Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 16 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Aktualismus Stalnaker I 12/1
Aktualismus/Stalnaker: Der Aktualismus nimmt mögliche Welten nicht buchstäblich als Welten an - sondern als Weisen, wie die Welt hätte sein können. Pointe: Kontingente Identität ist nicht erlaubt, wohl aber kontingente Verschiedenheit.
I 120
Aktualismus/Stalnaker: Der Aktualismus ist keine restriktive metaphysische Theorie wie der Materialismus oder der Nominalismus; er ist einfach eine triviale Konsequenz der Bedeutung von "aktual".
I 128
Präsentismus/Stalnaker: (s.o.) Präsentismus ist analog zum Aktualismus in Bezug auf mögliche Welten. These: Wir sind in der Zeit erstreckt so wie wir über mögliche Welten erstreckt sind. Dann können wir echte zeitliche Identität haben (Stalnaker pro). Fusion/Spaltung/personale Identität: Fälle der Fusion oder Spaltung sind dann Fälle, wo getrennte Personen früher identisch waren bzw. eine Person in zwei geteilt wird.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Continuants Lewis IV 41
Modale continuants/mC/Lewis/(s): wenn Individuen aus der mereologischen Summe aller ihrer Gegenstücke bestehen können, könnten sie auch modale continuants sein. - LewisVs: Problem: wenn ich Teil von unzähligen verschiedenen modalen continuants bin, welcher bin ich dann selbst? - Lösung/Lewis: (s.u. Methusalem-Bsp): statt Identität nehmen wir das gemeinsame Teilen von Zuständen. - Dann gibt es nur ein Individuum - modale continuants/Problem. alles was passieren kann, passiert auch. - Bsp Humphrey/Kripke: Humphrey denkt: "Ich hätte gewinnen können". - D.h. ich bin ein modales continuant mit einem Weltzustand, der gewinnt. - D.h. das modale continuant, von dem ein Weltzustand diesen Gedanken denkt, hat einen (anderen) Weltzustand, der gewinnt. LewisVs: Humphrey denkt nur von sich selbst, daher ist es sinnlos anzunehmen, dass er "Teil derselben mereologischen Summe wie der Gewinner" sei.
IV 42
Gegenstück-Theorie/Lewis: nach ihr hat Humphrey selbst Eigenschaften, sodass er mögliche Gewinner als Gegenstücke hat. >ersatz worlds: sind dann solche, in denen derselbe Humphrey bloß eine andere Geschichte durchlebt.
IV 76
Personstadium/continuant/Lewis: ein Stadium ist keine dauerhafte Person - Bsp eine Person mit einem Wunsch ist ein Stadium - (Personzustand, Person-Zustand). Vgl. >Personale Identität.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Dinge Lewis V XIII
Ding/Zeit/Einzelding/dauerhaft/Lewis: dauerhafte Einzeldinge bestehen aus zeitlichen Teilen, die durch verschiedene Arten von Kontinuität vereinigt sind. - ((s) continuants werden hier nicht erwähnt). >zeitliche Identität, >personale Identität, >continuants, vgl. >Veränderung.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Ethik Nozick II 17
Ethik/Nozick: es gibt kein Argument, dem Hitler sich beugen musste. - Das führt dazu, dass wir Ethik nicht als absolut betrachten können aber: Bsp Heimson: bringt nicht in gleicher Weise unser Überzeugungssystem über personale Identität in Gefahr. - Wir haben eher eine Wie-ist’s-möglich-Frage über Ethik als über personale Identität. erklärung/(s):
Heimson-Beispiel: Heimson sagt "Ich bin David Hume." Das stellt ein unlösbares Problem dar. (> J. Perry I 17 > "Mad Heimson", D. Lewis IV 141, 151)
II 118
Kategorischer Imperativ/Kant/Nozick: wenn der Inhalt aus der Form gewonnen werden könnte, wäre er keine "nackte Tatsache" (brute fact) mehr. - Er ergäbe sich notwendig aus der Form.
II 570
Ethik/Nozick: wie wichtig ist sie überhaupt? - Solange die Bedeutung unseres Lebens nicht gezeigt ist, scheinen Ethik und Werte bedeutungslos zu sein.
