Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

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Literatur
Literatur
Absolutheit Putnam III 122
Absolute Realität/PutnamVsDescartes: ihre Vertreter haben die falsche Tendenz, sekundäre Qualitäten mit Empfindung sekundärer Qualitäten gleichzusetzen - auch Williams scheint sich ein Bild der Welt ohne Farben zu machen. - Williams: Idealfall: "Theorie der Erkenntnis und des Irrtums".
III 132
Absolute Realität/B. Williams: erklärt uns, aber nicht fremden Wissenschaftlern, wie wir sie verstehen - PutnamVs: also doch bloß lokal. - Absolute Realität/Putnam würde auch Konvergenz erfordern - QuineVsKonvergenz: Unerforschlichkeit der Referenz. >Konvergenz, >Unerforschlichkeit.
III 134
Absolute Realität/Williams: ohne normative Begriffe - PutnamVs: gerade deshalb gibt es das Problem der Unbestimmtheit der Übersetzung. - Putnam These: viele wahre Beschreibungen der Welt sind in verschiedenen Vokabularen möglich.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Ähnlichkeit Lewis IV 42
Ähnlichkeit/Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/Lewis: Probleme: welche Aspekte zählen, welches Gewicht haben sie, wie weit darf Unähnlichkeit gehen?
V 46
Ähnlichkeit/Mögliche Welten/kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis: die Ähnlichkeitsrelation zwischen möglichen Welten sollte nicht erfordern, dass in abweichenden Welten Wunder nötig werden. Ähnlichkeitsrelation/Lewis: ich glaube nicht, dass sie unser explizites Urteil oft leiten, aber die Gesamtähnlichkeit muss Teil der gesuchten Ähnlichkeitsrelation sein. - Übereinstimmung lokaler Tatsachen nicht wichtig, wohl aber Vermeidung größerer Verletzungen von Naturgesetzen. - Bsp kleines Wunder: Nixon drückt den Knopf, aber das Signal wird unterdrückt. - Großes Wunder: außerdem werden alle Spuren verwischt, Nixon Memoiren gefälscht usw., d.h. die Welten werden ununterscheidbar.
V 48
Kleines Wunder: erlaubt Abweichung. - Großes Wunder: erlaubt Konvergenz. >Wunder/Lewis.
V 49
Divergenz ist viel einfacher zu erreichen als Konvergenz - kontrafaktische Asymmetrie: gibt es, weil die geeigneten Standards der Ähnlichkeit ihrerseits symmetrisch sind und der Asymmetrie von Wundern entsprechen. - V 53 es geht sehr wohl um die Gewichtung verschiedener Ähnlichkeiten.
V 163f
Ähnlichkeit/Mögliche Welten/Ähnlichkeitsmetrik/Lewis: eigentlich eine dreistellige Relation. - w1 ist näher an w als w2. - Ähnlichkeiten von Fakten gleichen sich aus gegen Ähnlichkeit von Gesetzen. Ähnlichkeits-Gesetze sind wichtig für den Charakter von möglichen Welten. Ähnlichkeit: wir stellen nicht die Bedingung auf, dass es eine einzige nächste mögliche Welt geben sollte oder bloß eine nächste Menge. >Ähnlichkeitsmetrik/Lewis, >Mögliche Welten/Lewis.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Behauptbarkeit Putnam Rorty I 307
Begründete Behauptbarkeit/Putnam: (laut Rorty): wenn man sich darauf zurückzieht kann man sagen, dass sich Bsp "X ist Gold" zu Archimedes Zeiten begründet behaupten lässt, und heute nicht mehr begründet behauptbar ist. Aber die Aussage, dass X in der Extension von Gold lag, müsste er genauso wie die Aussage, dass "X ist Gold" wahr war, als sinnlos verwerfen. ( > de re / de dicto). Putnam: (laut Rorty): verfolgt 3 Gedankengänge:
1. Gegen die Konstruktion von "wahr" als Sinn gleich mit »begründete Behauptbarkeit « (oder irgendeinen anderen "weichen" Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann.
2. Eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind.
3. Nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht « auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden.
Wright:Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Putnam: (Vernunft, Wahrheit und Geschichte): PutnamVs Gleichsetzung von Wahrheit und Behauptbarkeit ("rationale Akzeptierbarkeit"), aber aus anderen Gründen:
1. Wahrheit zeitlos, Behauptbarkeit nicht.
2. Wahrheit ist eine Idealisierung der rationalen Akzeptierbarkeit.
Bsp Idealisierung : reibungsfreie Oberflächen nicht zu erzielen, aber das Reden über sie zahlt sich aus, weil wir ihnen in hohem Maße nahe kommen.

Rorty VI 30
Rorty: "Gerechtfertigte Behauptbarkeit": (Pragmatismus, Dewey) PutnamVs: "naturalistischer Fehlschluss": eine gegebene Überzeugung kann alle derartigen Bedingungen erfüllen und trotzdem falsch sein. PutnamVsRorty et al.: lassen die Notwendigkeit außer Acht, die Existenz "echter Gerichtetheit" bzw. "Intentionalität" zuzugeben. Putnam: eine "Ideale Hörerschaft" (vor der eine Rechtfertigung ausreicht) kann es nicht geben. Zu jeder Hörerschaft lässt sich eine bessere annehmen.

Putnam I (c) 96
ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn. wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen
I (e) 141
Wahrheit/Behauptbarkeit/Tarski/Putnam: aus seiner W-Def folgt auch Behauptbarkeit - die Wahrscheinlichkeit eines Satzes in der Metasprache entspricht der in der Objektsprache.
I (i) 246
Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung - PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben - und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bestärkendes Lernen KI-Forschung Norvig I 831
Bestärkendes Lernen/KI-Forschung/Norvig/Russell: In vielen komplexen Bereichen ist bestärkendes Lernen [durch Belohnung und Bestrafung] der einzig praktikable Weg, um ein Programm so auszubilden, dass es Leistungen auf hohem Niveau erbringt. Es ist z.B. für einen Menschen beim Spielen sehr schwer, genaue und konsistente Bewertungen einer großen Anzahl von Positionen zu liefern, was erforderlich wäre, um eine Bewertungsfunktion direkt anhand von Beispielen zu trainieren. Stattdessen kann dem Programm mitgeteilt werden, wann es gewonnen oder verloren hat. Dann kann es diese Information nutzen, um eine Bewertungsfunktion zu erlernen, die einigermaßen genaue Schätzungen der Gewinnwahrscheinlichkeit für eine bestimmte Stellung liefert. In ähnlicher Weise ist es äußerst schwierig, einen Software-Agenten so zu programmieren, dass er einen Hubschrauber fliegt; doch wenn man ihm angemessene negative Belohnungen für einen Absturz, ein Wackeln oder ein Abweichen von einem festgelegten Kurs gibt, kann ein Software-Agent lernen, selbst zu fliegen. A. Passives bestärkendes Lernen
Situation: Ein Software-Agent befindet sich in einer Umgebung und muss lernen, sich dort erfolgreich zu verhalten.
Ein auf Nutzen basierender Software-Agent lernt eine Nutzenfunktion über Zustände und verwendet sie, um Aktionen auszuwählen, die den erwarteten Ergebnisnutzen maximieren.
Ein Q-lernender Software-Agent lernt eine Aktions-Nutzen-Funktion oder Q-Funktion, die den erwarteten Nutzen einer bestimmten Aktion in einem bestimmten Zustand angibt.
Ein Reflex-Software-Agent lernt eine Richtlinie (engl. Policy), die direkt von Zuständen auf Aktionen abbildet.
Erkundung: Ein Software-Agent muss so viel wie möglich von seiner Umgebung erfahren, um zu lernen, wie er sich in ihr verhalten soll. >Markov-Entscheidungsprozesse/Norvig.
Norvig I 833
Passives bestärkendes Lernen: Eine einfache Methode zur direkten Einschätzung des Nutzens wurde Ende der 1950er Jahre auf dem Gebiet der adaptiven Kontrolltheorie von Widrow und Hoff (1960)(1) erfunden. Die Idee ist, dass der Nutzen eines Zustands die erwartete Gesamtbelohnung von diesem Zustand ist (genannt die erwartete Belohnung "to-go"). Jeder Versuch liefert eine Stichprobe dieser Menge für jeden besuchten Zustand. Nützlichkeit: Die Nützlichkeit von Zuständen ist nicht unabhängig! Der Nutzen jedes Zustands ist gleich seiner eigenen Belohnung plus dem erwarteten Nutzen seiner Nachfolgezustände. Das heißt, die Nutzenwerte folgen den Bellman-Gleichungen für eine festgesetzte Richtlinie. (>Werte/KI-Forschung).
Problem: Durch das Ignorieren der Verbindungen zwischen Zuständen verpasst die direkte Einschätzung des Nutzens Gelegenheiten zum Lernen.
Norvig I 834
Adaptive Dynamische Programmierung/ADP: Ein Software-Agent für die adaptive dynamische Programmierung (oder ADP) macht sich die Beschränkungen zwischen den Nutzwerten der Zustände zunutze, indem er das Übergangsmodell lernt, das sie verbindet und den entsprechenden Markov-Entscheidungsprozess mithilfe einer dynamischen Programmierungsmethode löst. Alternativ können wir den Ansatz der modifizierten "Policy-Iteration" (...) verwenden, wobei wir einen vereinfachten Wertiterationsprozess verwenden, um die Einschätzung des Nutzens nach jeder Änderung des gelernten Modells zu aktualisieren.
Norvig I 836
Temporal Difference Learning/TD: Alle TD-Methoden funktionieren, indem die Einschätzungen des Nutzens in Richtung des idealen Gleichgewichts angepasst werden, das lokal gilt, wenn die Einschätzungen des Nutzens korrekt sind.
Norvig I 839
B. Aktives bestärkendes Lernen: Ein passiv-lernender Software-Agent hat eine feste Richtlinie, die sein Verhalten bestimmt. Ein aktiver Software-Agent muss entscheiden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Zunächst muss der Software-Agent ein vollständiges Modell mit Ergebniswahrscheinlichkeiten für alle Aktionen lernen, (...). Als Nächstes müssen wir die Tatsache berücksichtigen, dass der Software-Agent eine Auswahl an Aktionen hat. Die Nutzwerte, die er lernen muss, sind diejenigen, die durch die optimale Richtlinie definiert sind; sie folgen den >Bellman-Gleichungen (...) Die letzte Frage ist, was bei jedem Schritt zu tun ist. Nachdem der Software-Agent eine Nutzenfunktion U erhalten hat, die für das gelernte Modell optimal ist, kann der Software-Agent durch einen vorausschauenden Blick in einem Schritt eine optimale Aktion extrahieren, um den erwarteten Nutzen zu maximieren. Alternativ dazu kann er, wenn er die "Policy-Iteration" verwendet, bereits die optimale Richtlinie verwenden, so dass er einfach die Aktion ausführen sollte, die die optimale Richtlinie empfiehlt.
Norvig I 843
Q-Lernen: Es gibt eine alternative Methode des "Temporal Difference Learning" (TD-Lernen), genannt Q-Lernen, die anstelle von Lernnutzwerten eine Aktions-Nutzwert-Darstellung lernt. Ein TD-Software-Agent, der eine Q-Funktion lernt, benötigt kein Modell der Form P(s'| s, a), weder für das Lernen noch für die Aktionsauswahl. Aus diesem Grund wird Q-Lernen als eine modellfreie Methode bezeichnet.
Norvig I 845
Funktionsapproximation: bedeutet einfach die Verwendung einer beliebigen Darstellung für die Q-Funktion, die nicht einer Nachschlagetabelle entspricht. Die Darstellung wird als Näherung (=Approximation) angesehen, weil es nicht unbedingt der Fall sein muss, dass die wahre Nutzenfunktion oder Q-Funktion in der gewählten Form dargestellt werden kann.
Norvig I 846
Verallgemeinerung: Die durch einen Funktions-Approximator erreichte Kompression erlaubt es dem Lernenden, von Zuständen, die er erreicht hat, zu Zuständen, die er nicht erreicht hat, zu verallgemeinern. Das heißt, der wichtigste Aspekt der Funktionsapproximation ist nicht, dass sie weniger Platz benötigt, sondern dass sie eine induktive Verallgemeinerung über Eingabezustände ermöglicht.
Norvig I 848
Richtlinien (engl. policies): eine Richtlinie π ist eine Funktion, die Zustände auf Aktionen abbildet. (...) wir könnten π durch eine Sammlung von parametrisierten Q-Funktionen darstellen, eine für jede Aktion und die Aktion mit dem höchsten vorhergesagten Wert durchführen (...). Wenn die Richtlinie durch Q-Funktionen dargestellt wird, dann führt die Richtlinien-Suche zu einem Prozess, der Q-Funktionen lernt. Dieser Prozess ist nicht dasselbe wie Q-Lernen! Beim Q-Lernen mit Funktionsapproximation findet der Algorithmus einen Wert von θ, so dass ˆQ θ "nahe" an Q ∗, der optimalen Q-Funktion, liegt. Richtlinien-Suche: Die Richtlinien-Suche hingegen findet einen Wert von θ, der zu einer guten Leistung führt (...).
VsRichtlinien-Suche: Probleme: Ein Problem bei der Darstellung von Richtlinien dieser Art (...) ist, dass die Richtlinie eine diskontinuierliche Funktion der Parameter ist, wenn die Aktionen diskret sind.
Lösung: Das bedeutet, dass sich der Wert der Richtlinie auch diskontinuierlich ändern kann, was die gradientenbasierte Suche erschwert. Aus diesem Grund verwenden Richtlinien-Suchmethoden oft eine stochastische Richtlinien-Repräsentation πθ(s, a), die die Wahrscheinlichkeit der Auswahl einer Aktion a im Zustand s angibt.
Norvig I 854
Geschichte des bestärkenden Lernens: Turing (1948(2), 1950(3)) schlug den Ansatz des bestärkenden Lernens vor, obwohl er von dessen Wirksamkeit nicht überzeugt war und schrieb: "Der Einsatz von Strafen und Belohnungen kann bestenfalls ein Teil des Lehrprozesses sein". Arthur Samuels Werk (1959)(4) war wahrscheinlich die früheste erfolgreiche Forschung zum maschinellen Lernen. Etwa zur gleichen Zeit trainierten Forscher in der Theorie der adaptiven Steuerung (Widrow und Hoff, 1960)(1), aufbauend auf Arbeiten von Hebb (1949)(5), einfache Netzwerke mit Hilfe der Delta-Regel. Die cart-pole-Arbeit ("cart-pole" dt. inverses Pendel) von Michie und Chambers (1968)(6) kann ebenfalls als eine Methode des bestärkenden Lernens mit einem Funktions-Approximator angesehen werden. Die psychologische Literatur zum bestärkenden Lernen ist viel älter; Hilgard und Bower (1975)(7) geben einen guten Überblick. Neurowissenschaften: Der neurowissenschaftliche Text von Dayan und Abbott (2001)(8) beschreibt mögliche neuronale Implementierungen des Temporal Difference Learning, während Dayan und Niv (2008)(9) die neuesten Erkenntnisse aus neurowissenschaftlichen und verhaltenswissenschaftlichen Experimenten zusammenfassen.
Markov-Entscheidungsprozess: Die Verbindung zwischen bestärkendem Lernen und Markov-Entscheidungsprozessen wurde erstmals von Werbos (1977)(10) hergestellt, jedoch geht die Entwicklung des bestärkenden Lernens in der KI auf Arbeiten an der University of Massachusetts in den frühen 1980er Jahren zurück (Barto et al., 1981)(11). Die Arbeit von Sutton (1988) bietet einen guten historischen Überblick.
Temporal Difference Learning (TD Lernen): Die Kombination des TD-Lernens mit der modellbasierten Generierung von simulierten Erfahrungen wurde in Suttons DYNA-Architektur vorgeschlagen (Sutton, 1990)(12). Die Idee des priorisierten "Sweepings" wurde unabhängig davon von Moore und Atkeson (1993)(13) eingeführt sowie von
Norvig I 855
Peng und Williams (1993)(14). Q-Lernen: wurde in Watkins' Doktorarbeit (1989)(15) entwickelt, während SARSA (state-action-reward-state-action) in einem technischen Bericht von Rummery und Niranjan (1994)(16) erschien.
Funktionsapproximation: Die Funktionsapproximation beim bestärkenden Lernen geht auf die Arbeit von Samuel zurück, der sowohl lineare als auch nichtlineare Bewertungsfunktionen verwendete und auch Methoden zur Merkmalsauswahl einsetzte, um den Merkmals-CMAC-Raum zu reduzieren. Zu den späteren Methoden gehören das CMAC (Cerebellar Model Articulation Controller) (Albus, 1975)(17), das im Wesentlichen eine Summe sich überlappender lokaler Kernfunktionen ist und die assoziativen neuronalen Netze von Barto et al. (1983)(18). Neuronale Netze sind derzeit die populärste Form der Funktionsapproximation. Die bekannteste Anwendung ist TD-Gammon (Tesauro, 1992(19), 1995(20)), (...).
Richtlinien-Suche: Methoden zur Richtlinien-Suche wurden von Williams (1992(21)) in den Vordergrund gerückt, der die Algorithmenfamilie REINFORCE entwickelte. Spätere Arbeiten von Marbach und Tsitsiklis (1998)(22), Sutton et al. (2000)(23) und Baxter und Bartlett (2000)(24) verstärkten und verallgemeinerten die Konvergenzergebnisse für die Richtlinien-Suche. Die Methode der korrelierten Probeentahme für den Vergleich verschiedener Konfigurationen eines Systems wurde formal von Kahn und Marshall (1953)(25) beschrieben, scheint aber schon lange vorher bekannt gewesen zu sein. Seine Verwendung beim bestärkenden Lernen geht auf Van Roy (1998)(26) und Ng und Jordan (2000)(27) zurück; letztere führten auch den PEGASUS-Algorithmus ein und bewiesen seine formalen Eigenschaften.
Norvig I 857
Umgekehrtes bestärkendes Lernen: Russell (1998)(28) beschreibt die Aufgabe des umgekehrten bestärkenden Lernens und fand heraus, was die Belohnungsfunktion von einem Beispielpfad durch diesen Zustandsraum sein muss. Dies ist nützlich als Teil des Lernens in der Lehre oder als Teil der wissenschaftlichen Arbeit - wir können ein Tier oder einen Roboter verstehen, indem wir rückwärts von dem, was das Tier oder der Roboter tut, zu dem hinarbeiten, was seine Belohnungsfunktion sein muss.


1. Widrow, B. and Hoff, M. E. (1960). Adaptive switching circuits. In 1960 IRE WESCON Convention
Record, pp. 96–104.
2. Turing, A. (1948). Intelligent machinery. Tech. rep. National Physical Laboratory. reprinted in (Ince,
1992).
3. Turing, A. (1950). Computing machinery and intelligence. Mind, 59, 433–460. 4. Samuel, A. L. (1959). Some studies in machine learning using the game of checkers. IBM Journal of Research and Development, 3(3), 210–229.
5. Hebb, D. O. (1949). The Organization of Behavior. Wiley.
6. Michie, D. and Chambers, R. A. (1968). BOXES: An experiment in adaptive control. In Dale, E. and
Michie, D. (Eds.), Machine Intelligence 2, pp. 125–133. Elsevier/North-Holland.
7. Hilgard, E. R. and Bower, G. H. (1975). Theories of Learning (4th edition). Prentice-Hall.
8. Dayan, P. and Abbott, L. F. (2001). Theoretical Neuroscience: Computational and Mathematical Modeling of Neural Systems. MIT Press.
9. Dayan, P. and Niv, Y. (2008). Reinforcement learning and the brain: The good, the bad and the ugly.
Current Opinion in Neurobiology, 18(2), 185–196.
10. Werbos, P. (1977). Advanced forecasting methods for global crisis warning and models of intelligence. General Systems Yearbook, 22, 25–38.
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Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Chance Lewis V 65
Chance/Wahrscheinlichkeit/kontrafaktisches Konditional//KoKo/mögliche Welt/MöWe/Lewis: es ist legitim, im Antezedens des kontrafaktischen Konditionals Chancen zu erwähnen - weil Wahrscheinlichkeit eine objektive Eigenschaft der Welt sind - dann kann man sagen, dass es eine gewisse Chance für C gibt, auch wenn diese Chance unerfüllt ist - das ist ein Gegenbeispiel für die angebliche Inkompatibilität - Fazit: wir sollten sagen, dass es eine winzige Chance für Konvergenz (dass die mögliche Welt so aussähe wie die wirkliche Welt) gegeben hätte, auch wenn Nixon den Knopf gedrückt hätte.
V 91
Chance/Lewis: a) zeitlich: Bsp im Labyrinth: abhängig vom Ort, wie lange wir noch brauchen - b) zeitlos: Bsp radioaktiver Zerfall. "Endpunkt-Chance": erwähnt Zeit nicht - Chance ist abhängig von möglichen Welten (wo man sich im Labyrinth befindet) - Chance: Funktion von drei Argumenten: Proposition, Zeit, Welt.
V 98
Def Chance/Jeffrey: (1965)[1]: ist eine objektivierte subjektive Wahrscheinlichkeit.
V 99
Def Objektivierung: (im Hinblick auf eine Partition einer gegebenen Welt): die Wahrscheinlichkeitsverteilung, die man aus einer Glaubensfunktion erhält, indem man über das Element der Partition konditionalisiert (das Konditional bildet) - Objektivierter Glaube: ist das Glaubenskonditional auf der Wahrheit - (nur so viel Wahrheit, wie von dem Element abgedeckt wird) - welches Element gilt, ist kontingent und hängt nicht davon ab, was wir denken - ein Element: ist die Äquivalenzklasse von Welten in Bezug auf Gleichheit der Tatsachen bis vor t und der Abhängigkeit der Chancen von der Vorgeschichte - ((s) D.h. "in allen möglichen Welten, in denen diese Vorgeschichte gilt...wird...").
V 130
Chance/zulässige Information/Lewis: Problem: unter der gegenwärtigen Analyse ist Info über gegenwärtige Chancen eine verkleidete Form unzulässiger Information über zukünftige Geschichte.

