, die Wahrheit auf Falschheit abbildet und umgekehrt. Negation/begriffliche Rolle/nicht/Field: Aber das ist keine Tatsache über die begriffliche oder funktionale Rolle von "nicht". >Negation. Begriffliche Rolle: Sie ist hier leicht zu spezifizieren. Die begriffliche Rolle ist großenteils in den Schlussregeln gegeben. Aber die Spezifikation der begrifflichen Rolle sagt nichts über Wahrheitsfunktionen. Zwar gibt es bei den logischen Verknüpfungen eine Art Supervenienz der repräsentationalen Eigenschaften (Wahrheitsbedingung, Referenz, usw.) auf der Eigenschaft der begrifflichen Rolle, aber begriffliche Rolle und Repräsentation kann man nicht gleichsetzen. >Repräsentation. II 93 Begriffliche Rolle/Negation/Tatsache/Field: Die Tatsache, kraft deren "Es ist nicht der Fall dass" den Wahrheitswert-Tabellen gehorcht, sind Tatsachen über seine begriffliche Rolle. II 108 Begriffliche Rolle/Field: Sie schließt Verifikationsbedingungen (VB) ein, aber auch noch mehr, z.B. Regeln für Wahrscheinlichkeit und die begrifflichen Konsequenzen, die aus einem Glauben erwachsen. Aber die begriffliche Rolle ist nicht genug: Sie ist internalistisch und individualistisch, d.h. sie bezieht sich nicht auf die Außenwelt und nicht auf die Sprachgemeinschaft. Wir haben keine "externalistischen" und keine "sozialen" Aspekte. >Sprachgemeinschaft. Lösung/Field: wir könnten die (hoffentlich harmlose) Annahme machen, dass ein Sprachbenutzer etwas glaubt in seiner eigenen Sprache. Oder wenigstes interne Analoga davon ohne Mehrdeutigkeiten. Und wir nehmen an, dass diese Glaubensrelation ohne einen vorausgesetzten Begriff von Inhalt möglich ist. >Inhalt, >Gehalt, >Relations-Theorie. Deflationismus: Deflationismus kann dem zustimmen. Auch die computationale Rolle beschreibt, wie Glauben, Wünsche usw. in der Zeit entstehen. >Computation/Field. II 112 Wir können sagen, dass die begriffliche Rolle und die Indikationsrelationen der Glaubenseinstellungen anderer Leute relevant für den Inhalt meines Glaubenszustands sind. Die begriffliche Rolle logischer Verknüpfungen wird aber nicht mit der Wahrheitstabelle erklärt. Lösung: Verlässlichkeit: sie ist höher, wenn "oder" die Rolle hat, die der Tabelle entspricht. >Verlässlichkeitstheorie. Begriffliche Rolle/logische Operatoren/Verknüpfungen: Die Semantik der begrifflichen Rolle kann hier Tatsachen oder Abwesenheit von Tatsachen annehmen, der >Deflationismus kann das nicht. 1. Harman, Gilbert. 1982. "Conceptual Role Semantics". In: Notre dame Journal of Formal Logic, 23, pp. 242-56 |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Gebrauchstheorie | Dummett | I 31 DummettVsGebrauchstheorie: Der Nachteil liegt darin, dass sie wesentlich unsystematisch ist. Nach Wittgenstein ist das allerdings ein Vorteil, denn er legt Wert auf die Vielfalt der Sprechakte. Dummett: Ordnungsliebe ist aber nicht alles, Die Gebrauchstheorie setzt wahrscheinlich voraus, dass ein beträchtlicher Teil der Sprache bereits verstanden ist. I 31 Gebrauch gibt Bedeutung - Sinn gibt Bezug (Frege). >Fregescher Sinn. Bedeutung ungleich Bezug: Einhorn. >Einhorn-Beispiel. Gebrauchstheorie der Bedeutung > Sprechakttheorie. I 29 Gebrauch/Wahrheit/Wittgenstein/Dummett: die Gebrauchstheorie macht den Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit. III (a) 10 Gebrauchstheorie/Dummett: Umstände sind nicht hinreichend. - Wir brauchen den "Witz" (Zweck) warum wir ein Wort verwenden. - Auch bei Einteilung gültig/ungültig gibt es immer ein Interesse (Witz). III (e) 196 Gebrauchstheorie/Dummett: Sätze, nicht Wörter haben Gebrauch. III (e) 200 Bsp Gebrauch des Geldes: hier muss man die ganze Institution verstehen. Schiffer I 223f