II 631
Ethik/Moral/Reduktion/Reduktionismus/Nozick: VsReduktionismus: verletze das Prinzip, dass alles einen Wert in sich habe. - NozickVsVs: das ist nicht nur theoretisch falsch, sondern auch moralisch falsch.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Gedächtnis Nietzsche Ries II 81
Gedächtnis/Zur Genealogie der Moral/Nietzsche: es ging niemals ohne Blut, Martern, Opfer ab, wenn der Mensch es für nötig hielt, sich ein Gedächtnis zu machen.
Danto III 212
Gedächtnis/Nietzsche/Danto: Den Menschen charakterisiert er als das Tier, das Versprechen mach und so ein „Gedächtnis des Willens“ hat. (F. Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, KGW VI. 2, S. 308).
Danto III 213
Vergessen/Nietzsche/Danto: das Vergessen ist nicht etwas, das uns zustößt. Es ist etwas, das wir tun. Der Mensch ist das notwendig vergessliche Tier. In diesem Sinne ist Erinnern lediglich Nicht-Vergessen. Problem: Wie wir uns dann als identische Person in der Zeit erfassen können, die immer noch an dasselbe Versprechen gebunden ist. (F. Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, KGW VI. 2, S. 308). (>personale Identität, >zeitliche Identität).
Nach Nietzsche wird der Mensch durch die Technik, Schmerz zuzufügen, berechenbar gemacht.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Ries II
Wiebrecht Ries
Nietzsche zur Einführung Hamburg 1990

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Ich Blackmore Pauen I 244
Ich/Blackmore/Pauen: Blackmore These: Überzeugungen sind nur Akkumulationen von Memen, die sich ständig verändern. VsMinsky, VsDennett: Das Selbst hat auch keinen pragmatischen Wert. >Meme. Unbelastet davon, können wir einen unbefangeneren Zugang zur Gegenwart haben. (Th. NagelVs.)
I 245
IchBlackmore: nicht Ursprung unserer Wünsche, sondern Funktion der Bündelung. PauenVsBlackmore: wie sollte dann überhaupt Kontinuität gewahrt bleiben? >Personale Identität.
Vs: Individuen können sich ganz unterschiedlich zu Wünschen verhalten, auch wenn sie (memgesteuert) zur gleichen sozialen Gruppe gehören.

Blckmo I
S. Blackmore
Consciousness London 2010

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Ich Chalmers I 87
Ich/Chalmers: nachdem ich festgestellt habe, dass die Welt viel größer ist, als ich anfänglich gedacht hatte, sortiere ich die ursprünglichen Erlebnisse als meine eigenen. Vgl. >Apprehension, >Personale Identität, vgl. >Ich/Kant.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Ich Dennett Rorty IV 7
»Ich«/Dennett/Rorty: Dennett macht den Vorschlag, das menschliche Ich als »narrativen Schwerpunkt« vorzustellen. (Auch Charles Taylor): das Ich ändert sich, sobald es eine andere Geschichte darüber erzählt, wer es selbst ist. >Personale Identität, >Selbst, >Person.
Rorty VI 154
Ich/Dennett/Rorty: "narratives Gravitationszentrum". Vgl. >Perspektive/Nagel.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ich Descartes Frank I 76
Ich/Descartes/Anscombe: Descartes hat die Nichtidentität seiner selbst mit einem Körper behauptet. Dieses Argument funktioniert nur in der ersten Person! Jeder hat es also in der Form "Ich bin kein Körper" vorzuführen. >Erste Person.
AnscombeVsDescartes: Prägnanter noch hätte Descartes sagen sollen: "Ich bin nicht Descartes"; denn der Eigenname Descartes benennt nichts anderes als eine Person.
Frank I 84
Ich/Descartes/Anscombe:Ddas Ich ist keine Art von Körper. Ich könnte annehmen, keinen Körper zu haben. >Person, >Körper, >personale Identität.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ich James Diaz-Bone I 40
Selbstbewusstsein/James: a) Wissen von sich ("mich", "sich")
b) Erkennendes Bewusstsein: "Ich". - >Bewusstsein/James.
"Mich": referiert auf äußere Dinge, variabel. sozial, geistig, materiell.
"Ich": dasjenige, was immer dasselbe bleibt, obwohl sich der Bewusstseinszustand ständig wandelt. >Personale Identität.