1. Richard Jeffrey [1965]: The Logic of Decision. New York: McGraw-Hill

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Determinismus Lewis V 37
Determinismus/Lewis: es ist nicht sicher, dass unsere Welt undeterministisch ist. - Sicherer ist die Asymmetrie - diese könnten auch unter deterministischen Bedingungen zustande kommen.
V 45
Determinismus/mögliche Welt/MöWe/Lewis: es ist falsch, dass zwei deterministische mögliche Welten sich nur wenig voneinander unterscheiden würden. - Sie können sich genauso schnell auseinander entwickeln wie indeterministische. - Es gibt sehr viele Wahrscheinlichkeiten für kleine Differenzen, die sich zu großen entwickeln.
V 58
Indeterminismus/Lewis: sollte nicht aus dem Messproblem der Quantenmechanik abgeleitet werden - dieses ist eine Frivolität - zu anthropozentrisch. - Stattdessen: offensichtlich auch in radioaktiven Zerfallsprozessen - das erlaubt aber auch deterministische Enklaven in der Welt. Mögliche Welt/Asymmetrie: einfacher: jetzt brauchen wir keine kleinen Wunder mehr, um Abweichungen zu begründen - Konvergenz: hier bleibt das Problem das gleiche. - ((s) Sie ist mit und ohne Determinismus schwer zu begründen.) - Variante: perfekte Konvergenz: ist mit dem Indeterminismus schwerer zu erklären.
V 120
LewisVsDeterminismus: was soll es dann heißen, dass eine Münze fair ist?
V 162
Determinismus/Verursachung/Kausalität/Lewis: hier: nicht universelle Verursachung, sondern - hier pro: in dem Sinn, dass es nicht zwei mögliche Welten gibt, die bis zu einem Zeitpunkt genau gleich sind und danach differieren, ohne dass die Gesetze dabei verletzt werden. Indeterminismus/Lewis: nicht Vs, sondern Problem: die Analyse mit >kontrafaktischen Konditionalen wird nicht alle Fälle abdecken.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Erklärungen Hacking I 98 ff
Gute Erklärung/Hacking: Eine gute Erklärung zeigt Zusammenhang. Aber: Dieselben Entitäten können immer anders erklärt werden. Daher: VsReichenbach/VsSalmon: Dass man auf verschiedenen Wegen zur selben Zahl kommt, beweist nichts - petitio principii.
I 98
Wirklichkeit gehört nicht zur Erklärung.
I 100
Daraus folgt: VsKonvergenztheorie: Konvergenz ist nur kumulativ und selbst keine Ausrichtung auf Konvergenz.
I 103
VsPopper: Erfolg ist keine Bestätigung einer Erklärung. Er zeigt höchstens, dass wir vernünftig in einer vernünftigen Welt sind. (> Angemessenheit, wie Aristoteles).

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Ethik Yudkowsky Bostrom I 259
Ethik/Moral/Superintelligenz/Yudkowsky: Yudkowsky hat vorgeschlagen, einer Ausgangs-KI das Endziel zu geben, den "kohärenten extrapolierten Willen" (CEV) der Menschheit zu verwirklichen, den er wie folgt definiert: Def CEV/Yudkowsky: Unser "kohärentes extrapoliertes Wollen" ist unser Wunsch, wenn wir mehr wüssten, schneller dächten, mehr die Menschen wären, die wir gerne wären, wenn wir enger zusammen aufgewachsen wären; wo die Extrapolation unserer Wünsche konvergiert statt zu divergieren, wo unsere Wünsche kohärent sind statt sich zu stören; wenn sie extrapoliert werden, wie wir es wünschen, dass sie extrapoliert werden, dass sie interpretiert werden, wie wir es wünschen, dass sie interpretiert werden.
((s)VsYudkowsky: (1) Hier wird die stillschweigende Annahme getroffen, dass moralische Entscheidungen dem Fortschritt unterworfen sind.
(2) Moralische Entscheidungen sollten nicht von Mehrheiten abhängig gemacht werden.
(3) Die Forderung nach Konvergenz der Gemeinschaften ignoriert das Recht auf individuelle Autonomie.
>Ethik/Superintelligenz//Bostrom.

Bostrom I
Nick Bostrom
Superintelligence. Paths, Dangers, Strategies Oxford: Oxford University Press 2017
Fahrlässigkeit Experimentelle Ökonomik Parisi I 92
Fahrlässigkeit/Experimentelle Ökonomik/Sullivan/Holt: Ökonomische Experimente sind besonders wertvoll, um einen empirischen Einblick in die Anreizeffekte verschiedener Haftungsregime zu erhalten. Eine frühe Studie von Kornhauser und Schotter (1990)(1) illustriert das typische Design. Die Versuchspersonen hatten die Aufgabe, individuelle Entscheidungen in einer abstrakten Entscheidungsumgebung zu treffen, die der grundlegenden Sorgfaltsentscheidung bei einem Unfall mit nur einem Akteur entsprach. Über mehrere Runden des Experiments wurden die Versuchspersonen dem Risiko eines zufälligen Ereignisses (Unfallverletzung eines Dritten) ausgesetzt, das mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintrat, die die Versuchsperson durch Investition in eine kostspielige Ressource (Vorsicht im Verhalten) reduzieren konnte. In jeder Periode, in der das Ereignis eintrat, wurde der Verdienst der Versuchsperson (Delikthaftung für die Verletzung) gemäß einer abstrakten Darstellung eines gegebenen Haftungsregimes (Fahrlässigkeit, Gefährdungshaftung, etc.) reduziert. Ergebnisse: (...) die beobachteten Sorgfaltsniveaus konvergierten schnell zur theoretischen Vorhersage unter einem Fahrlässigkeitsstandard, bei dem die Probanden nur dann für Verletzungen haftbar waren, wenn sie weniger als ein festgelegtes Maß an Sorgfalt walten ließen. Effiziente Sorgfalt kann also durch eine geeignete Wahl des Fahrlässigkeitsstandards gefördert werden. Im Gegensatz dazu konvergierten die Probanden unter einem strengen Haftungsstandard, bei dem kein Grad an Sorgfalt ausreicht, um der Haftung für eine Verletzung zu entgehen, während des Experiments nie zum effizienten Sorgfaltsniveau.
Unfälle mit zwei Akteuren: Wittman et al. (1997)(2) erweitern die Untersuchung auf Unterarten der Fahrlässigkeitshaftung in einem verwandten Experiment zu Unfällen mit zwei Beteiligten. Die Konvergenz zu einem gleichgewichtigen (und effizienten) Sorgfaltsniveau wird bei komparativer Fahrlässigkeit schneller beobachtet als bei mitwirkender Fahrlässigkeit,* was vielleicht die intuitivere Zuteilungsregel der komparativen Fahrlässigkeit oder die Verwischung von Anreizeffekten unter dem System der komparativen Schuld widerspiegelt. In jedem Fall wird beobachtet, dass ein Haftungsausschluss unter beiden Fahrlässigkeitsstandards liegt.
Experimente/Probleme: (...) eine zuverlässige Replikation der wichtigsten Ergebnisse fehlt derzeit. ...
VsKornhauser/VsSchotter: ... Im Gegenteil, ein aktuelles Experiment zu Unfällen mit einem Akteur von Angelova et al. (2013)(4) berichtet von stabilen und gleichwertigen Niveaus von Sorgfalt unter
Parisi I 93
Fahrlässigkeit und Gefährdungshaftung - eine Schlussfolgerung, die nicht mit der von Kornhauser und Schotter (1990)(1) übereinstimmt. Experimente/Methode/Probleme: Ein weiteres Thema, das mehr Aufmerksamkeit verdient, ist die Diskussion über Lernen und Konvergenz zum Gleichgewicht in dieser Literatur. Wenn effiziente Niveaus von Sorgfalt tatsächlich etwas sind, das in der Praxis durch Erfahrung erlernt werden muss, dann könnte die seltene und idiosynkratische Natur vieler Unfallverletzungen implizieren, dass Experimente besser auf das Verhalten unerfahrener Subjekte außerhalb des Gleichgewichts fokussiert werden sollten, wenn die relative Effizienz verschiedener Haftungsstandards betrachtet wird.
Verhalten/Anreize: (...) experimentelle Arbeiten sind erforderlich zu der eng damit zusammenhängenden Frage, wie unterschiedliche Schadensersatzregeln Anreize für das Verhalten unter einem bestimmten Haftungsstandard setzen (z. B. Engel und Eisenberg, 2014)(5).
Fahrlässigkeit: Die experimentelle Ökonomik kann auch ein Fenster für die Untersuchung von Fragen bieten, wie Haftungsentscheidungen unter dem Fahrlässigkeitsstandard getroffen werden. Sowohl in der berüchtigten Formel von Learned Hand zum Vergleich von Nutzen und erwartetem Verlust als auch in der traditionelleren Definition der "reasonably prudent person" (dt. vernünftig vorsichtige Person) zwingt der Fahrlässigkeitsstandard den Tatsachenfinder, die Ex-ante-Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Verletzung unter dem Verhalten des Beklagten zu berücksichtigen.** Vgl. >Haftungsrecht/Learned Hand.
Einsicht/Experimente: Leider deuten zahlreiche experimentelle Belege darauf hin, dass Menschen bei dieser Art der Ex-post-Bewertung von Ex-ante-Wahrscheinlichkeiten nicht sehr gut sind. Ein besonders unangenehmes Problem ist die Verzerrung in der Einsicht - die Tendenz von Menschen, die das Ergebnis eines zufälligen Ereignisses beobachten, die Ex-ante-Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieses Ergebnisses zu überbewerten (Fischhoff, 1975(7); Slovic und Fischhoff, 1977(8)).
Information/Introspektion: Eine eng damit zusammenhängende Beobachtung in wirtschaftswissenschaftlichen Experimenten ist die allgemeine Unfähigkeit informierter Subjekte, die Urteile relativ uninformierter Subjekte introspektiv zu reproduzieren, selbst wenn ein Anreiz besteht, dies zu tun - ein Phänomen, das als Fluch des Wissens bezeichnet wird (Camerer, Loewenstein und Weber, 1989(9)). >Experimente/Experimentelle Ökonomik.

* Für einen Hintergrund und Kommentar zu dieser Unterscheidung, siehe Schwartz (1978)(3).

** Zipursky (2007)(6) liefert sowohl Kontext als auch provokative Kommentare zu
diese konkurrierenden Formulierungen des Sorgfaltsmaßstabs bei Fahrlässigkeit.


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3. Schwartz, G. T. (1978). “Contributory and Comparative Negligence: A Reappraisal.” Yale Law Journal 87(4): 697–727.
4. Angelova, V., O. Armantier, G. Attanasi, and Y. Hiriart (2013). “Relative Performance of Liability Rules: Experimental Evidence.” Theory and Decision 77(4): 531–556.
5. Eisenberg, T. and C. Engel (2014). “Assuring Civil Damages Adequately Deter: A Public Good Experiment.” Journal of Empirical Legal Studies 11(2): 301–349.
6. Zipursky, B. C. (2007). “Sleight of Hand.” William and Mary Law Review 48: 1999–2041.
7. Fischhoff, B. F. (1975). “Hindsight ≠ Foresight: the Effect of Outcome Knowledge on Judgment under Uncertainty.” Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance 1(3): 288–299.
8. Slovic, P. and B. Fischhoff (1977). “On the Psychology of Experimental Surprises.” Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance 3(4): 544–551.
9. Camerer, C., G. Loewenstein, and M. Weber (1989). “The curse of knowledge in economic settings: An experimental analysis.” Journal of Political Economy 97(5): 1232–1254.


Sullivan, Sean P. and Charles A. Holt. „Experimental Economics and the Law“ In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Falschinformation Wirtschaftstheorien Kranton I 423
Falschinformationen/Fake News/Wirtschaftstheorien: ((s) Der Begriff "Fake News" wird von den zitierten Autoren nicht verwendet). In einem Satz von Modellen verbreiten sich Meinungen wie Krankheiten, d.h. Individuen werden durch den Kontakt mit einem anderen Mittler mit dieser Krankheit infiziert (siehe z.B. Kapitel 7 von Jackson, 2008)(1). Solche Diffusionsprozesse werden auch in den Bereichen Informatik, statistische Physik und Soziologie untersucht. In solchen Modellen sind voreingenommene Mittler immer dann besser dran, wenn es mehr von ihnen gibt (...). In einem zweiten Satz von Modellen baut die Meinungsbildung in sozialen Netzwerken auf DeGroot (1974)(2) auf. Mittler, mit möglicherweise unterschiedlichem vorherigen Glauben, "tauschen" wiederholt ihre Überzeugungen mit ihren Nachbarn aus und nehmen eine Statistik (z.B. den gewichteten Durchschnitt) der Meinungen ihrer Nachbarn an. Solche Mittler berücksichtigen nicht die Wiederholung von Informationen, die sich über ein Netzwerk verbreiten können, was zu einem Überzeugungsvorurteil führt, wie von DeMarzo et al. (2003)(3) erwähnt.
Golub und Jackson (2010)(4) finden ausreichende Netzwerkbedingungen, unter denen eine solche naive Regel zur Konvergenz mit der Wahrheit führt - es kann keine prominenten Gruppen geben, die beispielsweise überproportional Einfluss haben.
Forschungen zum Bayes'schen Lernen in Netzwerken (z.B. Bala und Goyal, 1998(5); Gale und Kariv, 2003 (6); Acemoglu et al., 2011(7)) charakterisieren die Konvergenz oder Nichtkonvergenz zu gemeinsamen Meinungen für verschiedene Netzwerkarchitekturen.
Eine neue Literatur untersucht die Anreize des Einzelnen, private Informationen an andere weiterzugeben. Niehaus (2011)(8) fügt dem Informationsaustausch Kosten hinzu; ein Mittler wird den Nutzen für seine Freunde und Nachbarn gegen die persönlichen Kosten abwägen.
Andere Artikel untersuchen den Einfluss in Netzwerken; Mittler haben alle private Informationen und auch einen Anreiz, ihre Informationen weiterzugeben, weil Mittler beispielsweise davon profitieren, wenn andere die gleiche Aktion ergreifen (Hagenbach und Koessler, 2010(9); Galeotti et al., 2013(10); Calvo-Armengol et al., 2015(11)).
Chatterjee und Dutta (2016)(12)[sind wahrscheinlich der Arbeit von Bloch, Demange und Kranton 2018(13) am nächsten]. [Ihr Beitrag konzentriert sich] auf die Glaubwürdigkeit von Nachrichten, die von Mittlern in einem sozialen Netzwerk empfangen werden, wenn die Nachricht falsch sein kann.
Kranton I 424
(...) dieser Artikel zeigt eine Situation, in der Informationen nicht weit verbreitet sind, und unvoreingenommene Mittler strategisch Informationen verbreiten, damit eine korrekte öffentliche Entscheidung getroffen wird. Ein Großteil an Wirtschaftsliteratur untersucht auch die Übertragung und Kommunikation von Informationen durch die Beobachtung der Handlungen anderer Akteure. Die Beobachtung hilft, den wahren Zustand der Welt zu erkennen.
Wissen oder Informationen verbreiten sich kostenlos (Banerjee, 1992(14), 1993(15); Bikhchandani et al., 1992(16)), oder gelangen zu anderen hinüber, wie z.B. wenn Menschen den Einsatz einer neuen Technologie durch andere beobachten (z.B. Foster und Rosenzweig, 1995(17); Conley und Udry, 2010(18)). In diesen Modellen beeinflussen Individuen zwar andere durch ihr Handeln, ziehen aber keinen Nutzen daraus, sie zu beeinflussen, und im Gegensatz zu [dem Artikel von Bloch, Demange, Kranton 2018 (13)] ist jede Entscheidung zur Kommunikation nicht strategisch. >Netzwerkmodelle/Kranton, >Kommunikationsmodelle/Kranton, >Kommunikationsfilter/Kranton, >Falschinformation/Kranton.


1. JACKSON, M., Social and Economic Networks (Princeton: Princeton University Press, 2008).
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11. CALVO´ -ARMENGOL,A., J. DEMART´I, ANDA. PRAT, “Communication and Influence,” Theoretical Economics 10 (2015), 649–90.
12. CHATTERJEE, K., AND B.DUTTA, “Credibility and Strategic Learning in Networks,” International Economic Review 57 (3) (2016), 759–86.
13. BLOCH, F., G. DEMANGE, AND R. KRANTON, "Rumors And Social Networks," International Economic Review, Department of Economics, University of Pennsylvania and Osaka University Institute of Social and Economic Research Association, vol. 59(2)(2018), pages 421-448, May.
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17. FOSTER, A., AND M. ROSENZWEIG, “Learning by Doing and Learning from Others: Human Capital and Technical Change in Agriculture,” Journal of Political Economy 103 (1995), 1176–209.
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Kranton I
Rachel E. Kranton
Francis Bloch
Gabrielle Demange,
Rumors And Social Networks 2018

Kranton II
Rachel E. Kranton
George A. Akerlof
Identity Economics: How Our Identities Shape Our Work, Wages, and Well-Being Princeton 2011
Gemeinschaft Blackburn Esfeld I 119
Gemeinschaft/Individuen/Simon Blackburn: (S. Blackburn, "The Indivdual strikes back", Synthese, vol 58, No. 3, 1984 pp. 281-301): These: Mitglieder einer Gemeinschaft verhalten sich zueinander wie zeitliche Phasen eines Individuums. (Korrekturen sind möglich). Privatsprache/Regelfolgen/BlackburnVsKripke/BlackburnVsWittgenstein: Daher kann ein Individuum isoliert betrachtet genauso Regeln folgen wie eine Gemeinschaft.
KripkeVs: jemand könnte gestern der Addition gefolgt sein und heute der Quaddition folgen. Im Lichte der Regel, der sie jetzt zu folgen versucht, kann sie frühere Handlungen als korrekt/inkorrekt beurteilen, aber was auch immer ihr in diesen Urteilen jetzt korrekt /inkorrekt scheint, das ist korrekt oder inkorrekt.
I 120
EsfeldVsBlackburn: eine soziale Lösung steht für den isolierten Skeptiker nicht zur Verfügung. (Sanktionen). Es kann keine Konvergenz ausgehandelt werden. Die gegenwärtigen Dispositionen haben immer eine privilegierte Stellung! Dasselbe gilt für die Simulation einer anderen Person: sie kann keine Rückmeldung geben.
I 121
Privatsprache/Regelfolgen/Esfeld: zweiter Grund, warum ein Individuum in Isolation keine Nicht Übereinstimmung feststellen kann: ich mag jetzt nicht disponiert sein, eine Eigenschaft F zu prädizieren, früher aber schon (wobei sich das betreffende Ding nicht geändert habe). Problem: wieso ist das nicht ein Fall von Nicht Übereinstimmung mit mir selbst.
Pointe: was als Veränderung eines Dings zählt, ist nicht unabhängig davon bestimmt, dass begrifflicher Inhalt bestimmt ist. Um den Wechsel festzustellen, muss begrifflicher Inhalt bestimmt sein.

Blckbu I
S. Blackburn
Spreading the Word : Groundings in the Philosophy of Language Oxford 1984

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Inflation Targeting Stansbury Summers I
Inflation Targeting/Zinsen/Säkulare Stagnation/Zentralbank/Summers/Stansbury: Konventionelle politische Diskussionen wurzeln in der (inzwischen alten) neo-keynesianischen Tradition, makroökonomische Probleme als Ausdruck von Reibungen zu betrachten, die die Konvergenz zu einem klassischen marktgerechten Gleichgewicht verlangsamen. Die Idee ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation, einem sinkenden neutralen Realzins und einer effektiven Untergrenze der Nominalzinsen die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung verhindern kann. Nach dieser Ansicht ist alles, was zur Senkung der Realzinsen getan werden kann, konstruktiv, und mit ausreichender Zinsflexibilität kann die säkulare Stagnation überwunden werden. Da das unmittelbare Problem in den überhöhten Realzinsen besteht, ist es selbstverständlich, zuerst auf die Zentralbanken und die Geldpolitik zu schauen, um eine Lösung zu finden. Die nahezu universelle Tendenz der Zentralbanker bestand darin, das Zusammenfallen von sehr niedrigen Realzinsen und nicht beschleunigter Inflation als Beweis für den Rückgang des neutralen Realzinses zu interpretieren und konventionelle geldpolitische Rahmenbedingungen mit einem veränderten neutralen Realzins zu verwenden. Der Anteil der zinssensiblen Gebrauchsgütersektoren am BIP ist zurückgegangen. Die Bedeutung von gezielten Spareffekten hat mit sinkenden Zinsen zugenommen, während die negativen Auswirkungen von Zinssenkungen auf das verfügbare Einkommen mit dem Anstieg der Staatsverschuldung zugenommen haben. Sinkende Zinsen im aktuellen Umfeld untergraben die Kapitalposition der Finanzintermediäre und damit ihre Kreditkapazität.
Im ominösesten Fall, bei dem Zinssenkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, kann es sein, dass es keinen Realzins gibt, der mit der vollen Ressourcennutzung vereinbar ist. Auch wenn Zinssenkungen an allen Stellen die Nachfrage unmittelbar erhöhen, gibt es erheblichen Grund zur Sorge, wenn dieser Effekt schwach ist.
Aus makroökonomischer Sicht fördern niedrige Zinsen den Verschuldungsgrad und die Vermögensblasen, indem sie die Fremdkapitalkosten und Diskontierungsfaktoren senken und die Anleger ermutigen, nach Rendite zu streben. Fast jede Darstellung der Finanzkrise 2008 weist den Folgen der sehr niedrigen Zinssätze, die Anfang der 2000er Jahre herrschten, zumindest eine gewisse Rolle zu. Aus mikroökonomischer Sicht beeinträchtigen niedrige Zinsen die Gesundheit der Finanzintermediäre, indem sie ihre Rentabilität verringern und die effiziente Kapitalallokation behindern, indem sie es selbst den schwächsten Unternehmen ermöglichen, Schuldendienstverpflichtungen nachzukommen. Außerdem können sie den Wettbewerb behindern, indem sie etablierte Unternehmen bevorzugen.
Diese Überlegungen legen nahe, dass die Senkung der Zinssätze als Reaktion auf die säkulare Stagnation nicht nur unzureichend, sondern sogar kontraproduktiv sein könnte. (...) Die Rolle bestimmter Reibungen und Rigiditäten bei der Stützung von Konjunkturschwankungen sollte im Vergleich zu einem grundlegenderen Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage heruntergespielt werden. Wenn die Senkung der Zinssätze unzureichend oder kontraproduktiv ist, ist der Einfallsreichtum der Zentralbanker bei der Lockerung der Geldpolitik in einem Umfeld säkularer Stagnation genau das, was nicht gebraucht wird. Was wir brauchen, sind Geständnisse der Ohnmacht, um die Bemühungen der Regierungen zur Förderung der Nachfrage durch Finanzpolitik und andere Mittel anzuregen.


Summers, Lawrence H. & Anna Stansbury: Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08




Gegenargumente gegen Summers und Stansbury:

Taylor III
Inflation Targeting/Zinsen/Zentralbank/Löhne/Ökonomie/TaylorVsSummers/TaylorVsStansbury/Lance Taylor: Was die Inflation betrifft, so ignorieren sowohl die Zentralbanken als auch [Summers und Stansbury] die Fakten, dass die Inflation ein kumulativer Prozess ist, der von widersprüchlichen Ansprüchen auf Einkommen und Vermögen getrieben wird, und dass in den letzten fünf Jahrzehnten Gewinne fast alle Forderungen erfasst haben. Betrachten Sie den realen "Produktlohn", den Nominal- oder Geldlohn geteilt durch einen Erzeugerpreisindex (PPI), um die Kosteninflation zu korrigieren, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Angenommen, es gibt ein anfängliches Inflationsgleichgewicht (...). Der Vorschlag von [Summers und Stansbury], die Fiskalpolitik zur Stimulierung der Gesamtnachfrage zu nutzen, würde die Inflationskurve nach oben treiben (...) mit einer schnelleren Inflation und einem etwas niedrigeren Lohnanteil im Makrogleichgewicht (...) entlang des stabilen Aktienplans. Angesichts des Verschwindens von NAIRU [Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment] in den letzten zwei Jahrzehnten ist nicht klar, wie stark diese Aufwärtsbewegung sein könnte. >Inflation Targeting/Taylor.