Gebrauchstheorie/Verstehen/Bedeutung/Manifestation/Dummett/SchifferVsDummett: behavioristisch - (auch andereVsDummett): Daraus folgt noch nicht Anti-Realismus. >Antirealismus. Dummett gebraucht selbst psychologisches Vokabular. - Warum sollte man Verstehen zeigen können müssen? - Eigener Gebrauch sollte hinreichend sein. I 225 McDowellVsDummett: Marsianer können uns trotzdem nicht verstehen, weil das Intentionale (inhalts-bestimmende) nicht auf das Nicht-Intentionale reduzierbar ist. I 227 Das Wissen, ob etwas als Verifikation zählt, könnte von außersprachlichem Wissen abhängen und nicht vom Verstehen des Satzes. QuineVsDummett: Direkte Verifikationsbedingungen kann es nicht für jeden Satz geben - ((s)> Quine: Theorien sind nicht Satz für Satz verifizierbar, >Verifikation/Quine). - Sicher gibt es bedeutungsvolle Sätze, die keine erkennbaren Bedingungen haben, die den Satz als wahr oder falsch herausstellen würden. I 228 Schmerz/Verifikation/Wittgenstein/Dummett/Schiffer: Dummett zitiert Wittgenstein mit Zustimmung: dass Schmerzverhalten widerlegt werden kann. SchifferVsDummett: Dann braucht die Bedeutungstheorie sowohl anfechtbare Kriterien, als auch anfechtbare Bedingungen. Problem: Das trifft auf die meisten empirischen Urteile zu. |
Dummett I M. Dummett Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992 Dummett II Michael Dummett "What ist a Theory of Meaning?" (ii) In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Dummett III M. Dummett Wahrheit Stuttgart 1982 Dummett III (a) Michael Dummett "Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (b) Michael Dummett "Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144 In Wahrheit, Stuttgart 1982 Dummett III (c) Michael Dummett "What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (d) Michael Dummett "Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (e) Michael Dummett "Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Inflationismus | Field | II 104 Inflationismus: Frege/Russell/Tractatus/Ramsey: Wahrheitsbedingungen (WB) sind zentral für Bedeutung und Inhalt. >Wahrheitsbedingungen. VsDeflationismus: Deflationismus nimmt keine Wahrheitsbedingungen an - stattdessen vielleicht die Verifikationstheorie. >Deflationismus. II 104 Verifikationsbedingungen/VB/Verifikation/Verifikationismus/Field: Verifikationsbedingungen (vielleicht über Reize) werden ohne dass-Sätze gegeben, d.h. ohne propositionalen Inhalt. Dann hat man eine Klasse von Verifikationsbedingungen statt Proposition. >Verifikationsbedingungen, >Propositionen. Inflationismus: Der Inflationismus würde sagen, dass das keine richtigen Propositionen sind, weil diese Wahrheitsbedingungen einschließen müssen. InflationismusVsVerifikationismus. II 126 Inflationismus/Field: Der Inflationismus geht (anders als der Deflationismus) von Tatsachen aus - insbesondere Tatsachen über den Gebrauch einer Sprache. FieldVs: Was für Tatsachen sollen das sein? - Deflationismus: Die Homophonie-Bedingung ist hinreichend um auszuschließen, dass wir keine Sprache mit abweichender Referenz gebrauchen - weitere Tatsachen gibt es nicht. ((s) Homophonie-Bedingung: "Schnee ist weiß" ist wahr gdw. Schnee...). >Homophonie. II 114 Inflationismus: kann Tatsachen annehmen. >Tatsachen, vgl. >Nonfaktualismus. II 119 Inflationistische Relation: "S hat die Wahrheitsbedingung p". II 126 Fragen über die Wahrheitsbedingungen: werden zu Fragen darüber, welche Sprache die Person spricht. >Sprachabhängigkeit. Inflationismus: würde das als Frage des Gebrauchs ansehen. ((s) Weil er Tatsachen annimmt). II 220 Inflationismus/FieldVsInflationismus: Der Inflationismus verstärkt die Unbestimmtheit. >Unbestimmtheit, >Übersetzung. II 230 Inflationismus/Vagheit/FieldVsInflationismus: Problem: Der Inflationisms braucht ein Ding, das "weder kahl noch nichtkahl" ist. Inflationismus: erklärt z.B. "schwach wahr" kompositional. >Kompositionalität. Supervaluation/Sorites/Inflationismus: "Kandidat einer Extension". >Supervaluation. Def stark wahr: Ist ein Satz mit einem vagen Prädikat dann gdw. er wahr ist relativ zu jedem der Kandidaten einer Extension. Dann ist es ein Grenzfall ohne definitiv-Operator: "Jones ist in einigen, aber nicht allen Extensionen". |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Inhalt | Schiffer | I XIV Schiffer/früh: letztlich brauchen wir eine Theorie des Inhalts. Block: Reduktionismus bringt nichts, wenn er nichts darüber zu sagen hat, worauf reduziert wurde. - Bsp Würmer ohne Nasen: hat das einen sprachunabhängigen Inhalt? >Denken ohne Sprache, >Sprache und Denken. I 182 Mentaler Inhalt/Gehalt/Schiffer: These: Es gibt keine plausible Theorie von mentalem Inhalt - daher VsPropositionen als Glaubensobjekte. (VsRelations-Theorie). >Relations-Theorie, >Mentaler Gehalt, >Propositionen, >Glaubensobjekte, >Gedankenobjekte. I 233 SchifferVsDummett: Wenn wir alle Bedingungen für Belege abziehen, die nicht in Beobachtungsbegriffen formuliert werden können oder die von indirektem Wissen abhängen, dann werden die Identitätsbedingungen für die Begriffe nicht mehr dieselben sein. >Identitätsbedingungen, >Beobachtung, >Wortbedeutung, >Ausdrücke. Daher werden die direkten Verifikationsbedingungen den Inhalt nicht erfassen. >Verifikationsbedingungen. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Quine | Fodor | IV 37 Holismus/Quine/Fodor/Lepore: Quine vertritt einen Bedeutungsholismus (BH). Angeblich aber auch einen Bestätigungsholismus (BesH). Dieser entspricht der Quine-Duhem-These. (>Two Dogmas: Sätze stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung). >Quine-Duhem-These. IV 39f PragmatismusVsRealismus/QuineVsReduktionismus: Verifikationsbedingungen sind nicht analytisch in Aussagen enthalten. Bestätigungsholismus/Fodor/Lepore: Der Vertreter des Bestätigungsholismus muss nicht Pragmatist sein, er kann auch Realist sein. Bestätigungsholismus ist vereinbar mit der Quine-Duhem-These (Sätze sind nicht einzeln verifizierbar). Bestätigung ist keine sprachliche Angelegenheit, sondern erfolgt dadurch, wie die Welt ist (Quine pro Realismus). Quine: "a priori" ist äquivalent mit dem Semantischen. Quine pro Verifikationismus: Satzbedeutung: Satzbedeutung wird durch die Methode der Verifikation gewonnen. Die Quine-Duhem-These ist gut mit dem Realismus vereinbar. Quine-Duhem-These: a) Jede Aussage kann beibehalten werden, wenn man entsprechende Hilfshypothesen beibringt. b) Die Forderung, dass Belege a posteriori sein müssen. Quine-Duhem-These/Fodor/Lepore: Die Quine-Duhem-These kann auch gelesen werden als: a) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bestätigung oder b) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bedeutung. IV 2189 Netzwerk/Quine/Fodor/Lepore: Die einzigen festen Knoten sind die Beobachtungsbegriffe. |
F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Ramsey-Satz | Schiffer | I 231 Ramsey-Satz/Schiffer: liefert eine Reduktion des Theoretischen auf das Nicht-Theoretische, aber er definiert selbst keine direkten Verifikationsbedingungen. >Verifikation, >Verifikationsbedingungen. Der Ramsey-Satz definiert theoretische Termini. >Theoretische Termini. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Semantik | Schiffer | I 13 Semantische Eigenschaft/Schiffer: z. B. Inhalt haben. - Wahrheits-theoretische Eigenschaft: wahr sein. >Semantische Eigenschaft. I 14 Relationstheorien/Intentions-basierte Semantik/IBS/Grice: Lösung: semantische Eigenschaften (sE) sind zugelassen, wenn sie nicht aus der öffentlichen Sprache stammen - dann nicht zirkulär. Nicht-öffentlich: Propositionen Öffentlich: Sätze. I 221 Verifikationistische Semantik/Dummett/Schiffer: (nicht wahrheits-theoretisch): Verifikations-Bedingungen statt Wahrheitsbedingungen. >Verifikationsbedingungen, >Wahrheitbedingungen. DummettVsDavidson: Die Bedeutungstheorie muss keine Wahrheitstheorie enthalten. >Bedeutungstheorie, >Wahrheitstheorie. I 241 Intentionalität/Semantik/Schiffer: semantische Begriffe können in Begriffen von propositionalen Einstellungen definiert werden - aber nicht umgekehrt. Es gibt keine propositionale Einstellungen als Glaubensobjekte oder als Glaubens-Eigenschaften. >Glaubenseigenschaften, >Glaubensobjekte, >Intentionalität. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Verifikation | Field | I 60 Beobachtungskonditional/(s)/Def Test/Physik/Field: Getestet werden physikalische Theorien, in dem Konsequenzen über Observablen abgeleitet werden aus Prämissen über Observablen. Sicher beziehen wir uns dabei auch auf Unbeobachtbares. >Beobachtung, >Beobachtungssätze, >Unbeobachtbares, >Referenz, >Theoriesprache. I 66 Verifikation/Axiom/Theorie/Field: Bsp "verifizierbar" sind Teile einer Theorie, die noch nicht das neue Axiom haben. II 104 Verifikationsbedingungen/VB/Verifikation/Verifikationismus/Field: VB (vielleicht über Reize) werden ohne dass-Sätze gegeben. Also ohne propositionalen Inhalt. >Inhalt, >Gehalt, >Propositionaler Gehalt. Dann haben wir eine Klasse von VB statt Proposition. >Verifikationsbedingungen. Inflationismus: würde sagen, dass das keine richtigen Propositionen sind, weil diese Wahrheitsbedingungen einschließen müssen. >Inflationismus. InflationismusVsVerifikationismus. >Verifikationismus. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Verifikation | Schiffer | I 233 SchifferVsDummett: wenn wir alle Bedingungen für Belege abziehen, die nicht in Beobachtungsbegriffen formuliert werden können oder die von indirektem Wissen abhängen, dann werden die Identitätsbedingungen für die Begriffe nicht mehr dieselben sein. >Identitätsbedingungen, >Beobachtung, >Beobachtungssprache, >Beobachtungssätze. Daher werden die direkten Verifikationsbedingungen den Inhalt nicht erfassen. >Verifikationsbedingungen, >Inhalt. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Wahrheit | Rescher | I 22 Wahrheit/Rescher: Korrespondenz: bestimmt die Definition; Kohärenz: bestimmt das Wahrheitskriterium. Weil Kohärenz kein absolutes Kriterium ist, bestimmt sie nicht auch die Wahrheitsdefinition. >Wahrheitsdefinition, >Wahrheitskriterium, >Definition. I 337 Def Wahrheit/Rescher: zwei Möglichkeiten, Wahrheit von Propositionen zu erklären: 1. durch Def von "wahr" als Charakteristikum von Propositionen - 2. Durch Kriterien für die Überprüfungsbedingungen, ob es berechtigt ist, "wahr" zu verwenden. >Verifikation, >Verifikationsbedingungen, >Kriterien. Kriterien liefern keine Bedeutung - Bsp Der Lackmustest sagt nicht, was es bedeutet, eine Säure zu sein. - Die Bedeutung von "hochintelligent" hat mit den Antworten auf die Testfragen wenig zu tun. - Wissen über die Atomstruktur nützt nicht um zu wissen, ob etwas Gold ist. - Kennen der Definition hilft nicht, den Begriff anzuwenden. >Bedeutung, >Wissen. |
Resch I Nicholas Rescher The Criteriology of Truth; Fundamental Aspects of the Coherence Theory of Truth, in: The Coherence Theory of Truth, Oxford 1973 - dt. Auszug: Die Kriterien der Wahrheit In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Resch II N. Rescher Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’ s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010 |