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996
Identität Locke McDowell I 126/7
Bewusstsein/Apperzeption/Kriterium/KantVsLocke: der Witz bei ihm (Paralogismus-Kapitel): ist es gerade, daß das Selbstbewusstsein nichts mit einem Kriterium der Identität zu tun hat! Das Subjekt muss sich nicht anstrengen, um seine Aufmerksamkeit auf ein und dasselbe Ding zu richten!

Euchner I 53f
Identität/Mensch/Person/personale Identität/Locke: These: Es gibt einen Unterschied zwischen einer beliebigen Materiemasse und einer strukturierten Materie, die Leben ermöglicht - beim Menschen muss man Substanz, Mensch und Person unterscheiden, denn dies sind verschiedene Ideen. Def Leben: die Substanz dieser Trias.
Def Person: denkendes, verständiges Wesen mit Vernunft, das sich selbst als sich selbst betrachten kann - (zu verschiedenen Zeiten).

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996
Person Geach I 246f
Person/personale Identität/Locke/Geach: Lockes Problem kann so reformuliert werden: Sogar, wenn jeder Mensch eine Person und jede Person eine Mensch ist, können wir dennoch nicht schließen, dass das Prädikat "__ ist dieselbe Person wie__" und "__ ist derselbe Mensch wie__" im Gebrauch zusammenfallen. "Jeder Mensch ist eine Person" ist gleichbedeutend mit: "Jeder Mensch ist dieselbe Person wie das eine oder andere Ding"! - Entsprechend für "jede Person ist ein Mensch" - Geach: Mensch und Person könnten bei Locke einfach als verschiedene Weisen, sie zu zählen, divergieren - Bsp Mensch/"Zumensch"/"surman" - Identität/Locke/Geach: um sicher zu gehen, nahm Locke (fälschlicherweise) an, dass es keinen speziellen Weg gibt, dass ein Individuum mit einem Eigennamen mit sich selbst identisch sein musste. - Das muss aber falsch sein, wenn das Obige richtig ist - denn mit einem Namen referieren wir konstant auf dasselbe Ding.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Person Locke Graeser I 224
Person/Locke: durch Identität des Bewusstseins, nicht die numerische Identität der Substanz.
Euchner I 55f
Person/Locke: Wachender/Schlafender nicht dieselbe Person (wohl aber derselbe Mensch). - Person: die sich vergangene Handlungen selbst zuschreibt - Mensch: ist an Gestalt gebunden. VsDescartes: bei Trennung vom Geistigen möglich, dass ein zeitgenössischer Mensch die Person Nestor sei, aber nicht der Mensch Sokrates. >Personale Identität.
Ethik/Locke: Ein Betrunkener nicht ist schuldfähig, wenn er ohne Bewusstsein ist.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996
Person Nagel III 105
Identität/Person/personale Identität/zeitliche/Objektivität/Subjektivität/Nagel: Grundproblem: selbst wenn eine beliebige Menge von Bedingungen erfüllt ist, stellt sich die Frage erneut, ob wir es immer noch mit demselben Subjekt zu tun haben. - Auch ein metaphysisches Ego lässt die Frage erneut aufkommen. - Wenn die zeitliche Identität allein durch mein metaphysisches Ego garantiert sein soll, dann kann dieses nicht das Individuum sein, das meine personale Identität garantiert.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982
Person Williams Nozick II 29f
Selbst/Person/Selbstidentität/Identität/B. Williams: Bsp zwei Geschichten die uns zusammengenommen vor ein Rätsel stellen: 1. Fall: eine Person tritt in einen neuen Körper ein, eigentlich tauschen zwei Personen ihre Körper aus - A-Körper-Person: (jetzt mit dem A-Körper verbunden): hat alle Erinnerungen, alles Wissen, Werte, Verhaltensweisen usw. der (früheren, kompletten) Person B - wenn A nach dem Wechseln wählen könnte, welchem Schmerzen zugefügt werden sollten, würde er den A-Körper dafür auswählen - denn er geht davon aus, dass er B bewohnt.