Taylor, Lance: Central Bankers, Inflation, and the Next Recession, in: Institute for New Economic Thinking (03/09/19), URL: http://www.ineteconomics.org/perspectives/blog/central-bankers-inflation-and-the-next-recession
Inflation Targeting Summers Summers I
Inflation Targeting/Zinsen/Säkulare Stagnation/Zentralbank/Summers/Stansbury: Konventionelle politische Diskussionen wurzeln in der (inzwischen alten) neukeynesianischen Tradition, makroökonomische Probleme als Ausdruck von Reibungen zu betrachten, die die Konvergenz zu einem klassischen marktgerechten Gleichgewicht verlangsamen. Die Idee ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation, einem sinkenden neutralen Realzins und einer effektiven Untergrenze der Nominalzinsen die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung verhindern kann. Nach dieser Ansicht ist alles, was zur Senkung der Realzinsen getan werden kann, konstruktiv, und mit ausreichender Zinsflexibilität kann die säkulare Stagnation überwunden werden. Da das unmittelbare Problem in den überhöhten Realzinsen besteht, ist es selbstverständlich, zuerst auf die Zentralbanken und die Geldpolitik zu schauen, um eine Lösung zu finden. Die nahezu universelle Tendenz der Zentralbanker bestand darin, das Zusammenfallen von sehr niedrigen Realzinsen und nicht beschleunigter Inflation als Beweis für den Rückgang des neutralen Realzinses zu interpretieren und konventionelle geldpolitische Rahmenbedingungen mit einem veränderten neutralen Realzins zu verwenden. Der Anteil der zinssensiblen Gebrauchsgütersektoren am BIP ist zurückgegangen. Die Bedeutung von gezielten Spareffekten hat mit sinkenden Zinsen zugenommen, während die negativen Auswirkungen von Zinssenkungen auf das verfügbare Einkommen mit dem Anstieg der Staatsverschuldung zugenommen haben. Sinkende Zinsen im aktuellen Umfeld untergraben die Kapitalposition der Finanzintermediäre und damit ihre Kreditkapazität.
Im ominösesten Fall, bei dem Zinssenkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, kann es sein, dass es keinen Realzins gibt, der mit der vollen Ressourcennutzung vereinbar ist. Auch wenn Zinssenkungen an allen Stellen die Nachfrage unmittelbar erhöhen, gibt es erheblichen Grund zur Sorge, wenn dieser Effekt schwach ist.
Aus makroökonomischer Sicht fördern niedrige Zinsen den Verschuldungsgrad und die Vermögensblasen, indem sie die Fremdkapitalkosten und Diskontierungsfaktoren senken und die Anleger ermutigen, nach Rendite zu streben. Fast jede Darstellung der Finanzkrise 2008 weist den Folgen der sehr niedrigen Zinssätze, die Anfang der 2000er Jahre herrschten, zumindest eine gewisse Rolle zu. Aus mikroökonomischer Sicht beeinträchtigen niedrige Zinsen die Gesundheit der Finanzintermediäre, indem sie ihre Rentabilität verringern und die effiziente Kapitalallokation behindern, indem sie es selbst den schwächsten Unternehmen ermöglichen, Schuldendienstverpflichtungen nachzukommen. Außerdem können sie den Wettbewerb behindern, indem sie etablierte Unternehmen bevorzugen.
Diese Überlegungen legen nahe, dass die Senkung der Zinssätze als Reaktion auf die säkulare Stagnation nicht nur unzureichend, sondern sogar kontraproduktiv sein könnte. (...) Die Rolle bestimmter Reibungen und Rigiditäten bei der Stützung von Konjunkturschwankungen sollte im Vergleich zu einem grundlegenderen Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage heruntergespielt werden. Wenn die Senkung der Zinssätze unzureichend oder kontraproduktiv ist, ist der Einfallsreichtum der Zentralbanker bei der Lockerung der Geldpolitik in einem Umfeld säkularer Stagnation genau das, was nicht gebraucht wird. Was wir brauchen, sind Geständnisse der Ohnmacht, um die Bemühungen der Regierungen zur Förderung der Nachfrage durch Finanzpolitik und andere Mittel anzuregen.


Summers, Lawrence H. & Anna Stansbury: Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08



Gegenargumente gegen Summers und Stansbury:

Taylor III
Inflation Targeting/Zinsen/Zentralbank/Löhne/Ökonomie/TaylorVsSummers/TaylorVsStansbury/Lance Taylor: Was die Inflation betrifft, so ignorieren sowohl die Zentralbanken als auch [Summers und Stansbury] die Fakten, dass die Inflation ein kumulativer Prozess ist, der von widersprüchlichen Ansprüchen auf Einkommen und Vermögen getrieben wird, und dass in den letzten fünf Jahrzehnten Gewinne fast alle Forderungen erfasst haben. Betrachten Sie den realen "Produktlohn", den Nominal- oder Geldlohn geteilt durch einen Erzeugerpreisindex (PPI), um die Kosteninflation zu korrigieren, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Angenommen, es gibt ein anfängliches Inflationsgleichgewicht (...). Der Vorschlag von [Summers und Stansbury], die Fiskalpolitik zur Stimulierung der Gesamtnachfrage zu nutzen, würde die Inflationskurve nach oben treiben (...) mit einer schnelleren Inflation und einem etwas niedrigeren Lohnanteil im Makrogleichgewicht (...) entlang des stabilen Aktienplans. Angesichts des Verschwindens von NAIRU [Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment] in den letzten zwei Jahrzehnten ist nicht klar, wie stark diese Aufwärtsbewegung sein könnte. >Inflation Targeting/Taylor.



Taylor, Lance: Central Bankers, Inflation, and the Next Recession, in: Institute for New Economic Thinking (03/09/19), URL: http://www.ineteconomics.org/perspectives/blog/central-bankers-inflation-and-the-next-recession

Summers I
Lawrence H. Summers
Anna Stansbury
Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08 23.08. 2019
Junktoren Putnam I (c) 87
Reinterpretation/Putnam: keine Darstellung, sondern Erzeugung. - Bsp klassische Junktoren werden mit Hilfe der intuitionistischen Junktoren nicht dargestellt, sondern die klassischen Theoreme werden erzeugt - Putnam: die Bedeutung der Junktoren ist nach wie vor nichtklassisch, weil diese Bedeutungen mit Hilfe von Beweisbarkeit und nicht von Wahrheit erklärt werden. - Bedeutungsänderung: Bsp angenommen, wir wollten Newtons Gesetze in intuitionistischer Mathematik formulieren, dann müssten wir die reellen Zahlen begrenzen, (z.B. auf die 30. Stelle).
I (c) 88
Dann würden die Junktoren in der klassischen Theorie auf "Beweisbarkeit in B1" und in der anderen auf "Beweisbarkeit in B2" referieren. Dann würden die Junktoren ihre Bedeutung ändern, wenn sich das Wissen ändert.
I (c) 95
Realismus/Putnam: die realistische Auffassung von Junktoren sichert, dass eine Aussage nicht allein deshalb wahr ist, weil sie aus (irgend) einer Theorie folgt.
I (c) 96
Ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn: wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen.
I (c) 97
Wahrheit/Logik/Putnam: die Bedeutung von "wahr" und der Junktoren ist nicht durch deren formale Logik festgelegt - >Holismus/Quine: die Unterscheidung zwischen der ganzen Theorie und einzelnen Aussagenbedeutungen ist nutzlos.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Komplex/Komplexität Norvig Norvig I 712
Komplexität/KI-Forschung/Norvig/Russell: [Eine Möglichkeit, die Komplexität zu reduzieren, ist] die Modellauswahl mit Kreuzvalidierung der Modellgröße. Ein alternativer Ansatz ist die Suche nach einer Hypothese, die direkt die gewichtete Summe
Norvig I 713
des empirische Verlusts und die Komplexität der Hypothese, die wir die Gesamtkosten nennen werden, minimiert: Kosten (h) = EmpVerlust(h) + λ Komplexität (h)
ˆh ∗ = argmin Kosten (h)/h∈H.
Hier ist λ ein Parameter, eine positive Zahl, die als Umrechnungsrate zwischen Verlust und Komplexität der Hypothese (die ja nicht auf der gleichen Skala gemessen werden) dient. Dieser Ansatz kombiniert Verlust und Komplexität in einer Metrik und ermöglicht es uns, sofort die beste Hypothese zu finden.
Regularisierung: Dieser Prozess des expliziten Ahndens komplexer Hypothesen wird Regularisierung genannt (weil er nach einer Funktion sucht, die regelmäßiger bzw. weniger komplex ist). Beachten Sie, dass die Kostenfunktion zwei Entscheidungen erfordert: die Verlustfunktion und das Komplexitätsmaß, das als Regularisierungsfunktion bezeichnet wird. Die Wahl der Regularisierungsfunktion hängt vom Raum der Hypothese ab.
Eine weitere Möglichkeit zur Vereinfachung der Modelle besteht darin, die Dimensionen, mit denen die Modelle arbeiten, zu reduzieren. Ein Prozess der Merkmalsauswahl kann durchgeführt werden, um Attribute zu verwerfen, die irrelevant erscheinen. Χ2-Pruning ist eine Art von Merkmalsauswahl.
MDL: Die Hypothese der Mindestbeschreibungslänge (minimum description length bzw MDL) minimiert die erforderliche Gesamtzahl der Bits. VsMDL: Dies funktioniert gut im Grenzbereich, aber bei kleineren Problemen besteht die Schwierigkeit darin, dass die Wahl der Enkodierung für das Programm - zum Beispiel, wie ein Entscheidungsbaum am besten als Bitfolge kodiert wird - das Ergebnis beeinflusst. >Lernen/KI-Forschung.
Norvig I 759
Geschichte: Während sich der Ansatz der "identification in the limit" auf die letztendliche Konvergenz konzentriert, versucht die Untersuchung der Kolmogorov-Komplexität oder algorithmischen Komplexität, die von Solomonoff (1964(1), 2009(2)) und Kolmogorov (1965)(3) unabhängig voneinander entwickelt wurde, eine formale Definition für den Begriff der Einfachheit zu liefern, der in Ockhams Rasiermesser verwendet wird. Um dem Problem zu entgehen, dass die Einfachheit von der Art der Informationsdarstellung abhängt, wird vorgeschlagen, die Einfachheit an der Länge des kürzesten Programms für eine universelle Turingmaschine zu messen, die die beobachteten Daten korrekt reproduziert. Obwohl es viele mögliche universelle Turingmaschinen und es somit viele mögliche "kürzeste" Programme gibt, unterscheiden sich diese Programme in ihrer Länge höchstens um eine Konstante, die unabhängig von der Datenmenge ist. Diese schöne Einsicht, die im Wesentlichen zeigt, dass jeder anfängliche representation bias letztendlich durch die Daten selbst überwunden wird, wird nur durch die Unentscheidbarkeit der Berechnung der Länge des kürzesten Programms getrübt. Näherungswerte wie die Mindestbeschreibungslänge oder MDL (Rissanen, 1984(4), 2007(5)) können stattdessen verwendet werden und haben in der Praxis hervorragende Ergebnisse erbracht. Der Text von Li und Vitanyi (1993)(6) ist die beste Quelle für die Kolmogorov-Komplexität.
Norwig I 762
Die Komplexität des Lernens mit neuronalen Netzen wurde von Forschern in der Theorie des computergestützten Lernens untersucht. Frühe Berechnungsergebnisse wurden von Judd (1990)(7) erzielt, der zeigte, dass das allgemeine Problem, einen Satz von Gewichten zu finden, der mit einer Reihe von Beispielen konsistent ist, selbst unter sehr restriktiven Annahmen NP-vollständig ist. Einige der ersten Ergebnisse der Stichprobenkomplexität wurden von Baum und Haussler (1989)(8) erzielt, die zeigten, dass die Anzahl der für effektives Lernen erforderlichen Beispiele etwa um W logW wächst, wobei W die Anzahl der Gewichte ist. Seitdem wurde eine viel ausgefeiltere Theorie entwickelt (Anthony und Bartlett, 1999)(9), einschließlich des wichtigen Ergebnisses, dass die Repräsentationsfähigkeit eines Netzwerks sowohl von der Größe als auch von der Anzahl der Gewichte abhängt, ein Ergebnis, das angesichts unserer Diskussion über die Regulierung nicht überraschend sein dürfte.

1. Solomonoff, R. J. (1964). A formal theory of inductive inference. Information and Control, 7, 1–22,
224-254.
2. Solomonoff, R. J. (2009). Algorithmic probability-theory and applications. In Emmert-Streib, F. and
Dehmer, M. (Eds.), Information Theory and Statistical Learning. Springer.
3. Kolmogorov, A. N. (1965). Three approaches to the quantitative definition of information. Problems in Information Transmission, 1(1), 1–7.
4. Rissanen, J. (1984). Universal coding, information, prediction, and estimation. IEEE Transactions on Information Theory, IT-30(4), 629-636.
5. Rissanen, J. (2007). Information and Complexity in Statistical Modeling. Springer.
6. Li, M. and Vitanyi, P. M. B. (1993). An Introduction to Kolmogorov Complexity and Its Applications.
Springer-Verlag.
7. Judd, J. S. (1990). Neural Network Design and the Complexity of Learning. MIT Press. 8. Baum, E. and Haussler, D. (1989). What size net gives valid generalization? Neural Computation,
1(1), 151160.
9. Anthony, M. and Bartlett, P. (1999). Neural Network Learning: Theoretical Foundations. Cambridge University Press.

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Konvergenz Bennett
Bennett I
Jonathan Bennett
"The Meaning-Nominalist Strategy" in: Foundations of Language, 10, 1973, pp. 141-168
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Konvergenz Gould IV 329
Evolution/Wiederholung/Konvergenz/Gould: Bsp Das Fliegen hat sich unabhängig voneinander bei Insekten, Vögeln, Reptielien (Pterosaurern) und Fledermäusen entwickelt. Obwohl die Aerodynamik gleich ist, sind die konstruktiven Lösung sehr verschieden. Def Konvergenzen/Gould: Konvergenzen sind allgemein übereinstimmende Lösungen, die nicht detaillierte Wiederholungen sind.
Hochadaptive Formen, die sich einfach entwickeln lassen, evoluieren immer wieder. Komplexe Morphologien ohne adaptive Notwendigkeiten wiederholen sich kaum.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Konvergenz Tipler Gould IV 330
Konvergenz/Frank J. Tipler/G. F. Orenstein/Konvergenz/Gould: Bsp Die berühmteste aller Konvergenzen wurde widerlegt: das "Lochkamera Auge" der Wirbeltiere und der Tintenfische. G. F. Orenstein (von Tipler unterstützt): These: Es gibt gemeinsame Vorfahren. (1) GouldVsOrenstein: das ist wenig überzeugend. Orenstein erwähnt nicht einmal das wichtigste Argument pro Konvergenz: Embryologie. Tintenfischaugen haben sich aus Hautzellen entwickelt, die Augen der Wirbeltiere sind Gehirnausstülpungen.
Orenstein beruft sich auf Haeckels Gesetz "Ontogenie rekapituliert Phylogenie", das gegen 1930 widerlegt wurde. Das Gesetz behauptet, dass die Entwicklung des Embryos die Stufen der erwachsenen Vorläufer wiederholt. Haeckel selbst erkannte zu viele Ausnahmen.


1. G. F. Orenstein,

Tipler
Frank J. Tipler
The Physics of Immortality New York 1995

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Lerntheorie Norvig Norvig I 713
Lerntheorie/Norvig/Russell: [Hauptproblem:] Wie können wir sicher sein, dass unser Lernalgorithmus eine Hypothese aufgestellt hat, die den richtigen Wert für bisher ungesehene Inputs vorhersagen kann? Wie können wir formal gesehen wissen, dass die Hypothese h nahe an der Zielfunktion f liegt, wenn wir nicht wissen, was f ist? Über diese Fragen wird seit mehreren Jahrhunderten nachgedacht. In den letzten Jahrzehnten sind andere Fragen aufgetaucht: Wie viele Beispiele brauchen wir, um eine gute Hypothese h zu erhalten? Welchen Hypothesenraum sollten wir verwenden? Wenn der Hypothesenraum sehr komplex ist, können wir dann überhaupt das beste h finden, oder müssen wir uns mit einem lokalen Maximum im
Norvig I 714
Hypothesenraum begnügen? Wie komplex sollte h sein? Wie vermeiden wir eine Überanpassung (overfitting)? (>Entscheidungsbaum/Norvig, >Komplexität/Norvig, >Lernen/KI-Forschung). Computational learning theory: (...) liegt an der Schnittstelle von KI, Statistik und theoretischer Informatik. Das zugrundeliegende Prinzip ist, dass jede Hypothese, die ernsthaft falsch ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit nach einer kleinen Anzahl von Beispielen "entdeckt" wird, weil sie eine falsche Vorhersage macht. Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine Hypothese, die mit einer ausreichend großen Anzahl von Trainingsbeispielen übereinstimmt, ernsthaft falsch ist: das heißt, sie muss wahrscheinlich annähernd richtig sein.
PAC: Jeder Lernalgorithmus, der Hypothesen hervorbringt, die wahrscheinlich annähernd richtig sind, wird als PAC-Lernalgorithmus bezeichnet; wir können diesen Ansatz verwenden, um Grenzen für die Leistung verschiedener Lernalgorithmen festzulegen.
Annahme der Stationarität: Zukünftige Beispiele werden aus der gleichen festgelegten Verteilung P(E)=P(X, Y ) wie frühere Beispiele gezogen.
Richtigkeit: Eine Hypothese h wird als annähernd richtig bezeichnet, wenn der Fehler (h) ≤ ϵ ist, wobei es sich bei ϵ um eine kleine Konstante handelt. Wir werden zeigen, dass wir ein N finden können, sodass, nachdem wir N Beispiele gesehen haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit alle konsistenten Hypothesen annähernd richtig sein werden. >Lernen/KI-Forschung, >Künstliche Neuronale Netze.
Norvig I 757
Die computational learning theory analysiert die Komplexität der Stichprobe (sample complexity) und die Berechnungskomplexität (computational complexity) des induktiven Lernens. Es gibt einen Tradeoff zwischen der Expressivität der Sprache der Hypothese und der Leichtigkeit des Lernens. Die lineare Regression ist ein weit verbreitetes Modell. Die optimalen Parameter eines Modells der linearen Regression können durch eine gradient descent search gefunden oder exakt berechnet werden.
Ein linearer Klassifikator mit einem hard threshold - auch als Perzeptron bekannt - kann durch eine einfache Regel zur Aktualisierung der Gewichte so trainiert werden, dass er zu Daten passt, welche linear trennbar sind. In anderen Fällen konvergiert die Regel nicht.
Norvig I 759
Geschichte: Die Theorie des PAC-Lernens wurde von Leslie Valiant (1984)(1) eingeführt. In seiner Arbeit betonte er die Wichtigkeit der Berechnungs- und Stichprobenkomplexität. Zusammen mit Michael Kearns (1990)(2) zeigte Valiant, dass sich mehrere Konzeptklassen nicht sinnvoll mittels PAC-Lernen erlernen lassen, obwohl in den Beispielen genügend Informationen vorhanden sind. Einige positive Ergebnisse wurden für Klassen wie z.B. Entscheidungslisten erzielt (Rivest, 1987)(3). Eine unabhängige Tradition der Analyse von Stichprobenkomplexität hat in der Statistik existiert, beginnend mit den Arbeiten zur einheitlichen Konvergenztheorie (Vapnik und Chervonenkis, 1971)(4).
Die sogenannte VC-Dimension liefert ein Maß, das in etwa analog zum, aber allgemeiner als das aus der PAC-Analyse gewonnene ln |H| Maß ist. Die VC-Dimension kann auf kontinuierliche Funktionsklassen angewendet werden, auf die die herkömmliche PAC-Analyse nicht anwendbar ist. Die PAC-Lerntheorie und die C-Theorie wurden zunächst durch die "vier Deutschen" (von denen keiner tatsächlich deutsch ist) miteinander verbunden: Blumer, Ehrenfeucht, Haussler und Warmuth (1989)(5).
Die lineare Regression mit quadratischem Fehlerverlust geht auf Legendre (1805)(6) und Gauss (1809)(7) zurück, die beide an der Vorhersage von Umlaufbahnen um die Sonne arbeiteten. Die moderne Verwendung der multivariaten Regression für machine learning wird in Texten wie Bishop (2007)(8) behandelt. Ng (2004)(9) analysierte die Unterschiede zwischen der Regularisierung von L1- und L2.


1. Valiant, L. (1984). A theory of the learnable. CACM, 27, 1134-1142.
2. Kearns, M. (1990). The Computational Complexity of Machine Learning. MIT Press.
3. Rivest, R. (1987). Learning decision lists. Machine Learning, 2(3), 229-246.
4. Vapnik, V. N. and Chervonenkis, A. Y. (1971). On the uniform convergence of relative frequencies of events to their probabilities. Theory of Probability and Its Applications, 16, 264-280.
5. Blumer, A., Ehrenfeucht, A., Haussler, D., andWarmuth, M. (1989). Learnability and the Vapnik-
Chervonenkis dimension. JACM, 36(4), 929–965.
6. Legendre, A. M. (1805). Nouvelles méthodes pour la détermination des orbites des comètes.
7. Gauss, C. F. (1809). Theoria Motus Corporum Coelestium in Sectionibus Conicis Solem Ambientium.
Sumtibus F. Perthes et I. H. Besser, Hamburg.

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Liberalismus Gaus Gaus I 100
Liberalismus/Gaus: Die Unterscheidung zwischen 'umfassenden' und 'politischen' Liberalismen (...) ist für die zeitgenössische politische Theorie zentral geworden. >Liberalismus/Waldron. Umfassender Liberalismus: Versionen:

- Liberalismus als säkulare Philosophie;
- Liberalismus als eine Philosophie des guten Lebens;
- Liberalismus als eine politische Theorie, die von einer spezifischen Moraltheorie abgeleitet ist;
- Liberalismus als eigenständige Theorie des Rechts oder der Gerechtigkeit.

Der Liberalismus als säkulare Philosophie ist eine ausgesprochen radikale Konzeption, die in gewisser Weise der paradigmatische "voll umfassende" Liberalismus ist. Auf der anderen Seite ist der Liberalismus als Theorie des Rechts viel vorsichtiger, was das Ausmaß der Konvergenz der menschlichen Vernunft betrifft; seine bescheideneren Versionen treten in den Schatten des politischen Rawls'schen Liberalismus.
GausVsRawls: So werde ich argumentieren, dass der "umfassende" Liberalismus aus "A Theory of Justice" (1971)(1) eine ausgesprochen "partielle" umfassende Sichtweise war, die nicht so umfassend war wie viele andere Varianten des Liberalismus.
Gaus I 101
Während des gesamten letzten Jahrhunderts wurde der Liberalismus von Kontroversen zwischen denjenigen, die allgemein als "Individualisten" bezeichnet werden, einerseits und den "Kollektivisten", "Kommunitaristen" oder "Organisten" andererseits heimgesucht (zur Skepsis darüber siehe jedoch Bird, 1999(2)).
Gaus I 102
(...) In den letzten 20 Jahren ist ein erneutes Interesse an kollektivistischen Analysen der liberalen Gesellschaft zu beobachten - obwohl der Begriff 'kollektivistisch' zugunsten des Begriffs 'kommunitär' widerrufen wurde. Gutmann: 1985 schrieb Amy Gutmann: "Wir sind Zeugen eines Wiederauflebens der kommunitaristischen Kritik an der liberalen politischen Theorie. Wie die Kritiker der 1960er Jahre machen auch die Kritiker der 1980er Jahre den Liberalismus dafür verantwortlich, irrtümlich und irreparabel individualistisch zu sein" (1985(3): 308). Ausgehend von Michael Sandel's berühmter Kritik an Rawls (1982)(4) wurde von einer Reihe von Kritikern der Vorwurf erhoben, dass der Liberalismus notwendigerweise auf einer abstrakten Konzeption des individuellen Selbst als reinem Wähler beruht, dessen Verpflichtungen, Werte und Anliegen Besitz des Selbst sind, aber niemals das Selbst konstituieren. >Rawls/Sandel.
Wichtig für unsere Zwecke ist, dass sich diese Debatten darauf konzentrieren, ob der Liberalismus eine individualistische Theorie des Menschen in der Gesellschaft beinhaltet oder ob seine politischen und moralischen Verpflichtungen mit verschiedenen Selbst- und Gesellschaftsvorstellungen verbunden werden können; es ist also eine Debatte darüber, wie "umfassend" der Liberalismus wirklich ist.
Gaus I 103
Liberalismus wird mit der Förderung einer bestimmten Art von sich selbst verwirklichendem Individuum identifiziert, das seine oder ihre Natur entwickelt, rational und misstrauisch gegenüber Bräuchen ist, mit verschiedenen Lebensweisen experimentiert und nicht zum Konformismus neigt. Vgl. >Mill/Gaus, >Individuen/Mill, >Individualismus/Rawls, >Perfektionismus/Rawls.
Gauß I 104
Es ist ein Fehler, Liberalismus definieren zu wollen; liberale Theorien sind komplexe Cluster von konzeptuellen und wertebezogenen Verpflichtungen. Aber sicherlich ist ein entscheidendes Kriterium für die Beschreibung einer "liberalen" Sichtweise die Frage, ob Freiheit die zentrale begriffliche Verpflichtung ist (Freeden, 1996;(6) Gaus, 2000a(7)). >Freiheit/Liberalismus.
Gaus I 105
Moraltheorie: (...) eine liberale Theorie des guten Lebens und der Moral muss von einer auf einer Moraltheorie beruhenden Verpflichtung zum Liberalismus unterschieden werden; diese beiden unterschiedlichen Konzeptionen des Liberalismus werden oft als "umfassender" Liberalismus in einen Topf geworfen. Liberale politische Prinzipien können aus Moraltheorien abgeleitet werden, die selbst nicht von Natur aus liberal sind. Es gibt [drei] solcher Theorien: Utilitarismus, Hobbes'scher Kontraktualismus und Werteskepsis. >Utilitaristischer Liberalismus/Gaus.

1. Rawls, John (1971) A Theory of Justice. Cambridge, MA: Harvard University Press.
2. Bird, Colin (1999) The Myth of Liberal Individualism. Cambridge: Cambridge University Press.
3. Gutmann, Amy (1985) ‘Communitarian critics of liberalism’. Philosophy & Public Affairs, 14: 308–22.
4. Sandel, Michael (1982) Liberalism and the Limits of Justice. Cambridge: Cambridge University Press.
5. Freeden, Michael (1996) Ideologies and Political Theory. Oxford: Clarendon.
6. Gaus, Gerald F. (2000a) Political Theories and Political Concepts. Boulder, CO: Westview.


Gaus, Gerald F. 2004. „The Diversity of Comprehensive Liberalisms.“ In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications.

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Methode Rothbart Corr I 179
Methode/Entwicklungspsychologie/Temperament/Rothbart: Forscher waren oft skeptisch, Eltern als Informanten über das Verhalten ihrer Kinder zu benutzen (z.B. Kagan und Fox 2006)(1). Es wurde angenommen, dass elterliche Vorurteile oder mangelndes Wissen zu Maßnahmen führen werden, die ungültig sind, wobei die direkte Beobachtung als bevorzugte Methode angesehen wird. Es gibt jedoch erhebliche Hinweise darauf, dass eine Konvergenz zwischen dem Elternbericht und den Beobachtungsmaßnahmen (Rothbart and Bates 2006)(2) besteht. Da Temperament dynamische Wechselwirkungen zwischen affektiven und kognitiven Prozessen widerspiegelt und es sowohl für Fragebogen- als auch für Beobachtungsmethoden Grenzen gibt, wurden, wann immer möglich, mehrteilige multimethodische Ansätze zur Temperamentbewertung empfohlen (siehe Rothbart und Sheese 2006(3), für eine Diskussion).


1. Kagan, J. and Fox, N. A. 2006. Biology, culture, and temperamental biases, in W. Damon and R. Lerner (Series eds.) and N. Eisenberg (Vol. ed.), Handbook of child psychology, vol. III, Social, emotional, and personality development, 6th edn, pp. 167–225. Hoboken, NJ: Wiley
2. Rothbart, M. K., and Bates, J. E. 2006. Temperament in children’s development, in W. Damon and R. Lerner (Series eds.) and N. Eisenberg (Vol. ed.), Handbook of child psychology, vol. III, Social, emotional, and personality development, 6th edn, pp. 99–166. Hoboken, NJ: Wiley
3. Rothbart, M. K. and Sheese, B. E. 2006. Temperament and emotion- regulation, in J. Gross (ed.), Handbook of emotion-regulation, pp. 331–50. New York: Guilford Press


Mary K. Rothbart, Brad E. Sheese and Elisabeth D. Conradt, “Childhood temperament” in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Neuronale Netze Norvig Norvig I 761
Neuronale Netzwerke/Norvig/Russell: Literatur über Neuronale Netze: Cowan und Sharp (1988b(1), 1988a(2)) geben einen Überblick über die frühe Geschichte, beginnend mit den Arbeiten von McCulloch und Pitts (1943)(3). (Wie in Kapitel 1 erwähnt, hat John McCarthy auf die Arbeit von Nicolas Rashevsky (1936(4), 1938(5)) als das früheste mathematische Modell des neuronalen Lernens verwiesen). Norbert Wiener, ein Pionier der Kybernetik und Steuerungstheorie (Wiener, 1948)(6), arbeitete mit McCulloch und Pitts zusammen und beeinflusste eine Reihe junger Forscher, darunter Marvin Minsky, der 1951 vermutlich als erster ein funktionierendes neuronales Netzwerk in Hardware entwickelte (siehe Minsky und Papert, 1988(7), S. ix-x). Turing (1948)(8) schrieb einen Forschungsbericht mit dem Titel Intelligent Machinery, der mit folgendem Satz beginnt: "Ich schlage vor, die Frage zu untersuchen, ob es Maschinen möglich ist, intelligentes Verhalten zu zeigen" und daraufhin eine wiederkehrende Architektur neuronaler Netze beschreibt, die er "B-type unorganized machines" nannte, sowie einen Ansatz zu ihrem Training. Leider blieb der Bericht bis 1969 unveröffentlicht und wurde bis vor kurzem fast vollständig ignoriert. Frank Rosenblatt (1957)(9) erfand das moderne "Perzeptron" und bewies das Perceptron-Konvergenz-Theorem (1960), obwohl es durch rein mathematische Forschungsarbeiten außerhalb des Kontexts neuronaler Netze bereits vorausgeahnt worden war (Agmon, 1954(10); Motzkin und Schoenberg, 1954(11)). Es wurden auch einige frühe Arbeiten zu mehrschichtigen Netzen durchgeführt, darunter Gamba-Perzeptrons (Gamba et al., 1961)(12) und MADALINES (Widrow, 1962)(13). Learning Machines (Nilsson, 1965)(14) decken einen Großteil dieser frühen Arbeiten und mehr ab. Der spätere Niedergang der frühen Bemühungen in der Perzeptron-Forschung wurde durch das Buch Perceptrons (Minsky und Papert, 1969)(15) beschleunigt (oder, wie die Autoren später behaupteten, lediglich erklärt), in welchem die mangelnde mathematische Exaktheit des Fachgebiets beklagt wurde. Das Buch wies darauf hin, dass einschichtige Perzeptrons nur linear trennbare Konzepte darstellen könnten, und bemerkte das Fehlen effektiver Lernalgorithmen für mehrschichtige Netze.
Die Veröffentlichungen in (Hinton und Anderson, 1981)(16), basierend auf einer Konferenz in San Diego in 1979, können als eine Renaissance des Konnektionismus betrachtet werden. Die zweibändige "PDP"
(Parallel Distributed Processing)-Anthologie (Rumelhart et al., 1986a)(17) und ein kurzer Artikel in
Nature (Rumelhart et al., 1986b)(18) erregte große Aufmerksamkeit - die Anzahl der Arbeiten über "neuronale Netze" hat sich zwischen 1980-84 und 1990-94 tatsächlich um den Faktor 200 vervielfacht.
Die Analyse neuronaler Netze mithilfe der physikalischen Theorie der magnetischen Spin-Gläser (Amit
et al., 1985)(19) hat die Verbindungen zwischen der statistischen Mechanik und der Theorie der neuronalen Netze intensiviert - und damit nicht nur nützliche mathematische Erkenntnisse, sondern auch Seriosität geliefert. Die Technik der Rückwärtspropagation wurde schon früh erfunden (Bryson und Ho, 1969)(20), aber sie wurde auch mehrmals wiederentdeckt (Werbos, 1974(21); Parker, 1985(22)).
Die probabilistische Interpretation neuronaler Netze hat mehrere Quellen, darunter Baum und Wilczek (1988)(23) und Bridle (1990)(24). Die Rolle der Sigmoidfunktion wird von Jordan (1995)(25) diskutiert. Das Lernen von Bayesschen Parametern für neuronale Netze wurde von MacKay (1992)(26) vorgeschlagen
Norvig I 762
und von Neal (1996)(27) weiter untersucht. Die Fähigkeit neuronaler Netze, Funktionen zu repräsentieren, wurde von Cybenko (1988(28), 1989(29)) untersucht, der zeigte, dass zwei verborgene Schichten ausreichen, um jede beliebige Funktion zu repräsentieren, und eine einzige Schicht ausreicht, um eine kontinuierliche Funktion zu repräsentieren. Die Methode der "optimal brain damage" (>Künstliche Neuronale Netze/Norvig) zur Entfernung ungenutzter Verbindungen stammt von LeCun et al. (1989)(30), und Sietsma und Dow (1988)(31) zeigen, wie ungenutzte Einheiten entfernt werden können. >Komplexität/Norvig.
Norvig I 763
Bei den neuronalen Netzen sind Bishop (1995)(32), Ripley (1996)(33) und Haykin (2008)(34) die führenden Publikationen. Das Gebiet der Computational Neuroscience wird von Dayan und Abbott (2001)(35) abgedeckt.

1. Cowan, J. D. and Sharp, D. H. (1988b). Neural nets and artificial intelligence. Daedalus, 117, 85–121.
2. Cowan, J. D. and Sharp, D. H. (1988a). Neural nets. Quarterly Reviews of Biophysics, 21, 365–427.
3. McCulloch, W. S. and Pitts, W. (1943). A logical calculus of the ideas immanent in nervous activity.
Bulletin of Mathematical Biophysics, 5, 115–137.
4. Rashevsky, N. (1936). Physico-mathematical aspects of excitation and conduction in nerves. In Cold
Springs Harbor Symposia on Quantitative Biology. IV: Excitation Phenomena, pp. 90–97.
5. Rashevsky, N. (1938). Mathematical Biophysics: Physico-Mathematical Foundations of Biology. University of Chicago Press.
6. Wiener, N. (1948). Cybernetics. Wiley.
7. Minsky, M. L. and Papert, S. (1988). Perceptrons: An Introduction to Computational Geometry (Expanded edition). MIT Press.
8. Turing, A. (1948). Intelligent machinery. Tech. rep. National Physical Laboratory. reprinted in (Ince,
1992).
9. Rosenblatt, F. (1957). The perceptron: A perceiving and recognizing automaton. Report 85-460-1, Project PARA, Cornell Aeronautical Laboratory.
10. Agmon, S. (1954). The relaxation method for linear inequalities. Canadian Journal of Mathematics,
6(3), 382–392.
11. Motzkin, T. S. and Schoenberg, I. J. (1954). The elaxation method for linear inequalities. Canadian
Journal of Mathematics, 6(3), 393–404.
12. Gamba, A., Gamberini, L., Palmieri, G., and Sanna, R. (1961). Further experiments with PAPA. Nuovo Cimento Supplemento, 20(2), 221–231.
13. Widrow, B. (1962). Generalization and information storage in networks of adaline “neurons”. In Self-Organizing Systems 1962, pp. 435–461.
14. Nilsson, N. J. (1965). Learning Machines: Foundations of Trainable Pattern-Classifying Systems.
McGraw-Hill. Republished in 1990.
15. Minsky, M. L. and Papert, S. (1969). Perceptrons: An Introduction to Computational Geometry (first
edition). MIT Press.
16. Hinton, G. E. and Anderson, J. A. (1981). Parallel Models of Associative Memory. Lawrence Erlbaum Associates.
17. Rumelhart, D. E., Hinton, G. E., andWilliams, R. J. (1986a). Learning internal representations by error propagation. In Rumelhart, D. E. and McClelland, J. L. (Eds.), Parallel Distributed Processing, Vol. 1, chap. 8, pp. 318–362. MIT Press.
18. Rumelhart, D. E., Hinton, G. E., and Williams, R. J. (1986b). Learning representations by back propagating errors. Nature, 323, 533–536.
19. Amit, D., Gutfreund, H., and Sompolinsky, H. (1985). Spin-glass models of neural networks. Physical
Review, A 32, 1007–1018.
20. Bryson, A. E. and Ho, Y.-C. (1969). Applied Optimal Control. Blaisdell.
21. Werbos, P. (1974). Beyond Regression: New Tools for Prediction and Analysis in the Behavioral Sciences. Ph.D. thesis, Harvard University.
22. Parker, D. B. (1985). Learning logic. Technical report TR-47, Center for Computational Research in Economics and Management Science, Massachusetts Institute of Technology.
23. Baum, E. and Wilczek, F. (1988). Supervised learning of probability distributions by neural networks. In Anderson, D. Z. (Ed.), Neural Information Processing Systems, pp. 52–61. American Institute of Physics.
24. Bridle, J. S. (1990). Probabilistic interpretation of feedforward classification network outputs, with relationships to statistical pattern recognition. In Fogelman Souli´e, F. and H´erault, J. (Eds.), Neuro computing: Algorithms, Architectures and Applications. Springer-Verlag.
25. Jordan, M. I. (1995). Why the logistic function? a tutorial discussion on probabilities and neural networks. Computational cognitive science technical report 9503, Massachusetts Institute of Technology.
26. MacKay, D. J. C. (1992). A practical Bayesian framework for back-propagation networks. Neural
Computation, 4(3), 448–472.
27. Neal, R. (1996). Bayesian Learning for Neural Networks. Springer-Verlag.
28. Cybenko, G. (1988). Continuous valued neural networks with two hidden layers are sufficient. Technical report, Department of Computer Science, Tufts University.
29. Cybenko, G. (1989). Approximation by superpositions of a sigmoidal function. Mathematics of Controls, Signals, and Systems, 2, 303–314.
30. LeCun, Y., Jackel, L., Boser, B., and Denker, J. (1989). Handwritten digit recognition: Applications
of neural network chips and automatic learning. IEEE Communications Magazine, 27(11), 41– 46.
31. Sietsma, J. and Dow, R. J. F. (1988). Neural net pruning - Why and how. In IEEE International Conference on Neural Networks, pp. 325–333.
32. Bishop, C. M. (1995). Neural Networks for Pattern Recognition. Oxford University Press.
33. Ripley, B. D. (1996). Pattern Recognition and Neural Networks. Cambridge University Press.
34. Haykin, S. (2008). Neural Networks: A Comprehensive Foundation. Prentice Hall.
35. Dayan, P. and Abbott, L. F. (2001). Theoretical Neuroscience: Computational and Mathematical Modeling of Neural Systems. MIT Press.

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Politik Barth Brocker I 234
Politik/Barth: Zur großen Überraschung von Gegnern wie Sympathisanten ersetzte Barth (…) im Sommer und Herbst 1938 seine bisher lediglich implizit politische Theologie durch eine dezidiert explizite. In mehreren Schriften (vgl. besonders Barth 1938b, 203-215; 1945a, 13-107) vertrat er nun die Auffassung, dass der nationalsozialistische Staat sich definitiv als durch und durch antichristlich, (auch weil!) antisemitisch und inhuman erwiesen habe und darum mit allen Mitteln, gegebenenfalls auch mit dem entschlossenen Einsatz militärischer Gewalt, zu bekämpfen sei. Barths Wende führte dazu, dass die meisten Protagonisten der Bekennenden Kirche sich von ihm abwandten. (1)
Brocker I 236
Politik/Glauben/Barth: Der Glaubende steht mit innerer Notwendigkeit im Bewusstsein »der politischen Verantwortung. Er weiß, daß das Recht, daß jeder wirkliche Anspruch, den ein Mensch dem Andern und den Andern gegenüber hat, unter dem besonderen Schutz des gnädigen Gottes steht. […] Er kann sich der Frage nach dem menschlichen Recht nicht entziehen. Er kann nur den Rechtsstaat wollen und bejahen. Mit jeder andern politischen Haltung würde er die göttliche Rechtfertigung von sich stoßen«. (2)
Brocker I 237
Herrschaft/BarthVsReformatoren/BarthVsLuther: Barth kritisiert die Rede ((s) der Reformatoren) von der „weltlichen Obrigkeit“ (3) als systematisch defizitär. Es sei unklar geblieben, »ob sie nämlich auch das Recht auf die Rechtfertigung, auch die politische Gewalt auf die Gewalt Christi begründet oder ob sie hier nicht heimlich auf einem anderen Grund gebaut« (4) hätten. Siehe Säkularisierung/Barth.
Brocker I 245
Theologie/Staat/Rechtfertigung/Barth: Barths Grundidee:, dass die Theologie »den verschiedenen politischen Gestalten und Wirklichkeiten gegenüber keine ihr notwendig eigentümliche Theorie zu vertreten« (5) habe. Christlich-theologisch sei stets nur »von Fall zu Fall, von Situation zu Situation [zu] urteilen« (6). Politisches System: Wenn (…) von einem ethisch-theologisch legitimen politischen System nicht die Rede sein dürfe, so gebe es gleichwohl »eine unter allen Umständen zu erkennende und innezuhaltende Richtung und Linie der im politischen Raum zu vollziehenden christlichen Entscheidungen«. Diese dürften jedoch »nicht aus einem Rückgriff auf die problematische Instanz des sogenannten Naturrechts« (7) gewonnen werden, sondern mit Blick auf die »Gleichnisfähigkeit und Gleichnisbedürftigkeit des politischen Wesens«, als welches von Barth das »von der Kirche verkündigte[…] Reich Gottes« (8) verstanden wird.
Politisches System/Begründung/VsBarth: Argumentationslogisch wie politiktheoretisch sind gewisse strukturelle Schwächen von Barths theologischer Theorie des Politischen nicht zu übersehen. Weder die in Rechtfertigung und Recht
Brocker I 246
zu Hilfe genommene Redefigur von den Engelmächten noch die Analogielehre der späteren Schrift vermögen das Problem zu lösen, dass jenes »ewige Christus-Recht« als Ursprung und Orientierung legitimer Rechtsstaatlichkeit sich in den Raum des Politischen und vor allem der Politiktheorie nicht wirklich übersetzen lässt. An moderne Begründungsdiskurse des Politischen im Raum des säkularen Staates wird ein intrinsischer Anschluss gerade nicht hergestellt. Barth verweigert jede Reflexion auf eine subjekt- und vernunfttheoretische Deutung seiner eigenen theologischen Grundbegriffe, vor allem der fundamentalen Figur göttlicher Selbstoffenbarung (trotz mehr oder weniger offenkundiger ideengeschichtlicher und systematischer Konvergenzen).

1. Martin Rohkrämer, »Karl Barth in der Herbstkrise 1938«, in: Evangelische Theologie 48/6, 1988, 521-545.
2. Karl Barth 1982, S. 434f
3. Karl Barth, Rechtfertigung und Recht, in: Theologische Studien 1, Zollikon 1938. Karl Barth, Rechtfertigung und Recht, in: ders., Rechtfertigung und Recht, Christengemeinde und Bürgergemeinde, Evangelium und Gesetz, Zürich 1998, S. 6
4. Ebenda S. 7
5. Karl Barth, »Christengemeinde und Bürgergemeinde« (1946), in: ders., Rechtfertigung und Recht, Christengemeinde und Bürgergemeinde, Evangelium und Gesetz, Zürich 1998 (b), S. 56
6. Ebenda S. 58
7. Ebenda
8. Ebenda S. 63.

Georg Pfleiderer, „Karl Barth, Rechtfertigung und Recht 1938)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Politische Parteien Hirschman Brocker I 524
Politische Parteien/Hirschman: ausgehend von seiner Unterscheidung Abwanderung/Widerspruch (Siehe Terminologie/Hirschman) äußert Hirschman die Vermutung, das Wähler von Partei zu Partei wandern, bevor sie sich innerparteilich engagieren. Siehe auch Wettbewerb/Hirschman. Insbesondere Hirschman 1974 (1). Problem: damit könnte die Forderung nach einem fundamentalen Wandel zumindest für einige Zeit in unnütze Alternativen gelenkt werden. (2)
Brocker I 526
Hirschman ergänzt die räumliche Theorie des Parteienwettbewerbs von Hotelling (3), die eine Konvergenz der politischen Positionen in der Mitte des politischen Spektrums prognostiziert, durch seinen Ansatz über den Widerspruch: Dieser erfolgt in der Regel durch besonders engagierte Mitglieder. Manchmal setzen sich diese gegen die Wählerstimmen maximierenden Parteistrategen durch. Hierdurch kann Hirschman die Aufstellung von deutlich rechts oder links der Mitte stehenden Präsidentschaftskandidaten erklären.