2. Fall: jemand sagt ihnen, dass sie Schmerzen ertragen sollen . danach erfahren Sie, dass sie einen Wechsel ihrer psychologischen Verfassung durchmachen werden - sodass Sie den Charakter von jemand anderem besitzen werden - das ängstigt Sie, Sie wollen ihre Identität nicht verlieren und anschließend Schmerzen ertragen. - Frage; warum hatte die A-Person im ersten Fall nicht dieselben Befürchtungen? - warum ist Fall 1: Transfer einer Person in einen anderen Körper - und Fall 2: etwas, das einer bleibenden Person widerfährt? - Wieso spielen die Erinnerung im Fall 1 eine Rolle?
II 31
Unterschied 1/2: in 2 erwirbt B nicht die Erinnerungen von A.
Nozick II 29f
Identität/Person/Selbst/B. Williams: Bsp symmetrischer Fall: Außensicht: zwei Personen tauschen Körper, A ist jetzt im B-Körper und entscheidet, dass B (jetzt in seinem alten A-Körper) Schmerzen zugefügt werden sollen, statt ihm im neuen Körper - Innensicht (symmetrisch): Sie sollen Schmerzen zugefügt bekommen, das ängstigt Sie, vorher sollen sie einen anderen Charakter bekommen, das beängstigt Sie noch mehr - Sie wählen die Schmerzen für sich, um den Verlust der Person abzuwehren - andere Entscheidung, symmetrischer Fall - Problem: nichts außerhalb beeinflusst A's Aufgabe und Erwerb einer neuen Psyche - Frage: wie können dann zwei Aufgaben und Erwerbe zu einem Tausch von Körpern führen? - Williams: These: körperliche Identität ist notwendige Bedingung für personale Identität.
II 31
Problem: was irgendwo anders geschieht, kann keine Auswirkung darauf haben, ob A weiterhin im A-Körper lebt. - Williams: These: Körperliche Identität ist eine notwendige Bedingung personaler Identität.
Nozick II 32
Identität/Person/Selbst/B. Williams: 1. Prinzip: Identität von etwas kann nicht davon abhängen, ob es ein anderes Ding irgendeiner Art gibt. 2. Prinzip: wenn es möglich ist, dass es ein anderes Ding gäbe, das die Identität verhinderte, dann gibt es gar keine Identität, selbst wenn dieses andere Ding nicht existierte.
NozickVsWilliams: beide Prinzipien sind falsch - Bsp Wiener Kreis löst sich auf - mehrere Nachfolgergruppen entstehen - dann ist die Identität abhängig von etwas, das woanders geschieht ((s) ob es mehrere Gruppen gibt.) - > "nächster Nachfolger", nN.
Nozick II 33
Identität/Zeit/nächster Nachfolger/NozikVsWilliams: doch Abhängigkeit von Existenz anderer Dinge: ob sich eine Gruppe Wiener Kreis nennen kann, hängt davon ab, ob es andere Gruppen im Exil gibt - wenn zwei Dinge gleich nah am Original, gibt es keinen nächsten Nachfolger nN. - Identität in der Zeit: notwendige Bedingung: nN zu sein. - II 35 wenn Gott kausal für Identität in der Zeit sorgte, müsste auch er entscheiden, wie die Faktoren gewichtet werden sollten - (Schiff des Theseus).
II 40
Es kann sein, dass der nN nicht nah genug ist - II 41 zufällig entstandene Kopie ist kein nN (wegen fehlender Kausalität) - wir könnten den zweiten ohne den ersten haben. - II 45 Identität in der .Zeit/Problem: Überlappen.

WilliamsB I
Bernard Williams
Ethics and the Limits of Philosophy London 2011

WilliamsM I
Michael Williams
Problems of Knowledge: A Critical Introduction to Epistemology Oxford 2001

WilliamsM II
Michael Williams
"Do We (Epistemologists) Need A Theory of Truth?", Philosophical Topics, 14 (1986) pp. 223-42
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Zeitreisen Lewis V 67
Zeitreisen/Lewis: These: Zeitreisen sind möglich. - Die Paradoxa sind bloß Merkwürdigkeiten. - Sie beinhalten eine Diskrepanz zwischen Zeit und Zeit - Problem: wie kann zweimal dasselbe Ereignis (Abfahrt und Ankunft) durch zwei verschieden lange Zeitdistanzen getrennt sein. - Falsch: mehrere Zeitdimensionen zu postulieren. - Denn auf einer Fläche würde der Zeitreisende seine Kameraden nicht finden.