1. Albert O. Hirschman, Exit, Voice, and Loyalty. Responses to Decline in Firms, Organizations, and States, Cambridge, Mass. 1970. Dt.: Albert O. Hirschman, Abwanderung und Widerspruch. Reaktionen auf Leistungsabfall bei Unternehmungen, Organisationen und Staaten, Tübingen 1974, S. 22.
2. Ebenda S. 23.
3. Vgl. https://blogs.warwick.ac.uk/dcstevens/entry/the_hotelling-downs_model/


Stephan Panther, „Albert O. Hirschman, Abwanderung und Widerspruch“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

PolHirschm I
Albert O. Hirschman
The Strategy of Economic Development New Haven 1958

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Politische Parteien Wirtschaftstheorien Mause I 284f
Politische Parteien/Wirtschaftstheorien: den meisten Modellen ist gemeinsam, dass sie für linke Regierungen eine deutlich expansivere Fiskalpolitik erwarten.(Für Literaturangaben siehe Politische Parteien/Hibbs.) Es gibt Argumente, die das Gegenteil vermuten lassen. Es könnte eine Strategie rechter Parteien sein, ein paradoxes Verhalten an den Tag zu legen und sich zu verschulden, um zukünftigen linken Regierungen den finanziellen Spielraum für höhere Sozialausgaben zu nehmen (siehe z. B. Persson und Svensson 1989 (1); Milesi-Feretti und Spoalore 1994) (2).
Es könnte auch sein, dass linke Regierungen bei geringer Arbeitslosigkeit keine Anreiz zu expansivem deficit spending haben und zur Schaffung zukünftiger fiskalischer Spielräume die Defizite reduzieren (siehe Carlsen 1997 (3); Cusack 1999 (4))
Zahlreiche empirische Studien in der Folgezeit belegen, dass linke Regierungen höhere Staatausgaben tätigen als rechte Regierungen.
Die These, dass linke und rechte Parteien angesichts von Reformdruck und steigender Interdependenz zu einer Konvergenz in der Ausgabenpolitik kommen, wurde nicht bestätigt. (5), (6)


1. Torsten Persson & Lars E. O. Svensson. 1989. Why a stubborn conservative would run a deficit: Policy with time-inconsistent preferences. Quarterly Journal of Economics 104 (2): 325– 345.
2. Gian M. Milesi-Feretti & Enrico Spoalore. 1994. How cynical can an incumbent be? Strategic policy in a model of government spending. Journal of Public Economics 55: 121– 140.
3. Fredrik Carlsen, Fredrik. 1997. Counterfiscal policies and partisan politics: Evidence from industrialized countries. Applied Economics 29: 145– 151.
4. Thomas R. Cusack, 1999. Partisan politics and fiscal policy. Comparative Political Studies 32( 4): 464– 486.
5, James P. Allan & Lyle Scruggs. 2004. Political partisanship and welfare state reform in advanced industrial societies. American Journal of Political Science 48 (3): 496– 512.
6. Niklas Potrafke. 2009. Did globalization restrict partisan politics? An empirical evaluation of social expenditures in a panel of OECD countries. Public Choice 140 (1): 105– 124.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Propositionen Castaneda Frank I 323
Propositionen/Tradition: (in Reinform von niemand, auch nicht von Frege, vertreten): ideale Konvergenz der Elemente des Denkens, Sprechens, der Wirklichkeit und der Kommunikation. - Propositionen, die in erster Linie als Träger von zeitlosen Wahrheitswerten definiert, elementare Träger sprachlicher Bedeutung, als Konstituenten der Wirklichkeit und als öffentlich zugängliche Inhalte der Kommunikation. - Vorteil: das lässt keine Kluft zwischen dem Inhalt des Denkens, und dem, worauf er gerichtet ist, der Wirklichkeit entstehen. - CastanedaVs: das gilt nicht für indexikalische Sätze. - Individuation: von Index-Sätzen: im Sprechakt, nicht durch Bedeutung.
I 340ff
Proposition/Tradition: (Frege, Moore): 1. Psychologische Einheiten, 2. Ontologische, 3. Ontologisch objektiv (intersubjektiv) , 4. Metaphysische Einheiten, 5. Logische Einheiten, 6. Semantische Einheiten 7. Sprachliche Einheiten der Kommunikation - CastanedaVs: Diskrepanzen zwischen 1 - 7 bei diachronem Fluss der Erfahrungen in der sich ändernden Welt. - VsTradition: versagt bei indexikalischer Referenz mit "ich", "hier", "jetzt". - Problem: Bsp "ich habe 30 Gramm Stickstoff in meiner Leber": Verstehen, ohne Kenntnis des Wahrheitswerts ,öglich. - Daher ist Bedeutung ungleich Wahrheitswert (VsFrege). - Das, was durch die Bildung eines Satzes gedacht wird, ist nicht irgendein objektives Merkmal oder Ding in der Welt, das jedermann zugänglich ist.

Hector-Neri Castaneda (1987b): Self-Consciousness, Demonstrative Reference,
and the Self-Ascription View of Believing, in: James E. Tomberlin (ed) (1987a): Critical Review of Myles Brand's "Intending and Acting", in: Nous 21 (1987), 45-55

James E. Tomberlin (ed.) (1986): Hector-Neri.Castaneda, (Profiles: An
International Series on Contemporary Philosophers and Logicians,
Vol. 6), Dordrecht 1986

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Rationalismus Politische Theorien Gaus I 101
Rationalismus/Politische Philosophie/Gaus: Der Liberalismus als säkularer Humanismus bleibt auch heute noch wichtig, obwohl der Liberalismus als selbstbewusster Rationalismus von Pluralisten, Relativisten, Postmodernisten und Pragmatikern angegriffen wurde (vgl. Gaus, 2003(1): Kap. 1). In einem interessanten und überraschenden Sinne ist der pragmatische Liberalismus von Richard Rorty (1991)(2) und anderen, obwohl er sich als Ablehnung des aufklärerischen Rationalismus und der Erkenntnistheorie darstellt, dennoch ein Erbe dieser Konzeption des Liberalismus als einer Gesamtmethode zur Wahrheitsfindung. Sicherlich ist der Pragmatismus eine Reaktion auf Rationalismus und repräsentative Ansichten des Geistes und des Wissens; wie Rorty betont, spiegelt unser Verstand die Natur nicht wider, und Wahrheit ist keine korrekte Darstellung der Natur (1979(3): 176-9). Nichtsdestotrotz ist die Wahrheit immer noch das Ergebnis der Konvergenz in der individuellen Argumentation: wahr ist, worauf eine bestimmte Art von Gemeinschaft von Fragestellern konvergieren würde (Misak, 2000)(4). Der pragmatische Liberalismus des zwanzigsten Jahrhunderts lehnt zwar die spezifische Auffassung von Vernunft und Wahrheit ab, die für vieles aufklärerische Denken kennzeichnend war, identifiziert aber die liberale Demokratie weiterhin mit einem bestimmten Untersuchungsmodus, der, wenn er richtig umgesetzt wird, zu einer Konvergenz des rationalen Glaubens führt. In den Händen von Liberalen wie Dewey ermöglichte dieser Untersuchungsmodus es der Gesellschaft zudem, eine "bewusste Kontrolle" - zum Beispiel in Form von Wirtschaftsplanung - über ihr kollektives Leben zu erlangen (1980(5): 87).
So wird der Liberalismus als eine Doktrin über die Konvergenz der rationalen Untersuchung verstanden, die für eine rational geordnete Gesellschaft sorgt. >Liberalismus/Hayek.


1. Gaus, Gerald F. (2003) Contemporary Theories of Liberalism: Public Reason as a Post-Enlightenment Project. London: Sage.
2. Rorty, Richard (1991) Objectivity, Relativism and Truth. Cambridge: Cambridge University Press.
3. Rorty, Richard (1979) Philosophy and the Mirror of Nature. Princeton, NJ: Princeton University Press.
4. Misak, Cheryl (2000) Truth, Politics, Morality: Pragmatism and Deliberation. London: Routledge.
5. Dewey, John (1980) Liberalism and Social Action. New York: Putnam’s Sons.


Gaus, Gerald F. 2004. „The Diversity of Comprehensive Liberalisms.“ In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications.

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004
Realismus Putnam Rorty I 305ff
Anti-Realist/Putnam/Rorty: versteht antike und unsere modernen Theorien nicht als zwei ungefähr richtige Beschreibung eines festen Bestandes, sondern er glaubt nicht, dass unsere Theorie besser ist in Bezug auf dieselben Entitäten. Aber wenn unsere Theorie bloß unsere Theorie ist, dann könnten wir anstatt ihrer genauso gut die Neandertaler heranziehen - PutnamVsAnti-Realismus: das Problem ist, dass für ihn Wahrheit nur als ein den Theorien untergeordneter Begriff sinnvoll ist. Doch ist Extension unauflöslich mit Wahrheit verknüpft: x gehört eben genau dann zur Extension eines Prädikats F, wenn "x ist ein F" wahr ist. - Interner R. (laut Rorty): Position, der zufolge wir die "mundane Tatsache", dass der Gebrauch der Sprache zur Erreichung unserer Ziele, zu unserer Zufriedenheit usw. beiträgt durch den Umstand erklärt werden kann, dass "nicht die Sprache, sondern die Sprecher die Welt widerspiegeln, insofern sie eine symbolische Darstellung ihrer Umwelt hervorbringen" (Putnam):- Vermittels unserer Konventionen stellen wir das Universum einfach besser dar als je zuvor. PutnamVsRealismus/PutnamVsRelativismus/Rorty: beide gehen davon aus, man könnte gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Sprache stehen.

VI 389
Realismus/Putnam: erklärt, warum Theorien zur Konvergenz tendieren. - Realismus besagt, dass nicht Sprache, sondern Sprecher die Welt abbilden.
VI 395 f
Realismus/Tatsache/Putnam: Bsp Geschichte 1: eine Linie kann in Punkte eingeteilt werden - d.h. in immer kleinere Segmente - dann besteht dieselbe Relation "Teil von" zwischen Punkten und Segmenten und Segmenten und größeren Segmenten - Geschichte 2: es gibt keine Punkte, diese sind aber logische Konstruktionen. - "Hard core"-Realismus: würde sagen, dass es hier eine Tatsache gibt, die darüber entscheidet. - PutnamVsMetaphysischer Realismus: "verfeinerter Realismus": 1 und 2 sind äquivalente Beschreibungen.
VI 398
Metaphysischer R: wenn man nicht sagen kann, wie die WELT theorie-unabhängig ist, wird die Rede von verschiedenen Beschreibungen (Bsp Punkt oder konvergierendes Segment) leer - das sagt Quine in Ontologische Relativität.
VI 404
PutnamVsMetaphysischer Realismus: ist dazu verdammt, a) die Logik entweder als empirisch zu betrachten (d.h. nicht bloß revidierbar, wie ich selbst glaube) sondern in dem Sinn, dass sie überhaupt keine konventionelle Komponente hat, oder - b) Er muss die Logik für a priori d.h. überhaupt nicht durch den Begriff der Konvention erklärbar.
I (c) 78
Realismus/Putnam: muss es unerklärt lassen, dass Bsp Raumzeitkalküle beobachtbare Phänomene richtig vorhersagen, wenn es in Wirklichkeit keine gekrümmte Raumzeit gibt. - Was hat dann Voraussage mit Wahrheit zu tun?
I (c) 95
R: realistische Auffassung von Junktoren sichert, dass eine Aussage nicht allein deshalb wahr ist, weil sie aus irgend einer Theorie folgt.
I (g) 175f
PutnamVsMetaphysischer Realismus: sieht sich unendlich vielen Entsprechungen gegenüber - unendlich viele Möglichkeiten, wie Zeichen und Dinge sich entsprechen können. - Problem: die richtige auszuwählen, ohne einen metaphysischen Zugang. ((s)>Satz von Löwenheim, Unintendierte Modelle).

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Statistisches Lernen Norvig Norvig I 825
Statistisches Lernen/Norvig/Russell: Statistische Lernmethoden reichen von der einfachen Berechnung von Durchschnittswerten bis hin zur Konstruktion komplexer Modelle wie Bayessche Netze. Sie werden in der gesamten Informatik, im Ingenieurwesen, in der computergestützten Biologie, in den Neurowissenschaften, in der Psychologie und in der Physik angewandt. ((s) Vgl. >Vorwissen/Norvig). Bayessche Lernmethoden: formulieren Lernen als eine Form probabilistischer Inferenz, indem Sie die Beobachtungen nutzen, um eine frühere Verteilung über Hypothesen zu aktualisieren. Dieser Ansatz bietet eine gute Möglichkeit zur Implementierung von Ockhams Rasiermesser, wird aber für komplexe Hypothesenräume schnell unlösbar.
Maximales a posteriori (MAP) Lernen: wählt eine einzelne, angesichts der Daten wahrscheinlichste Hypothese aus. Die vorherige Hypothese wird nach wie vor verwendet und die Methode ist oft besser durchführbar als das vollständige Bayessche Lernen.
Lernen mit maximaler Wahrscheinlichkeit: wählt einfach die Hypothese aus, die die Wahrscheinlichkeit der Daten maximiert; sie entspricht dem MAP-Lernen mit einem einheitlichen Vorgänger. In einfachen Fällen wie bei der linearen Regression und vollständig beobachtbaren Bayesschen Netzwerken können Maximale-Wahrscheinlichkeits-Lösungen leicht in geschlossener Form gefunden werden. Das naive Bayes-Lernen ist eine besonders effektive Technik, die gut skaliert.
Versteckte Variablen/latente Variablen: Wenn einige Variablen verborgen sind, können mit Hilfe des EM-Algorithmus lokale Maximale-Wahrscheinlichkeits-Lösungen gefunden werden. Zu den Anwendungen gehören Clustering mit Mischungen von Gaussians, lernende Bayessche Netze und das Lernen verborgener Markov-Modelle.
Norvig I 823
EM-Algorithmus: Jeder dieser Algorithmen beinhaltet die Berechnung der erwarteten Werte der verborgenen Variablen für jedes Beispiel und die anschließende Neuberechnung der Parameter, wobei die erwarteten Werte so verwendet werden, als wären es Beobachtungswerte.
Norvig I 825
Das Erlernen der Struktur von Bayesschen Netzen ist ein Beispiel für die Modellauswahl. Dabei handelt es sich in der Regel um eine diskrete Suche im Raum der Strukturen. Eine Methode ist erforderlich, um die Modellkomplexität gegen den Grad der Anpassung abzuwägen. Nichtparametrische Modelle: stellen eine Verteilung unter Verwendung der Sammlung von Datenpunkten dar. Die Anzahl der Parameter wächst also mit dem Trainingsset. Nearest-Neighbor-Methoden betrachten die den betreffenden Punkt am nächsten liegenden Beispiele, während Kernel-Methoden eine entfernungsgewichtete Kombination aller Beispiele bilden.
Geschichte: Die Anwendung statistischer Lerntechniken in der KI war in den frühen Jahren ein aktives Forschungsgebiet (siehe Duda und Hart, 1973)(1), wurde aber vom Mainstream der KI getrennt, da sich letzterer Bereich auf symbolische Methoden konzentrierte. Ein Wiederaufleben des Interesses trat kurz nach der Einführung der Bayesschen Netzwerkmodelle in den späten 1980er Jahren ein; ungefähr zur gleichen Zeit,
Norvig I 826
begann sich eine statistische Sichtweise des Lernens mit neuronalen Netzen herauszubilden. In den späten 1990er Jahren gab es eine merkliche Annäherung der Interessen in den Bereichen maschinelles Lernen, Statistik und neuronale Netze, die sich auf Methoden zur Erstellung großer probabilistischer Modelle aus Daten konzentrierten.
Naives Bayes-Modell: ist eine der ältesten und einfachsten Formen des Bayesschen Netzwerks, die bis in die 1950er Jahre zurückreicht. Sein überraschender Erfolg wird teilweise durch Domingos und Pazzani (1997)(2) erklärt. Eine verstärkte Form des naiven Bayes-Lernens gewann den ersten Data-Mining-Wettbewerb des KDD-Cups (Elkan, 1997)(3). Heckerman (1998)(4) und bietet eine ausgezeichnete Einführung in das allgemeine Problem des Bayes-Netz-Lernens. Das Lernen von Bayesschen Parametern mit Dirichlet-Prioritäten für Bayessche Netzwerke wurde von Spiegelhalter et al. (1993)(5) diskutiert. Das Softwarepaket BUGS (Gilks et al., 1994)(6) enthält viele dieser Ideen und stellt ein sehr leistungsfähiges Werkzeug zum Formulieren und Lernen komplexer Wahrscheinlichkeitsmodelle dar. Die ersten Algorithmen zum Lernen von Bayes-Netzstrukturen verwendeten bedingte Unabhängigkeitstests (Pearl, 1988(7); Pearl und Verma, 1991(8)). Spirtes et al. (1993)(9) entwickelten einen umfassenden Ansatz, der im TETRAD-Paket für das Lernen von Bayes-Netzen verankert ist. Algorithmische Verbesserungen führten seitdem zu einem klaren Sieg im Data-Mining-Wettbewerb des KDD-Cups 2001 für eine Bayes-Netzlernmethode (Cheng et al., 2002)(10). (Die spezifische Aufgabenstellung war hier ein bioinformatisches Problem mit 139.351 Merkmalen!) Ein auf der Maximierung der Wahrscheinlichkeit basierender Struktur-Lernansatz wurde von Cooper und Herskovits (1992)(11) entwickelt und von Heckerman et al. (1994)(12) verbessert.
Mehrere algorithmische Fortschritte seit dieser Zeit haben zu einer recht respektablen Leistung im Fall der vollständigen Daten geführt (Moore und Wong, 2003(13); Teyssier und Koller, 2005(14)). Eine wichtige Komponente ist eine effiziente Datenstruktur, hier der AD-Baum, für die Zwischenspeicherung von Zählungen über alle möglichen Kombinationen von Variablen und Werten (Moore und Lee, 1997)(15). Friedman und Goldszmidt (1996)(16) wiesen auf den Einfluss der Darstellung lokaler bedingter Verteilungen auf die gelernte Struktur hin.
Versteckte Variablen/fehlende Daten: Das allgemeine Problem der Lernwahrscheinlichkeitsmodelle mit verborgenen Variablen und fehlenden Daten wurde von Hartley (1958)(17) behandelt, der die allgemeine Idee dessen, was später als EM bezeichnet wurde, beschrieb und mehrere Beispiele nannte. Weitere Impulse kamen vom Baum-Welch-Algorithmus für das HMM-Lernen (Baum und Petrie, 1966)(18), das ein Spezialfall der EM ist. Die Arbeit von Dempster, Laird und Rubin (1977)(19), die den EM-Algorithmus in allgemeiner Form vorstellte und seine Konvergenz analysierte, ist eine der meistzitierten Arbeiten sowohl in der Informatik als auch in der Statistik. (Dempster selbst betrachtet EM als ein Schema und nicht als einen Algorithmus, da möglicherweise eine Menge mathematischer Arbeit erforderlich ist, bevor es auf eine neue Familie von Verteilungen angewendet werden kann). McLachlan und Krishnan (1997)(20) widmen dem Algorithmus und seinen Eigenschaften ein ganzes Buch. Das spezifische Problem der Lernmischungsmodelle, einschließlich Mischungen von Gaussians, wird von Titterington et al. (1985)(21) behandelt. Innerhalb der KI war das erste erfolgreiche System, das EM für die Mischungsmodellierung verwendete, AUTOCLASS (Cheeseman et al., 1988(22); Cheeseman und Stutz, 1996(23)). AUTOCLASS wurde auf eine Reihe realer wissenschaftlicher Klassifikationsaufgaben angewandt, darunter die Entdeckung neuer Sterntypen aus Spektraldaten (Goebel et al., 1989)(24) und neuer Klassen von Proteinen und Intronen in DNA-/Proteinsequenzdatenbanken (Hunter und States, 1992)(25).
Parameter-Lernen mit maximaler Wahrscheinlichkeit: Für das Lernen von Parametern mit maximaler Wahrscheinlichkeit in Bayes-Netzen mit versteckten Variablen wurden EM und gradientenbasierte Methoden etwa zur gleichen Zeit von Lauritzen (1995)(26), Russell et al. (1995)(27) und Binder et al. (1997a)(28) eingeführt. Der strukturelle EM-Algorithmus wurde von Friedman (1998)(29) entwickelt und auf das maximale Wahrscheinlichkeitslernen von Bayes-Netzstrukturen mit
Norvig I 827
latente Variablen angewandt. Friedman und Koller (2003)(30) beschreiben das Bayessche Strukturlernen. Kausalität/Kausalitätsnetz: Die Fähigkeit, die Struktur von Bayesschen Netzwerken zu erlernen, ist eng mit der Frage der Wiederherstellung kausaler Informationen aus Daten verbunden. Das heißt, ist es möglich, Bayessche Netze so zu lernen, dass die wiederhergestellte Netzstruktur echte kausale Einflüsse anzeigt? Viele Jahre lang sind Statistiker dieser Frage ausgewichen, da sie der Meinung waren, dass Beobachtungsdaten (im Gegensatz zu Daten, die aus experimentellen Versuchen gewonnen wurden) nur korrelierende Informationen liefern könnten - schließlich könnten zwei Variablen, die miteinander in Beziehung zu stehen scheinen, in Wirklichkeit von einem dritten, unbekannten kausalen Faktor beeinflusst werden, anstatt sich direkt zu beeinflussen. Pearl (2000)(31) hat überzeugende gegenteilige Argumente vorgebracht, die zeigen, dass es in der Tat viele Fälle gibt, in denen Kausalität festgestellt werden kann. Außerdem entwickelte er den Kausalnetzformalismus, um Ursachen und Wirkungen von Interventionen sowie gewöhnliche bedingte Wahrscheinlichkeiten auszudrücken.
Literatur über statistisches Lernen und Mustererkennung: Gute Texte zur Bayesschen Statistik sind die von DeGroot (1970)(32), Berger (1985)(33) und Gelman et al. (1995)(34). Bishop (2007)(35) und Hastie et al. (2009)(36) bieten eine ausgezeichnete Einführung in das statistische maschinelle Lernen.
Der einschlägigste Text für die Musterklassifikation ist seit vielen Jahren Duda und Hart (1973)(1), jetzt aktualisiert (Duda et al., 2001)(37). Die Jahrestagung der NIPS (Neural Information Processing Conference), deren Berichte in der Reihe "Advances in Neural Information Processing Systems" veröffentlicht werden, wird inzwischen von Bayesschen Arbeiten dominiert. Artikel über lernende Bayessche Netzwerke erscheinen auch in der "Uncertainty in AI" und in Konferenzen zu maschinellem Lernen sowie in mehreren Statistik-Konferenzen. Zu den Zeitschriften, die sich speziell mit neuronalen Netzen befassen, gehören "Neural Computation", "Neural Networks" und die "IEEE Transactions on Neural Networks".


1. Duda, R. O. and Hart, P. E. (1973). Pattern classification and scene analysis. Wiley.
2. Domingos, P. and Pazzani, M. (1997). On the optimality of the simple Bayesian classifier under zero-one loss. Machine Learning, 29, 103–30.
3. Elkan, C. (1997). Boosting and naive Bayesian learning. Tech. rep., Department of Computer Science
and Engineering, University of California, San Diego.
4. Heckerman, D. (1998). A tutorial on learning with Bayesian networks. In Jordan, M. I. (Ed.), Learning in graphical models. Kluwer.
5. Spiegelhalter, D. J., Dawid, A. P., Lauritzen, S., and Cowell, R. (1993). Bayesian analysis in expert systems. Statistical Science, 8, 219–282.
6. Gilks, W. R., Thomas, A., and Spiegelhalter, D. J. (1994). A language and program for complex
Bayesian modelling. The Statistician, 43, 169–178.
7. Pearl, J. (1988). Probabilistic Reasoning in Intelligent Systems: Networks of Plausible Inference. Morgan Kaufmann.
8. Pearl, J. and Verma, T. (1991). A theory of inferred causation. In KR-91, pp. 441–452.
9. Spirtes, P., Glymour, C., and Scheines, R. (1993). Causation, prediction, and search. Springer-Verlag.
10. Cheng, J., Greiner, R., Kelly, J., Bell, D. A., and Liu, W. (2002). Learning Bayesian networks from data: An information-theory based approach. AIJ, 137, 43–90.
11. Cooper, G. and Herskovits, E. (1992). A Bayesian method for the induction of probabilistic networks from data. Machine Learning, 9, 309–347.
12. Heckerman, D., Geiger, D., and Chickering, D. M. (1994). Learning Bayesian networks: The combination of knowledge and statistical data. Technical report MSR-TR-94-09, Microsoft Research.
13. Moore, A. and Wong, W.-K. (2003). Optimal reinsertion: A new search operator for accelerated and more accurate Bayesian network structure learning. In ICML-03.
14. Teyssier, M. and Koller, D. (2005). Ordering-based search: A simple and effective algorithm for learning Bayesian networks. In UAI-05, pp. 584–590.
15. Moore, A. W. and Lee, M. S. (1997). Cached sufficient statistics for efficient machine learning with large datasets. JAIR, 8, 67–91.
16. Friedman, N. and Goldszmidt, M. (1996). Learning Bayesian networks with local structure. In UAI-96, pp. 252–262.
17. Hartley, H. (1958). Maximum likelihood estimation from incomplete data. Biometrics, 14, 174–194.
18. Baum, L. E. and Petrie, T. (1966). Statistical inference for probabilistic functions of finite state
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19. Dempster, A. P., Laird, N., and Rubin, D. (1977). Maximum likelihood from incomplete data via the
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20. McLachlan, G. J. and Krishnan, T. (1997). The EM Algorithm and Extensions. Wiley.
21. Titterington, D. M., Smith, A. F. M., and Makov, U. E. (1985). Statistical analysis of finite mixture distributions. Wiley.
22. Cheeseman, P., Self, M., Kelly, J., and Stutz, J. (1988). Bayesian classification. In AAAI-88, Vol. 2,
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24. Goebel, J., Volk, K., Walker, H., and Gerbault, F. (1989). Automatic classification of spectra from the infrared astronomical satellite (IRAS). Astronomy and Astrophysics, 222, L5–L8.
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26. Lauritzen, S. (1995). The EM algorithm for graphical association models with missing data. Computational Statistics and Data Analysis, 19, 191–201.
27. Russell, S. J., Binder, J., Koller, D., and Kanazawa, K. (1995). Local learning in probabilistic networks with hidden variables. In IJCAI-95, pp. 1146–52.
28. Binder, J., Koller, D., Russell, S. J., and Kanazawa, K. (1997a). Adaptive probabilistic networks with hidden variables. Machine Learning, 29, 213–244.
29. Friedman, N. (1998). The Bayesian structural EM algorithm. In UAI-98.
30. Friedman, N. and Koller, D. (2003). Being Bayesian about Bayesian network structure: A Bayesian approach to structure discovery in Bayesian networks. Machine Learning, 50, 95–125.
31. Pearl, J. (2000). Causality: Models, Reasoning, and Inference. Cambridge University Press.
32. DeGroot, M. H. (1970). Optimal Statistical Decisions. McGraw-Hill.
33. Berger, J. O. (1985). Statistical Decision Theory and Bayesian Analysis. Springer Verlag.
34. Gelman, A., Carlin, J. B., Stern, H. S., and Rubin, D. (1995). Bayesian Data Analysis. Chapman & Hall.
35. Bishop, C. M. (2007). Pattern Recognition and Machine Learning. Springer-Verlag.
36. Hastie, T., Tibshirani, R., and Friedman, J. (2009). The Elements of Statistical Learning: Data Mining,
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37. Duda, R. O., Hart, P. E., and Stork, D. G. (2001). Pattern Classification (2nd edition). Wiley.

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Tatsachen Quine Rorty I 217
Quine: "Dog ist das englische Wort für "Hund"" und "Robinson glaubt an Gott" das ist kein Wahrheitstyp, der einen "Tatbestand", etwas "Tatsächliches" zum Ausdruck bringt. Quine bietet uns also anstelle der positivistischen Unterscheidung zwischen konventioneller und empirisch bestätigter Wahrheit sozusagen eine Unterscheidung zwischen Wahrheit kraft Konvergenz und Wahrheit kraft Korrespondenz an.
Davidson....Quineschen Auflösung der Unterscheidung zwischen Bedeutungsfragen und Tatsachenfragen.

Quine I 426f
Tatsachen/Quine: nicht etwas Vermittelndes, nach dem Bild unserer Sätze (VsSellars, VsWittgenstein?) - besser: "wahrer Satz" oder "wahre Proposition". - Tatsachen nicht erforderlich,vor allem nicht zusätzlich zu Propositionen.
II 37
Ein weiterer Begriff, den ich vor dem Abgrund des Transzendentalen retten möchte, ist der des Tatsächlichen, der sich bei der Theorie der radikalen Übersetzung als relevant erweist. Es wird dabei von keinem Tatbestand entschieden, welches der beiden Handbücher recht hat. Und dieser Begriff des Tatsächlichen ist weder transzendental, noch soweit epistemologisch. ++
II 37
Tatsächliches: radikale Übersetzung: kein Tatbestand entscheidet, welches der Handbücher recht hat - Tatsächliches ontologisch, naturalistisch - weder transzendental noch epistemologisch - physikalische Bedingungen, nicht empirische Fähigkeiten - Uminterpretation nur bei anderen, nicht bei uns. - Tatsächlichkeit, wie Schwerkraft, ist unserer Natur intern.
VI 113
Tatsache/Quine: können wir streichen. - Es ist eine Tatsache trägt nichts bei. - Nur Scheinfundierung in Korrespondenztheorie. - Einer Tatsache entspricht ein wahrer Satz als ganzes. - "Es ist wahr dass" ist notwendig bei Sätzen, die nicht vorliegen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
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Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
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Rorty II (e)
Richard Rorty
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Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
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Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Terminologien Gould I 190
1. Stasis: Die meisten Arten zeigen während ihrer Anwesenheit auf der Erde kaum Veränderung in der einen oder anderen Richtung. 2. Plötzliches Auftreten: In allen Lebensbereichen treten Arten nicht aufgrund unablässiger Veränderungen ihrer Vorläufer auf, sondern plötzlich und "voll ausgebildet".
I 191
Evolution/Gould: Evolution geht im Wesentlichen auf zweierlei Weise vor sich: a)
Def phyletische Transformation: Eine Gesamtpopulation verändert sich von einem Zustand zu einem anderen hin. Würden sich alle evolutionären Veränderungen auf diese Weise ereignen, könnte sich das Leben nicht lange halten. (Siehe Evolution/Gould).
b)
Def Speziation: Neue Arten zweigen sich von bisherigen ab. Alle Theorien der Speziation gehen davon aus, dass Aufspaltungen bei sehr kleinen Populationen rasch eintreten. Bevorzugt wird die "allopatrische" (an einem anderen Ort geschehende) Speziation von den meisten Theoretikern. (Das ist die orthodoxe Auffassung).
Bei der "sympatrischen" Speziation treten neue Formen innerhalb des Verbreitungsgebiets der bisherigen Form auf.
I 198
Def Präadaption: Präadaption ist aus der These hergeleitet, dass in den Anfangsstadien andere Funktionen erfüllt worden sind. Bsp Ein halber Kiefer konnte die Kiemen stützen. Ein halber Flügel mag zum Fang von Beutetieren gedient haben, oder zur Kontrolle der Körpertemperatur.
I 240
Def Eozoon: Ein Eozoon ist die Frühform eines Tieres.
I 256
Def Protisten: Protisten sind einzelligen Vorläufer. Def Metazoen: Metazoen sind vielzelligen Nachkommen.
I 258
Def homologe Ähnlichkeit gemeinsame Vorläufer: Zwei Organismen können dasselbe Merkmal besitzen, weil sie es von einem gemeinsamen Vorfahren bekommen haben. Def analoge Ähnlichkeit: keine gemeinsamen Vorläufer: Wenn zwei Organismen ein gemeinsames Merkmal aufweisen, das das Ergebnis einer getrennten, aber ähnlichen evolutionären Veränderung in voneinander unabhängigen Entwicklungslinien darstellt.
I 281
Def Parallelismus, Def Konvergenz: Parallelismus ist eine getrennte Entwicklung ähnlicher Merkmale im Verlauf der Evolution. Diese tritt sehr häufig auf.
II 56
Def Diploid: Tiere, die in beiden Geschlechtern gepaarte Chromosomen aufweisen, sind diploid. Manche Tiere verwenden zur Geschlechtsbestimmung ein anderes Merkmal: Die Weibchen sind diploid, aber die Männchen haben anstelle jedes weiblichen Paars nur ein Chromosom und werden als
Def Haploid bezeichnet. Haploid bedeutet nur ein Chromosom zu haben (die Hälfte der diploiden Anzahl). Mit anderen Worten: Die Männchen entwickeln sich ironischerweise aus unbefruchteten Eiern und haben keinen Vater. Befruchtete Eier dagegen erzeugen diploide Weibchen.
Tiere, die dieses System verwenden, werden
Def Haplodiploid genannt: Die Männchen entwickeln sich aus unbefruchteten Eiern und haben keinen Vater. Befruchtete Eier dagegen erzeugen diploide Weibchen. Damit kann die Anzahl der Weibchen gesteuert werden.
II 57
Dieses faszinierende System kann dazu beitragen, den Ursprung der sozialen Systeme bei Ameisen zu erklären. Oder auch, Bsp dass eine männliche Milbe vor ihrer eigenen Geburt stirbt, nachdem sie im Mutterleib ihre Schwestern befruchtet hat. Mindestens 10% aller bekannten Tierarten sind haplodiploid.
II 186
Def homöotische Mutation: Beine oder Teile von Beinen ersetzen eine Vielzahl von Strukturen am Kopf vor allem Fühler und Teile des Mundes. Nicht alle falsch platzierten Teile stellen Homöosen dar. William Bateson (nicht Gregory), der später das Wort Genetik erfand, nannte homöotisch nur Fälle, in denen Organe ersetzt werden, die den gleichen Entwicklungs- oder Evolutionsursprung haben.
II 192
Lebensfähige Homöoten, die die Urformen nachbilden, sind nicht wirklich wiedergeborene Vorfahren. Es werden doppelte Elemente ausgebildet, keine alten Muster wiedergefunden.
II 193
Es wird durch diese Dinge deutlich, wie wenige Gene für die Regulierung der Grundordnung im Körper einer Fruchtfliege verantwortlich sind.
II 240
Def Zoozentrisch: Zoozentrismus ist die Sichtweise, die aus dem Verhalten anderer Tiere allgemeine Prinzipien ableitet und dann den Menschen vollständig in diese Rubrik hinein subsumiert, weil wir unbestreitbar auch Tiere sind. Def Anthropozentrisch: Anthropozentrismus ist die Sichtweise, die versucht, die Natur in uns zu subsumieren, indem sie unsere Besonderheiten als das Ziel des Lebens von Anfang an betrachtet.
Die zoozentrische Auffassung kann bis zur Karikatur ausgedehnt werden, die häufig dann als der "nichts als Irrtum" bezeichnet wird: Der Mensch sei "nichts anderes als" ein Tier (Reduktionismus).
Die Populärwissenschaft überschwemmt uns mit der übermäßig ausgedehnten Version des Zoozentrismus.
II 331
Def "Gendrift"/Gould: Gendrift ist der Prozess der zufälligen Zu- oder Abnahme der Genfrequenz.
II 352
Def Klade: Die Klade ist ein Zweig an einem Evolutionsbaum. Der Kladismus versucht, für eine Reihe verwandter Arten das Muster der Verzweigung zu etablieren.
II 353
Def Schwestergruppe: Die Schwestergruppe bildet ein auf dem Kopf stehendes Ypsilon. Dies sind zwei Stämme, die einen gemeinsamen Vorfahren teilen, von dem kein anderer Stamm abzweigt. Bsp Gorillas und Schimpansen bilden eine Schwestergruppe. Wir können dann die Schimpansen-Gorilla-Gruppe als Einheit betrachten und fragen, welcher Primat mit ihr die Schwestergruppe bildet.
II 354
Def abgeleitete Merkmale: Abgeleitete Merkmale sind Eigenschaften, die nur bei Mitgliedern einer direkten Abstammungslinie vorkommen. Bsp Alle Säugetiere haben Haare, das ist bei keinem anderen Wirbeltier der Fall.
II 355
Haare sind für die Klasse der Säugetiere ein abgeleitetes Merkmal, weil sie sich nur einmal beim gemeinsamen Vorfahren der Säugetiere entwickelt haben und daher einen echten Zweig im Stammbaum der Wirbeltiere identifizieren. Gemeinsame abgeleitete Merkmale sind zwei oder mehreren Stämmen gemeinsam und können benutzt werden, um Schwestergruppen zu identifizieren.
II 356
GouldVsKladismus: Die meisten abgeleiteten Merkmale sind zweideutig: Sie neigen entweder dazu, zu einfach abgrenzbar zu sein, oder sie sind adaptiv so vorteilhaft, dass mehrere Stämme sie durch natürliche Auslese unabhängig voneinander entwickelt haben.
II 360
Def Klassifikation (Kladismus): Klassifikation wurde entworfen, relative Ausmaße von Ähnlichkeit widerzuspiegeln. Def Phenetismus: Phenetismus ist eine andere Theorie der Klassifikation, sie konzentriert sich lediglich auf die Gesamtähnlichkeit und versucht, dem Vorwurf der Subjektivität zu entgehen, indem sie sich auf eine große Anzahl von Merkmalen beruft, die alle numerisch ausgedrückt und vom Computer bearbeitet werden.
II 374
Def "Telegonie": Merkmale längst ausgestorbener Vorfahren tauchen wieder auf. Sie sind "Nachkommen aus der Entfernung". Telegonie bezeichnet die Vorstellung, dass ein Erzeuger Nachkommen beeinflussen könnte, die nicht von ihm gezeugt wurden.
Def "Pangenesis" 1868, provisorisch von Darwin entwickelt: These: Alle Zellen des Körpers erzeugen kleine Partikel, "Gemmulae", die im ganzen Körper kreisen, sich in den Geschlechtszellen sammeln und schließlich die Merkmale an die Nachkommen übertragen.
GouldVs"Pangenesis: Da die "Gemmulae" sich verändern können, können angeeignete Merkmale vererbt werden. Das wäre Lamarckismus.
II 377
Def Orthogenese: Orthogenese ist die Annahme, nach der ein vorgezeichneter Pfad befolgt wird.
IV 103
Doktrin der Uniformität (vertreten von Charles Lyell und James Hutton): Die obersten Erdschichten seien seit Millionen Jahren unverändert.
IV 153
Def Monogenie (19. Jahrhundert): These: Monogenie ist die These, dass eine gemeinsame Abstammung aller Menschen von den Stammeltern Adam und Eva vorliegt. (Niedere Rassen seien später von ursprünglicher Perfektion degeneriert.) Def Polygenie (19. Jahrhundert): These: Adam und Eva seien nur die Vorfahren der weißen Völker.
IV 159
Def Unterart: Eine Unterart ist eine Population, die ein bestimmtes geographischen Gebiet bewohnt.
IV 357
Def sympatrisch: Sympatrisch heißt "am selben Ort". Def allopatrisch: Allopatrisch heißt "an getrennten Orten". (Man nimmt an, dass Arten sich nur getrennt entwickeln können.)

III 19
Das "Volle Haus": ist ein zentrales Argument Goulds: Die natürliche Realität ist eine Ansammlung von Individuen in Populationen. Variation ist nicht reduzierbar sondern "real" in dem Sinn, dass daraus "die Welt besteht". Fehler: Populationen (nach Platon) immer als "Durchschnitt" zu beschreiben, der dann als "typisch" gilt.
III 67
Das "Volle Haus": Das "Volle Haus" spiegelt die Notwendigkeit wider, sich nicht immer nur auf ein abstraktes Maß eines Durchschnitts oder einer zentralen Tendenz zu konzentrieren, sondern auf die Variation innerhalb ganzer Systeme. Fehler: Es ist ein Fehler, ein wahrscheinliches Ergebnis für ein einzelnes Individuum als Maß für eine zentrale Tendenz zu betrachten.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Terminologien Wright I 41
"Plattitüde"/Wright: "P" ist wahr dann und nur dann, wenn "P" mit den Tatsachen übereinstimmt CP Korrespondenzplattitüde/CP/Wright: "P" ist wahr dann und nur dann, wenn die Dinge so sind, wie "P" sagt, daß sie sind - Deflationismus/Wright: akzeptiert (wie wir auch) folgende Plattidüden: etwas behaupten heißt, etwas als wahr darzustellen, jeder wahrheitsfähige Gehalt hat eine sinnvolle Negation, wahr zu sein bedeutet, den Tatsachen zu entsprechen, eine Aussage kann gerechtfertigt werden, ohne wahr zu sein, und umgekehrt
I 60
Epistemische Einschränkung: EC: wenn P wahr ist, dann gibt es Evidenz dafür - > erzwingt Revision der Logik, sonst kann P nicht wahr sein, wenn keine Belege vorliegen
I 99
Platituden: heißen so, weil sie ein gewichtiges metaphysischen Reich vermeiden helfen sollen
I 108ff
Def Evidenztranszendenz: das Vorhandensein entscheidbarer Parameter muss nicht sicherstellen, dass die Antwort auf die Frage gleichermaßen entscheidbar ist
I 115
Irrtumstheorie: Mackie, (Ethik) Field (Mathematik). Alles müsste, um wahr gemacht zu werden, auf ein metaphysisches Reich zurückgeführt werden. Es gibt aber kein metaphysisches Reich!
ad I 115ff
Irrtumstheorie/(s): eine Theorie die zu erklären versucht, warum unsere Intuitionen anders sind, als die Theorie behauptet.
I 118ff
Konvergenz 1: schwach: bloß Tendenz - stärker: Konv 2: erzwingt Konvergenz - Def minimale Wahrheitsfähigkeit: verlangt Anwendung von Maßstäben für Behauptbarkeit und damit die Existenz von Kriterien - Vs: "geeignete Umstände" unklar - VsWright: Diskurs über das Komische: nicht minimal wahrheitsfähig. - WrightVs: es gibt gar keine "permissiven Bedingungen" - Konvergenzplatitude/Repräsentationsplatitude/Wright: divergenter Output kann nur durch divergenten Input erklärt werden - Def kognitive Nötigung: ein Diskurs erzwingt kognitive Nötigung wenn Divergenzen nur durch divergenten Input erklärt werden können - Tradition: moralischer Diskurs erfüllt die Kriterien der kognitiven Nötigung nicht - Wright: Kognitive Nötigung ist aber kompatibel mit flexiblen Maßstäben, sie ist eine zusätzliche Bedingung für minimal wahrheitsfähige Diskurse
I 138
Wright pro Konvergenz auch beim Diskurs über das Komische.
I 150
Verfestigung/Wright: eine Verfestigung wird den modalen Status ändern. Ob P wahr ist, mag kontingent sein, aber wenn P wahr ist, ist die Aussage notwendig, daß P tatsächlich wahr ist. - Problem: das sollte nicht für die Basisgleichung für Gestalt gelten - weiteres Problem: "wenn S in denselben Umständen wäre, würde er gleich urteilen": wenn in anderen möglichen Welten zu viel seine Gültigkeit behält, müßte die Gleichung in allen MöWe wahr sein und die Unterscheidung wird fraglich.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Theorien Putnam VI 389
Theorie/Putnam: frühere Theorien sind Grenzfälle (limiting cases, Spezialfälle) späterer Theorien. - Das ist Konvergenz. - Das erklärt auch, warum theoretische Termini (TT) ihre Referenz behalten.
VI 392
Ideale Theorie/Putnam: wenn wir die Erfüllungsrelation als unintendiert erkennen können, ist es sinnlos zu sagen, daß sogar die ideale Theorie "in Wirklichkeit" falsch sein könnte.
I (a) 49
Bedeutung/Theorie/PutnamVsCarnap/VsPositivismus: die Theorie bestimmt nicht die Bedeutung. - Sonst würde der Begriff Gravitation sich ändern, wenn ein 10. Planet entdeckt würde. - Außerdem verlangen die Positivisten, dass die Theorie auch von allen Zusatzannahmen abhängig ist, sonst würde das Schema von Theorie und Voraussage zusammenbrechen.
I (b) 63
Theorie/Putnam: zwei Theorien müssen nicht gleichbedeutende Begriffe haben, sondern nur gleiche Referenz.
I (c) 97
Wahrheit/Logik/Putnam: die Bedeutung von "wahr" und der Junktoren ist nicht durch deren formale Logik festgelegt - > Holismus. - >Quine: die Unterscheidung zwischen der ganzen Theorie und Bedeutungen von einzelnen Aussagen ist nutzlos.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Theorien Rorty IV (a) 18
Instrumentalismus: (von Dewey her kommend): Ernest Nagel, Dummett, van Fraassen: Unterscheidung »x glauben« und »den Begriff x heuristisch verwenden« ist ganz unerheblich. Bloß verbal. >Instrumentalismus.
IV (a) 37
Theorie/Begriffe/Rorty: bei der Entwicklung unserer Theorien ist uns nichts besseres in den Sinn gekommen als die Ausdrucksweise der Neurophysiologie. Daher wussten wir von vornherein, dass weder die Grünheit noch die göttliche Gnade oder der Klassenkampf eine Rolle spielen würde, wenn es darum ginge, unseren Erwerb der Ausdrücke »grün«, »Gnade«, oder »Klassenkampf« zu erklären. >Spracherwerb.
IV (a) 35
Rorty: (auch Mary Hesse): wir werden niemals eine Bedeutung des Ausdrucks »Konvergenz« bekommen, unter die auch Begriffe und Überzeugungen fallen. (Das bräuchten aber Williams, Nagel und Harman). >Konvergenz.
IV (a) 36
Wissenschaftstheorie/Konvergenz/»wahr machen«: die Wissenschaftstheorie erzählt uns, dass Newton eines Tages die prächtige Idee der Gravitation gehabt hat. Sie schweigt sich aber darüber aus, wie die Gravitation es bewirkt hat, dass Newton auf ihren Begriff gekommen ist. Also wie die Welt uns leitet.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Unerforschlichkeit Putnam III 122
Absolute Realität/PutnamVsDescartes: ihre Vertreter haben die falsche Tendenz, sekundäre Qualitäten mit Empfindung sekundärer Qualitäten gleichzusetzen. - Auch Williams scheint sich ein Bild der Welt ohne Farben zu machen. - Williams: Idealfall: Theorie der Erkenntnis und des Irrtums.
III 132
Absolute Realität/Williams: erklärt uns, aber nicht fremden Wissenschaftlern, wie wir sie verstehen. - PutnamVs: also doch bloß lokal. - Absolute Realität/Putnam: würde auch Konvergenz erfordern. QuineVsKonvergenz: Unerforschlichkeit der Referenz.
III 134
Absolute Realität/Williams: ohne normative Begriffe. - PutnamVs: gerade deshalb haben wir das Problem der Unbestimmtheit der Übersetzung. - Putnam These: es sind viele wahre Beschreibungen der Welt in verschiedenen Vokabularen möglich.
III 133
Referenz/Fodor: nach Quines Kritik an der Unerforschlichkeit (Unbestimmtheit) der Referenz: wir müssen uns an Einzelwissenschaften oder alltagssprachliche Kausalität halten.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Vagheit Wright I 129f
Farbe/Vagheit/Wright: Farbschattierungen könnten charakterisiert werden als "erlaubt die Beschreibung als vage". Man könnte etwas als "rot" bezeichnen, ohne darauf verpflichtet zu sein. Aber soll man deswegen sagen, daß das sowohl verpflichtende als auch permissive Züge hat? Oder sollten wir eher folgern, daß es falsch ist von "Grenzfällen" zu sprechen, die Entscheidungen zulassen, aber nicht vorschreiben? DF Vagheit: bedeutet nicht die Existenz eines "Zwischenreichs"!
Vagheit/Wright: ist vielmehr die Tatsache, daß der Kontrast zwischen dem, was "rot" vorschreibt, und dem, was "nicht rot" vorschreibt, nicht überall eindeutig ist. Auch uneindeutige Schattierungen kontrastieren aber mit eindeutigen. ((s) WittgensteinVs, Sorites).
Vagheit/Konvergenz/Bedingungen/Kriterien/Wright: Könnte es nicht einen völlig permissiven Diskurs geben? Es ist klar, daß der Kontrast zwischen Bedingungen, die eine Behauptung erlauben, und solchen für die dies nicht gilt, selbst nicht völlig permissiv sein kann! DF.
Es könnte sonst keine Information ohne zusätzliche Information geben. Nichts würde durch die "Korrektheit" einer solche Information ausgeschlossen werden ("schlechthin"). Es gäbe dann aber nichts, worin diese Korrektheit bestehen könnte.