V 69
Lösung: Trennung von externer Zeit und persönlicher Zeit des Reisenden, gemessen an seiner Uhr - egal, mit der Uhr passiert - wir wollen Zeit nämlich nicht operational definieren, sondern funktional. - D.h. die Uhr sei unfehlbar per definitionem.
V 70
Funktionale Rolle im Ereignismuster des Zeitreisenden. - Bsp auch sein Haar wächst, aber das ist nicht Zeit, sondern hat nur dieselbe Rolle wie im normalen Leben. - Es ist die persönliche Zeit des Reisenden - das ist hinreichend, um das zeitliche Vokabular zu übertragen.
V 71
Zeitreisen: das Leben des Reisenden ist wie eine Eisenbahnstrecke: Bsp ein Ort 2 Meilen östlich kann genauso gut ein Ort 9 Meilen westlich sein. - Bsp Schleife: die Strecke führt einmal über einen früheren Abschnitt ihrer selbst. - Externe Zeit: einmalige Begegnung - persönliche Zeit: mehrmalige - Ereignis: getrennt in der persönlichen, vereint in der externen Zeit. - Zeitreisender: ist aber nicht zweimal in voller Person vorhanden, sondern in zwei vollständigen Zuständen. - (> Personzustand: siehe Continuants/Lewis). - Problem: was vereint diese Stadien. - (anders als bei normalen Menschen, hier kein Problem). - Anderes Problem: wenn die Zeitreise instantan vor sich geht, gibt es einen Bruch im Zeitstrang. - Dann gibt es zwei Personen und keiner von ihnen ist der Zeitreisende.
V 73
Zeitreisen/Kausalität: 1. Die Zeitreise verlangt personale Identität und damit kausale Kontinuität. - Damit umgekehrte Richtung. - Die Richtung der kontrafaktischen Abhängigkeit und Verursachung wird von der Richtung anderer Asymmetrien der Zeit gesteuert, dann ist Rückwärtskausalität und damit kausale Schleifen nicht ausgeschlossen! - D.h. nicht, dass die Schleife als ganzes verursacht oder erklärbar ist. - Problem: Informationsübertragung - Bsp wenn die Info zum Bau der Zeitmaschine erst übertragen werden muss, gibt es keine Lösung. - Man muss Person und Personstadien des Zeitreisenden gleichzeitig definieren. - Sonst zirkulär wechselseitig vorausgesetzt.
V 74f
Für die Zeitreise brauchen wir nur den dreidimensionalen Raum ohne Zeit als vierte Dimension.
V 75f
Zeitreise/Großvater-Paradox: Vergangenheit nicht änderbar, weil Momente nicht in zeitliche Teile aufteilbar, die vertauscht werden könnten - Mord am Großvater ist entweder in der Vergangenheit zeitlos enthalten oder zeitlos nicht enthalten. - Falsch: Original und neue Vergangenheit: statt dessen: ein und dasselbe zweimal lokalisiert (wie Bahnübergang in achtförmiger Bahnstrecke). - Also ist Töten in der Zeitreise ein Widerspruch: sowohl Töten als auch Nichttöten. - Vergangenheit ist aber kein besonderer Charakter. - Auch Gegenwart und Zukunft sind nicht änderbar, weil auch ihre Momente keine zeitlichen Teile haben. - ((s) Entwicklungen wohl beeinflussbar.) - "Können" ist zweideutig: ein Affe kann kein Finnisch, wegen Anatomie, ich kann es nicht, aber ich habe es nicht gelernt. - Engere und weitere Menge von Tatsachen. - Großvatermord ist wegen enger Menge möglich: alles was man zum Mord braucht. - Aber nicht weitere Menge: Vater-Sohn-Relation, Lebensende des Großvaters usw. - Verzweigte Zeit: (Verzweigung nach dem Großvatermord) keine Lösung, weil die Vergangenheit nicht geändert wird. - Es ist konsistent dass der Großvater lebt und tot ist, aber in verschiedenen Zweigen, aber es gibt nicht zwei Ereignisse.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Physikalismus Lewis, D. Schw I 112
Physikalismus/HS/Lewis/Schwarz: Lewis geht es um These eine Verschärfung des Physikalismus. Er will auf zusätzliche Tatsachen wie NG oder Kausalität neben der Verteilung der fE verzichten. Emergenz/Lewis: mag es nur in der QM geben, aber nicht in der Biologie, Soziologie oder Psychologie.