II 226ff
Vagheit/Sorites/Wright: die Existenz von Grenzfällen beinhaltet nicht verschwommene Grenzen - unscharfe Grenzen statt dessen unscharf im logischen Raum - Freg/Russell: Mangel unserer Sprache - WrightVs: vage Prädikate bloß partielle Funktionen - konsistent mit scharfer Unterscheidung zwischen Fällen wo anwendbar und wo nicht - nicht Mangel an Instruktion, sondern die I verlangen, daß die Grenzen gar nicht gezogen werden - Kontinuität der Welt - II 230 nicht Reflex unserer geistigen Schwäche

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Wissenschaft Rorty IV (a) 13ff
Wissenschaft/Tradition: sie sei eine besondere Methode oder durch eine besondere Beziehung zur Realität ausgezeichnet. Quine: über die Wissenschaftstheorie hinaus sei im übrigen keine Philosophie vonnöten. (RortyVs). Hempel: zeigte, dass diese Abgrenzung nicht so leicht vorzunehmen ist.
IV (a) 35
Konvergenz/Wissenschaft/Rorty:(auch Mary Hesse): wir werden niemals eine Bedeutung des Ausdrucks »Konvergenz« bekommen, unter die auch Begriffe und Überzeugungen fallen. - (Das bräuchten aber Williams, Nagel und Harman).
VI 10/11
Wissenschaft/Wahrheit/Rorty kein Ziel der Forschung. - Bei einem Ziel muss man wissen, ob man darauf zusteuert, oder davon abkommt. - Stattdessen: Wissenschaft ermöglicht Vorhersagen.
VI 209
Wissenschaft/Rorty: ich halte eine Unterscheidung für wichtig, die bei McDowell nicht vorkommt: 1. Teilchenphysik mitsamt dem die Mikrostruktur betreffenden Teil der Naturwissenschaft.
2. Der gesamte Rest der Naturwissenschaft.
Rorty: die Teilchenphysik übt eine zu starke Faszination aus: >Unbestimmtheit. (Nicht alles ist nach Heisenberg zu erklären!).
VI 374f
Def Wissenschaft als natürliche Art /Rorty: eine Wissenschaft, die so definiert wird, stellt immer die gleichen Fragen. Rorty These: Philosophie ist keine natürliche Art!

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wunder Lewis V 46
Wunder/Ähnlichkeit/Mögliche Welten/kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis: die Ähnlichkeitsrelation zwischen möglichen Welten sollte nicht erfordern, dass in abweichenden Welten Wunder nötig werden. Ähnlichkeitsrelation/Lewis: ich glaube nicht, dass sie unser explizites Urteil oft leiten, aber die Gesamtähnlichkeit muss Teil der gesuchten Ähnlichkeitsrelation sein. - Übereinstimmung lokaler Tatsachen nicht wichtig, wohl aber Vermeidung größerer Verletzungen von Naturgesetzen. Bsp kleines Wunder: Nixon drückt den Knopf, aber das Signal wird unterdrückt.
Großes Wunder: außerdem werden alle Spuren verwischt, Nixons Memoiren gefälscht usw., d.h. die Welten werden ununterscheidbar.
V 48
Kleines Wunder: erlaubt Abweichung. - Großes Wunder: erlaubt Konvergenz.
V 49
Divergenz ist viel einfacher zu erreichen als Konvergenz. - Kontrafaktische Asymmetrie: gibt es, weil die geeigneten Standards der Ähnlichkeit ihrerseits symmetrisch sind und der Asymmetrie von Wundern entsprechen. -
V 53
Es geht sehr wohl um die Gewichtung verschiedener Ähnlichkeiten.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Zentralbank Stansbury Summers I
Zentralbank/Inflation Targeting/Zinsen/Säkulare Stagnation/Summers/Stansbury: Konventionelle politische Diskussionen wurzeln in der (inzwischen alten) neukeynesianischen Tradition, makroökonomische Probleme als Ausdruck von Reibungen zu betrachten, die die Konvergenz zu einem klassischen marktgerechten Gleichgewicht verlangsamen. Die Idee ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation, einem sinkenden neutralen Realzins und einer effektiven Untergrenze der Nominalzinsen die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung verhindern kann. Nach dieser Ansicht ist alles, was zur Senkung der Realzinsen getan werden kann, konstruktiv, und mit ausreichender Zinsflexibilität kann die säkulare Stagnation überwunden werden. Da das unmittelbare Problem in den überhöhten Realzinsen besteht, ist es selbstverständlich, zuerst auf die Zentralbanken und die Geldpolitik zu schauen, um eine Lösung zu finden. Die nahezu universelle Tendenz der Zentralbanker bestand darin, das Zusammenfallen von sehr niedrigen Realzinsen und nicht beschleunigter Inflation als Beweis für den Rückgang des neutralen Realzinses zu interpretieren und konventionelle geldpolitische Rahmenbedingungen mit einem veränderten neutralen Realzins zu verwenden. Der Anteil der zinssensiblen Gebrauchsgütersektoren am BIP ist zurückgegangen. Die Bedeutung von gezielten Spareffekten hat mit sinkenden Zinsen zugenommen, während die negativen Auswirkungen von Zinssenkungen auf das verfügbare Einkommen mit dem Anstieg der Staatsverschuldung zugenommen haben. Sinkende Zinsen im aktuellen Umfeld untergraben die Kapitalposition der Finanzintermediäre und damit ihre Kreditkapazität.
Im ominösesten Fall, bei dem Zinssenkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, kann es sein, dass es keinen Realzins gibt, der mit der vollen Ressourcennutzung vereinbar ist. Auch wenn Zinssenkungen an allen Stellen die Nachfrage unmittelbar erhöhen, gibt es erheblichen Grund zur Sorge, wenn dieser Effekt schwach ist.
Aus makroökonomischer Sicht fördern niedrige Zinsen den Verschuldungsgrad und die Vermögensblasen, indem sie die Fremdkapitalkosten und Diskontierungsfaktoren senken und die Anleger ermutigen, nach Rendite zu streben. Fast jede Darstellung der Finanzkrise 2008 weist den Folgen der sehr niedrigen Zinssätze, die Anfang der 2000er Jahre herrschten, zumindest eine gewisse Rolle zu. Aus mikroökonomischer Sicht beeinträchtigen niedrige Zinsen die Gesundheit der Finanzintermediäre, indem sie ihre Rentabilität verringern und die effiziente Kapitalallokation behindern, indem sie es selbst den schwächsten Unternehmen ermöglichen, Schuldendienstverpflichtungen nachzukommen. Außerdem können sie den Wettbewerb behindern, indem sie etablierte Unternehmen bevorzugen.
Diese Überlegungen legen nahe, dass die Senkung der Zinssätze als Reaktion auf die säkulare Stagnation nicht nur unzureichend, sondern sogar kontraproduktiv sein könnte. (...) Die Rolle bestimmter Reibungen und Rigiditäten bei der Stützung von Konjunkturschwankungen sollte im Vergleich zu einem grundlegenderen Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage heruntergespielt werden. Wenn die Senkung der Zinssätze unzureichend oder kontraproduktiv ist, ist der Einfallsreichtum der Zentralbanker bei der Lockerung der Geldpolitik in einem Umfeld säkularer Stagnation genau das, was nicht gebraucht wird. Was wir brauchen, sind Geständnisse der Ohnmacht, um die Bemühungen der Regierungen zur Förderung der Nachfrage durch Finanzpolitik und andere Mittel anzuregen. ((s) Vgl. zur Zinspolitik auch >Neo-Fisher-Effekt/Uribe.)


Summers, Lawrence H. & Anna Stansbury: Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08




Gegenargumente gegen Summers und Stansbury:

Taylor III
Inflation Targeting/Zinsen/Zentralbank/Löhne/Ökonomie/TaylorVsSummers/TaylorVsStansbury/Lance Taylor: Was die Inflation betrifft, so ignorieren sowohl die Zentralbanken als auch [Summers und Stansbury] die Fakten, dass die Inflation ein kumulativer Prozess ist, der von widersprüchlichen Ansprüchen auf Einkommen und Vermögen getrieben wird, und dass in den letzten fünf Jahrzehnten Gewinne fast alle Forderungen erfasst haben. Betrachten Sie den realen "Produktlohn", den Nominal- oder Geldlohn geteilt durch einen Erzeugerpreisindex (PPI), um die Kosteninflation zu korrigieren, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Angenommen, es gibt ein anfängliches Inflationsgleichgewicht (...). Der Vorschlag von [Summers und Stansbury], die Fiskalpolitik zur Stimulierung der Gesamtnachfrage zu nutzen, würde die Inflationskurve nach oben treiben (...) mit einer schnelleren Inflation und einem etwas niedrigeren Lohnanteil im Makrogleichgewicht (...) entlang des stabilen Aktienplans. Angesichts des Verschwindens von NAIRU [Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment] in den letzten zwei Jahrzehnten ist nicht klar, wie stark diese Aufwärtsbewegung sein könnte. >Inflation Targeting/Taylor.


Taylor, Lance: Central Bankers, Inflation, and the Next Recession, in: Institute for New Economic Thinking (03/09/19), URL: http://www.ineteconomics.org/perspectives/blog/central-bankers-inflation-and-the-next-recession
Zentralbank Summers Summers I
Zentralbank/Inflation Targeting/Zinsen/Säkulare Stagnation/Summers/Stansbury: Konventionelle politische Diskussionen wurzeln in der (inzwischen alten) neukeynesianischen Tradition, makroökonomische Probleme als Ausdruck von Reibungen zu betrachten, die die Konvergenz zu einem klassischen marktgerechten Gleichgewicht verlangsamen. Die Idee ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation, einem sinkenden neutralen Realzins und einer effektiven Untergrenze der Nominalzinsen die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung verhindern kann. Nach dieser Ansicht ist alles, was zur Senkung der Realzinsen getan werden kann, konstruktiv, und mit ausreichender Zinsflexibilität kann die säkulare Stagnation überwunden werden. Da das unmittelbare Problem in den überhöhten Realzinsen besteht, ist es selbstverständlich, zuerst auf die Zentralbanken und die Geldpolitik zu schauen, um eine Lösung zu finden. Die nahezu universelle Tendenz der Zentralbanker bestand darin, das Zusammenfallen von sehr niedrigen Realzinsen und nicht beschleunigter Inflation als Beweis für den Rückgang des neutralen Realzinses zu interpretieren und konventionelle geldpolitische Rahmenbedingungen mit einem veränderten neutralen Realzins zu verwenden. Der Anteil der zinssensiblen Gebrauchsgütersektoren am BIP ist zurückgegangen. Die Bedeutung von gezielten Spareffekten hat mit sinkenden Zinsen zugenommen, während die negativen Auswirkungen von Zinssenkungen auf das verfügbare Einkommen mit dem Anstieg der Staatsverschuldung zugenommen haben. Sinkende Zinsen im aktuellen Umfeld untergraben die Kapitalposition der Finanzintermediäre und damit ihre Kreditkapazität.
Im ominösesten Fall, bei dem Zinssenkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, kann es sein, dass es keinen Realzins gibt, der mit der vollen Ressourcennutzung vereinbar ist. Auch wenn Zinssenkungen an allen Stellen die Nachfrage unmittelbar erhöhen, gibt es erheblichen Grund zur Sorge, wenn dieser Effekt schwach ist.
Aus makroökonomischer Sicht fördern niedrige Zinsen den Verschuldungsgrad und die Vermögensblasen, indem sie die Fremdkapitalkosten und Diskontierungsfaktoren senken und die Anleger ermutigen, nach Rendite zu streben. Fast jede Darstellung der Finanzkrise 2008 weist den Folgen der sehr niedrigen Zinssätze, die Anfang der 2000er Jahre herrschten, zumindest eine gewisse Rolle zu. Aus mikroökonomischer Sicht beeinträchtigen niedrige Zinsen die Gesundheit der Finanzintermediäre, indem sie ihre Rentabilität verringern und die effiziente Kapitalallokation behindern, indem sie es selbst den schwächsten Unternehmen ermöglichen, Schuldendienstverpflichtungen nachzukommen. Außerdem können sie den Wettbewerb behindern, indem sie etablierte Unternehmen bevorzugen.
Diese Überlegungen legen nahe, dass die Senkung der Zinssätze als Reaktion auf die säkulare Stagnation nicht nur unzureichend, sondern sogar kontraproduktiv sein könnte. (...) Die Rolle bestimmter Reibungen und Rigiditäten bei der Stützung von Konjunkturschwankungen sollte im Vergleich zu einem grundlegenderen Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage heruntergespielt werden. Wenn die Senkung der Zinssätze unzureichend oder kontraproduktiv ist, ist der Einfallsreichtum der Zentralbanker bei der Lockerung der Geldpolitik in einem Umfeld säkularer Stagnation genau das, was nicht gebraucht wird. Was wir brauchen, sind Geständnisse der Ohnmacht, um die Bemühungen der Regierungen zur Förderung der Nachfrage durch Finanzpolitik und andere Mittel anzuregen. ((s) Vgl. zur Zinspolitik auch >Neo-Fisher-Effekt/Uribe.)


Summers, Lawrence H. & Anna Stansbury: Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08



Gegenargumente gegen Summers und Stansbury:

Taylor III
Inflation Targeting/Zinsen/Zentralbank/Löhne/Ökonomie/TaylorVsSummers/TaylorVsStansbury/Lance Taylor: Was die Inflation betrifft, so ignorieren sowohl die Zentralbanken als auch [Summers und Stansbury] die Fakten, dass die Inflation ein kumulativer Prozess ist, der von widersprüchlichen Ansprüchen auf Einkommen und Vermögen getrieben wird, und dass in den letzten fünf Jahrzehnten Gewinne fast alle Forderungen erfasst haben. Betrachten Sie den realen "Produktlohn", den Nominal- oder Geldlohn geteilt durch einen Erzeugerpreisindex (PPI), um die Kosteninflation zu korrigieren, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Angenommen, es gibt ein anfängliches Inflationsgleichgewicht (...). Der Vorschlag von [Summers und Stansbury], die Fiskalpolitik zur Stimulierung der Gesamtnachfrage zu nutzen, würde die Inflationskurve nach oben treiben (...) mit einer schnelleren Inflation und einem etwas niedrigeren Lohnanteil im Makrogleichgewicht (...) entlang des stabilen Aktienplans. Angesichts des Verschwindens von NAIRU [Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment] in den letzten zwei Jahrzehnten ist nicht klar, wie stark diese Aufwärtsbewegung sein könnte. >Inflation Targeting/Taylor.


Taylor, Lance: Central Bankers, Inflation, and the Next Recession, in: Institute for New Economic Thinking (03/09/19), URL: http://www.ineteconomics.org/perspectives/blog/central-bankers-inflation-and-the-next-recession

Summers I
Lawrence H. Summers
Anna Stansbury
Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08 23.08. 2019
Ziele Bostrom I 126
Ziele/Superintelligenz/KI-Forschung/Bostrom: Ist es möglich etwas darüber zu sagen, was eine Superintelligenz mit einem entscheidenden
I 127
strategischen Vorteil wünschen würde?
I 129
Intelligenz und Motivation sind in gewisser Weise orthogonal: Wir können sie uns als zwei Achsen vorstellen, die sich über ein Diagramm erstrecken, in dem jeder Punkt einen logisch möglichen künstlichen Agenten darstellt. Diesem Bild könnten einige Qualifikationen hinzugefügt werden. Zum Beispiel könnte es für ein sehr unintelligentes System unmöglich sein, sehr komplexe Motivationen zu haben. ((s) Orthogonalität bedeutet Unabhängigkeit dieser Größen voneinander, weil die Achsen senkrecht aufeinander stehen.)
I 130
Def-Orthogonalitäts-These/Bostrom: Intelligenz und Endziele sind orthogonal: Mehr oder weniger jedes Intelligenzniveau könnte prinzipiell mit mehr oder weniger jedem Endziel kombiniert werden. Gemäss der Orthogonalitäts-These können künstliche Agenten völlig nicht-anthropomorphe Ziele haben.
-Vorhersagbarkeit durch Design:
I 131
(...) noch bevor ein Agent geschaffen wurde, können wir vielleicht etwas über sein Verhalten vorhersagen, wenn wir etwas darüber wissen, wer ihn bauen wird und welche Ziele er haben will. -Vorhersagbarkeit durch Vererbung. Wenn eine digitale Intelligenz direkt aus einer menschlichen Vorlage erstellt wird (wie es bei einer High-Fidelity-Emulation des gesamten Gehirns der Fall wäre), dann könnte die digitale Intelligenz die Motivationen der menschlichen Vorlage erben.
-Vorhersagbarkeit durch konvergente instrumentelle Gründe: (...) Wir können vielleicht etwas über seine unmittelbareren Ziele ableiten, wenn wir die instrumentellen Gründe berücksichtigen, die sich für jedes einer Vielzahl möglicher Endziele in einer Vielzahl von Situationen ergeben würden.
I 132
Def Instrumentale Konvergenzthese / Bostrom: Es lassen sich mehrere instrumentelle Werte identifizieren, die in dem Sinne konvergieren, dass ihre Erreichung die Chancen des Agenten, sein Ziel zu erreichen, für ein breites Spektrum von Endzielen und eine Vielzahl von Situationen erhöhen würde, was impliziert, dass diese instrumentellen Werte wahrscheinlich von einem breiten Spektrum situierter intelligenter Agenten verfolgt werden. >Ziele/Omohundro. Wo es konvergierende instrumentelle Werte gibt, können wir möglicherweise einige Aspekte des Verhaltens einer Superintelligenz vorhersagen:
-Selbstschutz: Die meisten Menschen scheinen ihrem eigenen Überleben einen endgültigen Wert beizumessen. Dies ist kein notwendiges Merkmal künstlicher Agenten: Einige können so konzipiert sein, dass sie ihrem eigenen Überleben keinerlei endgültigen Wert beimessen.
Ziel-Inhalt-Integrität: Wenn ein Agent seine gegenwärtigen Ziele auch in Zukunft beibehält, dann werden seine gegenwärtigen Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit von seinem zukünftigen Selbst erreicht werden. Dies gibt dem Agenten einen gegenwärtigen instrumentellen Grund,
I 133
Änderungen seiner Endziele zu verhindern. Für Software-Agenten, die leicht Körper wechseln oder exakte Duplikate von sich selbst erstellen können, muss die Erhaltung des Selbst als eine bestimmte Implementierung oder ein bestimmtes physisches Objekt kein wichtiger instrumenteller Wert sein. Fortgeschrittene Software-Agenten könnten auch in der Lage sein, Erinnerungen auszutauschen, Fähigkeiten herunterzuladen und ihre kognitive Architektur und ihre Persönlichkeit radikal zu verändern.
I 141
Orthogonalitäts-These/Bostrom: (s.o.) die Orthogonalitäts-These legt nahe, dass man nicht leichtfertig davon ausgehen kann, dass eine Superintelligenz notwendigerweise einen der Endwerte teilt, die stereotyp mit Weisheit und intellektueller Entwicklung des Menschen assoziiert werden (...).
I 270
Ziele/Ethik/Moral/Moral/Superintelligenz/Bostrom: Denken Sie zum Beispiel an das folgende " Vernunft-basierte" Ziel: Tun Sie das, was wir am ehesten von der KI hätten verlangen können.
((s)VsBostrom: Hier wird vorausgesetzt, dass die KI keinen Grund hat, unsere Absichten zu verfälschen.
I 272
Bostrom: Komponenten für Verhaltensentscheidungen: -Ziel Inhalt: Welches Ziel sollte die KI verfolgen? Wie sollte eine Beschreibung dieses Ziels interpretiert werden?
-Entscheidungstheorie: Sollte die KI kausale Entscheidungstheorie, beweiskräftige Entscheidungstheorie, aktualisierungslose Entscheidungstheorie oder etwas anderes verwenden?
-Erkenntnistheorie: Wie sollte die vorrangige Wahrscheinlichkeitsfunktion der KI aussehen (...) Welche Theorie der Anthropologie sollte sie verwenden??
-Bewertung/Rangordnung: Sollten die Pläne der KI vor ihrer Umsetzung einer menschlichen Überprüfung unterzogen werden? Wenn ja, wie sieht das Verfahren für diesen Überprüfungsprozess aus?
>Ethik/Superintelligenz/Bostrom, >Ethik/Superintelligenz/Yudkowsky, >Normen/Bostrom.