Schwarz: dazu muß Lewis eine Menge Gegenï·"Bsp wegerklären (s.o. Personale Identität, Kap 2).
Schw I 155
These die Kenntnis der physikalischen Wahrheiten (einschließlich der Wahrheiten über uns selbst) sind im Prinzip hinreichend, um alle mentalen Wahrheiten daraus abzuleiten.
personale Identität Lewis, D. IV 58
Def R-Relation/Identität/Kontinuität/Person/Lewis: eine bestimmte Relation und Verbundenheit unter Person-Zuständen. Def I-Relation/Lewis: Frage: welche der dauerhaften Personen sind identisch mit den früheren?
Aber genauso gibt es natürlich auch I-Relationen zwischen den einzelnen Zuständen!
(s.u. I-Relationen bestehen auch zwischen mehreren Dingen (anders als Identität).
These: jeder Zustand (einer Person) ist I-relativ und R-relativ zu genau denselben Zuständen. Und zwar auch für alle möglichen Problemfälle.
I-Relation/R-Relation/Lewis: These: die beiden sind identisch, weil sie koextensiv sind.
personale Identit. Locke, J. I 53
Identität/Mensch/Person/personale Identität/Locke: (27.Kapitel II. Buch des Essays: "Über Identität und Verschiedenheit"). These Es gibt einen Unterschied zwischen einer beliebigen Materiemasse und einer strukturierten Materie, die Leben ermöglicht.
Was diese Basis betrifft, besteht zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen kein Unterschied.
Eine andere Auffassung von der geistigen Identität verankere diese allein in der immateriellen Seele (Descartes) und abstrahiere völlig von Körper und Gestalt.
Diese Position läßt sich mit dem Gedanken der Seelenwanderung vereinbaren, für die Locke aber offensichtlich nicht viel Sympathie hatte.
I 54
Identität/LockeVsDescartes: Problem: das Verhältnis von Substanz und Person, wenn die Denkfähigkeit allein einer immateriellen Substanz zugeschrieben wird. Bsp so wäre es denkbar, daß jemand die Überzeugung vertreten könnte, er sei dieselbe Person wie Nestor. Wenn man nun die Richtigkeit der Cartesianischen These voraussetzt,
I 55
so sei es denkbar, daß ein zeitgenössischer Mensch tatsächlich die Person Nestor sei. So sei er deshalb aber doch nicht der Mensch Nestor, eben weil die Idee des Menschen nicht von seiner körperlichen Gestalt ablösbar sei.
Das ist für uns heute abstrus. (>Geach).
Locke relativiert die These damit, daß es für das Bewußtsein auf die Beschaffenheit der Substanz gar nicht ankomme, weshalb er diese Frage offenlassen wolle - er vermittelt dabei den Eindruck, daß er der materialistischen Sichtweise zugeneigt ist.
Präsentismus Stalnaker, R. I 128
Präsentismus/Stalnaker: (s.o.) analog zum Aktualismus in Bezug auf mögliche Welten: wir sind in der Zeit erstreckt so wie wir über MöWe erstreckt sind. Dann können wir echte zeitliche Identität haben. (Stalnaker pro). Fusion/Spaltung/personale Identität/Stalnaker: sind dann Fälle, wo getrennte Personen früher identisch waren bzw. eine Person in zwei geteilt wird.
persönliche Identität Willams, B. Nozick II 29
Williams: These: Körperliche Identität ist notwendige Bedingung für personale Identität.
II 31
Problem: Was irgendwo anders geschieht, kann keine Auswirkung darauf haben, ob A weiterhin im A-Körper lebt. Williams: 1. Prinzip: Identität von etwas kann nicht davon abhängen, ob es ein anderes Ding irgendeiner Art gibt.
2. Prinzip: Wenn es möglich ist, dass es ein anderes Ding gäbe, das die Identität verhinderte, dann gibt es gar keine Identität, selbst wenn dieses andere Ding nicht existierte!
NozickVsWilliams: beide Prinzipien sind falsch.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994