Bostrom I
Nick Bostrom
Superintelligence. Paths, Dangers, Strategies Oxford: Oxford University Press 2017
Ziele KI-Forschung Bostrom I 126
Ziele/Superintelligenz/KI-Forschung/Bostrom: Ist es möglich etwas darüber zu sagen, was eine Superintelligenz mit einem entscheidenden
I 127
strategischen Vorteil wünschen würde?
I 129
Intelligenz und Motivation sind in gewisser Weise orthogonal: Wir können sie uns als zwei Achsen vorstellen, die sich über ein Diagramm erstrecken, in dem jeder Punkt einen logisch möglichen künstlichen Agenten darstellt. Diesem Bild könnten einige Qualifikationen hinzugefügt werden. Zum Beispiel könnte es für ein sehr unintelligentes System unmöglich sein, sehr komplexe Motivationen zu haben. ((s) Orthogonalität bedeutet Unabhängigkeit dieser Größen voneinander, weil die Achsen senkrecht aufeinander stehen.)
I 130
Def-Orthogonalitäts-These/Bostrom: Intelligenz und Endziele sind orthogonal: Mehr oder weniger jedes Intelligenzniveau könnte prinzipiell mit mehr oder weniger jedem Endziel kombiniert werden. Gemäss der Orthogonalitäts-These können künstliche Agenten völlig nicht-anthropomorphe Ziele haben.
-Vorhersagbarkeit durch Design:
I 131
(...) noch bevor ein Agent geschaffen wurde, können wir vielleicht etwas über sein Verhalten vorhersagen, wenn wir etwas darüber wissen, wer ihn bauen wird und welche Ziele er haben will. -Vorhersagbarkeit durch Vererbung. Wenn eine digitale Intelligenz direkt aus einer menschlichen Vorlage erstellt wird (wie es bei einer High-Fidelity-Emulation des gesamten Gehirns der Fall wäre), dann könnte die digitale Intelligenz die Motivationen der menschlichen Vorlage erben.
-Vorhersagbarkeit durch konvergente instrumentelle Gründe: (...) Wir können vielleicht etwas über seine unmittelbareren Ziele ableiten, wenn wir die instrumentellen Gründe berücksichtigen, die sich für jedes einer Vielzahl möglicher Endziele in einer Vielzahl von Situationen ergeben würden.
I 132
Def Instrumentale Konvergenzthese / Bostrom: Es lassen sich mehrere instrumentelle Werte identifizieren, die in dem Sinne konvergieren, dass ihre Erreichung die Chancen des Agenten, sein Ziel zu erreichen, für ein breites Spektrum von Endzielen und eine Vielzahl von Situationen erhöhen würde, was impliziert, dass diese instrumentellen Werte wahrscheinlich von einem breiten Spektrum situierter intelligenter Agenten verfolgt werden. >Ziele/Omohundro. Wo es konvergierende instrumentelle Werte gibt, können wir möglicherweise einige Aspekte des Verhaltens einer Superintelligenz vorhersagen:
-Selbstschutz: Die meisten Menschen scheinen ihrem eigenen Überleben einen endgültigen Wert beizumessen. Dies ist kein notwendiges Merkmal künstlicher Agenten: Einige können so konzipiert sein, dass sie ihrem eigenen Überleben keinerlei endgültigen Wert beimessen.
Ziel-Inhalt-Integrität: Wenn ein Agent seine gegenwärtigen Ziele auch in Zukunft beibehält, dann werden seine gegenwärtigen Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit von seinem zukünftigen Selbst erreicht werden. Dies gibt dem Agenten einen gegenwärtigen instrumentellen Grund,
I 133
Änderungen seiner Endziele zu verhindern. Für Software-Agenten, die leicht Körper wechseln oder exakte Duplikate von sich selbst erstellen können, muss die Erhaltung des Selbst als eine bestimmte Implementierung oder ein bestimmtes physisches Objekt kein wichtiger instrumenteller Wert sein. Fortgeschrittene Software-Agenten könnten auch in der Lage sein, Erinnerungen auszutauschen, Fähigkeiten herunterzuladen und ihre kognitive Architektur und ihre Persönlichkeit radikal zu verändern.
I 141
Orthogonalitäts-These/Bostrom: (s.o.) die Orthogonalitäts-These legt nahe, dass man nicht leichtfertig davon ausgehen kann, dass eine Superintelligenz notwendigerweise einen der Endwerte teilt, die stereotyp mit Weisheit und intellektueller Entwicklung des Menschen assoziiert werden (...).
I 270
Ziele/Ethik/Moral/Moral/Superintelligenz/Bostrom: Denken Sie zum Beispiel an das folgende " Vernunft-basierte" Ziel: Tun Sie das, was wir am ehesten von der KI hätten verlangen können.
((s)VsBostrom: Hier wird vorausgesetzt, dass die KI keinen Grund hat, unsere Absichten zu verfälschen.
I 272
Bostrom: Komponenten für Verhaltensentscheidungen: -Ziel Inhalt: Welches Ziel sollte die KI verfolgen? Wie sollte eine Beschreibung dieses Ziels interpretiert werden?
-Entscheidungstheorie: Sollte die KI kausale Entscheidungstheorie, beweiskräftige Entscheidungstheorie, aktualisierungslose Entscheidungstheorie oder etwas anderes verwenden?
-Erkenntnistheorie: Wie sollte die vorrangige Wahrscheinlichkeitsfunktion der KI aussehen (...) Welche Theorie der Anthropologie sollte sie verwenden??
-Bewertung/Rangordnung: Sollten die Pläne der KI vor ihrer Umsetzung einer menschlichen Überprüfung unterzogen werden? Wenn ja, wie sieht das Verfahren für diesen Überprüfungsprozess aus?
>Ethik/Superintelligenz/Bostrom, >Ethik/Superintelligenz/Yudkowsky, >Normen/Bostrom.

Bostrom I
Nick Bostrom
Superintelligence. Paths, Dangers, Strategies Oxford: Oxford University Press 2017
Zinsen Stansbury Summers I
Zinsen/Inflation Targeting/Säkulare Stagnation/Zentralbank/Summers/Stansbury: Konventionelle politische Diskussionen wurzeln in der (inzwischen alten) neokeynesianischen Tradition, makroökonomische Probleme als Ausdruck von Reibungen zu betrachten, die die Konvergenz zu einem klassischen marktgerechten Gleichgewicht verlangsamen. Die Idee ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation, einem sinkenden neutralen Realzins und einer effektiven Untergrenze der Nominalzinsen die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung verhindern kann. Nach dieser Ansicht ist alles, was zur Senkung der Realzinsen getan werden kann, konstruktiv, und mit ausreichender Zinsflexibilität kann die säkulare Stagnation überwunden werden. Da das unmittelbare Problem in den überhöhten Realzinsen besteht, ist es selbstverständlich, zuerst auf die Zentralbanken und die Geldpolitik zu schauen, um eine Lösung zu finden. Die nahezu universelle Tendenz der Zentralbanker bestand darin, das Zusammenfallen von sehr niedrigen Realzinsen und nicht beschleunigter Inflation als Beweis für den Rückgang des neutralen Realzinses zu interpretieren und konventionelle geldpolitische Rahmenbedingungen mit einem veränderten neutralen Realzins zu verwenden. Der Anteil der zinssensiblen Gebrauchsgütersektoren am BIP ist zurückgegangen. Die Bedeutung von gezielten Spareffekten hat mit sinkenden Zinsen zugenommen, während die negativen Auswirkungen von Zinssenkungen auf das verfügbare Einkommen mit dem Anstieg der Staatsverschuldung zugenommen haben. Sinkende Zinsen im aktuellen Umfeld untergraben die Kapitalposition der Finanzintermediäre und damit ihre Kreditkapazität.
Im ominösesten Fall, bei dem Zinssenkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, kann es sein, dass es keinen Realzins gibt, der mit der vollen Ressourcennutzung vereinbar ist. Auch wenn Zinssenkungen an allen Stellen die Nachfrage unmittelbar erhöhen, gibt es erheblichen Grund zur Sorge, wenn dieser Effekt schwach ist.
Aus makroökonomischer Sicht fördern niedrige Zinsen den Verschuldungsgrad und die Vermögensblasen, indem sie die Fremdkapitalkosten und Diskontierungsfaktoren senken und die Anleger ermutigen, nach Rendite zu streben. Fast jede Darstellung der Finanzkrise 2008 weist den Folgen der sehr niedrigen Zinssätze, die Anfang der 2000er Jahre herrschten, zumindest eine gewisse Rolle zu. Aus mikroökonomischer Sicht beeinträchtigen niedrige Zinsen die Gesundheit der Finanzintermediäre, indem sie ihre Rentabilität verringern und die effiziente Kapitalallokation behindern, indem sie es selbst den schwächsten Unternehmen ermöglichen, Schuldendienstverpflichtungen nachzukommen. Außerdem können sie den Wettbewerb behindern, indem sie etablierte Unternehmen bevorzugen.
Diese Überlegungen legen nahe, dass die Senkung der Zinssätze als Reaktion auf die säkulare Stagnation nicht nur unzureichend, sondern sogar kontraproduktiv sein könnte. (...) Die Rolle bestimmter Reibungen und Rigiditäten bei der Stützung von Konjunkturschwankungen sollte im Vergleich zu einem grundlegenderen Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage heruntergespielt werden. Wenn die Senkung der Zinssätze unzureichend oder kontraproduktiv ist, ist der Einfallsreichtum der Zentralbanker bei der Lockerung der Geldpolitik in einem Umfeld säkularer Stagnation genau das, was nicht gebraucht wird. Was wir brauchen, sind Geständnisse der Ohnmacht, um die Bemühungen der Regierungen zur Förderung der Nachfrage durch Finanzpolitik und andere Mittel anzuregen. ((s) Vgl. zur Zinspolitik auch >Neo-Fisher-Effekt/Uribe.)


Summers, Lawrence H. & Anna Stansbury: Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08




Gegenargumente gegen Summers und Stansbury:

Taylor III
Inflation Targeting/Zinsen/Zentralbank/Löhne/Ökonomie/TaylorVsSummers/TaylorVsStansbury/Lance Taylor: Was die Inflation betrifft, so ignorieren sowohl die Zentralbanken als auch [Summers und Stansbury] die Fakten, dass die Inflation ein kumulativer Prozess ist, der von widersprüchlichen Ansprüchen auf Einkommen und Vermögen getrieben wird, und dass in den letzten fünf Jahrzehnten Gewinne fast alle Forderungen erfasst haben. Betrachten Sie den realen "Produktlohn", den Nominal- oder Geldlohn geteilt durch einen Erzeugerpreisindex (PPI), um die Kosteninflation zu korrigieren, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Angenommen, es gibt ein anfängliches Inflationsgleichgewicht (...). Der Vorschlag von [Summers und Stansbury], die Fiskalpolitik zur Stimulierung der Gesamtnachfrage zu nutzen, würde die Inflationskurve nach oben treiben (...) mit einer schnelleren Inflation und einem etwas niedrigeren Lohnanteil im Makrogleichgewicht (...) entlang des stabilen Aktienplans. Angesichts des Verschwindens von NAIRU [Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment] in den letzten zwei Jahrzehnten ist nicht klar, wie stark diese Aufwärtsbewegung sein könnte. >Inflation Targeting/Taylor.


Taylor, Lance: Central Bankers, Inflation, and the Next Recession, in: Institute for New Economic Thinking (03/09/19), URL: http://www.ineteconomics.org/perspectives/blog/central-bankers-inflation-and-the-next-recession
Zinsen Summers Summers I
Zinsen/Inflation Targeting/Säkulare Stagnation/Zentralbank/Summers/Stansbury: Konventionelle politische Diskussionen wurzeln in der (inzwischen alten) neukeynesianischen Tradition, makroökonomische Probleme als Ausdruck von Reibungen zu betrachten, die die Konvergenz zu einem klassischen marktgerechten Gleichgewicht verlangsamen. Die Idee ist, dass die Kombination aus niedriger Inflation, einem sinkenden neutralen Realzins und einer effektiven Untergrenze der Nominalzinsen die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung verhindern kann. Nach dieser Ansicht ist alles, was zur Senkung der Realzinsen getan werden kann, konstruktiv, und mit ausreichender Zinsflexibilität kann die säkulare Stagnation überwunden werden. Da das unmittelbare Problem in den überhöhten Realzinsen besteht, ist es selbstverständlich, zuerst auf die Zentralbanken und die Geldpolitik zu schauen, um eine Lösung zu finden. Die nahezu universelle Tendenz der Zentralbanker bestand darin, das Zusammenfallen von sehr niedrigen Realzinsen und nicht beschleunigter Inflation als Beweis für den Rückgang des neutralen Realzinses zu interpretieren und konventionelle geldpolitische Rahmenbedingungen mit einem veränderten neutralen Realzins zu verwenden. Der Anteil der zinssensiblen Gebrauchsgütersektoren am BIP ist zurückgegangen. Die Bedeutung von gezielten Spareffekten hat mit sinkenden Zinsen zugenommen, während die negativen Auswirkungen von Zinssenkungen auf das verfügbare Einkommen mit dem Anstieg der Staatsverschuldung zugenommen haben. Sinkende Zinsen im aktuellen Umfeld untergraben die Kapitalposition der Finanzintermediäre und damit ihre Kreditkapazität.
Im ominösesten Fall, bei dem Zinssenkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben, kann es sein, dass es keinen Realzins gibt, der mit der vollen Ressourcennutzung vereinbar ist. Auch wenn Zinssenkungen an allen Stellen die Nachfrage unmittelbar erhöhen, gibt es erheblichen Grund zur Sorge, wenn dieser Effekt schwach ist.
Aus makroökonomischer Sicht fördern niedrige Zinsen den Verschuldungsgrad und die Vermögensblasen, indem sie die Fremdkapitalkosten und Diskontierungsfaktoren senken und die Anleger ermutigen, nach Rendite zu streben. Fast jede Darstellung der Finanzkrise 2008 weist den Folgen der sehr niedrigen Zinssätze, die Anfang der 2000er Jahre herrschten, zumindest eine gewisse Rolle zu. Aus mikroökonomischer Sicht beeinträchtigen niedrige Zinsen die Gesundheit der Finanzintermediäre, indem sie ihre Rentabilität verringern und die effiziente Kapitalallokation behindern, indem sie es selbst den schwächsten Unternehmen ermöglichen, Schuldendienstverpflichtungen nachzukommen. Außerdem können sie den Wettbewerb behindern, indem sie etablierte Unternehmen bevorzugen.
Diese Überlegungen legen nahe, dass die Senkung der Zinssätze als Reaktion auf die säkulare Stagnation nicht nur unzureichend, sondern sogar kontraproduktiv sein könnte. (...) Die Rolle bestimmter Reibungen und Rigiditäten bei der Stützung von Konjunkturschwankungen sollte im Vergleich zu einem grundlegenderen Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage heruntergespielt werden. Wenn die Senkung der Zinssätze unzureichend oder kontraproduktiv ist, ist der Einfallsreichtum der Zentralbanker bei der Lockerung der Geldpolitik in einem Umfeld säkularer Stagnation genau das, was nicht gebraucht wird. Was wir brauchen, sind Geständnisse der Ohnmacht, um die Bemühungen der Regierungen zur Förderung der Nachfrage durch Finanzpolitik und andere Mittel anzuregen. ((s) Vgl. zur Zinspolitik auch >Neo-Fisher-Effekt/Uribe.)


Summers, Lawrence H. & Anna Stansbury: Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08




Gegenargumente gegen Summers und Stansbury:

Taylor III
Inflation Targeting/Zinsen/Zentralbank/Löhne/Ökonomie/TaylorVsSummers/TaylorVsStansbury/Lance Taylor: Was die Inflation betrifft, so ignorieren sowohl die Zentralbanken als auch [Summers und Stansbury] die Fakten, dass die Inflation ein kumulativer Prozess ist, der von widersprüchlichen Ansprüchen auf Einkommen und Vermögen getrieben wird, und dass in den letzten fünf Jahrzehnten Gewinne fast alle Forderungen erfasst haben. Betrachten Sie den realen "Produktlohn", den Nominal- oder Geldlohn geteilt durch einen Erzeugerpreisindex (PPI), um die Kosteninflation zu korrigieren, mit der die Unternehmen konfrontiert sind. Angenommen, es gibt ein anfängliches Inflationsgleichgewicht (...). Der Vorschlag von [Summers und Stansbury], die Fiskalpolitik zur Stimulierung der Gesamtnachfrage zu nutzen, würde die Inflationskurve nach oben treiben (...) mit einer schnelleren Inflation und einem etwas niedrigeren Lohnanteil im Makrogleichgewicht (...) entlang des stabilen Aktienplans. Angesichts des Verschwindens von NAIRU [Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment] in den letzten zwei Jahrzehnten ist nicht klar, wie stark diese Aufwärtsbewegung sein könnte. >Inflation Targeting/Taylor.


Taylor, Lance: Central Bankers, Inflation, and the Next Recession, in: Institute for New Economic Thinking (03/09/19), URL: http://www.ineteconomics.org/perspectives/blog/central-bankers-inflation-and-the-next-recession

Summers I
Lawrence H. Summers
Anna Stansbury
Whither Central Banking?, in: Project Syndicate (23/08/19), URL: https://www.project-syndicate.org/commentary/central-bankers-in-jackson-hole-should-admit-impotence-by-lawrence-h-summers-and-anna-stansbury-2-2019-08 23.08. 2019

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Wunder Lewis, D. V 49
Divergenz/Konvergenz/Asymmetrie/Lewis: These was Konvergenz mehr zu einem Wunder macht (unwahrscheinlicher) ist die Asymmetrie der Überdetermination:
V 50
was immer passiert, hinterläßt viele und stark verteilte Spuren in der Welt der Zukunft. Sie sind nachher kaum je wieder zusammenzubringen, aber das macht nichts, so lange sie existieren.
Ethik Mackie, J.L. Put V 276
Ethik/Mackie These: Das Gute ist ontologisch »seltsam«: man kann nicht wissen, dass etwas gut ist, ohne eine "Pro-Einstellung im Hinblick auf dieses Etwas zu haben. Das läuft darauf hinaus, dass man den Emotivismus voraussetzt, um ihn zu beweisen. Außerdem setzt es voraus, dass es EINE WAHRE THEORIE gibt. PutnamVsMackie: das heißt aber nicht, dass die sprachliche Verwendung unrichtig ist, es gibt auch Fälle von bewusster Zuwiderhandlung.
Philippa Foot: man kann es sogar darauf abgesehen haben, ein schlechter Mensch zu sein.
V 277
Der Unterschied zwischen präskriptivem und deskriptivem Gebrauch ist keine schlechte Funktion des Vokabulars! Aus der Tatsache, dass »gut« zum Empfehlen gebraucht wird, folgt nicht, dass es keine Eigenschaft ist!
Stegm IV 266
Moral/Ethik/Mackie: These: Primat von Rechten gegenüber Pflichten und Zielen.
IV 286
Moral/Ethik/Mackie: Problem: Ausnahmen für Tiere, Kranke, Behinderte, Alte.
IV 287
These: Hier müssen wir eine humane Einstellung entwickeln, die uns wünschen lässt, dass es Menschen und Tieren wohl ergeht. (Disposition).
IV 287
Moral/Ethik/Mackie: weder teleologisch noch deontologisch: vielmehr methodologisch! Ohne Beziehung auf mythische Entitäten wie "objektive Werte", Verpflichtungen und "transzendentale Notwendigkeiten".
IV 288
Eigenliebe stellt für Mackie einen positiven Wert dar.
IV 288/289
Er hofft, daß "Utilitarismus", "Recht" und "Egoismus" auf ein und dasselbe hinauslaufen werden. >"Konvergenzoptimismus".

Carnap V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
Instum Peacocke, Chr. I 103
Instrument/Smart: (Between Science and Philosophiy,1969) These Verlängerung der Sinne. Wir verwenden wohl Theorie, aber die entspricht der Theorie, die wir einsetzen, wenn wir Gegenstände in der Entfernung wahrnehmen. (>Position). PeacockeVsSmart: dennoch sind die Fälle aus der Sicht des Subjekts verschieden: für das Sehen einer Reihe von Gegenständen in der Entfernung braucht man nicht den Begriff der Konvergenz, korrespondierenden Netzhautpunkten usw.
Konvergenz Putnam, H. Horwich I 389
Konvergenz/Theorie/Putnam: These frühere Theorien sind Spezialfälle (Grenzfälle? limiting case) von späteren Theorien. Das macht es möglich, theoretische Termini (TT) als ihre Referenz über den Theorie-Wechsel hinaus erhaltend zu betrachten.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Instrument Smart, J.C. Peacocke I 103
Instrument/Smart: (Between Science and Philosophiy,1969) These Verlängerung der Sinne. Wir verwenden wohl Theorie, aber die entspricht der Theorie, die wir einsetzen, wenn wir Gegenstände in der Entfernung wahrnehmen. (>Position). PeacockeVsSmart: dennoch sind die Fälle aus der Sicht des Subjekts verschieden: für das Sehen einer Reihe von Gegenständen in der Entfernung braucht man nicht den Begriff der Konvergenz, korrespondierenden Netzhautpunkten usw.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Konvergenz Willams, B. Rorty IV 32
Konvergenz/Bernard Williams These: bei wissenschaftlichen Untersuchungen sollte es in Idealfall eine konvergierende Annäherung an eine Antwort geben.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Konvergenz Nagel, E Hacking I 119
Ernest Nagel: These: Erkenntnis hat die Tendenz zur Akkumulation. Eine neue Theorie subsumiert ältere Theorien. KuhnVsNagel, Ernest.

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996